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22.07.2017 08:46

Klärwerk.info / Nützliches / Allgemeine Meldungen und Berichte / Die ersten nachweisbaren Wasserklosetts in Dresden

Die ersten nachweisbaren Wasserklosetts in Dresden

von Dr. Rudolph Böhm
Anlässlich des jährlichen Welttoilettentages am 19. November

Die ersten nachweisbaren Wasserklosetts in Dresden befanden sich in der Villa Stockhausen (Baujahr 1850 bis 1853) und dem Schloss Albrechtsberg (Baujahr 1852 bis 1854). Diese beiden Gebäudekomplexe wurden nach Entwürfen des Königlich-Preußischen Land-Baumeisters Lohse zu Berlin auf den Loschwitzer Elbhängen im Auftrag Sr. Königl. Hoheit des Prinzen Albrecht von Preußen errichtet.
 
Die zirka 20 Wasserklosetts dieser beiden Schlösser sowie der dazugehörigen Häuser zur Unterbringung der Bediensteten stellten nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand die ersten funktionstüchtigen Wasserklosetts in Dresden dar, d. h. mit Druckwasserspülung und Geruchsverschluss gegenüber der Abwassereinleitung. Ermöglicht wurde die Bereitstellung von ausreichendem Wasserdruck in diesen Gebäuden durch die geschickte Nutzung der Wässer des Gute-Born-Baches und des Mordgrund-Baches, bereits 20 Jahre vor der Inbetriebnahme der zentralen Wasserversorgung in der Stadt Dresden durch das Wasserwerk Saloppe (1875).
 
An beiden Bächen wurden in der Dresdner Heide in ausreichender Höhenlage über dem Niveau der Schlossanlagen Wasserfassungen und Wasserspeicher errichtet, von denen aus das Wasser mittels Rohrleitungen in das Schlossareal geleitet wird. Hier diente es vor allem zum Betrieb der kunstvollen Wasserspiele in den Gartenanlagen (Fontänen, Wasser fälle etc.), aber auch zum Küchen- und Hausgebrauch (Bad, Toilette, Bidet, Heizung). Zur Trinkwasserversorgung bestand ein eigener  Brunnen in Elbnähe. Die Wasserspiele werden auch heute noch mit Bachwasser betrieben, nur die Trink- und Sanitärwasserversorgung ist an die zentrale Wasserversorgung der Stadt Dresden angeschlossen worden. Die zuerst errichtete Villa Stockhausen erhält ihre Wasserzufuhr aus dem Gute-Born-Bach, das Schloss Albrechtsberg aus dem Mordgrund-Bach. Auf den Dachböden beider Gebäude befand sich ein Bottich, der durch eine im Gebäude aufsteigende Leitung nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren mit Bachwasser gefüllt wurde.
 
Die Zuführungsleitung am Bottich wurde, wenn derselbe mit Wasser gefüllt war, mittels eines Schwimmerventils geschlossen, analog den heutigen Klosettspülkästen. Bei Wasserentnahme aus dem Bottich infolge Wasserverbrauchs im Gebäude sank der Wasserspiegel im Bottich und das Schwimmerventil öffnete sich wieder, wodurch Bachwasser bis zur Wiederauffüllung des Bottichs nachströmen konnte. Für den Havariefall - Verklemmen des Schwimmerventils infolge im Bachwasser enthaltener Festkörper - bestand ein Notüberlauf am Bottich, um Überschwemmungen im Gebäude zu verhindern. Von der Idee her auch heute noch höchster Sicherheitsstandard.
 
Von diesem Hochbehälter aus wurde das Wasser im Gebäude zu den einzelnen Verbrauchern geleitet. Neben einigen kleineren Fontänen im Inneren der Gebäude, Spülbecken in den Küchen, Wasserhähnen zur Entnahme von Reinigungswasser, diente es vor allem als Spülwasser für die in den vier Etagen aufgestellten Wasserklosetts mit und ohne Bidetschale, die Badeeinrichtungen mit Warmwassererzeugung sowie die Warmwasserheizung der Räumlichkeiten. Die Bidetschalen konnten sowohl mit kaltem als auch mit warmem Wasser benutzt werden. Die Wasserklosettanlagen bezogen das erforderliche kalte Spülwasser aus dem Bottich auf dem Dachboden durch eine Rohrleitung mittels Abzweigungen, in denen Regulierungs- bzw. Absperrventile eingebaut waren. Das verunreinigte Spülwasser der Klosetts gelangte in separaten Fallrohren in den Keller. Hier befand sich ein zentraler hydraulischer Verschluss (Siphon) als Geruchsverschluss gegen - über den folgenden Abwasseranlagen.
 
Nach dem Siphon floss das Toilettenabwasser in ein gekapseltes, zylindrisches Gefäß mit eingehängtem Drahtkorb zum Zurückhalten des in dem Toilettenabwasser enthaltenen Papiers. Das Papier verlor nach längerer Wassereinwirkung seine Festigkeit und konnte in kleineren Partikeln in breiartigem Zustand durch die Maschen des Drahtkorbes hindurchgedrückt werden. Somit waren im Abfluss keine wahrnehmbaren groben Partikel vorhanden. Anschließend floss das Abwasser aus den WCs gemeinsam mit den Küchen- und Badewässern in einem zentralen Kanal über den Elbhang in die Elbe. Diese Anlagen waren vermutlich bis zum Anschluss der Elbhangschlösser an die zentrale Wasserversorgung (ca. 1920 bis 1930) in Betrieb.

Quelle: http://www.stadtentwaesserung-dresden.de