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Informationen aus Sachsen-Anhalt
Zu den Gesetzen und Verordnungen zum Thema Abwasser aus Sachsen-Anhalt gehts hier:
www.klaerwerk.info/Nuetzliche-Links/Gesetze#anhalt
Sachsen-Anhalt: Landesregierung beschließt Wasserentnahmeentgelt
Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt hat am 20. Dezember 2011 eine
Verordnung zum Wasserentnahmeentgelt beschlossen. Damit ist
Sachsen-Anhalt das zwölfte Bundesland, in dem die Entnahme von Grund-
oder Oberflächenwasser entgeltpflichtig ist, Rheinland-Pfalz bereitet
dies vor. Die in Sachsen-Anhalt aus dem Wassercent erwarteten Einnahmen
in einer Höhe von netto rund zehn Millionen Euro im Jahr sollen
vollständig für wasserwirtschaftliche Zwecke eingesetzt werden,
insbesondere auch für den Hochwasserschutz. Die Verordnung gilt ab dem
Jahr 2012. Haushaltswirksam werden die Einnahmen ab 2013. Der Wassercent
wird generell erhoben für das Entnehmen oder Ableiten von Wasser aus
oberirdischen Gewässern und das Entnehmen, Zutagefördern, Zutageleiten
oder Ableiten von Grundwasser. Brunnen in Kleingärten sind nicht von der
Verordnung berührt, da diese eine Bagatellgrenze von 3000 Kubikmetern
pro Kalenderjahr oder bei einem zu entrichtenden Entgeltbetrag von 100
Euro vorsieht. Befreit sind auch dauerhafte Grundwasserabsenkungen im
Interesse des Gemeinwohls, also bei Vernässungsproblemen. Der Wassercent
wird nicht erhoben in Hessen, Bayern und Thüringen
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Sachsen-Anhalt: Bericht zur Vernässung vorgelegt
Sachsen-Anhalts Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Hermann Onko
Aeikens hat am 13. Dezember 2011 im Kabinett einen Bericht zur
Vernässungssituation in Sachsen-Anhalt vorgelegt. Es gebe nun für die
betroffenen Regionen Ursachenanalysen und insgesamt rund 1900
Maßnahmenvorschläge. Ziel müsse es sein, so der Minister, zu einem
intelligenten Wassermanagement zu kommen, das in nassen und in trockenen
Jahren funktioniere. Die Landesregierung wolle für die kommenden Jahre
30 Millionen Euro für Maßnahmen gegen die Vernässung zur Verfügung
stellen; darüber müsse aber noch der Landtag entscheiden. Das
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt hat für 2012 und 2013 jeweils
0,5 Millionen Euro bereitgestellt, die in die Unterstützung von bereits
laufenden Pilotprojekten fließen. Als einen Schwerpunkt der kommenden
Arbeiten nennt der Bericht Maßnahmen an Fließgewässern. Die Verbesserung
der hydraulischen Leistungsfähigkeit dieser Gewässer kann Vernässungen
land- und forstwirtschaftlich genutzter Flächen entgegenwirken und auch
die Situation in besiedelten Bereichen erheblich beeinflussen. Neben
Ausbau und Unterhaltung von Gewässern können auch Anlagen zur
Wasserstandsregulierung (Schöpfwerke, Stauanlagen) erforderlich sein.
Maßnahmen gegen Vernässungen und Erosion auf land- und
forstwirtschaftlichen Flächen werden künftig einen Schwerpunkt der
Maßnahmen im Zuge von Flurneuordnungsverfahren darstellen.
In betroffenen Wohnbereichen und Gewerbegebieten kommen entsprechend den
konkreten Verhältnissen vor Ort eine Vielzahl verschiedener Maßnahmen
in Frage. Dazu kann die Verbesserung des oberflächigen Wasserabflusses
in Gewässern, Gewässern, der Bau und Betrieb von Drainagen, die
Sicherung von Einzelobjekten, die geregelte Entsorgung von
Niederschlagswasser und letztlich auch die Absenkung des
Grundwasserspiegels durch den Betrieb von Brunnen gehören. Auch die
Straßenentwässerung müsse überprüft und gegebenenfalls verbessert
werden. Große Bereiche Sachsen-Anhalts weisen nach Angaben des
Umweltministeriums spätestens seit dem Jahr 2010 außergewöhnlich hohe
Grundwasserstände auf, die Landwirtschaft und Bürger belasten.
www.mlu.sachsen-anhalt.de
Sachsen-Anhalt hat LAWA-Vorsitz übernommen
Sachsen-Anhalt hat zum 1. Januar 2012 den Vorsitz der
Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) übernommen.
LAWA-Vorsitzender ist Ministerialdirigent Dr. Wolfgang Milch. Milch
gehört seit dem 1. Januar 2012 auch dem Vorstand der DWA an. Der
LAWA-Vorsitz wechselt alle zwei Jahre in alphabetischer Reihenfolge zum
nächsten Bundesland.
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Koalitionsvertrag in Sachsen-Anhalt
„Die Zielsetzungen der Flora-Fauna-Habitat- und der
Wasserrahmenrichtlinie sollen durch kooperative Zusammenarbeit von
Verwaltung, Land- und Forstwirtschaft, Grundeigentümern, Naturschutz und
Wasserwirtschaft erreicht werden. Die Fördermöglichkeiten im Bereich
der Wasserrahmenrichtlinie sollen nach Möglichkeit auch für Maßnahmen
der Gewässerunterhaltung, -pflege und -entwicklung genutzt werden." So
steht es im Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD in Sachsen-Anhalt für
die Jahre 2011 bis 2016. Und weiter: „Die Koalitionspartner bekennen
sich zu einer nachhaltigen Wasserwirtschaft. Die Umsetzung der
Wasserrahmenrichtlinie soll unter Berücksichtigung einer breiten
Beteiligung entsprechend der Vorgaben der EU ‚eins zu eins‘ mit
möglichst geringem Verwaltungs- und Kostenaufwand für alle Beteiligten
erfolgen. Die Investitionen auf dem Gebiet des Hochwasserschutzes sollen
auf dem hohen Niveau der Vorjahre fortgesetzt werden. Die
Koalitionspartner sind sich darüber einig, dass
Hochwasserschutzmaßnahmen wichtige Infrastrukturaufgaben sind. Die
konsequente Umsetzung der Hochwasserschutzkonzeption des Landes bis 2020
ist finanziell aus EU-, Bundes- und Landesmitteln abzusichern. Die
Koalitionspartner wollen, dass bei der bis Ende 2012 vorgesehenen
Novellierung des Wassergesetzes die Klassifizierung der Gewässer (1. und
2. Ordnung) sowie die Aufgabenteilung im wasserwirtschaftlichen Bereich
überprüft werden. ...
Es wird angestrebt, flächendeckend das Gewässerunterhaltungskataster
wieder einzurichten. Im Bereich der Trinkwasserversorgung und
Abwasserbehandlung ist die weitere Unterstützung der Verbände im
Hinblick auf ein bis 2013 zu entwickelndes Leitbild zu den
Verbandsstrukturen zu gewähren."
www.sachsen-anhalt.de/index.php?id525014
Neues Wassergesetz in Sachsen-Anhalt
In Sachsen-Anhalt gilt seit dem 1. April 2011 ein neues Wassergesetz (WG LSA). Das Gesetz tritt am 1. April 2013 außer Kraft. Veröffentlicht wurde es im Gemeinsamen Verordnungsblatt für das Land Sachsen-Anhalt, Nr. 8/2011 vom 24. März 2011, Seite 492-529. Das Gesetz steht zum Download im Internet bereit, ebenso die 130 Seiten umfassende Empfehlung des Umweltausschusses des Landtags, die als Gesetz beschlossen wurde (Landtags-Drucksache 5/3078 vom 25. Januar 2011). Beschlossen wurde das neue Wassergesetz am 2. Februar 2011 in der 87. Sitzung des Landtags; das Stenografische Protokoll kann ebenfalls aus dem Internet heruntergeladen werden:
www.landesrecht.sachsen-anhalt.de
www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/parlamentsdokumentation/d3078vbe_5.pdf
www.landtag.sachsen-anhalt.de/intra/landtag3/ltpapier/plenum/5/087stzg_5.pdf
Vergleich der Abwasserentgelte in Sachsen-Anhalt
Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, war am Stichtag 01.01.2010 für den Kubikmeter Abwasser im Durchschnitt 3,15 EUR zu bezahlen. Im Vergleich zum 01.01.2008 waren damit durchschnittlich für den Kubikmeter Abwasser sieben Cent weniger zu entrichten. Die Grundgebühr stieg dagegen an. Für die Abwasserbeseitigung betrug die durchschnittliche Grundgebühr 100,28 EUR (3,59 EUR mehr als 2008).
Wie auch beim Trinkwasser wurden bei den Abwasserentgelten beträchtliche Unterschiede zwischen den Gemeinden registriert. Diese reichten von 1,34 EUR je Kubikmeter in Gutenborn (OT Heuckewalde) im Burgenlandkreis bis zu 5,40 EUR in der Gemeinde Neudorf im Landkreis Harz.
Für die Grundgebühren, als verbrauchsunabhängiges Entgelt, wurde für 2010 folgendes Ergebnis erstellt:
Während in allen Gemeinden Sachsen-Anhalts eine Trinkwassergrundgebühr erhoben wurde, war in 288 Gemeinden eine verbrauchsunabhängige Grundgebühr für Abwasser zu entrichten.
Mit 24,60 EUR Grundgebühr im Jahr zahlten die Haushalte in den Gemeinden Klein Wanzleben und Wefensleben (Bördekreis) die geringste Grundgebühr. Im Burgenlandkreis war in vier Gemeinden, mit 300,00 EUR die höchste Grundgebühr im Land Sachsen-Anhalt zu zahlen.
Die hier genannten Komponenten der Kosten für die Abwasserbeseitigung sind:
- die verbrauchsunabhängige Grundgebühr und
- die verbrauchsabhängige Schmutzwassergebühr
Ein Vergleich der in den kreisfreien Städten und Gemeinden erhobenen Gebühren wird durch die unterschiedlichen Gebührensysteme erschwert. Die Struktur der Bestandteile der verbrauchsabhängigen und -unabhängigen Entgelte für die Abwasserbeseitigung wies, wie oben dargestellt, beachtliche regionale Unterschiede auf.
Den Abwassergebührenvergleich erstellten die Statistiker für einen dreiköpfigen Musterhaushalt. Auf der Grundlage eines durchschnittlichen Frischwasserverbrauchs von 99 Kubikmeter, der die Basis zur Berechnung der verbrauchsabhängigen Schmutzwassergebühren bildet, wurden die anfallenden Kosten pro Haushalt ermittelt. Bei einem landesweiten Durchschnitt von 412 EUR, schwankten die Kosten der Beseitigung der definierten Abwassermenge einschließlich Grundgebühr in den Städten und Gemeinden von 150 EUR bis 637 EUR, also um fast 490 EUR.
Weiterreichende Informationen und Ergebnisse aller Gemeinden enthält das Internetangebot des Statistischen Landesamtes (www.statistik.sachsen-anhalt.de) sowie der demnächst erscheinende statistische Bericht „Wasser- und Abwasserentgelte in Sachsen-Anhalt - Berichtsjahr 2010".
1) Die Ergebnisse zu den Entgelten beziehen sich auf Abwässer, die über ein öffentliches Kanalnetz in einer zentralen Abwasserbehandlungsanlage entsorgt werden.
(Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt)
http://www.umweltruf.de/news/111/news3.php3?nummer=1093
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675 Millionen Euro für Hochwasserschutz bis 2020
Für den Hochwasserschutz in Sachsen-Anhalt sind bis 2020 weitere 675 Millionen Euro erforderlich. „Hochwasserschutz bleibt in Sachsen-Anhalt eine Schwerpunktaufgabe. Wir möchten bis 2020 alle Deiche des Landes saniert haben", sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Hermann Onko Aeikens am 7. Dezember 2010 in Magdeburg bei der Vorstellung der Hochwasserschutzkonzeption des Landes Sachsen-Anhalt bis 2020 (HWSK 2020). Die HWSK 2020 ersetzt die bisherige Hochwasserkonzeption (HWSK 2010), die wenige Monate nach dem schweren Elbhochwasser 2002 erarbeitet und in den Folgejahren umgesetzt worden war. In den Jahren 2002 bis 2006 dominierte die Hochwasserschadensbeseitigung. Als Ergebnis der intensiven Arbeit an den Deichanlagen mussten die Fachleute feststellen, dass die Schäden an den Deichanlagen größer waren und die Standsicherheit der bestehenden Deiche schlechter war, als im Ansatz in der Konzeption 2010 ausgewiesen. Daher kamen neben der Schadensbeseitigung zunehmend Deichsanierung, Deichneubau und Deichrückverlegung in den Fokus. Mit der neuen Konzeption folge Sachsen-Anhalt der seit 2007 geltenden Europäischen Hochwasserrisikomanagementrichtlinie, so Aeikens. Die aktuelle Hochwasserschutzkonzeption steht im Internet zum Download bereit:
www.sachsen-anhalt.de/LPSA/index.php?id=13352
www.sachsen-anhalt.de/LPSA/index.php?id=2033
www.sachsen-anhalt.de/LPSA/index.php?id=2032
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Stromerzeugung aus Klärgas im Jahr 2009 leicht gestiegen
Nach Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt ist die Stromerzeugung aus Klärgas im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent gestiegen. Insgesamt wurden 19 Millionen kWh elektrischer Strom gewonnen. 13 Klärwerke im Land Sachsen-Anhalt nutzen Klärgas zur Wärme- und Stromerzeugung. In den Anlagen dieser Unternehmen konnten im Jahr 2009 insgesamt elf Millionen Kubikmeter Klärgas gewonnen werden, das ausschließlich in den Klärwerken selbst zu Wärme und Strom weiterverarbeitet wurde. Unter Berücksichtigung des Methangehalts entsprach dies einem Energiegehalt von rund 266 000 Gigajoule (GJ). Davon wurden 17 000 GJ zur Wärmeerzeugung genutzt. Der größte Anteil des Klärgases wurde für die Stromerzeugung eingesetzt. Aus 9,8 Millionen m³ Klärgas konnten 19 Millionen kWh Strom erzeugt werden. Davon wurden 17 Millionen kWh in den Betrieben selbst eingesetzt. An Elektrizitätsversorgungsunternehmen wurden 2 Millionen kWh abgegeben. Im Jahr 2008 lag die Stromabgabe noch bei 4 Millionen kWh. Damit wurde der seit Jahren anhaltende Trend zur verstärkten Eigennutzung des erzeugten Stroms fortgesetzt.
Neues Wassergesetz für Sachsen-Anhalt in Vorbereitung
Sachsen-Anhalt bekommt ein neues Landeswassergesetz. Umweltminister Hermann Onko Aeikens hat am 20. Juli 2010 dem Kabinett den Entwurf eines entsprechenden Gesetzes vorgelegt. „Bei diesem Gesetzgebungsverfahren steht nicht eine inhaltliche Novellierung des Wasserrechts im Vordergrund", sagte Aeikens. „Das bisherige Landeswassergesetz soll in die neue Systematik des Wasserhaushaltsgesetzes des Bundes überführt werden. Dies bedeutet, dass bewährte Regelungen des bisherigen Landesrechts möglichst unverändert beibehalten werden, wobei die Verteilung von Aufgaben und Zuständigkeiten fortgeführt wird." Mit 118 Paragraphen ist das neue Gesetz weniger umfangreich und übersichtlicher als sein Vorgänger, das es auf 197 Paragraphen brachte. Ein wesentliches Anliegen des neuen Gesetzes ist die Verbesserung des vorbeugenden Hochwasserschutzes.
Quelle: dwa
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Neues Wassergesetz in Sachsen-Anhalt
Der Landtag von Sachsen-Anhalt hat am 12. November 2009 einem neuen Wassergesetz für Sachsen-Anhalt zugestimmt. Die Landtags-Drucksache 5/2238 vom 30. Oktober 2009, die letztlich vom Parlament angenommen wurde, ist eine Synopse, der man leicht entnehmen kann, was sich künftig ändert. Ein wesentlicher Punkt sind neue Regelungen zur Verteilung der Kosten der Gewässerunterhaltung. Das Gesetz trat am 1. Januar 2010 in Kraft.
www.landtag.sachsen-anhalt.de/intra/landtag3/ltpapier/drs/5/d2238vbe_5.pdf
Große regionale Unterschiede bei den Kosten für Wasser und Abwasser in Sachsen-Anhalt
Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt im Dezember 2009 mitteilte, wurden in Sachsen-Anhalt im Jahr 2009 für einen Kubikmeter Trinkwasser durchschnittlich 1,60 Euro gezahlt. Für die gleiche Menge Abwasser waren 3,19 Euro zu zahlen.
Die niedrigsten Kubikmeterpreise (verbrauchsabhängig) für Trinkwasser werden mit 0,86 Euro in 36 Gemeinden des Altmarkkreises Salzwedel und des Landkreises Stendal gezahlt. Dagegen müssen die Einwohner von acht Gemeinden im Landkreis Harz 3,89 Euro je Kubikmeter Trinkwasser zahlen. Bei den Abwassergebühren liegen diese Spannen zwischen 1,34 Euro je Kubikmeter in der Gemeinde Heuckewalde im Burgenlandkreis und 6,43 Euro in der Stadt Sandersleben (Anhalt) im Landkreis Mansfeld-Südharz.
Anhand der ermittelten Daten hat das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt eine Kostenrechnung für einen Drei-Personen-Haushalt durchgeführt. Es wurde von einem Pro-Kopf-Verbrauch von 90 Liter Trinkwasser pro Tag ausgegangen. Durchschnittlich ergeben sich für einen sachsen-anhaltinischen Haushalt jährliche Kosten in Höhe von 677 Euro. Dabei belaufen sich die Kosten für Trinkwasser auf 258 Euro und für Abwasser auf 419 Euro.
www.statistik.sachsenanhalt.de/Internet/Home/Daten_und_Fakten/3/32/322/32271/index.html
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Abwasser als Dünger auf den Feldern
Abfallanstalt will Kompostwerk-Umweltproblem mit Hilfe der Landwirtschaft lösen.
GÖRSCHEN. Seit der Umstellung des Betriebs auf eine Vergärungstechnologie ist das Kompostwerk der heutigen Anstalt öffentlichen Rechts Abfallwirtschaft Sachsen-Anhalt Süd (AW) ein Umweltproblemfall. Genauer gesagt, sein Abwasser. Wurde doch festgestellt, dass die in die öffentliche Kanalisation fließende Brühe nicht nur zu viele feste Schmutzbestandteile sowie mineralische Stoffe enthielt, sondern auch die Einleitgrenzwerte des Abwasserzweckverbands Weißenfels für Stickstoff- und Phosphorverbindungen regelmäßig überschritt. Durch Einsatz eines so genannten Dekanters - er soll Feststoffe aus dem Abwasser entfernen - konnte man das Problem auch nicht in den Griff bekommen. Denn die mineralischen Bestandteile im Abwasser, so informierte jüngst Gundram Mock, amtierender Anstaltsvorstand, den AW-Verwaltungsrat, stellen nach wie vor eine zu hohe Belastung für eine Einleitung ins öffentlich Weißenfelser Abwassernetz dar.
Zur endgültigen Lösung der Abwasserfrage wurden verschiedene Entsorgungsmöglichkeiten untersucht. So die Errichtung einer eigenen Kläranlage mit biologischer Abwasserbehandlung im Kompostwerk, ...mehr unter:
http://www.naumburger-tageblatt.de/ntb/ContentServer?pagename=ntb/page&atype=ksArtikel&aid=1237373786410&openMenu=1037634251521&calledPageId=1037634251521&listid=994342720546
Kostenvergleich : Abwasserbeseitigung in Sachsen-Anhalt
In Sachsen-Anhalt liegt die Belastung der Bürger für die Abwasserentsorgung mit 133 Euro pro Einwohner und Jahr unter dem Bundesdurchschnitt von 145 Euro. Das ergibt eine Erhebung der Abwasserkosten für Sachsen-Anhalt. Darin wurden erstmals die tatsächlichen Kosten für Abwasser in allen Regionen des Bundeslandes erfasst. Es flossen neben dem Wasserverbrauch auch einmalige Entgelte wie Abwasserbeiträge und Hausanschlusskosten ein.
Ursache für die unterdurchschnittliche Kostenbelastung ist in der Hauptsache der geringe Wasserverbrauch in Sachsen-Anhalt. Während im Bundesdurchschnitt ein Einwohner etwa 125 Liter Wasser am Tag verbraucht, sind es in Sachsen-Anhalt nur rund 90 Liter. Dabei gibt es allerdings große regionale Unterschiede. Während der Wasserverbrauch in Aschersleben bei 44 Kubikmetern pro Einwohner und Jahr liegt, beträgt er in der nördlichen Börde nur 24 Kubikmeter. Hinzu kommt eine zum Teil erhebliche Spanne der Kostenbelastung in den einzelnen Entsorgungsgebieten. Sie reicht von nur 62 Euro je Einwohner und Jahr in der Gemeinde Lostau bis zu etwa 230 Euro beim Abwasserzweckverband Hasselbach-Thierbach im Burgenlandkreis. Angesichts der demografischen Entwicklung in Sachsen-Anhalt beeinflusst der rückläufige Wasserverbrauch auch in Zukunft die Kostenentwicklung. Ein geringer Wasserverbrauch hat einen mittelbaren Einfluss auf die Abwasserkosten. Dadurch kommt es zu dem ungewollten Effekt, dass gerade durch Wasser sparendes Verhalten Preise steigen.
Der Anschlussgrad der Bevölkerung Sachsen-Anhalts an die öffentliche Kanalisation und Kläranlagen hat inzwischen 91 Prozent erreicht (Stand Ende 2007). Während im ländlichen Bereich der Anschlussgrad bei rund 83 Prozent liegt, beträgt er in den Städten 98 Prozent. „Der hohe Anschlussgrad widerspiegelt natürlich die immensen Investitionen, die hier geleistet wurden", so Wernicke. Durchschnittlich 1814 Euro je an eine Kläranlage angeschlossenen Einwohner wurden investiert, das sind insgesamt rund vier Milliarden Euro. Das Land hat die Investitionen mit mehr als 1,1 Milliarde Euro (Ende 2006) sowie Sanierungs- und Teilentschuldungshilfen von 353 Millionen Euro unterstützt.
http://www.sachsen-anhalt.de/LPSA/index.php?id=33731
„Qualität der Gewässer wird immer besser"
Mit über 3.000 Einzelmaßnahmen soll bis zum Jahr 2015 die Qualität der Gewässer in Sachsen-Anhalt verbessert werden. Umweltministerin Petra Wernicke stellte den Entwurf eines Maßnahmepakets am heutigen Dienstag im Kabinett vor. Seit der Wende seien die sachsen-anhaltischen Gewässer deutlich sauberer geworden, sagte sie. So zögen nun wieder Lachse die Elbe hinauf. Wernicke: „Wir können die Elbe heute wieder als Lebensader bezeichnen. Das war nicht immer so." Auch im Abwasserbereich habe Sachsen-Anhalt große Schritte nach vorn gemacht; über 90 Prozent der Haushalte seien mittlerweile an ein zentrales Entsorgungsnetz angeschlossen.
Trotzdem müsse noch viel getan werden, schränkte Wernicke ein. Die EU setze hohe Normen hinsichtlich der Wasserqualität. So liege in Sachsen-Anhalt die Nährstoffbelastung vieler Gewässer noch über den europäischen Anforderungen. Auch den Altlasten gilt ein besonderes Augenmerk. Nach Aussagen der Ministerin standen 80 Prozent der chemischen Industrie der DDR auf dem Gebiet Sachsen-Anhalts. Daraus resultiert lokal eine hohe Belastung des Grundwassers und der Flusssedimente mit Schadstoffen. Jährlich fließen in unserem Land 70 Millionen Euro in die Altlastensanierung. Die Summe wird auch in den kommenden Jahren so hoch bleiben.
Sachsen-Anhalt richtet sein Maßnahmepaket an der sogenannten Wasserrahmenrichtlinie aus. Mit dieser Richtlinie will die Europäische Union europaweit alle Oberflächengewässer und das Grundwasser nach einheitlichen Kriterien bewerten und pflegen.
Das Paket umfasst die Erfüllung geltender Richtlinien (z.B. Kommunalabwasserrichtlinie und Nitratrichtlinie) und darüber hinausgehende Maßnahmen etwa zur Verbesserung der Durchgängigkeit von Flüssen für Wanderfische oder der Wiederanbindung von Nebengewässern.
Bereits im Vorfeld erfolgten umfangreiche Vorarbeiten. So hat sich Sachsen-Anhalt in den vergangenen vier Jahren intensiv mit den Anrainerstaaten der Flussgebiete von Elbe und Weser abgestimmt. Im Ergebnis liegen Bewirtschaftungsplan- und Maßnahmenprogrammentwürfe für alle Gewässer vor. Ein halbes Jahr lang können Verbände und Einzelpersonen ihre Stellungnahmen dazu abgeben. Sachsen-Anhalt hat bei der Erstellung der Pläne und Programme der Flussgebiete einen wichtigen Beitrag geleistet. Die Unterlagen zur Anhörung können beim Landesverwaltungsamt und bei den Landkreisen bzw. kreisfreien Städten ab dem 22.Dezember 2008 eingesehen werden, alle Maßnahmen sind ab Dezember auch im Internet zu finden. Die Ministerin: „Hier wird nicht mit geschlossenen Schubladen gearbeitet. Je mehr Bürger und Wassernutzer sich in die Diskussion einbringen, um so besser ist es für unsere Gewässer."„Viele Maßnahmen können nur gemeinsam entwickelt werden, viele Bereiche müssen unter einen Hut gebracht werden. So darf der Hochwasserschutz genauso wenig aus den Augen verloren werden wie etwa die Belange der Landwirte."
Staatskanzlei - Pressemitteilung Nr.: 618/08
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KLAR - das Darlehen der IB für Kleinkläranlagen
Wernicke: Mehr als 50.000 Kleinkläranlagen sind umgerüstet
In Sachsen-Anhalt müssen bis Ende 2009 50.000 bis 70.000 Kleinkläranlagen umgerüstet werden. Dann sollen alle dauerhaft zu betreibenden Anlagen den bundesweit einheitlichen Anforderungen und damit dem heutigen technischen Stand entsprechen. Dieser sieht eine biologische Aufbereitung des Abwassers vor. Um die Betreiber von Kleinkläranlagen dabei finanziell zu unterstützen, hat das Land und die Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB) das Darlehensprogramm KLAR aufgelegt.
Anträge können ab dem 01. September bei der IB eingereicht werden. Im Internet sind ab sofort Informationen und Antragsunterlagen unter www.ib-sachsen-anhalt.de abrufbar.
Quelle: http://www.sachsen-anhalt.de/LPSA/index.php?id=1743
Bioenergie in Kommunen
Zweitägige Veranstaltung mit Ausstellung und Tagen der offenen Tür im Rahmen der Europäischen Biomassetage der Regionen 2008
Endlichkeit und Verteuerung fossiler Energieträger wie auch die Probleme der Freisetzung von klimaschädlichem CO2 durch ihre Nutzung sind allgemein bekannt. Insofern ist es zwingend notwendig, auf alternative Energiequellen - wie zum Beispiel die Bioenergie - zurückzugreifen.
Ziel dieser Veranstaltung ist es, die Nutzung von Bioenergie in Kommunen stärker bekannt zu machen und die Etablierung konkreter Projekte in Sachsen-Anhalt zu unterstützen. Dabei geht es insbesondere um die Erschließung und Nutzung regionaler Kreisläufe, der Schaffung von mehr Eigenständigkeit und Unabhängigkeit bei der Energieversorgung und einer stärkeren Identifikation mit der Region.
Die Veranstaltung und Ausstellung in Bernburg (29./30.09.08) sowie die Tage der offenen Tür (01.10.-05.10.08) wollen deshalb ein breitgefächertes und vielseitiges Informationsangebot zum Thema „Bioenergie in Kommunen" bereitstellen. Die zu den Tagen der offenen Tür vor Ort zu besichtigenden, kommunalen Bioenergieprojekte geben Praxisbeispiele für realisierte Anlagen in Sachsen-Anhalt.
Um entsprechende Informationen zu erhalten und weiterzugeben sowie sich auszutauschen und Kontakte zu knüpfen, sollten auch Sie sich an den geplanten Aktivitäten beteiligen.
Nennen Sie uns Projekte, die in der Veranstaltung oder Ausstellung vorgestellt werden können! Nennen Sie uns Projekte, die vor Ort besichtigt werden können!
Eine
Programmskizze zur geplanten Veranstaltung sowie ein Formblatt zur
Anmeldung finden Sie unter:
1. Wasser- und Abwassertag Sachsen-Anhalt und Brandenburg
Mehr als 100 Gäste diskutierten in Dessau über Folgen des demographischen Wandels für die Wasserwirtschaft
Bevölkerungsrückgang erfordert rasches Handeln
Der demographische Wandel macht vor der Wasserwirtschaft in Sachsen-Anhalt und Brandenburg nicht halt. Der Rückgang der Bevölkerungszahlen auf Grund sinkender Geburtenzahlen, zunehmender Überalterung und anhaltender Abwanderung wird die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in beiden Bundesländern nachhaltig verändern, so das Ergebnis des 1. Wasser- und Abwassertages der envia AQUA GmbH, Chemnitz, für Sachsen-Anhalt und Brandenburg am 2. Juni in Dessau. Auf Einladung des Unternehmens diskutierten mehr als 100 Wasserexperten im Bundesumweltamt über Lösungen für die drängenden Probleme.
Nach Angaben von Dr. Joachim Hoffmeister, Geschäftsführer Ver- und Entsorgung der Progros AG, geht in Deutschland bis 2050 jedes Jahr eine Großstadt mit 230.000 Einwohnern durch den demographischen Wandel verloren. „In Folge des Bevölkerungsrückgangs rechnen wir im Bundesdurchschnitt mit einem Rückgang des Wasserbrauches von 14 Prozent bis 2030. In Sachsen-Anhalt wird der Rückgang mit 28 Prozent und in Brandenburg mit 21 Prozent deutlich höher ausfallen."
Nach Angaben der Statistischen Landesämter ist der Wasserbrauch je Einwohner in Brandenburg seit 1990 um 31 Prozent auf durchschnittlich 99 Liter und in Sachsen-Anhalt um 43 Prozent auf durchschnittlich 91 Liter zurückgegangen.
Folge des rückläufigen Wasserbrauchs ist ein Absatzrückgang und Kostenanstieg für die Wasserwirtschaft. Der Kostenanstieg ist vor allem auf einen erhöhten Betriebsaufwand auf Grund der mangelnden Auslastung der Anlagen und Netze, einen zunehmenden Instandhaltungsaufwand als Abwehr gegen mögliche Funktions- und Hygieneprobleme und einen verstärkten Investitionsbedarf für den Um- und Rückbau zurückzuführen. Rund 70 Prozent der Kosten in der Abwasserentsorgung sind nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft Fixkosten. Bei weiterem Bevölkerungsrückgang verteilen sich diese auf immer weniger Einwohner.
Nach Auffassung von Jürgen Leindecker, Erster Beigeordneter des Städte- und Gemeindebund Sachsen-Anhalt sind die demographischen Entwicklungen und Auswirkungen auf die Wasserwirtschaft durch schnelles Handeln und eine verstärkte Zusammenarbeit zu lösen. „Eine bunte Landschaft der Wasserversorger ist gefordert, sich den demographischen Veränderungen durch Kooperation und Vorsorge zu stellen. Bündelung der Kräfte heißt, alle Möglichkeiten zu nutzen, vorhandene Systeme auszulasten und neue Nutzer in die Netze einzubinden."
Für Sebastian Kunze, Referatsleiter wirtschaftliche Betätigung und Energiewirtschaftsrecht beim Städte- und Gemeindebund Brandenburg, heißt Zusammenarbeit neben Informations- und Erfahrungsaustausch auch Kooperation in Bereichen wie Aus- und Weiterbildung, Datenverarbeitung, Einkauf oder Personalverwaltung sowie Integration durch Bildung neuer Rechtsträger und den Zusammenschluss von Organisationseinheiten.
Aus Sicht von Dr. Michael List, Geschäftsführer envia AQUA, sind in die Zusammenarbeit auch private Unternehmen der Wasserwirtschaft einzubeziehen. „Der demographische Wandel macht eine verstärkte Kooperation zwischen Kommunen und privaten Unternehmen notwendig. Gemeinsam gilt es, unsere Trinkwasserver- und Abwasserentsorgungsnetze an die demographischen Gegebenheiten auszurichten und die zur Verfügung stehenden Mittel wie z. B. Finanzen, Netze, Wasserressourcen dabei so effizient wie möglich einzusetzen. Für uns als envia AQUA heißt das in erster Linie mit unseren Partnern neue und effektive Strategien für eine zukunftsfähige Wasserwirtschaft in Sachsen-Anhalt und Brandenburg zu entwickeln."
Hintergrund
Die envia AQUA GmbH, Chemnitz, ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM). Das Unternehmen ist Dienstleister für Aufgabenträger der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung in den neuen Bundesländern. Es ist in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen im Wassergeschäft tätig.
Die envia Mitteldeutsche Energie AG (enviaM), Chemnitz, ist der führende regionale Energiedienstleister in den neuen Bundesländern. Das Unternehmen bedient in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen rund 1,6 Millionen Kunden mit Strom, Gas, Wärme, Wasser und energienahen Dienstleistungen. 53 Prozent der Wertschöpfung und 80 Prozent des Einkaufs- und Investitionsvolumens verbleiben in Ostdeutschland. Knapp 50 Prozent des Strombedarfes werden durch die heimische Braunkohle gedeckt.
Ihre Ansprechpartnerin bei der envia AQUA GmbH:
Anja Liefers
Pressesprecherin
Telefon: (03 71) 4 82 - 86 14
Fax: (03 71) 4 82 - 86 05
E-Mail: Anja.Liefers@enviaM.de
6. Biomasseworkshop der Stadtwerke in Halle/Wernicke: Forschung kann Biomassepotential erhöhen
Die Forschung kann dazu beitragen, die Biomassepotentiale besser nutzen zu können. Deshalb hat Landwirtschafts- und Umweltministerin Petra Wernicke heute beim 6. Biomasseworkshop der Stadtwerke in Halle den Ausbau der Biomasseforschung gefordert.
Wernicke: „Die derzeit geführten Diskussionen um gestiegene Nahrungsmittelpreise und die stoffliche und energetische Nutzung von Biomasse tragen allein nicht dazu bei, die Konkurrenzsituation und die Lage am Markt zu entschärfen." Die Problematik auf ein Pro oder Contra Klimaschutz oder Lebensmittelproduktion zu reduzieren sei nicht Ziel führend. Es gäbe keine einfachen Lösungen für volle Teller und volle Tanks, so die Ministerin. Wernicke sagte, dass Forschung und Entwicklung zu einer effektiveren Verwendung der land- und forstwirtschaftlichen Biomasse-Potentiale beitragen kann. Auch sollten viel stärker als bisher biogene Rest- und Abfallstoffe, beispielsweise aus Landschaftspflegemaßnahmen, zur Energieerzeugung eingesetzt werden. Wernicke: „Viele Ackerfrüchte sind einfach zu schade, um sie zu verbrennen."
Die Ministerin verwies auf die 2008 vom Land erstellte Biomassepotentialstudie. Diese belege, dass regional noch weitere Potentiale nutzbar sind. Sie machte aber auch unmissverständlich deutlich, dass die noch frei verfügbaren Biomassepotentiale geringer sind als die gegenwärtig bereits genutzten. Damit sei der Erweiterung der Biomassenutzung Grenzen gesetzt, so die Ministerin. Deshalb müssten Forschung und Entwicklung dazu beitragen, dass durch züchterische und verbesserte Anbaumethoden ertragsreichere Pflanzen zum Einsatz kommen, so die Ministerin. Wernicke sagte mit Blick auf das Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ) mit Sitz in Leipzig, dass die Erwartungen an Forschung und Entwicklung hoch seien. Die Unternehmen der Landwirtschaft und im Energiesektor brauchen zeitnahe und praktikable Lösungsansätze.
Der Biomasseworkshop der Stadtwerke Halle (Saale) wird zum sechsten Mal in Folge unter der Schirmherrschaft von Ministerin Wernicke durchgeführt. Im Mittelpunkt steht die Vorstellung der Ergebnisse der Biomassepotentialstudie Sachsen-Anhalt sowie die Diskussion um praxisorientierte Lösungen zur regionalen Nutzung der Biomasse. Der Workshop findet am 10.07.2008 ab 13.00 Uhr im Vollversammlungssaal der IHK Halle-Dessau, Franckestrasse 5, in Halle (Saale) statt.
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt - Pressemitteilung Nr.: 094/08
Impressum:
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt
Pressestelle
Olvenstedter Straße 4
39108 Magdeburg
Tel: (0391) 567-1950
Fax: (0391) 567-1964
Mail: pr@mlu.lsa-net.de
Veranstaltung "Bioenergie in Kommunen"
Europäische Biomassetage der Regionen 2008
Im
Rahmen der Europäischen Biomassetage der Regionen 2008 werden
in Bernburg eine zweitägige Veranstaltung mit Ausstellung (29.
und 30. September 2008) sowie Tage der offenen Tür (01.-05.
Oktober 2008) durchgeführt.
Ziel
ist es, die Nutzung von
Bioenergie
in Kommunen
stärker bekannt zu
machen und die Etablierung
konkreter Projekte in Sachsen-Anhalt zu unterstützen.
Auch
Sie können sich an den geplanten Aktivitäten mit Ihrem
kommunalen Bioenergieprojekt beteiligen.
Das Formblatt zur
Anmeldung sowie eine Programmskizze finden Sie unter :
http://www.sachsen-anhalt.de/LPSA/index.php?id=1743
Biomassepotenzialstudie für Sachsen-Anhalt vorgestellt
Wernicke: Vorrang hat Nahrungsmittelproduktion
Für Sachsen-Anhalt liegen flächendeckend aktuelle Daten zur stofflichen und energetischen Nutzung von Biomasse vor. Dazu sind in der Biomassepotentialstudie Sachsen-Anhalt die Daten regional und auf das Jahr 2006 bezogen untersetzt worden. Landwirtschafts- und Umweltministerin Petra Wernicke hat in Magdeburg die Ergebnisse der Studie dem Landeskabinett vorgestellt. Wernicke: "Die Studie gibt einen detaillierten Überblick über die derzeitige Nutzung der Biomasse und zeigt mögliche Potenziale auf."
Alle Informationen unter:
http://www.sachsen-anhalt.de/LPSA/index.php?id=1743
Neue Möglichkeiten Biogas in Erdgasnetze einzuspeisen
Sachsen-Anhalt: Fachtagung informiert über veränderte Rahmenbedingungen
Die Möglichkeiten für den Einsatz von Biogas als Energiequelle werden sich wesentlich verbessern. Mit dem vorliegenden Entwurf der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes sowie den Bedingungen für die Einspeisung von aufbereitetem Biogas in die Gasnetze sollen sich die Rahmenbedingungen dafür verändern. Auf welche Änderungen sich die Biogasbranche einstellen muss, wurde am 08. April 2008 in Bernburg auf einer Fachtagung vorgestellt und diskutiert.
Hochwasservorhersage mit neuem Internetauftritt
Magdeburg. Sie wollen wissen, wie hoch der Pegel an Elbe, Saale, Unstrut oder Bode ist? Sie möchten sich über die Prognosen und das Hochwasser informieren? Das ist ab sofort möglich - auf der neu gestalteten Internetseite der Hochwasservorhersage Sachsen-Anhalts.
Ein gut organisierter Hochwassermeldedienst schaffe die Voraussetzungen für das rechtzeitige Handeln Betroffener, so Umweltministerin Petra Wernicke: „Wer die richtigen Informationen hat, kann sich besser vor Hochwasser schützen." Nun könne man sich unabhängig von Tageszeit und Ort ein Bild über die Hochwassersituation in einer betroffenen Regionen Sachsen-Anhalts machen, so die Ministerin.
Das Internetportal bietet täglich Informationen über die aktuellen Wasserstände, Durchflüsse und Niederschläge an hochwasserrelevanten Pegeln des Landes und ausgewählter Pegel der Bundeswasserstraße sowie der Nachbarländer. Hochwasserwarnungen, Hochwasserinformationen, Prognosen und Hochwasserberichte halten über das Geschehen im Lande auf dem Laufenden. Darüber hinaus können Bürger Hinweise für die eigene Verhaltensvorsorge bei Hochwasser erhalten und erfahren Wissenswertes über den Hochwasserschutz in Sachsen-Anhalt.
Die Internetplattform kann unter www.hochwasservorhersage.sachsen-anhalt.de aufgerufen werden.
MVV Energiedienstleistungen nimmt in Mechau klimafreundliche Biogasanlage in Betrieb
24. Januar 2008. JACKON Insulation GmbH nutzt die entstehende Wärme - Projektentwicklung durch ABO Wind - 2.100 Tonnen Kohlendioxid eingespart
Am heutigen Donnerstag, 24. Januar 2008, hat MVV Energiedienstleistungen mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft in Mechau in Sachsen-Anhalt ihre erste Biogasanlage in Betrieb genommen. In umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt das Unternehmen aus nachwachsenden Rohstoffen nun jährlich 4.600 Megawattstunden Strom - genug für mehr als 1.000 Haushalte. Die anfallende Abwärme von etwa 2.300 Megawattstunden Nutzwärme nutzt der ortsansässige international tätige Hersteller von Dämmstoffen, die JACKON Insulation GmbH, als Prozesswärme. Pro Jahr werden so 2.100 Ton-nen Kohlendioxid aus der Verbrennung von Erdgas eingespart. MVV Energiedienstleistungen hat die Anlage vom Wiesbadener Projektentwickler ABO Wind erworben.
Bei einer installierten Motoren-Leistung von insgesamt 740 Kilowatt kommen jährlich etwa 10.000 Tonnen nachwachsender Rohstoffe, insbesondere Maissilage, zur Biogaserzeugung zum Einsatz. Die Anlage besteht aus zwei Blockheizkraftwerken mit jeweils gleicher Leistung und einem großen Gasspeicher, wodurch das entstehende Biogas vollständig genutzt und eine gleichmäßige Erzeugung von Strom und Wärme möglich wird. Die Biogasanlage kommt ohne den Einsatz von Gülle aus.
„Dadurch, dass die die benachbarte JACKON Insulation GmbH die Wärme nutzt, ist eine nachhaltige, grundlastfähige und besonders effiziente Nutzung von Biomasse zur Energieerzeugung am Standort Mechau möglich", betonte Hans-Werner Greß, Leiter der Abteilung Bioenergie bei der ABO Wind. Dr. Frank Lichtmann, Leiter des Kompetenz-Centers Biogas von MVV Energiedienstleistungen GmbH, ergänzte: „Damit stellt die Biogasanlage in Mechau nicht nur aus betriebswirtschaftlicher Sicht ein lohnendes Projekt dar, sondern leistet auch im Hinblick auf den Klima- und Ressourcenschutz einen effektiven Beitrag." Das Unternehmen mit Hauptsitz in Mannheim will sein Engagement im Bereich klimafreundlicher Energieerzeugung, speziell mit Biogas und Biomasse, bundesweit intensivieren. Unter anderem wird sie deutschlandweit in weitere Biogasanlagen mit elektrischen Leistungen vorwiegend zwischen 500 und 1.000 Kilowatt investieren.
Sowohl Dr. Frank Lichtmann als auch Hans-Werner Greß lobten bei der feierlichen Inbetriebnahme „die gute Zusammenarbeit aller Akteure und vor allem die Unterstützung durch Mechaus Bürgermeister Hartmut Baier". Ihr ausdrücklicher Dank galt auch Burkhard Thiede von der Dienstleistung und Stromerzeugung Mahlsdorf GmbH, der das Projekt mitinitiierte und als Hauptlieferant und Betriebsführer vor Ort maßgeblich zum Gelingen beiträgt.
Die Investitionssicherheit der Anlage ist durch die gesetzliche Einspeisevergütung für den erzeugten Strom nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz gewährleistet. Der Strom wird vollständig ins Stromnetz eingespeist. Die Wärmenutzung durch die benachbarte JACKON ist über einen langfristigen Vertrag geregelt. „In Zeiten steigender Energiepreise stellt die damit verbundene Preissicherheit für JACKON einen wertvollen Vorteil dar, der die Produktion am Standort Mechau nachhaltig sichert", unterstrich Achim Nied, Finanzdirektor der JACKON Insulation GmbH.
Die Biogasanlage in Mechau umfasst ein Fahrsilo zur Lagerung der Silagen, zwei Gärbehälter und ein Lager aus Stahlbeton. Das in den Behältern gesammelte Gas wird in den beiden Motoren verbrannt und so in Strom und Wärme umgewandelt. Um die Geräuschentwicklung möglichst gering zu halten, sind beide in einem gemeinsamen Gebäude untergebracht. Die Infrastruktur der Biogasanlage ist speziell für den Einsatz der relativ trockenen Einsatzstoffe ausgelegt, dazu kommen die Heizungsinstallationen zur Versorgung der JACKON Insulation GmbH. Das ausgefaulte Substrat wird zunächst gesammelt und dann auf landwirtschaftlichen Flächen als wertvoller Dünger ausgebracht.
Sämtliche Behälter sind abgedeckt und dienen zugleich als Gasspeicher, um das entstehende Gas komplett nutzen zu können. Die Anlage wird per Fernabfrage ständig überwacht und von erfahrenen Betriebsführern vor Ort täglich kontrolliert. Sie ist auf einem rund 1,7 Hektar großen Grundstück entstanden, das bisher der JACKON Insulation GmbH gehörte. Diese ausgewiesene Gewerbegebietsfläche hinter den Industrieanlagen stellt sich auch wegen ihrer Entfernung zu den Ortslagen als günstig dar, so Dr. Frank Lichtmann vom Betreiber MVV Energiedienstleistungen.
Bei der Auswahl des Anlagentyps und der Motoren kommen mit der Biogas Nord AG und der MDE Dezentrale Energiesysteme GmbH zwei erfahrene Hersteller zum Einsatz. Für die übrigen Arbeiten wurden bewusst Firmen aus der Umgebung beauftragt: Für die Tiefbauarbeiten und Elektroinstallationen Firmen aus Salzwedel, für das Gebäude und die Heizungstechnik Firmen aus der Region. Die Planung der Anlage hat das Büro PROMA Ingenieure aus Burg bei Magdeburg durchgeführt. Die Silage liefern verschiedene Landwirte in der Umgebung, wobei langfristige Lieferverträge den Absatz der Produkte über Jahre sichern und damit eine langfristige Anbauplanung ermöglichen.
Fachfortbildungsprogramm 2008
vielfältiges und bedarfsorientiertes Angebot
Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt
Das Fachfortbildungsprogramm des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt liegt für das Jahr 2008 vor.
Konstante Fortbildung ist ein wichtiges Instrument, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes an die dauernden Veränderungen in Staat und Gesellschaft heranzuführen. Sie werden dadurch in die Lage versetzt, ihre Aufgaben für die Bürgerinnen und Bürger stets sachgerecht, kompetent sowie bürger- und zeitnah zu erbringen.
Arbeitsgruppe "Klimawandel" legte ersten Zwischenbericht vor
Wernicke: Regionale Klimaauswirkungen werden ab 2008 analysiert
Ab 2008 werden für sachsen-anhaltinische Regionen wie Harz und Altmark Szenarien des Klimawandels erstellt. Dazu soll die am Landesamt für Umweltschutz in Halle installierte Klimadatenbank für Sachsen-Anhalt regionalspezifisch ausgewertet werden. Das kündigte Landwirtschafts- und Umweltministerin Petra Wernicke in Magdeburg an. Wernicke: "Wir wissen dann nicht nur wie sich Temperatur und Niederschlag voraussichtlich entwickeln. Wir können dann auch Konzepte für die einzelnen Regionen entwickeln, wie auf die Folgen des Klimawandels reagiert werden kann."
Sachsen- Anhalt legt Abwasserbericht 2007 vor
Wie man dem aktuellen Bericht entnehmen kann, hat sich die Qualität der Abwasserbeseitigung weiter erhöht. Waren es 2004 nur 81,8 Prozent der Kläranlagen, die über eine weitergehende Nährstoffeliminieren verfügten, so konnte die Zahl bis Ende 2006 auf 86,3 Prozent gesteigert werden. Es gibt auch keine Anlagen mehr, die das Wasser entgegen den gesetzlichen Anforderungen nur mechanisch reinigen konnten. Der Anschlussgrad an eine öffentliche Kläranlage beträgt inzwischen 89,9 Prozent. Im Ausblick wird Handlungsbedarf genannt, der besonders den Ausbau der Ortskanalisationen und der Sanierung von Mischsystemen betrifft. In ländlichen Gebieten, in denen ein Anschluss an eine Kläranlage nicht sinnvoll erscheint, müssen die Hauskläranlagen dem aktuellen Standard angepasst werden.
Weitere Informationen unter www.sachsen-anhalt.de
Ursache von Fischsterben gefunden
Ende September wurde der Köhnsee im Landkreis Stendal Ort eines Fischsterbens. Wie das Umweltamt des Landkreises jetzt mitteilte, wurde als Verursacher das Sickerwasser einer Biogasanlage identifiziert. Dem Betreiber der Biogasanlage droht ein Bußgeldverfahren, da um mehr als 1000 Fische verendet waren.
Br 10-07
Keine Förderung ohne Benchmarking
So lautet die Botschaft der Umweltministerin von Sachsen-Anhalt. Eine Förderung von Investitionen für die Trinkwasser- sowie die Wasser -und Abwasserverbände werde es nur noch geben, wenn diese sich am Benchmarking beteiligen, kündigte die Ministerin in Magdeburg an. Damit sollen die 150 Wasserverbände des Landes zu mehr Wettbewerb, zu Mehrkosten- und Qualitätskontrolle " überzeugt " werden. Die Erwartung ist, dass in vielen Fällen das Verfahren zu niedrigeren Betriebs- und Verwaltungskosten führen wird.
Dezentrale Abwasserbeseitigung in Sachsen-Anhalt
Dezentrale Lösungen sind immer dort sinnvoll, wo sie im Vergleich zur zentralen Lösung Kostenvorteile
bringen und unter Umweltaspekten möglich sind. Diese Aussage machte die
Umweltministerin Ende Februar im Landtag in Magdeburg, bekräftigte
aber, dass das nicht bedeute zukünftig nur noch dezentrale Lösungen zu
planen. Wasserqualität und Wirtschaftlichkeit sind die Entscheidungskriterien,
die über zentrale ortsnahe Kläranlagen oder dezentrale
Abwasserbeseitigung über Hauskläranlagen entscheiden. Grund für die
aktuelle öffentliche Diskussion sei die Änderung des Wassergesetzes von
2005, mit der die Gemeinden verpflichtet wurden, ihre
Abwasserbeseitigungskonzepte bis 2006 zu überarbeiten und genehmigen zu
lassen.
Derzeit seien etwa 88 Prozent der Einwohner von Sachsen-Anhalt an eine
öffentliche Abwasserbeseitigung angeschlossen. Nach Auswertung der
Konzepte der Gemeinden und Verbände werden Aussagen möglich, wie sich
der Anschlussgrad weiter entwickeln wird. Zurzeit sei davon auszugehen,
dass auf Dauer 50.000 bis 70.000 Kleinkläranlagen in Sachsen-Anhalt Bestand haben werden.
Sachsen-Anhalt meldet erhöhten Anschlussgrad
Ende 2006 waren 89,9 Prozent der Bevölkerung an eine öffentliche Kläranlage angeschlossen, das sind 30.000 Anwohner mehr als 2004.Für die Errichtung und Sanierung von Abwasseranlagen wurden in Sachsen-Anhalt etwa 4,4 € Milliarden seit 1990 investiert. Handlungsbedarf bestehe in den kommenden Jahren besonders im weiteren Ausbau der Ortskanalisationen und der Sanierung von Mischsystemen, heißt es in einem Lagebericht der im Internet abgerufen werden kann.
" Beseitigung von kommunalem Abwasser in Sachsen-Anhalt " findet man unter www.sachsen-anhalt.de




