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         b) Prüfungsaufgaben
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2)      DWA-Informationen
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24.01.2018 12:22

Klärwerk.info / Ablage / Meldungen zu Energie- und E-Technik 2010

Meldungen zu Energie- und E-Technik 2010

Übersicht über alle Meldungen und Zugang zum Archiv

Meldungen zu Energie und E-Technik 2008
Meldungen zu Energie und E-Technik 2009


Juli 2010
04.07.2010
Erfahrungsaustausch der Abwasserfachleute der Großstädte in Magdeburg 
04.07.2010 
IKEA : Das umweltfreundlichste Haus steht bald in Berlin-Lichtenberg 
Juni 2010
18.06.2010
Kohle aus Biomasse 
03.06.2010
Energieeffiziente IT senkt Stromkosten 
03.06.2010
Energiesparen durch nachhaltige Elektronik 
03.06.2010
Mit neuer Energie auf große Fahrt 
03.06.2010
Ökostrom als Erdgas speichern 
April 2010
10.04.2010 
Informationsportal "Energetische Gebäudebilanzierung" gestartet 
10.04.2010 
Windparks intelligent vernetzen 
10.04.2010 
Stromnetze 2.0 
10.04.2010
Clever Strom tanken 
07.04.2010
Elektroenergie aus dem Kanal 
März 2010
28.03.2010
Deutschland braucht Stromspeicher 
08.03.2010
DRIVE-E-Akademie: Die Besten für das Auto von morgen 
07.03.2010
Export alter Elektrogeräte: Viel Gold, aber auch viel Gift 
07.03.2010
CeBIT 2010: Mit Grüner IT das Klima und Ressourcen schützen 
01.03.2010
Neues Energiesparsiegel entlarvt Stromfresser 
Februar 2010
27.02.2010
Energiekonzept 2010 muss ohne Vorfestlegungen diskutiert werden 
26.02.2010
Stromverbrauch im Haushalt
26.02.2010
Innovative Ideen im Mobilitätsmanagement gesucht 
26.02.2010
BDEW zum Vergleich des monatlichen Stromverbrauchs
Januar 2010
24.01.2010
Neue Strategie für Erdgas als Kraftstoff gefordert 
24.01.2010
Tagungsband zum Biogas-Kongress 2009 erschienen

 


Erfahrungsaustausch der Abwasserfachleute der Großstädte in Magdeburg

Am 17. und 18. Mai 2010 trafen sich die für die Abwasserentsorgung verantwortlichen Experten der Großstädte mit mehr als 200 000 Einwohnern auf Einladung der Städtische Werke Magdeburg GmbH zum Erfahrungsaustausch. Dieser wurde bereits zum 46. Mal von der DWA veranstaltet. Neben den Vertretern der bundesdeutschen Großstädte wurden auch Verantwortliche aus den Großstädten der europäischen Nachbarländer von DWA-Präsident Otto Schaaf willkommen geheißen. Gemeinsames Ziel der Experten ist es, ein Optimum an Gewässerschutz kostengünstig zu erzielen. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung standen Fragen des Energieverbrauches sowie die Ermittlung und Bewertung hydraulischer Abflusskenngrößen im Kanalnetz.
Das Thema „Energieeffizienz" rückt beim Betrieb von Abwasseranlagen zunehmend in den Fokus und stand daher auch beim Erfahrungsaustausch der Großstädte im Mittelpunkt. Ein erster Schritt zu einer verbesserten Energiebilanz ist die Analyse des Ist-Zustands. Die Methodik ist dabei entscheidend, um zu verlässlichen Ergebnissen zu gelangen, aus denen sich geeignete Optimierungsmaßnahmen ableiten lassen. Die resultierende Energieeinsparung muss in einem vernünftigen Verhältnis zu dem betriebenen Aufwand für Energiecheck und -analyse stehen. Zu der Methodik der Energieanalyse befindet sich ein DWA-Arbeitsblatt in Vorbereitung, das Ende dieses Jahres erscheinen soll.
Ein anderer Schwerpunkt des diesjährigen Großen Erfahrungsaustausches lag auf der Ermittlung und Bewertung hydraulischer Abflusskenngrößen im Kanalnetz. Fragen, wie die Abflussberechnung großer vermaschter Misch- und Regenwassernetze in den betrieblichen Prozess integriert werden kann oder ob für die Vielzahl von Fragestellungen und hydraulischer Konstellationen angepasste Berechnungsmodelle genutzt werden müssen, standen im Rahmen des Treffens zur Diskussion.

Quelle: http://www.dwa.de
 
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IKEA: Das umweltfreundlichste Haus steht bald in Berlin-Lichtenberg

Energiesparhaus: 1.270 Tonnen weniger CO2 im Jahr

Abwasserwärmenutzung: größte Anlage Europas

IKEA nutzt erstmals die Wärme des kommunalen Abwassers zum Beheizen und Kühlen des Gebäudes. Dafür verlegt IKEA unterirdisch eine 200 Meter lange Abwasserdruckleitung, die an das kommunale Abwassernetz angeschlossen wird. Durch sie strömt dann eine Abwassermenge von 500.000 bis 1,4 Millionen Litern pro Stunde - das entspricht dem Inhalt von 12,5 bis 35 Tanklastern pro Stunde. Damit hat IKEA die europaweit größte und innovativste Anlage dieser Art. Der Effekt auf die Umwelt: eine CO2 -Ersparnis jährlich von bis zu 770 Tonnen.
Im Winter wird mit Hilfe von Wärmepumpen dem Abwasser Wärme entzogen und für die Gebäudebeheizung auf rund 35 Grad Celsius erhitzt. Und im Sommer wird zur Kühlung die Wärme des Einrichtungshauses wiederum ins Abwasser geleitet. Mit dieser Art der Energienutzung kann der Jahresenergiebedarf im Sommer zu 100 Prozent und im Winter bis zu 70 Prozent abgedeckt werden. In der kalten Jahreszeit kann ein Gaskessel die Anlage unterstützen

Photovoltaik-Anlage spart 500 Tonnen Co2 im Jahr
Auf einer Fläche rund 4.000 m² - etwa so groß wie ein kleiner Fußballplatz - wird das Dach des Einrichtungshauses mit einer Photovoltaik-Anlage belegt sein. Solarzellen wandeln Sonnenenergie in elektrische Energie um und erzeugen so große Mengen Strom, nämlich rund 570.000 Kilowattstunden pro Jahr. Gut für die Umwelt: Damit wird der CO2-Ausstoß jährlich um 500 Tonnen reduziert. Das kommt in etwa der Umweltbelastung eines Mittelklassewagens gleich, der hundert Mal um die ganz Welt fährt.
Ebenfalls mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach ausgerüstet ist bislang das IKEA Einrichtungshaus in Rostock; in den nächsten Monaten folgen zehn weitere Standorte.
Photovoltaik-Anlage spart 500 Tonnen Co2 im Jahr
Auf einer Fläche rund 4.000 m² - etwa so groß wie ein kleiner Fußballplatz - wird das Dach des Einrichtungshauses mit einer Photovoltaik-Anlage belegt sein. Solarzellen wandeln Sonnenenergie in elektrische Energie um und erzeugen so große Mengen Strom, nämlich rund 570.000 Kilowattstunden pro Jahr. Gut für die Umwelt: Damit wird der CO2-Ausstoß jährlich um 500 Tonnen reduziert. Das kommt in etwa der Umweltbelastung eines Mittelklassewagens gleich, der hundert Mal um die ganz Welt fährt.
Ebenfalls mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach ausgerüstet ist bislang das IKEA Einrichtungshaus in Rostock; in den nächsten Monaten folgen zehn weitere Standorte.

Energiesparend: Fußbodenheizung und Deckenstrahlplatten
IKEA Würzburg: Hier wird die Fußbodenheizung für das bislang modernste IKEA Einrichtungshaus verlegt. IKEA in Berlin-Lichtenberg setzt mit der Abwasserwärmenutzung und Solaranlage noch eins obendrauf.
Alle Energie für das Einrichtungshaus kommt über die Abwasserwärmenutzung. Die Wärme aus dem Abwasser wird mit Hilfe der Wärmepumpen auf das im Sommer bzw. Winter entsprechende Niveau gehoben und so in die Fußbodenheizungen und Deckenstrahlplatten geleitet. Denn für angenehme Kühle im Sommer und wohlige Wärme im Winter sorgen wasserdurchströmte Fußböden (Fußbodenheizung) und sowie Deckenstrahlplatten.
Die Lüftungsanlagen stellen sicher, dass die verbrauchte Luft gegen gefilterte Außenluft getauscht wird. Hocheffiziente Wärme- und Kälterückgewinnungs-anlagen entziehen der Gebäudeabluft Energie, die sonst ungenutzt an die Außenluft abgegeben wird. Mit dieser Energie wird die Zuluft im Winter vorgewärmt und im Sommer gekühlt.
Übrigens: Das Einrichtungshaus im Winter zu Beheizen kostet deutlich weniger Energie als es im Sommer kühl zu halten.

Thermische Solaranlage sorgt für warmes Wasser
Solaranlage auf dem Dach von IKEA in Augsburg
Auf dem Dach des Einrichtungshauses in Berlin-Lichtenberg werden Solarkollektoren mit einer Gesamtfläche von rund 50 m² installiert. Die über Sonneneinstrahlung gewonnene Wärme wird gespeichert.
Im Sommer und in den Übergangsjahreszeiten sorgt die Solaranlage für die Erwärmung des Trinkwarmwassers.
Übrigens: Nicht nur die Solaranlage, auch die Abwärme aus den Kältemaschinen der Kühlzellen aus der Küche wird dafür genutzt, Trink-Warmwasser vorzuwärmen.

Regenwasser für Toilettenanlagen
Ein Teil des auf dem Dach gesammelten Regenwassers wird in einer unterirdischen Zisterne mit einem Inhalt von 450 m³ - das entspricht rund 2.500 gefüllten Badewannen - geführt und für die Toilettenspülung verwendet.
Eine volle Zisterne reicht aus, um drei Wochen lang alle Toilettenanlagen des Einrichtungshauses funktionstüchtig zu halten - damit kann sie auch eine längere Trockenperiode im Hochsommer überbrücken.

Presseinformation
http://www.waermepumpe.de/fileadmin/grafik/pdf/Mitgliederinformationen/PM_Ikea.pdf

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Kohle aus Biomasse

Die weltweite Energieerzeugung durch die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas setzt riesige Mengen an Kohlendioxid frei, Hauptursache für den Klimawandel. Die Verbrennung von Biomasse wäre in ihrer Kohlendioxid-Bilanz dagegen neutral, da die verbrannten Pflanzen das Treibhausgas zuvor der Atmosphäre entzogen haben. Allerdings gelingt bei den gängigen Verfahren zur energetischen Nutzung von Biomasse die Umsetzung nur unvollständig.

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung haben nun ein Verfahren entwickelt, mit dem sie Biomasse - Pflanzenabfälle aus dem Garten oder Holzabfälle aus dem Wald - direkt in Kohle umwandeln können. Der Prozess funktioniert erstaunlich einfach und kann auf verschiedenen Stufen angehalten werden: Entsprechend erhält man ein Produkt, das als Gartenerde verwendet werden kann, Braunkohle oder Steinkohle. Als Nebenprodukt entsteht lediglich Wasser, kein Kohlendioxid, wie bei anderen Biomasseverfahren. Allein in Deutschland fallen jährlich etwa 70 Millionen Tonnen Biomasseabfälle an, die in der Regel einfach verrotten. Nach dem neuen Verfahren könnten diese Abfälle einen wichtigen Beitrag zur Deckung des Energiebedarfs leisten.

Link zum Film: http://213.155.73.172/tvsender/stations/mpg/index.asp?VideoNr=221&player=2

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Energieeffiziente IT senkt Stromkosten

Fallstudien der dena belegen Einsparpotenziale von rund 80 Prozent bei der IT-Nutzung am Arbeitsplatz

Öffentliche Einrichtungen und Kommunen können ihre IT-bedingten Stromkosten durch den Einsatz energieeffizienter IT-Geräte um rund 80 Prozent senken. Dies belegen Fallstudien, die die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) bei der Berliner Polizei und beim Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie durchgeführt hat.

"Angaben zu Einsparpotenzialen durch Green IT beruhen häufig auf theoretischen Berechnungen. Umso wichtiger war es uns daher, anhand von Fallstudien aus der Praxis zu zeigen, dass hohe Energieeinsparungen durch die Beschaffung energieeffizienter IT-Geräte möglich sind," betont dena-Bereichsleiterin Annegret-Cl. Agricola.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und die Berliner Polizei nutzen die standardmäßig geplante Ersatzbeschaffung, um alte Desktop-PCs durch moderne, besonders energieeffiziente Geräte zu ersetzen. Im Rahmen der dena-Fallstudien wurden die Auswirkungen des Gerätetauschs auf den Stromverbrauch und die daraus resultierenden Einsparungen untersucht. Gemessen wurden außerdem Einsparungen, die sich aus Verhaltensänderungen der Mitarbeiter ergaben, die zu energieeffizientem Nutzungsverhalten am Arbeitsplatz geschult wurden.

Bei der Berliner Polizei wurden alte Desktop-PCs durch moderne, besonders energieeffiziente Modelle ersetzt, die mit Unterstützung des IT-Dienstleistungszentrums Berlin beschafft wurden. Allein durch den Gerätetausch konnte der Stromverbrauch um 51 Prozent pro Rechner reduziert werden. Durch ein energieeffizientes Nutzerverhalten konnte der Stromverbrauch im Rahmen der Stichprobe um weitere fünf Prozent reduziert werden. So konnte für die Berliner Polizei eine Gesamteinsparung von 56 Prozent ermittelt werden. Wenn bis 2012 alle 9.000 Computer ausgetauscht sind, ergibt sich für die Berliner Polizei dadurch eine jährliche Stromeinsparung von rund 2,5 Mio. kWh. Dies entspricht einer Reduktion der CO2-Emissionen um 1.580 Tonnen pro Jahr. Der Einspareffekt ist hier besonders hoch, da etwa die Hälfte der Computer in den 145 Polizeidienststellen rund um die Uhr im Einsatz ist.

Im Falle des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie konnte durch den Austausch herkömmlicher Desktop-PCs gegen energieeffiziente Laptops pro Rechner sogar eine Einsparung von 74 Prozent erreicht werden. Weitere acht Prozent Einsparung wurden hier durch ein optimiertes Nutzerverhalten erzielt. Das ergibt eine Stromeinsparung je Computer von 82 Prozent. Insgesamt werden im BMWi durch die Beschaffungsmaßnahme und ein energieeffizienteres Nutzerverhalten ab 2011 jährlich etwa 105.000 kWh Strom eingespart, wodurch 62 Tonnen CO2 jährlich vermieden werden.

Nach dem Willen der Bundesregierung soll Energieeffizienz bei der Beschaffung im öffentlichen Sektor eine größere Rolle spielen. So treten in Kürze die aktualisierte Vergabeverordnung (VgV) und die aktualisierte Sektorenverordnung (SektVO) in Kraft. Die neuen Verordnungen sehen unter anderem vor, dass beim Kauf neuer technischer Geräte und Ausrüstungen oder bei der Nachrüstung vorhandener technischer Geräte Angaben zum Energieverbrauch in der Leistungsbeschreibung eingefordert werden müssen. Der Energieverbrauch kann außerdem als Zuschlagskriterium bei der Vergabe der Beauftragung definiert werden.

Die Initiative EnergieEffizienz der dena bietet Beschaffern in öffentlichen Einrichtungen und Dienstleistungsunternehmen hierzu einen praxisorientierten Beschaffungsleitfaden und die Gerätedatenbank Office TopTen mit den energieeffizientesten Bürogeräten, die aktuell am Markt erhältlich sind. Die Abschlussberichte der beiden Fallstudien und alle weiteren Tools und Informationen zu Green IT sind online verfügbar unter www.energieeffizienz-im-service.de Externer Link.

Die Initiative EnergieEffizienz ist eine bundesweite Aktionsplattform zur effizienten Stromnutzung. Sie wird getragen von der dena und gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

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Energiesparen durch nachhaltige Elektronik

Elektronik kann wesentlich dazu beitragen, Energie zu sparen: in Haushaltsgeräten, Unterhaltungselektronik oder im Büro, in Industrieanlagen, Stromversorgungsnetzen oder Elektrofahrzeugen. In der Metropolregion Nürnberg intensivieren Unternehmen und Forschungseinrichtungen ihre Zusammenarbeit zu den Themen Leistungselektronik und Energietechnik: Der Innovationscluster »Elektronik für nachhaltige Energienutzung« startet am Mittwoch, den 2. Juni 2010.

Die Kooperationspartner arbeiten an sparsamen, kompakten und betriebssicheren Bauelementen und Systemen für zahlreiche Anwendungen vom Fernseher bis zum Elektroauto. Durch maßgeschneiderte Materialien und Bauelemente sowie intelligente Systeme benötigen die Geräte und Anlagen weniger Energie und sie werden auch deutlich sicherer. »Die starken Akteure in der Region bauen ihre bestehenden Kompetenzen aus, erarbeiten Know-how und entwickeln innovative Produkte. So können sie neue Märkte erschließen und dazu beitragen, langfristig Arbeitsplätze zu sichern«, freut sich Professor Ulrich Buller, Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft.

Die Metropolregion Nürnberg ist ein Standort mit hoher technologischer Kompetenz und ein europäisches Zentrum für Leistungselektronik. Im Bereich Energie arbeiten rund 500 Firmen mit 60 000 Beschäftigten. Am Innovationscluster sind sowohl große als auch mittelständische Unternehmen der Leistungselektronik, der Energietechnik, des Maschinenbaus und der Automobilindustrie beteiligt. Zu den Forschungspartnern gehören das Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB, die Universität Erlangen-Nürnberg, die Hochschule Nürnberg, das Bayerische Laserzentrum und das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS. Der Cluster wird gefördert vom Land Bayern, der Industrie sowie der Fraunhofer-Gesellschaft innerhalb des Pakts für Forschung und Innovation der Bundesregierung.

»Die Zusammenarbeit stärkt die Region und ist ein Gewinn für alle Beteiligten«, sagt Professor Lothar Frey, Leiter des IISB. »Zentrale Themen, die wir bearbeiten, sind Energiewandlung und Energiemanagement. Entwicklungen in der Leistungselektronik sind eine wichtige Grundlage für Innovationen der Energie- und Fahrzeugbranche.«

Die Partner machen sich - unter Koordination des IISB - an die Arbeit. So entwickeln die Forscher beispielsweise gemeinsam mit Siemens Energy Hochleistungsschalter. Diese Schalter sind für die Übertragung der Gleichspannung im Stromnetz notwendig und müssen für die Energieversorgung der Zukunft ausgelegt werden: mehr Strom soll aus regenerativen Quellen gewonnen werden. Eine höhere Regelleistung ist notwendig, um diese Energiequellen ins Netz einzuspeisen, denn Wind und Sonne stehen nicht immer gleichmäßig zur Verfügung. Die Anlagen für die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) müssen dazu skalierbar und flexibler als bisher ausgelegt sein. Auch soll Strom über lange Strecken transportiert werden, zum Beispiel aus der Sahara oder von Offshore-Windparks in der Nordsee. Die Wissenschaftler wollen die Technologie auch für effiziente Schiffsantriebe, in der Bahntechnik oder bei der Förderung von Rohstoffen mit Hilfe von Hochleistungsantrieben nutzen.

Um der Wirtschaft Impulse für neue Produkte zu geben, hat Fraunhofer im »Pakt für Forschung und Innovation« das Instrument Innovationscluster - eine engere Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Wirtschaft - etabliert. Denn große und kleine Firmen sind ständig gefordert, sich neu auszurichten und weiterzuentwickeln, um sich im weltweiten Wettbewerb zu behaupten.

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Mit neuer Energie auf große Fahrt

Leinen los für heißt es für die MS Wissenschaft - das Energieschiff am 18. Mai in Berlin. Das Ausstellungsschiff von »Wissenschaft im Dialog« zeigt, wie wir in Zukunft Energie erzeugen und verteilen oder einsparen. Mit an Bord sind auch sechs Fraunhofer-Exponate.

Kann man Autos mit Strom »tanken«? Lässt sich Energie aus Holzabfällen gewinnen? Wie funktioniert eine Batterie? Antworten auf diese Fragen geben die Fraunhofer-Exponate auf dem Ausstellungsschiff MS-Energie. Besucher des 150 Meter langen Binnenfrachters können sich informieren, wie sich in Zukunft Energie gewinnen, verteilen und sparen lässt. Insgesamt 35 Exponaten laden auf der »MS Wissenschschaft - Das Energieschiff« Kinder ab zehn Jahre und Erwachsene zum Mitmachen ein.

Intelligente Ladestation für Elektrofahrzeuge

Bis zum Jahr 2020 sollen in Deutschland eine Million Elektroautos unterwegs sein. Das ist das ehrgeizige Ziel der Bundesregierung. Elektromobilität schont vor allem die Umwelt, wenn Autos Strom aus erneuerbaren Energien tanken. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg haben eine »Intelligente Ladestation« entwickelt. Dort können Elektrofahrzeuge Strom tanken, wenn die Netzlast gering und der Anteil erneuerbarer Energien hoch ist. So lassen sich Lastspitzen vermeiden und die aus Sonne und Wind gewonnene Energie voll nutzen.

Wirbel um die Biomasse

Öl, Gas und Kohle werden knapper und teurer. Um auch in Zukunft Strom, Wärme und Mobilität zu bezahlbaren Preisen zu erhalten, müssen wir erneuerbare Energien noch stärker erschließen. Eine Möglichkeit ist die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen - wie zum Beispiel Holz, Stroh oder biogene Abfälle. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF in Magdeburg haben verschiedene Wirbelschichtreaktoren entwickelt, um aus Biomasse Energie zu gewinnen. Damit lassen sich zum Beispiel Holzabfälle eines Sägewerks verbrennen und die Wärme zum Trocknen oder Veredeln der eigenen Produkte verwenden. Der große Vorteil: Die Reststoffe werden dort verwertet, wo sie entstehen, und die Energie kann direkt an Ort und Stelle genutzt werden.

Smart Grids: Intelligente Steuerung des Stromverbrauchs

Elektrische Energie aus Wind und Sonne hat einen entscheidenden Nachteil: Je nach Wetterlage und Jahreszeit schwankt die Stromerzeugung stark. Haushalte und Industrie brauchen jedoch eine zuverlässige Stromversorgung. Energiespeicher oder Großverbraucher sollen helfen, den Strom zwischenzuspeichern. Auch in einem normalen Haushalt lässt sich der Energieverbrauch in bestimmten Grenzen verschieben. So kann man zum Beispiel die Waschmaschine dann starten, wenn die Sonne scheint oder es besonders windig ist. Um einen solchen »intelligenten Verbrauch« zu ermöglichen, müssen Erzeuger, Netz und Verbraucher über Informations- und Kommunikationstechnik zu einem Smart Grid verknüpft werden. An solchen Systemen arbeiten Forscher des Fraunhofer-Anwendungszentrums Systemtechnik AST in Ilmenau. Ziel ist es, stark schwankende Einspeisungen zu managen sowie Erzeuger und Verbraucher enger miteinander zu verknüpfen.

Energetische Sanierung von Gebäuden

Häuser, die vor 1983 gebaut wurden sind große Energieverschwender. Meist benötigen sie mehr als 20 Liter Heizöl pro Quadratmeter und Jahr. Heutige Neubauten kommen mit einem Drittel aus. Mit guter Dämmung, effizienter Heiztechnik und Warmwasseraufbereitung, Solaranlagen, Anlagen für die Kühlung und automatische Lüftungen lässt sich jedoch auch in Altbauten der Energieverbrauch deutlich senken. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik in Kassel arbeiten an innovativen Konzepten zur Energieeinsparung für Mehrfamilienhäuser.

Energie für unterwegs

Handys, Laptops und MP3-Player - meist versorgen Lithium-Ionen-Batterien mobile Elektrogeräte mit Strom. Der großer Vorteil dieser Akkus: Lithium-Ionen-Batterien haben eine hohe Energiedichte. Wie eine solche Batterie funktioniert, erläutert das Exponat des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC in Würzburg. Forscher des ISC arbeiten an neuen besonders leistungsfähigen und sicheren Batterien.

Energieeinsparung bei der Hartverchromung

Auch in der Produktion lässt sich der Energieverbrauch deutlich senken. Ein Beispiel ist die galvanische Beschichtung. Dabei wird die Oberfläche eines Gegenstandes mit Metall beschichtet. Der Gegenstand wird dazu in ein elektrolytisches Bad eingetaucht. Je mehr Strom fließt und je länger der Gegenstand im Bad liegt, desto dicker wird der Belag. Aber desto größer ist auch der Energiebedarf. Wie das galvanisches Verfahren abläuft und wo sich Energie einsparen lässt, stellt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart in einem Film vor.

Interessenten können nicht nur die Ausstellung besuchen, sondern auch beim »Dialog an Deck« mit den Experten ins Gespräch kommen. Bei der Veranstaltungsreihe diskutieren Fachleute verschiedene Fragen zur zukünftigen Energieversorgung. Dabei werden auch lokale Aspekte berücksichtigt - wie zum Beispiel die Umsetzung von Konzepten zur Elektromobilität in einzelnen Regionen.

Nach dem Start Mitte Mai in Berlin ist die MS Energie bis Anfang Oktober unterwegs. Das Schiff wird 35 Städte anlaufen. Geplant sind unter anderem Stationen in Magdeburg, Kiel, Hamburg, Dortmund, Köln, Frankfurt und Regensburg. Neu im Programm: ein Abstecher nach Österreich. Dort wird die Ausstellung in Wien, Linz und Krems zu sehen sein.

Die MS Wissenschaft ist ein Beitrag von Wissenschaft im Dialog zum »Wissenschaftsjahr 2010 - Die Zukunft der Energie«. Die Ausstellung wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und weiteren Partnern.

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Ökostrom als Erdgas speichern

Erneuerbarer Strom lässt sich in ein Erdgassubstitut verwandeln. Bisher wird aus Gas Strom erzeugt. Jetzt geht eine deutsch-österreichische Kooperation den umgekehrten Weg. Die Forscher und Unternehmer möchten künftig überschüssigen Strom etwa aus Windkraft und Photovoltaik als klimaneutrales Methan speichern und in vorhandenen Gasometern und Gasleitungen speichern.

Weltweit wird mehr und mehr Strom aus Wind und Sonne gewonnen. Bisher fehlt es jedoch an gut integrierbaren Stromspeichern für Ökostrom. Denn wenn der Wind kräftig bläst, speisen die Windkraftwerke mehr Strom ein als das Stromnetz aufnehmen kann. Deutschen Forschern ist es jetzt gelungen, die erneuerbare Elektrizität als Erdgas zu speichern. Sie wandeln den Strom mit Hilfe eines neuen Verfahrens in synthetisches Erdgas um. Das Verfahren wurde vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES entwickelt. Derzeit bereitet das österreichische Partnerunternehmen Solar Fuel Technology die industrielle Umsetzung vor. Ein Vorteil der Technik: Die vorhandene Erdgas-Infrastruktur kann genutzt werden. Eine im Auftrag von Solar Fuel in Stuttgart errichtete Demonstrationsanlage läuft bereits erfolgreich. Ab 2012 soll eine deutlich größere Anlage im zweistelligen Megawattbereich entstehen.

Das Verfahren zur Erdgasherstellung kombiniert erstmals die Technologien Wasserstoff-Elektrolyse und Methanisierung. »Unsere Stuttgarter Demonstrationsanlage spaltet aus überschüssigem erneuerbarem Strom Wasser per Elektrolyse. Dabei entsteht Wasserstoff und Sauerstoff«, erklärt Dr. Michael Specht vom ZSW. »Durch eine chemische Reaktion des Wasserstoffs mit Kohlendioxid entsteht dann Methan - und das ist nichts anderes als Erdgas, nur synthetisch erzeugt.«

Mit dem schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien wächst der Bedarf für neue Speichertechniken immens. Das interessiert unter anderem Energieversorger. »Bisher haben wir Gas in Strom umgewandelt. Jetzt denken wir auch in die andere Richtung und wandeln Strom in synthetisches Erdgas um«, erklärt Dr. Michael Sterner vom Fraunhofer IWES, an dem die systemtechnischen Aspekte des Verfahrens erforscht werden. »So können Überschüsse von Wind- und Sonnenenergie gespeichert werden. Denn wenn zum Beispiel der Wind kräftig bläst, erzeugen die Windräder mehr Strom als aktuell benötigt wird. Dieses Überangebot zeigt sich an der Strombörse immer häufiger durch negative Strompreise.« In solchen Fällen könnte künftig die neue Technik den Ökostrom als Erdgas vorrätig halten.

»Bei der Entwicklung der Technik hat sich das ZSW von zwei Kernfragen leiten lassen«, erklärt Michael Specht: »Welche Speicher bieten eine ausreichende Kapazität für die je nach Wind und Wetter unterschiedlich stark anfallenden erneuerbaren Energien? Und welche Speicher lassen sich am einfachsten in die bestehende Infrastruktur integrieren?«

Das Speicherreservoir des sich durch Deutschland erstreckenden Erdgasnetzes ist groß: Es beträgt über 200 Terawattstunden - der Verbrauch von mehreren Monaten. Das Stromnetz verfügt nur über 0,04 Terawattstunden. Die Integration in die Infrastruktur ist einfach: Das Erdgassubstitut kann wie herkömmliches Erdgas in Versorgungsnetz, Pipelines und Speicher eingespeist werden, um dann Erdgasautos anzutreiben oder Erdgasheizungen anzufeuern.

Die neue Technik will die Aufnahme hoher Anteile fluktuierender Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in das Energiesystem ermöglichen. Ein Ziel ist, die Energielieferung von Windparks plan- und regelbar zu gestalten. »Das neue Konzept ist ein wesentlicher Baustein für die Integration erneuerbarer Energien in ein nachhaltiges Energiesystem«, ergänzt Sterner. Der Wirkungsgrad bei der Umwandlung von Strom zu Erdgas beträgt über 60 Prozent. »Das ist unserer Meinung nach definitiv besser als ein vollständiger Verlust«, so Michael Specht. Ein vollständiger Verlust droht, wenn etwa Windkraft überhaupt nicht genutzt werden kann. Die bisher vorherrschende Speicherform - Pumpspeicherkraftwerke - ist in Deutschland nur noch begrenzt ausbaufähig.

Um die neue Energieumwandlungstechnik voranzutreiben, haben sich die zwei deutschen Forschungseinrichtungen mit der Firma Solar Fuel Technology aus Salzburg zusammengeschlossen. Ab 2012 soll eine Anlage mit rund zehn Megawatt Leistung entstehen.

Die Kooperationspartner:
Das ZSW gehört zu den renommiertesten Forschungsinstituten auf den Gebieten Photovoltaik, Energiesystemanalyse, regenerative Kraftstoffe, Batterietechnik und Brennstoffzellen. An den drei Standorten Stuttgart, Ulm und Widderstall sind derzeit rund 170 Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker beschäftigt. Sie erwirtschaften einen Umsatz von über 22 Millionen Euro.

Die Solar Fuel Technology GmbH & Co KG entwickelt Technologien und Anlagen zur Kompensation schwankender Netzeinspeisung von erneuerbarem Strom. Der Strom wird dabei zu CO2-neutralem, erneuerbarem Erdgas konvertiert, das für vielfältige Zwecke genutzt werden kann. Solar Fuel wurde im November 2007 gegründet. Gründer und Geschäftsführer ist Dipl.-Ing. ETH, MBA Gregor Waldstein.

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Informationsportal "Energetische Gebäudebilanzierung" gestartet

dena beantwortet Fragen zur DIN V 18599 und zur Bewertung von Gebäuden nach EnEV

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hat das Informationsportal "Energetische Gebäudebilanzierung" gestartet. Das neue Portal soll dazu beitragen, dem erhöhten Informationsbedarf im Zusammenhang mit der Einführung der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) zu begegnen. Es ist eine bundesweite Anlaufstelle für Fachplaner, Architekten, Ingenieure und Handwerker bei allen Fragen rund um die Bilanzierungsnorm für Gebäude DIN V 18599, die verschiedenen Verfahren für die Berechnung der energetischen Qualität von Gebäuden sowie die Energieeinsparverordnung EnEV 2009. Das Informationsportal wird vom Bundesministerium für Bau, Verkehr und Stadtentwicklung (BMVBS) gefördert.

"Mit dem Inkrafttreten der neuen Energieeinsparverordnung wurden die Anforderungen an die energetische Qualität von Neubauten und bei Sanierungen um 30 Prozent verschärft. Neu ist die Möglichkeit der energetischen Bewertung von Wohnhäusern nach DIN V 18599. Das Informationsportal Energetische Gebäudebilanzierung der dena soll jetzt Fachleute bei der erfolgreichen Umsetzung dieser technischen Regelwerke unterstützen", sagte dena-Bereichsleiter Thomas Kwapich.

Um eine hohe Qualität der Informationen zu sichern, hat die dena ein breites Netzwerk aus Experten aufgebaut. Die Beantwortung der Anfragen erfolgt unter Einbindung qualifizierte Fachleute aus den Normungskreisen. Nach erfolgreicher Registrierung können die Fragen kostenfrei gestellt werden. Die Nutzer haben dort zudem die Möglichkeit den Bearbeitungsstatus ihrer Anfrage einzusehen oder selbst gestellte Fragen und Antworten zu verwalten.

Das Informationsportal ist im Internet unter www.zukunft-haus.info/bilanzierung zu finden. Eine Übersicht der Netzwerkexperten sowie eine Auswahl an häufig gestellten Fragen mit den dazugehörigen Antworten sind auf der Homepage des Informationsportals veröffentlicht.

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Windparks intelligent vernetzen

2020 soll die EU ein Fünftel ihres Stroms aus erneuerbaren Energien beziehen, lautet ein Beschluss der Mitgliedstaaten. Einen Großteil des Strombedarfs werden Windparks decken. Forschern ist es in einem EU-Projekt gelungen, große Windparks zu Clustern zusammenzuschalten.

Regenerativen Energien gehört die Zukunft. Vor allem die Windenergie boomt - 2009 wurden nach Angaben des Bundesverbands WindEnergie 952 neue Anlagen in Deutschland installiert. Einen Gesamtstromverbrauch von 595 Terrawattstunden prognostiziert der Bundesverband Erneuerbare Energie für 2020. Der Verbrauch wird dann zu 47 Prozent durch erneuerbare Energien gedeckt, darunter 25 Prozent Windenergie.

Mit »Wind on the Grid« wurde jetzt eines der größten EU-Projekte zur Netzintegration abgeschlossen: Europäische Unternehmen aus Industrie und Forschung haben auf der iberischen Halbinsel untersucht, wie sich Windparks im großen Umfang sicher in das europäische Stromnetz einbinden lassen. Um den Netzbetreibern das Erfassen, Steuern und die Vorhersage der Windenergie zu ermöglichen, hat das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES sein Wind Farm Cluster Management System, kurz WCMS, und sein Wind Power Management System zur Verfügung gestellt und um neue Funktionen ergänzt. Mit den Software-Paketen konnten die Forscher in Portugal fünf Windparks mit 204 Megawatt und in Spanien sechs Anlagen mit 107 Megawatt Leistung in Echtzeittests bei unterschiedlichen Wetterbedingungen ins Stromnetz integrieren. »Mit dem WCMS wurden die verstreut liegenden Windparks zu einem Cluster zusammengefasst und von der Leitwarte der jeweiligen Netzbetreiber zentral gesteuert. Während das Wind Farm Cluster Management System die Frequenz- und die Spannungsleistung im elektrischen Netz stabil hält und für einen sicheren Netzbetrieb sorgt, berechnet die Prognosesoftware Wind Power Management System mit Hilfe von künstlichen neuronalen Netzen auf Grundlage von Wettervorhersagen die zu erwartende Windleistung,« erläutert Dr. Kurt Rohrig, Abteilungsleiter am Kasseler Institutsteil des IWES. Prinzipiell gilt: Einzelne Windanlangen weisen hohe Schwankungen der erzeugten Leistung auf. Je mehr Windparks sich zu einem Cluster zusammenfassen lassen, desto eher können Windböen und -flauten ausgeglichen werden. Und: Je mehr Anlagen installiert sind, desto günstiger wird der Strompreis. »Heute liegt der Strompreis für Windenergie bei sieben Cent pro Kilowattstunde. An guten Standorten beträgt er fünf Cent. 2025 wird er im Mittel bei vier Cent rangieren,« prognostiziert Rohrig.

Derzeit verhandeln die Wissenschaftler mit dem Netzbetreiber in Portugal, ob ihr System dort in die Leittechnik integriert werden kann. »Langfristig werden Windanlagen konventionelle Kraftwerke ersetzen,« ist Rohrig überzeugt.

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Stromnetze 2.0

Sonne, Wind, Biomasse - immer mehr Strom wird aus erneuerbaren Quellen gewonnen. Kommunikationstechnologien ermöglichen den Aufbau intelligenter Netze - den »Smart Grids«. Damit lassen sich stark schwankenden Einspeisungen managen sowie Erzeuger und Verbraucher enger miteinander verknüpfen. Auf der Hannover Messe (19. bis 23. April 2010) stellen Forscher der Fraunhofer-Allianz Energie Entwicklungen für »Smart Grids« in Halle 13, E44 vor.

Riesige Windparks, glänzende Solaranlagen auf Häusern, Fabriken oder Bauernhöfen - es ist unübersehbar, Deutschland setzt mehr und mehr auf Energie aus Wind, Sonne und Co. Im vergangenen Jahr deckten erneuerbare Energien bereits 16 Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland - Tendenz steigend. Doch die Energiegewinnung aus Wind und Sonne hat einen Nachteil: Je nach Wetterlage und Jahreszeit schwankt die Stromerzeugung stark. Haushalte und Industrie brauchen jedoch eine zuverlässige Energieversorgung. Die Integration dezentraler und stark fluktuierender Quellen erfordert ein intelligentes Stromnetz, das Energie-Erzeuger, -Speicher und -Verbraucher miteinander verbindet und so eine effiziente und zuverlässige Stromversorgung sicherstellt.

»Der traditionelle Energiefluss geht von den Großkraftwerken, die nahe an Primärenergiequellen gebaut wurden, zu den Endverbrauchern. In den vergangenen Jahren haben sich die Anforderungen jedoch gewandelt: Die vollzogene Marktöffnung für Strom und die stetig wachsende Anzahl dezentraler Einspeisungen erfordern veränderte elektrische Energieversorgungssysteme«, beschreibt Dr.-Ing. Peter Bretschneider vom Fraunhofer-Anwendungszentrum AST in Ilmenau die aktuelle Situation. »Das Stromnetz muss eine möglichst flexible Plattform für den freien Energiehandel für alle Marktteilnehmer bieten, stark fluktuierende und nur schlecht prognostizierbare regenerative Einspeisungen aufnehmen und auch bei großen Belastungen zuverlässig arbeiten«. Diese gestiegenen Anforderungen lassen sich nur mit dem Einsatz von modernen Informations- und Kommunikationssystemen meistern.

Im »IuK-Energie-Labor« untersuchen Fraunhofer-Forscher Lösungen für »Smart Grids«. Das Labor stellt eine Testfeldumgebung zur Verfügung, die alle Ebenen komplexer Energiesysteme, vom Privathaushalt über dezentrale regenerative Einspeisungen, Übertragungsnetzbetreiber bis hin zum strombörslichen Handel berücksichtigt. »Bisher floss der Strom immer nur in eine Richtung - vom Kraftwerk zum Verbraucher -, in Zukunft muss das Netz einen bidirektionalen Stromfluss gewährleisten können«, nennt Bretschneider eine wesentliche Herausforderung. Hierfür entwickeln die Forscher u.a. die notwendigen reglungstechnischen Algorithmen.

Um die Stromeinspeisungen von dezentralen Erzeugern besser zu managen, werden Photovoltaikanlagen, kleine Wasserkraftwerke, Windkraft- und Biogasanlagen zu virtuellen Kraftwerken zusammengeschlossen, die als zentrale Kraftwerke im Gesamtnetz agieren. »Diese virtuellen Kraftwerke ermöglichen einen ökonomisch und ökologische optimalen Betrieb, parallel zu den konventionellen Kraftwerken«, erläutert Bretschneider. Damit erneuerbare Energien jedoch ihr ganzes Potenzial entfalten zu können, werden darüber hinaus auch leistungsfähige Stromspeicher benötigt. Wie solche Speicher aussehen könnten und wie sie sich intelligent ins Stromnetz integrieren lassen, untersuchen Fraunhofer-Forscher.

Auch die Rolle der Verbraucher ändert sich in »Smart Grids«. Strom wird bislang zu festen Tarifen angeboten. Künftig müssen die Energieversorger differenzierte Tarife anbieten, die effizientes Verhalten belohnen. Doch Stromkunden können Energie nur dann effizienter nutzen, wenn sie genau wissen, wann sie wie viel Strom verbrauchen, wie teuer er aktuell ist, und ob der Gebrauch von Öko-Strom auch wirtschaftlich interessant ist. Deshalb setzen Fraunhofer-Forscher im Projekt »RESIDENS - Effizientere Energienutzung durch systemtechnische Integration des privaten Endabnehmers« auf den Einsatz elektronischer Stromzähler. Diese Smart Meter messen den Verbrauch und speichern die Daten.

Von den intelligenten Stromzählern profitieren Stromanbieter und Kunden: Dank der Smart Meter lässt sich jeden Monat der tatsächliche Verbrauch abrechnen, und der Kunde spart Geld, wenn er zum Beispiel nur in Nebenzeiten die Waschmaschine startet. »Die Stromanbieter können so Anreize zur Verschiebung der Stromnutzung weg von Spitzenlastzeiten schaffen«, sagt Bretschneider.

Wie ein intelligentes Stromnetz in der Praxis aussehen könnte, untersuchen das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg und das Fraunhofer AST in dem Forschungsvorhaben »eTelligence«, einem Teilprojekt des Leuchtturmprojekts »E-Energie« der Bundesregierung. Ziel ist es, ein halbes Dutzend Blockheizkraftwerke in Cuxhaven so ins Netz einzubinden, dass der Energieversorger EWE in Oldenburg damit Engpässe bei der Einspeisung erneuerbarer Energien ausgleichen kann. Eine Idee der Forscher: Überschüssige Energie wird in einem Schwimmbad gespeichert. Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS in Erlangen entwickelt im E-Energy-Teilprojekt »Smart Watts« ein intelligentes Steuerungssystem: Dieses Kommunikations-Gateway ist modular mit dem Stromzähler verbunden und übermittelt Preissignale vom Energieversorger bis ins Wohnzimmer des Kunden.

Das Stromnetz der Zukunft ist nicht mehr nur ein Geflecht aus Strommasten und Leitungen, sondern koordiniert Einspeiser sowie Verbraucher über IT-Systeme und sorgt für einen gleichmäßigeren Lastverlauf, der Verbrauchsspitzen vermeidet.

Entwicklungen für »Smart Grids« stellen die Forscher auf dem Fraunhofer-Gemeinschaftstand unter dem Motto »Energie intelligent« in Halle 13, E44 vor. Weitere Themenschwerpunkte auf dem Stand sind »Energie effizient«, »Energie erneuerbar« und »Energie kompakt«.

Weitere Informationen unter: www.energie.fraunhofer.de

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Clever Strom tanken

Elektromobilität ist nur sinnvoll, wenn Autos ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien tanken. Grüner Strom steht jedoch nicht immer in ausreichender Menge zur Verfügung. Eine intelligente Ladestation passt die Ladezeiten an Energieangebot und Netzauslastung an.

Bis 2020 sollen in Deutschland eine Million Elektroautos unterwegs sein, angetrieben durch Strom aus erneuerbaren Energien. In zehn Jahren wird grüner Strom laut Bundesumweltministerium 30 Prozent der Gesamtmenge stellen. Der Bundesverband Erneuerbare Energie geht sogar von 47 Prozent aus. Rein rechnerisch wäre eine CO2-neutrale Elektromobilität damit machbar. Tatsächlich ist sie jedoch schwer zu realisieren: Mehr Sonnen- und Windenergie bedeutet einen hohen Stromanteil, dessen Verfügbarkeit sich nicht per Knopfdruck steuern lässt. Zudem besteht die Gefahr, dass zu Stoßzeiten durch mehr Elektromobilität extreme Nachfragespitzen entstehen. Eine Stromversorgung, die sich wie bisher allein am Verbrauch orientiert, ist dem nicht gewachsen.

»Wir brauchen ein intelligentes Netz, ein Smart Grid, in dem sowohl Strom als auch Informationen fließen«, sagt Dominik Noeren vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE. Die Netzstruktur muss sich verändern, die verbrauchsgesteuerte Stromerzeugung muss sich am Angebot orientieren. »Vor allem Elektroautos bringen dafür beste Voraussetzungen mit«, erklärt Noeren. In der Masse können sie viel Energie speichern. Der durchschnittliche Pkw parkt an mindestens 20 von 24 Stunden - mehr als genug Zeit, die Batterie dann aufzuladen, wenn der Wind auffrischt oder die Nachfrage nach Strom niedrig ist.

Mit der »Intelligenten Ladestation« haben die Forscher ein Gerät entwickelt, mit dem Elektrofahrzeuge Strom zapfen können, wenn die Netzlast gering und der Anteil erneuerbarer Energien hoch ist. So lassen sich Lastspitzen vermeiden und die Beiträge von Sonne und Wind voll nutzen. »Wichtig ist uns, dass der Endkunde jederzeit selbst entscheiden kann, wann er tankt. Durch das gesteuerte Aufladen der Batterie dürfen ihm keine Nachteile entstehen«, betont Noeren. Der Forscher plädiert deshalb für einen Stromtarif, der sich an die Situation im Stromnetz anpasst, der in nachfragestarken Zeiten teurer und bei einem Überangebot an erneuerbaren Energien besonders günstig ausfällt. Der Nutzer der »Intelligenten Ladestation« könnte dann zwischen einer sofortigen und einer preiswerteren, eventuell längeren Ladezeit wählen, die gleichzeitig netz- und umweltfreundlich ist. Entscheidet er sich für die zweite Variante, gibt er lediglich ein, wann sein Auto wieder fahrbereit sein muss. Den Rest übernimmt die Ladestation. Sie ermittelt die Kosten und steuert den Ladevorgang. Über das Display kann der Nutzer den Ladefortschritt verfolgen und sich Kosten und Energiewerte anzeigen lassen. Auf der Hannover Messe vom 19. bis zum 23. April zeigen die Experten die Ladestation (Halle 27, Stand K55).

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Elektroenergie aus dem Kanal

Die Stadt St. Gallen in der Schweiz nutzt kommunales Abwasser zur Stromerzeugung - dies seit über 100 Jahren. Jetzt wird die Anlage neu konzipiert. Dadurch kann mehr Elektrizität produziert werden, zusätzlich wird Wärme aus dem Abwasser für einen Wärmeverbund gewonnen. Die innovative Lösung liefert nicht nur erneuerbare Energie, sie leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Klima- und zum Gewässerschutz.
(Felix Schmidt, Ernst A. Müller, Reto Baumann in wwt, Heft 3/2010)) 
http://www.nodig-bau.de/downloadDocOverID.cfm?docID=4178

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Deutschland braucht Stromspeicher

dena-Gutachten: Pumpspeicher wichtig für Integration von Wind- und Sonnenstrom

Für die Integration der erneuerbaren Energien in Deutschland muss die Stromspeicherkapazität erhöht werden. Stromspeicher haben eine große energiewirtschaftliche Bedeutung, weil sie Strom aus schwankenden Quellen wie Wind- und Sonnenkraft ins Netz integrieren und die Sicherheit der Energieversorgung in Deutschland erhöhen. Deshalb befürwortet die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) den geplanten Bau eines neuen Pumpspeicherwerks im Südschwarzwald. Das geht aus einem Gutachten hervor, das die dena im Auftrag der für den Bau verantwortlichen Schluchseewerk AG erstellt hat.

"Deutschland braucht Stromspeicher", betonte der Vorsitzende der dena-Geschäftsführung Stephan Kohler. "Wind- und Solaranlagen richten sich nicht danach, wann Strom genutzt wird, sondern wann der Wind weht oder die Sonne scheint. Pumpspeicherwerke sind auf absehbare Zeit die flexibelste, effizienteste und wirtschaftlichste Speicherlösung. Sie machen die Stromversorgung sicherer, günstiger und klimaschonender. Gleichzeitig muss die Entwicklung von Druckluft-, Wasserstoff- und Batteriespeichern vorangetrieben werden."

Das dena-Gutachten untersucht die Bedeutung von Pumpspeichern und anderer Stromspeicher für die Integration der erneuerbaren Energien in die Stromversorgung. Am Beispiel des geplanten Pumpspeicherwerks Atdorf werden die Vorteile konkret berechnet. Mit einer Leistung von 1.400 Megawatt kann Atdorf zwischen 2020 und 2030 insgesamt bis zu 3,7 Milliarden Kilowattstunden an zeitweise überschüssigem Strom zusätzlich nutzbar machen. Das entspricht etwa acht Prozent der Strommenge, die alle Wind- und Solaranlagen in Deutschland im Jahr 2009 erzeugt haben. Die volkswirtschaftlichen Kosten der Stromerzeugung kann Atdorf um über 20 Millionen Euro pro Jahr reduzieren, indem es Strom ins Netz einspeist, wenn er knapp ist. Hinzu kommen CO2-Einsparungen, wenn das Pumpspeicherwerk die Erzeugung in fossilen Kraftwerken ersetzt.

Pumpspeicherwerke nutzen überschüssigen Strom, um Wasser in ein höher gelegenes Becken zu pumpen. Bei Bedarf wandeln sie die gespeicherte Energie über eine Turbine wieder in Strom um und speisen diesen ins Netz ein. Da sie sich kurzfristig auf Schwankungen im Netz einstellen lassen, sind sie besonders wertvoll für die Sicherung der Stromversorgung. Den südlichen Standort von Atdorf bewertet die dena als vorteilhaft. Denn aufgrund des Ausbaus der Windkraft im Norden kann es in Zukunft insbesondere bei starkem Wind dazu kommen, dass die Übertragungskapazitäten nicht ausreichen und nicht genügend Strom zu den Lastzentren im Süden gelangt. Ein leistungsstarkes Pumpspeicherwerk im Süden könnte bei solchen Netzengpässen günstig Strom erzeugen und so die Stromversorgung sichern.

Das dena-Gutachten "Analyse der Notwendigkeit des Ausbau von Pumpspeicherwerken und anderen Stromspeichern zur Integration der erneuerbaren Energien" finden Sie hier Seite und in den Dokumentenanlagen dieser Pressemitteilung.

Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

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DRIVE-E-Akademie: Die Besten für das Auto von morgen

Die meisten Experten sind sich einig: Wir fahren in Zukunft mit Strom. Um den Elektroantrieb für den Massenverkehr auch wirt-schaftlich vertretbar zu machen, bedarf es aber noch erheblicher Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Deshalb haben das Bun-desministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Fraunhofer-Gesellschaft gemeinsam ein bisher einzigartiges Pro-jekt zur Nachwuchsförderung ins Leben gerufen: das DRIVE-E-Programm. Ziel des auf mehrere Jahre angelegten DRIVE-E-Programms ist die gezielte Nachwuchsförderung im Spitzenbe-reich.

Heute ist das DRIVE-E-Programm mit der ersten DRIVE-E-Akademie am Fraunhofer-Institut für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB in Erlangen gestartet. Das einwöchige Veranstaltungsprogramm der Akademie bietet den studentischen Teilnehmern eine einmalige Möglichkeit, sich umfassend über die wichtigsten Forschungsthemen und Entwicklungen im Bereich der Elektromobilität zu informieren.

 

Die besondere Relevanz der DRIVE-E-Akademie wurde von den Studenten an den Hochschulen sehr schnell erkannt. Trotz der kurzen Ausschreibungsfrist hat sich eine große Anzahl an Studierenden aus ganz Deutschland für eine Teilnahme beworben. Von einer unabhängigen Jury wurden 60 besonders motivierte und qualifizierte Studentinnen und Studenten ausgewählt. Sie erwartet seit dem 8. März 2010 ein hochkarätiges und vielseitiges Veranstaltungsprogramm. Neben Vorträgen von international führenden Experten aus Forschung und Industrie erhalten die Teilnehmer in Praxisworkshops und Exkursionen auch die Möglichkeit, neueste Entwicklungen selbst zu erproben. Auch bereits erfolgreich umgesetzte Projekte werden in einer festlichen Abendveranstaltung am 11. März 2010 von zwei Pionieren der Elektromobilität vorgestellt.

Detaillierte Informationen über das Programm der ersten DRIVE-E-Akademie finden Sie im Internet unter www.drive-e.org.

Die Fraunhofer-Gesellschaft gehört mit Ihren Kompetenzen und Aktivitäten zu den führenden Einrichtungen bei Forschung und Entwicklung für die Elektromobilität in Deutschland. In dem vom BMBF geförderten, bundesweiten Verbundprojekt »Fraunhofer-Systemforschung Elektromobilität« arbeiten mehr als 30 Fraunhofer-Institute an Lösungen für die elektromobile Zukunft. Das IISB ist ein leitender Partner in dem Verbundprojekt und gehört international zu den Schrittmachern im Bereich der leistungselektronischen Systeme für Elektro- und Hybridfahrzeuge.

Quelle: Fraunhofer-Gesellschaft

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Export alter Elektrogeräte: Viel Gold, aber auch viel Gift

Röttgen und Flasbarth: Studie zeigt Handlungsbedarf für umweltgerechtes Recycling auf

Über 155.000 Tonnen zum Teil gefährlichen Elektroschrotts werden jährlich aus Deutschland ins außereuropäische Ausland exportiert, darunter allein rund 50.000 Tonnen PC- und Fernseh-Bildschirme, die neben Metallen auch flammhemmende Bromverbindungen wie gefährliche polybromierte Diphenylether (PentaBDE) enthalten können. Selbst defekte Geräte werden zum Teil als „noch funktionstüchtig" umdeklariert, meist nach Asien und Afrika verschifft und dort nur selten umweltgerecht recycelt. Dies ergab eine neue Studie für das Umweltbundesamt (UBA), die heute auf der CeBIT in Hannover vorgestellt wurde.

Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen: „Die Studie belegt die Dimension illegaler Exporte von Elektroaltgeräten. Sie macht aber auch deutlich, dass weitere Maßnahmen zur Lösung der Probleme notwendig sind. Die Bundesregierung setzt sich für eine klare europäische Regelung ein, nach der ein Exporteur nachweisen muss, dass exportierte Geräte funktionstüchtig sind und es sich nicht um Abfall handelt, und dass Exporteure die Kosten von Kontrollen zu tragen haben." In Deutschland sollten die zuständigen Behörden verstärkt Sammelplätze sowie Exporte kontrollieren, um die Umwelt- und Gesundheitsschäden als Folge des kriminellen Handels einzudämmen.

„Mit den alten Elektrogeräten verlassen nicht nur viele Gefahrstoffe das Land, auch kostbare Rohstoffe wie Gold, Kupfer, Platin oder Indium gehen damit für den Rohstoffkreislauf bei uns verloren.", so UBA-Präsident Jochen Flasbarth. „So lange ein umweltgerechtes Recycling nur in Europa oder ähnlichen Regionen vertretbar und technisch zufriedenstellend möglich ist, sollten die entsprechenden Geräteteile oder Geräte dort verwertet werden. Kostbare Rohstoffe vernünftig zu recyceln, ist bei steigenden Weltmarktpreisen - gerade für viele Metalle - auch ein ökonomisches Gebot der Vernunft.", so Flasbarth weiter.

Der UBA-Präsident sprach sich auch dafür aus, die Recycling-Standards in Asien und Afrika durch Techniktransfer weiter zu verbessern. Die Hersteller von Neugeräten seien ebenfalls gefordert, Geräte umweltverträglicher zu gestalten.

In der Studie haben Fachleute des Hamburger Instituts für Ökologie und Politik GmbH (Ökopol) über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren die bisher solidesten Informationen zur Herkunft und Menge exportierter Geräte zusammengetragen: Die Geräte stammen unter anderem von Flohmärkten, aus dem Second-Hand-Handel oder werden vom Sperrmüll geholt. Dann gehen sie häufig über Sammelplätze in den Export, meistens auf dem Seeweg. Die alten Elektrogeräte enthalten neben gesundheitlich unbedenklichen metallischen Rohstoffen auch eine ganze Reihe von Gefahrstoffen, die geordnet verwertet werden müssen, um die menschliche Gesundheit und die Umwelt nicht zu belasten. In einem alten Computer etwa stecken über 100 verschiedene Stoffe. Herkömmliche Bildschirmgeräte enthalten zudem noch Leuchtmittel, die sachgemäß zu entsorgen sind.

Die Ergebnisse der Studie sollen an die relevanten Akteure, insbesondere die Länder, die betroffenen Bundesministerien, die Kommunalen Spitzenverbände und die Umwelt- und Wirtschaftsverbände sowie die Europäische Kommission mit der Bitte versandt werden, die für sie relevanten vorgeschlagenen Maßnahmen zu prüfen.

Die Studie „Optimierung der Steuerung und Kontrolle grenzüberschreitender Stoffströme bei Elektroaltgeräten/Elektroschrott" kann kostenlos herunter geladen werden unter http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/mysql_medien.php?anfrage=Kennummer&Suchwort=3769.

Ein Hintergrundpapier steht unter www.bmu.de zur Verfügung.

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CeBIT 2010: Mit Grüner IT das Klima und Ressourcen schützen

Ökologisches Design, längere Nutzung und hochwertiges Recycling sind der Schlüssel zum Erfolg

Vom 2. bis zum 6. März 2010 informiert das Umweltbundesamt (UBA) auf der Computermesse CeBIT in Hannover zur grünen Informations- und Kommunikationstechnik, kurz „Green IT". Am Stand in Halle 8 erleben Besucherinnen und Besucher, welche Umweltbelastungen Computer und Co. verursachen und wie sich diese senken lassen. Ein Beispiel: Die Produktion eines neuen Laptops benötigt im Schnitt rund 900 Kilo Rohstoffe und Materialien, fast 4.000 Liter Wasser und verursacht zudem gut 600 Kilo Kohlendioxid (gerechnet in CO2-Äquivalente). Die kleinen elektronischen Helfer sind also ökologisch gesehen wahre Schwergewichte. Wichtig ist daher - neben der umweltgerechten Gestaltung - ein qualitativ hochwertiges Recycling. Wie das fachmännisch geht, zeigt das UBA in Kooperation mit Wiederverwertungs-Fachleuten der Fujitsu Technology Solutions GmbH anhand einer Live-Recycling-Strecke für Laptops und TFT-Monitore.

Jährlich fallen in Deutschland rund 600.000 Tonnen Elektro- und Elektronikschrott an. In den Schrottbergen lagern wahre Schätze: Neben Gold und Platin viele andere seltene Metalle, die für eine zukünftige Nutzung gesichert werden müssen, weil sie immer knapper und damit teurer werden. Beispielsweise das Metall Indium, bei dem Fachleute davon ausgehen, dass es nur noch bis ins Jahr 2035 zu wirtschaftlichen Bedingungen förderbar sein wird. Welche anderen wichtigen Rohstoffe (vor allem Metalle) in einen Laptop stecken und wie lange die globalen Vorräte reichen, zeigt das UBA am Stand in einer interaktiven Weltkarte.

In den Müllbergen steckt auch ein riesiges Potenzial noch funktionsfähiger Informations- und Kommunikationstechnik (ITK). Das UBA setzt sich daher neben dem ordnungsgemäßen Recycling für eine möglichst lange Nutzung der Geräte ein. Durch Marktanreize sollen die Geräte ein „Second life" bekommen.

Green IT fängt aber schon bei der Gestaltung von Produkten der IKT an: Hier sind Hersteller gefragt, die innovative Produkte für mehr Energieeffizienz und Ressourcenschutz anbieten. Wer hier klare Orientierung über das aktuelle Angebot erhalten will, kommt an Produkten mit dem Umweltzeichen Blauer Engel nicht vorbei. Das Umweltbundesamt zeigt, welche Leistungsmerkmale Computer und Co. erfüllen müssen, um den Blauen Engel zu erhalten.

Neben einer besseren Umweltverträglichkeit der IKT selbst, können IKT-Anwendungen ein wichtiger Schlüsselfaktor für mehr Klima- und Ressourcenschutz sein - etwa bei der Steuerung des Straßenverkehrs oder beim Einspeisen von Energie in das Netz.

Um den Dialog über die besten Lösungsansätze einer Green IT weiter voranzubringen, unterstützt das Umweltbundesamt in Kooperation mit Bundesumweltministerium und BITKOM e. V. eine Vielzahl von Veranstaltungen im Rahmen des Forumsprogramms der CeBIT Green IT. Um Perspektiven und Potenziale eines „Green durch IT" als wichtigen Zukunftsmarkt der IT-Branche zu beleuchten, finden auf der CeBIT Green IT zwei wichtige Veranstaltungen unter Beteiligung des Umweltbundesamt statt:

Mittwoch, 3. März 2010, Halle 8: Fachkonferenz des Umweltbundesamtes unter dem Titel „Green IT - Future Trends in Applications" (in englischer Sprache)

(Informationen dazu finden Sie unter http://www.uba-green-it.de)

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Neues Energiesparsiegel entlarvt Stromfresser

COMPUTERBILD startet Stromspar-Aktion / Hilfe für Verbraucher bei der Wahl stromsparender Geräte / Umweltbundesamt und No-Energy unterstützen die Aktion / Handlungsbedarf, weil EU-Stromspar-Siegel auf sich warten lässt / Lob von Umweltverbänden

Hamburg/Berlin/Haan, 1. März 2010 - Konzepte rund um „GreenIT" sind wieder Trendthema auf der diesjährigen CeBIT in Hannover. Hersteller präsentieren dort beispielsweise besonders energiesparende Computer - die im Handel aber meist ein Nischendasein fristen. Umso wichtiger ist es für Verbraucher, auch bei handelsüblichen Computern in Elektrofachmärkten, Discountern und Internetshops den Energieverbrauch im Blick haben zu können. Dabei gibt die Zeitschrift COMPUTERBILD jetzt Orientierungshilfe: Ab sofort werden die jährlichen Stromkosten mittels einer praxisnahen Formel benotet. Passend dazu gibt es eine Plakette, die mit einfachen Noten von „sehr gut" bis „mangelhaft" Aufschluss über den Energieverbrauch gibt.

Der Strombedarf moderner Computer kann unterschiedlicher kaum sein. Dabei gilt aber nicht: hohe Leistung gleich hoher Stromverbrauch und damit hohe Kosten. Nach den Messdaten von COMPUTERBILD gibt es Geräte mit vergleichbaren Leistungswerten, die bei den jährlichen Stromkosten aber knapp 40 Euro auseinander liegen - rund 20 Euro gegenüber knapp 60 Euro. Wer also beim Computerkauf auch auf den Energieverbrauch achtet, kann unter Umständen viel Geld sparen und dabei das Klima schonen.

Damit Verbraucher die Betriebskosten bei der Kaufentscheidung ganz einfach berücksichtigen können, dokumentiert eine Plakette den Jahresstrompreis und die Verbrauchsnote. Damit verbunden ist der Aufruf an die Hersteller, diese Plakette bei COMPUTERBILD abzufordern und damit ihre Käufer zu informieren. Je geringer der Stromverbrauch und je besser die Note, desto größer ist die Werbewirkung.

Praxisnahe Berechnungsformel mit Dynamik

Bei der Berechnung der Stromkosten legt COMPUTERBILD Formeln zugrunde, die eine typische Nutzung der Geräte abbilden. Für Desktop-Computer sind das neben durchschnittlichen Nutzungsdauern auch verschiedene Leistungsstufen. So fließen in die Berechnung vier Stunden ein, in denen der Computer eingeschaltet ist und unterschiedlich genutzt wird: 50 Prozent der

Zeit ist der PC im Leerlauf, 40 Prozent wird gearbeitet (etwa Textverarbeitung, Internet, Bildbearbeitung), und 10 Prozent muss das Gerät die volle Leistung bringen (etwa beim Spielen). Hinzu kommen vier Stunden Standby-Zeit, die restlichen 16 Stunden ist der Computer ausgeschaltet.

Der Clou bei der Benotung: Die Notenskala ist dynamisch angelegt und wird zukünftig den aktuellen Entwicklungen angepasst - was starre Richtlinien der Politik nicht leisten. Legen also neue Geräte mit geringem Stromverbrauch die Messlatte höher, haben es folgende Geräte schwerer, eine gute Note zu erhalten. Auch der Durchschnittsstrompreis wird regelmäßig angepasst.

EU-Kennzeichnung in Arbeit - Umsetzung unklar

Bereits Anfang 2004 hat die Redaktion in Zusammenarbeit mit No-Energy und dem Umweltbundesamt die „Stromsparer!"-Plakette ins Leben gerufen. Ausgezeichnet wurden nur Geräte, die einen echten Ausschalter haben und die im Bereitschaftsmodus (Standby) nicht mehr als 1 Watt verbrauchen. Diese Anforderungen haben inzwischen Einzug in eine EU-Richtlinie erhalten. Doch eine verbraucherfreundliche Kennzeichnung zum Stromverbrauch - ähnlich der Energieeffizienzklassen bei Haushaltsgroßgeräten - wird seit Langem in der Politik diskutiert. Grund genug, jetzt ein klares und einfaches Auszeichnungsmodell zu etablieren.

COMPUTERBILD ist nicht allein: Mit engagierten Unterstützern zum Erfolg

Unterstützung bekommt die COMPUTERBILD-Initiative vom Umweltbundesamt: „Die neue Plakette der Computerbild bietet gute Orientierung beim Kauf von stromsparenden IT-Geräten. Gerade Desktop-Computer sollten effizienter werden und sich an den Werten der ohnehin schon sparsameren Notebooks orientieren", sagt Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes. Und auch Clemens Hölter, Kopf der Aktion No-Energy, unterstützt die neue Plakette „mit der Hoffnung, dass viele Verbraucher vor Ort im Laden danach fragen".

Anstoß vom Umweltverband BUND, positives Echo vom Öko-Institut

Der Hauptanstoß zu der Inititiative kam vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der für eine verbindliche Energiekennzeichnung eintritt und die Stromsparaktion lobt. Christian Noll, Experte für Energieeffizienz beim BUND: „Die Verbraucher warten seit Langem vergeblich auf eine sinnvolle Stromverbrauchskennzeichnung für Computer. Mit ihrem Kennzeichen zeigt Computerbild beispielhaft, wie es funktionieren kann. Jetzt muss Brüssel folgen." Und Jens Gröger, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Öko-Institut e.V. meint: „Das ist eine tolle Idee von Computerbild. So hat der Käufer die Möglichkeit, gleich die energiesparendsten Geräte auszuwählen und zugleich seinen Geldbeutel und das Klima zu schonen."

Zum Start der Stromspar-Aktion weist die Redaktion die Verbrauchswerte für Desktop-Computer aus. Weitere Geräteklassen wie Notebooks, Monitore und Drucker folgen mit eigenen Nutzungsformeln. Außerdem kommt die Plakette zeitnah auch in AUDIO VIDEO FOTO BILD zum Einsatz. Das Magazin testet Unterhaltungselektronik wie Fernsehgeräte, DVD-Rekorder und Receiver. Für alle gilt: Ein anerkanntes Prüflabor misst die jeweiligen Stromverbrauchswerte.

Alle Informationen zur Berechnungsgrundlage der neuen Stromspar-Initiative sind auf der Infoseite www.computerbild.de/energie zusammengefasst.

Auf der CeBIT wird die Aktion am Stand des Umweltbundesamtes in
Halle 8 vorgestellt.

Kontakt:
COMPUTERBILD
Daniel Rasch
Tel. 040-34 06 88
drasch@computerbild.de

Umweltbundesamt
Martin Ittershagen
Tel. 0340-21 03-21 22
martin.ittershagen@uba.de

No-Energy
Clemens Hölter
Tel. 02129-510 11
info@No-E.de

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Energiekonzept 2010 muss ohne Vorfestlegungen diskutiert werden

Angesichts der aktuellen Medienberichterstattung zu Forderungen nach einem neuen „Atomgipfel" warnen die Stadtwerke in Deutschland davor, dass es jetzt schon zu Vorfestlegungen in der Energiepolitik der nächsten Jahrzehnte kommt, ohne dass auch nur angefangen wurde, über die Details eines Energiekonzeptes der Bundesregierung mit allen wichtigen Akteuren zu sprechen. „Es kann nicht sein, dass die großen Energiekonzerne jetzt schon wieder zu einem Spitzengespräch im Kanzleramt geladen werden wollen. Jede Vorfestlegung hätte sofort Auswirkungen auf ein mögliches Gesamtkonzept", so VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck. „Es sollte nun erst einmal die Abstimmung in den Ressorts der Bundesregierung abgewartet werden, um dann alle relevanten Akteure frühzeitig in die Debatte mit einzubeziehen", so Reck weiter.

Die Konsistenz des im Koalitionsvertrag angekündigten Energiekonzepts hänge entscheidend davon ab, dass alle Erzeugungsoptionen vorurteilsfrei auf ihren sinnvollen Beitrag zu einer zukunftsfähigen Energieversorgung geprüft würden. Insofern begrüßt es der VKU, wenn der Bundesumweltminister in seiner Positionierung ausgewogen argumentiert und die Notwendigkeit eines breiten Konsenses für ein tragfähiges Energiekonzept sieht.

Eine nachhaltige, innovationsfreudige Energiepolitik braucht den Wettbewerb vieler Anbieter und Ideen. Wettbewerb herrscht auf dem deutschen Stromerzeugungsmarkt jedoch derzeit nur begrenzt, was auch immer wieder durch das Bundeskartellamt und die Monopolkommission bestätigt wird. Insofern ist es nur konsequent, wenn die Stadtwerke ihre Marktposition ausbauen und stark in den Bereich der Stromerzeugung einsteigen wollen. Derzeit sind immerhin kommunale Kraftwerksinvestitionen in der Größenordnung von 6,5 Milliarden Euro in Genehmigung und Planung. Unter möglichen veränderten Rahmenbedingungen durch die Politik müssen diese Investitionen auf den Prüfstand. Bereits geplante Projekte seien in ihrer Wirtschaftlichkeit gefährdet und dabei darf nicht vergessen werden, dass diese im Vertrauen auf die im Jahr 2000 von der Bundespolitik vereinbarten Beschlüsse in die Wege geleitet wurden.

Insofern appelliert der VKU, dass die im Energiemarkt relevanten Akteure nach Vorliegen der von der Bundesregierung beauftragten Marktszenarien in einem Dialog mit den federführenden Bundesministerien ein Konzept für einen nachhaltigkeits- und wettbewerbsorientierten Umbau des Energiesektors beraten, das den Weg für eine klimaschonende Energiewirtschaft im Jahre 2050 bereitet. „Der Bundes- und Landespolitik sollte dabei klar vor Augen sein, dass die Stadtwerke der energiewirtschaftliche Mittelstand Deutschlands sind und damit auch der einzig ernstzunehmende Wettbewerber der vier großen Energiekonzerne. Eine Laufzeitverlängerung ohne stimmiges Energiekonzept festigt das derzeitige Erzeugungsoligopol auf Dauer und behindert Innovationen und den Ausbau erneuerbarer Energien auf dezentraler Ebene", so Hans-Joachim Reck.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt 1.350 kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser und Entsorgung. Mit über 220.000 Beschäftigten wurden 2008 Umsatzerlöse von rund 72 Milliarden Euro erwirtschaftet. Die VKU-Mitgliedsunternehmen haben im Endkundensegment einen Marktanteil von 56,9 Prozent in der Strom-, 52,1 Prozent in der Erdgas-, 75,5 Prozent in der Trinkwasser-, 50,3 Prozent in der Wärmeversorgung und 11,2 Prozent in der Abwasserentsorgung.

Redaktion: Carsten Wagner

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Stromverbrauch im Haushalt:

Haushaltsgröße beeinflusst Energiebedarf

Zahl der Kleinhaushalte wächst

Die wachsende Zahl Alleinlebender erhöht den Strombedarf der deutschen Haushalte: Wer in Deutschland allein lebt, verbraucht durchschnittlich 2 050 Kilowattstunden (kWh) Strom im Jahr. Ziehen zwei Personen zusammen, sinkt ihr Verbrauch jährlich um 660 kWh Strom. Das ermittelten der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und die HEA - Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung, in einer aktuellen Erhebung. Im Jahr 2009 waren von rund 40 Millionen (Mio.) deutschen Haushalten 15,9 Mio. Alleinlebende - im Vergleich zu 13,5 Mio. Singles im Jahr 1999.

Ein Zwei-Personen-Haushalt verbraucht im Bundesdurchschnitt etwa 3 440 kWh Strom pro Jahr. Der Verbrauch pro Kopf beträgt 1 720 kWh und nehme mit wachsender Haushaltsgröße stetig ab. Eine Familie mit drei Personen verbraucht nach Angaben des BDEW im Mittel 4 050 und ein Vier-Personen-Haushalt 4 940 kWh Strom im Jahr.. Diese Orientierungswerte könnten helfen, Sparpotenziale beim eigenen Stromverbrauch zu ermitteln. Dabei sollten aber auch regionale Unterschiede beachtet werden. So verbrauchen zum Beispiel Haushalte im Osten Deutschlands im Schnitt rund 20 Prozent weniger Strom als in den westlichen Bundesländern, wie Berechnungen des Brachenverbandes ergaben. Wesentliche Gründe dafür seien durchschnittlich kleinere Wohnflächen und eine geringere Ausstattung mit elektrischen Geräten.

Fast alle Energieunternehmen hätten für ihre Kunden Energieberatungsstellen. Die Angebote umfassten neben Tipps zur effizienten Energienutzung im Haushalt auch Förderprogramme beispielsweise zur Heizungs- und Wohnungsmodernisierung.

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Innovative Ideen im Mobilitätsmanagement gesucht

dena startet bundesweiten Wettbewerb zum Mobilitätsmanagement

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) ruft Kommunen und Betriebe in Deutschland auf, sich an einem Wettbewerb zum Mobilitätsmanagement zu beteiligen. Ausgelobt sind Preise im Wert von über 300.000 Euro. Im Rahmen des bundesweiten Aktionsprogramms "effizient mobil" werden insgesamt zehn Akteure prämiert, die mit besonders guten Konzepten Autofahrten auf öffentliche Verkehrsmittel und das Fahrrad verlagern oder ganz vermeiden wollen. Die Teilnehmer können bis Ende März ihre Konzepte für eine geplante Umsetzung von Mobilitätsmanagement bei der dena einreichen.

Prämiert werden je fünf Gewinner im betrieblichen und im kommunalen Mobilitätsmanagement. Die Konzepte werden nach der geschätzten Wirksamkeit der geplanten Maßnahmen, aber auch hinsichtlich ihres Innovationscharakters und ihrer Übertragbarkeit beurteilt. Wichtig sind hier vor allem weiche Maßnahmen wie Kommunikation, Koordination und Service. Dies können beispielsweise Carsharing-Angebote, Jobticketregelungen oder Maßnahmen zur Fahrradförderung sein - entscheidend ist ihr Zuschnitt auf den jeweiligen Standort und auf den Bedarf der konkreten Zielgruppen.

Neben Investitionskostenzuschüssen für die Umsetzung der Konzepte zwischen 10.000 und 50.000 Euro hat die dena auch die fachliche Begleitung der geplanten Mobilitätsmanagementprojekte ausgelobt. Die Gewinner werden auf einer Fachveranstaltung im Sommer 2010 prämiert.

Im Rahmen des Aktionsprogramms "effizient mobil" hat die dena letztes Jahr zusammen mit dem Bundesumweltministerium 100 Unternehmen und Kommunen aus ganz Deutschland ausgewählt, die bis zum Frühjahr eine kostenlose Erstberatung zum Mobilitätsmanagement erhalten. Darunter sind große Unternehmen wie BMW oder DHL, zahlreiche mittelständische Betriebe sowie Städte und Gemeinden wie Stuttgart, Leipzig oder Trier. Ziel ist es, Pkw-Verkehr auf effizientere und klimaschonende Verkehrsmittel zu verlagern. Im Mittelpunkt der Beratungen steht eine umfangreiche Bestandsaufnahme vor Ort sowie die Entwicklung eines Grobkonzepts.

Das Aktionsprogramm wird vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Klimaschutzinitiative gefördert und vom ACE Auto Club Europa sowie dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung unterstützt. Die dena hat mit dem Programm in 15 deutschen Regionen Netzwerke aufgebaut, um Mobilitätsmanagement bundesweit voranzubringen.

Weitere Informationen zu den Erstberatungen, zum Wettbewerb sowie zum Aktionsprogramm unter www.effizient-mobil.de 

Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

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BDEW zum Vergleich des monatlichen Stromverbrauchs

Im Januar wird am meisten Strom verbraucht

Geringste Nachfrage in den Monaten Juni und August

Berlin, 28. Januar 2010 - Der Januar ist der Monat, in dem in der Regel der meiste Strom im Jahr verbraucht wird. Er liegt 11,8 Prozent über dem Jahresmittelwert, gefolgt vom Dezember mit 8,5 Prozent. Das haben Berechnungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ergeben. Als Basis wurde der Stromverbrauch der Jahre 1992 bis 2008 in Deutschland zugrunde gelegt.

Auf den weiteren Plätzen mit dem höchsten Stromverbrauch liegen die Monate März (plus 7,0 Prozent) und November (plus 6,6 Prozent). Der Februar weicht aufgrund der Kürze des Monats nur leicht (plus 2,8 Prozent) vom Durchschnittswert ab. Nach Angaben des BDEW sind die Monate mit dem niedrigsten Stromverbrauch trotz zunehmender Klimatisierung die Sommermonate Juni (minus 9,3 Prozent), August (minus 8,7 Prozent) und Juli (minus 6,8 Prozent).

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Neue Strategie für Erdgas als Kraftstoff gefordert

dena-Studie: Bis 2020 könnte Zahl der Erdgasfahrzeuge in Deutschland auf 1,4 Millionen steigen

Erdgas und Bioerdgas (Biomethan) bleiben als Kraftstoffe in Deutschland bisher weit hinter ihren Möglichkeiten zurück, obwohl sie bewährt sind und im Vergleich zu Diesel oder Benzin deutlich weniger CO2-Emissionen und Schadstoffe verursachen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Mit einem abgestimmten Vorgehen von Politik, Tankstellenbranche, Gaswirtschaft, Fahrzeugherstellern und Forschung könnte der Marktanteil von derzeit 0,3 Prozent auf mindestens vier Prozent im Jahr 2020 erhöht und die Zahl der Erdgasfahrzeuge entsprechend von 85.000 auf rund 1,4 Millionen gesteigert werden.

"Wenn alle Akteure eine gemeinsame Roadmap entwickeln und konsequent verfolgen, werden Erdgas und Biomethan schnell einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten", sagte Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. "Mit einer neuen Kraftstoffstrategie kann die Bundesregierung Planungssicherheit herstellen. Die Wirtschaft kann damit das Tankstellennetz und das Fahrzeugangebot konsequenter als bisher ausbauen. Darüber hinaus ist eine transparente Auszeichnung der Kraftstoffpreise nötig, die die unterschiedlichen Kraftstoffe auf eine einheitliche Bezugsbasis stellt und damit den Verbrauchern einen echten Vergleich zwischen den Kraftstoffpreisen ermöglicht."

Die Märkte für Erdgas und Biomethan im Verkehr brauchen von der Politik eine langfristige Perspektive. Dazu gehören Steuervorteile für CO2-arme Kraftstoffe und eine ambitionierte Beimischungsquote für die Einspeisung von Bioerdgas ins Erdgasnetz.

"Auch der Kostenvergleich spricht klar für Erdgas", betonte Timm Kehler, Geschäftsführer von erdgas mobil GmbH. "Wer Erdgas tankt, zahlt heute für die gleiche Fahrleistung im Vergleich zu Benzin nur halb so viel und im Vergleich zu Diesel immer noch ein Drittel weniger. Auch wenn man die Anschaffungs- und Unterhaltskosten mit einbezieht, haben Erdgasfahrzeuge mittlerweile die Nase vorn. Erdgas rechnet sich, für Autofahrer und Klima - dank der zunehmenden Beimischung von klimaschonendem Bioerdgas erreichen wir sogar noch bessere Werte."

Erdgas ist der fossile Kraftstoff mit der besten CO2-Bilanz und kann zusätzlich mit dem aus erneuerbaren Quellen gewonnenen Biomethan vermischt werden. Erdgasfahrzeuge bieten heute dieselbe Leistungsfähigkeit und identischen Fahrkomfort wie Benziner. Gleichzeitig verursacht ein Erdgas-Pkw 24 Prozent weniger CO2-Emissionen als ein Benziner, bei einer 20-prozentigen Beimischung von Biomethan sogar fast 40 Prozent weniger. In den ersten Monaten dieses Jahres wird die Zahl der Erdgastankstellen auf rund 900 steigen.

Mehr zu den Ergebnissen der dena-Studie „Erdgas und Biomethan im künftigen Kraftstoffmix. Handlungsbedarf und Lösungsansätze für eine beschleunigte Etablierung im Verkehr" unter: www.dena.de/studien Seite
Dokumente zur Pressemitteilung

* dena-Studie "Erdgas und Biomethan im Kraftstoffmix." (2.6 MB, PDF) PDF-Dokument
http://www.dena.de/fileadmin/user_upload/Download/Pressemitteilungen/2010/100121_dena-Studie_Erdgas_und_Biomethan_im_Kraftstoffmix.pdf
* Grafik: Transparente Auszeichnung der Kraftstoffpreise (260 KB, JPG) JPG-Grafik
http://www.dena.de/fileadmin/user_upload/Download/Pressemitteilungen/2010/Auszeichnung_der_Kraftsoffpreise.jpg
* Grafik: Notwendige Bestandsentwicklung bei Erdgasfahrzeugen zur Erreichung der 4-Prozent-Ziele in 2020 (372 KB, JPG) JPG-Grafik
http://www.dena.de/fileadmin/user_upload/Download/Pressemitteilungen/2010/Bestandsentwicklung2.jpg
* Grafik: Anzahl der Erdgasfahrzeuge in ausgewählten Ländern. (263 KB, JPG) JPG-Grafik
http://www.dena.de/fileadmin/user_upload/Download/Pressemitteilungen/2010/Erdgasfahrzeuge.jpg
* Grafik: Wertschöpfungskette der Einspeisung von Biomethan. (291 KB, JPG) JPG-Grafik
http://www.dena.de/fileadmin/user_upload/Download/Pressemitteilungen/2010/Wertsch%C3%B6pfungskette.jpg

Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

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Tagungsband zum Biogas-Kongress 2009 erschienen

Gülzower Fachgespräch Band 32 dokumentiert KTBL/FNR-Fachkongress "Biogas in der Landwirtschaft - Stand und Perspektiven"
ISBN-Nummer: 978-3-942147-00-2

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) hat im vergangenen September erstmals gemeinsam mit dem Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) den Biogas-Fachkongress in Weimar ausgerichtet. In Band 32 der Gülzower Fachgespräche sind jetzt sämtliche Beiträge nachzulesen.

Kostenlos bestellbar oder als Download verfügbar ist der Tagungsband auf www.fnr.de in der Mediathek.

Wo steht die Biogastechnik und wohin entwickelt sie sich? Welche Optimierungspotenziale gilt es zu erschließen? Diesen Fragen gingen 36 Fachreferenten auf dem Kongress nach, zusätzlich wurden 26 Poster ausgestellt. Dank der Fülle des Materials aus allen Fachdisziplinen rund um die Biogasproduktion und -nutzung stellen die Kongress-Inhalte einen sehr umfassenden Überblick über den Stand der Biogastechnik dar. Der nun in der FNR-Schriftenreihe „Gülzower Fachgespräche" erschienene Tagungsband "Biogas in der Landwirtschaft - Stand und Perspektiven" beinhaltet die Vorträge aller Referenten sowie die Kurzbeschreibungen der ausgestellten Poster.

In den Gülzower Fachgesprächen werden regelmäßig wissenschaftliche Beiträge rund um das Thema Nachwachsende Rohstoffe veröffentlicht. Die FNR ist Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) und fördert Forschung und Entwicklung in diesem Bereich.

Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)

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