Klärwerk.info - Wegweiser

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A. Aktuelles

Hier finden Sie alle aktuellen Meldungen chronologisch geordnet. Suchen Sie frühere Meldungen, so sehen Sie in den Sachgebieten nach oder geben rechts oben einen Suchbegriff in das Suchen-Feld ein.

1)      Tägliche Meldungen

B. Forum

1)      Fragen und Antworten

Das Forum steht allen Nutzern zur Verfügung. Hier können Sie alle Beiträge lesen, selbst Beiträge erstellen oder auf Beiträge antworten

C. Fachwissen

Hier schreiben Praktiker für Praktiker. Haben Sie auch etwas Interessantes zu berichten, so schreiben Sie uns an Kontakt@Klaerwerk.info .

1)     Abwasserreinigung
2)      Energie- und E-Technik
3)      Kanal- und Entwässerung
4)      Maschinentechnik
5)      Labor
6)      Schlammbehandlung
7)      Gaserzeugung und BHKW
8)      Aus Bund Ländern und EU
         a) Vom Bund
         b) Aus der EU und aller Welt
         c) Aus den einzelnen Bundesländern (geordnet nach Bundesländer)
9)      Recht und Gesetze
         a) Beiträge zum Umweltgesetzbuch
         b) Beiträge zur Wasserrahmenrichtlinie (WWRL)
         c) Beiträge zum Erneuerbare Energien Gesetz (EEG)
10)    Neue Fachliteratur
         a) Neue Bücher
         b) CD/ DVD's
         c) Downloads
         d) Fachzeitschriften
         e) Lexika und Wörterbücher
11)  Tipps und Tricks

D. Berufliches

Der zweite Schwerpunkt von Klärwerk.info. Hier finden Sie alles für Arbeitnehmer und Vorgesetzte und was Sie persönlich angeht.

1)      Arbeitssicherheit
         a) Unfallverhütungsvorschriften- Regeln und Information
         b) Formulare und Erlaubnisscheine
         c) Gesetze und Verordnungen zur Arbeitssicherheit
         d) Umsetzung der Betriebssicherheitsverordnung
         e) Unterweisungshilfen
         f ) Hilfen zur Gefährdungsbeurteilung
         g) Ex-Schutz auf Kläranlagen
2)
      Tarif- und Arbeitsrecht
         a) Tarifrecht, Tarifvertrag, Gehaltsrechner und mehr
         b) Mitarbeitergespräche, Mitarbeiterbeurteilung
         c) Leistungsorientierte Bezahlung
         d) Tabelle TVöD (West)
         e) Arbeitszeugnisse
3)      Aus- und Weiterbildung
         a) Ansprechpartner
4)      Azubiseite
         a) Ausbildungshilfen für Ausbilder und "Azubis"
         b) Musterkläranlage
         c)  Prüfungsaufgaben
         d) Übungsaufgaben
         e) Informationen für Auszubildende
         f)  UT-Ausbildertreffen Fachkraft für Abwassertechnik
         g) Formeln, PSE und weitere Hilfen
5)      Meisterschüler
         a) Informationen für Meisterschüler
         b) Prüfungsaufgaben
6)        Offene Stellen

E. DWA-Infos

1)      Klärwerksnachbarschaften
         a) Kläranlagennachbarschaften in Bayern
         b) Kläranlagennachbarschaften in Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern
         c) Kläranlagennachbarschaften in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland
2)      DWA-Informationen
         a) DWA Arbeitsblätter
         b) KA-Betriebs-Infos
         c) Mitgliederrundbriefe aus den Landesverbänden
         d) Meldungen der DWA

F. Kläranlagen

1)      Links zu Kläranlagen und Abwasserverbänden
2)      Kläranlagen - Videos
3)      Meldungen von den Kläranlagen

G. Nützliches

1)      Wetter und Hochwasser
2)      Firmennachrichten
3)      Verbandsnachrichten        
4)      Nützliche Links
         a) Umweltschutzorganisationen
         b) Fachzeitschriften, Lexika und Wörterbücher
         c) Behörden
         d) Berufsverbände und Vereinigungen
         e) Fachinformationen
         f) Gesetze und Verordnungen
5)      Meldungen aus der Wissenschaft
6)      Meldungen aus aller Welt
7)      Allgemeine Meldungen und Berichte

H. Fortbildungsdatenbank

1)      Fortbildungen
2)      Fortbildungen in Österreich
3)      Fortbildungen in der Schweiz
4)      Messen und Tagungen

I. Produktsuche/ Lieferanten

J. Kontakt

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3)      Kontakt

25.06.2018 06:09

Klärwerk.info / Ablage / Meldungen der DWA 2008

Meldungen der DWA 2008

Januar 2008
April 2008  Juli 2008  Oktober 2008 
Februar 2008
Mai 2008  August 2008  November 2008
März 2008
Juni 2008  September 2008  Dezember 2008 


Dezember 2008

Faltblätter Hochwasserschutz 

Hessen darf Wasserpreise kontrollieren 

Investitionsstrategie der Berlin Wasserbetriebe bis 2020 

Fast 42 Milliarden Euro Subventionen schaden dem Umweltschutz 

REACH-Verordnung: Auswirkungen für Wasserchemikalien 

Deutscher Juristentag zur Umsatzsteuer für die Abwasserentsorgung 

Internet-Datenbank zum Recht der erneuerbaren Energien in den EU-Mitgliedstaaten 

Arbeitshilfen Abwasser 
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November 2008
• 
2. Internationales DWA-Symposium zur Wasserwirtschaft auf WASSER BERLIN vom 30. März bis 3. April 2009 
• 
Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen 
• 
Anhang „Niederschlagswasser" in Vorbereitung 
• 
Nanopartikel in der Umwelt 
• 
Sachsen: Fehlende Konzepte für die Abwasserbeseitigung gefordert  
• 
Humanarzneimittelwirkstoffe im Wasser 
• 
Neues Hochwasserfrühwarnsystem und Hochwassergefahrenkarten im Internet 
• 
Tracerversuch an der Donau 
• 
Brandenburg: Dezentrale Lösungen als Alternative 
• 
Risiken aus Cross-Border Leasing 
• 
Koalitionsvereinbarung in Bayern 
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Oktober 2008

Ernst-Kuntze-Preis der DWA vergeben 

PFT-Werte im Abwasser von Kläranlagen an der Ruhr 

Niedrigwasserinformationsdienst in Bayern 

Neue Membrananlagen 

Planfeststellungsbeschluss für den Abwasserkanal Emscher übergeben 
• 
DWA ehrt engagierte Umweltexperten  

Internet-Datenbank zum Recht der erneuerbaren Energien in den EU-Mitgliedstaaten 

Bremer Senat beschließt Einführung der gesplitteten Entwässerungsgebühr 

Forschungs-Biogasanlage gestartet 

Abwassergebühren insgesamt stabil 
• 
DWA und kommunale Spitzenverbände: Abwassergebühren insgesamt stabil
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September 2008

Ausbau des Klärwerks Radevormwald abgeschlossen 

Verhalten von Prionen in Kläranlagen und im Boden 

Ermäßigte Mehrwertsteuer für Wasserdienstleistungen? 

„Masterplan Wasser NRW" der SPD 

Pilotprojekt für Klärschlammverbrennung 

Klärschlamm auf Feldern als „schwere Hypothek" 

Abschluss des Schweizer Nationalen Forschungsprogramms „Hormonaktive Stoffe"  

20 Millionen Europäer ohne sichere Entsorgung 

Alternative Gestaltung städtischer Wasser- und Abwasserinfrastruktur 

Experten-Hotline zu Allergien  

BDEW mit neuer Adresse  

Leitfaden: Energieeffizenz auf Kläranlagen  

Vergrößerung von Helgoland  

Goldener Kanaldeckel ausgeschrieben  

Neugründung des DWA-Fachausschusses WI-1 "Grundsatzfragen/Neue Entwicklungen"  

Neuordnung der Förderung der kommunalen Wasserversorgung und Abwasserbehandlung in Baden-Württemberg  

Kosten für Niederschlagswasserkanal mit Abwasserabgabe verrechenbar 
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August 2008 

Studie zu Spurenstoffen in der Ruhr vorgelegt 

Fünfzehn Jahre „Rostocker Modell" 

Politikmemorandum 2008 der DWA erschienen 

70. Umweltministerkonferenz in Mainz 

Kosten für Niederschlagswasserkanal mit Abwasserabgabe verrechenbar 

Thüringen will Kleinkläranlagen fördern 

Einleitung schwerflüchtiger lipophiler Stoffe in Berliner Kanalnetz begrenzt 

Internet-Stellenbörse 

Hepatitis-B-Infektion keine Berufskrankheit 

German Water Partnership gegründet 

Neue Förderfibel in Thüringen erschienen 

BDEW mit neuer Adresse 

Umweltpreis ausgeschrieben 

Jobbörse ab sofort auf der Homepage der DWA-Bundestagung aktiv 

Kleine Lösung oder Großprojekt - Suche nach innovativen Beispielprojekten zur energieoptimierten Abwasserbehandlung 
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Juli 2008 

Umweltfachleute formulieren ihre Erwartungen an die Politik  

70. Umweltministerkonferenz in Mainz  

Kommission begrüßt Abstimmung des Europäischen Parlaments über Wasserqualitätsnormen  

Material über elektrische Gefährdungen  

BDEW legt „Wasserprogrammatik 2008" vor  

Bayern forciert thermische Klärschlammverwertung  

Abwasserentsorgung und Energierecht 
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Juni 2008 

DWA-Themen GB 1.5 - April 2008 

Verbände der Wasserwirtschaft stellen neues Branchenbild vor 

Stromerzeugung aus Wasserkraft und auf Kläranlagen weiter optimieren 

Anlage zur Reduzierung von „Tosu" in Betrieb 

Schädigung der Umwelt wird unter Strafe gestellt 

Arbeitsblatt ATV-DVWK-A 156, Ausgabe November 2000, wird zurückgezogen 

Merkblatt ATV-M 101, Ausgabe Mai 1996, wird zurückgezogen 

Expertenkreis über Ratten im Kanalnetz gegründet 

Aktualisierte PFT-Werte in Nordrhein-Westfalen veröffentlicht 

ISO-Norm über Energiemanagement 

Ein starkes Netzwerk für die Wasserwirtschaft 

Neues mathematisches Modell der Abwasserreinigung 

Umweltministerium Rheinland-Pfalz und Potsdam-Institut kooperieren 

Technische Regeln Gefahrstoffe: Bei Änderung E-Mail 

Zusätzliche Fördermittel in Bayern 

Entwurf für Umweltgesetzbuch in der Anhörung 

Seepferdchen in der Themse 

Förderung für Biomasse-Nutzung 
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Mai 2008 

Wie sieht die Abwasserbehandlung der Zukunft aus- 4. 5. 6. Reinigungsstufe? 

Ökoeffizienz in der Wasserwirtschaft 

Die Haftung eines Entwässerungsverbandes bei Ausfall der Entwässerungseinrichtungen 

Arzneimittel und Industriechemikalien - ein Abwasserproblem 

Unfälle mit ­wassergefährdenden Stoffen 

Umweltdaten Deutschlands online verfügbar 

Frankfurt am Main: Stadtentwässerung erhält TSM-Bestätigung 

Runder Tisch „Gewässerschutz für Werra, Weser und Kaliproduktion" 

Positionspapier der AöW erschienen 

Erneuerbare Energien auch 2007 kräftig gewachsen 

Bundeskabinett verabschiedet Verordnung zur Förderung der Biogaseinspeisung 

Strategien für ein dichtes Abwassernetz 

Unternehmensbenchmarking als Bestandteil der Modernisierungsstrategie - Kennzahlen und Auswertungsgrundsätze 

Abwasserfracht in Sachsen weiter deutlich gesunken 

Bewertung von Verfahrensstufen zur Abwasseraufbereitung für die Wiederverwendung  
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April 2008

Hydrologische Wissenschaften - Fachgemeinschaft in der DWA 

Wasserwirtschaft im neuen Umweltgesetzbuch (UGB) 

Aktivitäten im Rahmen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie 

Wasserausstellung von DBU und DWA auf der IFAT 2008 

Das neue Umweltgesetzbuch - einen Überblick 

Wasserwirtschaft im neuen Umweltgesetzbuch 

Internet-Stellenbörse des DWA-Landesverbandes Baden-Württemberg 

Rechengutbehandlung an Gewässern 

Der Ölunfall 

DWA-Landesverband Sachsen/Thüringen 

Der Umgang mit dem Klimawandel und seinen Folgen 

Karriereberatung auf der IFAT 2008 

Der Prozess der Bewirtschaftungsplanung gemäß Europäische Wasserrahmen -Richtlinie - Handlungsempfehlungen aus Sicht der DWA 

Stadtentwässerung Frankfurt am Main erhält TSM-Bestätigung 

Europäisches Wasser-, Abwasser- und Abfall-Symposium sowie 3. Gemeinsame Fachkonferenz "Herausforderungen des 21. Jahrhunderts an eine nachhaltige Wasserwirtschaft" vom 5. bis 9. Mai 2008 während der IFAT 

Energiepotenziale der deutschen Wasserwirtschaft 

Innovative Energiekonzepte für Kläranlagen 

Hohe Beteiligung am Benchmarking Projekt Abwasser in NRW 

Benchmarking "Kennzahlenvergleich Abwasser" 

Die Artikelserie zur Europäischen Wasserrahmenrichtlinie in der KA und der KW 

Optimierung bestehender Absatzbecken 
•  Einfluss organischer Stoffe im Abwasser auf die Abbaueffizienz in Hybridbodenfiltern 
•  Abflusssteuerung quo vadis? 
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März 2008 
• 
Rechtsprobleme der CO-Vegärung in Abwasserbehandlungsanlagen 
• 
Sulfid-Praxishandbuch der Abwassertechnik 
• 
Perfluorierte Tenside in Abwasser und Abfällen 
• 
Maßnahmen zur Minderung des Schäumens in Faulbehältern unter besonderer Berücksichtigung der Klärschlammdesintegration 
• 
Klage gegen zentrale Schmutzwassererschließung 

Sanitäre Grundversorgung: Leitthema zum Weltwassertag am 22. März 2008 

Baden-Württemberg: Entfernung von Spurenschadstoffen wie Arzneimittelrückständen als neuer Förderschwerpunkt 

Begabtenförderung für berufsbegleitende Weiterbildung 

Benchmarking-Projekt Abwasser in Nordrhein-Westfalen - Anmeldefrist verlängert 

Bewerberseminar für persönliche DWA-Mitglieder 

Kooperation bei Biogasgewinnung 

Klärwerk Dradenau wird auf Druckbelüftung umgestellt 

Regierungspräsidium Stuttgart fördert Studie zur alternativen Klärschlammbehandlung 
• 
Kläranlagen leisten einen Beitrag zum Klimaschutz 
• 
Membrantechnologie in der kommunalen und industriellen Abwasserbehandlung 

Energie aus regenerativen Quellen 
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Februar 2008 

Bundesregierung sieht keine Ungleichbehandlung in der Entsorgungswirtschaft 

Neues Umweltschadensgesetz legt einheitliche Anforderungen für die Sanierung von Umweltschäden fest 

Mitvertrieb: Arbeitsheft für umwelttechnische Berufe 

Gabriel: Bekenntnis zur Steuerbefreiung 

Größtes „Rieselfeld" Thüringens ist Geschichte 

Pilotanlage in Berlin saniert Rieselfeld-Altlasten 

Mitvertrieb: DVD "Ökoraum Klärwerk" 

Aufbereitung von Industrieabwasser und Prozesswasser mit Membranverfahren und Membranbelebungsverfahren 

Master für Kanalsanierung 

Angebote zur Mitwirkung bei DWA-Fachvorhaben 

Klärschlammdeponie als Biotop 

Karl-Imhoff-Preis der DWA ausgeschrieben 

Richtlinie zur Förderung von Abwasseranlagen in Mecklenburg-Vorpommern in Kraft getreten 

EU-Verfahren gegen Deutschland eingestellt 

Gemeinsames Tochterunternehmen von E.ON Hanse und Hamburg Wasser 

Dauerverluste kommunaler Eigenbetriebe sind steuerpflichtig 

Mitvertrieb: Anlage zum Betriebstagebuch für Kläranlagen mit Faulbehälter 

Mitvertrieb: Betriebstagebuch für Kläranlagen 

BDEW hat Arbeit aufgenommen 

Hinweise und Empfehlungen zum Erheben von Anschlussbeiträgen in Mecklenburg-Vorpommern 

EU-Kommission: Abwasserbehandlung in Luxemburg und Belgien unzureichend 
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Januar 2008 

Dynamische Wasserwirtschaft in der Praxis 

Technisches Sicherheitsmanagement für Abwasseranlagen seit fünf Jahren erfolgreich 
•  DWA fordert die gleiche Vergütung von Klär- und Biogasstrom - Stellungnahme zum Referentenentwurf des EEG vorgelegt  
•  DWA-Publikationsverzeichnis 2008 erschienen 
•  DWA-Arbeitsgruppe "Umsetzung von RIMAX-Ergebnissen in die Praxis" gegründet

 


Faltblätter Hochwasserschutz

Neuerscheinung

Was ist vor, während und nach einem Hochwasserereignis zu tun? Welche Bedeutung haben die Hochwasseralarmstufen? Welche Materialien zur Hochwasserabwehr gibt es und wie sind diese einzusetzen? Welche Schäden können an Deichen auftreten und wie ist mit diesen umzugehen? Wie können Gebäude effektiv vor Hochwasser geschützt werden? Zur Antwort auf diese und weitere Fragen wurden Themenfaltblätter zu Teilbereichen des präventiven Hochwasserschutzes, schwerpunktmäßig für den Freistaat Sachsen, erstellt.

Teil I: Allgemeine Informationen, Alarmstufen, Hochwasserabwehr, Verhalten, Ansprechpartner

Teil II: Deiche und Deichverteidigung

Teil III: Schutz von Gebäuden vor Oberflächen-, Grund- und Kanalisationswasser

Details zum Inhalt und Bezug sowie über weitere Publikationen zur naturnahen Gewässerunterhaltung

Kontakt
DWA-Landesverband Sachsen/Thüringen
Niedersedlitzer Platz 13
01259 Dresden
Tel.: 0351 2032025
Fax: 0351 2032026
E-Mail: info@dwa-st.de

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Hessen darf Wasserpreise kontrollieren

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat am 18. November 2008 die Untersagungsverfügung der Landeskartellbehörde gegen den Wasserversorger enwag wegen zu hoher Wasserpreise in Wetzlar bestätigt. Das Hessische Wirtschaftsministerium als Landeskartellbehörde Energie und Wasser hatte mit Verfügung vom 9. Mai 2007 der enwag befristet bis zum 31. Dezember 2008 untersagt, für die Lieferung von Trinkwasser zu allgemeinen Tarifpreisen mehr als 1,66 €/m³ im Typfall 1 (Jahresverbrauch 150 m³, Wasserzähler bis 5 m³/h) und mehr als 1,48 €/m³ im Typfall 2 (Jahresverbrauch 400 m³, Wasserzähler bis 5 m³/h) zu verlangen. Gleichzeitig hat die Landeskartellbehörde festgestellt, dass die Wasserpreise der enwag für die Zeit ab dem 1. Juli 2005 insoweit missbräuchlich überhöht waren, als sie die vorstehenden Beträge überstiegen haben.
Gegen diese Verfügung hatte die enwag sofortige Beschwerde eingelegt, die der 1. Kartellsenat des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main durch Beschluss vom 18. November ganz überwiegend zurückgewiesen hat. Die Untersagungsverfügung der Landeskartellbehörde ist nach Meinung des 1. Kartellsenats berechtigt. Die kartellrechtliche Kontrolle der Endkundenpreise von Wasserversorgungsunternehmen richte sich nach den Vorschriften des GWB (Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen) in der Fassung des Jahres 1998. Danach liege hier ein Preismissbrauch vor. Die enwag fordere nämlich ungünstigere Preise als gleichartige Versorgungsunternehmen und habe nicht nachgewiesen, dass der Preisunterschied auf abweichenden Umständen beruht, die ihr nicht zurechenbar sind (§ 103 V 2 Nr. 2 GWB 1998).
Die Anforderungen an die Gleichartigkeit der für den Preisvergleich heranzuziehenden Wasserversorger sind nach Auffassung des 1. Kartellsenats nicht übermäßig hoch anzusetzen. Insbesondere könnten Strukturunterschiede der Versorgungsgebiete nur dann berücksichtigt werden, wenn der Wasserversorger genau nachweist, wie sie sich im Einzelnen auf die Preise auswirken.
Nur die Feststellungsentscheidung der Landeskartellbehörde hat der 1. Kartellsenat aufgehoben. Eine solche Entscheidung komme nur dann in Betracht, wenn keine Untersagungsverfügung mehr ergehen kann, weil das beanstandete Verhalten bereits beendet ist. Dies sei hier nicht der Fall.
Der Senat hat gegen seine Entscheidung die Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof zugelassen. Nach Medienberichten will die enwag diese Möglichkeit nutzen.
Nach Angaben des hessischen Wirtschaftsministeriums laufen in Hessen sieben Verfahren gegen Wasserunternehmen. In drei Fällen habe Wirtschaftsminister Alois Rhiel (CDU) Preissenkungen verfügt. Zwei der Unternehmen hätten dagegen Beschwerde erhoben; die Verfahren seien ebenfalls beim Oberlandesgericht Frankfurt am Main anhängig. Hingegen hätten sich die Stadtwerke Gelnhausen und das hessische Wirtschaftsministerium im Dezember 2007 auf eine „freiwillige Senkung" der Wasserpreise um 20 Prozent geeinigt.
Das Gericht will seinen Beschluss im Volltext im Internet abrufbar machen:

www.rechtsprechung.hessen.de (Az. 11 W 23/07)  

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Investitionsstrategie der Berlin Wasserbetriebe bis 2020

Die Berliner Wasserbetriebe wollen bis zum Jahr 2020 mindestens drei Milliarden Euro in die Erhaltung der Infrastruktur sowie in die Verbesserung der Umweltqualität investieren. Das sei die Konsequenz aus den Investitionsstrategien für die Wasserversorgung sowie für die Abwasserentsorgung, die der Vorstand des Unternehmens in diesem Jahr erarbeitet und dem Aufsichtsrat vorgestellt hat. Damit blieben die Investitionen auch künftig auf dem Niveau der vergangenen zehn Jahre, so die Wasserbetriebe in einer Mitteilung am 20. November 2008.
Schwerpunkt ist mit mehr als zwei Dritteln der Ausgaben der Bereich Abwasserentsorgung. Dort setzen die Steigerung der Reinigungsleistung der Klärwerke - unter anderem durch Einführung vierter Reinigungsstufen -, die Erhaltung und Pflege des Kanalnetzes sowie die Schaffung von zusätzlicher Speicherkapazität für Abwasser wesentliche Akzente. Im Bereich der Wasserversorgung hat die Erneuerung der Wasserwerke Priorität, darunter der Neubau des Wasserwerks Johannisthal.  

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Fast 42 Milliarden Euro Subventionen schaden dem Umweltschutz

In Deutschland gab es im Jahr 2006 Subventionen von knapp 42 Milliarden Euro mit negativen Wirkungen auf Gesundheit und Umwelt. Dies ist das Ergebnis der Studie des Umweltbundesamtes „Umweltschädliche Subventionen in Deutschland". Die Palette der negativen Umweltwirkungen reicht von der Förderung des Klimawandels über die Beeinträchtigung der Wasser-, Boden- und Luftqualität bis hin zur Erhöhung der Flächeninanspruchnahme und der Verringerung der Artenvielfalt. Die UBA-Forscher analysierten die wichtigsten Subventionen des Bundes in den Bereichen Energiebereitstellung und -nutzung, Verkehr, Bau- und Wohnungswesen sowie Landwirtschaft. Denn diese Bereiche verursachen die größten Umweltprobleme und profitieren am stärksten von umweltschädlichen Subventionen.
Der vollständige Bericht „Umweltschädliche Subventionen in Deutschland" kann unter

www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3659.pdf heruntergeladen werden.  

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REACH-Verordnung: Auswirkungen für -Wasserchemikalien

Hinweise von der DWA-Arbeitsgruppe KA-8.2:
Die europäische Chemikaliengesetzgebung hat mit der Verordnung EG 1907/2006 vom 18. Dezember 2006 - bekannt unter dem Namen REACH-Verordnung - Auswirkungen auf die Anwendung von Chemikalien in Abwasseranlagen (Kanalisation, Kläranlage usw.). Alle Stoffe, von denen über eine Tonne pro Jahr und Unternehmen hergestellt (oder auch in die EU importiert) werden, müssen seit dem 1. Juni 2008 bis zum 30. November 2008 bei der europäischen Chemikalien-Agentur (EChA) in Helsinki vorregistriert werden. Ziel ist die Gewährleistung der sicheren Verwendung von Chemikalien, Zubereitungen und Erzeugnissen sowie ein hohes Maß an Transparenz. Daraus ergeben sich in der Praxis Verpflichtungen für alle, die mit Chemikalien zu tun haben.
Betreiber von Abwasseranlagen, die Chemikalien einsetzen, werden gemäß dieser Gesetzgebung als „nachgeschaltete Anwender" bezeichnet. Der Anwender hat sich zu versichern, dass von ihm eingesetzte und verwendete Chemikalien vorregistriert worden sind. Ab dem 1. Januar 2009 dürfen ohne Vorregistrierung keine Chemikalien ausgeliefert oder eingesetzt werden. Anwender sollten sich daher aktuell über den Status der Vorregistrierung informieren, indem sie Kontakt zu dem verantwortlichen Chemikalienlieferanten aufnehmen.
Die am häufigsten eingesetzten Chemikalien in kommunalen Kläranlagen sind:
Metallsalze (anorganische Fällmittel: Al- und Fe-Salze; Lösungen zur Bindung von Gerüchen und zur Sulfidelimination),
Polymere (organische Polymere als Flockungs- und Flockungshilfsmittel),
Kalkprodukte [CaO oder Ca(OH)2 als Zuschlagstoff in Schlamm bzw. Abwasser],
C-Quellen (Methanol, Ethanol, Essigsäure, Glycerin, Zuckerlösung und Zubereitungen),
Salzsäure (Reinigungsmittel für Kammerfilterpressen),
Bleichlauge (Reinigungsmittel auf Basis NaClO für Membranen).
Die Anwender haben darüber hinaus ihre Chemikalienlieferanten über die An- und Verwendung von deren Produkten und chemischen Stoffen zu informieren. Diese Anwendungshinweise sind im Hinblick auf die endgültige Registrierung und den Inhalt der nachfolgend zu erstellenden Sicherheitsdatenblätter gemäß REACH von Bedeutung. Die liefernden Unternehmen haben für den Informationsaustausch mit dem Anwender eigens REACH-Beauftragte zu benennen.

Hinweise vom REACH-Helpdesk:
Zusätzlich zu diesen Hinweisen, die die DWA-Arbeitsgruppe KA-8.2 (Abwasserreinigung durch Fällung und Flockung) am 14. November 2008 gegeben hat, teilte der bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) angesiedelte REACH-Helpdesk nach einer Anfrage durch den Bundesverband der Deutschen Kalkindustrie am 11. November 2008 mit, dass die Herstellung von Kalkmilch [Ca(OH)2] aus Kalk (CaO) ein Herstellungsprozess sei, so dass das entstehende Ca(OH)2 vorregistriert werden müsse, um verlängerte Registrierungsfristen nutzen zu können (und zwar - nach derzeitigem Stand - von jeder Kläranlage, die jährlich mehr als eine Tonne festen Kalk in Wasser löst).
Anmerkung der Redaktion:
Nach der Begründung der BAuA für die Registrierungspflicht des Auflösens von Kalk in Wasser zu Kalkmilch - beim Auflösen von Kalk in Wasser würden Oxidanionen mit Wasser zu Hydroxidanionen reagieren - scheint es nicht ausgeschlossen, dass auch Fällungsvorgänge als Herstellungsprozesse im Sinne der REACH-Verordnung eingestuft werden und damit einer Registrierung bedürfen, soweit pro Abwasseranlage mehr als eine Tonne Fällungsprodukt pro Jahr erzeugt wird. Denkbar erscheint dies auch für die Behandlung und Konditionierung von Klärschlamm. (Selbst für Kerzen beispielsweise wird von offizieller Seite eine Vorregistrierungspflicht nicht ausgeschlossen - denn Kerzen seien „eine Zubereitung auf einem Trägermaterial".)
Wer für sein Produkt eine Vorregistrierung versäumt hat, darf ab dem 1. Dezember 2008 diese Stoffe nicht mehr herstellen oder importieren, so jedenfalls die DEKRA in einer Pressmitteilung. Er muss stattdessen sofort ein umfangreiches Registrierungsdossier erarbeiten. Erst wenn dieses von der EChA akzeptiert wurde, dürfen die Herstellung oder der Import wieder aufgenommen werden. Herstellung oder Import von Stoffen ohne (Vor-)Registrierung sind im Chemikaliengesetz als Straftatbestand aufgenommen.
Europäische Chemikalienagentur:
www.echa.europa.eu/home_de.asp
Nationale Auskunftsstelle der Bundesbehörden:
www.reach-helpdesk.de
E-Mail: REACH-info@baua.bund.de

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Deutscher Juristentag zur Umsatzsteuer für die Abwasserentsorgung

„Eine Umsatzbesteuerung von kommunalen Dienstleistungsunternehmen des öffentlichen Rechts im Aufgabenfeld der Abwasserentsorgung kommt solange nicht in Betracht, wie nicht auf der Durchführungs- bzw. auf der Trägerebene der Markt für die Erbringung der entsprechenden Dienstleistungen eröffnet ist." Diesen Beschluss fasste der 67. Deutsche Juristentag, der Ende September 2008 in Erfurt stattfand. Eine ganze Reihe weiterer Beschlüsse mit Bezug zur Wasserwirtschaft wurde auch in der „Abteilung Öffentliches Recht" unter der Überschrift „Privatisierung öffentlicher Aufgaben - Gestaltungsmöglichkeiten, Grenzen, Regelungsbedarf" gefasst.

www.djt.de/files/djt/67/djt_67_beschluesse.pdf 

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Internet-Datenbank zum Recht der erneuerbaren Energien in den EU-Mitgliedstaaten

Das Bundesumweltministerium hat Mitte August 2008 die Internet-Datenbank „Rechtsquellen für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien" (RES LEGAL) freigeschaltet. Sie ermöglicht es Interessierten aus Politik, Verwaltungen, Verbänden, Unternehmen und Wissenschaft, wesentliche juristische Inhalte zur Förderung und zum Netzzugang von Strom aus erneuerbaren Energien aus 25 EU-Mitgliedstaaten zu recherchieren. Dabei werden auch die Regelungen für die einzelnen Technologien wie Wind, Solar, Geothermie, Biomasse oder Wasserkraft im Detail aufgeführt. Das Angebot ist kostenlos. RES LEGAL bietet eine juristische Auswertung der Gesetzestexte, die im Original und - soweit vorhanden - auch in englischer Übersetzung verfügbar sind.
Die Daten sind in den beiden Teilbereichen Förderung und Netzzugang jeweils in drei Ebenen unterteilt: Rechtslage im Überblick, Förderung im Überblick bzw. Netzzugang im Überblick und schließlich Förderinstrument bzw. die Regelungen zu Netzanschluss, Netznutzung und Netzausbau im Detail. Den Nutzern stehen drei verschiedene Suchoptionen zur Verfügung: Suchassistent, Volltextsuche oder länderspezifische Suche.

www.res-legal.eu  

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Arbeitshilfen Abwasser

In Abstimmung mit dem Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) und dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) wurden die Arbeitshilfen Abwasser fortgeschrieben und stehen als aktuelle Fassung mit der letzten Aktualisierung vom 10. Oktober 2008 im Internet zur Verfügung. Unter anderem wurden Aktualisierungen im Bereich der Definitionen, des „Anhangs A-10.3 „Betrieb und Wartung von Abscheideranlagen für Leichtflüssigkeiten" sowie eine allgemeine Anpassung zwecks der Verwendung von ISYBAU-Austauschformaten vorgenommen.

www.arbeitshilfen-abwasser.de 

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2. Internationales DWA-Symposium zur Wasserwirtschaft auf WASSER BERLIN
vom 30. März bis 3. April 2009

Im UN-Jahr unter dem Motto "Year of Transboundary Rivers 2009" veranstaltet die DWA auf der WASSER BERLIN ein zweizügiges Kongressprogramm mit den Themen:

- UN Wasser Dekadenprogramm - Bildung und Institutionelle Förderung - Grenzübergreifende Wasserwirtschaft - gemeinsamer Nutzen (Organisiert durch: UNW-DPC and DAAD)
- Flussgebietsmanagement in Europa und Deutschland
- Klimaveränderungen und deren Auswirkung auf die Wasserwirtschaft
- Bewässerung als Grundlage der Nahrungsmittelproduktion der Zukunft
- Erneuerbare Energie in der Wasser- und Abfallwirtschaft
- Demografischer Wandel - Auswirkungen auf die Wasserwirtschaft in Deutschland
- Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen - neue rechtliche Grundlagen
- Betrieb und Überwachung von Stauanlagen
- Praxisrelevante Ergebnisse aus den BMBF-Forschungsprojekten - Risikomanagement extremer Hochwasserereignisse (RIMAX).

Ergänzt wird das Programm durch Vorträge im Forumsbereich - direkt neben dem DWA-Gemeinschaftsstand. Jeden Tag von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr finden dort von der DWA geleitete Vorträge statt, teilweise mit einem anschließenden „Get Together" auf dem DWA-Stand.

Weitere Informationen unter:
http://www.dwa.de/

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Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) Ende September 2008 mitteilt, registrierten die zuständigen Behörden im Jahr 2007 in Deutschland 2 211 Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen. Insgesamt wurden dabei 6,9 Millionen Liter wassergefährdende Substanzen freigesetzt. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang von 2,6 Millionen Litern (27,4 %) - das entspricht etwa 200 gefüllten Tanklastern. Gleichzeitig stieg die Anzahl der Unfälle im Vergleich zum Vorjahr leicht an (1,7 %). Zu berücksichtigen ist jedoch dabei die Zufälligkeit des Unfallgeschehens und die damit freigesetzte Stoffmenge, die in den einzelnen Berichtsjahren stark schwankt.
Durch Maßnahmen wie Abdichten schadhafter Behälter, Aufbringen von Bindemitteln, Einbringen von Sperren in Gewässern oder Löschen etwaiger Brände konnten im Berichtsjahr 2,7 Millionen Liter wassergefährdende Stoffe wiedergewonnen werden. Dies ergab eine Wiedergewinnungsrate von 39,2 % (2006: 41,4 %). Rund 4,2 Millionen Liter der wassergefährdenden Substanzen - dies entspricht 60,8 % der insgesamt freigesetzten Mengen - belasten dauerhaft den Wasserhaushalt, weil sie weder wiedergewonnen noch einer geordneten Entsorgung zugeführt werden konnten.
www.destatis.de
E-Mail: unfaelle-umwelt@destatis.de  

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Anhang „Niederschlagswasser" in Vorbereitung

Von der Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Anforderungen an Niederschlagswasser" wurde der Entwurf für einen Anhang „Niederschlagswasser" zur Abwasserverordnung erarbeitet. Seine Anwendung wird auf Neuerschließungen begrenzt. Damit soll der Stand der Technik für die Einleitung von Niederschlagswasser, das in gemeindlichen Siedlungsgebieten, gewerblichen und industriellen Flächen in entwässerungstechnisch neu zu erschließenden Gebieten sowie auf außerörtlichen Straßen anfällt, rechtsverbindlich festgelegt werden.
Der Entwurf sieht eine Kategorisierung der Belastung des Niederschlagswassers nach Herkunftsflächen vor. Soweit sich die Erfordernis einer Behandlung für die Einleitung in Grundwasser oder oberirdische Gewässer ergibt, soll diese in bauaufsichtlich zugelassenen bzw. nach dem Stand der Technik bemessenen Anlagen erfolgen. Eine Überwachung der Emissionswerte im Betrieb ist demnach nicht vorgesehen.
Als allgemeine Anforderungen werden der weitgehende Erhalt des örtlichen Wasserhaushalts, die weitgehende Vermeidung der Verschmutzung des Niederschlagswassers genannt. Zur Begrenzung der Schadstofffracht soll die Vermischung von gering und mäßig belastetem Niederschlagswasser mit hoch belastetem Niederschlagswasser und mit anderem behandlungsbedürftigem Abwasser unterbleiben, was einer Abkehr vom Mischverfahren bei Neuerschließungen gleichkäme.
Der vorliegende Entwurf soll jetzt unter Einbeziehung betroffener Fachverbände in einer erweiterten Bund-Länder-Arbeitsgruppe weiter bearbeitet werden. Als Vertreter der DWA wurde Prof. Dr.-Ing. Theo G. Schmitt (TU Kaiserslautern) als Obmann des Fachausschusses ES-2 entsandt.  

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Nanopartikel in der Umwelt

Innerhalb des Schwerpunkts Umweltwissenschaften (Koordinatorin Prof. Dr. Gabriele Schaumann) der Universität Koblenz - Landau wurde die interdisziplinäre Arbeitsgruppe Internano gegründet, die das Verhalten und die ökologische Wirksamkeit synthetischer anorganischer Nanopartikel und deren Wechselwirkung mit Schadstoffen in Boden- und Wassersystemen untersuchen will, denn die Anwendung der Nanotechnologie in der industriellen Produktion wächst. Bereits heute seien, so die Universität in einer Pressemitteilung, über 300 Produkte auf dem Markt, die mittels Nanotechnologie hergestellt oder verbessert wurden, zum Beispiel selbstreinigende Oberflächen, Schutzanstriche für Karosserien oder der Schutz vor ultravioletter Strahlung in Sonnencremes.  

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Sachsen: Fehlende Konzepte für die Abwasserbeseitigung gefordert

Der sächsische Umweltminister Frank Kupfer hat die zügige Erarbeitung der noch fehlenden aktuellen Konzepte für die Abwasserbeseitigung gefordert. Derzeit haben 117 von 213 abwasserbeseitigungspflichtigen Gemeinden und Zweckverbänden in Sachsen ihre fortgeschriebenen Konzepte vorgelegt. „Die Abwasserbeseitigungskonzepte sind Voraussetzung für Investitionsplanungen im Bereich der Abwasserentsorgung und damit auch für die Vergabe von Fördermitteln", so der Minister. Ziel sei es, entsprechend den Vorgaben der Europäischen Union, die Abwasserentsorgung in ganz Sachsen bis 2015 auf den Stand der Technik zu bringen. Das bedeute, dass 178000 veraltete Anlagen und 67000 abflusslose Abwassergruben überprüft und angepasst oder durch moderne Entsorgungssysteme ersetzt werden müssen.

Quelle: http://www.dwa.de

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Humanarzneimittelwirkstoffe im Wasser

„Eine Handreichung für die Praxis" ist der Anspruch der Broschüre „Humanarzneimittelwirkstoffe: Handlungsmöglichkeiten zur Verringerung von Gewässerbelastungen", die vom Institut für sozial-ökologische Forschung herausgegeben wurde. Ausgehend vom Lebenszyklus eines Medikaments werden darin drei Handlungsfelder betrachtet, in denen Problemlösungen ansetzen können: Arzneimittelentwicklung, Umgang mit Arzneimitteln und Emissionsmanagement in der Siedlungswasserwirtschaft. Die vorgestellten Ergebnisse wurden im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsprojekts „start" entwickelt. Die Broschüre steht zum Download im Internet bereit:

www.start-project.de/downloads/start.pdf  

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Neues Hochwasserfrühwarnsystem und Hochwassergefahrenkarten im Internet

Künftig sind Hochwasserwarnungen auch für kleinere Gewässer und damit in ganz Rheinland-Pfalz möglich. Über Landesgrenzen hinweg wird die Hochwasservorhersage für das Gebiet der Mosel grenzüberschreitend vereinheitlicht. Flussanrainer können sich anhand von Hochwassergefahrenkarten für alle größeren Flüsse in Luxemburg und Rheinland-Pfalz umfassend informieren. Dies ist das Ergebnis des EU-Projektes „Transnational Internet Map Information System" (TIMIS). Vier Jahre lang haben sieben Projektpartner aus Deutschland, Frankreich und Luxemburg an dem Projekt TIMIS im INTERREG IIIB Nord-West-Europa-Programm der EU gearbeitet, das Rheinland-Pfalz, Luxemburg, das französische Mosel- und das Neckareinzugsgebiet umfasst.
www.hochwasser-rlp.de
www.geoportal-wasser.rlp.de
Broschüre „Hochwassergefahrenkarten": www.mufv.rlp.de

http://www.dwa.de/portale/dwa_master/dwa_master.nsf/home?readform&objectid=990F3DEEBA7A8AC1C12573C500451C69

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Tracerversuch an der Donau

In einem Feldversuch untersuchte die Bundesanstalt für Gewässerkunde vom 22. September bis Ende Oktober 2008 den Donauabschnitt vom Kernkraftwerk Gundremmingen bis zum Grenzübergang bei Jochenstein. Bei diesem Parallelversuch wurden zwei unterschiedliche Tracer (Fluoreszenzfarbstoff und Tritium) zur Vorhersage der Ausbreitung von Schadstoffen eingesetzt. Dabei wird auch die Übereinstimmung der daraus ermittelten Fließzeiten geprüft.
Das als Tracer eingesetzte Tritium stammt aus der kerntechnischen Anlage in Gundremmingen. An acht repräsentativen Entnahmestellen im Streckenverlauf der Donau wurden 2-h-Mischproben mit automatischen Probennehmern entnommen und später im Isotopenlabor der Bundesanstalt für Gewässerkunde auf Tritium analysiert. Ziel der Untersuchungen ist es, im Fall eines radioaktiven Schadstoffeintrags Vorhersagen zur longitudinalen Ausbreitung der Schadstoffkonzentration in der fließenden Welle leisten zu können. Diese Vorhersagen gelten auch für inaktive wasserlösliche Schadstoffe.
Parallel zu der Tritiumabgabe wurde am 30. September 2008 an der Einleitungsstelle ein Fluoreszenzfarbstoff eingebracht, dessen Konzentration kontinuierlich verfolgt werden kann. Ergänzt wurden die Untersuchungen durch Querprofiluntersuchungen des Abflusses mit ADCP (Acoustic Doppler Current Profiler) und der Farbstoffverteilung mithilfe der Laserfluoreszenzspektrometrie. Der aktuelle Versuch dient auch als Test für eine grenzüberschreitende internationale Aktion im nächsten Jahr, bei der Österreich und eventuell weitere Donau-Unterlieger mit einbezogen werden sollen.

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Brandenburg: Dezentrale Lösungen als Alternative

Brandenburgs Agrar- und Umweltministerium hat die Abwasserkonzepte der kommunalen Aufgabenträger ausgewertet. Deutlich wird ein Nebeneinander von zentralen und dezentralen Varianten. Dieser Trend sei seit 2002 zu beobachten. Zum 31. Dezember 2007 gab es 144 kommunale Träger der Abwasserbeseitigungspflicht im Land Brandenburg (Städte und Gemeinden, Zweckverbände und Ämter). Den unteren Wasserbehörden in den Landkreisen und kreisfreien Städten lagen Ende 2007 von 142 dieser kommunalen Körperschaften die Abwasserbeseitigungskonzepte vor (rund 99 Prozent). Im April 2004 betrug dieser Anteil noch rund 91 Prozent.
Für das gesamte Abwasser von insgesamt 2 492 328 Einwohnern Brandenburgs sehen die vorliegenden Abwasserbeseitigungskonzepte eine zentrale Entsorgung für 2 125 631 Einwohner vor. Dies würde einem zukünftigen Anschlussgrad der Bevölkerung an die öffentliche Kanalisation von rund 85 Prozent entsprechen. In Umsetzung der Abwasserbeseitigungskonzepte lag der Ende 2005 erreichte Anschlussgrad bei rund 82 Prozent. Bei den dezentralen Lösungen liegt die Zielvorstellung gemäß der Abwasserbeseitigungskonzepte der kommunalen Körperschaften bei insgesamt 366 697 Einwohnern, also rund 15 Prozent. Insbesondere werden auch zukünftig dezentrale Lösungen in den Kreisen dann präferiert, wenn sie ökologisch tragbar und ökonomisch sinnvoll sind, so das Umweltministerium in einer Pressemitteilung.

http://www.dwa.de/portale/dwa_master/dwa_master.nsf/home?readform&objectid=0FB23AC453591E12C12573C500445187 

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Risiken aus Cross-Border Leasing

Deutsche Kommunen beginnen angesichts der aktuellen Finanzmarktkrise anscheinend wieder, die Risiken aus ihren früheren Cross-Border-Leasing-Geschäften (CBL) zu betrachten. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund empfiehlt, die Kommunen sollten vorsorglich ihre Verträge prüfen und gegebenenfalls das Kreditinstitut wechseln, um Vertragsverletzungen zu vermeiden, aus denen sich Schadensersatzansprüche des amerikanischen Partners ableiten lassen könnten. Infolge der Finanzmarktkrise hätten sich die Rating-Einstufungen einzelner Banken oder Versicherungen verschlechtert. Die Kommunen seien offenbar in der Pflicht, bei Rating-Verfall unter ein vertraglich vereinbartes Niveau das Kreditinstitut zu wechseln und umzuschulden. Dies sei jedoch mit hohen Kosten verbunden, die - entsprechend der vertraglichen Ausgestaltung der meisten Verträge - allein die Kommune zu tragen habe.
Die Stadtentwässerungsbetriebe (StEB) Köln schreiben hierzu in einer Pressemitteilung unter Berufung auf Gutachten eines auf internationales Recht spezialisierten Anwaltsbüros: „Weder durch die Übernahme der SachsenLB durch die Landesbank Baden-Württemberg noch durch die derzeitige Finanzkrise entstehen finanzielle Risiken für die Stadt Köln und die StEB aus den getätigten Cross-Border-Geschäften." Selbst im Fall einer Rating-Verschlechterung der USA bestünden keine Handlungspflichten der Stadt Köln und der StEB und auch keine finanziellen Belastungen.
Der Ruhrverband hingegen berichtete am 21. Oktober 2008 über eine erfolgreiche Anpassung seiner US-Sonderfinanzierung, wodurch der ursprüngliche Gewinn dieser Transaktion reduziert wurde.
Im Hinblick auf die Finanzmarktkrise stellt der Entsorgungsverband Saar (EVS) fest, sein professionelles Kreditmanagement habe dem Gebührenhaushalt des EVS seit 2003 Einnahmen in Höhe von 16,5 Millionen Euro gebracht.

www.dstgb.de , dort in die Suchfunktion eingeben „CBL"
www.steb-koeln.de  

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Koalitionsvereinbarung in Bayern

Am 27. Oktober 2008 haben die CSU und die FDP die Koalitionsvereinbarung für die Legislaturperiode von 2008 bis 2013 unterzeichnet. Darin heißt es unter anderem: „Wir werden die Privatisierungspolitik Bayerns orientiert an ordnungspolitischen Leitlinien sowie wirtschafts- und strukturpolitischen Belangen fortsetzen." „Wir werden alles unternehmen, ... das Studium in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) attraktiver zu machen." „Wir werden sicherstellen, dass private wirtschaftliche Betätigung außerhalb der kommunalen Daseinsvorsorge Vorrang vor der wirtschaftlichen Betätigung der öffentlichen Hand hat, insbesondere durch ein Anhörungsrecht der Betroffenen aus Industrie, Handwerk und Handel." Ingenieurbüros wird es freuen, dass Bayern für eine „vorbildliche Zahlungsmoral der öffentlichen Hand" sorgen will. Und zum Thema Energie: „Wir werden die Spitzenposition Bayerns bei der Nutzung von Biomasse, Wasserkraft, Sonnenenergie und Geothermie ausbauen und den Anteil der erneuerbaren Energien am End-Energieverbrauch bis zum Jahr 2020 auf 20 %, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung auf 30 % steigern. Wo unnötige Hindernisse für den Ausbau regenerativer Energien bestehen, werden wir sie abbauen." „Wir wollen die energetische Nutzung von Biomasse, weil sie grundlastfähig ist." „Durch Anpassung des Hochwasserschutzprogramms und Maßnahmen zur Sicherung der Wasserressourcen treffen wir Vorsorge für Klimaveränderungen. Neben dem technischen messen wir gerade auch dem präventiven Hochwasserschutz hohe Bedeutung zu, wie zum Beispiel der Schaffung neuer Retentionsräume." „Wir wollen die EG-Wasserrahmenrichtlinie konsequent umsetzen und werden dadurch die biologische und chemische Qualität der Gewässer in Bayern weiter verbessern. Natürliche Auen wollen wir, wenn möglich, reaktivieren und Flusstäler und Auen nach Möglichkeit renaturieren. Flüsse und Seen sind wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Die hohe Gewässergüte in Bayern ist uns weiterhin ein wichtiges Anliegen." Zum Umweltgesetzbuch: „Wir unterstützen die Erarbeitung eines einheitlichen Umweltgesetzbuches als Schritt zu mehr Transparenz und weniger Bürokratie. Eine Veränderung bestehender Standards im Rahmen dieses Projekts lehnen wir ab." Zur Verwaltungsreform: „Insbesondere werden wir die Aufgaben der Regierungen mit dem Ziel überprüfen, möglichst viele Aufgaben auf die untere Verwaltungsebene (Landratsämter oder Kommunen) zu übertragen." „Wir verfolgen eine 1 : 1-Umsetzung von EU-Richtlinien in deutsches Recht ohne darüber hinaus gehende Regulierungen." Man will sich weiter gegen die geplante EU-Bodenschutz-Richtlinie einsetzen. Die Zusammensetzung der Regierung stand zum Redaktionsschluss noch nicht fest; der Umweltminister soll aber weiterhin von der CSU gestellt werden.

www.csu.de/dateien/partei/beschluesse/koalitionsvereinbarung.pdf
http://lv.fdp-bayern.de

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Ernst-Kuntze-Preis der DWA vergeben

DWA-Umweltpreis an Marc Sickelmann

Mannheim/Hennef, 17. September 2008 - Den Ernst-Kuntze-Preis der DWA - Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. - erhält in diesem Jahr Abwassermeister Marc Sickelmann (35) aus Rülzheim für seine Arbeit zur Rechenguttrocknung. Sein innovatives Konzept sieht die Verwendung bislang ungenutzter Wärme eines Blockheizkraftwerkes zur Rechenguttrocknung vor. Die Vereinigung stiftete den Ernst-Kuntze-Preis in Anerkennung der großen Verdienste ihres langjährigen Präsidenten Ernst Kuntze und vergab ihn erstmals 1988. Er dient zur Förderung junger Wissenschaftler und Praktiker und wird für Arbeiten und Erfindungen, die zu praktischen Verbesserungen auf den Arbeitsgebieten der Vereinigung führen, verliehen. Dotiert ist der Ernst-Kuntze-Preis mit 5 000 Euro.

Innovative Rechenguttrocknung spart bares Geld

Der diesjährige Preisträger Marc Sickelmann wird für seine Entwicklung eines Konzeptes der Rechenguttrocknung mittels überschüssiger Wärme aus einem vorhandenen Blockheizkraftwerk (BHKW) ausgezeichnet. Die Abtrennung des Rechenguts - der Teilfraktion mit den groben Bestandteilen des Abwassers (Haare, Textilien, Hygieneartikel, Zigarettenkippen usw.) - ist der erste Schritt der Abwassereinigung auf einer Kläranlage. Wird die überschüssige Abwärme eines BHKW für die Trocknung des Rechenguts genutzt, lässt sich der im Rechengut vorhandene sehr hohe Wasseranteil von 60 Prozent - und damit das Gesamtgewicht - erheblich reduzieren. Die Gewichtsreduzierung des gesamten Rechenguts betrug in den zwei Versuchszeiträumen 30 bzw. 50 Prozent. Aufgrund der hohen Entsorgungskosten für das Rechengut lassen sich auf diese Weise viel Geld und Transportenergie sparen. Die technische Umsetzung erfolgt mittels einer großen „Heizplatte", auf die der Container mit dem Rechengut gestellt wird. Die überschüssige Wärmeenergie wird in die „Heizplatte" eingeleitet und erreicht über den Containerboden das Rechengut. Um das Verfahren weiter zu optimieren, sind das Wenden des Rechengutes sowie eine zusätzliche Zwangsbelüftung des Containers zur Ableitung der Feuchtigkeit denkbar. Der Preisträger geht davon aus, dass mit einer Weiterentwicklung von Verfahren und Technik eine Gewichtseinsparung von 80 Prozent möglich ist. Nennenswerte Geruchsemissionen sind aufgrund der geringen Trocknungstemperaturen bislang nicht aufgetreten.

Marc Sickelmann absolvierte nach der Schulzeit eine Ausbildung zum Ver- und Entsorger bei der Verbandsgemeinde Lingenfeld. 1992 wechselte Sickelmann zur Verbandsgemeinde Rülzheim. Dort arbeitete er mit dem Schwerpunkt Labor, Mess- und Regeltechnik auf der Kläranlage Rülzheim. 1996 übernahm er die stellvertretende Betriebsleitung. Von 1996 bis 1998 absolvierte Sickelmann eine berufsbegleitende Weiterbildung zum Abwassermeister. 2001 übernahm er die Betriebsleitung der Kläranlage Rülzheim, diese ist seit 2002 eine zertifizierte Ausbildungskläranlage. 

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PFT-Werte im Abwasser von Kläranlagen an der Ruhr

Das nordrhein-westfälische Umweltministerium hat am 4. September 2008 eine aktualisierte Tabelle mit Werten zu perfluorierten Tensiden (PFT) in Kläranlagenabläufen im Ruhreinzugsgebiet veröffentlicht. Neben Konzentrationswerten im Abwasser von Kläranlagen sind auch (errechnete) Frachtwerte dargestellt, die lediglich zur Plausibilisierung von Daten dienen, für eine Belastungseinschätzung des Abwassers aber nicht geeignet sind. Trotz der Schwankungen in den Ablaufwerten der Kläranlagen und der noch nicht abgeschlossenen Maßnahmen zur Verringerung bleibt festzuhalten, dass die Konzentrationen in der mittleren und unteren Ruhr bereits im Gewässer in der Regel unter dem langfristig für Trinkwasser aus Vorsorgegründen geforderten Zielwert von 100 ng/l liegen. Auch die Trinkwasserdaten belegen, dass die Konzentrationen stabil unter diesem von der Trinkwasserkommission vorgegeben Zielwert liegen.
www.umwelt.nrw.de/umwelt/pdf/ka-abl-ruhr_ab08051.pdf

PFT: Belastungssituation in Bayern
Einen umfassenden Überblick über perfluorierte Tenside (PFT) in verschiedenen Umweltmedien in Bayern gibt das Bayerische Landesamt für Umwelt auf seiner Website. Hier gibt es auch zahlreiche Links auf weitere, detaillierte Untersuchungsberichte und andere Dokumente:
www.lfu.bayern.de , dort: Analytik/Stoffe, Fachinformationen, Analytik organischer Stoffe, Perfluorierte Tenside

Baden-Württemberg: in jeder fünften Klärschlammprobe erhöhte PFT-Werte
Die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) sieht sich in ihrem Werben für einen Ausstieg aus der Düngung mit Klärschlamm durch die aktuellen Ergebnisse eines vor zwei Jahren in ihrem Land angelaufenen Umweltuntersuchungsprogramms bestätigt: Von in diesem Jahr insgesamt untersuchten 300 Klärschlämmen wurden in 64 Fällen erhöhte Konzentrationen an perfluorierten Tensiden (PFT) ermittelt. Aus Gründen des vorbeugenden Boden- und Gesundheitsschutzes ist in Baden-Württemberg bei Werten von mehr als 100 Mikrogramm PFT pro Kilogramm Klärschlamm im Trockengewicht die Ausbringung des Klärschlamms auf Böden untersagt, so Gönner.
Die Situation habe sich gegenüber dem Vorjahr zwar deutlich verbessert, erläuterte Gönner. Im Vorjahr war noch in jeder dritten von seinerzeit 157 untersuchten Klärschlammproben eine zu hohe PFT-Belastung gefunden worden. Vereinzelt sei jedoch auch ein Anstieg der PFT-Werte zu verzeichnen gewesen. Die Tendenz weise in die Richtung einer verringerten Belastung. Es gebe jedoch kein einheitliches Bild. Deshalb müsse auch künftig der thermischen Verwertung der Klärschlämme der Vorrang vor einer Ausbringung in der Landwirtschaft oder im Landschaftsbau gegeben werden. Entwarnung könne weiterhin für das Grundwasser gegeben werden. Dort sei PFT zwar erneut vereinzelt gefunden worden, jedoch seien PFT kein flächendeckendes Problem für das Grundwasser.
Die gesamte Situation sei nicht dramatisch, betonte Umweltministerin Gönner. Das Umweltuntersuchungsprogramm werde aber weiter fortgeführt. Der Untersuchungsbericht Perfluorierte Tenside (PFT) in Baden-Württemberg - Ergebnisse und Perspektiven steht im Internet zum Download bereit:
www.um.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/48069/

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Niedrigwasserinformationsdienst in Bayern

Mit dem Niedrigwasserinformationsdienst (NID) erweitert Bayern sein Vorsorgekonzept gegen Trockenheit und passt sich an die Herausforderungen des Klimawandels an. Auch das Wasserland Bayern - so Bayerns Umweltminister Otmar Bernhard - muss sich auf immer trockenere Sommer einstellen. Bis 2050 rechnen Klimaforscher mit einem Temperaturanstieg um weitere 1,7 Grad. Im Sommer könnte es um ein Fünftel weniger regnen. Der neue bayernweite „Dürre-Check" informiert ab sofort online über Niederschläge, Grundwasserstände, Wassertemperaturen und Wasserstände an Flüssen und Seen. So sollen Wasserversorger, Landwirtschaft, Wirtschaft oder Tourismus besser aufbereitete Informationen als bisher über eine bevorstehende Wasserverknappung erhalten und können schneller Vorsorgemaßnahmen einleiten. Kommunen können beispielsweise frühzeitig Rasensprengen einschränken, Landwirte ihre Bewässerung anpassen und wasserintensive Industriebetriebe ihre Produktion umstellen. Bayern begegnet dem Klimawandel mit einem vielschichtigen Wasserressourcenmanagement: Knapp die Hälfte der 23 staatlichen Talsperren verbessern bei Trockenheit den Abfluss der Bäche und Flüsse. Und mit den mittelfränkischen Speicherseen im Überleitungssystem wird Wasser aus dem wasserreichen Donaugebiet über die Wasserscheide in das wasserärmere Maingebiet gepumpt. Insgesamt stehen derzeit 150 Millionen Kubikmeter Wasser für die Niedrigwasseraufhöhung zur Verfügung.
www.nid.bayern.de/
 
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Neue Membrananlagen

Zwei Membranbelebungsanlagen wurden in den letzten Wochen offiziell in Betrieb genommen: am 4. September auf der Kläranlage Bergheim-Glessen des Erftverbands (Nordrhein-Westfalen) und am 11. September in Hutthurm an der Ilz (Bayern). Die Kläranlage Glessen hat eine Ausbaugröße von 9000 EW. Die hohe Reinigungsleistung - das gereinigte Abwasser hat Badewasserqualität - ist hier notwendig, da die Kläranlage einen Bach speist, der nach wenigen Kilometern in einem Naturschutzgebiet versickert, das im Zustrom eines Kölner Wasserwerks liegt.

Die Kläranlage Hutthurm ist für 25 000 EW ausgebaut. Hintergrund für die Erweiterung um Membranbelebung ist hier das Ziel der bayerischen Landesregierung, dass die Ilz - „Flusslandschaft der Jahre 2002/2003" - wieder Badegewässerqualität haben soll. Nach Angaben des Umweltministeriums haben zwei Drittel der Fließgewässer in Bayern eine gute oder sehr gute Wasserqualität und beinahe alle bayerischen Seen Badegewässerqualität.

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Planfeststellungsbeschluss für den Abwasserkanal Emscher übergeben

Am 13. August 2008 hat der Münsteraner Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek den Planfeststellungsbeschluss für den Bau und den Betrieb des Abwasserkanals parallel der Emscher an den Vorstandsvorsitzenden der Emschergenossenschaft Dr. Jochen Stemplewski überreicht. Damit kann der große Abwasserkanal gebaut werden. An die Stelle der offenen Abwasserableitung in der Emscher-Region treten dann geschlossene unterirdische Kanalisationsanlagen. Kernstück ist der Abwasserkanal Emscher. Er verläuft über 51 Kilometer unterirdisch in einer Tiefe von bis zu 40 Metern seitlich der Emscher von der Kläranlage Dortmund-Deusen über die Kläranlage Bottrop bis zur Kläranlage Dinslaken. Dazu sind Abwasserrohre mit bis zu 2,80 Metern Durchmesser, 163 Schachtbauwerke und drei Pumpwerke nötig. Erst wenn keine Abwässer mehr in die Emscher gelangen, wird eine naturnahe Umgestaltung der Emscher möglich. Zur Auslage der Antragsunterlagen in den von dem Vorhaben betroffenen Kommunen hatte die Bezirksregierung Münster rund 5000 Aktenordner und 220 DVDs ins Ruhrgebiet geschickt. Im Erörterungstermin zum Planfeststellungsverfahren Ende August 2007 wurden mehr als 1000 Einzelargumente erörtert. Der Bau des Kanals beginnt nach den öffentlichen Vergabeverfahren in den nächsten Monaten. Geplante Fertigstellung ist im Jahr 2017. Bereits im Jahre 2020 soll auch die sukzessiv erfolgende ökologische Umgestaltung abgeschlossen sein.

Der Planfeststellungsbeschluss steht im Internet zum Download bereit:
www.bezreg-muenster.nrw.de , dort: Medien, Pressemitteilungen

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DWA ehrt engagierte Umweltexperten

Die Vereinigung zeichnet im Rahmen ihrer Bundestagung Rainer Werner Abendt, Gero Koehler, Ulrich Loll, Helmut Sixt und Klaus Unser mit der goldenen Ehrennadel aus
Mannheim/Hennef, 17. September 2008 - Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) ehrte auf ihrer Mitgliederversammlung am 17. September 2008 in Mannheim sechs Wasser- und Abfallfachleute mit ihrer goldenen Ehrennadel. Dr.-Ing. Rainer Werner Abendt (66, Nürnberg) erhält die Ehrennadel für seine langjährige und verdienstvolle Tätigkeit im DWA-Hauptausschuss „Bildung und Internationale Zusammenarbeit". Prof. Dr. Gero Koehler (68, Kaiserslautern) wird aufgrund seiner langjährigen Arbeit in den Fachgremien der DWA und ihrer Vorgängerorganisation DVWK (Deutscher Verband für Wasserwirtschaft und Kulturbau) sowie seine hervorragenden Arbeiten im Bereich des Niedrigwassers ausgezeichnet. Dr.-Ing. Ulrich Loll (65, Darmstadt) erhält die Ehrung für seine herausragende Arbeit im Bereich des DWA-Hauptausschusses „Abfall und Klärschlamm". Dr.-Ing. Helmut Sixt (61, Gladbeck) war zwölf Jahre lang Vorsitzender des DWA-Hauptausschusses „Industrieabwässer und anlagenbezogener Gewässerschutz" und maßgeblich am Aufbau des Technischen Sicherheitsmanagements (TSM) innerhalb der DWA beteiligt. Prof. Dr.-Ing. Klaus Unser (67, Mainz) war als Vorsitzender des DVWK-Landesverbandes Mitte wesentlich an der Fusion von ATV (Abwassertechnischer Vereinigung) und DVWK beteiligt. Zwei weitere Ehrennadeln wurden Dipl.-Ing. Siegfried Müller (74, Lebus) und Prof. Dr. Bernhard Scheffer (69, Oyten) zugesprochen, diese werden jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt überreicht.
Rainer-Werner Abendt wurde am 16. September 1942 in Liegnitz/ Schlesien geboren. Von 1966 bis 1971 studierte er Bauingenieurwesen an der Universität Karlsruhe (TH), Fachrichtung Siedlungswasserwirtschaft, 1977 wurde er promoviert. Ab 1978 arbeitete Dr. Abendt zunächst im Organisationsamt Nürnberg. 1980 wechselte er als Abteilungsleiter „Bau und Betrieb der Abwasserreinigung" in das Tiefbauamt. Seit dem 1. Dezember 2000 ist Dr. Abendt Technischer Werksleiter des Nürnberger Eigenbetriebes „Stadtentwässerungsbetrieb" - eine Tätigkeit, die er bis zum Ausscheiden aus dem aktiven Dienst 2007 ausgeübt hat. Dr. Abendt war von 1985 bis 1998 Dozent an der Fachhochschule Nürnberg sowie von 1984 bis zur Einführung der UT-Berufe 2002 Mitglied des Prüfungsausschusses für Klärwärter. Rainer-Werner Abendt ist langjähriges Mitglied des Vorstands der DWA und leitet seit Januar 2000 den DWA-Hauptausschuss „Bildung und Internationale Zusammenarbeit". Sein aktiver Umgang mit Menschen und sein besonderer Einsatz im Bereich der Qualifikation der Mitarbeiter zeichnen ihn aus und prägten seinen beruflichen Werdegang.
Der am 25. August 1940 in Posen geborene Gero Koehler studierte von 1962 bis 1968 Bauingenieurwesen an der Technischen Universität Hannover. Während er zwischen 1968 und 1977 am Institut für Wasserwirtschaft der TU Hannover als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig war, schloss er 1971 seine Promotion erfolgreich ab.  Anschließend ging Gero Koehler nach Karlsruhe, um dort als wissenschaftlicher Angestellter an der Landesanstalt für Umweltschutz in Baden-Württemberg zu arbeiten. Von 1985 bis 2006 war er Universitätsprofessor für Wasserbau und Wasserwirtschaft im Studiengang Bauingenieurwesen der Universität Kaiserslautern. Seit 1975 arbeitet Gero Koehler ehrenamtlich in verschiedenen Gremien des Kuratoriums für Kulturbauwesen (KfK), des Deutschen Verbandes für Wasserwirtschaft und Kulturbau (DVWK), der Abwassertechnischen Vereinigung (ATV) und der ATV-DVWK bzw. DWA mit. Noch heute ist er Mitglied im Hauptausschuss „Hydrologie und Wasserbewirtschaftung", Sprecher der DWA-Arbeitsgruppe „Niedrigwasser" sowie Mitglied in weiteren Arbeitsgruppen. Im Laufe seiner sehr aktiven Zeit hat er an vielen technischen Regeln und Veröffentlichungen der verschiedenen Organisationen mitgearbeitet. Er war Mitglied des DVWK-Vorstands und Mitglied des Beirates des Landesverbandes Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland.
Ulrich Loll , am 19. Februar 1943 in Stettin geboren, studierte zunächst Bauingenieurwesen an der Technischen Hochschule Darmstadt. Am Institut WAR der Technischen Universität Darmstadt wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter und nachher auch Hochschuldozent. Aus dieser Tätigkeit heraus gründete Dr. Loll 1978 in Darmstadt sein eigenes Ingenieurbüro sowie das privatwirtschaftlich betriebene Institut für Technischen Umweltschutz, welches sich schwerpunktmäßig mit praxisorientierten Forschungs- und Entwicklungsarbeiten befasst. Er ist seit 34 Jahren Mitglied der DWA bzw. seiner Vorgängerorganisation ATV und hat viele Aktivitäten der Vereinigung intensiv gefördert. Hervorzuheben sind beispielhaft die Mitgliedschaft in DWA-Fachgremien (Mitglied im DWA-Haupt-ausschuss „Abfall/Klärschlamm", Obmann zweier DWA-Fach-ausschüsse und Sprecher zweier Arbeitsgruppen), die Mitgestaltung von Fortbildungsangeboten (Klärschlammtage, Biogas- und Energietage, Seminar zur landwirtschaftlichen und landbaulichen Verwertung von Klärschlämmen und Bioabfällen) sowie die Autoren- bzw. Mitautorenschaft an DWA-Publikationen (zwei ATV-Handbücher, diverse technische Regeln und Arbeitsberichte). Hinzu kommen zahllose Vorträge auf DWA-Veranstaltungen und Fachbeiträge für die Fachorgane der Vereinigung.   
Helmut Sixt , geboren am 3. März 1947 in Siegen, studierte Verkehrsingenieurswesen in Wuppertal und Bauingenieurwesen in Hannover. Nach seinem Diplom in Hannover arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Carl Franz Seyfried am Institut für Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik, wo er 1979 mit Auszeichnung promovierte. Von 1979 bis 1992 war Helmut Sixt zunächst als leitender Angestellter und Geschäftsführer in den Anlagenbaufirmen Oswald Schulze und Enning, von 1993 bis 1996 als leitender Angestellter im Ingenieurbüro GKE in Bochum tätig. Seit 1996 ist Dr. Sixt selbstständiger Planer und geschäftsführender Gesellschafter in der Umweltberatungsgesellschaft Dr. Sixt mbH in Gladbeck. Seit vielen Jahren hat sich Dr. Sixt ehrenamtlich mit seinem Wissen und seinen Erfahrungen in verschieden Gremien der DWA mit eingebracht. Von 1996 bis 2007 war er Vorsitzender des Hauptausschusses „Industrieabwässer und anlagenbezogener Gewässerschutz" und im Vorstand der Vereinigung. Als Obmann stand er einem Fachausschuss vor und war Mitglied im Hauptausschuss „Wirtschaft". Zudem war Dr. Sixt Mitglied in verschiedenen Fachausschüssen und Arbeitsgruppen sowie Mitglied einer D-A-CH-Expertengruppe (Deutschland, Österreich, Schweiz). Besonders hervorzuheben sind seine Verdienste beim Aufbau des Technischen Sicherheitsmanagements (TSM) innerhalb der DWA. 
Der am 6. März 1941 geborene Klaus Unser studierte Bauingenieurwesen an der Universität Karlsruhe (TH). Nach dem Diplom 1966 sowie dem anschließenden Referendariat beim Land Baden-Württemberg und der abschließenden zweiten Staatsprüfung war er von 1969 bis 1975 Assistent am Institut für Wasserbau der RWTH Aachen. Dort promovierte er zum Dr.-Ing. Von 1975 bis 1979 war Klaus Unser als Baurat bzw. Oberbaurat beim Tiefbauamt der Stadt Ludwigsburg tätig. Sodann erfolgte der Ruf an die Fachhochschule Mainz (Lehrgebiet Wasserbau und Wasserwirtschaft des Fachbereichs Bauingenieurwesen). Von 1983 bis 1986 war Klaus Unser als Beratender Ingenieur am Innenministerium von Saudi-Arabien in Riad für wasserwirtschaftliche Projekte im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) tätig und von der Lehrtätigkeit beurlaubt. Neben seiner Lehrtätigkeit hat sich Prof. Unser stets intensiv in der technisch-wissenschaftlichen Verbandsarbeit engagiert. Von 1996 bis zur Fusion von ATV und DVWK war er Vorsitzender der DVWK-Landesgruppe Mitte (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland) und hat das Zusammenwachsen der Verbände maßgeblich unterstützt. Seit 1999 ist er stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland und unterstützt in besonderer Weise den Mitglieder-Rund¬brief des Landesverbandes.
 
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Internet-Datenbank zum Recht der erneuerbaren Energien in den EU-Mitgliedstaaten

Das Bundesumweltministerium hat Mitte August 2008 die Internet-Datenbank „Rechtsquellen für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien" (RES LEGAL) freigeschaltet. Sie ermöglicht es Interessierten aus Politik, Verwaltungen, Verbänden, Unternehmen und Wissenschaft, wesentliche juristische Inhalte zur Förderung und zum Netzzugang von Strom aus erneuerbaren Energien aus 25 EU-Mitgliedstaaten zu recherchieren. Dabei werden auch die Regelungen für die einzelnen Technologien wie Wind, Solar, Geothermie, Biomasse oder Wasserkraft im Detail aufgeführt. Das Angebot ist kostenlos. RES LEGAL bietet eine juristische Auswertung der Gesetzestexte, die im Original und - soweit vorhanden - auch in englischer Übersetzung verfügbar sind.
Die Daten sind in den beiden Teilbereichen Förderung und Netzzugang jeweils in drei Ebenen unterteilt: Rechtslage im Überblick, Förderung im Überblick bzw. Netzzugang im Überblick und schließlich Förderinstrument bzw. die Regelungen zu Netzanschluss, Netznutzung und Netzausbau im Detail. Den Nutzern stehen drei verschiedene Suchoptionen zur Verfügung: Suchassistent, Volltextsuche oder länderspezifische Suche.
www.res-legal.eu
 
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Bremer Senat beschließt Einführung der gesplitteten Entwässerungsgebühr

Der Bremer Senat hat in seiner Sitzung vom 2. September 2008 den Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa beauftragt, ein Gebührenmodell für die Einführung einer gesplitteten Entwässerungsgebühr in der Stadtgemeinde Bremen vorzulegen. Mehrere Gerichte hatten in den vergangenen Jahren den Frischwasserbezug als Maßstab für die Entwässerungsgebühren für unzulässig erklärt. Danach stellten zahlreiche Kommunen in ganz Deutschland - wie nun auch die Stadtgemeinde Bremen - auf eine gesplittete Berechnung der Entwässerungsgebühr um, bei der Frischwasserbezug und auf einem Grundstück anfallendes und abgeleitetes Niederschlagswasser getrennt zur Berechnung herangezogen werden. Nach dem Grundsatzbeschluss wird der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa das Gespräch mit anderen betroffenen Ressorts, der Handelskammer und weiteren Betroffenen suchen und ein Gebührenmodell entwickeln, das die Gebührengerechtigkeit und ökologische Lenkungswirkung erhöht und gleichzeitig Rechtssicherheit für die zu erhebenden Gebühren gewährleistet.
Quelle: www.dwa.de

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Forschungs-Biogasanlage gestartet

In Eningen (Landkreis Reutlingen, Baden-Württemberg) ging am 19. Juli 2008 Deutschlands erste große Biogasanlage zu Forschungszwecken an den Start. Wissenschaftler der Universität Hohenheim, die die Anlage betreibt, halten eine Steigerung der Erzeugung an Bioenergie aus Pflanzen von 50 Prozent je Hektar Anbaufläche für möglich. Dazu soll die richtige Mischung aus Dung und neuen Energiepflanzen ermittelt werden. In zwei Fermentern und einer Nachgäranlage mit einem Volumen von je 923 m³ werden pro Tag 7300 kg Flüssigmist, 3500 kg Festmist und 5600 kg nachwachsende Rohstoffe wie Silomais, Hirse, Grünroggen und Gras vergärt.
Quelle: http://www.dwa.de

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Abwassergebühren insgesamt stabil

DWA veröffentlicht Umfrage zu Wirtschaftsdaten in der Abwasserbeseitigung in Kooperation mit den kommunalen Spitzenverbänden
Mannheim/Hennef, September 2008 - Die Entgelte für die Leistungen der Abwasserbeseitigung in Deutschland sind zwischen 2006 und 2007 um durchschnittlich 0,21 Prozent gesunken, obwohl - wie in Presse und Öffentlichkeit derzeit häufig diskutiert - zum Beispiel die auch für die Abwasserbeseitigung relevanten Energiekosten stetig steigen. Die jährlichen Ausgaben der Bürger für die Abwasserableitung und die Abwasserbehandlung sind seit Jahren stabil. Verschiedene Rahmenbedingungen führen jedoch dazu, dass sich die Kosten für den Bürger regional sehr stark unterscheiden. Das Investitionsvolumen der überwiegend von öffentlichen Unternehmen geprägten Abwasserbranche von rund 4,2 Milliarden Euro im Jahr 2007 kommt zu einem erheblichen Teil dem Mittelstand, besonders der Bauwirtschaft, zugute. Diese geht aus einer breit angelegten Umfrage zu den Wirtschaftsdaten in der Abwasserbeseitigung hervor, die die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) am 17. September 2008 im Rahmen ihrer Bundestagung in Mannheim veröffentlicht hat. Die Umfrage hatte die DWA gemeinsam mit dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund durchgeführt.
Ergebnisse der Studie
In Deutschland werden die Abwassergebühren nach dem Kostendeckungsprinzip erhoben. Dies bedeutet, dass der Bürger verursachungsgerecht nur die Kosten trägt, die dem Abwasserbeseitiger für die Ableitung und Behandlung entstehen. Die durchschnittliche jährliche Gebühren- und Beitragsbelastung des Bürgers beträgt rund 109,55 €. Demgegenüber liegen die Investitionen der Unternehmen im Jahr 2007 im Mittel bei etwa 56 € pro Einwohner und Jahr. Die Investitionen werden in Form von Zinsen und Abschreibungen wiederum zu Kosten der Unternehmen. Diese Art der Kosten - ebenso wie zum Beispiel Personalkosten - fällt bei den Entsorgern unabhängig davon an, wie viel Abwasser eingeleitet und später gereinigt wird. Der mit 75 bis 85 Prozent sehr hohe Anteil fixer Kosten ist besonders charakteristisch für die Wasserwirtschaft. Zur gleichmäßigen Verteilung der Fixkosten auf die Verbraucher können Grundgebühren erhoben werden. Nur knapp zehn Prozent der Bürger müssen jedoch derzeit eine Grundgebühr entrichten. Die Grundgebühr beträgt - soweit sie erhoben wird - im Schnitt 23,16 € pro Person und Jahr. Auffällig ist, dass sich die finanziellen Belastungen der Bürger regional sehr stark unterscheiden. Hierfür sind Strukturunterschiede, der schwankende Wasserverbrauch und örtliche Unterschiede in der Topografie verantwortlich. Auch Unterschiede bei der zeitlichen Investitionstätigkeit, deren Finanzierung und bei Zuschüssen sowie abweichende Kalkulationsgrundlagen wirken sich aus.
Die Umfrage hat gezeigt, dass die Aufgabe der Abwasserbeseitigung in Deutschland zu einem deutlich überwiegenden Anteil von öffentlichen Unternehmen erfüllt wird. Im Bereich der Abwasserableitung - also der Kanalnetze - erbringen private Unternehmen etwa 15 Prozent Leistungen. Im Bereich der Abwasserbehandlung - also bei den Kläranlagen - sind dies nur neun Prozent.
Repräsentanz der Umfrage
Die Repräsentanz der von der DWA regelmäßig durchgeführten Umfrage ist hoch. An der im Jahr 2007 durchgeführten Datenerhebung haben sich überwiegend mittlere und größere Abwasserunternehmen mit insgesamt 38 Millionen in den Entsorgungsgebieten gemeldeten Einwohnern beteiligt. Erstmals wurden die Daten online erhoben. Im Jahr 2009 soll die Umfrage erneut durchgeführt werden.

Die Ergebnisse der Umfrage stehen im Internet zum kostenlosen Download zur Verfügung
- www.dwa.de , dort: Fachthemen, Wirtschaft. Sie werden zudem in der November-Ausgabe der DWA-Zeitschrift KA - Korrespondenz Abwasser, Abfall abgedruckt.

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DWA und kommunale Spitzenverbände: Abwassergebühren insgesamt stabil

Die Entgelte für die Leistungen der Abwasserbeseitigung in Deutschland sind zwischen 2006 und 2007 um durchschnittlich 0,21 Prozent gesunken, obwohl - wie in Presse und Öffentlichkeit derzeit häufig diskutiert - zum Beispiel die auch für die Abwasserbeseitigung relevanten Energiekosten stetig steigen. Die jährlichen Ausgaben der Bürger für die Abwasserableitung und die Abwasserbehandlung sind seit Jahren stabil. Verschiedene Rahmenbedingungen führen jedoch dazu, dass sich die Kosten für den Bürger regional sehr stark unterscheiden. Das Investitionsvolumen der überwiegend von öffentlichen Unternehmen geprägten Abwasserbranche von rund 4,2 Milliarden Euro im Jahr 2007 kommt zu einem erheblichen Teil dem Mittelstand, besonders der Bauwirtschaft, zugute. Diese geht aus einer breit angelegten Umfrage zu den Wirtschaftsdaten in der Abwasserbeseitigung hervor, die die DWA am 17. September 2008 im Rahmen ihrer Bundestagung in Mannheim veröffentlicht hat. Die Umfrage hatte die DWA gemeinsam mit dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund durchgeführt.
In Deutschland werden die Abwassergebühren nach dem Kostendeckungsprinzip erhoben. Dies bedeutet, dass der Bürger verursachungsgerecht nur die Kosten trägt, die dem Abwasserbeseitiger für die Ableitung und Behandlung entstehen. Die durchschnittliche jährliche Gebühren- und Beitragsbelastung des Bürgers beträgt rund 109,55 €. Demgegenüber liegen die Investitionen der Unternehmen im Jahr 2007 im Mittel bei etwa 56 € pro Einwohner und Jahr. Die Investitionen werden in Form von Zinsen und Abschreibungen wiederum zu Kosten der Unternehmen. Diese Art der Kosten - ebenso wie zum Beispiel Personalkosten - fällt bei den Entsorgern unabhängig davon an, wie viel Abwasser eingeleitet und später gereinigt wird. Der mit 75 bis 85 Prozent sehr hohe Anteil fixer Kosten ist besonders charakteristisch für die Wasserwirtschaft. Zur gleichmäßigen Verteilung der Fixkosten auf die Verbraucher können Grundgebühren erhoben werden. Nur knapp zehn Prozent der Bürger müssen jedoch derzeit eine Grundgebühr entrichten. Die Grundgebühr beträgt - soweit sie erhoben wird - im Schnitt 23,16 € pro Person und Jahr. Auffällig ist, dass sich die finanziellen Belastungen der Bürger regional sehr stark unterscheiden. Hierfür sind Strukturunterschiede, der schwankende Wasserverbrauch und örtliche Unterschiede in der Topografie verantwortlich. Auch Unterschiede bei der zeitlichen Investitionstätigkeit, deren Finanzierung und bei Zuschüssen sowie abweichende Kalkulationsgrundlagen wirken sich aus.
Die Umfrage hat gezeigt, dass die Aufgabe der Abwasserbeseitigung in Deutschland zu einem deutlich überwiegenden Anteil von öffentlichen Unternehmen erfüllt wird. Im Bereich der Abwasserableitung - also der Kanalnetze - erbringen private Unternehmen etwa 15 Prozent Leistungen. Im Bereich der Abwasserbehandlung - also bei den Kläranlagen - sind dies nur neun Prozent.
Die Repräsentanz der von der DWA regelmäßig durchgeführten Umfrage ist hoch. An der im Jahr 2007 durchgeführten Datenerhebung haben sich überwiegend mittlere und größere Abwasserunternehmen mit insgesamt 38 Millionen in den Entsorgungsgebieten gemeldeten Einwohnern beteiligt. Erstmals wurden die Daten online erhoben. Im Jahr 2009 soll die Umfrage erneut durchgeführt werden. Die Ergebnisse der Umfrage stehen im Internet zum Download bereit. Sie werden zudem in der November-Ausgabe der KA abgedruckt.
www.dwa.de , dort: Fachthemen, Wirtschaft

INSM: Abwassergebühren unterscheiden sich bis zum Dreieinhalbfachen

Die Einwohner von Karlsruhe zahlen die geringsten Abwassergebühren unter 100 deutschen Großstädten. Im brandenburgischen Potsdam müssen sie dagegen rund dreieinhalb Mal so viel bezahlen. Die Bewohner von Großstädten der alten Bundesländer zahlen im Schnitt weniger Gebühren für dieselbe Menge Abwasser als die Einwohner von Großstädten der neuen Bundesländer. Das sind zentrale Ergebnisse eines Vergleichs von Entsorgungspreisen in den 100 größten deutschen Städten, den die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in Auftrag gegeben hat. Die INSM mit Sitz in Köln wird von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie finanziert und wissenschaftlich vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) begleitet.
Im Rahmen der Untersuchung wurden die Abwasserpreise sowie weitere Gebühren, die manche Städte in Zusammenhang mit der Abwasserentsorgung erheben (zum Beispiel Kanalanschlussgebühren), ermittelt und auf dieser Grundlage Gesamtpreise für die Abwassermenge berechnet, die bei einer durchschnittlichen vierköpfigen Familie mit Einfamilienhaus im Durchschnitt jährlich anfallen. Für die Entsorgung von 184 Kubikmetern Abwasser hat diese Familie in Karlsruhe 226 Euro zu bezahlen. Generell ist ein ausgeprägtes Ost-West-Gefälle bei den Abwasserentsorgungsgebühren festzustellen. Im Schnitt fielen im Jahr in den untersuchten Städten der neuen Bundesländer bei einer vierköpfigen Familie rund 555 Euro Abwassergebühren an, gegenüber 469 Euro im Westen. Auf Seite 18 des Endberichts finden sich Zahlen, die ebenfalls Beachtung verdienen: Jahreskosten in Abhängigkeit von der Organisationsform (privat: 560,90 €/a, Mischform: 542,50 €/a, öffentlich: 445,00 €/a pro Vierpersonenhaushalt). Hierzu vermerkt der Bericht einschränkend: „Da allerdings nur vier der befragten Städte über privat organisierte Entsorgungsbetriebe verfügen, lassen diese Ergebnisse keine Rückschlüsse auf eine generelle Gültigkeit dieses Resultats zu."
www.insm-abwassermonitor.de
www.insm-abwassermonitor.de/ranking_aw_gesamtkosten.html
www.insm.de/Downloads/Endbericht_INSM-Abwassermonitor_180811.pdf

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Ausbau des Klärwerks Radevormwald abgeschlossen

Die Ausbaumaßnahmen im Klärwerk Radevormwald des Wupperverbands sind abgeschlossen. Am 21. September 2008 wird die Anlage mit einem Tag der offenen Tür offiziel in Betrieb genommen. Das Klärwerk war seit 1998 bei laufendem Betrieb für 25,6 Millionen Euro stufenweise saniert und erweitert worden.
www.wupperverband.de , dort: Projekte Bau Planung
 
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Verhalten von Prionen in Kläranlagen und im Boden

Prionen sind infektiöse Eiweißpartikel, die zum Beispiel BSE (Bovine spongiforem Encephalophatie) bei Kühen oder Scrapie (Traberkrankheit) bei Schafen hervorrufen. Wie lange Prionen im Boden überleben, hat das Fraunhofer-Institut in Schmallenberg im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) untersucht. In den Boden eingebrachte Scrapie-Erreger blieben danach unter natürlichen Witterungsbedingungen über 29 Monate infektiös. Eine Gefährdung des Menschen sei hingegen nicht gegeben, denn Rinder scheiden BSE-Prionen natürlicherweise nicht aus. Außerdem seien in Deutschland keine BSE-infizierten Tierkadaver durch Vergraben im Boden entsorgt worden.

Hintergrundpapier „TSE-Erreger (Prionen) im Boden: Vorkommen und Infektionsrisiko":
www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/hintergrund/prionen.pdf

Abschlussbericht „Bewertung des Vorkommens und der Auswirkung von infektiösen Biomolekülen in Böden unter besonderer Berücksichtigung ihrer Persistenz":
www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3474.pdf

Veröffentlichung in der Fachzeitschrift PLoS ONE, Mai 2007, Nr. 5, e435:
www.umweltbundesamt.de/gesundheit/publikationen/plos.pdf

Mit dem Verhalten von Prionen in Kläranlagen beschäftigt sich eine Veröffentlichung von Joel A. Pedersen et al. (University of Wisconsin, Madison). Die Forscher kommen nach Laboruntersuchungen zum Ergebnis, dass Prionen durch die üblichen Reinigungsverfahren nicht abgebaut werden. Sie räumen allerdings ein, Prionen seien bislang noch nicht in Kläranlagen oder in Klärschlamm gefunden worden.
Veröffentlichung von Pedersen et al. in Environ. Sci. Technol., 2008, 42 (14), 5254 (15. Juli 2008):
DOI 10.1021/es703186e
„Prion Fact Sheet" der US-amerikanischen Water Environment Federation (WEF):
www.wef.org/ScienceTechnologyResources/Biosolids/PrionFactSheet.htm

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Ermäßigte Mehrwertsteuer für Wasserdienstleistungen?

Die EU-Kommission hat am 7. Juli 2008 vorgeschlagen, dass der Anwendungsbereich ermäßigter Mehrwertsteuersätze ausgeweitet werden soll. Dies soll gelten für bestimmte lokal erbrachte Dienstleistungen einschließlich arbeitsintensiver Dienstleistungen. Darunter sollen auch fallen „Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Straßenreinigung, der Abwasserbehandlung und der Wasseraufbereitung, der Abwasserbeseitigung, der Abfuhr von Hausmüll, der Abfallbehandlung oder der Wiederverwertung und zu einer Wiederverwendung führende Dienstleistungen" (vorgeschlagen als künftige Nummer 18 des Anhangs III der Richtlinie 2006/112/EG, „Mehrwertsteuer-Richtlinie"). Als Begründung für ihren Vorschlag gibt die Kommission an, die bisherige Nummer 18 sei „viel zu eng definiert, mit der Folge, dass Dienstleistungen sehr ähnlicher Natur in Bezug auf die Steuersätze unterschiedlich behandelt werden." Besonders Straßenreinigung und Hausmüllabfuhr einerseits und Abwasserbeseitigung andererseits würden bislang ungleich behandelt - auf die beiden erstgenannten könne ein ermäßigter Satz angewandt werden, auf die Abwasserbeseitigung wie auch die Abfallbehandlung jedoch nicht oder bei derzeitiger Rechtslage nur befristet bis Ende 2010. Der neue Vorschlag der EU-Kommission steht im Internet zum Download bereit:
http://ec.europa.eu/taxation_customs/resources/documents/taxation/vat/COM(2008)428_de.pdf oder „KOMM(2008) 428 endgültig" in Suchmaschine für das Internet eingeben.
 
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 „Masterplan Wasser NRW" der SPD

Einen „Masterplan Wasser NRW" hat die SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag am 7. August 2008 in Düsseldorf vorgestellt. Darin verlangt die SPD unter dem Schlagwort „Wasserforschung und Energiegewinnung", die Kompetenzen in der Forschung auszubauen und eine engere Verzahnung der Einrichtungen untereinander sowie mit der Wirtschaft zu fördern. Eine auskömmliche, dauerhafte Finanzierung müsse gewährleistet werden. Gleichzeitig müsse jede Möglichkeit zur Nutzung regenerativer Energien im Wasserbereich geprüft werden. Die Erforschung vielfältiger Technologien zur Energiegewinnung, etwa im Umfeld von Kläranlagen, aber auch zur gewässerverträglichen Nutzung der Wasserkraft, soll forciert werden.

Weiter müsse der Eintrag von schädlichen Spurenstoffen minimiert werden. Die bestehende Infrastruktur müsse daher instand gehalten bzw. an die sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst werden. In diesem Zusammenhang erwähnt die SPD den Einsatz von Aktivkohlefiltern sowie Kombinationen aus der Verwendung von Ozon, Wasserstoffperoxid und UV-Strahlung, weist allerdings auch auf die hohen Kosten dieser Verfahren hin.
Zu Privatisierungen meint die SPD, diese müssten verhindert werden, das funktionierende System vor allem im Bereich der Abwasserentsorgung soll beibehalten werden. Die Rendite der Betreiber dürfe nicht im Fokus stehen. Die bestehenden Strukturen der Daseinsvorsorge in der nordrhein-westfälischen Wasserwirtschaft hätten sich bewährt. Die Landesregierung solle diese nicht durch eine aggressive Privatisierungspolitik gefährden.
Zum Thema „Gewässerökologie und Freizeit" schwebt der SPD ein Masterplan vor, mit dem die ökonomischen Chancen des Wassersektors genutzt werden können, die ökologischen Erfordernisse gewährleistet sind, der Verbraucherschutz gestärkt und das Land den Anforderungen des Klimawandels gewachsen ist.
Der detaillierte Masterplan steht auf der Website des Landtagsabgeordneten Gero Karthaus, der den Plan öffentlich vorgestellt hat, zum Download bereit:
www.gero-karthaus.de/db/docs/doc_19633_2008813101418.pdf

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Pilotprojekt für Klärschlammverbrennung

Für ein Pilotprojekt in Baden-Württemberg zur umwelt- und klimafreundlichen Entsorgung von Klärschlamm stellt das Bundesumweltministerium (BMU) über zwei Millionen Euro zur Verfügung. Am Standort Albstadt wird mit der geplanten Anlage ein neuer Entsorgungspfad für Klärschlamm aus elf Kläranlagen im Zollern-Alb-Kreis aufgezeigt. Zugleich sollen die Energieeffizienz steigen und der CO2-Ausstoß der Klärschlammentsorgung um über 6000 Tonnen pro Jahr sinken. Die Förderung aus dem Umweltinnovationsprogramm ist Teil der BMU-Klimaschutzinitiative, die aus dem CO2-Emissionshandel finanziert wird. In dem Pilotprojekt wird ein neues Verfahren angewandt, bei dem der Klärschlamm mit Niedertemperaturwärme aus einem holzbefeuerten Kraftwerk getrocknet wird. Damit lässt er sich als Ersatzbrennstoff für Kraftwerke und Zementwerke einsetzen und ersetzt dort fossile Brennstoffe. Die im Klärschlamm enthaltenen Schadstoffe werden sicher gebunden. Als Brennstoff für das Trocknungsverfahren kommt ausschließlich naturbelassenes Holz aus der Landschaftspflege zum Einsatz. Neben der zur Trocknung erforderlichen Wärme wird durch Kraft-Wärme-Kopplung auch Strom produziert, der ins öffentliche Netz eingespeist wird.
www.bmu.de/foerderprogramme/pilotprojekte_inland/doc/2330.php

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Klärschlamm auf Feldern als „schwere Hypothek"

Die Klärschlammdüngung birgt nach Meinung des bayerischen Umweltministeriums für Landwirte und Lebensmittelproduzenten „weitaus mehr Risiken als Chancen und stellt langfristig eine schwere Hypothek dar." Bayern fordert deshalb zum einen ein Ausbringungsverbot und zeigt gleichzeitig alternative Verwertungsmöglichkeiten auf. Dies erklärte der bayerische Umweltminister Otmar Bernhard am 30. Juni 2008 beim Internationalen Klärschlammsymposium, das sein Ministerium gemeinsam mit einer Reihe weiterer Partner in Fürstenfeldbruck ausgerichtet hat. Bernhard: „Die 16 Jahre alte deutsche Verordnung deckt längst nicht mehr das gesamte Risikopotenzial des Klärschlamms ab. Was hilft‘s, wenn die Schwermetallgehalte ordentlich gemessen und die vorgeschriebenen Grenzwerte eingehalten werden, im Klärschlamm enthaltene organische Schadstoffe wie Weichmacher, Tenside und Desinfektionsmittel hingegen nach Gesetz gar nicht analysiert werden müssen?" Daher gehe auch die vom Bund geplante Novelle der deutschen Klärschlammverordnung nicht weit genug. Denn sie erlaubt weiterhin die Ausbringung, wenn auch mit schärferen Grenzwerten. Bernhard hat daher EU-Umweltkommissar Dimas aufgefordert, die Klärschlammaufbringung europaweit zu verbieten oder zumindest den einzelnen EU-Staaten eine nationale Verbots-Möglichkeit einzuräumen. Zudem forciert Bayern den Ausbau der thermischen Klärschlamm-Verwertung, um Kommunen Alternativen zum „Schlamm gedüngten Acker" aufzuzeigen.

In Bayern wird Klärschlamm bereits in sechs Müllheizkraftwerken, einem Kohlekraftwerk und vier Monoverbrennungsanlagen energetisch verwertet. So konnte die landwirtschaftliche Verwertung von 55 Prozent im Jahr 1997 auf heute rund 20 Prozent zurückgeführt werden. Durch den Bau von Kleinverbrennungsanlagen bei bestehenden Kläranlagen kann dem Minister zufolge diese Quote weiter gesenkt werden.
http://www.umweltpakt.bayern.de

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Abschluss des Schweizer Nationalen Forschungsprogramms „Hormonaktive Stoffe"

Das kürzlich abgeschlossene Schweizer Nationale Forschungsprogramm „Hormonaktive Stoffe: Bedeutung für Menschen, Tiere und Ökosysteme" (NFP 50) zeigt unter anderem, dass die Belastung von Flüssen und Trinkwasser in der Schweiz eher tief ist. In Muttermilch aber fanden Forschende beunruhigend hohe Konzentrationen solcher Substanzen. Die Forscher des NFP 50 untersuchten in den vergangenen sechs Jahren in 31 Projekten, ob und wie hormonaktive Chemikalien für Mensch, Tier und Umwelt eine Gefahr darstellen könnten. Die Resultate sind zum Teil beruhigend, legen zum Teil aber auch genauere Risikoabklärungen nahe. Eine gute Nachricht ist beispielsweise, dass die Menge der übers Trinkwasser aufgenommenen hormonaktiven Substanzen im Allgemeinen zu gering ist, um eine Gefahr für die menschliche Gesundheit darzustellen. Auch die Belastung der in Flüssen des Schweizer Mittellands untersuchten Forellen war allgemein eher tief. Nachweislich erhöhte Werte wurden einzig direkt unterhalb von Kläranlagen gefunden.
Weil hormonaktive Stoffe in geringen Konzentrationen und sehr spezifisch wirken können, nahm die Entwicklung neuer Methoden im NFP 50 eine besonders wichtige Stellung ein. Unter anderem gelang es, ein nun über das Internet zugängliches virtuelles Labor zu entwickeln, mit dem das toxische Potenzial von hormonaktiven Stoffen vorhergesagt werden kann. Auch zwei massenspektrometrische Methoden werden in Zukunft bei der Abschätzung helfen, wie stark sich ein chemischer Stoff im Körper an einen Rezeptor bindet - und damit, wie toxikologisch relevant er ist.

www.biograf.ch
www.nfp50.ch
Prof. Felix Althaus
Präsident der Leitungsgruppe NFP 50
Institut für Pharmakologie und Toxikologie, Veterinärmedizinische Fakultät, Universität Zürich
Winterthurerstrasse 260, CH-8057 Zürich
Tel. (00 41-44) 6 35 87 62
E-Mail: fra@vetpharm.unizh.ch

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20 Millionen Europäer ohne sichere Entsorgung

Die Organisation Women in Europe for a Common Future (WECF) wies im Rahmen der World Water Week im August 2008 in Stockholm darauf hin, dass in Europa noch 20 bis 23 Millionen Menschen ohne sichere Abwasserentsorgung leben müssen. Dies betreffe zum Beispiel in Rumänien etwa 40 Prozent der Bevölkerung. WECF stellt dazu umfangreiches Material auf ihrer Website bereit:
www.wecf.eu
 
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Alternative Gestaltung städtischer Wasser- und Abwasserinfrastruktur

Der Forschungsverbund netWORKS hat es sich mit dem Projekt „Transformationsmanagement für eine nachhaltige Wasserwirtschaft" zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit Ver- und Entsorgungsunternehmen aus sechs unterschiedlichen Untersuchungskommunen langfristig tragfähige Infrastrukturkonzepte zu entwickeln. Einen Untersuchungsschwerpunkt bildet die Frage, inwieweit semi- und dezentrale Lösungen ökonomisch und ökologisch effizienter sind und im existierenden betrieblichen Rahmen sukzessive angewandt werden können. Mit der nun vorliegenden Technikrecherche legt der Forschungsverbund eine Bestandsaufnahme ausgewählter nationaler und internationaler Erfahrungen und Projekte zu technischen Möglichkeiten der alternativen Gestaltung städtischer Ver- und Entsorgungsinfrastruktur vor.
www.networks-group.de/veroeffentlichungen/index.phtml
www.networks-group.de/
 
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Experten-Hotline zu Allergien

Hauterkrankungen stehen an der Spitze der beruflich verursachten Erkrankungen. Doch Hauterkrankungen sind kein Schicksal, sondern lassen sich oft durch Prävention vermeiden. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) schaltet deshalb am 17. September 2008 zwischen 13.00 Uhr und 18.00 Uhr die Experten-Hotline „Beruflich bedingte Hauterkrankungen" ein. Fragen können auch per Fax oder E-Mail gestellt werden:
Tel. (02 31) 90 71 20 71
Fax (02 31) 90 71 20 70
E-Mail: info-zentrum@baua.bund.de
www.2m2-haut.de

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BDEW mit neuer Adresse

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ist umgezogen. Rund ein halbes Jahr nach der Fusion von fünf Einzelorganisationen zum BDEW begann die Zusammenarbeit unter einem Dach in einer neuen Geschäftsstelle in Berlin-Mitte. Die bisherigen Geschäftsstellen wurden am 6. Juni 2008 geschlossen. Neue Adresse:
BDEW - Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V., Reinhardtstraße 32, 10117 Berlin; Tel. (030) 30 01 99-0
Fax 30 01 99-39 00

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Leitfaden: Energieeffizenz auf Kläranlagen

Senkung des Stromverbrauchs auf Kläranlagen
Neuerscheinung 2. Auflage

Der vorliegende Leitfaden wurde mit der 2. Auflage neu überarbeitet und befasst sich in 10 Kapiteln mit insgesamt 150 Seiten insbesondere mit folgenden Themen:

- Bewertung des Gesamtstromverbrauchs einer Kläranlage
- Orientierungswerte für den Strombedarf einzelner Verbrauchsstellen
- Möglichkeiten zur Erfassung des Stromverbrauchs einzelner Antriebe
- Grenzen der Einflussnahme durch das Betriebspersonal
- Maßnahmen zur Senkung des Stromverbrauches im Laufenden Betrieb
- Detailgestaltung im Zuge von Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen
- Energiemanagementsysteme.

Der Schwerpunkt der Inhalte liegt auf der Verbrauchsseite - dem Stromverbrauch. Durch die ausführlichen Anleitungen, Erläuterungen und Hintergrundinformationen, die in diesem Leitfaden gegeben werden, soll jeder Betriebsleiter in die Lage versetzt werden, schrittweise und systematisch

- den Gesamtstromverbrauch seiner Anlage zu bewerten und das theoretische Einsparpotenzial insgesamt grob abzuschätzen,
- die energetischen Schwachstellen im Betrieb durch vergleichende Betrachtungen bzw. durch einfache Kontrollen und Messungen aufzuspüren sowie
- die erkannten Schwachstellen mit den dazu vorgeschlagenen Mitteln soweit wie möglich selbst zu beheben oder aber die erforderlichen Maßnahmen dem Dienstvorgesetzten gegenüber sachlich zu begründen, damit diese möglichst zügig in die Wege geleitet werden.

Das Buch ist ab September 2008 beim DWA-Landesverband Baden-Württemberg zum Preis von 30,00 Euro (fördernde DWA-Mitglieder: 24,00 Euro), zzgl. Versandkosten, unter der ISBN 978-3-94017-47-8 erhältlich. Bestellungen sind bereits möglich (siehe unten).
Kontakt
DWA-Landesverband Baden-Württemberg
Rennstr. 8
70499 Stuttgart
Tel.: 0711 896631-0
Fax: 0711 896631-11
E-Mail: info@dwa-bw.de
http://www.dwa.de

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Vergrößerung von Helgoland

Das schleswig-holsteinische Wirtschaftsministerium will die Pläne des Hamburger Bauunternehmers Arne Weber, die Hochseeinsel um einen Quadratkilometer zu vergrößern, unterstützen. Das sagte der damalige Wirtschaftsminister Dietrich Austermann (bis 9. Juli 2008) am 3. Juli 2008 im Anschluss an eine Sitzung in Kiel, auf der er sich gemeinsam mit Kommunalpolitikern von der Insel Helgoland über die Pläne des Unternehmers informierte. Weber stellt dabei seine Konzeptstudie „Masterplan Helgoland" vor. Austermann dazu: „Der Masterplan ist ein wagemutiges und ehrgeiziges Konzept, das darauf angelegt ist, ohne öffentliche Förderung auszukommen. ... Mit dem Projekt sind große Chancen für die wirtschaftliche und touristische Entwicklung Helgolands und für die verkehrliche Anbindung der Insel ans Festland verbunden." Der Bürgermeister von Helgoland, Frank Botter, möchte letztendlich die Bewohner der Insel zu einem Bürgerentscheid rufen.
Die Studie „Masterplan Helgoland" wurde im Mai 2008 von dem Hamburger Unternehmen HC Hagemann unter Beteiligung der TU Hamburg-Harburg und des Alfred-Wegener-Institutes „Biologische Anstalt Helgoland" erstellt. In der Studie werden neben wasserbaulichen Maßnahmen vor allem Aspekte des Umwelt- und Naturschutzes, der wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten, der Verkehrsanbindung, des Energie- und Versorgungskonzeptes und der hydrologischen Auswirkungen durch das Projekt aufgezeigt.
Helgoland war im Jahre 1721 durch eine Sturmflut in Hauptinsel und Düne geteilt worden. Diese Lücke soll nach dem ¬Masterplan durch Spundwände und Sandaufspülungen wieder geschlossen werden. Die erforderlichen Investitionen werden auf rund 80 Millionen Euro geschätzt. Damit soll ein Quadratkilometer Neuland entstehen. Pro Quadratmeter Landgewinnung lägen die Erstellungskosten damit bei unter 100 Euro. Die Studie kann bei dem Bauunternehmen angefordert werden:
Tel. (040) 76 60 07-881
E-Mail: arne.vonmaydell@hchagemann.de
http://www.dwa.de/portale/dwa_master/dwa_master.nsf/home?readform&objectid=990F3DEEBA7A8AC1C12573C500451C69
 
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Goldener Kanaldeckel ausgeschrieben

Das IKT - Institut für Unterirdische Infrastruktur hat den Goldenen Kanaldeckel 2008 ausgeschrieben. Ausgezeichnet werden Mitarbeiter aus Stadtentwässerungen, Tiefbauämtern oder Stadtwerken für herausragende Leistungen beim Bau, bei der Sanierung oder dem Betrieb einer modernen Kanalisationsinfrastruktur. Verliehen werden die Preise am 28. Oktober 2008 in Gelsenkirchen. Kurzbewerbungen sind möglich bis zum 29. August 2008, Langfassungen nach Vorauswahl bis zum 30. September 2008.
www.ikt.de

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Neugründung des DWA-Fachausschusses WI-1 "Grundsatzfragen/Neue Entwicklungen"

Im Rahmen der Umstrukturierung des Hauptausschusses Wirtschaft hat das Präsidium der DWA der Neugründung des Fachausschusses WI-1 "Grundsatzfragen/Neue Entwicklungen" mit Prof. Dr.-Ing. Andreas Schulz (Essen) als Obmann, zugestimmt. Dieser Ausschuss übernimmt die Lenkungsfunktion folgender untergeordneter Gremien:

Arbeitsgruppe WI-1.1
"Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft"

Diese Arbeitsgruppe soll der Meinungsbildung der DWA zum Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft dienen, das zuletzt im März 2008 veröffentlicht und an den Parlamentarischen Staatssekretär Peter Hintze im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Berlin überreicht wurde. Ziel ist es, konzeptionelle Überlegungen zur Weiterentwicklung des Branchenbildes anzustellen, die in die verbändeübergreifende Arbeitsgruppe, bestehend aus ATT, BDEW, DBVW, DVGW, DWA und VKU, eingespeist werden sollen. Mit der zweiten Auflage des Branchenbildes konnte gezeigt werden, dass die deutsche Wasserwirtschaft ihren Leistungsstandard, ihre wirtschaftliche Effizienz sowie die Zufriedenheit ihrer Kunden weiter steigern konnte. Neue Schwerpunkte waren der Klimawandel und der demografische Wandel.

Auch in Zukunft sollen aktuelle Themen im Branchenbild aufgegriffen werden. Durch die starke Zunahme an Benchmarking-Projekten steht inzwischen ein großer Datenpool zur Verfügung, der in aggregierter Form zur Darstellung der Branche genutzt werden kann.

Arbeitsgruppe WI-1.2
"Benchmarking, Balanced Scorecard/neue Steuerungsinstrumente"

Aufbauend auf die bestehenden DWA-Publikationen zum Benchmarking, zum Merkblatt DWA-M 1100 "Benchmarking in der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung", zu den Themenbänden "Leitfaden Benchmarking für Wasserversorgungs- und Abwasserbeseitigungsunternehmen" sowie "Unternehmensbenchmarking als Bestandteil der Modernisierungsstrategie - Kennzahlen und Auswertungsgrundsätze" wird die Arbeitsgruppe die Arbeit der bisherigen Ad-hoc- Arbeitsgruppe WI-00.1 "Benchmarking" fortsetzen. Derzeit diskutiert die Arbeitsgruppe, ob im Rahmen eines Benchmarkings Bestmarken angegeben und Verbesserungspotenziale quantifiziert werden können. Weiterhin wird sie sich mit Balanced Scorecards als Instrument zur Einrichtung eines integrierten Managementsystems befassen und auch andere moderne Steuerungsinstrumente aufgreifen.

Arbeitsgruppe WI-1.3
"Wirtschaftliche Auswirkungen des Strukturwandels"

Sowohl der demografische Wandel als auch der Klimawandel können regional sehr unterschiedliche Konsequenzen für die Abwasserwirtschaft nach sich ziehen. Lokal verstärkte Niederschläge stehen im Gegensatz zu trockenen Regionen. Beides hat Auswirkungen auf die Abwasserinfrastruktur, ebenso wie das Abwanderungsgeschehen, das örtlich zu reduziertem Wasserverbrauch führt. Die durch das veränderte Niederschlagsgeschehen bedingten Effekte können durch die Folgen der demografischen Entwicklung entweder verstärkt oder teilweise kompensiert werden. Die wirtschaftlichen Auswirkungen, die zum Beispiel durch den erforderlichen Rückbau von Anlagen entstehen, sollen von der Arbeitsgruppe beleuchtet werden.

Arbeitsgruppe WI-1.4
"Ökonomische Aspekte der Wasserrahmenrichtlinie"

Die Arbeitsgruppe wird sich mit dem Handlungsbedarf der DWA im Zusammenhang mit den Maßnahmeprogrammen nach der Wasserrahmenrichtlinie im Aufgabenbereich des Hauptausschusses Wirtschaft zu folgenden Punkten befassen:
- Umwelt- und Ressourcenkosten,
- Umsetzung des Verursacherprinzips,
- Verhältnismäßigkeit von Kosten,
- Notwendigkeit und Nutzen (neuer) umweltökonomischer Instrumente in der Bewirtschaftungsplanung.

DWA-Bundesgeschäftsstelle
Dipl.-Biol. Sabine Thaler
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
Tel.: 02242 872-142, Fax: 02242 872-135
E-Mail: thaler@dwa.de

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Neuordnung der Förderung der kommunalen Wasserversorgung und Abwasserbehandlung in Baden-Württemberg

Die Landesregierung hat am 23. Juni 2008 einer von Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) vorgeschlagenen Neuordnung zur Förderung der kommunalen Wasserversorgung und Abwasserbehandlung zugestimmt. Mit der Neuordnung sollen künftig die Kosten der Städte und Gemeinden in der Wasserversorgung und Abwasserbehandlung optimiert sowie neue technische Verfahren eingeführt werden. Rund 53 Millionen Euro investiert das Land in diesem Jahr in die kommunale Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung.
Mit der ab 2009 geltenden Neuordnung der Landesförderung soll außerdem der Investitionsstau in den Bereichen der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigung abgebaut werden. Das Land will sich aus der Sanierung bestehender Kläranlagen und Abwasserleitungen weitgehend zurückziehen. Damit werde einer Forderung des Rechnungshofes aus dem Jahr 2006 nachgekommen, so das Umweltministerium. Gezielt gefördert werde künftig die Gründung von kommunalen Zweckverbänden zur Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung.
Außerdem wird die Modernisierung von Kläranlagen unterstützt. „In den Gewässern des Landes finden sich zunehmend Spurenschadstoffe, die bei weiter steigenden Konzentrationen negativen Einfluss auf die ökologischen Systeme nehmen können", sagte die Umweltministerin. Quelle für diese Stoffe sei zumeist das in Kläranlagen bereits gereinigte Abwasser, aus dem diese Schadstoffe nicht vollständig entfernt wurden. Über „neu entwickelte Spezialverfahren" gelinge es, die Umwelt belastenden Substanzen zu entfernen.

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Kosten für Niederschlagswasserkanal mit Abwasserabgabe verrechenbar

Bei Trennsystemen können auch die investiven Kosten für den Niederschlagswasserkanal mit der Abwasserabgabe der jeweiligen Einleitstelle verrechnet werden. Dies geht aus einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 26. Juni 2008 hervor (Az. 7 C 2.08). Das schriftliche begründete Urteil erwartet die Sozietät KMS Krauß Mäckler Schöffel (Zwickau), die die Kläger, den Regional-Wasser/Abwasser-Zweckverband Zwickau/Werdau und die Wasserwerke Zwickau, vertritt, im Laufe des August 2008. Hintergrund des Verfahrens war nach Mitteilung der Kläger und ihrer Anwälte die Frage, inwieweit Investitionen in das Abwassernetz gemäß § 10 Abs. 3 und 4 Abwasserabgabengesetz mit der zu entrichtenden Abwasserabgabe verrechnet werden können. Der Freistaat Sachsen vertrat dabei die Auffassung, dass nur der investive Eigenanteil des Schmutzwasserkanals verrechenbar ist, da dieser das Schmutzwasser der zentralen Kläranlage zuführt und somit die geforderte Verringerung der Schadstoffeinheiten, die in das Gewässer eingeleitet werden, ermöglicht. Die Kläger hingegen meinen, dass bei einem Trennsystem das Gesamtsystem aus Schmutzwasserkanal und Niederschlagswasserkanal zusammengehören und auch zusammen berücksichtigt werden müssen. Das Verwaltungsgericht Chemnitz hatte erstinstanzlich gegen die Kläger entschieden, aufgrund der bundesweiten Bedeutung aber eine „Sprungrevision" - Umgehung der zweiten Instanz Oberverwaltungsgericht - an das Bundesverwaltungsgericht zugelassen. Das Bundesverwaltungsgericht hat in seinem Urteil deutlich gemacht, dass der Anlagenbegriff des Abwasserabgabengesetzes weit auszulegen ist, weshalb der im vorliegenden Fall errichtete Niederschlagswasserkanal zusammen mit dem neu errichteten Schmutzwasserkanal eine Anlage darstellt, so die Anwälte in einer Mitteilung.
RA Thomas Will, RA Thomas Feiler

E-Mail: rae.krauss@kms-kanzlei.de
Quelle: http://www.dwa.de

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Studie zu Spurenstoffen in der Ruhr vorgelegt

In einer umfangreichen Studie haben das IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasserforschung in Mülheim an der Ruhr und das Institut für Siedlungswasserwirtschaft der RWTH Aachen im Auftrag des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums die Belastungen in der Ruhr durch Spurenstoffe und die Möglichkeiten zur Senkung des Eintrags von Spurenstoffen in die Ruhr durch Maßnahmen auf Kläranlagen untersucht. Die Studie bestätigt, dass ein akuter Handlungsbedarf an den Kläranlagen im Ruhreinzugsgebiet selbst nicht besteht. Zugleich kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass mittel- bis langfristig Handlungsbedarf an einzelnen Kläranlagen nicht ausgeschlossen werden kann; die genaue Festlegung bedarf jedoch weiterer Untersuchungen. Im Rahmen des Programms „Reine Ruhr" wird das Umweltministerium dennoch das Ziel weiterverfolgen, auch die langfristigen Zielwerte des Umweltbundesamtes im Trinkwasser einzuhalten.
Die Studie hat sich mit vier zentralen Fragen befasst:

1. Wie werden die heutigen Belastungen der Ruhr mit Spurenstoffen wissenschaftlich eingeschätzt?

2. Gibt es geeignete Behandlungsverfahren, deren zusätzlicher Einsatz auf kommunalen Kläranlagen denkbar wäre?

3. Wie würde sich der Einsatz dieser Verfahren für die Spurenstoff-Konzentrationen in der Ruhr auswirken?

4. Welche zusätzlichen Kosten würden entstehen?

Der Ruhrverband beabsichtigt vor diesem Hintergrund, so das Umweltministerium, zusätzliche Verfahrenstechniken zur Reinigung von Abwasser wie Ozonung und Aktivkohleadsorption im großtechnischen Maßstab zu untersuchen. Dazu soll großtechnisch die gezielte Behandlung von Spurenstoffen erprobt werden.
www.umwelt.nrw.de/umwelt/pdf/abschlussbericht_ruhr.pdf
www.umwelt.nrw.de/umwelt/pdf/anhaenge_ruhr.pdf

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Fünfzehn Jahre „Rostocker Modell"

Das älteste und bis heute eines der erfolgreichsten Modelle einer umfassenden, öffentlich-privaten Partnerschaft in der deutschen Wasserwirtschaft feierte am 2. Juni 2008 in der Hansestadt Rostock sein fünfzehnjähriges Jubiläum. Der als „Rostocker Modell" bekannte Betreibervertrag zwischen dem Warnow-Wasser- und Abwasserverband (WWAV) und der Eurawasser Nord GmbH regelt seit 1993 die Wasserver- und Abwasserentsorgung für die Hansestadt Rostock sowie 36 Umlandgemeinden mit 257000 Einwohnern. Das Besondere an dem Modell: Eigentümer aller wasserwirtschaftlichen Anlagen ist der WWAV, der als Träger der Wasserversorgung und abwasserbeseitigungspflichtige Körperschaft seine hoheitlichen Aufgaben im Interesse seiner kommunalen Mitglieder uneingeschränkt wahrnimmt. Der Vertrag weist ihm darüber hinaus in seiner Funktion als Auftraggeber umfangreiche Befugnisse sowie Kontroll- und Informationsrechte zu. So entscheidet er in seinem höchsten Gremium, der Verbandsversammlung, über wasserwirtschaftliche Strategien wie zum Beispiel das Abwasserbeseitigungskonzept, Investi¬tionen und Sanierungen sowie die Festlegung von Trinkwasserpreisen und Abwassergebühren. Eurawasser fungiert als privater Dienstleister und betreibt mit heute 410 Mitarbeitern die Anlagen, Werke und Netze.

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Politikmemorandum 2008 der DWA erschienen

Das neue Politikmemorandum 2008 der DWA ist erschienen. Damit bezieht die DWA medienübergreifend Stellung zu Wasserwirtschaft, Klimaschutz, Energiewirtschaft, Bodenschutz und Abfallwirtschaft. Das Politikmemorandum ist jetzt seit 2005 zum vierten Mal in Folge erschienen. Es ist Grundlage für die Politikberatung der Vereinigung, innerhalb derer die DWA ihre Sachargumente den Politikern von Bund und Ländern vermittelt und den Sachverstand der in ihr organisierten Fachleute der Politik anbietet.

Wasserwirtschaft - neues Wasserrecht praxisgerecht gestalten
Die Neugestaltung des Wasserrechts auf Bundesebene im Rahmen des Gesetzgebungsprojekts Umweltgesetzbuch (UGB) wird von der Bundesregierung intensiv betrieben. Die DWA begrüßt diese Aktivitäten und begleitet sie intensiv. Eine frühzeitige Diskussion über das untergesetzliche Regelwerk zum UGB sieht die DWA als notwendig an. Dazu kann sie erhebliche fachliche Kenntnisse, zum Beispiel bei der Vereinheitlichung der Regelungen zu wassergefährdenden Stoffen auf Bundesebene, einbringen.
Klimaschutz - Anpassungsstrategien verantwortungsbewusst mitentwickeln
Der Klimawandel erfordert Anpassungsstrategien, um den hydrologischen Extremen (Hochwasser und Niedrigwasser) zu begegnen und die Nutzung des Wassers durch den Menschen (Wasserbewirtschaftung) zu sichern. Mit ihrer interdisziplinären Fachkompetenz will die DWA Folgen für die Wasserwirtschaft sichtbar machen sowie Handlungsoptionen für die Aufgabenbereiche Hochwasser und Niedrigwasser, Wasserverfügbarkeit und Wasserqualität, Siedlungswasserwirtschaft, Wasserkraft und Schifffahrt entwickeln.

Energiewirtschaft - Energienutzung nachhaltig gestalten
Neue Herausforderungen ergeben sich aus dem Klimaschutz, der erhebliche Veränderungen und großen Anpassungsbedarf mit sich bringen wird. Eng verbunden hiermit sind Energiegewinnung und Energieverbrauch. Die DWA begrüßt die Klimaschutzinitiativen der Bundesregierung und weist darauf hin, dass die Wasserwirtschaft Lösungsmöglichkeiten für eine nachhaltige Energiegewinnung bietet: zum Beispiel die Nutzung von Wasserkraft und Klärgas (einschließlich Co-Vergärung) sowie die energetische Nutzung von Abfällen einschließlich Klärschlamm bis hin zur Wärmerückgewinnung aus Abwasser. Dem sparsamen und effizienten Einsatz von Energie kommt gleichfalls hohe Bedeutung zu.
Bodenschutz - effektiv gestalten
Die EU hat im September 2006 einen Entwurf für eine EU-Bodenschutzrichtlinie vorgelegt, die im Dezember 2007 zunächst im EU-Ministerrat nicht die notwendige Mehrheit gefunden hat. Dieser Vorschlag würde für Deutschland keine Verbesserungen, sondern zusätzliche bürokratische Vorgaben mit sich bringen. Das seit 1998 bestehende deutsche Bodenschutzrecht hat sich als flexibles Instrument bewährt.

Abfallwirtschaft - Klärschlammverwertung qualitativ sichern
Seit dem Inkrafttreten der Klärschlammverordnung ist die Belastung kommunaler Klärschlämme mit Schadstoffen - anorganischer und organischer Art - deutlich gesunken. Eine Entwicklung, die auf gemeinsames Handeln von Politik, Industrie, Wissenschaft, Landwirtschaft und Kläranlagenbetreiber zurückzuführen ist. Die Novellierung der Klärschlammverordnung zur Anpassung an diese Entwicklung wird von der DWA begrüßt. Dabei ist den Belangen des Boden- und Grundwasserschutzes sowie der Kreislaufwirtschaft und damit dem Ressourcenschutz - insbesondere bezüglich Phosphor - Rechnung zu tragen.

Ausblick
Neben den zuvor dargestellten neuen Herausforderungen muss sichergestellt sein, dass weiterhin die wichtigen Aufgaben zum Erhalt der wasserwirtschaftlichen Infrastruktur im Sinne der Daseinsvorsorge erfüllt werden. Der Staat muss hierfür die notwendigen Rahmenbedingungen zur Verfügung stellen. Das soll zum einem durch ein neues Umweltrecht auf Bundesebene erfolgen (UGB).
Das DWA-Politikmemorandum 2008 kann bei der DWA-Bundesgeschäftsstelle angefordert oder von der DWA-Website heruntergeladen werden:
Tel. (0 22 42) 872-333, www.dwa.de

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70. Umweltministerkonferenz in Mainz

Die Umweltminister von Bund und Ländern haben auf ihrer 70. Konferenz eine gemeinsame Position und Leitlinien zur energetischen Nutzung der Biomasse beschlossen. Energie und Klimaschutz waren die wichtigsten Themen der Umweltministerkonferenz (UMK), die vom 4. bis 6. Juni 2008 in Mainz stattfand. Teilgenommen hatten 13 Umweltminister/innen, -senator/inn/en sowie teilweise Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.

Als TOP 17 der Tagesordnung hat die Umweltministerkonferenz der Einrichtung eines Ständigen Ausschusses „Hochwasserschutz und Hydrologie" in der LAWA zugestimmt. Die bestehenden Ad-hoc-Ausschüsse „Hochwasser" und „EU-weite Abstimmungsprozesse" werden aufgelöst.

https://www.umweltministerkonferenz.de//uploads/EndgueltigesProtokoll_70_UMK_ce7.pdf

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Kosten für Niederschlagswasserkanal mit Abwasserabgabe verrechenbar

Bei Trennsystemen können auch die investiven Kosten für den Niederschlagswasserkanal mit der Abwasserabgabe der jeweiligen Einleitstelle verrechnet werden. Dies geht aus einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 26. Juni 2008 hervor (Az. 7 C 2.08). Das schriftliche begründete Urteil erwartet die Sozietät KMS Krauß Mäckler Schöffel (Zwickau), die die Kläger, den Regional-Wasser/Abwasser-Zweckverband Zwickau/Werdau und die Wasserwerke Zwickau, vertritt, im Laufe des August 2008. Hintergrund des Verfahrens war nach Mitteilung der Kläger und ihrer Anwälte die Frage, inwieweit Investitionen in das Abwassernetz gemäß § 10 Abs. 3 und 4 Abwasserabgabengesetz mit der zu entrichtenden Abwasserabgabe verrechnet werden können. Der Freistaat Sachsen vertrat dabei die Auffassung, dass nur der investive Eigenanteil des Schmutzwasserkanals verrechenbar ist, da dieser das Schmutzwasser der zentralen Kläranlage zuführt und somit die geforderte Verringerung der Schadstoffeinheiten, die in das Gewässer eingeleitet werden, ermöglicht. Die Kläger hingegen meinen, dass bei einem Trennsystem das Gesamtsystem aus Schmutzwasserkanal und Niederschlagswasserkanal zusammengehören und auch zusammen berücksichtigt werden müssen. Das Verwaltungsgericht Chemnitz hatte erstinstanzlich gegen die Kläger entschieden, aufgrund der bundesweiten Bedeutung aber eine „Sprungrevision" - Umgehung der zweiten Instanz Oberverwaltungsgericht - an das Bundesverwaltungsgericht zugelassen. Das Bundesverwaltungsgericht hat in seinem Urteil deutlich gemacht, dass der Anlagenbegriff des Abwasserabgabengesetzes weit auszulegen ist, weshalb der im vorliegenden Fall errichtete Niederschlagswasserkanal zusammen mit dem neu errichteten Schmutzwasserkanal eine Anlage darstellt, so die Anwälte in einer Mitteilung.
RA Thomas Will, RA Thomas Feiler
E-Mail: rae.krauss@kms-kanzlei.de

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Thüringen will Kleinkläranlagen fördern

Das Thüringer Kabinett hat am 17. Juni 2008 den Entwurf zur Novelle des Thüringer Wassergesetzes beschlossen. Er beinhaltet zahlreiche Änderungen des Landeswasserrechts, die vor allem für den ländlichen Raum des Freistaats von Bedeutung sind. Die Neuregelungen beziehen sich in erster Linie auf den Einsatz von Kleinkläranlagen für die Beseitigung des häuslichen Abwassers. Hier bestehen besonders im ländlichen Raum Thüringens große Defizite. So verursachen Kleinkläranlagen derzeit ca. 86 Prozent der Gewässerbelastung aus kommunalen Einleitungen. „Dennoch sind moderne Kleinkläranlagen, gerade in den ländlich geprägten Regionen Thüringens, sowohl aus technischer als auch wirtschaftlicher Sicht eine dauerhafte Alternative zur zentralen Abwasserbeseitigung", erklärte der Thüringer Umweltminister Volker Sklenar. Voraussetzung hierfür sei allerdings, dass diese Anlagen die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte dauerhaft erfüllen. Außerdem sei sicherzustellen, dass der Betreiber einer neu errichteten oder sanierten Kleinkläranlage die Gewissheit hat, diese auch in einem wirtschaftlich zumutbaren Umfang nutzen zu können. Der Gesetzentwurf sieht daher vor, dass kommunale Aufgabenträger zukünftig die Gebiete, die voraussichtlich in den nächsten 15 Jahren nicht an eine öffentliche Abwasserbeseitigungsanlage angeschlossen werden sollen, entsprechend auszuweisen. Will in diesem Gebiet ein Hausbesitzer seine Kleinkläranlage an die gesetzlichen Anforderungen anpassen und eine vollbiologische Anlage errichten, so räumt ihm der Gesetzentwurf einen Bestandsschutz von 15 Jahren für diese Anlage ein. Zudem ist beabsichtigt, die Sanierung bzw. den Ersatzneubau von Kleinkläranlagen mit öffentlichen Mittel zu fördern. Die Förderrichtlinie soll parallel mit der Novelle des Thüringer Wassergesetzes in Kraft treten.
Der Gesetzentwurf beschäftigt sich außerdem mit den so genannten „herrenlosen Speichern". Das sind Talsperren, die noch zu Zeiten der DDR errichtet wurden, ohne dass die dazu erforderlichen Grundstücksfragen geklärt und Wasserrechte erteilt wurden. Diese Anlagen sollen zunächst in die Unterhaltungslast des Freistaates übernommen werden. Im Auftrag des Freistaates Thüringen führt dann die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie planmäßig und fachkundig die Instandsetzung oder die erforderlichen Verfahren zur Beseitigung der Anlagen durch.
Der Thüringer Umweltminister hofft, dass der Gesetzentwurf noch in diesem Jahr nach seiner Beratung in den Ausschüssen und dem Plenum in Kraft treten kann.

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Einleitung schwerflüchtiger lipophiler Stoffe in Berliner Kanalnetz begrenzt

Abwasser, das Fette, Öle oder Benzin in einer Konzentration von mehr als 300 mg/l enthält, darf in Berlin nicht mehr in die öffentliche Kanalisation eingeleitet werden, sondern muss gesondert aufgefangen und/oder vor dem Einleiten in Abscheideanlagen aufbereitet werden, die regelmäßigen Wartungs- und Entsorgungsintervallen unterliegen. Die Berliner Wasserbetriebe teilten am 27. Mai 2008 mit, sie hätten ihre Allgemeinen Bedingungen für die Entwässerung (ABE) in Berlin entsprechend geändert und die maximalen Konzentrationswerte für Abwassereinleitungen um den Parameter SLS (schwerflüchtige lipophile Stoffe) ergänzt. Im § 4 Abs. 4 der ABE heißt es jetzt: „Eigentümer von Grundstücken, auf denen infolge gewerblicher Tätigkeit Stoffe anfallen, die leichter als Wasser sind, wie z.B. Benzin, Öle oder Fette, haben Vorrichtungen zur Abscheidung dieser Stoffe aus dem Abwasser entsprechend dem Stand der Technik einzubauen und zu betreiben." Die Berliner Wasserbetriebe wollen mit dieser Regelung auch Ursachen für Gerüche aus der Kanalisation bekämpfen.

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Internet-Stellenbörse

des DWA-Landesverbandes Baden-Württemberg
Umwelttechnische Berufe Fachkraft für Abwassertechnik

Im Sommer dieses Jahres werden wieder zahlreiche Berufsschüler des neuen Ausbildungsberufes UT-Fachkraft für Abwassertechnik ihre Ausbildung erfolgreich beenden können.

Aufgrund der bisher nicht aussichtsreichen Übernahmemöglichkeiten startet der DWA-Landesverband in Zusammenarbeit mit der Kerschensteinerschule in Stuttgart eine Abfrage zu Stellenangeboten für Facharbeiter im Abwasserbereich in Baden-Württemberg. Wir denken an den Bedarf, der in Folge neuer Umweltaufgaben oder auf Grund einer Ruhestandsregelung entstanden ist. Wir möchten Sie daher bitten, Ihren geplanten Personalbedarf für qualifizierte und ausgebildete Fachkräfte der UT-Fachrichtung für Abwassertechnik auf der Homepage des DWA Landesverbandes Baden-Württemberg www.dwa-bw.de einzustellen.

Parallel hierzu werden auch Stellengesuche von Absolventen der UT-Berufe veröffentlicht.

Dieser Service ist für Betreiber abwassertechnischer Anlagen aus Baden-Württemberg und persönliche DWA-Mitglieder kostenlos. Alle Einträge werden für die Dauer von 6 Wochen mit einer weiteren Verlängerungsoption eingestellt.

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Hepatitis-B-Infektion keine Berufskrankheit

Die Infektion eines Klärfacharbeiters mit Hepatitis B kann nach einem Urteil des Landessozialgerichts Saarbrücken vom 4. Juli 2007 (Az. L 2 U 137/05) ohne Nachweis eines konkreten Infektionsereignisses nicht als Berufskrankheit anerkannt werden. Klärfacharbeiter seien bei ihrer Tätigkeit einer Infektionsgefahr hinsichtlich Hepatitis B nicht in ähnlichem Maß besonders ausgesetzt wie die im Gesundheitsdienst, in der Wohlfahrtspflege oder in einem Laboratorium Tätigen, so das Gericht in den Leitsätzen des Urteils. Hepatitis-B-Viren würden bei der Darmpassage so verändert, dass sie nicht mehr infektionstüchtig seien, und sie könnten auch nicht im Abwasser überleben. Ebenso sei eine Anreicherung von Heptatitis-B-Viren im Klärschlamm nicht bekannt. Nach diesem Urteil besteht für Kanal- und Klärwerksarbeiter kein besonders erhöhtes Risiko einer Infektion durch Hepatitis-B-Viren. Das Urteil steht im Internet zum Download bereit:
www.rechtsprechung.saarland.de dort „Landesrechtsprechung Saarland"

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German Water Partnership gegründet

Am 8. April 2008 wurde in Berlin die German Water Partnership e.V. (GWP) gegründet. Zuvor hatten die Mitglieder von German Water e.V. die Auflösung ihres Vereins beschlossen. Vorsitzender der GWP ist Dr.-Ing. Michael Beckereit (Hamburg Wasser). Der neue Verein ist eine gemeinsame Initiative des öffentlichen und privaten Sektors in Deutschland. Gefördert wird er vom Bundesforschungsministerium und vom Bundesumweltministerium für fünf Jahre mit jährlich rund 150000 Euro. German Water Partnership steht als Netzwerk allen Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Hochschulen, partnerschaftlichen Fachverbänden und Landesinitiativen offen. Ziel soll sein die Bündelung, Koordination und Kommunikation des Know-hows der deutschen Wasserwirtschaft und -industrie, um künftig auf internationalen Märkten dauerhaft wahrgenommen zu werden, denn deutsche Unternehmen träten bislang international nicht als Anbieter von Komplettlösungen an. Daher solle mit der GWP eine Plattform bereitgestellt werden, um Marktstrategien zu erarbeiten sowie Innovationspartnerschaften zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik aufzubauen. Die deutsche Wasserwirtschaft soll so unter einer gemeinsamen Dachmarke auftreten, und GWP soll als zentrale Kontaktadresse für internationale Auftraggeber dienen.
German Water Partnership e.V.
Reinhardtstraße 32, 10117 Berlin
Tel. (030) 300199-1220
Fax (030) 300199-3220
E-Mail: info@germanwaterpartnership.de

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Neue Förderfibel in Thüringen erschienen

Die aktualisierte Ausgabe der Förderfibel des Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt für die Jahre 2008/2009 ist erschienen. Die Förderfibel gibt einen Überblick über die aktuellen Förderprogramme in der Landwirtschaft, im Umwelt- und Naturschutz und in der Forstwirtschaft des Freistaates Thüringen. Die Fibel ist kostenfrei erhältlich beim:

Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Beethovenstraße 3, 99096 Erfurt
Tel. (03 61) 37 99-922, Fax 37 99-950
E-Mail: poststelle@tmlnu.thueringen.de
www.thueringen.de/tmlnu

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BDEW mit neuer Adresse

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ist umgezogen. Rund ein halbes Jahr nach der Fusion von fünf Einzelorganisationen zum BDEW begann die Zusammenarbeit unter einem Dach in einer neuen Geschäftsstelle in Berlin-Mitte. Die bisherigen Geschäftsstellen wurden am 6. Juni 2008 geschlossen. Neue Adresse:
BDEW - Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V., Reinhardtstraße 32, 10117 Berlin; Tel. (030) 30 01 99-0
Fax 30 01 99-39 00

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Umweltpreis ausgeschrieben

Der mit 10000 Euro dotierte Umweltpreis der Sparkasse Pforzheim Calw ist ausgeschrieben. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben, die nächste Verleihung ist für 2009 vorgesehen. Bewerbungen sind bis zum 15. August 2008 möglich:
Sparkasse Pforzheim Calw
Stiftung Umweltpreis
Markstraße 7-11, 75365 Calw
Tel. (0 70 51) 93 21-90 20, Fax 93 21-90 21
E-Mail: stiftung.umweltpreis@cw-net.de
www.sparkasse-pforzheim-calw.de/stiftungen

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Jobbörse ab sofort auf der Homepage der DWA-Bundestagung aktiv

Sie suchen eine/n neuen Mitarbeiter/in oder haben Praktikumsplätze zu vergeben? Die DWA hat eine Plattform für den Job- und Karrieremarkt eingerichtet. Wir bieten allen DWA-Mitgliedern die Möglichkeit, ab sofort auf der Homepage der DWA-Bundestagung Stellen-/Praktikumsprofile bekannt zu machen. Anbieter listen auf einem vorbereiteten Formular die Stellen- und Praktikaangebote auf, diese werden dann im Internet veröffentlicht und im Foyer während der gesamten Bundestagung ausgehängt. Das Formular für Ihre Stellenausschreibung und die bereits vorliegenden Angebote finden Sie hier:
http://www.dwa.de/news/news-ref.asp?ID=4079

Im Übrigen gibt es auch für Nicht-Mitglieder die Möglichkeit, in den Zeitschriften der DWA „KA - Korrespondenz Abwasser, Abfall" und „KW - Korrespondenz Wasserwirtschaft" bezahlte Stellenanzeigen aufzugeben, auch in Kombination mit einer Einstellung auf die Website der DWA, um eine größtmögliche Verbreitung zu erreichen. Interessenten können sich an Frau Andrea Vogel, Tel.: 02242 872-129, E-Mail: vogel@dwa.de wenden.

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Kleine Lösung oder Großprojekt - Suche nach innovativen Beispielprojekten zur energieoptimierten Abwasserbehandlung

Für ein Forschungsvorhaben der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zur Energieoptimierung auf Kläranlagen suchen wir konkrete Beispielprojekte und innovative Ansätze bei Abwasserbehandlung und -transport über

- Innovative Verfahren zur Energieeinsparung,
- Erhöhung der Energieeffizienz,
- Energieerzeugung auf Kläranlagen.

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes der DBU hat sich die DWA zur Aufgabe gemacht, Lösungen und Lösungsansätze zu erfassen, systematisch auszuwerten und zur veröffentlichen, die den Energieverbrauch auf Kläranlagen senken und die Eigenenergieversorgung steigern, um alle Betreiber von Abwasseranlagen von diesen Erkenntnissen profitieren zu lassen.

Die Projektverantwortlichen bitten alle Betreiber von Abwasseranlagen (Kanäle, Regenbecken und Kläranlagen), die besondere Strategien oder Verfahren der Energieoptimierung entwickelt haben oder entwickeln, Ihre Ansätze kurz vorzustellen. Dabei sind kleine Lösungen wie zum Beispiel der Einsatz besonderer Pumpen ebenso interessant wie Großobjekte, bei denen das gesamte Abwassersystem in die Energieoptimierung einbezogen wurde.

Wir freuen uns über Ihre Unterstützung und möchten mit diesem Projekt dazu beitragen, dass alle Betreiber von Abwasseranlagen innovative Ansätze integrieren können, damit auch in Zukunft eine energieoptimierte Abwasserentsorgung in Deutschland auf hohem Niveau zu günstigen Preisen möglich ist.

Wenn Sie die Arbeiten zur Energieoptimierung auf Abwasseranlagen mit Ihren Beispielen und Konzepten unterstützen möchten oder weitere Fragen zum Projekt haben, wenden Sie sich bitte bis spätestens zum 30.08.2008 an:

DWA-Bundesgeschäftsstelle
Projektdurchführung DBU-Projekt "Energieoptimierung auf Kläranlagen"
Dipl.-Ing. Anett Baum
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
Tel.: 02242 872-124, Fax: 02242 872-135
E-Mail: baum@dwa.de

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Umweltfachleute formulieren ihre Erwartungen an die Politik

DWA liefert Sachargumente für den politischen Beratungsprozess

Als interdisziplinär agierender Umweltverband positioniert sich die DWA mit ihren aktuell herausgegebenen Erwartungen an die Politik. Das seit 2005 zum vierten Mal in Folge herausgegebene DWA-Politikmemorandum bezieht medienübergreifend Stellung zu Wasserwirtschaft, Klimaschutz, Energiewirtschaft, Bodenschutz und Abfallwirtschaft. Es ist Grundlage für die Politikberatung der Vereinigung, innerhalb derer die DWA ihre Sachargumente den Politikern von Bund und Ländern vermitteln möchte. Insbesondere ist es das Anliegen der Vereinigung, den Sachverstand des breiten Netzwerkes der in der DWA organisierten Fachleute der Politik anzubieten.

Das DWA-Politikmemorandum 2008 kann bei der DWA-Bundesgeschäftsstelle (Tel. 02242 872-333) angefordert oder von der DWA-Website heruntergeladen werden:

http://www.dwa.de/portale/dwa_master/dwa_master.nsf/home?readform&objectid=2218C26FE1A3D3F6C1257474003298A9

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70. Umweltministerkonferenz in Mainz

Die Umweltminister von Bund und Ländern haben auf ihrer 70. Konferenz eine gemeinsame Position und Leitlinien zur energetischen Nutzung der Biomasse beschlossen. Energie und Klimaschutz waren die wichtigsten Themen der Umweltministerkonferenz (UMK), die vom 4. bis 6. Juni 2008 in Mainz stattfand. Teilgenommen hatten 13 Umweltminister/innen, -senator/inn/en sowie teilweise Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.
Als TOP 17 der Tagesordnung hat die Umweltministerkonferenz der Einrichtung eines Ständigen Ausschusses „Hochwasserschutz und Hydrologie" in der LAWA zugestimmt. Die bestehenden Ad-hoc-Ausschüsse „Hochwasser" und „EU-weite Abstimmungsprozesse" werden aufgelöst.
Zur Energetischen Nutzung von Biomasse hat die Umweltministerkonferenz eine gemeinsame Position formuliert: „Biomasse ist ein knappes Gut, das effizient verwendet werden muss." Dabei sei das Prinzip der Kaskadennutzung - stoffliche vor energetischer Verwertung - anzuwenden.
Bezüglich des Umweltgesetzbuches (UGB) hat sich die UMK einstimmig für ein zügiges Gesetzgebungsverfahren ausgesprochen und noch einmal die Bedeutung betont: „Das Umweltgesetzbuch ist ein Kernelement der Föderalismusreform." Mit einer umfassenden Vorhabengenehmigung könnten eine spürbare Vereinheitlichung und Vereinfachung im Bereich der Zulassungsverfahren erreicht, ein effektiver Umweltschutz und für Wirtschaft und Vollzug Entlastungseffekte und Effizienzgewinne erzielt werden.

Die Umweltministerkonferenz befasste sich auch mit der Vermeidung schiffsbedingter Verschmutzungen des Meeres und von Flüssen. Schiffe seien zwar umweltverträgliche Verkehrsträger, aber verursachten nach wie vor Gewässerbelastungen und Luftschademissionen. Unter anderem sehen es die Umweltminister als notwendig an, dass der Bund darauf hinwirkt, dass der Zugang zu Daten über Schiffsbewegungen mit gefährlichen Gütern und damit die Möglichkeiten zur Ermittlung der Verursacher solcher Gewässer belastender Einleitungen durch die Schifffahrt weiter verbessert werden.
https://www.umweltministerkonferenz.de//uploads/EndgueltigesProtokoll_70_UMK_ce7.pdf

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Kommission begrüßt Abstimmung des Europäischen Parlaments über Wasserqualitätsnormen

Die Europäische Kommission begrüßt die Abstimmung in zweiter Lesung im Europäischen Parlament am 18. Juni 2008, bei der die Einigung mit dem Rat über die vorgeschlagene Richtlinie über Umweltqualitätsnormen im Bereich der Wasserpolitik angenommen wird. Die Richtlinie werde für einen besseren Schutz von Flüssen, Seen und Küstengewässern vor der Verschmutzung durch eine Reihe chemischer Stoffe sorgen, so die Kommission.

Die Richtlinie über Umweltqualitätsnormen im Bereich der Wasserpolitik ist die letzte größere Rechtsvorschrift, die für die Vollendung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) noch erforderlich war. Der WRRL zufolge sollen alle Gewässer in der EU bis 2015 einen „guten Zustand" erreicht haben. Sie legt eine neue Regelung für die Vermeidung und Verminderung der chemischen Verschmutzung von Wasser fest. Mit der neuen Richtlinie wird dies nun für Oberflächengewässer umgesetzt, indem für eine Liste von derzeit 33 prioritären Stoffen harmonisierte Qualitätsnormen aufgestellt werden.

Mit der neuen Richtlinie werden fünf bestehende Richtlinien aufgehoben, und die Berichterstattung über wasserbezogene Fragen im Rahmen des neu geschaffenen Wasserinformationssystems für Europa (WISE) wird erleichtert. Die Texte der Richtlinien können über die Website EUR-Lex abgerufen werden (hier findet man auch das Amtsblatt der Europäischen Union); die einzelnen Etappen können über PreLex verfolgt werden. Nützlich ist auch eine spezielle Website des Bundesumweltministeriums:
http://eur-lex.europa.eu
http://ec.europa.eu/prelex
www.bmu.de/gewaesserschutz/doc/3935.php
WISE: http://water.europa.eu/

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Material über elektrische Gefährdungen

Heft 1/2008 der Zeitschrift betrifft sicherheit der Berufsgenossenschaft der Gas-, Fernwärme- und Wasserwirtschaft hat als Schwerpunkthema „Elektrische Gefährdungen". Die Beiträge stehen im Internet zum Download bereit:
www.bgfw.net/informationen/bs/bs_2008/quartal_01/bs_01_2008.html

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BDEW legt „Wasserprogrammatik 2008" vor

Der Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat auf seiner ersten Bundestagung im Juni 2008 seine „Wasserprogrammatik 2008" vorgestellt. Der Verband möchte mit diesen Grundsätzen das Selbstverständnis der Branche transparent machen und ihren Einsatz für eine nachhaltige Wasserwirtschaft zeigen. Wichtigste Leistungsmerkmale der Branche seien fünf Kernbereiche: Die langfristige Sicherheit der Versorgung und Entsorgung, hohe Trinkwasserqualität und hohe Standards der Abwasserentsorgung sowie zufriedene Kunden, nachhaltiges Wirtschaften und Kosteneffizienz.
www.bdew.de

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Bayern forciert thermische Klärschlammverwertung

Unter dem Motto „Energie statt Dünger" forciert Bayern den Ausbau der thermischen Klärschlammverwertung. Denn unabhängig davon, ob die EU mitspielt, wird Bayern aus Gründen eines vorbeugenden Umwelt-, Gesundheits- und Verbraucherschutzes mittelfristig aus der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung aussteigen. Das betonte Umweltminister Otmar Bernhard am 25. April 2008 beim Spatenstich zum Einbau der sludge2energy-Kleinverbrennungsanlage in der Kläranlage Straubing. Bernhard hat EU-Umwelt-Kommissar Dimas aufgefordert, die Klärschlammaufbringung europaweit zu verbieten oder zumindest den einzelnen EU-Staaten eine nationale Verbotsmöglichkeit einzuräumen. In Bayern wird Klärschlamm bereits in sechs Müllheizkraftwerken, einem Kohlekraftwerk und vier Monoverbrennungsanlagen energetisch verwertet. So konnte die landwirtschaftliche Verwertung von 55 Prozent im Jahr 1997 auf heute rund 20 Prozent zurückgeführt werden. Durch den Einbau von Kleinverbrennungsanlagen in bestehende Kläranlagen kann dem Minister zufolge diese Quote weiter gesenkt werden. Zusätzlich nahm am 26. April 2008 Staatssekretär Marcel Huber eine neue Verwertungsanlage in Mintraching in Betrieb, die aus Klärschlamm Kohle, Heizöl und Heizgas macht.
www.abfall.bayern.de

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Abwasserentsorgung und Energierecht

Die Entsorgung von Abwasser ist einerseits sehr energieintensiv, andererseits enthält das Abwasser nutzbare Wärme, und bei der Abwasserentsorgung fällt der Energieträger Klärschlamm an. Voraussetzung für eine Energieoptimierung der Abwasserentsorgung ist neben der Erschließung technische Möglichkeiten für Energieeinsparung die umfassende Kenntnis des Energierechts, der Verflechtungen seiner Normen und mögliche Kosteneinsparungen, die diese auf verschiedenen Ebenen bieten. Diese Kenntnisse vermittelt der von den Stadtentwässerungsbetrieben Köln, dem Erftverband, der LINEG und dem Wasserverband Eifer-Rur unter Federführung des Niersverbandes in Auftrag gegebene DWA-Themenband „Abwasserentsorgung und Energierecht ".
Der Themenband enthält eine CD-ROM und ist unter ISBN 978 - 3 - 940173 - 91 - 1 für etwa € 76,- erhältlich.
Fördernde DWA- Mitglieder erhalten 20 Prozent Rabatt. Der Band ist in Vorbereitung und kann unter E-Mail: Kundenzentrum@dwa.de vorbestellt werden.

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DWA-Themen GB 1.5 - April 2008

Titel: Aktive Beteiligung fördern! Ein Handbuch für die bürgernahe Kommune zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie
Ausgabe: April 2008
Verlag: DWA
ISBN: 978-3-940173-37-9
Format: DIN A4
Seitenzahl: 64
Preis: 56,00 € *

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Verbände der Wasserwirtschaft stellen neues Branchenbild vor

Sechs Verbände der deutschen Wasserwirtschaft präsentierten am 19. März 2008 im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) das neue Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft 2008. Für die DWA begleitete ihr Vorstandsmitglied Dr. Jochen Stemplewski die Übergabe des 105 Seiten starken Berichts an den Parlamentarischen Staatssekretär Peter Hintze. Aus dem Branchenbild geht hervor, dass die deutsche Wasserwirtschaft ihren Leistungsstandard, ihre wirtschaftliche Effizienz sowie die Zufriedenheit ihrer Kunden weiter steigern konnte. Weiterhin erreichte Deutschland hinsichtlich der Trinkwasserversorgung und der Abwasserbeseitigung im internationalen Vergleich vorbildliche Werte. Damit wurde dem BMWi zum zweiten Mal seit 2006 ein umfangreiches Gesamtbild der Leistungen und Standards der deutschen Wasserwirtschaft vorgelegt.

Die Bundesregierung setzt bei der Modernisierung der Wasserwirtschaft auf die Eigeninitiative der Unternehmen und auf Benchmarking", erklärte Peter Hintze. Es sei sehr erfreulich, dass die Zahl der Benchmarking-Projekte sowohl bundesweit als auch in den Regionen stark zugenommen habe. Nach Angaben der Verbände beteiligten sich 750 Unternehmen der Trinkwasserversorgung und 1300 Unternehmen der Abwasserbeseitigung an den Projekten. Das bedeute im Vergleich zum Jahr 2005 einen Zuwachs von 15 Prozent. Verglichen wurden sowohl einzelne Kennziffern als auch gesamte Unternehmen oder Sparten. Außerdem wurden Prozesse analysiert, um Verbesserungspotenziale zu erschließen.

So muss sich Deutschland im Hinblick auf den Klimawandel und den zu erwartenden demografischen Wandel nicht grundsätzlich in der Wasserwirtschaft umorientieren. Mit regional angepassten Konzepten und Maßnahmen wird bereits heute dem veränderten Niederschlagsaufkommen und der Entwicklung des Wasserbedarfs begegnet.
Bei der Abwasserbeseitigung liegt Deutschland mit einem Anschlussgrad von 96 Prozent an das öffentliche Kanalnetz im europäischen Spitzenfeld. Das Kanalnetz ist seit 2001 um rund sechs Prozent auf eine Länge von 515000 Kilometern ausgebaut worden.

97 Prozent der Abwassermenge in Deutschland werden nach dem höchsten EU-Standard behandelt. Auch kleinere Kläranlagen, für die keine Anforderungen im Hinblick auf die Nährstoffelimination gemäß EG-Kommunalabwasserrichtlinie bestehen, weisen gute Abbauwerte für Stickstoff und Phosphor auf.

„Rund sieben Milliarden Euro investierte die deutsche Wasserwirtschaft 2006 in die Infrastruktur", betonten die Verbände. Die Branche sei damit ein bedeutender beschäftigungs- und umweltpolitischer Motor für den Mittelstand.

Herausgegeben wird das Branchenbild von der Arbeitsgemeinschaft Trinkwassertalsperren e. V. (ATT, Gummersbach), dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW, Berlin), dem Deutschen Bund verbandlicher Wasserwirtschaft e. V. (DBVW, Hannover), der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW, Bonn), der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA, Hennef) und dem Verband kommunaler Unternehmen e. V. (VKU, Berlin).
Das „Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft 2008" ist als Broschüre bei der DWA-Bundesgeschäftsstelle erhältlich (105 Seiten, 31,90 Euro, fördernde DWA-Mitglieder erhalten 20 % Rabatt; Tel. 0 22 42/872-333, Fax 872-100, E-Mail: kundenzentrum@dwa.de ) und steht im Internet zum Download bereit: www.dwa.de  

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Stromerzeugung aus Wasserkraft und auf Kläranlagen weiter optimieren

DWA-Studie untersucht die Energiepotenziale der deutschen Wasserwirtschaft - Themenband stellt Ergebnisse vor
München/Hennef, 6. Mai 2008 - Der Klimaschutz und die nachhaltige Energieversorgung stehen ganz oben auf der politischen Agenda. Die deutsche Wasserwirtschaft leistet einen aktiven Beitrag zum Energie- und Klimapaket der Bundesregierung. Dazu gibt es Energiepotenziale, die noch besser genutzt werden können. Wasserkraftanlagen können mittel- bis langfristig allein durch Optimierung bestehender Anlagen ca. 35 Prozent mehr elektrischen Strom liefern. Das Stromerzeugungspotenzial auf Kläranlagen kann langfristig theoretisch auf fast das zwei- bis dreifache des Standes von 2000 ausgebaut werden. Gemessen an der gesamten Stromerzeugung in Deutschland von rund 640 TWh jährlich könnte die Wasserwirtschaft bei Ausschöpfung des gesamten Potenzials ca. sechs Prozent des bundesdeutschen Stromverbrauchs abdecken. Das entspricht der Leistung eines mittleren Großkraftwerks. Diese und eine Fülle weiterer Daten und Fakten enthält die Studie „Energiepotenziale der deutschen Wasserwirtschaft", die die Aachener Ingenieurgesellschaft Tuttahs & Meyer im Auftrag der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) unter finanzieller Förderung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt erstellt hat.

Strom für 1,7 Millionen Haushalte durch Renovierung von Wasserkraftanlagen

Im Jahr 2006 wurden nach Angaben des Bundesumweltministeriums etwa 11,5 Prozent des deutschen Stromverbrauchs durch regenerative Energiequellen abgedeckt. Die regenerative Wasserkraft (ohne Pumpspeicherwerke) hatte im Jahr 2006 mit 21,6 TWh einen Anteil von 28,2 Prozent an der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland. Nicht jedes Fließen von Wasser kann in elektrischen Strom umgewandelt werden. Das technisch nutzbare Wasserkraftpotenzial gilt in Deutschland als zu ca. 70 Prozent erschlossen. Dabei spielt vor allem die Abwägung zwischen der Wasserkraftnutzung und ökologischen Belangen (z. B. Durchgängigkeit von Gewässern für Fische) eine bedeutende Rolle. Wichtigste Maßnahme, um die Wasserkraft besser zu nutzen, ist die Erneuerung der Maschinentechnik bei bestehenden Anlagen. Bei großen Anlagen, die vor 1945 in Betrieb gegangen sind, können auf diese Art etwa 15 Prozent Leistungssteigerung erreicht werden, während bei großen Anlagen nach 1985 nur noch mit rund vier Prozent Leistungszuwachs zu rechnen ist. Mit dem auf diese Weise erzielten Zuwachs an Energie könnten ca. 1,7 Millionen Vier-Personen-Haushalte mit Strom versorgt werden.
Auch Kläranlagen können Energie erzeugen
Erste Aufgabe von Kläranlagen ist die Reinigung von Abwasser. Daneben leisten Kläranlagen schon seit vielen Jahrzehnten einen Beitrag zur Stromerzeugung durch Verstromung des bei der Klärschlammbehandlung anfallenden Klärgases. Auf diese Weise waren die Kläranlagen im Jahr 2006 mit 1,3 Prozent an der Stromerzeugung aus regenerativen Energien beteiligt. Über Blockheizkraftwerke tragen Kläranlagen aber auch zur Wärmeerzeugung bei. Der gesamte Wärmebedarf in Deutschland wird auf das etwa Dreifache des Stromverbrauchs beziffert.
Durch Ausrüstung aller 2 200 großen Kläranlagen (größer als 10 000 Einwohnerwerte) mit Blockheizkraftwerken und durch Verbesserung der bestehenden Anlagen ließe sich die Stromproduktion aus Klärgas verdoppeln. Hierzu müssten allerdings staatlicherseits Anreize geschaffen werden. Die aktuellen Entwürfe zum Erneuerbare-Energien-Gesetz sehen weiterhin eine Schlechterstellung von „Klärgas-" gegenüber „Biogasstrom" vor, worauf die DWA bereits im Dezember 2007 in einer an die Bundesregierung gerichteten Stellungnahme aufmerksam gemacht hat. Andererseits sind Kläranlagen die größten kommunalen Energieverbraucher. Ihr Stromverbrauch liegt bei 4,4 TWh pro Jahr (zum Vergleich: Schulen 3 TWh jährlich, Straßenbeleuchtung 3,4 TWh jährlich). Es wird geschätzt, dass durch Energiesparmaßnahmen und Optimierung des Betriebes bis zu 25 Prozent des gesamten Stromverbrauchs von Kläranlagen eingespart werden können. Bei verbesserten Rahmenbedingungen könnten auch in Faulbehältern auf Kläranlagen zusätzlich geeignete Bioabfälle behandelt werden (Co-Fermentation). Die Stromerzeugung aus den entstehenden Gasen könnte so um mehr als 25 Prozent gesteigert werden, ohne dass wesentliche bautechnische Erweiterungen auf den Kläranlagen erfolgen müssten. Weitere Argumente für die verstärkte Verwertung von Bioabfällen auf Kläranlagen sind die hohen Sicherheitsstandards und die gesicherte Reststoff- und Abwasserentsorgung.  

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Anlage zur Reduzierung von „Tosu" in Betrieb

Der nordrhein-westfälische Umweltminister Eckhard Uhlenberg hat am 30. April 2008 in Arnsberg bei der Firma Perstorp eine Umkehrosmose-Anlage eingeweiht, mit der die Belastung des Wassers mit der Industriechemikalie „Tosu" (ein Komplexbildner, siehe KA 5/2008, Seite 451) drastisch verringert wird. Erste Betriebsergebnisse belegen, dass die Anlage in der Lage sein wird, den angestrebten Überwachungswert von 1,2 Milligramm pro Liter einzuhalten (bisher 40 bis 70 Milligramm pro Liter). Bei Perstorp waren auch Änderungen im Produktionsprozess erforderlich. So musste ein Wärmetauscher zur Reduzierung der Abwassertemperatur installiert und das in der Umkehrosmose anfallende Konzentrat zurückgeführt werden.

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Schädigung der Umwelt wird unter Strafe gestellt

Das Europäische Parlament hat am 21. Mai 2008 die Richtlinie „über den strafrechtlichen Schutz der Umwelt" verabschiedet. Erstmals werden die EU-Mitgliedstaaten verpflichtet, bestimmte vorsätzlich oder grob fahrlässig begangene Handlungen, die die Umwelt schädigen, als Straftaten zu betrachten und unter Strafe zu stellen. Die strafrechtlichen Sanktionen müssen wirksam, angemessen und abschreckend sein. Ziel der Richtlinie ist ein wirksamerer Schutz der Umwelt.
Der Berichterstatter des Europäischen Parlaments, Hartmut Nassauer (CDU), sprach in der Debatte von einem „weit reichenden und bemerkenswerten Schritt", denn namens der Europäischen Union sollen künftig auch Strafen ausgesprochen werden, und zwar „zunächst" wegen Verstößen gegen das Umweltrecht. Eigentlich, so Nassauer, sei das Strafrecht der Europäischen Union entzogen. Um sicherzustellen, dass die Umweltschutzvorschriften ihre volle Wirkung entfalten, werden in der Richtlinie zahlreiche Handlungen aufgelistet, die als Straftaten zu werten sind, „wenn sie vorsätzlich oder zumindest grob fahrlässig begangen werden". Dazu zählen etwa die Tötung, Zerstörung, Besitz und Entnahme von Exemplaren geschützter wildlebender Tier- oder Pflanzenarten. Ebenso fallen darunter Herstellung, Bearbeitung, Verwendung, Besitz, Ein- und Ausfuhr sowie Beseitigung von Kernmaterial oder anderen gefährlichen radioaktiven Stoffen.
Darüber hinaus sind gemäß der Richtlinie die Einleitung, Abgabe oder Einbringung einer Menge von Stoffen oder ionisierender Strahlung in die Luft, den Boden oder das Wasser strafbar, wenn dadurch der Tod oder eine schwere Körperverletzung von Personen oder erhebliche Schäden hinsichtlich der Luft-, Boden- oder Wasserqualität bzw. an Tieren oder Pflanzen verursacht werden.
Der vom Parlament angenommene Text steht im Internet zum Download bereit (zum Redaktionsschluss noch die vorläufige Version). Am einfachsten scheint es, in eine Suchmaschine „P6_TA-PROV (2008)0215" einzugeben.
www.europarl.europa.eu

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Arbeitsblatt ATV-DVWK-A 156, Ausgabe November 2000, wird zurückgezogen

Im November 2000 wurde das Arbeitsblatt ATV-DVWK-A 156 "Regeln für den Kanalbetrieb; Regenbecken und -entlastungen" veröffentlicht. Der Betrieb von Abwasseranlagen hat in den vergangenen Jahren, aufgrund der gestiegenen gesetzlichen Anforderungen und der technischen und wirtschaftlichen Entwicklung, umfassende Änderungen erfahren. Dies hat die DWA zum Anlass genommen eine Arbeitsblattreihe DWA-A 199 "Dienst- und Betriebsanweisungen für das Personal von Abwasseranlagen" zu veröffentlichen, die sich in folgende Teile untergliedert:

- Teil 1: Dienstanweisung für das Personal von Abwasseranlagen,
- Teil 2: Betriebsanweisung für das Personal von Kanalnetzen und Regenwasserbehandlungsanlagen,
- Teil 3: Betriebsanweisung für das Personal von Abwasserpumpanlagen,
- Teil 4: Betriebsanweisung für das Personal von Kläranlagen.

Folgend einem Beschluss des DWA-Hauptausschusses "Entwässerungssysteme" wird nun das Arbeitsblatt ATV-DVWK-A 156 zurückgezogen.

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Merkblatt ATV-M 101, Ausgabe Mai 1996, wird zurückgezogen

Im Jahr 1992 veröffentlichte die ATV das Arbeitsblatt ATV-A 101 "Planung von Entwässerungssystemen; Neubau-, Sanierung und Erneuerungsmaßnahmen", welches in die prEN 752 "Entwässerungssysteme außerhalb von Gebäuden" eingeflossen ist. Das Arbeitsblatt musste folgend angepasst werden, was zu der Veröffentlichung des Merkblattes ATV-M 101 im Mai 1996 führte. Zwischenzeitlich wurde sowohl das Arbeitsblatt DWA-A 100 "Leitlinien der integralen Siedlungsentwässerung (ISiE)" im Dezember 2006 und die überarbeitete europäische Norm EN 752 "Entwässerungssysteme außerhalb von Gebäuden" im April 2008 veröffentlicht.

Folgend einem Beschluss des DWA-Hauptausschusses "Entwässerungssysteme" wird nun das Merkblatt ATV-M 101 zurückgezogen.

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Expertenkreis über Ratten im Kanalnetz gegründet

Ein Expertenkreis hat sich am 23. April 2008 am Forschungsinstitut für Tief- und Rohrleitungsbau Weimar e. V. zu einem ersten Treffen zusammengefunden, um Fachwissen zum Thema Rattenbekämpfung im Sielwesen zu bündeln und Aufgaben für die Forschung zu entwerfen. Zu diesem Expertenkreis gehören Vertreter des Umweltbundesamtes, des Bundesforschungsinstitutes für Kulturpflanzen und Wirbeltierforschung in Münster, des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Oldenburg, des Instituts für Hygiene und Umwelt der Freien und Hansestadt Hamburg, der APC AG als Schädlingsbekämpfer, von Rohrleitungsbauunternehmen und von Ingenieurbüros und dem Forschungsinstitut für Tief- und Rohrleitungsbau Weimar e. V. In einem ersten Schritt soll die Datenbasis über den Rattenbestand, bzw. Rattenbefall erweitert werden. Um aussagekräftige Daten zu erhalten, ist geplant, eine Fragebogenaktion bei Kommunen und Gemeinden durchzuführen. Gleichzeitig gibt der Expertenkreis allen Interessierten die Möglichkeit der Mitwirkung oder Unterstützung von Projekten zur Rattenbekämpfung.
Forschungsinstitut für Tief- und Rohrleitungsbau Weimar e. V., Georg-Haar-Straße 5, 99427 Weimar; Tel. (0 36 43) 82 68 33, Fax 82 68 26, E-Mail: hartmut.solas@fitr.de
Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Fachbereich Schädlingsbekämpfung, Task-Force Veterinärwesen, Dezernat 32, Postfach 39 49, 26029 Oldenburg; Tel. (04 41) 5 70 26-137, E-Mail: jona.freise@laves.niedersachsen.de

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Aktualisierte PFT-Werte in Nordrhein-Westfalen veröffentlicht

Das nordrhein-westfälische Umweltministerium hat am 16. Mai 2008 aktualisierte Werte zu Perfluorierten Tensiden (PFT) in Kläranlagenabläufen und im Trinkwasser im Ruhreinzugsgebiet veröffentlicht. Dabei handelt es sich um Konzentrationswerte im Abwasser von Kläranlagen und im Trinkwasser. Zudem sind auch (errechnete) Frachtwerte dargestellt, die lediglich zur Plausibilisierung von Daten dienen, für eine Belastungseinschätzung des Abwassers, des Ruhrwassers und des Trinkwassers ungeeignet sind. Insbesondere für das Trinkwasser sind ausschließlich Konzentrationswerte von Bedeutung, so das Ministerium.
Die Daten umfassen einen Zeitraum bis April dieses Jahres und belegen die Erfolge der Maßnahmen zur Reduzierung von PFT in der Ruhr. Diese Verringerung ist das Ergebnis vielfältiger Maßnahmen, die gemeinsam mit der Industrie begonnen wurden. Zu diesen Maßnahmen zählen zum Beispiel der Einsatz von Ersatzstoffen oder eine bessere Dosierung. Von den ehemals auffälligen Kläranlagen sind mittlerweile nur noch wenige mit Konzentrationen von mehr als 300 Nanogramm pro Liter übrig geblieben (also dem Wert, der eigentlich für das Trinkwasser maßgeblich ist).
Trotz der noch nicht abgeschlossenen Reduzierungsmaßnahmen bleibt festzuhalten, dass die Konzentrationen in der mittleren und unteren Ruhr bereits im Gewässer in der Regel unter dem für Trinkwasser aus Vorsorgegründen geforderten Zielwert von 100 Nanogramm pro Liter liegen. Die Trinkwasserdaten selbst belegen erst recht, dass die Konzentrationen hier stabil unter diesem von der Trinkwasserkommission vorgegeben Zielwert liegen.
www.umwelt.nrw.de/umwelt/pft/index.php

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ISO-Norm über Energiemanagement

Die internationale Normungsorganisation ISO hat angekündigt, dass sie eine Norm zum Energiemanagement erarbeiten will. Die Norm soll für alle Organisationen und Unternehmen Hinweise geben zum effizienten Energieeinsatz, zur Kostenreduzierung und zur Verbesserung der Umweltbilanz.
www.iso.org/iso/hot_topics_energy

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Ein starkes Netzwerk für die Wasserwirtschaft

DWA und DAAD veranstalteten erfolgreiches „Get together" mit 150 Teilnehmern auf der IFAT 2008
München/Hennef/ Bonn, 21. Mai 2008 - Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) und der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) haben im Rahmen der IFAT 2008 am 8. Mai 2008 rund 80 Alumni des DAAD und 50 von der DWA und ihren Partnern eingeladene junge Wissenschaftler aus Osteuropa und den Entwicklungsländern zu einem gemeinsamen Erfahrungsaustausch zusammengeführt. Auf der fachlich hochkarätig besetzten Veranstaltung sprachen unter anderem DAAD-Vizepräsident Prof. Max Huber, DWA-Präsident Otto Schaaf, Dr. Reza Ardakanian als Direktor des UN Water Decade Programme on Capacity Developement und Eugen Egetenmeir, stellvertretender Geschäftsführer der Messe München. Das „Get together" bildete einen würdigen Rahmen für die Verleihung des „Huber Technology Prize 2008", zu der der Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Dr. Marcel Huber, der Preisträger des Stockholm Water Prize 2003 und Vorsitzende der Huber Technology Stiftung, Prof. Peter Wilderer, sowie der Stifter des Preises, Dr. Hans Huber, sprachen.
Erfahrungen teilen, heißt Netzwerke bilden, ausbauen und pflegen
Netzwerkbildung stellt in einer zunehmend globaler agierenden Wasserwirtschaft eine wichtige Voraussetzung im Umgang mit dem „Blauen Gold" dar. Beispielhaft wurden in München Hochschulabsolventen - sogenannte Alumni - und 50 von der DWA und ihren Partnern eingeladene junge Wissenschaftler aus Osteuropa und den Entwicklungsländern zu einem gemeinsamen Erfahrungsaustausch zusammengeführt. Die Alumni verfügen über eine deutsche Hochschulausbildung und exzellente Regionalkenntnisse ihrer Heimatregion. Sie sind oft in unterschiedlichen Positionen in Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung tätig und stellen so für deutsche Unternehmen wertvolle Türöffner für Projekte weltweit dar. Die von der DWA und ihren Partnern betreuten „Young Scientists" sind als Nachwuchskräfte auf dem Weg in ihre berufliche Zukunft und erhielten durch das „Get together" mit den DAAD-Alumni wertvolle Tipps im Umfeld eines interdisziplinären und interkulturellen Erfahrungsaustauschs. Die DAAD-Alumni hatten weiterhin die Gelegenheit, mit Entscheidungsträgern der deutschen Wasserwirtschaft ihre Kontakte nach Deutschland zu knüpfen bzw. zu vertiefen. Weitere Informationen zum fachlichen Alumni-Netzwerk (German Alumni Water Netzwork / GAWN) unter: www.gawn.uni-siegen.de
Huber Technology Prize 2008
Aus Anlass der IFAT 2008 verlieh die Huber Technology Stiftung im Rahmen des „Get together" zum ersten Mal den Huber Technology Prize. Prämiert wurden Ideen, Konzepte, Ergebnisse von Forschungsarbeiten, mit denen ein innovativer Beitrag zur Nutzung von Energie und Wertstoffen aus Abwasser geleistet wird. Platz 1 teilten sich Ka Yu Cheng (Hongkong) und Stefano Freguia (Italien) mit ihrer Idee, eine mikrobielle Brennstoffzelle zu entwickeln, bei welcher gleichzeitig Abwasserreinigung und Stromproduktion stattfinden. Platz 2 erreichte John Hunt aus Australien (Murdoch University). Er entwickelte ein Software Tool, um die Wiedernutzung von Abwasser in ländlichen Regionen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit zu betrachten. Mit einem Verfahren zur Desinfektion von Wasser mittels des photokatalytischen Effektes konnte Francisco Manjon Navarro aus Spanien (Universidad Complutense of Madrid) die Fachjury überzeugen und den 3. Platz erreichen. Die Preise wurden vom Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Dr. Marcel Huber, übergeben.

Bildmaterial
Geeignetes Bildmaterial erhalten Journalisten im Internet unter
http://picasaweb.google.de/DWAIFATMunich2008/IFATFotos2008Munich/
Weitere Informationen
Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA),
Dipl.-Psych. Gabriele Martens
Tel. (0 22 42) 872-115
E-Mail: martens@dwa.de
Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD),
Gudrun Chazotte
Tel. (0228) 882-541
E-Mail: chazotte@daad.de

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Neues mathematisches Modell der Abwasserreinigung

Die Kosten der Reinigung von stickstoffbelasteten Abwässern könnten in Zukunft gesenkt werden. Bodenforscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) haben ein neues mathematisches Modell entwickelt, das helfen kann, die optimalen Bedingungen für eine mikrobiologische Reinigung zu finden. Mithilfe des stabilen natürlichen Stickstoff-Isotops 15N ist dieses bisher genaueste mathematische Modell, so das UFZ in einer Pressemitteilung, erstmals in der Lage, die Mengen an Distickstoff (N2) aus den Reinigungsprozessen Anammox und Denitrifikation sowie des atmosphärischen Hintergrunds exakt zuzuordnen. Dadurch könne der Wirkungsgrad solcher Abwasserreinigungsanlagen zukünftig deutlich verbessert und die Freisetzung des Treibhausgases N2O (Lachgas) vermieden werden. Veröffentlicht wurde dies in einer Zeitschrift, die bei Bauingenieuren kaum bekannt ist: O. Spott, C. F. Stange, Rapid Communications in Mass Spectrometry, 2007, 21 (14), 2398-2406
http://dx.doi.org/10.1002/rcm.3098

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Umweltministerium Rheinland-Pfalz und Potsdam-Institut kooperieren

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und das rheinland-pfälzische Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz sind Kooperationspartner. Umweltministerin Margit Conrad und der Direktor des Potsdam-Instituts, Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber, haben am 3. April 2008 eine Vereinbarung zur unbefristeten Zusammenarbeit unterzeichnet. Erstes gemeinsames Vorhaben ist ein Forschungsprojekt zum Klima- und Landschaftswandel in Rheinland-Pfalz - kurz: „KlimLandRP". Das interdisziplinäre Projekt untersucht die regionalen Auswirkungen des Klimawandels und soll bis Ende 2011 abgeschlossen werden. Das Forschungsprojekt wird vom Umweltministerium getragen und hat ein Gesamtvolumen von ca. 1,8 Millionen Euro für dreieinhalb Jahre. „KlimLandRP" betrachtet die Vielfalt der Natur- und Kulturlandschaft, die land- und forstwirtschaftliche Nutzung eingeschlossen. Repräsentative Standorte, aber auch Extreme werden untersucht. Mögliche Veränderungen werden zunächst für einen Zeitraum von bis zu 50 Jahren projiziert, je nach Fragestellung auch bis zum Jahr 2100. Die Studie baut auf dem 2007 veröffentlichten Klimabericht des Landes auf und bezieht Programme wie KLIWA ein, das sich länderübergreifend mit den Auswirkungen von Klimaveränderungen auf die Wasserwirtschaft befasst.
Fünf Module werden in enger Zusammenarbeit unterschiedlicher Wissenschaftsbereiche interdisziplinär bearbeitet. „Klimawandel und Wasserhaushalt" wird durch das Modul Wasser abgebildet; Prof. Dr. Markus Casper vom Fachbereich Geografie/Geowissenschaften (Physische Geographie) der Universität Trier ist der wissenschaftliche Leiter. Zu erwartende klimabedingte Veränderungen des Bodens/Standorts werden im Modul Boden unter Leitung von Geologiedirektor Dr. Ernst-Dieter Spies vom Landesamt für Geologie und Bergbau bearbeitet.

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Technische Regeln Gefahrstoffe: Bei Änderung E-Mail

Für Anwender der Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) einen neuen Service eingerichtet. Ein Newsletter informiert aktuell über die Veröffentlichung neuer TRGS. Abonnenten des neuen BAuA-Services erhalten eine E-Mail unmittelbar nach der offiziellen Veröffentlichung neuer TRGS. Die aktualisierten Technischen Regeln lassen sich dann kostenfrei auf der BAuA-Homepage einsehen. Die Aufnahme in den Newsletter ist kostenlos und erfolgt per E-Mail an:
newsletter_tr@baua.bund.de

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Zusätzliche Fördermittel in Bayern

Das Land Bayern stellt 30 Millionen Euro Fördermittel für kommunale Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsanlagen sowie zehn Millionen Euro für Kleinkläranlagenbetreiber zusätzlich zur Verfügung. Das kündigte der bayerische Umweltminister Otmar Bernhard am 27. Mai 2008 in München an. Möglich wurde dies durch eine Mittelaufstockung im Nachtragshaushalt 2008. Insgesamt hat Bayern seinen Kommunen in den letzten 60 Jahren für kommunale Abwasseranlagen mit rund acht Milliarden Euro unter die Arme gegriffen, etwa 3,5 Milliarden Euro gab es für kommunale Wasserversorgungsanlagen. Seit 2003 wurden außerdem bislang rund 63 Millionen Euro für den Bau und die Nachrüstung von Kleinkläranlagen bewilligt. Der Anschlussgrad an kommunale Kläranlagen liegt mittlerweile bei über 95 Prozent und bei der Trinkwasserversorgung sogar bei 98,8 Prozent.
www.wasser.bayern.de

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Entwurf für Umweltgesetzbuch in der Anhörung

Das Bundesumweltministerium (BMU) hat am 23. Mai 2008 das Verfahren zur Anhörung der Länder und Verbände zum Referentenentwurf des geplanten Umweltgesetzbuchs (UGB) eingeleitet. Mit dem UGB soll das nationale Umweltrecht zusammengeführt und vereinfacht werden, so sieht es der Koalitionsvertrag der Großen Koalition vor. Das bisher in einzelne Fachgesetze zersplitterte Umweltrecht soll stärker integrativ, also unter Berücksichtigung von Wechselwirkungen zwischen den Umweltmedien Wasser, Luft und Boden ausgerichtet werden.
Der Referentenentwurf behält nach Ansicht des BMU die anspruchsvollen Schutz- und Umweltanforderungen des geltenden Umweltrechts bei. Europarechtliche Umweltvorgaben werden konsequent umgesetzt. Ein zentrales Anliegen des UGB ist die Anwender- und Vollzugsfreundlichkeit. Deshalb wurde der Referentenentwurf in enger Abstimmung mit den für den Vollzug zuständigen Umweltministerien der Länder erarbeitet. In Planspielen und Fachgesprächen sind insbesondere die Genehmigungs- und Verfahrensvorschriften mit Vertretern von Zulassungsbehörden und Unternehmen eingehend auf ihre Praxistauglichkeit überprüft worden.
Der Referentenentwurf umfasst fünf Bücher: Buch I mit allgemeinen Vorschriften und dem vorhabenbezogenen Umweltrecht, Buch II: Wasserwirtschaft, Buch III: Naturschutz und Landschaftspflege, Buch IV: Nichtionisierende Strahlung, Buch V: Emissionshandel. Daneben enthält das Regelungspaket eine Verordnung über die vom UGB erfassten Vorhaben (Vorhaben-Verordnung) und eine Verordnung über Umweltbeauftragte (Umweltbeauftragtenverordnung). Hinzu kommt ein Einführungsgesetz mit Folgeanpassungen anderer Gesetze sowie mit Übergangsvorschriften.
Die Anhörung der Verbände wird vom 17. bis 19. Juni 2008, die der Länder und kommunalen Spitzenverbände vom 24. bis 25. Juni 2008 jeweils in Berlin stattfinden. Die Stellungnahmen werden vom Bundesumweltministerium ausgewertet und bei der weiteren Abstimmung des Entwurfs innerhalb der Bundesregierung für eine Beschlussfassung des Kabinetts berücksichtigt werden. Die Gesetz- und Verordnungsentwürfe können im Internet herunter geladen werden:
www.umweltgesetzbuch.de

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Seepferdchen in der Themse

In der Themse in England wurden Seepferdchen (Hippocampus hippocampus) entdeckt. Dies teilte die Zoological Society of London (ZSL)am 6. April 2008 mit. Die Tiere seien in den vergangenen 18 Monaten im Rahmen routinemäßiger Monitorings des Vorkommens an Wildtieren beobachtet worden. Diese Entdeckungen wurden jedoch erst öffentlich gemacht, als die Seepferdchen und einige andere Spezies unter gesetzlichen Schutz gestellt werden konnten. Die ZSL wertet das Aufkommen von Seepferdchen in der Themse als Zeichen dafür, dass die Wasserqualität der Themse sich verbessert, und verspricht sich davon ein Signal an die Öffentlichkeit zugunsten verstärkter Anstrengungen beim Gewässerschutz.
www.projectseahorse.org

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Förderung für Biomasse-Nutzung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat im Rahmen seines Förderkonzepts „Grundlagenforschung Energie 2020" die energetische Nutzung von Biomasse zu einem Schwerpunkt gemacht. Dazu hat das Ministerium die Förderinitiative „BioEnergie 2021 - Forschung für die Nutzung von Biomasse" ausgeschrieben. Für diese Initiative sind 50 Millionen Euro für einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren eingeplant. Forscherteams aus Hochschulen, außer¬universitären Einrichtungen und der Wirtschaft sollen gemeinsam an neuen Prozessen für die Umwandlung von Biomasse arbeiten, damit aus pflanzlichen und sonstigen biologischen Abfällen Kraftstoffe der so genannten zweiten Generation werden.

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Wie sieht die Abwasserbehandlung der Zukunft aus- 4. 5. 6. Reinigungsstufe?

Am 15. November 2007 veranstaltet der Förderverein des Instituts WAR- Wasserversorgung und Grundwasserschutz, Abwassertechnik, Abfalltechnik, industrielle Stoffkreisläufe, Umwelt- und Raumplanung - der Technischen Universität Darmstadt das 82. Darmstädter Seminar.

Prof. Peter Cornel referierte über potenzielle Anforderungen wie z.B. die weitergehende Entfernung organische Spurenstoffe, die Phosphorrückgewinnung, die Desinfektion des Kläranlagenablauf oder eine weitergehende Nährstoff- Elimination

Brauchen Gewässer noch weitere Behandlungsstufen auf Kläranlagen? Das war Thema von Prof. Dietrich Borchard vom Helmholtz -Zentrum, Magdeburg.

Die Stoff- und Energieströme auf Abwasserbehandlungsanlagen, wurde von Prof. Karl Svardal, Technische Universität Wien vorgetragen

Arzneimittel, Pharmazeutika und endokrinwirksame Stoffe in Abwasserbehandlungsanlagen war das Thema von Prof. Klaus Kümmerer, Universität Freiburg

Ozoneinsatz bei der Abwasserreinigung, Dr. Achim Ried, Wedeco GmbH Herford

Einsatz von Pulveraktivkohle zur Entfernung der organischen Restverschmutzung, Prof. Helmut Kapp, Hochschule Bieberach

Erfolge durch UV-Desinfektion von Kläranlagenabläufen an der Isar, Dr-Ing Bernhard Böhm, München

In dem Tagungsband Nummer 82 sind die Vorträge zusammengefasst und können zum Preis von € 35,- beim Institut WAR, per Fax unter 06151 - 163758 bestellt werden.

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Ökoeffizienz in der Wasserwirtschaft

Ein optimierter und effizienter Energieeinsatz ist für viele Betreiber von kommunalen Kläranlagen stets ein aktuelles Thema. Über 150 Teilnehmer nahmen am 19. November 2007 an der Technischen Universität in Kaiserslautern an einer Tagung teil, die dieses Thema behandelte.

Der Energieverbrauch von Kläranlagen ist in den letzten Jahren bedingt durch die Anforderungen an die Nährstoff-Elimination deutlich gestiegen. Neben den rein wirtschaftlichen Aspekten ist eine energetische Optimierung der Kläranlagen auch unter umweltpolitischen Gesichtspunkten von großem Interesse.

Anerkannte und fachlich ausgewiesenen Referenten gaben den Teilnehmern Information aus erster Hand.

Inhalte waren beispielsweise

- Strategien und Projekte des Landes Rheinland Pfalz
- Energieoptimierung auf Kläranlagen in Rheinland Pfalz ist
- innovative Technologien für einen energieeffizienten Kläranlagenbetrieb

Die Beiträge sind in dem Band 26 der Schriftenreihe SIWAWI der Technischen Universität Kaiserslautern zusammengefasst. Der Band kann für € 20,- bestellt werden bei:

Technische Universität Kaiserslautern
Fachgebietssiedlungswasserwirtschaft
Postfach 3049

67663 Kaiserslautern

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Die Haftung eines Entwässerungsverbandes bei Ausfall der Entwässerungseinrichtungen

In der KA Korrespondenz Abwasser Abfall Heft 5/08 berichten der Richter Dr. Michael Wurm, Richter am Bundesgerichtshof und Rechtsanwalt Reinhard Piens , Essen über ein Urteil vom 22. November 2007 ( Az.III ZR 280/06 ), das von folgendem Sachverhalt ausging:
" Der klagende Landwirt bewirtschaftet in Ostfriesland einen landwirtschaftlichen Betrieb. Er nimmt den beklagten Entwässerungsverband wegen einer Überschwemmung seiner Grundstücke im September 2001 auf Schadensersatz in Anspruch.

Den gesamten Artikel lesen Sie ab Seite 574 der KA5/08

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Arzneimittel und Industriechemikalien- ein Abwasserproblem

Am 4. September 2007 fand unter diesem Titel das der 25. Bochumer Workshop statt. Die Schwerpunkte waren:
-Toxikologie und Bewertungskriterien für neue Umweltschadstoffe
-Pharmaka und Hormone in der aquatischen Umwelt
-Industriechemikalien in der aquatischen Umwelt
-Müssen die Einträge in Oberflächengewässer reduziert werden
-Was fordern die Europäische Wasser- Rahmen -Richtlinie und anderer Vorschriften
-Bewirtschaftungsansätze zur Reduzierung des Eintrag und Spurenstoffen in den Wasserkreislauf
-Beispiele für Maßnahmen zur Reduzierung des PFT-Eintrags aus Abwasseranlagen in Nordrhein Westfalen
-Spurenstoffelimination im Ablauf kommunaler Kläranlagen
-Membrantechnik, Ozonung und Aktivkohle zur Entfernung von Spurenstoffen aus kommunalem Abwasser
-Elimination von Arzneimitteln in der Kläranlage Neu-Ulm
-separate Erfassung und Behandlung von Krankenhausabwasser am Beispiel des Pilotprojekts Krankenhaus Waldbröhl

Den Tagungsband kann man als Band 54 der Schriftenreihe Siedlungswasserwirtschaft Bochum per Fax unter 0234- 3214503 zum Preis von € 30,- bestellen

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Unfälle mit ­wassergefährdenden Stoffen

Im Jahr 2006 ereigneten sich nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom 12. Februar 2008 insgesamt 2175 Unfälle beim Umgang mit und bei der Beförderung von wassergefährdenden Stoffen. Dabei gelangten rund 9,5 Millionen Liter wassergefährdende Substanzen in die Umwelt - das entspricht etwa 730 befüllten Tanklastern. Während die Zahl der Unfälle gegenüber dem Vorjahr leicht zurückging (- 5,1 %), stieg 2006 die freigesetzte Stoffmenge um 32,3 %. Zu berücksichtigen ist dabei jedoch die Zufälligkeit des Unfallgeschehens und die damit freigesetzte Stoffmenge, die in den einzelnen Berichtsjahren stark schwankt.
Bei den gemeldeten Unfällen konnten 2006 mehr als 3,9 Millionen Liter wassergefährdende Stoffe durch Maßnahmen wie Abdichten schadhafter Behälter, Aufbringen von Bindemitteln, Einbringen von Sperren in Gewässern oder Löschen etwaiger Brände wiedergewonnen werden. Das ergab eine Wiedergewinnungsquote von 41 % (2005: 49 %). Bei den insgesamt 2175 Unfällen wurden 744600 Liter verunreinigte Substanzen der Wassergefährdungsklasse 2 (wassergefährdend) und 777600 Liter der höchsten Wassergefährdungsklasse 3 (stark wassergefährdend) freigesetzt. Die Mengen führten hauptsächlich zu Verunreinigungen des Bodens und teilweise zu Mehrfachbelastungen des Wasserhaushaltes, aber auch zu Verschmutzungen von Kanalnetzen sowie von Oberflächengewässern.
Beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen ereigneten sich insgesamt 790 Unfälle, davon 545 Unfälle in Lageranlagen. Hierbei gelangten 5,5 Millionen Liter Schadstoffe wie Jauche, Gülle und Silagesickersaft von den Lageranlagen in die Umwelt. Etwa die Hälfte der freigesetzten Menge konnte wiedergewonnen werden. Diese Stoffe sind nicht in Wassergefährdungsklassen eingestuft, bergen jedoch wegen ihrer großen Mengen ein beträchtliches Gefährdungspotenzial für Grundwasser oder Gewässer.
Bei der Beförderung von wassergefährdenden Stoffen ereigneten sich 1385 Unfälle und hier in erster Linie beim Transport mit Straßenfahrzeugen (94 %). Dabei wurden 534200 Liter wassergefährdende Substanzen freigesetzt. Überwiegend handelte es sich um Mineralölprodukte (320100 Liter). Davon konnte knapp ein Drittel weder wiedergewonnen noch geordnet entsorgt werden und belastet somit dauerhaft den Wasserhaushalt. Besonders häufig tritt als Unfallursache menschliches Fehlverhalten bei der Beförderung von wassergefährdenden Stoffen auf. So wurden 576 Unfälle, knapp 42 %, durch Verhaltensfehler verursacht.
E-Mail: wasser@destatis.de

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Umweltdaten Deutschlands online verfügbar

In den „Umweltdaten Deutschland Online" veröffentlicht das Umweltbundesamt aktuelle Informationen zu Ursachen von Umweltbelastungen, Trends der Umweltqualität, Wirkungen auf Mensch und Natur sowie zu umweltpolitischen Zielen. Viele Links und Hintergrundinformationen runden das Angebot ab. Zum Einstieg in die Materie hat das Umweltbundesamt eine Auswahl wichtiger Umweltdaten im kostenlosen, 14-seitigen Faltblatt „Fakten zur Umwelt" zusammengestellt. Das Umweltbundesamt veröffentlicht die „Umweltdaten Deutschland Online" in Zusammenarbeit mit anderen Behörden - etwa den Bundesämtern für Naturschutz und für Strahlenschutz, dem Statistischen Bundesamt und dem Deutschen Wetterdienst - als Teil des UBA-Internetangebotes „Umwelt Deutschland".
„Umweltdaten Deutschland Online" im Internet:
www.umweltbundesamt-umwelt-deutschland.de
Faltblatt „Fakten zur Umwelt" - Download:
www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3342.pdf
Kostenlose Druckfassung: Umweltbundesamt, c/o GVP, Postfach 33 03 61, 53183 Bonn, E-Mail: uba@broschuerenversand.de

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Frankfurt am Main: Stadtentwässerung erhält TSM-Bestätigung

Am 17. Januar 2008 konnte Dezernent Edwin Schwarz , Vorsitzender der Betriebskommission der Stadtentwässerung Frankfurt am Main, die TSM-Bestätigung aus den Händen von Dipl.-Ing. Johannes Lohaus , Geschäftsführer der DWA, entgegen nehmen. Vorausgegangen waren diesem Termin zunächst die intensive Auseinandersetzung des Unternehmens mit der Thematik, sowie ein zweitägiges Überprüfungsgespräch mit zwei TSM-Experten der DWA.
Die Stadt Frankfurt ist bisher der größte Entwässerungsbetrieb, der sich für eine TSM-Überprüfung entschieden hat. Eine Vielzahl von Mitarbeitern sorgte dafür, dass es schlussendlich für die Frankfurter ein Leichtes war, die Umsetzung der strengen Anforderungen des Technischen Sicherheitsmanagements (TSM) nachzuweisen. Und dies sowohl in Bezug auf die Dokumentation, als auch in der Praxis. Dass das TSM in allen Unternehmensbereichen gelebt wird, davon konnten sich die beiden DWA-TSM-Experten bei der Begehung der Werkstätten, einer Kläranlage sowie bei den Kollegen im Kanalbetrieb eindrucksvoll in Gesprächen mit zahlreichen Mitarbeitern überzeugen.
Seit nunmehr fünf Jahren bietet die DWA die Überprüfungen des Technischen Sicherheitsmanagements an. Bisher haben ca. 40 Überprüfungen stattgefunden. War die Resonanz anfangs noch verhalten, so ist derzeit ein stark wachsendes Interesse am TSM Abwasser zu verzeichnen.
www.dwa.de , Auswahl „Wir über uns", Auswahl „Leistungen der DWA", Auswahl „TSM" 

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Runder Tisch „Gewässerschutz für Werra, Weser und Kaliproduktion"

Am 18. März 2008 konstituierte sich auf Initiative der hessischen und thüringischen Landesregierung und der KS Aktiengesellschaft erstmalig der Runde Tisch „Gewässerschutz für Werra, Weser und Kaliproduktion". Beteiligt sind rund 25 Vertreter von Umweltverbänden, Kommunen und Landkreisen an Werra und Weser sowie Behörden der betroffenen Bundesländer. Die Leitung des Runden Tisches hat der Jurist und Ingenieur Prof. Dr. Hans Brinckmann (Kassel) übernommen. Der Runde Tisch verfolgt das Ziel, die in der Region und in der Fachwelt geführte Diskussion über die Verbesserung der Gewässerqualität von Werra und Weser und die Perspektiven der wirtschaftlichen Entwicklung der Region zu versachlichen, Vertrauen und Akzeptanz zu schaffen und tragfähige Lösungsvorschläge zu entwickeln. Die hessische und die thüringische Landesregierung und der Vorstandsvorsitzende von KS stimmten in dem gemeinsamen Willen überein, die Kaliproduktion in Hessen und Thüringen im Sinne nachhaltigen wirtschaftlichen Handelns und eines schonenden Umgangs mit der Natur für die künftigen Jahrzehnte zu sichern, so die beiden beteiligten Umweltministerien in einer Pressemitteilung.

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Positionspapier der AöW erschienen

Eine zwölfseitige Broschüre mit dem Titel Positionen der öffentlichen Wasserwirtschaft hat die Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft (AöW) veröffentlicht. Das Heft ist in drei große Kapitel eingeteilt: Wo die öffentliche Wasserwirtschaft steht, Was die öffentliche Wasserwirtschaft für die Zukunft will, Was die öffentliche Wasserwirtschaft verhindern will. Die Broschüre steht auch zum Download im Internet bereit:
www.aoew.de/verbandsinformationen.html

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Erneuerbare Energien auch 2007 kräftig gewachsen

Deutschland ist auf gutem Weg, seine Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien zu erreichen. Das belegen die jüngsten Daten zur Entwicklung der erneuerbaren Energien für das Jahr 2007, die das Bundesumweltministerium (BMU) am 14. März 2008 vorgelegt hat. Nach Berechnungen der Arbeitsgruppe Erneuerbare-Energien-Statistik (AGEE-Stat) haben die erneuerbaren Energien im Jahr 2007 bereits einen Anteil von 14,2 Prozent am Bruttostromverbrauch erreicht. Das ist ein Fünftel mehr als im Vorjahr. Allein der Zuwachs eines Jahres reiche also aus, eine Stadt wie Hamburg mit Strom zu versorgen, so das BMU.
Obwohl sich ihr Wachstum etwas verlangsamt hat, hatte die Windenergie bei der Strombereitstellung den mit Abstand größten Anteil unter den erneuerbaren Energien. Dieser Trend wurde dadurch verstärkt, dass 2007 nach zwei eher windschwachen Jahren mit einem überdurchschnittlich guten Windangebot aufwarten konnte. Deutlich aufwärts ging es auch bei der Stromerzeugung aus Biomasse - zusammen mit Deponie- und Klärgas sowie dem organischen Anteil der Abfälle lag diese erstmals vor der Wasserkraft.
Die erneuerbaren Energien kommen im Jahr 2007 in den Bereichen Strom, Wärme und Kraftstoffe zusammen auf rund 222 Terawattstunden (TWh). Ihr Anteil am gesamten Endenergieverbrauch ist damit im vergangenen Jahr auf 8,5 Prozent angestiegen. 2007 haben die erneuerbaren Energien insgesamt rund 114 Millionen Tonnen CO2 eingespart.
Das BMU weist darauf hin, dass die genannten Zahlen für 2007 vorläufig sind. Ein Hintergrundpapier „Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland im Jahr 2007" und weitere aktuelle Informationen sind im Internet verfügbar:
www.erneuerbare-energien.de
www.bmu.de  

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Bundeskabinett verabschiedet Verordnung zur Förderung der Biogaseinspeisung

Nach Befassung des Bundesrats hat das Bundeskabinett am 12. März 2008 die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie erarbeitete Verordnung zur Förderung der Biogaseinspeisung in das bestehende Erdgasnetz endgültig verabschiedet. Laut Bundeswirtschaftsminister Michael Glos ist das Ziel der Regierung, bis 2030 rund zehn Prozent des heutigen Erdgasverbrauchs durch Biogas zu decken.

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Strategien für ein dichtes Abwassernetz

DWA veranstaltete Erfahrungsaustausch der Großstädte in Essen
Essen/Hennef, 7. April 2008 - Am 7. und 8. April 2008 treffen sich die für die Abwasserentsorgung verantwortlichen Experten der Großstädte mit mehr als 200 000 Einwohnern auf Einladung der Stadtwerke Essen zum Erfahrungsaustausch. Dieser wird bereits zum 44. Mal von der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) veranstaltet. Neben den Vertretern der bundesdeutschen Großstädte werden auch Verantwortliche aus Großstädten der europäischen Nachbarländer teilnehmen. Gemeinsames Ziel der Experten ist es, ein Optimum an Gewässerschutz kostengünstig zu erzielen. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stehen mathematische Modelle zur Bestimmung des Sanierungsbedarfes des Kanalnetzes.

Kanalnetzalter und Sanierungsbedarf
„Die Länge des öffentlichen Kanalnetzes allein in Deutschland macht mit insgesamt 515 000 km fast den 13-fachen Äquatorumfang aus", so Johannes Lohaus, Geschäftsführer der DWA. Ungefähr ein Drittel der vorhandenen Abwasserkanäle wurden in den letzten 25 Jahren gebaut. Dies geht aus dem aktuell veröffentlichten Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft 2008 hervor. In älteren Teilen des Kanalsystems sind schadhafte Stellen nicht auszuschließen. Mit Hilfe von mathematischen Modellen kann auf Basis von Daten zum Kanalalter eine Zustandsprognose erstellt werden, aus der sich der schwerpunktmäßige Inspektionsbedarf ableiten lässt. Die Untersuchung der Kanäle mit TV-Kameras liefert Zustandsdaten, die die Grundlage für die Entwicklung von Sanierungsstrategien bilden. „Die EDV-gestützte Schadensprognose ist eine wichtige Voraussetzung für den bedarfsgerechten und damit kosteneffizienten Einsatz von Inspektions- und Sanierungsmaßnahmen", so Andreas Mayer von den Stadtwerken Essen AG.

Abwasserleitungen auf Grundstücken
Weitaus schwieriger ist die Instandhaltung von Abwasserleitungen auf privaten Grundstücken, die man auf die doppelte Länge des öffentlichen Netzes schätzt. Genaue Daten hierüber und über den Zustand der Leitungen liegen nicht vor. In Nordrhein-Westfalen müssen Grundstückseigentümer gemäß § 61a des Landeswassergesetzes bis zum Jahr 2015 ihre Abwasserleitungen auf Dichtheit untersuchen und gegebenenfalls sanieren lassen. Es liegt im Interesse der Kommunen, dass diese Arbeiten von qualifizierten Firmen ausgeführt werden, weshalb auf der Veranstaltung ein von der DWA erarbeitetes Anforderungsprofil erörtert wird.
Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft können im Internet unter www.dwa.de , Auswahl „Fachthemen", Auswahl „Wirtschaft", Auswahl „Aus der Facharbeit" abgerufen werden.  

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Unternehmensbenchmarking als Bestandteil der Modernisierungsstrategie - Kennzahlen und Auswertungsgrundsätze 

Ausgabe: April 2008
Verlag: DWA
ISBN: 978-3-940173-64-5
Format: DIN A4
Seitenzahl: 72
Preis: 49,00 € *

Die DWA schafft mit dem vorliegenden Themenband einen gemeinsamen Rahmen für das Benchmarking in der Abwasserbeseitigung in Form von Anforderungen an die wesentlichen Hauptkennzahlen. Hierdurch wird einerseits die Kompatibilität der Kennzahlensysteme unterstützt und andererseits bleibt Flexibilität und Vielfalt der Benchmarkingsysteme erhalten. Dies dient letztendlich der Unterstützung des freiwilligen Benchmarkings. Das resultierende Beispielkennzahlensystem beschreibt eine Möglichkeit, Kennzahlen im Sinne der DWA zu gestalten. Dabei orientiert sich die Struktur an den Zielen der deutschen Wasserwirtschaft, nämlich • langfristige Ver- und Entsorgungssicherheit, • hohe Trinkwasserqualität bzw. ein hoher Abwasserbeseitigungsstandard, • hohe wirtschaftliche Effizienz, • hohe Kundenzufriedenheit und • Nachhaltigkeit. Diese so genannten fünf Säulen stellen die Merkmale zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung dar. Das im vorliegenden Themenband vorgeschlagene Beispielkennzahlensystem ist bereits jetzt Grundlage von flächendeckenden Benchmarkinginitiativen in den DWA-Landesverbänden Baden-Württemberg, Bayern und NRW und wird auch im Landesverband Nord in 2008 umgesetzt.

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Abwasserfracht in Sachsen weiter deutlich gesunken

Wie das Sächsische Landesamt für Umwelt und Geologie am 2. November 2007 mitteilte, hat sich in Sachsen die in Oberflächengewässer eingeleitete Abwasserfracht in den letzten fünf Jahren weiter deutlich verringert. So hat sich die Schmutzfracht - ausgedrückt durch den (CSB) - um 16 Prozent reduziert. Die Belastung durch Stickstoff ging um 30 Prozent, durch Phosphor um 16 Prozent zurück. Dies sei vor allem auf den weiteren Ausbau der abwassertechnischen Infrastruktur in Sachsen zurückzuführen. Den größten Anteil daran haben viele kommunale Kläranlagen, die in den letzten Jahren mit einer weitergehenden Reinigungsstufe (gezielte Phosphor- und Stickstoffeliminierung) ausgebaut worden sind, sowie der höhere Anschlussgrad der Bevölkerung an öffentliche Abwasserbehandlungsanlagen. Auch für Schwermetalle und Arsen zeichnet sich gegenüber 2001 eine zum Teil deutlich verringerte Abwasserfracht ab: am deutlichsten bei Arsen um rund 76 Prozent und am niedrigsten bei Zink um rund sechs Prozent.
In Sachsen gibt es rund 1600 Abwasserdirekteinleitungen in oberirdische Gewässer, darunter 768 kommunale Kläranlagen sowie 240 industriell-gewerbliche Direkteinleitungen.
Der aktuelle Bericht steht im Internet zum Download bereit:
www.umwelt.sachsen.de/lfug , dort:
in die Suchmaske „Emissionsbericht Abwasser" eingeben.

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Bewertung von Verfahrensstufen zur Abwasseraufbereitung für die Wiederverwendung 

Ausgabe: Mai 2008
Verlag: DWA
ISBN: 978-3-940173-69-0
Format: DIN A4
Seitenzahl: 31
Preis: 20,00 € *

Die Aufbereitung von Abwasser für die Wiederverwendung ist weltweit verbreitete Praxis in der Wasserwirtschaft - und in zahlreichen Ländern bereits heute unentbehrliche Notwendigkeit. Aufgrund des steigenden Wasserbedarfs wird die Bedeutung der Wasserwiederverwendung als wesentlicher Bestandteil von nachhaltigem Wasserressourcenmanagement weiter zunehmen. Die Abwasserbehandlung für die Wasserwiederverwendung stellt dabei eine komplexe Aufgabenstellung dar, bei der neben nationalen und internationalen Regelungen und Standards zu Wasserqualität und Verfahrenstechnik auch die von Land zu Land unterschiedlichen Randbedingungen, wie die Art der Wassernutzung, die finanziellen Ressourcen und das Ausbildungsniveau des örtlichen Betriebspersonals, zu berücksichtigen sind. Um einen Überblick und Unterstützung bei der Auswahl von passenden Behandlungstechnologien für die Wiederverwendung zu geben, wurde von der DWA-Arbeitsgruppe BIZ-11.4 „Wasserwiederverwendung" eine Matrix mit den verschiedenen Verfahren der Abwasserbehandlung erarbeitet. Für jede Verfahrensstufe wurden diverse Aspekte wie Ablaufqualität, Kosten, Energieverbrauch, Wartungsaufwand usw. dargestellt und bewertet. Ziel des Themenbandes und der Bewertungsmatrix ist es, grundlegende Informationen über Anwendungsmöglichkeiten, -kriterien und -voraussetzungen für die verschiedenen Behandlungstechnologien zu geben. Der Themenband konzentriert sich in der vorliegenden Fassung dabei schwerpunktmäßig auf die Wasserwiederverwendung für landwirtschaftliche und innerstädtische Zwecke als Bewässerungs-, Lösch- und Brauchwasser.

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Hydrologische Wissenschaften - Fachgemeinschaft in der DWA

Seminar "Ultraschall in der Hydrometrie: neue Technik - neuer Nutzen!?"
Am 3./4. Juni 2008 findet in Koblenz bei der Bundesanstalt für Gewässerkunde ein Seminar zum Thema "Ultraschall in der Hydrometrie: neue Technik - neuer Nutzen!?" statt. Veranstalter sind die die Bundesanstalt für Gewässerkunde, die Fachgemeinschaft Hydrologische Wissenschaften und die AG "Hydrometrie" im Hauptausschuss "Hydrologie und Wasserbewirtschaftung" der DWA.

Messungen der Abflüsse und Feststofftransporte sind essenzieller Bestandteil aller wasserwirtschaftlichen Aktivitäten. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Technik dieser Messungen grundsätzlich verändert. Messen mit Ultraschall ist immer mehr in den Vordergrund gerückt und hat inzwischen mit entsprechenden Geräten eine Reife erlangt, die geeignet und ausgereift ist, herkömmliche Methoden zu ersetzen. In diesem Jahr soll ein zweites Seminar stattfinden. Es knüpft an das erste Seminar "Akustische Doppler Geräte (ADCPs) in der Hydrometrie: Möglichkeiten und Perspektiven einer innovativen Technik" an, das im September 2005 stattgefunden hat.

Der thematische Rahmen umfasst diesmal neben Ultraschall-Doppler Geräten auch Anlagen und Sensoren, die nach dem Laufzeit- oder Korrelationsverfahren arbeiten. Hersteller haben die Gelegenheit, ihre Produkte in Vorträgen und auf Firmenständen zu präsentieren.

Im Vordergrund des Seminars steht die Anwendung der Ultraschalltechnik mit Beiträgen sowohl aus der Forschung als auch aus dem gewässerkundlichen Routinebetrieb. Der Titel des Seminars "Ultraschall in der Hydrometrie: Neue Technik - neuer Nutzen!?" soll auch dazu ermuntern, neben den neuen Möglichkeiten innovativer Technik Probleme im praktischen Betrieb und Grenzen der Einsetzbarkeit aufzuzeigen.

Inhalte:
- Durchfluss-Messtechnik
- Schwebstoff-Messtechnik
- Anwendungen
- Forschung und Anwendung im gewässerkundlichen Routinebetrieb.

Im Zusammenhang mit dem Seminar findet eine Ausstellung von Herstellern statt. Sie bietet Anwendern und Herstellern von Ultraschallgeräten ein gemeinsames Forum.

Zielgruppe sind Ingenieure und Naturwissenschaftler aus Messdiensten, Verwaltung, Verbänden, Unternehmen und Hochschulen.

Die Teilnahmegebühren betragen ca. EUR 190,00 - 250,00.

Nähere Auskunft erteilt:
Zum Inhalt: Dipl. Ing. Matthias Adler, BfG, Tel.: 0261 13065247, E-Mail: adler@bafg.de
Zur Organisation: Prof. Dr.-Ing. Hans-B. Kleeberg, FgHW, Tel.: 089 7494-8894, E-Mail: fghw@unibw.de
Vor Ort: Yvonne Strunck, BfG, Tel.: 0261 1306-5361, E-Mail: strunck@bafg.de

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Wasserwirtschaft im neuen Umweltgesetzbuch (UGB)

Am 18. Februar 2008 diskutierten in der Landesvertretung des Landes Rheinland- Pfalz Mitglieder des Deutschen Bundestages und der DWA die Schaffung eines bundeseinheitlichen Wasserrechts im Zusammenhang mit dem UGB. Dabei stellte Helge Wendenburg, Abteilungsleiter für Wasser- und Abfallwirtschaft im Bundesumweltministerium, die Kernpunkt des geplanten Umweltgesetzbuchs vor. Er betonte, dass der Wille, ein Umweltgesetzbuch zu schaffen, nicht nur in der Koalitionsvereinbarung der Regierungsparteien verankert sei, sondern auch in der erforderlichen Änderung des Grundgesetzes eine breite Unterstützung der verfassungsgebenden Organe gefunden habe.

Den ganzen Artikel kann man in der KA Korrespondenz Abwasser Abfall Heft 4/08 ab Seite 324 nachlesen.

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Aktivitäten im Rahmen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie

In der KA Korrespondenz Abwasser Abfall Heft 4/2008 berichtet die DWA-Projektgruppe " Koordinierung Aktivitäten Wasser Rahmen Richtlinie ". Die Projektgruppe wurde 2001 gegründet, ihre Aufgabe umfasst die Sichtung und Strukturierung der diversem Tätigkeitsfelder der verschiedenen Arbeitsgruppen, Fachausschüsse und Hauptausschusses sowie deren Spiegelungen an den Zielvorgaben der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie.

Sie sichtet auf Europäischer-, Landes -und Bundesebene laufend die fachlichen Entwicklungen und leitet hieraus Impulse für die Arbeit der TWA und deren Positionierung im Umsetzungsprozess in Deutschland.

Den ganzen Bericht findet man ab Seite 343

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Wasserausstellung von DBU und DWA auf der IFAT 2008

In Halle 4 der IFAT 2008 zeigen die Deutsche Bundesstiftung (DBU) und die DWA erstmalig die gemeinsame interaktive Wanderausstellung zum Thema "Wasser".

Wie entsteht Hochwasser? Wie können Lecks in Wasserleitungen aufgespürt werden? Wie viel Wasser steckt in einer Tomate? Und wie können wir das kostbare Gut für die Zukunft bewahren? In der neuen Ausstellung bekommen Sie Antworten und innovative Lösungen zu diesen Fragen präsentiert. Aber nicht nur Verstehen ist hier gefragt, sondern auch Anfassen und Ausprobieren. Betätigen Sie die Wippe und schauen, wie sich das Wasser in bebauten und unbebauten Gebieten im Flusslauf verteilt. Verfolgen Sie den Weg des Trinkwassers oder hören Sie, wo die Leitung Leck geschlagen ist. Raten Sie, wie viel Wasser in den Anbau von Tomaten gesteckt worden ist, bevor wir sie im Salat verspeisen. Und vergleichen Sie, wo das Wasser in Zukunft besonders knapp werden wird und wie man gegen steuern kann.

Nach der IFAT wird die Ausstellung für ein Jahr im Zentrum für Umweltkommunikation der DBU in Osnabrück zu sehen sein.

Weitere Informationen:
Ulf Jacob
Zentrum für Umweltkommunikation der DBU
An der Bornau 2, 49090 Osnabrück
Tel.: 0541 963396

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Das neue Umweltgesetzbuch - einen Überblick

Unter diesem Titel informiert der Autor Frank Andreas Schenkel (der Tisch Gladbach) über den aktuellen Stand des geplanten Umweltgesetzbuch. Er berichtet um neue Regelungen zu

- integrierte Vorhabengenehmigung

- neues Wasserrecht

- neue Bestimmungen zum Naturschutz und Landschaftspflege

- Regelungen zur Treibhausgas und Emissionshandel

Die Entwürfe zu diesen Punkten werden im Überblick dargestellt, wobei ein Schwerpunkt auf dem neuen Wasser- und Abwasserrecht liegt.

Den ganzen Artikel findet man in der KA Korrespondenz Abwasser ab Seite 392.

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Wasserwirtschaft im neuen Umweltgesetzbuch

Veranstaltung der DWA in Berlin mit Vertretern des Bundestages und der Wasserwirtschaft
Die DWA hat am 18. Februar 2008 in Berlin mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages die Schaffung eines bundeseinheitlichen Wasserrechts im Rahmen des Umweltgesetzbuches (UGB) diskutiert. Die wasserwirtschaftliche Fachvereinigung begrüßt die Chance, ein zersplittertes Rechtsgebiet unter Wahrung der Interessen der Länder und der Wasserwirtschaft anwenderfreundlicher und leichter verständlich zu gestalten. Die anwesenden Bundestagsabgeordneten Ulrich Petzold (CDU), Dr. Matthias Miersch (SPD), Horst Meierhofer (FDP) und Nicole Maisch (Bündnis 90/Die Grünen) sprachen sich auf der hochkarätig besetzten Veranstaltung für die Verabschiedung eines neuen UGB aus. Die angeregte Diskussion mit mehr als 80 Teilnehmern aus Bundes- und Landesministerien, Kommunen, Wirtschaft sowie Wissenschaft und Wasserwirtschaft ging auf die aktuellen Themen der Neugestaltung ein. Der Präsident der DWA, Otto Schaaf, zeigte sich mit dieser ersten Veranstaltung der DWA im politischen Raum in Berlin sehr
zufrieden.

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Internet-Stellenbörse des DWA-Landesverbandes Baden-Württemberg

Umwelttechnische Berufe: Fachkraft für Abwassertechnik

Im Sommer dieses Jahres werden wieder zahlreiche Berufsschüler des neuen Ausbildungsberufes UT-Fachkraft für Abwassertechnik ihre Ausbildung erfolgreich beenden können.
Aufgrund der bisher nicht aussichtsreichen Übernahmemöglichkeiten startet der DWA-Landesverband in Zusammenarbeit mit der Kerschensteinerschule in Stuttgart eine Abfrage zu Stellenangeboten für Facharbeiter im Abwasserbereich in Baden-Württemberg. Wir denken an den Bedarf, der in Folge neuer Umweltaufgaben oder auf Grund einer Ruhestandsregelung entstanden ist.
Wir möchten Sie daher bitten, Ihren geplanten Personalbedarf für qualifizierte und ausgebildete Fachkräfte der UT-Fachrichtung für Abwassertechnik auf der Homepage des DWA-Landesverbandes Baden-Württemberg einzustellen.
Parallel hierzu werden auch Stellengesuche von Absolventen der UT-Berufe veröffentlicht.
Dieser Service ist für Betreiber abwassertechnischer Anlagen aus Baden-Württemberg und persönliche DWA-Mitglieder kostenlos. Alle Einträge werden für die Dauer von 6 Wochen mit einer weiteren Verlängerungsoption eingestellt.

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Rechengutbehandlung an Gewässern

April 2008, 24 Seiten, 7 Bilder, DIN A4
ISBN 978-3-940173-61-4
Ladenpreis: EUR 19,00 / Fördernde DWA-Mitglieder: EUR 15,20

In den letzten Jahren wird intensiv über die menschlichen Beeinflussungen der Gewässer diskutiert, wobei dieser Prozess durch die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie und anderer Rahmenvorgaben noch verstärkt wurde. In den vom Menschen über Jahrhunderte geprägten Kulturlandschaften gilt es, einen ausgewogenen Weg zur Nutzung dieser natürlichen Ressource zu finden. Seit Mitte der 1980er Jahre wurde im Zusammenhang mit der Wasserentnahme vor allem aus Fließgewässern immer wieder die Frage aufgeworfen, wie unter Kosten- und Nutzenaspekten am sinnvollsten mit dem anfallenden Rechengut umgegangen werden soll.

Nachdem diese Fragestellung auch in wasserrechtlichen Gestattungen insbesondere im Zusammenhang mit dem Betrieb von Wasserkraftanlagen von Bedeutung ist und in einigen extremen Fällen sogar gerichtliche Verfahren anhängig wurden, hat die DWA diese Thematik fachlich aufgearbeitet und im vorliegenden Themenband insbesondere hinsichtlich der naturräumlichen und rechtlichen Aspekte sowie der technisch und wirtschaftlich sinnvollen Lösungsansätze dargestellt.

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Der Ölunfall

In der KA-Betriebs-Info 2/ 2008 berichtet der Laborleiter der Entsorgungsgesellschaft Elbe mbH über einen folgenschweren Verkehrsunfall eines Tanklastzuges und den durchgeführten Maßnahmen zum Schutz der Kläranlage.

Im Anschluss an dieses Ereignis hat das Betriebspersonal das Thema aufgearbeitet und eine Liste von Fragen erstellt, die in Folge auch bei den Nachbarschaftstreffen abgearbeitet wurden.

Die nach § 12 Arbeitsschutzgesetz regelmäßigen Unterweisungen sollten beispielsweise nicht nur auf theoretische und mündliche Erläuterungen beschränkt, sondern unbedingt durch praktische Übungen ergänzt werden.

Die Redaktion der Zeitung weist auf einen weiteren Artikel im Betriebs- Info 3/2005 Seite 314 hin, der sich ebenfalls mit dem Thema " Ölalarm im Klärwerk " beschäftigte.

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DWA-Landesverband Sachsen/Thüringen

Neuerscheinungen

- Jahrbuch Kleinkläranlagen 2008
- Jahrbuch Gewässer-Nachbarschaften 2008

Die Jahrbücher enthalten umfangreiches Adressmaterial zum jeweiligen Themenbereich, Ansprechpartner und Fachaufsätze sowie ein Produkt- und Leistungsverzeichnis einschlägiger Lieferanten.

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Der Umgang mit dem Klimawandel und seinen Folgen -

DWA-Workshops im Rahmen des 14. Europäischen Wasser-, Abwasser- und Abfall-Symposiums während der IFAT 2008

Im Rahmen des Wassersymposiums der IFAT 2008 finden am 8. Mai 2008 die von der DWA veranstalteten Workshops "Flood Protection" und "Coastal Protection and Climate Change" statt. Die Workshops mit jeweils fünf Vorträgen werden in englischer Sprache ausgerichtet. Die Vorträge des von Prof. Heribert Nacken (RWTH Aachen) moderierten Workshops "Flood Protection" thematisieren die Hochwassersicherung von Gebäuden, die Förderaktivität des Bundesministeriums für Forschung und Bildung "Risikomanagement extremer Hochwasserereignisse" (RIMAX) und die Zusammenhänge zwischen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie und der Europäischen Hochwasserschutzrichtlinie. Zwei weitere Vorträge stellen die vergangenen Hochwasserereignisse aus "österreichischer Sicht" dar sowie die Arbeit des Kölner Hochwasserkompetenzzentrums (HKC) vor.

"Coastal Protection and Climate Change" ist der Titel des zweiten DWA-Workshops zu diesem Schwerpunktthema. Er wird von Prof. Jürgen Jensen (Universität Siegen) geleitet. Die fünf Vorträge behandeln die Perspektiven von Küstenregionen im Klimawandel, Sturmflut-Warnsysteme für Nord- und Ostsee, die Konsequenzen des Klimawandels für die Sicherheit von Seedeichen sowie den Schutz der Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern.

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Karriereberatung auf der IFAT 2008

In der Eingangshalle West des Münchner Messegeländes wird die DWA gemeinsam mit den Partnern European Water Association e. V. (EWA) und Gesellschaft zur Förderung der Abwassertechnik e.V. (GFA) an prägnanter Stelle ihren Verbändestand einrichten und Besucher aus aller Welt begrüßen. Im Laufe der Messe-Woche werden verschiedene Präsentationen, Vorträge und Diskussionsrunden angeboten.

Der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) gGmbH und die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH bieten für Ingenieure und qualifizierte Fachkräfte der Wasserwirtschaft eine individuelle Karriereberatung für internationale Einsätze in Schwellen- und Entwicklungsländern. Für interessierte Bewerber werden Dr. Brigitta Meier (DED) und Frau Anne Ramp (GTZ) nach vorheriger Terminabstimmung am 7. und 8. Mai von 14:00 bis 16:00 Uhr für Gespräche am DWA-Verbändestand zur Verfügung stehen. Vorgesehen sind Einzelgespräche sowie Gesprächsrunden an reservierten Tischen für DED und GTZ.

Sie können sich schon heute zu einem Gesprächstermin anmelden. Bitte senden Sie eine E-Mail mit Name, Interesse, E-Mail-Adresse, Mobilnummer und Wunschtermin an Knitschky@dwa.de. Während der Messetage pflegen die Mitarbeiter/innen am DWA-Verbändestand eine Liste, über die noch freie Termine auch kurzfristig vergeben werden können.

Aktuelle Stellenangebote finden Sie unter www.ded.de und www.gtz.de.

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Der Prozess der Bewirtschaftungsplanung gemäß Europäische Wasserrahmen -Richtlinie - Handlungsempfehlungen aus Sicht der DWA

 

In der KA Korrespondenz Abwasser Heft 4/2008 findet man einen Arbeitsbericht der DWA-Projektgruppe " Koordinierung Aktivitäten WRRL.

Zusätzlich zu dem Beitrag können Mitglieder die Langfassung dieses Arbeitsberichts auf der DWA-Homepage (www.dwa.de Auswahl Mitglieder) herunterladen. Nichtmitglieder können die Langfassung über " Regelwerk-Online " bestellen.

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Stadtentwässerung Frankfurt am Main erhält TSM-Bestätigung

Am 17. Januar 2008 konnte Dezernent Edwin Schwarz , Vorsitzender der Betriebskommission der Stadtentwässerung Frankfurt am Main, die TSM-Bestätigung aus den Händen von Dipl.-Ing. Johannes Lohaus , Geschäftsführer der DWA, entgegen nehmen. Vorausgegangen waren diesem Termin zunächst die intensive Auseinandersetzung des Unternehmens mit der Thematik, sowie ein zweitägiges Überprüfungsgespräch mit zwei TSM-Experten der DWA.

Die Stadt Frankfurt ist bisher der größte Entwässerungsbetrieb, der sich für eine TSM-Überprüfung entschieden hat. Eine Vielzahl von Mitarbeitern sorgte dafür, dass es schlussendlich für die Frankfurter ein Leichtes war, die Umsetzung der strengen Anforderungen des Technischen Sicherheitsmanagements (TSM) nachzuweisen. Und dies sowohl in Bezug auf die Dokumentation, als auch in der Praxis. Dass das TSM in allen Unternehmensbereichen gelebt wird, davon konnten sich die beiden DWA-TSM-Experten bei der Begehung der Werkstätten, einer Kläranlage sowie bei den Kollegen im Kanalbetrieb eindrucksvoll in Gesprächen mit zahlreichen Mitarbeitern überzeugen.

Seit nunmehr fünf Jahren bietet die DWA die Überprüfungen des Technischen Sicherheitsmanagements an. Bisher haben ca. 40 Überprüfungen stattgefunden. War die Resonanz anfangs noch verhalten, so ist derzeit ein stark wachsendes Interesse am TSM Abwasser zu verzeichnen.

www.dwa.de , Auswahl „Wir über uns", Auswahl „Leistungen der DWA", Auswahl „TSM"

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Europäisches Wasser-, Abwasser- und Abfall-Symposium sowie 3. Gemeinsame Fachkonferenz "Herausforderungen des 21. Jahrhunderts an eine nachhaltige Wasserwirtschaft" vom 5. bis 9. Mai 2008 während der IFAT

Am 5. Mai 2008 öffnet zum 15. Mal die IFAT - Internationale Fachmesse für Wasser, Abwasser, Abfall und Recycling auf dem Gelände der Neuen Messe in München ihre Tore. Parallel zu dieser weltweit größten und wichtigsten Umweltmesse gibt es für die Besucher vom 5. bis 9. Mai 2008 ein ausgesuchtes internationales Konferenzprogramm. Wie in den Jahren zuvor haben sich vier deutsche und europäische Fachverbände zusammengetan, um den Besuchern der IFAT ein hochaktuelles Konferenzprogramm zu bieten: Die DWA organisiert gemeinsam mit ihrem europäischen Dachverband, der European Water Association e.V. (EWA), den Wasser- und Abwasserteil des Symposiums. Den Abfallblock veranstaltet der VKS im VKU (Verband kommunale Abfallwirtschaft und Stadtreinigung im Verband kommunaler Unternehmen e.V.) gemeinsam mit der International Solid Waste Association (ISWA).

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Energiepotenziale der deutschen Wasserwirtschaft

DWA stellt Ergebnisse ihrer Studie in Berlin vor

Der Klimaschutz und die nachhaltige Energieversorgung stehen ganz oben auf der politischen Agenda. Die deutsche Wasserwirtschaft leistet einen aktiven Beitrag zum Energie- und Klimapaket der Bundesregierung. Dazu gibt es Energiepotenziale, die noch besser genutzt werden können. Wasserkraftanlagen können mittel- bis langfristig allein durch Optimierung bestehender Anlagen ca. 35 Prozent mehr elektrischen Strom liefern. Das Stromerzeugungspotenzial auf Kläranlagen kann langfristig theoretisch auf fast das zwei- bis dreifache des Standes von 2000 ausgebaut werden.

Gemessen an der gesamten Stromerzeugung in Deutschland von rund 640 TWh jährlich könnte die Wasserwirtschaft bei Ausschöpfung des gesamten Potenzials ca. sechs Prozent des bundesdeutschen Stromverbrauchs abdecken. Das entspricht der Leistung eines mittleren Großkraftwerks. Diese und eine Fülle weiterer Daten und Fakten enthält die Studie "Energiepotenziale der deutschen Wasserwirtschaft", die die Aachener Ingenieurgesellschaft Tuttahs & Meyer im Auftrag der DWA unter finanzieller Förderung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt erstellt hat. Der erste Teil der Studie wurde am 26. März 2008 in Berlin öffentlich vorgestellt.

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Innovative Energiekonzepte für Kläranlagen

Am 11. Oktober 2007 fand das 82. Siedlungswasserwirtschaftliche Kolloquium der Universität Stuttgart statt. Die Leitung hatten Prof. Dr.Heidrun Steinmetz und Dr.-Ing. Jörg Krampe. Über 100 Fachleute aus den Bereichen Wasserwirtschaftsverwaltung, Planung und Kläranlagenbetrieb nahmen an der Veranstaltung teil.

Die Vorträge können in Band 191 der Stuttgarter Berichte zur Siedlungswasserwirtschaft nachgelesen werden.

Kurzüberblick der Vorträge:

- Zukunftsfähige Klimaschutz -und Energiepolitik in Baden Württemberg

- Ansätze für energieoptimierte Kläranlagen

-Versorgungssicherheit und Störfallszenarien

- Erfahrungen mit einer Hochtemperatur-Brennstoffzelle auf der Kläranlage Ahlen

-.Aktueller Stand und Weiterentwicklung bei MCFC für den Einsatz mit biogenen Gasen

- Einsatz der Brennstoffzelle im Klärwerk Stuttgart-Möhringen

- Organic-Rankine-Cycle-Technologie zur Steigerung des Wirkungsgrades

- Mikrobielle Brennstoffzellen als Zukunftstechnologie in der Abwasserbehandlung?

Institut für Siedlungswasserbeu, Wassergütewirtschaft- und Abfallwirtschaft der Uni Stuttgart

Bandtäle 2

70596 Stuttgart

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Hohe Beteiligung am Benchmarking Projekt Abwasser in NRW

Anmeldefrist zur Teilnahme auf Wunsch vieler Unternehmen verlängert

Das landesweite Projekt Abwasser Benchmarking NRW, das Ende 2007 gestartet ist, stößt bei den Betreibern von Abwasseranlagen auf sehr großes Interesse. Bisher haben sich bereits über 100 Betreiber von Abwasseranlagen angemeldet.

Kontakt
DWA-Landesverband Nordrhein-Westfalen
Kronprinzenstr. 24
45128 Essen
Tel.: 0201 104-2141
Fax: 0201 104-2142
E-Mail: info@dwa-nrw.de

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Benchmarking "Kennzahlenvergleich Abwasser" -

Informationsveranstaltungen und Zweite Erhebungsphase

Nach dem erfolgreichen Start des Pilotvorhabens Benchmarking "Kennzahlenvergleich Abwasser" mit 77 Teilnehmern im Jahr 2007 bieten in einer gemeinsamen Initiative Gemeindetag, Städtetag und DWA-Landesverband Baden-Württemberg als Verbändemodell im zweiten Jahr ein Benchmarking-Projekt für alle Unternehmen und Betreiber von abwassertechnischen Anlagen in Baden-Württemberg an.
Die Unternehmen der Abwasserentsorgung - von kleinen, mittleren und großen Kommunen - erhalten auf der Basis dieses freiwilligen und anonymisierten Kennzahlenvergleichs und dem damit verbundenen Erfahrungsaustausch eine seriöse und belastbare Standortbestimmung des Abwasserbetriebes und zugleich Erkenntnisse für einen zielgerichteten Verbesserungsprozess im Unternehmen.
Zusammen mit dem Beraterteam der aquabench GmbH und confideon Unternehmensberatung GmbH wurde ein Konzept entwickelt, mit dem Sie ausgewählte betriebswirtschaftliche und technische Daten mit geringem Aufwand (1-2 Tage) via Internet online eingeben können.
Jedem beteiligten Unternehmen wird auf der Basis von ca. 85 Kennzahlen - für kleine Kommunen ca. 50 Kennzahlen - ein individueller aussagekräftiger Ergebnisbericht zur Verfügung gestellt.
Zur Vorstellung der Konzeption des Projektes und der Ergebnisse des ersten Projektdurchlaufs sind zwei regionale -kostenfreie- Veranstaltungen vorgesehen, zu denen wir Sie herzlich einladen:

- 09. April 2008: Stuttgart, Rathaus, von 10:00 bis 13:00 Uhr
- 15.April 2008: Karlsruhe, Rathaus, von 09:00 bis 12:00 Uhr

Alternativ ist eine Anmeldung via Internet und der Download des letztjährigen Abschlussberichtes möglich. Profitieren Sie im zweiten Erhebungsjahr von einem optimierten Konzept. Zusammen mit dem Beraterteam wurde gerade für kleine Kommunen die bestehende Erhebungstiefe so ausgerichtet, dass der Einstieg in den "Kennzahlenvergleich Abwasser" entsprechend der Datenverfügbarkeit erleichtert wird.
Die Kosten für die Teilnahme der Unternehmen und Betreiber am "Kennzahlenvergleich Abwasser" in Baden-Württemberg belaufen sich - gestaffelt nach der Einwohnerzahl bzw. dem Einwohnergleichwert - auf:
bis 19.999 EW/EGW: Preis 400,- EUR
20.000 bis 100.000 EW/EGW: Preis 650,- EUR
über 100.000 EW/EGW: Preis 900,- EUR
Die Erhebung der Daten erfolgt im Zeitraum vom 1. Mai - 31. Juli 2008. Ein vertraulicher Umgang mit den unternehmensbezogenen Daten ist garantiert.
Die Teilnahme von möglichst vielen Unternehmen bietet die Chance zur Erzielung eines aussagekräftigen Kennzahlenvergleichs welcher als "Branchenbild der Abwasserentsorgung in Baden-Württemberg" gelten kann.
Zugleich ist es das Bestreben der Initiatoren, aus den Ergebnissen der Trinkwasser- und Abwasserbenchmarking-Projekte in Baden-Württemberg wiederum eine landesweite Gesamtdarstellung der Wasserwirtschaft zu veröffentlichen.

Kontakt
DWA-Landesverband Baden-Württemberg
Rennstr. 8
70499 Stuttgart
Tel.: 0711 896631-0
Fax: 0711 896631-11
E-Mail: info@dwa-bw.de

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Die Artikelserie zur Europäischen Wasserrahmenrichtlinie in der KA und der KW

Die DWA-Projektgruppe "Koordinierung Aktivitäten WRRL" startete im August 2002 die "Artikelserie zur Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)" mit einem Bericht über die WRRL im Allgemeinen. Ein weiterer Beitrag im September 2002 hatte die Vorstellung der Projektgruppe WRRL und deren Aufgaben zum Inhalt. Bis 2007 wurden regelmäßig Artikel im Rahmen dieser Serie in der KA, und später auch in der Wasserwirtschaft, veröffentlicht. Nun soll diese Serie neu belebt und abhängig vom Thema in den Fachzeitschriften KA oder KW, in einzelnen Fällen auch in beiden Zeitschriften, veröffentlicht werden.

Dabei sollen, kurz und knapp, einzelne Aspekte der WRRL mit jeweils möglichst aktuellem Bezug schlaglichtartig beleuchtet werden. Inhaltlich kann es um detaillierte Gesichtspunkte am Beispiel eines konkreten Gewässerabschnitts gehen, oder einzelne Themenfelder können erläutert werden, z. B. Gewässertypen, oder die Umsetzung von Regeln auf EU-Ebene steht im Mittelpunkt, zum Beispiel zum Thema Grundwasserschutz. Auch eine kontroverse Darstellung bzw. Einschätzung zu einzelnen Sachverhalten - z. B. Durchgängigkeit und Wasserkraft im Rahmen der WRRL - soll nicht ausgeschlossen sein. Denn die Artikel sollen zur Diskussion anregen und natürlich auch die Heterogenität und Vielschichtigkeit der Anforderungen der WRRL widerspiegeln. Die WRRL wird umgesetzt, wenn viele Betroffene ihr Interessen artikulieren und abstimmen. Dieser Abstimmungs- und Ausgleichsprozess soll in den diversen Artikeln deutlich werden. Nicht zuletzt soll die Artikelserie auch einfach über die WRRL informieren un
d dazu
einladen, den Blick auch mal über den eigenen Tellerrand hinaus zu werfen.

Die Projektgruppe sieht mit Interesse Ihren kritischen Kommentaren zu einzelnen Artikeln entgegen und ist natürlich auch auf Ihre Vorschläge zur Abfassung eigener Artikel gespannt.

DWA-Bundesgeschäftsstelle
Dipl.-Ing. Anett Baum
Fachreferentin Abteilung Wasserwirtschaft, Abfall und Boden
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
Tel.: +49 2242 872-124, Fax: + 49 2242 872-135
E-Mail: baum@dwa.de

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Optimierung bestehender Absatzbecken

In der KA-Betriebs-Info 2 /2008 berichten die Autoren Albert Regiert und Dr. Ing Dieter Schreff am Beispiel des Klärwerks Landshut über durchgeführte Maßnahmen und Vorgehensweisen zur Vermeidung von Schlammabtrieb (Überprüfung der hydraulischen Gesamtsituation und der Beckengeometrie etc.)

Den gesamten Artikel finden Sie ab Seite 1532.

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Einfluss organischer Stoffe im Abwasser auf die Abbaueffizienz in Hybridbodenfiltern

Unter diesem Titel findet man einen Veröffentlichung in der KA Korrespondenz Abwasser Heft 4 /2008, die am Beispiel von drei unterschiedlichen Kläranlagen Untersuchungsergebnisse vorstellt.

Auf Grund der umfangreichen Analysen wurde nachgewiesen, dass die Geschwindigkeit des Schmutzfrachtabbaus in Bodenfiltern vom Anteil der biologisch abbaubaren abfiltrierbaren Stoffe im Abwasser abhängt.

Den ganzen Artikel kann man ab Seite 375 nachlesen..

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Abflusssteuerung quo vadis?

Unter dieser im Titel beschäftigt sich der Autor Helmut Grüning (Erkrath) mit der Implementierung komplexerer Steuerungskonzepte unter Berücksichtigung aller Systeme der Abwasserentsorgung. Nachfolgende Schwerpunkte werden betrachtet:

- Qualität von System- und Messdaten

- Steuerungspotenzial von Verbundsteuerungssystemen

- Parameter Messungen durch Fotometer Sonden

- Genehmigungsfähigkeit

Den ganzen Artikel kann man in der KA Korrespondenz Abwasser Heft 4/2008 ab Seite 358 nachlesen.

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Rechtsprobleme der CO-Vegärung in Abwasserbehandlungsanlagen

In der KA Heft 3 /2008 beschäftigt sich der Autor Dr. Cedric Meyer von Köhler und Klett, Rechtsanwältepartnerschaft in Köln, mit den rechtlichen Fragen und Lösungen, die bei der Vergärung von Abfällen oder tierischen Nebenprodukten in Abwasserbehandlungsanlagen zu berücksichtigen sind.
Den ganzen Artikel kann man ab Seite 265 der KA nachlesen.

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Sulfid-Praxishandbuch der Abwassertechnik.

Biogene Korrosion, Geruch, Gefahr verhindern und beherrschen.

Die Herausgeber Dieter Weismann und Manfred Lohse beschäftigen sich in dem neu erschienen Handbuch mit einem Problem, das immer mehr zunimmt.
Es werden die Ursachen unter verschiedenen Gesichtspunkten untersucht und analysiert. Lösungsansätze und Möglichkeit zur Verhinderung und Bekämpfung werden an Praxisbeispielen und wissenschaftlichen Untersuchungsreihen erläutert.

Eine Besprechung findet man in der KA, Korrespondenz Abwasser, Abfall Heft 3 / 2008 ab Seite 283.
Die DWA hat den Mitvertrieb übernommen, unter ISBN 978 -3- 8027 - 2845 -7 kann das Buch unter Telefon 02242 - 87233 oder per E-Mail bestellt werden. kundenzentrum@dwa oder beim Vulkan Verlag für 98,00 €

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Perfluorierte Tenside in Abwasser und Abfällen

Am 11. Dezember 2007 fand unter Leitung der DWA eine Tagung zu diesem aktuellen Thema statt. Über 100 Experten aus Politik und Verwaltung, Wissenschaft und betroffenen Anlagenbetreibern beschäftigten sich mit dieser Problematik.
Die Referenten waren unter anderem
-Eckhard Uhlenberg, Minister für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Nordrhein Westfalen
- Dr. Claus Bergs vom Bundesumweltministerium
- Dr. Thomas Lange vom DVGW-Technologiezentrum Wasser in Karlsruhe
- Professor Harro Bode vom Ruhrverband
- Dr. Dietmar Barkowski vom Institut für Umweltanalyse in Bielefeld
- Professor Martin Exner vom Institut für Hygiene und öffentliche Gesundheit der Universität Bonn
- Dr. Andrea Poppe vom Abwasserinstitut der Stadtentwässerungsbetriebe Köln
- Dr. Emanuel Grün von Emschergenossenschaft /Lippeverband
- Dr. Günter Kämpf Fa. Deyon GmbH, Burgkirchen
- Diplombiologe Klaus Döhmen , Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke an der Ruhr
- Diplom Ingenieur Herbert Breidenbach, Fa. Enthone GmbH Langenfeld
Die Leitung hatte Herrn Prof. Pinnekamp. Aachen.

Zwischenzeitlich ist der Tagungsband erschienen und kann für € 39,- (Mitglieder) bzw. € 47,- zuzüglich Porto und Mehrwertsteuer bei der DWA Geschäftsstelle, Telefon 02242 872181 bestellt werden.

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Maßnahmen zur Minderung des Schäumens in Faulbehältern unter besonderer Berücksichtigung der Klärschlammdesintegration

Unter diesem Titel legt Ole Kopplow von der Universität Rostock, Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft seine Dissertation vor.

Sie ist in der Reihe " Veröffentlichungen des Instituts für Umweltingenieurwesen der Universität Rostock ", 2006 (€ 20,-) erschienen.

Eine kurze Besprechung findet man in der KA Korrespondenz Abwasser, Abfall Heft 3 /2008 ab Seite 282.

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Klage gegen zentrale Schmutzwassererschließung

In der KA Korrespondenz Abwasser, Abfall Heft 3/2008 berichtete Herr Rechtsanwalt Reinhard Piens/ Essen über eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Potsdam. Es ging um die Frage: Kann ein Bürger gegen die Herstellung der zentralen Schmutzwassererschließung klagen?

In der KA kann man den vollständigen Artikel ab Seite 280 nachlesen.

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Sanitäre Grundversorgung: Leitthema zum Weltwassertag am 22. März 2008

In den letzten 15 Jahren haben weltweit mehr als 1,2 Milliarden Menschen Zugang zu verbesserten sanitären Einrichtungen erhalten. Trotzdem sind nach einem Bericht der UNO weiterhin rund 2,6 Milliarden Menschen - darunter 980 Millionen Kinder - davon ausgeschlossen. Vom Millenniums-Entwicklungsziel, den Anteil der Menschen ohne Zugang zu einfachsten sanitären Anlagen zu halbieren, sind wir also noch weit entfernt. Um diesem Ziel näher zu kommen, wurde die sanitäre Grundversorgung zum Motto des diesjährigen Weltwassertags am 22. März 2008 ausgerufen.

Die DWA unterstützt nachhaltig diese globalen Aktionsziele. So stellen wir die vielseitigen und erfolgreichen Erfahrungen bei der Abwasserentsorgung in Deutschland allen interessierten Behörden und Unternehmen zur Verfügung. Das DWA-Regelwerk, Publikationen und Schulungsunterlagen sind eine wesentliche Informationsquelle für den Wissens- und Technologietransfer. Die Vereinigung engagiert sich verstärkt beim Know-how Transfer und kooperiert u. a. mit der GTZ und mit weiteren Partnerorganisationen der Entwicklungszusammenarbeit.

Auch Aktionen am Tag des Wassers, die die Öffentlichkeit für das Thema Wasser sensibilisieren sollen, werden von uns unterstützt. Wie bereits in den vergangenen Jahren, erhalten Sie unsere Materialien - solange der Vorrat reicht - zu Sonderpreisen.

Zum Tag des Wassers wird die DWA eine Pressemitteilung herausgeben. Eine Textvorlage für Ihre eigene Öffentlichkeitsarbeit können Sie gerne bei der DWA anfordern. Bitte wenden Sie sich an Frau Ulrike Schneider, Tel.: 02242/872-160, E-Mail: ulrike.schneider@dwa.de.

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Baden-Württemberg: Entfernung von Spurenschadstoffen wie Arzneimittelrückständen als neuer Förderschwerpunkt

Die Förderung der kommunalen Wasserversorgung und Abwasserbehandlung in Baden-Württemberg soll neu geordnet werden. Dies teilte das Umweltministerium in Stuttgart am 1. Februar 2008 mit. Umweltministerin Tanja Gönner (CDU) will dabei künftig verstärkt Kooperationen und die Gründung von kommunalen Zweckverbänden zur Abwasserbehandlung unterstützen. Rund 53 Millionen Euro stehen in diesem Jahr zur Modernisierung und zum Bau von Kläranlagen zur Verfügung. Nach bisher gewonnenen Erfahrungen könnten die Abwasserbehandlungskosten durch einen Zusammenschluss kleinerer Anlagen deutlich gesenkt werden. Die neuen „Förderrichtlinien Wasserwirtschaft" würden nun zur Anhörung der kommunalen Landesverbände freigegeben, nachdem der Ministerrat am 28. Januar 2008 grünes Licht erteilt hatte.

Durch die Förderung begünstigt werden solle künftig außerdem die Modernisierung von Anlagen, wenn dadurch auch organische Spurenschadstoffe wie beispielsweise Arzneimittelrückstände aus dem Abwasser entfernt werden können, erläuterte Gönner. Die Quelle für die in Flüssen, Bächen und Seen vorkommenden Spurenschadstoffe sei zumeist das in Kläranlagen bereits gereinigte Abwasser, aus dem diese Schadstoffe nicht vollständig entfernt wurden. Über neu entwickelte Spezialverfahren gelinge es, die die Umwelt belastenden Substanzen zu entfernen. Nicht mehr gefördert werden solle dagegen nach einer Übergangsfrist die bloße Sanierung von Anlagen. Der Rechnungshof hatte in einem Prüfbericht im Jahr 2006 auch angesichts der begrenzt zur Verfügung stehenden Finanzmittel gefordert, Aufwendungen, die nur der Erhaltung bereits geförderter Anlagen dienten, nicht mehr zu unterstützen. Landesweit gibt es derzeit 1056 Kläranlagen. Die Novellierung der Förderrichtlinien soll bis Juli 2008 abgeschlossen werden. 

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Begabtenförderung für berufsbegleitende Weiterbildung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) erweitert das Spektrum in der Begabtenförderung und fördert künftig auch ein Studium als Weiterbildung, sofern es berufsbegleitend ist. Das Programm gewährt besonders qualifizierten Absolventinnen und Absolventen einer Berufsausbildung unter 25 Jahren ein Weiterbildungsstipendium von 5100 Euro. Damit können fachbezogene sowie fachübergreifende Maßnahmen finanziert werden, beispielsweise Meister- oder Sprachkurse. Stipendiatinnen und Stipendiaten können mit diesem Geld auch ein Studium finanzieren, wenn sie einer Berufstätigkeit von mindestens 15 Wochenstunden nachgehen und der gewählte Studiengang auf die Ausbildung und Berufstätigkeit aufbaut. Förderfähig sind dabei die Kosten des Studiums nicht, jedoch der Lebensunterhalt.

www.begabtenfoerderung.de

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Benchmarking-Projekt Abwasser in Nordrhein-Westfalen - Anmeldefrist verlängert

Bis Mitte Februar 2008 haben sich rund 100 Betreiber von Abwasseranlagen angemeldet zum landesweiten Projekt Abwasser-Benchmarking Nordrhein-Westfalen, das Ende 2007 gestartet ist. Da die Forderung nach Einführung des gesplitteten Gebührenmaßstabs für Abwasser (KA 2/2008, Seite 103) bei den Kommunen derzeit große Personalressourcen bindet, wurden die Fristen zur Anmeldung und Datenerhebung für das Projekt bis Ende April 2008 verlängert. Aktuelle Informationen zum Projektstand und zur Beteiligung sind im Internet veröffentlicht:

www.abwasserbenchmarking-nrw.de

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Bewerberseminar für persönliche DWA-Mitglieder

die sich beruflich neu orientieren möchten am 8. Mai während der IFAT 2008 in München

Starten Sie durch - mit einer individuellen Strategie für Ihr Bewerbungsvorhaben. Machen Sie sich Ihre Stärken und besonderen Fähigkeiten bewusst und entwickeln Sie ein persönliches Kompetenzprofil, um Ihren zukünftigen Arbeitgeber von sich zu überzeugen.

In diesem Training bekommen Sie alle Informationen, um sich auf ein Vorstellungsgespräch und alternative Auswahlverfahren professionell vorzubereiten. Sie lernen, Ihre besonderen Fähigkeiten und Potentiale geschickt und gezielt zu vermitteln. Dabei geht es vor allem um Ihre sozialen Kompetenzen, die neben der fachlichen Eignung für viele Personaler entscheidend sind.

Die DWA bietet ihren persönlichen Mitgliedern ein spezielles Bewerberseminar an. Anreise und Unterbringung zahlt der Teilnehmer. Die Kosten für das Seminar sowie den Eintritt für die IFAT übernimmt die DWA. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen beschränkt.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Marianne Treppmacher, Tel.: 02242 872-128, E-Mail: treppmacher@dwa.de.

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Kooperation bei Biogasgewinnung

Bioenergieforscher des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie in Bremen und Wissenschaftler der Universität Bielefeld bündeln ihr Fachwissen und forschen zukünftig im Bereich der Biogasgewinnung gemeinsam. Das haben das Land Nordrhein-Westfalen, die Max-Planck-Gesellschaft, das Max-Planck-Institut und die Universität Bielefeld in einem am 11. Februar 2008 unterzeichneten Kooperationsvertrag vereinbart. Den Auftakt der langfristig angelegten Zusammenarbeit bildet die Einrichtung einer Selbstständigen Nachwuchsforschergruppe, deren Leiter sowohl in Bremen als auch in Bielefeld forschen und lehren wird. Für den Aufbau der Selbständigen Nachwuchsgruppe stellen in den kommenden fünf Jahren das Land Nordrhein-Westfalen und die Universität insgesamt 1,6 Millionen Euro zur Verfügung. Die Nachwuchsgruppe soll noch im Laufe von 2008 ihre Arbeit aufnehmen.

Bundesumweltminister bringt Klimapaket in Bundestag ein
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat am 21. Februar 2008 den ersten Teil des umfangreichen Klimapakets in den Bundestag eingebracht. Die Gesetzentwürfe zum Ausbau der erneuerbaren Energien im Strom-, Gebäude- und Kraftstoffbereich hatte die Bundesregierung im vergangenen Dezember beschlossen. Die Tagesordnung der Bundestagssitzung (mit Links auf die betreffenden Dokumente), die Rede des Bundesumweltministers und das Protokoll der Sitzung mit weiteren Diskussionsbeiträgen stehen im Internet:

www.bundestag.de/parlament/plenargeschehen/to/145.html
www.bmu.de/reden/bundesumweltminister_sigmar_gabriel/doc/40899.php
www.bundestag.de/bic/plenarprotokolle/plenarprotokolle/16145.html

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Klärwerk Dradenau wird auf Druckbelüftung umgestellt

Mit einem symbolischen Knopfdruck wurde am 30. Januar 2008 der Startschuss für die Umrüstung der biologischen Reinigungsstufe auf dem Klärwerk Dradenau in Hamburg gegeben. Die 16 Belebungsbecken werden bis 2011 mit einer Druckbelüftung ausgestattet. Dadurch will Hamburg Wasser den Stromverbrauch dieser Reinigungsstufe auf jährlich ca. 18000 Megawattstunden reduzieren und rund 11000 Tonnen CO2 einsparen. Die Umrüstung ist mit veranschlagten 26 Millionen Euro eines der größten Investitionsvorhaben für den Hamburger Klärwerksverbund Köhlbrandhöft/Dradenau.

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Regierungspräsidium Stuttgart fördert Studie zur alternativen Klärschlammbehandlung

Das Regierungspräsidium Stuttgart fördert eine Studie zur alternativen Klärschlammbehandlung. Sieben Städte und Gemeinden aus dem unteren Fils- und Körschtal (Landkreise Esslingen und Göppingen, Baden-Württemberg) haben dazu unter Federführung der Stadt Wernau zusammengefunden und zwei Stuttgarter Ingenieurbüros mit der Ausarbeitung der Studie beauftragt.

Grundgedanke des neuen Entsorgungskonzeptes ist es, die Klärschlammbehandlung so zu zentralisieren, dass eine umweltgerechte und wirtschaftliche Entsorgung des Klärschlamms unter Ausnutzung seiner Energie- und Wertstoffinhalte auf Dauer gewährleistet werden kann. Dazu soll der Klärschlamm mehrerer Kläranlagen mittels einer insgesamt ca. 25 km langen Klärschlammdruckleitung zu einer zentralen Behandlung und Verwertung gefördert werden. Neben einer wesentlich besseren Auslastung der Anlagen werden so auch Optionen für eine Rückgewinnung der Wertstoffe (insbesondere Phosphor) eröffnet, die an mehreren einzelnen Standorten nie wirtschaftlich eingesetzt werden könnten.

Hauptziel dieser Studie ist es, die Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit einer Druckleitung für unbehandelte Klärschlämme und einer zentralen Klärschlammbehandlung im genannten Gebiet zu prüfen. Eine geeignete Trassenführung ist zu wählen, und die sonstigen technischen Bedingungen für die zu installierenden Pumpwerke sind zu klären.

Die Studie soll bis zum Mai 2008 abgeschlossen sein. Ansprechpartner beim Regierungspräsidium Stuttgart:
LBD Dipl.-Ing. Klaus Hofmann
Referat 52 - Gewässer und Boden
Tel. (07 11) 904-1 52 00
Fax 904-1 11 90
E-Mail: klaus.hofmann@rps.bwl.de

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Kläranlagen leisten einen Beitrag zum Klimaschutz

Die mehr als 10000 kommunalen Kläranlagen in Städten und Gemeinden sind für durchschnittlich fast 20 Prozent des Stromverbrauchs aller kommunalen Einrichtungen verantwortlich. Kläranlagen benötigen fast 4400 Gigawattstunden Strom pro Jahr, was der Stromerzeugung (Kapazität) eines modernen Kohlekraftwerkes entspricht. Dies bedeutet einen Ausstoß von rund drei Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Dieser Ausstoß lässt sich nach Meinung des Umweltbundesamtes (UBA) ohne große zusätzliche Investitionen um ein Drittel senken. Als besonders vielversprechend bezeichnet das UBA eine energiesparendere Belüftung der Belebungsbecken sowie die Energieerzeugung aus den Faulgasen der Klärschlämme in Blockheizkraftwerken. Ein neues Forschungsprojekt des UBA zeigt, mit welchen Maßnahmen Kläranlagen zum Klimaschutz beitragen können - und zwar, ohne Reinigungsleistung und Betriebssicherheit zu beeinträchtigen.
Der Stromverbrauch der Belüfter, so das UBA, könnte durchschnittlich um 30 Prozent sinken, falls die Kommunen erstens Elektromotoren mit der höchsten Effizienzklasse verwendeten, zweitens bessere Regelungstechnik einsetzten und drittens Druck- und Verbrauchsmessgeräte einbauten, die Betriebsstörungen oder Verschleiß der Anlage rechtzeitig anzeigen.
Die wichtigsten Ergebnisse des Forschungsprojektes „Steigerung der Energieeffizienz kommunaler Kläranlagen" finden sich im Internet:

www.umweltbundesamt.de/wasser-und-gewaesserschutz/abwasser/fg-energie.htm  

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Membrantechnologie in der kommunalen und industriellen Abwasserbehandlung

DWA-Workshop im Rahmen des 14. Europäischen Wasser-, Abwasser- und Abfall-Symposiums während der IFAT 2008

Am 5. Mai 2008 öffnet zum fünfzehnten Mal die IFAT - Internationale Fachmesse für Wasser, Abwasser, Abfall und Recycling - auf dem Gelände der Neuen Messe in München ihre Tore. Parallel zu dieser weltweit größten und wichtigsten Umweltmesse gibt es für die Besucher vom 5. bis 9. Mai 2008 ein ausgesuchtes internationales Konferenzprogramm. Im Rahmen des Abwassersymposiums der IFAT 2008 findet am 9. Mai 2008 der von der DWA veranstaltete Workshop "Membrantechnologie" statt. Der Workshop besteht aus den Veranstaltungsblöcken "Kommunales Abwasser" und "Industrieabwasser" mit jeweils vier Vorträgen. Veranstaltungssprachen sind deutsch und englisch.

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Energie aus regenerativen Quellen

Rund 190 Milliarden Kilowattstunden ¬Energie wurden im Jahr 2006 in Deutschland aus regenerativen Quellen gewonnen. Wichtigster Zweig ist mit 89,4 Milliarden Kilowattstunden die Erzeugung von Wärme, bei der hauptsächlich Biomasse zum Einsatz kommt. Alternativer Strom, von dem im letzten Jahr rund 73 Milliarden Kilowattstunden in die deutschen Stromnetze eingespeist wurden, wird in erster Linie durch Windenergie erzeugt (42 Prozent), gefolgt von Wasserkraft (30 Prozent), Biomasse (23 Prozent) und Fotovoltaik (drei Prozent).

(Globus, statistische Angaben: Bundesumweltministerium)

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Gemeinsames Tochterunternehmen von E.ON Hanse und Hamburg Wasser

Die E.ON Hanse AG sowie Hamburg Wasser haben zum 1. Oktober 2007 ihr Wasser- und Abwassergeschäft in Schleswig-Holstein unter dem Dach der Holsteiner Wasser GmbH gebündelt. Die Bandbreite der Dienstleistungen reicht dabei von umfassender Beratung über technische Unterstützung bis zum kompletten Betrieb des Wasser- und Abwassergeschäftes. Geleitet wird die Holsteiner Wasser GmbH von den Geschäftsführern Volker Hoppe und Dr. Jens Wagner . Das Unternehmen, an dem E.ON Hanse und Hamburg Wasser jeweils zu 50 Prozent beteiligt sind, hat seinen Sitz in Neumünster und soll rund 40 Mitarbeiter beschäftigen.

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Dauerverluste kommunaler Eigenbetriebe sind steuerpflichtig

Es liegt seit geraumer Zeit „im Trend", dass Städte und Gemeinden ihre Betriebe der Daseinsvorsorge, wenn diese Dauerverluste erleiden, in selbständige Kapitalgesellschaften „auslagern", so der Bundesfinanzhof (BFH) in einer Pressemitteilung vom 24. Oktober 2007. Oftmals würden in solche Kapitalgesellschaften zugleich Anteile an gewinnträchtigen Betrieben eingelegt, so dass sich die Verluste und Gewinne ausglichen (kommunale „Querfinanzierung"). Der BFH hat mit Urteil vom 22. August 2007 entschieden, dass solche Querfinanzierungen aus steuerlicher Sicht nicht zu beanstanden sind. Allerdings zieht die Hinnahme von Dauerverlusten ohne Verlustausgleich und gegebenenfalls Gewinnaufschlägen bei den Kapitalgesellschaften regelmäßig verdeckte Gewinnausschüttungen (vGA) und damit eine entsprechende Belastung mit Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuer nach sich. Denn die Übernahme der Verluste erfolgt im Interesse der Städte und Gemeinden als Gesellschafterinnen; diesen werden durch die Kapitalgesellschaften in Gestalt des ersparten Aufwands gesellschaftlich veranlasste Vorteile zugewendet. Die mit der Privatisierung erhofften Kostenvorteile, insbesondere die Entlastung der kommunalen Haushalte sowie die Verbilligung von Eintrittsgebühren, werden infolgedessen teilweise zunichte gemacht.

Im konkreten Fall ging es um eine kommunale Holding-GmbH, die alleinige Anteilseignerin eines in eine GmbH ausgelagerten dauerdefizitären kommunalen Bäderbetriebs sowie einer mit Gewinn arbeitenden kommunalen Wohnungsbau-GmbH war und mit beiden Tochtergesellschaften jeweils ein Organschaftsverhältnis begründet hatte. Nach Meinung des BFH liegt in einer solchen Gestaltung zwar regelmäßig kein Gestaltungsmissbrauch im Sinne des § 42 Abs. 1 Abgabenordnung vor. Jedoch ist der im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags zu übernehmende Verlust der dauerdefizitären Gesellschaft steuerlich als vGA zu behandeln, die von der Holding-GmbH an die Gemeinde als Trägerkörperschaft weitergeleitet wird, und zwar ohne mit den ebenfalls abzuführenden Gewinnen der weiteren Eigengesellschaft verrechnet und um diese gemindert zu werden.

Zugleich hat der BFH in seinem Urteil klargestellt, dass er auch unter der Geltung des sogenannten Halbeinkünfteverfahrens an seiner ständigen Rechtsprechung festhält, nach der eine Kapitalgesellschaft über keine außerbetriebliche Sphäre verfügt und durch das Gesellschaftsverhältnis (mit-)veranlasste verlustbringende Aktivitäten unter den Voraussetzungen einer einkommensteuerrechtlichen sogenannten „Liebhaberei" eine vGA auslösen können.

www.bundesfinanzhof.de/www/index3.html (Urteil vom 22. August 2007, Az. I R 32/06)

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Mitvertrieb: Anlage zum Betriebstagebuch für Kläranlagen mit Faulbehälter

Hannes Felber / Manfred Fischer
DIN A3, ISBN 978-3-921128-63-4, F. Hirthammer Verlag
Ladenpreis: EUR 69,00
Komplettpaket mit Betriebstagebuch für Kläranlagen: EUR 169,00

Das Buch ermöglicht erweiterte Betriebsaufzeichnungen für Kläranlagen mit Faulbehälter und ist eine Ergänzung zum Betriebstagebuch für Kläranlagen zur Dokumentation der Schlammdaten. Es dient zu Aufzeichnungen zu Schlammanfall, -behandlung und -verbleib sowie Gasanfall und -verwertung. Das Buch enthält 2 mal 12 Monatsberichte mit Durchschrift und 2 mal 4 Jahresberichte, sowie Deckblatt mit Anlagendaten und Adressen und reicht für zwei Jahre.

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Mitvertrieb: Betriebstagebuch für Kläranlagen

Erwin Stier / Hannes Felber / Manfred Fischer
DWA-Landesverband Bayern in Zusammenarbeit mit dem Bayer. Landesamt für Wasserwirtschaft
19. überarbeitete Auflage 2007, 79 x 30 cm
ISBN 978-3-921288-51-1, F. Hirthammer Verlag
Ladenpreis: EUR 119,00

Um die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen bei der Einleitung von Abwässern in Gewässer sicher zu dokumentieren, müssen die Betreiber von Abwasserbehandlungsanlagen ihre Betriebsdaten täglich erfassen. Mittlerweile in 19. Auflage ist im Hirthammer Verlag das "Betriebstagebuch für Kläranlagen" erschienen. Es nimmt für kleine und mittlere Kläranlagen alle notwendigen Aufzeichnungen auf und zeigt bei großen Anlagen die Auswahl der wichtigsten Werte in der Zusammenfassung. Außerdem ermöglicht es den vorgeschriebenen Vergleich der gemessenen Werte mit den zugelassenen Grenzwerten. Ein Buch reicht für zwei Jahre.

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BDEW hat Arbeit aufgenommen

Ende Oktober 2007 hat der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin, offiziell seine Arbeit aufgenommen. Im BDEW ist der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) aufgegangen. Im neuen Verband sind rund 1800 Unternehmen unterschiedlicher Größenklassen und Organisationsformen organisiert. Das Spektrum der Mitgliedsunternehmen reicht von lokalen und kommunalen Betrieben über regionale zu überregionalen Anbietern. Das gemeinsame Leitmotiv lautet „Energie. Wasser. Leben". Die BDEW-Mitglieder sind nach Angaben ihres Verbandes die größten Investoren in der deutschen Industrie: Gut 14 Milliarden Euro gab die Energie- und Wasserwirtschaft 2006 für den Ausbau und die Modernisierung der Infrastruktur aus. Die Branchen haben zusammen rund 280 000 Beschäftigte.

Noch nicht ganz klar scheinen die personellen Strukturen: Der BDEW hat zwei Präsidenten - Dr. Werner Brinker (55), seit 1998 Vorsitzender des Vorstands der EWE AG (Oldenburg), und den bisherigen BGW-Präsident, Dr. Michael G. Feist (58). Ebenso gibt es zwei Hauptgeschäftsführer (Dr. Eberhard Meller , 62, und Dr. Wolf Pluge , 62), die auch beide Mitglied des Präsidiums sind. Stellvertretende Hauptgeschäftsführer des BDEW gibt es drei, einer davon für das Büro in Brüssel. Auf Landesebene gibt es teilweise zwei Geschäftsführer und mehrere Geschäftsstellen. Die Zahl der Vorstandsmitglieder liegt bei rund 100, darunter einige Ehrenmitglieder und Gäste.
www.bdew.de

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Hinweise und Empfehlungen zum Erheben von Anschlussbeiträgen in Mecklenburg-Vorpommern

Der Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier , hat im Oktober 2007 an die kommunalen Aufgabenträger für Abwasserentsorgung und Wasserversorgung einen Runderlass mit Empfehlungen und Hinweisen zur Beitragserhebung versandt. Dies hatte er in der Landtagsdebatte über das Kommunalabgabengesetz (KAG M-V) im September 2007 angekündigt. An der grundsätzlichen Notwendigkeit, zur teilweisen Finanzierung der nach der Wende geschaffenen öffentlichen Einrichtungen zur Abwasserbeseitigung und Wasserversorgung von allen Eigentümern angeschlossener oder anschließbarer Grundstücke Beiträge zu erheben, ändert der Erlass nichts. Der Minister hofft, dass mit dem Runderlass auch das Verständnis für die geltenden landesgesetzlichen Forderungen bei allen Betroffenen, den kommunalpolitisch Verantwortlichen in den Gemeinden und Zweckverbänden und den Bürgern, verbessert wird.

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EU-Kommission: Abwasserbehandlung in Luxemburg und Belgien unzureichend

Die Europäische Kommission teilte Mitte Oktober 2007 mit, sie stelle Luxemburg eine letzte schriftliche Mahnung mit der Mitteilung zu, dass sie zum zweiten Mal Klage vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) erheben wird und das Land vermutlich Geldstrafen zu gewärtigen hat, wenn es seine Abwasserbehandlung nicht unverzüglich an die EU-Normen anpasst. Belgien hat bereits eine erste schriftliche Mahnung erhalten, dass eine zweite Runde vor Gericht bevorsteht und in derselben Angelegenheit Geldstrafen drohen; jetzt werde ein weiteres Schreiben mit Bitte um Klarstellung versandt. Beide Mitgliedstaaten verstießen weiterhin gegen die EU-Richtlinie von 1991 zur Behandlung von kommunalem Abwasser, obwohl sie dafür schon einmal vom EuGH verurteilt wurden.

Luxemburg hatte erklärt, zurzeit erfüllten sechs - nicht namentlich genannte - Orte die Vorschriften der Abwasserrichtlinie, neun dagegen nicht. Von diesen neun seien voraussichtlich vier kurzfristig so weit, dass sie die Bestimmungen erfüllten, während die übrigen fünf 2012/2013 noch nicht fertig seien. Deshalb beschloss die Kommission, Luxemburg eine letzte schriftliche Mahnung zu senden.

Belgien
verstößt nach Meinung der EU-Kommission gegen die Abwasserrichtlinie, da 114 Orte in Flandern und 60 in Wallonien und Brüssel weder über Abwassersammler verfügten noch dafür sorgten, dass ihre Abwässer vor dem Einleiten in die Umwelt einer besonderen Stickstoff- und Phosphorbehandlung unterzogen würden. Das Gericht befand außerdem, Wallonien habe kein angemessenes Durchführungsprogramm aufgestellt. Aus einem Schreiben der belgischen Regierung wurde deutlich, dass über 40 Orte in Flandern und fast 50 Orte in Wallonien und Brüssel die Bedingungen noch immer nicht erfüllen. Dort hieß es auch, die Gemeindegrenzen in Wallonien würden geändert. Die Kommission vertritt die Ansicht, dass manche der Angaben Fragen aufwerfen, die der Klärung bedürfen, und beschloss daher, Belgien ein weiteres erstes Mahnschreiben zuzustellen.

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Dynamische Wasserwirtschaft in der Praxis

Jahrestagung der DWA-Landesverbände Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland im Juni 2007

Die Vortragsfolien stehen zum Download im Internet unter
www.dwa-hrps.de/Hauptseite/Tagungen

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Technisches Sicherheitsmanagement für Abwasseranlagen seit fünf Jahren erfolgreich

Neue Leitfäden für das Technische Sicherheitsmanagement „Abwasser" der DWA verfügbar
Seit nunmehr fünf Jahren bietet die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) für Betreiber von Abwasseranlagen Überprüfungen des Technischen Sicherheitsmanagements an. Die in dieser Zeit gewonnenen Erfahrungen wurden in die Neuauflage der Leitfäden eingearbeitet und stehen der Fachöffentlichkeit ab sofort zum Download auf den Internetseiten der DWA
(www.dwa.de) kostenfrei zur Verfügung. Das „TSM Abwasser" ist ein Verfahren zur Selbstüberprüfung von Entsorgungsunternehmen hinsichtlich der Qualifikation und Organisation des technischen Bereiches. Anhand von Leitfäden kann das Unternehmen überprüfen, ob es die Vorgaben des DWA-Regelwerkes in seinem Technischen Sicherheitsmanagement umsetzt.
DWA-Leitfäden als Grundlage für die Überprüfungen des Technischen Sicherheitsmanagements im Bereich Abwasser
Die Leitfäden bilden die Grundlage für die Überprüfungen des Technischen Sicherheitsmanagements für Betreiber von Abwasseranlagen. Unter Nutzung der Leitfäden führen die Unternehmen zunächst eine Selbsteinschätzung durch. Daran anschließend können die Unternehmen bei der TSM-Stelle der DWA eine externe Überprüfung beantragen. Ist diese ebenfalls erfolgreich, darf durch Nutzung eines Logos auf die gute Organisation und die technische Sicherheit im Unternehmen hingewiesen werden. In bewährter Zusammenarbeit mit den anderen beteiligten Verbänden - insbesondere mit der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e.V. ( DVGW) - wurde zunächst der „Allgemeine Leitfaden" überarbeitet. Er wird durch spartenspezifische Leitfäden ergänzt, die ebenfalls in überarbeiteter Version vorliegen. Die neuen Leitfäden sind ab dem 1. Januar 2008 anwendbar.
Wachsendes Interesse am TSM Abwasser
Seit Anfang 2003 haben Betreiber von Abwasseranlagen die Möglichkeit, ihr Technisches Sicherheitsmanagement durch Experten der DWA auf Herz und Nieren prüfen zu lassen. Derzeit ist ein rapide wachsendes Interesse der Betreiber an einer solchen Überprüfung zu verzeichnen. Immer mehr Unternehmen sind bestrebt, ihre Organisationsstrukturen zu prüfen, ggf. zu verbessern und dies auch nach außen darzustellen.
Download der aktualisierten Leitfäden
Der allgemeine Teil und der fachspezifische Teil des „TSM Abwasser" stehen auf der Homepage der DWA zum Download bereit: www.dwa.de , Auswahl „Wir über uns", Auswahl „Leistungen der DWA", Auswahl „Technisches Sicherheitsmanagement".
TSM-Stelle der DWA
DWA-Bundesgeschäftsstelle
Dipl.-Ing. Cornelia Hollek
Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef
Tel. (0 22 42) 872-202, Fax 872-135
E-Mail: tsm@dwa.de

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DWA fordert die gleiche Vergütung von Klär- und Biogasstrom - Stellungnahme zum Referentenentwurf des EEG vorgelegt

Die DWA begrüßt die Überprüfung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Als Vereinigung der deutschen Wasserexperten macht sie jedoch in ihrer Stellungnahme zum „Gesetz zur Neuregelung des Rechts der Erneuerbaren Energien im Strombereich" deutlich, dass aus ihrer Sicht die vorhandenen Potenziale der möglichen Energiegewinnung aus Klärgas nicht richtig bewertet werden. Aufgrund der geplanten höheren Vergütung für Energie aus Biogas gegenüber Klärgas bleiben wesentliche vorhandene Möglichkeiten der Energieerzeugung aus Klärgas ungenutzt. Daher spricht sich die Vereinigung für eine einheitliche Bewertung von Klär- und Biogas aus. "Mit dem jetzt vorliegenden Entwurf wird die Chance vertan, mittels bereits vorhandener Infrastruktur den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung zu erhöhen.", so DWA-Präsident Otto Schaaf. Die Energiepotenziale der deutschen Wasserwirtschaft werden derzeit systematisch im Rahmen eines DWA-Projektes ermittelt.

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DWA-Publikationsverzeichnis 2008 erschienen

Die DWA ist in den letzten 60 Jahren zu einem führenden Informationsdienstleister in Deutschland auf dem Gebiet Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall geworden. Das neue Publikationsverzeichnis 2008 stellt auf 80 Seiten übersichtlich die aktuellen Druckwerke und digitalen Medien mit nunmehr fast 550 Titeln vor. Die thematische Gliederung und die umfassende Kurzübersicht tragen dazu bei, die für die jeweiligen Tätigkeiten relevanten Arbeitsergebnisse der DWA-Fachgremien schnell aufzufinden. Außerdem enthält das Verzeichnis eine Vorschau auf die im Jahr 2008 zu erwartenden Neuerscheinungen. Alle lieferbaren Werke finden Sie selbstverständlich auch im Internet unter www.dwa.de/shop.

Die DWA-Mitglieder und Kunden erhalten das Publikationsverzeichnis 2008 in den nächsten Tagen per Post. Alle weiteren Interessenten können es bei der DWA, Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef, Tel.: 02242 872-333, Fax: 02242 8 72-100, E-Mail: kundenzentrum@dwa.de anfordern.

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DWA-Arbeitsgruppe "Umsetzung von RIMAX-Ergebnissen in die Praxis" gegründet

Am 24. Juli 2007 fand die konstituierende Sitzung der DWA-Arbeitsgruppe HW-4.5 "Umsetzung von RIMAX-Ergebnissen in die Praxis" statt. Die AG ist im Fachausschuss "Hochwasservorsorge" des DWA-Hauptausschusses "Hydrologie und Wasserwirtschaft" angesiedelt und hat sich die Aufgabe gestellt, den Praxistransfer der Ergebnisse aus den RIMAX-Forschungsprojekten zu unterstützen und gleichzeitig Anforderungen aus der Praxis an die Projekte heranzutragen. Mit der Förderaktivität "Risikomanagement extremer Hochwasserereignisse" (RIMAX) unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung über 30 Verbundprojekte in den Bereichen

- Integrierte Konzepte für ein Hochwasserrisikomanagement
- Technischer Hochwasserschutz
- Querschnittsaufgaben (u. a. Bildung, Risikokommunikation)

Interessenten, insbesondere aus dem praktischen Anwendungsbereich des Hochwasserrisikomanagements (Ingenieurbüros, Wasserwirtschaftsverwaltung, operative Ebene) sind jederzeit willkommen.

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