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14.10.2019 10:53

Klärwerk.info / Ablage / Neues von den Tarifparteien und dem Gesetzgeber Dezember 2008

Neues von den Tarifparteien und dem Gesetzgeber Dezember 2008

Dezember 2008
23.12.2008
WSI-Tarifbilanz: Tarifabschlüsse verbessert - Inflation frisst Lohnzuwachs - Finanzkrise verschlechtert Rahmenbedingungen  
13.12.2008
ver.di fordert 8 % mehr Gehalt für die Landesbeschäftigten 
13.12.2008
Tarifgespräche über Mindestlohn in der Abfallbranche bleiben erfolglos 
13.12.2008
Mindestlohn in der Abfallwirtschaft auf der Kippe 
13.12.2008
Erholung ist eine wesentliche Grundlage für hohe Arbeitsleistung 
13.12.2008
Fehlzeiten-Report 2008: Betriebliches Gesundheitsmanagement: Kosten und Nutzen 

 


WSI-Tarifbilanz: Tarifabschlüsse verbessert - Inflation frisst Lohnzuwachs - Finanzkrise verschlechtert Rahmenbedingungen 

Die Tarifabschlüsse des Jahres 2008 sind in vielen Branchen erneut deutlich höher ausgefallen als im Vorjahr. "Wegen der stark gestiegenen Verbraucherpreise hielt sich jedoch das reale Tarifplus in engen Grenzen", stellt Dr. Reinhard Bispinck, Tarifexperte des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung fest. "Mit dem Ausbruch der Finanzmarktkrise haben sich die Rahmenbedingungen für die Tarifpolitik zudem erheblich verschlechtert. Dabei sind kräftige Reallohnsteigerungen nötiger denn je." Die Tarifverhandlungen wurden in vielen Branchen von zum Teil massiven Warnstreiks und auch regulären Streiks begleitet.

Wichtige Abschlüsse der Tarifrunde 2008 (siehe auch den tabellarischen Überblick im Anhang; Link zur PM mit Anhang am Fuß dieses Textes):

- Der Tarifabschluss in der Stahlindustrie sah eine Pauschalzahlung von 200 Euro im Februar sowie eine Tariferhöhung um 5,2 % für weitere 12 Monate vor.

- Im öffentlichen Dienst (Bund und Gemeinden) vereinbarten die Tarifparteien einen Sockelbetrag von 50 Euro und eine Anhebung um 3,1 %, zu Beginn des Jahres 2009 folgt eine weitere Erhöhung um 2,8 % zuzüglich einer Einmalzahlung von 225 Euro.

- In der chemischen Industrie erhielten die Beschäftigten im Frühjahr eine Tariferhöhung von 4,4 %, gefolgt von weiteren 3,3 % ein Jahr später. Zusätzlich gibt es in den ersten 13 Monaten eine Einmalzahlung von 0,5 %.

- In der Textil- und Bekleidungsindustrie wurden nach einem Nullmonat für April und Mai 200 Euro als Pauschale gezahlt und ab Juni 2008 erhöhten sich die Einkommen um 3,6 %.

- Bei der Deutschen Lufthansa AG erreichte ver.di nach mehrtägigen Streiks eine Tariferhöhung von 5,1 % ab Juli und zwölf Monate später weitere 2,3 %. Hinzu kamen zum Teil ergebnisabhängige Einmalzahlungen.

- Im Einzelhandel sah nach über einjährigen Verhandlungen der erste regionale Tarifabschluss der Branche eine Pauschalzahlung von 400 € für die ersten 12 Monate vor, ab April 2008 erhöhten sich die Tarife für die folgenden 12 Monate um 3,0 %.

- Im Bankgewerbe wurden aufgrund der Finanzmarktkrise Streikmaßnahmen von ver.di Mitte Oktober ausgesetzt. Ein Abschluss kam bisher nicht zustande.

Weitere tarifpolitische Stationen des Jahres 2008: In der chemischen Industrie vereinbarten die Tarifparteien einen Tarifvertrag "Lebensarbeitszeit und Demografie". Er fasst Regelungen zu Langzeitkonten, Altersteilzeit, Berufsunfähigkeitszusatzversicherung, Teilrente und zur tariflichen Altersvorsorge zusammen. In der Metallindustrie wurde ein Tarifvertrag zum flexiblen Übergang in die Rente abgeschlossen, der die Altersteilzeit sowie das Altersteilzeitentgelt regelt. Auch in anderen Branchen wurden Tarifregelungen zur Altersteilzeit vereinbart. Die Regulierung des Niedriglohnsektors steht nach wie vor aus. Die Erweiterung des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes ist nach anderthalbjährigen Verhandlungen immer noch nicht verabschiedet, obwohl einige Branchen bereits seit langem Mindestlohntarifverträge vereinbart haben. Das Gleiche gilt für das Mindestarbeitsbedingungengesetz.

Die Tarifrunde 2009 startete mit den Verhandlungen in der Metallindustrie, die Mitte November zu folgendem Abschluss führten:

- Nach einer Pauschalzahlung von 510 € für November 2008 bis Januar 2009 gibt es eine Tariferhöhung von 2,1 % ab Februar und weitere 2,1 % ab Mai 2009. Im September nächsten Jahres folgt eine zusätzliche Einmalzahlung von 122 Euro. Bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten kann die 2. Stufe um bis zu sieben Monate verschoben werden.

Ab Jahresbeginn folgen Verhandlungen im öffentlichen Dienst (Länder) sowie im Frühjahr u. a. im Bauhauptgewerbe, im Einzel- und Großhandel sowie in der Stahlindustrie.

Weitere Informationen:
http://www.boeckler.de/pdf/pm_ta_2008_12_09_tabelle.pdf - PM mit Tabellenanhang

Pressemitteilung
Rainer Jung, Abt. Öffentlichkeitsarbeit
Hans-Böckler-Stiftung
URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news293032

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Tarifrunde Länder
ver.di fordert 8 % mehr Gehalt für die Landesbeschäftigten

Mit einer Forderung von 8 % mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro, geht ver.di in die im Januar beginnende Tarifrunde der Länderbeschäftigten. Dies hat die Bundestarifkommission heute in Berlin beschlossen. Das Ergebnis solle außerdem inhalts- und zeitgleich auf die Beamtinnen und Beamten des Landes und der Kommunen übertragen werden. Mit der Forderung nach einer Mindesterhöhung setzt ver.di wie bereits beim Tarifabschluss mit Bund und Kommunen im Frühjahr 2008 auf eine ausgeprägte soziale Komponente. ver.di fordert eine Laufzeit von zwölf Monaten, eine Verlängerung des Übergangsrechts sowie für die Auszubildenden eine Erhöhung der Vergütungen um 120 Euro und die Übernahme. Außerdem soll es eine Vereinbarung zu gleichen Arbeitsbedingungen für Leiharbeit im Länderbereich geben.

In der anstehende Tarifrunde soll auch wieder eine Angleichung der Gehälter an den restlichen öffentlichen Dienst erreicht werden: „Die Länder dürfen nicht länger ein öffentlicher Dienst zweiter Klasse sein" so die stellvertretende ver.di Landesbezirksleiterin Dagmar Schorsch-Brandt. Gerade beim Arbeitgeber Staat müsse gelten: „Gleiche Arbeit, gleicher Lohn."
Die baden-württembergische ver.di Chefin Leni Breymaier forderte Ministerpräsident Oettinger auf, den Landesbeschäftigten endlich den verdienten Ausgleich für Jahre der Lohnzurückhaltung zu geben und die Finanzkrise nicht auf dem Rücken der Beschäftigten auszutragen. „Wer wie das Land Baden-Württemberg mehrere Milliarden Euro für ein zusätzliches Konjunkturprogramm und für das Rettungspaket für die LBBW übrig hat, sollte die beste Stärkung der Binnennachfrage nicht vergessen: Mehr Geld in den Taschen der Beschäftigten", so Breymaier. Jeder zusätzlich verdiente Euro fließe direkt in den Konsum. „Zum Zurücklegen haben die Kolleginnen und Kollegen schon lange nichts mehr übrig."
Herausgeber:

Andreas Henke
Pressestelle
ver.di-Landesbezirk Baden-Württemberg
Königstr.10a
70173 Stuttgart
Tel.: 0711/88788-2390
Fax: -282390
Email: andreas.henke@verdi.de

(Quelle: Verdi)

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Tarifgespräche über Mindestlohn in der Abfallbranche bleiben erfolglos

Frankfurt. Auch im dritten Anlauf sind die Tarifgespräche über einen Mindestlohn für die Abfallbranche erfolglos geblieben. Die Verbände der kommunalen und privaten Entsorgungsbetriebe, VKA und BDE, haben einen Mindestlohn in Höhe des tariflichen Einstiegslohns angeboten. Der Stundenlohn könnte somit für alle 160.000 Beschäftigten in der Entsorgungsbranche mindestens 8,35 Euro im Tarifgebiet West und 8,02 Euro im Tarifgebiet Ost betragen. ver.di lehnte dies am gestrigen Abend (1. Dezember 2008) ab. Die Gewerkschaft fordert für Sortierkräfte zwar den entsprechenden Mindestlohn in Höhe von 8,02 Euro, für Mülllader will sie jedoch einen weiteren Mindestlohn, und zwar in Höhe von 9,97 Euro, festschreiben.

„ver.di hat die Chance vertan, für die Abfallwirtschaft zu einem Mindestlohn zu kommen. Das Angebot der Arbeitgeber, einen Mindestlohn in Höhe von über acht Euro zu vereinbaren, ist ein fairer Kompromiss, der die schwierige Interessenlage aller berücksichtigt", so VKA-Hauptgeschäftsführer Manfred Hoffmann. „Verschiedene Mindestlöhne in unterschiedlicher Höhe je Berufsgruppe einzuführen, hat mit der Idee eines Mindestlohns nichts zu tun. Die Ausdifferenzierung der Lohntabelle muss weiterhin der Tarifautonomie unterliegen. ‚Kein Lohn unter 7,50 Euro pro Stunde‘ fordert der DGB. Das Angebot der Arbeitgeber geht ein gutes Stück darüber hinaus. „Der Ball liegt bei ver.di, um zu einem akzeptablen Mindestlohn für alle Beschäftigten der Branche zu kommen", so Hoffmann.

VKA und ver.di hatten am 31. März 2008 das gemeinsame Interesse auf Aufnahme der Abfallwirtschaftsbranche in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz bekundet. Die ersten beiden Gesprächsrunden zwischen VKA, BDE und ver.di fanden am 22. August und 12. November 2008 statt. Dem neuerlichen Tarifgespräch am 1. Dezember 2008 war eine Anhörung vor der Koalitionsarbeitsgruppe am vergangenen Donnerstag (27. November 2008) vorausgegangen. In der Anhörung hatte die Arbeitsgruppe die Tarifvertragsparteien eindringlich aufgefordert, schnellstmöglich Klarheit über einen Mindestlohntarifvertrag zu erzielen.

(Quelle: VKA)

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Mindestlohn in der Abfallwirtschaft auf der Kippe

Die Verhandlungen über einen Mindestlohn in der Abfallwirtschaft zwischen dem BDE (Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft), der VKA (Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände) und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) sind Montagabend in Frankfurt/Main ohne Ergebnis geblieben.

„Die Arbeitgeber beharren darauf, ein bestimmtes, nur für die Sortierer vorgesehenes Mindestlohnniveau für mehrere Lohngruppen in der Abfallwirtschaft einzuführen und haben so die Verhandlungen ergebnislos zu Ende kommen lassen", kritisierte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Erhard Ott. Damit würden BDE und VKA den Mindestlohn in der Abfallwirtschaft gefährden. Er forderte die Arbeitgeber auf, mit einem breiteren Verhandlungsmandat an den Verhandlungstisch zurückzukehren. ver.di sei bereit, die Verhandlungen kurzfristig fortzusetzen.

ver.di hatte den Arbeitgebern ein Angebot für die Beschäftigten des untersten Lohnniveaus zum Abschluss eines Mindestlohntarifvertrages nach dem Arbeitnehmerentsendegesetz unterbreitet. Für einfachste Tätigkeiten wie bei Sortierkräften sollte danach ein Mindestlohn in Höhe von 8,02 Euro vereinbart werden, der Mindestlohn für Müllwerker sollte nach Auffassung von ver.di bei mindestens 9,97 Euro liegen. Die Arbeitgeber hielten in den gestrigen Verhandlungen jedoch an ihrer Auffassung fest, für alle Tätigkeitsfelder einen Mindestlohn in Höhe von 8,02 Euro vereinbaren zu wollen.

„Die Tariflöhne der Müllwerker liegen schon jetzt um 4 bis 5 Euro höher", betonte Ott. Die Arbeitgeberforderung nach einem deutlich niedrigeren Lohnniveau zeige, dass die Arbeitgeberverbände in Wirklichkeit nicht am Abschluss eines Mindestlohntarifvertrags interessiert seien.

Der Koalitionsausschuss hatte in der vergangenen Woche deutlich gemacht, dass bis zum 4. Dezember ein Verhandlungsergebnis vorliegen müsse, um die Abfallbranche in das Arbeitnehmerentsendegesetz aufnehmen zu können. Dieses Ziel sei nun wegen der starren Haltung von VKA und BDE gefährdet. „Damit nehmen die Arbeitgeber in Kauf, dass sich der Dumpingwettbewerb aufgrund bevorstehender Ausschreibungen im nächsten Jahr weiter verschärft", betonte Ott. Nur mit einem Mindestlohn könne die Tarifflucht vor allem in der privaten Entsorgungswirtschaft eingedämmt werden.

Für Rückfragen: Ellen Naumann (0175/5871637)
Herausgeber:

V.i.S.d.P.: Harald Reutter
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin
Tel.: 030/6956-1011 bzw. -1012
Fax: 030/6956-3001
E-Mail: pressestelle@verdi.de

(Quelle: Verdi)

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Erholung ist eine wesentliche Grundlage für hohe Arbeitsleistung

Dissertation von Dr. Carmen Binnewies mit dem Südwestmetall-Förderpreis ausgezeichnet

(Mainz, 18. November 2008, lei) Erholung in der Freizeit ist eine ganz wesentliche Grundlage für eine hohe Arbeitsleistung im Beruf. Erholung ist damit nicht nur eine angenehme Erfahrung für jeden Einzelnen, sondern sie ist letztlich auch Faktor ein wichtiger für den Leistungserhalt von Organisationen. Zu diesem Ergebnis kommt Dr. Carmen Binnewies in ihrer Dissertation "The Power of Recovery: Recovery from Work-Related Stress as a Predictor of Fluctuations in Individual Job Performance." Binnewies, seit Oktober 2008 Mitarbeiterin am Institut für Psychologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, ist für ihre an der Universität Konstanz verfasste Doktorarbeit mit dem Südwestmetall-Förderpreis 2008 ausgezeichnet worden. Der Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg vergibt die mit jeweils 5000 Euro dotierten Förderpreise für herausragende wissenschaftliche Arbeiten an junge Akademiker des Landes Baden-Württemberg.

Um den Zusammenhang zwischen Erholung in der Freizeit und Arbeitsleistung aufzudecken, hat Binnewies zwischen 2005 und 2007 in drei Untersuchungen insgesamt über 600 Berufstätige nach ihrem Freizeitverhalten, ihrem Wohlbefinden und ihrer Arbeitsleistung befragt. "Die Studienteilnehmer kamen aus unterschiedlichen Berufen in der öffentlichen Verwaltung, in kleineren und mittelständischen Betrieben und aus der Behindertenarbeit", erläutert Binnewies. Mit einem Pocket-PC konnten die Beteiligten beispielsweise am Morgen ihr Erholungsgefühl nach der Nachtruhe und am Abend ihre Leistung nach dem Arbeitstag erfassen. In der Auswertung zeigte sich, dass der Grad des subjektiven Erholungsgefühls Schwankungen in der Arbeitsleistung vorhersagen kann. "Sind Mitarbeiter besser erholt, zeigen sie nachfolgend eine bessere Aufgabenleistung, mehr Eigeninitiative und mehr Hilfeverhalten gegenüber ihren Kollegen", so die Psychologin. Für die Erholtheit wiederum ist ein guter Schlaf, das Abschalten und Entspannung von der Arbeit während der Freizeit sowie das Meistern von Herausforderungen beispielsweise beim Sport oder bei ehrenamtlichen Tätigkeiten förderlich.

Allerdings gibt es kein Patentrezept: "Beim Schlaf ist es nicht so wichtig, wie viel jemand schläft, sondern die Qualität des Schlafs ist entscheidend, und bei den Freizeitaktivitäten kommt es nicht so sehr darauf an, was man macht oder wie lange, sondern wie positiv diese Tätigkeit erlebt wird und ob die Arbeit dabei vergessen werden kann." Entscheidend ist, so Binnewies weiter, dass jeder seinen eigenen Weg findet, sich optimal zu erholen, und da können bei unterschiedlichen Berufsgruppen ganz unterschiedlich Bedürfnisse vorherrschen. Sport allerdings, so scheint es, tut in der Regel immer gut.

Bei ihren künftigen Arbeiten an der Universität Mainz wird Binnewies, Mitarbeiterin in der Abteilung Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Christian Dormann, insbesondere die Auswirkungen von Stress am Arbeitsplatz auf das Privatleben untersuchen, um festzustellen, wie Berufstätige in verschiedenen Arbeitsfeldern mit den verschiedenen Anforderungen umgehen und wie sich dies unter Umständen im Familienleben bemerkbar macht.

Kontakt und Informationen:
Dr. Dipl.-Psych. Carmen Binnewies
Psychologisches Institut
Abt. Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Tel. 06131 39-25123
Fax 06131 39-22483
E-Mail: carmen.binnewies@uni-mainz.de
Petra Giegerich, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

18.11.2008

Weitere Informationen:

http://psycho.sowi.uni-mainz.de/abteil/aow

http://www.uni-konstanz.de/erholung


URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news289318

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Fehlzeiten-Report 2008: Betriebliches Gesundheitsmanagement: Kosten und Nutzen

Der Fehlzeiten-Report, der vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) und der Universität Bielefeld herausgegeben wird, informiert jährlich umfassend über die Krankenstandsentwicklung in der deutschen Wirtschaft. Er beleuchtet detailliert das Arbeitsunfähigkeitsgeschehen in den einzelnen Branchen und stellt aktuelle Befunde und Bewertungen zu den Gründen und Mustern von Fehlzeiten in Betrieben vor.

Themen der Ausgabe:
Umfassende Daten und der aktuelle Schwerpunkt machen den Fehlzeiten-Report 2008 zu einem wertvollen Ratgeber für Unternehmer, Führungskräfte und Arbeitnehmervertreter sowie alle, die Verantwortung für den Arbeits- und Gesundheitsschutz in Unternehmen tragen. Der Fehlzeiten-Report enthält
aktuelle Statistiken zum Krankenstand der Arbeitnehmer in allen Branchen
die wichtigsten für Arbeitsunfähigkeit verantwortlichen Krankheitsarten
Anzahl und Ausmaß der Arbeitsunfälle
vergleichende Analysen nach Bundesländern, Betriebsgrößen und Berufsgruppen
die Verteilung der Fehlzeiten nach Monaten und Wochentagen
die anschauliche Darstellung der Daten durch zahlreiche Abbildungen und Tabellen

Weitere Infos unter:
http://wido.de/fzr_2008.html

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