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Kanalnetzbewirtschaftung: Dynamische Lösung für eine Verbundsteuerung des Kanalnetzes zur Reduzierung von Mischwasserabschlägen
Die Hälfte der deutschen Bevölkerung ist an eine Mischwasserkanalisation
angeschlossen. Bei Starkregenereignissen kommt es immer wieder zu
umweltbelastenden Abschlägen von Abwässern aus zwischengeschalteten
Speicherbauwerken in die Gewässer, und Klimaprognosen und
Bevölkerungsentwicklung weisen auf eine Zunahme der ungewollten
Gewässerbelastungen hin.
Da die EU-Wasserrahmenrichtlinie Maßnahmen fordert, einen guten Zustand
aller Gewässer zu erreichen, besteht für viele Kommunen und Verbände
Handlungsbedarf im Bereich der Kläranlage und des Kanalnetzes.
Es existieren unterschiedliche Ansätze, um die Abschlagsmengen der
Kanalnetze zu optimieren. Eine Verbund-Abflusssteuerung ist gegenüber
herkömmlichen Lösungen „in Beton" der deutlich kostengünstigere Ansatz.
Dabei werden die vorhandenen Stauvolumina optimal ausgenutzt, in dem die
Drosselabflüsse nicht statisch festgesetzt sondern zeitaktuell
ermittelt werden anhand des Auslastungsgrades der gesamten Bauwerke im
Netz.
Vorkonfektionierte Verbundsteuerung
Benötigt dazu wird ein Regelwerk. Bislang üblich ist die Erstellung von
individuellen Regelwerken für eine Abflusssteuerung auf der Basis von
mathematischen Berechnungen. Dieses Verfahren kann aber nicht auf allen
Kanalnetzen angewandt werden, weil es mit großem Kosten- und Zeitaufwand
verbunden ist. Hier springt die ADESBA Steuerbox als aufwandsarme
Alternative ein: ADESBA ist eine vorkonfektionierte Verbundsteuerung,
die vergleichsweise einfach an das eigene Netz adaptiert werden und die
Abschlagsmengen bis zu 30% mindern kann.
ADESBA besteht aus Standard-Technologien und kann in die technologischen
Umgebungen der meisten Kanalnetze umstandslos eingebaut werden.
Zusätzliche ADESBA-Module unterstützen den Planungsprozess einer
Abflusssteuerung nach dem Merkblatt DWA-M 180, das als Grundlage für
Entscheidungen über eine Abflusssteuerung eine wichtige Rolle spielt.
Die Steuerbox ist in einer engen Kooperation mit dem Institut für
Siedlungswirtschaft und Abfalltechnik (ISAH) Hannover und dem Institut
für Automatisierung und Kommunikation in Magdeburg (ifak) entstanden und
konnte ihre Wirksamkeit bereits klar unter Beweis stellen.
Nähere Informationen auch auf www.adesba.de




