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A. Aktuelles

Hier finden Sie alle aktuellen Meldungen chronologisch geordnet. Suchen Sie frühere Meldungen, so sehen Sie in den Sachgebieten nach oder geben rechts oben einen Suchbegriff in das Suchen-Feld ein.

1)      Tägliche Meldungen

B. Forum

1)      Fragen und Antworten

Das Forum steht allen Nutzern zur Verfügung. Hier können Sie alle Beiträge lesen, selbst Beiträge erstellen oder auf Beiträge antworten

C. Fachwissen

Hier schreiben Praktiker für Praktiker. Haben Sie auch etwas Interessantes zu berichten, so schreiben Sie uns an Kontakt@Klaerwerk.info .

1)     Abwasserreinigung
2)      Energie- und E-Technik
3)      Kanal- und Entwässerung
4)      Maschinentechnik
5)      Labor
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8)      Aus Bund Ländern und EU
         a) Vom Bund
         b) Aus der EU und aller Welt
         c) Aus den einzelnen Bundesländern (geordnet nach Bundesländer)
9)      Recht und Gesetze
         a) Beiträge zum Umweltgesetzbuch
         b) Beiträge zur Wasserrahmenrichtlinie (WWRL)
         c) Beiträge zum Erneuerbare Energien Gesetz (EEG)
10)    Neue Fachliteratur
         a) Neue Bücher
         b) CD/ DVD's
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         d) Fachzeitschriften
         e) Lexika und Wörterbücher
11)  Tipps und Tricks

D. Berufliches

Der zweite Schwerpunkt von Klärwerk.info. Hier finden Sie alles für Arbeitnehmer und Vorgesetzte und was Sie persönlich angeht.

1)      Arbeitssicherheit
         a) Unfallverhütungsvorschriften- Regeln und Information
         b) Formulare und Erlaubnisscheine
         c) Gesetze und Verordnungen zur Arbeitssicherheit
         d) Umsetzung der Betriebssicherheitsverordnung
         e) Unterweisungshilfen
         f ) Hilfen zur Gefährdungsbeurteilung
         g) Ex-Schutz auf Kläranlagen
2)
      Tarif- und Arbeitsrecht
         a) Tarifrecht, Tarifvertrag, Gehaltsrechner und mehr
         b) Mitarbeitergespräche, Mitarbeiterbeurteilung
         c) Leistungsorientierte Bezahlung
         d) Tabelle TVöD (West)
         e) Arbeitszeugnisse
3)      Aus- und Weiterbildung
         a) Ansprechpartner
4)      Azubiseite
         a) Ausbildungshilfen für Ausbilder und "Azubis"
         b) Musterkläranlage
         c)  Prüfungsaufgaben
         d) Übungsaufgaben
         e) Informationen für Auszubildende
         f)  UT-Ausbildertreffen Fachkraft für Abwassertechnik
         g) Formeln, PSE und weitere Hilfen
5)      Meisterschüler
         a) Informationen für Meisterschüler
         b) Prüfungsaufgaben
6)        Offene Stellen

E. DWA-Infos

1)      Klärwerksnachbarschaften
         a) Kläranlagennachbarschaften in Bayern
         b) Kläranlagennachbarschaften in Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern
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2)      DWA-Informationen
         a) DWA Arbeitsblätter
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         d) Meldungen der DWA

F. Kläranlagen

1)      Links zu Kläranlagen und Abwasserverbänden
2)      Kläranlagen - Videos
3)      Meldungen von den Kläranlagen

G. Nützliches

1)      Wetter und Hochwasser
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H. Fortbildungsdatenbank

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I. Produktsuche/ Lieferanten

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25.02.2020 07:11

Klärwerk.info / Ablage / Tägliche Meldungen Dezember 2007/5

Tägliche Meldungen Dezember 2007/5

 


"Folge dem Stern!"

Jens Panse, Pressestelle
Universität Erfurt 

Ein ökumenisches Universitätsprojekt am Erfurter Weihnachtsmarkt hatte in diesem Jahr Premiere
Jeder zehnte Deutsche weiß nicht, was Weihnachten bedeutet. Dieses ernüchternde Ergebnis geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes "Forsa" hervor, die das Magazin "Stern" veröffentlichte. Danach wussten zwar 90% der Befragten, dass das Fest wegen der Geburt Christi gefeiert wird, 10% hatten jedoch keine Ahnung oder glaubten, es gäbe andere Gründe. Insgesamt wurden 1001 Bundesbürger befragt.

"Papa, was sehen wir hier?", fragte ein Kind vor der Krippendarstellung auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt. "Hm... Die Frau und das Stroh... Das muss Rumpelstilzchen sein!", war die Antwort des Vaters. Auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt gibt es traditionell auch eine Märchenausstellung. Deshalb liegt die Antwort nahe, auch näher als der christliche Hintergrund? Was ist Weihnachten dann noch wert? Tannengrün und Fensterschmuck? Ist Weihnachten ein Fest der Liebe und der Versöhnung oder sind es nur ein paar freie Tage? Ist es ein Fest der Menschwerdung Jesu Christi oder das Fest der ungeliebten Geschenke?

Weil viele Deutsche die Bedeutung von Weihnachten nicht mehr kennen, haben Studierende der Universität Erfurt ein Projektseminar auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt mit dem Titel: "Folge dem Stern!" durchgeführt. Es wurde von der Pastoraltheologin Prof. Maria Widl (Katholisch-Theologische Fakultät) und der evangelischen Religionspädagogin Prof. Andrea Schulte (Erziehungswissenschaftliche Fakultät) geleitet. In praktischer Umsetzung direkt auf dem Weihnachtsmarkt, wie der Beschreibung der Krippendarstellung, Erklärung christlicher Traditionen und Vokabeln, einer Führung über den Weihnachtsmarkt bis zum Dom, abendlicher Adventsmusik, dem Angebot des Segens und der Stille im Dom oder Bastelaktionen christlicher Motive für Kinder, wurden offene Fragen beantwortet. "So wurde der Weihnachtsmarkt zur Chance, den Hintergrund der christlichen Kultur auf- und wieder zu entdecken", freuen sich die Erfurter Professorinnen Maria Widl und Andrea Schulte. "Die Aktionen werden von den Weihnachtsmarktbesuchern allesamt sehr gut auf- und angenommen und die Studierenden sind mit Feuereifer dabei". Letztmalige Gelegenheit in diesem Jahr bietet sich am morgigen Mittwoch (19.12.2007). Die Studierenden laden dann von 14 bis 16 Uhr dazu ein, "Die Krippe zu entdecken". Es folgt um 16 Uhr ein Erlebnisrundgang im Dom, der Adventsegen auf den Domstufen um 17 Uhr und die Einladung zur "Stille" in der Severikirche um 17.30 Uhr. Letzte "Zwischentöne" gibt es am Donnerstag, dem 20.12.2007 um 15 Uhr im Dom.

Weitere Informationen/Kontakt:
maria.widl@uni-erfurt.de Tel.: 0361-7372571
caecilia_hille@gmx.de Tel.: 0177-811800
Weitere Informationen:

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Klimafragen kompetent kommunizieren

Klaus Rümmele, Kommunikation und Marketing
Karlsruher Institut für Technologie

Süddeutsches Klimabüro am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eingerichtet
Ziel des Süddeutschen Klimabüros ist es, wissenschaftliche Information über das Klima im süddeutschen Raum bereitzustellen und Fragen bezüglich seiner vom Menschen verursachten Veränderungen zu beantworten. Es richtet sich vor allem an Entscheidungsträger in Bund, Land und Kommunen sowie in Behörden, Politik und Wirtschaft. Darüber hinaus stellt es eine Verbindung zwischen Wissenschaft, Öffentlichkeit und Medien her. Das Süddeutsche Klimabüro ist über die Webseite http://www.sueddeutsches-klimabuero.de erreichbar.

Der Klimawandel wird bei Bürgern, Verbänden, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen verstärkt als ein drängendes Problem wahrgenommen. Das wird besonders deutlich, wenn extreme Wettersituationen oder regionale Katastrophen auftreten. Dadurch entsteht ein zunehmender Bedarf an wissenschaftlich fundierter Bewertung und regionsbezogenen Aussagen zu Ausmaß und Auswirkungen des Wandels. Mit der Einrichtung des Süddeutschen Klimabüros am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wird eine Ansprechstelle für die wissenschaftliche Beratung zu Klimafragen für die süddeutsche Region geschaffen.

"Zu den Aufgaben des Süddeutschen Klimabüros wird es gehören, auf die Region bezogene Fakten, Daten und Befunde aus bisherigen Klimastudien bereitzustellen", erläutert Dr. Peter Fritz, Vorstandsmitglied des Karlsruher Instituts für Technologie. "Wir beraten bei ihrer Interpretation und der Entwicklung von Maßnahmen, die sich aus Änderungen des Klimas ergeben."

Hierbei wird die in verschiedenen Instituten des Forschungszentrums und der Universität Karlsruhe vorhandene Kompetenz in der grundlegenden und angewandten Klimaforschung, einschließlich der vom Klimawandel betroffenen Technologien, genutzt. Das neue Büro versteht sich aber auch als Schnittstelle zu anderen wissenschaftlichen Einrichtungen im süddeutschen Raum, die auf unterschiedlichen Arbeitsfeldern große Expertise entwickelt haben. So nehmen Einrichtungen des Bundes (zum Beispiel der Deutsche Wetterdienst) und der Länder (zum Beispiel die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg) bereits wichtige Aufgaben bei der Klimaüberwachung wahr und sind an Forschungsprogrammen hierzu maßgeblich beteiligt.

Die Institute des KIT können auf langjährige Erfahrungen verweisen, die in das Süddeutsche Klimabüro eingebracht werden sollen. Hierzu zählen auf Süddeutschland bezogene Forschungsprojekte wie das abgeschlossene trinationale REKLIP-Projekt, das zum "Klimaatlas Oberrhein Mitte-Süd" mit wissenschaftlichen Ergebnisberichten geführt hat, ebenso wie das Bayerische Klimaforschungsprogramm BayForKlim, an welchem das Forschungszentrum mit seinem Institut für Meteorologie und Klimaforschung, Bereich Atmosphärische Umweltforschung, in Garmisch-Partenkirchen beteiligt war. Die Basis fundierter Aussagen bilden grundlegende Erkenntnisse zur chemischen Zusammensetzung der Atmosphäre, zum Treibhauseffekt, zur Änderung der Ozonschicht und zum Einfluss von Aerosolen, die im Forschungszentrum Karlsruhe erarbeitet wurden. In Karlsruhe und Garmisch-Partenkirchen wurden umfangreiche eigene Datensätze und Erfahrungen aus Langzeitmessungen an Stationen im süddeutschen Mittelgebirgs- und Alpenraum gewonnen. Die Ergebnisse großer Feldexperimente und Modelluntersuchungen in hoher Auflösung zur Klimaänderung bilden eine weitere Grundlage. Das Institut für Meteorologie und Klimaforschung hat eine maßgebliche Rolle beim neuen Forschungsprogramm "Herausforderung Klimawandel" übernommen, das innerhalb der Zukunftsoffensive des Landes Baden-Württemberg durchgeführt wird. Bereits jetzt bestehen vielfache Kontakte zu Industrie, Energieversorgern, öffentlichen Einrichtungen und Kommunen.

Das Süddeutsche Klimabüro wird seine Aktivitäten mit dem bereits existierenden Norddeutschen Klimabüro, das im März 2007 am Forschungszentrum Geesthacht eingerichtet wurde, abstimmen und ist eines der vier geplanten Klimabüros der Helmholtz-Gemeinschaft.

Das Süddeutsche Klimabüro ist über die Webseite http://www.sueddeutsches-klimabuero.de erreichbar.

Im Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gehen die Universität Karlsruhe und das Forschungszentrum Karlsruhe zusam-men. Gemeinsam arbeiten hier 8000 Beschäftigte mit einem jährlichen Budget von 600 Millionen Euro.

Mit KIT entsteht eine Institution international herausragender Forschung und Lehre in den Natur- und Ingenieurwissenschaf-ten. KIT soll Attraktionspunkt für die besten Köpfe aus der ganzen Welt werden, neue Maßstäbe in Lehre und Nachwuchsförderung setzen und das führende europäische Zentrum in der Energieforschung bilden. Im Bereich der Nanowissenschaften will KIT eine weltweit führende Rolle einnehmen. Ziel von KIT ist es, einer der wichtigsten Kooperationspartner für die Wirtschaft zu sein.

Diese Presseinformation ist im Internet unter folgender Adresse abrufbar: http://www.kit.edu
Weitere Informationen:
http://www.kit.edu
http://www.sueddeutsches-klimabuero.de

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Der kulturwissenschaftliche Videoblog www.forschungalltag.de ist online

Bettina Augustin M. A., Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fachhochschule Mainz

Wie kann die Vermittlung kulturwissenschaftlicher Inhalte in Zeiten des Web 2.0 aussehen? Dieser Aufgabe stellen sich jetzt das "designlabor gutenberg" an der Fachhochschule Mainz und die Abteilung Kulturanthropologie/Volkskunde der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in einem gemeinsamen Projekt.
Seit dem 14. Dezember 2007 gehen bis Mitte Januar nächsten Jahres auf http://www.forschungalltag.de in regelmäßiger Folge insgesamt rund 15 Video-Beiträge zum Themenfeld der Nahrungskultur online. Innerhalb der Pilotsendereihe ?Essen und Trinken? wird es neben Beiträgen zu Trinkritualen, Küchenarbeit oder Schlaraffenlandvorstellungen auch Interviews mit bekannten Nahrungsforschern und Möglichkeiten der Nutzerbeteiligung geben - um nur einige Beispiele zu nennen.
Die Kommunikationsdesigner und Kulturanthropologen arbeiten bereits seit 2005 zusammen und haben einen Werkbericht zur Nahrungskultur zwischen Lebenswelt und Alltagsdesign veröffentlicht, der im Shop des Studiengangs Kommunikationsdesign http://shop.designinmainz.de/ bezogen werden kann.

Ausgehend von dieser Publikation entstand die Idee zu einem kulturwissenschaftlichen Videoblog. Diese Idee wurde im Rahmen des Hochschulwettbewerbs zum Jahr der Geisteswissenschaften "Geist begeistert" mit einem Preis ausgezeichnet, dadurch wurde die Umsetzung möglich.

Die Projektleiter Prof. Philipp Pape (Stellvertretender Leiter des "designlabor gutenberg" am Studiengang Kommunikationsdesign der FH Mainz) und Prof. Dr. Timo Heimerdinger (Kulturanthropologie, Johannes Gutenberg-Universität Mainz) wagen sich damit auf das Experimentierfeld neuer audiovisueller Vermittlungsformen kulturwissenschaftlicher Inhalte: "Wir wollen weder Erklärfernsehen im herkömmlichen Sinne bieten noch fertige Deutungsangebote liefern, sondern suchen nach freieren, offenen Formen der medialen Umsetzung, die zu Kommentaren und Beteiligung der Nutzer einladen."
Über das Archiv des Blogs können alle älteren Beiträge jederzeit aufgerufen werden. Um aktuell informiert zu sein, ist auch das Abonnement des RSS-Feeds oder des Videopodcast möglich. Mehr auf http://www.forschungalltag.de.

Kontakt

Prof. Philipp Pape
Fachhochschule Mainz
Fachbereich Gestaltung
Holzstraße 36
D-55116 Mainz
Tel: +49 (0)6131 / 2859 -524
E-mail: pape@fh-mainz.de

Prof. Dr. Timo Heimerdinger
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Deutsches Institut; Abt. Kulturanthropologie/Volkskunde
Jakob Welder-Weg 18
D-55099 Mainz
Tel.: +49 (0)6131 / 3925129
E-mail: heimer@uni-mainz.de

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Die Natur zum Vorbild: Kohlendioxid praktisch nutzen

Dr. Ernst Guggolz, Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Unbestrittene Meister in den Laboren von Mutter Natur sind die Pflanzen: Aus dem stabilen Kohlendioxid bauen sie mit Sonnenlicht große, energiereiche Moleküle, die Zucker. Darum beneidet sie jeder Chemiker. Denn Kohlendioxid so großtechnisch reagieren zu lassen, wäre nicht nur ein Durchbruch in der Synthesechemie, sondern auch bei der Reduzierung des Treibhausgases in der Atmospähre. Wie weit wir beim Nachahmen von Buchen, Eichen und Co. bereits fortgeschritten sind, erfährt der Leser in der aktuellen Ausgabe der "Nachrichten aus der Chemie".
Um die Erderwärmung zu bremsen, müssen wir handeln. Bislang erzeugen menschliche Aktivitäten jährlich mehr als 20 Gigatonnen Kohlendioxid. Doch nicht nur weniger Kohlendioxid auszustoßen, sondern auch das, was zuviel ist, zu verwerten, würde den Treibhauseffekt mindern. Das Problem: Kohlendioxid sitzt tief im thermodynamischen Keller: Es ist ungeheuer stabil und nur schwer für eine chemische Reaktion zu begeistern. Doch - richtig angestellt - lassen sich mit ihm neue Materialien herstellen oder gefährliche Bausteine in der Synthesechemie ersetzen.

Polycarbonate sind synthetische Polymere, aus denen beispielsweise CD, DVD und Brillengläser bestehen. Für die Produktion des Kunststoffs benötigt man zurzeit noch das äußerst giftige Phosgen. Doch ein neues Verfahren, das Polycarbonate aus Epoxiden und Kohlendioxid aufbaut, steht bereits vor der Markteinführung.
Methanol, ein möglicher Energieträger der Zukunft, kann aus Kohlendioxid mit Wasserstoff entstehen: Eine Pilotanlage in Onogaw/Japan hat gezeigt, dass diese Methode industriell einsetzbar ist. Andere Produkte der Kohlendioxid-Verwertung können Essigsäure, Kohlenmonoxid oder Methan sein.

Der Jenaer Chemiker Dirk Walther gibt in seinem Artikel über die Chemie des Kohlendioxids einen Überblick - von neuen Ideen über marktreife Synthesen bis hin zu etablierten Verfahren. Ein PDF-File des Beitrages im Dezemberheft der "Nachrichten aus der Chemie" gibt es kostenlos bei der Redaktion unter nachrichten@gdch.de.

Nahezu 80.000 anspruchsvolle Chemiker und Chemikerinnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Lehre informieren sich mit den "Nachrichten aus der Chemie" über Entwicklungen in der Chemie, in angrenzenden Wissenschaften sowie über gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte. Kennzeichen der Zeitschrift der Gesellschaft Deutscher Chemiker sind das breite Spektrum der Berichte, das einmalige Informationsangebot an Personalien, Veranstaltungs- und Fortbildungsterminen sowie der große Stellenmarkt.
Weitere Informationen:
http://www.gdch.de/nachrichten "Nachrichten aus der Chemie"
http://www.gdch.de/taetigkeiten/nch/jg2007/h12_07.htm Das Dezemberheft der "Nachrichten aus der Chemie"

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Anstieg des Meeresspiegels schneller und höher als erwartet?

Michael Seifert, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Eberhard Karls Universität Tübingen 

Tübinger Geologen legen neue Ergebnisse in "Nature Geoscience" vor

In Zusammenhang mit der globalen Erderwärmung stellt das Ausmaß des Meeresspiegelanstiegs eine der größten Unsicherheiten dar. In der neuesten Ausgabe von "Nature Geoscience" dokumentiert eine Gruppe von Wissenschaftlern der Universitäten Tübingen, Southampton, Cambridge und New York zum ersten Mal einen durchschnittlichen Anstieg des Meeresspiegels von 1,60 Metern innerhalb von 100 Jahren während der letzten Warmphase unseres Planeten (vor circa 124.000 bis 119.000 Jahren). Aufgrund einer unterschiedlichen Konfiguration der Erdbewegung um die Sonne war das Klima damals wärmer als heute. Durch das Abschmelzen enormer Volumen des Grönland- und Antarktis-Eises erreichte der Meeresspiegel einen höchsten Stand von circa sechs Metern über dem heutigen. Die neuen Resultate zeigen zum ersten Mal, wie schnell der Meeresspiegel diesen Höchststand erreichte.

Mit Hilfe einer neuen Methode haben die Autoren versucht, eine Rekonstruktion des Meeresspiegelanstiegs für die letzte Warmzeit im Roten Meer zu erstellen. Zu dieser Zeit war es in Grönland etwa drei bis fünf Grad Celsius wärmer als heute. Eine ähnliche Erwärmung wird in 50 bis100 Jahren erwartet. Die Analyse der Tiefseesedimente, die als Klimaarchiv benutzt wurden, ergab, dass der Meeresspiegelanstieg, bezogen auf den Eisvolumenverlust in Grönland und der Antarktis, tatsächlich sehr hoch war. Die durchschnittliche Zunahme von 1,60 Metern innerhalb von 100 Jahren ist etwa zweimal so hoch wie das geschätzte Maximum des IPCC Berichts zum Klimawandel und bietet daher ein mögliches Szenario, das im Extremfall eintreten könnte. Für sichere Prognosen sind weitere Daten über Klimaprozesse der Vergangenheit notwendig. Ebenso müssen dynamische Eisprozesse in die Modellrechnungen einbezogen werden, um Klimaveränderungen verstehen zu können.

Klimarekonstruktionen aus Tiefseesedimentkernen und deren Zusammensetzung, vorwiegend Mikrofossilien, sind seit vielen Jahren ein wichtiger Forschungschwerpunkt der Mikropaläontologen am Institut für Geowissenschaften der Universität Tübingen. Die Basis dafür bildet eine ausgezeichnete Sammlung von Sedimentkernen aus der Region des Mittelmeers, des Roten und des Arabischen Meeres, die bei Ozeantiefbohrungen gewonnen wurden und in modernen Kühllagern in Tübingen aufbewahrt sind.

Prof. Eelco Rohling, Southampton, Erst-Autor der Publikation kommentiert die Ergebnisse: "Heute wird eine zum Teil sehr aggressive Debatte über die Geschwindigkeit des Meeresspiegelanstiegs geführt. Unsere Ergebnisse sind starke Argumente dafür, dass die sich aus Modellrechnungen ergebenden Daten und damit die Prognosen, die im IPCC-Bericht zum Klimawandel (IPCC Fourth Assessment) stehen, zu niedrig sind. Dies könnte daran liegen, dass diese Abschätzungen hauptsächlich die Ausdehnung und das Abschmelzen des Eises an der Oberfläche berücksichtigen, nicht aber den Einfluss dynamischer Eisschichtenprozesse mit einbezogen haben. Bis heute sind keine zufriedenstellenden Daten vorhanden, die den Meerespiegelanstieg in seiner vollen Komplexität erfassen und erklären könnten."

Kontakt:

Prof. Michal Kucera, Prof. Christoph Hemleben
Institut für Geowissenschaften
Sigwartstr. 10
72076 Tübingen
Tel.: (07071) 29-74674
michal.kucera@uni-tuebingen.de
http://www.micropal.uni-tuebingen.de/

Publikation:
Rohling, E.J., Grant, K., Hemleben, Ch., Siddall, M., Hoogakker, B.A.A., Bolshaw, M., Kucera, M. High rates of sea-level rise during the last interglacial period. Nature Geoscience. DOI: 10.1038/ngeo.2007.28

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Betriebliche Trainingsmaßnahmen bauen Brücken in den Job

Wolfgang Braun, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) 

Betriebliche Trainingsmaßnahmen erhöhen die Beschäftigungswahrscheinlichkeit um 15 Prozentpunkte, zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Nichtbetriebliche Trainingsmaßnahmen, zum Beispiel durch Bildungsträger, steigern die Chancen für einen neuen Job dagegen nur um etwa drei Prozentpunkte. "Die Integrationswirkungen bei betrieblichen Trainingsmaßnahmen treten sehr rasch auf und sind bei weitem stärker als bei den nichtbetrieblichen", fassen die IAB-Arbeitsmarktforscher Eva Jozwiak und Joachim Wolff ihre Ergebnisse zusammen.
Trainingsmaßnahmen sind nach den Ein-Euro-Jobs das wichtigste arbeitsmarktpolitische Instrument für Arbeitslosengeld-II-Bezieher: Knapp 450.000 begannen im Jahr 2006 eines der meist drei- bis vierwöchigen Trainings.
Etwa 40 Prozent der Maßnahmen fanden in Betrieben statt. Die von der Bundesagentur für Arbeit geförderten Praktika vermitteln Kenntnisse oder prüfen die Eignung für einen Beruf. Bereits nach zwei Monaten war die Beschäftigungswahrscheinlichkeit bei den Teilnehmern rund 15 Prozentpunkte höher als bei vergleichbaren Arbeitslosen, die keine Trainingsmaßnahme absolviert haben. Nicht selten wurden die Teilnehmer von den Betrieben, in denen die Maßnahme stattfand, im Anschluss übernommen.

Mitnahme- und Verdrängungseffekte möglich

Die IAB-Studie weist allerdings auf die Gefahr von Mitnahmeeffekten hin. Möglicherweise hätten die Betriebe eine Reihe von Teilnehmern an betrieblichen Trainingsmaßnahmen auch ohne die Maßnahmeteilnahme eingestellt.
Jozwiak und Wolff gehen auch von Verdrängungseffekten aus: "Zudem könnten durch die besseren Chancen der Teilnehmer, Arbeit zu finden, die Chancen der Nicht-Teilnehmer auf einen Job in den betroffenen Betrieben geringer werden. Deshalb könnte der Beitrag zum Abbau der Erwerbslosigkeit bedürftiger Personen insgesamt geringer ausfallen als die Beschäftigungseffekte für die Teilnehmer."
Mitnahme- und Verdrängungseffekte würden nicht gegen den Einsatz von betrieblichen Trainingsmaßnahmen sprechen, aber die auf den ersten Blick sehr positive Bilanz etwas relativieren, so Jozwiak und Wolff.

Nichtbetriebliche Trainings wirken weniger

Bei den Trainings, die nicht innerhalb von Betrieben stattfinden, setzten die positiven Beschäftigungseffekte erst etwa vier bis fünf Monate nach dem Beginn der Maßnahmen ein. 20 Monate nach Trainingsbeginn haben die Teilnehmer eine um rund drei Prozentpunkte höhere Wahrscheinlichkeit, regulär beschäftigt zu sein, als vergleichbare Nicht-Teilnehmer. Typische Beispiele für nichtbetriebliche Trainingsmaßnahmen sind Bewerbungstrainings, Englisch- oder Computerkurse.

Geringere Effekte bei Arbeitslosen unter 25

Junge Erwachsene unter 25 werden in besonderem Maße durch betriebliche und nichtbetriebliche Trainingsmaßnahmen gefördert. Sie sind mit einem Anteil von elf Prozent unter den Arbeitslosengeld-II-Empfängern vertreten, stellen aber 30 Prozent der Maßnahmeteilnehmer. Gerade für diese Gruppe fallen die Beschäftigungswirkung der Trainingsmaßnahmen jedoch am niedrigsten aus. "Jugendliche und junge Erwachsene gezielter für die Maßnahmen auszuwählen und dafür etwas häufiger Personen in den anderen Altersgruppen zu fördern, könnte daher die Effektivität der Maßnahmen insgesamt erhöhen", schreiben Jozwiak und Wolff.

Die IAB-Studie kann unter http://doku.iab.de/kurzber/2007/kb2407.pdf abgerufen werden.

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Geothermieanlage im Oberrheingraben erzeugt Strom und Wärme

Rüdiger Mack, Stabsabteilung Kommunikation
Fachinformationszentrum Karlsruhe 

Das Cover zum Projekt-Info "Geothermische Stromerzeugung in Landau" (14/2007)
Das Cover zum Projekt-Info "Geothermische Stromerzeugung in Landau" (14/2007)
Anlage Landau am Netz
Die Wärme im Inneren der Erde steht unabhängig von Tages- und Jahreszeiten zur Verfügung. Gelingt es auch in Deutschland, diese Wärme für die Stromerzeugung zu nutzen, dann könnte Strom aus geothermischen Kraftwerken zur Grundlastversorgung eingesetzt werden. Dank Fortschritten in der Kraftwerkstechnik ist es mittlerweile möglich, auch auf der Basis natürlicher Warmwasservorkommen mit einer Temperatur zwischen 100 - 200 °C Strom zu produzieren. In Landau fand man in 3.000 m Tiefe knapp 160 °C warmes Wasser. Hier ging im November 2007 ein geothermisches Kraftwerk ans Netz. Das neue BINE-Projekt-Info "Geothermische Stromerzeugung in Landau" (14/2007) stellt die Anlage und das Energiekonzept vor.

Der Oberrheingraben bietet besonders günstige Voraussetzungen für Geothermieprojekte. An verschiedenen Stellen gibt es sogenannte "Hot Spots", bei denen schon ab 2.500 m Tiefe mit heißem Wasser um die 150 °C zu rechnen ist. An der Anlage Landau wird das Thermalwasser zunächst zur Stromerzeugung in einem speziellen Kraftwerksprozess (ORC) genutzt. Anschließend wird das Wasser, mit einer verbliebenen Temperatur von 70 - 80 °C, in ein Fernwärmenetz eingespeist. Die Anlage Landau wird im Jahr 22 Mio. kWh Strom erzeugen, was rechnerisch zur Versorgung von 6.000 Haushalten ausreicht.

Nah- und Fernwärmenetze sind eine Schlüsselkomponente, um künftig bei der Wärmeversorgung verstärkt erneuerbare Energien, wie z. B. die Geothermie, einsetzen zu können. Dem Neu- und Ausbau derartiger Netze kommt daher eine große Bedeutung zu. Idealerweise erfolgt dabei die Energiebereitstellung in Kraft-Wärme-Kopplung. Das Projekt-Info "Geothermische Stromerzeugung in Landau" ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich - telefonisch unter 0228 - 923790 oder im Internet unter http://www.bine.info

Pressekontakt

BINE Informationsdienst
Uwe Milles
Tel. 0228/9 23 79-26
Fax 0228/9 23 79-29
E-Mail presse@bine.info
Kaiserstraße 185-197
53113 Bonn
http://www.bine.info

Hinweis für Redaktionen

Diesen Pressetext, eine PDF-Datei der Broschüre und eine druckfähige Grafik-Datei des Covers finden Sie unter www.bine.info in unserem Pressebereich. Bitte senden Sie uns bei Verwendung ein Belegexemplar.

BINE ist ein Informationsdienst von FIZ Karlsruhe und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert. FIZ Karlsruhe ist Dienstleister und Servicepartner für das Informationsmanagement und den Wissenstransfer in Wissenschaft und Wirtschaft. Schwerpunkte sind die weltweit einzigartige Datenbankkollektion von STN International und die Entwicklung von e-Science-Lösungen. Weitere Informationen unter http://www.fiz-karlsruhe.de
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Warum zu viel Salz den Blutdruck erhöht

Dr. Annette Tuffs, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Heidelberg 

Das Salz in der Suppe: Zu viel davon kann zu hohem Blutdruck führen.
Das Salz in der Suppe: Zu viel davon kann zu hohem Blutdruck führen.
Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg
Wissenschaftler des Heidelberger Instituts für Pharmakologie entdecken zwei Signalwege als grundlegenden Mechanismus / Publikation in "Nature Medicine"
Viel Salz im Essen kann zu hohem Blutdruck führen. Einen Mechanismus der krankmachenden Wirkung haben Wissenschaftler des Instituts für Pharmakologie der Universität Heidelberg jetzt im Tiermodell entdeckt: Salz fördert die Bildung bestimmter Botenstoffe in der Muskulatur von Blutgefäßen, die die Muskelzellen zur Kontraktion bringen. Durch den erhöhten Widerstand in den Blutgefäßen erhöht sich der Blutdruck.

Die Heidelberger Wissenschaftler unter Leitung von Professor Dr. Stefan Offermanns, Direktor des Heidelberger Instituts für Pharmakologie, sehen hier einen neuen Ansatzpunkt für die Behandlung des Bluthochdrucks (Hypertonie), die Vorteile gegenüber den herkömmlichen Arzneimitteln hätte: Sie schützt vor zu hohem Blutdruck, birgt aber nicht das Risiko einer überschießenden Blutdrucksenkung, wie bei herkömmlichen Medikamenten.

Jeder vierte hat hohen Blutdruck / Zu viel Salz in Fertigprodukten


Mehr als ein Viertel der Weltbevölkerung leidet an zu hohem Blutdruck, einem der wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt. Eine wesentliche Ursache der Hypertonie, die erhöhte Salzzufuhr, hat in den letzten Jahrzehnten weiter zugenommen. In den Industrieländern nimmt jeder Erwachsene zwischen 5 und 10 g Kochsalz pro Tag zu sich, wobei 80 Prozent dieser Salzmengen den Nahrungsmitteln schon während der industriellen Verarbeitung zugesetzt werden.

"Wie der Körper akut auf die Einnahme großer Salzmengen reagiert, ist bekannt", erklärt Professor Offermanns. Um möglichst viel Salz und Wasser über die Nieren auszuscheiden, wird der Blutdruck erhöht. Auf welchem Mechanismus die Erhöhung des Gefäßwiderstands beruht, war bislang jedoch nicht klar. Die Heidelberger Wissenschaftler haben nun festgestellt, dass verschiedene gefäßkontrahierende Mediatoren, also Botenstoffe, dafür verantwortlich sind: Sie beeinflussen über so genannte G-Protein-gekoppelte Rezeptoren die Gefäßmuskulatur.

Kein hoher Blutdruck bei genetisch veränderten "Knockout-Mäusen" trotz erhöhter Salzzufuhr

Im Modellversuch an der Maus konnten die Wissenschaftler zeigen, dass die gefäßverengenden Mediatoren über Rezeptoren auf den Gefäßmuskelzellen zwei parallele Signalwege aktivieren. Einer der beiden Signalwege wird durch die G Proteine Gq/G11 vermittelt und führt zu einer höheren Calcium Konzentration in der Gefäßmuskelzelle; der andere Signalweg wird durch die G Proteine G12 und G13 vermittelt und führt zur Aktivierung des Proteins Rho.

In genetischen Mausmodellen ("Knockout-Mäusen") wurde je einer der beiden Signalwege in der Gefäßmuskulatur gezielt ausgeschaltet. Bei Blockade des Gq/G11-Signalwegs nahm der Basisblutdruck der Tiere deutlich ab, und die Tiere entwickelten nach vermehrter Salzgabe keine Hypertonie. Wurde hingegen der zweite, durch G12/G13 vermittelte Signalweg blockiert, so blieb zwar der normale Blutdruck unverändert, aber auch diese Tiere entwickelten keinen nennenswerten Bluthochdruck bei salzreicher Ernährung.

"Diese Befunde zeigen, dass der Gq/G11-vermittelte Signalweg sowohl für die Aufrechterhaltung des normalen Blutdrucks als auch für die Entwicklung einer salzabhängigen Hypertonie erforderlich ist", erklärt Professor Offermanns. Dagegen spiele der G12/G13-vermittelte Signalweg interessanterweise keine Rolle bei der Aufrechterhaltung des normalen Blutdrucks, sei aber unabdingbar für die Entwicklung einer salzinduzierten Hypertonie. Die Entschlüsselung dieses differenzierten Mechanismus soll nun als Ausgangspunkt für die Entwicklung neuer Medikamente genutzt werden.

Literatur:

Wirth, A., Benyó, Z., Lukasova, M., Leutgeb, B., Wettschureck, N., Gorbey, S., ?rsy, P., Horváth, B., Maser-Gluth, C., Greiner, E., Lemmer, B., Schütz, G., Gutkind, S., Offermanns, S. G12/G13-LARG-mediated signalling in vascular smooth muscle is required for salt-induced hypertension. Nat. Med. (advance online publication)

(Der Originalartikel kann bei der Pressestelle des Universitätsklinikums Heidelberg unter contact@med.uni-heidelberg.de angefordert werden)

Kontakt:

Prof. Dr. Stefan Offermanns
Institut für Pharmakologie
Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 366
69120 Heidelberg

Tel.: 06221 / 54 8246/7
E-mail: Stefan.Offermanns@urz.uni-heidelberg.de
http://www.pharmakologie.uni-hd.de

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Damit die Weihnachtsplätzchen nicht auf den Magen schlagen - Tipps zur Vermeidung von Salmonelleninfektionen

Dr. Irene Lukassowitz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

BfR - Presseinformation
Bundesinstitut für Risikobewertung
Thielallee 88 - 92, D - 14195 Berlin, Telefon: 01888/412-4300, Telefax: 01888/412-4970 Presserechtlich verantwortlich: Dr. Irene Lukassowitz

Damit die Weihnachtsplätzchen nicht auf den Magen schlagen - Tipps zur Vermeidung von Salmonelleninfektionen

Jährlich werden in Deutschland mehr als 50.000 Salmonelleninfektionen gemeldet, die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher sein. Grund für die Infektionen ist immer mangelnde Hygiene, auch in der heimischen Küche. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nimmt die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage zum Anlass, auf ein paar einfache Hygieneregeln hinzuweisen, damit die Weihnachtsplätzchen nicht auf den Magen schlagen. Salmonelleninfektionen - auch Salmonellosen genannt - sind in erster Linie unangenehme Durchfallerkrankungen, häufig auch mit Erbrechen und Kopfschmerzen. Da Kinder unter fünf Jahren besonders empfindlich sind, können Salmonellosen bei ihnen, ebenso wie bei älteren und kranken Menschen, aber auch schwerer verlaufen, in Einzelfällen sogar tödlich. Umso wichtiger ist es, mit einfacher Küchenhygiene auch beim Plätzchenbacken Vorsorge zu treffen.

Neben rohem Geflügelfleisch sind rohe Eier eine der Hauptquellen für Salmonellen. Sie können sowohl auf der Schale als auch im Innern, insbesondere im Eigelb, vorkommen. Beim Plätzchenbacken können Salmonellen mit den Eiern in den Teig gelangen und sich dort vermehren. Sie vermehren sich bei Temperaturen von +7°C bis +45 °C, und zwar umso schneller, je höher die Temperatur ist. Ab 70 °C, also auch beim Backen, sterben sie aber ab. Kinder sind also besonders gefährdet, an einer Salmonelleninfektion zu erkranken, wenn sie rohen Teig naschen.

Beim Plätzchenbacken sollten Verbraucher folgendes beachten:

- Frische Eier verwenden
- Den Teig nach Möglichkeit direkt nach dem Herstellen backen
- Den Teig nicht länger als 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen, vor allem weil die Küche durch den Backofen in der Regel sehr aufgeheizt ist
- Größere Teigmengen bis zur Verarbeitung im Kühlschrank aufbewahren und immer nur die unmittelbar benötigte Menge entnehmen
- Teig nicht essen, das gilt insbesondere für Kinder

Bei der Verarbeitung von Eiern gilt generell:

- Damit sich Salmonellen in oder auf rohen Eiern nicht vermehren, sind die Eier bei maximal 7°C im Kühlschrank aufzubewahren.
- Eier mit stark verschmutzten oder defekten Schalen sollten überhaupt nicht verwendet werden.
- Für Speisen, die ohne weitere Erhitzung verzehrt werden, wie zum Beispiel Desserts, Backwaren mit Cremefüllungen und -auflagen, Majonäse, sollten keine rohen Eier verwendet werden.
- Empfindliche Personen (Kleinkinder, Kranke und Senioren) sollten Eier nur vollständig durcherhitzt verzehren. Dies ist der Fall, wenn Eiweiß und Eigelb fest sind.
- Speisen, die Eier enthalten, sollten sofort verzehrt oder bei maximal 7°C im Kühlschrank aufbewahrt werden.
- Eierschalen oder rohes Ei dürfen andere Lebensmittel nicht berühren.
- Beim Aufschlagen von Eiern verspritztes Eiweiß oder Eigelb sollte sofort mit einem Küchenpapier entfernt werden. Nach dem Aufschlagen von Eiern müssen die Arbeitsflächen gründlich gereinigt werden.
- Küchengeräte, die mit rohem Ei in Berührung gekommen sind, müssen sofort gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel bzw. in der Spülmaschine gereinigt werden.
- Nach der Verarbeitung von rohen Eiern sind die Hände gründlich mit warmem Wasser und Seife zu waschen und sorgfältig abzutrocknen.

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