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         d) Übungsaufgaben
         e) Informationen für Auszubildende
         f)  UT-Ausbildertreffen Fachkraft für Abwassertechnik
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         b) Prüfungsaufgaben
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2)      DWA-Informationen
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         d) Meldungen der DWA

F. Kläranlagen

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3)      Meldungen von den Kläranlagen

G. Nützliches

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5)      Meldungen aus der Wissenschaft
6)      Meldungen aus aller Welt
7)      Allgemeine Meldungen und Berichte

H. Fortbildungsdatenbank

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3)      Fortbildungen in der Schweiz
4)      Messen und Tagungen

I. Produktsuche/ Lieferanten

J. Kontakt

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14.10.2019 02:50

Klärwerk.info / Ablage / Meldungen zu Biogas 2009

Meldungen zu Biogas 2009

Übersicht über alle Meldungen und Zugang zum Archiv

Meldungen zu Biogas 2008

Januar 2009
Februar 2009
März 2009
April 2009
Mai 2009
Juni 2009
Juli 2009
August 2009
September 2009
Oktober 2009
November 2009
Dezember 2009

November 2009
22.11.2009
Aktuelle Branchenzahlen dokumentieren positive Entwicklung für Biogasnutzung 
06.11.2009
Tagung Dezentrale Energieversorgung: Bioenergie-Partnerschaften 
August 2009
08.08.2009
Fachverband Biogas fordert neue Anreize für Wettbewerb im Gassektor 
08.08.2009
Fachverband Biogas fordert Erneuerbares-Gas-Einspeisegesetz 
08.08.2009
Fachverband Biogas hebt große Bedeutung des EEG für Landwirtschaft hervor 
08.08.2009
Fachkongress "Biogas in der Landwirtschaft - Stand und Perspektiven" 
08.08.2009
DVD stellt mustergültige Biogasanlagen vor 
Juli 2009
20.07.2009
Forum Nachhaltige Biogaserzeugung in Baden-Württemberg 
Juni 2009
06.06.2009
Biogasbranche über Verhandlungsergebnis der Koalition zur besseren Netzintegration Erneuerbarer enttäuscht 
Mai 2009
11.05.2009
Erneuerbare Energien: ThyssenKrupp Nirosta liefert Material für eine der größten Biogasanlagen der Welt 
März 2009
26.03.2009
Eilentscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu Biogasanlagen 
Januar2009
16.01.2009
Energiepflanzen und Gewässerschutz 

 


Aktuelle Branchenzahlen dokumentieren positive Entwicklung für Biogasnutzung

Fachverband Biogas stellt neu aufgelegte Broschüre „Multitalent Biogas" vor
Freising. Die Biogasbranche nimmt nach zwei schwierigen Jahren wieder Fahrt auf. Laut
aktueller Erhebung des Fachverbandes Biogas e.V. sind derzeit in Deutschland 4.344
Biogasanlagen mit einer Gesamtleistung von 1.597 Megawatt elektrisch in Betrieb. Das
entspricht einem Zuwachs von gut 450 Anlagen und einer Zunahme der Leistung um 220
Megawatt im Vergleich zu Ende 2008. Die meisten Biogasanlagen stehen nach wie vor in
Bayern (rund 1.500), die größte installierte Gesamtleistung kann Niedersachsen mit 365 MW
vorweisen.
Bis zum Jahresende prognostiziert der Fachverband Biogas e.V. einen Anlagenbestand von
rund 4.500 und eine Gesamtleistung von über 1.650 Megawatt. „Mit rund 600 Neuanlagen
bis Ende 2009 können wir mehr als zufrieden sein", freut sich der Präsident des
Fachverbandes Biogas, Josef Pellmeyer. „Trotz Wirtschaftskrise und immer komplexeren
und längeren Genehmigungsverfahren kann die Branche in diesem Jahr endlich wieder
deutlich zulegen."
Basis für die aktuelle Entwicklung sind die seit dem 1. Januar 2009 geltenden Bedingungen
des novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2009). Allerdings hat das Gesetz
aufgrund seiner Komplexität und vieler auslegungsbedürftiger Regelungen später gegriffen
als erwartet. Zudem mussten die geplanten Anlagen erst die zunehmenden bürokratischen
Genehmigungsschritte durchlaufen. „Für viele Firmen war es allerhöchste Zeit, dass die
lange Durststrecke zu Ende ging. Nun, im letzten Quartal 2009, ist ein spürbarer Bauboom
zu registrieren", so Pellmeyer.
Dies bestätigt auch eine Umfrage unter den Mitgliedsfirmen im Fachverband Biogas e.V., die
für das Jahr 2009 einen Umsatzzuwachs von durchschnittlich 30 Prozent erwarten. Bei der
Mitarbeiterzahl ist eine Zunahme um rund zehn Prozent zu erwarten. Hier wird die Prognose
des Fachverbandes Biogas aus 2008 von gut 11.000 Beschäftigten in der Biogasbranche
erreicht werden. 70 Prozent der befragten Unternehmen beurteilen das Jahr 2009 besser als
das Jahr 2008. Allerdings sagen auch 19 Prozent, dass es in diesem Jahr schlechter lief. Für
manche Firmen war die Krisenzeit mit den Jahren 2007, 2008 und den ersten sechs bis
neuen Monaten in 2009 zu lang.
Doch bei vielen zeigt sich jetzt eine Trendwende. Zahlreiche Unternehmen können sich
derzeit über volle Auftragsbücher freuen. Es sind vor allem die kleineren Anlagen bis 250
Kilowatt (kW) elektrischer Leistung, die stark nachgefragt sind. Hier hat sich der Güllebonus
als neues Instrument des EEG 2009 bewährt. Vor allem in Veredlungsgebieten werden
Biogasanlagen gebaut. Das zusätzliche Standbein Biogas schafft eine
Einkommensdiversifizierung und hilft Viehhaltungsbetriebe in Zeiten schlechter Milch- oder
Fleischpreise sich zu stabilisieren.

Fachverband Biogas e.V.
Angerbrunnenstraße 12
85356 Freising
Telefon +49(0)81 61/98 46 60
Telefax +49(0)81 61/98 46 70
E-Mail info@biogas.org

Mehr als die Hälfte der deutschen Biogasanlagen liegt im Leistungsbereich 151 - 500 kW,
nur drei Prozent bei mehr als einem Megawatt. Es sind vor allem die Gaseinspeiseanlagen,
die im Megawatt-Bereich produzieren. Zu den derzeit gut 20 Einspeiseanlagen werden im
Jahr 2010 voraussichtlich mehr als 30 neue hinzukommen. Um die Biogaseinspeisung ins
Erdgasnetz auf eine breitere Basis zu stellen, fordert der Fachverband Biogas nach dem
Vorbild des EEG ein Erneuerbares-Gas-Einspeisegesetz (EGE).
Einen guten Überblick über die aktuelle Situation der Biogasanlagen in Deutschland
vermittelt die druckfrisch erschienene Branchenübersicht „Multitalent Biogas", die der
Fachverband Biogas e.V. in Kooperation mit der Solarpraxis AG produziert hat. Bereits in
zweiter Auflage verschafft das Heft einen fundierten Überblick über die Funktionsweise einer
Biogasanlage, die vielfältigen Nutzungsformen dieses regenerativen Energieträgers, die
Effizienz der Anlagen und die ökonomischen Chancen für den ländlichen Raum. „Die
überarbeitete Auflage des „Multitalent Biogas" dokumentiert die hohe Effizienz der modernen
Biogasanlagen", sagt der Geschäftsführer des Fachverbandes Biogas e.V., Dr. Claudius da
Costa Gomez. „Leistungsfähige Wärmenetze, Satelliten-BHKW und modernste Rühr- und
Verstromungstechniken sind nur einige Beispiele der konsequenten Weiterentwicklung in der
Branche."
Im zweiten Teil der Broschüre stellen sich mehr als 100 namhafte Unternehmen der
Biogasbranche vom Komplettanlagen- und Komponentenhersteller bis hin zum Planer,
Berater und Betreiber vor.
Kurzinfo Fachverband Biogas e.V.
Der Fachverband Biogas e.V. ist mit rund 3.500 Mitgliedern die größte deutsche und
europäische Interessenvertretung der Biogas-Branche. Er vertritt bundesweit Hersteller,
Anlagenbauer und landwirtschaftliche wie industrielle Biogasanlagenbetreiber. Die Biogas-
Branche hat in den vergangenen Jahren ca. 11.000 krisensichere Arbeitsplätze zumeist in
ländlichen Regionen geschaffen. Weitere Informationen unter www.biogas.org
19. Jahrestagung des Fachverbandes Biogas unter dem Motto „Biogas - die Energie
künftiger Generationen" mit großer Biogas-Fachmesse, Workshops und Lehrfahrt vom
2.-4.02.2010 im Congress Center Leipzig. Infos unter: www.biogastagung.org 

(nach oben)


Tagung Dezentrale Energieversorgung: Bioenergie-Partnerschaften

Kooperation zwischen Land-/Forstwirtschaft und Stadtwerken

8./9. Dezember 2009 Kassel

Die DLG e.V. veranstaltet gemeinsam mit dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und dem Fachverband Power Systems des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA Power Systems) eine Tagung, um den Erfahrungsaustausch zwischen Land- und Forstwirten, Anlagenherstellern sowie Stadtwerken und Kommunen bei dezentralen Bioenergielösungen zu fördern.

Ziel der Veranstaltung ist es aufzuzeigen, wie die Land- und Forstwirte mit Stadtwerken langfristig und erfolgreich kooperieren können. Im Mittelpunkt der Tagung sollen daher mögliche Kooperationsformen sowie die Finanzierung von Bioenergieanlagen stehen.

Von der Erzeugung von Biogas und Holzhackschnitzeln sowie den systembedingten Problemen bis zu Qualitätsunterschieden bei den Substraten, Lieferschwierigkeiten sowie technischen Einschränkungen und Akzeptanzproblemen in der Gesellschaft werden nahezu alle Themen angesprochen. Darüber hinaus werden auch Kooperationsmodelle zwischen Stadtwerken und Land- und Forstwirten erläutert.

Die Tagung richtet sich an Land- und Forstwirte sowie an Stadtwerke und Kommunen in Deutschland, die sich für das Themenfeld Bioenergie interessieren, bereits eine Bioenergieanlage
betreiben oder Investitionen planen. Auch freiberufliche und kommunale Energieberater sind angesprochen, aktuelle Entwicklungen kennenzulernen und Erfahrungen mit anderen Teilnehmern auszutauschen. Der Programmablauf sieht ausreichend Zeit für Gespräche der Teilnehmer untereinander vor.

Kontakt/Anmeldung:
Verband kommunaler Unternehmen e.V.
Christiane Zeidler
Hausvogteiplatz 3 - 4
10117 Berlin
Fax: 030/58580-180
E-Mail: zeidler@vku.de

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Fachverband Biogas fordert neue Anreize für Wettbewerb im Gassektor

BGH-Urteil gegen Gaspreis-Erhöhung greift zu kurz - Erneuerbares-Gas-
Einspeisegesetz als Motor für Wettbewerb, Transparenz und Versorgungssicherheit

Berlin. Das aktuelle Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) zur Gaspreis-Rechtsprechung
wird nach Ansicht des Fachverbandes Biogas e.V. kaum Auswirkungen auf die Anpassung
der Endkundenpreise für Gas haben. Damit bekräftigt der Fachverband, der als größte
deutsche und europäische Interessenvertretung für die Nutzung von Biogas eintritt, die
Einschätzung des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen vom Vortag. „Erst wenn der
Wettbewerb auf dem Gasmarkt in Gang kommt, werden auch die Gaskunden in den Genuss
von Wettbewerbspreisen kommen", fasst Josef Pellmeyer, Präsident des Fachverbandes
Biogas, die Situation im Gassektor zusammen.

Die bisherigen Regelungen zur Öffnung des Gasnetzes haben nicht dazu beigetragen, die
starren Strukturen auf dem Gasmarkt, der von wenigen Netzbetreibern und Versorgern geprägt
wird, zu erneuern. Die öffentliche Debatte um die - nur teilweise bzw. verzögert stattfindende
- Weitergabe von gesunkenen Weltmarktpreisen an die Gaskunden in den vergangenen
Jahren unterstreicht dies. Auch die ehrgeizigen Pläne der Bundesregierung, bis
2020 sechs Milliarden Kubikmeter Biomethan pro Jahr in das Erdgasnetz einzuspeisen, sind
in Gefahr, da mangels Investitionssicherheit für die Biogas-Branche Ende 2008 erst
0,7 Prozent erreicht waren (Quelle: Bundesnetzagentur). Aus diesen Gründen forderte der
Fachverband Biogas e.V. jüngst ein eigenständiges Erneuerbares-Gas-Einspeisegesetz
(EGE), das nach den Erfolgsprinzipien des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) gestaltet
sein soll.

„Wir müssen den Erfolg des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes vom Stromsektor auf den
Gasmarkt übertragen", sagt Josef Pellmeyer. Innerhalb von neun Jahren hat das EEG dafür
gesorgt, dass bereits 18 Prozent des deutschen Strombedarfs durch erneuerbare Energien
gedeckt wird. Weltweit wurden Festvergütungssysteme nach dem Vorbild des deutschen
EEG in über 40 Ländern eingeführt. Zudem ist in Deutschland eine stark wachsende,
dezentral aufgestellte Industriebranche entstanden, die aktuell über 285.000 Menschen
krisensichere Jobs gibt. Die Biogas-Branche will mit dem Erneuerbaren-Gas-Einspeisegesetz
an diese Erfolgsgeschichte anknüpfen und bis 2030 mindestens 10 Prozent des
deutschen Gasverbrauchs in Form von „erneuerbarem" Biomethan in das Erdgasnetz
einspeisen.
Nach Einschätzung des Fachverbandes Biogas e.V. wird das Erneuerbare-Gas-Einspeisegesetz
bis 2020 Investitionen von mindestens zehn Milliarden Euro auslösen, neue
Arbeitsplätze - vor allem in strukturschwachen ländlichen Regionen - schaffen und die klimaschädlichen
CO2-Emissionen deutlich reduzieren. Zu den bisherigen ca. 11.000 Arbeitsplätzen
in der Biogasbranche werden bis 2020 rund 10.000 Stellen neu hinzukommen.
Der Fachverband Biogas e.V. versteht das Erneuerbare-Gas-Einspeisegesetz als
innovative und notwendige Maßnahme des Gesetzgebers, um die Gasnetze auch für
kleine und mittelständische Produzenten zu öffnen. „Von einem Erneuerbaren-Gas-
Einspeisegesetz wird das ganze Land profitieren", sagt Josef Pellmeyer. „Mehr Wettbewerb
beim Gas sorgt für günstigere und transparente Preise. Mehr Biogas im Erdgasnetz senkt
unsere wirtschaftliche Abhängigkeit von Erdgas-Importen aus anderen Ländern." Die aktuelle
Debatte um die Zementierung von Abhängigkeiten durch das Nord Stream- und Nabucco-
Projekt zeigen dies deutlich.

Hintergrundinformation Erneuerbares-Gas-Einspeisegesetz (EGE)
Ziel der Gesetzesinitiative ist es, den Anteil Erneuerbarer Energie im Gasnetz zu steigern
und die Verwertungsoptionen von Biogas über das Erdgasnetz zu erweitern. Damit sollen die
enormen wirtschaftlichen Potenziale von Biogas gezielt erschlossen werden. Biogas wird
bisher vor allem zur Stromerzeugung und gleichzeitigen Bereitstellung von Wärmeenergie
am Ort der Biogasanlage genutzt. Zukünftig soll es über das Erdgasnetz neben der
Erschließung neuer Wärmeabnehmer in der Kraft-Wärme-Kopplung verstärkt auch als
Grundstoff in der chemischen Industrie und als Kraftstoff in Erdgasfahrzeugen eingesetzt
werden. Vor dem Transport durch das Erdgasnetz wird das Biogas zu Biomethan aufbereitet,
das die gleiche Qualität hat wie das Erdgas in dem Gasnetz, in das eingespeist wird. Nach
der Forderung des Fachverbandes Biogas sollen die Eckpfeiler des EEG im Grundsatz in
das Erneuerbare-Gas-Einspeisegesetz übernommen werden. Das sind im Wesentlichen die
Anschluss- und Abnahmepflicht sowie feste Vergütungssätze für Biogas und andere
erneuerbare Gase. Zur Vermeidung eines Investitionsstaus sollen Biogaseinspeiseprojekte,
die im Vorfeld der Gültigkeit des Erneuerbaren-Gas-Einspeisegesetzes realisiert wurden, das
Wahlrecht zum Eintritt in die zukünftige gesetzliche Regelung erhalten. Dieses Wahlrecht soll
auch für Neuanlagen gelten. Das Erneuerbare-Gas-Einspeisegesetz wird so gestaltet sein,
dass es sich sinnvoll mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ergänzt und die besonders
klimaeffiziente Nutzung von Biomethan in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) attraktiv
bleibt. Ein interessengerechter Wälzungsmechanismus soll die Umlagekosten so gering
halten, dass der Energieträger Gas gegenüber Öl nicht an Wettbewerbsfähigkeit verliert. 

(nach oben)  


Fachverband Biogas fordert Erneuerbares-Gas-Einspeisegesetz

Erfolg des EEG soll auf Gas-Sektor übertragen werden - 10.000 neue
Arbeitsplätze und 10 Mrd. Euro Investitionen bis 2020

Berlin. Der Anteil Erneuerbarer Energien im Stromnetz wächst trotz der anhaltenden Wirtschafts-
und Finanzkrise weiterhin deutlich. Aktuell werden rund 18 Prozent des bundesweiten
Strombedarfs durch klimafreundliche Energien, wie Wind, Sonne, Wasser und
Biogas, gedeckt. Maßgeblicher Motor für den enormen Aufschwung dieser Branche - mit
mittlerweile 285.000 Arbeitsplätzen in Deutschland - ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz
(EEG).

Mit dem Anteil Erneuerbarer Energie im Gasnetz sieht es dagegen ganz anders aus. Nach
den Plänen der Bundesregierung sollen bis 2020 sechs Milliarden Kubikmeter Biomethan pro
Jahr in das Erdgasnetz eingespeist werden. Davon waren Ende 2008 nach Auskunft der
Bundesnetzagentur erst 0,7 Prozent erreicht. Trotz der seit dem 1. April 2008 geltenden
positiven Regelungen für Biogas in der Gasnetzzugangsverordnung sind Biogaseinspeiseprojekte
sehr schwierig zu realisieren. „Wir liegen mit der Biogaseinspeisung weit hinter dem,
was möglich und politisch gewollt ist", sagt Josef Pellmeyer, Präsident des Fachverbandes
Biogas. Daher fordert der Fachverband Biogas e.V. nun ein eigenständiges Erneuerbares-
Gas-Einspeisegesetz (EGE), das nach den Erfolgsprinzipien des Erneuerbare-Energien-
Gesetzes gestaltet sein soll.

Ein Erneuerbares-Gas-Einspeisegesetz kann jetzt die nötige Investitionssicherheit für
Anlagenhersteller und -betreiber bieten und somit die Grundlage für einen neuen
Wachstumsmarkt schaffen. „Mit einem effizienten Erneuerbaren-Gas-Einspeisegesetz kann
die Biogas-Branche bis zum Jahr 2030 mindestens zehn Milliarden Kubikmeter Biomethan
jährlich - das sind zehn Prozent des derzeitigen deutschen Erdgasverbrauchs - in das
deutsche Erdgasnetz einspeisen", sagt Pellmeyer. Damit werden die Technologieentwicklung
im Bereich Biogasaufbereitung und -einspeisung beschleunigt und Kostensenkungen
erzielt. So sind auch viele Biogaseinspeiseanlagen kleiner und mittlerer Größe
deutlich schneller realisierbar.
Ziel der Gesetzesinitiative ist es, den Anteil Erneuerbarer Energie im Gasnetz zu steigern
und die Verwertungsoptionen von Biogas über das Erdgasnetz zu erweitern. Damit sollen die
enormen wirtschaftlichen Potenziale von Biogas gezielt erschlossen werden. Biogas wird
bisher vor allem zur Stromerzeugung und gleichzeitigen Bereitstellung von Wärmeenergie
am Ort der Biogasanlage genutzt. Zukünftig soll es über das Erdgasnetz neben der
Erschließung neuer Wärmeabnehmer in der Kraft-Wärme-Kopplung verstärkt auch als
Grundstoff in der chemischen Industrie und als Kraftstoff in Erdgasfahrzeugen eingesetzt
werden. Vor dem Transport durch das Erdgasnetz wird das Biogas zu Biomethan aufbereitet,
das die gleiche Qualität hat wie das Erdgas in dem Gasnetz, in das eingespeist wird.
Nach Einschätzung des Fachverbandes Biogas e.V. wird das Erneuerbare-Gas-Einspeisegesetz
bis 2020 Investitionen von mindestens zehn Milliarden Euro auslösen, neue Arbeitsplätze
- vor allem in strukturschwachen ländlichen Regionen - schaffen und die klimaschädlichen
CO2-Emissionen deutlich reduzieren. Zu den bisherigen ca. 11.000 Arbeitsplätzen
in der Biogasbranche werden bis 2020 rund 10.000 Stellen neu hinzukommen.
„Mit dem EGE kann Deutschland die Erfolgsgeschichte der erneuerbaren Stromerzeugung
auf den Gassektor übertragen. Unsere Abhängigkeit von Erdgas-Importen aus Krisenregionen
können wir damit deutlich verringern", so Präsident Josef Pellmeyer. Erst Anfang
Juli war das Stichwort Gaskrise in Verbindung mit Russland und der Ukraine wieder einmal
in den Medien präsent.

Der Fachverband Biogas versteht das Erneuerbare-Gas-Einspeisegesetz (EGE), gemeinsam
mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, als innovative Doppelstrategie, um den nachhaltigen
und klimafreundlichen Umbau der Energieversorgung in Deutschland voranzubringen. Derzeit
erstellt der Verband einen ersten Entwurf als Grundlage für die Ausarbeitung des EGE.
Eckpfeiler des Erneuerbaren-Gas-Einspeisegesetzes (EGE).

Nach der Forderung des Fachverbandes Biogas sollen die Eckpfeiler des EEG im Grundsatz
in das Erneuerbare-Gas-Einspeisegesetz übernommen werden. Das sind im Wesentlichen
die Anschluss- und Abnahmepflicht sowie feste Vergütungssätze für Biogas und andere
erneuerbare Gase. Zur Vermeidung eines Investitionsstaus sollen Biogaseinspeiseprojekte,
die im Vorfeld der Gültigkeit des Erneuerbaren-Gas-Einspeisegesetzes realisiert wurden, das
Wahlrecht zum Eintritt in die zukünftige gesetzliche Regelung erhalten. Das Erneuerbare-
Gas-Einspeisegesetz wird so gestaltet sein, dass es sich sinnvoll mit dem Erneuerbare-
Energien-Gesetz ergänzt und die besonders klimaeffiziente Nutzung von Biomethan in Kraft-
Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) attraktiv bleibt. Ein interessengerechter Wälzungsmechanismus
soll die Umlagekosten so gering halten, dass der Energieträger Gas
gegenüber Öl nicht an Wettbewerbsfähigkeit verliert. 

(nach oben) 


Fachverband Biogas hebt große Bedeutung des EEG für Landwirtschaft hervor

Negative Äußerungen zum NawaRo-Bonus schädlich für Bauern und ländlichen Raum
Berlin. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz 2009 (EEG) bietet große Diversifizierungs- und
auch Spezialisierungschancen für Vieh haltende Landwirtschaftsbetriebe. „Mit dem neu
eingeführten Güllebonus und dem NawaRo-Bonus ist es insbesondere für Viehhalter eine
interessante Option, mit dem Betriebszweig Biogas die niedrigen Milch- und Fleischpreise zu
kompensieren", macht Josef Pellmeyer, Präsident des Fachverbandes Biogas e.V., deutlich.
Vor allem der dritte Grassschnitt und die großen Güllemengen stellen in viehstarken
Regionen ein großes und leicht erschließbares Inputpotenzial für landwirtschaftliche
Biogasanlagen dar. Die energetische Verwertungsmöglichkeit von landwirtschaftlichen
Produkten trägt als flexibles Ventil zur Preisstabilisierung bei. Insofern hilft das EEG 2009 mit
seinen Biogasvergütungen landwirtschaftlichen Betrieben.

Die Biogasproduktion ist keineswegs verantwortlich dafür, dass Landwirtschaftsbetriebe in
Schwierigkeiten geraten. Ganz im Gegenteil: Der Betriebszweig Biogas stützt die Milch- und
Fleischproduktion in Zeiten ruinöser Erzeugerpreise. Deshalb bietet Biogas als zweites oder
drittes Standbein eine gute Zukunftsperspektive und Chancen für die weitere betriebliche
Entwicklung von Viehhaltern. Auch für Betriebe ohne Biogasanlage ergeben sich aufgrund
verbesserter Vermarktungsmöglichkeiten für landwirtschaftliche Biomasse oft wirtschaftliche
Vorteile. Viele Beispiele zeigen, dass Milchvieh- wie Schweinehalter mit Hilfe ihrer
Biogasanlagen die Niedrigpreisperioden im Milch- und Fleischmarkt besser überstehen
konnten. „Es geht uns um das Miteinander, um die Nutzung der Synergien von Viehhaltung
und Biogaserzeugung, die überwiegend bestens funktioniert und damit die gesamte
Landwirtschaft stärkt", appelliert Josef Pellmeyer an die Bauernschaft und Politik.

Der Ruf nach Kürzung oder gar Abschaffung des NawaRo-Bonus im EEG, der von einzelnen
CDU-Agrarpolitikern in den vergangenen Tagen erhoben wurde, ist daher nicht
nachvollziehbar und schädlich für die Landwirtschaft. Eine unnötige Debatte um EEGVergütungshöhen
würde das Vertrauen in die Verlässlichkeit der deutschen Politik weiter
schmälern. Wie andere Wirtschaftszweige braucht auch die Biogasbranche und die
Landwirtschaft verlässliche Rahmenbedingung für Investitionen in neue Anlagen, neue
Technologien und Produktionsstätten. Mit Aussagen über eine notwendige Senkung der
EEG-Vergütungen zum jetzigen Zeitpunkt werden ohne Not Arbeitsplätze gefährdet, vor
allem in ländlichen, strukturschwachen Räumen, in welchen erneuerbare Energien aus
Biogas bereits heute ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor sind. 

(nach oben)


Fachkongress "Biogas in der Landwirtschaft - Stand und Perspektiven"

Biogas hat sich in den letzten Jahren als Energieträger etabliert - mehr als 4.000 realisierte Anlagen in Deutschland zeugen davon. Heute erweitern neue Technologien von der Brennstoffzelle bis zur Biogasaufbereitung als Kraftstoff oder Erdgassubstitut das Verwertungsspektrum. Dies sowie die ökonomischen Rahmenbedingungen und höhere Umweltanforderungen lassen die Anforderungen an die Biogaserzeugung und -nutzung wachsen.

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) und das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. (KTBL) nehmen dies zum Anlass, den Fachkongress "Biogas in der Landwirtschaft - Stand und Perspektiven" auszurichten.

Der von der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) als ideellem Partner unterstützte Kongress findet am 15. und 16. September 2009 in Weimar im Congress Centrum in der neuen Weimarhalle statt und widmet sich den aktuellen Erkenntnissen aus Wissenschaft und Praxis sowie den Fortschritten und Entwicklungspotenzialen der Biogaserzeugung und -nutzung. Begleitend dazu werden aktuelle Forschungsergebnisse im Rahmen einer Posterausstellung vorgestellt und die Möglichkeit zur Besichtigung zweier Biogasanlagen geboten. Die Veranstaltung wendet sich vornehmlich an Vertreter aus Beratung, Planung, Wissenschaft, Verwaltung und Politik sowie an Biogasanlagenbetreiber und solche, die es werden wollen.

Programm, weitere Informationen und Anmeldungsmöglichkeiten finden Sie auf
www.fnr.de/biogaskongress .

(nach oben)


DVD stellt mustergültige Biogasanlagen vor

Der aid Infodienst veröffentlicht DVD mit Ergebnissen des Wettbewerbs „Musterlösungen zukunftsfähiger Biogasanlagen"

Fünf Kurzfilme und dazugehörige Kurzbeschreibungen portraitieren die auf der Fachmesse Eurotier 2008 gekürten Preisträger des Bundeswettbewerbs „Musterlösungen zukunftsfähiger Biogasanlagen". Wer Hintergrundinformationen zum Bundeswettbewerb und die Kennzahlen der Preisträgerbetriebe sucht, wird auf der DVD ebenfalls fündig. Literaturhinweise und Internetlinks komplettieren das Angebot.

Der Bundeswettbewerb „Musterlösungen zukunftsfähiger Biogasanlagen" wurde 2008 bereits zum 2. Mal vom Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL), mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), durchgeführt und ist mit jeweils 2.500 Euro Preisgeld für insgesamt 5 Preisträger dotiert.

Ein weiteres Highlight auf der DVD ist der 30-minütige Dokumentarfilm „Vom Landwirt zum Energiewirt" aus dem Jahr 2004. Ein Jahr lang hat die Regisseurin Cornelia Wiese und die Produktionsfirma fechnerMEDIA den Energiewirt Hans-Walter Körber-Harriehausen bei der Errichtung einer eigenen Biogasanlage begleitet.

Die DVD kann nun, unter dem Stichwort „FNR" zum Vorzugspreis von 34,00 Euro beim aid unter folgender Adresse bestellt werden: c.weinert@aid-mail.de

Weitere Infos zur DVD siehe www.aid-medienshop.de

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Forum Nachhaltige Biogaserzeugung in Baden-Württemberg

Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie wurde 2008 das „Forum Nachhaltige Biogaserzeugung in Baden-Württemberg“, das sich aus Vertretern verschiedener Ministerien, Behörden und Verbände zusammensetzt, gegründet. Die Landesregierung beabsichtigt damit, Instrumente zum nachhaltigen Ausbau und zur Weiterentwicklung der Biogasnutzung in Baden-Württemberg zu schaffen. Dabei soll auch der Gewässerschutz Berücksichtigung finden. Bei der Erzeugung erneuerbarer Energien sind Produktionstechniken anzuwenden, die die Umwelt schützen, Energie sparen und Ressourcen schonen. Als Folge der bislang festzustellenden Zuwachsraten bei der Biogaserzeugung und des damit verbundenen Flächenbedarfs sowie sonstiger Auswirkungen auf die Umwelt wurden bislang Fragen der Rentabilität und der CO2-Bilanz vermehrt diskutiert. Die Interessen der Wasserversorger spielten dabei eher eine untergeordnete Rolle. Das TZW befasste sich in mehreren DVGW-Forschungsvorhaben mit den Auswirkungen der Biogasproduktion auf die Gewässer, insbesondere wurden die möglichen Folgen der Gärresteverwertung in der Landwirtschaft auf das Grundwasser betrachtet. Gärreste können vor allem bei Verwendung von Abfällen in der Biogasanlage mit Schwermetallen oder organischen Schadstoffen belastet sein. Diese Erkenntnisse werden in eine Arbeitsgruppe des Forums eingebracht, die sich der Bereitstellung von Gärsubstraten und der Gärresteverwertung widmet. Dabei stehen Fragen zur Schadstoffproblematik und zur Qualitätssicherung der Substrate und Gärreste im Fokus der Betrachtungen. Durch seine Mitarbeit trägt das TZW zur Stärkung des Gewässerschutzes vor Emissionen aus der landwirtschaftlichen Verwertung von Gärresten bei.

Dipl.-Geol. J. Kiefer

Quelle: TZW Technologiezentrum Wasser
Karlsruher Straße 84
D-76139 Karlsruhe
Tel.: (0721) 9678-0
Fax: (0721) 9678-101
Mail: info@tzw.de
Web: http://www.tzw.de

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Biogasbranche über Verhandlungsergebnis der Koalition zur besseren Netzintegration Erneuerbarer enttäuscht

Entwicklung von Speichertechnologien wird gebremst

Gestern sind die Verhandlungen der Koalitionsfraktionen um ein Instrument zur verbesserten Netz- und Marktintegration von Erneuerbaren Energien (EE) vorerst gescheitert. Beide Regierungsparteien waren sich zwar einig, dass mit dem so genannten Kombikraftwerksmodell Speichertechnologien sowie die intelligente Zusammenschaltung von Windkraftanlagen mit größeren Stromverbrauchern oder mehrerer Erneuerbaren Energien-Anlagen untereinander etabliert werden. Es bietet die notwendige Investitionssicherheit für diese Technologieentwicklung. So wird eine bedarfsgerechte und an der Auslastung des Stromnetzes orientierte Einspeisung von Strom aus EE ermöglicht
Quelle:
http://www.biogas.org/

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Erneuerbare Energien: ThyssenKrupp Nirosta liefert Material für eine der größten Biogasanlagen der Welt

Erik Walner, Öffentlichkeitsarbeit und Vorstandsbüro
ThyssenKrupp Stainless AG

Eine der größten Biogasanlagen der Welt entsteht derzeit in Sachsen-Anhalt. Im August sollen die ersten Aggregate in Betrieb gehen. Der 13 Hektar große Biogas-Park wird in der
8000-Einwohner-Stadt Könnern bei Halle von der Firma WELtec BioPower errichtet. Besonderheit dieses umweltschonenden Projekts ist die innovative Gasaufbereitung, die eine Direkteinspeisung in das Erdgasnetz ermöglicht. Das Herz einer Biogasanlage ist der sogenannte Fermenter, in dem die biologischen Abläufe stattfinden. Da die bei der Entstehung sehr aggressive Gaszusammensetzung viele Werkstoffe angreift, setzt WELtec BioPower im Bereich Behälter und Einbauten auf nichtrostenden Edelstahl. Das Material für die Kernelemente der umweltschonenden Anlage, die 16 Fermenter, lieferte die ThyssenKrupp Nirosta.

Natur trifft Technologie: Rund 120.000 Tonnen Gülle und Mais, von 30 Landwirten aus der Umgebung angeliefert, wird der neue Biogas-Park nach der vollständigen Inbetriebnahme im Jahr 2009 verarbeiten. Dabei kommen spezielle Bakterien zum Einsatz. Daraus entstehen rund 30 Millionen Kubikmeter Bio-Rohgas pro Jahr. Dies wird in einem innovativen Verfahren zu ca. 15 Millionen Kubikmetern Biomethan aufbereitet und dann in das Erdgasnetz eingespeist. Genug Heizwärme, um etwa 10.000 Haushalte ein Jahr lang zu versorgen. So wird die im Methan gespeicherte Energie optimal genutzt. Bei der Biomethangewinnung wird zudem CO2-neutral gearbeitet, was die Umwelt zusätzlich schont. Der andere Teil des Biogases wird energetisch umgewandelt und daraus Strom gewonnen.

Die zentralen Elemente der Anlage sind die 16 Fermenter (lat. Fermentum = Sauerteig). Diese riesigen Behälter sind 6,30 Meter hoch und haben einen Durchmesser von 25 Metern. Bei der Biogasherstellung entstehen stets auch unerwünschte Bestandteile wie Schwefel oder Ammoniak. "Diese Zusätze sind sehr korrosiv. An das Material für die Fermenter werden daher höchste Ansprüche gestellt. Aus diesem Grund setzen wir bei unseren Anlagen ganzheitlich auf Edelstahl", erklärt Hajo Schierhold, Leiter Vertrieb und Marketing WELtec BioPower. "Vergleichbare Lösungen aus Beton oder emaillebeschichteten Blechen sind entweder zu korrosionsanfällig oder wesentlich teurer."

Exklusiver Edelstahl-Zulieferer der WELtec BioPower ist die ThyssenKrupp Nirosta. In den vergangenen zwei Jahren wurden insgesamt rund 1.500 Tonnen Material für verschiedene Projekte des Anlagenbauers aus Vechta geliefert. Dabei handelt es sich je nach Beanspruchung um unterschiedliche Edelstahl-Güten, z. B. für die Behälterwände im Bereich der Flüssigkeit oder der Gasphase. "Den Großteil der Lieferung machen Bleche unseres auf den Anwendungsfall otpimierten Standardwerkstoffs Nirosta 4301 aus", berichtet Martin Stöckl vom Vertrieb der ThyssenKrupp Nirosta. "Besonders wichtig für WELtec BioPower ist der kaltverfestigte Zustand 2H. Mit dieser Ausführungsart können dünnere Bleche beim Bau der Fermenter verwendet werden und das bei gleichbleibender Stabilität. Dies bringt auch eine deutliche Kostenersparnis mit sich." Ein weiterer Vorteil: die äußerst glatte Oberfläche. "Der Nirosta 4301 2H gibt aggressiven Bestandteilen durch die verdichtete Oberfläche keine Angriffsmöglichkeit", so Schierhold. "Bakterien finden keinen Halt, um sich festzusetzen und einzunisten. Korrosion wird so direkt im Keim erstickt. Ein wichtiger Faktor für Langlebigkeit und Effizienz", betont der Vertriebs-Chef von WELtec BioPower.

Die Zahl umweltschonender Biogasanlagen wird im Zuge des neuen Erneuerbare Energien Gesetzes, das am 1. Januar 2009 in Kraft getreten ist, weiter steigen. So rechnet der Fachverband Biogas in diesem Jahr mit einem Zuwachs von weiteren 780 Biogasanlagen mit einer elektrischen Leistung von mindestens 200 Megawatt. Insgesamt wären dann 4.780 Anlagen in Betrieb, die drei Millionen Haushalte rund um die Uhr mit Strom versorgen könnten.

Die ThyssenKrupp Nirosta GmbH, das größte Einzelunternehmen der ThyssenKrupp Stainless, gehört zu den weltweit führenden Herstellern von nichtrostenden Edelstahl-Flacherzeugnissen mit Werken in Krefeld, Bochum, Düsseldorf-Benrath und Dillenburg. Im Geschäftsjahr 2007/08 erwirtschafteten die rund 4700 Mitarbeiter einen Umsatz von etwa 3,2 Milliarden Euro.
Die WELtec BioPower GmbH wurde 2001 durch ihre Muttergesellschaften Stallkamp und WEDA gegründet. Seitdem plant und produziert das Unternehmen aus Vechta Biogas-Komplettanlagen aus Edelstahl und ist in diesem Bereich einer der Weltmarktführer: Mit rund 50 Mitarbeitern wurden bereits mehr als 200 Anlagen in Europa, den USA, Japan und auf Zypern realisiert.

ThyssenKrupp Stainless AG
Erik Walner
Leiter Unternehmenskommunikation
Tel.: +49 203 52 - 45130, Fax: - 45132
E-Mail: erik.walner@thyssenkrupp.com

(Quelle: Informationsdienst Wissenschaft)

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Eilentscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu Biogasanlagen

Antrag der Beschwerdeführer gegen § 19 EEG vom Bundesverfassungsgericht abgelehnt
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts in Sachen "Anlagensplitting" begrüßt. Die Richter hatten heute den Eilantrag eines großen Biogasanlagenparks zurückgewiesen, der die Regelung im Erneuerbare-Energien-Gesetz für verfassungswidrig hielt. "Sobald die Entscheidungsgründe vorliegen, werden wir diese genau prüfen", sagte Gabriel.
Das neu am 1. Januar 2009 in Kraft getretene Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat klargestellt, dass das "Anlagensplitting" unzulässig ist - und zwar auch für bereits bestehende Anlagen. Dabei geht es um das in der Vergangenheit praktizierte Aufteilen großer Anlagenparks in mehrere Anlagen, um auf diese Weise höhere Vergütungen zu erzielen. Gegen diese Regelung wandten sich die Beschwerdeführer mit ihrem Antrag vor dem Bundesverfassungsgericht. Ihr Antrag auf Einstweilige Anordnung wurde nunmehr vom Bundesverfassungsgericht zurückgewiesen.
Nach Auffassung der Bundesregierung war das "Anlagensplitting" bereits nach der vorherigen Fassung des EEG aus dem Jahr 2004 unzulässig. Dies hat die Bundesregierung in den vergangenen Jahren wiederholt öffentlich deutlich gemacht.
https://www.bmu.de/pressemitteilungen/aktuelle_pressemitteilungen/pm/43213.php 

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Energiepflanzen und Gewässerschutz

Kein spezieller Regelungsbedarf beim Anbau von Energiepflanzen, aber Lücken bei Regelungen für Gärreste
Der Anbau von Energiepflanzen und die Produktion von Biogas erleben seit wenigen Jahren einen Boom. Welche Auswirkungen dies auf den Gewässerschutz hat, wurde bisher kaum untersucht. Eine vom Johann Heinrich von Thünen-Institut (vTI) veröffentlichte Studie beleuchtet jetzt diese Aspekte.

Die Studie "Aspekte des Gewässerschutzes und der Gewässernutzung beim Anbau von Energiepflanzen" wurde im vTI-Institut für Ländliche Räume in Zusammenarbeit mit der Ingenieurgemeinschaft für Landwirtschaft und Umwelt (IGLU) erstellt. Die Autoren bewerten nicht nur, welche Auswirkungen die energetische Nutzung von landwirtschaftlicher Biomasse auf die Gewässer haben kann, sie stellen auch Möglichkeiten des gewässerschonenden Anbaus, wie ein Anbau von Zwischenfrüchten oder eine reduzierte Stickstoffdüngung, vor. Literaturanalysen und statistische Auswertungen wurden durch die Ergebnisse schriftlicher und telefonischer Expertenbefragungen ergänzt.

Handlungsbedarf wurde vor allem bei der Lagerung und Ausbringung von Gärresten, der Überwachung von Nährstoffströmen im Zusammenhang mit Biogasanlagen und beim Grünlandschutz ausgemacht sowie - unabhängig vom Verwendungszweck des Aufwuchses - bei der Verbreitung gewässerschonender Anbaupraktiken. In diesem Zusammenhang nimmt der Bericht bestehende Förder- und Steuerinstrumente aus Agrar-, Umwelt- und Energiepolitik unter die Lupe und diskutiert, welche Möglichkeiten für Anpassungsmaßnahmen sie bieten. "Es besteht kein Bedarf an spezifischen Regelungen für den Anbau von Energiepflanzen", betont Heike Nitsch vom Johann Heinrich von Thünen-Institut. Handlungsbedarf sieht sie aber bei der Lagerung und düngerechtlich relevanten Anrechnung von Gärresten: "Hier sollten die Auflagen an die bestehenden Standards für Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft angeglichen werden." Dies betrifft beispielsweise eine Mindestlagerdauer von sechs Monaten oder die Anrechnung auch der pflanzlichen Anteile von Gärrückständen auf die maximale Ausbringungsmenge für organischen Stickstoff mit Wirtschaftsdünger sowie konkrete Vorgaben zur Berücksichtigung von Gärrückständen im Nährstoffvergleich in der Düngeverordnung.

Um den Vollzug wasserrechtlicher Auflagen zu unterstützen, schlagen die Autoren vor, bei der Überprüfung von Biogasanlagen, die im Rahmen der Stromeinspeisevergütung durchgeführt werden muss, Standards bezüglich der Lagerung von Gärsubstraten und -rückständen einzubeziehen. Ferner regen sie eine verpflichtende Nährstoffbuchführung an.

Die Studie kann von der Homepage des Institutes in der Rubrik "Publikationen" unter "Downloads" herunter geladen werden. "Aspekte des Gewässerschutzes und der Gewässernutzung beim Anbau von Energiepflanzen", Arbeitsberichte aus der vTI-Agrarökonomie 3/2008. Braunschweig.
http://www.vti.bund.de/de/institute/lr/publikationen/bereich/ab_03_2008_de.pdf

Dr. Michael Welling, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei
Pressemitteilung

Weitere Informationen:
http://www.vti.bund.de/de/institute/lr/publikationen/bereich/ab_03_2008_de.pdf - Die Studie im Internet

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news291785

http://idw-online.de/pages/de/news291785

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