Klärwerk.info / Fachwissen / Aus Bund, Ländern und EU / Informationen aus Hamburg
Informationen aus Hamburg
Zu den Gesetzen und Verordnungen zum Thema Abwasser aus Hamburg gehts hier:
www.klaerwerk.info/Nuetzliche-Links/Gesetze#hamburg
Schildtaufe in Hamburg
Das Innenstadt-Entlastungskonzept, das seit vielen Jahren größte Sielbauprojekt von Hamburg Wasser, schreitet seit dem 29. März 2012 unterirdisch voran: Jutta Blankau, Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, hat im Alten Elbpark den Startschuss für den Rohrvortrieb gegeben. Mithilfe einer Vortriebsmaschine wird dabei ein neues Siel in bis zu 30 Metern Tiefe verlegt. Das Großprojekt hat ein Investitionsvolumen von rund 42 Millionen Euro. Die Bauarbeiten erfolgen bis 2015 und gliedern sich in vier Abschnitte. Ausgehend vom zentralen Bauschacht im Alten Elbpark arbeitet sich der Rohrvortrieb in drei Himmelsrichtungen vor. Die neu zu bauenden Siele messen bis zu 2,40 Meter Durchmesser. Wie im Berg- und Tunnelbaubau üblich, wurde die Vortriebsmaschine zunächst feierlich getauft. Taufpatin ist Jutta Blankau, wodurch das Schild der Maschine den Namen „Jutta“ trägt.
Projekt „RISA" im Internet
Das von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt und Hamburg Wasser
gemeinsam aufgelegte Projekt RegenInfraStrukturAnpassung (RISA) präsentiert
seine Arbeit jetzt im Internet:
www.risa-hamburg.de
[ nach oben ]
Hamburg ist „Umwelthauptstadt Europas 2011"
Hamburg ist seit dem 15. Dezember 2010 offiziell „Umwelthauptstadt Europas 2011". Dr. Manfred Jäger, Staatsrat für Stadtentwicklung und Umwelt, nahm in Brüssel den Titel symbolisch in Form des „Grünen Buchs" in Empfang. Damit hat Stockholm als „Umwelthauptstadt Europas 2010" den Staffelstab an Hamburg übergeben. Eines der zentralen Ziele der Umwelthauptstadt 2011 ist es, Bürgerinnen und Bürger für die Notwendigkeit des Klimaschutzes zu sensibilisieren. Den Anfang dafür machte der Bürgerauftakt in Hamburg am 14. Januar 2011. Ein Infopavillon für die Umwelthauptstadt 2011 befindet sich zwischen Hauptbahnhof und Kunsthalle am Ausgang Spitalerstraße. Er ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet.
www.umwelthauptstadt.hamburg.de
www.facebook.com/Hauptstadt.Hamburg
[ nach oben ]
Energieeinsatz auf den Hamburger Kläranlagen
Wer sich für den Energieeinsatz auf den Hamburger Klärwerken und für deren Kohlendioxidemissionen interessiert, findet zahlreiche Daten und Hintergrundinformationen in der sechs Seiten umfassenden Drucksache 19/7877 der Hamburger Bürgerschaft, mit der der Hamburger Senat auf die schriftliche Kleine Anfrage „Weniger CO2 und Energie durch verbesserte Abwassertechnik" eines SPD-Abgeordneten in der Bürgerschaft antwortet.
www.buergerschaft-hh.de/parldok
[ nach oben ]
Klimaschutz auf Dradenau - Klärwerksteil Dradenau wird auf Energie- und CO2 sparende Technologie
Mit einem symbolischen Knopfdruck hat Umweltstaatsrätin Dr. Herlind Gundelach heute den Startschuss für die Umrüstung der biologischen Reinigungsstufe auf dem Klärwerk Dradenau gegeben. Die 16 Belebungsbecken werden bis 2011 mit energiesparender Druckbelüftung ausgestattet. Dadurch halbiert HAMBURG WASSER den Stromverbrauch dieser Reinigungsstufe auf jährlich ca. 18.000 Megawattstunden und spart damit rund 11.000 Tonnen CO2 ein.
Staatsrätin Dr. Herlind Gundelach: "Die Umrüstung ist eine zukunftsweisende Maßnahme, die Energie und damit CO2 einspart. Sie ist ein wichtiger Bestandteil des Hamburger Klimaschutzkonzepts und zeigt, dass der Senat seiner Vorreiterrolle für wirksamen Klimaschutz zielgerecht nachkommt."
"Die Umrüstung ist mit veranschlagten 26 Millionen Euro eines der größten Investitionsvorhaben für den Hamburger Klärwerksverbund Köhlbrandhöft/Dradenau und leistet einen wirkungsvollen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz der Hansestadt", sagte Dr. Michael Beckereit, HAMBURG WASSER-Geschäftsführer.
Die neue Technik verbraucht nur die Hälfte des Stroms im Vergleich zur Oberflächenbelüftung. Die von einem Gebläse erzeugte Druckluft wird über Rohrleitungen zu den am Beckenboden installierten Membranbelüftern geleitet und perlt als feine Blasen ins Abwasser hinein. Dieses feinblasige Eintragen des Sauerstoffs ist wesentlich energieeffizienter als das frühere Verfahren: Es wird doppelt soviel Sauerstoff je Kilowattstunde Strom im Wasser gelöst. Die Druckbelüftung erreicht zudem eine bessere Reinigungsleistung, da gezielter auf den tatsächlichen Sauerstoffbedarf im Becken reagiert werden kann.
Hintergrundinfo
Bei der biologischen Abwasserreinigung
erledigen Mikroorganismen die Arbeit und zersetzen die nach der
mechanischen Vorklärung im Abwasser verbleibenden Kohlenstoff-
und Stickstoffverbindungen. Dafür benötigen sie pro Jahr
rund 44.000 Tonnen Sauerstoff, der bisher durch so genannte
Oberflächenbelüfter eingetragen wurde: Riesige Kreisel mit
rund drei Metern Durchmesser rühren den Sauerstoff in das
Abwasser ein. Diese Reinigungsstufe verursacht den höchsten
Energiebedarf eines Klärwerks. Die Belüftungskreisel werden
nun ersetzt. Da die Abwasserreinigung auch während der
Umbauphase jederzeit aufrechterhalten werden muss, kann immer nur
eines der Becken zurzeit außer Betrieb genommen werden. Die
Umbauzeit beträgt deshalb drei Jahre.
HAMBURG WASSER Pressemitteilung vom 30. Januar 2008
Ihr
Anprechpartner
Carsten Roth
Pressesprecher
Billhorner Deich 2, 20539 Hamburg
Telefon 040 / 78 88 - 23
88
Umfrage: 83 Prozent für Zustimmung des Senats zur Wattenmeer-Anmeldung
Hamburg - Eine überwältigende Mehrheit der Hamburger Bürgerinnen und Bürger will, dass der Senat dem Welterbe-Antrag für das Wattenmeer zustimmt. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Hamburger Marktforschungsinstituts IPSOS im Auftrag des WWF. Am Dienstag entscheidet die Landesregierung über ihre Haltung zum Welterbe-Antrag, der bereits von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und den Niederlanden unterstützt wird. Ein Nein Hamburgs würde bedeuten, dass das Wattenmeer für lange Zeit - vermutlich sogar für immer - seine Chance auf den Welterbe-Titel einbüßt.
„Auch die Bürger wollen das Welterbe Wattenmeer. Die Bedenkenträger stehen allein auf weiter Flur", erklärte WWF-Geschäftsführer Eberhard Brandes. „Wir erwarten, dass der Senat dem Antrag zustimmt. Alles andere wäre eine umweltpolitische Bankrotterklärung." Das Umfrageergebnis zeige, wie hoch das Ansehen des Welterbe-Titels in der Hamburger Bevölkerung sei. 83,3 Prozent der Teilnehmer hatten auf die Frage „Sollte der Hamburger Senat, Ihrer Meinung nach, den Weltnaturerbe-Antrag für das Wattenmeer unterstützen?" mit Ja geantwortet. Per Telefon wurden vom 10. bis 12. Januar 508 volljährige Hamburger Bürgerinnen und Bürger interviewt.
Die Befürchtung der Hamburger Wirtschaftsbehörde, der Welterbe-Titel für das Wattenmeer ändere die Bedingungen für eine Genehmigung der Elbvertiefung, ist nach Ansicht des WWF unbegründet. Erstens sei die Planung eines Ausbaus der Elbe ausführlich im Welterbe-Antrag erwähnt. Zweitens lägen weder der Hamburger Hafen noch die Unterelbe im Welterbe-Gebiet. Drittens gelte für die Elbvertiefung das deutsche und europäische Naturschutzrecht - das Welterbe setze keine neuen rechtlichen Maßstäbe.
Hintergrund zur Meinungsumfrage: Folgende Frage wurde vom IPSOS-Telefonstudio trend-test gestellt: „Kurz zum Hintergrund: Das Wattenmeer an der Nordseeküste gilt mit seinen großen Wattflächen, den Seehunden und den vielen Seevögeln als ein besonders wertvolles Naturgebiet - ähnlich wie der Grand Canyon oder die Galapagosinseln. Aus diesem Grund soll es eventuell den Titel "Weltnaturerbe" bekommen. Die Niederlande und Deutschland haben dafür seit langem einen gemeinsamen Antrag bei der UNESCO vorbereitet. Hierbei ist auch Hamburg mit seinem Nationalpark zwischen Cuxhaven und der Insel Neuwerk beteiligt. Kurz vor Ablauf der Bewerbungsfrist überlegt Hamburg, seine Unterstützung für den Welterbe-Antrag zurückzuziehen. Dann wäre aber ein Welterbe-Titel auch für das übrige Wattenmeer kaum noch erreichbar. Grund ist die Befürchtung des Hamburger Senats, dass der Welterbe-Titel eine Genehmigung der Elbvertiefung erschweren könnte. Die Befürworter des Welterbe-Antrags in den anderen Ländern sagen dagegen, dass der Welterbe-Titel keinen Einfluss auf die Genehmigung der Elbvertiefung hätte. Sollte der Hamburger Senat, Ihrer Meinung nach, den Weltnaturerbe-Antrag für das Wattenmeer unterstützen?
Antworten: 83,3 % Ja / 9,8 % Nein / 6,9 % Keine Angabe/Weiß nicht
Blamage Hamburgs und Deutschlands
Hamburg: Zur heute bekannt gewordenen Weigerung des Hamburger Senats, den Weltnaturerbe-Antrag Deutschlands und der Niederlande für das Wattenmeer zu unterstützen, erklärte WWF-Wattenmeerexperte Dr. Hans-Ulrich Rösner: "Der Hamburger Senat blamiert sich und Deutschland bis auf die Knochen. Das ist ein umweltpolitischer Offenbarungseid. Nach 16 Jahren Debatte so ein Projekt kurz vor der Unterschriftsreife zu stoppen, ist dreist. Hamburg hätte alle Zeit der Welt gehabt, seine unnötigen Bedenken aus dem Weg zu räumen. Wir bitten Niedersachsen und Schleswig-Holstein sowie die Bundesregierung und die Niederlande, doch noch einen Weg zu finden, das Wattenmeer auch ohne Hamburg als UNESCO-Weltnaturerbe anzumelden. Ein so wertvolles Projekt darf nicht der Kurzsichtigkeit eines Bundeslandes geopfert werden - zumal das Hamburger Wattenmeer nur einen kleinen Teil des Gesamtgebietes ausmacht. Der Weltnaturerbe-Titel wäre nicht nur eine Auszeichnung für ein weltweit einmaliges Naturgebiet und eine internationale Annerkennung von mehreren Jahrzehnten erfolgreicher Naturschutzarbeit. Es würde auch das Wattenmeer noch attraktiver für Touristen machen und so neue Arbeitsplätze schaffen." Nach einer heute veröffentlichten IPSOS-Umfrage im Auftrag des WWF sprechen sich 83 Prozent der Hamburger Bürgerinnen und Bürger für das Welterbe Wattenmeer aus.
WWF-Pressemitteilung
Ralph Kampwirth
WWF-Pressestelle
Tel. 040-530200118
Mobil 0162-2914473
Wer ist Schuld am niedrigen Sauerstoffgehalt der Elbe?
Einträge aus Landwirtschaft und gereinigtes Abwasser sind die Ursache für den niedrigen Sauerstoffgehalt, der zu massivem Algenwachstum im Ober- und Mittellauf der Elbe geführt hat, sagte Hamburgs Umweltsenator Gadaschko Mitte Juni nach einem Messflug der ARGE Elbe. Er hatte sich dabei einen Überblick über den ökologischen Zustand verschafft.
Der Sauerstoffgehalt sei mit Werten zwischen 3,7 und 1,5 Milligramm pro Liter sehr niedrig. Weder die letzte Elbvertiefung noch die Zuschüttung des Mühlenberger Lochs seien für den niedrigen Sauerstoffgehalt verantwortlich. " Die Sauerstoff Problematik ist saisonal begrenzt, im Frühjahr, Herbst und Winter sind die Werte für die Fischfauna unkritisch " sagte der Senator.




