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24.08.2017 01:25

Klärwerk.info / Ablage / Newsticker Oktober2007/2

Newsticker Oktober2007/2

Forschung für die Menschen

Dr. Janine Drexler, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Fraunhofer-Gesellschaft
11.10.2007

Wasser und Energie sind die Voraussetzung allen Lebens - und damit auch der menschlichen Existenz. Die Forscher der Fraunhofer-Gesellschaft erarbeiten Lösungen für die drängenden Probleme der Zukunft: Sie entwickeln heute Technologien, die das Leben morgen einfacher, gesünder und sicherer machen.
Die große Herausforderung des 21. Jahrhunderts ist die Versorgung einer noch immer wachsenden Weltbevölkerung mit den lebensnotwendigen Ressourcen. Mehr als sechs Milliarden Menschen brauchen saubere Luft zum Atmen, Trinkwasser und Grundnahrungsmittel, Arbeit, Wohnraum, Gesundheitsversorgung und sie wünschen sich darüber hinaus Sicherheit. Die Wissenschaftler und Ingenieure der Fraunhofer-Gesellschaft leisten mit ihren Forschungsprojekten einen wichtigen Beitrag zur Lösung aktueller und künftiger Probleme. Energie, Wasser, Gesundheit und Sicherheit sind strategische Schwerpunkte der Fraunhofer-Gesellschaft.

Forschungsschwerpunkt Energie
Der Ölpreis steigt. Die fossilen Rohstoffe gehen zur Neige. Doch die Menschen brauchen in Zukunft Energie - zum Kochen, Heizen, um sich fortzubewegen. Die Konsequenzen liegen auf der Hand: Energie muss künftig effektiver genutzt, Öl zunehmend durch regenerative Energiequellen ersetzt werden. Die Forscher haben diese Herausforderung erkannt. Im Fraunhofer Themenverbund Energie arbeiten sie beispielsweise institutsübergreifend und interdisziplinär an der Entwicklung einer neuen Generation von Brennstoffzellen, an der technischen Verbesserung von Windkraftanlagen, aber auch an Innovationen für die Solartechnik.

Noch spielt die Photovoltaik - die Stromgewinnung aus Sonnenenergie - nur eine geringe Rolle. Doch das soll sich ändern: Die Experten rechnen mit einer Steigerung von derzeit 0,1 Prozent der Gesamtenergieproduktion auf bis zu 50 Prozent im Jahr 2050. Die Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass Solarzellen billiger werden. Die Kosten lassen sich auf zweierlei Weise reduzieren: durch Einsparungen bei den Produktionskosten und durch Erhöhung des Wirkungsgrads. Die Forscher verfolgen beide Ansätze und entwickeln Lösungen, die den Unternehmen helfen, die Kosten zu senken und so auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig zu bleiben. Derzeit liegen deutsche Solarzellenhersteller hinter Japan an der Weltspitze. Um den Unternehmen den Zugang zu neuen Technologien zu erleichtern, baut die Fraunhofer-Gesellschaft jetzt an zwei Standorten neue Forschungseinrichtungen auf: In Halle an der Saale entsteht das Fraunhofer Center for Silicon Photovoltaics CSP und in Freiberg, Sachsen, das Fraunhofer-Technologiezentrum Halbleitermaterialien THM, eine gemeinsame Abteilung des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB und des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE.

Außerdem suchen die Forscher am ISE nach neuen Rohstoffen für die Solarzellenproduktion: Bisher benötigen die Hersteller hochreines Silizium, das teuer und nicht unbegrenzt verfügbar ist. Eine Alternative könnte künftig metallurgisches Silizium werden, das günstig ist aber Unreinheiten enthält. Durch verschiedene Prozessschritte wollen die Ingenieure dieses Material solarzellenfähig machen.

Forschungsschwerpunkt Wasser
Sauberes Trinkwasser ist in den meisten Ländern der Welt Mangelware. Für die Zukunft prognostizieren die Experten sogar Kriege ums Wasser. Die verbesserte Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung der knappen Ressource ist daher auch bei Fraunhofer ein strategisch wichtiger Forschungsschwerpunkt. Die Wissenschaftler und Ingenieure bündeln jetzt in der neuen Allianz SysWasser ihr Know-how, das sie bei Projekten im In- und Ausland über Jahrzehnte gesammelt haben. Das Spektrum der Kompetenzen reicht von der Trinkwasserreinigung mit Elektroden, UV-Lampen und Membranfiltern bis hin zu Konzepten zum Wassermanagement in Wüstengebieten oder Megastädten.

Auch in Deutschland, einem Land, in dem kein Wassermangel herrscht, können neue Technologien helfen, den Verbrauch von kostbarem Trinkwasser zu verringern. Derzeit benötigt jeder Deutsche täglich 130 Liter sauberes Wasser, wobei er ein Drittel davon durch die Toilette spült. Pure Verschwendung. "Wasser ist eine unserer wertvollsten Ressourcen, viel zu schade, um sie für den Transport von Fäkalien zu vergeuden", sagt Prof. Dr. Walter Trösch vom Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart. Gemeinsam mit Dr. Werner Sternad vom IGB und Dr. Harald Hiessl vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe hat er das Dezentrale Urbane Infrastruktursystem DEUS 21 konzipiert und umgesetzt. Dieses Modell arbeitet mit bisher ungenutzen Ressourcen wie Regenwasser. Dieses lässt sich sammeln und dezentral als Brauchwasser ins Versorgungsnetz einspeisen. Für ihre Leistungen erhalten die Forscher den Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2007.

Forschungsschwerpunkt Sicherheit
Terroristische Angriffe, Industrieunfälle und Pandemien sind die Bedrohungen der Gegenwart. Forschung ermöglicht, etwas dagegen zu tun - ein Garant für Sicherheit kann sie nicht sein. "Eine der wesentlichen Aufgaben der zivilen Sicherheitsforschung ist, Risiken für unsere Gesellschaft zu erkennen, zu analysieren und schließlich Vorschläge zur Minderung oder Vermeidung des Risikos zu entwickeln", erklärt Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. "Um die Sicherheitsforschung voran zu bringen, kann bereits vorhandenes Wissen aus unterschiedlichen Forschungsbereichen genutzt werden."

Die Fraunhofer-Gesellschaft hat die Sicherheitsforschung als eines von 12 Innovationsthemen identifiziert und liegt damit voll im Trend: Nationale Sicherheitsforschung ist auch ein wichtiger Teil der Hightech-Strategie der Bundesregierung. Und europaweit sollen im 7. Forschungsrahmenprogramm der EU 1,4 Milliarden Euro investiert werden. Hintergrund dieses Engagements ist dabei nicht nur das Bedürfnis des Menschen nach besserem Schutz, sondern auch ein wirtschaftlicher Trend: Sicherheitstechnik entwickelt sich zu einem immer wichtigeren Geschäftsfeld. Der europäische Sicherheitsmarkt liegt derzeit mit 20 Prozent Weltmarkt-Anteil auf Platz zwei hinter den USA. Die Schwerpunkte sind: Sicherheitsdienstleistungen, elektronische Sicherheitssysteme sowie Sicherheit von Information und Kommunikation. Die Fraunhofer-Forscher helfen der Industrie durch neue technologische Entwicklungen, sich auf dem Weltmarkt zu behaupten. Von dieser Forschung profitierten allerdings nicht nur Unternehmen: Die fertigen Produkte kommen dem Menschen zugute, denn sie machen seine Welt ein kleines Stück sicherer.

Forschungsschwerpunkt Gesundheit
Nichts ist mehr wert als ein Menschenleben. Heute können mit Medikamenten und medizintechnischen Geräten Krankheiten besiegt werden, die früher tödliche Folgen gehabt hätte. Gleichzeitig sind die Anforderungen, die an die Wirksamkeit der Medikamente gestellt werden, gestiegen. Die Forscher vom Fraunhofer-Verbund Live Sciences steuern hier neue Technologien bei, die die Entwicklung beschleunigen und gleichzeitig Kosten sparen: In-Vitro-Testplattformen, Arrays zur Identifizierung der Wirkstoffe sowie Analysemethoden zur Untersuchung der Wirkung und Toxizität.

Eine weitere gravierende Veränderung, die sich derzeit vollzieht, ist der demographische Wandel: Schon bald wird das Gros der Bevölkerung der älteren Generation angehören. Die Menschen werden mehr medizinische Versorgung brauchen, viele werden Pflege benötigen. Neue Technologien tragen dazu bei, diese Anforderungen zu erfüllen. Die Forscher der Fraunhofer-Gesellschaft erarbeiten beispielsweise intelligente Umgebungen, die Pflegebedürftigen helfen ihren Alltag allein zu meistern - im Notfall aber sofort Arzt oder Krankenhaus alarmieren. Eine andere vielversprechende Entwicklung ist der Digitale Patientenbegleiter: Das mobile Endgerät - Mobiltelefon oder PDA - erinnert an Arzttermine, gibt beim Einkaufen Ernährungstipps und spornt zu körperlicher Bewegung an. Zielgruppe sind Erwachsene, die ihre Lebens- und Ernährungsgewohnheiten aus medizinischen Gründen umstellen müssen, aber auch übergewichtige Kinder.
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de/fhg/press/pi/2007/10/Presseinformation11102007.jsp

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Fettfreie Wurst, die schmeckt

Dr. Janine Drexler, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Fraunhofer-Gesellschaft
11.10.2007

Leichter Genuss - ein Trend unserer Zeit für gesundheitsbewusste Verbraucher. Dank eines neuen, patentierten Verfahrens lassen sich nun auch schmackhafte Wurstsorten mit nur zwei bis drei Prozent Fettanteil herstellen.
Etwa 1,5 Millionen Tonnen Wurstwaren essen die Deutschen im Jahr. Zweidrittel davon sind Brüh- und Kochwurst. Doch diese Sorten enthalten meist viel Fett, damit sie die entsprechende Konsistenz und den Geschmack haben. "Natürlich gibt es auch fettarme Wurstsorten, die haben meist jedoch einen Anteil Geflügelfleisch. Oder die Verbraucher halten sich an Schinken. Aber fettarme Produkte bei Sorten wie Bierschinken, Leberkäse oder Salami, das fehlt bisher", erläutert Joseph Pointner, Metzgermeister aus Mindelheim. Er hatte die Idee zur fettarmen Wurst und probierte verschiedene Parameter aus, um sie auch herzustellen. "Allerdings hatte ich nur zum Teil Erfolg", sagt Pointner.

Die Kunst ist es, das Fett in der Wurst mehr und mehr durch ein Proteingel zu ersetzten. Damit das gelingt, müssen sich die Proteine des Fleisches stärker vernetzen, also ihre Struktur so auffalten, dass möglichst viel Wasser gebunden wird. "Beim Zerkleinerungsprozess im Kutter werden die Fleisch-Proteine, Actin und Myosin, freigesetzt. Unsere Aufgabe war es nun mehr Proteine freizusetzen als bei der üblichen Wurstherstellung und ihre Eigenschaften zu beeinflussen, um mehr Wasser zu binden. Damit kann der Fettanteil reduziert werden", sagt Dr. Peter Eisner vom Fraunhofer-Institut für Verfahrens- und Verpackungstechnik IVV. Dreh- und Angelpunkt ist der Kutter, eine Schüssel, die um scharfe, rotierende Messer kreist. In ihr kommen die Zutaten zusammen: mageres Fleisch, Gewürze und Eis. Bei herkömmlichen Kuttern entstehen an den Messern Temperaturspitzen von bis zu 75 Grad Celsius. Das führt zu einer Denaturierung der Proteine, sie bilden unerwünschte kleine Klümpchen im Brät und verlieren teilweise die Fähigkeit, Wasser zu binden. In der institutseigenen Wurstküche wurde eine Reihe von Versuchen gefahren, um den idealen Fettgehalt und die richtige Textur bzw. Konsistenz des Bräts zu erreichen. Der Trick ist, die Temperatur zu kontrollieren und Kuttermesser sowie Brät immer wieder zu kühlen. Dabei kommt es auf den richtigen Zeitpunkt an: Nur einen Moment zu spät, dann werden die Messer heiß. Auf das Herstellungsverfahren halten Fraunhofer und Joseph Pointner das Patent.

Für ihre Entwicklung rund um die Fitnesswurst erhalten Dr.-Ing. Peter Eisner, Dr.-Ing. Klaus Müller und Dipl.-Ing. Christian Zacherl den Preis "Technik für den Menschen", gestiftet von ehemaligen Vorständen und Institutsleitern der Fraunhofer-Gesellschaft. Die Jury betonte, dass dieses Projekt beispielhaft zeigt, wie kleine Handwerksbetriebe von einer Kooperation mit Fraunhofer profitieren. Darüber hinaus erleichtert die Wurst eine gesundheitsbewusste und abwechslungsreiche Ernährung.
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de/fhg/press/pi/2007/10/Mediendienst10s2007Thema1.jsp

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Ludwig II. von Bayern - nicht schizophren, sondern ...

Tanja Schmidhofer, Pressestelle
Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München
11.10.2007

Um die Persönlichkeit Ludwigs II. von Bayern ranken sich zahlreiche Spekulationen. In diversen posthumen Untersuchungen wurden bei ihm verschiedene psychische Erkrankungen diagnostiziert - darunter besonders häufig die Schizophrenie. Der Direktor der Klinik für Psychiatrie am Klinikum rechts der Isar der TU München, Prof. Dr. Hans Förstl, hat nun gemeinsam mit Historikern bereits verfügbare Quellen und erstmals Dokumente des Geheimen (Wittelsbacher) Hausarchivs ausgewertet. In einer Veröffentlichung in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift zeigen sie, dass die Diagnose Schizophrenie nach aktuellen Kriterien nicht aufrechterhalten werden kann, wohl aber die einer schizotypen Persönlichkeitsstörung. Darüber hinaus ergibt sich aus dem Verlauf in den letzten beiden Lebensjahren und aufgrund des Autopsiebefundes zusätzlich der Verdacht auf eine beginnende frontotemporale Degeneration (Morbus Pick).
Ludwig II. von Bayern war kein einfacher Mensch. Er zog sich weitgehend aus dem öffentlichen Leben zurück und zeigte Verhaltensweisen, die seiner Umgebung zunehmend bizarr erschienen. Bernhard von Gudden, der damalige Inhaber des Münchner Psychiatrie-Lehrstuhls, diagnostizierte in seinem Gutachten eine "Paranoia". Dies entspricht nach heutigen Maßstäben weitgehend einer Schizophrenie, und diese Diagnose lieferte die Rechtfertigung für die Absetzung Ludwigs II. Bei seiner Diagnose konnte sich von Gudden allerdings nur auf Zeugenaussagen und Akten stützen - eine persönliche Untersuchung des Königs war nicht möglich.

Da die damals für das Ferngutachten verwendeten Unterlagen auch heute noch existieren, konnte die Untersuchung der Münchner Forscher von den gleichen Voraussetzungen wie von Gudden ausgehen. Förstl: "Unser Anliegen war es, an die im Gutachten beschriebenen Symptome aktuelle diagnostische Konzepte anzulegen." Nach der derzeit gültigen Internationalen Krankheitsklassifikation (ICD-10) erfüllt Ludwig mit den im Aktenmaterial dokumentierten Symptomen Kriterien einer schizotypen Störung. Diese Persönlichkeitsstörung zeichnet sich durch dauerhafte Defizite im zwischenmenschlichen Bereich aus und zusätzlich Misstrauen, Grübeln, exzentrische Ideen und absonderliches Verhalten. Im Unterschied zur Schizophrenie schreitet sie jedoch nicht prozesshaft fort und führt zu keinen schwerwiegenden intellektuellen Veränderungen. Heute stehen zur Behandlung der Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis effektive pharmakologische und rehabilitative Interventionen zur Verfügung.

Die historischen Quellen legen noch eine weitere Vermutung nahe. Bei der Autopsie Ludwigs im Jahr 1886 wurde eine deutliche Schrumpfung des Frontalhirns festgestellt. Förstl erläutert: "Betroffene zeigen häufig einen Persönlichkeitswandel mit Verlust von Selbstkritik und Einsicht, geistige Rigidität und ungebremste Impulsivität, aber auch emotionale Abstumpfung und Rückzug." Diese Erkrankung könnte jedoch nicht die über mehr als 20 Jahre bestehenden Verhaltensauffälligkeiten Ludwigs erklären, sondern nur eine zusätzliche Akzentuierung in den letzten Lebensjahren.

Frontotemporale Degeneration:
- Seltener als die Alzheimer Demenz
- Bei unter 65-jährigen die zweithäufigste Ursache für eine Demenz
- Charakterisiert durch Veränderungen von Verhalten und Persönlichkeit
- Die Erkrankung wird wegen der ungewöhnlichen Symptome auch heute meist nicht erkannt

Kontakt:
Klinikum rechts der Isar der TU München
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tanja Schmidhofer
Tel.: 089/4140 2046
Fax: 089/4140 7709
E-mail: schmidhofer@lrz.tum.de

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news229786

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Integriertes System für die Wassernutzung

Dr. Janine Drexler, Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Fraunhofer-Gesellschaft
11.10.2007

Überfüllte Megastädte ohne ausreichende Wasserver- und Abwasser-entsorgung, häufige Hochwasser oder extreme Trockenheit - Probleme, bei denen ein neues urbanes Infrastrukturkonzept helfen kann. Es hat ein flexibles, Wasser sparendes Vakuumkanalnetz.
130 Liter sauberes Wasser verbraucht ein Deutscher pro Tag - nur drei davon trinkt er. Ein Drittel hingegen wird durch die Toilette gespült. "Wasser ist eine unserer wertvollsten Ressourcen, viel zu schade um sie für den Transport von Fäkalien zu vergeuden", sagt Prof. Dr. Walter Trösch vom Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart. Gemeinsam mit Dr.-Ing. Werner Sternad vom IGB und Dr.-Ing. Harald Hiessl vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe hat er das Dezentrale Urbane Infrastruktursystem DEUS 21 konzipiert und umgesetzt. Für ihre Leis-tungen erhalten sie den Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2007. Die Jury war von der Verfahrenstechnik zur Wasseraufbereitung und dem umfassenden Ansatz für ein effektives Stoffrecycling beeindruckt.

"DEUS ist ein integriertes Modell, das den Rohstoff Wasser vom Wasserhahn bis zur Kläranlage betrachtet", so Prof. Trösch. "Neu am Ansatz ist, dass wir Regenwasser getrennt vom Schmutzwasser sammeln und nicht ungenutzt über die Abwasserkanalisation ableiten. Wir bereiten es über eine moderne Membrananlage auf." Die Poren der Membran sind kleiner als Bakterien und Viren. So werden die Erreger abgetrennt. Heraus kommt keimfreies Pflegewasser, das den Anforderungen der Trinkwasser-Verordnung entspricht. Dieses sehr weiche Wasser fließt durch ein separates Versorgungsnetz zurück in die Haushalte, die es etwa zum Duschen oder auch in der Wasch- und Geschirrspülmaschine nutzen. Die Bewohner sparen dadurch Trinkwasser und somit Geld. Das Abwasser aus den Haushalten wird über eine Vakuumkanalisation gesammelt. Besonderer Vorteil: Die Anlage saugt auch zerkleinerte Küchenabfälle ab, eine Biotonne entfällt. Das Abwasser gelangt in einen hermetisch dichten biologischen Hochleistungsreaktor. Dort sind Rotationsscheibenfilter - poröse, keramische Mikro-Membranen - im Einsatz. Sie filtern alles aus dem Abwasser, was größer ist als 0,2 Mikrometer - auch Bakterien bleiben hier hängen und zersetzen die organischen Abfälle. Das gewonnene Biogas lässt sich nutzen, um Strom und Wärme zu produzieren. Auch Stickstoff und Phosphor werden aus dem Abwasser gewonnen und zu hochwertigem Dünger verarbeitet. Übrig bleibt dann noch das gereinigte Abwasser. Es entspricht den Qualitätsanforderungen der Europäischen Richtlinie an Badegewässer und kann versickert oder in ein Gewässer eingeleitet werden.

Die Pilotanwender in Knittlingen und Neurott schätzen die ökonomischen und ökologischen Vorteile. Argumente, die auch international zählen: Projekte in Namibia, China und Rumänien sind in Planung.
Weitere Informationen:
http://www.fraunhofer.de/fhg/press/pi/2007/10/Mediendienst10s2007Thema4.jsp

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Den kompetenten Hausarzt vor Ort soll es auch in Zukunft geben

Dr. Annette Tuffs, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Heidelberg
11.10.2007

Bundesweit erstes "Kompetenzzentrum Allgemeinmedizin" am Universitätsklinikum Heidelberg / Unterstützung durch das Land Baden-Württemberg mit 1,5 Millionen Euro
Das bundesweit erste "Kompetenzzentrum Allgemeinmedizin" wird aktuell in Heidelberg in der Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung des Universitätsklinikums eingerichtet. Das neue Zentrum unter Leitung von Professor Dr. Joachim Szecsenyi, Ärztlicher Direktor der Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, soll dazu beitragen, landesweit einen einheitlich hohen Standard in der Aus- und Weiterbildung von Hausärzten zu erreichen sowie die allgemeinmedizinische Lehre und die Forschung an allen Universitäten des Landes weiter zu professionalisieren.

"Unser grundsätzliches Ziel ist es, die wohnortnahe hausärztliche Versorgung der Bevölkerung auch für die nächsten Jahre sicherzustellen. Aus diesem Grunde müssen wir erforschen, was die Bevölkerung jetzt und in Zukunft für eine Versorgung durch Hausärzte braucht. Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere chronisch kranke Menschen", fasst Prof. Szecsenyi zusammen.

Gemeinsame Plattform für Lehre, Forschung und Versorgung von Universitätsklinika und Hausarztpraxen

"Dies wollen wir erreichen, indem die medizinischen Fakultäten in Baden-Württemberg im Fach Allgemeinmedizin stärker vernetzt werden", informiert Professor Szecsenyi. Eine gemeinsame Plattform für Lehre, Forschung und Versorgung soll zwischen Universitätsklinika und den Hausarztpraxen der Regionen entstehen. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg unterstützt das Netzwerk in den nächsten drei Jahren mit rund 1,5 Millionen Euro.

Bislang findet ein Großteil der Lehre landesweit bei Hausärzten in mehr als 700 Lehrpraxen mit starkem regionalen Bezug zu den jeweiligen Universitäten statt, in denen weiterhin 30 Lehrbeauftragte mit hohem Engagement tätig sind. Der Umfang, der Inhalt und die Ausrichtung der Lehrangebote differiert von Fakultät zu Fakultät, da das Fach in unterschiedlichen Semestern angeboten wird. Lehrbeauftragte und wissenschaftliche Mitarbeiter aller Universitäten sollen künftig entsprechend eines eigens in Heidelberg erarbeiteten Forschungscurriculums qualifiziert werden.

Curriculum für Qualifizierung zur Lehre in der Allgemeinmedizin

Für Hausärzte in den Lehrpraxen - hier können Studentinnen und Studenten bereits im Studium das Leistungsspektrum und den Alltag eines niedergelassenen Arztes kennen lernen - werden zusätzliche Fortbildungsangebote geschaffen. "Damit soll ein landesweit einheitlich hoher Standard in der curriculären Lehre, beim Blockpraktikum Allgemeinmedizin, bei Prüfungen und bei der Akkreditierung von Lehrpraxen realisiert werden", so Professor Szecsenyi.

"Das Kompetenzzentrum für Allgemeinmedizin in Heidelberg soll im Rahmen einer Netzwerkstruktur die Koordination sowie das Management und Controlling der standortspezifischen Aktivitäten in Baden-Württemberg übernehmen", erläutert dazu auch Dr. Manfred Hilzenbecher, Ministerialrat im baden-württembergischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst.

Mehr internationale Publikationen und Drittmittel in der Allgemeinmedizin

Ziel des neuen Kompetenzzentrums soll zudem sein, dass die Allgemeinmedizin in den Fakultäten Baden-Württembergs in internationalen Fachzeitschriften publiziert und mehr Drittmittel einwirbt. Dazu wird zunächst wissenschaftlicher Nachwuchs methodisch weiterqualifiziert und bei der Umsetzung von Projekten sowie bei der Publikation von Projektergebnissen unterstützt werden.

"Wir suchen bereits über Stellenanzeigen wissenschaftliche Mitarbeiter (Ärzte, Epidemiologen, Gesundheits- oder Sozialwissenschaftler), die bewusst eine wissenschaftliche Laufbahn einschlagen wollen und an einer der Universitäten ihre Arbeit aufnehmen möchten", berichtet Szecsenyi. In engem Kontakt mit dem Heidelberger Kompetenzzentrum und seinen Projekten sollen die Mitarbeiter an den jeweiligen Lehrbereichen und Abteilungen wissenschaftliche Projekte umsetzen.

Aus Sicht des Wissenschaftsministeriums ist der allgemeinmedizinischen Ausbildung und Versorgung nicht zuletzt wegen der demografischen Entwicklung eine zunehmende Bedeutung beizumessen. Dies gilt auch für die Bereiche Prävention und Nachsorge. Gleichwohl ist das Fach Allgemeinmedizin bislang in der Lehre und noch mehr in der Forschung gegenüber etablierten Fächern nur rudimentär vertreten. "Eine Ausnahme bildet hier die Heidelberger Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, die sich zu einer der führenden wissenschaftlichen Einrichtungen auf diesem Gebiet in Deutschland entwickelt hat", machte Dr. Manfred Hilzenbecher vom Ministerium in Stuttgart deutlich.

Künftige Mediziner für den Job des Hausarztes gewinnen / Unterversorgung droht auch in Baden-Württemberg

Es sei angesichts der demographischen Entwicklung wichtig, künftige Mediziner für den Job des Hausarztes zu gewinnen, ergänzt dazu Professor Dr. Szecsenyi. Die Zahl der Weiterbildungsassistenten, die derzeit eine Facharztweiterbildung und eine spätere Niederlassung im hausärztlichen Bereich anstreben, wird in Baden-Württemberg wie in fast allen anderen Bundesländern immer geringer. Dies ist vor dem Hintergrund einer großen Zahl von über 55-jährigen Hausärzten, die ihre Praxistätigkeit in den kommenden Jahren aufgeben oder reduzieren werden, zu sehen.

"Bislang erscheint das Ausmaß des absehbar entstehenden Hausärztemangels derzeit noch nicht so bedrohlich wie in den sogenannten "Neuen Bundesländern", jedoch ist schon absehbar, dass es auch in Baden-Württemberg zu einer Unterversorgung zumindest in ländlichen Gebieten kommen wird, wenn es nicht gelingt, hier gegenzusteuern", warnt Professor Szecsenyi. Erste Engpässe würden bereits sichtbar.

Expertenkommission hat Kompetenzzentrum Allgemeinmedizin empfohlen

Das Kompetenzzentrum plane daher mittelfristig ein Forschungs- und Implementierungsprojekt "Weiterbildung zum Hausarzt in Baden-Württemberg" zu definieren, das im ersten Schritt mögliche Barrieren der Weiterbildung zum Hausarzt bei Studenten, Weiterbildungsassistenten, Weiterbildern und Krankenhäusern identifiziert und erforscht und das im zweiten Schritt mögliche Lösungsansätze mit den genannten Akteuren sowie Ärztekammer, Kassenärztlichen Vereinigungen und politisch Verantwortlichen in den Regionen erarbeitet und implementiert und das dann in einem dritten Schritt den Erfolg der Maßnahmen evaluiert.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die vom Land Baden-Württemberg eingesetzte Medizinstrukturkommission in einem Gutachten empfohlen, dass ein Kompetenzzentrum Allgemeinmedizin "standortübergreifend die Lehre und Forschung sowie die Fortbildung für Ärzte der Allgemeinmedizin koordinieren" soll. Der Sachverständigenkommission gehörten 13 hochrangige Experten des Gesundheitswesens aus dem In- und Ausland an.

Kontakt:
Prof. Dr. med. Joachim Szecsenyi
Ärztlicher Direktor der Abteilung Allgemeinmedizin und
Versorgungsforschung
Voßstr. 2
69115 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 47 45
E-Mail: joachim.szecsenyi@med.uni-heidelberg.de

Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse

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Leiden Frauen und Männer anders - Geschlechterforschung in der Medizin

Dr. Barbara Nickolaus, Pressestelle
Deutsches Herzzentrum Berlin
08.10.2007

Leiden Frauen anders als Männer?
Müssen Frauen und Männer unterschiedlich behandelt werden?
Geschlechterforschung in der Medizin stellt provokante Fragen

Zuckerkranke Frauen erleiden fünfmal so häufig einen Herzinfarkt wie Frauen ohne Diabetes. Diabetikerinnen spüren seltener die typische Infarktsymptomatik. Der behandelnde Arzt ist also gefragt, der bei einer Frau die Blutzuckereinstellung besonders sorgfältig überwacht. Nicht nur bei Diabetes sind Frauen und Männer anders krank und reagieren bei Therapie und in psychischer Krankheitsbewältigung unterschiedlich. Dennoch gelten für Frauen meistens die aus Studien an Männern gewonnenen Erkenntnisse z. B. zur Medikamentendosierung oder zum Operationszeitpunkt.

Die internationale, interdisziplinäre Geschlechterforschung hat die Medizin zunehmend sensibilisiert für Fragen. wie, warum oder wann Männer oder Frauen unterschiedlich bei Krankheitsentstehung, -verlauf und -therapie reagieren. Wo liegen besondere Risiken für das jeweilige Geschlecht, und wie hängen sie vom Alter ab?
Das 4. Berliner Symposium zur Geschlechterforschung (11.u. 12. 10. 07), das das Center for Gender in Medicine (GiM, Charité/DHZB) veranstaltet, wird auch in diesem Jahr provokante Fragen aufwerfen, so z. B. : Unterschiede in der Knieprothetik; schafft Diabetes Gleichberechtigung beim Herzinfarkt; wer leidet bei Depressionen mehr.
Zu Beginn des Berliner GiM- Symposiums laden wir Sie ein zu einer

Pressekonferenz
Mittwoch, 10. Oktober 2007, 12.00 Uhr
Deutsches Herzzentrum Berlin (DHZB), Bibliothek, 2. Stock
Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin

Referenten:
Prof. Dr. Dr. h. c. Roland Hetzer, Ärztl. Direktor DHZB
Prof. Dr. Vera Regitz-Zagrosek, Zentrum für Geschlechterforschung in der Medizin, Charité/DHZB
Prof. Dr. Isabella Heuser, Dir. Klinik f. Psychiatrie u. Psychotherapie, Charité, CBF
Prof. Dr. Carsten Perka, Stellvertr. Klinikdir., Klinik f. Orthopädie, Charité CCM, CVK

Über Ihre Teilnahme an der PK und dem Symposium (10./11. 10. 07, DHZB, Weißer Saal) würden wir uns freuen.

Dr. Barbara Nickolaus
Pressesprecherin DHZB

Für Informationen und Interviewwünsche:
Tel. 030/832 41 37; Handy 0172-390 83 34; E-Mail: nickolaus@dhzb.de

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Parkraummanagement in Deutschland und Europa

Christine Schniedermann, Pressestelle
Humboldt-Universität zu Berlin
08.10.2007

Pressekonferenz am Donnerstag, den 11.10.2007 um 11:15 Uhr im Roten Rathaus (Raum 319) in Berlin
Das Thema "Parken" und "Parkraumbewirtschaftung" ist aktuell wieder in der Diskussion. Bürger wehren sich gegen die vermeintliche "Abzocke" durch Parkgebühren, andere fordern Schutz vor der Belastung durch Parksuchverkehr und vor Fremdparkern in ihren Wohngebieten; Gewerbetreibende verlangen ausreichenden Parkraum für ihre Kunden.
In der Fachwelt wird die Steuerung des Parkraumangebots durch Parkraumplanung und -bewirtschaftung als wichtiger Baustein für ein nachhaltiges Mobilitätsmanagement in unseren Stadtzentren betrachtet.

Um diese Fragen mit Experten auf internationaler Ebene zu diskutieren veranstaltet die Humboldt-Universität und die Berufsvereinigung SRL mit Unterstützung des DIFU und des Bezirksamtes Mitte von Berlin eine Fachtagung im Roten Rathaus von Berlin vom 10. bis 11. Oktober 2007 unter dem Motto: "PARKRAUMMANAGEMENT - QUO VADIS?".
Die Fachtagung ist gleichzeitig Abschlusskonferenz des EU-Projektes "City Parking in Europe". Beispiele aus der europäischen und deutschen Praxis werden vorgestellt und diskutiert.

Das Programm zeigt: Parkraummanagement ist eine notwendige Maßnahme zur nachhaltigen Lösung der Verkehrsprobleme von Städten in ganz Europa. Abhängig von der lokalen Situation ist dabei das Vorgehen vor Ort unterschiedlich. Es gibt aber allgemeine und übergreifende Regeln, die als "Common Guidelines for European Parking" zusammengefasst und präsentiert werden.

Im Zentrum der Tagung wird der Erfahrungsaustausch zwischen Fachleuten aus Deutschland und Europa stehen. Neben den übergreifenden Mobilitätskonzepten werden praktische Fragen der Umsetzung erörtert: Wirkungen, Erfolg und Misserfolg verschiedener Maßnahmen, Öffentlichkeits- und Bürgerbeteiligung, effizientes Management, neue technologische Innovationen, Handyparken etc..

Die Veranstalter laden Sie herzlich ein zu einer Pressekonferenz am Donnerstag, den 11.10.2007 um 11:15 Uhr in das Rote Rathaus (Raum 319).

Dort werden Ihnen die Ergebnisse der Konferenz und Fachtagung vorgestellt. Aus erster Hand werden Sie von den Veranstaltern und Vertretern deutscher und europäischer Städte sowie der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung über die Parkraumkonzepte in Europa und über die aktuelle Praxis von der Überwachung bis zu neuen technischen Entwicklungen informiert.

Ansprechpartner:

Geographisches Institut der Humboldt-Universität:
Herr Prof. Dr. Elmar Kulke
Tel.: 030-20936814
Email: elmar.kulke@geo.hu-berlin.de

Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung SRL:
Herr Dipl.-Ing. Siegfried Dittrich,
Tel.: 0173-6351210
Email: info@srl.de

Deutsches Institut für Urbanistik DIFU:
Herr Dipl.-Ing. Michael Lehmbrock
Tel.: 030-39001252
Email: lehmbrock@difu.de

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news229077

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Übergewicht maßgeblich an Herzschwäche beteiligt

Christiane Limberg, Pressestelle
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.
06.10.2007

31. Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, 18. Jahrestagung der Arbeitsgruppe Herzschrittmacher und Arrhythmie
Lübeck/Köln, 6. Oktober 2007 - "Übergewicht führt zu einer verstärkten Zunahme der Wanddicke und Masse in der linken Herzkammer und zu einer Beschleunigung des Alterungsprozesses des Herzens", berichtete Jan Stritzke (Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck) auf der 31. Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und der 18. Jahrestagung der Arbeitsgruppe Herzschrittmacher und Arrhythmie in Köln.

Darüber hinaus kommt es durch die zunehmende Volumenbelastung bei adipösen Menschen zu einer problematischen Veränderung der Herzstruktur ("exzentrisches kardiales Remodeling"). Bis zu 13 Prozent aller Fälle von Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche) lassen sich auf Übergewicht oder die damit verknüpften Folgeerkrankungen zurückführen. Vernünftige Ernährung und regelmäßige körperliche Betätigung sind also auch unter dem Gesichtspunkt der Vermeidung von Übergewicht gute Präventivmaßnahmen gegen Kardiovaskuläre Erkrankungen.

Im Rahmen der in Köln vorgestellten Studie wurden die Auswirkungen von Präadipositas (BMI > 25 kg/m² und < 30 kg/m²) und Adipositas (BMI > 30 kg/m²) auf Änderungen der linksventrikulären Geometrie im Verlauf von zehn Jahren untersucht. Insgesamt 1676 Probanden (Alter 25 bis 74 Jahre) wurden in den Jahren 1994/95 im Rahmen des MONICA/KORA-Projektes echokardiografisch untersucht. zehn Jahre später konnten 1005 Probanden erneut für eine Untersuchung gewonnen werden.

Kontakt:
Prof. Dr. Eckart Fleck, Berlin (Pressesprecher der DGK)
Christiane Limberg, Düsseldorf (Pressereferentin der DGK, Tel.: 0211- 600 692 - 61; Fax: 0211- 600 692 - 67; limberg@dgk.org
Roland Bettschart, Bettschart & Kofler Medien- und Kommunikationsberatung GmbH; Mobil: 0043-676-6356775; bettschart@bkkommunikation.at

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit heute mehr als 6300 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste kardiologische Gesellschaft in Europa. Weitere Informationen unter www.dgk.org.
Weitere Informationen:
http://www.dkg.org

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Eine Stunde Bewegung pro Woche hält Blutgefäße geschmeidig

Christiane Limberg, Pressestelle
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.
06.10.2007

31. Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, 18. Jahrestagung der Arbeitsgruppe Herzschrittmacher und Arrhythmie
4. bis 6. Oktober, Köln
Eine Stunde Bewegung pro Woche hält Blutgefäße geschmeidig
Lübeck/Köln, Samstag 6. Oktober 2007 - Bereits eine Stunde pro Woche regelmäßiges Ausdauertraining erhöht den Blutfluss in den innen gelegenen ("subendokardialen") Muskelschichten des Herzens und hält die Arterienwände geschmeidig, indem es ihrer Versteifung vorbeugt. "Diese beiden Mechanismen können dazu beitragen, das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu verringern", berichtet Marcello Ricardo Markus (Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck) in Köln. Auf der 31. Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und 18. Jahrestagung der Arbeitsgruppe Herzschrittmacher und Arrhythmie nehmen rund 2000 Herz-Spezialisten teil. Zur Versteifung von Blutgefäßen tragen zum Beispiel der Alterungsprozess oder Risikofaktoren wie überhöhter Blutdruck bei.

Die Studienautoren hatten 882 Personen aus dem Augsburger Raum im Rahmen des WHO-Projektes MONICA untersucht. Eine Untergruppe betrieb zumindest eine Stunde pro Woche Sport, die Kontrollgruppe ging keiner oder nur sehr unregelmäßiger körperlicher Bewegung nach. Die Studie ist ein weiterer Hinweis darauf, dass regelmäßige körperliche Aktivität zur Prävention von Herz- Kreislauferkrankungen und deren negativen Auswirkungen geeignet ist.

Kontakt:
Prof. Dr. Eckart Fleck, Berlin (Pressesprecher der DGK)
Christiane Limberg, Düsseldorf (Pressereferentin der DGK, Tel.: 0211- 600 692 - 61; Fax: 0211- 600 692 - 67; limberg@dgk.org
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Bauchfett fördert Entzündungen, Diabetes, Arteriosklerose

Christiane Limberg, Pressestelle
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.
06.10.2007

31. Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, 18. Jahrestagung der Arbeitsgruppe Herzschrittmacher und Arrhythmie
Köln, Samstag 7. Oktober 2007 - Bauchfett ("viszerales Fett") spielt offenbar eine ursächliche Rolle in der Entstehung von Diabetes ("Zuckerkrankheit") und Arteriosklerose, indem es entzündungsfördernde Botenstoffe freisetzt. "Die Entzündung gilt als gemeinsame Grundlage für beide Erkrankungen", berichtete Prof. Dr. Nikolaus Marx (Universität Ulm) auf der 31. Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und der 18. Jahrestagung der Arbeitsgruppe Herzschrittmacher und Arrhythmie in Köln.

"Sowohl der Typ-2-Diabetes mellitus als auch die Arteriosklerose weisen Zeichen einer systemisch entzündlichen Erkrankung auf. Noch vor dem eigentlichen Auftreten der Erkrankung finden sich erhöhte Spiegel von Entzündungs-Markern im Serum", erklärt Prof. Marx. So fanden sich erhöhte Blutplasma-Spiegel der Entzündungsmarker CRP, Serum Amyloid A und Fibrinogen bei Patienten mit Insulinresistenz und gestörter Glukosetoleranz, also Vorstufen von Diabetes mellitus Typ 2. Darüber hinaus wirken manche entzündungsfördernden Botenstoffe direkt auf die Gefäßwand und führen unter anderem zur Störung der Funktion der Innenschicht der Blutgefäße ("Endothel"), was wiederum die Entstehung arteriosklerotischer Schädigungen fördert.

"Interessanterweise führen Interventionen wie körperliche Aktivität oder eine Therapie mit Glitazonen, die eine Verringerung des viszeralen Fettgewebes bewirken und die Insulinresistenz reduzieren, zu einer Verminderung der Spiegel dieser entzündlichen Risikomarker", so Prof. Marx. Für andere Substanzen wie Cholesterin-Senker vom Typ der Statine oder die Blutdruck-senkenden ACE-Hemmer konnte gezeigt werden, dass sie das Neuauftreten des Typ-2-Diabetes reduzieren: "Ein Teil dieser Effekte könnte auf die bekannten anti-entzündlichen Wirkungen dieser Medikamente zurückzuführen sein", meint der Experte.

Schlussfolgerung: Nicht nur die eigenen Aktivitäten, auch gezielte Medikamente können zur Prognose-Verbesserung beitragen.

Kontakt:
Prof. Dr. Eckart Fleck, Berlin (Pressesprecher der DGK)
Christiane Limberg, Düsseldorf (Pressereferentin der DGK, Tel.: 0211- 600 692 - 61; Fax: 0211- 600 692 - 67; limberg@dgk.org
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Mundhygiene soll gefährlicher Entzündung der Herz-Innenhaut vorbeugen

Christiane Limberg, Pressestelle
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.
06.10.2007

31. Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, 18. Jahrestagung der Arbeitsgruppe Herzschrittmacher und Arrhythmie
Köln, Samstag 6. Oktober 2007 - "Eine ordentliche Mundhygiene könnte in der Vorbeugung einer infektiösen Entzündung der Herzinnenhaut ("Endokarditis") eine wichtige Rolle spielen", sagt Privatdozent Dr. Christoph Naber (Westdeutsches Herzzentrum Essen). Davon geht jedenfalls das demnächst publizierte Positionspapier "Prophylaxe der infektiösen Endokarditis" der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie aus, das von Dr. Naber auf der 31. Herbsttagung der DGK und 18. Jahrestagung der Arbeitsgruppe Herzschrittmacher und Arrhythmie vorgestellt wurde.
Zu einer Endokarditis kann es kommen, wenn bestimmte Bakterien in das Blut eindringen, zum Beispiel bei Operationen. Nicht rechtzeitig behandelt, verläuft eine Endokarditis in den meisten Fällen tödlich. Antibiotika vor Eingriffen sollen deshalb bei bestimmten Patienten einer Infektion vorbeugen.

"Allerdings zeigt eine Auswertung unserer Register, dass 80 Prozent der Endokarditis-Patienten vor dem Auftreten der Erkrankung keine Operation hatten", erklärt Dr. Naber. "Die Bakterien müssen also auf andere Weise ins Blut gelangt sein." Eine Möglichkeit ist, dass Bakterien aufgrund eines schlechten Zahnstatus bereits bei alltäglichen Aktivitäten wie dem Kauen oder dem Zähneputzen ins Blut eindringen. "Davor können wir allerdings nicht mit Medikamenten schützen", sagt der Herz-Spezialist. "Es macht daher Sinn, kranke Zähne rechtzeitig solide zu sanieren und Karies und Parodontose effektiv zu behandeln."

Ein schlechter Zahnstatus könne ein Risikofaktor für diese bakteriell hervorgerufenen Krankheiten sein, eventuell "wegen der Dauerberieselung mit Erregern aus dem Mund", so Dr. Naber. Derartig eingeschwemmte Erreger ("Bakteriämie") können sich in Bereichen mit Vorschädigung absetzen und vermehren. Menschen mit einem guten Zahnstatus hingegen haben erwiesenermaßen seltener Bakteriämien. "Wir wissen nicht mit letzter Sicherheit, ob auch einer infektiösen Endokarditis mittels guter Mundhygiene vorgebeugt werden kann, doch hat diese jedenfalls ein gutes Nebenwirkungs-Profil", erklärt Dr. Naber. "Man kann Patienten mit schlechten Zähnen schließlich nicht routinemäßig eine tägliche Antibiotika-Prophylaxe verabreichen."

Kontakt:
Prof. Dr. Eckart Fleck, Berlin (Pressesprecher der DGK)
Christiane Limberg, Düsseldorf (Pressereferentin der DGK, Tel.: 0211- 600 692 - 61; Fax: 0211- 600 692 - 67; limberg@dgk.org
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Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit heute mehr als 6300 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste kardiologische Gesellschaft in Europa. Weitere Informationen unter www.dgk.org.
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DBU präsentiert biotechnologische Innovationen für den Umweltschutz

Franz-Georg Elpers, Pressestelle
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
10.10.2007

Hannover. Zum Auftakt der Biotechnica 2007 besuchte Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) gestern Abend den Messe-Stand der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) - und zeigte sich von den biotechnologischen Innovationen beeindruckt. Die umweltschonenden Lösungen gibt es noch bis zum 11. Oktober am Stand B26 in Halle 9 auf dem Messegelände in Hannover zu sehen. Gemeinsam mit sechs Projektpartnern zeigt die DBU "integrierte Biotechnologie". "Seit mehr als zehn Jahren engagiert sich die Stiftung besonders in der industriellen - der 'Weißen' - Biotechnologie", betonte Dr. Rainer Erb, DBU-Projektleiter. "Auf dieser Leitveranstaltung der europäischen Biotechnologie-Branche zeigt die DBU Erfolgsbeispiele für die unternehmerische Umsetzung ökologisch und ökonomisch vorteilhafter Verfahren." Seit Einrichtung des Förderschwerpunktes Biotechnologie 1997 unterstützte die DBU mehr als 300 Projekte mit rund 90 Millionen Euro.
Über 900 Aussteller und 13.000 Fachbesucher treffen sich auf der 15. Biotechnica in Hannover. Neben den verschiedenen Themenbereichen der Ausstellung wie Pharma/Medizin, Landwirtschaft, Ernährung oder Umwelt gibt es Fachkonferenzen, eine Börse für Geschäftspartner und die Verleihung eines Preises, des European Biotechnica Awards.

"Durch den Einsatz biotechnologischer Innovationen werden natürliche Grundstoffe geschont, Umweltbelastungen vermieden oder verringert und auch unternehmerische Risiken minimiert", unterstrich Erb beim Besuch Möllrings. Interessante Alternativen für die wirkungsvolle Gewinnung neuer Wert- und Wirkstoffe böten die Projektpartner der DBU. So habe beispielsweise die DBU-Initiative InnovationsCentrum Biokatalyse - kurz ICBio - erfolgreich dazu beigetragen, biotechnologischen Innovationen mit ökologischem wie ökonomischem Vorteil zu einer größeren Verbreitung zu verhelfen. Koordiniert werde das Netzwerk von Prof. Dr. Garabed Antranikian von der Technischen Universität (TU) Hamburg-Harburg. Er gewann 2004 den Deutschen Umweltpreis der DBU für seine Pionierarbeit auf dem Gebiet der Weißen Biotechnologie und ist Mitaussteller auf der Biotechnica.

Auch der 2006 ins Leben gerufene Verbund ChemBioTec, koordiniert von Professor Dr. Andreas Schmid von der Universität Dortmund, wird auf dem DBU-Stand präsentiert. ChemBioTech stelle Lösungen vor, so Erb, wie beispielsweise bei der Verarbeitung nachwachsender Rohstoffe zu umweltgerechten Produkten mithilfe von Biotechnologie Prozesse verbessert werden können. Weitere Mitaussteller am DBU-Stand sind die Unternehmen Biospring aus Frankfurt am Main, OrganoBalance aus Berlin, der Lehrstuhl für Biotechnik der Universität Dortmund und das Institut für Biochemie der Technischen Universität (TU) Dresden.
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de/123artikel27129_106.html

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