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14.10.2019 10:00

Klärwerk.info / Ablage / Neues von den Tarifparteien März 2008

Neues von den Tarifparteien März 2008

Die Themen im Überblick:

März 2008 
31.03.2008  Einigung im Tarifkonflikt mit Arbeitszeitverlängerung 
31.03.2008  ver.di Tarifkommission für Tarifeinigung mit kräftigen Gehaltsteigerungen - Jetzt Mitgliederbefragung 
27.03.2008  Schlichtervorschlag nicht akzeptabel 
27.03.2008  Schlichterspruch: Acht Prozent mehr Lohn mit Arbeitszeitverlängerung 
17.03.2008  Schlichtung im öffentlichen Dienst angelaufen - geheime Verhandlungen 
13.03.2008  Deutschland kann sich keine Streiks leisten 
07.03.2008  Gewerkschaften in der Arbeitszeitfrage weiterhin nicht kompromissbereit 
07.03.2008  Kein Arbeitgeberangebot ohne Arbeitszeitverlängerung 

 


Einigung im Tarifkonflikt mit Arbeitszeitverlängerung

Montag, den 31. März 2008

„Schmerzhafter Kompromiss, um einen Streik zu verhindern"

Potsdam. „Wir haben nach überaus harten Verhandlungen einen schmerzhaften Kompromiss akzeptieren müssen. Die Einigung geht finanziell über den Schlichterspruch, der bereits erhebliche Belastungen bedeutet hätte, hinaus. In der Arbeitszeitfrage haben wir uns durchsetzen können, auch wenn wir uns mehr als die erreichten 39 Stunden erhofft haben. Gleichwohl ist dies ein wichtiger Schritt nach vorne, zumal es im Tarifgebiet Ost bei der 40 Stundenwoche verbleibt" so VKA-Präsident Dr. Thomas Böhle. „Zu rechtfertigen war dieses Ergebnis für die kommunalen Arbeitgeber letztlich nur, um einen Streik mit all seinen wirtschaftlichen und sozialen Beeinträchtigungen vermeiden konnten."

Ausgangspunkt der Verhandlungen war eine Forderung von acht Prozent und einem Mindestbetrag von 200 Euro monatlich für zwölf Monate. Hiervon ist der Abschluss, der eine Mindestlaufzeit von 24 Monaten hat, weit entfernt.

„Die vereinbarten Entgeltsteigerungen einschließlich des Sockelbetrages wird die Beschäftigten freuen, gerade nach drei Jahren ohne lineare Steigerungen. Im Bereich der unteren Entgeltgruppen wird dies aber einen erneuten Druck auf Arbeitsplatzabbau und Privatisierung geben. Auch der öffentliche Personennahverkehr mit seinen Arbeitsplätzen wird steigendem Konkurrenzdruck ausgesetzt sein", so Böhle. „Für die kommunalen Krankenhäuser ist es gelungen, eine Teilentlastung und zeitliche Streckung zu erreichen. Der Gesetzgeber ist nun endlich gefordert, die finanziellen Rahmenbedingungen der Krankenhäuser nachhaltig zu verbessern. Wir werden dies mit Nachdruck einfordern."

Die Eckpunkte der Einigung

• Die Tabellenentgelte steigen für alle Beschäftigten um 50 Euro sowie zusätzlich um 3,1 Prozent. Die Erhöhung tritt im Tarifgebiet West ab dem 1. Januar 2008 und im Tarifgebiet Ost zum 1. April 2008 in Kraft.

• Zum 1. Januar 2009 kommt eine weitere Erhöhung um 2,8 Prozent.

• Im Januar 2009 erhalten alle Beschäftigten eine Einmalzahlung von 225 Euro.

• Die Arbeitszeit steigt im gesamten Tarifgebiet West auf 39 Wochenstunden. Ausgenommen hiervon ist der Bereich der Krankenhäuser. Hier bleibt es mit Ausnahme von Baden-Württemberg bei 38,5 Stunden. In Baden-Württemberg verbleibt es für die Krankenhäuser bei der dort bereits geltenden 39-Stunden-Woche.

• Die Vergütungen der Auszubildenden werden ab 1. Januar 2008 um 70 Euro erhöht.

• Für die Versorgungsbetriebe sind ergänzende Regelungen vorgesehen, unter anderem steigt in diesem Bereich die Wechselschichtzulage auf 200 Euro und die Schichtzulage auf 130 Euro.

• Für die Krankenhäuser steigen in 2008 die Tabellenentgelte um 50 Euro sowie zusätzlich um 1,6 Prozent. Zum 1. Januar 2009 steigen die Tabellenentgelte um 4,3 Prozent. Im Tarifgebiet West wird das Leistungsentgelt von 1 Prozent ausgesetzt und eine bislang gewährte Zulage um 10 Euro monatlich reduziert.
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Weitere Informationen zur Tarifrunde 2008 sowie das komplette Einigungspapier sind auf www.vka.de abrufbar.

Tarifeinigung in den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und kommunalen Arbeitgebern vom 31. März 2008 als pdf.

www.vka.de/media/exe/6/efb4729bc9ee47e13ac12c9e88e1a1d4/080331_tarifeinigung.pdf 

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ver.di Tarifkommission für Tarifeinigung mit kräftigen Gehaltsteigerungen - Jetzt Mitgliederbefragung

Die ver.di Bundestarifkommission (BTK) hat am 31. März in Potsdam mit 64 zu 25 Stimmen die Tarifeinigung für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und kommunalen Arbeitgebern angenommen. Ver.di wird nun eine breitangelegte Mitgliederbefragung durchführen. Diese wird in den nächsten Tagen beginnen. Die BTK empfiehlt den Mitgliedern die Annahme der Tarifeinigung. Frank Bsirske: „Dieser Tarifabschluss liegt in beiden Jahren deutlich über der Inflationsrate. Damit gibt es seit langer Zeit mal wieder Reallohnzuwachs."

Mehr Geld für die Binnennachfrage - Mehr Cash in the Täsch

In den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst hat ver.di erhebliche Einkommenserhöhungen für die Beschäftigten bei Bund und Kommunen durchgesetzt. Im Durchschnitt liegt der Gehaltszuwachs für 2008 bei gut 5 Prozent. In den unteren und mittleren Einkommensgruppen sogar bei sieben Prozent. Rückwirkend zum 1. Januar 2008 steigen die Einkommen um 50 Euro plus linear um 3,1 Prozent. Dies gilt alle Beschäftigte bei Bund und Kommunen in Westdeutschland. Für Beschäftigte der Kommunen in Ostdeutschland tritt die Erhöhung zum 1. April 2008 in Kraft. Zum 1. Januar 2009 steigen die Vergütungen um weitere 2, 8 Prozent. Alle Beschäftigte der Entgeltgruppen 1 bis 15 bekommen zum 1. Januar 2009 eine einmalige Sonderzahlung in Höhe von 225 Euro. Die Ausbildungsentgelte werden ab 1. Januar 2008 um 70 Euro erhöht. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 24 Monate.


ver.di Vorsitzender Frank Bsirske wertete das Ergebnis als einen großen Erfolg. Es sei nicht sicher, ob nach einem längeren Streik ein besseres Ergebnis hätte erreicht werden können. Als schmerzlich bezeichnete er die längere Arbeitszeit ab 1. Juli 2008 für Beschäftigte bei den Kommunen in Westdeutschland sowie die spätere Einkommenserhöhung für Kommunalbeschäftigte in Ostdeutschland. Er rief in Erinnerung, dass die Arbeitgeber eine Verlängerung auf 40 Stunden in Westdeutschland gefordert hätten. Und selbst im Späth-Vorschlag hätte eine Arbeitszeit von 39,5 Stunden gestanden. Der ver.di Vorsitzende rief dazu auf, das Thema Arbeitszeitverkürzung bei den Kommunen in Ostdeutschland nach dem Auslaufen der Arbeitszeitregelungen Ende 2009 anzugehen und vor Ort die Voraussetzungen zu schaffen, dass das auch gelingt.
Bsirske: „Dieser Tarifabschluss liegt in beiden Jahren deutlich über der Inflationsrate. Damit gibt es seit langer Zeit mal wieder Reallohnzuwachs."

Zudem seien lange schwärende Konflikte wie die Weitergeltung des Übergangsrechts im TVÜ-Bund und TVÜ-VKA beigelegt worden. Es werden keine Mittel aus der Einkommenssteigerung für Leistungsbezahlung bereitgestellt. Wenn die Arbeitgeber das wollen, dann müssen sie es selber bezahlen.

ver.di fordert die zeit- und inhaltsgleiche Übernahme für die Beamtinnen und Beamte.

In den gesonderten Tarifverträgen für Krankenhäuser, Versorgungsbetriebe und den Nahverkehr gibt es besondere Regelungen. Damit wurde die ver.di Forderung berücksichtigt, Krankenschwestern oder die Beschäftigten bei der Müllabfuhr zeitlich nicht noch stärker zu belasten.

Keine Arbeitszeitverlängerung bei den kommunalen West-Krankenhäuser

Wegen der Besonderheiten bei der Krankenhausfinanzierung wurde eine andere prozentuale Steigerung für 2008 und 2009 vereinbart. So steigen dort die Vergütungen in Westdeutschland ab 1. Januar 2008 um 50 Euro sowie anschließend um 1,6 Prozent. In Ostdeutschland gilt dies ab 1. April 2008. Ab 1. Januar 2009 werden die Vergütungen dann um 4,3 Prozent angehoben. ver.di konnte die kommunalen West-Krankenhäuser aus der Arbeitszeitverlängerung heraushalten. Dafür wird das Leistungsentgelt um 1 Prozent und die monatliche Zulage um zehn Euro vermindert. Diese Reglung gilt nicht für Baden-Württemberg, dort bleibt es bei der 39 Stunden Woche.

Die Arbeitgeber wollten die Beschäftigten der kommunalen Krankenhäuser ganz von der Lohnerhöhung abkoppeln. Das ist ihnen nicht gelungen. Die dortigen Beschäftigten nehmen an der Einkommensentwicklung teil, stellte Frank Bsirske heraus.

TV-V: Länger arbeiten für mehr Geld

Die Vergütungen für Beschäftigte in Versorgungsbetrieben steigen in 2008 und 2009 ausschließlich linear. Ab 1. Januar 2008 um 5,1 Prozent und ab 1. Januar 2009 um 3,55 Prozent. Damit wird die moderate Arbeitszeitverlängerung finanziell ausgeglichen. Die Arbeitszeit für Beschäftigte in Versorgungsbetrieben beträgt ab dem 1. Juli 2008 in der Regel 39 Stunden. Für die versorgungs- und entsorgungstypischen Tätigkeiten im Wechselschichtdienst und Schichtdienst gibt es ab dem 1. April 2008 eine Wechselschichtzulage von monatlich 200 Euro und eine Schichtzulage von monatlich 130 Euro. Ab 1. Januar 2010 werden diese Zulagen dynamisiert.

Bei den in diesem Jahre beginnenden Verhandlungen zur Optimierung der betrieblichen Altersversorgung soll geregelt werde, dass die Mitarbeiter der originären TV-V-Anwender im Rahmen der Entgeltumwandlung einen Mindestbetrag für vermögenswirksame Leistungen in Höhe von 26 Euro erhalten. Sonstige TV-V-Anwender können freiwillig diese Regelung anwenden.

Das Tarifergebnis vom31.3.2008
(http://tarif-oed.verdi.de/tarifrunden/oed-tarifrunde_2008/verhandlungen/sechste_runde_am_28._29._maerz/data/080331_tarifeinigung.pdf)

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Schlichtervorschlag nicht akzeptabel

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di lehnt den Schlichtervorschlag im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes ab. «Die Empfehlung der Schlichtungskommission ist in dieser Form nicht akzeptabel», sagte ver.di-Chef Frank Bsirske am 27. März in Friedrichshafen. Der von Lothar Späth vorgelegte Schlichtervorschlag bedeute eine Fortsetzung der Politik zu Lasten der Arbeitnehmer.

Empfehlungszusammenfassung
http://tarif-oed.verdi.de/tarifrunden/schlichtungsvereinbarung/data/empfehlungszusammenfassung.pdf
 
Schlichterspruch
http://tarif-oed.verdi.de/tarifrunden/schlichtungsvereinbarung/data/schlichtungsempfehlung.pdf

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Schlichterspruch: Acht Prozent mehr Lohn mit Arbeitszeitverlängerung

Donnerstag, den 27. März 2008

Friedrichshafen. Der Schlichterspruch in den Tarifverhandlungen für Bund und Kommunen liegt vor. Er sieht kräftige Lohnerhöhungen von insgesamt acht Prozent bei gleichzeitiger Anhebung der Arbeitszeit auf 39,5 Wochenstunden vor. Der Schlichter Prof. Dr. Lothar Späth stellte die Einigungsempfehlung heute (27. März 2008) in Friedrichshafen vor. Dem Schlichterspruch stimmten die Mitglieder der Schlichtungskommission von VKA und Bund einstimmig zu. Die Gewerkschaftsvertreter lehnten die Einigungsempfehlung ab. Sie ist deshalb nur mit Mehrheit gelungen.

Die kommunalen Arbeitgeber beklagen diese Entwicklung: „Die Beschäftigten bekämen bei Annahme des Schlichterspruchs schon ab Dienstag (1. April 2008) vier Prozent mehr Entgelt und zusätzlich eine Einmalzahlung in Höhe von 450 Euro. Dass die Gewerkschaften den Schlichterspruch ablehnen ist nicht zu verstehen und wird den Interessen der Beschäftigten nicht gerecht", so Harald Seiter, stellvertretender VKA-Präsident und Mitglied der Schlichtungs-kommission. „Der Schlichterspruch geht auch für die kommunalen Arbeitgeber über die Schmerzgrenze hinaus. Wir sind trotzdem bereit, eine Einigung zu schaffen. Die Arbeitgeber sind in allen Punkten den Gewerkschaften noch weiter entgegengekommen: Vor allem in den Fragen einer deutlichen Lohnerhöhung und des Einbaus einer geforderten ‚sozialen Komponente‘. Ebenso haben wir uns von der Forderung nach einer 40-Stunden-Woche verabschieden müssen."

Nach wie vor beharren die Gewerkschaften auf ihren Ausgangspositionen. „Das Wesen von Tarifverhandlungen wird ad absurdum geführt, wenn Tarifvertragsparteien selbst in einer Schlichtung sich in keinem wesentlichen Punkt kompromissbereit zeigen", so Seiter.

Auch VKA-Hauptgeschäftsführer Manfred Hoffmann (Mitglied der Schlichtungskommission) bringt es auf den Punkt: „Die Gewerkschaftsfunktionäre stellen die Arbeitszeitfrage aus ideolo-gischen Gründen über das Verlangen der Beschäftigten nach mehr Geld im Portemonnaie. Für die Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen am Samstag verheißt diese starre Haltung nichts Gutes. Das gewerkschaftliche ‚Drehbuch‘ hat offenkundig eine Einigung selbst mit Hilfe der Schlichtung nicht zugelassen. Von Anfang an ging es den Gewerkschaften nicht um eine Kompromisssuche. Allem Anschein nach wollen die Gewerkschaften den Bürgern doch einen Streik zumuten, obwohl jetzt ein Schlichterspruch auf dem Tisch liegt, der den Gewerkschaften in allen strittigen Punkten entgegenkommt."

Der Schlichterspruch im Einzelnen:
• Entgelterhöhung ab 1. April 2008: 4 Prozent
• Weitere Entgelterhöhung ab 1. Januar 2009 um 2 Prozent
• Zusätzliche Sonderzahlung zum 1. April 2008 in Höhe von 450 Euro für die Entgeltgrup-pen 1 bis 8 („soziale Komponente")
• Weitere Sonderzahlung in Höhe von 450 Euro für sämtliche Beschäftigten im Juli 2009
• Ausbau des Volumens für Leistungsentgelte um 0,5 Prozent (auf dann 1,5 Prozent) der Jahresgehälter ab 2009
• Erhöhung der Arbeitszeit auf 39,5 Wochenstunden im Tarifgebiet West

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Schlichtung im öffentlichen Dienst angelaufen - geheime Verhandlungen

Frankfurt/Main (dpa) - Nach mehr als zwei Monaten ergebnisloser Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst und zahlreichen Warnstreiks ist die Schlichtung angelaufen. Das erste Treffen am Samstag in Frankfurt/Main blieb aber ohne inhaltliche Annäherung. Das Gremium sei zunächst «nicht in die Tiefen der Themen eingestiegen», sondern habe sich lediglich auf Formalien und einen Terminplan verständigt, teilten die Schlichter Lothar Späth und Herbert Schmalstieg nach dem Gespräch mit. Beide berichteten übereinstimmend von «großem Einvernehmen» und einer «guten Atmosphäre» des Treffens. Späth kündigte an, die Schlichtungskommission werde künftig an einem geheimen Ort tagen und bis zum Ende des Schlichtungsverfahrens auf öffentliche Stellungnahmen verzichten. Darauf hätten sich die Tarifparteien verständigt. «Wenn alles richtig läuft, sehen wir uns am Ende der Veranstaltung wieder», sagte Späth zu Journalisten. Die Verhandlungen über höhere Einkommen für die rund 1,3 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen waren am 7. März nach fünf Verhandlungsrunden an der Forderung der Arbeitgeber nach längeren Arbeitszeiten gescheitert. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und die dbb Tarifunion verlangen acht Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro im Monat. Die Arbeitgeber boten fünf Prozent, allerdings in drei Schritten für zwei Jahre und verbunden mit längeren Arbeitszeiten, die einheitlich auf 40 Wochenstunden festgesetzt werden sollen. Derzeit arbeiten die Angestellten des Bundes generell 39 Stunden, die kommunalen Angestellten im Westen in der Regel 38,5 Stunden. Im Tarifgebiet Ost der Kommunen gilt bereits die 40-Stunden- Woche. Der frühere baden-württembergische CDU-Ministerpräsident Späth war von der Arbeitgeberseite zum Vorsitzenden der Schlichtungskommission ernannt worden, der ehemalige SPD-Oberbürgermeister von Hannover, Schmalstieg, von den Gewerkschaften. Über die Empfehlungen der 24-köpfigen Schlichtungskommission soll am 29. März in Potsdam beraten werden. Für den Fall, dass die Schlichtung scheitert, haben die Gewerkschaften ihre Streikbereitschaft unterstrichen. Während der Schlichtung herrscht Friedenspflicht - reguläre Streiks wären also erst frühestens Ende März möglich.
Pressemitteilung VERDI 17.03.2008

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Deutschland kann sich keine Streiks leisten

Berlin (ddp). Der DStGB ruft die Gewerkschaften zu ernsthaften Verhandlungen im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes auf. «Deutschland kann sich keine Streiks leisten», sagte der DStGB-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der «Berliner Zeitung» (Dienstagausgabe) laut Vorabbericht.
Das Angebot sei keine Mogelpackung - allein für die Kommunen bedeute es in den kommenden zwei Jahren eine Belastung von 4,8 Milliarden Euro.

Zwar gebe es derzeit mehr Steuereinnahmen, dennoch sei die öffentliche Hand weiter hoch verschuldet, sagte Landsberg. «Man kann die Situation bei Bund und Kommunen nicht mit der in der privaten Wirtschaft vergleichen», sagte er.

Der Präsident des Deutschen Landkreistages, Hans Jörg Duppré, betonte: «Entgelterhöhungen können nur maßvoll im Rahmen des von der Arbeitgeberseite vorgelegten Angebots geschehen.»

Die Arbeitgeber haben bislang eine stufenweise Anhebung um fünf Prozent angeboten. Als Ausgleich soll die Wochenarbeitszeit ab Juli 2008 wie im Osten auch in Westdeutschland von 38,5 auf 40 Wochenstunden steigen. Die Gewerkschaften fordern acht Prozent mehr Gehalt, mindestens aber ein Plus von monatlich 200 Euro.

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Gewerkschaften in der Arbeitszeitfrage weiterhin nicht kompromissbereit

Freitag, den 7. März 2008

ver.di und dbb tarifunion erklären Scheitern der Verhandlungen / Arbeitgeber kündigen Arbeitszeit und rufen Schlichtung an

Potsdam. „Die Arbeitgeber waren zu allen Themen gesprächsbereit. Die Gewerkschaften sehen sich ihrerseits außer Stande, über die Arbeitszeit mit uns zu verhandeln und haben heute das Scheitern der Verhandlungen erklärt", so VKA-Präsident Dr. Thomas Böhle nach dem Abbruch der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommen. „Mit diesem Schritt zeigen die Gewerkschaften, dass sie zu einer Einigung gegenwärtig nicht der Lage sind. Wir setzen nun auf substanzielle Fortschritte in der anstehenden Schlichtung."

Themen der Schlichtung werden vorrangig das Entgelt, die Verlängerung der Arbeitszeit und Ausbau der Leistungsbezahlung sein. Die VKA hat heute im Einklang mit dem Bund die Arbeitszeitregelungen des TVöD gekündigt. Böhle: „Durch die Verweigerungshaltung der Gewerkschaften waren Annäherungen in der Entgeltfrage aus Sicht der Arbeitgeber die Grundlage entzogen. Die Mitgliederversammlung der VKA hat daher einstimmig die Kündigung der Arbeitszeit beschlossen."

Die Arbeitgeber haben bereits vor über einem Monat, am 24. Januar 2008, den Gewerkschaften ein Angebot vorgelegt. Dieses sieht für die rund 2,1 Millionen Beschäftigte von Bund und Kommunen gestaffelte Entgeltsteigerungen in Höhe von fünf Prozent, davon ein Prozent leistungsorientiert, sowie die stufenweise Vereinheitlichung der Arbeitszeit auf 40 Wochenstunden vor. „Die Gewerkschaften beharren auf ihren völlig überzogenen, nicht umsetzbaren Forderungen und haben sich in der Frage der Arbeitszeit bewegungsunfähig gezeigt. Das Scheitern der Verhandlungen bedauern wir, denn wir hätten uns eine zügige Lösung des Konflikts am Verhandlungstisch gewünscht. Das war mit den Gewerkschaften aber nicht zu machen. Wir appellieren eindringlich an die Gewerkschaften, in dem anstehenden Schlichtungsverfahren der Vernunft eine Chance zu geben und mit uns nach einem Kompromiss zu suchen." Gemäß der Schlichtungsvereinbarung zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften wird die Schlichtungskommission innerhalb der nächsten sechs Tage zusammentreten. Der bereits für die Arbeitgeber benannte Schlichter ist Ministerpräsident a.D. Prof. Dr. Lothar Späth.

Stichwort Arbeitszeit im öffentlichen Dienst:

Die Verlängerung und Vereinheitlichung der Arbeitszeit ist für die kommunalen Arbeitgeber von zentraler Bedeutung. Die VKA hatte von Anfang an deutlich gemacht, dass eine Verbesserung der kommunalen Leistungsfähigkeit nur über eine Erhöhung der Arbeitszeit und die Weiterentwicklung der Leistungsorientierung gelingen kann. Dazu erklärte VKA-Präsident Böhle: „Die Wettbewerbsfähigkeit kommunaler Leistungen und eine Vermeidung weiterer Privatisierungen, wird sich nur aufrecht erhalten lassen mit einer Erhöhung der Arbeitszeit."

Die 40-Stunden-Woche bedeutet nicht für alle Beschäftigten eine Arbeits­­zeitverlängerung (siehe Grafik). In den neuen Ländern, dem Tarifgebiet Ost, gilt sie seit der Wiedervereinigung. In Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein ist aufgrund einer Öffnungsklausel eine Verlängerung der Arbeitszeit vereinbart, im Schnitt auf rund 39 Stunden. Auch die Arbeitszeit der Tarifbeschäftigten des Bundes beträgt 39 Wochenstunden.

Die selben Gewerkschaften, die sich heute einer Lösung verweigern, haben für die Tarifbeschäftigten der Länder 2006 längere Arbeitszeiten vereinbart: Die Landesbeschäftigten arbeiten bis zu 40 Stunden und 6 Minuten. Auch Beamte müssen länger arbeiten: Beamte des Bundes 41 Stunden, Beamte in Bayern, Hessen und Thüringen 42 Stunden.

Weitere erläuternde Zahlen zur Grafik nur beiPDF-Download:
www.vka.de/media/images/8/xlarge/grafik_1.jpg 

Die VKA verhandelt Tarifverträge für rund zwei Millionen Beschäftigte des kommunalen öffentlichen Dienstes. Zu den kommunalen Arbeitgebern gehören unter anderem Verwaltungen, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, Sparkassen, Ver- und Entsorgungsbetriebe sowie Nahverkehrsunternehmen und Flughäfen.

Weitere Informationen zur Tarifrunde 2008 sowie das Arbeitgeberangebot vom 24.01.2008 sind auf der Homepage (www.vka.de, im Bereich Tarifrunde 2008) abrufbar.

Mit freundlichen Grüßen
Katja Christ
______________________
Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA)
Allerheiligentor 2-4
60311 Frankfurt am Main

Telefon: 069 - 92 00 47 54
Fax: 069 - 92 00 47 99
Mobil: 0160 - 94 12 18 50
E-Mail: katja.christ@vka.de

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Kein Arbeitgeberangebot ohne Arbeitszeitverlängerung

07.03.2008

Arbeitgeber rufen nach dem Scheitern der Verhandlungen die Schlichtung an

Nach der fünften Verhandlungsrunde gibt es für die 1,3 Millionen Beschäftigten von Kommunen und Bund nicht mehr Geld. Die Schlichtung wurde von den Arbeitgebern angerufen, nachdem die Verhandlungen gescheitert waren.

Das Angebot der zweiten Runde von 2,5 % für 2008 bei gleichzeitiger Arbeitszeitverlängerung wurde nicht verbessert. „Die Arbeitgeber wollten sich in die Schlichtung retten." so die ver.di Landesbezirksleiterin Leni Breymaier. „Sie haben fünfmal die Chance gehabt, etwas Anständiges auf den Tisch zu legen."

Die Arbeitgeber hatten in Potsdam ein mögliches neues Angebot an die Vorbedingung längerer Wochenarbeitszeiten geknüpft. „Die Arbeitgeber wollten seinerzeit mit der Brechstange regionale Arbeitszeitregelungen. Jetzt haben sie diese." so die ver.di Landes-Vize Dagmar Schorsch-Brandt.

Die Schlichtung dauert bis Ende März. Als Schlichter sind von den Arbeitgebern Lothar Späth und von den Gewerkschaften Herbert Schmalstieg benannt. Über den Schlichtungsspruch finden im Anschluss wieder Verhandlungen statt. Diese sind für den 29. März terminiert. Scheitern die Verhandlungen erneut, kommt es zur Urabstimmung und zu Streiks. „Wir sind auf jede Situation vorbereitet", so Breymaier.

ver.di fordert für die Beschäftigten 8 % mehr Entgelt, mindestens 200 €, für die Auszubildenden mindestens 120 € sowie die Übernahme.

 

Kontakt: Andreas Henke
Herausgeber:

V.i.S.d.P.: Ralf Berchtold
Landespressesprecher
ver.di-Landesbezirk Ba-Wü
Königstr.10a
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Tel.: 0711/88788-2020
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Email: ralf.berchtold@verdi.de

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