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Verhalten von Prionen in Kläranlagen und im Boden
Prionen sind infektiöse Eiweißpartikel, die zum Beispiel BSE (Bovine spongiforem Encephalophatie) bei Kühen oder Scrapie (Traberkrankheit) bei Schafen hervorrufen. Wie lange Prionen im Boden überleben, hat das Fraunhofer-Institut in Schmallenberg im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) untersucht. In den Boden eingebrachte Scrapie-Erreger blieben danach unter natürlichen Witterungsbedingungen über 29 Monate infektiös. Eine Gefährdung des Menschen sei hingegen nicht gegeben, denn Rinder scheiden BSE-Prionen natürlicherweise nicht aus. Außerdem seien in Deutschland keine BSE-infizierten Tierkadaver durch Vergraben im Boden entsorgt worden.
Hintergrundpapier
„TSE-Erreger (Prionen) im Boden: Vorkommen und
Infektionsrisiko":
www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/hintergrund/prionen.pdf
Abschlussbericht
„Bewertung des Vorkommens und der Auswirkung von infektiösen
Biomolekülen in Böden unter besonderer Berücksichtigung
ihrer Persistenz":
www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3474.pdf
Veröffentlichung
in der Fachzeitschrift PLoS ONE, Mai 2007, Nr. 5,
e435:
www.umweltbundesamt.de/gesundheit/publikationen/plos.pdf
Mit
dem Verhalten von Prionen in Kläranlagen beschäftigt sich
eine Veröffentlichung von Joel A. Pedersen et al. (University of
Wisconsin, Madison). Die Forscher kommen nach Laboruntersuchungen zum
Ergebnis, dass Prionen durch die üblichen Reinigungsverfahren
nicht abgebaut werden. Sie räumen allerdings ein, Prionen seien
bislang noch nicht in Kläranlagen oder in Klärschlamm
gefunden worden.
Veröffentlichung von Pedersen et al. in
Environ. Sci. Technol., 2008, 42 (14), 5254 (15. Juli 2008):
DOI
10.1021/es703186e
„Prion Fact Sheet" der US-amerikanischen
Water Environment Federation
(WEF):
www.wef.org/ScienceTechnologyResources/Biosolids/PrionFactSheet.htm




