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14.10.2019 09:59

Klärwerk.info / Ablage / Neues von den Tarifparteien Mai 2008

Neues von den Tarifparteien Mai 2008

Die Themen im Überblick:

Mai 2008 
23.05.2008 3,9 Prozent mehr für Beschäftigte der ostdeutschen Energiewirtschaft 
14.05.2008 ver.di begrüßt Gesetzentwurf zur Erhöhung der Besoldung 
12.05.2008 Private Entsorgung

 


3,9 Prozent mehr für Beschäftigte der ostdeutschen Energiewirtschaft

23.05.2008

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Arbeitgeberverband energie- und versorgungswirtschaftlicher Unternehmen (AVEU) haben am Donnerstagabend in der zweiten Verhandlungsrunde einen Tarifabschluss erzielt.

Danach erhalten die rund 25.000 Beschäftigten der ostdeutschen Energiewirtschaft rückwirkend zum 1. Mai 2008 eine Vergütungserhöhung von 3,9 Prozent. Das gilt auch für die Auszubildenden. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 12 Monate.

ver.di-Verhandlungsführer Volker Stüber bewertete das Ergebnis als zufriedenstellend. Es passe in den Rahmen der bisherigen Abschlüsse im Energiebereich.

Herausgeber:

V.i.S.d.P.: Harald Reutter
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin
Tel.: 030/6956-1011 bzw. -1012
Fax: 030/6956-3001
E-Mail: pressestelle@verdi.de

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ver.di begrüßt Gesetzentwurf zur Erhöhung der Besoldung

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt den vom Bundesinnenministerium vorgelegten Gesetzentwurf zur Erhöhung der Beamten-Besoldung. ver.di hatte die Koalition aufgefordert, das Tarifergebnis für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst zeit- und inhaltsgleich auf die Bundesbeamten zu übertragen. Diese Initiative sei erfolgreich gewesen, hieß es bei ver.di anlässlich des heute stattfindenden Beteiligungsgespräches beim Bundesministerium des Innern. Mit Beschluss des Bundestages würde das Tarifergebnis im öffentlichen Dienst auf die Bundesbeamtinnen und -beamten übertragen.

Kritik übt ver.di allerdings an der Wochenarbeitszeit der Beamten, die zwei Stunden pro Woche länger arbeiten müssen als ihre nicht beamteten Kollegen im öffentlichen Dienst.

Das Bundeskabinett soll am 7. Mai über den Entwurf des Bundesinnenministeriums zur Anpassung der Besoldung entscheiden. Die abschließende Entscheidung des Bundestages ist für Anfang Juni geplant. Tritt das Gesetz in Kraft, steigen die Einkommen der Bundesbeamten rückwirkend zum 1. Januar 2008 um 50 Euro als monatlicher Sockelbetrag und linear um 3,1 Prozent. Ab dem 1. Januar 2009 erhöht sich die Besoldung um weitere 2,8 Prozent. Hinzu kommt dann eine Einmalzahlung von 225 Euro.

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V.i.S.d.P.: Harald Reutter
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Private Entsorgung

ver.di droht mit Ausdehnung der Warnstreiks

„Die Beschäftigten in der Abfallwirtschaft sind empört über das völlig unzureichende Angebot der Arbeitgeber in der letzten Verhandlungsrunde. Wir werden die Warnstreiks ausdehnen, wenn am 7. Mai kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt wird", kündigte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Erhard Ott heute an. Die Stimmung bei den Beschäftigten sei kämpferisch, das hätten die Warnstreiks in der vergangenen Woche deutlich gezeigt.

Der Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) hatte in der zweiten Verhandlungsrunde am 14. April ein völlig unannehmbares Angebot vorgelegt. Danach sollen die rund 20.000 Beschäftigten in der privaten Entsorgungswirtschaft von Januar bis April 2008 keine Lohnerhöhungen erhalten, von Mai 2008 bis April 2009 sollen drei Prozent mehr Entgelt bei einer 38-Stunden-Woche gezahlt werden, bisher arbeiten die Beschäftigten 37 Stunden/Woche. Von Mai 2009 bis 30. April 2010 sollen 2,5 Prozent mehr bei einer Erhöhung der Arbeitszeit auf 39 Stunden gezahlt werden. Im Tarifgebiet Ost soll es nach Ansicht der Arbeitgeber bei der 40-Stunden-Woche bleiben. Zukünftig einzustellende Arbeitnehmer sollen zudem 4 Tage weniger Urlaub und nur noch die Hälfte der Jahressonderzahlung erhalten.

Ott hatte das Minusangebot der Arbeitgeber als Provokation bezeichnet. Durch die Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich würde sich der bisherige Stundenlohn nicht erhöhen, sondern zusätzlich verringern. Die Arbeitgeber müssten ihren Kurs in der dritten Verhandlungsrunde deutlich ändern, ansonsten würden die Streiks intensiviert werden. Eine Urabstimmung und Erzwingungsstreiks seien durchaus vorstellbar.

ver.di fordert für die Beschäftigten acht Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Außerdem soll es bezogen auf den Manteltarifvertrag keine Verschlechterungen geben. Die Anpassung der Niveaus (Ost an West) wird angestrebt, insbesondere bei der Arbeitszeit, Jubiläumszuwendung und Jahressonderzahlung. Tarifliche Regelungen zu Zeitzuschlägen, Lebensarbeitszeit und zur Lohnfortzahlung sollen verbessert werden.

Ott forderte den BDE des Weiteren auf, gemeinsam mit der Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und ver.di in Tarifverhandlungen zum Mindestlohn nach dem Entsendegesetz einzutreten.

Für Rückfragen: Ellen Naumann, Tel.: 0175-5871637

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