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Meldungen der DWA
Übersicht über alle Meldungen und Zugang zum Archiv
DWA Meldungen 2007
DWA Meldungen 2008
DWA Meldungen 2009
DWA Meldungen 2010
DWA Meldungen 2011
Nordrhein-Westfalen: Richtlinien über Zuwendungen zur Abwasserbeseitigung veröffentlicht
Für Nordrhein-Westfalen wurden „Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen für eine ‚Ressourceneffiziente Abwasserbeseitigung NRW‘“, ein Runderlass des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, veröffentlicht (Ministerialblatt NRW, Ausgabe 2012, Nr. 4 vom 23. Februar 2012, S. 59–80). Diese Förderrichtlinien sind zum 1. Januar 2012 in Kraft getreten, mit Ablauf des 31. Dezember 2016 treten sie wieder außer Kraft. Download des Ministerialblatts:
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Webcode: 20120307_001
WHO-Zentrum für Umwelt und Gesundheit in Bonn eröffnet
Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen und Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr haben am 14. Februar 2012 gemeinsam mit WHO-Regionaldirektorin Zsuzsanna Jakab das erweiterte WHOZentrum für Umwelt und Gesundheit in Bonn eröffnet. Das Europäische Zentrum für Umwelt und Gesundheit (European Centre for Environment and Health/ ECEH) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist seit dem 1. Januar 2012 komplett am UN-Standort Bonn angesiedelt. Der bislang in Rom befindliche Teil des Zentrums wurde Ende Dezember 2011 geschlossen und dessen Aufgaben nach Bonn verlagert. Das ECEH der WHO in Bonn befasst sich mit den Auswirkungen von Umweltfaktoren auf die menschliche Gesundheit. Hierzu gehören ausdrücklich auch Themen der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung. Das Zentrum empfiehlt in Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten aus aller Welt Maßnahmen zur Prävention von Risiken und entwickelt internationale Leitlinien.
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Webcode: 20120214_001
Bayerisches Wassergesetz geändert
Zum 29. Februar 2012 wurde das Bayerische Wassergesetz geändert (Bayerischer Landtag, Drucksache 16/11357). Die Änderungen beziehen sich im Wesentlichen auf Wasserschutzgebiete für die Wassergewinnung. Download der Drucksache:
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Webcode: 20120305_005
Bundesfinanzhof: Urteil zur Umsatzbesteuerung der öffentlichen Hand
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat durch Urteil vom 10. November 2011 (V R 41/10) entschieden, dass nachhaltig und gegen Entgelt erbrachte Leistungen der öffentlichen Hand der Umsatzsteuer unterliegen, wenn diese Tätigkeiten auf zivilrechtlicher Grundlage oder – im Wettbewerb zu Privaten – auf öffentlichrechtlicher Grundlage ausgeführt werden. Dabei reicht es aus, wenn die Nichtbesteuerung der öffentlichen Hand zu einer nicht nur unbedeutenden Wettbewerbsverzerrung führen würde. Diese, auf einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs von 2008 beruhende, geänderte Sichtweise führt laut einer Mitteilung des BFH vom 15. Februar 2012 zu einer erheblichen Ausweitung der Umsatzsteuerpflicht für die öffentliche Hand im Vergleich zur gegenwärtigen Besteuerungspraxis der Finanzverwaltung; sie kann sich bei Investitionsmaßnahmen aber auch zugunsten der öffentlichen Hand auswirken.
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Webcode: 20120222_001
Neue UBA-Studie zu Arzneimitteln in der Umwelt
Das Umweltbundesamt hat mit einer umfassenden Literaturrecherche eine aktuelle Bestandsaufnahme der in Deutschland und im europäischen Ausland vorliegenden Monitoringdaten zum Vorkommen und Verhalten von Arzneimitteln in der Umwelt vorgelegt. Die in vielfältigen Monitoringkampagnen gemessenen Umweltkonzentrationen sowie Ergebnisse ökotoxikologischer und physiko- chemischer Untersuchungen wurden in Datenbanken eingepflegt, die eine Auswertung im Hinblick auf die Identifizierung prioritärer Arzneistoffe und die Entwicklung von Monitoringstrategien erlauben.
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Webcode: 20120214_004
Künftiger Umgang mit Elementarschadensereignissen in Sachsen
Der sächsische Innenminister Markus Ulbig stellte dem Kabinett am 21. Februar 2012 eine Konzeption zum Umgang mit Elementarschadensereignissen vor. Die Konzeption beschreibt Maßnahmen zur Koordinierung staatlicher Hilfen für die Bewältigung der Folgen eines außergewöhnlichen Notstandes infolge eines Elementarschadensereignisses und legt die Verfahrensabfolge innerhalb der Staatsregierung fest. Grundsätzlich sollen die vorläufigen Schäden auf Ebene der Landkreise und Kreisfreien Städte erfasst und bei der Landesdirektion zusammengefasst werden. Abweichend hiervon werden Schäden an Gewässern I. Ordnung von der Landestalsperrenverwaltung, Waldschäden durch die Unteren Forstbehörden den Staatsbetrieb Sachsenforst, Schäden an Bundes- und Staatsstraßen durch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr sowie Schäden an staatlichen Liegenschaften durch den Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) erfasst. Zur Koordinierung des Wiederaufbaus sieht die Konzeption die Benennung eines Beauftragten, die Einrichtung einer Lenkungsgruppe auf Staatssekretärsebene und einer Leitstelle Wiederaufbau (LSWA) vor. Aufgrund der positiven Erfahrungen bei der Hochwasserbewältigung 2010 soll dabei auch in Zukunft ausdrücklich die Möglichkeit eröffnet werden, die Kommunalen Landesverbände in die Arbeit der Lenkungsgruppe einzubeziehen. Bei der Landesdirektion wird ein Wiederaufbaustab (WASA) eingerichtet, der insbesondere die Genehmigung der Wieder aufbaupläne koordinieren soll. Die Koordinierung der Hilfsorganisationen und das Spendenmanagement übernimmt die Leitstelle Wiederaufbau.
Prüfung: EU-Rechtsvorschriften zusammengefasst
Um die Behörden der Mitgliedstaaten und Bauträger beim besseren Umgang mit den ökologischen Folgen von Bauprojekten zu unterstützen, hat die europäische Kommission alle bestehenden EU-Rechtsvorschriften für Umweltverträglichkeitsprüfungen zusammengefasst. Die ursprüngliche Richtlinie über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP-Richtlinie) und ihre drei späteren Änderungen wurden zu einer kompakteren, klar übersetzten und benutzerfreundlichen Fassung vereint, die am 17. Februar 2012 in Kraft getreten ist. Das Europäische Parlament und der Rat haben die kodifizierte UVP-Richtlinie am 13. Dezember 2011 angenommen, und sie wurde am 28. Januar 2012 als Richtlinie 2011/92/EU veröffentlicht. Die Überarbeitung der UVP-Richtlinie wird später im Jahr 2012 abgeschlossen. Dann wird die Kommission ihren Vorschlag für die Überarbeitung der kodifizierten Richtlinie vorlegen. Bei zukünftigen Änderungen wird der Schwerpunkt stärker auf dem Inhalt der Richtlinie und weniger auf ihrem Aufbau liegen.
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Webcode: 20120222_005
Neue EU-Verordnung zu Phosphorgrenzwerten für Wasch- und Maschinengeschirrspülmittel
Der Rat der Europäischen Union hat am 10. Februar 2012 die vom Europäischen Parlament am 14. Dezember 2011 in erster Lesung beschlossene EU-Verordnung zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 648/2004 in Bezug auf die Verwendung von Phosphaten und anderen Phosphorverbindungen in für den Verbraucher bestimmten Wasch- und Maschinengeschirrspülmitteln angenommen. Sie wird nach Einschätzung des Bundesumweltministeriums voraussichtlich im März 2012 in Kraft treten. Die Verordnung sieht zum 30. Juni 2013 eine Begrenzung des Gehalts von Phosphaten und anderen Phosphorverbindungen in Waschmitteln und zum 1. Januar 2017 in Maschinengeschirrspülmitteln vor. In zwischen sind umweltschonendere Alternativstoffe verfügbar, die die Funktion der Phosphate übernehmen und eine wirksame Reinigung gewährleisten.
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Webcode: 20120214_002
Wasserversorgung in Kassel rekommunalisiert
Die Kasseler Stadtverordnetenversammlung hat am 27. Februar 2012 beschlossen, die Wasserversorgung ab dem 1. April 2012 unter dem Dach des Kasseler Entsorgungsbetriebs zu rekommunalisieren. Der Betrieb firmiert dann unter dem Namen „Kasselwasser – Eigenbetrieb der Stadt Kassel“. Kasselwasser ist auch für die Wasserversorgung in der Stadt Vellmar verantwortlich. Der Wassergebührenbescheid ergeht künftig durch das Amt für Kämmerei und Steuern der Stadt Kassel. Kasselwasser wiederum hat die Städtische Werke Netz Service GmbH mit der technischen Betriebsführung der Wasserversorgung betraut. Die Stadt will dadurch eine Überprüfung ihrer Wasserpreise durch die Kartellbehörden verhindern.
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Webcode: 20120302_001
Hochwasserschutz in Hamburg hat Milliardenschäden verhindert
Nach der schweren Sturmflut vor 50 Jahren haben hohe Investitionen in den Hochwasserschutz der Stadt Hamburg und ihren Bewohnern Schäden in zweistelliger Milliardenhöhe erspart. Das ist das Ergebnis einer Berechnung, die die Rückversicherungsgesellschaft Munich Re anlässlich des Jahrestags der Naturkatastrophe vorgenommen hat. In der Nacht vom 16. auf den 17. Februar 1962 drückte ein schwerer Wintersturm das Wasser der Nordsee über viele Stunden gegen die deutsche Küste und damit auch in die Elbmündung. In der Nacht überlagerte diese Flut den regulären Gezeitenhöchststand in Hamburg bis zu einem Wasserstand von 5,7 Meter über Normalnull. Das war zu viel für die damals noch unzulänglich ausgebauten Deiche: Sie brachen an mehr als sechzig Stellen. Der Sturmflut fielen allein in Hamburg 318 Menschen zum Opfer, sie verursachte Schäden in heutigen Werten von rund 1,6 Milliarden Euro. Ungefähr ein Fünftel des Stadtgebiets von Hamburg stand damals unter Wasser. Die Sturmflut führte zu einer grundlegenden Neustrukturierung des Küstenschutzes. Die Hochwasserschutzlinie wurde teilweise begradigt, Deichanlagen wurden auf Grundlage neuer Erkenntnisse des Ingenieurbaus völlig neu errichtet oder verstärkt und auf Hamburger Gebiet auf mindestens acht Meter über Normalnull erhöht. Hamburg investierte in den Jahrzehnten nach der Flut in heutigen Werten rund 2,2 Milliarden Euro in Hochwasserschutz. Diese Maßnahmen ersparten Hamburg nach einer Szenariorechnung von Munich Re Schäden in Höhe von rund 17,5 Milliarden Euro.
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Webcode: 20120215_001 A
Generelle Höchstaltersgrenze für öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige unzulässig
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am 1. Februar 2012 entschieden (Az. BVerwG 8 C 24.11), dass eine Industrieund Handelskammer (IHK) in ihrer Satzung keine generelle Höchstaltersgrenze für alle öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen festsetzen darf. Geklagt hatte ein heute 75-Jähriger, der von der beklagten IHK bis zum Erreichen der in ihrer Sachverständigenordnung (SVO) vorgesehenen Höchstaltersgrenze von 68 Jahren zum öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen bestellt worden war. Diese Bestellung war nach der SVO einmal bis zur Vollendung des 71. Lebensjahres verlängert worden.
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Webcode:
20120201_001
Frankreich wegen fehlender Bekämpfung der Wasserverunreinigung durch Nitrat
Die Europäische Kommission verklagt laut Mitteilung vom 27. Februar 2012 Frankreich vor dem Gerichtshof der Europäischen Union, weil es, wie die Kommission meint, keine Maßnahmen ergriffen hat, um die Wasserverunreinigung durch Nitrat wirksam zu bekämpfen. Obwohl die Nitratrichtlinie seit 1991 in Kraft ist, habe Frankreich noch immer mehrere Gebiete nicht ausgewiesen, die durch Nitratverunreinigung gefährdet sind. Außerdem habe es bisher keine Maßnahmen ergriffen, um die Nitratverunreinigung in diesen Gebieten wirksam zu bekämpfen. Auf Empfehlung des EUUmweltkommissars Janez Potočnik verklagt die Kommission Frankreich daher jetzt vor dem Europäischen Gerichtshof. Die Kommission hatte Frankreich am 26. Oktober 2011 eine mit Gründen versehene Stellungnahme übermittelt, in der sie auf rasche Bereinigung der Situation drängte. Frankreich hat eine Änderung seiner Rechtsvorschriften zugesagt, doch wegen der schleppenden Fortschritte und unzureichender Vorschläge für Änderungen hat die Kommission den Fall an den Europäischen Gerichtshof verwiesen.
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Webcode: 20120227_006
Teure Energie
Die Energiekosten reißen immer tiefere Löcher in die Haushaltskassen von Mietern und Eigenheimbesitzern.
Von 2005
bis 2011 sind die Wohnnebenkosten für
Heizöl um über 52 Prozent, für Strom
um fast 40 Prozent und für Zentralheizung
und Fernwärme um 32 Prozent gestiegen.
Deutlich langsamer kletterten
die Nebenkosten für Abwasserentsorgung,
Wasserversorgung und Müllabfuhr.
Die Kaltmiete ist im gleichen Zeitraum
nur um durchschnittlich 7,1 Prozent
gestiegen – und damit deutlich geringer
als die Lebenshaltungskosten insgesamt
(plus 10,7 Prozent). Diese Daten
nennt das Statistische Bundesamt in seiner
Veröffentlichung Preise – Verbraucherpreisindizes
für Deutschland vom Dezember
2011
(Fachserie 17, Reihe 7).
(Globus, Statistisches Bundesamt)
Emschergebiet: 13,5 Prozent mehr Grundwasser bis 2100
Im Emschergebiet soll sich wegen deutlich erhöhter Niederschläge bis zum Jahr 2100 die Grundwasserneubildung um maximal ca. 13,5 Prozent erhöhen. Dies ergab eine Studie der Emschergenossenschaft zur klimabedingten Veränderung des Grundwasserhaushalts im Rahmen des Forschungs- und Netzwerkprojekts dynaklim. Vorrangig geht es der Emschergenossenschaft um die Grundwasserneubildung und welche wasserwirtschaftlichen Folgen dies nach sich zieht. Aus diesen Erkenntnissen werden realistische Auswirkungsszenarien und Anpassungsstrategien für die Siedlungsentwässerung abgeleitet. Ziel der Emschergenossenschaft ist es, durch Anpassungen der Bewirtschaftungsmaßnahmen eine sichere und nachhaltige Entwässerung zu garantieren. Die Erarbeitung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel soll im Sinne einer integralen Wasserwirtschaft erfolgen, um die bestehenden Wechselwirkungen zwischen dem Niederschlagsgeschehen, den Grundwasserständen, den Gewässern und dem Abwassersystem zu berücksichtigen.
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Webcode: 20120123_001
Bundesregierung: Wasserwirtschaft kann Beitrag zur Energiewende leisten
Die Wasser- und Abwasserwirtschaft kann nach Meinung der Bundesregierung einen erheblichen Beitrag zur Energiewende leisten. So würden allein die rund 10 000 Kläranlagen in Deutschland jährlich 4400 Gigawatt Strom verbrauchen – rund 3 Prozent des in Deutschland erzeugten Stroms. Würden hier die Potenziale zur Energieeinsparung genutzt, könnte damit ein wesentlicher Beitrag zur Energiewende geleistet werden, heißt es in einer Antwort (Bundestags- Drucksache 17/8675) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen über Energiesparmöglichkeiten in der Wasser- und Abwasserwirtschaft. Weitere Einsparpotenziale sieht die Regierung in der Nutzung von kinetischer und thermischer Energie, die in den Wasserversorgungsund Abwasseranlagen vorhanden ist. Allerdings bestünden für eine mögliche Energieeinsparung Probleme darin, dass dazu hohe Anfangsinvestitionen nötig seien und „Zweifel an der Wirksamkeit der Maßnahmen“ bestünden, schreibt die Regierung. Durch entsprechende Aufklärung und eine Reihe von beispielhaften Programmen möchte das Bundesumweltministerium für die Anlagenbetreiber einen Anreiz schaffen, die entsprechenden Potenziale in der Zukunft zu nutzen.
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Webcode: 20120306_001
Energie- und Wasserversorgung: 0,4 % mehr Beschäftigte im Dezember 2011
In Deutschland waren Ende Dezember 2011 im Wirtschaftsbereich Energie- und Wasserversorgung rund 241 000 Personen tätig. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen am 21. Februar 2012 weiter mitteilt, waren das 0,4 % mehr als im Dezember 2010. Die Anzahl der Beschäftigten in Betrieben der Wärme- und Kälteversorgung (– 3,2 %) und der Wasserversorgung (– 0,8 %) war allerdings rückläufig. In Betrieben, deren Tätigkeitsschwerpunkt in der Wasserversorgung lag, waren gut 31 000 Mitarbeiter (13 %) tätig.
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Webcode: 20120222_004
Arabischer Wasserverband ist offizieller Messepartner
Im Fokus der Wasser Berlin International vom 23. bis 26. April 2013 wird erstmalig der Nahe und Mittlere Osten stehen. Offizieller Messepartner ist der 2009 gegründete Verband Arab Countries Water Utilities Association (ACWUA). Er repräsentiert 17 arabische Mitgliedsländer und Regionen wie Algerien, Marokko, Tunesien, Mauretanien, Libyen, Ägypten, Syrien, Libanon, die Region Palästina, Jordanien, Irak, Kuwait, Saudi-Arabien, Bahrain, Vereinigte Arabische Emirate, Oman und Jemen. Der Sitz des Verbandes ist in Amman, Jordanien. Diese Mitglieder verbindet nicht nur eine einheitliche Sprache, sie stehen alle vor den gleichen Problemen im Wasserbereich. Der Verband plant unter anderem eine Gemeinschaftspräsentation der arabischen Länder. Zahlreiche hochrangige Delegationen sollen diese Kooperation abrunden.
Zusammenarbeit zwischen DWA und BWK
Im Jahr 2011 wurde die Zusammenarbeit
zwischen DWA und dem Bund der
Ingenieure für Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft
und Kulturbau (BWK) intensiviert.
Es wurde zwischen den Verbänden
vereinbart, das technische Regelwerk für
Misch- und Niederschlagswassereinleitungen
gemeinsam fortzuschreiben. Davon
betroffen sind die folgenden systembezogenen
Regeln:
●● das Arbeitsblatt ATV-A 128 „Richtlinien
für die Bemessung und Gestaltung
von Regenentlastungsanlagen in
Mischwasserkanälen“, das in Verbindung
mit dem Merkblatt ATV-DVWKM
177 „Bemessung und Gestaltung Mischwasserkanälen – Erläuterungen
und Beispiele“ Regelungen zur Mischwasserbehandlung
enthält,
●● das Merkblatt DWA-M 153 „Handlungsempfehlungen
zum Umgang
mit Regenwasser“, das Regelungen
zum Umgang mit Niederschlagsabflüssen
in modifizierten Entwässerungssystemen
oder in Trenngebieten
enthält,
●● das BWK-Merkblatt M 3 „Ableitung
von immissionsorientierten Anforderungen
an Misch- und Niederschlagswassereinleitungen
unter Berücksichtigung
örtlicher Verhältnisse“ und das
BWK-Merkblatt M 7 „Detaillierte
Nachweisführung immissionsorientierter
Anforderungen an Misch- und
Niederschlagswassereinleitungen“, die
immissionsorientierte Anforderungen
enthalten.
Bei der Überarbeitung übernimmt die
DWA-Arbeitsgruppe ES-2.1 „Systembezogene
Anforderungen und Grundsätze“
die Erarbeitung emissionsbezogener Regelungen
für niederschlagsbedingte
Siedlungsabflüsse im Misch- und Trennverfahren
(DWA-Bezeichnung: DWAA
102-1). Die immissionsbezogenen Regelungen,
die derzeit im Wesentlichen
in den BWK-Merkblättern BWK-M 3 und
BWK-M 7 enthalten sind, werden von
der BWK-Arbeitsgruppe 2.3 „Anforderungen
an Misch- und Niederschlagswassereinleitungen
unter Berücksichtigung
örtlicher Verhältnisse“ als „Immissionsorientierte
Anforderungen an
Misch- und Niederschlagswassereinleitungen“
in einem Arbeitsblatt (DWA-Bezeichnung:
DWA-A 102-2) zusammengeführt.
Die Arbeitsblattreihe wird wortgleich
im jeweiligen Regelwerk der Verbände
DWA und BWK, gegebenenfalls mit verbandsintern
unterschiedlicher Bezeichnung,
erscheinen. Zentrales Anliegen ist
die zeitlich und inhaltlich koordinierte
Bearbeitung der Regelungen, die auch
durch die enge personelle Verknüpfung
beider Arbeitsgruppen sichergestellt
wird. Dabei gilt es, die Schnittstellen
zwischen emissionsorientierten und immissionsorientierten
Betrachtungen zu
identifizieren, überlappende Erfordernisse
eindeutig zuzuweisen, die Regelungsbereiche
beider Arbeitsblätter formell
und inhaltlich abzustimmen sowie die
getroffenen Regelungen wechselseitig
„kompatibel“ zu formulieren.
Wasser Berlin
Im Dezember 2011 feierte das Kompetenzzentrum Wasser Berlin mit den Gesellschaftern und Forschungspartnern seinen zehnten Geburtstag. Die gemeinsam mit den Berliner Wasserbetrieben, Veolia Wasser und der Technologiestiftung Berlin als gemeinnütziges Unternehmen gegründete Forschungsgesellschaft hat sich in den letzten zehn Jahren zu einer festen Größe in der internationalen Landschaft der Wasserforschung entwickelt. Der Fokus der Forschungsaktivitäten liegt in der Bearbeitung von Herausforderungen im gesamten urbanen Wasserkreislauf, immer mit engem Bezug zur Praxis. Seit seiner Gründung hat das KWB mehr als 50 Vorhaben mit einem Volumen von über 30 Millionen Euro durchgeführt. „Wir untersuchen die vielfältigen Wechselwirkungen der Wasserver- und -entsorgung mit der Umwelt, um daraus Schlüsse für ein nachhaltiges Wassermanagement zu ziehen und um betriebliche Prozesse optimieren zu können“, beschreibt Andreas Hartmann, Geschäftsführer des Kompetenzzentrums, die Arbeit. Entsprechend hat das KWB drei Forschungsschwerpunkte: Grundwasser, Oberflächenwasser und Wasser- bzw. Abwassertechnologie. In Zusammenarbeit mit anderen wissenschaftlichen Einrichtungen, wie der TU Berlin, und unter Einbeziehung der Anwender, arbeitet das KWB kontinuierlich an ausgewählten Fragestellungen in diesen Arbeitsbereichen. In den vergangenen Jahren hat das Kompetenzzentrum begonnen, sich vermehrt mit Fragestellungen zur Energieeffizienz und Energiegewinnung in abwassertechnischen Prozessen zu beschäftigen. Dies soll in Zukunft weiter intensiviert werden. Mehrere Projekte dazu sind schon angelaufen.
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20120113_001
Deutscher Städte- und Gemeindebund und Deutsche eVergabe wollen elektronische Vergabe stärken
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) und die Deutsche eVergabe haben eine Kooperation seit Anfang Januar 2012 vereinbart. Ziel der neuen Partnerschaft ist es, Städte und Gemeinden für die elektronische Vergabe fit zu machen und sie auf dem Weg dorthin zu begleiten. Derzeit werden lediglich fünf Prozent aller öffentlichen Aufträge in elektronischer Form vergeben. Der DStGB sieht die elektronische Auftragsvergabe als wesentlichen Schritt hin zu einer effizienten und kostengünstigen Abwicklung von Vergabeverfahren. Auch die EU-Kommission sieht in ihrem aktuellen Vorschlag zur Neuregelung des EUVergaberechts eine Verpflichtung zur elektronischen Kommunikation bei sämtlichen Vergabeverfahren innerhalb eines Übergangszeitraums von zwei Jahren vor. Deutsche eVergabe ist ein webbasiertes, standardisiertes Bekanntmachungsund Vergabeportal, hinter dem die Healy Hudson GmbH, ein Software- und Dienstleistungsanbieter mit Sitz in Mainz-Kastel, steht.
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20120124_002 A
Verbändeerklärung“ zur Prüfung privater Abwasseranlagen
Eine „gemeinsame Erklärung zur Prüfung privater Abwasseranlagen“ hat eine Reihe von in der Wasser- und Bauwirtschaft tätigen Verbänden – darunter der Güteschutz Grundstücksentwässerung und der Güteschutz Kanalbau – am 11. Januar 2012 abgegeben. Darin heißt es „Die unterzeichnenden Verbände bringen zum Ausdruck, dass die Überwachung und Überprüfung von privaten Abwasseranlagen aus grundsätzlichen ökologischen wie ökonomischen, als auch aus gesellschaftlichen Überlegungen zwingend notwendig ist. Diese Grundsätze gelten bundesweit und sind nicht nur auf Nordrhein-Westfalen oder gar einzelne Kommunen beschränkt.“ Eine regelmäßige Wartung und Instandhaltung von Grundstücksentwässerungsanlagen sei „zwingend erforderlich“, weil Abwasseranlagen Alterungsprozessen und betrieblichen Abnutzungen unterlägen, woraus „Gefahren für die Umwelt und die Substanzerhaltung“ von Immobilien resultierten. Die Verbände fordern, dass an der Prüfpflicht für alle Abwasseranlagen festgehalten wird. Dies gelte insbesondere für § 61a des nordrhein-westfälischen Wassergesetzes. Die vollständige Verbändeerklärung steht im Internet zum Download bereit:
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20120118_002
EU-Kommission schlägt Erweiterung der Liste prioritärer Stoffe vor
Die europäische Kommission hat am 31. Januar 2012 vorgeschlagen, weitere 15 Chemikalien auf die Liste der 33 Schadstoffe zu setzen, die in den EU-Oberflächengewässern überwacht und kontrolliert werden. Zu den 15 Stoffen gehören Industriechemikalien wie auch Stoffe, die in Bioziden, Arzneimitteln und Pflanzenschutzmitteln verwendet werden. Die Aktualisierung erfolgt im Zuge einer Überarbeitung der „Richtlinie über prioritäre Stoffe im Bereich der Wasserqualität“. Für sechs der 15 neuen prioritären Stoffe würde die vorgeschlagene Einstufung bedeuten, dass ihre Emissionen in Gewässer innerhalb von 20 Jahren schrittweise eingestellt werden müssen. Der Vorschlag enthält auch strengere Normen für vier bereits geregelte Stoffe sowie die Auflage, die Emissionen von zwei weiteren, auf der Liste stehenden Stoffen einzustellen. Pharmazeutische Wirkstoffe (darunter das Antirheumatikum und Schmerzmittel Diclofenac) werden zum ersten Mal vorgeschlagen. Darüber hinausschlägt die Kommission eine Verbesserung der Überwachung und der Berichterstattung im Zusammenhang mit chemischen Schadstoffen in Gewässern vor, ebenso wie einen Mechanismus, der für bessere Informationen über die Konzentrationen anderer Schadstoffe sorgt, die gegebenenfalls in der Zukunft EU-weit kontrolliert werden müssten. Dem Kommissionsvorschlag ist ein Bericht an das Europäische Parlament und an den Rat über das Ergebnis der Überprüfung der bestehenden Liste geregelter Stoffe beigefügt. Die Kommission schlägt die überarbeitete Liste als Teil einer Richtlinie zur Änderung der Wasserrahmenrichtlinie und der Richtlinie über Umweltqualitätsnormen vor. Der Vorschlag geht zur Erörterung und anschließenden Annahme an den Rat und an das Parlament.
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20120131_004
Roche weiht anaerobe Abwasserreinigung am Standort Penzberg ein
Die Roche Diagnostics GmbH nahm am 27. Januar 2012 eine neue anaerobe Abwasserreinigungsanlage offiziell im Biotechnologie-Zentrum Penzberg in Betrieb. Hochkonzentrierte Abwässer und wässrige organische Lösungsmittelabfälle werden nun intern zur Energieerzeugung verwertet. Durch die Inbetriebnahme der Anlage wandelt sich die Kläranlage des Standortes nach Mitteilung von Roche von einem Energieverbraucher zu einem Energieproduzenten. Die Anlage wurde in das bestehende Verfahren zur Behandlung von Abwässern aus der biotechnologischen Produktion, Forschung und Entwicklung integriert. Zukünftig werden pro Jahr mehr als 33 000 Kubikmeter Abwässer und Lösungsmittelgemische verarbeitet. Daraus entstehen rund eine Million Kubikmeter Biogas, mit dem in einem Blockheizkraftwerk Strom- und Wärmeenergie produziert wird.
Quelle: DWA 3/2012
Niedersächsisches Wassergesetz geändert
Zum 1. Januar 2012 wurde das Niedersächsische
Wassergesetz geändert (Nds.
GVBl., Nr. 31/2011 vom 28. Dezember
2011, Seite 507-513).
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20120120_003
Pilotprojekte der Stadtentwässerung Mannheim auf Video
Über Gewässerschutz und erneuerbare
Energien im Klärwerk informiert die
Stadtentwässerung Mannheim (EBS) auf
ihrer Homepage per Video. Im Zentrum
der beiden vierminütigen Filme stehen
zwei innovative Anlagen, die als Pilotprojekte
im großtechnischen Maßstab
betrieben werden. Die Klärschlammvergasungsanlage
der Firma Kopf verwertet
die organischen Reststoffe im getrockneten
Klärschlamm auf dem Klärwerksgelände;
das Synthesegas dient der Erzeugung
von Strom und Wärme. Mit der
Nutzung von Biogas aus Klärschlamm,
Sonnenenergie und Wasserkraft strebt
die Stadtentwässerung Mannheim einen
energieautarken Klärwerksbetrieb an. Das zweite Pilotprojekt ist die Pulveraktivkohle-
Anlage, die Spurenstoffe wie
Arzneimittelreste oder Röntgenkontrastmittel
aus einem Teilstrom des Abwassers
entfernt. Beide Filme sind – demnächst
auch in englischer Sprache – im
Internet zu sehen.
www.gfa-news.de,
Webcode:
20120125_002
Klärschlamm wurde 2010 überwiegend verbrannt
Im Jahr 2010 wurden in Deutschland
rund 1,9 Millionen Tonnen Klärschlamm
(gemessen in Trockenmasse) aus kommunalen
Abwasserbehandlungsanlagen
direkt verwertet. Wie das Statistische
Bundesamt (Destatis) im Dezember 2011
weiter mitteilt, wurde davon mehr als
die Hälfte (53 %) verbrannt. Weitere 30
% des Klärschlamms wurden in der
Landwirtschaft als Dünger ausgebracht
und rund 14 % im Landschaftsbau eingesetzt.
Im Landschaftsbau wird Klärschlamm
zum Beispiel bei der Rekultivierung
von Bergbauhalden und industriellen
Altstandorten verwendet. Die Gesamtmenge
des direkt verwerteten Klärschlamms
hat sich gegenüber 2009 um
fast 4 % vermindert. Im Vergleich zu
2006 ist sie um rund 8 % zurückgegangen.
Klärschlamm wird nicht immer in
dem Bundesland verwertet, in dem er
anfällt. Gut 500 000 Tonnen (rund
27 %) des Klärschlamms wurden zur
Verwertung in ein anderes Bundesland
verbracht. Die größten Anteile an „exportiertem“
Klärschlamm finden sich in
Bayern (51 %), Baden-Württemberg
(48 %) und Brandenburg (43 %). Aus
der Hansestadt Bremen wird fast der gesamte
Klärschlamm (95 %) in ein anderes
Bundesland verbracht, während
Mecklenburg-Vorpommern mit knapp
2 % nur einen sehr geringen Anteil „exportiert“.
Aus Berlin, Hamburg, Niedersachsen
und dem Saarland wird überursprünglichhaupt kein Klärschlamm in ein anderes
Bundesland verbracht. Aus Baden-Württemberg
gelangt zusätzlich noch gut
1 % des Klärschlamms zur Verwertung
ins Ausland.
Bei der Art der Verwertung von Klärschlamm
bestehen deutliche Unterschiede
zwischen West- und Ostdeutschland.
Während in Westdeutschland
(ohne Berlin) 57 % des Klärschlamms
verbrannt wurden, waren es
in Ostdeutschland (ohne Berlin) nur
rund 28 %. Hier wurden dafür 38 % des
Klärschlamms bei landschaftsbaulichen
Maßnahmen eingesetzt, im Westen waren
es lediglich gut 9 %. In der Landwirtschaft
wurden in Ost- und Westdeutschland
jeweils rund 31 % des
Klärschlamms verwertet.
www.gfa-news.de,
Webcode:
20120127_001
GFA-Newsportal
Seit Januar 2012 ist die Website der
GFA, des wirtschaftlichen Schwestervereins
der DWA, als Newsportal online.
Hier werden aktuelle Nachrichten und
Informationen zeitnah veröffentlicht.
Seit der vorliegenden Ausgabe werden
in den Zeitschriften KA und KW der
DWA bei Meldungen in der Rubrik
„Spektrum“ keine langen Links auf ergänzendes
Material mehr abgedruckt;
dies erwies sich auch aus Leser- und
Nutzersicht als zu umständlich. Wenn
die Redaktion jetzt zu einer Meldung
Hintergrundmaterial oder Originaldokumente
ausgewählt hat, steht unter
der jeweiligen Meldung der Webcode,
unter dem die Nachricht auf der Newssite
der GFA zu finden ist. Dieser Webcode
braucht lediglich auf der GFANewssite
in die Suchfunktion oben
rechts auf dem Bildschirm eingegeben
zu werden, und schon stehen ergänzende
Dokumente einfacher und in größerer
Menge als bisher zur Verfügung.
www.gfa-news.de
Anregungen per E-Mail:
bringewski@dwa.de
Nordrhein-Westfalen: Verordnungsentwurf zur Funktionsprüfung von Abwasserleitungen vorgelegt
Die nordrhein-westfälische Landesregierung
hat in ihrer Kabinettssitzung am 24.
Januar 2012 den Entwurf für eine Rechtsverordnung
für die Funktionsprüfung
von Abwasserleitungen vorgelegt. „Es ist
offensichtlich, dass die ursprüngliche gesetzliche
Regelung der CDU/FDP-Vorgängerregierung
nicht praktikabel und bürgerfreundlich
umzusetzen ist. Die Landesregierung
hat deshalb Konsequenzen
daraus gezogen und schlägt eine bürgerfreundliche
Regelung vor, die gleichzeitig
dem Schutz der Umwelt gerecht wird“,
sagte Landesumweltminister Johannes
Remmel nach der Kabinettssitzung.
Die grundsätzliche Pflicht, dass Abwasserkanäle
funktionsfähig und betriebssicher
sein müssen, solle auch in
Nordrhein-Westfalen weiter gelten. Mit
dem nun vorgelegten Entwurf einer
Rechtsverordnung setzt die Landesregierung
nach ihrer Auffassung Bundesrecht
(das Wasserhaushaltsgesetz) um. Der
Entwurf sei an Regelungen angelehnt,
die bereits in anderen Bundesländern
umgesetzt wurden.
Als wichtigste Eckpunkte des Entwurfs
der neuen Rechtsverordnung
nennt das Umweltministerium unter anderem:
In einer Verordnung wird die Prüfung
auf Zustand und Funktionsfähigkeit der
öffentlichen wie der privaten Abwasserleitungen
einheitlich geregelt.
Beim Neubau von Abwasserleitungen
ist stets eine Prüfung erforderlich. Ob
und wann bestehende Abwasserleitungen
geprüft werden müssen, soll von der
Abwassermenge in pauschalierter Form
abhängig sein.
Für bestehende Abwasserleitungen
von Gebäuden mit bis zu zwei Wohneinheiten
außerhalb von Wasserschutzgebieten
schlägt die Landesregierung zwei
Varianten vor – entweder eine Prüfung
bis Ende 2023, danach alle 30 Jahre,
oder eine Prüfung wird nur notwendig,
wenn Feststellungen der Gemeinden
oder andere Feststellungen Gefahrenlagen
erkennen lassen. Die Landesregierung
wird bei der Wahl einer Variante die
parlamentarischen Beratungen mit den
Bürgerinitiativen, den Kommunen und
der Wirtschaft abwarten.
Für bestehende Abwasserleitungen
von Gebäuden mit mehr als zwei Wohneinheiten
außerhalb von Wasserschutzgebieten
wird die Frist für die erste Prüfung
auf 2020 verlängert. Wiederholungsprüfungen
alle 20 Jahre.
Wer vor dem Fristende (2020/bei Variante
1 auch 2023) eine Prüfung durchführt
oder bereits durchgeführt hat, erhält
eine Fristverlängerung für die Wiederholungsprüfung.
In Wasserschutzgebieten bleibt bei
Gebäuden, die vor 1965 gebaut sind
oder bei Gebäuden mit gewerblicher
Nutzung, die vor 1990 gebaut sind, die
Frist 2015 bestehen.
Es wird sichergestellt, dass die Wahl
der Untersuchungsmethode gegeben ist.
Eine Sanierungsfrist für schadhafte
Abwasserleitungen soll von der Größe
des Schadens und zusätzlich von der
Wassermenge abhängen.
Neben der neuen Rechtsverordnung
will sich die nordrhein-westfälische Landesregierung
auch auf Bundesebene füreine Klärung der offenen Fragen bei diesem
Thema einsetzen. Des Weiteren bekräftigte
Remmel noch einmal die Bereitschaft
des Landes, durch zinsgünstige
Kredite die Sanierung von Abwasserleitungen
zu unterstützen. Die NRW-Bank
werde zinsgünstige Kredite mit einem
vorgesehenen Zinssatz von 3,03 Prozent
anbieten, die durch Förderung des Landes
um 2 Prozent auf 1,03 Prozent gesenkt
werden.
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20120125_005
Forschung und Innovation
Seit dem 15. September 2011 gibt es in
der DWA-Bundesgeschäftsstelle eine
Stabsstelle „Forschung und Innovation".
Die DWA sieht ihre Aufgabe darin,
den Forschungsbedarf in der Praxis festzustellen
und beratend an der Konzeption
von Förderprogrammen mitzuwirken.
Hierbei greift die DWA auf das
vielfältige Know-how in ihren Fachgremien
zurück. Die DWA verfolgt nicht
das Ziel, eigene Forschung durchzuführen
Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3-2012 ab Seite 191
Emscher-Umbau: Vertragsunterzeichnung
Die Emschergenossenschaft hat im Rahmen
des Projekts „Emscher-Umbau“
nach einer europaweiten Ausschreibung
einen Auftrag über rund 420 Millionen
Euro an Wayss & Freytag Ingenieurbau
vergeben. Dabei handelt es sich um das
größte Einzelprojekt im Rahmen des Emscher-
Umbaus und die entscheidende Voraussetzung
für die Modernisierung der
wasserwirtschaftlichen Infrastruktur in
der Emscher-Region: den Bau des Abwasserkanals
Emscher auf einer Gesamtlänge
von 35 Kilometern von Dortmund
nach Bottrop. Bereits im Frühjahr startet
der Kanalbau gleichzeitig an mehreren
Stellen entlang der Emscher zwischen
Dortmund und Bottrop. Fünf Jahre lang
soll gebaut werden. Ein weiterer kleinerer
Teilabschnitt (3,5 Kilometer) in
Bottrop-Süd befindet sich bereits seit
dem Herbst 2011 im Bau.
Der Abwasserkanal Emscher wird in
einer Tiefe von 10 bis 40 Metern liegen,
rund 20 000 Rohrsegmente mit Durchmessern
bis zu 2,80 Meter werden verlegt.
136 Schachtbauwerke und Baugruben
sind für die Erstellung des Kanals
notwendig. Dieser längste Bauabschnitt
vom Nettebach in Dortmund bis zum
Klärwerk Emscher-Mitte ist das größte
Einzelprojekt, das die Emschergenossenschaft
jemals beauftragt hat – mit dem
höchsten Investitionsvolumen überhaupt
im Rahmen des Emscher-Umbaus. Zuvor
hatte der Genossenschaftsrat der Emschergenossenschaftin einer Sondersitzung
der Auftragsvergabe zugestimmt.
Der Emscher-Umbau begann 1992 und
soll 2020 abgeschlossen sein. Investiert
werden in dieses wohl größte Infrastruktur-
Projekt der Region insgesamt 4,5 Milliarden
Euro.
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20120120_001
Brandenburgisches Wassergesetz geändert
Zum Ende des Jahres 2011 wurden das
Brandenburgische Wassergesetz und
weitere wasserrechtliche Vorschriften geändert
(GVBl. Brandenburg I, Nr. 33 vom
19. Dezember 2011, Seite 1-38).
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20120120_004
Berlin: Wärme aus Abwasser für Schwimmhalle
In der dritten Kalenderwoche 2012 ist in Berlin der Baustart für ein Projekt zur Wärmerückgewinnung aus einem Abwasserkanal und Nutzung dieser Energie für eine Schwimmhalle (Sachsendamm 11 in Schöneberg). Bis zum Juni 2012 entsteht dort das vierte Berliner Projekt zur Nutzung von Abwasserwärme und zugleich die erste Anlage, die bei derRückgewinnung von thermischer Energie auf Gas-Absorptionswärmepumpen setzt. Angezapft wird das Abwasser in einem vor dem Bad liegenden 1,40 m breiten und 2,10 m hohen Mischwasserkanal, in dessen Sohle auf ca. 60 m Länge ein Wärmetauscher installiert wird. In die Anlage mit einer möglichen Heizleistung von 167 kWh – so viel Heizwärme brauchen etwa 20 Einfamilienhäuser – werden rund 500 000 Euro investiert. Das Geld kommt zu 60 Prozent aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und aus dem Umweltentlastungsprogramm II des Berliner Senats. 40 Prozent steuern die Berliner Wasserbetriebe bei. – Weitere Informationen:
www.gfa-news.de,
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20120116_002
Generelle Höchstaltersgrenze für öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige unzulässig
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am 1. Februar 2012 entschieden (Az. BVerwG 8 C 24.11), dass eine Industrieund Handelskammer (IHK) in ihrer Satzung keine generelle Höchstaltersgrenze für alle öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen festsetzen darf. Geklagt hatte ein heute 75-Jähriger, der von der beklagten IHK bis zum Erreichen der in ihrer Sachverständigenordnung (SVO) vorgesehenen Höchstaltersgrenze von 68 Jahren zum öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen bestellt worden war. Diese Bestellung war nach der SVO einmal bis zur Vollendung des 71. Lebensjahres verlängert worden.
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20120201_001
Neue Abwasserverordnung für 2013 geplant
Bis Ende 2013 plant die Bundesregierung
den Erlass einer neuen Verordnung
über das Einleiten von Abwasser in Gewässer. Das geht aus der Antwort der Regierung
auf eine Kleine Anfrage zum
„Stand der Rechtsverordnungen zum
Wasserhaushaltsgesetz“ hervor (Bundestags-
Drucksache 17/8298). Bis Ende
2012 sollen die Verordnung zur Umsetzung
der Richtlinie über Industrieemissionen
im Wasserrecht (Industrieemissionen
– Verordnung Wasser) und die Verordnung
über Anlagen zum Umgang mit
wassergefährdenden Stoffen erlassen
werden. Weiterer Gegenstand der Kleinen
Anfrage war die Beeinträchtigung
des Grundwassers durch Abwasser. Hierzu
schreibt die Regierung: „Gutachten,
die eine genaue quantitative Beurteilung
der Beeinträchtigung von Grundwasser
durch kommunale Abwassereinleitungen
erlauben, liegen der Bundesregierung
nicht vor.“ Sowie: „Gutachten, die eine
genaue quantitative Beurteilung der Beeinträchtigung
von Grundwasser durch
häusliche Schmutzwasseranschlussleitungen
erlauben, liegen der Bundesregierung
nicht vor.“ – Download der Bundestags-
Drucksache:
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20120112_001
Abschlussprüfungen beim Externenlehrgang in Norden
Mit besonders guten Leistungen haben die Absolventen der letzten Abschlussprüfung zur Fachkraft für Abwassertechnik an der Kreisvolkshochschule (KVHS) Norden (Ostfriesland) bestanden. Für die Prüfungsdurchführung und Abnahme ist der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Hildesheim zuständig. Die KVHS hat im letzten halben Jahr sogenannte Externe auf die Abschlussprüfung vorbereitet. Externe sind Mitarbeiter von Kläranlagen, die aufgrund ihrer langjährigen Tätigkeit im Betrieb die Möglichkeit haben, sich innerhalb von 13 Schulungswochen bei der KVHS zum Facharbeiter zu qualifizieren. Dieser Lehrgang findet jährlich in Kooperation mit der DWA-Bundesgeschäftsstelle statt. Der nun schon 25. Lehrgang mit acht Teilnehmern hat erfreulicherweise gute bis sehr gute Prüfungsergebnisse. Bei der Ergebnisbekanntgabe wurde Christian Baresa als Prüfungsbester mit Durchschnittsleistungen von über 88 % vom Prüfungsausschuss lobend hervorgehoben. In absehbarer Zeit wird auch im Bereich der UT-Berufe ein Fachkräftemangel spürbar sein. Aus diesem Grund ist es für die Städte, Gemeinden und Betriebe wichtig, engagiertes und gut ausgebildetes Personal zu haben. Neben diesen Externenlehrgängen bietet die KVHS Norden, Abteilung Umwelttechnik, diverse Fortbildungsmöglichkeiten in diesem Bereich. Wer möchte kann sich sogar bis zum Meister ausbilden lassen.
Der nächste
Externenlehrgang beginnt im April
2012.
KVHS Norden
Tel. (0 49 31) 942-615
DWA-Berufswettbewerb 2012
Zum ersten Mal hat die DWA auf der IFAT ENTSORGA 2010 in München einen Berufswettbewerb zum Thema „Sicheres Arbeiten in der Kanalisation" organisiert. Dabei zeigten junge angehende Fachkräfte ihr Können und kämpften um den Meistertitel. Auch Profis des Kanalbetriebs aus verschiede-nen deutschen Städten und dem Ausland waren dabei und demonstrierten, unter welch schwierigen Bedingungen sie ihre Arbeit verrichten. Der Schachtwettbewerb fand große Beachtung. Ermutigt durch diesen Erfolg führt die DWA auf der IFATENTSORGA 2012 die 1. Meisterschaft1. Offene Meisterschaft in der Abwassertechnik durch. Dabei ist geplant, den Berufswettbewerb„Sicheres Einsteigen in die Kanalisation" um das Thema Ver-kehrssicherheit und um einen Wettbewerb für den Kläranlagenbetrieb zu erweitern.
Die Teilnahme ist möglich für folgende Disziplinen:
- Auszubildende kämpfen am Dienstag, den 8. Mai 2012,um den Titel.
Drei Wettbewerbe gilt es zu meistern: den sicheren Einstieg und das Arbeiten in der Kanalisation, die Lösung einer Aufgabe für das sichere Arbeiten im Verkehrsraum und die Lösung einer Aufgabe im Bereich der Kläranlagensteuerung.
- Kanal-Profis und Kläranlagen-Profis kämpfen am Mittwoch und Donnerstag (9. und 10. Mai 2012) um den Titel. Kanal-Profis meistern das sichere Einsteigen und Arbeiten im Kanal und die Verkehrssicherungsübung.
- Die Kläranlagen-Profis lösen eine Aufgabe im Bereich der Kläranlagensteuerung. Jedes Team besteht aus drei Personen.
Machen Sie mit!
Nähere Informationen und Anmeldung bei: Rosemarie Ullmann DWA, Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef Tel. ++49 (0)22 42/872-119Fax ++49 (0)22 42/872-135E-Mail: ullmann@dwa.de
TSM-Überprüfung: Ruhrverbandstalsperren und -stauseen zuverlässig und sicher
Dem Ruhrverband wurde am 28. November 2011 als erstem Stauanlagenbetreiber Deutschlands bestätigt, dass er die Überprüfung seines Technischen Sicherheitsmanagements (TSM) erfolgreich absolviert hat. Die TSM-Prüfung im Geschäftsbereich Talsperren und Stauseen war für die durchführende Institution, die DWA, ein Pilotprojekt. Vom 2. bis zum 4. November 2011 wurde das technische Sicherheitsmanagement der Talsperren und Stauseen des Ruhrverbands durch ein Expertenteam der DWA auf Herz und Nieren geprüft. In dem freiwilligen Prozess ging es darum, die Qualifikation der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie die Struktur und Organisation der technischen Prozesse überprüfen zu lassen. Das Audit wird alle fünf Jahre wiederholt.
(nach oben)
Flussgebietsgemeinschaft Rhein gegründet
Anfang Januar 2012 startete die neu gegründete Flussgebietsgemeinschaft Rhein (FGG Rhein) ihre Arbeit mit einer ständigen Geschäftsstelle in Worms. Diese löst das bisherige System der dreijährlich wechselnden Geschäftsstelle der Deutschen Kommission zur Reinhaltung des Rheins ab. Damit verfügen die Rheinanlieger Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Bayern und Thüringen und der Bund über eine wesentlich effizientere Organisationsform. Den Vorsitz übernimmt für die ersten drei Jahre das Land Hessen. In der FGG Rhein werden unter anderem die weitere Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie einschließlich der Maßnahmenprogramme und die Hochwasserrisiko-Managementrichtlinie koordiniert und über die Landesgrenzen hinweg abgestimmt. Die bisherige Deutsche Kommission zur Reinhaltung des Rheins und die Gütestelle Rhein werden aufgelöst und die verbleibenden Aufgaben in die Geschäftsstelle
(nach oben)
DWA-Leistungsvergleich
Kommunale Kläranlagen auf dem Prüfstand
Am Leistungsvergleich kommunaler Kläranlagen, der im Jahr
2010 bereits zum 23. Mal durchgeführt wurde, beteiligten
sich wieder fast 6000 Anlagen. Diesmal wurde bei der Auswertung
besonderes Augenmerk auf den Parameter Stickstoff
gelegt. Von den mehr als 400 000 t Stickstoff, die jährlich
in die Kläranlagen gelangen, wurden bundesweit im
Mittel 80 % entfernt. Die Anforderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie
werden damit deutlich übertroffen. Mehr
als 85 % aller Anlagen der Größenklassen 3–5 erreichen
eine mehr als 70%ige N-Elimination. Bei etwa 350 Anlagen
besteht aber doch noch Handlungsbedarf.
Bemerkenswert ist, dass auch bei Anlagen kleiner 10 000 EW,
für die in der Abwasserverordnung noch keine gesetzlichen
Anforderungen zur Stickstoffentfernung festgelegt sind, sehr
gute Abbaugrade erzielt werden.
Diese Erfolge sind sicherlich auf das hohe Engagement des
Betriebspersonals zurückzuführen, das die vorhandenen Einrichtungen
bestmöglich nutzt.
Ebenso wie die Phosphorelimination wird auch der
Stickstoffabbau von der spezifischen Abwassermenge (Verdünnung)
beeinflusst. Bei einem spezifischen Abwasseranfall
< 50 m³/(EW *a) liegt die Elimination in der Regel
über 80 %, sinkt jedoch bei steigendem Abwasseranfall ab.
Eine praktisch vollständige Nitrifikation wird bei Anlagen
> 5000 EW erreicht. Bei den kleineren Anlagen können in
rund 70 % aller Fälle Ablaufwerte unter 10 mg NH4-N/l im
Jahresmittel erzielt werden.
Alle Ergebnisse des 23. Leistungsvergleiches kommunaler
Kläranlagen sind im Internet zu finden:
http://de.dwa.de/tl_files/_media/content/PDFs/
Abteilung_AuG/LV_2010_A4-seiten-hintereinander.pdf
www.dwa.de
Fischschäden vermeiden
Das Umweltbundesamt richtet für die kommenden drei Jahre ein „Forum zum Stand der Entwicklung von Strategien, Methoden und Anlagen zum Schutz und zur Etablierung von Fischpopulationen" ein. Den Fachleuten von Wasserwirtschaft und anderen Ressorts des Bundes und der Länder, von Wissenschaft, Ingenieurwasserbau, Fischerei und Wasserkraft wird eine Diskussionsplattform zum Informationsaustausch geboten. Ziel des Forums ist es, gemeinsam Thesen zum Sachstand der Verfahren des Fischabstiegs an Wanderhindernissen zu erarbeiten. Das Forum wird aus dem Umweltforschungsplan des Bundesumweltministeriums gefördert und soll in Workshops arbeiten, die 2012 beginnen. Ansprechpartner:
Stephan Naumann
E-Mail: stephan.naumann@uba.de
(nach oben)
Arbeitshilfe zur Gestaltung von Fischaufstiegsanlagen erschienen
Eine „Arbeitshilfe Fischaufstiegsanlagen an Bundeswasserstraßen" haben die Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) und die Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) veröffentlicht. Danach genügt es nicht, wenn Fischaufstiegsanlagen (und Fischabstiegsanlagen) grundsätzlich für die jeweils vorkommenden Arten passierbar sind. Sie müssen ebenso hinsichtlich ihrer Auffindbarkeit optimiert und an mindestens 300 Tagen im Jahr unabhängig vom Wasserstand nutzbar sein, um ökologisch wirksam werden zu können. Hier sollen Leitströmungen helfen. Die Arbeitshilfe soll sukzessive fortgeschrieben werden. Sie steht im Internet zum Download bereit:
www.baw.de/de/die_baw/publikationen/ merkblaetter/index.php.html
(nach oben)
Preis der IHK Braunschweig für Arbeiten zur Klärschlammentwässerung
Für den Transfer in Form einer technologieorientierten Unternehmensgründung der aquen aqua-engineering GmbH erhielten die beiden Clausthaler Forscher Prof. Dr.-Ing. Otto Carlowitz und Dr.-Ing. Christian Schröder am 18. November 2011 den mit 10 000 Euro dotierten Technologietransferpreis der Industrieund Handelskammer Braunschweig. Die aquen beschäftigt sich mit der Optimierung eines neuen Verfahrens und des dazugehörigen Anlagenbaus zur Klärschlammbehandlung, das die Entsorgungskosten um 30 Prozent reduziert und darüber hinaus die Umwelt entlastet. Carlowitz ist Geschäftsführer der Clausthaler Umwelttechnik-Institut GmbH (CUTEC)
Keine Auskunft zum Vertragsverletzungsverfahren wegen EU-Wasserrahmenrichtlinie
Die Bundesregierung gibt derzeit keine Auskunft über ein Schreiben der Europäischen Kommission an die Bundesregierung bezüglich der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie. „Der Schriftverkehr zwischen der Kommission und den Mitgliedstaaten bei Vertragsverletzungsverfahren unterliegt grundsätzlich der Vertraulichkeit", schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (Bundestags- Drucksache 17/8036) auf eine Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen. Derzeit würde innerhalb der Bundesregierung und mit den Bundesländern eine gemeinsame Position erarbeitet, heißt es in der Antwort weiter. Umstritten ist zwischen der EU-Kommission und der Bundesregierung unter anderem die Auslegung des Begriffs der Wasserdienstleistungen durch Deutschland. Er führt nach Meinung der Kommission zu einer unzureichenden Kostendeckung und verhindere, dass in Deutschland bis 2015 ein guter ökologischer und chemischer Zustand der Gewässer erreicht werde. Deutschland ist der Meinung, dass die Bundesregierung die EU-Richtlinie in vollem Umfang umgesetzt habe.
http://dipbt.bundestag.de
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Weltwassertag 2012: Wasser und Nahrungssicherheit
„Water and Food Security" - „Wasser und Nahrungssicherheit" lautet das Motto des Weltwassertags am 22. März 2012. Den Weltwassertag gibt es bereits seit 1993. Er ist ein Ergebnis der Weltkonferenz über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro und wird jährlich aufgrund einer Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen vom 22. Dezember 1992 gefeiert. Im Jahre 2012 werden sich die Feierlichkeiten zum Weltwassertag auf Marseille konzentrieren, die Gastgeberstadt des Weltwasserforums (16. bis 22. März 2012). Die UNESCO wird dort den vierten Weltwasserbericht vorstellen:
www.unesco.org/water/wwap
www.unwater.org/worldwaterday
www.water-energy-food.or
(nach oben)
Energie aus dem Wasserkreislauf nutzen
Das europäische Forschungsprojekt Inners untersucht von 2011 bis 2014, wie die im urbanen Wasserkreislauf vorhandene Energie besser genutzt und Energieeinsparungen umgesetzt werden können. Inners steht für INNovative Energy Recovery Strategies in the urban water cycle (Innovative Energierückgewinnungs-Strategien im urbanen Wasserkreislauf). Die Zielsetzung ist ein energieneutraler oder sogar Energie produzierender Wasserkreislauf. Die Projektbeteiligten von Inners sind Universitäten, Forschungszentren und Wasserverbände aus den Niederlanden, Frankreich, Großbritannien, Belgien, Deutschland und Luxemburg. Der Wupperverband beteiligt sich mit drei Projekten auf den Klärwerken Buchenhofen, Burg und Kohlfurth.
www.inners.eu
www.wupperverband.de
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Rheinland-Pfalz: „Wassercent" ab 2013 geplant
Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken hat am 7. Dezember 2011 den Gesetzentwurf zur Einführung des Wasserentnahmeentgelts vorgestellt, den sie am Vortag ins Kabinett eingebracht hatte. Der „Wassercent" soll in Rheinland-Pfalz ab 2013 für alle Entnahmen aus dem Grundwasser sowie aus Oberflächengewässern erhoben werden. Höfken betonte, dass die jährlichen Einnahmen in Höhe von voraussichtlich 20 Millionen Euro ausschließlich dem Schutz der Gewässer zugutekommen. In Deutschland erheben bereits elf Bundesländer ein Wasserentnahmeentgelt. Den Wassercent für Rheinland-Pfalz hat die Landesregierung in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart. Der Gesetzentwurf zum Wasserentnahmeentgelt sieht drei unterschiedliche Entgeltsätze vor:
6 Cent je m3 für Entnahmen aus dem Grundwasser,
2,4 Cent je m³ für Entnahmen aus Oberflächenwasser,
1 Cent je m³ für Entnahmen zu Kühlwassernutzung (Durchlaufkühlung) und zur Aufbereitung von Bodenschätzen (zum Beispiel Kieswäsche).
Entgeltspflichtig werden etwa 230 Unternehmen der öffentlichen Wasserversorgung sowie 300 bis 400 gewerblich-industrielle Unternehmen. Jede Rheinland-Pfälzerin und jeder Rheinland-Pfälzer wird für den Wassercent jährlich etwa drei Euro aufbringen müssen, die auf der Wasserrechnung ausgewiesen werden. Aus der Entgeltpflicht ausgenommen werden unter anderem Wasserentnahmen zur Fischerei, zu Löschzwecken, aus staatlich anerkannten Heilquellen sowie zur Bewässerung in der Land- und Forstwirtschaft. „Vorgesehen sind zudem Bagatellgrenzen, die bei 10 000 m3 pro Jahr für Grundwasser und 20 000 m3 pro Jahr für Oberflächenwasser liegen.
EU: Bericht über Umsetzung der Kommunalabwasser-Richtlinie
Im Zeitraum 2007 bis 2013 werden in der EU im Rahmen der Richtlinie über die Behandlung von kommunalem Abwasser (Abwasserrichtlinie) rund 14 Milliarden Euro für Infrastrukturen für die Abwassersammlung und -behandlung ausgegeben. Der neueste Bericht über die Durchführung der Richtlinie (2007- 2008) zeigt, dass zwar Fortschritte zu verzeichnen sind, der Konformitätsgrad bei der Sammlung und Behandlung aber noch verbessert werden könnte. Die meisten Mitgliedstaaten, die bereits seit langem der EU angehören (EU-15), weisen nach wie vor hohe Standards bei der Abwasserbehandlung auf und haben bei der Behandlung von empfindlichen Gewässern Verbesserungen erzielt, während die neueren Mitgliedstaaten (EU- 12) die Sammlung und Behandlung insgesamt verbessert haben. Laut dem Bericht sind die meisten Systeme für kommunales Abwasser in der EU-15 hochwirksam und erfassen 99 % des zu reinigenden Wassers. Bei der Durchführung einer weitergehenden Behandlung bestehen weiterhin große Unterschiede.
http://ec.europa.eu/environment/water/ water-urbanwaste/implementation/pdf/
(nach oben)
Änderung der Schwellenwerte für Auftragsvergabeverfahren
Zum 1. Januar 2012 tritt die Verordnung (EU) Nr. 1251/2011 der Kommission vom 30. November 2011 (Amtsblatt der Europäischen Union, L 319 vom 2. Dezember 2011, S. 43-44) in Kraft, die europaweit für Auftragsvergabeverfahren folgende neue Schwellenwerte festsetzt:
alle Bauaufträge: 5 000 000 Euro (bisher 4 845 000 Euro)
Liefer- und Dienstleistungsaufträge außerhalb der unten genannten Sonderfälle: 200 000 Euro (bisher 193 000 Euro)
Liefer- und Dienstleistungsaufträge in Sonderfällen:
Liefer- und Dienstleistungsaufträge der obersten und oberen Bundesbehörden sowie vergleichbarer Bundeseinrichtungen (§ 2 Nr. 2 VgV): 130 000 Euro (bisher 125 000 Euro)
Liefer- und Dienstleistungsaufträge im Geltungsbereich der Sektorenrichtlinie (Energieversorgung, Trinkwasserversorgung, Verkehr): 400 000 Euro (bisher 387 000 Euro)
Liefer- und Dienstleistungsaufträge im Geltungsbereich der Verteidigungs- und Sicherheitsvergaberichtlinie: 400 000 Euro (bisher 387 000 Euro).
Zwar gelten EU-Verordnungen in Mitgliedstaaten grundsätzlich unmittelbar. Der nationale Gesetzgeber ist aber nicht gehindert, niedrigere Schwellenwerte festzusetzen. Die deutschen Auftraggeber müssen daher jedenfalls in den genannten Bereichen die bisherigen niedrigeren Schwellenwerte bis zu der kurzfristig geplanten Änderung der VgV weiter beachten.
http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ
Das Wissen der Massen nutzen: Offenes Diskussionsforum hilft Fragen zum Thema der Sanitärversorgung zu beantworten
Das Sekretariat der Sustainable Sanitation Alliance (SuSanA) hat im Juli 2011 ein neues Diskussionsforum zur nachhaltigen Sanitärversorgung eröffnet. Dabei handelt es sich um ein offenes Forum, das im Gegensatz zu einigen geschlossenen Foren kein Login benötigt, wenn man darin nur lesen möchte. Momentan hat das SuSanA-Forum bereits 930 registrierte Nutzer, 40 Themen, fast 1000 Aufrufe bei den beliebtesten Themen und einige Beiträge haben bereits bis zu 20 Antworten erzielt.
Alle Beiträge sind offen für jeden nachzulesen und können von den Suchmaschinen Google und Yahoo gefunden werden. Das Forum deckt dabei eine große Bandbreite an Themen ab. Dazu zählen Sanitärsysteme und -technologien, Gesundheit und Hygiene, CLTS (Community Lead Total Sanitation), Sanitäreinrichtungen für Schulen, Sanitärsysteme unter speziellen Rahmenbedingungen, Menstruationshygiene, SuSanA-Arbeitsgruppen, Veröffentlichungen und vieles mehr. Um regelmäßig die Forumsbeiträge per E-Mail zu erhalten, ist eine Anmeldung für den täglichen Newsletter unter folgendem Link möglich: http://forum.susana.org/forum/subscribe. Dazu muss nur eine gültige E-Mail-Adresse angegeben werden. Alle registrierten Nutzer können zum Forum beitragen, indem sie neue Diskussionen eröffnen oder auf andere Beiträge antworten.
Um das Diskussionsforum zu besuchen oder um ein eigenes Login zu beantragen, folgen Sie bitte diesem Link: www.forum.susana.org. Für weitere Informationen oder Fragen kontaktieren Sie bitte das SuSanA Sekretariat (susana@giz.de).
EU-Parlament beschließt Phosphorverbot in Haushaltswaschmitteln
Ab dem 30. Juni 2013 darf nach dem Willen des europäischen Parlaments eine Standarddosis Waschpulver nicht mehr als 0,5 g Phosphor enthalten. Bei Maschinengeschirrspülmitteln soll ab 1. Januar 2017 eine Grenze von 0,3 g Phosphor pro Standarddosis gelten. Damit diese Regelung EU-Gesetz werden kann, muss noch der Rat zustimmen. Die Kommission hat den Beschluss des Parlaments bereits begrüßt. Die Mitgliedstaaten können die betreffende Verordnung unter bestimmten Voraussetzungen bereits früher in Kraft treten lassen, und die Kommission wurde beauftragt, den Stand der Dinge bis zum 31. Dezember 2014 zu überprüfen. Mit dieser Verordnung soll die Phosphatmenge in Abwässern verringert und die Wasserqualität verbessert werden. Sie betrifft keine Waschmittel, die von gewerblichen Nutzern verwendet werden, da technisch und wirtschaftlich machbare Alternativen noch nicht flächendeckend in der EU erhältlich sind. Ferner wird die Kommission die Fortschritte der Industrie bei der Entwicklung technisch und wirtschaftlich tragfähiger Alternativen zu Phosphaten in Maschinengeschirrspülmitteln beobachten, um zu prüfen, ob die Frist des 1. Januar 2017 eingehalten werden kann.
www.europarl.europa.eu/plenary/en/
(nach oben)
Klärwerkpreis ausgeschrieben
Die Bioserve GmbH (Mainz) hat den „Großen Klärwerkpreis für Innovation 2012" ausgeschrieben. Ziel ist, Innovationen im Klärwerksbereich zu fördern und innovative Mitarbeiter/innen von Klärwerken zu unterstützen. Bewertet werden Kriterien wie Kostensenkungsmöglichkeiten, Arbeitserleichterung, Verbesserung der Ablaufwerte, geringe Störanfälligkeit oder Umweltentlastung. Abgabeschluss ist der 1. März 2012. Die Gewinnprämie von 1000 Euro wird dem Gewinner auf der IFAT Entsorga 2012 in München überreicht.
www.klärwerkpreis.de
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Bauoberleitung für Emscherkanal vergeben
Den Zuschlag für die Bauüberwachung und Bauoberleitung des Emscherkanals von Dortmund bis Bottrop hat die Grontmij GmbH, eines der größten Planungs-und Ingenieurunternehmen in Deutschland, in einem Konsortium erhalten. Auftraggeber ist die Emschergenossenschaft. Mit einer Länge von 42 km ist dies der Hauptabschnitt einer der anspruchsvollsten Kanalbaumaßnahmen Europas. Sie stellt für alle Beteiligten eine besondere Herausforderung dar: mit einer Tiefe von bis zu 40 m unter Gelände und Rohrquerschnitten bis 2800 mm sowie 100 Schächten mit Durchmessern bis 30 m. Hinzu kommen Fragestellungen in Verbindung mit Statik, Vortriebslängen und Korrosion. Als Bauzeit sind fünf Jahre vorgesehen: 2017 soll das Projekt nach Mitteilung von Grontmij abgeschlossen sein.
www.eglv.de/wasserportal/ emscher-umbau/der-umbau/
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Nordrhein-Westfalen: Landtagsausschuss fordert Aussetzung der Dichtheitsprüfung privater Abwasserrohre
Mit den Stimmen von CDU, FDP und Linken nahm der Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des nordrhein-westfälischen Landtags am 14. Dezember 2011 einen Antrag der FDP an, der die Landesregierung auffordert, den Vollzug der Dichtheitsprüfung der privaten Abwasserkanäle auszusetzen. Zur Begründung wurde insbesondere angeführt, der entsprechende Erlass des Landesumweltministeriums ermögliche keine bürgerfreundliche Umsetzung des zugrundeliegenden Gesetzes aus dem Jahr 2007, insbesondere würden Bürgerinnen und Bürger anders behandelt als die öffentliche Hand. SPD und Grüne werteten den Antrag als Aufruf zu rechtswidrigem Handeln und bezweifelten daher dessen Rechtmäßigkeit. Landesumweltminister Johannes Remmel (Grüne) hatte zu Beginn der Ausschusssitzung angekündigt, im Januar 2012 einen Vorschlag zur Änderung des Landeswasserrechts vorzulegen. Zu Beginn der Aussprache hatte der Ausschussvorsitzende Friedhelm Ortgies auf das große Engagement der Bürgerinnen und Bürger hingewiesen, sich aber gegen persönliche Angriffe gegen die Mitglieder des Umweltausschusses insbesondere über das Internet verwahrt.
(nach oben)
Chicago: 675 000 Dollar Strafe wegen Mischwasserüberläufen
Die US-amerikanische Umweltbehörde Environmental Protection Agency (EPA), das Justizministerium und der Bundesstaat Illinois gaben am 14. Dezember 2011 eine Vereinbarung mit dem Metropolitan Water Reclamation District of Greater Chicago (MWRD) über Überläufe unbehandelten Mischwassers bekannt. Danach sind eine Reihe technischer Maßnahmen vorgesehen, um Mischwasserüberläufe zu vermindern. Die Umsetzung soll in mehreren Stufen erfolgen, als Zeitpunkte werden genannt die Jahre 2015, 2017 und 2029. Außerdem hat der MWRD sich einverstanden erklärt, eine Geldstrafe von 675 000 US-Dollar zu zahlen.
www.epa.gov/compliance/resources/ cases/civil/cwa/mwrd.html
Zukunftsorientierte Ausbildung in umwelttechnischen Berufen
Innovation und Erfolg in Dienstleistungsbereichen hängen maßgeblich von der Qualifikation und Motivation der Beschäftigten ab. Die Anforderungen an die Fachkräfte in den dienstleistungsorientierten Unternehmen der Ver- und Entsorgungswirtschaft (zum Beispiel Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft und Fachkraft für Abwassertechnik) haben sich verändert. Dieser Wandel erfordert die Gestaltung und Umsetzung von branchenspezifischen Lehr- und Lernkonzepten sowie eine Optimierung der Qualifikationsangebote durch die Bildungsdienstleister. Dies ist ein Ergebnis des Projekts „Dienstleistungsarbeit im technischen Umweltschutz" (DITUS). Experten aus der Wissenschaft und der Praxis widmeten sich drei Jahre dem veränderten Bildungsbedarf von Unternehmen der Branche in Sachsen. Am 25. Januar 2012 findet in Dresden das Abschlusssymposium statt, zu dem alle Interessierten eingeladen sind.
Olaf Müller, Sächsische Bildungsgesellschaft für Umweltschutz und Chemieberufe Dresden mbH, Tel. (03 51) 44 45-765, E-Mail: o.mueller@sbgdd.de,
Quelle: Korrespondenz Abwasser Heft 1 2012
(nach oben)
Stadt Warendorf ausgezeichnet
Die Stadt Warendorf in Nordrhein-Westfalen wurde am 13. Oktober 2011 vom Umweltminister des Landes, Johannes Remmel, als „Europäische Energie- und Umweltschutzkommune 2011“ ausgezeichnet. In Warendorf liegt der Schwerpunkt der Aktivitäten beim Energiesparen in Schulen durch Verbesserung der Gebäudehülle und Heiztechnik sowie auf eigener Stromerzeugung durch Klärgasnutzung in einer Mikrogasturbine, Photovoltaik, Wasserkraft und ein Blockheizkraftwerk.
Höhepunkte der Bundestagung
Ein Höhepunkt der Bundestagung war die Verleihung des William-Lindley-Rings an den Klimaexperten und Umweltpolitiker Prof. Dr. Dr. h. c. Ernst Ulrich von Weizsäcker. Mit dem Ring ehrte die DWA von Weizsäckers langjährigen und engagierten Einsatz für den Klimaschutz. „Mit seiner Auffassung, ein verminderter Ressourcenverbrauch gefährde nicht zwangsläufig den ökonomischen Wohlstand, vielmehr
... mehr: http://de.dwa.de/hoehepunkte-der-bundestagung.html
Vorträge und Vortragende von Format
Mit den Themen nachhaltige Energieversorgung, Gestaltung der deutschen und europäischen Wasserwirtschaft, wasserwirtschaftliche Herausforderungen einer modernen Großstadt, Einbindung der deutschen Wasserwirtschaft in die Entwicklungszusammenarbeit sowie Wasserwirtschaft, Wissenschaft und Technik im internationalen Dialog befassten sich die Fachvorträge, für die...
Wasserwirtschaft, Wissenschaft und Technik im internationalen Dialog
http://de.dwa.de/tl_files/_media/content/PDFs/Abteilung_BiZ/Abstract_Rede%20Flasbarth_DWA%2026%2009%202011.pdf
Energie, Klima, Wasser und die Perspektive „Faktor Fünf"
http://de.dwa.de/tl_files/_media/content/PDFs/Abteilung_BiZ/Weizsaecker.ppt%20%5BKompatibilitaetsmodus%5D.pdf
Wasserwirtschaft gestalten - In Deutschland und Europa
http://de.dwa.de/tl_files/_media/content/PDFs/Abteilung_BiZ/pp-Holzwarth.ppt%20%5BKompatibilitaetsmodus%5D.pdf
Wasserwirtschaftliche Herausforderungen einer modernen Großstadt
http://de.dwa.de/tl_files/_media/content/PDFs/Abteilung_BiZ/BWB_Dr%20Grunwald_Final_Veroeffentlichung_2011%2009%2015.pdf
Einbindung der deutschen Wasser- und Abfallwirtschaft in die Entwicklungszusammenarbeit der Bundesregierung
http://de.dwa.de/tl_files/_media/content/PDFs/Abteilung_BiZ/2011%20DWA%20Berlin%20Opitz%20v02.pdf
Wasserwirtschaft, Wissenschaft und Technik im internationalen Dialog - die Rolle des DAAD
http://de.dwa.de/tl_files/_media/content/PDFs/Abteilung_BiZ/Huber-neu.ppt%20%5BKompatibilitaetsmodus%5D.pdf
Start der Celitement-Pilotanlage
Am 11. Oktober 2011 wurde die neu errichtete Pilotanlage der Celitement GmbH auf dem Campus Nord des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) eingeweiht: Die Anlage wird täglich 100 Kilogramm des umweltfreundlichen Zements Celitement® liefern, der aus heutiger Sicht nur halb so viel Energie bei der Herstellung benötigt und im Vergleich zu herkömmlichem Portlandzement voraussichtlich nur halb so viel Kohlendioxid an die Umwelt abgibt.
DWA bezieht Position zu Energiefragen aus Sicht der Wasserwirtschaft
Die auf politischer Ebene beschlossene Energiewende führt zu einem grundlegenden Umbau der Energieversorgung und stellt große Anforderungen an die Gesellschaft. Die beabsichtigte stärkere Nutzung erneuerbarer Energien betrifft die Wasserwirtschaft in vielfacher Weise. Die DWA hat daher „Positionen zur Energie- und Wasserwirtschaft“ formuliert, die die Zusammenhänge zwischen diesen beiden Bereichen verdeutlichen. Die Wasserwirtschaft kann im Dialog mit der Energiewirtschaft wesentliche Beiträge zur Energiewende leisten. Das DWA-Positionspapier zur Energie- und Wasserwirtschaft wurde am 26. September 2011 im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin zur DWA-Bundestagung veröffentlicht. Die wesentlichen Aussagen der DWA können in Form einfacher Thesen ausgedrückt werden: Die Energiewende braucht die Wasserwirtschaft – keine Energie ohne Wasser. Bei der Energiewende müssen auch wasserwirtschaftliche und ökologische Aspekte beachtet werden. Abwasseranlagen sind die größten Energieverbraucher in den Kommunen; hier ist es lohnend, Anstrengungen zur Erhöhung der Energieeffizienz zu unternehmen. Dass Wasserkraft Energiepotenziale bietet, liegt auf der Hand; aber auch die Abwasserentsorgung bietet Möglichkeiten zur Energieerzeugung, die ausgeschöpft werden sollten. In neue Energiekonzepte sollten die Standorte wasserwirtschaftlicher Anlagen eingebunden werden. Kläranlagen stehen als Standorte zur Gewinnung und Speicherung erneuerbarer Energie zur Verfügung. Zur Bewirtschaftung der Energiesysteme sollten Pumpspeicher stärker ge-nutzt werden. Die Produktion von Biomasse muss wasserwirtschaftlich verträglich gestaltet werden. Schwerpunkte des Handelns im Bereich der Wasserwirtschaft liegen bei der Steigerung der Effizienz und Implementierung neuer zusätzlicher Maßnahmen zur Energieerzeugung bei wasserwirtschaftlichen Anlagen, der Schaffung von Speicherkapazitäten für eine sichere Energieversorgung aus erneuerbaren Energien, der Erforschung und Entwicklung neuer Wege, insbesondere zur Energiespeicherung (zum Beispiel in Form von Methan, Methanol und Wasserstoff), der Einbindung der Standorte wasserwirtschaftlicher Anlagen in ein intelligentes, dezentral organisiertes Energiesystem. Bei der Nutzung nachwachsender Biomasse gibt es eine Konkurrenz um Flächen mit dem Pflanzenanbau zur Ernährung von Menschen und Tieren. Es gilt, den Eintrag schädlicher Stoffe in Boden, Grundwasser und Oberflächengewässer sowie Bodenerosion zu vermeiden. Wasserkraft erzeugt in Deutschland im Mittel mehr als 20 TWh pro Jahr; das entspricht der Leistung von etwa zwei großen Kraftwerken (T: Tera Billion 1012). Die Stromgewinnung durch Wasserkraft kann noch um etwa 4 bis 5 TWh pro Jahr ausgebaut werden. Kläranlagen sind mit 4,2 TWh pro Jahr im kommunalen Bereich die größten Stromverbraucher. Derzeit wird ein Einsparpotenzial beim Stromverbrauch von bis zu 25 Prozent für realistisch gehalten. Von den vorhandenen 10 000 Kläranlagen produzieren ca. 1000 Anlagen rund 1,1 TWh Strom pro Jahr aus Klärund Faulgas. Insgesamt wird eine Erzeugung von 3 TWh pro Jahr angestrebt. Das Positionspapier steht auf der Website der DWA zum Download bereit:
Pilotvorhaben „Energie aus Abwasser“ in Bayern
Der bayerische Umweltminister Markus Söder startete am 10. Oktober 2011 in Bad Abbach ein Pilotvorhaben aus dem Projekt „Kläranlage der Zukunft“ und überreichte Bürgermeister Ludwig Wachs eine entsprechende Urkunde. Ziel ist, auch bei kleineren Kläranlagen aus Klärschlamm Gas zu gewinnen, mit dem Strom und Wärmeenergie erzeugt werden kann. Bad Abbach wurde aus elf Gemeinden ausgewählt, die sich um das Pilotprojekt beworben hatten. Der Markt kann ab sofort den Bauentwurf erstellen lassen. Auf dieser Grundlage wird die genaue Höhe der Fördermittel festgelegt. Der Freistaat fördert 50 Prozent der zuwendungsfähigen Umbaukosten der Kläranlage. Darüber hinaus finanziert das Bayerische Umweltministerium die wissenschaftliche Begleitung des Pilotprojekts durch eine bayerische Hochschule in Kooperation mit einem erfahrenen Ingenieurbüro.
Übersichtsbeitrag zur Phosphorrückgewinnung
In der Zeitschrift Chemie Ingenieur Technik ist ein Übersichtsbeitrag des Verfahrenstechnikers Prof. Dr.-Ing. Sven-Uwe Geißen von der TU Berlin zur Eliminierung und Rückgewinnung von Phosphor aus Abwasser erschienen.
Kostenloser Download: http://onlinelibrary.wiley.com/ doi/10.1002/cite.201000187/pdf
Molekularer Mechanismus der anaeroben Ammoniumoxidation gefunden
Die anaerobe Ammoniumoxidation (Anammox) ist ein wichtiger Stoffwechselweg im Stickstoffkreislauf, der erst in den 1980er-Jahren entdeckt wurde. Eine Gruppe spezialisierter Bakterien führt die Anammox-Reaktion aus. Nun, 25 Jahre nach ihrer Entdeckung, wurde der molekulare Mechanismus von Anammox entschlüsselt. Die Originalarbeit wird veröffentlicht in der Zeitschrift Nature und war zum Redaktionsschluss nur online verfügbar: DOI: 10.1038/nature10453
EU-Kommission verlangt von Deutschland umfassende Kostendeckung bei allen Wasserdienstleistungen
Die Europäische Kommission fordert Deutschland auf, das EU-Wasserrecht zu beachten. Die Kommission ist nicht einverstanden mit der Auslegung Deutschlands des Schlüsselbegriffs „Wasserdienstleistungen“, die dazu führen könnte, dass das deutsche Recht eine nicht adäquate Kostendeckung und nicht angemessene Wassergebühren vorsieht. Auf Empfehlung von EU-Umweltkommissar Janez Potočnik übermittelte die Kommission laut einer Pressemitteilung vom 29. September 2011 eine mit Gründen versehene Stellungnahme. Erteilt Deutschland binnen zwei Monaten nach Erhalt dieser Stellungnahme keine zufriedenstellende Antwort, kann die Kommission den Europäischen Gerichtshof anrufen. Deutschland vertritt den Standpunkt, Kostendeckung solle lediglich für die Trinkwasserversorgung und die Entsorgung und Behandlung von Abwasser gelten. Für die Kommission hingegen ist der Begriff „Wasserdienstleistungen“ weiter gefasst und umfasst auch die Wasserentnahme für die Kühlung von Industrieanlagen und für die Bewässerung in der Landwirtschaft, die Einschränkung von Oberflächengewässern für die Zwecke der Schifffahrt, den Hochwasserschutz oder die Stromerzeugung durch Wasserkraft sowie für den landwirtschaftlichen, industriellen oder privaten Gebrauch gebohrte Brunnen. Wenn Deutschland diese Tätigkeiten aus den Wasserdienstleistungen ausklammert, verhindert es nach Auffassung der Kommission die vollständige, korrekte Anwendung der Wasserrahmenrichtlinie.
Mecklenburg-Vorpommern: Klärschlamm zu 89 Prozent in die Landwirtschaft
In Mecklenburg-Vorpommern wurden im Jahr 2010 nach Angaben des Statistischen Amts des Landes vom 4. Oktober 2011 rund 36 300 Tonnen Klärschlamm aus kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen entsorgt. Die Angabe bezieht sich auf die Trockenmasse, also ohne den Wasseranteil. Wie das Statistische Amt weiter mitteilt, wurde der größte Teil des Klärschlamms, 89 Prozent, als Dünger auf landwirtschaftlichen Flächen ausgebracht, acht Prozent wurden bei der Kompostierung oder im Landschaftsbau bei der Rekultivierung von Flächen eingesetzt oder auf andere Art und Weise stofflich verwertet. Nur zwei Prozent des entsorgten Klärschlamms mussten auf-grund zu hoher Schadstoffbelastung verbrannt werden. Damit unterscheidet sich die Klärschlammentsorgung in Mecklenburg- Vorpommern teilweise erheblich von den Entsorgungswegen in den anderen Ländern, wo ein weitaus größerer Teil der Klärschlämme verbrannt wird. Nach den für Deutschland insgesamt vorliegenden Angaben für 2009 wurden im Bundesdurchschnitt 30 Prozent der entsorgten Klärschlammmenge in der Landwirtschaft verwertet und 17 Prozent bei der Kompostierung, im Landschaftsbau oder anderweitig eingesetzt. Mehr als die Hälfte der Klärschlämme wurden verbrannt (53 Prozent).
Konsortium um Hochtief und WTE Wassertechnik soll Prager Kläranlage bauen
Ein Konsortium aus tschechischen, deutschen und französischen Unternehmen hat den Tender zum Bau einer Kläranlage für die Stadt Prag gewonnen. Dies teilte Germany Trade and Invest, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Bundesrepublik Deutschland, mit. Damit sei aber noch kein Schlusspunkt hinter die schwierige Genese dieses rund 300 Millionen Euro teuren Projekts gesetzt. Erst Ende 2011 soll Klarheit herrschen, ob EU-Fördermittel für den Bau gewährt werden. Bei anderen tschechischen Abwasserprojekten steht die Förderung inzwischen fest, sodass Ausschreibungen und Arbeiten laufen. Mit einer Rücktrittsklausel will sich der Magistrat der Stadt Prag im Vertrag mit den Ausschreibungsgewinnern absichern, sollte die Beantragung von EU-Fördermitteln fehlschlagen. Diese sollen bis zu 70 % der Kosten des Projekts abdecken. „Sollte es keine Mittel von der EU geben, werden wir den Staat dazu bewegen müssen, sich an der Aktion zu beteiligen“, sagte der Prager Oberbürgermeister, Bohuslav Svoboda, gegenüber der Nachrichtenagentur CTK. Eine Nichteinhaltung der Abwasserreinigungsauflagen, zu denen Tschechien seit 2011 verpflichtet ist, kann zu finanziellen Sanktionen von Seiten der EU führen. „Solche Strafzahlungenaber werden vom Staat eingefordert, nicht von der Stadt“, begründete der Oberbürgermeister seine Hoffnung, notfalls die Regierung für eine Finanzierung gewinnen zu können.
Hamburg: Projekt „RISA" im Internet
Das von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt und Hamburg Wasser gemeinsam aufgelegte Projekt RegenInfraStrukturAnpassung (RISA) präsentiert seine Arbeit jetzt im Internet:
www.risa-hamburg.de
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Güteschutz Grundstücksentwässerung
Um die Qualität von Anlagen der Grundstücksentwässerung zu verbessern und insbesondere um Verunreinigungen von Grundwasser, Gewässer und Boden zu vermeiden, hat die DWA zusammen mit dem ZVSHK, dem Güteschutz Kanalbau, der GFA und der ÜWG-SHK seit Jahren intensiv an der Erarbeitung eines RAL-Gütezeichens für die Grundstücksentwässerung gearbeitet. Einheitliche Qualitätsstandards für die Herstellung, baulichen Unterhalt, Prüfung und Sanierung von Grundstücksentwässerungsanlagen sind nun in den Güte- und Prüfbestimmungen des RAL-GZ 968niedergeschrieben und werden von der neuen Gütegemeinschaft Grundstücksentwässerung überwacht.
Die vielen und positiven Berichte der Fachpresse über die Gründung der neuen Gütegemeinschaft haben zum einen schnell für einen großen Bekanntheitsgrad gesorgt und zum anderen den Startup unterstützt und erleichtert. Die begonnene Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wird natürlich weiter vorangetrieben und kontinuierlich fortgeführt. Dazu gehört auch die Nutzung verschiedener Plattformen, wie z.B.
• Veranstaltungen der DWA und Regionalveranstaltungen der DWA-Landesverbände
• Sitzungen des DWA-Hauptausschusses Entwässerungssysteme HA-ES
• die Seminarreihe zum Arbeitsblatt DWA-A 139
• die Kanalinspektionstage Dortmund (Dezember 2011)
• die Gemeinschaftstagung ZVSHK und DWA, Gebäude- und
• Grundstücksentwässerung, Fulda (Januar 2012)
Auch wird an der Internetpräsenz mit Hochdruck gearbeitet, die neue Homepage wird in Kürze online geschaltet, und unter www.gs-ge.de erreichbar sein.
Ab sofort prüft der Güteausschuss Gütezeichenanträge, benennt neutrale Prüfstellen für die Prüfung von Gütezeichenanträgen und überwacht die Einhaltung der Güte- und Prüfbestimmungen nach RAL-GZ 968.Weitere Auskünfte erteilt die Geschäftsstelle
Güteschutz Grundstücksentwässerung e.V.
Theodor-Heuss-Allee 17
53773 Hennef
Tel.: 0 22 42.872 - 226
Fax: 0 22 42.872 - 178
Mobil: 0151.11 980 733
E-Mail: bellinghausen@gs-ge.de
Internet: www.gs-ge.de
Mehr Geld für EU-Rahmenforschungsprogramm
Deutlicher Mittelzuwachs und veränderte Struktur – das soll der Unterschied zwischen dem EU-Rahmenforschungsprogramm „Horizon 2020“ und seinen Vorgängern sein. Wie ein Vertreter der Generaldirektion Forschung und Innovation der EU-Kommission dem Bundestags- Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung am 28. September 2011 mitteilte, sind nach derzeitigen Plänen etwa 80 Milliarden Euro für das Programm vorgesehen. „Horizon 2020“ ist Nachfolger der EU-Rahmenprogramme für Forschung und Entwicklung. Das aktuelle 7. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union endet 2013 und hatte ein Budget von 54 Milliarden Euro. 2014 soll das neue Programm starten und sechs Jahre laufen. Derzeit arbeitet die EU-Kommission an einem Vorschlag für das Rahmenprogramm, der anschließend im Rat der EU sowie im Europäischen Parlament diskutiert werden soll.
http://ec.europa.eu/research/ horizon2020
Neue Forschergruppen der DFG
Unter den zwölf neuen Forschergruppen,
die einzurichten die Deutsche Forschungsgemeinschaft
(DFG) im Oktober
2011 beschlossen hat, finden sich auch
einige mit Bezug zur Wasserwirtschaft:
Eine neue Forschergruppe aus den Bereichen
Baustoffwissenschaften, Massivbau
und Mechanik will das Verständnis
der maßgebenden Mechanismen vor und
während einer Alkali-Kieselsäure-Reaktion
in Betonbauteilen verbessern. Die
Untersuchungen sollen dazu beitragen,
wissenschaftlich abgesicherte Regelungen
für die Beurteilung und Auswahl von Betonausgangsstoffen
und die Festlegung
von Betonzusammensetzungen zu gewinnen.
(Sprecher: Prof. Rolf Breitenbücher,
Ruhr-Universität Bochum).
Verfahren zur schnellen dreidimensionalen
Identifikation und Erfassung unzugänglicher
Objekte zu entwickeln und
zu erproben – so lautet das Vorhaben der
Forschergruppe „Mapping on Demand“.
Als Hauptinstrument und Sensorplattform
dient eine autonom fliegende leichte
Drohne. Sie verwendet die visuellen
Informationen aus Kameras zur Navigation,
Hinderniserkennung, Erkundung
und Objekterfassung. Die im Rahmen
des Projekts entwickelten Modelle und
Verfahren werden prototypisch in Vorstadtgebieten evaluiert, wo sie zum Beispiel
Gebäudestrukturen, Vegetationsbestände
und den ruhenden Verkehr erfassen.
(Sprecher: Prof. Wolfgang Förstner,
Universität Bonn).
„Internano“ ist der Titel einer neuen
Forschergruppe, die sich zum Ziel gesetzt
hat, exemplarisch anhand von vier anorganischen
synthetischen Nanopartikeln
den Weg von Nanopartikeln im Boden
und ihre Wechselwirkungen mit dem Boden
zu untersuchen. Dabei sollen die
Prozesse identifiziert werden, die für den
Verbleib dieser Stoffe an der Schnittstelle
von aquatischem und terrestrischem
Ökosystem relevant sind. Die Forschungsergebnisse
sollen Aufschluss
über die ökologische Bedeutung der Partikel
und die Risiken durch eine Kontamination
mit ihnen geben.
(Sprecherin:
Prof. Gabriele Schaumann, Universität
Koblenz-Landau).
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Baubeginn für den Abwasserkanal Emscher
Im Bottroper Süden hat am 17. Oktober
2011 offiziell der Bau des ersten Kanalbau-
Abschnitts für den Abwasser Kanal
Emscher (AKE) begonnen. Die ersten
Rohre sollen im Jahr 2012 auf Bottroper
Stadtgebiet verlegt werden. Zwei Pumpwerke
für den Abwasserkanal, eines
davon
ebenfalls in Bottrop, befinden sich
bereits im Bau. Bis 2017 will die Em-schergenossenschaft den zentralen unterirdischen
Schmutzwasserkanal im
Emschertal, den 51 Kilometer langen Abwasserkanal
Emscher zwischen Dortmund
und Dinslaken, fertigstellen. Die
Emscher soll dann bis 2020 als lebendiger
Fluss zu den Menschen zurückkehren.
www.abwasserkanal-emscher.de




