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Erholung ist eine wesentliche Grundlage für hohe Arbeitsleistung
Dissertation von Dr. Carmen Binnewies mit dem Südwestmetall-Förderpreis ausgezeichnet
Erholung in der Freizeit ist eine ganz
wesentliche Grundlage für eine hohe Arbeitsleistung im Beruf.
Erholung ist damit nicht nur eine angenehme Erfahrung für jeden
Einzelnen, sondern sie ist letztlich auch Faktor ein
wichtiger für den
Leistungserhalt von
Organisationen. Zu
diesem Ergebnis kommt Dr. Carmen Binnewies in ihrer Dissertation "The
Power of Recovery: Recovery from Work-Related Stress as a Predictor
of Fluctuations in Individual Job Performance." Binnewies,
seit Oktober 2008 Mitarbeiterin am Institut für Psychologie der
Johannes Gutenberg-Universität Mainz, ist für ihre an der
Universität Konstanz verfasste Doktorarbeit mit dem
Südwestmetall-Förderpreis 2008 ausgezeichnet worden. Der Verband
der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg vergibt die mit
jeweils 5000 Euro dotierten Förderpreise für herausragende
wissenschaftliche Arbeiten an junge Akademiker des Landes
Baden-Württemberg.
Um den Zusammenhang zwischen Erholung in
der Freizeit und Arbeitsleistung aufzudecken, hat Binnewies zwischen
2005 und 2007 in drei Untersuchungen insgesamt über 600
Berufstätige nach ihrem
Freizeitverhalten,
ihrem Wohlbefinden und
ihrer Arbeitsleistung befragt. "Die Studienteilnehmer kamen aus
unterschiedlichen Berufen in der öffentlichen Verwaltung, in
kleineren und mittelständischen Betrieben und aus der
Behindertenarbeit", erläutert Binnewies. Mit einem Pocket-PC
konnten die Beteiligten beispielsweise am Morgen ihr Erholungsgefühl
nach der Nachtruhe und am Abend ihre Leistung nach dem Arbeitstag
erfassen. In der Auswertung zeigte sich, dass der Grad des
subjektiven Erholungsgefühls Schwankungen in der Arbeitsleistung
vorhersagen kann. "Sind Mitarbeiter besser erholt, zeigen sie
nachfolgend eine bessere Aufgabenleistung, mehr Eigeninitiative und
mehr Hilfeverhalten gegenüber ihren Kollegen", so die
Psychologin. Für die Erholtheit wiederum ist ein guter Schlaf, das
Abschalten und Entspannung von der Arbeit während der Freizeit sowie
das Meistern von Herausforderungen beispielsweise beim Sport oder bei
ehrenamtlichen Tätigkeiten förderlich.
Allerdings gibt es
kein Patentrezept: "Beim
Schlaf ist es nicht so wichtig, wie viel jemand schläft, sondern die
Qualität des Schlafs ist entscheidend, und bei den
Freizeitaktivitäten kommt es nicht so sehr darauf an, was man macht
oder wie lange, sondern wie positiv diese Tätigkeit erlebt wird und
ob die Arbeit dabei vergessen
werden kann."
Entscheidend ist, so Binnewies weiter, dass jeder seinen eigenen Weg
findet, sich optimal zu erholen, und da können bei unterschiedlichen
Berufsgruppen ganz unterschiedlich Bedürfnisse vorherrschen. Sport
allerdings, so scheint es, tut in der Regel immer gut.
Bei
ihren künftigen Arbeiten an der Universität Mainz wird Binnewies,
Mitarbeiterin in der Abteilung Arbeits-, Organisations- und
Wirtschaftspsychologie unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr.
Christian Dormann, insbesondere die Auswirkungen von Stress am
Arbeitsplatz auf das Privatleben untersuchen, um festzustellen, wie
Berufstätige in verschiedenen Arbeitsfeldern mit den verschiedenen
Anforderungen umgehen und wie sich dies unter Umständen im
Familienleben bemerkbar macht.
Kontakt und Informationen:
Dr.
Dipl.-Psych. Carmen Binnewies
Psychologisches Institut
Abt.
Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie
Johannes
Gutenberg-Universität Mainz
Tel. 06131 39-25123
Fax 06131
39-22483
E-Mail: carmen.binnewies@uni-mainz.de
Petra
Giegerich, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Johannes
Gutenberg-Universität Mainz
Weitere Informationen:
http://psycho.sowi.uni-mainz.de/abteil/aow
http://www.uni-konstanz.de/erholung
URL
dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news289318




