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Firmenpublikationen
KRONOS: Entlastungsflockung mit Eisensalzen
Durch gezielten Einsatz von KRONOS Eisensalzen kann die Reinigungsleistung von Abwasserreinigungsanlagen signifikant gesteigert werden. Die Wirkung basiert auf der Ausflockung und Abscheidung von feinstverteilten und kolloidal gelösten Abwasserinhaltsstoffen. Der Wirkungsgrad von mechanischen Klärstufen kann damit mehr als verdoppelt und die nachfolgende biologische Klärung bzw. der Vorfluter deutlich entlastet werden.
Für die Entlastungsflockung kommt vorzugsweise FERRIFLOC Eisen-III-chloridsulfat-Lösung zum Einsatz. FERRIFLOC bewirkt eine schnelle und höchst effektive Ausflockung der Trübstoffe. Die Anwendungsgebiete der Entlastungsflockung sind:
1. Sanierung überlasteter biologischer Kläranlagen durch Vor- oder Nachflockung
2. Vorreinigung hochbelasteter Industrieabwässer
3. Verbesserung der Reinigungsleistung von mechanischen Kläranlagen durch Direktflockung
4. Unterstützung der Nitrifikation durch Vorflockung
Die erforderliche ...mehr:
http://www.kronosecochem.com/ehome_de.nsf/index?OpenFrameset
Kronos-Praxisbericht: Geruchsbindung in Abwassersammlern
Literatur-Nr. DS2066
Geruchsbelästigungen aus Abwasserkanälen sind - vornehmlich in warmen Klimazonen der Erde - ein bekanntes Problem. Aber auch in Nordeuropa kommt es immer häufiger zu Geruchsemissionen aus Kanalschächten. Grund hierfür ist die zunehmende Zentralisierung der Abwasserreinigung und die damit einhergehende Ausweitung des Sammlersystems, aber auch die Reduzierung der Abwasserströme.
Die Geruchsemissionen werden in aller Regel durch Schwefelwasserstoff verursacht, der bei der anaeroben Zersetzung von schwefelhaltigen Abwasserinhaltsstoffen entsteht. Das Austreten dieses "nach faulen Eiern stinkenden" Gases kann durch den Einsatz von Eisensalzen schnell und wirksam verhindert werden (Einzelheiten hierzu siehe TI 3.09 ).
Exemplarisch werden zwei erfolgreiche Bekämpfungsmaßnahmen ...den ganzen Bericht lesen Sie unter:
http://www.kronosecochem.com/ehome_de.nsf/index?OpenFrameset
KRONOS: Chemische Schlammkonditionierung mit Eisensalzen
Literatur-Nr. DS2072
Die maschinelle Klärschlammentwässerung setzt eine Vorbehandlung des Klärschlammes voraus. Diese wird als Konditionierung bezeichnet und sie wird, je nach Verfahren, mit anorganischen und organischen Flockungsmitteln durchgeführt.
Die KRONOS Konditionierungsmittel sind:
• FERROFLOC Eisen-II-chlorid-Lösung,
• KRONOFLOC Eisen-II-chlorid-Lösung und
• FERRIFLOC Eisen-III-chloridsulfat-Lösung.
Das Haupteinsatzgebiet für die KRONOS Produkte ist die klassische Starkentwässerung mittels Kammerfilterpressen nach einer Eisen-Kalk-Konditionierung. Dabei wird der Schlamm zunächst mit Eisensalz-Lösung und anschließend mit Kalkmilch versetzt. Die Zugabemengen betragen pro m3 Nassschlamm 5 - 10 kg Eisensalz-Lösung und 10 - 25 kg Weißkalkhydrat.
Abhängig von den Schlammeigenschaften und Steuerungsmöglichkeiten kann die Starkentwässerung unter bestimmten Voraussetzungen auch mit der Eisen-Polymerkonditionierung... mehr:
http://www.kronosecochem.com/ehome_de.nsf/index?OpenFrameset
(nach
oben)
KRONOS: Das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht in der biologischen Abwasserreinigung
Durch gezielten Einsatz von KRONOS Eisensalzen kann die Reinigungsleistung von Abwasserreinigungsanlagen signifikant gesteigert werden. Die Wirkung basiert auf der Ausflockung und Abscheidung von feinstverteilten und kolloidal gelösten Abwasserinhaltsstoffen. Der Wirkungsgrad von mechanischen Klärstufen kann damit mehr als verdoppelt und die nachfolgende biologische Klärung bzw. der Vorfluter deutlich entlastet werden.
Betriebsstörungen durch Blähschlamm, Schwimmschlamm oder Schaum hängen oft mit einer verstärkten Kohlensäureproduktion und -anreicherung zusammen. Zwischen dem Kohlensäuregehalt und der Säurekapazität in Wässern besteht ein von pH-Wert und Temperatur abhängiges chemisches Gleichgewicht. Dieses Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht, bekannt aus der Trinkwasseraufbereitung, spielt auch für die biologischen Prozesse in der Abwasserreinigung eine wichtige Rolle.
In der neuen Technischen Information 3.05 wird grundlegend ...mehr:
http://www.kronosecochem.com/ehome_de.nsf/index?OpenFrameset
Effiziente Tauchwandlösungen
Vortrag von Oliver Cuntz, Biogest AG
Anlässlich der Jahrestagung 25. und 26. August 2011
in
Lahnstein, Stadthalle
Finden Sie unter:
http://www.bwk-hrps.de/Veranstaltungen/Fachtagung2011/Cuntz_BIOGEST_Tauchwandloesungen.pdf
Eisenmann: Klärschlammverbrennung in der kommunalen Abwasserbehandlung
Die Firmenpublikation der Firma Eisenmann finden Sie unter:
Energieketten-System statt Kabeltrommel
Seit fünf Jahren reibungsloser Betrieb an Kläranlage
Wie führt man dem beweglichen Räumer eines Klärbeckens am besten Energie zu? Der
Aggerverband entschied sich gegen die konventionelle Lösung mit Kabeltrommel und für eine
Energiezuführung aus dem LBT Flizz-System von igus. Das Ergebnis: Das System an der Kläranlage
Waldbröl-Brenzingen arbeitet seit fünf Jahren ohne Ausfälle.
Die Kläranlage Waldbröl-Brenzingen, die Anfang 1970 gebaut und 1991 wesentlich erweitert wurde, ist eine von 38 Kläranlagen, die der Aggerverband im Bergischen Land betreibt. Sie reinigt die Abwässer, die
in großen Teilen der Stadt Waldbröl anfallen, und ist für 10.200 Einwohnerwerte ausgelegt.
Die Abwässer gelangen zunächst ...
Mehr: http://www.igus.de/_WPCK/pdf/global/FA0206-D.pdf
BUCHER: Team-Play beim Klärschlamm Entwässern
Bei der mechanisch-biologischen Abwasserbehandlung fällt stets Klärschlamm und somit ein Abfall an. Um die Kosten für die Entsorgung zu vermindern, hat zum Beispiel der Käppala- Verband in Stockholm/Schweden ein chemisches Behandlungsverfahren mit hydraulischen Filterpressen kombiniert. Das gute Zusammenspiel ermöglicht TS-Gehalte von 50 %. Die Diskussion um den „richtigen“ Verwertungsweg von Klärschlamm beschäftigt Abwasserexperten und Politiker hierzulande schon seit Jahren. Unabhängig davon, ob in erster Linie der Nutzen der im Schlamm enthaltenen Nährstoffe für Pflanzen oder die Gefahr der Schwermetallbelastung gesehen wird, kommt es in beiden Fällen darauf an, die Klärschlammmenge und somit vor allem die Kosten für den Transport und die Verwertung zu verringern.Zusammenspiel zweier Verfahren führt zu besserer Entwässerung So hat die Kläranlage Käppala mit 700 000 EW im Nordosten von Stockholm ihre eigene effiziente Form der Klärschlammaufbereitung gefunden, indem sie 2008 zwei Verfahrensschritte von Kemira und Bucher Unipektin …mehr:
http://www.bucherdrytech.com/download/Literatur/11_04_07_UWM_03030032.pdf
Polymermischer im Flockungsprozess: Standardanwendung mit Nutzenpotential
In der Abwasserbehandlung sind polymer-initiierte Flockenbildungs- und Entwässerungssysteme seit langer Zeit ein zentraler Bestandteil der Schlammentwässerung. Der Flockenformung wurde bisher zwar auch schon Beachtung geschenkt, im Fokus liegt sie allerdings erst seit ein paar Jahren.
Inzwischen können auch hier wesentliche Verbesserungen gemeldet werden.
Der Wettbewerb der Polymerhersteller ist bekannt.
Neben dem Polymer ist ein Element/Baustein in der Flockenbildung der Polymer-Mischer. Bisher eher als eine Standardanwendung betrachtet, läßt sich inzwischen auch beim Prozessschritt Polymerbeimischung eine Verbesserung erreichen. Konstruktiv und verfahrenstechnisch verbesserte Mischerausführungen zeigen hier ihre Stärken und bessere Ergebnisse.
http://www.aquen.de/newsletter/White_Paper_3.pdf
Süd-Chemie: Kompakt und komfortabel
Auch kleinere Kläranlagen benötigen immer häufiger Phosphatfällungsanlagen.
Müssen diese kleinen Anlagen deshalb auf Komfort und Wertbeständigkeit
verzichten? Zwei Beispiele belegen, wie mit individuell angepasster intelligenter
Dosiertechnik eine wirtschaftliche, störungsfreie P-Fällung für kleine Anlagen
realisiert werden kann.
Gerade auf kleineren Kläranlagen, die nicht ständig besetzt
sind, ist der störungsfreie und stabile Betrieb einer Phosphatfällung
besonders wichtig. Mit „Einfachstlösungen“ werden
hier nur vordergründig Kosten gespart, die im Betriebsalltag
durch Störungen und Probleme schnell wieder anfallen.
Nicht am Konzept sparen
„Unser Ziel ist es, P-Fällungsanlagen
zur Verfügung zu stellen, die einfach
funktionieren, ausreichend flexibel sind
und dabei kaum Wartungsaufwand
verursachen!“,
betont Andreas Melcher, Leiter des Bereichs Anlagentechnik
der Industriegruppe Kommunale Abwasserbehandlung der
Süd-Chemie AG. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden die
Wünsche der Betreiber detailliert aufgegriffen und mit dem
Anlagenkonzept umgesetzt.
Die Gemeinden Langenpreising mit 3.600 EW und Loiching
mit 3.000 EW wurden im Jahr 2010 mit neuen Phosphatfällungsanlagen
ausgestattet. In beiden Beispielen handelt es
sich um ähnliche Konzepte. Auf der bauseitig vorbereiteten
Fundamentplatte steht ein 10 m³ Lagerbehälter mit Auffangwanne
inkl. der erforderlichen Überwachungseinrichtungen
(Überfüllsicherung, Leckageüberwachung und Füllstandsmessung).
Die Steuerungs- und Dosiertechnik ist im witterungsbeständigen
Schutzschrank direkt neben dem Lagerbehälter
installiert. Eine Membrandosierpumpe fördert das Fällmittel
zur Dosierstelle. Die zweite Pumpe ist bei beiden Anlagen als
Anlagentechnik
Stand-by-Pumpe vorgesehen und bereits voll funktionsfähig
in die Steuerung und Verrohrung eingebunden. Die Pumpen
wurden mit einem Druckhalteventil, Manometer mit Membrandruckmittler
und einem Spülanschluss ergänzt.
Neben der teilweise vorhandenen Steuerungselektronik in den
verwendeten Membrandosierpumpen wurde eine kompakte
Steuerung eingesetzt. Durch Softwareänderungen sind damit
Anpassungen der Dosieranlagensteuerung problemlos und bis
zur Inbetriebnahme häufig ohne Mehrkosten möglich.
Kläranlage Langenpreising
Auf der Kläranlage Langenpreising, die nach dem Biocos-
Verfahren arbeitet, erfolgt die Phosphatfällung während
des Rührzyklus, mit individuell einstellbarer Nachlaufzeit.
Herr Richter, der die Kläranlage im Auftrag der Firma
Sedlmeier Umwelttechnik GmbH betreut, hat hier seine langjährige
Erfahrung eingebracht.
Herrn Richter gelang es so binnen kurzem durch intelligent
gesteuerte Fällmitteldosierung den Schlammvolumenindex
von über 170 ml/g auf unter 110 ml/g zu senken. Dies erlaubt
die gesicherte Einhaltung eines niedriger erklärten P-Grenzwertes,
und ermöglicht damit die Verrechnung der P-Fällstation
mit der Abwasserabgabe.
Kläranlage Loiching
In Loiching wurde in Absprache mit dem Klärwärter Herrn
Huber und dem betreuenden Ingenieurbüro Stelzenberger +
Scholz eine individuelle Steuerungsvariante ausgeführt. Der
Kläranlagenzulauf erfolgt über ein Pumpwerk, welches mit
verschiedenen Füllstandsmeldern ausgestattet ist. Die Dosierung
des Fällungsmittels erfolgt in den Rücklaufschlamm. Bei
Überschreiten eines minimalen Füllstandes im Pumpwerk des
Kläranlagenzulaufs beginnt die Dosierung des Fällungsmittels.
Die Dosiermenge ist frei wählbar. Wird durch zunehmenden
Füllstand (z.B. Mischwasserzulauf aus einem Rückstaukanal)
der maximale Füllstand erreicht, erhöht sich die Dosiermenge
des Fällmittels auf die vorher festgelegte Menge. Die Anlagen
wurden vor der Inbetriebnahme von einem zugelassenen
Sachverständigen geprüft.
Reibungslose Inbetriebnahme und Übergabe
Die Montage der Anlagen, Inbetriebnahme inkl. Erstbefüllung
mit SÜDFLOCK® K2 und Einweisung, war nach wenigen Tagen
abgeschlossen. Eine umfangreiche Dokumentation mit allen
Zulassungen, einer detaillierten Softwarebeschreibung, den
Schaltplänen und der Konformitätserklärung entsprechend
der EG-Maschinenrichtlinie wurde den Betreibern übergeben.
Beide Anlagen arbeiten seitdem zur vollen Zufriedenheit aller
Beteiligten.
Quelle: http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_1311/wl13_06.pdf
Autor:
Andreas Melcher
Süd-Chemie AG
Industriegruppe Kommunale Abwasserbehandlung
Süd-Chemie: Schluss mit alten Zöpfen!
Zweite Generation der elektrokinetischen Desintegrationsanlage erfolgreich getestet
Das elektrokinetische Desintegrationsverfahren ist ein
kostengünstiges und bewährtes Verfahren zur Desintegration
von Schlämmen zur Erhöhung der Biogasausbeute. Bisher
stellte die teilweise notwendige Aufbereitung des Schlammes
durch eine Vorzerkleinerung (Mazerator) einen erheblichen
Nachteil dar. Bauartbedingt konnten faserige und verzopfungsfördernde
Stoffe ohne diese Vorzerkleinerung nicht
behandelt werden. Diese Vorzerkleinerung erhöhte damit
neben den Investitionskosten auch die Betriebskosten (Strom,
Wartung und Verschleiß) der elektrokinetischen Desintegration.
Hier hat die Süd-Chemie AG ihr bewährtes System der
elektrokinetischen Desintegration nun weiterentwickelt.
Neben der nicht mehr benötigten Vorzerkleinerung wurde
auch das elektrische Feld deutlich verstärkt, von bisher
100 KV auf nunmehr 200 KV. Des Weiteren liegt nun ein
lineares elektrisches Feld vor, welches gegenüber dem radial
anliegenden Feld in der 1. Generation eine deutliche Erhöhung der Desintegrationsleistung mit sich bringt. Unabhängig
von der Lage des Schlammpartikels in der Desintegrationseinheit
befindet sich dies stets in einem gleich starken
elektrischen Feld. Durch zwei um 180 Grad gedrehte Felderzeuger
setzt man den Schlamm durch die Fließgeschwindigkeit
zudem einem sehr langsamen „Wechselfeld“ aus.
Vorteile:
• Verstopfungsfrei
• Keine verfahrensbedingte
Vorzerkleinerung notwendig
• Reduktion des Stromverbrauchs
• Geringere Anzahl von
Desintegrationseinheiten
pro m³ Schlamm
Autor:
Andreas Zacherl
Süd-Chemie AG
Quelle: http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_1311/wl13_05.pdf
Frachtermittlung im Kanalnetz
Mit Hilfe modernster Messtechnik besteht heutzutage die Möglichkeit, Online-Frachtbestimmungen nicht erst im Kläranlagenzulauf,
sondern bereits an verschiedensten Punkten im Kanalnetz vorzunehmen. Am Beispiel einer Messung beim „Gäubodenfest“
in Straubing sollen Möglichkeiten, Anforderungen und Lösungen für eine solche Frachtmessung aufgezeigt werden.
Die Schmutzfracht erst im Zulauf der Kläranlage zu ermitteln
reicht heutzutage oftmals nicht mehr aus. Für eine moderne
Kanalnetzbewirtschaftung kann die Belastung aus einzelnen
Kanalsträngen bis hin zur Indirekteinleiterüberwachung von
großem Interesse sein. Aber auch an Regenentlastungen spielt
die abgeschlagene Schmutzfracht bzw. Stoffkonzentration
eine immer größer werdende Rolle. Um den gesteigerten Anforderungen
im Hinblick auf Genauigkeit, zeitlicher Auflösung
und auch EX-Sicherheit gerecht werden zu können, bedarf es
für solch anspruchsvolle Aufgaben modernster Messtechnik.
Im nachfolgend beschriebenen Anwendungsfall kam für
die Durchflussmessung ein Gerät vom Typ OCM Pro CF der
Firma NIVUS, welches nach dem Prinzip der Ultraschall-
Kreuzkorrelation arbeitet, zum Einsatz. Für die Ermittlung der
Stoffkonzentration wurde eine optische Spektrometersonde
vom Typ spectro::lyser, der Firma s::can verwendet. Aus dem
Produkt der Stoffkonzentrationen einzelner Parameter multipliziert
mit dem Durchfluss lässt sich mit diesem System die
Schmutzfracht hochaufgelöst und ohne zeitliche Verzögerung
angeben.
Rahmenbedingungen einer Frachtmessung im Kanal
Mit der genannten Messtechnik stehen Messgeräte zur
Verfügung, welche die gesteigerten Anforderungen für eine
Frachtermittlung in vollem Umfang erfüllen. Aber nicht nur
die geeignete Messtechnik, sondern auch die Auswahl eines
geeigneten Messplatzes, die sachgerechte Installation und die
individuell angepasste Wartung der Messungen sind wesentliche
Kriterien für das Erzielen aussagekräftiger Messergebnisse.
Bei der Auswahl des Messplatzes sind Kriterien wie z.B. eine
gute Zugänglichkeit zur Vergleichsbeprobung, Wartung, evtl.
Sensorreinigung u.ä. zu beachten. Aber auch die Bereitstellung
einer Spannungsversorgung mit 230 V ist unumgänglich, da
die Spektrometermessung aktuell nicht über Akkuversorgung
betrieben werden kann. Im Hinblick auf die Installation der
Messtechnik muss sichergestellt werden, dass der Messspalt
der Analysesonde immer komplett vom Medium überdeckt ist.
Lediglich bei einer Ereignismessung an einer Abschlagskante ist
die Überdeckung nur im Ereignisfall erforderlich.
Des Weiteren ist in unmittelbarer Nähe zum Messspalt die
Vergleichsbeprobung per Probenehmer oder durch manuelle
Schöpfproben zu gewährleisten. Von Vorteil wäre auch ein
kontinuierlicher Abfluss an der Messstelle. Sitzt die Analysesonde
im Rückstau oder in einer Pumpenvorlage, ist mit
einer Vergleichmäßigung der Stofftransporte zu rechnen. Die
Abflussmessung wird möglichst auch in einem kontinuierlich
durchflossenen Kanal eingebaut. Entsprechend der örtlichen
Gegebenheiten wird die Sensorik der Q-Messung abgestimmt.
Die erforderlichen Wartungsintervalle richten sich individuell
nach den Bedingungen an der jeweiligen Messstelle. Ausschlaggebend
ist die Abwasserzusammensetzung. Umstände
wie z.B. stark fetthaltige Abwässer oder ein hoher Anteil an
verzopfungsfähigem Material können den Wartungsaufwand
deutlich erhöhen. Entsprechend müssen individuelle Maßnahmen
ergriffen werden. Je sorgfältiger diese aufgelisteten
Kriterien im Vorfeld berücksichtigt werden, desto reibungsloser….mehr:
http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_1311/wl13_08.pdf
Fazit
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Idealerweise erfolgt eine solche Frachtermittlung im
Kanalnetz in Zusammenarbeit zwischen dem örtlichen
Kanalbetreiber, der die lokale Einleitersituation bestens
kennt, und evtl. einem Dienstleister, der die entsprechende
Messtechnik und Erfahrung im Hinblick auf Messkampagnen
mitbringt.
Autor:
Bernd Hoffmann
Projektleiter - Abteilung Stadthydrologische Messungen
NIVUS GmbH
Tel. +49 (0)7262 9191-826
bernd.hoffmann@nivus.com
www.nivus.com
Süd-Chemie:Wo d_r Woi _neilauft ... (Wo der Wein hineinläuft ...)
Durch den Wechsel von einem reinen Eisenprodukt auf das Aluminium- Eisen-Mischprodukt SÜDFLOCK®-K2 konnte die entgleiste Biologie der Kläranlage Haldenbach wieder auf die richtige Bahn gebracht werden. Schwimmschlamm auf der Belebung und geringe Sichttiefen im Nachklärbecken gehören seither der Vergangenheit an. Die Gemeinde Kernen im Remstal entstand durch die badenwürttembergische Gebietsreform im Jahr 1975 durch Zusammenfassung der Gemeinden Stetten und Rommelshausen. Bereits seit dem 14. Jahrhundert wird im Gemeindebereich nachweislich Weinanbau betrieben. Aufgrund der hügeligen Lage wird das Abwasser der Gemeinde derzeit auf die drei Kläranlagen Beibach, Krättenbach und Haldenbach verteilt. Die zum Ortsteil Stetten gehörende Kläranlage Haldenbach wurde im Jahr 1964 errichtet und im Jahr 1983 großzügig erweitert. Seither wurde die Belüftung von Oberflächenbelüftung auf Plattenbelüftung umgerüstet und eine Fällmitteldosieranlage errichtet. Bei einer Ausbaugröße von 12.000 EW ist die Anlage mit ca. 10.000 EW gut ausgelastet und hält ihre geforderten Ablaufwerte ein. Trotzdem kämpfte man dort schon seit Jahren mit Schwimmschlamm auf der Belebung und stabilen, schwimmenden Schlamminseln auf dem Nachklärbecken. Bei starker hydraulischer Belastung kam es hier auch regelmäßig zu dramatischen Abnahmen der Sichttiefe bis in einen Bereich von unter 60 cm. Ein ungünstiges C:N:P-Verhältnis begünstigt Fadenbildner Eine mikroskopische Untersuchung des Rücklaufschlammes wies zunächst eine Fädigkeitskategorie von Stufe 4 auf. Verantwortlich hierfür war die Ansammlung diverser fadenbildender Bakterien im Belebtschlamm. Dominant traten hier vor allem Fäden auf, die unter dem Sammelbegriff „Nostocoida-limicola-ähnliche“ zusammengefasst werden. Diese sind ein Indikator für ein ungünstiges C:N:P-Verhältnis in Kombination mit leicht abbaubaren Substraten, wie sie vor allem in der Nahrungsmittelindustrie zu finden sind. Meist finden sie sich auf Kläranlagen mit angeschlossenen Brauereien, Likörverarbeitern oder Schnapsbrennereien, wie sie auch hier in Stetten anzutreffen sind. Weiterhin fanden sich untergeordnet nocardioforme Actinomyceten. Sie besitzen ein breites Nahrungsverwertungsspektrum, bevorzugen allerdings Fette im Abwasser. Dies deutet auf einen erhöhten Fettgehalt im Abwasser sowie ein relativ hohes Schlammalter hin. Durch seine unangenehme Eigenschaft, sich oberflächlich zu hydrophobieren und somit in der Belüftungsphase aufzuschwimmen, reichern sich die nocardioformen Actinomyceten vor allem an der Oberfläche des Belebungsbeckens an und bilden eine Schwimmschlammschicht, in der sie sich vermehren können. Auch diese wies eine Fädigkeitskategorie von Stufe 4 auf. Eine Aluminiumanreicherung bringt den schnellen Erfolg Vor dem Fällmittelwechsel befand sich ein reines Eisenprodukt im Einsatz. Trotz permanenten Überschussschlammabzugs konnte aufgrund des hohen Schlammindex und des relativ kleinen Schlammstapelbehälters die Trockensubstanz in der Belebung kaum unter 6 g/l gebracht werden. Durch den Einsatz von SÜDFLOCK® K2 änderten sich die Verhältnisse jedoch maßgeblich. Eine Stoßbehandlung mittels Aluminiumanreicherung auf ca. 1 g Aluminium je kg Trockensubstanz über einen begrenzten Zeitraum von ein bis zwei Schlammaltern bekämpfte effektiv die fadenbildenden Bakterien. Durch diesen Gehalt an Aluminium kann das Wachstum der Fadenbildner entscheidend gehemmt werden. Innerhalb weniger Wochen sank der spezifische Schlammindex von 110 auf 90 ml/g, während sich die Entwässerbarkeit des Überschussschlamms deutlich verbesserte. Parallel dazu konnte die Trockensubstanz durch vermehrten Schlammabzug in der Belebung auf Werte unter 4 g/l gesenkt werden, was sich durch Erhöhung der Schlammbelastung wiederum positiv auf die Biozönose und die flockenbildenden Bakterien in der Belebung auswirkte. Nach dieser Stoßbehandlung konnte die erhöhte Fällmitteldosierung von ca. 200 l/Tag auf ca. 140 l/Tag zurückgeregelt werden. Freie Sicht bis in die Tiefe Bereits nach 3-4 Wochen sind sowohl die Schwimmschlammschicht auf der Belebung als auch die schwimmenden Inseln auf der Nachklärung Geschichte. Eine abschließende Belebtschlammuntersuchung zeigt eine deutlich kompaktere, kleine Flocke mit wenigen Vernetzungen. Die Fädigkeitskategorie liegt mittlerweile zwischen Stufe 2 und 3. Während nocardioforme Actinomyceten immer noch häufig – allerdings nicht mehr dominant – vorkommen, sind Nostocoida-limicolaähnliche Fäden praktisch kaum mehr auszumachen. Der vor der Stoßbehandlung nur untergeordnet vorkommende Typ 0041/0675 liegt mittlerweile dominant vor. Dieser hat jedoch deutlich bessere Sedimentationseigenschaften und bereitet im Betrieb keine Probleme. Seither läuft die Anlage stabil mit einer nie dagewesenen Sichttiefe im Nachklärbecken. Auch das veränderte Nahrungsangebot im Zuge der Weinlese und die mehrfache Schneeschmelze des Winters zeigten keine negative Auswirkung auf den Anlagenbetrieb. Der Gesamtphosphatgehalt im Ablauf der Kläranlage liegt zuverlässig konstant unter 0,5 mg/l.
Quelle:
http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_1311/wl13_titel.pdf
Autor:
Tobias Kahr
Süd-Chemie AG
Industriegruppe Kommunale Abwasserbehandlung
D-85368 Moosburg
Aquen: Flockenbehandlung im Klärprozess, der Schlüssel zur Effizienssteigerung in der Entwässerung um bis zu 30%
Einleitung: Das Klärschlammaufkommen aus den ca. 10.000 kommunalen und gewerblichen Kläranlagen in Deutschland beträgt ca.2,5-3 Mioto pro Jahr. Der Klärschlamm besteht aus Trockenmasse (TS) und Wasser. Eine beeindruckende Menge die da jährlich zu entsorgen ist, alternativ entweder auf landwirtschaftlich genutzten Flächen oder durch Verbrennung. Nach dem Ende der Deponierung verliert nun aber auch die Freiflächenaufbringung an Grundlage, bleibt also mittelfristig nur noch die (kostentreibende) Verbrennung in Anlagen (Mono- oder Mitverbrennung). Eine Firma im Harz (aquen aqua-engineering GmbH, eine Ausgründung des Institutes CUTEC / TU Clausthal) hat ein patentrechtlich geschütztes Verfahren zur Produktionsreife entwickelt. Dieses Verfahren/dieses Aggregat entzieht dem Klärschlamm zusätzlich Wasser und reduziert damit die Klärschlammabgabemenge der Kläranlagen um mehr als 20%. Die Trenngüte ist besser, das Wasser ist am Entstehungsort leichter entsorgbar. In Summe ein betriebswirtschaftlich ökonomischer wie gesellschaftlich ökologischer Nutzen. Das Verfahren / der Nutzen: Voraussetzung für eine hohe Trennleistung bei Schlämmen ist die Konzentration und das möglichst vollständige Zusammenfügen der abzutrennenden Inhaltsstoffe in mechanisch belastbare und somit gut ausfiltrierbare Flockenstrukturen. Hierbei wird besonderes Augenmerk auf das Einbinden von Feinstpartikeln mit in die Flockenstruktur gelegt, sie sollen mit gebunden werden und nicht im Wasser abgehen. Tenor: „Das Restwasser muss klar sein.“ Konventionelle Konditionierungstechnik ist nicht in der Lage, dieser Anforderung zu genügen, auch wenn es oft versprochen wird. Durch den Einsatz des Zwischengliedes ´FlocFormer´ können die bestimmenden Faktoren der Konditionierung gezielt gesteuert werden. Mit dem neuartigen zweistufigen Flockungsverfahren besteht nun die Möglichkeit, die Teilprozesse ´Flockenentstehung´ und ´Flockenausprägung ´ separat zu beeinflussen und für den nachfolgenden Trennschritt zu optimieren. Der Flockungsreaktor im Prozess, die Technik Der Flockungsvorgang wird in einem kompakten, zweistufigen Reaktor (Bild 1) durchgeführt. Bild 1: Prozessbild FlocFormer Zunächst wird in einem Turbo-Mischer das Flockungshilfsmittel (hier: Polymer) homogen unter turbulenten Bedingungen in das Medium eingebracht. Es findet eine Totalflockung statt. Anschließend werden die zu diesem Zeitpunkt großvolumigen und Copyright: aquen aqua-engineering GmbH www.aquen.de Lange Straße 53 D-38685 Langelsheim Tel.+49 (0) 5326-929770 scherinstabilen Flocken in einem Flockenformungsreaktor gezielt erodiert, kompaktiert und für die Separation optimiert ausgeprägt. Als Flockenformungsreaktor dient ein modifizierter Kegelrührer (Bild 2). Ein innerer Kegel rotiert koaxial in einer äußeren Kegelschale. Die Strömungsverhältnisse im Kegelspalt sind nicht konstant, sondern ändern sich mit der axialen Position im Kegel. An der Kegelbasis treten aufgrund des größeren Durchmessers höhere Umfangsgeschwindigkeiten auf als in der Nähe der Kegelspitze. Der Betriebspunkt des Rührers kann durch Änderungen der Rotationsgeschwindigkeit und der Spaltweite bewusst beispielsweise an höhere Volumenströme oder Massenströme angepasst werden. Ein optimiertes Strömungsregime wird somit sichergestellt. Durch das Abrollen der Flocken auf den Flächen der Kegel werden lokale, ungleichmäßige, äußere mechanische Kräfte auf die Flocken aufgebracht, die somit verdichtet werden. Die Endprodukte der zweistufigen Konditionierung sind Flockenpellets. Diese Pellets lassen sich sehr gut entwässern oder separieren. Optional kann ein Flockungssensor zur Charakterisierung der Flockenstruktur eingesetzt werden. Der photooptische Sensor berechnet aus einer Flockengrößenverteilung spezifische Parameter, die Rückschlüsse auf die Separationseigenschaften des geflockten Mediums ermöglichen. Die Ergebnisse Aufgrund dieser neuartigen, gezielt zweistufigen Konditionierung, wird die Abtrennleistung auf den filtrierenden Maschinen (Bandfilter, Trommelsiebe, Kammerfilterpressen, Schneckenpressen, Zentrifugen etc.) signifikant erhöht. Durch die bereitgestellte kompakte Flockenstruktur findet die Filtration sehr viel schneller statt, und durch die robuste Struktur der Flocken kann während der Filtration oder des Pressens lange Zeit aus dem Filterkuchen Hohlraumwasser abgegeben werden. Als zusätzlicher Effekt ist eine Reduzierung der eingesetzten Polymermenge möglich, da im vorgestellten Konditionierungsreaktor das Polymer besser mit dem Medium vermengt wird, in Kontakt gebracht wird. Ganz gleich welchen Ausgangswert die heutige Trennstufe leistet, mit dem FlocFormer wird eine bessere Trennleistung und eine höhere stoffliche Trenngüte erzielt. Das Ergebnis: Abhängig vom Anwendungsfall ist eine Erhöhung der Separationsleistung bzw. Entwässerungsleistung zwischen 10 bis 30 % und eine Reduzierung der Polymermenge um bis zu 25 % erreichbar. Die neuartige Konditionierungstechnik hat sich bis heute in mehr als 40 Betriebsversuchen bewährt. Der Schwerpunkt der bisherigen Anwendungen lag in der Abwassertechnik. Im kommunalen Klärschlammbereich konnten die Entwässerungsleistungen von Kammerfilterpressen, Trommelsieben, Schnecken-pressen, Bandfilterpressen, Bucherpressen und Dekantern verbessert werden. Neben der Erhöhung der Entwässerungsleistung kann im Regelfall der Polymerverbrauch signifikant reduziert werden. Einsatzmöglichkeiten Weitere Anwendungen sind überall dort denkbar, wo durch Polymere geflockt wird. Mehr:
http://www.aquen.de/downloads/de/Pressemitteilung_aquen_FlocFormer_082010.pdf
Aquen: Ein neues Verfahren zur optischen Erfassung und Bewertung von Flockungseigenschaften in Klärprozessen (Prozess- und Laboranwendung)
Die Ausgangssituation:
Ein System zur online-Bewertung von geflockten
Partikelsystemen (Flocken) stand in der hier vorgestellten
Technologie und Messschärfe bislang nicht zur Verfügung. Eine
Überwachung und Steuerung zur Optimierung von
Entwässerungsprozessen war daher nicht bzw. nur schwer
realisierbar. Andererseits kann aber die Entwässerbarkeit eines
geflockten Systems qualitativ nur anhand des Flockenbildes
bewertet werden.
Zur Beurteilung der Flockengüte sind hauptsächlich interessant:
- Die Flockengrößenverteilung und deren zeitliche
Änderung
- Die Scherstabilität der Flocken
Die Flockengüte (Flockenausprägung) wirkt auf:
- Die Effektivität (Menge und Qualität) von
Flockungshilfsmitteln (Einfluss auf die Flockenbildung)
- Die Entwässerbarkeit der konditionierten Schlämme
(Erhöhung der Trockensubstanz TS und der
Entwässerungsgeschwindigkeit)
- Die Trennqualität der nachgeschalteten
Entwässerungsstufe (zur Minimierung der
Restschwebstoffe im Trennwasser)
Das Ergebnis: Mit Kenntnis der Flockengüte im Prozess ist eine
höhere Entwässerungsleistung bei reduziertem Polymereinsatz
sicher möglich.
Der Entwässerungsprozess
In der Abwasserbehandlung sind polymer-initiierte Eindick- und
Entwässerungsprozesse seit langer Zeit ein zentraler Bestandteil
der Verfahrensführung. In jüngerer Zeit werden
Flockungsprozesse auch zunehmend in anderen Bereichen
genutzt, um aus einem Medium bestimmte Inhaltsstoffe
abtrennen zu können, so zum Beispiel in der Papierindustrie.
Geschichtlich bedingt lag das bisherige Augenmerk primär auf
den Separationsmaschinen selbst. Im Regelfall wenig
Beachtung fand jedoch die Erzeugung der optimalen Flocke
für den Separationsprozess. Mit dem neuen Augenmerk auf
eine Optimierung der Trennstufe als letzten Prozessschritt hat
sich das nun gravierend geändert. Damit rückt die
Flockenbildung als ein zentraler Prozessbestandteil in das
Blickfeld. Eine optimale und reproduzierbare Flockenstruktur ist
aber ohne messtechnische Erfassung nur sehr schwer
realisierbar.
Der Flockungssensor
Der photooptische Flockungssensor ist ein online-Messgerät,
das zur Größen- und Strukturcharakterisierung von dispergierten
und nichtdispergierten Fest-stoffsystemen dient. Der Sensor
arbeitet in situ, er kann sowohl direkt in eine bestehende
Förderleitung bzw. Förderung eingebaut als auch im Bypass
betrieben werden.
Der Flockungssensor arbeitet als Reflexionsmessgerät, wobei
die Messfläche durch ein Auflichtverfahren beleuchtet wird.
Das zu untersuchende Gut wird durch ein Sichtfenster
aufgenommen und analysiert. Eine CCD-Zeilenkamera misst
aufrecht und quer zur Strömungsrichtung das Partikelsystem.
Der Messbereich erstreckt sich von 50 μm bis 2,9 cm. Die
Auswertung ist eindimensional und sehnen-längenorientiert,
daher robust und wenig störanfällig. Die Berechnung von
spezifischen Merkmalen basiert auf Sehnenlängenanzahldichte
und -summenverteilungen. Diese werden durch das
Messsystem sehr schnell in hoher Zahl berechnet, so dass
außerordentlich zeitnah statistisch abgesicherte Partikel- bzw.
Strukturmerkmale vorliegen.
Aus den Rohdaten des Sensors werden in einer
nachgeschalteten Recheneinheit die relevanten
Prozessgrößen berechnet und optisch dargestellt. Normierte
Werte können an Steuerungs- und Regelungssysteme
übergeben werden.
Für den Leser ist es sicher hilfreich ein Beispiel zu betrachten.
Schlecht entwässerbare Gut entwässerbare
Flockung: Flockung:
- hohe Anzahl an Kleinstflocken - Gute Flockenpellettierung
- Restwasser trüb - Restwasser klar
Die zugehörigen Messkurven, aufgenommen mit dem Flockensensor:
Die linke Grafik zeigt die hohe Anzahl von Kleinstflocken und
Schwebstoffen (Peak bei sehr kleinen Flockenlängen), die
rechte eine gut erkennbar „grobe“ Pelettierung der Flocken,
Voraussetzung für leicht entwässerbaren Klärschlamm.
Die Software der Bildauswertung ist modular und skalierbar
aufgebaut, so dass die Auswertungsroutinen an verschiedenste
Stoffsysteme angepasst werden können. Die errechneten
Werte sind prozessspezifisch und können für den speziellen
Anwendungsfall kalibriert werden.
Neben einer Messwerterfassung, z.B. zur Qualitätskontrolle der
Flockung…Mehr:
http://www.aquen.de/downloads/de/Pressemitteilung_aquen_FlocSens_022011.pdf
Pressemitteilung
Copyright: aquen aqua-engineering GmbH www.aquen.de
Lange Straße 53
D-38685 Langelsheim
Tel.+49 (0) 5326-929770
E+H: Grenzwertüberwachung von TOC/TC in Produktionsabwässern der Chemieindustrie
Kundennahe Endress+Hauser Entwicklung des TOCII CA72TOC
Die Fachabteilung Prozessanalysentechnik
der ALISECA GmbH, einem Unternehmen
der LANXESS Gruppe mit Sitz im Chempark
Leverkusen, ist verantwortlich für die Online-
Analytik in Lanxess-Produktionsbetrieben.
Zur Überwachung von Prozessabwässern aus
den Produktionsanlagen, die in der Kläranlage
des Chemparks Leverkusen behandelt werden,
werden vorwiegend TC/TOC (NPOC)-
Geräte eingesetzt, um unzulässige Abgaben
von organischen Schadstoffen zum Schutz der
Kläranlage zu erkennen.
Eine weitere Messaufgabe ist die Überwachung
der Oberflächenwässer, welche direkt
in den Rhein eingeleitet werden.
Diese Messaufgaben stellen unterschiedliche
Anforderungen an die eingesetzte Messtechnik.
Dabei stehen die Messwertverfügbarkeit,
Betriebssicherheit sowie Wartungs- und
Betriebskosten im Fokus.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden,
hat Endress+Hauser in Zusammenarbeit
mit der Fachabteilung Prozessanalysentechnik
der ALISECA GmbH das Gerät TOCII
CA72TOC entwickelt.
Aufgabenstellung
Um die Eignung des Gerätes TOCII
CA72TOC im rauen Betriebsalltag zu bestätigen,
wurde eine komplexe Messstelle ausgewählt:
der Ablauf eines LANXESS eigenen
Produktionsbetriebes.
Diese anspruchsvolle Messstelle hat folgende
Eigenschaften:
• Schwankende pH-Werte von 1.0 - 13.0
• Hohe Salzfrachten
• Hoher Feststoffanteil
• Starke Schwankungen der TOCKonzentrationen
• Substanzen, welche Weichmacher
aus Kunststoffen lösen
• Korrosive Umgebungsluft
am Aufstellungsort
Unter diesen schwierigen Bedingungen lassen
sich TOC-Analysatoren normalerweise nur
mit einem sehr hohen Wartungsaufwand
und den damit verbundenen hohen Kosten
betreiben.
Ziel ist es, mit dem Analysator TOCII
CA72TOC ein Gerät zur Verfügung zu stellen,
welches ein hohes Maß an Verfügbarkeit
und Betriebssicherheit bietet und gleichzeitig
den Wartungsaufwand und die Betriebskosten
signifikant reduziert. Durch einen modularen
Aufbau werden auch einfachere Applikationen
(z.B. Oberflächenwasser- oder Kühlwasserüberwachung)
kostengünstig gelöst.
Endress+Hauser hat diese Herausforderung
angenommen und gelöst!
Die Kundenanforderungen
Hohes Maß an Verfügbarkeit und Betriebssicherheit
bei geringem Wartungsaufwand
und minimalen Betriebskosten
Lösung
Im sechsmonatigem Dauerbetrieb hat der Analysator seine Eignung für
industrielle Anwendungen an der beschriebenen Messstelle bestätigt.
Hohe Verfügbarkeit
Die eingesetzten Materialien wurden auf ihre chemische Beständigkeit
optimiert, um möglichst lange Standzeiten zu erreichen (z.B. Probenaufbereitung
und medienberührende Geräteteile).
Der optimale Umgang mit hohen Salzfrachten wurde mit einer beheizbaren
Salzfalle und einem leicht wechselbaren Verbrennungsofen
gelöst. Diese Maßnahmen und kurze Kalibrierintervalle konnten die
Verfügbarkeit auf > 95% erhöhen.
Hohe Betriebssicherheit
Geräteinterne Überwachungseinrichtungen sorgen für maximale
Transparenz und damit Betriebssicherheit. Dazu gehören:
1. pH-Wert gesteuerte Entfernung des anorganischen Kohlenstoffs,
um zusätzlichen Salzeintrag vermeiden
2. Überwachung der Probenströme und des Gasdurchflusses innerhalb
des Gerätes (Verschmutzungserkennung)
3. Überwachung der CO2-Basislinie/ Nullwertes, um Drifteffekte
zu kompensieren
4. Zuschaltung einer Prüflösung (z.B. ausgelöst von der Messwarte),
um schnell Informationen über die Empfindlichkeit des Analysators
zu bekommen („Prüfpeak")
Verringerter Wartungsaufwand und Kosten
Ein übersichtlicher Aufbau und eine gute Zugänglichkeit der zu
wartenden Baugruppen sorgen für hohe Akzeptanz bei den Gerätebetreibern.
Weiterhin erleichtern ein klarstrukturierter Verfahrensaufbau
und die menügestützte Wartungsführung die durchzuführenden
Tätigkeiten.
Durch Vereinheitlichung der Bauteile werden Lager- und Instandhaltungskosten
gesenkt.
Eignung für unterschiedlichste Applikationen
Ausgehend vom Grundgerät, können je nach Applikation verschiedene
Module (Wechselofenaufbereitung; Vorverdünnungseinheit; TC oder
TOC (NPOC)-Version, spezielle Materialen oder auch das Messverfahren
wie z.B. Batch-Betrieb oder kontinuierlicher Betrieb) ausgewählt
werden. So gut wie nötig, so kostengünstig wie möglich.
Während der Entwicklung des TOCII CA72TOC wurden fünf Patente
angemeldet.
http://endress.softwerk.de/eh/sc/europe/dach/de/resourceadditional.nsf/imgref/Download_u20_CS064C.pdf/$FILE/u20_CS064C.pdf
E+H: Prosonic S FDU90
Füllstandmessung in der Polymerstation mit Ultraschall-Füllstandsensor
In Kläranlagen fallen bei den unterschiedlichen Reinigungsvorgängen
des Abwassers jährlich riesige Mengen
Klärschlamm an. Da dieser kostenpflichtig über eine
Deponie oder Verbrennung entsorgt werden muss, wird
versucht, einen möglichst trockenen Restschlamm zu erzeugen.
Damit das Abfallprodukt das Klärwerk mit einem hohen Trockengehalt
verlässt, wird eine Polymerlösung als Flockungshilfsmittel
zugegeben.
Durch den Einsatz einer Ansetz- und Dosieranlage kann die
Schlammentwässerung optimiert und eine hohe Entwässerungsrate
erzielt werden. Durch eine hohe Entwässerungsrate reduzieren
sich somit entsprechend die Schlammentsorgungskosten.
Zuverlässige Füllstandmessung in der Polymerstation
Anwendung Polymerstation
In der Polymerstation wird Polymer zur Herstellung von Flockungsmittel mit Wasser
vermischt. Das Flüssigpolymer wird als Konzentrat angeliefert und muss vor der eigentlichen
Dosierung in den Klärschlammstrom mit Wasser aufbereitet werden. Die wässrige
Lösung wird unter Rühren auf die erforderliche Gebrauchskonzentration verdünnt. Das
Flockungsmittel wird dann dem überschüssigen Schlamm zum Wasserentzug zugeführt.
Durch die Entwässerung des Schlamms steigt der Feststoffgehalt und ermöglicht die
Reduzierung des Volumens bzw. der Masse des zu entsorgenden Klärschlamms.
Lösung Prosonic S
Für eine optimale Produktion wird der Füllstand in der 1,3 m hohen Polymerstation mit
Rührwerk kontinuierlich gemessen.
Auswertegerät FMU90 mit Anzeige und sechs Relais zur Steuerung der Pumpen
Sensor FDU90 mit mit frontseitigem G 1-1/2" Gewinde für eine optimale Prozessadaption
••Vorteile mit Prosonic S
Messbereich bis zu drei Meter in Flüssigkeiten
Frontbündige Montage mit G1-1/2" Gewinde oder direkte Deckenmontage mit
G1" Gewinde bzw. Laschen ohne zusätzlich notwendiges Zubehör
Niedrige Bauhöhe und geringe Blockdistanz von 7 cm ermöglichen den Einsatz in
beengten Einbauverhältnissen
Optionale Überflutungshülse, die die Sensormembran vor Verschmutzungen schützt
und eine sichere Auswertung von Überflutungsereignissen in Verbindung mit dem
Auswertegerät Prosonic S FMU90 ermöglicht„Mit dem Sensor Prosonic S FDU90 haben wir die optimale
Lösung zur Füllstandmessung in der Polymerstation gefunden.
Die bisher eingesetzte Drucksonde musste aufgrund
von Ansatzbildung monatlich gereinigt werden. Der FDU90
eignet sich bestens für Füllstandmessungen mit kleinen
Messbereichen und schnellen Füllstandänderungen. Durch die
geringe Blockdistanz von 7 cm kann sehr nahe an den Sensor
gemessen werden."
http://endress.softwerk.de/eh/sc/europe/dach/de/resourceadditional.nsf/imgref/Download_u20_CS00095Fde.pdf/$FILE/u20_CS00095Fde.pdf
VTA: Probleme mit Microthrix
Nanofloc überzeugt auf 80.000-EW-Anlage in Brandenburg
Wasser ist in der Uckermark allgegenwärtig. Deutschlands flächenmäßig größter Landkreis im Nordosten von Brandenburg ist übersät mit fast 600 Seen, die ihre Entstehung dem Zurückweichen der Eismassen nach der letzten Eiszeit verdanken.
An einem der größten dieser Gewässer, dem Unteruckersee, liegt Prenzlau. Das 1997 modernisierte Klärwerk der Kreisstadt ist auf 80.000 EW ausgebaut und aktuell mit rund 55.000 EW belastet. Hier werden die Abwässer aus Prenzlau und einigen benachbarten Dörfern behandelt, ebenso der Inhalt vieler Senkgruben aus dem Umland, denn die Uckermark ist eine der am dünnsten besiedelten Regionen Deutschlands.
Erhöhte Fettmenge im Zulauf
Von besonderer Bedeutung für den Anlagenbetrieb sind aber die beiden größten Indirekteinleiter, ein Milchwerk und ein Eiswerk. Eine Umstellung in der Produktion dieser Betriebe - weniger Speiseeis, dafür mehr Butter - war es wohl auch, die die acht Klärwerksmitarbeiter im Vorjahr vor neue Herausforderungen stellte. Dazu kam, dass durch den Verschleiß von Belüftungskerzen in der Belebung eine gleichmäßige Sauerstoffverteilung nicht mehr gewährleistet war. Beide Faktoren zusammen begünstigten offensichtlich das Wachstum von Fadenbakterien, der Schlammindex stieg an.
Dieser ungünstigen Entwicklung mochte der stellvertretende Anlagenleiter Klaus Willecke nicht tatenlos zusehen - in weiser Voraussicht nahmen die Stadtwerke Prenzlau Kontakt mit VTA auf. „Wir hatten im ,Laubfrosch‘ schon viel darüber gelesen, wie effizient VTA-Produkte wirken und wie gut Service und Beratung sind", so Willecke, der für Prozessanalyse und Abwasseroptimierung zuständig ist.
Gefahr von Schlammabtrieb
Der Weitblick erwies sich als goldrichtig, denn ab Jahresbeginn 2010 spitzte sich die Lage zu: Die Fadenbakterien (durch mikroskopische Analysen von VTA-Biologinnen als Microthrix parvicella identifiziert) breiteten sich in der Biologie der Prenzlauer Anlage zusehends aus; das Schlammvolumen legte derart zu (Index teils über 180 ml/g), dass der Schlamm zeitweise in die Nachklärung austrieb. Die Gefahr von Schlammabtrieb wuchs bedrohlich an.
Zu diesem Zeitpunkt hatte VTA die Problemlage aber längst gründlich analysiert und stand mit der richtigen Lösung Gewehr bei Fuß: Nanofloc sollte die hydraulische Stabilität der Anlage wieder herstellen.
Hydraulische Stabilität erreicht
Das Systemprodukt auf Nanotechnologie-Basis überzeugte mit ebenso schneller wie nachhaltiger Wirkung: „Der Schlammindex ging seit Dosierbeginn kontinuierlich nach unten, die Sichttiefe erhöhte sich rasch", bestätigt Klaus Willecke: „Das ,Zeug‘ wirkt tatsächlich so, wie immer wieder beschrieben wird!" Dies belegen auch Willeckes´ äußerst detaillierte Auswertungen, die er regelmäßig vornimmt, darunter jede Woche eine Tiefenanalyse, die alle relevanten Daten vollständig erfasst. Durch diese umfangreiche Analytik wurde Nanofloc während der gesamten Einsatzdauer „auf Herz und Nieren" geprüft, und es hat den Test mit Bravour bestanden: „So gut hatten wir´s schon lange nicht mehr", erklärt der stellvertretende Anlagenleiter.
Die genaue Auswertung ist für ihn übrigens keine Fleißaufgabe, sondern unerlässlich: „Es ist wichtig zu wissen, wie die eigene Anlage läuft. Das erlaubt es, rechtzeitig zu reagieren und nicht erst, wenn das Kind schon im Brunnen ist." Das sei im Sinne des Umweltschutzes und des Steuerzahlers wichtig.
Für alle Fälle: Nanofloc auf Vorrat
Derzeit ist der Anlagenbetrieb stabil, eine Dosierung von Nanofloc ist im Moment nicht notwendig. Das kann sich aber durchaus wieder ändern: Zum einen hat das Milchwerk noch freie Produktionsreserven, die es bei Bedarf ausschöpfen kann, zum anderen planen die Stadtwerke, eine der beiden Belebungsstraßen vorübergehend außer Betrieb zu nehmen, um die Belüftungskerzen zu wechseln. Daher hat das Klärwerk Prenzlau ständig eine gewisse Menge an VTA-Nanofloc vorrätig, um für alle Fälle gerüstet zu sein.
Mehr:
http://www.vta.cc/de/laubfrosch_archiv.html?newsid=91
Wandeln auf Rasierklinge
Interview: Prof. Harald Kainz über neue Messverfahren in
der Abwassertechnik
Herr Professor Kainz, an Ihrem Institut an der TU Graz werden laufend die
neuesten Messgeräte für abwassertechnische Fragestellungen untersucht. Welche Innovationen
sind hier besonders Erfolg versprechend?
Was hydraulische Messungen betrifft, geht es derzeit vorrangig um die
Weiterentwicklung von Radarmessgeräten zur Bestimmung der Abflussmenge anhand
von Wasserspiegel und Oberflächengeschwindigkeit. Bei den Qualitätsparametern
verspricht die UV/VIS-Spektroskopie sehr viel. Wir haben gemeinsam mit der
Wiener Universität für Bodenkultur und der TU Wien eine Messstation für den
kontinuierlichen Praxiseinsatz an Fließgewässern, im Kanal und auf Kläranlagen
entwickelt, die inzwischen marktreif ist.
Was kann dieses Gerät?
Es sendet alle drei Minuten einen „Blitz" aus UV-Licht und sichtbarem Licht aus
und misst anschließend das Reflexionsspektrum. Dessen Zusammensetzung gibt
Aufschluss über zahlreiche Parameter, z. B. Nitrat, Feststoffe und
CSB-Äquivalent. Der große Vorteil ist, dass sich das Gerät mitten im Gewässer
oder Abwasser befindet und durch die Messung im Minutenabstand einen
kontinuierlichen Gang der Messwerte liefert. Das ist wichtig, weil sich Verunreinigungen
im Abwasser rasch ändern können.
Wie genau sind diese kontinuierlichen Messungen?
Die Abweichungen gegenüber Labormessungen liegen bei 10 bis 15 Prozent. Der
große Vorteil ist nicht die Genauigkeit, sondern die hohe zeitliche Auflösung,
die eine sehr gute Kalibration mathematischer Modelle erlaubt. Insbesondere
können kurzfristige Schwankungen erfasst werden, die bisher nicht verifizierbar
waren. Das liefert dem Kanalisations- und Kläranlagenbetreiber deutlich mehr
Know-how über das eigene System.
Die Wartung dieser Messstation kann teilweise mittels Fernbedienung über den Computer
erfolgen, also vom Schreibtisch aus. Eine derartige Messstation ist seit acht
Jahren im Grazer Kanalnetz im Einsatz. In Wien wurde ein derartiges System
ebenfalls über Jahre betrieben. Aktuell wird mit der Universität für
Bodenkultur und der TU Wien ein Forschungsgebiet in Baden bei Wien mit
derartigen Messstationen für Rohabwasser, Kläranlagenablauf und Oberflächengewässer
ausgestattet.
Ein solches Messsystem eignet sich auch für spezielle Fragestellungen. So kann
etwa eine Online-Chlorid-Sonde für die Messung von Straßenabwässern im Winter
relevant sein. Die neue Qualitätszielverordnung Oberflächengewässer ist bei
schwachen Vorflutern im Winter bei Salzstreuung schwer einzuhalten. Dies gilt
besonders für Vorfluter von Autobahnen.
Der Online-Messtechnik gehört also die Zukunft?
Wir verfügen heute über das Instrumentarium, um viele prozessrelevante
Parameter zur Optimierung des Anlagenbetriebs zu erfassen und online darauf zu
reagieren. So entfallen das Entnehmen von Proben und deren Übermittlung zur
Untersuchung im Labor, was beides ja hohen Aufwand bedeutet. Zusätzlich
entfällt die Fehlergefahr bei der Probenahme. Online-Systeme, auch mit mehreren
Sonden, sind reif für die Praxis, zuverlässig und mit vernünftigen
Wartungs- und Kalibrierungsintervallen zu betreiben. Zur Optimierung des
Betriebs von Kläranlagen haben wir in der Steiermark Ammonium- und
Nitrat-Sonden installiert, um die Stickstoffelimination und die Ablaufwerte zu
optimieren.
Das ist ja nicht zuletzt auch eine wirtschaftliche Frage.
Richtig, es geht nicht nur um bessere Ablaufwerte, sondern auch um Einsparungen
bei den Betriebskosten. Stabile Online-Systeme erlauben nicht nur eine
Steuerung, sondern auch eine Regelung. Das heißt, dass innerhalb eines
bestimmten Bereichs kein „händisches" Eingreifen mehr nötig bzw. möglich ist.
Aktuell arbeiten wir zusammen mit VTA an einem quantitativen Verfahren zur
optimalen Dosierung von Flockungshilfsmitteln bei der Schlammvorentwässerung.
Muss das Kläranlagenpersonal da
nicht fürchten, eines Tages überflüssig zu werden?
Im Gegenteil, Mastermind bleibt der Betriebsleiter! Technik kann ihn nur
unterstützen, aber niemals ersetzen. Die Erfahrung zeigt: Je höherwertiger die
Mess- und Regeltechnik, umso wichtiger ist hochqualifiziertes
Betriebspersonal. Je mehr Informationen verfügbar sind, umso wichtiger ist es,
diese richtig zu interpretieren. Wir werden also in zehn Jahren noch höher qualifizierte
Mitarbeiter auf den Kläranlagen brauchen als heute. Auch auf mittelgroßen
Kläranlagen wird es bald Diplomingenieure geben. Der Bedarf an Fortbildung ist
groß. Dabei leistet VTA enorme Unterstützung.
Noch mehr Technik, noch besser qualifizierte Mitarbeiter - ist das
wirtschaftlich überhaupt machbar?
Der hohe Qualitätsstandard in der Abwasserreinigung hat auch ein Umdenken bei
den Entscheidungsträgern, also in der Politik, ausgelöst. Kläranlagen sind
heute herzeigbare Hightech-Betriebe und nach dem Straßenbau die größte
Investition einer Gemeinde. Bei Kosten zwischen 30 und 40 Millionen Euro für
die Kläranlage einer durchschnittlichen Bezirkshauptstadt und einer
Abschreibungsdauer von 25 Jahren ergibt sich eine Abschreibung von mindestens
einer Million Euro pro Jahr. Fehler, die im Abwasserbereich gemacht werden,
verringern die Nutzungsdauer der Anlage und kosten viel Geld. Dabei ist der
tägliche Anlagenbetrieb oft ein Wandeln auf einer Rasierklinge: Einhaltung der
Emissionswerte bei wirtschaftlichem Betrieb. Hohe Mitarbeiterqualifikation und
Prozessoptimierung sind entscheidend, um Kosten und Energie zu sparen. Bei den
betrieblichen Prioritäten kommen diese Einsparungen freilich erst an dritter Stelle:
Ganz vorn stehen stabile Abwasserreinigung und sichere Schlammentsorgung. Das
bleiben die obersten Aufgaben einer Kläranlage, und das sollte man vor lauter
Sparen nicht vergessen.
INFOBOX:
Vizerektor an der TU Graz
Univ.-Prof. DDipl.-Ing. Dr. techn. Dr. h. c. Harald Kainz ist Vizerektor der TU
Graz - jener Universität, an der 1977 seine akademische Laufbahn begann
(Studium Bauingenieur- sowie Wirtschaftsingenieurwesen). Als Geschäftsführer
der Umwelttechnik Wien GmbH war er für internationale Großprojekte im Bereich
Abwasser- und Abfallwirtschaft (z. B. Hauptkläranlage Wien)
verantwortlich. Im Jahr 2000 wurde Kainz als Universitätsprofessor an das
Institut für Siedlungswasserwirtschaft und Landschaftswasserbau der TU Graz
zurückberufen. 2004 bis 2007 war er Dekan der Fakultät für Bauingenieurwissenschaften.
http://www.vta.cc/de/laubfrosch_archiv.html?newsid=101
Desintegration tipptopp
Schlammfaulung:
VTA-GSD-Anlage wird in der Schweiz Bestergebnis bescheinigt
Ganz hervorragend fällt die Leistungsbilanz einer Desintegrationsanlage von
VTA im ersten Betriebsjahr auf einem Schweizer Klärwerk aus. Zu diesem Schluss
kommt ein unabhängiges Ingenieurbüro in seiner Beurteilung. Demnach wurden
dank der VTA-GSD bislang um 24 % mehr Gas bzw. Strom produziert. Außerdem reduzierte
sich die Schlammmenge, die entsorgt werden muss, um 15 %. Die von VTA
abgegebenen Garantiewerte wurden damit nicht nur eingehalten, sondern zum Teil
sogar übertroffen.
Störungsfrei seit dem ersten Tag
Mitte 2009 beauftragte der Gemeindeverband ARA Moossee-Urtenenbach aus
Hindelbank (nahe Bern) das renommierte Ingenieurbüro „BG
Ingenieure & Berater AG" aus Bern, eine Klärschlamm-Desintegration
auszuschreiben. Mit einem schlüssigen Konzept, glaubwürdigen Garantiewerten und
einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis konnte sich VTA gegenüber den
Mitbewerbern durchsetzen.
Dank der reibungslosen Zusammenarbeit aller Beteiligten war eine VTA-GSD-5
sehr einfach und schnell in den Kläranlagenbetrieb integriert und konnte schon
Anfang Februar 2010 starten. Seither läuft sie ohne Unterbrechung störungsfrei
- 24 Stunden am Tag.
Der gesamte Überschussschlamm wird direkt vom Vorlagebehälter abgezogen und im
Durchlaufbetrieb durch den Desintegrationsreaktor befördert. Nach der
Ultraschall-Behandlung kommt der Schlamm in den Vorlagebehälter zurück und
wird gemeinsam mit dem unbehandelten Primärschlamm in die Faulung gepumpt. Um
Kurzschlussströme zu verhindern, wurde der Vorlagebehälter durch eine Holzbohlenwand
räumlich abgetrennt.
Garantiewerte übertroffen
In der Ausschreibung wurde ein Evaluierungszeitraum von mindestens einem halben
Jahr definiert. Das begleitende Ingenieurbüro sollte also nach sechs
Betriebsmonaten der VTA-GSD prüfen, ob sie die Garantiewerte erreicht. Da
die ARA Moossee-Urtenenbach über hervorragendes Datenmaterial verfügt, war der
direkte Vergleich spezifischer Parameter (z. B. Gasanfall pro Kilogramm in die
Faulung zugeführter Organik, produzierte Kilowattstunde Strom) möglich.
Der spezifische Gasanfall betrug in den vergangenen Jahren ohne Desintegration
im Mittel 326 l/kg oTRzu. VTA garantierte in der Ausschreibung eine
20-prozentige Steigerung (391 l/kg oTRzu).
Nach acht Betriebsmonaten lag der Gasertrag schließlich bei 400 l/kg oTRzu, das
entspricht einer Mehrausbeute von 24 % - der Garantiewert wurde also deutlich
übertroffen. Somit erhöhte sich auch die Stromproduktion von 1700 auf 2100 kWh
pro Tag.
Was die Menge des zu entsorgenden Schlamms betrifft, empfiehlt sich naturgemäß,
über ein gesamtes Jahr zu bilanzieren. In der ARA Moossee-Urtenenbach zeigt
allerdings schon ein Vergleich von zehn Monaten, dass durch die Desintegration
eine deutliche Verringerung erzielt wird: Von Jänner bis Oktober 2009 fielen
rund 6820 Kubikmeter Schlamm zur Entsorgung an. Im gleichen Zeitraum 2010,
also mit VTA-GSD, waren es 5780 Kubikmeter - das entspricht einer Reduktion
von beachtlichen 15 %.
INFOBOX:
VTA-GSD: „Sie läuft und läuft und
läuft"
Beat Oberer, Betriebsleiter der ARA Moossee-Urtenenbach, über seine Erfahrungen
mit der Ultraschall-Desintegration von VTA.
Herr Oberer, wie kamen Sie auf das Desintegrationsverfahren
von VTA?
Diverse Fachzeitschriften wie der „Laubfrosch" oder die „gwa" weckten unser
Interesse an dieser Technologie. Ausschlaggebend für diese Entscheidung war
schlussendlich ein sehr positiv verlaufener Langzeitversuch mit der
VTA-Desintegration in einer benachbarten Abwasserreinigungsanlage.
Wie beurteilen Sie Abwicklung bzw. Umsetzung
des Projektes?
Ich bin sehr zufrieden! Alle Beteiligten, angefangen vom Ingenieurbüro über das
VTA-Technologie-Team bis hin zur ARA-Betriebsmannschaft, haben von Anfang an
sehr professionell und unkompliziert zusammengearbeitet. Sämtliche
Arbeitsschritte wurden gut geplant, die Anlage wurde problemlos und
termingerecht installiert.
Entspricht die bislang erbrachte
Leistung der VTA-Anlage Ihren Erwartungen?
Ja! Man muss sich nur die Auswertung ansehen. Die Garantiewerte, die VTA
abgegeben hat, wurden übertroffen. Da kann man mehr als zufrieden sein.
Wie wirkt sich der Einsatz der VTA-GSD-5 in
der Kläranlage aus - sowohl verfahrenstechnisch als auch wirtschaftlich?
Durch die Ultraschallbehandlung wird die Struktur des Überschussschlamms
verändert, das wirkt sich auch bei seiner weiteren Behandlung aus. Die Viskosität
des Schlammes ist geringer, dadurch ist er deutlich leichter zu pumpen. Der
Wärmeübertrag vom Wasser-Schlamm-Wärmetauscher ist besser, und durch den
Zellaufschluss wird der Schlamm in der Faulung besser abgebaut. Das wirkt sich
sehr positiv bei der Gasproduktion und der Schlammentsorgung aus. Daraus
lässt sich ein direkter Kostenvorteil ableiten.
Hatten Sie zusätzlichen Arbeitsaufwand
durch den Betrieb der VTA-Anlage?
Nein, seit der Inbetriebnahme ist kein zusätzlicher Arbeitsaufwand für das
Kläranlagenpersonal angefallen. Die Anlage läuft und läuft und läuft.
Ihr vorläufiges Gesamturteil betreffend
VTA-Ultraschalldesintegration?
Sehr gut!
Quelle:
http://www.vta.cc/de/laubfrosch_archiv.html?newsid=108
Kreisläufe haben Zukunft
Abwasserentsorgung:
Prof. Max Dohmann plädiert für Strategien mit Nachhaltigkeit
Herr Professor Dohmann, wie sehen die
größten Aufgaben in der Abwasserentsorgung in den nächsten Jahren aus?
Ging es bei der Abwasserentsorgung bis vor einigen Jahren fast
ausschließlich um den Gewässerschutz, so spielen zunehmend Aspekte der Ressourcennutzung,
der Gesundheitsvorsorge sowie der Anpassung an demografische und klimatische
Veränderungen eine Rolle. Natürlich wird es dabei auch in Zukunft um
technologische Innovationen gehen. Von Bedeutung erscheint mir, welche
politische Relevanz der Abwasserfrage zugemessen wird. Und nicht zuletzt
stellt sich die ökonomische Frage: Was ist leistbar?
Welche technologischen Entwicklungen
sind besonders zukunftsträchtig?
Große revolutionäre Sprünge, was die Technologie betrifft, sind für mich
nicht zu erkennen. Klar ist, dass die Nachhaltigkeit in den vergangenen Jahren
immer mehr an Bedeutung gewonnen hat, und dieser Trend wird sich verstärken.
Nachhaltiges wird sich durchsetzen. Entscheidend wird das Denken in
Kreisläufen...
...was ja genau die Firmenphilosophie von VTA
ist...
Ja, und es ist ganz allgemein ein umfassender Prozess. Man muss die
Stoffkreisläufe beachten. Früher ging es in der Abwasserwirtschaft ja bloß
darum, etwas loszuwerden. Das hat sich massiv geändert. Nehmen Sie nur das
Thema Phosphorrecycling aus Abwasser. Da sind die Kosten zwar heute noch drei
bis vier Mal so hoch wie bei der Gewinnung aus Rohphosphat, aber das wird nicht
so bleiben. Das deutsche Forschungsministerium fährt dazu seit vier Jahren ein
großes Programm, bei dem ich das Gutachtergremium leite.
Wird in Zukunft mehr oder weniger Abwasser
anfallen?
Wir werden aus Umweltgründen, aber auch aus ökonomischen Gründen dazu kommen,
weniger Wasser zu verbrauchen. Das heißt, das anfallende Schmutzwasser wird
konzentrierter. Das betrifft natürlich auch die Spurenstoffe im Abwasser,
besser gesagt deren Elimination. Speziell dazu sehe ich für die Ozonierung
gewisse Perspektiven, während die Membrantechnik in diesem Bereich aus
Kostengründen zumindest in Europa weniger Bedeutung haben wird. In China wird
dagegen auch weiterhin in Membrantechnik investiert.
Wird Abwasser in den nächsten Jahren
schon in den Haushalten getrennt werden?
Die Trennung der häuslichen Schmutzwässer - also Faeces, Urin, Grauwasser und
Regenwasser - ist technologisch machbar und erscheint aus dem Blickfeld der
Kreislaufwirtschaft sinnvoll. Die zukünftige Bedeutung einer Stoffstromtrennung
wird aber nicht nur durch die vorteilhaften Aspekte der stofflichen Nutzung,
sondern auch durch die ökonomischen Bedingungen bestimmt. In Gebieten mit
vorhandener zentraler Abwasserinfrastruktur, wie beispielsweise in
Mitteleuropa, sind deshalb der häuslichen Schmutzwassertrennung enge Grenzen
gesetzt.
Welchen Stellenwert wird das Thema
Energie in der Abwasserentsorgung von morgen haben?
Das Thema Energie behält weiterhin einen besonderen Stellenwert. Zum einen
betrifft dies die Minimierung des Energieverbrauchs auf Kläranlagen, vor allem
durch den Einsatz der Steuer- und Regelungstechnik. Der zweite große Bereich
ist die energetische Nutzung des Abwassers. Dabei geht es um die Nutzung der
hydrostatischen Energie bei entsprechenden Höhenunterschieden im
Entsorgungssystem, über die thermische Energie, die vor allem durch das
Warmwasser ins Abwasser verlagert wird, bis hin zur Nutzung der chemischen
Energie des Abwassers, die jährlich 175 kWh je Einwohner beträgt. Eine völlige
Energieautarkie auf Kläranlagen ist aber nicht zu gewährleisten, außer durch
den Einsatz externer Substrate im Rahmen einer Co-Fermentation.
VTA ist ja Spezialist für die
Optimierung von Kläranlagen. Wie schätzen Sie die Bedeutung dieses Bereichs
ein?
Bei einer solchen Optimierung spielen bekanntlich sowohl verfahrenstechnische,
steuer- und regelungstechnische als auch personelle Maßnahmen eine Rolle. In
Europa werden sich die Optimierungsbemühungen auch künftig fortsetzen, während
in anderen Teilen der Welt dem Kläranlagenbetrieb bisher keine entsprechende
Rolle zukommt. In China zum Beispiel ist die Betrachtung von Jahreskosten noch
nicht angekommen, da stehen nur Investitionen im Blickpunkt. Eine angemessene
Ausbildung des Anlagenpersonals gibt es dort noch nicht.
Wie sehen Sie die Zukunft der Abwasserentsorgung
angesichts der Tatsache, dass in den öffentlichen Etats der Sparstift regiert?
Es ist zu beklagen, dass die Abwasserentsorgung seit langem keine besondere
Aufmerksamkeit in Politik, Medien und Öffentlichkeit erhält. Dazu erscheint mir
zunächst wichtig, ein Bewusstsein dafür zu wecken, dass die zur
Abwasserentsorgung gehörende Infrastruktur nur eine begrenzte Nutzungsdauer
hat und die Erneuerung von Anlagenteilen immer wieder hohe Kosten verursacht.
Es wird darauf ankommen, attraktive und innovative Entwicklungen der
Abwassertechnik noch deutlicher in den Medien zu artikulieren.
Eine Möglichkeit dazu bieten die Fragen der Stadtentwässerung. In Deutschland
wird seit Jahren auch die Grundstücksentwässerung als elementarer Teil der Abwasserinfrastruktur
außerhalb der öffentlichen Zuständigkeit betrachtet. Den 550.000 km
öffentlichen Abwasserkanälen stehen weit mehr als 1.000.000 km Leitungen der
Grundstücksentwässerung gegenüber. In der Fachwelt ist unbestritten, dass mehr
als zwei Drittel dieser Leitungen undicht und zumindest mittelfristig zu
sanieren sind. Entscheidend für die Umsetzung solcher Maßnahmen wird die
Akzeptanz seitens der betroffenen Bürger sein. Die Fachwelt bleibt also
gefordert, die Bedeutung bzw. den Wert unserer Abwasserentsorgung noch
wirkungsvoller nach außen zu vermitteln.
INFOBOX:
Berufung nach China
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Max Dohmann leitete von 1987 bis 2004 als Direktor das
Institut für Siedlungswasserwirtschaft der Rheinisch-Westfaelischen Technischen
Hochschule Aachen. Aufgrund seiner Fachkenntnis und seines Engagements für
den Umweltschutz berief ihn die deutsche Bundesregierung in den
Sachverständigenrat für Umweltfragen. Seit seiner Emeritierung ist Max Dohmann
Vorstandsmitglied mehrerer Forschungsinstitute, u. a. des FIW in Aachen. Er
lehrt an mehreren Universitäten in China und wurde im September 2010 als einer
von sechs ausgewählten Wissenschaftlern an die Sichuan-Universität in Chengdu
berufen, gemeinsam mit Forschern aus Japan, Großbritannien und den USA.
Außerdem ist Dohmann wissenschaftlicher Leiter des Sino-German Research Center
for Water Management (SiGeWa) in Chengdu.
http://www.vta.cc/de/laubfrosch_archiv.html?newsid=103http://www.vta.cc/de/laubfrosch_archiv.html?newsid=103
Insituform: Sanieren wo andere Urlaub machen - Kanalsanierung in Innsbruck
Die Sanierung des Kanalnetzes in der historischen Innsbrucker Altstadt mit dem „Insituform-Verfahren“ ermöglichte es, knapp 1.750m Kanal DN 250-450 zu sanieren, ohne die Touristenströme aus aller Welt bei der Besichtigung der Sehenswürdigkeiten Innsbrucks spürbar zu beeinträchtigen. Das Lösungswort hierfür: grabenlose Kanalsanierung. Bereits seit 2004 vertrauen die Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) bei der Modernisierung ihres teilweise über 100 Jahre alten Kanalnetzes neben der klassischen Variante –Neuverlegung in offener Bauweise – auch auf die Sanierung mit innovativen Methoden der grabenlosen Kanalsanierung. Hierbei greifen die IKB immer häufiger auf die Linersanierung als wirtschaftliche Gesamtrenovierungsmaßnahme ganzer Kanalhaltungen zurück. Im Jahr 2008 stand nun, nach einer vorhergegangenen TV-Untersuchung und Zustandsbewertung, die Sanierung des Kanalnetzes im Altstadtbereich Innsbrucks an. Die Innsbrucker Altstadt ist mit ihren historischen Häusern aus dem 15. Jahrhundert ein wahres Schmuckstück, welches jährlich hunderttausende Touristen anzieht. Besonders beliebt ist das Wahrzeichen von Innsbruck, das „Goldene Dachl“: ein mit 2.657 feuervergoldeten Kupferschindeln gedeckter Prunkerker, der im Auftrag des Kaiser Maximilian I. an das bestehende Haus angebaut wurde. Zudem besteht die Altstadt aus einer Vielzahl kleiner Gässchen, die links und rechts von der Hauptstraße, der Herzog-Friedrich-Straße, abzweigen und teilweise nur zu Fuß zu erreichen sind. Unter Berücksichtigung dieser Aspekte (und der ausreichend groß dimensionierten Kanäle) waren sich die Verantwortlichen bei der IKB, Dipl.-Ing. Bernhard Zit und dem zuständigen Ingenieurbüro INGUTIS, Dipl.-Ing. Andreas Beuntner schnell darüber einig, dass hier der Einsatz der grabenlosen Kanalsanierung aufgrund der geringen Beeinträchtigung von Anwohnern, Gewerbe und Tourismus ideal geeignet ist. Zumal sich dadurch auch noch ein großer Teil der Kosten gegenüber der Erneuerung der Kanäle in offener Bauweise einsparen ließ. Den Zuschlag für die Maßnahme und somit den Auftrag zur Sanierung der insgesamt ca. 1.750m Abwasserkanal DN 250-450 erhielt die Fa. Insituform Rohrsanierungstechniken GmbH, Niederlassung München. Das Sanierungsprogramm stellte für die Spezialisten der Fa. Insituform, als Marktführer für grabenlose Kanalsanierung in Deutschland, keine besondere Problematik dar. Wohl aber waren bei diesem Projekt einige Randbedingungen zu beachten, die es von alltäglichen Baustellen abhoben. Spezielle Randbedingungen Dass der Sanierungsbereich innerhalb einer Fußgängerzone liegt, die ab 10:30 Uhr (von 06:00 Uhr bis 10:30 Uhr ist der Lieferverkehr zugelassen) nicht mehr von Fahrzeugen aller Art befahren werden darf, mag zunächst sehr positiv klingen. Die Realität sah aber leider anders aus: Die autofreien Flächen des spärlich vorhandenen Platzangebotes nach 10:30 Uhr waren innerhalb kürzester Zeit von den Ständen und Tischen der anliegenden Geschäfte und Gastwirtschaften blockiert. Und da dies, besonders in den Sommermonaten, eine wichtige Einnahmequelle darstellt, war ein großes Maß an Aufklärungs- und Abstimmungsarbeit notwendig, um die Einschränkungen sowohl für den Gaststätten- als auch für den Baubetrieb so gering als möglich zu halten. In Zusammenarbeit mit dem Obmann der Kaufleute und der Gaststätten sowie der Magistratsabteilung für Straßen- und Verkehrsrecht der Stadt Innsbruck wurde deshalb ein Bauablaufplan erstellt, der die Interessen aller Beteiligten berücksichtigte. Dieser sah auch mehrere Inversionen während der Nacht an den besonders sensiblen Stellen vor. Eine weitere besondere Randbedingung: die große Anzahl an einleitenden Betrieben.
ProMinent: Schlammreduzierung durch Ozon mit ProLySys
Wenig Schlamm = Geringe Kosten
Der Aufwand zur Entsorgung von Schlamm, der in Klärwerken anfällt wird, beträgt über 30 Prozent der gesamten Klärwerkskosten. Mit dem neuen, von ProMinent patentierten Verfahren Prolysys lässt sich die Desintegration von Überschussschlamm mit Ozon erheblich verbessern. Das Ergebnis ist eine deutliche Kosteneinsparung durch Reduzierung der zu entsorgenden Schlammmengen. Im Vergleich zu anderen Verfahren wird auch der Ozonverbrauch auf ein Minimum verringert.
Der Heidelberger Hersteller stellt das neue Verfahren auf der diesjährigen IFAT ENTSORGA in Halle A3 Stand 425/526 erstmals vor.
Bereits seit Jahren wird Ozon als chemisches Verfahren weltweit zur Reduzierung des Klärschlamms eingesetzt. Die Behandlung des Schlamms mit Ozon fördert die Lyse, sprich den Zerfall einer Zelle durch Schädigung oder Auflösung der äußeren Zellmembran. Diese Desintegration des Klärschlammes, bei der Schlammflocken zerstört und danach zelluläre Bestandteile freigesetzt werden, führt in der Abwasserreinigung zu einer stabilen Prozessführung. Die Erhöhung der Gasentwicklung bei der anaeroben Schlammstabilisierung kann genutzt und die biologische Abbaubarkeit verbessert werden. Beide Vorgänge tragen zur Reduzierung der Trockenmasse bei.
Bei den eingesetzten, herkömmlichen Verfahren wird das Ozon aus reinem Sauerstoff generiert. Dieses Verfahrens ist durch das Bereitstellen des reinen Sauerstoffs, durch sein Handling und den Transport der Sauerstoffflaschen sehr kostenintensiv.
Ozon aus Luft
Im Gegensatz dazu erzeugt das von ProMinent patentierte System Prolysys Ozon aus der Umgebungsluft. Hier wird der Sauerstoffanteil der Luft durch Corona-Entladung in Ozon umgewandelt. Durch das Verfahren des Heidelberger Herstellers werden das Handling mit reinem Sauerstoff, sowie die Lagerung der Sauerstoffflaschen vermieden.
Dank des speziellen hydraulischen Konzeptes mit patentierter Mehrfachdosierung (Mehrpunktdosierung) und Mikroblasen-Reaktor lässt sich die spezifische Ozondosierung reduzieren.
Es gibt weitere Vorteile, die auf Ozon-Effekte zurückzuführen sind, wie beispielsweise der Abbau störender Wasserinhaltsstoffe durch Oxidation. Gleichzeitig bleibt das Niveau der Bakterientätigkeit unverändert, so dass es für die nachfolgende biologische Oxydation verwendet werden kann.
Diese Synergieeffekte lassen sich mit herkömmlichen Verfahren nicht erzielen.
Das ProLySys System steht je nach Einsatzort - ob im Abwasserkreislauf, im Schlammkreislauf oder in beiden Kreisläufen verwendet - in vier Versionen für den direkten Einsatz im Prozess zur Verfügung.
Resumee
Das neue Verfahren von ProMinent führt durch Nutzung der Umgebungsluft und gezielter Dosierung zu einer Reduzierung anfallender Schlammmengen bei minimalem Ozonverbrauch. Im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren kann mit dem Prolysys- System die dazu notwendige Ozonmenge um rund 50% reduziert werden. Betriebskosten lassen sich dadurch einsparen - gleichzeitig wird das Lagern und Hantieren von reinem - hochexplosivem - Sauerstoff vermieden.
System ProLySys zur Behandlung von Überschussschlamm mit Ozon. Im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren kann mit dem Prolysys- System die dazu notwendige Ozonmenge um rund 50% reduziert werden.
Touch Panel des ProLySys zur einfache Bedienung und Überwachung
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
ProMinent Dosiertechnik GmbH, Michael Birmelin,
Im Schuhmachergewann 5-11, 69123 Heidelberg,
Tel. +49 6221 842-270, Fax +49 6221 842-432,
eMail: m.birmelin@prominent.de
E+H: Automatisierungslösungen für die Wasser- und Abwasserwirtschaft
In der Informationsbroschüre "Mit System zum Erfolg" erhalten Sie einen umfassenden Überblick über unsere Lösungen für die Wasser- und Abwasserwirtschaft. Gewässermonitoring, Trinkwasser-
aufbereitung, industrielle Abwasseraufbereitung und kommunale Abwasserbehandlung sind die Schwerpunkt-Themen dieser neuen Broschüre. Ergänzt werden diese Inhalte durch Informationen zur erhöhten Anlagenverfügbarkeit während des gesamten Lebenszyklus der Anlage sowie Serviceleistungen rund um die Automatisierungslösungen.
Die Broschüre finden Sie unter:
UAS Messtechnik: Ein Fall für Edelstahl
Geldmangel in Kommunen und Gemeinden kann heute immer öfter beobachtet werden. Dies könnte in Zukunft vermehrt dazu führen, dass anstatt kostspieliger Neubaumaßnahmen verfahrenstechnisch durchdachte Optimierungen an Kläranlagen vorgenommen werden. Denn mit wenigen Einbauten aus Edelstahl in bereits vorhandene Becken und dem Verlegen einiger neuer Leitungen lässt sich unter Umständen die Funktionalität ganzer Anlagenteile komplett umkrempeln. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Anfang des Jahres durchgeführte Umbau der Kläranlage Landshut. Dort wurde der vorhandene Schlammeindicker zum Terra-D-Becken umgebaut. Optional sollte es auch als Terra-N®-Becken genutzt werden können. In diesem von der SÜDCHEMIE AG entwickelten Verfahren wird mit einer Hochleistungsbiologie gearbeitet. Diese kann unter anderem das Ammonium in stark mit dieser Stickstoffverbindung belasteten Abwässern zu Nitrit oxidieren. Sie arbeitet ähnlich wie das Belebungsverfahren mit Belebungsbecken, Nachklärbecken und Schlammrückführung, nutzt dabei aber eine Biofilmtechnologie. Der Biofilm wächst auf sich frei im Becken bewegenden Teilchen aus Bentonit. Die Trägersubstanz wird durch die Belüftung in Schwebe gehalten. Anschließend soll dann im Terra-D-Becken das im bereits bestehenden Terra-N®-Becken erzeugte Nitrit mit Ammonium zu elementarem Stickstoff reagieren (siehe dazu Wasserlinse 10/2009: Turbo in der Abwassertechnik – Terra-N®- Verfahren nutzt Deammonifikation). Im Terra-D-Becken werden die Bentonitteilchen durch den Einsatz einer Mischeinrichtung am Absetzen gehindertDer Grund für den Einsatz dieses Verfahrens ist die Behandlung des anfallenden Zentratwassers im Teilstromverfahren. Das hoch mit Ammonium- Stickstoff belastete Prozesswasser wird also nicht unbehandelt in den Anlagenkreislauf zurückgeführt, sondern separat im Teilstrom behandelt und dann in die Hauptstrombiologie zurückgeführt. Dazu musste der Schlammeindicker in eine Art Belebungsbecken …mehr:
http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_1110/wl11_05.pdf
Kontakt:
UAS Messtechnik GmbH
Verfahrenstechnik, Wasser-,
Abwasserbehandlung
Südchemie: Teilstrombehandlung auf dem Klärwerk Landshut
Von der Nitrifikation zur Deammonifikation mit dem Terra-N-Verfahren
Die Teilströme aus den Nacheindickern und der Schlammentwässerung werden
auf dem Klärwerk Landshut seit dem Jahr 1998 separat behandelt, um die Stickstoffbelastung
im Hauptstrom zu reduzieren. Die Teilstrombehandlung erfolgte
bisher durch das bentonitgestützte Terra-N-Verfahren. Dabei wird die NH4-
Fracht bis zum Nitrat bzw. Nitrit oxidiert. Nach einer Reihe von Versuchen konnte
nun eine Weiterentwicklung hin zu einer vollständigen Stickstoffelimination
über den Prozess der aeroben Deammonifikation erzielt werden. Die eigens
dafür konzipierte großtechnische Anlage nimmt derzeit (April 2010) ihren Betrieb
auf.
In den Jahren 1999 bis 2001 waren erste Aufälligkeiten hinsichtlich eines Wechsels von einer vollständigen Nitrifikation zur Nitrititation und umgekehrt im provisorischen Terra-NBecken bemerkt worden. Im Oktober 2001 wurde die neue großtechnische Terra-N-Anlage mit geplanter vollständiger Nitrifikation in...mehr:
http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_1110/wl11_04.pdf
Sera: Effektive Bekämpfung unangenehmer Gerüche
Im Zuge eines Projektes zur Neutralisation von Schwefelwasserstoff im Kanalnetz einer mittelgroßen Gemeinde, hat sera im September 2008 mehr als zehn innovative Dosieranlagen in Betrieb genommen.
In Zusammenarbeit mit einem international tätigen Wassertechnikunternehmen gelang es, eine wirkungsvolle Problemlösung zu entwickeln.
Eine nordrhein-westfälische Gemeinde mit rund 50.000 Einwohnern hatte buchstäblich die Nase voll. Die Belastung durch unangenehme Gerüche aus dem Kanalnetz, insbesondere in der Nähe der lokalen Kläranlage, entwickelte sich zu einem erheblichen Störfaktor.
Das problematische Element
Zahlreiche Abwasserkanal-Netze in Deutschland sind für deutlich höhere Volumina ausgelegt, als inzwischen tat-sächlich benötigt werden.
Geringer Wasserverbrauch und längere Verweilzeiten des Abwassers im Kanalnetz sind allerdings ein idealer Nährboden für die Entstehung von gasförmigem Schwefelwasserstoff - in den Kanalnetzen ebenso wie in Pumpwerken und Druckrohrleitungen. Denn aus schwefelhaltigen Abwasserinhaltstoffen entstehen durch chemische Reaktion hohe Sulfidkonzentrationen - und damit der gasförmige Schwefelwasserstoff.
Der „Gestank" nach faulen Eiern ist bereits bei einer geringen Konzentration von unter 0,15 ppm wahrnehmbar. Zusammen mit der auftretenden Korrosion an der Bausubstanz sind diese „Nebenwirkungen" zwar unangenehm aber noch nicht lebensbedrohlich. Ab 300 ppm
besteht allerdings akute Lebensgefahr.
Im Abwasser eliminierte Sulfide behindern zudem den Prozess der Abwasserbehandlung (Störungen der Biozönose),denn das erhöhte Vorkommen von Schwefelbakterien kann spezielle Fadenbakterien begünstigen und Betriebsprobleme (Flotation) verursachen.
Die besondere Herausforderung
Abhilfe gegen die negativen Auswirkungen von H2S kann mit mehreren Metallsalzlösungen geschaffen werden. Der Betreiber vor Ort entschied sich nach einigen Testmonaten für den Einsatz einer Eisen-II-Chlorid-Lösung - mit dem Wirkstoff FE 2+ und einem pH-Wert von 1.
Weil diese Chemikalie als wassergefährdender Stoff eingestuft wird, waren für den sicheren und sorgsamen Einsatz im bewohnten Gebiet besondere Maßnahmen notwendig.
Betreiber und Kommune legten besonderen Wert auf eine hochwertige und sichere Anlagentechnik, die auch extremen äußeren Einflüssen standhält.
Nebenbei sollte sich die Anlage „unsichtbar" für die Anwohner in das Landschaftsbild einfügen. Auch dieser Herausforderung hat sich sera gestellt.
Das intelligente System
Die Dosieranlagen wurden komplett und anschlussfertig geliefert. Durch das bewährte sera-Plug & Dose-System waren sie nach kurzem Anbinden sofort einsatzbereit. Die Anlagen wurden in einen speziellen Outdoorschrank eingebracht, der sich unauffällig ins Landschaftsbild einfügt.
Die eingebaute Dosierpalette ist mit der neuesten Dosierpumpen-Generation von sera ausgerüstet und mit einer Tropfwanne sowie einer Leckagemeldung ausgestattet.
Eines der Hauptanliegen des Betreibers war die einfache Handhabung und Veränderung des Osterprogrammes. Neben der hochwertigen Motormembrandosierpumpe ist der integrierte Schaltschrank daher mit einer via Key programmierbaren Zeitschaltuhr versehen. Über die einfach zu bedienende Software und den Key, kann die neue Zeitsteuerung im Büro per Computer programmiert werden. Anschließend kann die Software über den Key vor Ort auf die Zeitschaltuhr übertragen werden.
Somit lassen sich die Anlagen optimal an veränderliches Abwasserverhalten anpassen, wodurch teure Chemikalien eingespart werden. Das Eisen-II-Chlorid wird im Pumpenschacht direkt unterhalb der Abwasservorlage durch ein Dosierventil eingegeben, so dass es direkt am Ort der H2S-Entstehung reagieren kann.
Gespeist werden die Anlagen aus im Boden vergrabenen Erdtanks mit 2m³ Volumen. Diese Menge deckt in etwa den Jahresbedarf. Die Erdtanks werden regelmäßig gewartet, sind somit vor Leckagen geschützt und sind mit befahrbaren Deckeln ausgestattet.
Über Schwefelwasserstoff:
Schwefelwasserstoff (H2S) ist ein Gas, das aus der Verbindung von einem Teil Wasserstoff und zwei Teilen Schwefel besteht. Bei der Zersetzung von Proteinen aus schwefelhaltigen Aminosäuren entstehen Fäulnis- und Schwefelbakterien, die den spezifischen strengen Geruch von Schwefelwasserstoff bewirken. Schwefelwasserstoff ist brennbar, stark giftig und kaum in Wasser löslich.
Quelle: http://www.sera-web.com/default.asp?ln=de&UID=4&PID=Q001/1001/1003
VWS-Aquantis: Sedimentationsverfahren ermöglicht Wiederverwendung von biologisch behandeltem Abwasser
Andreas Probst, Jürgen Barthel, Michael Witt
Am Standort eines der größten Werke für Recyclingkarton in Europa werden Faltschachtelkarton für die Verpackungsindustrie und Gipskarton für die Baustoffindustrie hergestellt. Die jährliche Produktionskapazität beträgt 600 000 t, wobei ca. 3,5 m³ Abwassermenge pro Tonne hergestellten Karton anfielen, die nach einer intensiven Reinigung in das Gewässer eingeleitet wurden. Als Direkteinleiter verfügt die Kartonfabrik über eine vollbiologische Abwasserreinigungsanlage. Diese besteht aus einer anaeroben Vorreinigung nach dem UASB-Verfahren mit Biogasgewinnung und einer aeroben Nachbehandlungsanlage. Die Reinigungskapazität der Abwasseranlage liegt bei etwa 50 t CSB pro Tag. Weig-Karton betreibt in Mayen zwei moderne Kartonmaschinen: auf der KM 6 wird Recyclingkarton für die Gipsplattenindustrie sowie Testliner für die Wellpappenindustrie produziert; auf der KM 3 wird Recyclingkarton für die Faltschachtelindustrie hergestellt. Der Standort in Mayen nutzt den Fluss Nette, ein Gewässer zweiter Ordnung mit geringer Wasserführung, zur Wasserentnahme sowie zur Einleitung des biologisch vollgereinigten Abwassers. Da eine Erhöhung der Frischwasserentnahme aus der Nette aus behördlichen Gründen nicht möglich war, musste nach einem Weg gesucht werden, bei dem biologisch gereinigtes Abwasser so aufbereitet wird, dass es in den Wasserkreislauf der Stoffaufbereitungen der beiden Kartonmaschinen zurückgeführt werden kann. Zwei Kriterien bildeten die Voraussetzung für den Einsatz des gereinigten Abwassers…mehr:
http://www.vws-aquantis.com/lib/aquantis/Publikationen/14400,2009-11,WLB-Wasser-Luft-Boden,Acti.pdf
Online-Messung von Schwefelwasserstoff im Abwasser
Sulfide stellen eine hoch problematische Stoffgruppe
in Abwassersystemen dar. Die Messung des Sulfidgehalts
in Echtzeit war bis vor kurzem nur unzureichend
oder aber gar nicht möglich. Im folgenden
wird eine Online-Spektrometersonde vorgestellt, mit
der Sulfidionen in der flüssigen Phase und daraus
resultierende Schwefelwasserstoffgehalte zuverlässig
bestimmt werden können. Korrosion von Kanälen, Geruchsbelastung
und Toxizität: Sulfide sind eine der Hauptursachen, die vielen
Betreibern von Kanalisationssystemen Kopfzerbrechen bereiten. Online-
und in-situ-Messungen sind ein wichtiges Werkzeug, um negative
Auswirkungen dieser Stoffgruppe unter Kontrolle zu haben. Dieser Beitrag
beschreibt ein spektrometrisches Verfahren ...mehr:
http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_1110/wl11_10.pdf
VWS-Aquantis: Biogasgewinnung aus Brauereiabwasser
Anaerobe Vorbehandlung von Abwässern mit hohen CSB-Frachten
Brauereiabwasser eignet sich auf Grund seiner Zusammensetzung sehr gut für biologische Abwasserbehandlungsverfahren.
Durch den Einsatz von anaerober Hochlasttechnologie, wie z. B. dem Biobed® Reaktor, werden
70 % bis 85 % der gesamten CSB-Fracht effi zient aus dem Abwasser entfernt und in energiereiches Biogas
umgewandelt. Das erzeugte Biogas kann im Kessel der Brauerei zur Gewinnung thermischer Energie oder in
einem separaten BHKW zur kombinierten Gewinnung von elektrischer und thermischer Energie genutzt werden.
Die in diesem Artikel beschriebenen Anwendungsbeispiele für Biobed® Technologie aus Portugal, Lettland
und den USA erreichen einen durchschnittlichen Abbau des gesamten CSB um 75 % bis 80 %.
Einleitung
Die anaerobe Behandlung von
Brauereiabwasser ist ein bewährtes
und energieeffi zientes Verfahren.
Ein niedriger Energieverbrauch,
kleine Reaktor Aufstellfl ächen,
geringer Chemikalienverbauch und
der Wegfall von Schlammbehandlungskosten
sind Vorteile dieser
Technik gegenüber aeroben Alternativen.
Des Weiteren wird durch
die anaerobe Abwasserbehandlung
Biogas erzeugt, welches in der Brauerei
als erneuerbare Energiequelle
genutzt werden kann, um einen Teil
der fossilen Energieträger zu ersetzen.
In diesem Artikel werden drei
Fallbeispiele von Brauereien aus
verschiedenen Erdteilen beschrieben,
die sich für anaerobe Hochleistungstechnologie
als Abwasserbehandlungsverfahren
entschieden
haben.
Biologische Behandlung von
Brauereiabwasser
In Brauereien fallen ca. 2–6 hl
Abwasser pro hl produziertem Bier
an. Der Chemische Sauerstoff bedarf
(CSB) des Abwassers schwankt zwischen
2000 und 6000 mg/L mit
einem BSB (Biochemischer Sauerstoff
bedarf)/CSB Verhältnis von
0,5–0,7. Der CSB besteht überwiegend
aus leicht abbaubaren organischen
Verbindungen wie Zucker,
Ethanol und löslicher Stärke. Auf
Grund der guten biologischen Ab -
baubarkeit sind biologische Verfahren…mehr
http://www.vws-aquantis.com/lib/aquantis/Publikationen/15432,2010-02,gwf-wasser_Abwasser,Artike.pdf
Zuverlässige Überwachung der Hauptparameter in einer Kläranlage
Die Messwerte pH und Leitfähigkeit sind in einer Kläranlage wichtige Parameter für die nachfolgende biologische Abwasserbehandlung und müssen deshalb kontinuierlich erfasst und überwacht werden. Um sichere Messwerte zu erhalten, ist die richtige Wahl des Sensors und der Messmethode wichtig.
Abwasserbehandlung
Die Abwasserbehandlung geschieht in Kläranlagen. Dort werden neben mechanischen auch biologische und chemische Verfahren eingesetzt. In der Rechenanlage wird ein großer Teil der groben Stoffe abgefangen. Die aufgefangenen Stoffe nennt man Rechengut oder Siebgut. Im Sandfang sollen schwere Stoffe wie mitgeführte Sandpartikel absinken. Das Wasser fließt hier nur sehr langsam, damit diese Partikel zu Boden sinken können. Die letzte Station der mechanischen Reinigungsstufe sind die Vorklärbecken. Alle im Abwasser noch vorhandenen leichteren Stoffe, die im Sandfang nicht entfernt wurden, sinken hier auf den Boden des Beckens und bilden den sogenannten „Rohschlamm". Während das vorgereinigte Wasser weiter zum Belebungsbecken geleitet wird, wird der Rohschlamm in die Faultürme befördert. Die biologische Reinigung von Abwasser findet in sogenannten Belebungsbecken statt. Bevor das Abwasser in diese Becken gelangt, wird es mit Belebtschlamm versetzt. Dieser beinhaltet eine Unzahl von Mikroorganismen, z. B. Bakterien, die in der Lage sind, die im Abwasser gelösten und fein zerteilten organischen Schmutzstoffe (Kohlenstoff-, Stickstoff- und Phosphorverbindungen) abzubauen. In Nachklärbecken setzt sich der Belebtschlamm ab und wird im unteren Bereich gesammelt. Der gesammelte Schlamm wird abgezogen und gelangt zum Teil als Rücklaufschlamm zurück in das Belebungsbecken, der Rest wird als Überschussschlamm in die Faultürme befördert. Faulung ist die letzte Station der biologischen Reinigungsstufe. Im Faulturm wird der Schlamm stabilisiert. Unter Stabilisierung versteht man den weitestgehend anaeroben Abbau von organischen Verbindungen mithilfe spezieller Bakterien. Diese Bakterien wandeln die organischen Bestandteile des Faulschlamms in Biogas um. Die Messergebnisse der Hauptparameter werden vor Ort angezeigt und ins Prozessleitsystem übertragen. Für die Messung der relevanten Parameter werden Messumformer eingesetzt. Hier eignen sich besonders der JUMO AQUIS 500 pH und der induktive Leitfähigkeitsmessumformer CTI-500 mit entsprechenden Messeinrichtungen.
pH-Messung in den Kläranlagen
Der pH-Wert ist einer der wichtigsten Parameter für die Überwachung einer Kläranlage. Er wird elektrochemisch mit einer Glaselektrodenmesskette gemessen. Diese pH-Einstabmesskette besteht aus einer pH-sensitiven Glaselektrode und einer Referenzelektrode. Im Kläranlagenzulauf können Öle und Fette vorkommen. Hohe Salzfrachten nach Einsatz des Winterdienstes oder Schmutz und Biowachstum setzen insbesondere der Referenzelektrode einer pH-Einstabmesskette zu. Deshalb haben sich Elektroden mit offenem Ringspalt- oder PTFE-Ring-Diaphragma als Standard der Technik durchgesetzt. Die pH-Messung in der Kläranlage erfolgt mit JUMO tecLine pH-Elektroden mit Ringspalt- oder PTFE-Ring-Diaphragma in Kombination mit dem Messumformer/Regler JUMO AQUIS 500 pH.
Der JUMO AQUIS 500 pH stellt der Leitwarte des Klärwerks den aktuellen pH-Wert. Zusätzlich zur Messfunktion für diesen Wert besitzt das Gerät einen zweiten Messeingang für die Temperatur, welche dann zur Temperaturkompensation der Hauptparameter herangezogen wird. Sie kann mittels Pt100/Pt1000 erfasst und, wenn gewünscht, auch überwacht werden. Der Messumformer/Regler JUMO AQUIS 500 pH kann mit bis zu zwei galvanisch getrennten analogen Istwert-Ausgängen 0(4) ... 20 mA bzw. 0(2) ... 10 V bestückt werden. Diese Ausgänge sind auch als Reglerausgänge konfigurierbar.
Zwei weitere Ausgänge sind mit Umschaltrelais aufrüstbar. Diese Relais erlauben die einfache Grenzwertüberwachung der Kläranlage genauso wie die anspruchsvolle PID-Regelung. Die Ansteuerung von in der Analysenmesstechnik üblichen Steilgliedern (z. B. Ventilen, Magnet-Dosierpumpen) ist problemlos möglich. Dank der Klartextbedienung in Verbindung mit Grafikdisplays ist der Einsatz des Geräts nahezu ohne Betriebsanleitung möglich. Eine Klartextanzeige informiert das technische Personal bei Bedarf über den Zustand der angeschlossenen Elektroden. Der Messverstärker wird in Kläranlagen meist in der Nähe der Messstelle installiert. Deshalb ist ein Vor-Ort-Gehäuse mit entsprechender Schutzart (mindestens IP 67) sinnvoll.
Leitfähigkeitsmessung in den Kläranlagen
Neben dem pH-Wert ist die elektrolytische Leitfähigkeit die häufigste Messgröße in einer Kläranlage. Die Leitfähigkeitsmessung im Kläranlagenzulauf soll eine rechtzeitige Warnung ermöglichen, wenn größere Salzfrachten oder Säuren/Laugen versehentlich den Weg zur Kläranlage gefunden haben. Sie können das empfindliche Biosystem der Anlage behindern und eine Behandlung des Abwassers wäre nicht mehr möglich. Wie bei der pH-Messung können bei der herkömmlichen konduktiven elektrolytischen Leitfähigkeitsmessung durch Schmutzfrachten Messfehler oder Sensorausfälle auftreten. Hier spielt es keine Rolle, ob es sich um das konduktive Zwei- oder Vier-Elektroden-Messverfahren handelt. Idealerweise setzt man daher heute das induktive Messverfahren ein. Es erlaubt eine weitgehend wartungsfreie Erfassung der spezifischen Leitfähigkeit auch bei schwierigsten Mediumsverhältnissen. Im Gegensatz zum konduktiven Messverfahren treten Probleme wie Elektrodenzersetzung und Polarisation praktisch nicht auf. Der induktive Leitfähigkeitsmessumformer JUMO CTI-500 mit einem integrierten Temperatursensor ist besonders geeignet für den Einsatz in Kläranlagen.
Der JUMO CTI-500 ist ein induktiver Leitwert- und Temperaturmessumformer. Zwei integrierte Schaltausgänge können frei zur Grenzwertüberwachung von Leitfähigkeit/Konzentration und/oder Temperatur programmiert werden. Außerdem können Alarm- und Steuerungsaufgaben zugeordnet werden. Für den Einsatz in offenen Behältern oder Gerinnen stehen Eintauchversionen bis maximal 2000 mm Länge mm zur Verfügung. Das Gerät arbeitet praktisch wartungsfrei, es enthält keine Verschleißteile. Der Messumformer CTI-500 ist für den Einsatz vor Ort konzipiert. Ein robustes Gehäuse schützt die Elektronik und die elektrischen Anschlüsse vor aggressiven Umgebungseinflüssen (IP 67). Seine Bedienung erfolgt entweder über Folientastatur und Klartext-Grafikdisplay (Bediensprache umschaltbar) oder über ein komfortables PC-Setup-Programm.
Fazit
Der pH-Wert und die Leitfähigkeit sind in einer Kläranlage wichtige Parameter für die nachfolgende biologische Reinigung, sie müssen deshalb kontinuierlich erfasst und überwacht werden. Die Messergebnisse werden vor Ort angezeigt und ins Prozessleitsystem übertragen. Für den Einsatz in Kläranlagen bietet JUMO eine Vielzahl an Lösungen für die unterschiedlichsten Parameter.
JUMO GmbH & Co. KGMoritz-Juchheim-Straße 1
36039 Fulda
Tel.: +49 661 6003-0
Fax: +49 661 6003-500
E-Mail: mail@jumo.net
Internet: www.jumo.net
"Desi" bringt faulen Schlamm auf Touren
Auf dem Klärwerk der Marktgemeinde Bruckmühl wurde im Dezember 2009
eine elektrokinetische Desintegration (kurz "Desi" genannt) in Betrieb genommen.
Damit wird Überschussschlamm vorbehandelt, um den Wirkungsgrad der
anaeroben Stabilisation im Faulturm zu erhöhen. Die nun vorliegenden ersten
Betriebsergebnisse haben die Erwartungen mehr als erfüllt.
Das Klärwerk Bruckmühl ist eine mechanisch- biologische Kläranlage mit anaerober Schlammstabilisierung, Schlammentwässerung und anschließender Schlammtrocknung. Bisher wurde der anfallende Überschussschlamm aus der biologischen Stufe über ein Siebband mechanisch entwässert und zusammen mit dem Primärschlamm aus der Vorklärung über einen Voreindicker in die Faulbehälter gepumpt. Seit der Inbetriebnahme der elektrokinetischen Desintegration sind die beiden Schlammvolumenströme getrennt, der Primärschlamm aus der Vorklärung wird direkt in die Faulbehälter gepumpt, während der mechanisch eingedickte Überschussschlamm zur weiteren Behandlung in den Voreindicker gelangt. Aus dem Voreindicker wird der eingedickte Überschussschlamm mit einer Exzenterschneckenpumpe auf die Desintegrationseinheit gepumpt. Diese besteht aus drei hintereinandergeschalteten Aggregaten, von denen aus der Schlamm wieder zurück in den Voreindicker geführt wird. Dadurch ist eine mehrmalige Desintegrations- Behandlung des Schlamms gewährleistet, die den Aufschlussgrad nochmals erhöht. Ist das Füllstandsmaximum im Voreindicker erreicht, wird der elektrokinetisch desintegrierte Schlamm in den Faulbehälter gepumpt. Schon alleine der optische Eindruck des behandelten Schlamms hat sich deutlich verändert, aus der flockigen Struktur ist eine homogene Masse entstanden, ein Beweis dafür, dass Flockenverbände aufgebrochen werden. Ebenfalls hat sich der Geruch des Schlamms deutlich verändert, vom üblichen "Belebtschlammgeruch" zu einer "stinkenden Brühe", ebenfalls ein Zeichen dafür, dass Zellinhaltsstoffe aus der Zelle ausgetreten sind.
Quelle: http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_1110/wl11_09.pdf
Autor:
Andreas Zacherl
SÜD-CHEMIE AG
D-85368 Moosburg
Schachtsiebanlage RoK 4 heute weltweit bereits über 400 Mal im Einsatz
Pumpwerke bzw. Hebeanlagen können oftmals die Wirtschaftlichkeit eines Entwässerungssystems entscheidend verbessern, da diese verstreut liegende Zuflüsse sammeln und in eine zentrale Kläranlage fördern. Alternativ werden diese Anlagen dort eingesetzt, wo Abwasser auf ein höheres Niveau angehoben wird, damit es anschließend im Freispiegelabfluss weitergeleitet werden kann.
Jedoch führen die im Abwasser enthaltenen Feststoffe oftmals zu unerwünschten Nebenerscheinungen, wie z. B. Verstopfung der eingesetzten Förderaggregate und zur Verzopfung der zusätzlich vorhandenen Einbauten im Pumpenschacht. Aus diesem Grunde wurde von HUBER bereits vor vielen Jahren die bewährte und patentierte Schachtsiebanlage RoK 4 entwickelt, welche sich heute bereits über 400-fach im weltweiten Einsatz befindet. Diese Siebanlage schützt die vorhandenen Förderaggregate und garantiert somit einen störungsfreien Betrieb der entsprechenden Pumpwerke.
Für einen völlig neuartigen Einsatzfall dieser Schachtsiebanlage sorgte eine Anfrage des Ingenieurbüros Raunecker aus Burghausen, dem die Planung für einen Austausch des vorhandenen Kletterrechens auf der Kläranlage Reischach oblag. Dieser, über 20 Jahre alte Rechen, sollte nun kurzfristig gegen einen möglicherweise neuen Kletterrechen ausgetauscht werden. Als Randbedingungen waren eine Gerinnebreite von 500 mm, ein Spaltabstand von 6 mm sowie eine Zulaufmengenbegrenzung von 16 l/sec gegeben. Im Rahmen der Vorplanung wurden dem Ingenieurbüro Raunecker seitens HUBER verschiedene Vorschläge für den Einsatz von bewährten Zulaufrechen mit entsprechender Peripherie unterbreitet, welche für diesen Einsatzfall zweckdienlich erschienen. Die nachfolgende Funktionalausschreibung, in welcher der wesentliche Leistungsumfang beschrieben wurde, konnte nebst der konventionellen Lösung durch einen Alternativvorschlag erfüllt werden. Als Alternativlösung ...mehr:
http://www.huber.de/de/huber-report/ablage-berichte/rechen-und-siebe/schachtsiebanlage-rok-4-heute-weltweit-bereits-ueber-400-mal-im-einsatz.html?popup=1
Huber: Kompaktanlage Ro 5HD: Aus der Praxis, für die Praxis
ROTAMAT® Kompaktanlage mit Hydro-Duct Ro 5HD
Die vor 3 Jahren in den Markt eingeführte und mittlerweile patentierte ROTAMAT® Kompaktanlage Ro5 HD mit dem „Hydro-Duct"-System hält, was sie verspricht. Vorteile, welche dem Kundennutzen und somit direkt dem Betreiber dienen, wurden intelligent in diese Anlage gepackt.
Kompaktanlagen sind standardisierte Systeme zur mechanischen Abwasser-behandlung und vereinen Rechenanlage, Rechengutbehandlung, Sandfang, Sandklassierung und Fettfang in einer Anlage. Grundsätzlich werden diese konfektionierten Systeme in Werkstoff Edelstahl gefertigt und kommen vor allem in kleinen und mittleren Kläranlagen zunehmend zum Einsatz.
Die Vorteile liegen auf der Hand:
• geringe Investitionskosten
• kleiner Footprint, d.h. geringe Aufstellungsfläche
• kein Einfluss der Witterung (Frost)
• keine Geruchsemissionen in die Atmosphäre
• geringe Kosten für Infrastrukturmaßnahmen
• keine zusätzliche Sandklassierung
• geringe Wartungs- und Instandhaltungskosten
Der Abwasserzulauf erfolgt generell immer 90° versetzt zum Sandfangsystem, um eine günstige Anströmung des Sandfanges zu ermöglichen. Als Rechen werden dabei generell die bewährten ROTAMAT®-Systeme eingesetzt. Die Behandlung des abgeschiedenen Rechengutes wird mit der 1000-fach erprobten integrierten Rechengutauswaschung (IRGA) durchgeführt. Nachfolgend wird das Rechengut im ROTAMAT®-System gepresst. Standardmäßig ist vor dem Rechen ein Notüberlauf integriert. Außerdem kann zu Wartungszwecken das gesamte Abwasser über eine Notumgehung komplett an der Anlage vorbeigeführt werden.
Installierte Ro 5HD: „Einfach eine saubere Sache"
Das nachfolgende „Hydro-Duct"-System ist eine Kombination aus einem belüfteten und einem unbelüfteten Sandfang und nützt alle Vorteile beider Sandfangtypen aus. Aufgrund des innovativen „Hydro-Duct"-Systems kann deshalb zur Erzielung einer effektiven Abscheideleistung ...mehr:
http://www.huber.de/de/huber-report/nach-produkten/rechen-fein-und-feinstsiebe.html
Passavant: Optimierungs-Ressourcen erschließen
Steuerung der Klärschlammentwässerung mit Filterpressen
Die Entwässerung von Klärschlamm zählt zu den kostenintensiven Verfahrensstufen
der Abwasserbehandlung und der erreichte Entwässerungsgrad
beeinflusst außerdem die Entsorgungskosten maßgeblich. Daraus resultiert
die Notwendigkeit einer verfahrenstechnisch optimalen Prozessführung
des jeweiligen Trennverfahrens. Dies gilt besonders für Kammerfilterpressen,
um deren Vorteile bezüglich Trennschärfe und Polymerverbrauch
auch wirtschaftlich auszunutzen.
Kammerfilterpressen sind diskontinuierliche
Druckfilter. Die Erzeugung der notwendigen
Druckdifferenz erfolgt über externe
Pumpen. Durch die anwachsende Kuchenschicht
muss dabei ein zunehmender hydraulischer
Widerstand überwunden werden.
Daraus resultiert ein Druckanstieg, der nur
bei relativ gut filtrierbaren Produkten dem
spontanen Selbstlauf, d. h. der ungeregelten
Pumpenkennlinie, überlassen werden kann.
Bei vielen Anwendungen ist es dagegen
erforderlich, den Druckanstieg im Prozessverlauf
nach einer Anfangsphase zu begrenzen,
vor allem bei Schlämmen, die
hoch kompressible Filterkuchen bilden, eine
Flockenstruktur mit begrenzter Festigkeit
aufweisen sowie eine breite, heterogene
Primär-Korngrößenverteilung zeigen. Typische Beispiele für derartige Stoffsysteme
sind polymerkonditionierte Klärschlämme.
Bei zu schnellem Druckanstieg lösen
sich Primärteilchen aus den Flocken und es
vollziehen sich innere Teilchenumlagerungen
in der abgelagerten Flockenschicht.
Das Ergebnis ist eine interne Porenverstopfung
und damit klebende und schlecht entwässerte
Filterkuchen.
Bei der Entwässerung polymerkonditionierter
Klärschlämme mit Kammerfilterpressen
ist somit eine Kompromisslösung zu
finden. Eine zu schnelle Beschickung der Filterpresse
führt zu unbefriedigenden Trennergebnissen
als Folge eines progressiven
Druckanstiegs. Eine zu langsame Befüllung
hingegen verlängert die Filtrationszeit und
begrenzt somit die Durchsatzkapazität. Unter
Beachtung dieser gegenläufigen Einflussfaktoren
steuern und überwachen moderne
Beschickungsrechner den Füllvorgang
von Filterpressen.
Anforderungen
Bei der Entwicklung des Passavant-Beschickungssystems
„Fill-Control" sind langjährige
Erfahrungen als Pressenhersteller, Kundenhinweise
und wissenschaftliche Grundlagen
berücksichtigt worden. Die Beschickungssteuerung
erfolgt als Kombination
mehrerer Füllvarianten:
Bereich I Beschickung bei konstantem
Durchsatz
Im anfänglichen Niederdruckbereich ist die...mehr:
http://www.passavant-geiger.de/data/pool/d544916207.pdf?PHPSESSID=1b183514f03e29f57eda6c7216a8191d
Genauigkeit von Durchflussmessungen in der Praxis
Ein Erfahrungsbericht
Durchflüsse zu messen ist ein in der betrieblichen
Praxis schon immer vorhandener, aber in Zeiten der
Prozessoptimierung und Energieeffizienz aus Abrechnungs-
oder Kostengründen ein immer häufiger
geforderter Punkt. Im ersten Moment scheinbar kein
Problem, finden sich doch dazu bei der Suche im Internet
schnell über 100.000 Einträge. Auch in puncto
Genauigkeit scheinen keine Wünsche offen zu bleiben.
Von verschiedenen Herstellern werden ganz allgemein
Genauigkeiten offeriert, die schnell im 0,..%
Bereich liegen. "Eine feine Sache, da kann ja nichts
mehr schief gehen" - denkt der Kunde .... und irrt
leider viel zu oft!
mehr unter:
http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_1110/wl11_06.pdf
ARA Mühlbachl: Neuer Weg der Abwasserreinigung
Die Zeichen der Zeit erkennen und auf neue Technik setzen
Die auf der ARA Mühlbachl vorhandene mechanische Vorreinigung konnte die Anforderungen, aus heutiger Sicht und verfahrenstechnischer Notwendigkeit nicht mehr erfüllen. Aus diesem Grunde wurde im Jahr 2000 das Ingenieurbüro Sprenger Altrans durch den AWV unteres Wipptal - ARA Mühlbachl beauftragt, die Abwasserbehandlung mit einer zeitgemäßen Anlage zu planen, die sich auf dem neuesten Stand der Technik befindet.
Nach Umsetzung der Planungsarbeiten sowie Erstellung der Ausschreibungen wurden nachstehende Aggregate der Fa. HUBER AG in die Konzeptionierung aufgenommen:
• Siebanlage 1000/3. Mechanische Abwassersiebung mit 3mm Spaltweite unter Berücksichtigung der besonderen Zulaufsituation, d. h. Mischwasserzulauf mit sehr hohen Fett-, Sand-, Splittanteilen.
• Auswaschung und Entwässerung des anfallenden Rechengutes
• Sandwaschanlage
• Schlammeindickungungsanlage
Im Jahr 2001 erhielt unser Unternehmen auf Grundlage der Ausschreibung den Auftrag für die Lieferung und Montage der Maschinen- und elektrotechnischen Ausrüstung. Für die vorgenannte Aufgabenstellung haben wir folgende Anlagenkomponenten eingesetzt:
1. HUBER ROTAMAT® Siebanlage Ro 2
Zur mechanischen Vorreinigung wurde eine leistungsstarke ROTAMAT® Siebanlage Baugrösse 1000 mit 3 mm Spaltweite eingesetzt. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass hier im Vorfeld schon eine Siebanlage Ro 2 1000/2 mm Spaltweite seit dem Jahr 1994 im Einsatz war. Diese Anlage, welche schon über 22.000 Betriebsstunden problemlos betrieben wurde, wird nun als Stand-by Gerät eingesetzt. Die eingesetzte Siebanlage bietet durch die Verwendung eines Spaltsiebes und die konstruktive Einbaulage des Siebkorbes höchste Sicherheit in puncto Abscheideleistung. Ferner bietet dieses System neben dem besonderen niedrigen hydraulischen Widerstand auch noch den Vorteil einer berührungslosen, so?mit einer nahezu verschleißfreien Siebräumung. Diese Konstruktionsmerkmale machen die ROTAMAT®-Siebanlage auch bei Einsatzbedingungen mit Sand-, Splitt-, und hohen Rechengutbelastungen zu einem sicheren Siebsystem, das dauerhaft zuverlässig und störungsfrei arbeitet.
Weiter ist die Siebanlage selbstverständlich mit einer integrierten Rechengutwäsche (IRGA) und einer automatisch integrierten Rechengutpresse ausgestattet. Die integrierte Rechengutwäsche besteht aus Feinspülung im Steigrohr sowie einer Grobspülung im Siebkorbbereich. Die Rechengutpresse befindet sich vor dem Auswurfbereich und ist ausgestattet mit einer automatischen Presszonenspülung.
Ergebnisse:
- Zulaufmenge 150 l/s
- Entwässerung des Rechengutes ca. 40 % TR
- Organischer Auswaschgrad=>95 %.
2. HUBER- COANDA- Sandwaschanlage RoSF 4
Die leistungsstarke Anlage, welche nach dem Coandaprinzip sowie Aufstromverfahren arbeitet und so im Rundsandfang abgesetzte Kanalsande problemlos verarbeitet. Die Anlage überzeugt durch die kompakte Bauweise sowie durch die Kombination Sandklassierer und Sandwäsche in einer Maschine.
Die Funktionstüchtigkeit sowie Erbringung der garantierten Werte untermauern die weit über 600 in Betrieb befindlichen Anlagen.
Leistungsdaten:
- Durchsatzleistung 8 l/s für max. 1 t/h Rohmaterial
- Glühverlust des gewaschenen Sandes <2 %
- Abscheideleistung vom Sand Korngrösse 0,2 mm > 95 %
- Trockensubstanz des ausgetragenen Sandes > 90 % TR.
Mit diesen Ergebnissen werden die Anforderungen für eine Deponierung bzw. die Vorraussetzung für Wiederverwertung und damit zur Nutzung als Rohstoff geschaffen. Darüber hinaus werden die Entsorgungskosten erheblich reduziert.
3. ROTAMAT® Scheiben-Eindicker RoS 2S
Die innovative Neuentwicklung zur Schlammeindickung.
Die Einfachheit und Effizienz des Systems begeistert die Betreiber. Besonders ist hier zu beachten, dass ohne besonderen Wartungsaufwand ein problemloser 24 Stundeneinsatz möglich ist. Aus nachfolgend dargestellten Betriebsergebnissen ist ersichtlich, dass der anfallende Überschussschlamm mit minimalsten Verbrauchsmitteln betrieben werden kann. Beim System Scheiben-Eindicker handelt es sich um eine schräg installierte, sich langsam drehende Filterscheibenkonstruktion. Die Filterscheibe ist in einem geschlossenen Edelstahlbehälter eingebaut. Die Filterscheibe unterteilt den Behälter in einen Arbeitsbereich Feststoffaufkonzentrierung des Schlamm / Flockengemisch und in einen Filtratsammelbereich. Der vorgeflockte Schlamm fliesst aus dem Flockungsreaktor auf die Oberfläche der Filtratscheibe. Das freigesetzte Filtratwasser dringt durch das Maschengewebe von 0,25 mm und fliesst frei ab.
Die verbleibenden Schlammflocken konzentrieren sich durch die Drehbewegung sowie eingebauten Schikanen zu der verbleibenden Feststofffracht, welche im oberen Bereich des Scheiben-Eindickers per Abstreifsystem in den Dickschlammvorlagebehälter transportiert wird. Der Hauptvorteil des Systems Scheiben-Eindicker besteht im Wesentlichen ...mehr:
http://www.huber.de/de/huber-report/nach-loesungen/klaeranlagen.html
HUBER Abwasserwärmetauscher als Beckenversion RoWinB
Der HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin ist in seiner Art einzigartig. Er vereint auf geniale Weise einen hervorragenden Wärmeübergang mit einer automatischen Abreinigung der Wärmeaustauscherfläche und sorgt durch eine Räumschnecke selbst-ständig für den Austrag von Sedimen-ten. Er ist daher für alle denkbaren Abwässer einsetzbar. Hierbei sei kommunales Abwasser als die häufigste Art erwähnt. Die Entnahme dieses „Rohstoffes" findet direkt am Kanal bzw. nach der mechanischen Reinigung auf der Kläranlage statt.
Die Wärmeenergie des Abwassers geht auf einer Kläranlage aber keineswegs verloren. Zwar steht das Abwasser in diversen Becken mit kalter Umgebungsluft in Kontakt, erfährt aber durch verschiedene Prozesse ebenso eine Erwärmung. Allgemein betrachtet kann also davon ausgegangen werden, dass das gereinigte Wasser mit einer verhältnismäßig hohen Temperatur dem Vorfluter zugeleitet wird.
Aufgrund der biologischen Stufe ist im Zulauf eines Klärwerks noch eine gewisse Mindesttemperatur einzuhalten. Im Auslauf hingegen ist eine geringe Temperatur sogar erwünscht, da der Eintrag von Wärme in das Vorflutersystem einen nicht unerheblichen Beitrag zur Eutrophierung leistet. Daher sind im Auslauf einer Kläranlage einem hohen Energieentzug keine Grenzen gesetzt. Was liegt daher mehr auf der Hand als die Energie des Abwassers im Ablauf einer Abwasserbehandlungsanlage zu entziehen.
Selbstverständlich ist der HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin auch dieser Aufgabe gewachsen. Aber eine Sedimentaustragschnecke scheint hier nicht nur dem geschulten Blick eines Fachmannes fehl am Platze. Auf diese kann deshalb bei einer Nutzung des Kläranlagenauslaufes verzichtet werden.
Selbst wenn der Auslauf der Kläranlage alle erforderlichen Parameter betreffend seiner Inhaltsstoffe einhält, is...
Belüftungsregelung mit SC 1000: Energie -20 % und Nges <5 mg/l
„Wenn wir abends nach Hause gehen, wollen wir auch das Gefühl haben,
erfolgreich für die Umwelt gearbeitet zu haben", sagt Harald Heins,
Betriebsleiter der Kläranlage in Harsefeld (Niedersachsen, Deutschland). Bei
Nges <5 mg/l und einem CSB von 30 mg/l im Ablauf darf er auch mit einem
guten Gefühl nach Hause gehen. Seit Frühjahr 2007 reduziert seine Belüftungsregelung
auf SC 1000-Basis zudem die Betriebsstunden der
Belüftungswalzen um bis zu 20 %. „Obwohl wir in den nächsten Jahren ein
Prozess-Leitsystem installieren werden, bleibt es bei dieser kleinen, funktionierenden
Einheit. Warum sollten wir daran etwas ändern?"
Vom Anfang bis zum SC 1000
Drei Bauabschnitte in den Jahren
1975, 1988 und 2000 erlebte die Kläranlage
in Harsefeld. Zunächst für 9.000
Einwohner-Gleich-Werte (EW) ausgelegt,
durchlief das Abwasser rasch die
Rechenanlage, einen Rund-Sandfang
und ein Belebungsbecken mit anschließender
Nachklärung. 1988 mussten
16.000 EW gereinigt werden und es
wurden ein Lang-Sandfang, eine vorgeschaltete
Denitrifikation und ein zweites
Nachklärbecken nötig. Erst im Jahre
2000 erreichte diese Anlage ihre heutige
Größe mit Vorklärung, einem dritten
Nachklärbecken und vollständiger
Schlammbehandlung bis hin zum Block-
Heiz-Kraft-Werk. Mit einer Auslastung
von 23.000 EW – knapp unterhalb der
Maximalbelastung – stieß die Leistungsfähigkeit
der Belüftungsregelung 2007
an ihre Grenzen.
Zwar waren die Ablaufwerte von Ammonium
(1–2 mg/l NH4-N) und Nitrat
(5–7 mg/l NO3-N) ausreichend niedrig,
aber...
Ensola Systems: Niedrig Energie Desintegration mittels Hochspannung
Die Hochspannungs - Desintegration ist ein Verfahren, bei dem mittels Hochspannungsimpulsen von bis zu 30‘000 V die Zellwände im Klärschlamm zerstört werden. Durch elektro - hydraulische Vorgänge (Druck- / Schockwellen) die sich durch den elektrischen Durchschlag in schlecht leitenden Medien - wie einer Schlammsuspension - bilden, wird die Zellmembran perforiert und die Zellflüssigkeit tritt aus. Der Aufschlussgrad richtet sich nach der Kontaktzeit zwischen den Elektroden
Das Verfahren wird mittels Elektrode zur Schlammdesintegration eingesetzt und verspricht einen höheren Abbau von organischer Substanz. Einige Anlagen werden erfolgreich in Deutschland betrieben.
Die Hochspannungsdesintegration verändert die Schlammstruktur und verbessert die Entwässerbarkeit des Faulschlamms.
Die Methode gilt als besonders Kostengünstig. Die Investition ist deutlich günstiger als alternative Verfahren mittels Ultraschall, Kavitation oder Temperatur. Zudem sind die Betriebskosten bei einem Bruchteil aufgrund des schonenden Ressourceneinsatz von einigen hundert Watt.
Installation und Einsatzort werden durch Ensola Techniker optimal geplant.
Leistung
Durch die Desintegration erhöht sich der Abbau der organischen Substanz. Dadurch werden folgende vorteile erzielt:
• Erhöhung der Biogasausbeute
• Verringerung der zu entsorgenden Schlammenge
• Einsparung and Flockungsmitteln
• Reduzierung von Schaum sowie Schwimm- und Blähschlamm, durch den Zerschlag fadenförmiger Mikroorganismen
• Verringerung der Viskosität des Schlamms - Verbessertes Handling
Quelle: http://www.ensola.com/cms/index.php/de/systems/96
Eko-plant: Neue Klärschlammvererdungsanlage in Lumda steht kurz vor der Inbetriebnahme
Bepflanzung als letzten Schritt durchgeführt
Bereits im Jahr 2007 wurde die Entscheidung gefällt, die Klärschlammbehandlung der Kläranlage Lumda des Abwasserverbandes Ohm-Seenbach zu modernisieren. Sie ist für die Grünberger Stadtteile Lumda - Stangenrod und Beltershain sowie für den Mücker Ortsteil Atzenhain zuständig.
Der Grund für diese langfristige Investition waren die steigenden Anforderungen bei der Klärschlammbehandlung und -verwertung, insbesondere im Hinblick auf Kostenstabilität und Verwertungssicherheit vor dem Hintergrund der Diskussion über die Zukunft der landwirtschaftlichen Ausbringung von Klärschlamm. Mit dem sowohl umweltfreundlichen als auch wirtschaftlichen Verfahren der Klärschlammvererdung wurde letztendlich die passende Lösung für die Zukunft gefunden.
Am 19. Juni 2009 erfolgte nun als eine der letzten notwendigen Maßnahmen vor Inbetriebnahme der neuen Anlage der Beginn der Bepflanzung der drei 0,75 ha großen Beete. Der Vorsteher des Abwasserverbandes Ohm-Seenbach Herr Bürgermeister Weitzel der Gemeinde Mücke sowie dessen Stellvertreter Herr Bürgermeister Ide der Stadt Grünberg haben an diesem Tag mit Unterstützung von Sabine Bork, der Geschäftsführerin des Abwasserverbandes, Projektsteuerer Armin Uhrig und Karl-Toni Zöller von der ausführenden Firma Eko-Plant symbolisch die ersten Pflanzen gesetzt.
Die Vorgeschichte
Bei der Reinigung von Abwasser entsteht Klärschlamm mit einem hohen Wasseranteil. Seit 2006 fielen in der Kläranlage Lumda im Schnitt 2.200 m³ dieses Nassschlamms mit einem Wassergehalt von 94-98% an. Durch das geringe Lagervolumen der vorhandenen Behälter war es nicht möglich, die gesamte Schlammmenge landwirtschaftlich in nasser Form auszubringen. Deshalb musste rund die Hälfte des anfallenden Schlamms zum Pressen nach Nieder-Ohmen transportiert werden. Der so entwässerte Schlamm wurde wiederum in der Landwirtschaft verwertet. Die gesamten Bruttokosten für dieses Verfahren betrug im Jahre 2007 32.344,13 Euro. Davon entfielen 19.072,13 Euro auf die Verwertung von 1.100 m³ Nassschlamm in der Landwirtschaft, 9.654,40 Euro auf den Transport von 1.228 m³ Nass-schlamm nach Nieder-Ohmen und 3.617,60 Euro auf dessen Weiterverarbeitung und Verwertung in der Landwirtschaft.
Vor diesem Hintergrund hat sich der Abwasserverband Ohm-Seenbach bereit 2005 entschlossen, sich über eine Studie Möglichkeiten aufzeigen zu lassen, die zu einem kostengünstigeren und verwertungssichereren Weg für die Zukunft führen. Dazu wurden einerseits durch das Ingenieurbüro Olsen verschiedene Möglichkeiten berechnet, mehr Schlamm landwirtschaftlich zu verwerten, um den Transport nach Nieder-Ohmen zu minimieren. Andererseits hat die Firma Eko-Plant den konventionellen Schlammbehandlungsmethoden den Bau einer Klärschlammvererdungsanlage gegenübergestellt. Nachdem die Verbandver-sammlung im April 2007 zwei Referenzanlagen besichtigt hat, stimmte sie im Mai 2007 der Systematik „Klärschlammvererdung" zu. Mit Hilfe eines Projektsteuerers, der Ingenieurgesellschaft Müller aus Schöneck, sowie einer angesehenen Anwaltskanzlei wurde das komplizierte Vergabeverfahren durchgeführt und der Auftrag im Oktober 2008 letztendlich an die Firma Eko-Plant für einen Pauschalbetrag von 583.100 Euro vergeben, nachdem im Mai 2008 nach der Genehmigungsplanung durch das Ingenieurbüro Infu der Landrat des Kreises Gießen die Baugenehmigung erteilt hatte.
Ab Mitte 2009 wird nun der Klärschlamm der Kläranlage Lumda in die bepflanzten Schilfbeete eingeleitet statt wie bislang direkt landwirtschaftlich ausgebracht. Für diesen Entwässerungsprozess werden natürliche Kräfte genutzt, die auch bei einer Kompostierung wirken. Die Vorgänge laufen jedoch in großem Maßstab und technisch gesteuert ab.
Der flüssige Schlamm verteilt sich in den Beeten und sickert dabei langsam durch die Wurzelschicht, über der die Feststoffanteile zurückgehalten werden. Durch Sonneneinstrahlung und die Verdunstungsleistung des Schilfs wird der Entwässerungsvorgang zusätzlich gesteigert. Gleichzeitig versorgt das Schilf die Bodenorganismen mit Sauerstoff, die den Schlamm langsam zu Klärschlammerde umbauen. Durch den Abbau von organischen Anteilen im Klärschlamm weist dieses Verfahren eine im Vergleich zu anderen Schlammbehandlungsverfahren deutlich verringerte Restmenge auf. Darüber hinaus ist Klärschlammerde geruchsneutral und bietet höchstmögliche Verwertungssicherheit für den Betreiber.
Quelle: http://www.eko-plant.com/cms/content/view/142/106/lang,de/
Mikroschadstoffe im Focus der Abwasserreinigung
Gelöster Sauerstoff wird radikal
Die allgegenwärtige Präsenz von anthropogenen Spurenstoffen in unserer Umwelt
und vor allem in aquatischen Systemen, ist besorgniserregend. Die Problematik
trifft mittlerweile in der Öffentlichkeit auf breites Interesse und wird
in einer Vielzahl von Seminaren, Tagungen und Fachzeitschriften thematisiert.
Zudem haben Fachverbände, Universitäten und Unternehmen Untersuchungen
und Forschungsvorhaben ins Leben gerufen, mit dem Ziel, Mikroschadstoffe
primär zu vermeiden bzw. aus Wasser- und Abwasser zu entfernen. Auch die
SÜD-CHEMIE AG engagiert sich beim Thema Spurenstoff-Entfernung mit einem
eigenen Forschungsprojekt.
Aktuelle Situation
In Deutschland wurden in den letzten
Jahrzehnten enorme Fortschritte
in der Abwasserreinigung erreicht.
Besorgnis erregen derzeit jedoch vor
allem anthropogene Spurenstoffe,
die zunehmend in der aquatischen
Umwelt gefunden werden, wie
Pestizide
Veterinär- und Humanpharmaka
Komplexbildner (EDTA)
Röntgenkontrastmittel
PFT
Viele dieser Substanzen sind nicht
nur in Oberflächengewässern, sondern
auch im Trinkwasser nachweisbar.
Zwar kann das Trinkwasser in
Deutschland noch bedenkenlos aus
dem Wasserhahn gezapft werden,
trotzdem sehen Fachleute Handlungsbedarf.
So können heute schon im
Trinkwasser u. a. Diclofenac, Röntgenkontrastmittel,
Ibuprofen, Blutfettlipidsenker
und Antirheumatika nachgewiesen
werden. Mit dem Fortschritt
der modernen instrumentellen Analytik
werden auch immer mehr Substanzen
entdeckt und analytisch greifbar
- und rücken damit in das Interesse
der Öffentlichkeit.
Breite Resonanz in der
Öffentlichkeit
Aktuell wird in einer Vielzahl von Seminaren,
Tagungen und Fachzeitschriften
gerade diese Problematik
thematisiert. So fand sich beispielsweise
im März dieses Jahres ein Themenblock
mit der Überschrift "Mikroschadstoffe
in der aquatischen Umwelt"
als Schwerpunkt ...den ganzen Bericht lesen Sie unter:
http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_1009/wl10_sauerstoff.pdf
Essener Tagung für Wasser- und Abfallwirtschaft
Autor:
Dr. Franz Xaver Müller
SÜD-CHEMIE AG
Kläranlage Hutthurm: Bayerns größte Membranbelebung in Betrieb
Im September 2008 nahm der Markt Hutthurm mit seiner Kläranlage die derzeit größte und modernste Membranbelebung des Landes in Betrieb. Bis zu 22.000 EW können aktuell von der Kläranlage bewältigt werden.
Auch in Punkto Kläranlagensteuerung setzt Hutthurm auf neue Entwicklungen und entschied sich für die H2Ortner Steuerung NiDeEco die von der Firma Meusel Elektrotechnik eingebaut wurde. Ziel ist es mit der NiDeEco die Stickstoff Ablaufwerte zu optimieren und das bei möglichst niedrigem Energiebedarf.
So liefert H2Ortner in Zusammenarbeit mit der Firma Meusel Elektrotechnik in Passau einen Baustein zum Sonderprogramm der bayerischen Staatsregierung für eine saubere ...mehr unter:
Optimierung der Klär- und Biogaserzeugung durch Desintegration im elektrischen Feld
Bei der anaeroben Behandlung von Schlämmen in Kläranlagen ist es besonders
wichtig, auch die Zellinhaltsstoffe zur Faulgasgewinnung zu nutzen - vor allem
bei Überschussschlämmen und Substraten für Biogasanlagen. Das Verfahren
der Desintegration im elektrischen Feld macht das möglich. Seit kurzem wird
diese innovative Technologie von der SÜD-CHEMIE AG angeboten, die ersten
Desintegrationsaggregate befinden sich bereits im Einsatz.
Effektive Schlammverwertung und Kostenreduzierung
Durch die biologische Aktivität kann
nur ein Teil der Zellinhaltsstoffe zur
Faul- oder Biogaserzeugung genutzt
werden. Auf Grund der Struktur beziehungsweise
Beschaffenheit der Zellmembranen
ist oftmals ein biochemischer
Aufschluss nicht oder nur
nach langer Behandlungsdauer möglich.
Somit steht das in der Zelle gebundene
Substrat zur Gaserzeugung
nicht zur Verfügung.
Durch die Desintegration im elektrischen
Feld werden Zellmembranen
mechanisch geschwächt und porös,
Zellverbände werden aufgetrennt
eine größere Angriffsoberfläche für
die biochemischen Reaktion steht zur
Verfügung.
Damit kann dann der Zellinhalt zur
Gaserzeugung genutzt werden. Darüber
hinaus reduziert die Behandlung
den Schlammanfall (Output),
was sich im Gesamtsystem "anaerobe
Schlammbehandlung - Biogaserzeugung"
positiv auf die Kosten für
Transport und Entsorgung auswirkt... den ganzen Bericht lesen Sie in:www.die-wasserlinse.de Ausgabe 10/2009
Weitere Informationen zum aktuellen
Stand der Tests sowie zu den Einsatzkonditionen
erfahren sie beim Autor
bzw. über die SÜD-CHEMIE AG.
Autor:
Andreas Zacherl
SÜD-CHEMIE AG
Quelle: http://www.sud-chemie.com/scmcms/web/content.jsp?nodeId=7516⟨=de
Turbo in der Abwassertechnik – Terra-N -Verfahren nutzt Deammonifikation
Bereits in den 80er Jahren wurden Bakterien entdeckt, die heute den klassischen
Stickstoffabbau in Klärwerken revolutionieren – anaerobe Ammonium-
Oxidierer wie z.B. das Bakterium Candidatus Brocadia anammoxidans. Bisher muss in Klärwerken der im Abwasser
enthaltene Ammoniumstickstoff
(NH4-N) unter hohem Energieaufwand
zunächst zu Nitritstickstoff
(NO2-N) und dann zu Nitratstickstoff
(NO3-N) oxidiert werden – um anschließend
durch Zugabe von Kohlenstoff
zu elementarem Stickstoff (N2)
umgewandelt werden zu können . Die dazu nötige
Energie beziehungsweise die dadurch
anfallenden Betriebskosten sind erheblich.
Anammox-Reaktion senkt
Prozesskosten und CO2-Emissionen,
Anammox senkt Sauerstoffbedarf,
Stromverbrauch und letztlich Prozesskosten.
Die Betriebskosten in der Teilstrombehandlung
zur Stickstoffelimination
könnten durch den Einsatz der
sogenannten Anammox-Reaktion um
bis zu 90 % gesenkt werden. Denn
der Stromverbrauch (und damit die
CO2-Produktion) durch die benötigte
Belüftung in der Nitrifikationsstufe
beziehungsweise die Kohlenstoffveratmung
in der Denitrifikationsstufe
sinken deutlich.
"Anammox" ist ein Kunstwort, das
sich aus den Begriffen "Anaerobe"
und "Ammoniak-Oxidation" zusammensetzt.
Die anaerobe Ammoniak-
Oxidation ist ein biologischer Vorgang
aus dem Bereich des Stickstoffkreislaufes.
Wie der Begriff schon andeutet,
ist die Anammoxidation ein
Oxidationsvorgang, der ohne Sauerstoff
(anoxisch) abläuft. Dabei wird
Ammonium (NH4 ) mit Nitrit (NO2 )
unter anaeroben Bedingungen zu
molekularem Stickstoff (N2) umgesetzt.
Verantwortlich für diesen Vorgang ist
in unserem Beispiel das bisher wenig
beachtete Bakterium Candidatus
Brocadia anammoxidans. Neben
diesem Bakterium wurde der
Anammox-Prozess bisher aber auch
bei den Süßwasserorganismen Kuenenia
stuttgartiensis und den Meeres…den ganzen Bericht lesen Sie unter:
http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_1009/wl10_terraN.pdfen
Mit bedarfsgerechten Beratungsleistungen den Kläranlagenbetrieb stärken
Um den Anforderungen einer ordnungsgemäßen und gleichzeitig wirtschaftlichen
Abwasserreinigung gerecht zu werden, greifen immer mehr
Betreiber von Kläranlagen auf das KnowHow von Spezialisten zurück.
AWS GmbH verfügt über die Erfahrung aus mehr als einem Dutzend Betriebsführungen
und bietet Praxis orientierte Unterstützung an, in den
Bereichen Verfahrenstechnik, Organisation und Kostenoptimerung. Dabei
stehen die Bedürfnisse des Kunden im Vordergrund. Den ganzen Bericht lesen Sie unter: http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_1009/wl10_beratungsleistungen.pdf
Autor:
Stefan Hurzlmeier AWS GmbH
Grabenlose Verlegung von Vakuumleitungen
Historische oder jüngst ausgebaute Straßen,
Alleen mit wertvollem Baumbestand,
Autobahn-, Gleis- oder Bundesstraßenquerungen,
Natur-, Landschaftsund
Trinkwasserschutzgebiete, Botanische
Gärten und andere verlangen oft
schonende Bauweise bei der Verlegung
von Leitungen.
Das Arbeitsblatt DWA-A 125 beschreibt
im Wesentlichen das hier infrage
kommende HDD-Verfahren als ein steuerbares
Nassbohrverfahren. Dieses Verfahren
bietet die für die Verlegung von
Vakuumleitungen erforderliche Bohrgenauigkeit.
Das Bohrgerät führt dabei
während der Arbeiten eine permanente
3D-Messung mittels elektromagnetischem
Feld durch. Ein Empfänger über
Grund hält permanent Kontakt zum Sender
im Bohrkopf. Die Intensität des magnetischen
Feldes nimmt dabei logarithmisch
mit zunehmender Bohrtiefe ab
und damit entsprechend auch die Messgenauigkeit,
die mit 2 % bezogen auf die
Bohrtiefe definiert ist. Entsprechend beträgt
die Ungenauigkeit in 1 m Tiefe
_ 2 cm, und in 2 m Tiefe sind noch
_ 4 cm erreichbar.
Darüber hinaus gibt auch DWA-A 125
maximal zulässige Toleranzen für den
Bau von Abwasserleitungen vor, die für
diesen Einsatzbereich ca. _ 20 mm vertikal
und _ 25 mm horizontal entsprechen.
Bei Vakuumleitungen sind seitliche
Abweichungen unbedeutend, da ohnehin
keine geraden Haltungslängen wie
bei Freispiegelleitungen realisiert werden
müssen. In der Praxis sind gute Bohrergebnisse
aber auch noch von weiteren
Einflüssen abhängig. Ein wichtiger Aspekt
dabei ist die Bodenbeschaffenheit.
Den ganzen Artikel lesen Sie in der KA Heft 12-2009 ab Seite 1284
Quelle: Roediger Vacuum GmbH 63450 Hanau
Videos über die Durchfluss-Messtechnik
- Messprinzip der Vortex-Durchflussmessung
http://www.de.endress.com/eh/sc/europe/dach/de/home.nsf/contentview/2E2ED2A74543BAA2C125764A003024C8?Open&popup
- Messprinzip der Coriolis-Massedurchflussmessung
http://www.de.endress.com/eh/sc/europe/dach/de/home.nsf/contentview/2E6931B586BD9E8AC125764A002FC425?Open&popup
-
Messprinzip der thermischen Massedurchflussmessung
http://www.de.endress.com/eh/sc/europe/dach/de/home.nsf/contentview/B7E0BFB345FEA11DC125764A00304283?Open&popup
- Messprinzip der Differenzdruck-Durchflussmessung
http://www.de.endress.com/eh/sc/europe/dach/de/home.nsf/contentview/3140397CA7B0617DC125764A0031C25C?Open&popup
- Messprinzip der magnetisch-induktiven Durchflussmessung (MID)
http://www.de.endress.com/eh/sc/europe/dach/de/home.nsf/contentview/D3781EA8E684E9AAC125764A0031DED8?Open&popup
- Messprinzip der Ultraschall-Durchflussmessung
http://www.de.endress.com/eh/sc/europe/dach/de/home.nsf/contentview/A1114C0CB3BDE0F9C125764A0031FF8C?Open&popup
Schwimmschlammreduktion mit AQUAREL_ HN554 am Beispiel einer Stabilisierungsanlage
Vorgehensweise von H2Ortner
Die Produktauswahl zu dem geeigneten AQUAREL_
Produkt erfolgt über eine Datenbewertung
(Anlagendaten, Zu- und Ablaufkonzentrationen und -
mengen, Reinigungsziel) und einer mikroskopischen
Untersuchung, die vor Ort durchgeführt wurden. Die
Begleitung ist über den Einsatzeitraum durch
Anlagenbesuche und telefonische Kontakte mit dem
Klärmeister sichergestellt. Die Anlagendaten werden
regelmäßig bewertet und besprochen um etwaige
Anpassungen durchzuführen. Die Untersuchung
umfasst die kritische Jahreszeit von August 2006 bis
Januar 2007.
Einsatzablauf
Aufgrund der Vorauswahl kommt das Produkt
AQUAREL_ HN554 zum Einsatz. Die Zusammensetzung
dieses AQUAREL... mehr unter:
Kunststoffrohre für die Galvanikanlage bei Knorr-Bremse in Aldersbach
Knorr-Bremse ist der weltweit führende Hersteller von kompletten
Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. Als
technologischer Schrittmacher ist das Unternehmen seit über
100 Jahren maßgeblich beteiligt an der Entwicklung, Produktion
und dem Vertrieb modernster Bremssysteme für unterschiedlichste
Anwendungen im Schienen- und Nutzfahrzeug-Bereich.
Der internationale Konzern hat seinen Hauptsitz in München
und ist mit über 60 Standorten in 25 Ländern vertreten. Laut
Unternehmensangaben haben über 13.000 Mitarbeiter welt -
weit im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von 3,38 Mrd.
Euro er wirtschaftet.
Bremssysteme des Unternehmensbereichs Knorr-Bremse Sys -
teme für Schienenfahrzeuge kommen weltweit zum Einsatz
in Hochgeschwindigkeitszügen wie dem ICE ebenso wie in
zahlreichen Güter- und Nahverkehrszügen sowie Straßenund
U-Bahnen in aller Welt.
Im Nutzfahrzeugbereich ist Knorr-Bremse in Lkws und Zug -
maschinen, Anhängern und Bussen vertreten. Die Produktpalette
reicht von Luftbeschaffungs- und Luftaufbereitungsanlagen
über Brems- und Fahrwerksteuerungssysteme (ABS,
ESP oder EBS) bis hin zu Radbremsen. Steigende Produktionszahlen bei Knorr-Bremse im Werk Al -
dersbach erforderten die Erweiterung der Anodisieranlage
zur Galvanisierung von Elektronikkomponenten für Nutz -
fahr zeuge. Zudem musste die Anlage den neuen Markt
Anforderungen angepasst werden. Für die Galvanikstraße wurden sechs neue Lagertanks aus PP
mit entsprechender Mediumskühlung installiert. Die weite re
Mediumsverteilung mit einer Leitungslänge von ca. 500 m
wurde in PP-H, PVC-U und PVC-C in den Dimensionen DN 40
bis DN 90 ausgeführt. Für die Schwefelsäure wurde auf
Grund der guten chemischen Beständigkeit gegenüber Säu -
ren der Werkstoff PVC-C in Kombination mit dem säurebestän
digen Klebstoff Dytex gewählt. Die Mediumsverteilung
der gelösten Metallsalze wurde mit PP-H realisiert.
Eine innovative Anlagensteuerung regelt die automatisierten
Armaturen und gewährleistet einen reibungslosen Betrieb al -
ler Anlagenteile.
Die innerbetrieblichen Kühleinrichtungen, an die auch eine
Wasserstrahl-Entgratungsanlage angeschlossen ist, wurden
kostengünstig in PVC-U ausgeführt.
Zur Optimierung der Kühlwirkung wurde ein neuer Plat ten -
wär metauscher auf dem Hallendach installiert, hier kam der
bewährte Werkstoff PE 100 zum Einsatz .Mehr unter:
http://www.krv.de/images/stories/docs/krv-nachrichten_1-2009.pdf
Von: Dipl.-Ing. Klaus Schmid, Georg Fischer GmbH, Albershausen
PE 100-RC-Rohre im Horizontal Spülbohrverfahren verlegt
Baustellenbeschreibung
Im Sommer 2007 verlegte die Firma Richter-Bau GmbH &
Co. KG in Klingenberg am Main je eine Abwasser-, Gasund
Trink wasserleitung (Bild 1). Das verwendete Rohr und
die Baumaßnahme sind nachfolgend beschrieben. Zum Ein -
satz kam bei allen drei Medien ein dreischichtiges PE-Rohr -
system mit integrierten Schutzeigenschaften. Die Einbautener
folgten im Horizontal-Spülbohrverfahren.
Rohrwerkstoffe
Das im vorliegenden Fall verwendete Rohr TSDOQ von Wa vin
besteht aus dem riss- und punktlastbeständigen Werk stoff
PE 100-RC (Resistance to Crack). Dank seiner integrierten
Schutz eigenschaften eignet sich dieses Rohrsystem für extreme
Be lastungen und grabenlose Verlegeverfahren wie Berst -
li ning oder Spülbohrverfahren.
Besonders bei sogenannten „ Black-Box-Verfahren", wie z.B.
dem Spülbohrverfahren, werden die PE Rohre hohen, kurzzeitigen
und langfristigen Belastungen ausgesetzt. Dies kann
zu Kerben und Riefen an der Rohroberfläche und später im
eingebauten Zustand zu eventuellen Punktlasten mit den entsprechenden
Zugspannungen an der Rohrinnenseite führen.
Rohre mit einem hohen Widerstand gegen langsames Riss -
wachstum sind hier von Vorteil.
Bauablauf
Die in Klingenberg gelieferten Rohre mit Außendurchmesser
von 180 mm bis 355 mm, SDR 11, wurden in 12-Meter-Län -
gen angeliefert, stumpf vorgeschweißt und hinter dem Auf -
weit kopf ...mehr unter:
http://www.krv.de/images/stories/docs/krv-nachrichten_1-2009.pdf
Von: Dipl.- Ing. Ralf Glanert, Wavin GmbH, Twist
Eine ingenieurtechnische Betrachtung des Projekts Steinhäule
Einleitung
Neue Reinigungsverfahren zur Abwasseraufbereitung ma -
chen es heute möglich und notwendig, die Abwässer noch
besser als bisher zu reinigen. Künftig wird vor allem die Rück -
haltung der schwer abbaubaren und ökologisch kritischen
Rest stoffe, wie Arzneimittelrückstände, Chemikalien usw., im
Mittelpunkt der angestrebten Qualitätsverbesserungen stehen.
Eine große Rolle spielen in Zukunft auch die Vorgaben der
Eu ropäischen Union, die eine einheitliche europäische Regel -
ung im Bereich des Gewässerschutzes und der Anlagen ge -
neh migung vorsieht.
Um diese Aufgaben technisch und qualitativ bewältigen zu
können, bedarf es einer Kapazitätsausweitung der bisherigen
Betriebsfläche beim Zweckverband „ Klärwerk Stein -
häule". Es werden weitere Klärbecken und eine Filteranlage
benötigt, die dem Zweckverband den Ausbau des Klärwer -
kes entsprechend dem jeweiligen Stand der Technik ermöglichen
[1].
Frei verlegte Druckrohrleitungen mit einem Innendurchmes -
ser von DN 1000 bis DN 1400 für die unterirdischen Deni -
trifikationsbecken mit vielen Sonderbauteilen erforderten ei -
ne detaillierte technische Vorplanung hinsichtlich der statischen
Auslegungen und der konstruktiven Gestaltung der
Rohr leitungen.
In Zusammenarbeit mit einer Verlegefirma und Ingenieur bü -
ros wurden für dieses Anwendungsbeispiel gewickelte Groß -
rohre aus PE 1000 zur Abwasseraufbereitung verlegt.
Zweckverband Klärwerk Steinhäule im Kurzportrait
Einzugsgebiet der Kläranlage
Unweit der Donau, unterhalb des Kraftwerks „ Böfinger Hal -
de", im sogenannten „ Steinhäule" auf Pfuhler Gemarkung,
be findet sich das Klärwerk, das nach seiner Lage benannt
wurde. Träger ist der Zweckverband „ Klärwerk Steinhäule",
zu dem sich die Städte Ulm, Neu-Ulm, Senden und Blau -
beuren sowie die Gemeinden Berghülen, Blaustein, Dorn -
stadt, Illerkirchberg, Illerrieden, Schnürpflingen und Staig zu -
sammengeschlossen haben. Das aus dem Einzugsgebiet zu -
geleitete Abwasser wird - gemäß den gesetzlichen Vor -
schriften und behördlichen Entscheidungen - behandelt, ge -
rei nigt und dem Wasserkreislauf durch Ableitung in die Do -
nau wieder zugeführt [1].
Seit 1957 eine gemeinsame Kläranlage
Erst beim Bau des Donaukraftwerks „ Böfinger Halde" ergaben
sich klare Vorstellungen zum Standort der Kläranlage. Die genaue Lage konnte nur unterhalb der Wehranlage bzw.
der aufgestauten Donau sein, wo mit Hilfe des neuen Zulei -
ters ein Betrieb mit natürlichem Gefälle möglich war. So kam
es zu dem für die Entwicklung der Städte so günstigen Stand -
ort im „ Steinhäule". 1957 ging - nach zweijähriger Bauzeit
- die gemeinsame mechanische Sammelkläranlage für Ulm
/Neu-Ulm in Betrieb.
Klärwerk Steinhäule - Eine wichtige Aufbereitungsanlage in der Region
Die Anlage umfasst eine Fläche von 11 Hektar. Das Abwas -
ser von rund 400.000 Einwohnerwerte im Einzugsgebiet
des Zweckverbands Klärwerk Steinhäule fließt täglich durch
die Kanalisation in das Klärwerk an der Donau. Eine Was -
ser menge von rund 80.000 bis 100.000 m³ ist pro Tag zu
rei nigen. Rund 40 Prozent davon stammen aus Industrie und
Gewerbe. Beim Klärprozess fallen täglich ca. 20 - 40 Ton -
nen Schlamm (Trockensubstanz) an, die der thermischen Ver -
wertung zugeführt werden. Der Reinigungsprozess vom Ab -
wasserzulauf bis zum Ablauf des geklärten Wassers dauert
rund zehn Stunden. Zum Vergleich: Die Donau würde dazu
mit ihren Selbstreinigungskräften etwa zehn Tage benötigen.
Anforderungen an die Baumaßnahme - Projektbeschreibung
Der Neubau von Denitrifikationsbecken umfasste acht Kas -
ka den mit Zu- und Ablaufkanälen. Jede Kaskade hatte ein
Vo lumen von 2.400 m³ aufzuweisen.
Folgendes Anforderungsprofil lag für das frei verlegte und
unterirdische Rohrleitungssystem vor:
_ Druckrohrleitungen mit einem Innendurchmesser von
DN 1000 bis DN 1400 für eine flexible Wasserführung
und -verteilung
_ Die unterirdischen Rohrleitungen beinhalteten Sonder bau -
tei le wie Abzweigungen, Schieber, Wandeinbindungen
und Reduktionen
_ Durchflussleistung: 55 bis 70 m3/min
_ Betriebstemperaturen: 5 und 20 °C
_ zulässiger Betriebsdruck/Systemdruck: max. 1,5 bar
_ Nutzungsdauer: 50 Jahre.
Den ganzen Bericht lesen Sie unter:
http://www.krv.de/images/stories/docs/krv-nachrichten_1-2009.pdf
Von:
Thomas Böhm, LyondellBasell Industries, Frankfurt am Main
Matthias Haese, Frank & Krah Wickelrohr GmbH, Wölfersheim
Jochen Obermayer, FRANK GmbH, Mörfelden-Walldorf
Die Kläranlage der Zukunft mit Ozon!
Mikroverunreinigungen im Wasserkreislauf
Die Beseitigung von Mikroverunreinigungen aus unserem Wasser ist eine Herausforderung, der sich immer mehr verantwortungsbewusste Ver- und Entsorger stellen müssen. Während biologische Aufbereitungsverfahren keine vollständige Entfernung erreichen, stellt sich die Oxidation mit Ozon als eine der effizientesten Methoden heraus.
Pharmazeutika helfen vielen Menschen und Tieren bei der Bekämpfung von Krankheiten, der Erhaltung der Gesundheit oder der Verbesserung der Lebensqualität. Jedoch gelangt ein hoher Anteil der pharmazeutischen Wirkstoffe durch Ausscheidungen des Körpers über das Abwasser in die Umwelt. Die Haupteintragspfade oder „Hot Spots" von persistenten Spurenstoffen in Oberflächengewässer sind kommunale Kläranlagen, Abläufe aus der pharmazeutischen Industrie, Tierzuchtanlagen oder medizinische Zentren.
Obwohl sie dort kein unmittelbares Risiko darstellen, werden gerade Langzeitgefahren immer deutlicher. Die Effekte von Mikroverunreinigungen bzw. von Arzneistoffen in Oberflächengewässern wurden bereits mehrfach in groß angelegten Studien nachgewiesen und führen im Ökosystem zu negativen Veränderungen und damit zu Problemen.
Problem I: Persistenz
Nicht alle zugelassenen Substanzen im Bereich der Pharmazie, Landwirtschaft und Industrie wie im Bereich des täglichen Bedarfs sind biologisch vollständig abbaubar. So können sie mit konventioneller Kläranlagentechnik nicht vollständig entfernt werden. Folglich findet eine schleichende Anreicherung von Kontaminanten in unserem Wasserkreislauf und seinen Nutzern statt (Bioakkumulation).
Ohne entsprechende Gegenmaßnahmen bedeutet das für die Zukunft eine stetige Zunahme der Verunreinigung im Wasser und weitere negative Auswirkungen für die aquatische Umwelt.
Problem II: Endokrine Wirkung
Einige Mikroverunreinigungen (z.B. der Wirkstoff der Pille (Ethinylestradiol)) wirken auf das Hormonsystem von Mensch und Tier. Diese sogenannten endokrinen Substanzen (EDCs) sind schon in kleinsten Konzentrationen wirksam und werden von der Wissenschaft als besonders kritisch eingestuft. In Zusammenhang mit negativen Umwelteinflüssen auf Lebewesen werden mittlerweile EDCs als Auslöser in Betracht gezogen:
Es werden negative Wirkungen auf die Fortpflanzung von bestimmten Fischarten beobachtet (u.a. „Verweiblichung" von männlichen Fischen)
Die Verringerung der Zeugungsfähigkeit bei Mensch und Tier durch verminderte Spermienqualität nimmt zu
Die Zunahme bestimmter Krebsarten, die mit einer Störung des Hormonsystems zusammen hängen könnte
Der Spezialagent Ozon
Die Auswirkungen von endokrinen Substanzen und persistenten Spurenstoffen auf unser Ökosystem machen eine weitergehende Reinigung notwendig. Mit bestehender Reinigungstechnik stoßen viele Klärwerke an ihre Grenzen, um die Stoffe in ausreichenden Umfang zu beseitigen. Zahlreiche Pilottests mit Ozon als weitere Reinigungsstufe haben gezeigt, dass Ozon ein geeignetes Mittel für die Beseitigung persistenter Stoffe ist. So können mit ökologisch und ökonomisch sinnvollen Ozondosen die im Wasser vorhandenen Spurenstoffe effektiv entfernt werden.
How does OZONE work?
Ozon ist eines der stärksten, technisch herstellbaren, gasförmigen Oxidationsmittel. Es reagiert schnell mit einer Vielzahl von Verbindungen, entweder durch direkten Angriff des Ozonmoleküls oder indirekt durch entstehende Hydroxyl Radikale. Das Ozon wird durch den Reaktionsprozess in der Regel vollständig verbraucht. Es zerfällt oder wird mittels Restozonvernichter am Ende des Prozesses wieder zu Sauerstoff zerlegt.
Quelle: http://www.wedeco.com/index.php?id=91034&Lang=1&langID=44&tx_ttnews[tt_news]=6&tx_ttnews[backPid]=91030&cHash=f0077369a2
UMSTIEG AUF DAS KODIERSYSTEM DER DIN EN 13508-2
ANFORDERUNGEN UND AUFGABEN
Die bautechnische Zustandserfassung von Kanälen und Leitungen sowie Schächten und
Inspektionsöffnungen durch optische Inspektion in Form von Kamerabefahrung, Begehung oder
Inaugenscheinnahme, sowie die Dokumentation der Feststellungen durch entsprechende
Kodiersysteme ist ein, in Deutschland und Europa, seit Jahren erprobtes und etabliertes
Verfahren. Hierbei kamen in Deutschland bislang diverse Kodiersysteme zum Einsatz, die sich
entweder parallel entwickelt haben oder aufeinander aufbauten. Beispielhaft hierfür seien an
dieser Stelle genannt:
• ISYBAU 1996, 2001 (Arbeitshilfen Abwasser für Liegenschaften des Bundes)
• DWA-M 149-2: 1999
• Lokale Systeme der Netzbetreiber (z.B. Berliner Wasserbetriebe)
Mit der Veröffentlichung der DIN EN 13508-2 "Zustandserfassung von Entwässerungssystemen
außerhalb von Gebäuden - Teil 2: Kodiersystem für die optische Inspektion" im Mai 2003 erfolgte
im Rahmen der europäischen Harmonisierung von nationalen Regelwerken der Startschuss für
ein neues Zeitalter in der optischen Inspektion.
Im September 2003 wurde die DIN EN 13508-2 durch das DIN in das nationale Regelwerk
übernommen. Die eingeräumte Übergangsfrist zur verbindlichen Einführung und die damit
verbundene Zurücknahme entgegenstehender nationaler Regelwerke endete im Mai 2006. Seit
diesem Zeitpunkt sind, formal betrachtet, neue Inspektionsprogramme nur gemäß DIN EN
13508-2 durchzuführen, Inspektionsprogramme, die vor Mai 2006 begonnen wurden, können mit
den ursprünglichen Systemen zu Ende geführt werden.
Die Norm ist für jeden Inspektionszweck im Rahmen der optischen Inneninspektion, d.h. für die
• qualitative Zustandserfassung des Istzustandes im Rahmen von
Eigenkontrollverordnungen,
• Abnahme von Neubau- oder Sanierungsmaßnahmen und
• Abnahme vor Ablauf der Gewährleistungsfrist
anzuwenden.
Die Einführung der DIN EN 13508-2 hat Auswirkungen auf den gesamten Prozess der
Kanalinstandhaltung... Den gesamten Fachvortrag (11. Dresdner Abwassertagung am 17./18. März 2009) finden Sie zum Download unter:
http://gutachter-kanal.de/18.html
Autor: Andreas Koch, Hannover
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Digitale Sensortechnologie für die Prozessanalysentechnik (PAT)
Neue Strategien der Instandhaltung
Dr. Thomas Steckenreiter (Endress+Hauser), Dr. Armin Weinig (Lanxess)
Der Kostendruck in der Industrie nimmt
weiter zu. Es sind heute nicht nur die
Energie- und Rohstoffkosten, die permanent
an der Produktivität in Industrieanlagen
nagen, sondern vor allem die Personal- und
Instandhaltungskosten, die die Wettbewerbsfähigkeit
deutlich beeinflussen. Dabei gilt es
im weltweiten Konkurrenzkampf mehr denn
je, eine optimale Produktqualität unter
maximal möglicher Produktausbeute sicherzustellen.
Dabei muss auch die Sicherheit im
Betrieb gewährleistet sein. Leistungsfähige
Prozesse bedingen gleichermaßen einen
hohen Automatisierungsgrad. Ausgeklügelte
Mess-, Steuer-, und Regelsysteme in
Verbindung mit automatisierten Prozessführungskonzepten
unterstützen den Betreiber,
diese Ziele zu erreichen. Der Einsatz von
Prozessanalysenmesstechnik ist heute
wichtiger Bestandteil der Mess- und Regeltechnik
chemischer Anlagen, denn diese
liefert auch Daten, die für Produktqualität
und Produktausbeute äußerste Relevanz
besitzen.
pH-Messtechnik im Betriebsalltag
Gerade die Prozessanalysenparameter - und hierzu zählen auch die pH-Messungen - sind es aber, die häufiger als andere Regelgrößen der regelmäßigen Kalibrierung bzw. Justierung und der regelmäßigen Wartung bedürfen. In den chemischen Produktionsanlagen von Lanxess sind heute im Mittel ca. 25 Prozent der eingesetzten Analysensysteme pH-Messungen. Dabei können diese in einzelnen Betrieben durchaus die Anzahl von zwanzig Systemen überschreiten. So sind zum Beispiel in der Schwefelsäureproduktion ca. 50 pH-Messungen oder in der Eisenoxidproduktion ca.100 pHMessungen installiert. Häufig muss sogar mehrmals pro Woche kalibriert/justiert werden, um im Dauerbetrieb der Anlagen einen reproduzierbaren pH-Wert zu erhalten. Die eingesetzten klassischen, analogen, hochohmigen Systeme sind dabei sehr anfällig gegen Feuchtigkeit, Salzbrücken, EMV-Störungen und Potenzialüberlagerungen. Dies führt dazu, dass Sensor, Kabel und Messumformer zusammen kalibriert werden müssen. Für den Servicetechniker bedeutet dies einen großen Aufwand vor Ort. Fehlerdiagnose ist oft erst wechselweise durch Kabel und/oder Sensortausch möglich. Zusätzlich müssen, um eine Kalibrierung oder Justierung in einer Anlage durchzuführen, Pufferlösungen, Reinigungslösungen und Wasser mitgeführt werden. Ersatzelektroden müssen für den Fall eines erforderlichen Elektrodenwechsels zur Verfügung stehen. In diesem Fall ist auch eine Erstkalibrierung vor Ort erforderlich. Dies alles bedarf der sorgfältigen Vorbereitung und die notwendige Ausrüstung muss sorgfältig verpackt mit in die Anlage genommen werden. Oft befinden sich die Messstellen an schwer zugänglichen Stellen. Dies kann bedeuten, dass der Mitarbeiter auf einer Hebebühne, Leiter oder aber auch in gebückter Haltung arbeiten muss. Zu berücksichtigen ist auch, dass der Servicetechniker sich in der Anlage anmelden muss, die erforderlichen Sicherheitsunterweisungen erhalten haben muss und entsprechende Sicherheitsausrüstungen bei sich trägt. Schwierig wird es bei notwendiger Störungsbeseitigung bei Nacht oder an Wochenenden, denn hierfür müssen die entsprechenden Kräfte eingeplant werden. In allen Fällen steht während des Instandhaltungseinsatzes der Messwert nicht zur Verfügung.
Digitale Sensortechnik - Memosens
Die Sensortechnologie Memosens von Endress+Hauser revolutioniert die Analysenmesstechnik. Heute schon stehen für die Parameter pH, gel. Sauerstoff, Leitfähigkeit und demnächst auch für die Trübungsmesstechnik Sensoren zur Verfügung. Insbesondere für die pH-Messtechnik liefert Endress+Hauser alle Sensortypen, die einen sicheren Anlagenbetrieb ermöglichen. Der Anwender kann zwischen Sensoren mit Flüssig-, Gel- oder Polymerelektrolyt und verschiedenen Diaphragmatypen wie Keramik-, Teflon- oder so genannten offenen Diaphragmen den optimalen Sensor für seinen Prozess auswählen. Inzwischen können auch Email-Sensoren der Firma Pfaudler mit Memosens Technologie angeboten werden. Die ISFET Sensoren runden das Programm ab. Damit kann für jede Applikation der ideale Sensor ausgewählt werden. Ausschlaggebend für die Memosens Technologie ist, dass die Digitalisierung des analogen Messsignals direkt im Sensor stattfindet und dass neben der Übertragung der aktuellen Messdaten alle qualitätsrelevanten Daten, wie z.B. die Temperatur, die Kalibrier-/Justier-Werte, Einsatzort, Gesamtbetriebsstunden und Betriebszeiten bei extremen Prozessbedingungen gespeichert werden. Damit wird eine optimale Messstellenbewertung unabhängig vom Standort möglich. Daneben ist die pH-Messung völlig frei von den Störungen, mit denen man mit der klassischen, analogen Technik zu kämpfen hatte. Mit der Verfügbarkeit der Sensordaten an jedem Ort ist ein Strategiewechsel in der Instandhaltung möglich, der zu einer erheblichen Kostenreduktion führt, im Vergleich zu der bisherigen Arbeitsweise.
Neue Instandhaltungsstrategie bei Lanxess
Durch die Memosens Technologie ist es
möglich, alle Instandhaltungsmaßnahmen
wie Reinigung, Konditionierung, Regenerierung,
Kalibrierung und Justierung der
pH-Sensoren an eine zentrale Stelle zu verlagern.
Zu diesem Zweck wird bei Lanxess
in Leverkusen ein zentraler pH-Service mit
einem EDV-gestützten pH-Kalibrierstand
(„pH-Labor") aufgebaut, welcher die pHSensoren
für die verschiedenen Betriebe
wartet und verwaltet. Reproduzierbare
Laborbedingungen ermöglichen eine präzisere
Kalibrierung und somit eine genauere
Prozessführung. Zusätzlich verlängert die
regelmäßige Regeneration und Reinigung
die Lebensdauer gerade der pH Sensoren.
Dieses Konzept erhöht natürlich auch
die Verfügbarkeit der pH-Messstellen im
Betrieb und spart zusätzliche Kosten, da
der Sensoraustausch, der keine speziellen
Kenntnisse der pH-Messtechnik erfordert,
vom Betriebspersonal durchgeführt
werden kann. Die Sensoren müssen vor
Ort nur noch durch kalibrierte Sensoren
ausgetauscht werden. Das verringert die
Wartungszeiten in den Anlagen um mehr
als die Hälfte. Ein weiterer essentieller
Bestandteil dieser Instandhaltungsstrategie
ist ein effektives Daten- und Sensormanagement.
Mittels einer neu konzipierten
Datenbank (Memobase) werden alle
messstellenspezifischen Daten, die Kalibrier-/
Justierdaten sowie die Prozessdaten
während der Kalibrierung der Sensoren
zentral erfasst und verwaltet. Somit wird
der komplette Lebenszyklus eines Sensors
von der Einlagerung bis zur Verschrottung
verfolgt und analysiert. Messsysteme und
Wartungskonzepte können auf dieser
Datenbasis analysiert und gegebenenfalls
optimiert werden. So wird die vorausschauende
Wartung mit verbessertem Assetmanagement
zum integrierten Bestandteil der
neuen Instandhaltungsstrategie.
Die Datenbank Memobase verwaltet alle
TAG Nummern und bucht neue Sensoren
bestimmten Messstellen, Messstellenkreisen
oder Anlagenteilen zu.
Damit sind in der
Datenbank die TAG-Nummer, die Seriennummer
des Sensors und der Sensortyp,
sowie die Daten der Erstkalibrierung
unveränderbar miteinander verbunden. In
der Datenbank wird durch die Folgekalibrierungen
die Sensorhistorie automatisch
erfasst und der Applikation zugebucht.
Auswertungen zu Qualitätssicherung sind
damit jederzeit möglich. Diese Daten
können für den Betriebsleiter oder den
Qualitätsverantwortlichen aufbereitet
oder in Rohfassung zur Verfügung gestellt
werden. Erstmalig sind hier systematische
Auswertungen über die Performance der
Messstellen möglich. Das Führen eines
Messstellenbuches ist nicht mehr notwendig.
Durch das einfach zu handhabende
Tag-Nummern-System ist eine Verwechslung
der Sensoren ausgeschlossen und jeder
Sensor kommt zuverlässig und unverwechselbar
an den Platz, an dem er messen soll.
Zur zusätzlichen Sicherheit kann bei den
Messumformern der Liquiline Generation
die TAG-Nr.-Prüfung und ein Kalibrierzeitalarm
aktiviert werden. Damit wird
verhindert, dass aus Versehen falsche oder
bezogen auf das letzte Kalibrierdatum zu
alte Sensoren angeschlossen werden. Das
Sensormanagement stellt sicher, dass dem
Betriebspersonal immer genügend Sensoren
zu Verfügung stehen. Dieses ist somit in der
Lage, ohne Fachkraft, Tag und Nacht sowie
am Wochenende eine Störung der pH-Messung
binnen Minuten zu beseitigen.
Dieses Konzept kann standortübergreifend
zum Einsatz kommen. Der pH-Service bei
Lanxess sieht sich heute in der Lage, auch
als Dienstleister für andere Unternehmen
die pH-Messstellen zu betreuen.
Wirtschaftlichkeit der digitalen Sensortechnologie
Es stellt sich die Frage der Wirtschaftlichkeit
eines Strategiewechsels in der
Instandhaltung von pH-Messungen durch
Einsatz der digitalen Sensortechnologie. Im
Folgenden werden zwei Fälle betrachtet:
• die Neuinstallation von pH-Messstellen
in analoger bzw. in digitaler Technik bei
gleichzeitiger Einrichtung des
„pH-Labors"
• die Umrüstung von existierenden pHMessstellen
auf die Sensortechnologie
Memosens
Bei Einsatz der Memosens Technologie erfolgt der Elektrodenwechsel durch das Betriebspersonal ohne zusätzliche Kosten für den Betrieb. Im ersten Fall wird die Neuinstallation von 10 pH-Messstellen angenommen. Im späteren Betrieb werden eine monatliche Kalibrierung und ein 2-maliger Elektrodenwechsel jährlich je Messstelle unterstellt. Ausgehend von den bekannten Zeiten für die Instandhaltung vor Ort und im pHLabor wurden die Gesamtkosten für die Alternativen Analogtechnologie und Memosens Technologie über einen Zeitraum von 5 Jahren ermittelt. Wie die Abbildung zeigt, amortisieren sich die Mehrkosten bei der Installation von digitaler Technik - im Wesentlichen die Kosten für die Installation des „pH-Labors" - schon nach etwas mehr als einem Jahr, bedingt durch die im Vergleich zur Analogtechnologie geringeren jährlichen Wartungskosten.
Die Wirtschaftlichkeit der Umrüstung von installierter Analogtechnik auf Digitaltechnik wird am Beispiel einer Produktionsanlage bei Lanxess untersucht. Betrachtet wird die Umrüstung von 48 pH-Messstellen in diesem Produktionsbetrieb. Bei der überwiegenden Anzahl der Messstellen wird eine wöchentliche Kalibrierung/Justierung, in Einzelfällen werden sogar drei Kalibrierungen/Justierungen pro Woche durchgeführt. Die Reinigung der Elektroden erfolgt nach messstellenspezifischen Instandhaltungsplänen. Eine vorliegende langjährige Störungsstatistik gibt Informationen über die erforderliche Anzahl von Elektrodenwechseln. Die installierte, analoge Messtechnik verursacht jährliche Instandhaltungskosten von ca. 100.000 €. Eine Umrüstung auf die Digitaltechnik reduziert die jährlichen Instandhaltungskosten auf ca. 45.000 €. Diese Umrüstung erfordert Investitionen von ca. 70.000 €, was einem Return of Investment von etwa 1,5 Jahren entspricht. Es ist klar, dass die Wirtschaftlichkeit einer Umrüstung entscheidend von den Kalibrierund Reinigungsintervallen bestimmt wird, so dass spezifische Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen für einzelne Betriebe/Betriebseinheiten durchgeführt werden müssen. Die Auswertungen der bei Lanxess installierten pH-Messstellen mit der Sensortechnologie Memosens zeigen, dass sowohl die Kosten für die Instandhaltung gesenkt, die Qualität der pH-Messung gesteigert und die Lebenszeit der pH-Sensoren verlängert werden können.
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(nach oben)
Maßgeschneiderte Lösungen für die Umweltüberwachung
Immer mehr Kunden fordern schlüsselfertige Gesamtlösungen statt
Einzelkomponenten: Der weltweite Trend in der Wasseranalyse geht zu
maßgeschneiderten Analysensystemen für vielfältige Anforderungen in der
Online-Messtechnik. Die Ansprüche steigen in der Gewässerüberwachung,
in Chemieparks, in der industriellen und kommunalen Wasseraufbereitung
und in der Trinkwasserversorgung hinsichtlich Verfügbarkeit der
Messwerte und der zu überwachenden Parameter. Endress+Hauser und Bayer
Technology Services lösen herausfordernde Kundenprojekte.
Lösungen und Konzepte
Bayer Technolgy Services (BTS) und Endress+Hauser Conducta entwickeln
gemeinsam mit ihren Kunden Konzepte, die den Anforderungen rund um die
Wasseranalytik gerecht werden. Dies beginnt bei der Beratung welche
Grenzwerte eingehalten werden müssen bis hin zur Entwicklung von
standortübergreifenden Konzepten und deren Umsetzung in passende
Gesamtlösungen. Die Zusammenlegung von Industriestandorten zu
Industrieparks lässt immer komplexere Organisationen entstehen, die das
Reinigen von Abwässern und das Reinhalten von Gewässern verantworten.
Besondere Anforderungen an Einzel- und Gemeinschaftskläranlagen
Die stark verzweigten und kilometerlangen Abwassernetze stellen besondere Anforderungen an Einzel- und Gemeinschaftskläranlagen. Abwässer vieler verschiedener Einleiter unterschiedlicher Wassergüte werden dort gesammelt. Besonders die Abwässer aus Chemie- oder Industrieparks enthalten komplexere Verunreinigungen als das Abwasser aus einem einzelnen Betrieb. Dies erfordert eine detaillierte Analytik an den Knotenpunkten und den Kläranlageneinläufen. Folglich werden die zu überwachenden Prozess- und Stoffströme gebündelt und die Messaufgaben zentralisiert, um die erforderliche Messtechnik effizient einzusetzen und Qualität und Verfügbarkeit zu gewährleisten.
Komplette Messtechnik für den sicheren Betrieb industrieller Kläranlagen
"Analysen-Container PAT" bieten ein zukunftsweisendes Konzept für die zentralisierte Abwasseranalytik. Ob als vollklimatisierte Messstationen, Messcontainer individueller Größe oder einfacher Messschrank instrumentiert, "Analysen-Container PAT" sind mit allen notwendigen Gerätschaften für Wasseranalyse ausgestattet.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Anwender kann unterschiedlichste Abwässer in Chemieparks zentral bewerten und so den sicheren Betrieb der Kläranlage gewährleisten. Die Anlagenbetreiber können die Kosten für die Abwasserreinigung nach dem Verursacherprinzip abrechnen, ihren Instandhaltungsaufwand straffen und optimieren.
Messstation sichert Bukarests Trinkwasser
Seit 2001 versorgt Veolia Apa Nova Bukarest mit Trinkwasser und
betreibt das Trinkwassernetz ebenso wie das Abwassernetzwerk. Die drei
Trinkwasseraufbereitungsanlagen Crivina, Rosu und Arcuda verarbeiten
780 000 m3 am Tag. Zwei der Anlagen gewinnen das Trinkwasser aus dem
Fluss Arges. Flussaufwärts haben sich Automobil- und
Petrochemie-Unternehmen angesiedelt. Frühwarnsysteme in der
Trinkwassergewinnung sind hier wichtig. Neben Rückständen aus
Industrieabwässern wie Kohlenwasserstoffe, Phenole oder Cyanid besteht
die Gefahr der landwirtschaftlichen Verschmutzung durch Pestizide oder
Stickstoff. Der installierte Analysen-Container dient als
Frühwarnsystem zur Entdeckung jeglicher Art von Verschmutzung bevor das
Rohwasser in den Aufbereitungsprozess gepumpt wird. So wird die
Trinkwasseraufbereitungsanlage Apa Nova geschützt.
Die Kooperationspartner BTS und Endress+Hauser wickelten gemeinsam das Projekt ab. Den Zuschlag erhielten die Kooperationspartner für die umfassende Lösung von der Angebotserstellung über die Inbetriebnahme vor Ort bis hin zum Wartungsvertrag. Veolia nutzte ebenfalls das Angebot eines FAT (Factory Acceptance Test). Bei der Inbetriebnahme schulten Trainer von Endress+Hauser das Servicepersonal vor Ort.
Endress+Hauser
Messtechnik
GmbH+Co. KG
Colmarer Straße 6
79576 Weil am Rhein
Fax 0 800 EHFAXEN
Fax 0 800 343 29 36
www.de.endress.com
(nach oben)
Flexdip CYA112/CYH112 - Halterungen und Armaturen für Eintauchanwendungen
Flexdip bringt Sensoren modular und flexibel in den Prozess
Anwendungen
- Wasser- und Abwasseraufbereitungen
- Offene Gerinne und Becken
- Offene Tanks und Prozessbehälter
- Schwankende Pegelstände
Ihre Vorteile
- Einfaches, kostengünstiges und flexibles Baukastensystem
- Halterung weitgehend frei einstellbar in Höhe, Ausladung und Orientierung
- Installation des Halters auf dem Boden, an der Wand, auf der Mauerkrone oder am Geländer möglich
- Montage des Sensors an einem Ausleger mit Kette, fixiertem Tauchrohr oder pendelnd
- Befestigung des Sensors am Geländer
Flexdip ist die Lösung für Eintauchanwendungen
Offene Becken, Kanäle und Tanks - wie bringt man in diesen Orten Sensoren zum Arbeiten?
Basierend auf einem modularen und flexiblen Design realisiert
Flexdip nahezu jede Messstelle. Das modulare Konzept reicht von
Armaturen, die am Geländer montiert werden bis hin zu am Geländer
montierten Pendelhaltern, die der Bewegung des Mediums in
verschiedenen Richtungen folgen.
Zusätzlich
zum standardmäßigen G1-Gewinde als Sensoranschluss sind andere
Anschlussgewinde und Sensorbauformen bis hin zum pH-Sensor mit Hilfe
von Adaptern einsetzbar. Mit der Schnellverschraubung können Sensoren
ohne Kabelverdrillen montiert werden. Sensoren mit induktivem
Memosens-Steckkopf lassen sich hiermit komfortabel einbauen und
wechseln.
Verfügbare Flexdip-Varianten:
• Von der vielfach genutzten Standsäule mit Querausleger über die
Mauerkronenmontage bis zur Befestigung einer Armatur am Geländer
- Fester Einbau von Sensoren in einer Eintaucharmatur
- Oder: eine gütegeprüfte Kunststoffkette hält den Sensor pendelnd im Prozess, dadurch hohe Selbstreinigung
- Inklusive Schwimmer für variable Pegelstände für Regenüberlaufbecken oder SBR-Anlagen
- Ob kurz, ob lang; ob PVC oder Edelstahl
Flexdip - der modulare und flexible Weg, Sensoren in den
Prozess zubringen.
http://endress.softwerk.de/eh/sc/europe/dach/de/home.nsf/imgref/7D48B1933BAFF062C12575D7003528B1/$FILE/IN048_CYH112_D_71095257.pdf
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Die Wasserlinse - Leseforum für Fachleute im Abwasserbereich
Themen:
- Das Schlammvolumen verdünnt und unverdünnt. Beobachtungen auf dem Klärwerk Coburg.
- Dynamische Olfaktometrie nach DIN EN 13725:2003
- Klärwerk Waßmannsdorf: Reinigung von keramischen Belüfterkerzen
- Ammonium-Onlinemessungen im Klärwerkseinsatz
Link: http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_0909/09_Wasserlinse.pdf
SIMONA®PE Platten für den Behälter- und Apparatebau
SIMONA hat jahrzehntelange Erfahrung in der Auswahl geeigneter Werkstoffe (u. a. Polyethylen), technischer Beratung und der Berechnung von Behältern. Im folgenden Beitrag werden verschiedene Klassifizierungsmaßstäbe für Polyethylen erläutert. Polyethylene werden in der Praxis hauptsächlich nach den Kriterien Dichte, Molekulargewicht und Zeitstandverhalten eingeteilt. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass sich verschiedene PE Typen in einem Kriterium unterscheiden, während sie bei den beiden anderen in die gleiche Gruppe fallen.
1. Dichte (= spezifisches Gewicht) Die Dichte steht in direktem Zusammenhang mit der Kristallinität des Materials. Je höher die Kristallinität, desto höher auch die Dichte. Die Kristallinität wiederum hängt vom Aufbau der Molekülkette (z. B. Anzahl und Länge von Verzweigungen) ab. Tabelle 1 zeigt die verschiedenen Dichte- Bereiche mit der Nomenklatur, wie sie für PE Typen verwendet werden.
2. Molekulargewicht Das Molekulargewicht enthält eine Information über die „Länge“ der Molekülketten. Da nicht alle Molekülketten
mehr unter: http://www.simona-de.com/de/service/newsletter/newsletter_pdf/2009-02-SIMONAreport.pdf
Rohrvortrieb: Die grabenlose Alternative für die Kanalherstellung
Das 1923 gegründete Tiefbauunternehmen Michel Bau verfügt auf dem anspruchsvollen Gebiet der Rohrvortriebstechnik über langjährige Erfahrung. Dieses Verfahren zur Herstellung von Kanälen ent- spricht in besonderem Maß den heutigen Forde- rungen nach Baustellen mit möglichst geringen Störungen des Umfelds. Da ein Rohrvortrieb nur eine Start- und Zielbaugrube benötigt, werden die ne- gativen Faktoren eines Bauvorhabens, insbesondere Verkehrsbehinderungen, drastisch reduziert. Darüber hinaus ist dieses Verfahren oftmals wirtschaftlicher und in bestimmten Fällen (beispielsweise im Bereich von Autobahnen, Gleis- oder Hafenanlagen) sogar die einzig mögliche Technik der Kanalverlegung. Die Michel Bau beherrscht den Rohrvortrieb seit 1985 und hat seitdem zahlreiche anspruchsvolle Projekte erfolgreich durchgeführt. Dank eines umfassenden Leistungsspektrums können die Auftraggeber Kom- plettlösungen aus einer Hand nutzen. Von der Pro- jektentwicklung, der technischen Beratung und der Erarbeitung von Sondervorschlägen über die Ausfüh- rung (einschließlich Herstellung der Start- und Ziel- baugruben, Aufbau der Wasserhaltung usw.) bis zur Abnahme. Es werden alle Bereiche abgedeckt, seien es Schutzrohre für Kabel und Gas-, Wasser- und Fern- wärmeleitungen oder Produktrohre für Schmutz- und Regenwasser. Unterschiedliche Rohrmaterialien (Steinzeug, Stahl, GFK, Beton und Polymerbeton) können im Rohrvortriebsverfahren eingesetzt wer- den. Durchmesser von DN 150 bis DN 3200 in Längen von 5 m bis zu 150 m sind realisierbar. Je nach Anforderung an die Zielgenauigkeit erfolgt der Vortrieb ungesteuert oder gesteuert mittels Lasertechnik. Neben dem Rohrvortrieb beherrscht die Michel Bau weitere grabenlose Verfahren wie das Berst-Lining (eine Rohrsanierung, bei der ein neues Rohr in das alte eingezogen und dieses mittels eines Schneidkopfes zerstört wird), die hydraulische Rohr- rammung und den Stollenvortrieb (,,Kölner Verzug")
mehr unter: http://www.michelbau.de/down/rohrvortrieb_deutsch.pdf
Die erfolgreiche Kanalsanierung in
Mumbai/Indien...
...
war für die Michel Bau GmbH & Co. KG ein besonderes Projekt. Das mittelständische Unternehmen aus Neumünster gründete für diesen Auftrag ein Joint Venture mit einem österreichischen Bauunternehmen und trat im Prequalifizierungsprozess für das 8,6-Mio- Dollar-Projekt gegen renommierte, internationale Großkonzerne an. Michel Bau setzte sich durch und überzeugte das ausschreibende australische Ingenieur-Büro TTI, die finanzierende Weltbank und die Verwaltung Mumbais (MCBM) mit ihrem Konzept. Aufgabe Zu sanieren waren 4,3 Kilometer Schmutzwassersiel unterschiedlicher Eiprofil-Durchmesser in neun unterschiedlich langen Straßenzügen. Eine weitere Vorgabe war, den Querschnittsverlust unter vier Prozent zu halten. Die Bedingungen waren nicht einfach, in einer 19-Mio-Einwohner-Stadt, deren Versorgung weiterlaufen sollte und die denkbar engen Raum für Baustelleneinrichtungen ließ. Ausgewählt unter zwölf Bewerbern wurde die Michel Bau wegen ihres speziellen Inlinerverfahrens. Dabei wurden Rohre aus glasfaserverstärktem Kunststoff in die beschädigte Kanalisation einge- führt und wasserdicht miteinander verbunden. Ablauf Die ersten Michel Bau-Spezialisten begannen...
mehr unter: http://www.michelbau.de/down/Sanierungsprospekt_D.pdf
Lötschberg Basistunnel Marti AG MoosseedorfARGE MBK Raron
Problemstellung:
Bei der Kiesaufbereitung muss der Feinanteil, der bautechnisch nur schlecht genutzt werden kann, mittels Kies- und Sandwäscher abgetrennt werden. Aus Kostengründen und behördlichen Vorschriften werden die Waschwässer gereinigt und in den Wasserkreislauf zurückgeführt. Zur Waschwasserklärung und Schlammentwässerung wird Flockungsmittel eingesetzt. Auf Grund der sich geänderter Gesteinsart blieb mit dem derzeit im Betrieb eingesetzten Flockungsmittel (Pulver) das Überwasser des Lamellenklärers milchig-trüb. Des weiteren musste die Zugabe an Flockungsmittel drastisch erhöht werden. Das trübe Überwasser sowie die Überdosierung führte zu Problemen bzgl. der Qualitätssicherung der neuen Rohstoffe.
Problemlösung:
Die REIFLOCK Abwassertechnik GmbH wurde von der Marti AG beauftragt ein optimales Flockungsmittel zu finden. Folgende Anforderungen wurden an das Flockungsmittel gestellt:
1. Breitbandige Wirkung auf Grund der sich ändernden
Gesteinszusammensetzung.
2. Überwasser muss frei von Feststoffen sein (Klarwasser)
3. Reduzierung des Flockungsmittelverbrauchs
4. Flockungsmittel soll auch zur Schlammentwässerung
eingesetzt werden können
Aus dem umfangreichen Sortiment der REIFLOCK wurden die geeigneten Flockungsmittel einem Laborversuch unterzogen. Im Laborversuch wurden unsere Flockungsmittel mit der jeweiligen Gesteinsart auf ihre Wirksamkeit geprüft. Dabei wurde Flockengröße/ -stabilität, Entwässerbarkeit und Dosierung festgehalten und bewertet. Nach Auswertung der Laborversuche wurde mit dem gefundenen Flockungsmittel ein Vorortversuch auf der Anlage durchgeführt. Schon nach der ersten Zugabe stellte sich nach kurzer Zeit wieder ein klarer feststofffreier Überlauf am Lamellenklärer ein. Durch weitere Optimierungen konnte der Versuch gegenüber dem vorigen Flockungsmittel um nahezu 30 % reduziert werden. Auch auf der Schlammentwässerung hat sich das REIFLOCK -Flockungsmittel bewährt.
http://www.reiflock.de/html/aktuell/aktuell_u.html?&home=true&artikel=25&m=2
Kläranlage Mindelheim
Interview mit Herrn Betriebsleiter Lutz von der KA Mindelheim
Fragen über die Umrüstung der Kammerfilterpresse auf das ReiControl-System:
1. Wie kamen Sie bei der Entscheidungsfindung zur Umrüstung Ihrer
Kammerfilterpresse auf die Firma REIFLOCK?
Ich wurde durch diverse Empfehlungen anderer Kläranlagen auf die Firma REIFLOCK
aufmerksam. Es wurden im Vorfeld mit verschiedenen Mitbewerbern Vorversuche
durchgeführt.
Die Firma REIFLOCK hatte bei den Vorversuchen die besten Ergebnisse erzielt.
2. Was können Sie uns über das Preis-Leistungsverhältnis dieser Investition sagen?
Es werden Einsparungen bei den Entsorgungskosten erzielt. Durch die Automatisierung
mittels dem ReiControl-System ist eine hohe Betriebssicherheit gegeben. Zusätzlich hat
sich eine Reduzierung der Betriebsüberwachung eingestellt.
3. Können Sie uns Angaben bezüglich der Investitionentscheidung bzw. der für die
Kläranlagen wichtigen Kosten/Nutzenrechnung machen?
Die Investitionsentscheidung wurde durch Vorversuche geprüft. Die in den Vorversuchen
erzielten Ergebnisse haben sich bewährt.
4. Wie beurteilen Sie die Vorgehensweise der Fa.REIFLOCK bezüglich der
Entscheidungsfindung zur Umrüstung bzw. Optimierung der
Schlammentwässerung?
Die Firma REIFLOCK bietet einen schnellen und unproblematischen Service bei der
Umsetzung der Umrüstung sowie bei der Optimierung der Kammerfilterpresse. Wir können
die Firma REIFLOCK mit bestem Gewissen weiterempfehlen.
Die Firma REIFLOCK bedankt sich herzlich für das Interview bei Herrn Betriebsleiter Lutz
http://www.reiflock.de/html/aktuell/aktuell_u.html?&home=true&artikel=25&m=2
Lötschberg Basistunnel
Problemstellung:
Die beim Vortrieb anfallenden Tunnelabwässer (ca. 80l/s) sollen in die Rhone eingeleitet werden. Zur Einhaltung der Wasserqualität wurde von der Behörde der Grenzwert an ungelösten Stoffen (Schwebstoffe) auf 20 mg/l festgelegt. Allein durch das dafür gebaute Absetzbecken konnte der Grenzwert nicht erreicht werden.
Problemlösung:
Die REIFLOCK Abwassertechnik GmbH wurde von der ARGE MaTrans beauftragt, das Absetzverhalten der problematischen Schlammabwässer zu optimieren um den geforderten Grenzwerten gerecht zu werden. Da aufgrund der örtlichen Verhältnisse keine baulichen Veränderungen bzw. der Bau eines weiteren Absetzbeckens nicht möglich war, sollte das Absetzverhalten mittels Zugabe von Flockungsmittel verbessert werden.
Im Laborversuch wurden die Eigenschaften bzgl. Abwasserzusammensetzung und Auswahl des geeigneten Flockungsmittel bestimmt. Die Dosiermenge und -stellen wurden bei Vorortversuchen festgelegt. Nach Abschluss der positiven Versuche entschloss man sich die entsprechende Technik direkt im Tunnel zu installieren. Aufgrund der beengten Örtlichkeiten wurde die Ansatz- und Dosierstation Reifomat 500 sowie das Flockungsmittelgebinde direkt über dem Ablaufgerinne installiert. Trotz den problematischen Umgebungsbedingungen (Staub, Feuchte, Temperatur) hat sich die Dosieranlage Reifomat 500 in der Praxis bis heute bewährt.
Seit dem Betrieb der REIFLOCK-Technik und der Dosierung von REIFLOCK Flockungsmittel werden alle geforderten Grenzwerte eingehalten. Mit der o.g. Technik wurde der Schwebstoffgehalt auf 3mg/l gesenkt. Der geforderte Schwebstoff-Gehalt von 20 mg/l wird damit deutlich unterschritten und stellt kein Problem mehr dar.
http://www.reiflock.de/html/aktuell/aktuell_u.html?&home=true&artikel=20&m=2
Mit moderner Regelungstechnik auf dem Weg zur Abgabenfreiheit
PRAXISBERICHT
REGELUNGSSYSTEM SC 1000 / NITRATAX PLUS / LDO
Ladbergen (Regierungsbezirk Münster, Nordrhein-Westfalen) verfügt über
eine der leistungsfähigsten Kläranlagen der gesamten Region. Das ist umso
erstaunlicher, je mehr die äußerst schwierigen Zulaufbedingungen mit
CSB-Werten von zeitweise bis zu 3.000 mg/l berücksichtigt werden. Mit
erheblichen Umbauten auf der Anlage, einer ebenso ungewöhnlichen wie
mutigen Klärschlamm-Vererdung und dem modernen Regelungs-System
OptiNox der Fa. KLEINE sorgte das Betriebspersonal binnen weniger Jahre
für diese Spitzenstellung. Solides Fundament sämtlicher Optimierungserfolge
ist die zuverlässige Analytik der Prozess-Messtechnik.
Den ganzen Artikel lesen Sie unter:
Robuste Klärwerks-Gleitringdichtung (GLRD) für Pumpen, Förderschnecken, Rührwerke
In Klärwerksanwendungen kommen vielfach Balg-Gleitringdichtungen, sowohl Gummibalg-,
wie auch Metallfaltenbalg-Gleitringdichtungen zum Einsatz.
Für bestimmte Einsätze sind diese Art von Gleitringdichtungen (GLRD) durchaus geeignet.
In einigen Anwendungen haben Balg-Dichtungen ihre Begrenzungen, so z. B. besteht die Gefahr des Verstopfens durch langfaserige Feststoffe und Fremdkörper, bei langsam-drehenden Wellen wird der Balg nicht „freigeschleudert" und Ablagerungen setzen sich zwischen die Lamellen; Ermüdung des Balgmaterials kann vorzeitig eintreten, rotierende Befederung kann Schiefstellungen nicht ausgleichen etc.
Die GLRD Typ 210N (siehe Abb.) hat geschützte, gekapselte Federn, dadurch kein Verstopfen und Zusetzen; durch die stationäre Anordnung wird Schiefstellung kompensiert, der dynamische O-Ring bewegt sich immer zur sauberen Seite hin, dadurch kein Festbacken, die Flexibilität der GLRD bleibt erhalten.
Zur weiteren Feststoffbeständigkeit und Verschleißfestigkeit hat die GLRD einen massiven Wolframkarbid-Gegenring und als Gleitring einen massiven Siliziumkarbid-Ring aus dem tribologisch vorteilhaften Q2-(SiSiC-) Material.
Die Gleitringdichtung ist beständig bis
28 bar, hält jedoch z.B. bei Rückspülung - auch bei Vakuum zu. Abmessungen von
24 mm Wellendurchmesser bis 130 mm in den gängigen Abstufungen.
Die GLRD Typ 210N ist speziell auf die Anforderungen in Klärwerken ausgelegt, dabei aber universell sowohl in Pumpen, Rührwerken und Förderschnecken einsetzbar.
http://www.chetra.de/web/aktuell_robuste_klaerwerks_glrd.htm
Langzeit-Gleitringdichtung für Klärwerks-Pumpen
In Klärwerken durchläuft Abwasser diverse Stadien der Reinigung und Aufbereitung. Dabei kommen sowohl bei der Vorklärung wie auch bei der Schlammumwälzung und -aufbereitung Pumpen zum Einsatz.
Zur Abdichtung werden in der Regel einfachwirkende Gleitringdichtungen (GLRD) eingesetzt.
Aufgrund der hohen Feststoffanteile im abzudichtenden Medium, abrasiver Bestandteile
(z. B. Sand) und einem pH-Bereich, der sowohl im sauren wie auch im basischen Bereich liegen kann, sind geeignete Dichtungswerkstoffe und -ausführungen erforderlich.
Die GLRD Typ 700 wird diesen Erfordernissen gerecht und bietet hohe Wirtschaftlichkeit durch Erreichen von Standzeiten im Bereich von 10 Jahren und darüber.
Diese GLRD ist eine Metallfaltenbalg-Dichtung mit "selbstreinigendem" Lamellen-Balg aus korrosionsbeständigem Inconel (T.M. Cabot), Hartmetall-Gleitflächen und Fluor-Kautschuk (Viton® fluorelastomere*) ) als Nebendichtung. Der Wegfall einer Feder zum Schließen der Gleitflächen, ersetzt durch den Metallbalg als dynamisches Dichtelement, macht die GLRD weniger empfindlich für Ablagerungen und Verschmutzungen.
Durch geeignete Zusatzmaßnahmen wird die Wirtschaftlichkeit weiter erhöht; so ist in vielen Fällen eine dauernde Frischwasser-Spülung nicht erforderlich. Gelegentliches Spülen im Zeitraum von 2-4 Wochen für ca. 1-2 min. reicht aus.
In anderen Fällen hat sich die Anbringung einer Fettschmierung des Stopfbuchsraumes und gelegentliches Nachspeisen mittels Fettpresse bewährt.
Eine weitere Vereinfachung der Instandhaltung wird durch den Einsatz dieser Art GLRD als vormontierte einbaufertige Cartridge-Dichtung Typ 270 erzielt.
*) Viton® ist ein eingetragenes Warenzeichen der DuPont Performance Elastomers.
http://www.chetra.de/web/aktuell_klaerwerk.htm
Erfahrungen mit der biologischen Phosphorelimination im Klärwerk Regensburg
Nach der umfangreichen Erweiterung der Kläranlage in den Jahren 1999-2002
konnte erstmals eine biologische Phosphor-Elimination durchgeführt werden. Es
traten jedoch erhebliche unerwünschte Begleiterscheinungen wie stark erhöhter
Schlammindex, Schaumbildung und Probleme beim Betrieb des Faulturms
auf, die den gesamten Anlagenbetrieb behinderten. Erst durch die Reduzierung
der biologischen P-Elimination und gezielten Fällmitteleinsatz konnten die Problemewieder beseitigt werden.
Schlussfolgerung
Am Ende bleiben jedoch die Vorteile eines stabileren Betriebes der Biologie.
Damit verbunden ist jedoch auch deutlich weniger "man power" erforderlich, die man zur Bekämpfung der unangenehmen Begleiterscheinungen der Bio-P einbringen muss. Es stellt sich also abschließend die Frage ...
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http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_0308/wl08_praktiker.pdf
Autor:
Johann Nuber
Klärwerk Regensburg
Am Kreuzhof 2
93055 Regensburg
Tel.: +49 (0)941-5071831
Fax: +49 (0)9410941-5071849
em@il: Nuber.Johann.Amt65@regensburg.de
Kreide im Einsatz auf Kläranlagen
Ein Naturprodukt als Trägermaterial für die Belebungs-Biologie
Die Mikrostruktur der Kreide zeigt heute ihre Vorteile bei dem Einsatz in Kläranlagen. Zum einen besitzen die Partikel von Natur aus eine Teilchengröße von wenigen Mikrometern, zum anderen ist damit eine für Calciumcarbonate außergewöhnlich große Oberfläche von bis zu 6 m2/g verbunden. Das natürliche Produkt Kreide hat sich als gut suspendierbarer Stoff für den Einsatz in der biologischen Abwasserbehandlung bewährt. Kreide eignet sich hervorragend zur Bildung eines Kalk-Kohlensäure- Gleichgewichtes. Es löst sich gerade soviel der Kreide, wie zur Bindung der aggressiven Kohlensäure notwendig ist. CaCO3 + CO2 = Ca(HCO3)2 Der nicht gelöste Anteil stützt die Flockenstruktur der Biologie und bietet den Bakterien eine ideales Gerüst zum Aufwachsen. Viele Betreiber von Kläranlagen kennen die Probleme, die starke Regenfälle besonders im Herbst oder Frühjahr mit sich bringen. Die erhöhten Wassermassen bringen für so manchen Kläranlagenmeister ernsthafte Probleme mit sich. Aufgrund der hydraulischen Belastung kommt es schnell zu Abtrieb von Suspensa. Handelt es sich dann noch um sehr weiches Wasser, fehlt die Säurekapazität, um eine ausreichende Nitrifikation zu erzielen. Schnell läuft man Gefahr, die Ablaufwerte nicht einhalten zu können und bis Gegenmaßnahmen
wirken, kann es manchmal schon zu spät sein. Kommt dann noch mit dem Temperaturwechsel im Frühjahr verstärktes Fadenwachstum dazu, lässt sich der ordnungsgemäße Betrieb der Kläranlage meist nur noch mit einem hohen Aufwand an Additiven und Arbeitszeit gewährleisten. Als Beispiel für den Einsatz von Kreide sollen hier zwei Kläranlagen genannt werden...
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http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_0308/wl08_kreide.pdf
Wolfgang Kallen
Abwassertechnologie & EDV
Dirk Kosemund
Vereinigte Kreidewerke Dammann KG
Kontakt:
Vereinigte Kreidewerke Dammann KG
Hildesheimer Straße 3
31185 Söhlde
Andrea Ermer
Tel.: +49 (5129) 78204
Dirk Kosemund
Tel.: +49 (5129) 78221
Höchste Messgenauigkeit in der Durchflussmesstechnik mittels Kreuzkorrelation
Durchflussmessungen in großen Rohren und offenen Gerinnen stellen auch heute
noch besondere Anforderungen an die eingesetzte Messtechnik. Seit einiger
Zeit gibt es jedoch anwenderfreundliche Messgeräte auf Ultraschallbasis, die
mit Hilfe der Kreuzkorrelation vorher nicht erreichbare Genauigkeiten bieten
Ersatz einer unzulänglichen
Venturimessung im Zulauf einer
Kläranlage
Für eine rückstaubehaftete Venturimessung
musste zur Mengenbegrenzung
der Kläranlage eine Alternative
gefunden werden. Die Messung
hatte den Anforderungen der EKVOBayern
zu entsprechen. Aus Kostengründen
sollte die Lösung in den
bestehenden Baukörpern umgesetzt
werden. Der aus strömungstechnischer
Sicht einzig mögliche Messort ....
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http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_0308/wl08_messgenauigkeit.pdf
Kontakt:
NIVUS GmbH
Im Täle 2
D-75031 Eppingen
Tel.: 07262 / 91 91-0
Fax: 07262 / 91 91-999
em@il: info@nivus.com
Internet: www.nivus.de
Durchmischung, das Stiefkind der Schlammfaulung?
In Zeiten stetig steigender Strompreise wird ein Plädoyer für mehr Durchmischung
des Faulschlamms vielleicht zu einem Stirnrunzeln bei so manchem
Anlagenbetreiber führen. Aber ist es wirklich der richtige Weg, Störungen, wie
etwa ein regelmäßiges Überschäumen des Faulturmes, zu riskieren, nur um etwas
Strom zu sparen? Es ist zwar allgemein anerkannt, dass eine ausreichende
Durchmischung bei der Faulung wichtig ist, aber leider wird diese Tatsache in
der Praxis viel zu wenig beachtet., mehr unter:
http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_0308/wl08_durchmischung.pdf
Autor:
Dipl.-Ing. Bianka Muckenschnabl
UAS Messtechnik GmbH
Verfahrenstechnik, Wasser-,
Abwasserbehandlung
Prof.-Hermann-Staudinger-Str. 4
D-94227 Zwiesel
Tel.: +49 (0)9922 500943-13
Fax: +49 (0)9922 500943-10
em@il: info@uas.de
www.uas.de
Neue Messtechnik und Steuerung gewährleisten zuverlässigen Betrieb des Regenbeckens
Die rund 400 Einwohner umfassende Gemeinde Bözen zählt zu den ältesten Weinanbaugebieten im Kanton Aargau (Schweiz). Gemeinsam mit 4 umliegenden Gemeinden wurde schon vor Jahren ein Abwasserverband gegründet. In dessen Einzugsgebiet liegt auch das Regenbecken der Gemeinde Bözen. Das Abwasser des Verbandes wird in einer gemeinsamen Kläranlage, welche sich am Ortsausgang der am tiefsten liegenden Gemeinde befindet, gereinigt.
Fallbeispiel als PDF herunterladen
http://endress.softwerk.de/eh/sc/europe/dach/de/home.nsf/imgref/56B4AE9F35649240C12575220031696F/$FILE/CS007Bde_20_Regenbecken_Boezen.pdf
Audi Neckarsulm investierte in eine hochmoderne Abwasseraufbereitungsanlage.
Für optimale Werte sorgen Endress+Hauser Komponenten.
Bei Audi in Neckarsulm fallen täglich bis zu 1000 m3 Abwasser aus unterschiedlichen Produktionsbereichen, wie beispielsweise den Vorbehandlungsanlagen der Lackiererei oder auch der Aluwaschanlage an.
Für die Abwasserbehandlung hat Audi ca.1,6 Millionen Euro in eine hochmoderne Abwasseraufbereitungsanlage der Firma CHRIST GOEMA aus Vaihingen/Enz investiert. Für den sicheren Betrieb und die Einhaltung der Grenzwerte sorgen ausschließlich Endress+Hauser Messgeräte und Komponenten.
Mehr Informationen über die AbwasseraufbereitungsanlageBesonders stabil: mit NH4 + NO3 + O2 intermittierend regeln
EIN PRAXISBERICHT
Für ein Höchstmaß an Betriebssicherheit und Abbauleistung sorgt in Rhede
(NRW, Deutschland) die Zusammenarbeit zwischen einer Nitratsonde
und einer Ammonium-Elektrode. Sie regeln in der intermittierend
belüfteten B-Stufe einer A-B-Anlage die Stickstoff-Elimination nach beiden
Parametern. Industrielles Abwasser macht hier eine hochbelastete A-Stufe
notwendig und verlangt danach eine zuverlässige und sichere Überwachung
dieser relevanten Stickstoff-Paramter. Nur mit beiden Prozess-Messgeräten
zusammen kann die Kläranlage konstant niedrige Auslaufwerte erzielen.
Den ganzen PRAXISBERICHT lesen Sie unter:
http://www.hach-lange.de/shop/lkz/DE/spkz/de/DOK_ID/14787219/type/pdf/action_q/download%3Bdocument/TOKEN/EP3wXNxF3ezKN7rLE4bZ8bV9wgU/M/UyAxvA
Optimale Nährstoffverhältnisse für die Abwasserreinigung
EIN PRAXISBERICHT
Um die gesetzlichen Anforderungen an das gereinigte Abwasser einhalten zu
können, muss der Kläranlagen-Betreiber den Reinigungsprozess sorgfältig
steuern, um möglichen Überschreitungen der Grenzwerte rechtzeitig entgegenzuwirken.
Neben den physikalischen und chemischen Verfahren beruht
die Abwasseraufbereitung im wesentlichen auf der biologischen Behandlung
durch die Mikroorganismen des Belebtschlammes. Für eine optimale Reinigungsleistung sind daher Kenntnisse über die Nährstoffbedürfnisse und die
Zusammensetzung des Belebtschlammes von großer Bedeutung. Ursachen,
Folgen und Gegenmaßnahmen für ungünstige Nährstoffverhältnisse werden
in diesem Bericht dargestellt.
Den ganzen PRAXISBERICHT lesen Sie unter:
http://www.hach-lange.de/shop/action_q/download%3Bdocument/DOK_ID/14785905/type/pdf/lkz/DE/spkz/de/TOKEN/EYfcpOkkdjG41dyTZut-2qaUbaI/M/HLPVBQ
Das Frühwarnsystem in der Nachklärung
EIN PRAXISBERICHT
Keine Partikel dürfen unbemerkt die Nachklärbecken der Kläranlage in Konstanz
am Bodensee verlassen. Die Auflagen der Bodenseerichtlinie verlangen
die uneingeschränkte Aufmerksamkeit in der Auslaufüberwachung
- sowohl bei gelösten als auch bei ungelösten Substanzen. Letztere rechtzeitig
zu erkennen und einen drohenden Schlammabtrieb zu verhindern, ist die Aufgabe
der Schlammspiegel-Messgeräte vom Typ SONATAX sc. Gleich vier
dieser hochsensiblen Geräte überwachen kontinuierlich die Sedimentation
und greifen im Notfall in die Rücklaufschlamm-Regelung ein.
Den ganzen BERICHT lesen Sie unter:
Havarie-Schutz durch NH4D sc Ammonium-Elektrode
EIN PRAXISBERICHT
Waibstadt, zwischen Heidelberg und Heilbronn gelegen, betreibt eine der leistungsfähigsten Kläranlagen Deutschlands. Obwohl die auf 21.000 EW ausgelegte
Anlage mit mehr als 110 % (23.500 EW) belastet wird, bewegen sich
die Auslaufkonzentrationen mancher Stichproben in der Nähe der analytischen
Bestimmungsgrenzen. Lediglich extreme Stoßbelastungen
können die makellose Abbauleistung dieser Ausnahme-Kläranlage unterbrechen
- allerdings nur kurzfristig, denn eine NH4D sc Ammonium-Elektrode
wacht als Havarie-Sensor im Belebungsbecken kontinuierlich über alle
Einleitungen und reagiert sofort.
Den ganzen PRAXISBERICHT lesen Sie unter:
Elimination und Bestimmung von Phosphat-Verbindungen
Vermehrtes Algenwachstum, das schlimmstenfalls bis zum Umkippen eines
Gewässers führen kann, ist u. a. eine Folge von erhöhten Phosphat-Konzentrationen.
Gesetzliche Grenzwerte für PO4-P bei Abwassereinleitungen
sollen Bilder wie oben verhindern. Auf Kläranlagen wird deshalb eine gezielte
P-Elimination durchgeführt: Biologisch in Verbindung mit Nitrifikation/Denitrifikation
und/oder chemisch mit entsprechenden Fällungsmitteln. Eine zuverlässige
PO4-P-Analytik ist hierbei nicht nur für die Grenzwertüberwachung
unentbehrlich sondern auch für die optimale - und somit möglichst kostengünstige
Steuerung der P-Elimination...
Den ganzen PRAXISBERICHT lesen Sie unter:
Hohe Betriebssicherheit und niedrige Betriebskosten
Eine konstante Absenkung der Investitions- und
Betriebskosten durch Einsatz neuer Techniken bei
den modernen Phosphat-Analysatoren einerseits und
gestiegene Kosten für Fällmittel, Schlammentwässerung
und -entsorgung andererseits sind die Hauptgründe,
dass die automatische Regelung auf kleinen
Kläranlagen Einzug hält.
Ablesen lässt sich die Veränderung auch aus Berichten
in der Fachpresse. Wurde die Grenze der Wirtschaftlichkeit
für eine Regelung 1997 noch bei einer
Größe von. 35.000 EW gesehen, spricht man im
Jahr 2005 schon von einem ökonomischen Limit bei20.000 EW
Den gesamten Bericht lesen Sie unter:
BELÜFTUNGSREGELUNG MIT SC 1000 / AMTAX SC / LDO
PRAXISBERICHT
„Wenn wir abends nach Hause gehen, wollen wir auch das Gefühl haben,
erfolgreich für die Umwelt gearbeitet zu haben", sagt Harald Heins,
Betriebsleiter der Kläranlage in Harsefeld (Niedersachsen, Deutschland). Bei
Nges <5 mg/l und einem CSB von 30 mg/l im Ablauf darf er auch mit einem
guten Gefühl nach Hause gehen. Seit Frühjahr 2007 reduziert seine Belüftungsregelung
auf SC 1000-Basis zudem die Betriebsstunden der
Belüftungswalzen um bis zu 20 %. „Obwohl wir in den nächsten Jahren ein
Prozess-Leitsystem installieren werden, bleibt es bei dieser kleinen, funktionierenden
Einheit. Warum sollten wir daran etwas ändern?"
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http://www.hach-lange.de/shop/
Betriebsoptimierung mit der NH4D sc ISE Ammonium-Sonde
Die Idylle trügt, denn der beschaulich wirkende Umlaufgraben
der Kläranlage Rommerskirchen-Villau (5.000 EGW) könnte durchaus
sparsamer mit dem Sauerstoffeintrag umgehen. Der Betreiber dieser Anlage,
der Erftverband mit Hauptsitz in Bergheim, hat sich deshalb entschieden, eine
→ Betriebsoptimierung durchzuführen.
Diese Situation findet sich auf vielen → kleineren bis mittleren Anlagen, die
ohne nennenswerte Ausstattung mit moderner Messtechnik kaum Einblick in
die Aufbereitungsprozesse haben. Mit der Entwicklung kostengünstiger und
einfacher aufgebauter → Prozess-Messgeräte, die → ohne Probenaufbereitung
arbeiten, lässt sich künftig auch hier an vielen Stellen → Energie sparen.
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Fir-Lit-Pub-Lange-NH4D.pdf
Telemetrie für Anlagensicherheit auf höchstem Niveau
Zuverlässigkeit ist besonders bei Regelungen ein zentrales Thema, die entweder
Betriebskosten senken oder Grenzwerte einhalten müssen.
Gleich beides wird von der externen Kohlenstoffzugabe auf der Kläranlage in
Radolfzell am Bodensee verlangt! Um dieser anspruchsvollen Doppelaufgabe
gerecht zu werden, versorgen Prozess-Messgeräte das Leitsystem ständig
mit Messdaten und signalisierungen per Telemetrie ihre Einsatzbereitschaft.
Deutlich ist seither die Anzahl der Grenzwertüberschreitungen zurückgegangen
und die Ersparnis bei der C-Dosierung beläuft sich auf bis zu 8.000 €
jährlich.
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Fir-Lit-Pub-Lange-Telemetrie.pdf
Die richtige Prozess-Messtechnik für den N- und P-Abbau
Im Zuge der → weitergehenden Abwasserreinigung entstanden neue Aufbereitungsverfahren
für die Parameter rarr; Stickstoff und Phosphor. Heute rücken
steigende Kosten den rarr; wirtschaftlichen Einsatz von Energie und Hilfsstoffen
immer stärker in den Mittelpunkt. Die rarr; Steuerungs- und Regelungstechnik
allein ist dieser Herausforderung nicht gewachsen. Gezielte Eingriffe in die
Aufbereitungsprozesse zur nachhaltigen Kostensenkung gelingen nur unter
Einbindung geeigneter rarr; Prozess-Messtechnik. Dieses Dokument ordnet auf
Basis der rarr; Stickstoff- und Phosphorbilanzen nach DWA die richtigen Prozess-
Messgeräte den einzelnen Aufbereitungsschritten zu.
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Fir-Lit-Pub-Lange-Bilanzen.pdf
Deutlich reduzierte Schlammmenge mit SOLITAX highline sc
Die landwirtschaftliche Verwertung getrockneter Schlämme rein kommunaler
Kläranlagen wird zunehmend schwieriger und damit teurer. Zusätzliche
Aufbringungsverbote verschärfen die Problematik (Klärschlammverordnung
AbfKlärV von 1992, zuletzt geändert am 20.10.2006). Die Kosten
der Klärschlamm entsorgung in Europa werden auf jährlich 2,2 Mrd. Euro
geschätzt - unter Beibehaltung des hohen Anteils an landwirtschaftlicher und
landschaftsbaulicher Verwertung (60%). Sollte die thermische Entsorgung verpflichtend
werden, stiegen die Kosten auf über 3 Mrd. Euro bzw. um 40%[1].
Die Schlammmenge lässt sich mit Hilfe der Feststoff-Sonde SOLITAX
highline sc deutlich reduzieren, z.B. auf der Kläranlage Papenburg (48.000 EW).
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FW-Lit-Pub-Lange-Solitax.pdf




