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Entwicklung von Prüfverfahren für Anlagen zur dezentralen Niederschlagswasserbehandlung im Trennverfahren
Projektlaufzeit: 1.10.2008-31.05.2010
Bearbeiter:
Prof. Dr.-Ing. Theo G. Schmitt, PD Dr.-Ing. habil. Antje Welker, Dipl.-Ing. Martina Dierschke
Zur Reduzierung der Umweltbelastungen aus Niederschlagsabflüssen sollen
mit einem Anhang Niederschlagswasser zur Abwasserverordnung
bundeseinheitliche Anforderungen zur Behandlung verschmutzter
Niederschlagsabflüsse vor Einleitung ins Grundwasser (Versickerung) oder
in oberirdische Gewässer formuliert werden. Neuere Untersuchungen zur
Aufschlüsselung der Eintragspfade umweltrelevanter Schmutz- und
Schadstoffe weisen sämtlich einen erheblichen Anteil der
Niederschlagsabflüsse aus Siedlungen aus. Die derzeit im Entwurf
vorliegenden Anforderungen beziehen sich auf entwässerungstechnisch neu
zu erschließende Gebiete und weisen als übergeordnete Zielsetzung den
weitgehenden Erhalt des lokalen Wasserhaushalts aus. Damit kommt
dezentral ausgerichteten Konzepten der Regenwasserbewirtschaftung mit
ortsnahem Rückhalt und - soweit erforderlich - Behandlung der
Niederschlagsabflüsse vor Ort eine besondere Bedeutung zu. Aufgrund der
besonderen Gegebenheiten der mit Niederschlagsabflüssen beschickten
dezentralen Anlagen ist keine Überwachung von Ablaufwerten der
Behandlungsanlagen im Betrieb vorgesehen. Zur Sicherstellung ihrer
Wirksamkeit entsprechend den geltenden Anforderungen soll für
standardisierbare Behandlungsanlagen eine bauaufsichtliche Zulassung
erteilt werden. Die Entwicklung von Prüfverfahren als Grundlage zur
bauaufsichtlichen Zulassung für standardisierbare Anlagen ist Gegenstand
des Vorhabens. Es umfasst die Konzeption der Prüfverfahren für
unterschiedliche Anlagen, Wirkmechanismen, Herkunft der
Niederschlagsabflüsse und Zielpunkte der Einleitung (Grundwasser,
oberirdische Gewässer) Für die Prüfung werden geeignete Stoffparameter
ausgewählt sowie repräsentative Belastungsspektren zur Beschickung der
Anlagen definiert. Weitere Bestandteile des Vorhabens sind Vorgaben zur
Gestaltung des Prüfstandes, zur Vorbereitung des Beschickungswassers,
zur Durchführung der Beschickungen und Messungen, zur Qualitätssicherung
des Prüfvorgangs, u.a. zur Reproduzierbarkeit der Prüfergebnisse, sowie
Hinweise für Planung, Bau und Betrieb der Anlagen. Die Verifizierung
der hier erarbeiteten Prüfverfahren an eigens zu entwickelnden
Laborprüfständen soll in einer zweiten Projektphase erfolgen.
Finanzierende Institution(en): Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück
Partner-Institution(en): FH Münster, Labor für Wasserbau und Wasserwirtschaft, Institut für Wasserforschung GmbH, Dortmund
Quelle: http://gandalf.arubi.uni-kl.de/index.php?link=projekte&parea=1&pid=0154




