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Neuerungen bei den Essener Wasserwerken / 50 Millionen Euro werden investiert
Die Trinkwasserqualität soll
noch besser werden/50 Millionen Euro werden investiert
Die
Qualität des Essener Trinkwassers soll in Zukunft noch besser
werden. Ziel ist es, die Wasserwerke Essen-Horst und Essen-Überruhr
im Verbund zu betreiben. „Dies soll zu einer dauerhaften
Absicherung einer qualitativ hochwertigen und kostengünstigen
Wasserproduktion führen", erläutert Dietmar
Bückemeyer, technischer Vorstand der Stadtwerke Essen AG.
Insgesamt werden rund 50 Millionen Euro in das Projekt investiert.
Diese teilen sich die Stadtwerke Essen AG und die GELSENWASSER AG
jeweils zur Hälfte.
Drei
zusätzliche Aufbereitungsstufen
Die höhere Qualität soll
dadurch erreicht werden, dass die Wasseraufbereitungsanlage in
Essen-Überruhr ab dem Jahre 2011 ausschließlich bereits
gefiltertes Wasser aus Essen-Horst und Uferfiltrat aus Essen-Überruhr
verwendet. Die Wasseraufbereitungsanlage erhält zudem drei neue
Aufbereitungsstufen: 1. Aktivkohle-Festbettfilter, 2. zentrale
physikalische Entsäuerung, 3. UV-Desinfektion sowie einen
Dreikammer-Trinkwasserbehälter. Das bisherige
Reini-gungsverfahren der Langsamsandfiltration erfolgt dann
aus-schließlich am Standort Burgaltendorf in der ersten
Aufbe-reitungsstufe.
Anpassung
an zukünftige Herausforderungen
Arzneistoffe, Röntgenkontrastmittel, Flammschutzmittel, PFT etc. werden derzeit im Zusammenhang mit trinkwasserrele-vanten Stoffen immer wieder diskutiert. Durch verbesserte Analytik können einzelne Stoffe in geringsten Mengen, das heißt sogar im Nanogrammbereich (1 Nanogramm entspricht 0,000000001 Gramm) im Trinkwasser nachgewiesen werden. Auch wenn die Trinkwasserverordnung stets von beiden Wasserwerken eingehalten wird, sollen durch das zukünftige Verbundsystem die immer größer werdenden Anforderungen an hochwertiges, gesundes Trinkwasser noch besser erfüllt werden.
Im Hinblick auf PFT unterschreiten die
Stadtwerke Essen sogar den Zielwert von 0,0000001 Gramm pro Liter.
Der von der Trinkwasserkommission vorgegebene Leitwert, der als
lebenslang gesundheitlich unbedenklich angesehen wird, beträgt
0,0000003 Gramm pro Liter. Es werden monatliche Untersuchungen zum
Thema PFT durchgeführt, um die hohe Wasserqualität
jederzeit zu gewährleisten. Somit steht fest, dass keinerlei
Gesundheitsgefährdung besteht. Die Mess-werte veröffentlicht
das Unternehmen zudem bereits seit Juni 2006 auf seiner
Internetseite.
Wirtschaftlicher
Hintergrund
Bereits im Jahr 2002 haben sich die Stadtwerke Essen AG und die GELSENWASSER AG zusammengeschlossen, um die Wasserwerke Essen-Überruhr und Essen-Horst gemein-sam zu betreiben. Im Fokus der Kooperation stehen Gewin-nung, Förderung, Aufbereitung und Bereitstellung von Trink-wasser an der Ruhr in Essen und die entsprechende Liefe-rung an die Gesellschafter. Die Gesellschafter halten jeweils 50 Prozent der Anteile an der Wassergewinnung Essen GmbH (WGE) und haben ihre Wassergewinnungs- und Auf-bereitungsanlagen sowie die Pumpwerke im Ruhrtal in die Gesellschaft mit eingebracht.




