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Neuer Modellstandort für Altlastensanierung
Auf dem Gelände des ehemaligen Hydrierwerks in Zeitz in Sachsen-Anhalt
ist eine Pilotanlage zur Grundwassersanierung in Betrieb gegangen. Mit
Hilfe von heißem Dampf werden Schadstoffe aus dem Boden gelöst. Wie das
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung/Magdeburg berichtet, soll Zeitz
neuer Modellstandort für den internationalen Forschungs- und
Technologietransfer auf dem Gebiet der Altlastenforschung werden.
Das neue Verfahren mit dem Kürzel MOSAM wird erstmalig auf einem
ehemaligen Industriestandort getestet. Im Rahmen des Verfahrens werde
Dampf erzeugt, der auf einer Fläche von 400 Quadratmetern bis zu 12 m
tief in den Boden vordringen."Die nur gering und sehr langsam löslichen
Schadstoffe werden durch das Erhitzen mit Dampf schneller aus dem
Untergrund gelöst ", erläutert der Abteilungsleiter
Grundwassersanierung das Verfahren. Anschließend werde die Luft über
dem Boden abgesaugt und durch einen Katalysator geleitet. Im Vergleich
zu anderen Verfahren könnten die Schadstoffe so viel schneller
beseitigt werden. Statt mehrer Jahre würde es nur noch wenige Wochen
dauern, um eine derartige Fläche zu reinigen. Auch die Universitäten
Kiel und Stuttgart sind an dem Projekt beteiligt. Die übergelagerte
Plattform des Projekts bildet das internationale Projekt Trans-IT. Das
" Transfer Projekt zur Verwertung von Technologie und Wissen aus
nationalen Verbundvorhaben zur Grundwasser- und Bodensanierung in
Deutschland und Italien " wurde 2005 von den Universitäten Kiel und Rom
ins Leben gerufen und wird vom Bundesforschungsministerium gefördert.
Weitere Informationen unter www.ufz.de




