Klärwerk.info - Wegweiser

Übersicht

Willkommen bei klaerwerk.info. Produkte suchen können Sie ganz einfach, indem Sie das gesuchte Produkt wie z.B. Pumpen  in das Feld „Produktsuche“ eingeben und dann die Enter-Taste drücken. Übersichtlich werden alle gelisteten Lieferanten angezeigt, die das Produkt führen, alle Artikel in www.Klärwerk.info, die sich mit dem Produkt beschäftigen sowie alle Fortbildungsveranstaltungen mit diesem Thema.

Ansonsten finden Sie alle Artikel geordnet in Sachgebiete. Klaerwerk.info bietet eine umfassende Fülle von Informationen und Links, die man täglich braucht. Damit Sie wissen, wo Sie was finden, nachfolgend eine Übersicht über die einzelnen Sachgebiete:

A. Aktuelles

Hier finden Sie alle aktuellen Meldungen chronologisch geordnet. Suchen Sie frühere Meldungen, so sehen Sie in den Sachgebieten nach oder geben rechts oben einen Suchbegriff in das Suchen-Feld ein.

1)      Tägliche Meldungen

B. Forum

1)      Fragen und Antworten

Das Forum steht allen Nutzern zur Verfügung. Hier können Sie alle Beiträge lesen, selbst Beiträge erstellen oder auf Beiträge antworten

C. Fachwissen

Hier schreiben Praktiker für Praktiker. Haben Sie auch etwas Interessantes zu berichten, so schreiben Sie uns an Kontakt@Klaerwerk.info .

1)     Abwasserreinigung
2)      Energie- und E-Technik
3)      Kanal- und Entwässerung
4)      Maschinentechnik
5)      Labor
6)      Schlammbehandlung
7)      Gaserzeugung und BHKW
8)      Aus Bund Ländern und EU
         a) Vom Bund
         b) Aus der EU und aller Welt
         c) Aus den einzelnen Bundesländern (geordnet nach Bundesländer)
9)      Recht und Gesetze
         a) Beiträge zum Umweltgesetzbuch
         b) Beiträge zur Wasserrahmenrichtlinie (WWRL)
         c) Beiträge zum Erneuerbare Energien Gesetz (EEG)
10)    Neue Fachliteratur
         a) Neue Bücher
         b) CD/ DVD's
         c) Downloads
         d) Fachzeitschriften
         e) Lexika und Wörterbücher
11)  Tipps und Tricks

D. Berufliches

Der zweite Schwerpunkt von Klärwerk.info. Hier finden Sie alles für Arbeitnehmer und Vorgesetzte und was Sie persönlich angeht.

1)      Arbeitssicherheit
         a) Unfallverhütungsvorschriften- Regeln und Information
         b) Formulare und Erlaubnisscheine
         c) Gesetze und Verordnungen zur Arbeitssicherheit
         d) Umsetzung der Betriebssicherheitsverordnung
         e) Unterweisungshilfen
         f ) Hilfen zur Gefährdungsbeurteilung
         g) Ex-Schutz auf Kläranlagen
2)
      Tarif- und Arbeitsrecht
         a) Tarifrecht, Tarifvertrag, Gehaltsrechner und mehr
         b) Mitarbeitergespräche, Mitarbeiterbeurteilung
         c) Leistungsorientierte Bezahlung
         d) Tabelle TVöD (West)
         e) Arbeitszeugnisse
3)      Aus- und Weiterbildung
         a) Ansprechpartner
4)      Azubiseite
         a) Ausbildungshilfen für Ausbilder und "Azubis"
         b) Musterkläranlage
         c)  Prüfungsaufgaben
         d) Übungsaufgaben
         e) Informationen für Auszubildende
         f)  UT-Ausbildertreffen Fachkraft für Abwassertechnik
         g) Formeln, PSE und weitere Hilfen
5)      Meisterschüler
         a) Informationen für Meisterschüler
         b) Prüfungsaufgaben
6)        Offene Stellen

E. DWA-Infos

1)      Klärwerksnachbarschaften
         a) Kläranlagennachbarschaften in Bayern
         b) Kläranlagennachbarschaften in Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern
         c) Kläranlagennachbarschaften in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland
2)      DWA-Informationen
         a) DWA Arbeitsblätter
         b) KA-Betriebs-Infos
         c) Mitgliederrundbriefe aus den Landesverbänden
         d) Meldungen der DWA

F. Kläranlagen

1)      Links zu Kläranlagen und Abwasserverbänden
2)      Kläranlagen - Videos
3)      Meldungen von den Kläranlagen

G. Nützliches

1)      Wetter und Hochwasser
2)      Firmennachrichten
3)      Verbandsnachrichten        
4)      Nützliche Links
         a) Umweltschutzorganisationen
         b) Fachzeitschriften, Lexika und Wörterbücher
         c) Behörden
         d) Berufsverbände und Vereinigungen
         e) Fachinformationen
         f) Gesetze und Verordnungen
5)      Meldungen aus der Wissenschaft
6)      Meldungen aus aller Welt
7)      Allgemeine Meldungen und Berichte

H. Fortbildungsdatenbank

1)      Fortbildungen
2)      Fortbildungen in Österreich
3)      Fortbildungen in der Schweiz
4)      Messen und Tagungen

I. Produktsuche/ Lieferanten

J. Kontakt

1)      Impressum
2)      Über Uns
3)      Kontakt

25.03.2019 08:40

Klärwerk.info / DWA-Infos / DWA-Informationen / Meldungen der DWA

Meldungen der DWA

DWA Meldungen 2007  
DWA Meldungen 2008  
DWA Meldungen 2009  
DWA Meldungen 2010  
DWA Meldungen 2011
DWA Meldungen 2012  
DWA Meldungen 2013
DWA Meldungen 2014
DWA Meldungen 2015
DWA Meldungen 2016  
DWA Meldungen 2017
DWA Meldungen 2018
Bild 2pxmal5px.JPG
März 2019
EU-Kommission fordert 15 Mitgliedstaaten auf, die Vorschriften für die Vergabe von öffentlichen Aufträgen und Konzessionen einzuhalten 
Thüringen: Entwurf für novelliertes Vergabegesetz vorgelegt - soziale und ökologische Belange gestärkt  
Klimaaktive Kommunen gesucht 
Plattform zur effizienteren Bewertung von Umweltchemikalien 
Terminologie für die Verschmutzung durch Plastik veröffentlicht  
Baden-Württemberg: 7,5 Millionen Euro Förderung für Projekt zur Rückgewinnung von Phosphor  
Kosten der PFT-Verschmutzung der Gewässer um den US-Luftwaffenstützpunkt Spangdahlem  
Niedersachsen: Weniger Klärschlammausbringung in der Landwirtschaft  
Ständiger Ausschuss Klimawandel bei der LAWA 
Umweltbundesamt: Klärgas kann besser genutzt werden  
Förderung für internationale Partnerschaften für nachhaltige Innovationen  
Fallstudien zeigen Machbarkeit der Wasserwiederverwendung in der Landwirtschaft 
Bundesregierung legt EU-Kommission Maßnahmenkatalog zur Änderung der Düngeverordnung vor  
Umweltschutzausgaben belaufen sich auf 66,2 Milliarden Euro  
Februar 2019
Helmholtz International Research School zur Wasserforschung eingerichtet  
Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg ausgeschrieben 
Sächsischer Umweltpreis 2019 ausgelobt 
Smartes System soll Berliner Verkehr bei Überflutung umleiten  
Förderung für Forschung zu mineralischen Stoffkreisläufen  
RWE baut Kapazität zur Klärschlammentsorgung weiter aus 
Augmented Reality-App über William Lindley  
Wasserwirtschaft und Klimawandel: neuer Bund- Länder-Ausschuss erstmals zusammengetreten  
Thüringen: Klärschlamm wird überwiegend landschaftsbaulich verwertet  
Schleswig-Holstein: Mehr Kapazitäten zur Zwischenlagerung und Verbrennung von Klärschlamm  
70 Prozent des kommunalen Klärschlamms wurden 2017 verbrannt  
Bayern: 72 Prozent des Klärschlamms thermisch entsorgt 
Keine multiresistenten Keime in rheinland-pfälzischen Badegewässern  
Thüringen: 94,9 Prozent der Einwohner an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen  
Rheinland-Pfalz: Erhöhte Förderung bei Phosphorreduktion  
Fettberg in Kanalisation in Südengland entdeckt  
Bundesregierung: Keine Benachteiligung von Abwasserbetrieben durch Stromsteuer auf Klärgasverstromung 
Neuer Referenzrahmen für die Bachelorstudiengänge im Bauwesen  
Antibiotika in Gülle: Biogasanlage keine Barriere  
Januar 2019
Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie  
Weltwassertag 2019: Niemanden zurücklassen  
Sechs Prozent mehr Verkehrsunfälle mit wassergefährdenden Stoffen  
Neues Ultraschallverfahren zum Klärschlammaufschluss  
Spatenstich für Klärschlammtrocknungsanlage Zolling  
Bayern: Abwasser-Innovationspreis für wegweisende kommunale Projekte  
Get-together der Jungen Wasserwirtschaft im ÖWAV 
Klärschlammverbrennung in Offenbach am Main genehmigt  
Neuartige Sanitärsysteme (NASS) - Element einer wassersensiblen, ressourceneffizienten Stadt- und Quartiersentwicklung  
Neuer Lehrpreis für exzellente Lehre in den Ingenieurswissenschaften und der Informatik ausgeschrieben  
Legionellen in Abwässern  
Klärschlammtagung 2018 
97 % der Bevölkerung an die öffentliche Kanalisation angeschlossen  
IKT: Neubau einer Starkregen- Prüfanlage in Gelsenkirchen  
Förderung für Projekte zur Schließung von Stoffkreisläufen 
Brandenburg: für Investitionen im Rahmen der ELER-Förderung zukünftig auch Kosten für Vergabe förderfähig  
Kooperation von Wupperverband und Currenta wird fortgesetzt 
Bertha-Benz-Preis 2019 ausgeschrieben  
Bewerbungsstart beim Deutschen Arbeitsschutzpreis 2019  

 


EU-Kommission fordert 15 Mitgliedstaaten auf, die Vorschriften für die Vergabe von öffentlichen Aufträgen und Konzessionen einzuhalten

Die EU-Kommission hat im Januar 2019 beschlossen, Aufforderungsschreiben an 15 Mitgliedstaaten (Bulgarien, Kroatien, Zypern, Tschechien, Dänemark, Finnland, Deutschland, Ungarn, Italien, Malta, die Niederlande, Polen, Rumänien, Schweden und das Vereinigte Königreich) im Zusammenhang mit der Übereinstimmung ihrer nationalen Rechtsvorschriften mit den EU-Vorschriften für die Vergabe von öffentlichen Aufträgen und Konzessionen zu richten. Die neuen Vorschriften (Richtlinie 2014/24/EU, Richtlinie 2014/25/ EU und Richtlinie 2014/23/EU) mussten von den Mitgliedstaaten bis zum 18. April 2016 in nationales Recht umgesetzt werden. Die Kommission übermittelt die Schreiben, nachdem sie geprüft hat, ob die nationalen Umsetzungsvorschriften mit den EU-Richtlinien in Einklang stehen. Auch bei den übrigen Mitgliedstaaten, die die Umsetzung mit erheblichen Verzögerungen abgeschlossen haben, wird eine solche Prüfung durchgeführt werden. Die Mitgliedstaaten haben zwei Monate Zeit, um auf die von der Kommission vorgebrachten Beanstandungen zu reagieren. Andernfalls kann die Kommission beschließen, eine mit Gründen versehene Stellungnahme zu übermitteln.
 
(nach oben)


Thüringen: Entwurf für novelliertes Vergabegesetz vorgelegt - soziale und ökologische Belange gestärkt

Das Kabinett hat im Januar 2019 im zweiten Durchgang den Entwurf des Wirtschaftsministeriums für die Novelle des Thüringer Vergabegesetzes (ThürVgG) beschlossen. Es soll unter anderem soziale und ökologische Belange stärken. Der Gesetzentwurf wird jetzt dem Landtag zugeleitet und soll noch vor der Sommerpause 2019 verabschiedet werden.
Durch die stärkere Berücksichtigung sozialer und ökologischer Belange sollen keine zusätzlichen, unüberwindbaren Hürden für die mittelständische Thüringer Wirtschaft entstehen. Soziale und ökologische Kriterien, die für den Auftragsgegenstand entscheidend sind, können nach wie vor fakultativ durch den Auftraggeber festgelegt werden. Allerdings sollen ökologische und soziale Kriterien zukünftig ausschlaggebend sein, wenn die öffentlichen Auftraggeber zwischen sonst gleichwertigen Angeboten entscheiden müssen. Diese bislang fakultative „Bonusregelung" wird nunmehr obligatorisch und um weitere soziale und ökologische Aspekte (wie zum Beispiel den Anteil sozialversicherungspflichtig Beschäftigter, die Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen oder schwerbehinderten Menschen sowie Maßnahmen zur Förderung der Energieeffizienz) ergänzt. Die bisherige Regelung, nach der der Bieter bevorzugt wird, der mindestens 25 Mitarbeiter beschäftigt, entfällt zugunsten kleiner Unternehmen. Außerdem wird auf eine umweltverträgliche Beschaffung von Investitionsgütern unter Berücksichtigung des Lebenszyklusprinzips hingewirkt.
 
(nach oben)


Klimaaktive Kommunen gesucht

Städte, Landkreise und Gemeinden deutschlandweit sind aufgerufen, sich mit ihren vorbildlichen Projekten zum Klimaschutz und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels am Wettbewerb „Klimaaktive Kommune 2019" zu beteiligen. Bewerbungsschluss ist der 31. März 2019. Auf die Gewinner warten insgesamt 250 000 Euro Preisgeld und damit 25 000 Euro je Preisträger. Die gesuchten Klimaprojekte sollen andere Kommunen anregen, neue Ideen auf ihre eigenen Situationen zu übertragen und zu realisieren.
Bewerbungen sind in vier Kategorien möglich:
Kategorie 1: Ressourcen- und Energieeffizienz in der Kommune
Kategorie 2: Klimaanpassung in der Kommune
Kategorie 3: Kommunale Klimaaktivitäten zum Mitmachen
Sonderpreis „Klimafreundliche kommunale Beschaffung".
Ausdrücklich gewünscht sind auch Kooperationsprojekte, bei denen die kommunale Verwaltung mit weiteren Akteuren (zum Beispiel Vereinen, Verbänden, Kammern, Handwerk) und/oder mit anderen Kommunen sowie mit kommunalen Unternehmen zusammenarbeitet.
Initiatoren des Wettbewerbs sind das Bundesumweltministerium und das Deutsche Institut für Urbanistik. Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund.

www.klimaschutz.de/wettbewerb2019
 
(nach oben)


Plattform zur effizienteren Bewertung von Umweltchemikalien

Die Analyse und Bewertung von Umweltchemikalien effizienter zu machen, das ist das Ziel der neuen Technologie-Plattform CITEPro (Chemicals in the Environment Profiler) am Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ). Möglich wird das vor allem durch die Automatisierung von Teilprozessen bei der Probenvorbereitung, der Exposition von Zellkulturen und Wasserorganismen mit Einzelstoffen, Mischungen und Umweltproben sowie der chemischen Analyse. Am 6. Februar 2019 wurde die neue Forschungsinfrastruktur eröffnet. Rund vier Millionen Euro haben der Bund sowie die Bundesländer Sachsen und Sachsen- Anhalt insgesamt in den Aufbau von CITEPro investiert.
Biologische Wirkungstests sind das Herzstück der neuen Forschungsplattform CITEPro. Hinter CITEPro verbirgt sich kein singuläres Forschungsgroßgerät. Vielmehr besteht es aus mehr als 20 Einzelgeräten, die je nach Fragestellung modular genutzt werden können. Dazu gehören Geräte für die Probenvorbereitung, bei der Chemikaliengemische aus Umweltproben (etwa aus Sedimenten oder Blut) extrahiert, konzentriert und gereinigt werden können. Hinzu kommen hochauflösende analytische Geräte, mit denen Konzentrationen in Umweltproben und in Biotests gemessen werden können und verschiedene Biotestverfahren, die Auskunft über die Wirkung von Chemikalien auf lebende Zellen von Säugetieren, Bakterien und Algen oder ganze Organismen, wie Fischembryonen, geben. Das Besondere der Biotests, die in CITEPro zum Einsatz kommen ist, dass sie mit einer sehr hohen Durchsatzleistung arbeiten können.

www.ufz.de/citepro
 
(nach oben)


Terminologie für die Verschmutzung durch Plastik veröffentlicht

Ein europaweites Netzwerk hat, nach eigenen Worten „erstmalig", eine einheitliche Terminologie für die Umweltverschmutzung durch Plastik vorgeschlagen. Diese geht weit über Größenklassen hinaus und berücksichtigt auch physikalisch-chemische Eigenschaften von Polymeren. Das Ergebnis dieser Konsensbildung ist kürzlich in der Fachzeitschrift Environmental Science & Technology erschienen. Aufgrund der Kunststoffe gibt es noch keine klaren Einteilungen. Zum Beispiel werden Reifenmaterialien aufgrund ihres Elastomeranteils klassisch in den Materialwissenschaften nicht als Plastik definiert. In der Umwelt können diese kleinen Partikel aus Abrieb von Autoreifen oder als Recyclingprodukt auf Spiel- und Sportplätzen aber einen erheblichen Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt darstellen. Eine Basis für die Vereinheitlichung von Analysemethoden, die Entwicklung von Monitoring-Programmen, aber auch für die Vergleichbarkeit von Effektstudien wäre daher wichtig.
 
(nach oben)


Baden-Württemberg: 7,5 Millionen Euro Förderung für Projekt zur Rückgewinnung von Phosphor

Der Zweckverband Abfallbehandlung Kahlenberg (ZAK) in Ringsheim (Ortenaukreis, Baden-Württemberg) bekommt 7,5 Millionen Euro für ein Projekt zur Rückgewinnung von Phosphor aus Aschen, die durch die energetische Verwertung von aus Restabfällen erzeugten Ersatzbrennstoffen entstehen. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf knapp 30 Millionen Euro. Das teilte Baden-Württembergs Umweltministerium mit.
Die mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage ZAK ist landesweit die einzige dieser Art. Dort werden die im Landkreis Emmendingen und im Ortenaukreis erfassten Rest- und Bioabfälle zu Wasser, Mineralstoffen, Ersatzbrennstoffen, Biogas und Metallen verwertet. Allerdings werden die biogenen Abfallbestandteile derzeit ausschließlich energetisch genutzt.
 
(nach oben)


Kosten der PFT-Verschmutzung der Gewässer um den US-Luftwaffenstützpunkt Spangdahlem

lm Zusammenhang mit der PFT-Verschmutzung der Gewässer um den US-Luftwaffenstützpunkt Spangdahlem (Rheinland-Pfalz) hat der Bund bisher rund 460 000 Euro ausgezahlt. Die US-Streitkräfte sind zur Erstattung eines Teilbetrags hiervon in Höhe von rund 345 000 Euro verpflichtet. Zur Erfüllung dieser Verpflichtung haben sie im Jahr 2015 rund 180 000 Euro und im Jahr 2016 rund 115 000 Euro an den Bund gezahlt. Die Zahlung des Restbetrags in Höhe von rund 50 000 Euro ist für das Jahr 2019 angekündigt. Das antwortete die Bundesregierung auf die Frage einer Abgeordneten des Deutschen Bundestags nach den Kosten der PFT-Verschmutzung der Gewässer um den US-Luftwaffenstützpunkt Spangdahlem (Bundestags- Drucksache 19/7341).

(nach oben)


Niedersachsen: Weniger Klärschlammausbringung in der Landwirtschaft

In Niedersachsen wurden im Jahr 2017 im Rahmen der öffentlichen Abwasserentsorgung rund 147 300 Tonnen Trockenmasse Klärschlamm aus kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen direkt und ohne Zwischenlagerung entsorgt. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, gingen davon rund 96 400 Tonnen in die stoffliche Verwertung. Die Landwirtschaft war hier der größte Abnehmer und brachte rund 73 400 Tonnen als Dünger aus. 2017 setzte die Landwirtschaft damit 9,4 % weniger Trockenmasse Klärschlamm ein als noch im Vorjahr. Die restlichen etwa 23 000 Tonnen wurden einerseits für landschaftsbauliche Maßnahmen verwendet, zum Beispiel für Rekultivierung und Kompostierung, andererseits diente der Klärschlamm als Ausgangsstoff für die Schaffung von Klärschlammerde (Vererdung).
Weitere über 48 900 Tonnen des 2017 angefallenen Klärschlamms konnten unmittelbar thermisch entsorgt werden. Das durch Verbrennung entsorgte Aufkommen lag 18,1 % über dem Wert des Jahres 2016 und entsprach fast der doppelten Menge des Jahres 2010. Der Klärschlamm wurde 2017 hauptsächlich in Abfallverbrennungsanlagen und in Energieversorgungsunternehmen mitverbrannt (über 42 200 Tonnen). Nach den vorliegenden Daten lagen der Anteil der Klärschlammverwertung in Niedersachsen bei rund 65 % und der Verbrennungsanteil bei rund 33 %. Auf Bundesebene war das Verhältnis mit 30 % Verwertung und 70 % Verbrennung 2017 nahezu umgekehrt.
 
(nach oben)


Ständiger Ausschuss Klimawandel bei der LAWA

Der Klimawandel hat jetzt bei der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) auch organisatorisch einen neuen Status erreicht. Der im Frühjahr des vergangenen Jahres von der Umweltministerkonferenz beschlossene „Ständige Ausschuss Klimawandel (AK)" wurde jetzt konstituiert. Die weiteren ständigen Ausschüsse beschäftigen sich mit Grundwasser und Wasserversorgung (AG), mit Wasserrecht, mit Oberirdischen Gewässern und Küstengewässern (AO) sowie mit Hochwasserschutz und Hydrologie (AH). Mit dem Ständigen Ausschuss Klimawandel unterstreicht die LAWA die Bedeutungen der Auswirkungen des Klimawandels für die Wasserwirtschaft. Auch wird die Notwendigkeit der Bereitstellung personeller und finanzieller Ressourcen betont, um die Auswirkungen des Klimawandels vorsorgeorientiert in Planungs- und Genehmigungsprozessen berücksichtigen zu können. Außerdem wird die aktuelle Bereitstellung von Informationen über beobachtete und projizierte Entwicklungen von Klimaparametern, der potenziellen Auswirkungen sowie über mögliche Anpassungsmaßnahmen gefordert. Dabei wird die vom Bund geplante Erarbeitung eines Klimavorsorgeportals begrüßt und die fachliche Begleitung der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) befürwortet. Der Ständige Ausschuss Klimawandel kümmert sich um das Klimamonitoring bezüglich der Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserwirtschaft, beurteilt die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserwirtschaft und priorisiert die Hand lungserfordernisse. Weiterhin gehören die fachliche Begleitung der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel sowie die Beratung und Bewusstseinsbildung zu den Aufgaben des neuen Ausschusses.
 
(nach oben)


Umweltbundesamt: Klärgas kann besser genutzt werden

Bisher wird aus Klärgas in der Regel Strom erzeugt, der in der Kläranlage selbst verbraucht wird. Das Umweltbundesamt (UBA) meint, für die Energiewende seien flexiblere Lösungen gefragt. Ein UBA-Positionspapier zeigt, wie Klärgas künftig eingesetzt werden könnte, etwa im Verkehr sowie zur Wärme- und Kälteversorgung.
Klärgas ist danach eine erneuerbare Ressource, die als vielseitig einsetzbarer Energieträger zum Klimaschutz und somit zum Gelingen der Energiewende beitragen könne. Eine Entkopplung der Stromerzeugung und des Stromverbrauchs von Kläranlagen wäre ein erster Schritt, um diese Prozesse getrennt voneinander zu optimieren.
Neben dem Elektrizitätssektor könnte Klärgas auch im Verkehr sowie zur Wärme- und Kälteversorgung Beiträge liefern. Durch Power-to-Gas-Anlagen und die Aufbereitung des Klärgases könne dieses im existierenden Gasnetz gespeichert und anschließend optimal genutzt werden. Für diese alternative Nutzung der Ressource fehlen laut UBA jedoch Strategien und stabile Entwicklungspfade.
Forschung und Politik sollten nach Meinung des UBA die technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so weiterentwickeln, dass eine aus Klimaschutzgründen notwendige, energetisch effiziente und volkswirtschaftlich sinnvolle Nutzung der erneuerbaren Ressource Klärgas möglich ist und diese in den Kommunen umgesetzt wird.
 
(nach oben)


Förderung für internationale Partnerschaften für nachhaltige Innovationen

Auf die Förderung internationaler Partnerschaften im Klima-, Umwelt- und Energiebereich zielt die Förderrichtlinie „CLIENT II - Internationale Partnerschaften für nachhaltige Innovationen", die das Bundesministerium für Bildung und Forschung veröffentlicht hat. Im Fokus von CLIENT II steht die Förderung nachfrageorientierter FuE-Kooperationen mit ausgewählten Schwellen- und Entwicklungsländern. Das Ziel ist, für konkrete Herausforderungen im Partnerland innovative und nachhaltige Lösungsansätze in den Themenbereichen Rohstoffeffizienz Rohstoffeffizienz und Kreislaufwirtschaft, Wassermanagement, Klimaschutz/Energieeffizienz, Anpassung an den Klimawandel, Landmanagement, Nachhaltige Energiesysteme und Naturrisiken gemeinsam zu entwickeln und zu implementieren. Gleichzeitig sollen damit neue Marktpotenziale für exportorientierte innovative deutsche Unternehmen - insbesondere kleine und mittlere Unternehmen - erschlossen werden. Zunächst können bis zum 31. Mai 2019 aussagekräftige Projektskizzen eingereicht werden.

https://www.bmbf.de/foerderungen/ bekanntmachung-2211.html
 
(nach oben)


Fallstudien zeigen Machbarkeit der Wasserwiederverwendung in der Landwirtschaft

Hydroponische Anbauverfahren mit speziell aufbereitetem Abwasser sind Gegenstand des Forschungsprojekts HypoWave. Diese optimierte Variante wird seit Herbst 2016 in einer Pilotanlage auf der Kläranlage Hattorf bei Wolfsburg erprobt. Erste Fallstudien zeigen nun die Machbarkeit dieser wasser- und nährstoffeffizienten landwirtschaftlichen Produktion. Beispielhaft an zwei Regionen - dem Landkreis Gifhorn in Niedersachsen und der Gemeinde Raeren in Belgien - wird demonstriert, wie die angepasste Aufbereitung und Wiederverwendung von kommunalem Abwasser für den hy droponischen Gemüse- und Schnittblumenanbau gelingen kann. „Für kleinere Gemeinden von 500 bzw. 1650 Einwohnerwerte kann hier auf 3600 bzw. 6000 m² eine wirtschaftliche Produktion erzielt werden", sagt Marius Mohr, Koordinator der Fallstudien vom Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB. Die dreijährige Laufzeit von HypoWave endet am 31. August 2019.

www.hypowave.de
 
(nach oben)


Bundesregierung legt EU-Kommission Maßnahmenkatalog zur Änderung der Düngeverordnung vor

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat einen mit dem Bundesumweltminis terium abgestimmten Maßnahmenkatalog entwickelt, mit dem die Nitratwerte im deutschen Grundwasser gesenkt werden sollen. Nachholbedarf sieht Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner noch beim Vergleich der Zu- und Abfuhr von Stickstoff auf landwirtschaftlichen Flächen und bei Regelungen für mit Nitrat besonders belastete Gebiete.
Die Regierung habe der EU-Kommission eine Aufzeichnungspflicht über die aufgebrachten Düngermengen vorgeschlagen, um damit die Einhaltung des ermittelten Düngebedarfs der landwirtschaftlichen Kulturen besser zu kontrollieren.
Für die mit Nitrat belasteten Gebiete - für die so genannten roten Gebiete - wurden der Europäischen Kommission zusätzliche Maßnahmen vorgeschlagen:
Verbot der Herbstdüngung im Spätsommer bei Winterraps, Wintergerste und Zwischenfrüchten ohne Futternutzung
Der für jede Kultur nach strengen Vorgaben errechnete Düngebedarf wird pauschal um 20 % abgesenkt.
Die bisher nur im Betriebsdurchschnitt geltende Obergrenze von 170 kg Stickstoff pro Hektar für Gülle und andere Wirtschaftsdünger muss zukünftig schlagbezogen berechnet werden, das heißt, für jedes Feld gilt dann die Obergrenze von 170 kg Stickstoff pro Hektar.
Wenn eine Sommerkultur, wie zum Beispiel Mais oder Zuckerrüben, angebaut wird, die erst im Frühjahr ausgesät wird, muss im Herbst davor verpflichtend eine Zwischenfrucht angebaut werden, damit der Boden über Winter mit einer Pflanzendecke bedeckt ist.

(nach oben)


Umweltschutzausgaben belaufen sich auf 66,2 Milliarden Euro

Umweltschutz ist nicht nur ein nachhaltiger Dienst an der Umwelt, sondern stellt in Deutschland mittlerweile auch einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar. 2016 beliefen sich in Deutschland die Ausgaben für Umweltschutzleistungen auf insgesamt 66,2 Milliarden Euro. Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) erhöhten sich die Umweltschutzausgaben damit um 2,9 % gegenüber 2015. Der Großteil der Ausgaben entfiel dabei mit 41,1 Milliarden Euro auf den industriellen und gewerblichen Sektor. Private Haushalte mit 14,3 Milliarden Euro und der Staat mit 10,8 Milliarden Euro folgen mit deutlichem Abstand. Bei den einzelnen Umweltsektoren dominiert der Gewässerschutz. Bei den Ausgaben liegt die Abwasserwirtschaft mit einem Anteil von 45 Prozent deutlich vor der Abfallwirtschaft (34 Prozent) und der Vermeidung und Beseitigung von Umweltverunreinigungen (14 %) sowie sonstigen Umweltschutzaktivitäten 7 %). Die umweltbezogenen Steuern von inländischen privaten Haushalten lagen im Jahr 2016 bei rund 31,4 Milliarden Euro. Sie trugen damit zu 54 % zum gesamten umweltbezogenen Steueraufkommen (58,5 Milliarden Euro) bei. Inländische Unternehmen zahlten 2016 rund 26,2 Milliarden Euro. Im Ausland ansässige Haushalte und Unternehmen leisteten an den deutschen Fiskus 0,8 Milliarden Euro. Als umweltbezogene Steuern werden solche Steuern bezeichnet, die umweltschädliche Aktivitäten verteuern und somit Anreize zu umweltfreundlichem Verhalten setzen. Am aufkommensstärksten waren im Jahr 2016 die Energiesteuer (früher: Mineralölsteuer) mit rund 40,1 Milliarden Euro sowie die Kraftfahrzeugsteuer mit knapp 9,0 Milliarden Euro. Weitere bedeutende umweltbezogene Steuern waren die Stromsteuer (6,5 Milliarden Euro), die Luftverkehrsteuer sowie die im Rahmen des europäischen Emissionshandels versteigerten Emissionsberechtigungen (jeweils 1,1 Milliarden Euro). Detaillierte Daten können in den Publikationen „Umweltökonomische Gesamtrechnungen - umweltbezogene Steuern" sowie „Umweltökonomische Gesamtrechnungen - Umweltschutzausgaben" abgerufen werden.

(nach oben)


Helmholtz International Research School zur Wasserforschung eingerichtet

Ein Konsortium aus dem Helmholtz- Zentrum für Umweltforschung - UFZ, der TU Dresden, dem Umweltbundesamt, dem UN-Umweltprogramm, der University of Florida und der Purdue University wird künftig als Helmholtz International Research School „Trajectories towards Water Security (TRACER)" gefördert. Die neue Helmholtz International Research School wird untersuchen, welche Faktoren Wasserqualität und -quantität weltweit beeinflussen. Zudem wird sie Szenarien für einen nachhaltigen Umgang mit Wasserressourcen entwickeln.
Über Helmholtz International Research Schools fördert die Helmholtz-Gemeinschaft junge Nachwuchstalente, die eine internationale Promotion anstreben. Bis zu 25 Promovierende konzentrieren sich in den Research Schools auf bestimmte Forschungsthemen, an denen sie gemeinsam arbeiten. So haben sie die Chance, wichtige Erfahrungen in der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit zu sammeln. Zusätzlich erhalten die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein berufsqualifizierendes und persönlichkeitsbildendes Training. Die Helmholtz International Research Schools erhalten für den Zeitraum von sechs Jahren jeweils insgesamt 1,8 Millionen Euro aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds des Helmholtz-Präsidenten. Zusätzlich bringen die Einrichtungen eigene Mittel ein, sodass das Gesamtbudget pro Kooperation bei drei bis sieben Millionen Euro liegt.

(nach oben)


Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg ausgeschrieben

In Baden-Württemberg sind Unternehmen zur Teilnahme am 6. Umwelttechnikpreis aufgerufen. Mit dem Preis fördert die Landesregierung neuartige Technologien aus Baden-Württemberg, die bei der Herstellung und der Anwendung von Produkten das Klima und die Umwelt schonen. Der Preis ist mit insgesamt 100 000 Euro dotiert. Die Bewerbungsfrist endet am 31. März 2019. Die Preisverleihung findet am 16. Juli 2019 in der Schwabenlandhalle in Fellbach statt.

www.umwelttechnikpreis.de

(nach oben)


Sächsischer Umweltpreis 2019 ausgelobt

Das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft hat den Sächsischen Umweltpreis 2019 ausgelobt. Bis zum 20. März 2019 können Bewerbungen in vier Kategorien eingereicht werden: Umweltfreundliche Unternehmensführung, Umweltfreundliche Technologien und Produktionsverfahren, Umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen, Ehrenamtliches Engagement und Umweltbildung. Der Preis ist mit insgesamt 50 000 Euro dotiert. Die Preisverleihung nimmt Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt im Rahmen einer Festveranstaltung am 1. Juli 2019 vor.

www.smul.sachsen.de/umweltpreis

(nach oben)


Smartes System soll Berliner Verkehr bei Überflutung umleiten

An einem Echtzeit-Informationssystem, das bei überfluteten Straßen Alarm schlägt, arbeitet ein Forschungskonsortium, koordiniert von den Berliner Wasserbetrieben. Demnächst funken Berliner Busse nicht nur Daten über Position und Zeit an ihre Zentralen, sondern auch, ob sie durch Pfützen fahren und wie tief diese sind, Müllwagen werden Gleiches tun. Diese Angaben werden mit Geo- und Wetterdaten kombiniert und können so im Ergebnis in Echtzeit vor Überflutungen warnen. Verkehrsströme werden dann durch veränderte Ampeln und Infos auf Navigationssystemen so gesteuert, dass Gefahrenstellen gemieden werden. Noch ist das Zukunftsmusik, aber der Anfang ist gemacht. SENSARE - kurz für „Sensorbasierte Stadtgebietsanalyse für Starkregengefährdungen zur Warnung und Resilienz Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur" - heißt das bis 2021 laufende Verbundforschungsprojekt. Darin arbeiten die TU Kaiserslautern, die Berliner Verkehrsbetriebe, die Berliner Stadtreinigungsbetriebe, die Stromnetz Berlin GmbH und die Senatsumwelt- und die Senatswirtschaftsverwaltung. Weitere Projektpartner sind der Softwareentwickler e.sigma GmbH, die Urban Software Institute GmbH und die Smart City Solutions GmbH. Gefördert wird das Projekt im Rahmen der Förderrichtlinie Modernitätsfonds („mFUND") durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.
Im ersten Schritt sollen die Daten in die Leitsysteme der Stadt fließen, später auch in die Navigationsgeräte von Autos. Neben der Warnung und Lenkung des Verkehrs erwarten die SENSARE-Partner auch Hinweise, wie man künftig den Faktor Regen besser in die Infrastruktur-und Stadtplanung integrieren kann.

(nach oben)


Förderung für Forschung zu mineralischen Stoffkreisläufen

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zum Thema „Ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft - Bauen und Mineralische Stoffkreisläufe (ReMin)". Eine entsprechende Richtlinie wurde im Bundesanzeiger vom 31. Dezember 2018 veröffentlicht. Gegenstand der Richtlinie ist die Förderung von Verbundvorhaben zur Erforschung und Entwicklung neuer Technologien, Produkte und Prozesse, die einen Beitrag zum Ausbau der Kreislaufwirtschaft in der Bauwirtschaft und zur Schließung mineralischer Stoffkreisläufe leisten. Schwerpunkte der Förderung sind Bauen in der Kreislaufwirtschaft: Neue Designkonzepte und innovative Bauprodukte sowie die Verwertung von mineralischen Stoffströmen: Baurestmassen, bergbauliche Rückstände, Aschen, Stäube, Schlacken. Projektskizzen können bis zum 30. April 2019 eingereicht werden.

https://www.bmbf.de/foerderungen/ bekanntmachung-2199.html

(nach oben)


RWE baut Kapazität zur Klärschlammentsorgung weiter aus

2016 waren es noch rund 750 000 tOS (Originalsubstanz, mechanisch entwässert) kommunale Klärschlämme, die RWE entsorgt hat. In diesem Jahr wird das Unternehmen über 850 000 tOS Klärschlamm thermisch verwerten. Mit der im Jahr 2017 errichteten Klärschlammlagerhalle am Standort Goldenbergwerk und deren Ausbau 2019 sowie der Errichtung einer zusätzlichen Klärschlamm-Pumpenlinie will RWE seine diesbezüglichen Kapazitäten deutlich erweitern, wie das Unternehmen erklärte.
Derzeit verwertet das Unternehmen knapp 50 % des kommunalen Klärschlammaufkommens in Nordrhein-Westfalen bzw. 10 % der deutschen Klärschlammmenge. Dies größtenteils in den Kraftwerken der Braunkohlenveredlung, kleinere Mengen aber auch im Braunkohlenkraftwerk Weisweiler, im Steinkohlenkraftwerk Ibbenbüren sowie im Müllheizkraftwerk Essen-Karnap. Die vertraglichen Verpflichtungen zur thermischen Verwertung von Klärschlamm wird RWE auch unter den Rahmenbedingungen der Drosselung der Rohkohleförderung im Tagebau Hambach ab 2019 uneingeschränkt einhalten, wie das Unternehmen weiter mitteilt. Auf Basis der aktuellen Bekohlungsstrategie sei die Mitverbrennung in den Kraftwerken der Veredlungsbetriebe auch weit darüber hinaus gesichert.
Aufgrund des niedrigen Ascheanteils im Hauptbrennstoff Braunkohlwichtsprozent Phosphor und ist damit auch für die Phosphor-Rückgewinnung grundsätzlich geeignet. Vorversuche haben bereits gezeigt, dass Phosphor nasschemisch durch Säureaufschluss und anschließende Aufreinigung aus Mitverbrennungsasche zurückgewonnen werden kann. Endprodukt ist Phosphorsäure. Die zu bewältigende Herausforderung besteht nun darin, dass die Mitverbrennungsasche im Vergleich zur reinen Klärschlammasche aus der Monoverbrennung deutlich stärker basisch reagiert und daher größere Mengen an Aufschlusssäure benötigt werden.
Neben dem nasschemischen Weg verfolgt RWE auch den Ansatz, Phosphor thermisch im Zuge der Vergasung von Gemischen aus Klärschlamm, Klärschlammasche und Braunkohle zurückzugewinnen. Hierbei sollen mit Phosphorsäure und Synthesegas zwei Wertprodukte gekoppelt erzeugt werden. Erste Teilerfolge wurden bereits im Technikumsmaßstab erzielt.
Nach Mitteilung von RWE ist der Genehmigungsrahmen für die Mitverbrennung ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Weitere Projekte zur Erhöhung der Entsorgungskapazitäten seien in Planung beziehungsweise stünden bereits kurz vor der Umsetzung. Darüber hinaus liefen Untersuchungen zum Einstieg in die Monoverbrennung.

(nach oben)


Augmented Reality-App über William Lindley

Eine neue App des Denkmalschutzamtes und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW), beide Hamburg, erweckt den englischen Ingenieur William Lindley mit Elementen der Augmented Reality (AR) zum Leben und gibt anschaulich einen Einblick in Lindleys Wirken in Hamburg. Lindley prägte Hamburg nach dem Großen Brand 1842 entscheidend. Er stellte die Weichen dafür, dass sich die Stadt zu einer modernen Metropole entwickeln konnte. In der App begleitet er als digitaler Charakter die Nutzerinnen und Nutzer durch die Stadt und erläutert seine Leistungen für Hamburg auf dem Weg zur Großstadt.
Die App wurde im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 entwickelt, in dem auf vielfältige Weise das reichhaltige europäische Erbe in das Bewusstsein gerückt und für mehr Denkmalbewusstsein geworben wurde. Die App ist kostenlos im App Store unter „William Lindley AR. Sharing Heritage AR App" verfügbar. Entwickelt wurde sie vom Denkmalschutzamt Hamburg gemeinsam mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW), der Firma Shape-Shift und den Kulturvermittlern Silvia Hartel und Wolfgang Wiedey. Der Schauspieler Ciaran McVeigh leiht dem digitalen Lindley Stimme, Mimik und Gestik.
Die App wurde für iOS entwickelt und funktioniert ab Version iOS 11.3 (kompatibel mit iPhone 6s oder neuer). Eine Portierung für Android-Geräte ist angedacht.

(nach oben)


Wasserwirtschaft und Klimawandel: neuer Bund- Länder-Ausschuss erstmals zusammengetreten

In Stuttgart ist am 10. Januar 2019 erstmals der neue ständige Ausschuss Klimawandel der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) zusammengekommen. Zu seinen Hauptaufgaben gehört es, sich mit den Folgen des Klimawandels auf die Wasserwirtschaft auseinanderzusetzen und geeignete Anpassungsmaßnahmen zu entwickeln. In den ersten drei Jahren leitet das Land Baden-Württemberg den Ausschuss.
Die Umweltministerkonferenz hat im Juni 2018 die LAWA gebeten, einen neuen ständigen Ausschuss zur Anpassung der Wasserwirtschaft an den Klimawandel einzurichten. Stimmberechtigte Mitglieder des Ausschusses sind die 16 Bundesländer sowie das Bundesumweltministerium. Daneben gehören dem Ausschuss Vertreterinnen und Vertreter des Bundesverkehrsministeriums, des Umweltbundesamtes, der Bundesanstalt für Gewässerkunde, des Deutschen Wetterdienstes sowie der Flussgebietsgemeinschaften an.

(nach oben)


Thüringen: Klärschlamm wird überwiegend landschaftsbaulich verwertet

Im Jahr 2017 wurden rund 38 105 Tonnen Klärschlamm (Trockenmasse) aus der biologischen Abwasserbehandlung von kommunalen Kläranlagen in Thüringen entsorgt. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik waren das knapp 3,5 Prozent weniger als im Jahr 2016 mit 39 496 Tonnen Klärschlamm. Der größte Teil des Klärschlamms (46,2 Prozent) wurde bei landschaftsbaulichen Maßnahmen, zum Beispiel bei der Rekultivierung oder Kompostierung, verwertet. Weitere 16,3 Prozent wurden in der Landwirtschaft, beispielsweise als Dünger, verwertet.
Mit 35 Prozent hat die thermische Entsorgung in Thüringen 2017 weiter an Bedeutung gewonnen. Im Jahr 2017 wurden 1635 Tonnen Klärschlamm mehr als im Jahr zuvor mitverbrannt. Bundesweit wurden im Jahr 2017 rund 70 Prozent des angelieferten Klärschlamms in Verbrennungsanlagen thermisch entsorgt.

(nach oben)


Schleswig-Holstein: Mehr Kapazitäten zur Zwischenlagerung und Verbrennung von Klärschlamm

Schleswig-Holstein entwickelt neue Wege bei der Entsorgung von Klärschlamm: Der im März 2018 ins Leben gerufene Klärschlammbeirat unter Leitung von Umweltstaatssekretär Tobias Goldschmidt stellte am 19. Dezember 2018 erste Ergebnisse vor.
Um sich einen besseren Überblick über die aktuelle Situation in Schleswig- Holstein zu verschaffen, haben die beteiligten Akteure des Klärschlammbeirats in den vergangenen Monaten die Möglichkeiten zur Zwischenlagerung von Klärschlamm und die thermische Klärschlammbehandlung im Hinblick auf die schleswig-holsteinischen Rahmenbedingungen geprüft und bewertet. Insgesamt wurden 81 Zwischenlager erfasst, die eine Gesamtlagerungskapazität von rund 45 000 Tonnen Klärschlamm (Trockensubstanz) aufweisen. „Damit könnte rechnerisch gut die Hälfte des in Schleswig-Holstein jährlich anfallenden Klärschlamms zwischengelagert werden", so Goldschmidt. Zur Vermeidung von Entsorgungsengpässen wie sie im Winter 2017 aufgrund der nassen Witterungsverhältnisse auftraten, gibt es weitere Planungen zum Bau von Zwischenlagern, die 2019 realisiert werden sollen.
Bei den Verbrennungskapazitäten würden mit Inbetriebnahme der geplanten Monoverbrennung an den Standorten in Kiel und Stapelfeld in 2022 beziehungsweise 2023 insgesamt 64 500 Tonnen Klärschlamm (Trockensubstanz) thermisch behandelt werden können. „Unter Berücksichtigung der geplanten Inanspruchnahme von Verbrennungskapazitäten in Hamburg durch schleswig-holsteinische Klärschlämme könnte damit theoretisch langfristig die Entsorgungssicherheit gewährleistet werden", sagte Goldschmidt.
Im nächsten Jahr wird sich der Klärschlammbeirat mit Fragen der Klärschlammbehandlung im Zusammenhang mit der Zwischenlagerung und Vorbehandlung vor der Verbrennung sowie der Phosphorrückgewinnung befassen. Damit sollen sukzessive die Planungsgrundlagen für die Aufstellung des Abfallwirtschaftsplanes Klärschlamm vervollständigt werden.
Neben der DWA, dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU), dem Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) und dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sind auch der schleswig-holsteinische Bauernverband, die Landwirtschaftskammer, der Landkreistag, der Städtetag und der Gemeindetag im Klärschlammbeirat vertreten.

(nach oben)


70 Prozent des kommunalen Klärschlamms wurden 2017 verbrannt

Die Menge des entsorgten Klärschlamms aus kommunalen Kläranlagen in Deutschland ist von 2007 bis 2017 von knapp 2,1 Millionen Tonnen Trockenmasse auf 1,7 Millionen Tonnen gesunken (- 17 %). Ursache für den Rückgang sind unter anderem verbesserte Verfahren bei der Abwasser- und Klärschlammbehandlung in den Kläranlagen, durch die die Menge des zu entsorgenden Klärschlamms vermindert wurde. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, ist im selben Zeitraum der Anteil der verbrannten Klärschlammmenge (thermische Entsorgung) um 20 Prozentpunkte von 50 % auf 70 % gestiegen.
Die stoffliche Verwertung von kommunalem Klärschlamm zum Beispiel in der Landwirtschaft oder beim Landschaftsbau hat sich in den letzten zehn Jahren von gut 1,0 Millionen (2007) Tonnen auf rund 0,5 Millionen (2017) Tonnen nahezu halbiert. Dabei sank der Anteil der in der Landwirtschaft ausgebrachten Menge von 29 % auf 18 %. Für landschaftsbauliche Maßnahmen wurden 2017 noch 10 % des Klärschlamms verwendet (2007: 18 %).
Sonstige direkte Entsorgungswege wurden selten genutzt. Im Jahr 2017 wurden darüber 0,4 % der Klärschlammmenge entsorgt. Zehn Jahre zuvor waren es 0,2 % gewesen.

(nach oben)


Bayern: 72 Prozent des Klärschlamms thermisch entsorgt

Im Jahr 2017 wurden von den öffentlichen Abwasserbehandlungsanlagen in Bayern rund 278 200 Tonnen Trockenmasse Klärschlamm entsorgt. In die mit steigender Tendenz genutzte thermische Entsorgung gingen mit knapp 200 400 Tonnen 72,0 Prozent der Gesamtmenge, die stoffliche Verwertung ist mit rund 77 300 Tonnen bzw. einem Anteil von 27,8 Prozent weiterhin rückläufig. Dies teilte das Bayerische Landesamt für Statistik mit. Von dem Klärschlamm, der in die thermische Entsorgung ging, entfielen 85 800 Tonnen auf die Monoverbrennung und rund 108 700 Tonnen auf die Mitverbrennung. Der Anteil der thermischen Entsorgung an allen genutzten Entsorgungswegen ist seit Beginn der jährlichen Erhebung im Jahr 2006 von 44,3 Prozent auf 72,0 Prozent angestiegen. Dagegen zeigt die stoffliche Verwertung eine kontinuierlich abnehmende Tendenz, sie verringerte sich von 55,5 Prozent der insgesamt entsorgten Klärschlammmenge im Jahr 2006 auf 27,8 Prozent im Jahr 2017.

(nach oben)


Keine multiresistenten Keime in rheinland-pfälzischen Badegewässern

Die Badegewässer in Rheinland-Pfalz sind anscheinend frei von multiresistenten Keimen. Dies geht zumindest aus einer Studie der Universitätsmedizin Mainz hervor. Untersucht haben die Wissenschaftler alle 69 rheinland-pfälzischen Badegewässer sowie ausgewählte Fließgewässer durch einmalige Stichproben im Zeitraum von Juni bis Oktober 2018. In keinem der untersuchten Badegewässer konnten multiresistente Keime gefunden werden. Dies gilt jedoch nicht für die Fließgewässer. In zwei Fließgewässern konnte die Universitätsmedizin Mainz multiresistente Keime nachweisen. Dies hatten die Forscher aber auch erwartet, da gereinigte Abwässer der Kläranlagen sowie bei Regen auch Abschläge aus der Kanalisation in die Fließgewässer gelangen können.

(nach oben)


Thüringen: 94,9 Prozent der Einwohner an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen

In Thüringen waren im Jahr 2016 rund 2 050 100 Einwohner an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen. Der Anschlussgrad der Einwohner an die öffentliche Kanalisation stieg von 93,5 Prozent 2013 auf 94,9 Prozent 2016, darunter an Abwasserbehandlungsanlagen von 75,8 Prozent auf 78,8 Prozent. Das öffentliche Kanalnetz in Thüringen hatte 2016 eine Gesamtlänge von 16 300 km. Damit hat sich die Länge des Kanalnetzes seit 1991 mehr als verdoppelt. Rein statistisch gesehen, kommen auf jeden angeschlossenen Einwohner rund 8 m Kanal. Die Entwässerung erfolgte überwiegend im Mischsystem mit 9566 km.
Der überwiegende Anteil der Kanäle ist an Abwasserbehandlungsanlagen angeschlossen. In 529 Kläranlagen wurden im Jahr 2016 etwas mehr als 169 Millionen m³ Abwasser geklärt, darunter 103,7 Millionen m³ Schmutzwasser sowie 39,2 Millionen m³ Fremdwasser. 501 Kläranlagen verfügten über eine biologische Behandlung.
Die Menge von unbehandeltem Schmutzwasser aus Haushalten und Gewerbe, die über öffentliche Kanäle direkt in ein Oberflächengewässer bzw. in den Untergrund eingeleitet wurde, betrug im Berichtszeitraum rund 11 Millionen m³. Darin enthalten ist eventuell auftretendes Fremdwasser.
Im Jahr 2016 gab es landesweit 1952 Regenentlastungsanlagen, die nach starken Regenfällen Abschwemmungen von befestigten Flächen zurückhalten und nach und nach an Kläranlagen abgeben. Das Beckenvolumen der Regenklär-, Regenüberlauf- und Regenrückhaltebecken betrug 1 014 500 m³.

(nach oben)


Rheinland-Pfalz: Erhöhte Förderung bei Phosphorreduktion

Rheinland-Pfalz setzt auf gezielte Förderungen, um die Phosphoreinträge in Bäche, Flüsse und Seen zu minimieren. Hierfür hat das Landesumweltministerium seine Fördermöglichkeiten für kommunale Kläranlagen erweitert: Bis 2020 können Städte und Gemeinden zu der bestehenden Förderung einen zusätzlichen Bonus von 20 Prozent für Maßnahmen einer weiteren Reduktion der Phos Kläranlagen erhalten. Voraussetzungen sind: Die Maßnahmen müssen schnell umgesetzt werden, der Nährstoffgehalt muss um mindestens 20 Prozent im Vergleich zu bisher gesenkt werden und die Anlagen müssen auf die Einhaltung von Mindestzielwerten ausgelegt sein. Von 2021 an bis Ende 2022 beträgt dieser zusätzlicher Bonus zehn Prozent.

(nach oben)


Fettberg in Kanalisation in Südengland entdeckt

„Ein unerwünschtes Weihnachtsgeschenk", so beschreibt das Wasserunternehmen South West Water, dessen Ver-und Entsorgungsgebiet Devon und Cornwall im Südwesten Englands sind, einen „Fettberg", der in einer Kanalisation in Sidmouth (rund 14 000 Einwohner) entdeckt wurde. Der Fettberg sei mit 64 Meter länger als sechs Doppeldecker-Busse und bestehe aus hart gewordenem Fett, Öl und Feuchttüchern. Der Fettberg sei rechtzeitig entdeckt worden, bevor es zu einer Blockade der betroffenen Kanalisation gekommen sei, so South West Water. Mit seiner Beseitigung soll am 4. Februar 2019 begonnen werden. Hierfür werden acht Wochen veranschlagt, soweit winterliche Regenfälle nicht zu einer Verzögerung führen. South West Water erinnerte bei dieser Gelegenheit daran, dass ausschließlich die „3Ps" in der Toilette weggespült werden dürfen. „3P" steht in angelsächsischen Teil der Erde für „pee, poo, paper", gelegentlich erweitert um ein viertes P: puke (Kotze).

(nach oben)


Bundesregierung: Keine Benachteiligung von Abwasserbetrieben durch Stromsteuer auf Klärgasverstromung

Der Bundesregierung ist „eine Benachteiligung von Abwasserbetrieben ... nicht ersichtlich", wenn die Verstromung von Klärgas nicht mehr der Befreiung von der Stromsteuer unterliegt. Das antwortete die Regierung auf eine Frage zum Thema „Stromsteuer auf Klärgasverstromung" von Abgeordneten des Bundestags (Bundestags-Drucksache 19/7404). Zur Begründung führt die Regierung an, zum Eigenverbrauch erzeugter Strom sei unabhängig von der Stromsteuer kostengünstiger als regulär aus dem Stromnetz zugekaufter Strom. Selbst kleine Klärgasanlagen mit einer elektrischen Nennleistung von nur 0,2 MW erreichten „Stromgestehungskosten von typisiert 6,96 Cent/kWh, während die Strombezugskosten aus dem Netz bei ca. 13 Cent/ kWh liegen würden." Die Regierung gehe daher davon aus, dass die geplant „zum 1. Juli 2019 erfolgende Besteuerung von selbst verbrauchten Strommengen [neu gefasster § 9 Absatz 1 Nummer 1 StromStG] die Stromerzeugungsanlagen weder unwirtschaftlich werden lässt, noch dass die Erreichung der Klimaschutzziele hiervon negativ beeinflusst wird." Und grundsätzlich fügt die Bundesregierung hinzu: „Steuerbefreiungen stellen Ausnahmen vom Grundsatz der Besteuerung dar. Steuerbefreiungen entfalten keinerlei Bestandsschutz."
Hintergrund der Frage der Abgeordneten an die Regierung war, dass die Generalzolldirektion (GZD) und Hauptzollämter (HZA) aktuell dazu übergehen, für große Generatoren (Nennleistung über 2 MW), die Stromsteuerfreiheit aufzuheben, obwohl sich die Gesetzeslage nach Auffassung der Fragesteller nicht geändert habe. Als Begründung für diese geänderte Auffassung wird von der GZD und von den HZA ein Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) angeführt (VII R 7/15). Der dem Urteil zugrundeliegende Fall sei jedoch nicht auf Kläranlagen übertragbar. Vielmehr würden hier Kläranlagen mit Umspannwerken verglichen. Im Ergebnis werde durch die neue Sichtweise der Generalzolldirektion und der Hauptzollämter regional nachhaltiges Handeln (Klärgasverstromung) zu Lasten der kommunalen Anteilseignerinnen und Anteilseigner und der Bürgerinnen und Bürger mit einer Steuer belegt, die ausschließlich dem Bund zu Gute komme.
 
(nach oben)


Neuer Referenzrahmen für die Bachelorstudiengänge im Bauwesen

Der Akkreditierungsverbund für Studiengänge des Bauwesens (ASBau) hat am 16. Januar 2019 seinen „Referenzrahmen für die Bachelorstudiengänge im Bauwesen" vorgestellt. Dieser enthält die von den ASBau-Mitgliedern gemeinsam erarbeiteten qualitativen und quantitativen Mindestanforderungen einer berufsbefähigenden Bauingenieurausbildung. Mitglieder des ASBau sind die wesentlichen Verbände und Kammern aus Bauplanung und -wirtschaft sowie Hochschulen und Universitäten.
Der Referenzrahmen soll einerseits Studierenden die Orientierung im Dschungel der inzwischen 272 angebotenen Bauingenieurstudiengänge erleichtern und andererseits Personalabteilungen und Geschäftsführern die Bewertung der Qualifikation von Absolventen erleichtern. Außerdem will der ASBau mit der Broschüre Fachgutachtern in Akkreditierungsverfahren Unterstützung und Orientierung geben, indem erstmalig in einer Ingenieurdisziplin definiert wird, welche Anforderungen an die Beruflichkeit der Absolventen gestellt werden.
Herzstück des Referenzrahmens, der auf den ASBau-Studienstandards für Bauingenieurstudiengänge von 2010 aufbaut und diese weiterentwickelt, ist daher die sogenannte Studiengangsmatrix, die ab sofort auch online zur Verfügung steht. Sie gibt Auskunft über Inhalt und Umfang der in einem Studiengang angebotenen und zu absolvierenden Module.
www.asbau.org
 
(nach oben)


Antibiotika in Gülle: Biogasanlage keine Barriere

Viele in der Tiermedizin verwendete Antibiotika, die über Urin und Kot in die Gülle gelangen, lassen sich in Biogasanlagen nicht beseitigen. Das ist das Ergebnis eines Projekts der Justus-Liebig-Universität Gießen, das die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fachlich und finanziell mit rund 343 800 Euro gefördert hat.
In Deutschland werden in der Tierhaltung tonnenweise Antibiotika eingesetzt. Ein Großteil davon gelangt über das Düngen landwirtschaftlicher Flächen mit Gülle ungefiltert in die Böden. Dort können sich Bakterien entwickeln, auf die die Arzneien keine Wirkung mehr haben - sogenannte resistente Keime. Da Gülle auch in Biogasanlagen verwendet wird, wurde geprüft, ob Antibiotika dort beseitigt werden können, um den Eintrag in die Umwelt zu verringern. Dieser Weg sei nach Darstellung der Projektbeteiligten für wichtige Verbindungen nicht möglich. 2017 wurden nach Angaben des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Deutschland 733 Tonnen Antibiotika an Tierärzte abgegeben, der Großteil davon werde in Nutztierställen eingesetzt.

(nach oben)


Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie

Die EU-Wasserrahmenrichtlinie hat sich nach Auffassung der Bundesregierung „als zentrales Instrument einer integrierten und flussgebietsbezogenen Gewässerbewirtschaftung" bewährt. Die Kenntnisse über die Belastung und den Zustand der Gewässer in Europa hätten sich erheblich verbessert, schreibt die Bundesregierung in einer Antwort (Bundestags-Drucksache 19/5812) auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen mit Verweis auf die Einschätzung der Europäischen Umweltagentur. Die Bundesregierung hebt zudem hervor, dass sich auch die Vergleichbarkeit der biologischen Bewertungsverfahren der EU-Mitgliedsstaaten inzwischen verbessert habe. Es bestünden aber weiterhin Unterschiede „bei der Anzahl der tatsächlich bewerteten biologischen Qualitätskomponenten", heißt es in der Antwort.
 
(nach oben)


Weltwassertag 2019: Niemanden zurücklassen

„Niemanden zurücklassen" (Leaving no one behind) lautet das Motto des Weltwassertags am 22. März 2019. Als die Agenda 2030 im Jahr 2015 von den Vereinten Nationen beschlossen wurde, hatten die Staaten und die Wasserwirtschaft die Vision einer Welt ohne Armut, Hunger und Krankheit, eine Welt, in der das Leben blühen kann und in der niemand zurückgelassen wird. In einer Zeit immenser globaler Herausforderungen - Armut, Ungleichheit, Naturkatastrophen, humanitäre Krisen und Flucht - fragt der Weltwassertag 2019, wieso Leute zurückgelassen wurden und wie der Zugang zu Wasser, Sanitärleistungen und nachhaltige Wasserwirtschaft Triebkräfte des Wandels sein können. „Wasser für alle" bedeutet auch, dass Alte, Behinderte, Randgruppen und arme Menschen ebenso Zugang zu sauberem Trinkwasser und einer hygienischen Entsorgung haben müssen, wie es die Teilziele 6.1 und 6.2 der Sustainable Development Goals vorgeben.

www.unwater.org/worldwaterday 

(nach oben)


Sechs Prozent mehr Verkehrsunfälle mit wassergefährdenden Stoffen

Im Jahr 2017 gab es 1973 Unfälle mit Eisenbahn-, Straßen-, Wasser- und Luftfahrzeugen, bei denen wassergefährdende Stoffe wie zum Beispiel Mineralölprodukte freigesetzt wurden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lag die Zahl der Unfälle um rund 6 % höher als 2016. Die freigesetzte Menge war mit rund 558 m3 jedoch um rund 23 % niedriger als im Jahr zuvor.

Bei rund 65 % der Verkehrsunfälle traten wassergefährdende Stoffe durch die Beschädigung der Betriebsstofftanks der beteiligten Fahrzeuge aus, zum Beispiel der Tanks für Diesel oder Benzin. Dabei liefen 179 m3 wassergefährdende Stoffe aus. Mehr als drei Viertel (77 %) dieser Menge konnten wiedergewonnen und anschließend genutzt oder ordnungsgemäß entsorgt werden.

Bei 29 % der Unfälle wurden ausschließlich Transportbehälter (zum Beispiel Tankcontainer, Mehrkammertanks, Gefäßbatterien) für wassergefährdende Stoffe beschädigt und rund 294 m3 freigesetzt. Knapp zwei Drittel (63 %) davon konnten wiedergewonnen werden.

Bei 6 % der Unfälle wurden sowohl Transportbehälter als auch Tanks für Betriebsstoffe beschädigt. Dabei traten rund 84 m3 wassergefährdende Stoffe aus. Die Rückgewinnungsquote betrug hier lediglich 19 %.

(nach oben)


Neues Ultraschallverfahren zum Klärschlammaufschluss

Ein neues Ultraschallverfahren soll es ermöglichen, die Inhaltsstoffe des Klärschlamms besser aufzuschließen und anschließend voneinander abzutrennen. Im BMBF-Verbundprojekt UltraSep soll das Verfahren unter Realbedingungen auf einer Kläranlage des Wupperverbands getestet und optimiert werden. Projektpartner sind die Aquattro GmbH (Halver), Fraunhofer UMSICHT und die Wupperverbandsgesellschaft für integrale Wasserwirtschaft. Im Mittelpunkt steht eine neuartige und patentierte Ultraschall-Kavitations-Einheit. Im Ergebnis soll das neue Verfahren cellulosereiche Fasern, ein nährstoffreiches Gel sowie eine leicht vergärbare Flüssigkeit liefern, die jeweils für weitere Nutzungen verwendet werden können. Insbesondere die Rückgewinnung von Phosphor spielt hierbei eine wichtige Rolle.
 
(nach oben)


Spatenstich für Klärschlammtrocknungsanlage Zolling

Die Bayernwerk Natur GmbH, der ENGIE Kraftwerk Zolling GmbH sowie der Freisinger Stadtwerke wollen am Kraftwerksstandort Zolling, nördlich von München im Ampertal, eine Klärschlammtrocknungsanlage bauen und betreiben. Der offizielle erste Spatenstich erfolgte am 18. Oktober 2018. Die Anlage ist für 150 000 t mechanisch entwässerten Klärschlamm genehmigt, der aus den umliegenden Gemeinden angeliefert wird. Die für den Betrieb erforderliche Wärme stammt aus Kraft-Wärme-Kopplung. Der getrocknete Klärschlamm wird direkt im Kraftwerk als Brennstoff genutzt. Die Trocknungsanlage ist, so die Projektpartner in einer Pressemitteilung, „optimal auf die Standortbedingungen abgestimmt."
 
(nach oben)


Bayern: Abwasser-Innovationspreis für wegweisende kommunale Projekte

Für wegweisende Projekte vor Ort wurden am 5. Dezember 2018 der Zweckverband Zentralkläranlage Ingolstadt, die Gemeinde Kalchreuth und der Abwasserverband Kempten mit dem Abwasser- Innnovationspreis des Bayerischen Umweltministeriums ausgezeichnet. Mit der Preisverleihung ist eine Zusage für eine finanzielle Förderung der Projekte in Höhe von insgesamt rund 1,6 Millionen Euro verbunden. Der Zweckverband Zentralkläranlage Ingolstadt und die Gemeinde Kalchreuth teilen sich den 1. Preis.

Der Zweckverband Zentralkläranlage Ingolstadt plant den Umbau einer bestehenden Anlage in ein Wirbelschwebebettverfahren zur gezielten Stickstoffentfernung. Diese Anlagentechnik wurde bisher noch nirgends eingebaut und kann Vorbild für weitere Kläranlagen werden. Dafür erhält der Zweckverband Fördermittel in Höhe von 720 000 Euro.

Die Gemeinde Kalchreuth will das Durchlaufbecken vergrößern und einen Retentionsbodenfilter einbauen. Das verbessert die Reinigung des ablaufenden Mischwassers und spart Platz, denn es werden keine zusätzlichen Flächen verbraucht. Das Umweltministerium unterstützt dieses Vorhaben mit 520 000 Euro.

Der Abwasserverband Kempten plant das Projekt „Vom Klärwerk zum Kraftwerk". Dahinter steckt ein innovatives Konzept zur Trocknung von Klärschlamm. Damit wird der Kraft-Wärme- Wirkungsgrad erhöht. Ziel ist es, die Kläranlage künftig energieautark zu betreiben. 360 000 Euro erhält der Zweckverband für diese zukunftsweisende Idee.

(nach oben)


Get-together der Jungen Wasserwirtschaft im ÖWAV

Am 28. November 2018 fand das 2. Get-together der „Jungen Wasserwirtschaft im ÖWAV" statt, welches mit über 60 jungen Kolleginnen und Kollegen aus der Branche wieder restlos ausgebucht war.

Die "Junge Wasserwirtschaft" stellte sich diesmal die Frage, wie man mit „Wasser in der Stadt" zu der Zufriedenheit aller Betroffenen und natürlich zum Schutz vor Umweltereignissen umgehen kann.
Nach Vorträgen von Dr. Severin Hohensinner (BOKU Wien), DI Stefan Ribitsch-Bilek (IG Bilek + Krischner GmbH) und DI Bernhard Pucher (BOKU Wien) wurde noch eifrig diskutiert. Moderiert wurde die Veranstaltung von DI Arabel Amann (TU Wien) und Lena Simperler (BOKU Wien).

Im Anschluss an die Veranstaltung fand ein geselliger Ausklang statt, mit der Möglichkeit, sich noch intensiver in die Diskussion zu vertiefen.

Mehr:
https://www.oewav.at/Page.aspx?target=327061

(nach oben)


Klärschlammverbrennung in Offenbach am Main genehmigt

Das Regierungspräsidium Darmstadt hat der Energieversorgung Offenbach AG (EVO) die Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb einer Anlage zur Verbrennung von kommunalem Klärschlamm erteilt. Damit darf das bestehende Müllheizkraftwerk in Offenbach am Main um zwei Verbrennungslinien mit einer jährlichen Kapazität von insgesamt 100 000 Tonnen Klärschlamm aus kommunalen Anlagen erweitert werden. Gleichzeitig genehmigte das Regierungspräsidium der EVO, die Durchsatzleistung der bestehenden Verbrennungslinien für Hausmüll und ähnliche gewerbliche Abfälle um 50 000 Tonnen im Jahr zu erhöhen. Hintergrund der Änderungen sind betrieblich verbesserte Möglichkeiten zur Nutzung der bestehenden Anlage sowie die Verschärfung von Regelungen im Abfall- und Düngerecht, die die Möglichkeiten für eine landwirtschaftliche Klärschlamm-Verwertung einschränken.
Die EVO hatte bereits im Juli 2018 mit geteilt, es werde geplant, mit dem Bau des Projekts mit einem Gesamtvolumen von mehr als 18 Millionen Euro im Jahr 2019 zu beginnen. Die Inbetriebnahme ist im Lauf des Jahres 2020 vorgesehen.
 
(nach oben)


Neuartige Sanitärsysteme (NASS) - Element einer wassersensiblen, ressourceneffizienten Stadt- und Quartiersentwicklung

Neuartige Sanitärsysteme (NASS) stellen Alternativen zu konventionellen Abwasserableitungs- und -behandlungskonzepten bei Neuerschließungen und im Bestand dar und bieten auch bei Sanierungsmaßnahmen für bestehende, über-oder unterlastete Systeme neue Lösungsansätze. Ihre übergeordnete Zielsetzung einer möglichst ressourceneffizienten Wasserinfrastruktur trägt bei zur Umsetzung aktueller nationaler und internationaler Ziele (vgl. Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie, Sustainable Development Goals). Die DWA hat das Thema schon vor über zehn Jahren in ihrer Regelwerksarbeit aufgegriffen und dazu verschiedene Veröffentlichungen publiziert (Arbeitsblatt DWA-A 272, Merkblatt DWA-M 277, Themenband „Neuartige Sanitärsysteme").

Die Umsetzung der Systeme beschränkt sich bislang aber überwiegend auf Forschungs- und Demonstrationsvorhaben. Im Rahmen eines Expertengesprächs sollen deshalb in der Praxis gesammelte Erfahrungen aus Planungs-und Umsetzungsprojekten für NASS diskutiert und ausgewertet werden, aber auch diskutiert werden, warum sich NASS bisher in der Planungs- und Umsetzungspraxis nicht als Alternative durchgesetzt haben. Insbesondere sollen fördernde und hemmende Faktoren herausgearbeitet und mögliche Lösungsansätze entwickelt werden. Dazu werden in das Expertengespräch mit Entsorgern, Planungsbüros, kommunalen Akteuren und Wohnungsbaugesellschaften wesentliche Akteure aus der Praxis eingebunden.

Die DWA-Arbeitsgruppe „Systemintegration" im DWA-Fachausschuss KA-1 „Neuartige Sanitärsysteme" bringt Fachleute zusammen, die in der Umsetzung neuartiger Sanitärsysteme in der Praxis Erfahrung haben und einen Beitrag leisten können, die fördernden und hemmenden Bedingungen zu beleuchten. Das Fachgespräch findet auf persönliche Einladung am 26. Februar 2019 in Kassel statt.

Weitere Informationen:
DWA-Bundesgeschäftsstelle Dr.-Ing. Christian Wilhelm E-Mail: wilhelm@dwa.de

(nach oben)


Neuer Lehrpreis für exzellente Lehre in den Ingenieurswissenschaften und der Informatik ausgeschrieben

Erstmals lobt der Stifterverband gemeinsam mit der Konferenz der Fachbereichstage (KFBT) den Ars Legendi-Fakultätenpreis für herausragende Lehre in Ingenieurwissenschaften und Informatik aus. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 15 000 Euro dotiert. Die Bewerbung um den Preis erfolgt in der Regel auf Vorschlag der Fakultäten und Fachbereiche oder der Fachschaften der Ingenieurwissenschaften und der Informatik. Eigenbewerbungen sind zulässig. Bewerbungsschluss ist der 8. Februar 2019.

https://www.stifterverband.org/ars-legendi-inginf
 
(nach oben)


Legionellen in Abwässern

Der Umgang mit Legionellen in Papier-und Brauereiwässern ist Gegenstand einer Antwort der Bundesregierung (Bundestags-Drucksache 19/5537) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke. Darin führt die Bundesregierung unter anderem ihre Erkenntnisse zum Umgang mit Abwässern aus bestimmten Industriezweigen in Nordrhein-Westfalen, Bremen und Bayern aus.
 
(nach oben)


Klärschlammtagung 2018

Am 15. und 16. November fand im Europacenter der Messe Wels die traditionelle „ÖWAV-Klärschlammtagung" statt. Die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung unter der Leitung von a.o.Univ.-Prof. DI Dr. Matthias Zessner war mit über 250 TeilnehmerInnen ausgezeichnet besucht.

Nach der Begrüßung durch den Präsidenten des ÖWAV, Herrn BR h.c. DI Roland Hohenauer, übernahm HR DI Gerhard Fenzl, ÖWAV-Vizepräsident und Leiter der Fachgruppe Abwassertechnik und Gewässerschutz im ÖWAV, den ersten Teil der Moderation.

Die Tagung unterteile sich in sechs Themenblöcke und startete mit einem Überblick über die nationalen und internationalen Entwicklungen. Dabei wurde unter anderem die Ressource Klärschlamm im Rahmen der Europäischen Düngemittelstrategie, aber auch die Klärschlammstrategie des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus erläutert.

In den nachfolgenden Themenblöcken „Klärschlammtrocknung", „Klärschlammqualität" und „Klärschlammverbrennung" wurden Wege der weiteren Behandlung aufgezeigt und diskutiert.
Am zweiten Tag der Veranstaltung präsentierten die Vortragenden Verfahren und Strategien zur Phosphor-Rückgewinnung und erläuterten im Zuge dessen auch Konzepte aus den beiden österreichischen Nachbarländern Deutschland und der Schweiz.

Am Freitag wurde außerdem das ÖWAV-ExpertInnenpapier „Kritische Ressource Phosphor" vorgestellt, welches in einer interdisziplinären Arbeitsgruppe in einem langen Prozess erstellt wurde. Das Papier soll einerseits die möglichen Verfahren zur Phosphor-Rückgewinnung, andererseits aber auch die Hinderungsgründe aufzeigen, weswegen diese nicht dementsprechend genutzt werden. Das ExpertInnenpapier ist auf der ÖWAV-Homepage unter https://www.oewav.at/Publikationen zum Download verfügbar.
Die Veranstaltung wurde von einer Vielzahl von Firmen zur Präsentation ihrer Produkte und Dienstleistungen genutzt, wodurch den TeilnehmerInnen ergänzende Informationen und Kontakte zur Verfügung gestellt werden konnten. Die Tagung wurde dadurch auch zur Diskussion und zum Erfahrungsaustausch unter KollegInnen aus den verschiedensten Bereichen der Abfall- und Abwasserwirtschaft genutzt.
Mehr:
https://www.oewav.at/Page.aspx?target=326480
 
(nach oben)


97 % der Bevölkerung an die öffentliche Kanalisation angeschlossen

Im Jahr 2016 waren in Deutschland gut 97 % der Bevölkerung und damit rund 80 Millionen Einwohnerinnen sowie Einwohner an die öffentliche Abwasserkanalisation angeschlossen. 25 Jahre zuvor (1991) waren es rund 90 % der Bevölkerung gewesen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurden im Jahr 2016 über die öffentliche Kanalisation rund 5 Milliarden Kubikmeter Schmutzwasser aus Haushalten und Kleingewerbe zur Abwasserbehandlung abgeleitet. Knapp 3 % der Bevölkerung leiteten ihr Schmutzwasser ohne öffentliche Kanalisation in Kleinkläranlagen oder abflusslose Gruben ein.

Die Gesamtlänge des in Deutschland betriebenen Abwasserkanalnetzes belief sich auf rund 594 000 Kilometer. Davon waren 133 000 Kilometer reine Regenwasserkanäle. Die übrigen 461 000 Kilometer des Kanalnetzes waren entweder Mischkanalisation, in der Schmutzwasser zusammen mit Niederschlagswasser in die Kläranlage eingeleitet wurde (247 000 Kilometer), oder reine Schmutzwasserkanäle (214 000 Kilometer).

Durchschnittlich waren 2016 bundesweit 174 Einwohner je Kilometer Misch-und Schmutzkanalisation angeschlossen. Dabei bestanden große regionale Unterschiede. In den Stadtstaaten waren aufgrund der dichten Besiedlung durchschnittlich 449 Einwohner an jedem Kilometer der öffentlichen Kanalisation angeschlossen, während es im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern im Durchschnitt 124 Einwohner je Kilometer waren.
 
(nach oben)


IKT: Neubau einer Starkregen- Prüfanlage in Gelsenkirchen

Das Gelsenkirchener IKT - Institut für Unterirdische Infrastruktur errichtet einen nach eigenen Angaben weltweit einmaligen Prüfstand für Starkregen und urbane Überflutungen. Das Vorhaben wird mit 9,18 Millionen Euro öffentlich gefördert: Die Fördermittel werden aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und zu 35 Prozent vom Land Nordrhein-Westfalen erbracht.

Ziel der Maßnahme ist, Überflutungen durch lokale Starkregen zu verhindern und Menschen und Gebäude schützen. Wegen der komplexen Verhältnisse, vor allem in den Innenstädten, lassen sich Lösungen nur sehr schwer allein am Computer erarbeiten. Daher hat das IKT einen neuen Prüfstand konzipiert, mit dem im Maßstab 1 : 1 realitätsnah simuliert wird, wie Regenwasser auf Straßen, Wohn- und Gewerbegebieten abfließt. Mit der neuen Einrichtung bilden IKT-Forscher ganze Straßenabschnitte nach, inklusive aller dazu gehöriger Einbauten wie Bordsteine, Rinnen, Gullys, Abwasserschächte und -leitungen sowie modernster Geräte zum Regenwasserrückhalt. Sogar Straßenneigungen bis zehn Prozent sind möglich.

Die Versuchsaufbauten werden Starkregenmassen von 1000 Liter pro Sekunde und Hektar ausgesetzt. Damit könnte man ein Bundesliga-Spielfeld in einer guten Viertelstunde knöcheltief unter Wasser setzen. Großflächige Überflutungen von Straßen und Plätzen werden darüber hinaus mit einem Wasserschwall von 250 Liter pro Sekunde simuliert. Damit ließen sich zwei Badewannen in einer Sekunde füllen.

Die Forschungsergebnisse des IKT werden Rückschlüsse zulassen für die künftige starkregensichere Gestaltung von Straßen, Geh- und Radwegen sowie Unterführungen. Ebenso wird erkennbar, wie man Gebäude besser schützt. Vor allem den Kommunen will das Institut praxisbezogene Erkenntnisse liefern, die vor Ort zielgerichtet eingesetzt werden können. Aber auch die Umweltverwaltung kann erkennen, welche technischen Vor schriften und rechtlichen Vorgaben sinnvoll sind und welche eventuell geändert werden müssen.

Die neue IKT-Prüfanlage wird auch über einen Steuer- und Regelstand verfügen, mit dem Messdaten und Videobilder der Versuche in Echtzeit visualisiert und über das Internet übertragen werden. Damit können Wissenschaftler weltweit die in Gelsenkirchen laufenden Versuche beobachten und kommentieren.

(nach oben)


Förderung für Projekte zur Schließung von Stoffkreisläufen

Die Koordinierung von Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten auf dem Gebiet der nachhaltigen Rohstoffversorgung im Rahmen einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft ist Ziel der Fördermaßnahme ERA-NET „ERA-MIN 2", eine gemeinsame Initiative von 21 Partnern aus 14 europäischen Ländern und Regionen sowie vier außereuropäischen Ländern. ERA-MIN 2 ermöglicht die Zusammenarbeit deutscher Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit akademischen sowie industriellen Partnern der beteiligten Länder in Forschungs- und Entwicklungsprojekten.
Gegenstand der Förderung sind Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Rahmen anwendungsorientierter vorwettbewerblicher Verbundprojekte, die sich die Optimierung von Produkt-und Stoffkreisläufen in industriellen Produktionsprozessen oder am Ende der Nutzungsdauer von Produkten zum Ziel setzen. Es wird ein Beitrag zur Erhöhung der Rohstoffeffizienz durch die Etablierung von Material- und Stoffkreisläufen gemäß dem Leitbild der Kreislaufwirtschaft erwartet. Dabei adressiert die Förderung die Optimierung von Produkt-und Stoffkreisläufen für nicht-energetische, abiotische Rohstoffe, das heißt Metalle, Bau- und Industrieminerale.

Die Förderung deutscher Partner beschränkt sich auf die Verarbeitung von Rohstoffen, im Zusammenhang mit der Herstellung bzw. Wiederaufarbeitung von Produkten sowie die Wiederverwendung und das Recycling nach dem Ende der Nutzungsdauer. Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Einrichtungen der Kommunen und Länder sowie Verbände und weitere gesellschaftliche Organisationen.

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt, bestehend aus Projektskizze und anschließendem förmlichen Förderantrag. In der ersten Verfahrensstufe sind bis spätestens 31. Januar 2019 englischsprachige Projektskizzen einzureichen.

https://www.bmbf.de/foerderungen/ bekanntmachung-2106.html

(nach oben)


Brandenburg: für Investitionen im Rahmen der ELER-Förderung zukünftig auch Kosten für Vergabe förderfähig

Für Investitionsvorhaben, die über den EU-Agrarfonds ELER gefördert werden, können auch finanzielle Unterstützungen für die Durchführung von Vergabeverfahren beantragt werden. Dies regelt ein Erlass der für Brandenburg und Berlin zuständigen ELER-Verwaltungsbehörde, die unter dem Dach des Brandenburger Agrar- und Umweltministeriums arbeitet. Von der neuen Regelung betroffen sind unter anderem die Förderrichtlinien „Verbesserung Hochwasserschutz" und „Landschaftswasserhaushalt/Gewässersanierung". Hier wird unter dem jeweiligen Richtlinienpunkt: „Art und Umfang, Höhe der Zuwendung" bei der Bemessung folgende Ergänzung aufgenommen: „Für investive Vorhaben sind Kosten für die Durchführung von Vergabeverfahren zuschussfähig."
Die entstandenen Kosten für das durchgeführte Vergabeverfahren können im Rahmen des Antragsverfahrens im Kostenplan beantragt werden. Diese sind zu den Bedingungen des Fördersatzes der jeweils geltenden Richtlinie förderfähig. Der Erlass gilt nicht rückwirkend.  

(nach oben)


Kooperation von Wupperverband und Currenta wird fortgesetzt

Der Chemieparkbetreiber Currenta und der Wupperverband verlängern vorzeitig ihre Kooperation bis 2031. Diese Verbindung besteht seit über 50 Jahren: Der Wupperverband und Currenta klären gemeinsam die Abwässer aus der chemischen Industrie und dem Bergischen Land. Nicht nur wirtschaftlich ist die Synergie von Wupperverband und Currenta ein Plus. Künftig werden die enthaltenen Schadstofffrachten noch besser abgebaut. Möglich macht das eine Millionen-Investition in die Optimierung und Erweiterung der Nachklärstufen: Das Projekt ONKL (Optimierung Nachklärkapazität Kläranlage Leverkusen) ist Teil der Kooperationsvereinbarung und schafft die Grundlage für einen dauerhaft sicheren Betrieb und weiterhin die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben während der vereinbarten Vertragslaufzeit.

Im Gemeinschaftsklärwerk Leverkusen werden die Betriebsabwässer aus dem Chempark zusammen mit den kommunalen Abwässer von bis zu 400 000 Einwohnern und Betrieben aus Leverkusen, Leichlingen, Burscheid sowie aus Teilen von Solingen und Bergisch Gladbach geklärt. Das Verhältnis dabei liegt bei rund 70 Prozent kommunaler und 30 Prozent Betriebsabwässer.

(nach oben)


Bertha-Benz-Preis 2019 ausgeschrieben

Gesucht werden Kandidatinnen für den Bertha-Benz-Preis 2019. Mit diesem Preis zeichnet die Daimler und Benz Stiftung jährlich eine Ingenieurwissenschaftlerin aus, die eine herausragende Promotion in Deutschland zur Doktor-Ingenieurin abgeschlossen hat. Der Preis ist mit 10 000 Euro dotiert. Stichtag für Nominierungen ist der 1. März 2019. Vorschlagsberechtigt sind die Leitungsgremien von Universitäten und selbstständigen Forschungsinstituten, eigene Bewerbungen sind nicht möglich. Nominierungen sind ausschließlich über das Online- Portal auf der Website der Stiftung möglich. Der Preis wird im Rahmen der Bertha-Benz-Vorlesung vergeben, die im Juli 2019 in Heidelberg stattfinden wird.

www.daimler-benz-stiftung.de

(nach oben)


Bewerbungsstart beim Deutschen Arbeitsschutzpreis 2019

Am 1. Dezember 2018 startete die Bewerbungsphase für den Deutschen Arbeitsschutzpreis 2019. Der Preis steht für eine branchenübergreifende Auszeichnung für vorbildliche technische, strategische, organisatorische und kulturelle Lösungen rund um Sicherheit und Geundheit bei der Arbeit. In fünf Kategorien werden 2019 vorbildlich entwickelte und gelebte Lösungen prämiert werden: Von weitreichenden Managementlösungen über kreative und innovative Lösun-gen auf Betriebsebene, von verhaltens-und verhältnisändernden Maßnahmen bis hin zu Maßnahmen, die Schutz, Si-cherheit und Gesundheit des Einzelnen betreffen. Ein Start-up-Betrieb wird mit einem zusätzlichen Stiftungspreis der Messe Düsseldorf ausgezeichnet. Interessierte können sich bis zum 1. März 2019 bewerben:

www.deutscher-arbeitsschutzpreis.de

(nach oben)