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FH Gießen erforscht Reinigung von Krankenhausabwässern
Das
Evangelische
Krankenhaus in Gießen
hat unter der Projektleitung der Fachhochschule
Gießen-Friedberg
(FH Gießen) eine Abwasserversuchsanlage in Betrieb genommen. Mit dem
vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte
Forschungsprojekt will die FH Gießen die Möglichkeiten der
Reinigung von Krankenhausabwässern untersuchen.
Im
Unterschied zu häuslichen Abwässern sind Krankenhausabwässer, so
die Wissenschaftler, hoch medikamentös belastet. Kommunalen
Kläranlagen gelänge die Trennung der Schadstoffe vom Wasser meist
nur zum Teil. So gelangten zum Beispiel Arzneimittelrückstände wie
Hormone in freie Gewässer. Mit drastischen Auswirkungen auf die
Natur: Nach Angaben der FH Gießen wurde festgestellt, dass
Rückstände von Schmerzmitteln und Antibabypillen zu Missbildungen
bei Jungfischen beziehungsweise zur Verweiblichung der Fischbestände
führen.
Am Evangelischen Krankenhaus in Gießen findet die
Abwasserreinigung jetzt mit einem speziellen Trägermaterial statt.
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