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Hier finden Sie alle aktuellen Meldungen chronologisch geordnet. Suchen Sie frühere Meldungen, so sehen Sie in den Sachgebieten nach oder geben rechts oben einen Suchbegriff in das Suchen-Feld ein.

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         a) Vom Bund
         b) Aus der EU und aller Welt
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         a) Beiträge zum Umweltgesetzbuch
         b) Beiträge zur Wasserrahmenrichtlinie (WWRL)
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Der zweite Schwerpunkt von Klärwerk.info. Hier finden Sie alles für Arbeitnehmer und Vorgesetzte und was Sie persönlich angeht.

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         b) Prüfungsaufgaben
6)        Offene Stellen

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6)      Meldungen aus aller Welt
7)      Allgemeine Meldungen und Berichte

H. Fortbildungsdatenbank

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I. Produktsuche/ Lieferanten

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18.07.2019 15:11

Klärwerk.info / Ablage / Newsticker Oktober2007

Newsticker Oktober2007

Newsticker vom Oktober 2007

Die Themen im Überblick:

48
Biogas Nord AG fördert Bioenergieforschung an der Universität Bielefeld 
47
Die ersten Entwürfe für ein Umweltgesetzbuch auf dem Prüfstand 
46
Rückenschulen laufen ins Leere: Bekehrte werden missioniert 
45
Wasserbauer der Universität Siegen erforschen mittleren Meeresspiegelanstieg 
44  Neue Wege für die städtische Wasserwirtschaft der Zukunft
43
Ein Bach voller unentdeckter Bakterien
42
Problem Flächenversiegelung & Grundwasser - Einzigartige Langzeitstudie über die Landnutzung im Stadtgebiet von Leipzig
41
Tumoren in's Schwitzen bringen - Wie Hitzeschockproteine bei der Immunabwehr helfen
40
Der schnellste Kontinent
39
Mit einer Tasse Kaffee zu neuen Wirkstoffen
38
Umweltfreundlicher Strom aus Synthesegasen
37
Klimawandel kann zur Verbreitung von Krankheitsüberträgern führen
36
Bakterien in Biofilmen halten Uran fest
35
Broschüre erklärt Klimawandel
34
Neue Initiative zur Meeresforschung in der Europäischen Metropolregion Nordwestdeutschland gestartet
33
Schavan: "Klimawandel als Innovationsmotor"
32
Wirtschaftlichkeit der Erneuerbaren Energien
31
UDE: IAQ-Studie zur aktuellen Debatte ums Arbeitslosengeld
30
TUB: Wenn Stimmen altern
29
Nachwachsende Rohstoffe: Enorme Potenziale für Wachstum und Beschäftigung
28
Wasserwirtschaft im Wandel
27
Umweltforschung auf der Zugspitze: TUM im Konsortium "Umweltforschungsstation Schneefernerhaus"
26
Workshop in Göttingen: Wasserkreislauf und Waldmanagement
25
40 Prozent mehr 55- bis 64-Jährige im Jahr 2020: Noch zu wenig betriebliche Maßnahmen für Ältere
24
Forschung für die Menschen
23
Fettfreie Wurst, die schmeckt
22
Ludwig II. von Bayern - nicht schizophren, sondern ...
21
Integriertes System für die Wassernutzung
20
Den kompetenten Hausarzt vor Ort soll es auch in Zukunft geben
19
Leiden Frauen und Männer anders - Geschlechterforschung in der Medizin
18
Parkraummanagement in Deutschland und Europa
17
Übergewicht maßgeblich an Herzschwäche beteiligt
16
Eine Stunde Bewegung pro Woche hält Blutgefäße geschmeidig
15
Bauchfett fördert Entzündungen, Diabetes, Arteriosklerose
14
Mundhygiene soll gefährlicher Entzündung der Herz-Innenhaut vorbeugen
13
DBU präsentiert biotechnologische Innovationen für den Umweltschutz
12
Abwärme aus Biogasanlagen: Wie nutzen?
11
Die neue EU-Hochwasserrichtlinie
10
"Erneuerbare Energien in Kommunen optimal nutzen" / Ratgeber und Tagung
9
Frankfurter Sportmediziner: "Es ist nie zu spät, aktiv zu werden"
8
Klimaverträgliche Energiepolitik der Zukunft
7
Wie Wasserinsekten zu Bernsteinfossilien wurden
6
Haufenweise Klimagase - Weidende Rinder verwandeln Boden in Methanquelle
5
Kein Fair Play bei Schimpansen
4
Fünf Jahre nach der Flut
3
Auf der Suche nach dem Code des Alterns
2
Der bestuntersuchte Organismus
1
Der plötzliche Herztod ist nicht unberechenbar

 


Abwärme aus Biogasanlagen: Wie nutzen?

Studie stellt zehn prinzipiell wirtschaftliche Varianten vor
Dr. Torsten Gabriel, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.
10.10.2007

Das Bremer Energie Institut und das Bremer Institut für Umweltverfahrenstechnik nehmen in einer Studie insgesamt 17 Möglichkeiten zur Abwärmenutzung von Biogasanlagen unter die Lupe. Zehn davon stufen sie als prinzipiell wirtschaftlich machbar ein.
Die Ergebnisse stehen in Form eines Materialienbandes und eines Leitfadens auf www.fnr.de im Literaturbereich zum kostenlosen Download bereit.
Gefördert wurde die Studie im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR).

Das Problem der Abwärmenutzung von Biogasanlagen ist nicht neu. Diverse Möglichkeiten sind denkbar, häufig scheitert die Umsetzung jedoch an der Wirtschaftlichkeit oder den technischen Anforderungen. Dennoch lohnt es sich zu prüfen, welches Konzept für die eigene Anlage in Frage kommen könnte, denn mit einer sinnvollen Wärmeverwertung steigen Effizienz und Wirtschaftlichkeit.

Die beiden Bremer Wissenschafts-Institute bieten in ihrer aktuellen Zusammenschau einen hervorragenden Überblick über das, was machbar ist. Das Spektrum reicht von der Kälteerzeugung über die Saftherstellung bis zur thermischen Gärrestaufbereitung. Zugrunde legten die Wissenschaftler landwirtschaftliche Biogasanlagen mit einer Leistung zwischen 250 und 2.000 kWel, die sich an abgeschiedenen ländlichen Standorten befinden. Für alle Optionen wurden die technischen Anforderungen und Überlegungen zur Wirtschaftlichkeit aufgeführt.

Nicole Paul

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
Hofplatz 1
18276 Gülzow
Tel.: 03843/69 30-0
Telefax: 03843/69 30-102
e-Mail: info@fnr.de
Internet: http://www.fnr.de
V.i.S.d.P.: Dr.-Ing. Andreas Schütte
Nr. 550 vom 09. Oktober 2007
Weitere Informationen:
http://www.fnr-server.de/ftp/pdf/literatur/pdf_297handbuch_zusammen.pdf

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Die neue EU-Hochwasserrichtlinie

Thomas von Salzen, Pressestelle
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
10.10.2007

Wohin geht die Reise beim europäischen Hochwasserschutz?
Der seitens der EU Kommission im Jahr 2000 eingeführte neue und einheitliche Ordnungsrahmen für die Wasserwirtschaft in den Mitgliedsstaaten ist mittlerweile fest in den Instanzen der Wasserpolitik verankert. Allerdings hatte diese EU-Wasserrahmenrichtlinie von Anfang an eine offene Flanke: die Belange des Hochwassers mit all seinen Auswirklungen und Implikationen waren in der EU-WRRL nicht integriert.

Die EU hat dieses Manko in der Zwischenzeit durch die Einführung einer eigenständigen EU-Hochwasserrichtlinie behoben, die sich eng an die zeitlichen und organisatorischen Vorgaben der EU-WRRL angliedert und die spezifischen Hochwasseraspekte der Wasserwirtschaft thematisiert. Neu dabei ist speziell der durchgehende Leitgedanke des Hochwasserrisikomanagements.

Wohin geht jetzt die Reise beim europäischen Hochwasserschutz?

Diese Frage nimmt die Fachgemeinschaft Hydrologische Wissenschaften zum Anlass für eine Seminarveranstaltung. Ziel dabei ist es, aufzuzeigen, was an Neuigkeiten auf uns zu kommen wird, welche neuen Aufgaben auf uns warten, aber auch zu zeigen, was wir bereits heute in der bestehenden Praxis konform zu der neuen Richtlinie umsetzen.
19. - 20. November 2007
Ort: Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG)
Federal Institute of Hydrology
Am Mainzer Tor 1, 56068 Koblenz

Die Vorträge des Seminars reichen von den Perspektiven in einzelnen Mitgliedsstaaten (Niederlande, England, Österreich) über die Ebene der Bundesländer bis in die Kommunalen Strukturen.
Das Seminar richtet sich an alle Hochwasser-Interessierten von der Wasserwirtschaftsverwaltung über Wasserverbände, Planer, Städte und Gemeinden sowie Wasserpolitiker.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie auf der Homepage der Fachgemeinschaft Hydrologische Wissenschaften (www.fghw.de).

Univ. Prof. Dr.-Ing. H. Nacken
RWTH Aachen
Lehr- und Forschungsgebiet Ingenieurhydrologie
nacken@lfi.rwth-aachen.de
0241-80 252 73
skype:prof.nacken

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news229451

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"Erneuerbare Energien in Kommunen optimal nutzen" / Ratgeber und Tagung

Barbara Debus, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung
10.10.2007

Am 24. Oktober sind kommunale Praktiker aus Politik und Verwaltung zu einer Tagung nach Berlin eingeladen. Titel der Fachveranstaltung und der gleichnamigen, an diesem Tag erscheinenden Broschüre: "Erneuerbare Energien in Kommunen optimal nutzen". Die Veranstaltung wird vom Bundesumweltministerium gefördert. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Viele Kommunen können Einzelprojekte zu Erneuerbaren Energien vorweisen. Doch nur in seltenen Fällen gelingt es Städten und Gemeinden bisher, ihre energiepolitischen Maßnahmen in eine strategisch angelegte Gesamtplanung einzubetten. Dadurch werden zum einen die Potenziale der Erneuerbaren Energien nicht optimal genutzt, zum anderen schöpfen die Kommunen ihre energiepolitischen Handlungsmöglichkeiten nicht voll aus.

Wissenschaftler des IZT haben zwei Jahre lang die Energiepolitik in zahlreichen Kommunen näher untersucht und Best-Practise-Beispiele zusammengetragen. Entstanden ist ein Ratgeber für kommunale Praktiker aus Politik und Verwaltung - mit dem Titel: "Erneuerbare Energien in Kommunen optimal nutzen". Das Werk wird am 24. Oktober 2007 auf einer gleichnamigen Fachveranstaltung in Berlin vorgestellt.

Anmeldung
Das Bundesumweltministerium fördert das Forschungsvorhaben und die Präsentation der Ergebnisse. Die Veranstaltung ist daher kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich - unter: skep@izt.de

Ratgeber bestellen:
Die kostenlose Broschüre "Erneuerbare Energien in Kommunen optimal nutzen" kann unter der E-Mail-Adresse skep@izt.de bestellt werden.

Kontakt für Interessierte:
Katrin Nolting, E-Mail: k.nolting@izt.de, 030-803088-35
Timon Wehnert, E-Mail: t.wehnert@izt.de, 030-803088-13

Zum Programm der ganztägigen Veranstaltung:
http://www.izt.de/skep/aktuelles/
Zur Projekthomepage:
http://www.izt.de/skep

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Frankfurter Sportmediziner: "Es ist nie zu spät, aktiv zu werden"

Ulrike Jaspers, Marketing und Kommunikation
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (Main)
10.10.2007

Vieles, was Menschen als körperlichen Alterungsprozess empfinden, ist Ausdruck einer passiven Lebensweise: Sie werden zunehmend inaktiv und damit schwindet nach und nach die Bewegungsfähigkeit. Bis zu 30 Prozent der abnehmenden Leistungsfähigkeit zwischen dem 30. und 70. Lebensjahr ist zu gleichen Teilen auf Rückbildung und Nichtgebrauch der Muskeln zurückzuführen. Wer sich in fortgeschrittenen Lebensphasen wohlfühlen und unabhängig bleiben möchte, sollte dafür sorgen, dass Beweglichkeit sowie geistige und soziale Aktivitäten immer zum Alltag gehören. Menschen, die ihre individuellen Gesundheitsressourcen so stärken, bewältigen Erkrankungen und gesundheitliche Probleme leichter und bleiben außerdem auch geistig länger fit. Die Frankfurter Sportwissenschaftler Privatdozent Lutz Vogt und Prof. Winfried Banzer entwickeln und überprüfen qualitativ hochwertige seniorengerechte Bewegungsangebote, spezielle Funktionstests und Hilfsmittel für Ältere.
Bewegungsmangel beschleunigt den Muskelabbau und führt zum Verlust der körperlichen und geistigen Kräfte: Bis zum 80. Lebensjahr vermindert sich die Muskelfaseranzahl um nahezu 40 Prozent. Bei alten Menschen lässt sich eindeutig feststellen: je weniger Muskulatur, desto geringer ist der Stoffwechsel und Energieverbrauch. Hormonelle Veränderungen, die mit dem Alterungsprozess zusammenhängen, reduzieren zusätzlich die Muskelmasse. Sehr häufig verschlechtert sich das Körpergleichgewicht, die Gangsicherheit und -geschwindigkeit, so dass beispielsweise ungefähr 90 Prozent der 80-Jährigen nicht mehr schnell genug sind, um während einer Ampelgrünphase die Straße zu überqueren. Um die motorischen Funktionen während konkreter Alltagssituationen zu messen und zu verbessern, haben die Sportwissenschaftler der Goethe-Universität unter anderem den "Frankfurt Street Crossing Test" (FSCT) entwickelt. Dazu Vogt in der neuesten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Forschung Frankfurt" (FF 2/2007): "Dieser komplexe Funktionstest misst die Reaktions- und Überquerungszeit während der Grünphase. In Kombination mit Gleichgewichtstests können wir überprüfen, wie wirksam therapeutische Maßnahmen zur Verbesserung der Mobilität und Alltagsbewältigung sind und Verbesserungsvorschläge entwickeln."

Prävention, Vermeidung von Risikofaktoren, gesunde Ernährung und Bewegung sollten möglichst früh begonnen und konsequent durchgehalten werden. Doch der Sportmediziner Banzer ergänzt: "Andererseits ist es nie zu spät, den individuellen Lebensstil zu ändern und mehr auf seine Gesundheit zu achten. Altersbedingte Einschränkungen und Leistungsrückgänge in Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit lassen sich durch geeignetes Training nicht nur aufhalten, sondern in jedem Alter können Anpassungsprozesse in Gang gesetzt und die Leistungsfähigkeit deutlich verbessert werden." Schon lange Spaziergänge, Radfahren oder moderat anstrengende Gartenarbeit, die als leicht bis mittel intensive Bewegungsaktivität gelten, verzögern - besonders bei sonst bewegungsarmer Lebensweise - die Rückbildungsprozesse.

Gerade untrainierte Ältere können rasche Fortschritte erzielen, die sie motivieren, ihre Aktivitäten fortzusetzen, das hat das Team von Prof. Banzer unter anderem bei einer Studie festgestellt, an der ältere Menschen einer Frankfurter Seniorenwohnanlage teilgenommen haben. Bereits nach vier Wochen, in denen dreimal pro Woche ein gezieltes Training von 60 Minuten in Kleingruppen stattfand, war nachzuweisen, dass sich die Alltagsmotorik der 64- bis 92-Jährigen deutlich verbessert hatte. Zum Programm zählten statische und dynamische Gleichgewichtsübungen auf stabilen und instabilen Ebenen (Weichboden, Kreisel), Übungen zur Schulung der Auge-Hand- und Auge-Fuß-Koordination mit Geräten (Ball, Stab, Tücher), Übungen unter Zeit- und Präzisionsdruck (Reaktionsübungen, Zielaufgaben) sowie komplexe Anforderungen beim Bewältigen von Hindernissen (Stufen unterschiedlicher Höhe, verschiedene Untergründe, erschwerte Sichtbedingungen, Balancieraufgaben).

Dass das körperliche Training auch geistig beweglich hält, belegen verschiedene Untersuchungen der Frankfurter Sportwissenschaftler: Schnellere Reaktionszeiten, gesteigerte Gedächtnisleistungen und besseres Abschneiden bei Problemlösungsaufgaben - diese positiven Effekte lassen sich bereits nach vergleichsweise kurzen Trainings von zwei Monaten nachweisen. Die Hirnfunktionen werden insbesondere deshalb gefördert, weil das Gehirn besser mit Blut und Sauerstoff versorgt wird und Bewegung Stoffwechsel und Kreislauf anregt und deshalb vor Schädigungen des neuronalen Gewebes schützt.

Nähere Informationen: Prof. Dr. Dr. Winfried Banzer, Privatdozent Dr. Lutz Vogt, Präventive und Rehabilitative Sportmedizin, Institut für Sportwissenschaften, Fachbereich Psychologie und Sportwissenschaften; Telefon 069/798-24543 oder -24586; E-Mail: winfried.banzer@ sport.uni-frankfurt.de; l.vogt@ sport.uni-frankfurt.de

Das Wissenschaftsmagazin "Forschung Frankfurt" mit dem Schwerpunktthema "Das Alter" ist erhältlich über steier@pvw.uni-frankfurt.de

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news229632

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Klimaverträgliche Energiepolitik der Zukunft

Dr. Christine Dillmann, Öffentlichkeitsarbeit
DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.
09.10.2007

Podiumsdiskussion anlässlich der ProcessNet-Jahrestagung
Dienstag, 16. Oktober 2007, 17.00 Uhr, Eurogress Aachen

Eine der zentralen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts ist die Begrenzung des Klimawandels. Vor diesem Hintergrund und den knapper werdenden Erdöl-Ressourcen kommt der Energieanwendung und -versorgung der Zukunft eine wachsende Bedeutung zu. Innovation und neue Technologien sind ein Schlüssel für die Bewältigung der energiepolitischen Herausforderungen. Die Förderung der Energieforschung ist ein zentrales Thema der Hightech-Strategie der Bundesregierung. Sie hat der Thematik drei Energiegipfel gewidmet und plant von 2008-2011 rund 2 Milliarden Euro in die Energieforschung zu investieren.

Welche Schlüsseltechnologien können eine nachhaltige Energieanwendung von morgen ermöglichen? Welche Rolle spielen dabei die Chemie und die chemische Verfahrenstechnik? Die Kernenergie gilt aufgrund der geringen und nur indirekt verursachten CO2-Emissionen als sehr klimafreundlich. Ist sie deshalb automatisch ein Energieträger der Zukunft? Windenergie ist in den letzten Jahren einer der wichtigsten regenerativen Energieträger in Deutschland geworden. Aber ohne Wind kein Strom - welche kostengünstigen Optionen bestehen, um bei geringem Windangebot die Stromnachfrage zu bedienen?

Es diskutieren Bernhard Fischer von der E.ON Energie AG in München, Dr. Martin Pehnt vom Institut für Energie- und Umweltforschung in Heidelberg, Dr. H.-Holger Rogner von der International Atomic Energy Agency, Wien/A, und Prof. Dr. Fritz Vahrenholt von der REpower Systems AG in Hamburg.

Die Podiumsdiskussion wird moderiert von Prof. Dr.-Ing. Eberhard Jochem vom Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe und Centre for Energy Policy & Economics, ETH Zürich/CH.

Die ProcessNet-Jahrestagung 2007 findet vom 16. bis 18. Oktober in Aachen statt. Das Generalthema dieses großen Jahrestreffens der Ingenieure, Verfahrenstechniker und Chemiker lautet "Chemie und Technik für Energie, Mobilität und Gesundheit". Die Themen reichen vom Klimaschutz und verantwortungsbewusstem Umgang mit Res-sourcen bis zur Lebensmitteltechnologie und Medizin- oder Energieverfahrenstechnik. Anhand neuester Entwicklungen und Forschungsergebnisse wird gezeigt, welche Möglichkeiten die chemische Reaktionstechnik, Partikeltechnik, Prozess- und Anlagentechnik oder Sicherheitstechnik bieten, um die Bedürfnisse unserer Gesellschaft zu sichern.
Weitere Informationen:
http://www.dechema.de/jt2007 - komplettes Programm und Anmeldung

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Wie Wasserinsekten zu Bernsteinfossilien wurden

Dr. Gesine Steiner, Museum für Naturkunde Berlin
Humboldt-Universität zu Berlin
09.10.2007

Wissenschaftler des Museums für Naturkunde Berlin enträtselt das Vorkommen von aquatischen Organismen in Bernsteinen
Die am besten erhaltenen Fossilien von aquatischen Insekten, Krebschen und Mikroorganismen werden in Bernsteinstücken gefunden. Wasserkäfer, Wasserwanzen, Larven von Libellen, Steinfliegen und Eintagsfliegen, Bachflohkrebse sowie Algen, Wimpertierchen und Amöben sind mit allen Details in fossilen Harzen konserviert. Doch wie gelangten diese Wasserbewohner in die bis zu 100 Millionen Jahre alten Baumharze? Bisher gab es darüber nur Spekulationen, denn Harze von Nadel- und Laubbäumen sind wasserabweisende Substanzen und zudem ist ein enger Kontakt von Harz und aquatischen Lebensräumen eher selten. Eine Hypothese besagt, dass Harz in Wasseransammlungen auf den harzliefernden Bäumen floss; eine andere, dass austrocknende Gewässer im Bernsteinwald Wasserinsekten und deren Larven zwangen, über Land zum nächsten Gewässer zu wandern, wobei sie am Harz kleben blieben. Eine weitere Möglichkeit, die in der bisherigen Literatur diskutiert wird ist, dass abgestorbene Organismen bzw. Häutungsreste von Wasserinsekten mit dem Wind an das Harz geweht wurden.
Alexander Schmidt vom Museum für Naturkunde Berlin und David Dilcher vom Florida Museum of Natural History in Gainesville fanden während ihrer Untersuchungen in den Sumpfwäldern Floridas heraus, dass keine dieser Hypothesen notwendig ist, um das Vorkommen von Wasserorganismen im Bernstein zu erklären. Sie konnten zeigen, dass eine große Vielfalt aquatischer Insekten, Krebschen und Mikroorganismen in dem Harz eingeschlossen wird, welches Kontakt mit dem Sumpfwasser hat. Große Insekten, wie Wasserkäfer, die schnell durch das Wasser schwimmen, sind besonders für die Einbettung prädestiniert. Sie bleiben zunächst am Harz kleben; beim Versuch, sich zu befreien, geraten sie immer tiefer hinein. Viele Algen, Amöben und Wimpertierchen gerieten in das Harz, wenn winzige Wassertropfen im Harz eingeschlossen wurden.

Veröffentlicht in:
Alexander R. Schmidt & David L. Dilcher
Aquatic organisms as amber inclusions and examples from a modern swamp forest Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America
PNAS Ausgabe von dieser Woche (41.KW 2007)

Kontakt:
Dr. Alexander Schmidt
Museum für Naturkunde der Humboldt-Universität zu Berlin
Invalidenstr. 43, D-10115 Berlin
Tel. : +49 (0)30-2093 8945 Fax: +49 (0)30-2093 8868
e-mail alexander.schmidt@museum.hu-berlin.de

Dr. Gesine Steiner
Museum für Naturkunde der Humboldt-Universität zu Berlin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 (0)30 - 2093 8917 Fax : +49 (0)30 - 2093 8914
e-mail gesine.steiner@museum.hu-berlin.de
www.naturkundemuseum-berlin.de

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Haufenweise Klimagase - Weidende Rinder verwandeln Boden in Methanquelle

Michael van den Heuvel, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit

09.10.2007
Die Kuh als Klimakiller: Diese unrühmliche Rolle der an sich friedfertigen Vierbeiner ist hinlänglich bekannt. Denn die Tiere produzieren bei der Verdauung Methan, das kontinuierlich ausgestoßen wird. Ein Team deutscher Wissenschaftler von Institut für Bodenökologie des GSF - Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit (Helmholtz-Gemeinschaft) und tschechischer Kollegen von der Akademie der Wissenschaften in Budweis konnte nun aber zeigen, dass Rinder auch die Produktion des Klimagases durch Mikroben im Boden ankurbeln können.

Dieser Effekt lässt sich vor allem dann beobachten, wenn die Tiere die kalte Jahreszeit nicht ausschließlich im Stall verbringen, sondern auf Winterweiden gehalten werden. Die auf einem tschechischen Gehöft durchgeführte Studie wies nach, dass für diesen Vorgang zwei Faktoren entscheidend sind: die Menge und Qualität an organischem Material aus den Exkrementen und die starke Verdichtung des Bodens durch das Gewicht der Rinder. Diese Veränderungen führen dazu, daß sich methanproduzierende Mikroorganismen aus dem Magen-Darm Trakt der Tiere in den Böden etablieren können und gleichzeitig der Prozess der Methanoxidation gehemmt wird.

Grasflächen, die nicht intensiv landwirtschaftlich genutzt werden, gelten im Allgemeinen als Senken für die Treibhausgase Methan, Kohlendioxid und Lachgas. Das kann sich aber ändern, wenn eine intensive Bewirtschaftung der Weiden mit Rindern erfolgt. Allerdings ist bekannt, dass auch gut durchlüftete Böden das Potential zur Methanproduktion haben. Daher sollte im Rahmen der Studie untersucht werden, inwieweit die Überwinterung von Rindern auf Weiden dieses Potential stimuliert und Grünlandböden tatsächlich zu einer Methanquelle werden. Aus Gründen des Tierschutzes wird die Haltung von Rindern im Winter auf Weiden -mit der Möglichkeit in einem Stall zu schlafen beziehungsweise dort das Futter zu bekommen - zunehmend populärer. "Die Überwinterung der Rinder ist zumindest im Ökolandbau in ganz Mitteleuropa ziemlich verbreitet", berichtet Dr. Schloter, der Leiter der Studie. "Man sagt, dass die Tiere dank der Bewegung im Freien weniger anfällig gegenüber Infektionskrankheiten sind und deshalb weniger Antibiotika eingesetzt werden müssen. Bewiesen ist dieser Zusammenhang allerdings nicht."

Die Untersuchung wurde auf einem landwirtschaftlichen Gut in Südböhmen durchgeführt. Das etwa vier Hektar große Areal wird seit 1995 für die Überwinterung von etwa 90 Kühen von Oktober bis Anfang Mai genutzt. "Am Ende dieser Saison konnten wir die Auswirkungen der Überwinterung auf den Boden deutlich sehen", so Schloter. Anders als auf typischen Sommerweiden, auf denen sich die Tiere gleichmäßig verteilen, hielten sich die Tiere auf den Winterweiden bevorzugt in der Nähe des Futterhauses auf. Dadurch war in diesem Bereich keine Vegetation mehr sichtbar und der Boden stark verdichtet. Zusätzlich war dieser Bereich durch einen sehr hohen Eintrag von organischer Substanz aus den Exkrementen der Tiere gekennzeichnet. In weiter entfernten Arealen waren die Auswirkungen weit weniger drastisch.

Durch die intensive Beweidung in den stallnahen Bereichen kam es zu einem deutlichen Anstieg der Methanemissionen über den gesamten Winterzeitraum. Diese lagen fast 1000-fach höher im Vergleich zu Kontrollflächen auf denen keine Rinder gehalten wurden. Die Methanoxidation ist der Stoffwechselweg, der zum Abbau des Methans führen kann. Interessanterweise war der Prozess der klassischen, der so genannten aeroben, Methanoxidation in den intensiv beweideten Böden gehemmt. Das ist laut Schloter auf die hohen Mengen an Harnstoff im Boden zurückzuführen. Die Wissenschaftler konnten ferner zeigen, dass sich Mikroorganismen aus dem Magen-Darm-Trakt der Rinder im Boden etablieren und Teile der vorhandenen Mikroflora verdrängen konnten. Wie die bereits im Boden vorhandenen Mikroben profitierten auch die Neuankömmlinge von den günstigen Umweltbedingungen im Boden, etwa das reichhaltige organische Material.

Obwohl die Tiere im Sommer und Herbst auf anderen Weiden gehalten wurden, änderte sich die Zusammensetzung der Mikroflora in den stark überweideten Gebieten kaum. Allerdings nahmen die Methanproduktionsraten in diesen Monaten deutlich ab, da der kontinuierliche Eintrag von organischem Material fehlte. "Wir werden das Projekt weiterführen, auch weil wir Auswirkungen auf den Stickstoffkreislauf vermuten", so Schloter. "Außerdem haben wir möglicherweise einen sehr seltenen Prozess in den stark belasteten Böden nachgewiesen, die anaerobe Methanoxidation. Insgesamt lässt sich sagen, dass eben jede landwirtschaftliche Maßnahme ihre positiven und negativen Auswirkungen hat. Was jeweils mehr wiegt, ist aber eine gesellschaftliche, keine wissenschaftliche Frage."

Veröffentlichung: Radl, V., Gattinger, A., Chronoakova, A., Nemcova, A., Cuhel, J., Simek, M., Schloter, M., Elhottova., D.: Effects of cattle husbandry on abundance, diversity and activity of methanogenic archaea in upland soils, Nature - ISME 1, 447 - 452 (2007).

Kontakt zur GSF-Pressestelle:

GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit
Kommunikation
Tel: 089 3187-2460
Fax 089 3187-3324
E-Mail: oea@gsf.de

Neuherberg, 9. Oktober 2007
Weitere Informationen:
http://www.gsf.de/neu/Aktuelles/Presse/2007/klimagase.php

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Kein Fair Play bei Schimpansen

Michael Frewin, Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.
05.10.2007

Im Gegensatz zum Menschen sind Schimpansen nicht bereit, faire Angebote zu unterbreiten und unfaire abzulehnen
Neue Forschungsergebnisse des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie zeigen, dass Schimpansen - im Gegensatz zum Menschen - so handeln, wie es traditionelle ökonomische Modelle vorhersagen. In ihrem aktuellen Forschungsprojekt verwendeten Keith Jensen, Josep Call und Michael Tomasello eine modifizierte Version des Ultimatum-Spiels, eines der am meisten genutzten und anerkannten Werkzeuge der modernen Wirtschaftswissenschaften (Science, 5. Oktober 2007).
Weitere Informationen:
http://goto.mpg.de/mpg/pri/20071002/

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news228651

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Fünf Jahre nach der Flut

Experten beraten bei der Hochwasserschutztagung neue Konzepte
Kim-Astrid Magister, Pressestelle
Technische Universität Dresden
05.10.2007

Fünf Jahre nach der Flut an der Elbe und ihren Nebenflüssen, die im August 2002 verheerende Schäden anrichtete, sind Hochwasserschutzkonzepte das Thema beim "Dresdner Wasserbaukolloquium 2007". Es findet mit über 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmern am 8. und 9. Oktober im Kongresszentrum statt.
Eröffnet wird die Tagung, die von der "Gesellschaft der Förderer des Hubert-Engels-Instituts für Wasserbau und Technische Hydromechanik der Technischen Universität e.V." und dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) veranstaltet wird, am Montag von einem Vertreter des Ministeriums und von Prof. Hans-B. Horlacher vom Institut für Wasserbau und Technische Hydromechanik.

Ein erster Block für alle Teilnehmer informiert über "Hochwasserereignisse" - es geht dort beispielsweise (Vortrag von A. Schumann und J. Dietrich von der Ruhruniversität Bochum) um "Schlussfolgerungen aus dem Augusthochwasser 2002 im Erzgebirge", aber auch - mit Ergebnissen von Untersuchungen der Universität Stuttgart und dem Energieministerium von Afghanistan - um Fragen bei der "Regionalization of extreme Floods in North Afghanistan".
In parallelen Veranstaltungen in zwei Sälen können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Nachmittag des ersten und während des zweiten Tagungstages dann spezielle Informationen zu vier Themenkreisen erhalten und sie diskutieren: Hochwasserschutzmaßnahmen (E. Bielitz und andere von der Landestalsperrenverwaltung (LTV) Sachsen) zu "Deichzustandsanalysen zur Feststellung des Deichinstandsetzungs-bedarfs der LTV" bilden den ersten Themenkomplex, Hochwasserschutzsysteme den zweiten. Hier berichtet beispielsweise Dipl.-Ing. Holger Haufe von der TU Dresden über "Neue Aspekte zur ökologischen Durchgängigkeit von Hochwasserrückhaltebecken".

"Bemessungskonzepte" sind Thema des dritten Arbeitskreises - hier stellt beispielsweise Dr. D. Carstensen (TU Dresden) die Ergebnisse des Großversuchs vor, der mit einem Modell der Stadt Grimma an der TU Dresen durchgeführt wurde. Dass das Jahrhunderthochwasser an der Elbe keineswegs ein singuläres Ereignis war, wird im vierten Themenbereich deutlich, in dem es um Abflusssimulation geht. J. Machajski von der TU Wroclaw in Polen wird Erfahrungen aus dem Oder-Hochwasser 1997 einbringen, wenn es um die "Analysis of operationg efficiency of Zlotniki-lena Storage Reservoirs in the aspect of floof protection" geht.

Dieser Text im Internet (mit Bild): http://www.tu-dresden.de/biw/news/2007/wasserbau.htm

Weitere Informationen: Dr.-Ing. Dirk Carstensen, TU Dresden, Institut für Wasserbau und Technische Hydromechanik, Lehrstuhl für Wasserbau, Tel./Fax: +49 (0)351 463-33524, E-Mail: dirk.carstensen@mailbox.tu-dresden.de

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news228741

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Auf der Suche nach dem Code des Alterns

Helena Reinhardt, Referat Öffentlichkeitsarbeit
Friedrich-Schiller-Universität Jena
02.10.2007

Altersforscher aus aller Welt tagen vom 11. bis 13. Oktober in Jena/Öffentlicher Vortrag am
11. Oktober (Jena)

Herzlichen Glückwunsch zum 100. Geburtstag! Mit einer solchen Glückwunschkarte kann statistisch gesehen möglicherweise schon jeder zweite der heute Geborenen in Zukunft fest rechnen - falls er oder sie gesund lebt und Risiken wie beispielsweise Fettleibigkeit vermeidet. Denn nie war die durchschnittliche Lebenserwartung des Menschen so hoch wie heute, bei steigender Tendenz. Im Durchschnitt werden Männer in Deutschland heute 76,6 Jahre alt, Frauen sogar 82,1 Jahre. Bei diesen Aussichten kommt dem Erhalt der Leistungsfähigkeit von Körper, Geist und Jugendlichkeit eine immer größere Bedeutung zu. Die Altersforschung steht damit vor den zentralen Fragen nach Möglichkeiten, das Altern aufzuhalten und gesund alt zu werden.

"Das bedeutet, wir müssen die Mechanismen des Alterns auf der zellulären Ebene verstehen und die Signale im Organismus erkennen, die Alterungsprozesse auslösen oder aufhalten können", erklärt Prof. Dr. Aria Baniahmad vom Institut für Humangenetik und Anthropologie am Universitätsklinikum Jena (UKJ). "Nach wie vor wissen wir beispielsweise nicht, welchen Einfluss die Gene auf das Alter haben", führt der Wissenschaftler aus. "Wir stehen vor der Frage: Gibt es eine genetisch festgeschriebene Obergrenze für die Lebenserwartung, und wie wird diese kontrolliert?"

Auf der Suche nach der Antwort auf diese und weitere Fragen zum Phänomen des Alterns treffen sich vom 11. bis 13. Oktober 2007 in Jena ca. 200 Wissenschaftler aus aller Welt zur Tagung "Genetics of Aging". Neben der Diskussion der derzeit vertretenen Theorien zum Altern werden die Wissenschaftler sich auch mit der Langlebigkeit des Menschen und den Mechanismen der Entstehung von Alterskrankheiten wie Alzheimer beschäftigen. "Im Mittelpunkt steht dabei auch die Untersuchung der zellulären Seneszenz, eines genetisch gesteuerten Programms", erklärt Altersforscher Prof. Baniahmad. "Dieses Programm stoppt den Zellteilungsprozess, wenn die Kapazität dafür überschritten ist oder die Zellen geschädigt wurden." Durch diese Funktion könnte der Seneszenz möglicherweise auch eine Schutzfunktion bei Krebs zukommen, vermuten die Wissenschaftler. Denn eine durch Tumorenwachstum geschädigte Zelle würden dann quasi vorzeitig altern und so nicht mehr gefährlich sein können. "Hier stehen wir aber noch ganz am Anfang der Forschung und müssen gemeinsam noch viele offene Fragen beantworten, bevor praktische Aussagen zur Gesunderhaltung möglich sind", betont Baniahmad, der die Jenaer Tagung gemeinsam mit Prof. Dr. Christoph Englert vom Leibniz-Institut für Altersforschung in Jena initiiert hat.

Öffentlicher Abendvortrag

Auch das breite Publikum kann sich anlässlich der Tagung über den aktuellen Wissensstand zum Thema Altern und speziell zu Alzheimer informieren: Am 11. Oktober 2007 laden die Forscher zu einem öffentlichen Vortrag um 18.30 Uhr in den Hörsaal 2 am Uni-Campus (Carl-Zeiß-Str. 3) in Jena ein.

11.-13. Oktober 2007; Beginn am 11. 10. 2007, 13.00 Uhr
"Genetics of Aging", Annual Conferenc of the German Genetics Society (GfG)
Campus, Universität Jena

Öffentlicher Vortrag zu Altern und Alzheimer,
Referent: Prof. Dr. Christian Haas, München
11. Oktober 2007
18.30 Uhr, Hörsaal 2, Uni-Campus (Carl-Zeiß-Str. 3)

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Aria Baniahmad
Institut für Humangenetik und Anthropologie, Universitätsklinikum Jena
Tel.: 03641/935524
E-Mail: aban@mti.uni-jena.de
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de

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Der bestuntersuchte Organismus

Robert Emmerich, Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
Julius-Maximilians-Universität Würzburg
02.10.2007

Die vielfältigen Eigenschaften von Escherichia coli als Krankheitserreger sind Gegenstand einer internationalen Tagung, die vom 9. bis 12. Oktober 2007 im Bildungszentrum Kloster Banz stattfindet. Die Tagung wurde initiiert von dem Würzburger Infektionsforscher Jörg Hacker, dem Virologen Volker ter Meulen und dem Mikrobiologen Werner Goebel.
Escherichia coli wurde Ende des 19. Jahrhunderts von dem Ansbacher Kinderarzt Theodor Escherich (1857 bis 1911) als Hauptbewohner des menschlichen Darms entdeckt. Heute ist bekannt, dass bestimmte Typen dieser Mikrobe auch Krankheiten verursachen. Die Tagung ist dem 150. Geburtstag von Theodor Escherich gewidmet und wird vom Zentrum für Infektionsforschung der Universität Würzburg organisiert, an der Theodor Escherich seine ersten wissenschaftlichen Entdeckungen machte. Später wurde das zunächst nach seiner Lokalisation benannte "bacterium coli commune" nach seinem Entdecker Escherich in Escherichia coli, oder kurz E. coli, umbenannt. E. coli ist heute der am besten molekularbiologisch-genetisch untersuchte Organismus geworden.

Bei dieser Tagung werden führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den USA, Israel und zahlreichen europäischen Ländern ihre Erkenntnisse zur Molekularbiologie, zur Pathogenese und zu klinischen Aspekten des Bakteriums austauschen. Die Tagung wird die folgenden Themenkreise behandeln. Das internationale Organisationskomitee hat besonderen Wert darauf gelegt, dass auch Nachwuchswissenschaftler ihre Forschungsergebnisse in kurzen Vorträgen vorstellen können.

Das Symposium wird gemeinsam organisiert und unterstützt von "European Molecular Biology Organization" (EMBO), der "Federation of European Microbiological Societies" (FEMS), der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, dem Network of Excellence "EuroPathoGenomics", dem Konsortium des EU-Projektes COLIRISK, dem Zentrum für Infektionsforschung der Universität Würzburg, der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie (DGHM), und der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Die Veranstaltung wird großzügig unterstützt von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.

Mehr Infos unter http://www.ecoli2007.uni-wuerzburg.de/

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Der plötzliche Herztod ist nicht unberechenbar

Dr. Sibylle Kohlstädt, Stabsabteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Krebsforschungszentrum
01.10.2007

Internationale Tagung zu erblich bedingten Herzschäden im Deutschen Krebsforschungszentrum

Hinter einem plötzlichen Herztod muss nicht unbedingt ein Herzinfarkt stecken - auch ein genetisch belasteter Herzmuskel kann gerade bei jungen, ansonsten leistungsfähigen Menschen schlagartig seinen Dienst versagen. Über die genetischen Ursachen dieses Herzschadens und über die Vorsorge diskutieren Wissenschaftler und Kliniker aus elf Ländern auf einer Tagung am 8. und 9. Oktober 2007 im Deutschen Krebsforschungszentrum.
In den vergangenen drei Jahren ist es Wissenschaftlern weltweit gelungen, mehrere Gene zu identifizieren, die mit einer krankhaften Veränderung des Herzmuskels, einer Kardiomyopathie, in Verbindung stehen. Schwere Formen dieser Herzschwäche können das Herz aus dem Rhythmus bringen. Wird dieses Kammerflimmern nicht unmittelbar behandelt, führt es nach wenigen Minuten zum Tod.

Die Auslöser dieser Erkrankung sind in vielen Fällen fehlerhafte Zell-Zell-Verbindungsproteine, die die Zellen des Herzens zusammenhalten. Die Kenntnis der verantwortlichen Gene macht es möglich, Risikopatienten und deren Familienangehörige mithilfe eines Gentests zu untersuchen. Die Träger eines fehlerhaften Gens können dann frühzeitig darüber informiert und vor dem plötzlichen Herztod geschützt werden. In schweren Fällen wird den Patienten zur Vorsorge ein Defibrillator unter die Haut implantiert. Das Gerät registriert lebensbedrohliche Rhythmusstörungen des Herzens und löst im Notfall einen lebensrettenden Stromimpuls aus.

Auf der Tagung "Cell and Molecular Biology of the Adhering Junctions of the Heart" der Helmholtz-Gemeinschaft werden Molekular- und Zellbiologen, Genetiker, Kardiologen und Epidemiologen zusammentreffen und neue Forschungsergebnisse zu genetisch veränderten Zellverbindungsmolekülen im Zusammenhang mit erblichen Herzerkrankungen diskutieren. Der Organisator der Tagung, der Zellbiologe Professor Werner W. Franke vom Deutschen Krebsforschungszentrum, hat gemeinsam mit seinen Mitarbeitern mehrere dieser Zellverbindungsmoleküle in den entscheidenden Verbindungen der Herzmuskelzellen entdeckt. Er wird gemeinsam mit seinem Kollegen Professor Walter Birchmeier aus Berlin darüber berichten, welche Bedeutung diese Zellverbindungen für die Innenarchitektur der Zelle haben, und neue Forschungsergebnisse zu ihrem Aufbau und ihrer Entstehung vorstellen.

Zu den Referenten gehören weiterhin Professor Ludwig Thierfelder aus Berlin, der darüber berichten wird, wie vielfältig die genetischen Ursachen für Kardiomyopathien sind und welche Herausforderungen sich daraus für die Diagnose der Erkrankung ergeben.
Professor Veli-Pekka Letho aus Helsinki wird mit zwei weiteren Beispielen belegen, dass viele der entdeckten genetischen Veränderungen regional begrenzt auftreten. Er wird in seinem Vortrag zwei bisher unbekannte Gene vorstellen, die bei Patienten in Finnland, deren rechte Herzkammer krankhaft vergrößert ist, häufig verändert sind.

Das ausführliche Programm finden Sie im Internet unter:
http://www.dkfz.de/de/veranstaltungen/veranstaltung.php?id=1344

Weitere Materialien zu den Hintergründen des Themas senden wir Ihnen gern auf Anfrage.

Journalisten sind zu der Tagung, die im Kommunikationszentrum des Deutschen Krebsforschungszentrums stattfinden wird, herzlich eingeladen.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum hat die Aufgabe, die Mechanismen der Krebsentstehung systematisch zu untersuchen und Krebsrisikofaktoren zu erfassen. Die Ergebnisse dieser Grundlagenforschung sollen zu neuen Ansätzen in Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen führen. Das Zentrum wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V.

Diese Pressemitteilung ist abrufbar unter www.dkfz.de/pressemitteilungen

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsches Krebsforschungszentrum
Im Neuenheimer Feld 280
D-69120 Heidelberg
T: +49 6221 42 2854
F: +49 6221 42 2968
Weitere Informationen:
http://www.dkfz.de/pressemitteilungen http://www.dkfz.de/de/veranstaltungen/veranstaltung.php?id=1344

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news227992

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