Klärwerk.info - Wegweiser

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A. Aktuelles

Hier finden Sie alle aktuellen Meldungen chronologisch geordnet. Suchen Sie frühere Meldungen, so sehen Sie in den Sachgebieten nach oder geben rechts oben einen Suchbegriff in das Suchen-Feld ein.

1)      Tägliche Meldungen

B. Forum

1)      Fragen und Antworten

Das Forum steht allen Nutzern zur Verfügung. Hier können Sie alle Beiträge lesen, selbst Beiträge erstellen oder auf Beiträge antworten

C. Fachwissen

Hier schreiben Praktiker für Praktiker. Haben Sie auch etwas Interessantes zu berichten, so schreiben Sie uns an Kontakt@Klaerwerk.info .

1)     Abwasserreinigung
2)      Energie- und E-Technik
3)      Kanal- und Entwässerung
4)      Maschinentechnik
5)      Labor
6)      Schlammbehandlung
7)      Gaserzeugung und BHKW
8)      Aus Bund Ländern und EU
         a) Vom Bund
         b) Aus der EU und aller Welt
         c) Aus den einzelnen Bundesländern (geordnet nach Bundesländer)
9)      Recht und Gesetze
         a) Beiträge zum Umweltgesetzbuch
         b) Beiträge zur Wasserrahmenrichtlinie (WWRL)
         c) Beiträge zum Erneuerbare Energien Gesetz (EEG)
10)    Neue Fachliteratur
         a) Neue Bücher
         b) CD/ DVD's
         c) Downloads
         d) Fachzeitschriften
         e) Lexika und Wörterbücher
11)  Tipps und Tricks

D. Berufliches

Der zweite Schwerpunkt von Klärwerk.info. Hier finden Sie alles für Arbeitnehmer und Vorgesetzte und was Sie persönlich angeht.

1)      Arbeitssicherheit
         a) Unfallverhütungsvorschriften- Regeln und Information
         b) Formulare und Erlaubnisscheine
         c) Gesetze und Verordnungen zur Arbeitssicherheit
         d) Umsetzung der Betriebssicherheitsverordnung
         e) Unterweisungshilfen
         f ) Hilfen zur Gefährdungsbeurteilung
         g) Ex-Schutz auf Kläranlagen
2)
      Tarif- und Arbeitsrecht
         a) Tarifrecht, Tarifvertrag, Gehaltsrechner und mehr
         b) Mitarbeitergespräche, Mitarbeiterbeurteilung
         c) Leistungsorientierte Bezahlung
         d) Tabelle TVöD (West)
         e) Arbeitszeugnisse
3)      Aus- und Weiterbildung
         a) Ansprechpartner
4)      Azubiseite
         a) Ausbildungshilfen für Ausbilder und "Azubis"
         b) Musterkläranlage
         c)  Prüfungsaufgaben
         d) Übungsaufgaben
         e) Informationen für Auszubildende
         f)  UT-Ausbildertreffen Fachkraft für Abwassertechnik
         g) Formeln, PSE und weitere Hilfen
5)      Meisterschüler
         a) Informationen für Meisterschüler
         b) Prüfungsaufgaben
6)        Offene Stellen

E. DWA-Infos

1)      Klärwerksnachbarschaften
         a) Kläranlagennachbarschaften in Bayern
         b) Kläranlagennachbarschaften in Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern
         c) Kläranlagennachbarschaften in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland
2)      DWA-Informationen
         a) DWA Arbeitsblätter
         b) KA-Betriebs-Infos
         c) Mitgliederrundbriefe aus den Landesverbänden
         d) Meldungen der DWA

F. Kläranlagen

1)      Links zu Kläranlagen und Abwasserverbänden
2)      Kläranlagen - Videos
3)      Meldungen von den Kläranlagen

G. Nützliches

1)      Wetter und Hochwasser
2)      Firmennachrichten
3)      Verbandsnachrichten        
4)      Nützliche Links
         a) Umweltschutzorganisationen
         b) Fachzeitschriften, Lexika und Wörterbücher
         c) Behörden
         d) Berufsverbände und Vereinigungen
         e) Fachinformationen
         f) Gesetze und Verordnungen
5)      Meldungen aus der Wissenschaft
6)      Meldungen aus aller Welt
7)      Allgemeine Meldungen und Berichte

H. Fortbildungsdatenbank

1)      Fortbildungen
2)      Fortbildungen in Österreich
3)      Fortbildungen in der Schweiz
4)      Messen und Tagungen

I. Produktsuche/ Lieferanten

J. Kontakt

1)      Impressum
2)      Über Uns
3)      Kontakt

22.07.2019 05:26

Klärwerk.info / DWA-Infos / DWA-Informationen / Meldungen der DWA

Meldungen der DWA

DWA Meldungen 2007  
DWA Meldungen 2008  
DWA Meldungen 2009  
DWA Meldungen 2010  
DWA Meldungen 2011
DWA Meldungen 2012  
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DWA Meldungen 2014
DWA Meldungen 2015
DWA Meldungen 2016  
DWA Meldungen 2017
DWA Meldungen 2018
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Juni 2019
Thüringer Wassergesetz vom Landtag verabschiedet  
Vergabeordnung wird geändert  
Aussteller für „Woche der Umwelt" gesucht  
Spatenstich für Ozonungsanlage auf der Kläranlage Tübingen  
TSM-Zertifikat in Landau überreicht  
Bayern: Komponente „Sturzfluten" im Hochwasserschutz- Aktionsprogramm  
Studie zu Rekommunalisierungen in Europa veröffentlicht  
Stockholmer Übereinkommen verbietet PFOA, PFOS und Dicofol  
Risikoanalyse zu Dürreszenario vorgelegt  
Ludwig-Bölkow-Technologiepreis 2016 ausgelobt  
Menschen und Umwelt - Kommunaler Umwelt-Kooperationspreis 
Nürnberg: Mephrec-Pilotanlage in Betrieb  
Nitrat: Schweineställe mit Kot und Urintrennung?  
Gründung der Kommunalen Nährstoffrückgewinnung Niedersachsen  
Niedersachsen: Nährstoffbericht 2018 vorgestellt - mehr Anstrengungen für den Wasserschutz nötig  
Anlage zur Beseitigung von Spurenstoffen im Klärwerk Mannheim eingeweiht  
Deutscher Ingenieurbaupreis 2016 für Sturmflutsperrwerk Greifswald-Wieck - Anerkennung für Klärschlammbehandlung in Linz-Unkel  
Leitfaden Kommunales Starkregenrisikomanagement  
Niedersachsen fördert Klimaschutz bei öffentlichen Abwasseranlagen  
Forschungsprojekt zu Szenarien einer zukunftsfähigen Klärschlammentsorgung 
IFWW-Förderpreis 2020 ausgeschrieben 
Für den Schutz von Flüssen, Seen und Grundwasser hält die Umweltministerkonferenz die Wirkung der derzeitigen Düngeverordnung für nicht ausreichend  
Recyclingdünger als Alternative zu konventionellen Düngemitteln - Vergleich der Ökobilanzen  
Richtfest auf den neuen Becken der Kläranlage Dresden-Kaditz  
Weniger Lachgas mit Comammox-Bakterien 
Rekommunalisierung nach CETA möglich 
Berlin: 200 Millionen Euro Investitionen für Klärwerk Schönerlinde 
Baubeginn für die erste großtechnische vierte Reinigungsstufe in Bayern  
Bundesweiter Wettbewerb „Abwasser 21" gestartet  
Eliminierung von Spurenstoffen durch nachhaltige Adsorbenzien  
Mai 2019
VKU-Innovationspreis für Simulationswerkzeug zur Kanalalterung verliehen  
Keine Stromsteuer auf selbsterzeugtes und verbrauchtes Klär- oder Deponiegas 
Neuer kostenfreier Simulator zur Visualisierung und Nachhaltigkeitsbewertung von Sanitärsystemen 
Bayern: Umweltministerium richtet neue Servicestelle ein  
Zayed Sustainability Prize ausgeschrieben 
Nitratmessstellen in Deutschland 
Mecklenburg-Vorpommern übernimmt Vorsitz bei der Zusammenarbeit zum Meeresschutz  
UV-Licht eliminiert Legionellen im Ablauf der Kläranlage Düren 
Bundesumweltministerium lobt Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt aus 
Nordrhein-Westfalen überprüft Grundwassermessnetz 
Gefahrenkarten und Handlungsempfehlungen zur besseren Vorsorge gegen Starkregen 
Europaweites Forschungsprojekt: Energielabel für Kläranlagen ermittelt  
Steigerung der Energieeffizienz bei der biologischen Abwasserreinigung bis zu 35 %  
Düngung: Sieben-Punkte-Programm zum Grundwasserschutz vorgelegt  
April 2019
Wasserwirtschaft fordert stärker ökologische Landwirtschaft - Nitrateinträge in die Umwelt sind zu hoch  
EU-Kommission bewertet Fortschritte bei Wasserqualität und Hochwasserrisikomanagement 
Junge Unternehmer: Gründungswettbewerb KUER.NRW startet 
Thüringer Umweltpreis 2019 ausgeschrieben 
TSM Abwasser für Kirchheimbolanden 
Phosphor und Fernwärme aus Klärschlamm  
Nitrat: EU-Kommission verklagt Griechenland vor dem Gerichtshof  
Niederkassel: Abwassergebühren steigen wegen Klärschlamm-Engpass 
Deutscher Nachhaltigkeitspreis: Deutschlands nachhaltigste Unternehmen und Kommunen gesucht  
Bau einer Pilotanlage zur Phosphorrückgewinnung in Mannheim  
EU-Kommission legt Mitteilung zu Arzneimitteln in der Umwelt vor - gesamten Lebenszyklus betrachten 
EU-Kommission veröffentlicht Bericht zum Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft  
Klärschlämme aus dem Süden Schleswig-Holsteins gehen künftig nach Hamburg 
Grundsteinlegung der Hamburger Phosphor-Recyclinganlage  
EEW führt Genehmigungsverfahren für Recyclinganlage kommunaler Klärschlämme fort  
Novellierung des Berufsbilds „Umwelttechnische Berufe" 
März 2019
EU-Kommission fordert 15 Mitgliedstaaten auf, die Vorschriften für die Vergabe von öffentlichen Aufträgen und Konzessionen einzuhalten 
Thüringen: Entwurf für novelliertes Vergabegesetz vorgelegt - soziale und ökologische Belange gestärkt  
Klimaaktive Kommunen gesucht 
Plattform zur effizienteren Bewertung von Umweltchemikalien 
Terminologie für die Verschmutzung durch Plastik veröffentlicht  
Baden-Württemberg: 7,5 Millionen Euro Förderung für Projekt zur Rückgewinnung von Phosphor  
Kosten der PFT-Verschmutzung der Gewässer um den US-Luftwaffenstützpunkt Spangdahlem  
Niedersachsen: Weniger Klärschlammausbringung in der Landwirtschaft  
Ständiger Ausschuss Klimawandel bei der LAWA 
Umweltbundesamt: Klärgas kann besser genutzt werden  
Förderung für internationale Partnerschaften für nachhaltige Innovationen  
Fallstudien zeigen Machbarkeit der Wasserwiederverwendung in der Landwirtschaft 
Bundesregierung legt EU-Kommission Maßnahmenkatalog zur Änderung der Düngeverordnung vor  
Umweltschutzausgaben belaufen sich auf 66,2 Milliarden Euro  
Februar 2019
Helmholtz International Research School zur Wasserforschung eingerichtet  
Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg ausgeschrieben 
Sächsischer Umweltpreis 2019 ausgelobt 
Smartes System soll Berliner Verkehr bei Überflutung umleiten  
Förderung für Forschung zu mineralischen Stoffkreisläufen  
RWE baut Kapazität zur Klärschlammentsorgung weiter aus 
Augmented Reality-App über William Lindley  
Wasserwirtschaft und Klimawandel: neuer Bund- Länder-Ausschuss erstmals zusammengetreten  
Thüringen: Klärschlamm wird überwiegend landschaftsbaulich verwertet  
Schleswig-Holstein: Mehr Kapazitäten zur Zwischenlagerung und Verbrennung von Klärschlamm  
70 Prozent des kommunalen Klärschlamms wurden 2017 verbrannt  
Bayern: 72 Prozent des Klärschlamms thermisch entsorgt 
Keine multiresistenten Keime in rheinland-pfälzischen Badegewässern  
Thüringen: 94,9 Prozent der Einwohner an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen  
Rheinland-Pfalz: Erhöhte Förderung bei Phosphorreduktion  
Fettberg in Kanalisation in Südengland entdeckt  
Bundesregierung: Keine Benachteiligung von Abwasserbetrieben durch Stromsteuer auf Klärgasverstromung 
Neuer Referenzrahmen für die Bachelorstudiengänge im Bauwesen  
Antibiotika in Gülle: Biogasanlage keine Barriere  
Januar 2019
Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie  
Weltwassertag 2019: Niemanden zurücklassen  
Sechs Prozent mehr Verkehrsunfälle mit wassergefährdenden Stoffen  
Neues Ultraschallverfahren zum Klärschlammaufschluss  
Spatenstich für Klärschlammtrocknungsanlage Zolling  
Bayern: Abwasser-Innovationspreis für wegweisende kommunale Projekte  
Get-together der Jungen Wasserwirtschaft im ÖWAV 
Klärschlammverbrennung in Offenbach am Main genehmigt  
Neuartige Sanitärsysteme (NASS) - Element einer wassersensiblen, ressourceneffizienten Stadt- und Quartiersentwicklung  
Neuer Lehrpreis für exzellente Lehre in den Ingenieurswissenschaften und der Informatik ausgeschrieben  
Legionellen in Abwässern  
Klärschlammtagung 2018 
97 % der Bevölkerung an die öffentliche Kanalisation angeschlossen  
IKT: Neubau einer Starkregen- Prüfanlage in Gelsenkirchen  
Förderung für Projekte zur Schließung von Stoffkreisläufen 
Brandenburg: für Investitionen im Rahmen der ELER-Förderung zukünftig auch Kosten für Vergabe förderfähig  
Kooperation von Wupperverband und Currenta wird fortgesetzt 
Bertha-Benz-Preis 2019 ausgeschrieben  
Bewerbungsstart beim Deutschen Arbeitsschutzpreis 2019  

 


Thüringer Wassergesetz vom Landtag verabschiedet

Der Thüringer Landtag hat am 10. Mai 2019 das „Gesetz zur Neuordnung des Thüringer Wasserwirtschaftsrechts" verabschiedet. Das Gesetz sieht unter anderem folgendeÄnderungen vor:
Noch immer weisen 80 Prozent der Thüringer Gewässer wegen Überdüngung zu hohe Nährstoffbelastungen auf. Damit weniger Düngemittel und Pestizide in die Gewässer gelangen, sollen sie durch Gewässerrandstreifen besser geschützt werden. Bundesweit einmalig ist das neue Optionsmodell für Gewässerrandstreifen, das außerorts Gewässerschutz und landwirtschaftliche Nutzung kombiniert. Der Landwirt kann zukünftig wählen, ob er 5 Meter am Gewässer dauerhaft begrünt oder einen mindestens 10-Meter- Streifen zwar als Ackerland nutzt, aber dort auf jeglichen Chemie- Einsatz verzichtet.
Mit 20 neuen Gewässerunterhaltungsverbänden soll, wie es in den Ländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt seit über 25 Jahren der Fall ist, das nötige Fachwissen für alle Fragen um die Gewässerunterhaltung und den Hochwasserschutz aufgebaut werden. Bundesweit einmalig ist, dass die Kosten der Gewässerunterhaltung vollständig aus dem Landeshaushalt finanziert werden. Ab 2020 stehen dafür voraussichtlich 15,5 Millionen Euro pro Jahr zur Finanzierung der Verbände zur Verfügung.
Bislang sind nur rund 80 Prozent der Thüringer Haushalte an eine zentrale Kläranlage angeschlossen. In den Haushaltsjahren 2018 und 2019 stellt das Thüringer Umweltministerium insgesamt zusätzlich rund 30 Millionen Euro für die Förderung der öffentlichen Abwasserentsorgung bereit. Insbesondere Bürgerinnen und Bürger im ländlichen Raum sollen mit dem neuen Gesetz vom Anschluss an zentrale Kläranlagen profitieren. Zukünftig sollen Abwässer aus Orten mit mehr als 200 Einwohnern durch die Abwasserzweckverbände zentral entsorgt werden.
Wegen der derzeit nicht absehbaren Risiken des Frackings für Menschen und Umwelt verhindern die Regelungen im Gesetzentwurf die im Bundesgesetz vorgesehenen Erprobungsbohrungen auf Thüringer Boden.
Neu geregelt wird auch der Umgang mit den 59 sogenannten herrenlosen Speichern in Thüringen. Diese sind vor 1990 entstanden und dienen überwiegend dem Bewässern von Ackerflächen. Der bauliche Zustand vieler Speicher ist mangelhaft. Hinzu kommen Sicherheitsrisiken, wenn die Wasserreservoirs große Starkregen-Mengen aufnehmen müssen. Zukünftig wird die Thüringer Fernwasserversorgung (TFW) Sanierung oder Abbruch der Speicher übernehmen. Zudem wird es faire Übernahmeangebote Übernahmeangebote an Kommunen oder Dritte wie Landwirte oder Anglerverbände geben. Sie können einen Speicher bei Interesse selbst übernehmen und bewirtschaften. Die übrigen Speicher werden durch die TFW Schritt für Schritt zurückgebaut.

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Vergabeordnung wird geändert

Die Bundesregierung hat die Verordnung zur Änderung der Vergabeverordnung und der Vergabeverordnung Verteidigung und Sicherheit (Bundestags-Drucksache 19/9477) vorgelegt. Neben zahlreichen redaktionellen Änderungen werden mit der Verordnung auch Änderungen im Bereich der Ausschreibungen für Bauleistungen umgesetzt. Die Bundesregierung erinnert in diesem Zusammenhang an den Auftrag des Koalitionsvertrags, in dieser Legislaturperiode zur weiteren Vereinheitlichung des Vergaberechts die Zusammenführung von Verfahrensregeln für die Vergabe von Liefer-und Dienstleistungen einerseits und von Bauleistungen andererseits in einer einheitlichen Vergabeverordnung zu prüfen. Der Entwurf der Regierung wurde dem Deutschen Bundestag zugeleitet mit der Bitte um Zustimmung.
 
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Aussteller für „Woche der Umwelt" gesucht

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier lädt am 9. und 10. Juni 2020 in seinen Berliner Amtssitz zur „Woche der Umwelt" ein, die in Kooperation mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zum sechsten Mal stattfindet. Rund 180 Unternehmen, Forschungsinstitute, Vereine und Verbände können während der zweitägigen Veranstaltung im Park von Schloss Bellevue ihre Arbeit präsentieren und mit ihren Umweltpround Ökologie erfolgreich zusammengebracht werden können. Eine Jury wird die Teilnehmer auswählen. Bis zum 31. Juli 2019 können sich interessierte Einrichtungen als Aussteller für die Umweltschau bewerben:

www.woche-der-umwelt.de
 
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Spatenstich für Ozonungsanlage auf der Kläranlage Tübingen

Tübingens Kläranlage soll als erst zweite Anlage in Baden-Württemberg eine Ozonungsanlage erhalten, mit der Spurenstoffe sowie teilweise auch Keime im Abwasser abgebaut werden können. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Boris Palmer hat Umweltminister Franz Untersteller am 8. Mai 2019 den Spatenstich für den Bau der Anlage vorgenommen. Das Umweltministerium fördert den Ausbau der Kläranlage mit insgesamt fast drei Millionen Euro, eingeschlossen ist dabei auch der Zuschuss für eine Flockungsfiltration. Die gesamten Investitionskosten belaufen sich auf voraussichtlich 13,8 Millionen Euro. Neben Tübingen sind auch die Gemeinden Ammerbuch und Rottenburg an dem Projekt beteiligt.
 
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TSM-Zertifikat in Landau überreicht

Nach fast zwei Jahren Vorbereitung hat der Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau (EWL) die freiwillige Prüfung seines technischen Sicherheitsmanagements (TSM) in der Sparte Abwasser erfolgreich abgelegt. Am 3. Juli 2016 überreichte Peter Lubenau, Vorsitzender des DWA-Landesverbands Hessen/Rheinland-Pfalz/ Saarland das Zertifikat an Bernhard Eck, Vorstand des EWL. „Die umfangreiche Prüfung hat ergeben, dass die Abwasserabteilung des EWL technisch, personell und organisatorisch sehr gut aufgestellt ist“, hatten die Prüfer bestätigt. Bundesweit gibt es rund 90 Abwasserbetriebe, die das TSM-Zertifikat führen. Bei einer zweitägigen Prüfung vor Ort hatten sich die Experten der DWA mit den Kollegen des EWL durch einen rund 250 Fragen umfassenden Katalog zur Qualifikation des Fachpersonals, zur Entscheidungs- und Handlungskompetenz der technischen Führungskräfte sowie zu internen Abstimmungsprozessen gearbeitet. Auf dem Prüfstand standen außerdem die technische Ausrüstung, die Unternehmensstruktur sowie die Organisation des Bereitschaftsdienstes der Kläranlage. Zu all diesen Punkten hatten die Mitarbeiter der EWL-Abwasserabteilung und auch der Verwaltung intensiv die internen Abläufe hinterfragt, optimiert und dokumentiert sowie die Zusammenarbeit mit externen Partnern geprüft und Schnittstellen geklärt. Besonders gewichtige Punkte waren die Betriebssicherheit der Kläranlage, deren Störungsmanagement und die Erstellung eines Gefahrstoffkatasters. „Wir arbeiten in der Daseinsvorsorge. Unsere Leistungen nutzt jeder Bürger, aber nur an wenigen Stellen werden wir sichtbar“, hielt der EWL-Vorstand fest. Umso wichtiger sei es, die Organisation und die Abläufe regelmäßig auf den Prüfstand zu stellen. Zudem gibt der Blick der externen Gutachter dem städtistädtischen Wirtschaftsbetrieb auch aus der juristischen Warte Sicherheit beim täglichen Handeln. Das Zertifikat gilt nun für fünf Jahre, dann steht ein Wiederholungsaudit an.  

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Bayern: Komponente „Sturzfluten“ im Hochwasserschutz- Aktionsprogramm

Das bayerische Kabinett hat auf einer Klausur in St. Quirin Anfang August 2016 Beschlüsse in den Bereichen Umwelt und Verbraucherschutz gefasst. Danach wird das Hochwasserschutz-Aktionsprogramm 2020plus (AP2020plus) um eine neue Komponente „Sturzfluten“ erweitert. Die Warnung vor Sturzfluten soll durch genauere Prognosen und Frühwarnungen verbessert werden. Daneben wird die Beratung der Gemeinden verstärkt. Auch soll die staatliche Förderung von kommunalen Hochwasserprojekten weiter ausgebaut werden. In den Jahren 2017 und 2018 sollen dafür Haushaltsmittel von 12 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Auch 30 neue Stellen zur Stärkung der Wasserwirtschaftsämter und des Landesamtes für Umwelt sind vorgesehen.

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Studie zu Rekommunalisierungen in Europa veröffentlicht

„700 Rekommunalisierungen in den letzten 20 Jahren zeigen, dass die Kommunen die Eigenerbringung wiederentdecken. Wenn auch die Europäische Union ihren Liberalisierungskurs unbeirrt fortsetzt. Doch die bisherigen Rückübertragungen zeigen: Die Kommunen sind oft leistungsfähiger und kostengünstiger als private Anbieter." So fasst die Österreichische Gesellschaft für Politikberatung und Politikentwicklung die Ergebnisse ihrer Studie zur Rekommunalisierung in Europa zusammen. Zum deutschen Wassersektor heißt es in der Studie: „In Deutschland lässt sich bei der Wasserversorgung bis dato keine derartige ‚Breite Bewegung hin zur Rekommunalisierung‘ wie im Energiesektor beobachten. Ausschlaggebend dafür ist, dass die Wasser-und Abwasserversorgung ohnehin primär in kommunaler Hand ist, also kein Bedarf für eine Rückführung besteht. Der deutsche Wassermarkt ist im internationalen Vergleich stark fragmentiert. Eine kleine Zahl großer Dienstleister steht einer großen Zahl kleiner Betriebe, die vorwiegend in dünn besiedelten Gebieten zu finden sind, gegenüber. 40 Prozent der Bevölkerung werden von Anbietern mit privater Beteiligung versorgt. Das ist ein Unterschied zur Abwasserentsorgung, wo nur 5 Prozent der Bevölkerung von Privaten versorgt werden."

Kostenloser Download der Studie:
www.gfa-news.de/gfa/webcode/20190426_001
 
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Stockholmer Übereinkommen verbietet PFOA, PFOS und Dicofol

Ein globales Verbot von drei problematischen Chemikalien bereitet die Vertragsstaatenkonferenz des Stockholmer Übereinkommens zum weltweiten Umgang mit schwer abbaubaren Chemikalien vor. So soll das in der EU bereits seit 2008 nicht mehr zugelassene Pflanzenschutzmittel Dicofol sowie die Industriechemikalien Perfluoroctansäure (PFOA) und Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) ab 2020 weltweit nicht mehr eingesetzt werden. Bei PFOA und PFOS wird es für einige Anwendungsbereiche Übergangsfristen bis 2025 geben.
PFOA wird bisher für Kunststoffe mit wasserabweisenden Eigenschaften verwendet. Künftig soll es nur noch wenige eng begrenzte Ausnahmen für Feuerlöschschäume, Berufstextilien für den Arbeits- und Gesundheitsschutz, medizinische Textilien und Membranen einiger Industrieverfahren, implantierbare medizinische Geräte, Filmbeschichtungen und zur Halbleiterherstellung geben. Diese Beschränkungen galten bisher auch schon für die EU und Deutschland. Neu ist jedoch, dass nun bis 2025 der Ausstieg erfolgen muss.
Für das schon länger in die POP-Liste (POP: persistent organic pollutants) des Übereinkommens enthaltene PFOS wurden fast alle noch erlaubten Ausnahmen gestrichen. Dieser Stoff darf nur noch in Feuerlöschschäumen und bei der Hartverchromung so verwendet werden, dass er nicht in die Umwelt gelangen kann. Er muss ebenfalls bis spätestens 2025 ersetzt sein.

Stockholm-Konvention und die Liste weltweite verbotener Stoffe:
http://www.pops.int

Strategischer Ansatz für ein Internationales Chemikalienmanagement SAICM:
http://www.saicm.org

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Risikoanalyse zu Dürreszenario vorgelegt

Die Bundesregierung hat den „Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2018" als Unterrichtung (Bundestags- Drucksache 19/9521) vorgelegt, die sich mit den Auswirkungen eines mehrjährigen Dürreszenarios für Deutschland befasst. Obgleich das untersuchte Szenarioeinen theoretischen und abstrahierten Ereignisverlauf beschreibe, hätten die Erfahrungen des Jahres 2018 deutlich gemacht, wie relevant eine Analyse eines solchen Szenarios auch für Deutschland geworden sei, heißt es in der Vorlage. Die realen Erfahrungen des vergangenen Jahres, das vielen als „Dürrejahr" im Gedächtnis bleiben werde, bestätigten, „dass eine Dürre ein durchaus realistisches Ereignis für Deutschland ist". Gleichzeitig sei es vor dem Hintergrund des Klimawandels „denkbar, dass Dürreereignisse in den nächsten Jahren und Jahrzehnten eine möglicherweise häufiger vorkommende Herausforderung für Deutschland darstellen könnten".
 
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Ludwig-Bölkow-Technologiepreis 2016 ausgelobt

Die Bewerbungsphase für den „Ludwig- Bölkow-Technologiepreis Mecklenburg- Vorpommern 2016“ ist gestartet. Mit dem Preis“ werden Unternehmen und wissenschaftlich ausgebildete Einzelpersonen oder auch Personengruppen von Forschungseinrichtungen ausgezeichnet, die sich um den erfolgreichen Transfer von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen aus Mecklenburg-Vorpommern in die wirtschaftliche Nutzung in Form von Produkten, Verfahren und technologischen Dienstleistungen besonders verdient gemacht haben. Insgesamt stehen 10 000 Euro als Preisgeld zur Verfügung. Ausgelobt wird der Preis vom Wirtschaftsministerium und der Industrieund Handelskammern des Landes Mecklenburg- Vorpommern. Die Preisträger werden am 14. November 2016 in Neubrandenburg ausgezeichnet.

www.boelkowpreis.de  

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Menschen und Umwelt – Kommunaler Umwelt-Kooperationspreis

Erfolgreiche Kooperationen mit kommunaler Beteiligung zum Schutz und zur Verbesserung der Umwelt stehen im Fokus des Wettbewerbes „Menschen und Umwelt“ der Stiftung IntEF-U.A.N. Beispiele für die Vielfalt der Kooperationsprojekte mit kommunalem Bezug im Umweltbereich sind u. a. langjährig zusammenarbeitende AGENDA-Gruppen oder umweltthemenbezogene Arbeitsgruppen, aber auch internationale Netzwerke zum Beispiel im Rahmen von Städtepartnerschaften, die vor Ort erfolgreich Projekte umgesetzt haben. Die ausgezeichneten Umweltkooperationsprojekte mit kommunaler Beteiligung werden zu einem gemeinsamen Essen mit dem Stiftungskuratorium eingeladen und sollen durch den Deutschen Städteund Gemeindebund und die Stiftung IntEF- U.A.N. veröffentlicht werden. Die Teilnahme am Wettbewerb ist bis zum 15. November 2016 möglich. Der Auslobungstext ist im Internet abrufbar:

www.intef-uan.de Das digitale Wettbewerbsformular kann per Mail angefordert werden: hoeniges@uan.de Dr.-Ing. Kathrin Flasche Tel. 05 11/3 02 85-58 E-Mail: flasche@uan.de

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Nürnberg: Mephrec-Pilotanlage in Betrieb

In Nürnberg hat am 25. Juli 2016 eine Pilotanlage zur Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm nach dem Mephrec-Verfahren den Betrieb aufgenommen. Diese Technologie findet damit erstmals in einer Großanlage Anwendung. Neben Vertretern der Stadt war der Parlamentarische Staatssekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), Stefan Müller, bei der symbolischen ersten Beschickung der Anlage anwesend. Grundlage der halbtechnischen Pilotanlage ist das Metallurgische Phosphorrecycling- Verfahren (Mephrec). Das Herzstück der Anlage ist ein Kupolofen, der üblicherweise zur Herstellung von Gusseisen aus Schrott und Roheisen verwendet wird. In ihm wird der Klärschlamm bei Temperaturen von bis zu 2000 °C eingeschmolzen. In dem vom BMBF mit 4,2 Millionen Euro geförderten Vorhaben arbeiten unter der Leitung der Klärschlammverwertung Nürnberg GmbH zwei Wirtschaftspartner sowie vier Forschungseinrichtungen zusammen. Die Pilotanlage ist Teil der BMBFFördermaßnahme „Zukunftsfähige Technologien und Konzepte für eine Energieeffiziente und Ressourcenschonende Wasserwirtschaft“ im BMBF-Rahmenprogramm „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA).

https://www.nuernberg.de/internet/ krn_mephrec  

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Nitrat: Schweineställe mit Kot und Urintrennung?

„Großschlachter Clemens Tönnies will dem Gülleproblem durch eine neue Generation von Schweineställen beikommen." Das berichtet das Handelsblatt am 16. April 2019. Tönnies' Unternehmen hat demnach Ställe entwickelt, in denen Kot und Urin getrennt werden. Gülle entstehe somit nicht. Wie Tönnies laut Handelsblatt vor dem Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten berichtet habe, könne der Kot der Tiere zur Energieerzeugung und die Rückstände als Blumenerde genutzt werden. Nur der Urin würde auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht. So soll ein Drittel weniger Nitrat in den Boden gelangen. Das Unternehmen habe bereits zehn Musterställe gebaut. Die Unternehmensgruppe Tönnies verarbeitete im Jahr 2018 nach eigenen Angaben 20,8 Millionen Schweine sowie 440 000 Rinder und setzte 6,65 Milliarden Euro um.
 
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Gründung der Kommunalen Nährstoffrückgewinnung Niedersachsen

Die Städte Barsinghausen, Celle, Göttingen, Hildesheim, Hameln, Langenhagen, Peine, Salzgitter und Verden bzw. deren Stadtentwässerungen haben am 26. März 2019 den Gesellschaftsvertrag ihrer gemeinsamen Klärschlammverwertungsgesellschaft „Kommunale Nährstoffrückgewinnung Niedersachsen (KNRN) GmbH" notariell beurkundet. Diese Klärschlammverwertungsgesellschaft wird als Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) gegründet und übernimmt die Verwertung des bei den Gesellschaftern anfallenden Klärschlamms sowie die gesetzlich geforderte Rückgewinnung von Nährstoffen, insbesondere Phosphor.
Gegenstand des Unternehmens ist die Verwertung von Klärschlämmen sowie Planung, Finanzierung, Bau, Betrieb und Unterhaltung der dafür notwendigen Einrichtungen. Insbesondere ist zur thermischen Verwertung der Klärschlämme der Bau einer Mono-Klärschlammverbrennungsanlage am Standort Hildesheim geplant. Die Gesellschafter verfolgen das Ziel, die Verbrennungsanlage sicher, effizient, ressourcenschonend und nachhaltig zu betreiben. Der Standort Hildesheim bietet durch die trimodale Anbindung an Straße, Bahngleis und Wasserweg großes Optimierungspotenzial im Hinblick auf den Transport und damit auf Vermeidung von Kohlendioxidemissionen. Weiterhin ist die direkte Anbindung an die Kläranlage der Stadt Hildesheim ein Standortvorteil.
Aktuell werden weitere Kommunen als Gesellschafter aufgenommen, die ihren Klärschlamm in die Gesellschaft einbringen. Das Hauptziel der Gesellschafter ist die langfristige Entsorgungssicherheit mit Kostentransparenz in der Klärschlammentsorgung.
 
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Niedersachsen: Nährstoffbericht 2018 vorgestellt - mehr Anstrengungen für den Wasserschutz nötig

„Es sind kleine Schritte, die wir erreicht haben. Wir bewegen uns aber in die richtige Richtung." So kommentierte Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast die Ergebnisse des Nährstoffberichts 2018. Die Bilanz: Der Nährstoffanfall aus Tierhaltung und Biogasanlagen ist leicht gesunken. Um eine Trendwende zu erreichen, soll volle Transparenz bei den Nährstoffströmen erzielt werden. Sieben Landkreise überschreiten im aktuellen Nährstoffbericht die Obergrenze für Stickstoff, sechs für Phosphat (voriger Bericht sieben).
„Wir müssen alle Anstrengungen für den Wasserschutz verstärken", betonte Otte-Kinast. Deshalb gelte es jetzt, ganz genau hinzuschauen und Problemfälle zu lokalisieren, um dort gezielt anzusetzen. Zur Ausweisung der nitrat- und phosphatsensiblen Gebiete erklärt die Landwirtschaftsministerin: „Wir haben die Teilwasserkörper bewertet, wo konsequenter Handlungsbedarf besteht. Zwischen den Ressorts Umwelt und Landwirtschaft wurde bereits eine erste Binnendifferenzierung für eine Kulisse von rund 38 Prozent der Landesfläche entwickelt".
Außerdem soll die vorgesehene Datenbank „ENNI" (Elektronische Nährstoffmeldungen Niedersachsen) ans Netz gehen, die die Düngebedarfsermittlungen und Nährstoffvergleiche flächendeckend erfasst. Zudem können die in ganz Niedersachsen bereits vorhandenen Daten der landwirtschaftlichen Betriebe bei ENNI zusammenfließen.
 
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Anlage zur Beseitigung von Spurenstoffen im Klärwerk Mannheim eingeweiht

Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller hat am 15. Juli 2016 die Pulveraktivkohleanlage im Klärwerk Mannheim eingeweiht. Die größte Anlage ihrer Art in Baden-Württemberg beseitigt Spurenstoffe wie Arzneimittel, Hormone oder Flammschutzmittel aus dem Abwasser. „Damit geht die Reinigungsleistung der Kläranlage nun deutlich Zugelasüber die bestehenden Mindestanforderungen hinaus“, betonte der Minister. Das Land habe die insgesamt zehn Millionen Euro kostende Maßnahme mit zwei Millionen Euro bezuschusst. „Ich wünsche mir, dass das Leuchtturmprojekt in Mannheim Vorbild für weitere Betreiber im Land sein wird“, sagte der Umweltminister. „Die Landesregierung unterstützt die Kommunen beim Bau dieser Anlagen mit einem Förderbonus in Höhe von 20 Prozent.“ Nach Stuttgart und Karlsruhe befindet sich in Mannheim die drittgrößte Kläranlage Baden-Württembergs. Insgesamt sind derzeit in Baden-Württemberg elf Anlagen zur Spurenstoffelimination in Betrieb. Drei weitere Anlagen sind im Bau, vier weitere in Planung.  

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Deutscher Ingenieurbaupreis 2016 für Sturmflutsperrwerk Greifswald-Wieck – Anerkennung für Klärschlammbehandlung in Linz-Unkel

Das Sturmflutsperrwerk in der Hansestadt Greifswald bekommt den ersten Deutschen Ingenieurbaupreis. Die Jury unter Vorsitz des Darmstädter Universitätsprofessors Carl-Alexander Graubner wählte das im Februar 2016 fertiggestellte Siegerprojekt aus 53 Einreichungen aus. Die Konzeptidee stammt von der Firma Hypro Paulu & Lettner Ingenieurgesellschaft mbH (hpl) aus Berlin. Bauherr ist das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg- Vorpommern. Der Deutsche Ingenieurbaupreis ist als Staatspreis der bedeutendste Preis für Bauingenieure in Deutschland. Die Juroren befanden, dass durch die gelungene Integration verschiedener Planungsbeteiligter eine außergewöhnlich innovative Lösung zum Hochwasserschutz der Menschen in Greifswald entwickelt wurde. Insgesamt wurden fünf Auszeichnungen mit jeweils 4000 Euro Preisgeld sowie fünf Anerkennungen mit je 2000 Euro vergeben. Eine Anerkennung ausgesprochen wird dem Projekt „Nachhaltige Klärschlammbehandlung und -verwertung auf der Kläranlage Linz-Unkel, Rheinland- Pfalz“, das von der Ingenieurgesellschaft Dr. Siekmann  Partner mbH (Thür) geplant wurde. Bauherr ist der Zweckverband Abwasserbeseitigung Linz-Unkel. 2011 wurde die Kläranlage Linz-Unkel von der bis dahin praktizierten Simultanstabilisierung durch den Bau einer zweistufigen Kompaktfau lungsanlage auf die Klärschlammfaulung umgestellt. Das dabei entstehende Klärgas wird seither in einer Mikrogasturbine zur Stromerzeugung mit Wärmerückgewinnung genutzt. Weiteres Ziel ist es, die organischen Stoffe aus dem Klärschlamm zu eliminieren und den Phosphor unter Einhaltung der Grenzwerte nach der Düngemittelverordnung in den Stoffkreislauf zurückzuführen. Hierzu errichtete der Zweckverband eine PYREG-Anlage, die erste in Deutschland. Der Klärschlamm wird dabei zunächst getrocknet und anschließend im PYREG-Reaktor erhitzt. Die überschüssige Abwärme wird zur Trocknung des Klärschlamms genutzt. Die kohlenstoffhaltige und phosphorreiche Asche kann zur Düngemittelproduktion eingesetzt werden, gleichzeitig werden die organischen Belastungen signifikant verringert. Der Deutsche Ingenieurbaupreis wurde in diesem Jahr erstmals in gemeinsamer Trägerschaft durch das Bundesbauministerium und die Bundesingenieurkammer ausgelobt. Der Preis soll künftig im Zweijahresrhythmus verliehen werden. Die Verleihung des Preises findet am 26. Oktober 2016 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin statt.

www.dingbp.de

www.gfa-news.de/gfa/webcode/20160713_001  

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Leitfaden Kommunales Starkregenrisikomanagement

Baden-Württemberg hat Mitte August einen neuen Leitfaden für „Kommunales Starkregenrisikomanagement in Baden- Württemberg“ veröffentlicht. Auf 83 Seiten stellt das Land mit dem Leitfaden den Kommunen ein einheitliches Verfahren zur Verfügung, um vom Starkregen ausgehende Gefahren und Risiken analysieren und so kommunale Starkregenkarten erstellen zu können. Auf dieser Grundlage können die Städte und Gemeinden Maßnahmen erarbeiten, die mögliche Schäden im Ernstfall vermeiden oder zumindest spürbar verringern. Das Land beschränkt die Unterstützung dabei nicht allein auf den Leitfaden. Kommunen, die sich mit dem Thema befassen und sich dabei auf den Leitfaden stützen, fördert die Landesregierung auch finanziell. Städte und Gemeinden können vom Land einen Zuschuss von 70 Prozent der Kosten erhalten, die für kommunale Starkregengefahrenkarten mit nachfolgender Risikoanalyse und darauf aufbauendem Handlungskonzept entstehen. Das Handlungskonzept enthält sowohl Maßnahmen zur Beratung der potenziell betroffenen Bürgerinnen und Bürger als auch zur kommunalen Flächenvorsorge und für das Krisenmanagement. Die hierin ebenfalls enthaltenen baulichen Maßnahmen, mit denen sich zum Beispiel das Wasser außerhalb von Ortschaften zurückhalten lässt oder die einen möglichst schadenfreien Abfluss innerhalb des Ortes ermöglichen, werden von der Landesregierung ebenfalls mit bis zu 70 Prozent gefördert. Download des Leitfadens:

www.gfa-news.de/gfa/webcode/20160812_002 

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Niedersachsen fördert Klimaschutz bei öffentlichen Abwasseranlagen

Niedersachsen wird im laufenden Jahr etwa 6,8 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für Energieeffizienzmaßnahmen bei öffentlichen Abwasseranlagen zur Verfügung stellen. Das teilte das Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz Mitte August mit. Bauliche Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Verbesserung der Energieeffizienz bei öffentlichen Abwasseranlagen werden in den Landkreisen Heidekreis, Celle, Cuxhaven, Grafschaft Bentheim, Oldenburg, Hildesheim, Nienburg (Weser), Northeim und Emsland gefördert.  

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Forschungsprojekt zu Szenarien einer zukunftsfähigen Klärschlammentsorgung

Um eine zukunftsfähige Klärschlammentsorgung geht es beim Forschungsprojekt „P-RückSÜD" der Hochschule Biberach (HBC), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Ulrike Zettl und Prof. Dr. iur. Gotthold Balensiefen, beide aus der Fakultät Bauingenieurwesen und Projektmanagement der HBC, wird dabei untersucht, wie die Entsorgungssicherheit der Klärschlämme zu vertretbaren Kosten langfristig sichergestellt und die gesetzlichen Anforderungen zur Phosphorrückgewinnung eingehalten werden können.
Nachdem Fachleute von 14 Kläranlagen und Behörden aus den Regionen Donau-Iller, Allgäu, Hochrhein-Bodensee und Bodensee mit Experten der HBC über die Zukunft der Klärschlammentsorgung diskutiert hatten, werden nun an der Hochschule und unter der Leitung von Ulrike Zettl mehrere Szenarien ausgearbeitet, wie die zukünftige Klärschlammentsorgung einschließlich der Phosphorrückgewinnung gestaltet werden kann. Dabei werden nicht nur technische Lösungen bewertet, sondern unter der Federführung von Gotthold Balensiefen genehmigungsrechtliche Aspekte beleuchtet und Wege zur interkommunalen Zusammenarbeit aufgezeigt. Der Jurist Balensiefen erinnert daran, dass die Restmüllentsorgung vor 20 Jahren vor ähnlichen Herausforderungen stand. „Heute zeigt sich, dass die regionalen Abfallverbrennungsanlagen in öffentlicher Hand eine gute Entscheidung waren".
 
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IFWW-Förderpreis 2020 ausgeschrieben

Das Institut zur Förderung der Wassergüte- und Wassermengenwirtschaft e. V. (IFWW) lobt auch für 2020 wieder einen Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses aus. Dabei werden Arbeiten ausgezeichnet, die sich mit innovativen Methoden oder Verfahren bzw. neuen Erkenntnissen in den Bereichen Trinkwasser, Grundwasser, Gewässerschutz, Flussgebietsmanagement, Abwasser und Abfall/Altlasten befassen. Der Förderpreis wird für zwei Kategorien ausgeschrieben: Promotionen sowie Diplom- oder Masterarbeiten. Die Bewerberinnen und Bewerber können die Arbeiten an Universitäten/ Hochschulen, Fachhochschulen oder anderen Forschungseinrichtungen in Deutschland angefertigt haben. Zugelassen sind auch Gemeinschaftsarbeiten. Die Arbeiten dürfen nicht älter als zwei Jahre sein und müssen abgeschlossen sein. Der Förderpreis ist mit insgesamt 4000 Euro dotiert und wird auf der 53. Essener Tagung (18. bis 20. März 2020, Messe Essen Ost) verliehen. Einsendeschluss für die Bewerbung ist der 30. September 2020. Die Bewerbungsunterlagen sind über das Internet und die IFWW-Geschäftsstelle zu beziehen:

IFWW, c/o Niersverband, Am Niersverband 10, 41747 Viersen E-Mail: wilfried.manheller@ifww-nrw.de
www.ifww-nrw.de

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Für den Schutz von Flüssen, Seen und Grundwasser hält die Umweltministerkonferenz die Wirkung der derzeitigen Düngeverordnung für nicht ausreichend

Über 90 Prozent der Oberflächengewässer verfehlten den guten ökologischen Zustand (nach Wasserrahmenrichtlinie), was auch in weiten Teilen auf die Belastung mit Nährstoffen zurückgeführt werden könne. Hauptursache sei der zu hohe Wirtschafts- und Mineraldüngereinsatz. Die Umweltministerkonferenz, die am 10. Mai 2019 in Hamburg zu Ende gegangen ist, fordert vor dem Hintergrund der drohenden EU-Vertragsstrafe den Bund nachdrücklich auf, die Düngeverordnung von 2017 umfassend und zügig anzupassen.
Außerdem sprach sich die Umweltministerkonferenz dafür aus, dass der Bund eine gezielte Förderung für klimafreundliches Bauen auflegen und ermöglichen soll.

www.umweltministerkonferenz.de/Dokumente-UMK-Dokumente.html

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Recyclingdünger als Alternative zu konventionellen Düngemitteln – Vergleich der Ökobilanzen

In einem Forschungsvorhaben hat das Umweltbundesamt Verfahren der Phosphorrückgewinnung aus Abwasser oder Klärschlamm mit der konventionellen Phosphatdüngemittelproduktion ökobilanziell verglichen, unter Berücksichtigung ökologischer, ökonomischer und rechtlicher Aspekte. Die Studie zeigt, so das UBA, dass die technische Rückgewinnung von Phosphor unter bestimmten Bedingungen ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll ist. Ziel des Vorhabens war der Vergleich der konventionellen Phosphatdüngemittelproduktion mit der Produktion von Recyclingdüngern aus Abwasser, Klärschlamm oder Klärschlammasche, um Auswirkungen auf die Umwelt abschätzen und einordnen zu können. Dabei sollten alle Aspekte vom Abbau des Er zes, über die Produktion bzw. Rückgewinnung bis hin zur Anwendung der Düngemittel berücksichtigt werden. Mit dem Vorhaben wurde erstmals eine detaillierte Datengrundlage zur Phosphorrückgewinnung aus Abwasser, Klärschlamm und Klärschlammasche sowie der konventionellen Produktion von Düngemitteln aus mineralischen Ressourcen geschaffen. Ökobilanz, Risikobewertung und Kostenschätzung zeigen, dass sowohl die Phosphorrückgewinnung als auch die konventionelle Düngemittelproduktion nicht pauschal beurteilt werden können. Die Betrachtung muss immer unter den gesetzten Rahmenbedingungen, den lokalen Randbedingungen und hinsichtlich der aktuellen gesetzlichen Regelungen erfolgen. Das Vorhaben gibt Hinweise darauf, wie wirtschaftlich eine flächendeckende Umsetzung des Phosphorrecyclings ist und welche Effekte es auf den Umwelt-und Ressourcenschutz hat. Verfahren mit geringeren Rückgewinnungsraten haben dabei den geringeren ökologischen Fußabdruck – und sind meist wirtschaftlicher. Download des UBA-Textes:
www.gfa-news.de/gfa/webcode/20190416_001

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Richtfest auf den neuen Becken der Kläranlage Dresden-Kaditz

Der Rohbau steht. Mit einem Richtfest auf den neuen Becken der biologischen Abwasserreinigung feiert die Stadtentwässerung Dresden die pünktliche Fertigstellung dieses wichtigen Bauabschnitts. Die beiden Umlaufschlaufenbecken haben eine Wassertiefe von 7,50 Metern und fassen jeweils 16 000 m³ Abwasser. Ebenfalls in Beton gegossen sind die zwei dazu gehörigen Umlaufverteiler mit einem Volumen von je 8000 m³ Wasser. Gegenwärtig wird geprüft, ob die Becken dicht sind. Im Frühjahr 2017 soll Abwasser darin fließen. Bis Ende dieses Jahres wird die Elektro- und Maschinenausrüstung installiert. Außerdem erhalten die beiden Umlaufschlaufenbecken jeweils 1100 Belüfter-Teller aus einer Gummimembran. In den kommenden Monaten werden die bisher genutzten „Altbecken“ (von 1991) abgerissen, mit dem Bau des zweiten Abschnitts des Umlaufverteilers begonnen und zahlreiche Leitungen verlegt. Inklusive Landschafts- und Straßenbau dauern die Bauarbeiten noch bis Mitte 2018. Bis dahin werden insgesamt 23 Millionen Euro investiert, um wie geplant das derzeitige Provisorium zur Stickstoffelemination in eine dauerhafte zukunftsfähige Lösung zu überführen.
 
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Weniger Lachgas mit Comammox-Bakterien

Die erst im Jahr 2015 entdeckten Comammox-Bakterien setzen viel weniger Lachgas frei als andere Stickstoffdünger-umsetzende Mikroben. Das hat ein internationales Forschungsteam unter Leitung von Holger Daims und Michael Wagner von der Universität Wien herausgefunden. Lachgas hat ein fast 300-mal höheres Treibhausgaspotenzial als Kohlendioxid. Diese Bakterien sind somit von großem Interesse für eine umweltverträglichere Landwirtschaft wie auch die Abwasserreinigung.

Comammox-Bakterien wandeln Ammonium ganz allein zu Nitrat um - andere Mikroben sind dazu auf Arbeitsteilung angewiesen, in der jeder Partner nur einen der zwei Schritte der Nitrifikation (Umwandlung von Ammonium über Nitrit zu Nitrat) durchführt. Selbst unter sauerstoffarmen Bedingungen erzeugen sie kein Lachgas. Lachgas entsteht nur durch chemische Reaktionen aus Hydroxylamin, einer Substanz, die Comammox-Bakterien in ihre Umgebung abgeben.
„Wenn es gelingt, gezielt das Wachstum von Comammox-Bakterien an Stelle der anderen Nitrifikanten zu fördern, lassen sich die Lachgas-Emissionen in Böden und Kläranlagen vielleicht vermindern. Aber dafür muss noch Forschungsarbeit geleistet werden.", so die Forscher der Universität Wien. Die Studie über Comammox-Bakterien wurde von den Wiener Wissenschaftlern gemeinsam mit Kooperationspartnern in Deutschland und Kanada durchgeführt.

Prof. Dipl.-Biol. Dr. Holger Daims
E-Mail: daims@microbial-ecology.net
Prof. Dipl.-Biol. Dr. Michael Wagner, E-Mail: wagner@microbial-ecology.net
Zentrum für Mikrobiologie und Umweltsystemwissenschaft der Universität Wien
 
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Rekommunalisierung nach CETA möglich

Auch nach Inkrafttreten des zwischen der Europäischen Union und Kanada vorgesehenen Freihandelsabkommens CETA bleiben Rekommunalisierungen in Deutschland möglich. Dies erklärt die Bundesregierung in ihrer Antwort (Bundestags- Drucksache 18/9193) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Wörtlich heißt es: „Deutschland hat keine Verpflichtung übernommen, die es verbietet, Privatisierungen zuvor öffentlich-rechtlicher Aufgaben und Vermögen wieder rückgängig zu machen und die betroffenen Aufgaben erneut in kommunale Trägerschaft zu übergeben.“ Wie die Bundesregierung weiter schreibt, habe sie darauf geachtet, „dass die EU und Deutschland im Rahmen von CETA den Spielraum behalten, Maßnahmen zur Gestaltung und Organisation der Daseinsvorsorge und zur Regulierung insbesondere in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Soziales, Umwelt (u. a. Wasser), Kultur und Medien aufrecht zu erhalten und auch zukünftig zu ergreifen“. Die Rücknahme von Liberalisierungen, die innerstaatlich vorgenommen worden seien, müsse insofern möglich sein. „CETA stellt diesen Spielraum sicher“, versichert die Bundesregierung.  

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Berlin: 200 Millionen Euro Investitionen für Klärwerk Schönerlinde

Rund 200 Millionen Euro wollen die Berliner Wasserbetriebe im Klärwerk Schönerlinde bis 2025 investieren. Erstes Vorhaben beim Ausbau des Klärwerks ist der Bau eines Mischwasserspeichers mit einem Volumen von 40 000 Kubikmetern. Er dient der Sicherung der Reinigungsergebnisse bei Starkregen. Ab 2020 wird das Werk, in dem die Abwässer von rund 750 000 Menschen aus Berlin und Brandenburg geklärt werden, mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe für Spurenstoffe ausgerüstet. Dabei handelt es sich nach Angaben der Berliner Wasserbetriebe um die erste Ozonierungsanlage in einer Kläranlage dieser Größe in Deutschland. In Schönerlinde entstehen außerdem eine Flockungsfiltration und eine Prozesswasserbehandlungsanlage zur weiteren Minimierung der Phosphor-und Stickstoffkonzentrationen. Außerdem entstehen zwei zusätzliche Blockheizkraftwerke, ein neuer Ablauf sowie eine Abluftbehandlung mit Bio- und Chemowäscher zur Geruchs- und Belastungsreduzierung. Die Grundlagen für die in Schönerlinde zur Anwendung kommende Spurenstoffentfernung hat das Unternehmen im Forschungsprojekt ASKURIS zusammen mit der TU Berlin selbst erforscht. Im Projekt AquaNES wird aktuell ebenfalls mit Wissenschaftspartnern untersucht, wie sich die Spurenstoffentfernung nach der Ozonierung noch effizienter verbessern lässt.

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Baubeginn für die erste großtechnische vierte Reinigungsstufe in Bayern

Die Kläranlage der Stadt Weißenburg in Bayern wird als erste Anlage in Bayern um eine vierte Reinigungsstufe erweitert. Das Bayerische Umweltministerium fördert das Vorhaben mit rund 2,3 Millionen Euro. Der erste Spatenstich ist für Anfang September geplant. Im Frühjahr 2017 soll die Anlage ihren Betrieb aufnehmen. Das Projekt wird durch eine umfassende wissenschaftliche Begleitung unterstützt, die der Freistaat Bayern finanziert. Dabei werden auch die Auswirkungen der verbesserten Reinigungsleistung auf Gewässer untersucht.  

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Bundesweiter Wettbewerb „Abwasser 21“ gestartet

Derzeit stehen die Abwasserinfrastruktursysteme insbesondere im ländlichen Raum aufgrund demografischer Veränderungen, des Klimawandels, aktueller Anforderungen an den Gewässerschutz und steigender Energiepreise vor erheblichen Herausforderungen. Um eine Abwasserbeseitigung langfristig zu vertretbaren Kosten, umwelt- und ressourcenschonend zu gewährleisten, sind frühzeitig neue Ansätze in das bestehende Abwasserbeseitigungskonzept zu intergieren. Flexibilität der zukünftigen Systeme steht dabei im Vordergrund, damit diese auch an eine von den gegenwärtigen Vorhersagen abweichende Situation angepasst werden können. Vor diesem Hintergrund hat die Kommunale Umwelt-AktioN UAN einen bundesweiten Wettbewerb gestartet. Ziel des Wettbewerbs ist es, zukunftsfähige Lösungsansätze für die Abwasserbeseitigung im ländlichen Raum zu finden. Diese sollten vor allem die stoffliche und energetische Nutzung der im Abwasser enthaltenen Ressourcen berücksichtigen und gute Ideen hinsichtlich innovativer Organisationsstrukturen beinhalten. Der bundesweite Wettbewerb richtet sich an Planer, Ingenieurbüros, Hochschulen (auch Studierende), Hersteller und Betreiber (Gemeinden, Verbände, Privatpersonen etc.).. Zudem haben die Preisträger die Möglichkeit, ihren Beitrag Kommunen, Vertretern aus Wissenschaft und Forschung, Ingenieurbüros, Hochschulen auf der Fachveranstaltung zu präsentieren. Eine im Anschluss an die Fachveranstaltung erstellte Internetplattform soll zudem dazu beitragen, neue innovative Techniken und Organisationskonzepte der Abwasserbeseitigung im ländlichen Raum zusammenzutragen sowie zu verbreiten und somit Kommunen und Firmen als Ideen- und Kontaktbörse dienen. Auch die Kommunalen Spitzenverbände Niedersachsens, der DWA-Landesverband Nord und das Norddeutsche Wasserzentrum e. V. als Kooperationspartner des Wettbewerbs werden ebenfalls mit dazu beitragen, die Siegerbeiträge zu verbreiten. Träger des Wettbewerbs ist die Kommunale Umwelt-AktioN U.A.N. mit finanzieller Unterstützung des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz.

Die Teilnahmeunterlagen können bei der Kommunalen Umwelt- AktioN U.A.N. als Geschäftsstelle des Wettbewerbs angefordert werden: E-Mail: panckow@uan.de Tel. 05 11/3 02 85-63 www.uan.de  

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Eliminierung von Spurenstoffen durch nachhaltige Adsorbenzien

Neue Adsorptionsmittel für die Eliminierung von Spurenstoffen in kommunalen Abwässern auf Basis nachwachsender Rohstoffe entwickeln Forscher der Fraunhofer-Gesellschaft. Das Projekt BioSorb wird gemeinsam getragen von Fraunhofer UMSICHT und dem Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM). Die neuen Adsorptionsmittel sollen deutlich ressourcenschonender und auch selektiver als herkömmliche Aktivkohle sein. Besonders proteinbasierte Materialien seien vielversprechende Biosorbenzien.
Dazu wird beim Fraunhofer UMSICHT zunächst ein Screening verschiedener proteinhaltiger Materialien durchgeführt. Die natürlich nachwachsenden Rohstoffe werden in ersten Adsorptionsversuchen in kleinem Maßstab auf ihre Eignung getestet. Erste Versuche zeigen, dass oftmals eine einfache chemische Behandlung - wie eine Kombination aus Säure- und Wärmebehandlung - die Adsorptionsfähigkeit deutlich verbessern kann. Anschließend werden im Rahmen einer groß angelegten Versuchsreihe vielversprechende Materialien auf ihre Wirksamkeit als Adsorbenz gegenüber Perfluorbutansulfonsäure (PFBS) geprüft.
Parallel zur Versuchsreihe erfolgt die Entwicklung eines numerischen Adsorptionsmodells. Das Fraunhofer ITWM nutzt dazu selbst entwickelte Simulationswerkzeuge. Dieses Vorgehen ermöglicht es, in Kombination mit hoher Rechnerkapazität und der Erfahrung mit Simulationsstudien die Adsorbenzien und insbesondere Effekte chemischer Behandlungen mit einer Multiskalensimulation virtuell zu bewerten. Basierend auf den Laborexperimenten und Erkenntnissen aus den Simulationen optimieren die Forscher daraufhin die Biosorbenzien. In einem nächsten Schritt werden sie in Wasser getestet, das aus dem Kläranlagenablauf in Wuppertal-Buchenhofen stammt.
 
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VKU-Innovationspreis für Simulationswerkzeug zur Kanalalterung verliehen

Die Berliner Wasserbetriebe und das Kompetenzzentrum Wasser Berlin haben ein Modellwerkzeug entwickelt, mit dem sich die Alterung von Abwasserkanälen simulieren lässt. Erstmals haben Forscher beider Häuser datenbasierte statistische Verfahren mit künstlicher Intelligenz verbunden. Mit dem Ergebnis lassen sich Investitionen deutlich genauer steuern. Dafür wurden sie am 11. März 2019 mit dem Innovationspreis des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) ausgezeichnet. Der Innovationspreis wird alle zwei Jahre für „herausragende Innovationen kommunaler Unternehmen" verliehen.
Das entwickelte Prognoseinstrument SEMA - ein Kürzel aus der englischen Übersetzung von Kanalalterungsmodell für Strategien des Asset-Managements - basiert auf mehr als 140 000 echten Berliner Datensätzen. Gefüttert mit Informationen über den Kanal selbst wie Alter, Material, Gefälle, Abwasser-und Bodentyp, der Verkehrsbelastung, der Nähe zu Bäumen und noch ein paar weiteren Einflussgrößen errechnet es sehr genau, wie sich der Zustand der einzelnen Kanäle im Netz in den kommenden Jahrzehnten entwickeln wird und welche Sanierungslängen erforderlich sind, damit es auch künftig ordentlich funktioniert. Damit geht es deutlich über bisherige statistische Modelle hinaus, die das Netz in seiner Gesamtheit und nicht im Detail betrachten.
Nach Mitteilung der Berliner Wasserbetriebe erreicht das Modell bei der Vorhersage auf Haltungsebene schon jetzt etwa 80 % der Genauigkeit einer Kamerainspektion und kann den Zustand sanierungsbedürftiger Haltungen in zwei von drei Fällen richtig prognostizieren.

www.bwb.de/de/23255.php
 
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Keine Stromsteuer auf selbsterzeugtes und verbrauchtes Klär- oder Deponiegas

Der Deutsche Bundestag hat das „Gesetz zur Neuregelung von Stromsteuerbefreiungen sowie zur Änderung energiesteuerrechtlicher Vorschriften" beschlossen. Stromsteuerbefreiungen sind damit so gestaltet, dass sie zum EU-Beihilferecht konform sind. Dezentrale Anlagen vor Ort, die Wirtschaft und Bürger im Umkreis von 4,5 Kilometern mit Strom versorgen, werden weder rückwirkend noch in Zukunft mit der Stromsteuer belastet.
Auch Anlagenbetreiber, die Strom aus ihrem Klär-oder Deponiegas erzeugen und selbst verbrauchen, werden - unabhängig von der Größe der Anlage - nicht mit der Stromsteuer belastet, so der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) in einer ersten Analyse. Der VKU weist jedoch darauf hin, dass die Anlagenbetreiber weiterhin einen hohen Verwaltungsaufwand haben. Entscheidend sei der Vollzug. Der VKU appelliert an die zuständige Zollverwaltung, das Gesetz praxisgerecht umzusetzen und auszulegen: Im eigenen Unternehmen müsse mindestens das gesamte Betriebsgelände als Ort der Erzeugung verstanden werden. Die Nachweispflicht der Betreiber, dass der Strom zeitgleich zur Erzeugung verbraucht wurde, müsse in einem Rahmen bleiben, der im Betriebsalltag machbar ist, heißt es seitens des VKU.
 
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Neuer kostenfreier Simulator zur Visualisierung und Nachhaltigkeitsbewertung von Sanitärsystemen

Als eines der Resultate eines von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Projekts ist der kostenfreie SAmpSONS-Simulator zur Visualisierung von Stoffströmen in neuen und alternativen Sanitärsystemen (NASS) und zu ihrer Bewertung gemäß verschiedener Nachhaltigkeitskriterien fertiggestellt worden. Er steht nun zum Download zur Verfügung. Der SAmpSONS-Simulator wurde gemeinsam mit den Projektpartnern (Björnsen Beratende Ingenieure - BCE, Technische Universität Berlin, Bauhaus-Universität Weimar und ifak) erarbeitet. Mit ihm lassen sich Stoffströme von Nährstoffen visualisieren und eine vereinfachte Bewertung entsprechend mehrerer ökologischer, ökonomischer und sozialer Kriterien der Nachhaltigkeit durchführen. Hiermit wird ein Beitrag zur Versachlichung der Diskussion zu NASS-Systemen sowie zu ihrer Grob-Vorplanung geleistet. Eine detaillierte dynamische Simulation von Abwassersystemen ist mit SAmpSONS jedoch nicht möglich.

https://www.ifak.eu/de/produkte/sampsons
 
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Bayern: Umweltministerium richtet neue Servicestelle ein

Kommunen in Bayern haben künftig einen direkten Draht ins Umweltministerium: Für ihre Fragen und Anliegen richtete das Ministerium zum 1. April 2019 eine neue Servicestelle für Kommunalfragen im Umwelt-und Verbraucherschutzbereich ein. Die neue Servicestelle soll es Kommunen ermöglichen, unter einer zentralen Kontaktadresse ihre offenen Fragen im Umwelt-und Verbraucherschutzbereich anzubringen. Von dort erfolgt dann eine gebündelte Beantwortung. Für kommunale Vertreter entfällt damit die Suche nach konkreten Ansprechpartnern in den jeweiligen Fachabteilungen des Ministeriums.

Tel. 089/92 14-0
E-Mail: kommunales@stmuv.bayern.de

Online-Kontaktformular:
https://www.stmuv.bayern.de/service/servicestelle/kommunen.htm
 
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Zayed Sustainability Prize ausgeschrieben

Der Nachhaltigkeitswettbewerb Zayed Sustainability Prize geht in die nächste Runde. Zum zweiten Mal steht die Ausschreibung Unternehmen und Organisationen in fünf Kategorien offen. Neben den Bereichen „Health" (Gesundheit), „Energy" (Energie), „Food" (Ernährung) und „Global Highschools" (Schulen) wird auch die bahnbrechendste Lösung in der Kategorie „Water" (Wasser) gesucht. Die Kategorie Energy richtet sich an Organisationen und Unternehmen, die Menschen mit dem Zugang zu Energie-und Energieeffizienz-Lösungen unterstützen. Für jede Kategorie steht ein Preisgeld von 600 000 US-Dollar zur Verfügung, das die Regierung von Abu Dhabi stiftet. Bis zum 30. Mai 2019 können sich mittelständische Unternehmen, Start-Ups, NGOs und weiterführende Schulen über die Bewerbungsplattform mit ihren Projekten bewerben:

www.zayedsustainabilityprize.com
 
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Nitratmessstellen in Deutschland

An zirka 18 Prozent der Messstellen des repräsentativen EUA-Messnetzes in Deutschland wird der Nitrat-Schwellenwert von 50 mg/l überschritten. Im sogenannten EU-Nitratmessnetz sind es 28 Prozent. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung (Bundestags-Drucksache 19/8835) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervor. Den Angaben zufolge sind rund 27 Prozent der 1200 deutschen Grundwasserkörper wegen der Nitrat-Schwellenwertüberschreitung in einem schlechten chemischen Zustand im Sinne der EU-Wasserrahmenrichtlinie.

www.gfa-news.de/gfa/webcode/20190412_006 

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Mecklenburg-Vorpommern übernimmt Vorsitz bei der Zusammenarbeit zum Meeresschutz

Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat am 1. April 2019 für zwei Jahre den Vorsitz in der Arbeitsgemeinschaft des Bundes und der Küstenländer zum Schutz der Nord-und Ostsee (BLANO) übernommen. Während der Vorsitzzeit Mecklenburg-Vorpommerns soll das gemeinsame deutsche Programm des Bundes und der Küstenländer zur Umwelt-Überwachung von Nord-und Ostsee aktualisiert und der EU-Kommission gemeldet werden. Darüber hinaus soll das Maßnahmenprogramm aus der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) überarbeitet werden.

https://www.meeresschutz.info/blano.html 

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UV-Licht eliminiert Legionellen im Ablauf der Kläranlage Düren

Der Wasserverband Eifel-Rur hat auf der Kläranlage Düren eine UV-Bestrahlungsanlage in Betrieb genommen. Diese ist am Ablauf der Kläranlage hinter der Flockungsfiltration angeordnet. Durch die Bestrahlung mit UV-Licht werden eventuell im Ablauf befindliche Legionellen und weitere Mikroorganismen weitestgehend eliminiert und damit der Unterlauf der Rur geschützt. Der Bau der Anlage war notwendig geworden, da gegen Ende des Jahres 2017 und im Jahr 2018 wiederholt erhöhte Legionellen-Konzentrationen im Ablauf der Kläranlage festgestellt worden waren, die teilweise deutlich oberhalb der nordrhein-westfälischen Warnwerte lagen. In diesem Zu sammenhang waren auch Nutzungseinschränkungen für das Wasser der Rur verfügt worden und Warnungen an Wassersportler und die Bevölkerung kommuniziert worden. Das Einatmen bestimmter Legionellen-Stämme über feinste Wassertröpfchen, sogenannte Aerosole, kann zu Lungenentzündung und unter ungünstigen Umständen auch zum Tod führen.
Das Vorkommen von Legionellen im Zulauf und auf der Kläranlage Düren ist im Wesentlichen den dortigen hohen Abwassertemperaturen und der hohen Fracht leicht abbaubarer Kohlenstoffverbindungen geschuldet, die optimale Bedingungen für Legionellen bieten. Obwohl für die Legionellen-Vorkommen ein konkreter Verursacher ermittelt werden konnte, der selbst entsprechende Gegenmaßnahmen ergriff, ist auch in Zukunft nicht ausgeschlossen, dass es immer wieder zu Legionellen-Belastungen kommen kann.
Die Errichtung der UV-Bestrahlungsanlage erfolgte in Abstimmung mit der Bezirksregierung Köln, die einen durchschnittlichen Wirkungsgrad der Anlage von 95 % vorgab. Die Anlage besteht aus 12 Einzelmodulen mit jeweils 32 UV-Strahlern, die den jeweiligen Filterzellen nachgeschaltet sind. Hierdurch wird sichergestellt, dass immer der volle Abfluss der Kläranlage Düren (bis zu 6000 m³/h) behandelt werden kann, aber umgekehrt auch nur die UV-Einheiten betrieben werden, die auch wirklich benötigt werden.
Die Anlage ging nach zehnmonatiger Planungs-und Bauzeit in Betrieb. Die Investitionskosten der Anlage belaufen sich auf 1,4 Millionen Euro.
 
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Bundesumweltministerium lobt Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt aus

Die Bewerbungsphase für den Deutschen Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU) ist gestartet. Mit insgesamt 175 000 Euro werden innovative klima-und umweltfreundliche Prozesse, Produkte und Dienstleistungen sowie Technologietransferlösungen für Schwellen-und Entwicklungsländer prämiert. Gesucht werden außerdem nachhaltige Lösungen für biologische Vielfalt und für den Sonderpreis „Digitaler Wandel". Bis zum 28. Juni 2019 können sich deutsche Unternehmen und Forschungseinrichtungen um den bereits zum siebten Mal ausgeschriebenen Preis bewerben.

Der Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU) ist eine Auszeichnung, die gemeinsam vom Bundesumweltministerium und dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) vergeben wird. Auf Grundlage einer wissenschaftlichen Bewertung des Fraunhofer-Instituts für System-und Innovationsforschung wählt eine Jury die innovativsten Projekte des Landes aus folgenden sieben Kategorien aus:
Prozessinnovationen für den Klimaschutz; Produkt-und Dienstleistungsinnovationen für den Klimaschutz; Umweltfreundliche Technologien; Umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen; Klima-und Umweltschutz-Technologietransfer in Entwicklungs-und Schwellenländer und in Staaten Osteuropas; Innovation und biologische Vielfalt; Nutzung des digitalen Wandels für klima-und umweltfreundliche Innovationen.
Die Gewinnerinnen und Gewinner werden im März 2020 geehrt. Jeder Gewinner erhält eine persönliche Auszeichnung und ein Preisgeld in Höhe von 25 000 Euro. Der IKU wird mit Mitteln aus der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesumweltministeriums gefördert. Bis zum 28. Juni 2019 können deutsche Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Einzelpersonen ihre Bewerbungen um den IKU 2020 einreichen.

www.iku-innovationspreis.de
 
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Nordrhein-Westfalen überprüft Grundwassermessnetz

Die Kontrolle der Grundwasserqualität erfolgt in Nordrhein-Westfalen über ein Netz von rund 1500 Messstellen. In Zusammenarbeit mit einem externen Gutachter führt das Landesumweltamt (LANUV) derzeit eine Qualitätskontrolle des Messnetzes durch. In einem ersten Schritt der Evaluation hatte das nordrhein-westfälische Umweltministerium rund 300 Messstellen überprüfen lassen, insbesondere jene, zu denen es Hinweise auf mögliche Mängel gab. Nach den bisherigen Untersuchungen ist festzuhalten, dass das Messnetz in Nordrhein-Westfalen belastbare und repräsentative Messergebnisse für die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) und der Grundwasserverordnung (GrwV) liefert. Eine modellgestützte Ermittlung der Stickstoffeinträge in das Grundwasser bestätigt dies. Dennoch gab beziehungsweise gibt es an etwa zehn Prozent der Messstellen Defizite. Diese reichen von nicht vollständigen Messstellenunterlagen oder fehlender Absicherung gegen Beschädigung, bis zu Einschränkungen der Beprobbarkeit. Diese Mängel wurden und werden behoben. Zudem wurden fehlerhafte Messstellen ausgesondert, sukzessive ersetzt oder saniert, um eine Fehlinterpretation zum Beispiel der Nitratwerte auszuschließen. Derzeit werden vor allem die Messstellen mit erster Priorität überprüft, die folgende Kriterien erfüllen: Nitratkonzentrationen über dem Grenzwert von 50 mg/L, Lage in einem mit Nitrat belasteten Grundwasserkörper, beeinflusst durch landwirtschaftliche Nutzung (Acker, Grünland). Insgesamt handelt es sich dabei im nächsten Schritt um rund 280 weitere Messstellen, die in Zusammenarbeit des LANUV mit einem externen Gutachter noch vor Inkrafttreten neuer düngerechtlicher Regelungen zu prüfen sind. Bei relevanten Mängeln werden betroffene Messstellen auch hier entweder ausgesondert oder sukzessive ersetzt und saniert. 

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Gefahrenkarten und Handlungsempfehlungen zur besseren Vorsorge gegen Starkregen

Das Saarland hat zur Unterstützung der Kommunen bei der Starkregenvorsorge Gefahrenkarten und Handlungsempfehlungen entwickelt. Hintergrund ist das Pilotprojekt „Starkregenvorsorgekonzepte" des Landesumweltministeriums. Dabei wurden exemplarisch drei kommunale Starkregenkonzepte mit unterschiedlichem Detaillierungsgrad erstellt. Auf dieser Grundlage wurden dann in einer vergleichenden Studie Handlungsempfehlungen für Kommunen zur Methodik bei der Erstellung von Starkregengefahrenkarten erarbeitet. Um die Maßnahmen im Hochwasser-und Starkregenmanagement besser lenken zu können, hat das Umweltministerium zudem eine Förderrichtlinie erarbeitet, die Mitte des Jahres verabschiedet werden soll. Der Fokus der Förderung liegt auf konzeptionellen Maßnahmen wie die Erstellung der kommunalen Hochwasser-/Starkregenvorsorgekonzepte sowie baulichen Maßnahmen, etwa der Schaffung von Rückhalteräumen. Außerdem soll die gesetzlich geforderte hochwassersichere Nachrüstung von Heizöltanks in Überschwemmungsgebieten durch Private gefördert werden. Ziel ist die Nachrüstung von 500 Öltanks pro Jahr, die Bagatellgrenze beträgt 1000 Euro.

Download der „Handlungsempfehlungen zur Erstellung der Starkregengefahrenkarten im Saarland":
https://www.saarland.de/246712.htm
 
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Europaweites Forschungsprojekt: Energielabel für Kläranlagen ermittelt

Eine standardisierte Methode zur Beurteilung und Verbesserung der Energieeffizienz von Kläranlagen haben neun Hochschulen und Unternehmen aus Spanien, Deutschland, Italien und Großbritannien im Forschungsprojekt ENERWATER entwickelt. Kläranlagenbetreiber sollen damit beurteilen können, an welchen Stellen des Aufbereitungsprozesses in ihren Anlagen Energie eingespart werden könnte. Aus Deutschland haben sich die TH Köln und der Aggerverband an dem Vorhaben beteiligt. Um den Strombedarf der verschiedenen Abschnitte einer Kläranlage zu erfassen, haben die Projektpartner ein Messsystem mit kostengünstigen Sensoren entwickelt, das mit relativ geringem Aufwand installiert werden kann. Für manche Messbereiche müssen zusätzlich manuell Proben entnommen werden. Dieses System testeten die Forscherinnen und Forscher an 50 Kläranlagen aus ganz Europa.
Die gesammelten Daten geben Aufschluss über den Ist-Zustand der Anlage. Um im Sinn eines Benchmarkings beurteilen zu können, ob der gemessene Energieverbrauch in einem bestimmten Bereich der Anlage gut oder schlecht ist, wurden außerdem die historischen Daten von über 400 Kläranlagen aus ganz Europa gesammelt und aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse hinzugezogen. So entstand ein projekteigenes Energielabel, das die Verbräuche in Stufen von A (sehr gut) bis G (schlecht) einteilt. Dabei werden sowohl die einzelnen Abschnitte der Anlage als auch die Kläranlage als Ganzes bewertet.

Interessierte Unternehmen können die Anleitungen zur Installation und die Forschungsergebnisse kostenlos beziehen und Kontakt zum Projektteam aufnehmen:
www.enerwater.eu
 
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Steigerung der Energieeffizienz bei der biologischen Abwasserreinigung bis zu 35 %

Ein Einsparpotenzial von ca. 23 % wurde in dem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Projekt LEOBEL in simulativen Optimierungen des Anlagenbetriebs auf Basis der Kläranlage Schwerte des Ruhrverbands mit einem neuen Simulationswerkzeug aufgedeckt. Testmodule mikroperforierter Begaser zeigten im direkten Vergleich zu Standardmembranbelüftern an einer halbtechnischen Versuchsanlage ein Energieeinsparpotenzial von 20 %. In Kombination ergibt sich eine mögliche Leistungssteigerung der Belüftung um 35 %. Zusätzliche Steigerungen der Sauerstoffeintragseffizienz wurden durch lineare Anordnung der Austrittsöffnungen am Begaser und gepulste Belüftungsregime identifiziert.
In dem vom Umweltministerium Nordrhein-Westfalen geförderten Projekt SEBAK wurde ein Edelstahlbegaserkonzept entwickelt. Videometrische Untersuchungen des Konzepts zeigen feinste Luftblasen mit effektiv 1,5 mm Durchmesser. Vergleiche von Edelstahlbegasermodulen mit konventionellen Membranbelüftern im Technikum zeigen sehr hohe Sauerstoffzufuhr-Werte. Für Edelstahlbegaser mit 70 μm Lochöffnungen wurde trotz geringfügig höherem Druckverlust ein um 20 % höherer Sauerstoffertrag sowie eine um 13 % höhere spezifische Reinigungsleistung ermittelt.

Ansprechpartner:
Experimente/Messtechnik E-Mail: S.Reinecke@hzdr.de
Strömungssimulation E-Mail: Ann.Hoeffmann@tu-dortmund.de
Begaser-Mail: Martin.Stachowske@iweb-info.de

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Düngung: Sieben-Punkte-Programm zum Grundwasserschutz vorgelegt

In einem gemeinsamen Papier haben die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, und die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur-und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Ursula Heinen- Esser, sieben konkrete Vorschläge vorgelegt zur Unterstützung der Bauernfamilien bei der Bewältigung weiterer Vorgaben zur Düngung. Gleichzeitig bekräftigen die Ministerinnen ihren Einsatz für sauberes Grundwasser, insbesondere in stark belasteten Gebieten. Die beiden Ministerinnen betonen, dass zudem eine klare Perspektive nötig sei: „Wir setzen hier vor allem auf eine verbesserte Gülleaufbereitung. Noch stärker als bisher gilt es, in Nährstoffkreisläufen zu denken, um Wirtschaftsdünger umweltverträglich und zugleich wirtschaftlich zu nutzen. Indem wir Nährstoffe aus Gülle, Mist und Ernterückständen speicher-und transportfähig machen, können wir sie überregional verwerten und gezielt einsetzen. Dadurch könnte auch der Einsatz von Mineraldünger drastisch reduziert werden."

www.gfa-news.de/gfa/webcode/20190403_002

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Wasserwirtschaft fordert stärker ökologische Landwirtschaft - Nitrateinträge in die Umwelt sind zu hoch

„Wir brauchen eine Landwirtschaft, die sich stärker ökologisch verantwortlich fühlt. Hier muss es einen großen Wurf geben, kleine Nachschärfungen der rechtlichen Regelungen führen nicht weiter." Das sagt der Präsident der DWA, Prof. Dr. Uli Paetzel, zur derzeitigen Debatte um eine abermalige Änderung der Düngeverordnung.
Das gegen Deutschland durch die EU-Kommission angestrengte Vertragsverletzungsverfahren wegen hoher Nitrateinträge in die Umwelt, konkret die mangelhafte Umsetzung der EG-Nitratrichtlinie, führte im Juni 2018 zu einer Verurteilung Deutschlands durch den Europäischen Gerichtshof. Die Klage bezieht sich zwar auf eine frühere Version der Düngeverordnung, die die EG-Nitratrichtlinie umsetzen soll, aber auch die Überarbeitung der Verordnung im Jahr 2017 reicht nach Überzeugung der EU-Kommission nicht aus, um das Grundwasser vor überhöhten Nitrateinträgen zu schützen. Auch die Wasserwirtschaft fordert hier weitere Verschärfungen. Hierzu Paetzel: „Die Novellierung des Düngerechts im Jahr 2017 ist unter anderem wegen zahlreicher Ausnahmemöglichkeiten und wenig anspruchsvoller Bilanzüberschussgrenzen nicht ausreichend. Die Verurteilung Deutschlands im Jahr 2018 durch den Gerichtshof erzwingt deutliche Nachbesserungen."
Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) muss nun verhindern, dass weitere Verurteilungen drohen bzw. hohe Strafzahlungen verhängt werden, und hatte verschiedene Nachbesserungen, wie die Streichung des von der Wasserwirtschaft wegen der Gefahr des „Schönrechnens" kritisierten Nährstoffvergleichs vorgeschlagen. (Der Nährstoffvergleich ist der Vergleich von Nährstoffzufuhr und Nährstoffabfuhr auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen eines Betriebs.) Die von der DWA seit langem geforderte Stoffstrombilanz als Brutto-Hoftorbilanz scheint für das BMEL dagegen keine Option, obwohl die aktuellen Überlegungen dazu führen würden, dass die Mehrheit der Betriebe nun gar keine Bilanz mehr erstellen müsste. Vielmehr sollen nach den Plänen des Bundeslandwirtschaftsministeriums unter anderem die Nährstoffbedarfe um bis zu 20 Prozent reduziert werden, die der Landwirt nicht überschreiten darf. Dadurch käme der Düngeplanung bzw. der Düngebedarfsermittlung eine deutlich höhere Bedeutung zu. Nach Auffassung der DWA besteht noch erheblicher Klärungsbedarf. Die Vorschläge des Ministeriums sind nur dann geeignet, zur Problemlösung beizutragen, wenn sie auch durch ein sachgerechtes Kontrollsystem begleitet werden. Es ist abzuwarten, welche konkrete Ausgestaltung der dringend notwendige neue Entwurf der Düngeverordnung haben wird. Die DWA fordert weiterhin, eine Stoffstrombilanz obligatorisch vorzusehen, was fachlich sinnvoller wäre. Auch sollte die maximale Düngung von derzeit 170 kg Stickstoff pro Hektar aus organischen Düngern reduziert werden auf 130 kg Stickstoff pro Hektar, jeweils pro Jahr.
Generell fordern die DWA und ihr Präsident Uli Paetzel: „Die Politik muss sicherstellen, dass künftig keine landwirtschaftlichen Maßnahmen mehr aus öffentlichen Mitteln gefördert werden, die nicht in Einklang mit den Vorgaben des Gewässerschutzes stehen. Hier brauchen wir auch im Hinblick auf die Gemeinsame Agrarpolitik der EU ein grundsätzliches Umdenken."

Hierzu gibt es auch ein Interview von Uli Paetzel mit Deutschlandfunk Nova:
https://www.deutschlandfunknova.de/ beitrag/eu-duengeverordnung-angst-vor-dem-guelle-tourismus
 
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EU-Kommission bewertet Fortschritte bei Wasserqualität und Hochwasserrisikomanagement

Die meisten der 130 000 europäischen Gewässer entsprechen nicht den hohen Standards, die das EU-Recht verlangt. Das geht aus einem Bericht der EU-Kommission vom 26. Februar 2019 hervor. Die Kommission hat an dem Tag ihre Bewertung der Umsetzung des EU-Wasserrechts durch die Mitgliedstaaten veröffentlicht. Der halbjährliche Umsetzungsbericht bewertet die Bewirtschaftungspläne der Mitgliedstaaten und die Pläne für das Hochwasserrisikomanagement für den Zeitraum 2015 bis 2021. Der jüngste Sechsjahresbericht zeigt einen deutlich positiven Trend, aber es bedarf noch Verbesserungen, um die vereinbarten Qualitätsstandards termingerecht zu erfüllen.
Die Ergebnisse beinhalten erhebliche Verbesserungen bei der Kenntnis und Berichterstattung über die Wasserrahmenrichtlinie im Vergleich zum vorherigen Berichtszyklus. Weiter werden die Bewirtschaftungspläne der Mitgliedstaaten für die Einzugsgebiete, die von 2015 bis 2021 laufen, bewertet. Der Bericht zeigt, dass sich die Wasserqualität in Europa dank der Behandlung von kommunalem Abwasser, der geringeren Verschmutzung durch die Landwirtschaft und einer größeren Anzahl von Flüssen und Seen, die in einen natürlicheren Zustand zurückkehren, langsam verbessert. In der gesamten EU gibt es jedoch nach wie vor Probleme mit chemischer Verschmutzung und übermäßiger Wasserentnahme, die den natürlichen Flussfluss in Flüsse behindern, mit negativen Folgen für die Wasserqualität.
Die Einhaltung der Ziele der Wasserrahmenrichtlinie verbessert sich allmählich. Obwohl in einer Reihe von Mitgliedstaaten die richtigen politischen Maßnahmen ergriffen und eine Reihe von Investitionen getätigt wurden, wird die Verbesserung der Wasserqualität in vielen Flussgebieten noch einige Zeit dauern. Während eine große Mehrheit der Grundwasserkörper einen guten Zustand erreicht hat, befinden sich weniger als die Hälfte der Oberflächenwasserkörper in einem guten Zustand. Verschiedene EU-Mittel werden diese Umsetzungsbemühungen weiterhin unterstützen.
Für die Hochwasserrichtlinie wurden sehr wichtige Schritte unternommen. Der aktuelle Bericht, der sich auf den ersten Zyklus der Pläne für das Hochwasserrisikomanagement konzentriert, bestätigt, dass alle Mitgliedstaaten das Konzept des Hochwasserrisikomanagements grundsätzlich übernommen haben. Die Qualität der Ergebnisse ist allerdings unterschiedlich, so die EU-Kommission.
 
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Junge Unternehmer: Gründungswettbewerb KUER.NRW startet

Als neuer Baustein der Umweltwirtschaftsstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen startet jetzt der KUER.NRW Gründungswettbewerb. KUER.NRW (Klima, Umwelt, Energie und Ressourcenschonung) ist nach Angaben des Landesumweltministeriums der einzige branchenspezifische Gründungswettbewerb für die Umweltwirtschaft in Deutschland. Gegliedert ist KUER.NRW in vier Module: KUER Scouting spürt innovative Gründungsideen auf, animiert potenzielle Gründerinnen und Gründer zu einer ersten intensiven Auseinandersetzung mit ihrer Geschäftsidee und gibt qualifizierte Rückmeldung. KUER Scouting erfolgt während der gesamten Projektlaufzeit im engen Kontakt mit Hochschulen. Im KUER Businessplan Wettbewerb wird die Erstellung eines aussagekräftigen Businessplans durch individuelle Coaching-Angebote, gezielte Qualifizierungseinheiten und einen differenzierten Begutachtungsprozess unterstützt. Der Wettbewerb startet am 1. Juni 2019 und endet mit der Prämierung im Rahmen des Summits Umweltwirtschaft.NRW am 10. Dezember 2019. KUER Success: Sobald sich die konkrete Gründung des Unternehmens abzeichnet, startet dieses Modul in Form von individualisierten Coaching-Angeboten durch branchenbezogene Spezialisten und Kapitalgeber. KUER Best Practice stellt innovative Gründungen ins Rampenlicht, verhilft jungen Unternehmen der Umweltwirtschaft zu mehr öffentlicher Wahrnehmung und unterstützt sie somit dabei, sich Investoren gegenüber zu präsentieren und von ihnen gefunden zu werden.
Durchgeführt wird der Gründerwettbewerb KUER.NRW im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur-und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen zusammen mit Pro Ruhrgebiet e. V. und der Startbahn Ruhr GmbH.

www.kuer.nrw
 
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Thüringer Umweltpreis 2019 ausgeschrieben

Bis Ende Mai 2019 können sich Thüringerinnen und Thüringer als Einzelpersonen oder in Gruppen für den Thüringer Umweltpreis 2019 bewerben. Die Preise sind insgesamt mit 10 000 Euro dotiert, der Hauptpreis beträgt mindestens 5000 Euro. Aufgerufen sind Einzelpersonen oder Personengruppen, Unternehmen, Vereine und Verbände, Bürgerinitiativen, Kommunen und kommunale Partnerschaften aus Thüringen. Die Beiträge der Bewerberinnen und Bewerber sollen dem Klimaschutz, dem Naturschutz, der Ressourceneffizienz, ökologischen Verbesserungen oder dem Naturschutz dienen. Auch künstlerische oder journalistische Arbeiten können eingereicht werden. Die Verleihung der Preise findet am 28. August 2019 im Klima-Pavillon in Jena durch Umweltministerin Anja Siegesmund statt.

www.thueringer-umweltpreis.de
 
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TSM Abwasser für Kirchheimbolanden

Die Verbandsgemeindewerke Kirchheimbolanden sind bei der Abwasserentsorgung hervorragend aufgestellt. Im November erhielten die Verbandsgemeindewerke das Qualitätssiegel Technisches Sicherheitsmanagement (TSM) in der Sparte Abwasser durch die DWA überreicht. Im September hatte sich das kommunale Unternehmen der freiwilligen Überprüfung durch das DWA-Expertenteam unterzogen und sich den rund 270 Fragen zur Organisation der technischen und betrieblichen Abläufe gestellt.
 
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Phosphor und Fernwärme aus Klärschlamm

Ein Konzept zur Gewinnung von Phosphor und Energie aus Klärschlamm ist der Gegenstand eines Projekts der TH Mittelhessen. Die Professoren Ulf Theilen, Harald Weigand und Harald Platen vom Kompetenzzentrum für Energie-und Umweltsystemtechnik arbeiten dabei mit verschiedenen Partnern zusammen. Zu ihnen gehören die Stadtwerke Gießen, die Mittelhessischen Wasserbetriebe und das Institut für Pflanzenernährung der Justus-Liebig-Universität. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben mit 125 000 Euro.
Die Projektpartner wollen ein Konzept entwickeln, das „für alle Kläranlagen der Partner-Kommunen in der erweiterten Region Mittelhessen unabhängig von der Größenklasse eine zukunftsweisende, sehr weitgehende energetische und stoffliche Verwertung mit Phosphor-Rückgewinnung realisiert und den Phosphor als Dünger in der regionalen Landwirtschaft nutzt", so Theilen. Der getrocknete Klärschlamm, der annähernd den Heizwert von Braunkohle hat, soll in einem zentralen Heizwerk in Gießen verbrannt und die Energie in das Fernwärmenetz der Stadt eingespeist werden.
Bisher haben etwa 35 Kommunen Interesse an einer Zusammenarbeit gezeigt. Ziel ist die Gründung einer kommunalen Gesellschaft zur regionalen Klärschlammverwertung. Einbezogen sind das Hessische Umweltministerium, das Regierungspräsidium Gießen und die mittelhessischen Landkreise. Weitere wichtige Gesprächspartner sind die Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main und der Hessische Bauernverband, deren Expertise bei der Entwicklung eines Vermarktungskonzepts für den Dünger gebraucht wird.
Das Projekt läuft bis Juli dieses Jahres. Wenn das Konzept des mittelhessischen Konsortiums das BMBF überzeugt, besteht für die anschließende Realisierung die Aussicht auf eine Förderung in Höhe von fünf bis sieben Millionen Euro.
 
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Nitrat: EU-Kommission verklagt Griechenland vor dem Gerichtshof

Die EU-Kommission verklagt Griechenland vor dem Gerichtshof und beantragt Verhängung von finanziellen Sanktionen. Im April 2015 urteilte der Gerichtshof der EU, dass Griechenland gegen EU-Recht verstieß, da es seine Gewässer nicht vor Verunreinigung durch Nitrat aus landwirtschaftlichen Quellen schützte. Vier Jahre später ist das Problem noch immer nicht vollständig gelöst. Daher fordert die Kommission den Gerichtshof der Europäischen Union auf, finanzielle Sanktionen in Form eines Pauschalbetrags von 2639,25 Euro pro Tag mit einem Mindestpauschalbetrag von 1 310 000 Euro und eines täglichen Zwangsgelds in Höhe von 23 753,25 Euro ab dem Tag des ersten Urteils bis zur vollständigen Einhaltung der Vorschriften oder bis zum zweiten Urteil des Gerichtshofs zu verhängen.
 
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Niederkassel: Abwassergebühren steigen wegen Klärschlamm-Engpass

In Niederkassel, nördlich von Bonn am Rhein gelegen, steigen wegen eines Engpasses bei der Klärschlammentsorgung die Abwassergebühren. Das teilte die Betriebsleitung des Abwasserwerks der Stadt mit. Im Zuge der Novellierung der Klärschlammverordnung hätten sich die Verwertungsmöglichkeiten für Klärschlamm dramatisch verändert. Aufgrund der Kündigung des bisherigen Entsorgungsvertrags müssten in Niederkassel nun kurzfristige Verwertungsmöglichkeiten, auch alternativ zur Verbrennung, entwickelt werden. Da das Preisgefüge durch die Engpässe sehr stark angestiegen ist, führe dies zu einer Gebührenanhebung. Nach einer erfolglosen europaweiten Ausschreibung fänden Gespräche mit möglichen Partnern im In-und Ausland für die Klärschlammentsorgung statt. 

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Deutscher Nachhaltigkeitspreis: Deutschlands nachhaltigste Unternehmen und Kommunen gesucht

Der 12. Deutsche Nachhaltigkeitspreis ist ausgeschrieben. Bis zum 18. April 2019 können sich Unternehmen sowie Städte und Gemeinden bewerben. In der Kategorie „Unternehmen" werden solche gesucht, die sich erfolgreich den ökologischen und sozialen Herausforderungen der Zukunft stellen. Ein Sonderpreis prämiert Akteure, die das Potenzial der Digitalisierung für mehr Nachhaltigkeit einsetzen. In der Kategorie „Städte und Gemeinden" werden solche gesucht, die im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten eine umfassende nachhaltige Stadtentwicklung betreiben. Ein Sonderpreis prämiert zudem Akteure, die das Potenzial der Digitalisierung für mehr Nachhaltigkeit einsetzen. Die erfolgreichste Groß-, Mittel-und Kleinstadt bzw. Gemeinde erhält von der Allianz Umweltstiftung jeweils 30 000 Euro für Projekte zur nachhaltigen Stadtentwicklung.

www.nachhaltigkeitspreis.de
 
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Bau einer Pilotanlage zur Phosphorrückgewinnung in Mannheim

In Mannheim soll im Jahr 2021 eine großtechnische Pilotanlage zur thermochemischen Klärschlammbehandlung mit integrierter Phosphorrückgewinnung in Betrieb gehen. Das Umweltministerium Baden-Württemberg fördert den Bau der Anlage mit 6,4 Millionen Euro. Neben der Anlage in Mannheim hat das Umweltministerium den Bau einer Versuchsanlage zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm in Göppingen mit über 2,2 Millionen Euro gefördert. Diese Anlage soll 2019 ihre Arbeit aufnehmen können. Eine mobile Versuchsanlage wurde zwischen Juni 2018 und November 2018 in Leutkirch betrieben. Damit konnte eine Phosphorrückgewinnung unter den dort vorherrschenden spezifischen Praxisbedingungen erprobt werden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen zum Bau einer großtechnischen Anlage auf dem Gelände des Klärwerks genutzt werden. Das Umweltministerium hat dieses Projekt mit über 280 000 Euro bezuschusst. Schließlich hat das Ministerium den Bau einer großtechnischen Pilotanlage zur Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm des Abwasserverbands Mittleres Wiesental in Steinen (Landkreis Lörrach) mit insgesamt 2,5 Millionen Euro bezuschusst. Ihren Betrieb aufnehmen soll die Anlage den aktuellen Plänen zufolge im Jahr 2020.
 
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EU-Kommission legt Mitteilung zu Arzneimitteln in der Umwelt vor - gesamten Lebenszyklus betrachten

Die Europäische Kommission hat am 11. März 2019 eine Mitteilung angenommen, in der ein Maßnahmenpaket zum Umgang mit den vielschichtigen Herausforderungen skizziert wird, die durch die Freisetzung von Arzneimitteln in die Umwelt entstehen. Das von der Kommission vorgestellte „Strategische Konzept bezüglich Arzneimitteln in der Umwelt" legt sechs Handlungsbereiche zu sämtlichen Stadien des Lebenszyklus von Arzneimitteln fest, in denen Verbesserungen erzielt werden können. Der Text deckt sowohl Arzneimittel für den humanmedizinischen als auch für den veterinärmedizinischen Einsatz ab. Die Bereiche betreffen alle Stadien des Arzneimittel-Zyklus von der Entwicklung und Herstellung bis hin zur Entsorgung und Müllbeseitigung - im Einklang mit der Arbeitsunterlage der Kommissionsdienststellen zu nachhaltigen Produkten in der Kreislaufwirtschaft. In den sechs Bereichen werden unter anderem Maßnahmen zur Sensibilisierung und zur Förderung einer umsichtigen Nutzung, zu einer besseren Ausbildung und Risikoabschätzung, zur Sammlung von Messdaten, zur Förderung von umweltfreundlichem Design, zu geringeren Emissionen im Herstellungsprozess, Müllvermeidung und einer besseren Abwasseraufbereitung genannt.
Die jetzt vorgestellte Mitteilung legt den Schwerpunkt auf den Austausch vorbildlicher Verfahren, auf die Zusammenarbeit auf internationaler Ebene und auf ein besseres Verständnis der Risiken. Mehrere Maßnahmen in dem strategischen Ansatz sind darauf ausgerichtet, zu den Zielen des Europäischen Aktionsplans zur Bekämpfung antimikrobieller Resistenzen im Rahmen des Konzepts „Eine Gesundheit" beizutragen.
 
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EU-Kommission veröffentlicht Bericht zum Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft

Die Europäische Kommission hat am 4. März 2019 einen umfassenden Bericht über die Umsetzung des von ihr im Dezember 2015 angenommenen Aktionsplans für die Kreislaufwirtschaft veröffentlicht. In dem Bericht werden die wichtigsten Ergebnisse der Umsetzung des Aktionsplans und die anstehenden Herausforderungen auf dem Weg zu einer klimaneutralen, wettbewerbsfähigen Kreislaufwirtschaft beschrieben, in der die Belastung der natürlichen Ressourcen, der Süßwasserbestände und der Ökosysteme auf ein Minimum reduziert ist.
Drei Jahre nach seiner Annahme kann nach Ansicht der EU-Kommission der Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft als in vollem Umfang vollendet betrachtet werden. Seine 54 Aktionen sind nunmehr abgeschlossen oder angelaufen. Den Feststellungen des Berichts zufolge hat die Umsetzung des Aktionsplans für die Kreislaufwirtschaft den Übergang zur Kreislaufwirtschaft in Europa schneller vorangebracht, wodurch in der EU neue Arbeitsplätze geschaffen wurden. Im Jahr 2016 waren in für die Kreislaufwirtschaft relevanten Sektoren mehr als vier Millionen Arbeitnehmer beschäftigt, was einem Anstieg um 6 % gegenüber 2012 entspricht.
Die Kreislaufwirtschaft hat auch neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnet, zu neuen Geschäftsmodellen geführt und neue Märkte innerhalb und außerhalb der EU erschlossen. Durch kreislaufwirtschaftliche Tätigkeiten wie Reparaturen, Wiederverwendung oder Recycling wurden im Jahr 2016 fast 147 Milliarden Euro an Wertschöpfung generiert und Investitionen im Umfang von rund 17,5 Milliarden Euro getätigt.
 
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Klärschlämme aus dem Süden Schleswig-Holsteins gehen künftig nach Hamburg

Die Klärschlämme aus Lübeck, dem Kreis Pinneberg sowie aus Teilen der Kreise Steinburg und Segeberg (alle in Schleswig-Holstein) gehen ab 2027 zur Weiterverwertung nach Hamburg. Darauf haben sich die Entsorgungsbetriebe Lübeck (EBL), der AZV Südholstein und Hamburg Wasser am 1. März 2019 geeinigt. Der öffentlich-rechtliche Vertrag, der die kommunale Kooperation regelt, hat eine Laufzeit von 20 Jahren. Hamburg Wasser verpflichtet sich damit, den Partnern aus Schleswig-Holstein ausreichend Kapazität in einer dann gemeinsam genutzten Verwertungsanlage für Rückstände aus der Abwasserbehandlung zur Verfügung zu stellen. Im Gegenzug kann Hamburg Wasser mit garantierten Klärschlammlieferungen aus der Metropolregion rechnen. Durch die kommunale Kooperation stellen die Entsorgungsbetriebe Lübeck und der AZV Südholstein außerdem frühzeitig sicher, künftig schärfere gesetzliche Regeln für den Umgang mit Klärschlamm zu erfüllen.
Bei der Abwasserbeseitigung in den Anlagen des AZV Südholstein sowie der Entsorgungsbetriebe Lübeck fallen jährlich rund 17 000 Tonnen Trockenmasse Klärschlamm an. Der Lübecker Klärschlamm wird zurzeit überwiegend landwirtschaftlich verwertet. Die Kapazitäten in den Schlammverbrennungsanlagen sind deutschlandweit erschöpft, und vor allem in Norddeutschland müssen große Schlammlagerplätze geschaffen werden, um die Kläranlagen zu entlasten. Die Klärschlammverwertungsanlage VERA auf dem Gelände des Klärwerks Köhlbrandhöft von Hamburg Wasser verbrennt in drei Kesseln teilgetrockneten Klärschlamm aus der Abwasserbehandlung. Die Abgase werden in einer Rauchgasreinigung gefiltert, die gefilterten Rückstände werden zu Gips verarbeitet. Der in der Verbrennung entstehende Dampf treibt einen Stromgenerator an, um die Elektrizität zur Eigennutzung der Verwertungsanlage und des Klärwerkes zu schaffen. Ab 2020 wird Hamburg Wasser gemeinsam mit der Firma Remondis Aqua Industrie in einer modernen Phosphorrückgewinnungsanlage hochreine Phosphorsäure aus der kontinuierlich anfallenden Asche recyceln.
 
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Grundsteinlegung der Hamburger Phosphor-Recyclinganlage

Hamburg Wasser und Remondis haben am 1. März 2019 den Grundstein für die nach eigener Angabe weltweit erste Phosphor-Recyclinganlage auf dem Klärwerk Hamburg gelegt. In Hamburg wird Phosphor mit dem von Remondis entwickelten TetraPhos®-Verfahren nach Einschätzung der Projektpartner wirtschaftlich effizient und im großtechnischen Maßstab aus Abwasser zurückgewonnen. Die Anlage auf dem Klärwerk Hamburg geht 2020 in Betrieb und wird jährlich aus 20 000 Tonnen Klärschlammasche rund 7000 Tonnen hochreine Phosphorsäure produzieren. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit mit Mitteln aus dem Umweltinnovationsprogramm. Nathalie Leroy, Geschäftsführerin von Hamburg Wasser, erwähnte bei dieser Gelegenheit: „Um das energetische Potenzial des Klärschlamms weiter zu erschließen, vergrößern wir auch unsere Klärschlammverbrennung."
Realisiert und betrieben wird die Phosphor-Recyclinganlage durch die Hamburger Phosphorrecyclinggesellschaft mbH. Die Gesellschaft wurde im März 2018 in Hamburg gegründet. Beteiligt ist die Hamburger Stadtentwässerung AöR, ein Unternehmen von Hamburg Wasser, zu 60 Prozent und Remondis Aqua Industrie GmbH & Co. KG zu 40 Prozent. A

 

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EEW führt Genehmigungsverfahren für Recyclinganlage kommunaler Klärschlämme fort

EEW Energy from Waste GmbH (EEW) wird das Genehmigungsverfahren für die Errichtung einer Klärschlamm-Monoverbrennungsanlage (KVA) am Kraftwerksstandort Stavenhagen fortführen. Bereits am 16. Januar 2019 hatte die EEW Energy from Waste Stavenhagen GmbH in einem sogenannten Scoping-Termin mit der Genehmigungsbehörde erfolgreich den Untersuchungsrahmen für dieses Genehmigungsverfahren ab gesteckt. Ziel sei es, so Projektleiter Karl-Heinz Plepla, den Genehmigungsantrag im dritten Quartal dieses Jahres fertigzustellen. Vorbehaltlich der Erteilung einer Genehmigung durch das zuständige Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburgische Seenplatte plant EEW Stavenhagen, bis 2022/23 eine KVA für die Verwertung von 160 000 Tonnen Klärschlamm (Originalsubstanz) in Betrieb zu nehmen. Dabei entstehe eine Asche, die „bestmögliche Voraussetzungen für ein hochwertiges Phosphorrecycling", so EEW, biete. EEW habe sich bereits ein Verfahren gesichert, mit dem die Rückgewinnung aus der Klärschlammasche weit vor der gesetzlichen Pflicht realisierbar sei. Eine entsprechende Vereinbarung habe die EEW-Gruppe kürzlich mit einem Partner schließen können.
 
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Novellierung des Berufsbilds „Umwelttechnische Berufe"

Das Berufsbild „Umwelttechnische Berufe" wird novelliert. Eine Übersicht gibt Rüdiger Heidebrecht, Leiter der Abteilung „Bildung und Internationale Zusammenarbeit" in der DWA-Bundesgeschäftsstelle, in einem knapp siebenminütigen Video auf Youtube. Dabei wird erklärt, was auf die Berufstätigen und die Neueinsteiger zukommt. Wesentliche Trends der Zukunft sind die technische Entwicklung, der Klimawandel, die demographischen Änderungen und die fortschreitende Digitalisierung einschließlich Cybersicherheit. Den Planungen zufolge soll die Novellierung der UT-Berufe im Jahr 2021 abgeschlossen werden. Danach wird das Berufsbild der Meister überarbeitet; Abschluss hier soll das Jahr 2023 sein.

E-Mail: heidebrecht@dwa.de

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EU-Kommission fordert 15 Mitgliedstaaten auf, die Vorschriften für die Vergabe von öffentlichen Aufträgen und Konzessionen einzuhalten

Die EU-Kommission hat im Januar 2019 beschlossen, Aufforderungsschreiben an 15 Mitgliedstaaten (Bulgarien, Kroatien, Zypern, Tschechien, Dänemark, Finnland, Deutschland, Ungarn, Italien, Malta, die Niederlande, Polen, Rumänien, Schweden und das Vereinigte Königreich) im Zusammenhang mit der Übereinstimmung ihrer nationalen Rechtsvorschriften mit den EU-Vorschriften für die Vergabe von öffentlichen Aufträgen und Konzessionen zu richten. Die neuen Vorschriften (Richtlinie 2014/24/EU, Richtlinie 2014/25/ EU und Richtlinie 2014/23/EU) mussten von den Mitgliedstaaten bis zum 18. April 2016 in nationales Recht umgesetzt werden. Die Kommission übermittelt die Schreiben, nachdem sie geprüft hat, ob die nationalen Umsetzungsvorschriften mit den EU-Richtlinien in Einklang stehen. Auch bei den übrigen Mitgliedstaaten, die die Umsetzung mit erheblichen Verzögerungen abgeschlossen haben, wird eine solche Prüfung durchgeführt werden. Die Mitgliedstaaten haben zwei Monate Zeit, um auf die von der Kommission vorgebrachten Beanstandungen zu reagieren. Andernfalls kann die Kommission beschließen, eine mit Gründen versehene Stellungnahme zu übermitteln.
 
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Thüringen: Entwurf für novelliertes Vergabegesetz vorgelegt - soziale und ökologische Belange gestärkt

Das Kabinett hat im Januar 2019 im zweiten Durchgang den Entwurf des Wirtschaftsministeriums für die Novelle des Thüringer Vergabegesetzes (ThürVgG) beschlossen. Es soll unter anderem soziale und ökologische Belange stärken. Der Gesetzentwurf wird jetzt dem Landtag zugeleitet und soll noch vor der Sommerpause 2019 verabschiedet werden.
Durch die stärkere Berücksichtigung sozialer und ökologischer Belange sollen keine zusätzlichen, unüberwindbaren Hürden für die mittelständische Thüringer Wirtschaft entstehen. Soziale und ökologische Kriterien, die für den Auftragsgegenstand entscheidend sind, können nach wie vor fakultativ durch den Auftraggeber festgelegt werden. Allerdings sollen ökologische und soziale Kriterien zukünftig ausschlaggebend sein, wenn die öffentlichen Auftraggeber zwischen sonst gleichwertigen Angeboten entscheiden müssen. Diese bislang fakultative „Bonusregelung" wird nunmehr obligatorisch und um weitere soziale und ökologische Aspekte (wie zum Beispiel den Anteil sozialversicherungspflichtig Beschäftigter, die Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen oder schwerbehinderten Menschen sowie Maßnahmen zur Förderung der Energieeffizienz) ergänzt. Die bisherige Regelung, nach der der Bieter bevorzugt wird, der mindestens 25 Mitarbeiter beschäftigt, entfällt zugunsten kleiner Unternehmen. Außerdem wird auf eine umweltverträgliche Beschaffung von Investitionsgütern unter Berücksichtigung des Lebenszyklusprinzips hingewirkt.
 
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Klimaaktive Kommunen gesucht

Städte, Landkreise und Gemeinden deutschlandweit sind aufgerufen, sich mit ihren vorbildlichen Projekten zum Klimaschutz und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels am Wettbewerb „Klimaaktive Kommune 2019" zu beteiligen. Bewerbungsschluss ist der 31. März 2019. Auf die Gewinner warten insgesamt 250 000 Euro Preisgeld und damit 25 000 Euro je Preisträger. Die gesuchten Klimaprojekte sollen andere Kommunen anregen, neue Ideen auf ihre eigenen Situationen zu übertragen und zu realisieren.
Bewerbungen sind in vier Kategorien möglich:
Kategorie 1: Ressourcen- und Energieeffizienz in der Kommune
Kategorie 2: Klimaanpassung in der Kommune
Kategorie 3: Kommunale Klimaaktivitäten zum Mitmachen
Sonderpreis „Klimafreundliche kommunale Beschaffung".
Ausdrücklich gewünscht sind auch Kooperationsprojekte, bei denen die kommunale Verwaltung mit weiteren Akteuren (zum Beispiel Vereinen, Verbänden, Kammern, Handwerk) und/oder mit anderen Kommunen sowie mit kommunalen Unternehmen zusammenarbeitet.
Initiatoren des Wettbewerbs sind das Bundesumweltministerium und das Deutsche Institut für Urbanistik. Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund.

www.klimaschutz.de/wettbewerb2019
 
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Plattform zur effizienteren Bewertung von Umweltchemikalien

Die Analyse und Bewertung von Umweltchemikalien effizienter zu machen, das ist das Ziel der neuen Technologie-Plattform CITEPro (Chemicals in the Environment Profiler) am Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ). Möglich wird das vor allem durch die Automatisierung von Teilprozessen bei der Probenvorbereitung, der Exposition von Zellkulturen und Wasserorganismen mit Einzelstoffen, Mischungen und Umweltproben sowie der chemischen Analyse. Am 6. Februar 2019 wurde die neue Forschungsinfrastruktur eröffnet. Rund vier Millionen Euro haben der Bund sowie die Bundesländer Sachsen und Sachsen- Anhalt insgesamt in den Aufbau von CITEPro investiert.
Biologische Wirkungstests sind das Herzstück der neuen Forschungsplattform CITEPro. Hinter CITEPro verbirgt sich kein singuläres Forschungsgroßgerät. Vielmehr besteht es aus mehr als 20 Einzelgeräten, die je nach Fragestellung modular genutzt werden können. Dazu gehören Geräte für die Probenvorbereitung, bei der Chemikaliengemische aus Umweltproben (etwa aus Sedimenten oder Blut) extrahiert, konzentriert und gereinigt werden können. Hinzu kommen hochauflösende analytische Geräte, mit denen Konzentrationen in Umweltproben und in Biotests gemessen werden können und verschiedene Biotestverfahren, die Auskunft über die Wirkung von Chemikalien auf lebende Zellen von Säugetieren, Bakterien und Algen oder ganze Organismen, wie Fischembryonen, geben. Das Besondere der Biotests, die in CITEPro zum Einsatz kommen ist, dass sie mit einer sehr hohen Durchsatzleistung arbeiten können.

www.ufz.de/citepro
 
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Terminologie für die Verschmutzung durch Plastik veröffentlicht

Ein europaweites Netzwerk hat, nach eigenen Worten „erstmalig", eine einheitliche Terminologie für die Umweltverschmutzung durch Plastik vorgeschlagen. Diese geht weit über Größenklassen hinaus und berücksichtigt auch physikalisch-chemische Eigenschaften von Polymeren. Das Ergebnis dieser Konsensbildung ist kürzlich in der Fachzeitschrift Environmental Science & Technology erschienen. Aufgrund der Kunststoffe gibt es noch keine klaren Einteilungen. Zum Beispiel werden Reifenmaterialien aufgrund ihres Elastomeranteils klassisch in den Materialwissenschaften nicht als Plastik definiert. In der Umwelt können diese kleinen Partikel aus Abrieb von Autoreifen oder als Recyclingprodukt auf Spiel- und Sportplätzen aber einen erheblichen Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt darstellen. Eine Basis für die Vereinheitlichung von Analysemethoden, die Entwicklung von Monitoring-Programmen, aber auch für die Vergleichbarkeit von Effektstudien wäre daher wichtig.
 
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Baden-Württemberg: 7,5 Millionen Euro Förderung für Projekt zur Rückgewinnung von Phosphor

Der Zweckverband Abfallbehandlung Kahlenberg (ZAK) in Ringsheim (Ortenaukreis, Baden-Württemberg) bekommt 7,5 Millionen Euro für ein Projekt zur Rückgewinnung von Phosphor aus Aschen, die durch die energetische Verwertung von aus Restabfällen erzeugten Ersatzbrennstoffen entstehen. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf knapp 30 Millionen Euro. Das teilte Baden-Württembergs Umweltministerium mit.
Die mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage ZAK ist landesweit die einzige dieser Art. Dort werden die im Landkreis Emmendingen und im Ortenaukreis erfassten Rest- und Bioabfälle zu Wasser, Mineralstoffen, Ersatzbrennstoffen, Biogas und Metallen verwertet. Allerdings werden die biogenen Abfallbestandteile derzeit ausschließlich energetisch genutzt.
 
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Kosten der PFT-Verschmutzung der Gewässer um den US-Luftwaffenstützpunkt Spangdahlem

lm Zusammenhang mit der PFT-Verschmutzung der Gewässer um den US-Luftwaffenstützpunkt Spangdahlem (Rheinland-Pfalz) hat der Bund bisher rund 460 000 Euro ausgezahlt. Die US-Streitkräfte sind zur Erstattung eines Teilbetrags hiervon in Höhe von rund 345 000 Euro verpflichtet. Zur Erfüllung dieser Verpflichtung haben sie im Jahr 2015 rund 180 000 Euro und im Jahr 2016 rund 115 000 Euro an den Bund gezahlt. Die Zahlung des Restbetrags in Höhe von rund 50 000 Euro ist für das Jahr 2019 angekündigt. Das antwortete die Bundesregierung auf die Frage einer Abgeordneten des Deutschen Bundestags nach den Kosten der PFT-Verschmutzung der Gewässer um den US-Luftwaffenstützpunkt Spangdahlem (Bundestags- Drucksache 19/7341).

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Niedersachsen: Weniger Klärschlammausbringung in der Landwirtschaft

In Niedersachsen wurden im Jahr 2017 im Rahmen der öffentlichen Abwasserentsorgung rund 147 300 Tonnen Trockenmasse Klärschlamm aus kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen direkt und ohne Zwischenlagerung entsorgt. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, gingen davon rund 96 400 Tonnen in die stoffliche Verwertung. Die Landwirtschaft war hier der größte Abnehmer und brachte rund 73 400 Tonnen als Dünger aus. 2017 setzte die Landwirtschaft damit 9,4 % weniger Trockenmasse Klärschlamm ein als noch im Vorjahr. Die restlichen etwa 23 000 Tonnen wurden einerseits für landschaftsbauliche Maßnahmen verwendet, zum Beispiel für Rekultivierung und Kompostierung, andererseits diente der Klärschlamm als Ausgangsstoff für die Schaffung von Klärschlammerde (Vererdung).
Weitere über 48 900 Tonnen des 2017 angefallenen Klärschlamms konnten unmittelbar thermisch entsorgt werden. Das durch Verbrennung entsorgte Aufkommen lag 18,1 % über dem Wert des Jahres 2016 und entsprach fast der doppelten Menge des Jahres 2010. Der Klärschlamm wurde 2017 hauptsächlich in Abfallverbrennungsanlagen und in Energieversorgungsunternehmen mitverbrannt (über 42 200 Tonnen). Nach den vorliegenden Daten lagen der Anteil der Klärschlammverwertung in Niedersachsen bei rund 65 % und der Verbrennungsanteil bei rund 33 %. Auf Bundesebene war das Verhältnis mit 30 % Verwertung und 70 % Verbrennung 2017 nahezu umgekehrt.
 
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Ständiger Ausschuss Klimawandel bei der LAWA

Der Klimawandel hat jetzt bei der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) auch organisatorisch einen neuen Status erreicht. Der im Frühjahr des vergangenen Jahres von der Umweltministerkonferenz beschlossene „Ständige Ausschuss Klimawandel (AK)" wurde jetzt konstituiert. Die weiteren ständigen Ausschüsse beschäftigen sich mit Grundwasser und Wasserversorgung (AG), mit Wasserrecht, mit Oberirdischen Gewässern und Küstengewässern (AO) sowie mit Hochwasserschutz und Hydrologie (AH). Mit dem Ständigen Ausschuss Klimawandel unterstreicht die LAWA die Bedeutungen der Auswirkungen des Klimawandels für die Wasserwirtschaft. Auch wird die Notwendigkeit der Bereitstellung personeller und finanzieller Ressourcen betont, um die Auswirkungen des Klimawandels vorsorgeorientiert in Planungs- und Genehmigungsprozessen berücksichtigen zu können. Außerdem wird die aktuelle Bereitstellung von Informationen über beobachtete und projizierte Entwicklungen von Klimaparametern, der potenziellen Auswirkungen sowie über mögliche Anpassungsmaßnahmen gefordert. Dabei wird die vom Bund geplante Erarbeitung eines Klimavorsorgeportals begrüßt und die fachliche Begleitung der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) befürwortet. Der Ständige Ausschuss Klimawandel kümmert sich um das Klimamonitoring bezüglich der Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserwirtschaft, beurteilt die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserwirtschaft und priorisiert die Hand lungserfordernisse. Weiterhin gehören die fachliche Begleitung der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel sowie die Beratung und Bewusstseinsbildung zu den Aufgaben des neuen Ausschusses.
 
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Umweltbundesamt: Klärgas kann besser genutzt werden

Bisher wird aus Klärgas in der Regel Strom erzeugt, der in der Kläranlage selbst verbraucht wird. Das Umweltbundesamt (UBA) meint, für die Energiewende seien flexiblere Lösungen gefragt. Ein UBA-Positionspapier zeigt, wie Klärgas künftig eingesetzt werden könnte, etwa im Verkehr sowie zur Wärme- und Kälteversorgung.
Klärgas ist danach eine erneuerbare Ressource, die als vielseitig einsetzbarer Energieträger zum Klimaschutz und somit zum Gelingen der Energiewende beitragen könne. Eine Entkopplung der Stromerzeugung und des Stromverbrauchs von Kläranlagen wäre ein erster Schritt, um diese Prozesse getrennt voneinander zu optimieren.
Neben dem Elektrizitätssektor könnte Klärgas auch im Verkehr sowie zur Wärme- und Kälteversorgung Beiträge liefern. Durch Power-to-Gas-Anlagen und die Aufbereitung des Klärgases könne dieses im existierenden Gasnetz gespeichert und anschließend optimal genutzt werden. Für diese alternative Nutzung der Ressource fehlen laut UBA jedoch Strategien und stabile Entwicklungspfade.
Forschung und Politik sollten nach Meinung des UBA die technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so weiterentwickeln, dass eine aus Klimaschutzgründen notwendige, energetisch effiziente und volkswirtschaftlich sinnvolle Nutzung der erneuerbaren Ressource Klärgas möglich ist und diese in den Kommunen umgesetzt wird.
 
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Förderung für internationale Partnerschaften für nachhaltige Innovationen

Auf die Förderung internationaler Partnerschaften im Klima-, Umwelt- und Energiebereich zielt die Förderrichtlinie „CLIENT II - Internationale Partnerschaften für nachhaltige Innovationen", die das Bundesministerium für Bildung und Forschung veröffentlicht hat. Im Fokus von CLIENT II steht die Förderung nachfrageorientierter FuE-Kooperationen mit ausgewählten Schwellen- und Entwicklungsländern. Das Ziel ist, für konkrete Herausforderungen im Partnerland innovative und nachhaltige Lösungsansätze in den Themenbereichen Rohstoffeffizienz Rohstoffeffizienz und Kreislaufwirtschaft, Wassermanagement, Klimaschutz/Energieeffizienz, Anpassung an den Klimawandel, Landmanagement, Nachhaltige Energiesysteme und Naturrisiken gemeinsam zu entwickeln und zu implementieren. Gleichzeitig sollen damit neue Marktpotenziale für exportorientierte innovative deutsche Unternehmen - insbesondere kleine und mittlere Unternehmen - erschlossen werden. Zunächst können bis zum 31. Mai 2019 aussagekräftige Projektskizzen eingereicht werden.

https://www.bmbf.de/foerderungen/ bekanntmachung-2211.html
 
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Fallstudien zeigen Machbarkeit der Wasserwiederverwendung in der Landwirtschaft

Hydroponische Anbauverfahren mit speziell aufbereitetem Abwasser sind Gegenstand des Forschungsprojekts HypoWave. Diese optimierte Variante wird seit Herbst 2016 in einer Pilotanlage auf der Kläranlage Hattorf bei Wolfsburg erprobt. Erste Fallstudien zeigen nun die Machbarkeit dieser wasser- und nährstoffeffizienten landwirtschaftlichen Produktion. Beispielhaft an zwei Regionen - dem Landkreis Gifhorn in Niedersachsen und der Gemeinde Raeren in Belgien - wird demonstriert, wie die angepasste Aufbereitung und Wiederverwendung von kommunalem Abwasser für den hy droponischen Gemüse- und Schnittblumenanbau gelingen kann. „Für kleinere Gemeinden von 500 bzw. 1650 Einwohnerwerte kann hier auf 3600 bzw. 6000 m² eine wirtschaftliche Produktion erzielt werden", sagt Marius Mohr, Koordinator der Fallstudien vom Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB. Die dreijährige Laufzeit von HypoWave endet am 31. August 2019.

www.hypowave.de
 
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Bundesregierung legt EU-Kommission Maßnahmenkatalog zur Änderung der Düngeverordnung vor

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat einen mit dem Bundesumweltminis terium abgestimmten Maßnahmenkatalog entwickelt, mit dem die Nitratwerte im deutschen Grundwasser gesenkt werden sollen. Nachholbedarf sieht Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner noch beim Vergleich der Zu- und Abfuhr von Stickstoff auf landwirtschaftlichen Flächen und bei Regelungen für mit Nitrat besonders belastete Gebiete.
Die Regierung habe der EU-Kommission eine Aufzeichnungspflicht über die aufgebrachten Düngermengen vorgeschlagen, um damit die Einhaltung des ermittelten Düngebedarfs der landwirtschaftlichen Kulturen besser zu kontrollieren.
Für die mit Nitrat belasteten Gebiete - für die so genannten roten Gebiete - wurden der Europäischen Kommission zusätzliche Maßnahmen vorgeschlagen:
Verbot der Herbstdüngung im Spätsommer bei Winterraps, Wintergerste und Zwischenfrüchten ohne Futternutzung
Der für jede Kultur nach strengen Vorgaben errechnete Düngebedarf wird pauschal um 20 % abgesenkt.
Die bisher nur im Betriebsdurchschnitt geltende Obergrenze von 170 kg Stickstoff pro Hektar für Gülle und andere Wirtschaftsdünger muss zukünftig schlagbezogen berechnet werden, das heißt, für jedes Feld gilt dann die Obergrenze von 170 kg Stickstoff pro Hektar.
Wenn eine Sommerkultur, wie zum Beispiel Mais oder Zuckerrüben, angebaut wird, die erst im Frühjahr ausgesät wird, muss im Herbst davor verpflichtend eine Zwischenfrucht angebaut werden, damit der Boden über Winter mit einer Pflanzendecke bedeckt ist.

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Umweltschutzausgaben belaufen sich auf 66,2 Milliarden Euro

Umweltschutz ist nicht nur ein nachhaltiger Dienst an der Umwelt, sondern stellt in Deutschland mittlerweile auch einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar. 2016 beliefen sich in Deutschland die Ausgaben für Umweltschutzleistungen auf insgesamt 66,2 Milliarden Euro. Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) erhöhten sich die Umweltschutzausgaben damit um 2,9 % gegenüber 2015. Der Großteil der Ausgaben entfiel dabei mit 41,1 Milliarden Euro auf den industriellen und gewerblichen Sektor. Private Haushalte mit 14,3 Milliarden Euro und der Staat mit 10,8 Milliarden Euro folgen mit deutlichem Abstand. Bei den einzelnen Umweltsektoren dominiert der Gewässerschutz. Bei den Ausgaben liegt die Abwasserwirtschaft mit einem Anteil von 45 Prozent deutlich vor der Abfallwirtschaft (34 Prozent) und der Vermeidung und Beseitigung von Umweltverunreinigungen (14 %) sowie sonstigen Umweltschutzaktivitäten 7 %). Die umweltbezogenen Steuern von inländischen privaten Haushalten lagen im Jahr 2016 bei rund 31,4 Milliarden Euro. Sie trugen damit zu 54 % zum gesamten umweltbezogenen Steueraufkommen (58,5 Milliarden Euro) bei. Inländische Unternehmen zahlten 2016 rund 26,2 Milliarden Euro. Im Ausland ansässige Haushalte und Unternehmen leisteten an den deutschen Fiskus 0,8 Milliarden Euro. Als umweltbezogene Steuern werden solche Steuern bezeichnet, die umweltschädliche Aktivitäten verteuern und somit Anreize zu umweltfreundlichem Verhalten setzen. Am aufkommensstärksten waren im Jahr 2016 die Energiesteuer (früher: Mineralölsteuer) mit rund 40,1 Milliarden Euro sowie die Kraftfahrzeugsteuer mit knapp 9,0 Milliarden Euro. Weitere bedeutende umweltbezogene Steuern waren die Stromsteuer (6,5 Milliarden Euro), die Luftverkehrsteuer sowie die im Rahmen des europäischen Emissionshandels versteigerten Emissionsberechtigungen (jeweils 1,1 Milliarden Euro). Detaillierte Daten können in den Publikationen „Umweltökonomische Gesamtrechnungen - umweltbezogene Steuern" sowie „Umweltökonomische Gesamtrechnungen - Umweltschutzausgaben" abgerufen werden.

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Helmholtz International Research School zur Wasserforschung eingerichtet

Ein Konsortium aus dem Helmholtz- Zentrum für Umweltforschung - UFZ, der TU Dresden, dem Umweltbundesamt, dem UN-Umweltprogramm, der University of Florida und der Purdue University wird künftig als Helmholtz International Research School „Trajectories towards Water Security (TRACER)" gefördert. Die neue Helmholtz International Research School wird untersuchen, welche Faktoren Wasserqualität und -quantität weltweit beeinflussen. Zudem wird sie Szenarien für einen nachhaltigen Umgang mit Wasserressourcen entwickeln.
Über Helmholtz International Research Schools fördert die Helmholtz-Gemeinschaft junge Nachwuchstalente, die eine internationale Promotion anstreben. Bis zu 25 Promovierende konzentrieren sich in den Research Schools auf bestimmte Forschungsthemen, an denen sie gemeinsam arbeiten. So haben sie die Chance, wichtige Erfahrungen in der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit zu sammeln. Zusätzlich erhalten die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein berufsqualifizierendes und persönlichkeitsbildendes Training. Die Helmholtz International Research Schools erhalten für den Zeitraum von sechs Jahren jeweils insgesamt 1,8 Millionen Euro aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds des Helmholtz-Präsidenten. Zusätzlich bringen die Einrichtungen eigene Mittel ein, sodass das Gesamtbudget pro Kooperation bei drei bis sieben Millionen Euro liegt.

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Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg ausgeschrieben

In Baden-Württemberg sind Unternehmen zur Teilnahme am 6. Umwelttechnikpreis aufgerufen. Mit dem Preis fördert die Landesregierung neuartige Technologien aus Baden-Württemberg, die bei der Herstellung und der Anwendung von Produkten das Klima und die Umwelt schonen. Der Preis ist mit insgesamt 100 000 Euro dotiert. Die Bewerbungsfrist endet am 31. März 2019. Die Preisverleihung findet am 16. Juli 2019 in der Schwabenlandhalle in Fellbach statt.

www.umwelttechnikpreis.de

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Sächsischer Umweltpreis 2019 ausgelobt

Das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft hat den Sächsischen Umweltpreis 2019 ausgelobt. Bis zum 20. März 2019 können Bewerbungen in vier Kategorien eingereicht werden: Umweltfreundliche Unternehmensführung, Umweltfreundliche Technologien und Produktionsverfahren, Umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen, Ehrenamtliches Engagement und Umweltbildung. Der Preis ist mit insgesamt 50 000 Euro dotiert. Die Preisverleihung nimmt Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt im Rahmen einer Festveranstaltung am 1. Juli 2019 vor.

www.smul.sachsen.de/umweltpreis

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Smartes System soll Berliner Verkehr bei Überflutung umleiten

An einem Echtzeit-Informationssystem, das bei überfluteten Straßen Alarm schlägt, arbeitet ein Forschungskonsortium, koordiniert von den Berliner Wasserbetrieben. Demnächst funken Berliner Busse nicht nur Daten über Position und Zeit an ihre Zentralen, sondern auch, ob sie durch Pfützen fahren und wie tief diese sind, Müllwagen werden Gleiches tun. Diese Angaben werden mit Geo- und Wetterdaten kombiniert und können so im Ergebnis in Echtzeit vor Überflutungen warnen. Verkehrsströme werden dann durch veränderte Ampeln und Infos auf Navigationssystemen so gesteuert, dass Gefahrenstellen gemieden werden. Noch ist das Zukunftsmusik, aber der Anfang ist gemacht. SENSARE - kurz für „Sensorbasierte Stadtgebietsanalyse für Starkregengefährdungen zur Warnung und Resilienz Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur" - heißt das bis 2021 laufende Verbundforschungsprojekt. Darin arbeiten die TU Kaiserslautern, die Berliner Verkehrsbetriebe, die Berliner Stadtreinigungsbetriebe, die Stromnetz Berlin GmbH und die Senatsumwelt- und die Senatswirtschaftsverwaltung. Weitere Projektpartner sind der Softwareentwickler e.sigma GmbH, die Urban Software Institute GmbH und die Smart City Solutions GmbH. Gefördert wird das Projekt im Rahmen der Förderrichtlinie Modernitätsfonds („mFUND") durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.
Im ersten Schritt sollen die Daten in die Leitsysteme der Stadt fließen, später auch in die Navigationsgeräte von Autos. Neben der Warnung und Lenkung des Verkehrs erwarten die SENSARE-Partner auch Hinweise, wie man künftig den Faktor Regen besser in die Infrastruktur-und Stadtplanung integrieren kann.

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Förderung für Forschung zu mineralischen Stoffkreisläufen

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zum Thema „Ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft - Bauen und Mineralische Stoffkreisläufe (ReMin)". Eine entsprechende Richtlinie wurde im Bundesanzeiger vom 31. Dezember 2018 veröffentlicht. Gegenstand der Richtlinie ist die Förderung von Verbundvorhaben zur Erforschung und Entwicklung neuer Technologien, Produkte und Prozesse, die einen Beitrag zum Ausbau der Kreislaufwirtschaft in der Bauwirtschaft und zur Schließung mineralischer Stoffkreisläufe leisten. Schwerpunkte der Förderung sind Bauen in der Kreislaufwirtschaft: Neue Designkonzepte und innovative Bauprodukte sowie die Verwertung von mineralischen Stoffströmen: Baurestmassen, bergbauliche Rückstände, Aschen, Stäube, Schlacken. Projektskizzen können bis zum 30. April 2019 eingereicht werden.

https://www.bmbf.de/foerderungen/ bekanntmachung-2199.html

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RWE baut Kapazität zur Klärschlammentsorgung weiter aus

2016 waren es noch rund 750 000 tOS (Originalsubstanz, mechanisch entwässert) kommunale Klärschlämme, die RWE entsorgt hat. In diesem Jahr wird das Unternehmen über 850 000 tOS Klärschlamm thermisch verwerten. Mit der im Jahr 2017 errichteten Klärschlammlagerhalle am Standort Goldenbergwerk und deren Ausbau 2019 sowie der Errichtung einer zusätzlichen Klärschlamm-Pumpenlinie will RWE seine diesbezüglichen Kapazitäten deutlich erweitern, wie das Unternehmen erklärte.
Derzeit verwertet das Unternehmen knapp 50 % des kommunalen Klärschlammaufkommens in Nordrhein-Westfalen bzw. 10 % der deutschen Klärschlammmenge. Dies größtenteils in den Kraftwerken der Braunkohlenveredlung, kleinere Mengen aber auch im Braunkohlenkraftwerk Weisweiler, im Steinkohlenkraftwerk Ibbenbüren sowie im Müllheizkraftwerk Essen-Karnap. Die vertraglichen Verpflichtungen zur thermischen Verwertung von Klärschlamm wird RWE auch unter den Rahmenbedingungen der Drosselung der Rohkohleförderung im Tagebau Hambach ab 2019 uneingeschränkt einhalten, wie das Unternehmen weiter mitteilt. Auf Basis der aktuellen Bekohlungsstrategie sei die Mitverbrennung in den Kraftwerken der Veredlungsbetriebe auch weit darüber hinaus gesichert.
Aufgrund des niedrigen Ascheanteils im Hauptbrennstoff Braunkohlwichtsprozent Phosphor und ist damit auch für die Phosphor-Rückgewinnung grundsätzlich geeignet. Vorversuche haben bereits gezeigt, dass Phosphor nasschemisch durch Säureaufschluss und anschließende Aufreinigung aus Mitverbrennungsasche zurückgewonnen werden kann. Endprodukt ist Phosphorsäure. Die zu bewältigende Herausforderung besteht nun darin, dass die Mitverbrennungsasche im Vergleich zur reinen Klärschlammasche aus der Monoverbrennung deutlich stärker basisch reagiert und daher größere Mengen an Aufschlusssäure benötigt werden.
Neben dem nasschemischen Weg verfolgt RWE auch den Ansatz, Phosphor thermisch im Zuge der Vergasung von Gemischen aus Klärschlamm, Klärschlammasche und Braunkohle zurückzugewinnen. Hierbei sollen mit Phosphorsäure und Synthesegas zwei Wertprodukte gekoppelt erzeugt werden. Erste Teilerfolge wurden bereits im Technikumsmaßstab erzielt.
Nach Mitteilung von RWE ist der Genehmigungsrahmen für die Mitverbrennung ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Weitere Projekte zur Erhöhung der Entsorgungskapazitäten seien in Planung beziehungsweise stünden bereits kurz vor der Umsetzung. Darüber hinaus liefen Untersuchungen zum Einstieg in die Monoverbrennung.

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Augmented Reality-App über William Lindley

Eine neue App des Denkmalschutzamtes und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW), beide Hamburg, erweckt den englischen Ingenieur William Lindley mit Elementen der Augmented Reality (AR) zum Leben und gibt anschaulich einen Einblick in Lindleys Wirken in Hamburg. Lindley prägte Hamburg nach dem Großen Brand 1842 entscheidend. Er stellte die Weichen dafür, dass sich die Stadt zu einer modernen Metropole entwickeln konnte. In der App begleitet er als digitaler Charakter die Nutzerinnen und Nutzer durch die Stadt und erläutert seine Leistungen für Hamburg auf dem Weg zur Großstadt.
Die App wurde im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 entwickelt, in dem auf vielfältige Weise das reichhaltige europäische Erbe in das Bewusstsein gerückt und für mehr Denkmalbewusstsein geworben wurde. Die App ist kostenlos im App Store unter „William Lindley AR. Sharing Heritage AR App" verfügbar. Entwickelt wurde sie vom Denkmalschutzamt Hamburg gemeinsam mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW), der Firma Shape-Shift und den Kulturvermittlern Silvia Hartel und Wolfgang Wiedey. Der Schauspieler Ciaran McVeigh leiht dem digitalen Lindley Stimme, Mimik und Gestik.
Die App wurde für iOS entwickelt und funktioniert ab Version iOS 11.3 (kompatibel mit iPhone 6s oder neuer). Eine Portierung für Android-Geräte ist angedacht.

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Wasserwirtschaft und Klimawandel: neuer Bund- Länder-Ausschuss erstmals zusammengetreten

In Stuttgart ist am 10. Januar 2019 erstmals der neue ständige Ausschuss Klimawandel der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) zusammengekommen. Zu seinen Hauptaufgaben gehört es, sich mit den Folgen des Klimawandels auf die Wasserwirtschaft auseinanderzusetzen und geeignete Anpassungsmaßnahmen zu entwickeln. In den ersten drei Jahren leitet das Land Baden-Württemberg den Ausschuss.
Die Umweltministerkonferenz hat im Juni 2018 die LAWA gebeten, einen neuen ständigen Ausschuss zur Anpassung der Wasserwirtschaft an den Klimawandel einzurichten. Stimmberechtigte Mitglieder des Ausschusses sind die 16 Bundesländer sowie das Bundesumweltministerium. Daneben gehören dem Ausschuss Vertreterinnen und Vertreter des Bundesverkehrsministeriums, des Umweltbundesamtes, der Bundesanstalt für Gewässerkunde, des Deutschen Wetterdienstes sowie der Flussgebietsgemeinschaften an.

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Thüringen: Klärschlamm wird überwiegend landschaftsbaulich verwertet

Im Jahr 2017 wurden rund 38 105 Tonnen Klärschlamm (Trockenmasse) aus der biologischen Abwasserbehandlung von kommunalen Kläranlagen in Thüringen entsorgt. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik waren das knapp 3,5 Prozent weniger als im Jahr 2016 mit 39 496 Tonnen Klärschlamm. Der größte Teil des Klärschlamms (46,2 Prozent) wurde bei landschaftsbaulichen Maßnahmen, zum Beispiel bei der Rekultivierung oder Kompostierung, verwertet. Weitere 16,3 Prozent wurden in der Landwirtschaft, beispielsweise als Dünger, verwertet.
Mit 35 Prozent hat die thermische Entsorgung in Thüringen 2017 weiter an Bedeutung gewonnen. Im Jahr 2017 wurden 1635 Tonnen Klärschlamm mehr als im Jahr zuvor mitverbrannt. Bundesweit wurden im Jahr 2017 rund 70 Prozent des angelieferten Klärschlamms in Verbrennungsanlagen thermisch entsorgt.

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Schleswig-Holstein: Mehr Kapazitäten zur Zwischenlagerung und Verbrennung von Klärschlamm

Schleswig-Holstein entwickelt neue Wege bei der Entsorgung von Klärschlamm: Der im März 2018 ins Leben gerufene Klärschlammbeirat unter Leitung von Umweltstaatssekretär Tobias Goldschmidt stellte am 19. Dezember 2018 erste Ergebnisse vor.
Um sich einen besseren Überblick über die aktuelle Situation in Schleswig- Holstein zu verschaffen, haben die beteiligten Akteure des Klärschlammbeirats in den vergangenen Monaten die Möglichkeiten zur Zwischenlagerung von Klärschlamm und die thermische Klärschlammbehandlung im Hinblick auf die schleswig-holsteinischen Rahmenbedingungen geprüft und bewertet. Insgesamt wurden 81 Zwischenlager erfasst, die eine Gesamtlagerungskapazität von rund 45 000 Tonnen Klärschlamm (Trockensubstanz) aufweisen. „Damit könnte rechnerisch gut die Hälfte des in Schleswig-Holstein jährlich anfallenden Klärschlamms zwischengelagert werden", so Goldschmidt. Zur Vermeidung von Entsorgungsengpässen wie sie im Winter 2017 aufgrund der nassen Witterungsverhältnisse auftraten, gibt es weitere Planungen zum Bau von Zwischenlagern, die 2019 realisiert werden sollen.
Bei den Verbrennungskapazitäten würden mit Inbetriebnahme der geplanten Monoverbrennung an den Standorten in Kiel und Stapelfeld in 2022 beziehungsweise 2023 insgesamt 64 500 Tonnen Klärschlamm (Trockensubstanz) thermisch behandelt werden können. „Unter Berücksichtigung der geplanten Inanspruchnahme von Verbrennungskapazitäten in Hamburg durch schleswig-holsteinische Klärschlämme könnte damit theoretisch langfristig die Entsorgungssicherheit gewährleistet werden", sagte Goldschmidt.
Im nächsten Jahr wird sich der Klärschlammbeirat mit Fragen der Klärschlammbehandlung im Zusammenhang mit der Zwischenlagerung und Vorbehandlung vor der Verbrennung sowie der Phosphorrückgewinnung befassen. Damit sollen sukzessive die Planungsgrundlagen für die Aufstellung des Abfallwirtschaftsplanes Klärschlamm vervollständigt werden.
Neben der DWA, dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU), dem Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) und dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sind auch der schleswig-holsteinische Bauernverband, die Landwirtschaftskammer, der Landkreistag, der Städtetag und der Gemeindetag im Klärschlammbeirat vertreten.

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70 Prozent des kommunalen Klärschlamms wurden 2017 verbrannt

Die Menge des entsorgten Klärschlamms aus kommunalen Kläranlagen in Deutschland ist von 2007 bis 2017 von knapp 2,1 Millionen Tonnen Trockenmasse auf 1,7 Millionen Tonnen gesunken (- 17 %). Ursache für den Rückgang sind unter anderem verbesserte Verfahren bei der Abwasser- und Klärschlammbehandlung in den Kläranlagen, durch die die Menge des zu entsorgenden Klärschlamms vermindert wurde. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, ist im selben Zeitraum der Anteil der verbrannten Klärschlammmenge (thermische Entsorgung) um 20 Prozentpunkte von 50 % auf 70 % gestiegen.
Die stoffliche Verwertung von kommunalem Klärschlamm zum Beispiel in der Landwirtschaft oder beim Landschaftsbau hat sich in den letzten zehn Jahren von gut 1,0 Millionen (2007) Tonnen auf rund 0,5 Millionen (2017) Tonnen nahezu halbiert. Dabei sank der Anteil der in der Landwirtschaft ausgebrachten Menge von 29 % auf 18 %. Für landschaftsbauliche Maßnahmen wurden 2017 noch 10 % des Klärschlamms verwendet (2007: 18 %).
Sonstige direkte Entsorgungswege wurden selten genutzt. Im Jahr 2017 wurden darüber 0,4 % der Klärschlammmenge entsorgt. Zehn Jahre zuvor waren es 0,2 % gewesen.

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Bayern: 72 Prozent des Klärschlamms thermisch entsorgt

Im Jahr 2017 wurden von den öffentlichen Abwasserbehandlungsanlagen in Bayern rund 278 200 Tonnen Trockenmasse Klärschlamm entsorgt. In die mit steigender Tendenz genutzte thermische Entsorgung gingen mit knapp 200 400 Tonnen 72,0 Prozent der Gesamtmenge, die stoffliche Verwertung ist mit rund 77 300 Tonnen bzw. einem Anteil von 27,8 Prozent weiterhin rückläufig. Dies teilte das Bayerische Landesamt für Statistik mit. Von dem Klärschlamm, der in die thermische Entsorgung ging, entfielen 85 800 Tonnen auf die Monoverbrennung und rund 108 700 Tonnen auf die Mitverbrennung. Der Anteil der thermischen Entsorgung an allen genutzten Entsorgungswegen ist seit Beginn der jährlichen Erhebung im Jahr 2006 von 44,3 Prozent auf 72,0 Prozent angestiegen. Dagegen zeigt die stoffliche Verwertung eine kontinuierlich abnehmende Tendenz, sie verringerte sich von 55,5 Prozent der insgesamt entsorgten Klärschlammmenge im Jahr 2006 auf 27,8 Prozent im Jahr 2017.

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Keine multiresistenten Keime in rheinland-pfälzischen Badegewässern

Die Badegewässer in Rheinland-Pfalz sind anscheinend frei von multiresistenten Keimen. Dies geht zumindest aus einer Studie der Universitätsmedizin Mainz hervor. Untersucht haben die Wissenschaftler alle 69 rheinland-pfälzischen Badegewässer sowie ausgewählte Fließgewässer durch einmalige Stichproben im Zeitraum von Juni bis Oktober 2018. In keinem der untersuchten Badegewässer konnten multiresistente Keime gefunden werden. Dies gilt jedoch nicht für die Fließgewässer. In zwei Fließgewässern konnte die Universitätsmedizin Mainz multiresistente Keime nachweisen. Dies hatten die Forscher aber auch erwartet, da gereinigte Abwässer der Kläranlagen sowie bei Regen auch Abschläge aus der Kanalisation in die Fließgewässer gelangen können.

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Thüringen: 94,9 Prozent der Einwohner an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen

In Thüringen waren im Jahr 2016 rund 2 050 100 Einwohner an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen. Der Anschlussgrad der Einwohner an die öffentliche Kanalisation stieg von 93,5 Prozent 2013 auf 94,9 Prozent 2016, darunter an Abwasserbehandlungsanlagen von 75,8 Prozent auf 78,8 Prozent. Das öffentliche Kanalnetz in Thüringen hatte 2016 eine Gesamtlänge von 16 300 km. Damit hat sich die Länge des Kanalnetzes seit 1991 mehr als verdoppelt. Rein statistisch gesehen, kommen auf jeden angeschlossenen Einwohner rund 8 m Kanal. Die Entwässerung erfolgte überwiegend im Mischsystem mit 9566 km.
Der überwiegende Anteil der Kanäle ist an Abwasserbehandlungsanlagen angeschlossen. In 529 Kläranlagen wurden im Jahr 2016 etwas mehr als 169 Millionen m³ Abwasser geklärt, darunter 103,7 Millionen m³ Schmutzwasser sowie 39,2 Millionen m³ Fremdwasser. 501 Kläranlagen verfügten über eine biologische Behandlung.
Die Menge von unbehandeltem Schmutzwasser aus Haushalten und Gewerbe, die über öffentliche Kanäle direkt in ein Oberflächengewässer bzw. in den Untergrund eingeleitet wurde, betrug im Berichtszeitraum rund 11 Millionen m³. Darin enthalten ist eventuell auftretendes Fremdwasser.
Im Jahr 2016 gab es landesweit 1952 Regenentlastungsanlagen, die nach starken Regenfällen Abschwemmungen von befestigten Flächen zurückhalten und nach und nach an Kläranlagen abgeben. Das Beckenvolumen der Regenklär-, Regenüberlauf- und Regenrückhaltebecken betrug 1 014 500 m³.

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Rheinland-Pfalz: Erhöhte Förderung bei Phosphorreduktion

Rheinland-Pfalz setzt auf gezielte Förderungen, um die Phosphoreinträge in Bäche, Flüsse und Seen zu minimieren. Hierfür hat das Landesumweltministerium seine Fördermöglichkeiten für kommunale Kläranlagen erweitert: Bis 2020 können Städte und Gemeinden zu der bestehenden Förderung einen zusätzlichen Bonus von 20 Prozent für Maßnahmen einer weiteren Reduktion der Phos Kläranlagen erhalten. Voraussetzungen sind: Die Maßnahmen müssen schnell umgesetzt werden, der Nährstoffgehalt muss um mindestens 20 Prozent im Vergleich zu bisher gesenkt werden und die Anlagen müssen auf die Einhaltung von Mindestzielwerten ausgelegt sein. Von 2021 an bis Ende 2022 beträgt dieser zusätzlicher Bonus zehn Prozent.

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Fettberg in Kanalisation in Südengland entdeckt

„Ein unerwünschtes Weihnachtsgeschenk", so beschreibt das Wasserunternehmen South West Water, dessen Ver-und Entsorgungsgebiet Devon und Cornwall im Südwesten Englands sind, einen „Fettberg", der in einer Kanalisation in Sidmouth (rund 14 000 Einwohner) entdeckt wurde. Der Fettberg sei mit 64 Meter länger als sechs Doppeldecker-Busse und bestehe aus hart gewordenem Fett, Öl und Feuchttüchern. Der Fettberg sei rechtzeitig entdeckt worden, bevor es zu einer Blockade der betroffenen Kanalisation gekommen sei, so South West Water. Mit seiner Beseitigung soll am 4. Februar 2019 begonnen werden. Hierfür werden acht Wochen veranschlagt, soweit winterliche Regenfälle nicht zu einer Verzögerung führen. South West Water erinnerte bei dieser Gelegenheit daran, dass ausschließlich die „3Ps" in der Toilette weggespült werden dürfen. „3P" steht in angelsächsischen Teil der Erde für „pee, poo, paper", gelegentlich erweitert um ein viertes P: puke (Kotze).

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Bundesregierung: Keine Benachteiligung von Abwasserbetrieben durch Stromsteuer auf Klärgasverstromung

Der Bundesregierung ist „eine Benachteiligung von Abwasserbetrieben ... nicht ersichtlich", wenn die Verstromung von Klärgas nicht mehr der Befreiung von der Stromsteuer unterliegt. Das antwortete die Regierung auf eine Frage zum Thema „Stromsteuer auf Klärgasverstromung" von Abgeordneten des Bundestags (Bundestags-Drucksache 19/7404). Zur Begründung führt die Regierung an, zum Eigenverbrauch erzeugter Strom sei unabhängig von der Stromsteuer kostengünstiger als regulär aus dem Stromnetz zugekaufter Strom. Selbst kleine Klärgasanlagen mit einer elektrischen Nennleistung von nur 0,2 MW erreichten „Stromgestehungskosten von typisiert 6,96 Cent/kWh, während die Strombezugskosten aus dem Netz bei ca. 13 Cent/ kWh liegen würden." Die Regierung gehe daher davon aus, dass die geplant „zum 1. Juli 2019 erfolgende Besteuerung von selbst verbrauchten Strommengen [neu gefasster § 9 Absatz 1 Nummer 1 StromStG] die Stromerzeugungsanlagen weder unwirtschaftlich werden lässt, noch dass die Erreichung der Klimaschutzziele hiervon negativ beeinflusst wird." Und grundsätzlich fügt die Bundesregierung hinzu: „Steuerbefreiungen stellen Ausnahmen vom Grundsatz der Besteuerung dar. Steuerbefreiungen entfalten keinerlei Bestandsschutz."
Hintergrund der Frage der Abgeordneten an die Regierung war, dass die Generalzolldirektion (GZD) und Hauptzollämter (HZA) aktuell dazu übergehen, für große Generatoren (Nennleistung über 2 MW), die Stromsteuerfreiheit aufzuheben, obwohl sich die Gesetzeslage nach Auffassung der Fragesteller nicht geändert habe. Als Begründung für diese geänderte Auffassung wird von der GZD und von den HZA ein Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) angeführt (VII R 7/15). Der dem Urteil zugrundeliegende Fall sei jedoch nicht auf Kläranlagen übertragbar. Vielmehr würden hier Kläranlagen mit Umspannwerken verglichen. Im Ergebnis werde durch die neue Sichtweise der Generalzolldirektion und der Hauptzollämter regional nachhaltiges Handeln (Klärgasverstromung) zu Lasten der kommunalen Anteilseignerinnen und Anteilseigner und der Bürgerinnen und Bürger mit einer Steuer belegt, die ausschließlich dem Bund zu Gute komme.
 
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Neuer Referenzrahmen für die Bachelorstudiengänge im Bauwesen

Der Akkreditierungsverbund für Studiengänge des Bauwesens (ASBau) hat am 16. Januar 2019 seinen „Referenzrahmen für die Bachelorstudiengänge im Bauwesen" vorgestellt. Dieser enthält die von den ASBau-Mitgliedern gemeinsam erarbeiteten qualitativen und quantitativen Mindestanforderungen einer berufsbefähigenden Bauingenieurausbildung. Mitglieder des ASBau sind die wesentlichen Verbände und Kammern aus Bauplanung und -wirtschaft sowie Hochschulen und Universitäten.
Der Referenzrahmen soll einerseits Studierenden die Orientierung im Dschungel der inzwischen 272 angebotenen Bauingenieurstudiengänge erleichtern und andererseits Personalabteilungen und Geschäftsführern die Bewertung der Qualifikation von Absolventen erleichtern. Außerdem will der ASBau mit der Broschüre Fachgutachtern in Akkreditierungsverfahren Unterstützung und Orientierung geben, indem erstmalig in einer Ingenieurdisziplin definiert wird, welche Anforderungen an die Beruflichkeit der Absolventen gestellt werden.
Herzstück des Referenzrahmens, der auf den ASBau-Studienstandards für Bauingenieurstudiengänge von 2010 aufbaut und diese weiterentwickelt, ist daher die sogenannte Studiengangsmatrix, die ab sofort auch online zur Verfügung steht. Sie gibt Auskunft über Inhalt und Umfang der in einem Studiengang angebotenen und zu absolvierenden Module.
www.asbau.org
 
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Antibiotika in Gülle: Biogasanlage keine Barriere

Viele in der Tiermedizin verwendete Antibiotika, die über Urin und Kot in die Gülle gelangen, lassen sich in Biogasanlagen nicht beseitigen. Das ist das Ergebnis eines Projekts der Justus-Liebig-Universität Gießen, das die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fachlich und finanziell mit rund 343 800 Euro gefördert hat.
In Deutschland werden in der Tierhaltung tonnenweise Antibiotika eingesetzt. Ein Großteil davon gelangt über das Düngen landwirtschaftlicher Flächen mit Gülle ungefiltert in die Böden. Dort können sich Bakterien entwickeln, auf die die Arzneien keine Wirkung mehr haben - sogenannte resistente Keime. Da Gülle auch in Biogasanlagen verwendet wird, wurde geprüft, ob Antibiotika dort beseitigt werden können, um den Eintrag in die Umwelt zu verringern. Dieser Weg sei nach Darstellung der Projektbeteiligten für wichtige Verbindungen nicht möglich. 2017 wurden nach Angaben des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Deutschland 733 Tonnen Antibiotika an Tierärzte abgegeben, der Großteil davon werde in Nutztierställen eingesetzt.

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Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie

Die EU-Wasserrahmenrichtlinie hat sich nach Auffassung der Bundesregierung „als zentrales Instrument einer integrierten und flussgebietsbezogenen Gewässerbewirtschaftung" bewährt. Die Kenntnisse über die Belastung und den Zustand der Gewässer in Europa hätten sich erheblich verbessert, schreibt die Bundesregierung in einer Antwort (Bundestags-Drucksache 19/5812) auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen mit Verweis auf die Einschätzung der Europäischen Umweltagentur. Die Bundesregierung hebt zudem hervor, dass sich auch die Vergleichbarkeit der biologischen Bewertungsverfahren der EU-Mitgliedsstaaten inzwischen verbessert habe. Es bestünden aber weiterhin Unterschiede „bei der Anzahl der tatsächlich bewerteten biologischen Qualitätskomponenten", heißt es in der Antwort.
 
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Weltwassertag 2019: Niemanden zurücklassen

„Niemanden zurücklassen" (Leaving no one behind) lautet das Motto des Weltwassertags am 22. März 2019. Als die Agenda 2030 im Jahr 2015 von den Vereinten Nationen beschlossen wurde, hatten die Staaten und die Wasserwirtschaft die Vision einer Welt ohne Armut, Hunger und Krankheit, eine Welt, in der das Leben blühen kann und in der niemand zurückgelassen wird. In einer Zeit immenser globaler Herausforderungen - Armut, Ungleichheit, Naturkatastrophen, humanitäre Krisen und Flucht - fragt der Weltwassertag 2019, wieso Leute zurückgelassen wurden und wie der Zugang zu Wasser, Sanitärleistungen und nachhaltige Wasserwirtschaft Triebkräfte des Wandels sein können. „Wasser für alle" bedeutet auch, dass Alte, Behinderte, Randgruppen und arme Menschen ebenso Zugang zu sauberem Trinkwasser und einer hygienischen Entsorgung haben müssen, wie es die Teilziele 6.1 und 6.2 der Sustainable Development Goals vorgeben.

www.unwater.org/worldwaterday 

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Sechs Prozent mehr Verkehrsunfälle mit wassergefährdenden Stoffen

Im Jahr 2017 gab es 1973 Unfälle mit Eisenbahn-, Straßen-, Wasser- und Luftfahrzeugen, bei denen wassergefährdende Stoffe wie zum Beispiel Mineralölprodukte freigesetzt wurden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lag die Zahl der Unfälle um rund 6 % höher als 2016. Die freigesetzte Menge war mit rund 558 m3 jedoch um rund 23 % niedriger als im Jahr zuvor.

Bei rund 65 % der Verkehrsunfälle traten wassergefährdende Stoffe durch die Beschädigung der Betriebsstofftanks der beteiligten Fahrzeuge aus, zum Beispiel der Tanks für Diesel oder Benzin. Dabei liefen 179 m3 wassergefährdende Stoffe aus. Mehr als drei Viertel (77 %) dieser Menge konnten wiedergewonnen und anschließend genutzt oder ordnungsgemäß entsorgt werden.

Bei 29 % der Unfälle wurden ausschließlich Transportbehälter (zum Beispiel Tankcontainer, Mehrkammertanks, Gefäßbatterien) für wassergefährdende Stoffe beschädigt und rund 294 m3 freigesetzt. Knapp zwei Drittel (63 %) davon konnten wiedergewonnen werden.

Bei 6 % der Unfälle wurden sowohl Transportbehälter als auch Tanks für Betriebsstoffe beschädigt. Dabei traten rund 84 m3 wassergefährdende Stoffe aus. Die Rückgewinnungsquote betrug hier lediglich 19 %.

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Neues Ultraschallverfahren zum Klärschlammaufschluss

Ein neues Ultraschallverfahren soll es ermöglichen, die Inhaltsstoffe des Klärschlamms besser aufzuschließen und anschließend voneinander abzutrennen. Im BMBF-Verbundprojekt UltraSep soll das Verfahren unter Realbedingungen auf einer Kläranlage des Wupperverbands getestet und optimiert werden. Projektpartner sind die Aquattro GmbH (Halver), Fraunhofer UMSICHT und die Wupperverbandsgesellschaft für integrale Wasserwirtschaft. Im Mittelpunkt steht eine neuartige und patentierte Ultraschall-Kavitations-Einheit. Im Ergebnis soll das neue Verfahren cellulosereiche Fasern, ein nährstoffreiches Gel sowie eine leicht vergärbare Flüssigkeit liefern, die jeweils für weitere Nutzungen verwendet werden können. Insbesondere die Rückgewinnung von Phosphor spielt hierbei eine wichtige Rolle.
 
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Spatenstich für Klärschlammtrocknungsanlage Zolling

Die Bayernwerk Natur GmbH, der ENGIE Kraftwerk Zolling GmbH sowie der Freisinger Stadtwerke wollen am Kraftwerksstandort Zolling, nördlich von München im Ampertal, eine Klärschlammtrocknungsanlage bauen und betreiben. Der offizielle erste Spatenstich erfolgte am 18. Oktober 2018. Die Anlage ist für 150 000 t mechanisch entwässerten Klärschlamm genehmigt, der aus den umliegenden Gemeinden angeliefert wird. Die für den Betrieb erforderliche Wärme stammt aus Kraft-Wärme-Kopplung. Der getrocknete Klärschlamm wird direkt im Kraftwerk als Brennstoff genutzt. Die Trocknungsanlage ist, so die Projektpartner in einer Pressemitteilung, „optimal auf die Standortbedingungen abgestimmt."
 
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Bayern: Abwasser-Innovationspreis für wegweisende kommunale Projekte

Für wegweisende Projekte vor Ort wurden am 5. Dezember 2018 der Zweckverband Zentralkläranlage Ingolstadt, die Gemeinde Kalchreuth und der Abwasserverband Kempten mit dem Abwasser- Innnovationspreis des Bayerischen Umweltministeriums ausgezeichnet. Mit der Preisverleihung ist eine Zusage für eine finanzielle Förderung der Projekte in Höhe von insgesamt rund 1,6 Millionen Euro verbunden. Der Zweckverband Zentralkläranlage Ingolstadt und die Gemeinde Kalchreuth teilen sich den 1. Preis.

Der Zweckverband Zentralkläranlage Ingolstadt plant den Umbau einer bestehenden Anlage in ein Wirbelschwebebettverfahren zur gezielten Stickstoffentfernung. Diese Anlagentechnik wurde bisher noch nirgends eingebaut und kann Vorbild für weitere Kläranlagen werden. Dafür erhält der Zweckverband Fördermittel in Höhe von 720 000 Euro.

Die Gemeinde Kalchreuth will das Durchlaufbecken vergrößern und einen Retentionsbodenfilter einbauen. Das verbessert die Reinigung des ablaufenden Mischwassers und spart Platz, denn es werden keine zusätzlichen Flächen verbraucht. Das Umweltministerium unterstützt dieses Vorhaben mit 520 000 Euro.

Der Abwasserverband Kempten plant das Projekt „Vom Klärwerk zum Kraftwerk". Dahinter steckt ein innovatives Konzept zur Trocknung von Klärschlamm. Damit wird der Kraft-Wärme- Wirkungsgrad erhöht. Ziel ist es, die Kläranlage künftig energieautark zu betreiben. 360 000 Euro erhält der Zweckverband für diese zukunftsweisende Idee.

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Get-together der Jungen Wasserwirtschaft im ÖWAV

Am 28. November 2018 fand das 2. Get-together der „Jungen Wasserwirtschaft im ÖWAV" statt, welches mit über 60 jungen Kolleginnen und Kollegen aus der Branche wieder restlos ausgebucht war.

Die "Junge Wasserwirtschaft" stellte sich diesmal die Frage, wie man mit „Wasser in der Stadt" zu der Zufriedenheit aller Betroffenen und natürlich zum Schutz vor Umweltereignissen umgehen kann.
Nach Vorträgen von Dr. Severin Hohensinner (BOKU Wien), DI Stefan Ribitsch-Bilek (IG Bilek + Krischner GmbH) und DI Bernhard Pucher (BOKU Wien) wurde noch eifrig diskutiert. Moderiert wurde die Veranstaltung von DI Arabel Amann (TU Wien) und Lena Simperler (BOKU Wien).

Im Anschluss an die Veranstaltung fand ein geselliger Ausklang statt, mit der Möglichkeit, sich noch intensiver in die Diskussion zu vertiefen.

Mehr:
https://www.oewav.at/Page.aspx?target=327061

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Klärschlammverbrennung in Offenbach am Main genehmigt

Das Regierungspräsidium Darmstadt hat der Energieversorgung Offenbach AG (EVO) die Genehmigung zur Errichtung und zum Betrieb einer Anlage zur Verbrennung von kommunalem Klärschlamm erteilt. Damit darf das bestehende Müllheizkraftwerk in Offenbach am Main um zwei Verbrennungslinien mit einer jährlichen Kapazität von insgesamt 100 000 Tonnen Klärschlamm aus kommunalen Anlagen erweitert werden. Gleichzeitig genehmigte das Regierungspräsidium der EVO, die Durchsatzleistung der bestehenden Verbrennungslinien für Hausmüll und ähnliche gewerbliche Abfälle um 50 000 Tonnen im Jahr zu erhöhen. Hintergrund der Änderungen sind betrieblich verbesserte Möglichkeiten zur Nutzung der bestehenden Anlage sowie die Verschärfung von Regelungen im Abfall- und Düngerecht, die die Möglichkeiten für eine landwirtschaftliche Klärschlamm-Verwertung einschränken.
Die EVO hatte bereits im Juli 2018 mit geteilt, es werde geplant, mit dem Bau des Projekts mit einem Gesamtvolumen von mehr als 18 Millionen Euro im Jahr 2019 zu beginnen. Die Inbetriebnahme ist im Lauf des Jahres 2020 vorgesehen.
 
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Neuartige Sanitärsysteme (NASS) - Element einer wassersensiblen, ressourceneffizienten Stadt- und Quartiersentwicklung

Neuartige Sanitärsysteme (NASS) stellen Alternativen zu konventionellen Abwasserableitungs- und -behandlungskonzepten bei Neuerschließungen und im Bestand dar und bieten auch bei Sanierungsmaßnahmen für bestehende, über-oder unterlastete Systeme neue Lösungsansätze. Ihre übergeordnete Zielsetzung einer möglichst ressourceneffizienten Wasserinfrastruktur trägt bei zur Umsetzung aktueller nationaler und internationaler Ziele (vgl. Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie, Sustainable Development Goals). Die DWA hat das Thema schon vor über zehn Jahren in ihrer Regelwerksarbeit aufgegriffen und dazu verschiedene Veröffentlichungen publiziert (Arbeitsblatt DWA-A 272, Merkblatt DWA-M 277, Themenband „Neuartige Sanitärsysteme").

Die Umsetzung der Systeme beschränkt sich bislang aber überwiegend auf Forschungs- und Demonstrationsvorhaben. Im Rahmen eines Expertengesprächs sollen deshalb in der Praxis gesammelte Erfahrungen aus Planungs-und Umsetzungsprojekten für NASS diskutiert und ausgewertet werden, aber auch diskutiert werden, warum sich NASS bisher in der Planungs- und Umsetzungspraxis nicht als Alternative durchgesetzt haben. Insbesondere sollen fördernde und hemmende Faktoren herausgearbeitet und mögliche Lösungsansätze entwickelt werden. Dazu werden in das Expertengespräch mit Entsorgern, Planungsbüros, kommunalen Akteuren und Wohnungsbaugesellschaften wesentliche Akteure aus der Praxis eingebunden.

Die DWA-Arbeitsgruppe „Systemintegration" im DWA-Fachausschuss KA-1 „Neuartige Sanitärsysteme" bringt Fachleute zusammen, die in der Umsetzung neuartiger Sanitärsysteme in der Praxis Erfahrung haben und einen Beitrag leisten können, die fördernden und hemmenden Bedingungen zu beleuchten. Das Fachgespräch findet auf persönliche Einladung am 26. Februar 2019 in Kassel statt.

Weitere Informationen:
DWA-Bundesgeschäftsstelle Dr.-Ing. Christian Wilhelm E-Mail: wilhelm@dwa.de

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Neuer Lehrpreis für exzellente Lehre in den Ingenieurswissenschaften und der Informatik ausgeschrieben

Erstmals lobt der Stifterverband gemeinsam mit der Konferenz der Fachbereichstage (KFBT) den Ars Legendi-Fakultätenpreis für herausragende Lehre in Ingenieurwissenschaften und Informatik aus. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 15 000 Euro dotiert. Die Bewerbung um den Preis erfolgt in der Regel auf Vorschlag der Fakultäten und Fachbereiche oder der Fachschaften der Ingenieurwissenschaften und der Informatik. Eigenbewerbungen sind zulässig. Bewerbungsschluss ist der 8. Februar 2019.

https://www.stifterverband.org/ars-legendi-inginf
 
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Legionellen in Abwässern

Der Umgang mit Legionellen in Papier-und Brauereiwässern ist Gegenstand einer Antwort der Bundesregierung (Bundestags-Drucksache 19/5537) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke. Darin führt die Bundesregierung unter anderem ihre Erkenntnisse zum Umgang mit Abwässern aus bestimmten Industriezweigen in Nordrhein-Westfalen, Bremen und Bayern aus.
 
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Klärschlammtagung 2018

Am 15. und 16. November fand im Europacenter der Messe Wels die traditionelle „ÖWAV-Klärschlammtagung" statt. Die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung unter der Leitung von a.o.Univ.-Prof. DI Dr. Matthias Zessner war mit über 250 TeilnehmerInnen ausgezeichnet besucht.

Nach der Begrüßung durch den Präsidenten des ÖWAV, Herrn BR h.c. DI Roland Hohenauer, übernahm HR DI Gerhard Fenzl, ÖWAV-Vizepräsident und Leiter der Fachgruppe Abwassertechnik und Gewässerschutz im ÖWAV, den ersten Teil der Moderation.

Die Tagung unterteile sich in sechs Themenblöcke und startete mit einem Überblick über die nationalen und internationalen Entwicklungen. Dabei wurde unter anderem die Ressource Klärschlamm im Rahmen der Europäischen Düngemittelstrategie, aber auch die Klärschlammstrategie des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus erläutert.

In den nachfolgenden Themenblöcken „Klärschlammtrocknung", „Klärschlammqualität" und „Klärschlammverbrennung" wurden Wege der weiteren Behandlung aufgezeigt und diskutiert.
Am zweiten Tag der Veranstaltung präsentierten die Vortragenden Verfahren und Strategien zur Phosphor-Rückgewinnung und erläuterten im Zuge dessen auch Konzepte aus den beiden österreichischen Nachbarländern Deutschland und der Schweiz.

Am Freitag wurde außerdem das ÖWAV-ExpertInnenpapier „Kritische Ressource Phosphor" vorgestellt, welches in einer interdisziplinären Arbeitsgruppe in einem langen Prozess erstellt wurde. Das Papier soll einerseits die möglichen Verfahren zur Phosphor-Rückgewinnung, andererseits aber auch die Hinderungsgründe aufzeigen, weswegen diese nicht dementsprechend genutzt werden. Das ExpertInnenpapier ist auf der ÖWAV-Homepage unter https://www.oewav.at/Publikationen zum Download verfügbar.
Die Veranstaltung wurde von einer Vielzahl von Firmen zur Präsentation ihrer Produkte und Dienstleistungen genutzt, wodurch den TeilnehmerInnen ergänzende Informationen und Kontakte zur Verfügung gestellt werden konnten. Die Tagung wurde dadurch auch zur Diskussion und zum Erfahrungsaustausch unter KollegInnen aus den verschiedensten Bereichen der Abfall- und Abwasserwirtschaft genutzt.
Mehr:
https://www.oewav.at/Page.aspx?target=326480
 
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97 % der Bevölkerung an die öffentliche Kanalisation angeschlossen

Im Jahr 2016 waren in Deutschland gut 97 % der Bevölkerung und damit rund 80 Millionen Einwohnerinnen sowie Einwohner an die öffentliche Abwasserkanalisation angeschlossen. 25 Jahre zuvor (1991) waren es rund 90 % der Bevölkerung gewesen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurden im Jahr 2016 über die öffentliche Kanalisation rund 5 Milliarden Kubikmeter Schmutzwasser aus Haushalten und Kleingewerbe zur Abwasserbehandlung abgeleitet. Knapp 3 % der Bevölkerung leiteten ihr Schmutzwasser ohne öffentliche Kanalisation in Kleinkläranlagen oder abflusslose Gruben ein.

Die Gesamtlänge des in Deutschland betriebenen Abwasserkanalnetzes belief sich auf rund 594 000 Kilometer. Davon waren 133 000 Kilometer reine Regenwasserkanäle. Die übrigen 461 000 Kilometer des Kanalnetzes waren entweder Mischkanalisation, in der Schmutzwasser zusammen mit Niederschlagswasser in die Kläranlage eingeleitet wurde (247 000 Kilometer), oder reine Schmutzwasserkanäle (214 000 Kilometer).

Durchschnittlich waren 2016 bundesweit 174 Einwohner je Kilometer Misch-und Schmutzkanalisation angeschlossen. Dabei bestanden große regionale Unterschiede. In den Stadtstaaten waren aufgrund der dichten Besiedlung durchschnittlich 449 Einwohner an jedem Kilometer der öffentlichen Kanalisation angeschlossen, während es im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern im Durchschnitt 124 Einwohner je Kilometer waren.
 
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IKT: Neubau einer Starkregen- Prüfanlage in Gelsenkirchen

Das Gelsenkirchener IKT - Institut für Unterirdische Infrastruktur errichtet einen nach eigenen Angaben weltweit einmaligen Prüfstand für Starkregen und urbane Überflutungen. Das Vorhaben wird mit 9,18 Millionen Euro öffentlich gefördert: Die Fördermittel werden aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und zu 35 Prozent vom Land Nordrhein-Westfalen erbracht.

Ziel der Maßnahme ist, Überflutungen durch lokale Starkregen zu verhindern und Menschen und Gebäude schützen. Wegen der komplexen Verhältnisse, vor allem in den Innenstädten, lassen sich Lösungen nur sehr schwer allein am Computer erarbeiten. Daher hat das IKT einen neuen Prüfstand konzipiert, mit dem im Maßstab 1 : 1 realitätsnah simuliert wird, wie Regenwasser auf Straßen, Wohn- und Gewerbegebieten abfließt. Mit der neuen Einrichtung bilden IKT-Forscher ganze Straßenabschnitte nach, inklusive aller dazu gehöriger Einbauten wie Bordsteine, Rinnen, Gullys, Abwasserschächte und -leitungen sowie modernster Geräte zum Regenwasserrückhalt. Sogar Straßenneigungen bis zehn Prozent sind möglich.

Die Versuchsaufbauten werden Starkregenmassen von 1000 Liter pro Sekunde und Hektar ausgesetzt. Damit könnte man ein Bundesliga-Spielfeld in einer guten Viertelstunde knöcheltief unter Wasser setzen. Großflächige Überflutungen von Straßen und Plätzen werden darüber hinaus mit einem Wasserschwall von 250 Liter pro Sekunde simuliert. Damit ließen sich zwei Badewannen in einer Sekunde füllen.

Die Forschungsergebnisse des IKT werden Rückschlüsse zulassen für die künftige starkregensichere Gestaltung von Straßen, Geh- und Radwegen sowie Unterführungen. Ebenso wird erkennbar, wie man Gebäude besser schützt. Vor allem den Kommunen will das Institut praxisbezogene Erkenntnisse liefern, die vor Ort zielgerichtet eingesetzt werden können. Aber auch die Umweltverwaltung kann erkennen, welche technischen Vor schriften und rechtlichen Vorgaben sinnvoll sind und welche eventuell geändert werden müssen.

Die neue IKT-Prüfanlage wird auch über einen Steuer- und Regelstand verfügen, mit dem Messdaten und Videobilder der Versuche in Echtzeit visualisiert und über das Internet übertragen werden. Damit können Wissenschaftler weltweit die in Gelsenkirchen laufenden Versuche beobachten und kommentieren.

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Förderung für Projekte zur Schließung von Stoffkreisläufen

Die Koordinierung von Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten auf dem Gebiet der nachhaltigen Rohstoffversorgung im Rahmen einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft ist Ziel der Fördermaßnahme ERA-NET „ERA-MIN 2", eine gemeinsame Initiative von 21 Partnern aus 14 europäischen Ländern und Regionen sowie vier außereuropäischen Ländern. ERA-MIN 2 ermöglicht die Zusammenarbeit deutscher Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit akademischen sowie industriellen Partnern der beteiligten Länder in Forschungs- und Entwicklungsprojekten.
Gegenstand der Förderung sind Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Rahmen anwendungsorientierter vorwettbewerblicher Verbundprojekte, die sich die Optimierung von Produkt-und Stoffkreisläufen in industriellen Produktionsprozessen oder am Ende der Nutzungsdauer von Produkten zum Ziel setzen. Es wird ein Beitrag zur Erhöhung der Rohstoffeffizienz durch die Etablierung von Material- und Stoffkreisläufen gemäß dem Leitbild der Kreislaufwirtschaft erwartet. Dabei adressiert die Förderung die Optimierung von Produkt-und Stoffkreisläufen für nicht-energetische, abiotische Rohstoffe, das heißt Metalle, Bau- und Industrieminerale.

Die Förderung deutscher Partner beschränkt sich auf die Verarbeitung von Rohstoffen, im Zusammenhang mit der Herstellung bzw. Wiederaufarbeitung von Produkten sowie die Wiederverwendung und das Recycling nach dem Ende der Nutzungsdauer. Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Einrichtungen der Kommunen und Länder sowie Verbände und weitere gesellschaftliche Organisationen.

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt, bestehend aus Projektskizze und anschließendem förmlichen Förderantrag. In der ersten Verfahrensstufe sind bis spätestens 31. Januar 2019 englischsprachige Projektskizzen einzureichen.

https://www.bmbf.de/foerderungen/ bekanntmachung-2106.html

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Brandenburg: für Investitionen im Rahmen der ELER-Förderung zukünftig auch Kosten für Vergabe förderfähig

Für Investitionsvorhaben, die über den EU-Agrarfonds ELER gefördert werden, können auch finanzielle Unterstützungen für die Durchführung von Vergabeverfahren beantragt werden. Dies regelt ein Erlass der für Brandenburg und Berlin zuständigen ELER-Verwaltungsbehörde, die unter dem Dach des Brandenburger Agrar- und Umweltministeriums arbeitet. Von der neuen Regelung betroffen sind unter anderem die Förderrichtlinien „Verbesserung Hochwasserschutz" und „Landschaftswasserhaushalt/Gewässersanierung". Hier wird unter dem jeweiligen Richtlinienpunkt: „Art und Umfang, Höhe der Zuwendung" bei der Bemessung folgende Ergänzung aufgenommen: „Für investive Vorhaben sind Kosten für die Durchführung von Vergabeverfahren zuschussfähig."
Die entstandenen Kosten für das durchgeführte Vergabeverfahren können im Rahmen des Antragsverfahrens im Kostenplan beantragt werden. Diese sind zu den Bedingungen des Fördersatzes der jeweils geltenden Richtlinie förderfähig. Der Erlass gilt nicht rückwirkend.  

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Kooperation von Wupperverband und Currenta wird fortgesetzt

Der Chemieparkbetreiber Currenta und der Wupperverband verlängern vorzeitig ihre Kooperation bis 2031. Diese Verbindung besteht seit über 50 Jahren: Der Wupperverband und Currenta klären gemeinsam die Abwässer aus der chemischen Industrie und dem Bergischen Land. Nicht nur wirtschaftlich ist die Synergie von Wupperverband und Currenta ein Plus. Künftig werden die enthaltenen Schadstofffrachten noch besser abgebaut. Möglich macht das eine Millionen-Investition in die Optimierung und Erweiterung der Nachklärstufen: Das Projekt ONKL (Optimierung Nachklärkapazität Kläranlage Leverkusen) ist Teil der Kooperationsvereinbarung und schafft die Grundlage für einen dauerhaft sicheren Betrieb und weiterhin die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben während der vereinbarten Vertragslaufzeit.

Im Gemeinschaftsklärwerk Leverkusen werden die Betriebsabwässer aus dem Chempark zusammen mit den kommunalen Abwässer von bis zu 400 000 Einwohnern und Betrieben aus Leverkusen, Leichlingen, Burscheid sowie aus Teilen von Solingen und Bergisch Gladbach geklärt. Das Verhältnis dabei liegt bei rund 70 Prozent kommunaler und 30 Prozent Betriebsabwässer.

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Bertha-Benz-Preis 2019 ausgeschrieben

Gesucht werden Kandidatinnen für den Bertha-Benz-Preis 2019. Mit diesem Preis zeichnet die Daimler und Benz Stiftung jährlich eine Ingenieurwissenschaftlerin aus, die eine herausragende Promotion in Deutschland zur Doktor-Ingenieurin abgeschlossen hat. Der Preis ist mit 10 000 Euro dotiert. Stichtag für Nominierungen ist der 1. März 2019. Vorschlagsberechtigt sind die Leitungsgremien von Universitäten und selbstständigen Forschungsinstituten, eigene Bewerbungen sind nicht möglich. Nominierungen sind ausschließlich über das Online- Portal auf der Website der Stiftung möglich. Der Preis wird im Rahmen der Bertha-Benz-Vorlesung vergeben, die im Juli 2019 in Heidelberg stattfinden wird.

www.daimler-benz-stiftung.de

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Bewerbungsstart beim Deutschen Arbeitsschutzpreis 2019

Am 1. Dezember 2018 startete die Bewerbungsphase für den Deutschen Arbeitsschutzpreis 2019. Der Preis steht für eine branchenübergreifende Auszeichnung für vorbildliche technische, strategische, organisatorische und kulturelle Lösungen rund um Sicherheit und Geundheit bei der Arbeit. In fünf Kategorien werden 2019 vorbildlich entwickelte und gelebte Lösungen prämiert werden: Von weitreichenden Managementlösungen über kreative und innovative Lösun-gen auf Betriebsebene, von verhaltens-und verhältnisändernden Maßnahmen bis hin zu Maßnahmen, die Schutz, Si-cherheit und Gesundheit des Einzelnen betreffen. Ein Start-up-Betrieb wird mit einem zusätzlichen Stiftungspreis der Messe Düsseldorf ausgezeichnet. Interessierte können sich bis zum 1. März 2019 bewerben:

www.deutscher-arbeitsschutzpreis.de

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