Klärwerk.info - Wegweiser

Übersicht

Willkommen bei klaerwerk.info. Produkte suchen können Sie ganz einfach, indem Sie das gesuchte Produkt wie z.B. Pumpen  in das Feld „Produktsuche“ eingeben und dann die Enter-Taste drücken. Übersichtlich werden alle gelisteten Lieferanten angezeigt, die das Produkt führen, alle Artikel in www.Klärwerk.info, die sich mit dem Produkt beschäftigen sowie alle Fortbildungsveranstaltungen mit diesem Thema.

Ansonsten finden Sie alle Artikel geordnet in Sachgebiete. Klaerwerk.info bietet eine umfassende Fülle von Informationen und Links, die man täglich braucht. Damit Sie wissen, wo Sie was finden, nachfolgend eine Übersicht über die einzelnen Sachgebiete:

A. Aktuelles

Hier finden Sie alle aktuellen Meldungen chronologisch geordnet. Suchen Sie frühere Meldungen, so sehen Sie in den Sachgebieten nach oder geben rechts oben einen Suchbegriff in das Suchen-Feld ein.

1)      Tägliche Meldungen

B. Forum

1)      Fragen und Antworten

Das Forum steht allen Nutzern zur Verfügung. Hier können Sie alle Beiträge lesen, selbst Beiträge erstellen oder auf Beiträge antworten

C. Fachwissen

Hier schreiben Praktiker für Praktiker. Haben Sie auch etwas Interessantes zu berichten, so schreiben Sie uns an Kontakt@Klaerwerk.info .

1)     Abwasserreinigung
2)      Energie- und E-Technik
3)      Kanal- und Entwässerung
4)      Maschinentechnik
5)      Labor
6)      Schlammbehandlung
7)      Gaserzeugung und BHKW
8)      Aus Bund Ländern und EU
         a) Vom Bund
         b) Aus der EU und aller Welt
         c) Aus den einzelnen Bundesländern (geordnet nach Bundesländer)
9)      Recht und Gesetze
         a) Beiträge zum Umweltgesetzbuch
         b) Beiträge zur Wasserrahmenrichtlinie (WWRL)
         c) Beiträge zum Erneuerbare Energien Gesetz (EEG)
10)    Neue Fachliteratur
         a) Neue Bücher
         b) CD/ DVD's
         c) Downloads
         d) Fachzeitschriften
         e) Lexika und Wörterbücher
11)  Tipps und Tricks

D. Berufliches

Der zweite Schwerpunkt von Klärwerk.info. Hier finden Sie alles für Arbeitnehmer und Vorgesetzte und was Sie persönlich angeht.

1)      Arbeitssicherheit
         a) Unfallverhütungsvorschriften- Regeln und Information
         b) Formulare und Erlaubnisscheine
         c) Gesetze und Verordnungen zur Arbeitssicherheit
         d) Umsetzung der Betriebssicherheitsverordnung
         e) Unterweisungshilfen
         f ) Hilfen zur Gefährdungsbeurteilung
         g) Ex-Schutz auf Kläranlagen
2)
      Tarif- und Arbeitsrecht
         a) Tarifrecht, Tarifvertrag, Gehaltsrechner und mehr
         b) Mitarbeitergespräche, Mitarbeiterbeurteilung
         c) Leistungsorientierte Bezahlung
         d) Tabelle TVöD (West)
         e) Arbeitszeugnisse
3)      Aus- und Weiterbildung
         a) Ansprechpartner
4)      Azubiseite
         a) Ausbildungshilfen für Ausbilder und "Azubis"
         b) Musterkläranlage
         c)  Prüfungsaufgaben
         d) Übungsaufgaben
         e) Informationen für Auszubildende
         f)  UT-Ausbildertreffen Fachkraft für Abwassertechnik
         g) Formeln, PSE und weitere Hilfen
5)      Meisterschüler
         a) Informationen für Meisterschüler
         b) Prüfungsaufgaben
6)        Offene Stellen

E. DWA-Infos

1)      Klärwerksnachbarschaften
         a) Kläranlagennachbarschaften in Bayern
         b) Kläranlagennachbarschaften in Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern
         c) Kläranlagennachbarschaften in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland
2)      DWA-Informationen
         a) DWA Arbeitsblätter
         b) KA-Betriebs-Infos
         c) Mitgliederrundbriefe aus den Landesverbänden
         d) Meldungen der DWA

F. Kläranlagen

1)      Links zu Kläranlagen und Abwasserverbänden
2)      Kläranlagen - Videos
3)      Meldungen von den Kläranlagen

G. Nützliches

1)      Wetter und Hochwasser
2)      Firmennachrichten
3)      Verbandsnachrichten        
4)      Nützliche Links
         a) Umweltschutzorganisationen
         b) Fachzeitschriften, Lexika und Wörterbücher
         c) Behörden
         d) Berufsverbände und Vereinigungen
         e) Fachinformationen
         f) Gesetze und Verordnungen
5)      Meldungen aus der Wissenschaft
6)      Meldungen aus aller Welt
7)      Allgemeine Meldungen und Berichte

H. Fortbildungsdatenbank

1)      Fortbildungen
2)      Fortbildungen in Österreich
3)      Fortbildungen in der Schweiz
4)      Messen und Tagungen

I. Produktsuche/ Lieferanten

J. Kontakt

1)      Impressum
2)      Über Uns
3)      Kontakt

30.03.2017 16:35

Klärwerk.info / Nützliches / Firmennachrichten / Praxisberichte

Praxisberichte

Holinger
Umweltschädliche Methanemissionen 
Born-Ermel
Wissensmanagement in der betrieblichen Praxis - Erfahrungen aus einem Ingenieurbüro 
Clens
Grünes Licht aus Brüssel - EU öffnet Weg für Flexibilisierung der KWK-Erzeugung 
Nivus
Kalibrierung mit 5 Durchflusssensoren erspart aufwändige Umbaumaßnahmen 
Pentair Jung Pumpen
ABWASSER UNTER DRUCK 
Neutralox Umwelttechnik GmbH
Geruchsbehandlung 
Siemens
Optimierung von Kläranlagen mit Advanced Process Control 
Barthauer
Die Ratten sind auf dem Rückzug! Schädlingsbekämpfung mit Betriebsführungssoftware BaSYS Regie 
EES
„ Die WebRTU - die all-in-one Lösung für Regenüberlaufbecken"  
IHS  Rückstauklappen mit Tücken - Rattensperren für die Hauskanalisation 
Huber  
Nutzung der Abwärme von vor Ort anfallendem Abwasser - Praxisbericht am Beispiel des Altersheims Hofmatt/Schweiz 
Nivus
Optimaler Mitteleinsatz in der Fremdwassermessung 
Huber 
Kondensatminimierung in Wasserkammern durch Zwangsbelüftung 
Huber 
Phosphorreduktion mit dem HUBER RoDisc® Scheibenfilter 
Huber
"Win - Win" durch RoWin: Vielfältige Einsatzmöglichkeiten für Wärmerückgewinnung 
Separchemie
Flockungshilfsmittel trifft Filter 
ABGS GmbH
Neue Betriebssicherheitsverordnung 
Barthauer
In Zürich steht die Stadtentwässerung vor vielfältigen Herausforderungen  
SÜLZLE Gruppe
Spannender Auftrag - SÜLZLE liefert Anlagen zur Klärschlammverwertung an Stadtentwässerung Koblenz  
Hölscher Wasserbau
Kosten sparende und flexible Löschwasseraufbereitung 
bioserve
Sanierung der Belebtschlammqualität mit Easyflock 
Sülzle-Kopf
Die Lösung bei Mikroschadstoff-Elimination von SÜLZLE KOPF Anlagenbau 
Sessil
Getauchtes belüftetes Festbett Rütgers Deutschland GmbH 
Armatec FTS
Armatec FTS hat die Pumpenlösungen für Kläranlagen 
RSV
Rohrleitungssanierungsverband: Grundstücksentwässerungsanlagen - Ein Fachbeitrag zur GEA 
Hach-Lange 
CSB ist immer noch einer der wichtigsten Parameter bei der Abwasseranalyse - für die Abwasserbeurteilung und die Kontrolle der Abwasseraufbereitungsanlagen 
Hach-Lange
Die TOC-Küvettentests von HACH LANGE verfügen über die einzigartige Methode des automatischen Schüttlers zum Austreiben des TIC 
Grundfos
Modulares Technologie-Konzept erweitert den Fokus von der Pumpe auf das System 
IHS
Ratten in der Kanalisation  
VTA
Eurodos: Maßgeschneiderte Dosierstationen für jeden Anwendungsfall 
VTA
MicroTurbine auch für kleinere Kläranlagen wirtschaftlich interessant 
VTA 
Klärschlamm: Erste Desintegrationsanlage in ganz Irland kommt von VTA 
VTA
Kanalgeruch: Dank VTA Aufatmen in der Oberpfalz 
NIVUS
Optimaler Mitteleinsatz in der Fremdwassermessung 
Grundfos
Grundfos bietet einen neuen Ansatz für die fehlende Abwasserklasse IE3 
Convitec
Bemessung der Belüftungstechnik in Klärwerken 
Kronos
Bericht zum Workshop "Abwasservorbehandlung in der milchverarbeitenden Industrie" am 9. und 10.10.2013 in Aurich 
ZWT
BIOCOS Kläranlagen 
Alltech
Alles andere als Käse: für die Modernisierung der betriebseigenen Kläranlage setzt die Hochland Deutschland GmbH Dosiertechnik von Alltech ein 
aquen
FlocFormer zur Konditionierung des Klärschlammes auf einer Kläranlage, Dekanter 
aquen 
FlocFormer zur Konditionierung des Klärschlammes auf einer Kläranlage, Kammerfilterpresse
VTA
Einige schaffen es sicher :Der Weg zur energieautarken Kläranlage 
Aquen
Das Fachmagazin gwf - Wasser|Abwasser berichtet in der Ausgabe 5´2013 über unsere Bohrschlammentwässerung geoCLEAN. 
Abel
"Schneller entleert" Abel Pumpen in der PVC-Herstellung
Vega
Keep it simple  
Kemira 
Prävention von Struvitablagerungen bei anaerober Vergärung  
Kemira
Erfolgreiche Beseitigung und dauerhafte Verhinderung von MAP-Ablagerungen in der Abwasserbehandlungsanlage der Molkerei Zott  
AQUEX
Die AQUEX Technologien  
Endress+Hauser
Online-Messtechnik für die 4. Reinigungsstufe  
Separchemie
Flockungshilfsmittel trifft Filter 
Steinzeug
Die Münchner Stadtentwässerung baut weiter auf Steinzeug 
Aquen
Flocken erster Güte 
Hydro-Ingenieure
Außergewöhnlicher Starkregen - Möglichkeiten der Risikobewertung und der daraus abgeleitete Objektschutz 
Siekmann
Schlammfaulung mit Faulgasverwertung auf kleineren Kläranlagen 
Hach-Lange
Früher konnten wir nie sicher sein, alle NH4-Spitzen abzufangen 
Endress+Hauser
Abwasser, Strom, Gas, Wasser und Fernwärme 
Endress+Hauser
Applicator - Auswahl und Auslegungstool für Ihren Planungsprozess 
Inocre
Energetische Optimierung von Kläranlagen durch Ko-Fermentation 
Kronos  
Berechnung der biologischen Phosphateliminierung 
Endress+Hauser
Baumann Federn überlässt beim Abwasser nichts dem Zufall 
E&P Anlagenbau GmbH
Deammonifikation von Prozessabwässern 
Cyklar
EssDE® steht für die energieautarke Kläranlage (Energy self sufficient by DEMON®) 
WAM 
Archimedische Schneckenpumpen von SPECO®: Der robuste Klassiker für kosteneffizientes Wasser- und Abwassermanagement 
WAM
Abwasservorreinigung für kleine und mittlere Kläranlagen: SPECO® Kompaktanlagen der WAM trennen Feststoffe, Sand und Fette zuverlässig ab 
WAM
Noch wenig bekannt: WAM liefert modernste Siebschneckentechnik der Marke SPECO® für die kommunale und industrielle Abwassertechnik 
Huber
Effektive und nachhaltige Schwallspülreinigung von Abwasserkanälen mit HUBER Power Flush® 
Huber
Warum Kanalsand teuer entsorgen? 
Kappeler Umwelt Consulting
Betriebsoptimierung von Kläranlagen 
Mall
Lagersysteme professionell planen - mit Mall 
EUROPHAT®
ELEKTRO-PHOSPHATFÄLLUNG (elektro-chemisches Verfahren) 
Roediger
Auswertung der Lebensdauer und Betriebszustände der Bauteile der NoMix-Toiletten 
Kronos 
Entlastungsflockung mit Eisensalzen 
Kronos   Geruchsbindung in Abwassersammlern 
Kronos   Chemische Schlammkonditionierung mit Eisensalzen 
Kronos
Das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht in der biologischen Abwasserreinigung 
11.12.2011 Effiziente Tauchwandlösungen 
19.11.2011
Klärschlammverbrennung in der kommunalen Abwasserbehandlung 
31.10.2011
Energieketten-System statt Kabeltrommel 
11.08.2011
BUCHER: Team-Play beim Klärschlamm Entwässern 
05.08.2011
Polymermischer im Flockungsprozess: Standardanwendung mit Nutzenpotential 
05.06.2011
Süd-Chemie: Kompakt und komfortabel 
05.06.2011
Süd-Chemie: Schluss mit alten Zöpfen!  
05.06.2011
Frachtermittlung im Kanalnetz  
05.06.2011
Süd-Chemie:Wo d_r Woi _neilauft ... (Wo der Wein hineinläuft ...)  
27.04.2011
Aquen: Flockenbehandlung im Klärprozess, der Schlüssel zur Effizienssteigerung in der Entwässerung um bis zu 30% 
27.04.2011
Aquen: Ein neues Verfahren zur optischen Erfassung und Bewertung von Flockungseigenschaften in Klärprozessen (Prozess- und Laboranwendung) 
10.04.2011
E+H: Grenzwertüberwachung von TOC/TC in Produktionsabwässern der Chemieindustrie 
10.04.2011
E+H: Prosonic S FDU90 
10.04.2011
VTA: Probleme mit Microthrix 
23.03.2011
Wandeln auf Rasierklinge 
23.03.2011
Desintegration tipptopp 
23.03.2011
Kreisläufe haben Zukunft 
05.02.2011
Insituform: Sanieren wo andere Urlaub machen - Kanalsanierung in Innsbruck 
26.09.2010
ProMinent: Schlammreduzierung durch Ozon mit ProLySys 
05.08.2010
E+H: Automatisierungslösungen für die Wasser- und Abwasserwirtschaft 
05.07.2010
UAS Messtechnik: Ein Fall für Edelstahl 
05.07.2010
Südchemie: Teilstrombehandlung auf dem Klärwerk Landshut 
05.07.2010
Sera: Effektive Bekämpfung unangenehmer Gerüche 
05.07.2010
VWS-Aquantis: Sedimentationsverfahren ermöglicht Wiederverwendung von biologisch behandeltem Abwasser 
05.07.2010
Online-Messung von Schwefelwasserstoff im Abwasser 
05.07.2010
VWS-Aquantis: Biogasgewinnung aus Brauereiabwasser 
02.06.2010
Zuverlässige Überwachung der Hauptparameter in einer Kläranlage 
16.05.2010
"Desi" bringt faulen Schlamm auf Touren 
06.05.2010
Schachtsiebanlage RoK 4 heute weltweit bereits über 400 Mal im Einsatz 
06.05.2010
Huber: Kompaktanlage Ro 5HD: Aus der Praxis, für die Praxis 
06.05.2010
Passavant: Optimierungs-Ressourcen erschließen 
03.05.2010
Genauigkeit von Durchflussmessungen in der Praxis 
01.05.2010
ARA Mühlbachl: Neuer Weg der Abwasserreinigung 
19.04.2010
HUBER Abwasserwärmetauscher als Beckenversion RoWinB 
07.04.2010
Belüftungsregelung mit SC 1000: Energie -20 % und Nges <5 mg/l  
18.03.2010
Ensola Systems: Niedrig Energie Desintegration mittels Hochspannung 
28.02.2010
Eko-plant: Neue Klärschlammvererdungsanlage in Lumda steht kurz vor der Inbetriebnahme 
28.02.2010
Mikroschadstoffe im Focus der Abwasserreinigung 
28.02.2010
Kläranlage Hutthurm: Bayerns größte Membranbelebung in Betrieb 
28.02.2010
Optimierung der Klär- und Biogaserzeugung durch Desintegration im elektrischen Feld 
28.02.2010
Turbo in der Abwassertechnik - Terra-N -Verfahren nutzt Deammonifikation 
28.02.2010
Mit bedarfsgerechten Beratungsleistungen den Kläranlagenbetrieb stärken 
08.01.2010
Grabenlose Verlegung von Vakuumleitungen 
19.12.2009
Videos über die Durchfluss-Messtechnik
21.11.2009
Schwimmschlammreduktion mit AQUAREL_ HN554 am Beispiel einer Stabilisierungsanlage 
21.11.2009
Kunststoffrohre für die Galvanikanlage bei Knorr-Bremse in Aldersbach 
21.11.2009
PE 100-RC-Rohre im Horizontal Spülbohrverfahren verlegt 
21.11.2009
Eine ingenieurtechnische Betrachtung des Projekts Steinhäule 
02.10.2009
Die Kläranlage der Zukunft mit Ozon! 
10.07.2009
UMSTIEG AUF DAS KODIERSYSTEM DER DIN EN 13508-2 
05.07.2009
Portables Ultraschall-Durchfluss-Messgerät für die temporäre Messung von außen 
05.07.2009
Für die wirtschaftliche Durchflussmessung von Wasser  
05.07.2009
Digitale Sensortechnologie für die Prozessanalysentechnik (PAT) 
05.07.2009
Maßgeschneiderte Lösungen für die Umweltüberwachung 
05.07.2009
Flexdip CYA112/CYH112 - Halterungen und Armaturen für Eintauchanwendungen  
02.06.2009
Die Wasserlinse - Leseforum für Fachleute im Abwasserbereich 
29.05.2009
SIMONA®PE Platten für den Behälter- und Apparatebau 
22.05.2009
Rohrvortrieb: Die grabenlose Alternative für die Kanalherstellung 
22.05.2009
Die erfolgreiche Kanalsanierung in Mumbai/Indien... ...  
06.04.2009
Lötschberg Basistunnel Marti AG MoosseedorfARGE MBK Raron 
06.04.2009
Kläranlage Mindelheim  
06.04.2009
Lötschberg Basistunnel 
04.03.2009
Mit moderner Regelungstechnik auf dem Weg zur Abgabenfreiheit 
04.02.2009
Robuste Klärwerks-Gleitringdichtung (GLRD) für Pumpen, Förderschnecken, Rührwerke 
04.02.2009
Langzeit-Gleitringdichtung für Klärwerks-Pumpen 
11.01.2009
Erfahrungen mit der biologischen Phosphorelimination im Klärwerk Regensburg 
11.01.2009
Kreide im Einsatz auf Kläranlagen 
11.01.2009
Höchste Messgenauigkeit in der Durchflussmesstechnik mittels Kreuzkorrelation 
11.01.2009
Durchmischung, das Stiefkind der Schlammfaulung? 
28.12.2008
Neue Messtechnik und Steuerung gewährleisten zuverlässigen Betrieb des Regenbeckens 
28.12.2008
Audi Neckarsulm investierte in eine hochmoderne Abwasseraufbereitungsanlage 
28.12.2008
Besonders stabil: mit NH4 + NO3 + O2 intermittierend regeln 
28.12.2008
Optimale Nährstoffverhältnisse für die Abwasserreinigung 
28.12.2008
Das Frühwarnsystem in der Nachklärung 
28.12.2008
Havarie-Schutz durch NH4D sc Ammonium-Elektrode 
03.10.2008
Elimination und Bestimmung von Phosphat-Verbindungen 
03.10.2008
Hohe Betriebssicherheit und niedrige Betriebskosten 
03.10.2008
BELÜFTUNGSREGELUNG MIT SC 1000 / AMTAX SC / LDO 
10.06.2008 Betriebsoptimierung mit der NH4D sc ISE Ammonium-Sonde 
10.06.2008 Telemetrie für Anlagensicherheit auf höchstem Niveau 
10.06.2008 Die richtige Prozess-Messtechnik für den N- und P-Abbau 
09.06.2008 Deutlich reduzierte Schlammmenge mit SOLITAX highline sc 

 


HOLINGER: Umweltschädliche Methanemissionen

In verschiedenen Projekten hat HOLINGER auf die umweltschädlichen Methanemissionen in offenen Schlammstapeln hingewiesen und deren Ausmass abgeschätzt. South Pole Carbon unterstützt die Abdeckung von offenen Stapeln im Auftrag der Stiftung KliK und wickelt leistungsabhängige Bezuschussungen ab. In der gesamten Schweiz wurden bisher zehn solcher KliK-Projekte eingereicht. Insgesamt wurden fünf der bewilligten Projekte von HOLINGR umgesetzt. Ein weiteres Projekt ist in Vorbereitung. Die reduzierten Gasmengen sind fallweise von erheblicher Bedeutung. Mehr:

http://de.holinger.com/news/details/?tx_ttnews%5Byear%5D=2016&tx_ttnews%5Bmonth%5D=10&tx_ttnews%5Bday%5D=10&tx_ttnews%5Btt_news%5D=2924&cHash=7760385bc4ccf2bab469c1104c8bc6ec
 
(nach oben)


Wissensmanagement in der betrieblichen Praxis - Erfahrungen aus einem Ingenieurbüro

Am 27. und 28. September 2016 fand im Maritim Hotel in Bonn die Bundestagung der DWA statt.
Etwa 300 Teilnehmer und 35 Aussteller besuchten die 30 Vorträge zu Themen wie die Wasserrahmenrichtlinie, die Herausforderungen des 2. Bewirtschaftungszyklusses, die Überflutungsvorsorge in der Praxis, die sichere Klärschlammentsorgung und Phosphorrückgewinnung, die Personalentwicklung im Zeichen des Wandels, das Wissensmanagement in der betrieblichen Praxis und das Forum Betriebspersonal: Kanal- und Kläranlagenbetrieb.
Unser Geschäftsführer Herr Henry Och hat im Rahmen dieser Veranstaltung einen Vortrag mit dem Thema "Wissensmanagement in der betrieblichen Praxis - Erfahrungen aus einem Ingenieurbüro" gehalten.

Hier können Sie den Vortrag einsehen: http://born-ermel.eu/files/bornermel/uploads/pdfs/Vortraege%20und%20Veranstaltungen/20160928_Präsentation_DWA_28_9_16.pdf

http://born-ermel.eu/vortraege/vortraege-detailansicht/wissensmanagement-im-ingenieurbuero.html

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CLENS: Grünes Licht aus Brüssel - EU öffnet Weg für Flexibilisierung der KWK-Erzeugung

Mit der beihilferechtlichen Genehmigung der EU-Kommission fällt in Deutschland der Startschuss für den Bau neuer, für einen systemdienlicheren Betrieb geeigneter KWK-Anlagen. Durch die Einführung der verpflichtenden Direktvermarktung ist es für die Betreiber interessanter geworden, ihre KWK-Anlagen flexibel zu steuern, um so auf die fluktuierende Einspeisung aus erneuerbaren Energien zu reagieren. Über die Anbindung an ein virtuelles Kraftwerk kann die Erzeugungsflexibilität der KWK-Anlagen optimal genutzt und die Wirtschaftlichkeit erhöht werden.

Nachdem das im Januar 2016 in Kraft getretene KWKG 2016 zunächst noch unter dem Vorbehalt einer beihilfe-rechtlichen Genehmigung gestanden hatte, hat die EU-Kommission heute - mit einiger Verzögerung - offiziell ihre Genehmigung erteilt und somit die bestehenden Rechtsunsicherheiten beseitigt. Außerdem wird zum Jahreswechsel die Förderung von KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung zwischen 1 MW und 50 MW auf ein Ausschreibungsverfahren umgestellt, wobei die erste Ausschreibungsrunde allerdings erst zum Jahreswechsel 2017/2018 stattfinden soll.

Auch wenn die Ausschreibungspflicht kontrovers diskutiert wird, ist das KWKG 2016 aus Sicht der Clean Energy Sourcing AG (CLENS) ein wichtiger Schritt zur Integration von KWK-Anlagen in ein von erneuerbaren Energien geprägtes Energiesystem. Denn mit der verpflichtenden Direktvermarktung für Anlagen ab 100 kW und der Aussetzung der Förderung bei negativen Strompreisen werden durch den Gesetzgeber wichtige Flexibilisierungsanreize gesetzt. Ein Instrument zur direkten Förderung flexibler Anlagenkonzepte, wie es im EEG mit der sogenannten Flexibilitätsprämie erfolgreich zur Anwendung kommt, ist im KWKG 2016 allerdings leider nicht vorgesehen.

„Aus den veränderten Rahmenbedingungen ergeben sich für den Betrieb von KWK-Anlagen neue Möglichkeiten, die die Wirtschaftlichkeit der Anlagen erhöhen, jedoch auch technische und operative Anpassungen von Seiten der Betreiber erfordern", erklärt Marcel Kraft, Poolmanager Virtuelles Kraftwerk bei CLENS. „Unsere Berechnungen zeigen, dass eine flexible Anlagenauslegung trotz eines höheren Investitionsbedarfs meist wirtschaftlich attraktiver ist als die ‚klassische‘ Grundlastauslegung."

Grundlage hierfür ist eine strompreisorientierte Fahrweise der KWK-Anlage, die die Preisschwankungen an den Strommärkten aufgreift und die Stromerzeugung in Zeitphasen mit hohen Marktpreisen verlegt. Die dafür erfor-derlichen Zusatzinvestitionen werden durch das KWKG gefördert. Das gilt nicht nur für Wärmespeicher, für die die Betreiber einen Investitionskostenzuschuss erhalten, sondern auch für das größere BHKW: Eine Verdoppelung der installierten elektrischen Leistung führt, vereinfacht gesagt, zu einer Verdopplung der KWK-Zuschlagszahlungen über den Förderzeitraum, da die Zuschlagszahlungen in der Summe von der installierten Leistung abhängig sind. „Grob gerechnet finanzieren die zusätzlichen KWK-Zuschläge das zusätzliche BHKW", so Kraft.

Aus einer flexiblen Anlagenauslegung, welche in aller Regel auch einen Wärmespeicher umfasst, ergeben sich darüber hinaus weitere Vorteile:
• Erhöhung des KWK-Anteils am Wärmeabsatz bei gleichzeitiger Reduzierung der KWK-bedingten Must-run-Stromeinspeisung
• Reduktion des Primärenergiefaktors im Wärmenetz (Einhaltung EnEV-Anforderungen)
• Maximierung der Strom-Vermarktungserlöse durch optimierten flexiblen Anlagenbetrieb
• Verlängerung der förderfähigen Betriebsdauer
„Um die Vorteile einer flexiblen Erzeugung nutzen zu können, bedarf es neben der technischen Anpassung der Anlagen in der Regel auch einer Anbindung an einen Kraftwerkspool", erklärt Marcel Kraft. „Bei CLENS betreiben wir bereits seit über fünf Jahren ein virtuelles Kraftwerk, an das neben Wind- und Bioenergieanlagen auch Blockheizkraftwerke angeschlossen sind. Unter Berücksichtigung aller relevanten Restriktionen der einzelnen Anlagen - beispielsweise Wärmebedarf, Speicherfüllstand oder Brennstoffkosten - und der Preise an den jeweiligen Märkten, erstellen wir wirtschaftlich optimierte Fahrpläne für unsere Kunden und ermöglichen Ihnen damit, Ihre Vermarktungserlöse deutlich zu steigern." Die Vermarktungsoptionen reichen dabei von der langfristigen Absicherung der Stromerlöse am Terminmarkt bis hin zur hochflexiblen Kurzfristoptimierung im untertägigen Stromhandel. Die Teilnahme am Regelenergiepool kann jederzeit als ergänzende Erlösquelle genutzt werden.

Alle Interessierten, die mehr über die Chancen der Flexibilisierung der KWK-Erzeugung erfahren möchten, lädt CLENS zu kostenfreien Webinaren zum Thema „Betrieb und Wirtschaftlichkeit flexibler KWK-Anlagen" ein. Mehr Informationen unter: www.clens.eu/webinar-kwk

Betreiber von KWK-Anlagen profitieren darüber hinaus von neuen Angeboten, die CLENS durch den Zusammenschluss mit dem italienischen Energiedienstleister Innowatio seit diesem Jahr auch in Deutschland anbietet. Dazu zählen die Identifikation und die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen sowie die Errichtung und der Betrieb dezentraler und flexibler KWK-Anlagen zur effizienten Energieversorgung im Rahmen von Contractingprojekten.
http://www.clens.eu/newsroom/pressemitteilungen/pressedetails/eintrag/2016/10/24/gruenes-licht-aus-bruessel-eu-oeffnet-weg-fuer-flexibilisierung-der-kwk-erzeugung/

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NIVUS: Kalibrierung mit 5 Durchflusssensoren erspart aufwändige Umbaumaßnahmen

Der Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht betreibt für seine Mitglieder (29 Gemeinden und Städte) eine Verbandskläranlage bei Forchheim am Kaiserstuhl. Die Kläranlage hat ein Einzugsgebiet von 650km² und eine Behandlungskapazität von 600.000 Einwohnerwerten. Sie reinigt das Abwasser von 375.000 Einwohnern und der Industrie- und Gewerbetriebe im Einzugsgebiet. Der Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht benötigt im Zulauf der Vorklärung eine genaue Durchflussmessung, die zu Verrechnungszwecken verlässliche Daten über zufließende Abwasservolumina bereitstellt. Aufgrund baulicher und betrieblicher Randbedingungen an der Messstelle, die zwischen Sandfang und Vorklärung, sind erhebliche asymmetrische Strömungsbedingungen vorhanden. Deshalb war der Einbau einer induktiven Durchflussmessung geplant. Der Einsatz dieser Messung wäre nur mit erheblichem Investitionsaufwand und baulichen Änderungen an der Messstelle möglich gewesen.

Alternativ zur induktiven Durchflussmessung wurde von NIVUS der Einbau von drei CS2-Sensoren und einer externen Füllstandmessung im Rechteckgerinne an der Messstelle vorgeschlagen. Dieser Vorschlag wurde vom Abwasserzweckverband aufgegriffen. Voraussetzung für die Übernahme der Messtechnik nach einer Testphase war dabei die Einhaltung eines spezifischen Qualitätskriteriums: Das mit Hilfe der NIVUS-Messung ermittelte Tagesvolumen im Zulauf durfte maximal um ±3% von dem Tagesvolumen abweichen, das mit einer kalibrierten induktiven Durchflussmessung im Ablauf der Nachklärung ermittelt wurde.

Testmessungen über einen Zeitraum von drei Monaten ergaben, dass die Abweichungen zwischen den ermittelten Tagesvolumina der NIVUS-Messung und der induktiven Durchflussmessung fast ausschließlich im angestrebten Bereich von ±3% lagen. Damit erreichte die installierte NIVUS-Messung bereits das vorausgesetzte Qualitätskriterium.

Neben dem Vergleich zwischen den Messergebnissen der drei CS2-Sonden und der induktiven Durchflussmessung im Kläranlagenablauf, wurde eine COSP-Kalibrierung der NIVUS-Messung durchgeführt. COSP steht dabei für COrrelation Singulartity Profile. Die NIVUS-COSP-Technologie ist eine Methode unter ungünstigen Strömungsbedingungen Messungen der Fließgeschwindigkeit zu kalibrieren und zu justieren. Dabei kann die COSP-Kalibrierung mit Hilfe des neuen NivuFlow 750 M9 Messumformers unter Nutzung von bis zu neun Fließgeschwindigkeitssensoren nach dem Kreuzkorrelationsverfahren durchgeführt werden. Bei der COSP-Kalibrierung auf der Kläranlage Forchheim kamen 5 CS2-Keilsensoren zum Einsatz. Mit diesen Sensoren konnten zeitlich hoch aufgelöste Fließgeschwindigkeitsprofile aus jeweils 16 Einzelgeschwindigkeiten für 5 Messpfade gemessen werden. Diese Fließgeschwindigkeitsprofile wurden ausgewertet, um die Geschwindigkeitskomponenten in Totzonen und Randbereichen erweitert und zu einem zweidimensionalen Fließgeschwindigkeitsfeld interpoliert. Zusätzlich wurde die mittlere Fließgeschwindigkeit im betrachteten Fließquerschnitt ermittelt. Anschließend wurden die Abweichungen der mittleren Fließgeschwindigkeiten der COSP-Anwendung von den mittleren Fließgeschwindigkeiten der Messung mit drei Sonden berechnet.

Die Abschließende Bewertung ergab, dass die Messlösung mit drei Sonden, die als permanente Zulaufmessung vorgesehen ist, die mittlere Fließgeschwindigkeit der COSP-Referenzmessung nur um etwa 0,7% überschätzt. Die Messung wurde durch einen entsprechenden Korrekturfaktor justiert.

Quelle: Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht
Weitere Vergleichsmessungen über einen Monat ergaben, dass die mittlere Abweichung zwischen der NIVUS-Zulaufmessung und der Messung im Kläranlagenablauf mit Hilfe der COSP-Kalibrierung auf weniger als ±1% reduziert werden konnte. Damit war der ursprünglich geplante Einsatz einer induktiven Durchflussmessung nicht mehr notwendig. Die erheblichen Umbaumaßnahmen waren obsolet und das Investitionsvolumen bewegte sich auf einem Bruchteil des ursprünglich vorgesehenen Betrags.

Die vergleichenden Bewertungen zwischen den Durchflussmessungen im Zu- und Ablauf der Kläranlage Forchheim wurden vom Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht durchgeführt.
Das NIVUS-Team bedankt sich bei Herrn Schultz und Herrn Schweizer vom Abwasserzweckverband Breisgauer Bucht herzlich für die Unterstützung der COSP-Kalibrierung und für die zur Verfügung gestellten Resultate der Vergleichsuntersuchung.

Die COSP-Kalibrierungen werden von der Abteilung für Stadthydrologische Messungen der NIVUS GmbH durchgeführt. Ihre Anwendung wird zur Kalibrierung und Justierung von Durchflussmessungen empfohlen, die an Messstellen mit ungünstigen strömungsmechanischen Randbedingungen (z.B. asymmetrische Anströmung) installiert sind.

Quelle: https://www.nivus.de/de/aktuelles-presse/presse/kalibrierung-mit-5-durchflusssensoren-erspart-aufwaendige-umbaumassnahmen/

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Pentair Jung Pumpen: ABWASSER UNTER DRUCK

8. OWL Abwassertag in Steinhagen
Zum achten Mal lud der Pumpenhersteller Pentair Jung Pumpen interessiertes Fachpublikum zum jährlich stattfindenden OWL Abwassertag nach Steinhagen ein. Die hochkarätig besetzte Veranstaltung mit dem diesjährigen Titel „Abwasser unter Druck" beschäftigte sich mit dem Thema Druckentwässerung und lockte 160 Besucher aus ganz Deutschland nach Ostwestfalen Lippe (OWL). Die Referentinnen und Referenten aus Forschung und Praxis betrachteten die Druckentwässerung aus verschiedenen Blickwinkeln und lieferten facettenreiche Einblicke.

Potentiale der Druckentwässerung
Marco Koch, Leiter der Verkaufsförderung bei Gastgeber Jung Pumpen, gab einen kurzen Abriss über die Geschichte der Druckentwässerung. Das Verfahren hat in Deutschland Tradition. Erstmals wurde es 1968 in größerem Umfang in Hamburg angewendet, inzwischen sind bundesweit etwa 350.000 bis 400.000 Pumpstationen im Einsatz. Seit mehr als 30 Jahren bietet der Steinhagener Pumpenhersteller Schacht-, Pumpen- und Steuerungstechnik an. Nach dieser langen Zeit liegen die Potentiale nun in der Sanierung, denn der „Zahn der Zeit" hat den Anlagenkomponenten zugesetzt. Für Druckentwässerungsschächte aus Kunststoff trifft das nicht zu. Sie sind korrosionsfest und haben daher kein Alterungsproblem. Ganz anders sieht es bei dem Schachtinnenleben aus. Oft ist dieses korrodiert und muss ersetzt werden. Dieser Ausgangslage tragen Austauschsets Rechnung. Sie bestehen aus Traverse, Kupplung, Kugelhahn und Rückschlagventil. Alle Komponenten sind aus korrosionsfesten Materialien (Kunststoff und Edelstahl) und können komplett gegen die alten Schachtinnereien ausgetauscht werden. Da sowohl der Kunststoffschacht als auch die Pumpe erhalten bleiben, ist die Investition für das Set und den Umbau eher gering. Der Austausch der Traverse mitsamt der Peripherie kann mit geringsten Flurschäden erfolgen, da allenfalls der Druckrohranschluss - sofern er außerhalb des Schachtes erfolgt - kleinere Erdarbeiten erfordert.

Dichtheitsprüfung von Druckleitungen - geht das?
Lassen sich Druckleitungen prüfen und wo liegen die Besonderheiten? Diese Frage warf Dr.-Ing. Dipl.-Wirt.- Ing. Sissis Kamarianakis vom Institut für Unterirdische Infrastruktur (IKT) auf. Hierzu wird am IKT intensiv geforscht und folgende Erkenntnisse lassen sich zusammenfassen: Es gibt verschiedene Verfahren zur Dichtheitsprüfung von Druckleitungen aber keine klaren Regelwerke zur Sanierung. Auch sind die Prüfverfahren nicht immer anwendbar, z.B. weil der vorgeschriebene 1,5 fache Systemdruck womöglich die Leitung beschädigt oder die Prüfung schlicht zu zeitaufwendig ist. Da Druckleitungen dem Geländeverlauf angepasst sind, gibt es viele Hoch- und Tiefpunkte oft aber keine Be-und Entlüftungsventile , so dass Lufteinschlüsse die Prüfergebnisse verfälschen. Inspektionsöffnungen sind selten und so beschränken sich die Inspektionen im Regelfall auf die Pumpstationen. Häufig handelt es sich um kilometerlange Leitungen, deren genauer Verlauf nicht immer bekannt ist. Auch sind vorhandene Inspektionstechniken aus dem Freispiegelbereich in der Regel nicht übertragbar, da diese häufig erst ab DN 200 und damit nicht in den in den dünnen Druckleitungen einsetzbar sind. An verkürzten und optimierten Prüfverfahren wird derzeit gearbeitet.

Auf die Pflege kommt es an
Das Einzugsgebiet des Brandenburgischen Herzberger Wasser- und Abwasserzweckverbandes (HWAZ) ist eine ländlich geprägte und vom Bevölkerungsrückgang stark betroffene Region. Mit der Einwohnerzahl sank auch die jährliche Wasserabgabe, während die Kosten für die Infrastruktur gleich blieben. Dennoch mussten Spitzenlasten bedient werden, was laut Verbandsvorsteher Mario Kestin zwangsläufig Preissteigerungen nach sich zog und ein Umdenken erforderte. Unter Berücksichtigung der Investitions- und Folgekosten rechnete sich die Druckentwässerung für den HWAZ und so wurden von 1997 bis 2001 über 158.000 m Druckleitungen verlegt, 181 Haupt- und Zwischenpumpstationen sowie 765 Hauspumpstationen errichtet. Aus deren Instandhaltung und Pflege liegen folgende Erfahrungen vor: Nicht die Länge von Druckleitungen ist entscheidend für das Auftreten von Verstopfungen, sondern z.B. zusätzliche Sonderbauwerke (Düker) oder auch nicht genutzte Hausanschlussdruckleitungen. Als Konsequenz daraus werden inaktive Hausanschlüsse nachträglich abgesperrt bzw. vor Wiederinbetriebnahme entsperrt und entlüftet sowie verstopfungsgefährdete Sonderbauwerke regelmäßig gespült. Kompressorstationen spülen automatisch die Druckleitungen und verhindern so Ablagerungen sowie Geruchsbelästigungen am Druckleitungsende. Die Haupt- und Zwischenpumpwerke unterliegen einer 14- tägigen optischen Kontrolle vor Ort und eine jährliche Zustandsanalyse gibt Aufschluss über den Handlungsbedarf.

Abwasserpumpen - alles Öko oder was?
Bevor Prof. Dr.-Ing. Paul Uwe Thamsen vom Institut für Strömungsmechanik der der TU Berlin auf europäische Ökodesign-Richtlinie zu sprechen kam, ging es zunächst um Müll im Abwasser und dessen Auswirkungen auf die Abwasserinfrastruktur. Das Team um Professor Thamsen hat eine zunehmende Verstopfungshäufigkeit von Abwasserpumpen festgestellt und sieht hier einen klaren Zusammenhang zu einem stark wachsenden Anteil an Vliesstoffen wie Feucht-, Wisch- und Reinigungstüchern im Abwasser. Hier kommt die europäische Ökodesign-Richtlinie ins Spiel. Ihr unterliegen alle energiebetriebenen Produkte die europaweit ein Marktvolumen von mehr als 200.000 Stück besitzen, von denen erhebliche Umweltauswirkungen ausgehen und die ein hohes Potential bei der Verbesserung der Umweltverträglichkeit aufweisen, - mit anderen Worten auch Abwasserpumpen. Haben diese einen geringen Energieverbrauch, so erfüllen sie die europäischen Anforderungen. Die Funktionalität der Pumpen wird dabei nicht betrachtet. Dies würde in der Konsequenz das Aus für Freistromradpumpen bedeuten, obwohl diese, gerade mit Blick auf die Faserstoffe im Abwasser, technisch viel besser geeignet wären. Allein die schlechtere Energieeffizienz gegenüber z.B. Kanalradpumpen würde sie disqualifizieren. Diesen Missstand will Prof. Thamsen nicht hinnehmen und führte mit synthetischem Abwasser (abgeleitet aus Rechengutanalysen von Klärwerken) eine Funktionsprüfung für Abwasserpumpen durch. Diese Prüfung ergab, dass mit steigender Verschmutzung des Abwassers der Wirkungsgrad von Kanalradpumpen sinkt, während der von Freistromradpumpen steigt, obwohl diese weniger energieeffizient sind. Eine Erkenntnis, die nach Meinung von Professor Thamsen die Brüsseler Energiekommissare keinesfalls außer Acht lassen sollten.

Satzungsregelungen - welche sind sinnvoll, welche nicht?
Rechtsanwältin Daniela Deifuß-Kruse von BRANDI Rechtsanwälte in Paderborn führte zu Sinn und Unsinn von Regelungen in Entwässerungssatzungen im Bereich der Druckentwässerung aus. Insbesondere die Satzungsregelungen zur Wartung der privaten Anlagenteile sind oftmals entweder realitätsfremd und unpraktisch oder rechtlich fragwürdig. Soweit beispielsweise gefordert wird, dass der Grundstückseigentümer einen Wartungsvertrag mit einem Fachunternehmer abschließen muss, der eine Wartung der Druckpumpe entsprechend den Angaben des Herstellers sicherstellt, ist dies rechtlich bedenklich. Zum einen kann der Anlagenbetreiber nur solche Regelungen treffen, die zum Schutz des Betriebs der öffentlichen Anlage wirken - dies ist aber bei dem Verweis auf Herstellerregelungen nicht gesichert. Zum anderen ist die Verpflichtung zum Abschluss eines Vertrages mit einem Dritten bedenklich. Die starre Regelung lässt z.B. nicht zu, dass bei eigener Fachkunde die Wartung selbst durchgeführt wird. Eine gerichtliche Überprüfung solcher Regelungen unter diesen Gesichtspunkten fehlt zwar noch - bei der Gestaltung oder Überarbeitung von Satzungen sollte jedoch nach geeigneteren und sichereren Formulierungen gesucht werden.

Das DWA Arbeitsblatt A113 ist in Bearbeitung
Prof. Dr. habil. Hartmut Eckstädt stellte das sich in Bearbeitung befindliche neue Arbeitsblatt DWA-A 113 vor, welches künftig das bisherige Regelwerk ergänzen wird. Es wurde für die hydraulische Dimensionierung und den Leistungsnachweis von Abwasserdrucksystemen außerhalb von Gebäuden entwickelt. Im Fokus stehen die abwasserspezifischen Besonderheiten von Abwasserdrucksystemen sowie die Betrachtung des Gesamtsystems. Im Anhang des Arbeitsblattes finden sich zahlreiche Hinweise zu Bemessung, Gestaltung und Betrieb sowie eine Reihe von Rechenbeispielen. Derzeit wird das Gelbdruckverfahren vorbereitet, das heißt, der Normentwurf liegt demnächst zur Prüfung und Stellungnahme vor. Laut DWA wird es künftig eine Gemeinschaftspublikation geben, die die Arbeitsblätter DWA-A 134 (Planung und Bau von Abwasserpumpanlagen), DWA-A 116 (Druckluftspülung von Abwassertransportleitungen) Teile 1-3, DWA-A 113 und die europäische Normung prEN16932 Teile 1-3 zusammenfassen soll.

Effektiv gegen Schwefelwasserstoff
Sulfide sind für die Korrosion von Pumpen, Leitungen und Schächten sowie für Geruchsemissionen verantwortlich und es gilt, diese intelligent zu reduzieren. Dr.-Ing. Ute Urban von der Energie- und Umweltberatung erklärte, dass mit zunehmender Länge von Abwasserleitungen der Sulfatgehalt abnimmt und zu Sulfid reduziert wird. Der Schwefelwasserstoff führt dann zu Geruchs- und Korrosionsproblemen. Nach modellhaften Untersuchungen präsentierte Frau Dr. Urban zwei Verfahren, die Sulfide sehr effektiv reduzieren. Zum einen hat sich die feinblasige Belüftung durch einen mit Löchern versehenen Schlauch, der direkt in die Abwasserleitung eingebracht wird, als wirksam erwiesen. Hier ist die Auswahl des Einsatzortes entscheidend. Zum anderen ist es gelungen, durch ein intelligentes Dosiersystem zur chemischen Abwasserbehandlung den Sulfidgehalt deutlich zu reduzieren. Das System, welches in Zusammenarbeit mit der ECH Elektrochemie Halle GmbH entwickelt wurde, misst den Gehalt von Schwefelwasserstoff und dosiert bedarfsgenau die Chemikalienmenge, die eine Bildung des Gases verhindert. Dadurch können Kosten gespart und eine unnötige Umweltbelastung durch Überdosierung verhindert werden.

Resümee und Ausblick
So breitgefächert wie das Publikum war auch der Blick auf das Thema, das kam bei allen Teilnehmern gut an. Vertreter von Städten und Kommunen, Zweckverbänden, Kläranlagen, Abwasser - und Umweltbetrieben sowie Planer und Tiefbauer aber auch Vertreter aus der Wissenschaft nutzten die Möglichkeit, einmal über den Tellerrand zu blicken. Auch im nächsten Jahr gibt es wieder die Möglichkeit dazu. Am 19. Januar 2017 wird der 9. OWL Abwassertag stattfinden. Themenvorschläge werden gern entgegen genommen. Im August wird das neue Programm veröffentlicht.

http://www.jung-pumpen.de/service/presse/presse-details/article/abwasser-unter-druck-1.html
 
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Neutralox Umwelttechnik GmbH: Geruchsbehandlung

Die Neutralox Umwelttechnik GmbH hat sich mit Verfahren der physikalisch-chemischen Abluftreinigung, auf die Behandlung von Abluft und Gerüchen aus der Abwasserreinigung spezialisiert.
Die Sammlung, der Transport und die Behandlung von Abwasser sind mit Geruchsemissionen verbunden. Gerüche stellen jedoch i.d.R. nur dann ein Problem dar, wenn Gebäude nahe der Emissionsquelle stehen. Die TA-Luft fordert „Soweit in der Umgebung einer Anlage Geruchseinwirkungen zu erwarten sind, sind die Möglichkeiten, die Emissionen durch dem Stand der Technik entsprechenden Maßnahmen weiter zu vermindern, auszuschöpfen."
Die Art der Geruchsemissionen kann relativ stark variieren. Im Bereich der Abwasserableitung werden Geruchsemissionen durch anaerobe Verhältnisse begünstigt. Verweilzeit und Temperatur, Sulfat und Sauerstoffkonzentration, Konzentration an organischem Material und Turbulenzen beeinflussen die Emission von Gerüchen. Abwasserpumpstationen sind daher häufig mit Geruchsbehandlungsanlagen auszustatten. Auf Kläranlagen treten Geruchsemissionen vor allem im Bereich der mechanischen Reinigung und in der Schlammbehandlung auf.
Schwefelwasserstoff (H2S) ist ein bekannter und häufig angeführter Stoff zur Beschreibung von Geruchsemissionen. H2S entsteht durch die biologische Reduktion von organischen Schwefelsubstanzen und Proteinen unter anaeroben Verhältnissen. H2S ist farblos, potentiell giftig und wird üblicherweise mit einem Geruch von faulen Eiern charakterisiert. H2S ist korrosiv und schon in geringen Konzentrationen geruchsintensiv. Ein Geruch von faulen Eiern kann auf Kläranlagen jedoch nur selten festgestellt werden. Der Grund ist, das Geruchsemissionen auf Kläranlagen nicht nur H2S, sondern auch viele andere organische und anorganische Substanzen enthalten. H2S kann dabei ggf. als Leitparameter oder Indikator verwendet werden, aber nicht zur Beschreibung aller Gerüche.
H2S tritt häufig in Verbindung mit Dimethyl Sulfid (DMS) und Merkaptanen auf. Die letztgenannten haben geringere Geruchsschwellen als H2S und stellen in Bezug auf die Geruchsproblematik daher häufig das größere Problem dar. Indole und Skatole sind für die typischen Fäkalgerüche verantwortlich. Ammoniak steht häufig mit der Schlammbehandlung in Verbindung.
Die in der Literatur angegebenen Geruchsschwellen gelten i.d.R. nur für die Einzelstoffe, nicht für die Stoffe als Teil einer komplexen Geruchsfracht, so wie sie auf Kläranlagen angetroffen werden. Ein Einzelstoff kann immer nur als Indikator eines Geruchs angesehen werden. Die Beschreibung eines Geruchs erfolgt in der Regel mit Hilfe einer dynamischen Olfaktometrie nach DIN EN 13725.
Die TA-Luft fordert: „Sofern eine Emissionsbegrenzung für einzelne Stoffe oder Stoffgruppen, z.B. für Amine, oder als Gesamtkohlenstoff nicht möglich ist oder nicht ausreicht, soll bei Anlagen mit einer Abgasreinigungseinrichtung die emissionsbegrenzende Anforderung in Form eines olfaktometrisch zu bestimmenden Geruchsminderungsgrades oder einer Geruchsstoffkonzentration festgelegt werden."
Eine Ableitung der Geruchsstoffkonzentration aus der gemessenen H2S-Konzentration ist nicht möglich. Zu verschieden kann die Zusammensetzung der Geruchsfracht sein.
Als Zielwert einer Geruchsbehandlung werden häufig 500 GE/m³ angesetzt. Dieser Wert wird z.B. für Abgasreinigungseinrichtungen für Klärschlammtrocknungsanlagen vorgeschrieben. Dieser Wert muß am Austritt der Geruchsbehandlungsanlage eingehalten werden und ist i.d.R. ausreichend um in der Umgebung der Kläranlage eine zusätzliche Geruchsbelastung zu vermeiden.

http://www.neutralox.com/de/verfahren/geruchsbehandlung.html

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SIEMENS: Optimierung von Kläranlagen mit Advanced Process Control

Wie kann der Betrieb von Kläranlagen, insbesondere die Belüftung der biologischen Reinigungsstufen, mithilfe der Advanced Process Control Funktionen von SIMATIC PCS 7 optimiert werden?

Sie wollen den Betrieb ihrer Kläranlage optimieren, beispielsweise im Hinblick auf Prozess-Stabilität, Energieverbrauch und Einhaltung von Ablaufwerten?
Sie wollen eine Automatisierung, die einheitlich, übersichtlich und einfach anzupassen ist?
Das vorliegende White Paper bietet einen Überblick, wel-che regelungstechnischen Ansätze hierfür in Frage kom-men und wie Sie mithilfe der SIMATIC PCS 7 Advanced Process Library transparent und aufwandsarm realisiert werden können. Mehr:

http://w3.siemens.com/mcms/water-industry/de/ihre-wasseranlage/Documents/Optimierung-von-Klaeranlagen.pdf

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BARTHAUER: Die Ratten sind auf dem Rückzug! Schädlingsbekämpfung mit Betriebsführungssoftware BaSYS Regie

Ausgangslage
Laut Schätzungen leben bis zu 350 Millionen Ratten in Deutschland, das sind rund vier Ratten pro Einwohner. In milden Wintern vermehren sie sich explosionsartig. Die Betreiber von abwassertechnischen Anlagen sind nach den deutschen Unfallverhütungsvorschriften zur Rattenbekämpfung verpflichtet.

Eine professionelle Schadnagerbekämpfung setzt sich aus folgenden Maßnahmen zusammen:
- Befallsermittlung und Befallsorte
- Entscheidung, ob, wo und mit welchem Produkt bekämpft wird
- Durchführung der Bekämpfung · Erfolgskontrolle und weitere Maßnahmen
- Dokumentation

Diese Maßnahmen müssen koordiniert und verwaltet werden. Ist die Digitalisierung dieser Routinearbeiten wirklich sinnvoll? Dieses Praxisbeispiel der KISTERS AG zeigt, wie mit einer Betriebsführungssoftware die Arbeitsabläufe nicht nur geregelt, sondern auch vereinfacht werden.

Als Partner der Barthauer Software GmbH vertreibt und konfiguriert die KISTERS AG BARTHAUER Software bei Versorgungsunternehmen und Kanalnetzbetreibern. Hauptprodukte der Barthauer Software GmbH sind das datenbankbasierte Netzinformationssystem BaSYS sowie das Geoobjects Design Studio GeoDS, der Baukasten für individuelle Informationssysteme. Als Werkzeug für ein umfassendes Netzmanagement bietet BaSYS unter anderem Lösungen für Betriebsführung und Wartung der Anlagen mit integriertem mobilem Workforce-Management.

Kanalreinigung und Schädlingsbekämpfung mit Betriebsführungssoftware BaSYS Regie
Klassisches Thema für Kanalnetzbetreiber ist die turnusmäßige Arbeit der Kanalreinigung. Dazu setzte KISTERS bei einem kommunalen Kanalnetzbetreiber in Nordrhein-Westfalen die Betriebsführungssoftware BaSYS Regie von BARTHAUER ein. BaSYS Regie verwaltet alle Arbeitsabläufe, die für die gesetzlich vorgeschriebenen Wartungen von Kanalnetzen (Eigenkontrollverordnung) notwendig sind. Es ermöglicht die Verwaltung aller zu wartenden Anlagen, der Bibliotheken der Wartungsabläufe, der Aufträge, der Unterhaltungsplanung sowie der Auswertungen und Berichte. Für den Einsatz auf mobilen Geräten wird BaSYS Regie durch BaSYS Regie Mobil erweitert.

Teil der Wartung ist die Kanalreinigung und die dazugehörige Schädlingsbekämpfung. Dazu beauftragte der kommunale Kanalnetzbetreiber ein privates Schädlingsbekämpfungsunternehmen. Grundvoraussetzung für die Auftragsvergabe war, dass dieser für die Dokumentation der Arbeiten BaSYS Regie Mobil einsetzt. Hintergrund ist, dass durch Nutzung von BaSYS Regie im Büro beim Kanalnetzbetreiber und BaSYS Regie Mobil durch das Schädlingsbekämpfungsunternehmen vor Ort die Übergabe und Auswertung der Daten vor und nach der Schachtüberprüfung ohne Probleme möglich ist. Darüber hinaus sind die Schachtarbeiten durch das private Unternehmen exakt dokumentierbar. Das schafft Transparenz und Sicherheit, auch für die Abrechnung.

Konfiguration und Arbeitsweise
Die laut Leistungsverzeichnis erforderlichen Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung wurden von KISTERS in der Anwendung BaSYS Regie Mobil auftragsgerecht konfiguriert. So integrierte KISTERS die Arbeitsvorlage "Schädlingsbekämpfung" in die Bibliothek für Arbeitsvorlagen im Bereich Schachtarbeiten. Mit dieser Arbeitsvorlage war die schachtbezogene Dokumentation der einzelnen Arbeitsschritte und Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung problemlos möglich.

Die Schädlingsbekämpfung erfolgte durch die Mitarbeiter des Privatunternehmens direkt am Schacht. Dazu fuhren zwei Mitarbeiter turnusmäßig die einzelnen Schächte ab, öffneten diese und entschieden vor Ort, welche Maßnahmen ergriffen werden sollten. Die Ergebnisse der überprüften Schächte wurden anschließend über eine Schnittstelle in BaSYS Regie importiert und standen dort zur Auswertung bereit. Gleichzeitig wurden die Abläufe in BaSYS Regie Mobil so definiert, dass dem mobilen Team die eigenen Ergebnisse aus der Erstbegehung eigenständig angezeigt werden. Somit ist das Team mit Unterstützung des Programmes in der Lage, eine gezielte Nachkontrolle autonom durchführen und dokumentieren zu können.

Die Arbeitsvorlagen können je nach Kundenwunsch individuell angepasst werden.

Fazit und Nutzen
Wie dieses Beispiel aus der Praxis zeigt, ist die Digitalisierung von Routinearbeiten durchaus sinnvoll. Bei diesem kommunalen Netzbetreiber setzte KISTERS die Betriebsführungssoftware BaSYS Regie Mobil aus dem Hause BARTHAUER ein. Dem Betreiber brachte BaSYS Regie und dessen mobile Anbindung einen deutlichen Mehrwert.

1. BaSYS Regie Mobil ist eine Arbeitsunterstützung für die Außendienstmitarbeiter vor Ort und liefert zeitgleich auswertbare Ergebnisse für das Büro.

2. Verschiedene Abteilungen greifen auf die Kanaldaten zu und nutzen diese für unterschiedliche Prozesse. Durch diese mehrdimensionale Nutzung der Kanaldaten werden Arbeitsabläufe optimiert und zeitsparend durchgeführt. Auch die Vergabe von Aufträgen an Fremdfirmen wird somit erleichtert.

3. Die detaillierte Dokumentation der Arbeitsschritte vor Ort schafft Transparenz und Sicherheit, auch für die Leistungsabrechnung.

4. Im Zuge turnusmäßiger Wartungsarbeiten am Schacht werden auch die entsprechenden Kanaldaten stetig aktualisiert. Durch den Einsatz von BaSYS Regie Mobil werden die aktualisierten Daten über eine Schnittstelle automatisch in die Datenbank importiert.

http://www.barthauer.de/Single.83+M58bccd2f026.0.html

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EES: „ Die WebRTU - die all-in-one Lösung für Regenüberlaufbecken“

Regenüberlaufbecken nehmen im Kanalnetz eine immer wichtigere Bedeutung ein, da Starkregenfälle mit zunehmender Intensität und Häufigkeit auftreten. Die Betreiber von Regenüberlaufbecken und Stauraumkanälen sind vom Gesetzgeber dazu verpflichtet, ihre Anlagen regelmäßig zu überprüfen. Aber auch für eine optimierte Beckenbewirtschaftung und als Planungsgrundlage für mögliche Erweiterungen der Anlage sind verlässliche Betriebsdaten und Messwerte nötig. Dazu sind die Anlagen mess- und steuerungstechnisch auszurüsten und die Daten regelmäßig auszuwerten.

Mit der WebRTU als all-in-one Lösung für Regenüberlaufbecken bietet EES ein Produkt an, das alle wesentlichen Funktionen in einem kompakten Gerät vereint. „Auf Knopfdruck“ oder periodisch wird der RÜB-Bericht generiert und automatisch an die betreffenden Empfänger z.B. per Email oder FTP zugesendet. Der Excel- basierte Bericht erfüllt die Nachweispflichten für Regenüberlaufbecken und ähnliche Sonderbauwerke und kann auch auf der WebRTU archiviert werden. Dadurch kann dieser zusätzlich mittels eingebauten Web-Browser visualisiert werden.

Weiterhin beinhaltet die Lösung z.B. Ereignisprotokolle in Form eines Meldebuchs, schichtplanabhängige Alarmierung bei Fehlerzuständen von Aggregaten und Messeinrichtungen, die per SMS oder Email übermittelt werden können. Der Beginn, das Ende, die Dauer, die Anzahl und abgeschlagene Mengen aller Einstau- und Überlaufereignisse wird erfasst, berechnet und ggf. an ein Leitsystem mittels genormten IEC 60870-5-104 Protokoll übertragen. Ebenso lassen sich Kopplungen an die SIMATIC S7 über ISO on TPC realisieren. Damit lässt sich die WebRTU in Regenüberlaufbecken, in denen bereits eine S7-Steuerung integriert ist, zur Visualisierung, Überwachung, Protokollierung und zum Fernwirken nachrüsten. Zur schnellen Fehlerdiagnose kann über die integrierte Visualisierung eine (Fern-) Diagnose eingerichtet werden. Daten können mobil via Notebook, Tablet oder Smartphone abgerufen werden. Durch den Einsatz von skalierbaren Vektorgrafiken lassen sich die Webseiten ohne Verlust an Auflösung auf allen Endgeräten darstellen. Mittels dynamischer Objekte kann das Regenüberlaufbecken und der Zustand aller angeschlossenen Aggregate dargestellt werden. Änderungen von Schaltbefehlen, Parameter und Sollwert lassen sich direkt aus der Visualisierung heraus vornehmen. Wir bieten eine fertig projektierte Musterlösung für den RÜB-Controller an, die bereits alle wichtigen Elemente wie beschrieben beinhaltet. Das vorbereitete Projekt kann individuell angepasst und beliebig vom Anwender erweitert werden. Dank der Musterlösung können erste Projekte unter enormer Zeitersparnis schnell und sicher umgesetzt werden.

Die WebRTU ist mit allen wichtigen Schnittstellen und Prozessankopplungen bereits ausgerüstet, wie z.B. Ethernet, RS485 und RS232, USB-2.0. Darüber hinaus mit optionalem 3G Modem, einer SD-Karte und optionalen 16 x digitalen E/As sowie 8 x AE und 2 x AA.

Die all-in-one Lösung für Regenüberlaufbecken biete zahlreiche Vorteile in einem kompakten Gerät, dass in rauen Umgebungsbedingungen bis -40°C eingesetzt werden kann. Da alle Daten auf der WebRTU vorliegen, bedarf es keiner Cloud-

• Lösung, die Abhängigkeit von einem weiteren Provider birgt. Die Lösung bietet alle Funktionen und eine enorme Zeitersparnis und schnelle Resultate durch individuell anpassbare Musterlösungen, bei einem einzigartigem Preis- / Leistungsverhältnis.

Elektra Elektronik GmbH & Co. Störcontroller KG
Hummelbühl 7-9 ·
71522 Backnang ·
Germany

Sascha Hahn
E-Mail: sascha.hahn@ees-online.de
Tel.: 07191/182245  

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Rückstauklappen mit Tücken - Rattensperren für die Hauskanalisation

Hauskanalisationen und Abwasserkanäle sorgen für einen stetigen und meistens störungsfreien Ablauf unserer kommunalen Hausabwässer. Wie wichtig diese funktionierenden Systeme sind, wird uns häufig erst bei Störungen klar.

Für Absicherung von Risiken gilt: Der beste Schaden ist derjenige, der erst gar nicht entstehen kann. Vor diesem Hintergrund macht es für Gebäudebesitzer durchaus Sinn, zu überlegen, welche baulichen Maßnahmen sinnvoll sind, um Schäden von vornherein zu vermeiden. Diejenigen, die von Überschwemmungen schon einmal betroffen waren, werden vermutlich alles dafür tun, damit sich so etwas nicht wiederholen kann.

Um sich vor unliebsamen Überraschungen und Rückstauungen aus dem kommunalen Kanalrohren zu schützen, lassen viele Hauseigentümer elektronische Rückstauklappen in ihre Hauskanalisation einbauen. Gebäudeversicherungen verlangen im Überschwemmungs- und damit im Leistungsfall den Nachweis einer regelmäßigen technischen Überprüfung dieser Rückstauklappen.

Immer wieder erreichen uns Meldungen über ganz unerwartete Störungen - trotz technischer Wartungen und Kontrollen dieser Klappen. Auch bei Neubauten und neu verlegten Abwasserkanälen treten Funktionsstörungen an Stauklappen oder Dichtungen in den Rückstauklappen auf.

Die Ursachen für diese Störungen liegen am ungebremsten Nagetrieb von Wanderratten in der Kanalisation. Sie machen sich mit ihren scharfen Nagezähnen an Rückstauklappen und den Dichtungen zu schaffen und setzen damit in wenigen Minuten die Abdichtung der Bauteile außer Funktion.

Rückstauwasser aus dem Kanal dringt nun ungehindert in die Kellerebene und in die unteren Geschossbereiche und sorgt hier für einen erheblichen Abwasser- und Gebäudeschaden.

Baulich marode und nicht mehr genutzte Hausanschluss- und Grundleitungen sind ein hervorragender Lebensraum für Ratten. Die beste Rattenbekämpfung beginnt deshalb damit, Lebensraum und Bewegungsradius der Tiere einzuschränken.

Die Forderung, nicht nur öffentliche Abwasserkanäle konsequent zu sanieren, sondern auch die Inspektion und Sanierung von privaten Elementen der Stadtentwässerung durchzusetzen ist dabei durchaus im Sinne der neuen Biozidverordnung.

Unter dem Gesichtspunkt der präventiven Rattenbekämpfung reicht es dabei nicht aus, defekte Rohre außer Betrieb zu nehmen. Sie müssen verschlossen, besser aber noch komplett verfüllt werden, um sie als Lebensraum langfristig zu beseitigen.

Dies ist nur ein Aspekt von Rattenbefall in der Hauskanalisation.
Der absolute Albtraum aller Toilettenbenutzer ist eine Rattenattacke „von unten". Es hört sich zunächst wie eine abenteuerliche Horrorgeschichte an, bei der einem schaudert - aber sie ist durchaus real und schon viele haben genau das erlebt.

Tatsächlich sind Ratten in nahezu allen Kanalnetzen präsent und immer wieder finden sie den Weg nach oben in die menschliche Zivilisation über den Ausgang an der Toilette.
Gerade bei Hochwasserereignissen im Kanal flüchten Ratten in die höheren Bereiche - bis in die oberen Stockwerke von Mehrfamilienhäusern.

Werden zudem noch Lebensmittelreste durch die Toilette entsorgt, zieht das Ratten unwiderstehlich an, denn sie folgen den „Leckerbissen" von Tellerresten nur zu gerne. Ratten sind extrem schlau, sie merken sich den Weg zu ihren beliebten Nahrungsquellen - schneller als uns lieb ist.

Auf dem Weg dorthin überwinden sie fast jedes Hindernis - manchmal sogar Rückstauklappen insbesondere, wenn diese aus Kunststoff sind! Mit ihren superscharfen Nagezähnen bearbeiten sie alles, was sich ihnen in den Weg stellt - meistens erfolgreich!

Um Immobilien und Hauskanalisationen langfristig vor Rattenbefall aus dem Kanal zu schützen, ist der Einbau von Rattensperren unbedingt notwendig. Rattensperren sind einseitig passierbare Sperrklappen, die für die waagerechte Montage in Revisionsschächten, in Reinigungsöffnungen oder direkt in Rückstauklappen geeignet sind.

Die Installation der Rattensperren im Revisionsschacht oder in der Rückstauklappe ist von Fachbetrieben meistens in wenigen Minuten durchgeführt und stellt für Ratten ein unüberwindbares Hindernis im Kanalrohr dar.
Rattensperren aus säurefestem Edelstahl sind zudem extrem langlebig und robust. Sie arbeiten störungs- und verstopfungsfrei und sichern so die Hauskanalisation vor Nagerschäden und bösen Überraschungen.

Ein Auszug aus einer kommunalen Entwässerungssatzung:
1. Gegen den Rückstau des Abwassers aus der öffentlichen Abwasseranlage hat sich jeder Anschlussberechtigte nach den Vorschriften der DIN 1986 selbst zu schützen.
2. Bei Mängeln oder Schäden, die unmittelbar oder mittelbar durch Rückstau infolge von Naturereignissen wie Hochwasser, Wolkenbrüche oder Schneeschmelze oder durch Hemmungen im Wasserablauf hervorgerufen werden, hat der Anschlussberechtigte gegen die Stadt keinen Anspruch auf Schadenersatz, Entschädigung oder Minderung der Abwassergebühren.
3. Ablaufstellen unterhalb der Rückstauebene sind durch automatisch arbeitende Abwasserhebeanlagen mit Rückstauschleife nach DIN EN 12056-4 oder unter bestimmten Voraussetzungen durch Rückstauverschlüsse nach DIN 1997 oder DIN 19578 bzw. E DIN EN 13564-1 gegen Rückstau aus dem Kanal zu sichern.

Fakten aus dem Untergrund:
Über 500.000 km öffentlicher Kanal sorgen in Deutschland für den Abfluss unserer häuslichen und industriellen Abwässer. Hinzu kommen schätzungsweise 1.500.00 km Kanal auf privatem Grund.
Gerade hier ist der Zustand der Abflussrohre in einem besorgniserregenden, schlechten und maroden Zustand. Ein Eldorado für Ratten und Ungeziefer- ein fast endloses Rohrsystem mit stetiger Nahrungsversorgung. Ein Biotop wie aus dem Bilderbuch.
Seit über 50 Jahren werden Ratten in der Kanalisation systematisch mit Giftködern bekämpft oft leider nur mit mäßigem Erfolg. Nicht nur die Entwicklung von Giftresistenzen bereiten den Fachleuten Probleme.
Die eingesetzten Wirkstoffe sind in hohem Maße umweltgefährdend und reichern sich in Nahrungsketten an. Ein biologischer Abbau findet nur sehr langsam statt. Schädlingsprävention und giftfreie Alternativen sind hier zu Zeit gefragter denn je!
In Dänemark z.B. sind präventive Maßnahmen - wie Rattensperren in der Hauskanalisation - bereits gesetzlich vorgeschrieben.

Wenn Sie sehen möchten, wie einfach die Montage ist, werfen Sie doch mal einen Blick auf die Montagevideos:
http://www.ihs-neuber.de/pipesec/
https://www.youtube.com/watch?v=AkYMQ46zmlI

-IHS- Ingenieurbüro für Hygieneplanung und Schädlingsprävention
Hans-Rainer Neuber
Dipl.-Ing. agr. - Freier Sachverständiger
Staatl. gepr. Desinfektor & Schädlingsbekämpfer

Landweg 8 - 33829 Borgholzhausen
Telefon 05425-5529
Mobil 0163-1424849
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HUBER: Nutzung der Abwärme von vor Ort anfallendem Abwasser - Praxisbericht am Beispiel des Altersheims Hofmatt/Schweiz

Abwasser als Wärmequelle für Wärmepumpensystem stellt eine hocheffiziente Energiequelle und -senke dar. Ihre Verwendung ist jedoch oft auf große Kanaldurchmesser und Durchflussmengen beschränkt. Im folgenden Artikel soll eine Alternative zur Abwasserwärmenutzung aus dem Kanal am Beispiel des Altersheimes Hofmatt in Münchenstein in der Schweiz vorgestellt werden: die Nutzung der Abwärme des vor Ort anfallenden Abwassers als regenerative und nachhaltige Energiequelle zur Brauchwassererzeugung und Heizung des Gebäudes.

Einführung
Durch immer besser werdende Gebäudehüllen reduziert sich der Wärmebedarf moderner Gebäude kontinuierlich. Die Raumluft wird, so gut es geht, am Entweichen aus dem Gebäude gehindert oder über Wärmetauscher ins Freie geleitet, damit möglichst wenig Energie verloren geht. Diese Energie steckt auch in unserem Abwasser, jedoch wird nicht verhindert, dass es ungenutzt in die Kanalisation entweicht. An diesem Punkt setzt die Abwasserwärmenutzung (AWN) an. Die im Abwasser enthaltene Energie soll weiter verwendet werden.
Hierzu sind Wärmetauscher notwendig, die den schmutzigen Abwasserstrom von einem sauberen Kühlwasserstrom trennen. Diese Wärmetauscher gibt es zum Einbau in einem Abwasserkanal und als oberirdisch aufgestellte, externe Variante. Ihr Einsatz ist inzwischen erprobt und ihre Leistungsfähigkeit bewiesen.
Die meisten bisher realisierten Projekte nutzen dabei den Abwasserstrom, der den Kanal bereits erreicht hat. Im Altersheim Hofmatt in Münchenstein in der Schweiz wurde in dieser Hinsicht ein neuer und sehr viel versprechender Weg beschritten: die Nutzung des hauseigenen Abwassers zu Heizzwecken und zur Brauchwassererwärmung.
Die Nutzung des Abwassers am Entstehungsort birgt ein sehr hohes Potential. Pro Person fallen im Schnitt 130 l Abwasser pro Tag mit 23-25°C an. Bei einer Abkühlung von 15 K können somit pro Tag und Person ca. 2,26 kWh Energie zurückgewonnen werden. Bei einem zulässigen Jahresenergiebedarf von 55 kWh/m² laut KfW85 und angenommenen 170 Heiztagen können mit dieser Energie ca. 7 m² Wohnfläche volllastfähig versorgt werden. Es kann eines der größten Energielecks moderner Gebäude auf kurzem Weg geschlossen werden.

Projekt
Historie

Das Altersheim Hofmatt am Rande der Gartenstadt Münchenstein nahe Basel in der Schweiz ist eine Stiftung der Familie Zaeslin im Gedenken an ihre beiden bei einem Eisenbahnunglück 1891 verstorbenen Söhne. In der damaligen „Erholungsstation Hofmatt" fanden Rekonvaleszente des Spitals aus Basel Aufnahme. 1940 erfolgte die Neunutzung als Fürsorgeheim und in den 1960er Jahren schließlich der Wandel zum Alters- und Pflegeheim aufgrund der veränderten Nachfragesituation. Deshalb erfolgte zwischen 1966 und 1968 der Bau des ersten Bettenhauses mit ca. 60 Betten und im Jahre 1977 kam der Erweiterungsbau West hinzu. Einer ersten Sanierung 1984 folgte eine zusätzliche Erweiterung 1995, sodass der Grundstein zur Pflege mit 124 Betten geschaffen wurde.
Im Jahr 2010 erfolgte die Planung für eine komplette Renovierung und nochmalige Erweiterung des Pflegeheims. Auf der IFAT 2010 stellte die Firma Huber Technology erstmalig einen Wärmetauscher vor, der speziell für den Einsatz mit Abwasser konzipiert war. Die Ingenieure der ETA Group wurden auf diesen aufmerksam und stellten ihre Idee der Abwasserwärmenutzung im kleinen Kreislauf der Firma Huber Technology vor. Schnell war klar, dass mit dem Abwasserwärmetauscher RoWin der optimale Wärmetauscher für die Idee der AWN für die Hofmatt gefunden wurde.
Das Alters- und Pflegeheim Hofmatt wird seit 2012 saniert und in diesem Zuge um zwei Blöcke erweitert. Hierbei wurde auch das Energiekonzept des Hauses von Grund auf überarbeitet. Die Nutzung der Restwärme des Abwassers des Hauses und der zugehörigen Kantine spielte hierbei eine wichtige Rolle. Das gesamte Abwasser des Komplexes wird in einem Sammelschacht vor dem Gebäude gesammelt (vgl. Abbildung 1) und anschließend über den Abwasserwärmetauscher Huber RoWin geleitet. Dabei wird dem 23 °C warmen Abwasser die Energie entzogen und einer Wärmepumpe zugeführt.

Vergleich mit alternativen Lösungen
Zu Beginn der Planung dieses Vorhabens wurde ein manuell zu reinigender Wärmetauscher zum Einbau in einen Abwasserschacht in Betracht gezogen. Das Abwasser wird dabei beim Einlaufen in den Wärmetauscher über eine Filtereinheit geleitet, um den Wärmetauscher vor Grobstoffen zu schützen. Aufgrund der Biofilmbildung und der nicht vorhandenen präventiven Abreinigung der Wärmetauscherflächen ist eine manuelle Reinigung dieses Systems notwendig und es fallen hohe Wartungskosten an. Zudem ist ein recht großer Schacht notwendig, in den der Wärmetauscher verbaut wird.

Aus diesen Gründen entschied sich die EBM als Contractor, Anlagenbesitzer und Betreiber für den Einsatz eines HUBER RoWin welcher durch seine vollautomatische mechanische Reinigung der Wärmetauschermodule wartungsfrei seinen Dienst verrichtet. Gleichzeitig garantiert einer Turbulenzerzeuger eine konstant hohe Wärmeübertragungsleistung auch bei Batch-Beschickung (chargenweise Beschickung). Es kommt eine vollautomatische Siebanlage im Abwasserschacht zum Einsatz, welche die Pumpe und den Wärmetauscher vor Grobstoffen schützt. Der Abwasserschacht konnte zudem deutlich kleiner ausgeführt und mit Gas- und Geruchsdichten Schachtdeckeln versehen werden (vgl. Abbildung 3). Dadurch war es möglich den Schacht in direkter Nähe des Gebäudes zu platzieren ohne die Bewohner durch Emissionen zu belästigen.

Auf der Heizungsseite kommt eine Kolbenkompressor-Wärmepumpe mit Direktkondensation zum Einsatz welche das Brauchwarmwasser in den Kombispeichern auf bis zu 70°C erhitzen kann. Als 100% Backup und Spitzenlastabdeckung steht der Fernwärme¬anschluss der EBM Münchenstein zur Verfügung, die auch als Contractor des Systems auftritt. Die Idee der speziellen Fernwärmstation mit vollständig integrierten Anlagenteilen erfolge über die Firma HLK Consutling GmbH in Dornach. Von ihr stammt das Konzept Konzept der Brauchwassererwärmung und Heizungsunterstützung statt reiner Brauchwasserwärmung. Diese Lösung wurde bereits vor rund 15 Jahren diversen Anlagen in Basel realisiert, dort diente Abwärme aus den Kühlprozessen als Wärmequelle, hier wie beschrieben Abwasser. ETA Group hat die schlüsselfertige Lieferung der Anlage übernommen. Ebenfalls kommt die Steuerung der gesamten Anlage aus der Feder der ETA Group.Obwohl eine höhere Nutzung der Abwärme durch die Heizungsunterstützung möglich wurde, war die Anlage als Gesamtkonzept nicht teurer als die ursprünglich vorgesehene Lösung..

Maschinentechnik
Neben dem Abwasserwärmetauscher HUBER RoWin in seiner kleinsten Baugröße 4S wurde auch die Siebanlage RoK1 von der HUBER SE geliefert. Der Wärmetauscher wurde im Keller des Gebäudes neben der Wärmepumpe installiert (vgl. Abbildung 4).
Von Seiten der ETA Group wurde eine Wärmepumpe mit Kolbenkompressor und Direktkondensation geliefert welche das Brauchwarmwasser auf bis zu 70°C erhitzen kann. Die ETA Group verbaute dabei Speicher der Firma Jenni, die für den Betrieb mit Direktkondensation geeignet sind. Durch den entfall eines weiteren Wärmetauschers kann die Effizienz des Systems gesteigert werden und auch die erreichbare Temperatur steigt an. Im Inneren des Schichtspeichers wird das Brauchwarmwasser im oberen Teil mit 65°C vorgehalten, in der Mitte liegt 30-40 °C Wasser für die Gebäudeheizung und im unteren Teil des Speichers wird das Wasser mit 25°C zur weiteren Kühlung des verflüssigten Kältemittels vorgehalten.. Ein drehzahlgeregelter Kompressor erhöht den Wirkungsgrad bei Teillastbetrieb.

Betriebserfahrung
Die Anlage befindet sich seit 2012 im Betrieb und in den 2 Jahren Betriebserfahrung wird von Seiten der ETA Group und der EBM Münchenstein ein durchweg positives Fazit gezogen.
Seit die ersten Anlaufschwierigkeiten gelöst sind produziert das System Brauchwarmwasser mit 65°C und versorgt große Teile der Heizung mit einer JAZ von 3,2. Eine Wartung des Wärmetauschers war bisher noch nicht erforderlich. Auch der Sammelschacht läuft bisher weitgehend wartungsfrei.
Bei diesem Projekt konnten die beteiligten Parteien im kleinen Maßstab Erfahrungen zum Betrieb einer solchen Anlage sammeln, um diese bei größeren Projekten direkt in die Planung integrieren zu können.

Fazit
In modernen Gebäuden wird ein Großteil der Heizenergie für die Erzeugung von Warmwasser benötigt. Dieses wird anschließend ohne weiteren energetischen Nutzen in die Kanalisation eingeleitet und entschwindet zur Kläranlage. Durch die Möglichkeit der Abwasserwärmenutzung kann dieses energetische Loch nun geschlossen und die bereits eingesetzte Energie zurückgewonnen werden. Dies senkt den Primärenergiebedarf und reduziert die CO2 Emissionen. Die Abwasserwärmenutzung kann somit einen großen Anteil an der gesamten energetischen Optimierung eines Gebäudes haben. Zudem ist die AWN als regenerative Ersatzmaßnahme nach EEWärmeG anerkannt.
Für zukünftige Projekte sollte zudem nicht nur über Wärmerückgewinnung aus Abwasser nachgedacht sondern auch die Möglichkeit in Betracht gezogen werden mit Abwasser zu kühlen. Durch einfach Wärmepumpenkreislaufumkehr kann das gleiche System, welches im Winter zur Beheizung des Gebäudes eingesetzt wird im Sommer zur Kühlung genutzt werden. Durch diesen Doppelnutzen sinkt die Amortisationszeit deutlich und es besteht kein Bedarf nach zusätzlicher Maschinentechnik zur Kühlung.

Die Firma HUBER ist durch ihre über 130 jährige Geschichte ein solider und zuverlässiger Partner bei der Projektierung und überzeugt technisch durch hochqualitative Maschinen. Durch ein weltweites Vertriebsnetz kann die Technik welche zur AWN benötigt wird auf allen Kontinenten für den Einsatz bereitgestellt werden.
Die gute Zugänglichkeit der Ressource Abwasser, kurze Entscheidungswege bei der Realisierung und die Möglichkeit sowohl die Energiequelle als auch -senke sprichwörtlich unter einem Dach zu haben, sprechen für eine solche Anlage. Eine Wiederholung ist unter den entsprechenden Rahmenbedingungen zu empfehlen.
Eingesetzte Produkte und verwandte Lösungen

Verwandte Produkte:
- HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin
Verwandte Lösungen:
- Kleinräumige Kreisläufe zu Wärmerückgewinnung aus Abwasser in Gebäuden
- Heizen und Kühlen mit Abwasser aus dem Kanal

Quelle: http://www.huber.de/de/huber-report/praxisberichte/energie-aus-abwasser/nutzung-der-abwaerme-von-vor-ort-anfallendem-abwasser-praxisbericht-am-beispiel-des-altersheims-hofmattschweiz.html
 
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NIVUS: Optimaler Mitteleinsatz in der Fremdwassermessung

Die Erfahrungen als Messdienstleister zeigen in den letzten Jahren einen zunehmenden Bedarf an Maßnahmen zur Fremdwasserreduzierung in Entwässerungssystemen von Kommunen in ganz Deutschland. Dabei werden Messkampagnen durchgeführt bei denen Teileinzugsgebiete mit Durchflussmessungen ausgerüstet werden, um die Fremdwasserschwerpunktgebiete zu identifizieren. Nahezu bei allen Messkampagnen findet die Fremdwasserauswertung über die Nachtminimum-Methode (DWA-M 182) statt. Hierbei wird der geringste Tagesabfluss als im Wesentlichen dem Fremdwasser zugehörig gewertet.
Nachfolgend wird nach DWA-M181 unterschieden in

· Temporärmessungen (Dauer-, Langzeit- und Kurzzeitmessungen) und
· Einzelmessungen.
Vielfach werden über Kurzzeitmessungen (DWA-M 181: Messdauer etwa zwischen einer Woche und drei Monaten) Fremdwasserschwerpunktgebiete identifiziert. Die durch NIVUS abgewickelten Messkampagnen haben in der Regel Messdauern zwischen vier und 12 Wochen.
Vereinzelt erreichen den Messdienstleister Anfragen über Einzelmessungen an verschiedenen Punkten eines Einzugsgebietes mit derselben Zielsetzung. Dabei sollen innerhalb einer Nacht, zur Zeit des geringsten nächtlichen Abflusses bei Trockenwetter, an mehreren Punkten eines Einzugsgebietes über Einzelmessungen die Trockenwetterabflüsse ermittelt werden. Es ist offensichtlich, dass Einzelmessungen zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht über dieselbe Datenqualität verfügen können wie Messungen über mehrere Wochen. Auf der anderen Seite ist der Mittelaufwand im Vergleich zu Kurzzeitmessungen niedriger. Damit stellt sich die Frage nach dem optimalen Kosten-Nutzen Aufwand für Fremdwasseruntersuchungen.

https://www.nivus.de/de/aktuelles-presse/presse/optimaler-mitteleinsatz-in-der-fremdwassermessung/
 
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HUBER: Kondensatminimierung in Wasserkammern durch Zwangsbelüftung

In manchen Wasserkammern bilden sich an der Decke und an den Wänden Kondensattropfen. Grundsätzlich sollte diese Erscheinung durch gute Deckenisolierung, schräge Decken oder Gewölbe oder durch spezielle Beschichtungen vermieden werden. Häufig ist dem Problem mit statischen Methoden aber nicht beizukommen.
Bereits 2011 veröffentlichten wir einen Bericht über die Betriebserfahrungen mit der Nachrüstung einer Zwangsbelüftung im Hochbehälter Utzenaich im österreichischen Innviertel.

Der dort im Jahre 2007 neu installierte Hochbehälter mit zwei rechteckigen Kammern von je 250 Kubikmetern Fassungsvolumen wurde nach hohen hygienischen Standards errichtet. Eine Edelstahlauskleidung, eine schräge Decke sowie eine Luftzuleitung mit integriertem Luftfilter und einer erdverlegten Schleife mit Gefälle zur Luftabkühlung und Kondensatausschleusung waren Ausstattungsmerkmale.

Luftfilteranlagen von HUBER Typ L251 bis L662 filtern Luft mit einem HEPA-Filter Klasse H13 (HEPA = High Efficiency Particulate Filter bzw. Schwebstofffilter). Filterklasse H13 bedeutet nach DIN 1822:2011 einen Abscheidegrad (Integralwert) von > 99,95 %. Das ist Standard für Operationssäle.
Die Typen L361 bis L662 verfügen zusätzlich zum HEPA-Filter H13 über einen Feinfilter Klasse M5 (nach EN 779:2012) als Vorfilter. Man merke: Eine Wasserkammer, deren Luftzufuhr über eine HUBER Luftfilteranlage erfolgt, atmet Luft in einer Reinheit, wie sie sonst OP-Sälen zugeführt wird.

Aber: In einem OP-Saal arbeiten Menschen. Das bedeutet, dass Luft ein- und ausgeatmet wird und auch anderweitig in einen Verbrauchszustand gelangt. Daher verfügen diese Räume über eine Zu- und Abluftführung.
Diesem Beispiel galt es zu folgen - jedoch in einem der Notwendigkeit angepassten Maß. Ähnlich wie Menschen im OP-Saal gibt auch die Wasseroberfläche Feuchtigkeit an die Luft ab. Was in der Wasserkammer fehlt, wenn es zu Kondensatbildung kommt, sind zusätzlich zur Luftfilteranlage eine Zwangsbelüftung (mittels Ventilator) und eine Abluftführung.

Utzenaich: In Strömungsrichtung nacheinander: Wandanschlussplatte innerhalb der Sicherheitsjalousie (außen, nicht abgebildet), Luftansaugleitung zum Radial-Rohrventilator mit 5-stufigem Trafo zur Drehzahlverstellung, Luftfilteranlage L251 (oberhalb der zugehörige Differenzdruckschalter), Sicherheitsventil Typ 170-1 (rot, ca. 1.000 Pa Auslösedruck)
Im Hochbehälter Utzenaich wurde der erste erfolgreiche Versuch gemacht, die Kondensatbildung durch Zwangsbelüftung zu eliminieren. In den folgenden Jahren wurden weitere Behälter mit einer Zwangsbelüftung zusätzlich zu bereits vorhandenen Luftfiltern eingebaut. Überall konnte die Kondensatbildung minimiert werden. Ein weiterer Vorteil dieser Maßnahme ist, dass sich ab dem Ventilator das gesamte System in einem leichten Überdruck befindet und mit Sicherheit keine ungefilterte Luft in die Wasserkammer gelangen kann.

Nicht bekannt ist der Verlauf der relativen Luftfeuchte über die Höhe zwischen Wasseroberfläche und Wasserkammerdecke. Es macht aber auch wenig Sinn, dieses Profil zu messen, denn die Rahmenbedingungen sind meistens verschieden und so kann nicht von einem auf den nächsten Fall geschlossen werden.
Der Einbau einer Luftfilteranlage sollte mittlerweile - nachdem solche Anlagen seit 15 Jahren in zunehmender Zahl eingesetzt werden - Stand der Technik geworden sein, wenngleich es dazu noch keine bindenden Vorschriften gibt.
Sind bei einem Neubau alle baulichen Maßnahmen nach dem Stand der Technik getroffen oder bei Sanierungen die in vertretbarem Kostenrahmen realisierbaren Maßnahmen zur Kondensatvermeidung durchgeführt worden, und das Kondensatproblem erscheint dennoch: Es reicht aus, zu wissen, dass durch die Nachrüstung einer Zwangsbelüftung (Ventilator mit ca. 150 - 250 Pa Druckerhöhung im Betriebsbereich) und einer Luftfilteranlage (sofern nicht schon vorhanden) sowie einer Fortluftleitung mit leicht öffnender Rohrverschlussklappe (Δp ca. 80 - 120 Pa) bzw. einer definierten Fortluftführung (es muss keine Leitung sein) der Kondensatbildung mit hoher Wahrscheinlichkeit gänzlich Einhalt geboten werden kann.

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http://www.huber.de/de/huber-report/praxisberichte/edelstahlausruestungsteile/trinkwasserspeicher/kondensatminimierung-in-wasserkammern-durch-zwangsbelueftung.html
 
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HUBER: Phosphorreduktion mit dem HUBER RoDisc® Scheibenfilter

Einfache und günstige Methode zur Entnahme von Phosphor aus dem Abwasser

Durch den Menschen zusätzlich in die Gewässer eingeleitete Nährstoffe (Phosphor, Stickstoff) verschlechtern die Gewässerqualität nachhaltig. So können sich Phosphatgehalte im unteren Mikrogrammbereich bereits negativ auf den Sauerstoffgehalt im Gewässer auswirken und dadurch das Eutrophierungspotenzial des Gewässers steigern.
Als Eutrophierung bezeichnet man die Anreicherung eines Gewässers mit Pflanzennährstoffen (Überdüngung). Diese
Nährstoffe bewirken ein verstärktes Algenwachstum und die Algen wiederum trüben das Wasser, sodass nach einiger Zeit nur noch in der oberflächennahen Schicht genügend Licht für die Fotosynthese vorhanden ist. Durch die verringerte Fotosyntheseleistung sinkt die Sauerstoffkonzentration im Wasser. Außerdem werden abgestorbene Algen von Mikroorganismen abgebaut - und bei diesem Vorgang wird Sauerstoff verbraucht. Die Folge der Eutrophierung ist also eine sehr niedrige Sauerstoffkonzentration im Wasser, was letztendlich zu Fäulnis (anaerobe Zersetzungsprozesse) und Fischsterben sorgen kann. In diesem Fall spricht man auch vom „Umkippen des Gewässers".

In einzelnen Ländern, wie beispielsweise China und Russland, gefährdet die Algenplage sogar die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung. So wucherten im Sommermonat Juni die Algen im Taihu-See in China bereits so stark, dass für einige Tage die Trinkwasserversorgung für die angeschlossene Bevölkerung in der Stadt Wuxi (Provinz Jiangsu) unterbrochen werden musste. Fünf Millionen Menschen waren daraufhin auf in Flaschen abgefülltes Wasser angewiesen.
Da durch menschliche Einflüsse Nährstoffe wie Stickstoff, Schwefel etc. in der Regel in größeren Mengen im Gewässer verfügbar sind, gilt der Gehalt an Phosphor als der limitierende Faktor für ein übermäßiges Algenwachstum. Der Entnahme von Phosphor fällt damit im Schutz unserer Gewässer eine Schlüsselrolle zu, da jeder zusätzliche Eintrag eine weitere Steigerung des Pflanzenwachstums bewirkt.

Phosphor wird in der Abwasserreinigung im festen Aggregatzustand über den Schlammweg aus dem Abwasser entnommen. Der Phosphor wird dabei entweder durch Aufnahme in die Biomasse oder durch eine zusätzliche chemische Fällung in Feststoffe überführt und im Schlamm eingebunden. Weil die biologische Aufnahme des Phosphors (Bio-P-Prozess) limitiert ist, wird auf den meisten Kläranlagen eine Kombinationsfahrweise der biologisch-chemischen Phosphorreduktion betrieben. Bei der chemischen Phosphorelimination bilden mehrwertige Metallionen mit den im Abwasser gelösten Phosphationen unlösliche Verbindungen. Insbesondere da der Phosphor durch diese zum Teil aufwendigen Verfahrensschritte in die ungelöste Form überführt wird, kommt der sicheren Abscheidung der Feststoffe eine große Bedeutung zu. Der Huber RoDisc® Scheibenfilter ist hierfür eine kostengünstige und sichere Filtrationsanlage, welche eine weitgehende Feststoffentnahme aus dem Ablauf des Nachklärbeckens gewährleistet. Der geringe Platzbedarf, der geringe Druckverlust und der modulare Aufbau sowie die Beschickung im freien Gefälle ermöglichen eine einfache Anpassung an vorhandene Gegebenheiten und beschränken die baulichen Maßnahmen auf ein Minimum.

Die Restverschmutzung des Kläranlagenablaufs wird zu einem großen Teil durch gelöste Stoffe und zum anderen Teil von suspendierten Schlammflocken verursacht. Jedes Milligramm an suspendiertem belebtem Schlamm, das mit dem gereinigten Abwasser abtreibt, erhöht die Phosphorablaufwerte um ca. 0,02 bis über 0,04 mg/l (ATV-DVWK-A131). Dies bedeutet, dass beispielsweise bei einer Entnahme von 20 mg/l abfiltrierbaren Stoffen durch einen nachgeschalteten Scheibenfilter die Phosphorkonzentration bereits um ca. 0,4 bis 0,8 mg/l reduziert werden kann. Durch eine höhere Zugabe von Fällungsmitteln in den vorgeschalteten Verfahrensschritten (Simultanfällung) kann die Entnahmeleistung für Phosphor weiter gesteigert werden. Durch Fällungsmittel erhöht sich der anorganische Anteil, welcher durch Agglomeration an die Schlammflocke gebunden ist, und wird ebenfalls durch die Filtration aus dem Abwasser entnommen. Üblicherweise können Phosphorablaufwerte < 1 mg/l mit der Filtration und ausreichender Dosierung an Fällungsmitteln in den vorgeschalteten Verfahrensstufen sicher eingehalten werden - und sogar Ablaufwerte < 0,5 mg/l Phosphor sind erreichbar.

Bestehen sehr hohe Anforderungen hinsichtlich einer weitgehenden Phosphorelimination, kann der Scheibenfilter auch als Flockungsfiltration eingesetzt werden. In diesem Fall sollten in der vorhergehenden Abwasserreinigung Simultanfällung und biologische Phosphorelimination genutzt werden, damit die Phosphorablaufkonzentration des Nachklärbeckens bereits relativ gering ist und damit auch ein wirtschaftlicher Betrieb des Scheibenfilters erzielt werden kann. Die Dosierung der Fällungsmittel erfolgt dabei in den Ablauf des Nachklärbeckens und wird nach kurzer Fließstrecke bzw. Reaktionsstrecke in den Scheibenfilter geleitet. Zur Entnahme dieser feinsten vom Fällungsmittel gebildeten Flocken wird der Scheibenfilter mit dem Filtermaterial Nadelfilz bestückt. Der dreidimensionale Aufbau des Nadelfilzes bewirkt, dass die Abscheideeffekte nahezu denen eines klassischen Tiefenfilters entsprechen, was zur sicheren Absonderung der Mikroflocken auch notwendig ist. Die Nachrüstung dieser zusätzlichen Reinigungsstufe ermöglicht es, Überwachungswerte auch < 0,3 mg/l Phosphor zu erreichen.
Eine Scheibenfilteranlage ist eine einfache und effiziente Lösung, welche für unterschiedliche Anforderungen der Phosphorreduktion eingesetzt werden kann, und dadurch einen entscheidenden Beitrag zum Schutz unserer Gewässer leistet. Der minimale Druckverlust sowie der geringe Platzbedarf ermöglichen eine problemlose Integration der nachgeschalteten Filtrationsstufe in bestehende Kläranlagen.

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HUBER: "Win - Win" durch RoWin: Vielfältige Einsatzmöglichkeiten für Wärmerückgewinnung

„Nur eines steht fest: Das Zeitalter der günstigen Energie ist vorbei!"
Nobuo Tanaka, Chef der Internationalen Energieagentur

Dieses Zitat beschreibt in wenigen Worten, warum es immer wichtiger wird, bereits eingesetzte Energie wieder zurückzugewinnen. Wie dies auch in der Praxis erfolgreich gelingen kann, zeigen nachfolgende Anwendungen der Abwasser- Energierückgewinnung aus Brüdenwasser
In Kläranlagen fällt Brüdenwasser von 30 - 60 °C bei der Schlammentwässerung und im Waschwasser der Abluftreinigung der Klärschlammtrocknung an. Dank des HUBER Abwasserwärmetauschers RoWin ist es uns bereits bei zwei Projekten (ARA Bern/Schweiz und Firma Lindenschmidt KG/Kreuztal, Deutschland) gelungen, aus diesem Abwasser mit ca. 1 % TS-Gehalt durch Abkühlung erhebliche Energie zurückzugewinnen.
In Abbildung 1 ist eine beispielhafte Auslegung einer solchen Anwendung für eine Kläranlagengröße 100.000 EW dargestellt. Es zeigt sich, dass über 580 kW Wärme aus dem Brüden entzogen und einer Wärmepumpe zugeführt werden können. Diese erzeugt daraus ca. 750 kW Wärme, die anschließend für Faulschlammerwärmung und/oder Beheizung einer Gebäudefläche bis 25.000 m² (= 3,5 Fußballfelder) oder für externe Fernwärmeversorgung zur Verfügung steht. Die Investition rechnet sich nach kurzer Zeit und rechtfertigt sich zusätzlich durch eine signifikante Verbesserung der CO2-Bilanz.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass während der Abkühlung des Abwassers Ausfällungen stattfinden, und so das bisherige lästige Zuwachsen von Leitungen verhindert wird. Die anfallenden Feststoffe können separat aus dem Wärmetauscher abgezogen und entsorgt werden.

Hierbei wird ein Abwasserstrom hoher Temperatur durch den Wärmetauscher geleitet, welcher auf der anderen Seite von frischem Trinkwasser durchströmt wird. In diesem Anwendungsfall ist der Einsatz einer Wärmepumpe nicht notwendig, da die Wärme bereits auf einem hohen Niveau vorliegt. Im Klinikum rechts der Isar München wird auf diese Weise die Wärme aus den Operationsbesteckspülmaschinen direkt zurückgewonnen und den Spülmaschinen auf der Frischwasserseite wieder zugeführt (vgl. Abbildung 2). Wärmerückgewinnung in solch einem kleinen Kreislauf hat zwei Vorteile: Zum einen sind die Systeme meist relativ einfach und deshalb günstig zu realisieren, zum anderen ist wenig zeitlicher Versatz zwischen dem Anfall von warmem Abwasser und dem Bedarf nach Frischwasser. Die einzigartige Pufferfunktion in Kombination mit der patentierten Reinigung des HUBER RoWin-Wärmetauschers verhilft dieser Anwendung zu ihrer Effizienz.

Win-win durch RoWin
Die Lindenschmidt KG aus Kreuztal ist ein Entsorger für ölhaltige Problemstoffe. Beim biologischen Abbau dieser Stoffe kommt es zu einer starken Erwärmung des Abwassers im Belebungsbecken, sodass hier eine Abkühlung gewünscht war. Durch den HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin kann dem Wasser der Biologie Energie entzogen und direkt in den Altöl-Lagertank weitergegeben werden. So werden zwei Probleme auf einmal gelöst: Zum einen wird die Temperatur der Biologie optimiert, zum anderen werden fossile Energieträger zur Beheizung des Altöl-Lagertanks eingespart.

Zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten in unterschiedlichen Industrien
Die Grundidee dieser wirtschaftlichen Anwendungen zur Wärmerückgewinnung aus verschmutzten Medien kann zum Beispiel auch auf die Lebensmittelindustrie (Vorwärmung des Speisewassers zur Dampferzeugung), Papierfabriken sowie Entsorger und sonstige produzierende Industrien mit warmem bis heißem Abwasser übertragen werden.

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Separchemie: Flockungshilfsmittel trifft Filter

Einleitung:
Ist es Ihnen schon einmal passiert, dass Sie oder ein Flockmittelvertreter aus Schlamm und Polymer
wundervolle Flocken generiert haben, unzerstörbar und schön groß. Dann haben Sie diesen
konditionierten Schlamm z.B. auf eine Siebbandpresse gegeben oder einen anderen Filter und das
Gemisch aus Flocken und Wasser steht auf dem Band und läuft einfach nicht durch?
Damit Sie mir glauben, dass das nicht nur graue Theorie ist. Hier sehen Sie ein paar schwarze Flocken,
mit zwei verschiedenen Flockungshilfsmitteln behandelt.
Darum soll es im diesjährigen Vortrag gehen:
Was sind die Gründe für eine schlechte Filtration und welche Möglichkeiten gibt es, diese zu
beseitigen. Aber erwarten Sie bitte nicht, dass ich jetzt eine große Matrix entwickle, welcher
Schlamm mit welchem Polymer auf welchem Entwässerungsaggregat bei welcher Temperatur sich
wie schnell filtrieren bzw. entwässern lässt. Das geht gar nicht, aber ich will Ihnen ein paar
Zusammenhänge aufzeigen, die Hinweise auf mögliche Probleme geben bzw. Lösungen anbieten
können. Und so kam der Titel zustande: Flockungshilfsmittel trifft Filter.

Teil 1: Flockungshilfsmittel
Was passiert, wenn ein Flockungshilfsmittel auf einen passenden Schlamm trifft? Dabei gehe ich
davon aus, dass jemand festgestellt hat, welche Ladung zum Schlamm passt, hier soll es also nur
darum gehen, festzustellen, ob eher ein niedermolekulares oder eher ein hochmolekulares
Flockungshilfsmittel eingesetzt werden kann. Eigentlich geht man ja davon aus, dass das
Flockungshilfsmittel vom Schlamm gebunden wird. Aber scheinbar wird es nicht ganz gebunden,
dann wäre der Einfluss auf die Filtration wohl kaum zu bemerken. Zumindest, wenn man wie im
Experiment eine große Oberfläche bei wenig Schlamm im Wasser anbietet.
Wenn Sie sich einmal vor Augen halten, dass ein gestrecktes Polymer‐Molekül mehrere Meter lang
ist, also in gestreckter Form von meinem Kollegen bis zu mir reichen würde, dann kann man eher
verstehen, dass auf dieser Schnur nicht alle Andockplätze belegt sind. Immerhin charakterisiert man
Polymere durch die Angabe wie viele Mio. Dalton es an Molgewicht hat. Auch in einer noch so
verdünnten Lösung liegen also immer verknäulte Moleküle vor.
Vielleicht kann man es sich so vorstellen:
Habe ich einen feinteiligen Schlamm aus starren Partikeln, z.B. aus einem Steinmetzbetrieb oder
einen Hydroxidschlamm aus einer Galvanik, dann reihen sich viele Partikel auf einer Leine, also dem
Flockungshilfsmittel auf. Ist die Leine sehr lang, bleiben zwangsläufig einige Plätze auf der Leine frei.
Eine andere Vorstellung ist, dass die feinen Partikel in die Wolke aus Polymeren eindringen muss,
dadurch quillt das Knäuel auf, aber es wird sich nie verhalten wie ein gestreckter Faden. Diese übrig
bleibenden freien Stellen legen sich auf das Filtergewebe und blockieren es. Das polymere
Flockungshilfsmittel legt sich wie eine Barriere über die Löcher im Filtergewebe und verschließen
diese. Zusätzlich können sich die Flockungshilfsmittelmoleküle noch überkreuz legen, was eine
zusätzliche Blockade verursacht.
Hier sehen Sie an einem gebrauchten Tuch aus einer Kammerfilterpresse wie fein diese Löcher sind.
Besonders schlimm wird die Situation, wenn das Flockungshilfsmittel zu hoch dosiert wird, also
überschüssiges Produkt sich um den Schlamm lagern kann. Und die Schlammpumpe vor der
Kammerfilterpresse pumpt und pumpt und pumpt, aber kein Filtrat läuft heraus.
Habe ich dagegen Partikel oder Mikroflocken, die beweglich sind, also z.B. biologische Flocken aus
einer kommunalen Kläranlage, so können diese sehr viele Plätze auf der Leine belegen, es bleibt
nichts über.
So können kommunale Überschussschlämme oder schlecht ausgefaulte Schlämme gut mit
hochmolekularen Flockungshilfsmittel behandelt werden, während feinteilige Schlämme, gut
ausgefaulte Schlämme mit niedermolekularen Produkten gute Ergebnisse erzielen.

Teil 2: Feinstflocken
Wenn durch die Auswahl von Flockungshilfsmitteln die Filtrierbarkeit beeinflusst wird, muss etwas
zwischen Flockungshilfsmittel und Filter geschehen, oder ist es etwas anderes? Es gibt noch andere
Mechanismen, die zum Verkleben von Filtern führen können:
Wenn ein Flockungshilfsmittel schlecht greift, verbleiben in der Klarwasserphase feine Flocken. Wenn
diese genau in die Poren von Filtergeweben passen, sind diese Poren dicht, es geht nichts mehr
durch, auch mehr Druck hilft hier nicht, nur die Auswahl eines anderen Flockungshilfsmittels, das
vielleicht feinere Flocken macht, diese aber dafür stabiler sind, oder ein vernetztes Produkt. Vielleicht
hilft aber auch einfach eine Probenahmemöglichkeit direkt vor dem Entwässerungsgerät, um
festzustellen, ob das Flockungshilfsmittel ausreichend mit dem Schlamm verknetet ist. Wenn
Schlamm eine zu kurze Reaktionszeit mit dem Flockungshilfsmittel hat, sind in einer Probe
unverbrauchtes Flockungshilfsmittel neben schlecht geflocktem Schlamm vorhanden. Wenn Sie jetzt
eine Probe davon entnehmen, bemerken Sie das vielleicht nicht, aber wenn Sie den Probeeimer ein
paar Mal in einen anderen Eimer gießen, werden auf einmal die Flocken größer und gleichmäßiger
und vielleicht auch das Wasser klarer. Dann ist es an der Zeit, darüber nachzudenken, ob ein
zusätzlicher Rührbehälter oder ein statischer Mischer vor der Entwässerung eingebaut werden sollte.
Sie sehen, es gibt auch hier mehrere Gründe, dass das Flockungshilfsmittel nicht alle kleinen Partikel
erreicht, oder dass die gebildeten Flocken wieder mechanisch zerstört werden, z.B. durch
mehrfaches Umpumpen von Schlamm oder aber auch in einer schon gefüllten Kammerfilterpresse,
wo die neu in die Presse gepumpten Flocken durch den Schlamm in der Presse durchquetschen
müssen.
Hier sehen Sie eine Presse mit einem Kammervolumen von ca. 2 m3. Nehmen wir an, dass der
Schlamm sich gut entwässern lässt, so ist die Presse nach einer Beschickung von 2 m3 nicht voll, der
Schlamm ist im unteren Teil der Kammern. Aber spätestens nach 10 m3 bei einem TS von 3 % sind die
Kammern voll und der Druck steigt in der Presse. Bis jetzt sind die Flocken kaum einer merklichen
Scherbelastung ausgesetzt worden, die Filtration war ziemlich einfach. Jetzt wollen Sie aber noch
mehr Schlamm in die Presse bekommen. Diese Flocken, die jetzt in die Presse kommen, müssen sich
an den vorhandenen Flocken vorbeidrücken, da ja auch die vorderen Kammern schon voll sind. Die
dazu nötige zusätzliche Stabilität erreichen viele Kammerfilterpressen durch eine Anhebung der
Flockungshilfsmittelmenge ab ca. 10 bar.
Ein weiteres Problem tritt in vielen industrielle Abwasseranlagen auf: Hier muss das
Flockungshilfsmittel 2 Aufgaben erfüllen: Es wird zugesetzt, um schnell Flocken vom Wasser zu
trennen. Aber anschließend wird der Schlamm oft in einen oder mehrere Schlammbehälter gepumpt,
die als Puffer für die Kammerfilterpresse dienen. Dann geht es mit einer weiteren Pumpe auf die
Presse und die Kunden wundern sich, dass die Presse endlos läuft und der Schlamm, der auf die
Presse gelangt, nur noch ein einziger Brei ist. Vorne brauchen Sie nur kleine Flocken, die schnell
sedimentieren, aber deren Stabilität nicht für eine Presse ausreicht. Leider sehen nur wenige
Hersteller von Abwasseranlagen eine erneute Zugabe von Flockungshilfsmittel in die Schlammvorlage
zur Presse vor, es würde helfen.

3. Grund: Kanäle zwischen Flocken frei lassen! Das Wasser muss abfließen können.
Weshalb oft für Filtrationen niedermolekulare Produkte die geeignetere Wahl sind, kann man sich
aber auch anders erklären: Sie nehmen ein Filtertuch z.B. eines in einer Kammerfilterpresse und
geben eine Ladung geflockten Schlamm drauf, das Wasser läuft gut ab und es bildet sich in der Presse
eine zusätzliche Filterhilfsschicht. Auf diese Schicht kommt dann die nächste Portion Schlamm, die
wird sich bevorzugt dort anlagern, wo die erste Schicht noch Kanäle zwischen den Flocken frei
gelassen hat. Bei der nächsten Schicht geschieht wieder das Gleiche, dort, wo die 2te Schicht Lücken
gelassen hat, werden sich die Flocken der 3ten Ladung bevorzugt anlagern und so weiter. Jetzt
überlegen Sie, wann die Schlammpackung in der Presse mehr Kanäle frei hat, bei großen oder bei
kleinen Flocken??

4. Grund: Das Abwasser enthält selbst hochmolekulare Bestandteile
Bindemittel + Koagulant + Flockungshilfsmittel = Gute Entwässerung
Enthält das zu behandelnde Material hochmolekulare Komponenten: Acronal, Leim, Bindemittel, Öl,
Wachse, dann ist es wichtig, diese nicht mit einem hochmolekularen Flockungshilfsmittel alleine zu
binden, auch wenn damit vielleicht klares Wasser zu erzielen ist. In vielen Fällen hilft hier auch nicht
eine Vordosierung mit Metallsalzen wie FeCl3 oder PAC, weil diese zu bindenden Produkte zu
hochmolekular sind, um in die Poren von Hydroxidflocken zu gelangen. Ein niedermolekularer aber
hochgeladener Koagulant muss her, um die oft mit viel Ladung behafteten Inhaltsstoffen so zu
binden, dass dabei nicht‐klebrige Flocken entstehen. Die Flockung anschließend kann dann durchaus
hochmolekulare Produkte vorsehen, ohne eine Presse zu verkleben. Sie sehen, hier ist es nicht das
Flockungshilfsmittel, das den Filter verklebt, sondern der nicht gebundene Teil im Abwasser.

Zusammenfassung:
Aus allem vorher Gesagten können Sie schon sehen, dass ein Schlamm, der mit einem
Flockungshilfsmittel behandelt wurde, sehr viel lieber durch ein grobmaschiges Filtermedium filtriert
wird, da hier die Möglichkeiten, dieses zu verkleben viel kleiner sind, als bei einem engmaschigen
Filtergewebe. Auch kann ich nicht verstehen, wie jemand, der sich mit Flockungshilfsmittel auskennt,
in eine Abwasseranlage hinter ein Entwässerungsaggregat noch einen Feinstfilter hängt. Die
Gedanken dahinter sind: Sollte das Entwässerungsgerät nicht optimal laufen und feine Flocken
durchlassen, würden diese in diesem Filter zurückgehalten. Dass aber dieser Feinstfilter bei jeder
Unregelmäßigkeit in der FHM‐Dosierung sofort verblockt, bedenkt keiner.
Teil 5: Filterhilfsmittel, was also tun, wenn alles Vorherige nicht greift, oder nicht möglich ist?
Sie kennen vielleicht die alte Methode von Betreibern mobiler Pressen: Wenn es nicht so gut flockt
und entwässert, rührt man Sägespäne unter den Schlamm, die sorgen dann schon mit vielen Kanälen
im Schlamm für eine gute und schnelle Entwässerung. Mit Sägespänen kann man aber schlecht auf
kontinuierlich laufende Anlagen fahren, daher gibt es andere Produkte. Sehr verbreitet sind Kieselgur
und Perlite. Perlite sind Mineralien, die durch eine thermische Behandlung aufgebläht worden sind,
daher ein sehr großes Volumen bei recht kleinem Gewicht haben. Sie werden im Allgemeinen in
Wasser aufgeschlämmt und in eine Kammerfilterpresse gespült oder auf eine Vakuumtrommel
aufgezogen. Erst dann wird der Schlamm in die Presse gedrückt.
Bei allen Filterhilfsmedien kommt es sehr stark auf die richtige Körnung an. Will man diese Produkte
z.B. zum Bierklären verwenden, müssen sie sehr fein sein. Sollen sie als Filterhilfsmittel fungieren,
sollten Sie eher etwas gröber sein, um dem Wasser mehr Kanäle zum Abfließen zu lassen.
Aber eigentlich sind sie - wenn auch eben nicht in allen Fällen - verzichtbare Hilfsmittel, oft können
Sie durch ein gut geeignetes Flockungshilfsmittel ersetzt werden, aber wenn das aus irgendwelchen
Gründen nicht einsetzbar ist, sind sie eine gute Hilfe.
Wenn das geflockte Material
• kaum Feinstflocken enthält
• das Flockungshilfsmittel zum Schlamm passt
• das zu flockende Material keine hochmolekularen Inhaltsstoffen enthält,
• das verwendete Filtertuch grobmaschig genug ist,
kann eine Filtration gut und schnell funktionieren.
Sind diese Bedingungen nicht zu erfüllen, kann sie trotzdem mit Filterhilfsmedien verbessert werden.

http://www.separchemie.de/fileadmin/site_content/Artikel/FHM_trifft_Filter-L%C3%B6nsberg_korrigiert_2012.pdf
 
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ABGS GmbH: Neue Betriebssicherheitsverordnung

In den News vom April 2011 wurde die "Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Bereitstellung von Arbeitsmitteln und deren Benutzung bei der Arbeit, über Sicherheit beim Betrieb überwachungsbedürftiger Anlagen und über die Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes (Betriebssicherheitsverordnung - BetrSichV)" an Hand des Inhaltsverzeichnisses schwerpunktmäßig im Hinblick auf den Einsatz von Gaswarntechnik dargestellt.
Seit dem 01.01.2015 gilt nun die Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Verwendung von Arbeitsmitteln (Betriebssicherheitsverordnung - BetrSichV), hier Neue Betriebssicherheitsverordnung genannt.
Die neue BetrSichV ist in fünf Abschnitte aufgeteilt:
• 1. Anwendungsbereich und Begriffsbestimmungen
• 2. Gefährdungsbeurteilung und Schutzmaßnahmen
• 3. Zusätzliche Vorschriften für überwachungsbedürftige Anlagen
• 4. Vollzugsregelungen und Ausschuss für Betriebssicherheit
• 5. Ordnungswidrigkeiten und Straftaten, Schlussvorschriften
Dazu kommen 3 Anhänge:
• 1. Besondere Vorschriften für bestimmte Arbeitsmittel
• 2. Prüfvorschriften für überwachungsbedürftige Anlagen
• 3. Prüfvorschriften für bestimmte Arbeitsmittel
Grundsätzliche Ziele der Verordnung sind nach Darstellung der Bundesregierung:
• Verbesserung des Arbeitsschutzes bei der Verwendung von Arbeitsmitteln durch Beschäftigte und des Schutzes Dritter beim Betrieb von überwachungsbedürftigen Anlagen
• Die Anwendung der Arbeitsschutzregelungen bei Arbeitsmitteln soll für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erleichtert und der Arbeitsschutz verbessert werden.
Dazu wird/werden:
• Die seit 2002 geltende Betriebssicherheitsverordnung konzeptionell und strukturell neu gestaltet.
• Doppelregelungen bei bestimmten Dokumentationen und Prüfungen beseitigt und zwar sowohl innerhalb der noch geltenden Verordnung als auch zu anderen Rechtsvorschriften wie zur Gefahrstoffverordnung und zum neuen Gewässerschutzrecht des Bundes (AwSV).
• Eine konzeptionelle und strukturelle Angleichung an andere moderne Arbeitsschutzverordnungen, insbesondere die Gefahrstoffverordnung durchgeführt.
Die Verordnung wird neu strukturiert. Allgemeine, für alle Arbeitsmittel geltende Anforderungen stehen jetzt im so genannten verfügenden Teil. Spezielle Anforderungen für bestimmte Arbeitsmittel finden sich in den Anhängen.
Neu ist, dass die Anforderungen an die sichere Verwendung von Arbeitsmitteln als Schutzziele beschrieben werden. Deutlicher wird nunmehr auch die Trennung von Hersteller und Arbeitgeberpflichten indem die Schnittstelle Hersteller/Arbeitgeber beschrieben wird.
Das Thema "Gefährdungsbeurteilung" wurde konkreter geregelt. Hier wird jetzt unter anderem bestimmt, dass die Gefährdungsbeurteilung regelmäßig überprüft werden muss und Schutzmaßnahmen ggf. angepasst werden müssen. Damit ist das immer wieder aufflammende Thema "Bestandsschutz" vom Gesetzgeber eindeutig geregelt.
Neu ist, dass der Gesetzgeber nunmehr klarstellt, dass die "grundlegenden Sicherheitsanforderungen" der einschlägigen Gemeinschaftsrichtlinien bei einer Eigenherstellung in jedem Fall Maßstab sind, auch wenn diese aus sich heraus formal nicht angewendet werden müssen. Neu ist auch die Bestimmung, dass bei bestimmten Änderungen von vorhandenen Arbeitsmitteln ggf. Herstellerpflichten beachtet werden müssen.
Im Rahmen der Bestimmungen des § 14 "Prüfung von Arbeitsmitteln" wird jetzt klargestellt: "Prüfinhalte, die im Rahmen eines Konformitätsbewertungsverfahrens geprüft und dokumentiert wurden, müssen nicht erneut geprüft werden."
Diese Festlegung findet sich auch in § 15 für überwachungsbedürftige Anlagen.
Neu ist der Anhang 3 mit seinen konkreten Prüfvorschriften für "besonders gefährliche Arbeitsmittel":
• Krane
• Flüssiggasanlagen
• Maschinentechnische Arbeitsmittel der Veranstaltungstechnik
Quellen: Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Verwendung von Arbeitsmitteln (Betriebssicherheitsverordnung, BetrSichV 01/15)
Gastautor: Dipl.-Ing. Dieter Seyfert
Dieser Artikel erscheint in unserer monatlichen Fachartikel-Reihe über ausgewählte Themen der Gaswarntechnik, Gasmesstechnik, Gebäudetechnik und Sicherheitstechnik. Sie können diese Artikel über den RSS-Button abonnieren. Eine Einbindung in fremde Webseiten ist nur ungekürzt und mit Quellenangabe und Link zu diesem Artikel gestattet.

Quelle: http://abgs-gmbh.de/2015/03/02/fachartikel-neue-betriebssicherheitsverordnung/#more-3289
 
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Barthauer: In Zürich steht die Stadtentwässerung vor vielfältigen Herausforderungen

Die kontinuierliche Siedlungsentwicklung und topografisch stark ausgeprägten Strukturen erfordern exakte hydraulische Berechnungen. Das Ziel ist eine optimale Entwässerung und ein möglichst naturnaher Wasserhaushalt. BaSYS HydroCAD für die hydrodynamische Kanalnetzberechnung ermöglicht hier eine gezielte Analyse von Schwachstellen. Maßnahmen, um die negativen Auswirkung der Siedlungsentwicklung auf den natürlichen Wasserhaushalt zu minimieren, können sinnvoll geplant werden. Die größte Stadt der Schweiz Zürich ist mit ca. 396.000 Einwohnern die größte Stadt der Schweiz und ihr wichtigstes wirtschaftliches, wissenschaftliches und gesellschaftliches Zentrum. Die Stadt ist geprägt von einer dynamischen Stadtentwicklung: In den letzten 50 Jahren sind die Siedlungsfl ächen mit enormer Geschwindigkeit bis ins Umland der Stadt gewachsen. Viele neue Baugebiete entstanden, teilweise auch in Gegenden in Hanglage und mit starkem Gefälle. Nach den Vorgaben des Generellen Entwässerungsplanes (GEP, in der Schweiz die offi zielle Planungsrichtlinie für das öffentliche Gemeinwesen) hat ERZ Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ) die Aufgabe, die negativen…mehr:

http://www.barthauer.de/fileadmin/Aktuelle_Dateien/PDF-Dateien/Referenzen/Referenzstory_Z%C3%BCrich_V1.pdf

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SÜLZLE Gruppe: Spannender Auftrag - SÜLZLE liefert Anlagen zur Klärschlammverwertung an Stadtentwässerung Koblenz

Kläranlagen gehören zu den größten kommunalen Energieverbrauchern - rund 20 Prozent des Strombedarfs von Kommunen gehen auf ihr Konto. Ziel des „SusTreat"-Projekts der Stadtentwässerung Koblenz ist es, dass die örtliche Kläranlage diese Energie in Eigenregie erwirtschaftet. Dabei setzt der Betreiber auf das hohe Potenzial des anfallenden Klärschlamms: Dieser enthält große Mengen von Kohlenstoff, der sich durch Vergasung in Energie umwandeln lässt. Pionier dieser Technologie ist die SÜLZLE KOPF SynGas GmbH & Co. KG mit Sitz in Tübingen, ein Unternehmen der SÜLZLE Gruppe.

Bevor der Klärschlamm energetisch genutzt werden kann, muss man ihn jedoch trocknen. Auch dafür kommt in Koblenz eine Anlage von SÜLZLE zum Einsatz: Die Entwässerungs-und Trocknungs -Spezialisten der SÜLZLE KLEIN GmbH aus dem Rheinland-Pfälzischen Niederfischbach liefern dafür einen Bandtrockner vom Typ Pro-Dry 4/2. Dieser bringt den Klärschlamm auf einen Trockenrückstand von 90 bis 96 %. Dabei entsteht ein festes Granulat, das der Klärwerksbetreiber in einem Lagersilo zwischenspeichert. SÜLZLE KLEIN installiert auch die Abluftbehandlung sowie die Strom- und Wärmezufuhr der Anlage.

Die KOPF SynGas-Anlage vergast das Granulat anschließend bei einer Temperatur von rund 850 Grad Celsius. Organische Gifte wie Medikamentenrückstände, Hormone und Bakterien werden dabei vollständig zerstört. Es entsteht ein brennbares Gas, das dann in mehreren Stufen von weiteren belastenden Stoffen wie Schwermetallen, Teeren und Schwefel gereinigt wird. Anschließend lässt sich das Gas in einem angeschlossenen Blockheizkraftwerk zur Wärmegewinnung oder in einem Gasmotor zur Stromerzeugung nutzen. Die SynGas-Anlage ist dabei so flexibel ausgelegt, dass sie je nach Bedarf nur Wärme, nur Strom oder beides erzeugen kann.

Kombiniertes Know-how für nachhaltige Prozesskette
Die bei der Vergasung entstehende Asche ist mineral- und phosphathaltig. Sie lässt sich als Düngemittel in der Landwirtschaft oder zur Rückgewinnung des wertvollen Phosphats weiterverwerten. Das hohe Nutzungspotenzial des Klärschlamms wird damit vollständig ausgeschöpft. Das überzeugte auch in Koblenz: „Das kombinierte Know-how von SÜLZLE KOPF SynGas und SÜLZLE KLEIN ermöglicht ein ausgefeiltes und nachhaltiges Energiekonzept, bei dem sämtliche Elemente der Prozesskette optimal ineinandergreifen", erklärt Dr. Stephan Mey, Geschäftsführer von KOPF Syngas. Hinzu kommt die geographische Nähe: „Bei Bedarf sind wir in einer Stunde vor Ort", ergänzt Björn Wunderlich, Geschäftsführer von SÜLZLE KLEIN. „Damit können wir das Projekt intensiv betreuen und schnell reagieren." Startschuss für die Montage ist im Dezember 2014. Bis 2016 sollen die einzelnen Anlagenteile nach und nach in Betrieb gehen.

http://suelzle-kopf.de/news/

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Hölscher Wasserbau: Kosten sparende und flexible Löschwasseraufbereitung

Individuelle Wasseraufbereitung für kontaminiertes Löschwasser Haren (Ems)
Für diese Art der Kontamination gab es keine Erfahrungswerte: Zur Aufbereitung von knapp 1.000 m3 Löschwasser aus der Bekämpfung eines Chemiefabrik-Brandes entwickelte das Unternehmen Hölscher Wasserbau eine mobile Reinigungsanlage. Die große Herausforderung lag in der Konzeption eines Verfahrens zur Sanierung des Löschwassers, welches mit einem Cocktail an Schadstoffen vermischt war. Im Herbst 2014 kam es bei einer Chemiefabrik in Ritterhude bei Bremen zu einer schweren Explosion mit anschließendem Großbrand, die das mit Entsorgung befasste Unternehmen weitgehend zerstörte. Ein Teil des Löschwassers zur Brandbekämpfung gelangte in den Schmutzwasserkanal, konnte jedoch aufgefangen und bis zur Reinigung in einem separaten Tank gespeichert werden. Der für die Abwasserreinigung zuständige Betreiber zweier Kläranlagen, hanseWasser Bremen, stand vor der schwierigen Aufgabe, ein geeignetes Verfahren für diese spezielle Löschwasser- Sanierung zu finden. Das Löschwasser war mit einem regelrechten Cocktail aus gesundheitsgefährdenden Schadstoffen belastet: Unter anderem Kohlenwasserstoffe (KW), Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Leichtflüchtige aromatische Kohlenwasserstoffe (BTX), Perfluorierte Tenside (PFT) sowie ein sehr großer Lösemittelanteil. Eine Entsorgung des kontaminierten Wassers mittels thermischer Verbrennung hätte sehr hohe Kosten zur Folge gehabt, da extrem hohe Temperaturen von mindestens 1.200 °C nötig gewesen wären, um die Entstehung toxischer Dioxine zu vermeiden. Alternativ suchten die Verantwortlichen nach einer Möglichkeit zur physikalischen Abreinigung, für die es jedoch keine Erfahrungswerte gab.

Hölscher Wasserbau: Langjährige Kompetenz in der Wasseraufbereitung
Auf dem Gebiet der Wasseraufbereitung gilt das Unternehmen Hölscher Wasserbau aus Haren (Ems) als ein erfahrener Spezialist für effiziente und ausgereifte Verfahrenstechnik. Aufgrund jahrelanger Zusammenarbeit des Kläranlagen-Betreibers mit dem Betrieb wurde die Fachabteilung Umwelttechnik hinsichtlich einer individuellen Lösung angefragt. Auf der Basis von gelieferten chemischen Werten und ergänzender Eigenanalytik mithilfe eines externen akkreditierten Labors konzipierte Hölscher Wasserbau eine maßgeschneiderte Sanierungsanlage in modularer Bauweise. Das Funktionsprinzip basiert auf einem mehrstufigen Verfahren, welches durch in Reihe geschaltete Filtereinheiten eine maximale Adsorptionsleistung erzielt. In einem Mehrlagen-Schichtfilter werden im ersten Schritt Sedimente und Trübstoffe herausfiltriert. Im zweiten Schritt durchströmt das belastete Löschwasser zwei in Reihe geschaltete und individuell für die Art der Kontamination konzipierte Wasser-Aktivkohle-Filter, von denen der erste als Arbeitsfilter und der zweite als Polizeifilter dient. Ein Polizeifilter sorgt für die Aufnahme von Überresten und nimmt nach der Sättigung des Arbeitsfilters dessen Position ein, während ein neuer Polizeifilter nachgeschaltet wird. Das Schüttvolumen der Aktivkohle-Filter beträgt je 2,5 m3.

Ausgereifte Verfahrenstechnik
Auf die Empfehlung von Hölscher Wasserbau hin wurde das kontaminierte Wasser anfangs mit atmosphärischem Sauerstoff angereichert. Dieser erzeugt ein für Bakterienkulturen positiv aerobes Milieu. Durch die teilweise Zersetzung organischer Verbindungen durch Bakterien blieben größere Aktivkohle- Volumina frei für die Adsorption der Tenside (PFT). Auf diese Weise konnten die Standzeiten der Aktivkohle-Filteranlagen um ein Vielfaches erhöht werden. „Unsere Anlage zur Aufbereitung des Löschwassers bot die Möglichkeit, immensen Entsorgungskosten alternativlos entgegenzutreten“, resümiert Projektleiter Josef Teiken, der die Fachbereiche Umwelttechnik sowie Forschung und Entwicklung bei Hölscher Wasserbau leitet und für die Entwicklung der Anlage verantwortlich zeichnet. Teiken konzipierte beispielsweise die erforderliche Beladekapazität bzw. die Volumina der Filter und die hydraulische Berechnung, so dass eine ausreichende Kontaktzeit der Schadstoffe gewährleistet war. Mit diesem Verfahren konnten 95 % der gesamten Schadstoffe eliminiert werden. Das gereinigte Löschwasser wurde anschließend durch den Schmutzwasserkanal dem normalen Abwasserreinigungsprozess in der Kläranlage zugeleitet.

Schnelle und flexible Anlageninstallation zur Grundwassersanierung
Dank des großen Lagers an Filtertürmen sowie eigener Transportkapazitäten von Hölscher Wasserbau konnte die Grundwasseraufbereitung in kürzester Zeit abgewickelt werden. Nur drei Tage nach der Beauftragung wurde die mobile Anlage vor Ort installiert. Nach eintägigem Aufbau wurde die Schadstoff- Adsorption innerhalb von einer Woche erfolgreich durchgeführt. Für Hölscher Wasserbau ist das gelungene Projekt ein erfolgreicher Einstieg in den Bereich der Löschwasseraufbereitung. Individuelle Lösungen auf dem Gebiet der Grundwasseraufbereitung, Altlastensanierung sowie Deponie-Technik gehören zu den Hauptkompetenzen des Unternehmens. Mit dem langjährigen Know-how und den umfangreichen Kapazitäten für die Anlageninstallation kann das Unternehmen zum Beispiel bei Unfällen mit Schadstoffaustritten schnell reagieren und Maßnahmen in die Wege leiten. Projektleitung: Josef Teiken, Fachbereich Umwelttechnik/Forschung und Entwicklung

Weitere Informationen zum Unternehmen: www.hoelscher-wasserbau.de  

http://hoelscher-wasserbau.de/cms/media/kunde_hoelscher/upload/2015-03/2242_2015_03_12_PM_Hoelscher_Wasserbau_Loeschwasseraufbereitung.pdf

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Sanierung der Belebtschlammqualität mit Easyflock

Problemstellung:
In Folge immer höherer Anforderungen an die Reinigungsleistung von Kläranlagen wird auch die Qualität der Feststoffabscheidung im Nachklärbecken immer wichtiger für die Ablaufqualität. Aufgrund der strömungstechnischen Bedingungen in Nachklärbecken wirken sich erhöhte Feinanteile und viele Fadenbakterien sehr nachteilig aus und führen zu vermehrtem Flockenabtrieb mit erhöhten CSB- und P-Ablaufkonzentrationen.
Um diesen beiden Störfaktoren zielgenau und praxistauglich entgegen zu wirken, wurde Easyflock entwickelt. Es handelt sich um ein pulvriges Produkt, das trocken in die Belebungsbecken von Kläranlagen gegeben werden kann.

Folgende Wirkungen werden erzielt:
• Beseitigung von Schwimmschlamm und Schaum (verursacht durch Fadenbakterien wie Microthrix, Chloroflexi und Nocardia) auf Belebungs- und Nachklärbecken.
• Sofortige Einbindung des Feinanteils in die Belebtschlammflocken und dadurch signifikante Erhöhung der Sichttiefe im Nachklärbecken.
• Mittelfristig (nach 1-2 Monaten wöchentlicher Zugabe) deutliche Verbesserung des Schlammabsetzverhaltens (Schlammindex und/oder Sinkgeschwindigkeit).
• Stabilisierung des biologischen Abbaus durch Sicherung des notwendigen Schlammalters für die Nitrifikation und/oder die Elimination schwer abbaubarer Verbindungen (z.B. Reinigungsmitteln, Ölen, Fetten).
• Abbau von Übersättigungen in kolloidalen Lösungen.

Dosierstrategie:
Die empfohlene Dosierstrategie richtet sich nach den Ursachen der festgestellten Probleme:
• Bei einmaliger Zerstörung der Belebtschlammstruktur (z.B. durch extremen Streusalzeinsatz oder durch giftige Einleitungen) genügt eine 1-3 malige Dosierung innerhalb von ca. 2 Wochen, um die Belebtschlammstruktur wieder in Ordnung zu bringen.
• Bei dauerhaft auftretenden, schädlichen Einflüssen auf die Belebtschlammqualität -meist infolge industrieller Einleitungen - sollte eine wöchentliche Zugabe erfolgen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.
• Zur Bekämpfung von Fadenbakterien ist ebenfalls eine wöchentliche Dosierung zu empfehlen.

http://www.bioserve.info

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SÜLZLE KOPF: Die Lösung bei Mikroschadstoff-Elimination von SÜLZLE KOPF Anlagenbau

Rosenfeld: Abwasser ist immer stärker mit Mikroverunreinigungen wie Chemikalien oder Medikamentenrückständen belastet. Dies stellt die Betreiber von kommunalen Klärwerken vor eine große Herausforderung. Denn viele Spurenstoffe können durch konventionelle Reinigung nicht eliminiert werden und gelangen daher auch in das Trinkwasser.
SÜLZLE KOPF Anlagenbau, ein Unternehmen der SÜLZLE Gruppe, bietet mit dem Aktivkohle-Lager- und Dosiersystem AK-DOS eine innovative Lösung. Als Vierte Reinigungsstufe in Kläranlagen eingesetzt, adsorbiert die hochgenau dosierte Pulveraktivkohle Mikroschadstoffe und erhöht dadurch die Wasserqualität erheblich.

Im September 2015 treten europaweit strengere Grenzwerte für Mikroschadstoffe in Gewässern in Kraft. Diese sind in den vergangenen Jahren vor allem durch den steigenden Konsum von Medikamenten sowie deren unsachgemäße Entsorgung in die Höhe geschossen: Mehrere tausend Tonnen von biologisch hoch wirksamen Verbindungen gelangen jährlich über die sanitären Einrichtungen in das Abwasser. Diese zu eliminieren ist Aufgabe der kommunalen Kläranlagen. Viele sind damit jedoch technisch überfordert - die Arzneimittelrückstände gelangen in den Wasserkreislauf und damit ins Trinkwasser. Dies verursacht ein erhebliches Umwelt- und Gesundheitsrisiko und nicht abzusehende Langzeitfolgen.

Um die anthropogenen Spurenstoffe zu beseitigen, setzen Klärwerksbetreiber vermehrt auf die Vierte Reinigungsstufe mit Pulveraktivkohle (PAK). Diese wird dem bereits konventionell gereinigten Abwasser beigemischt, wo sie die Schadstoffe bindet und sich anschließend absetzt oder gefiltert wird. In einem Sedimentationsbecken wird die Kohle mit dem restlichen Klärschlamm abgezogen. Die Vierte Stufe mit PAK verbessert die Wasserqualität und reduziert den Chemischen Sauerstoffbedarf (CSB) der Kläranlage.

Für einen sicheren und effizienten Einsatz dieses Verfahrens hat SÜLZLE KOPF Anlagenbau das Lager- und Dosiersystem für pulverförmige Aktivkohle AK-DOS entwickelt. Dieses dosiert auf Basis von Analysedaten die Kohle zulaufabhängig, kontinuierlich und grammgenau auf die anlagenspezifisch notwendige Menge. Der Betreiber erreicht damit eine verlässliche Elimination von Schadstoffen und kann gleichzeitig die Verbrauchskosten für die Aktivkohle minimieren. AK-DOS ist somit ökologisch nachhaltig und wirtschaftlich zugleich. Zudem läuft das System vollautomatisch und ist äußerst wartungsarm. Das senkt die Betriebs- und Instandhaltungskosten. SÜLZLE KOPF liefert AK-DOS in mehreren Baugrößen als schlüsselfertiges System. Der Installationsaufwand beläuft sich daher auf ein Minimum.

„Mit unserem System AK-DOS leisten wir einen aktiven Beitrag zu einer höheren Wasserqualität", betont Peter Althaus, Vertriebsleiter bei SÜLZLE KOPF Anlagenbau. „Wir haben die erste Anlage 2011 im baden-württembergischen Sindelfingen in Betrieb genommen." AK-DOS bietet nicht nur eine sichere Abwasserreinigung bei geringen Kosten, es ist auch zu 99,99 Prozent verfügbar und damit sehr zuverlässig. Mit ihrem für die jeweiligen Gegebenheiten optimierten Flächenbedarf sind die Anlagen äußerst kompakt, so dass sie problemlos in bestehende Klärwerke integriert werden können. Das umfangreiche Explosionsschutz-Konzept sorgt für höchste Sicherheit. Dazu gehört auch, dass Glimmbrände rechtzeitig erkannt und gelöscht werden können.

http://www.b4bbaden-wuerttemberg.de/nachrichten/region-neckar-alb-_artikel,-Die-Loesung-bei-Mikroschadstoff-Elimination-von-SUeLZLE-KOPF-Anlagenbau-_arid,137679.html

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Sessil: Getauchtes belüftetes Festbett Rütgers Deutschland GmbH

Aufgabenstellung
Die Rütgers Deutschland GmbH produziert am Standort Castrop-Rauxel diverse
Aromatenverbindungen, für die Teeröle die Rohstoffe darstellen. Die Festbett-
anlage dient der biologischen Vorbehandlung der Abwässer aus der Destillation
und der Weiterverarbeitung dieser Teeröle.

Verfahrenstechnische Lösung
Für die Vorbehandlung der Abwässer wurde das Verfahren des getauchten, belüfteten Festbettes gewählt, da insbesondere bei den vorliegenden, schwer behandelbaren, Abwässern die vollen Vorteile dieses Verfahrens zum Tragentragen kommen.

Die folgende Belastung wurde für die Erstellung der Anlage zugrunde gelegt:
Zufluss zur Vorbehandlung 1.250.000 m3/a
CSB Fracht 1.600 to/a
Stickstoff Fracht 175 to/a
Die Auslegung der biologischen Reinigungsstufe erfolgte dabei auf der Basis von Pilotversuchen.

Anlagentechnik
Für die großtechnische Ausführung der Anlage wurde eine Festbettanlage, bestehend aus 12 Kaskaden, mit einem Gesamtvolumen von 4.000 m3 Füllmaterial gewählt. Die Kaskaden für den Kohlenstoff- und Stickstoffabbau werden dabei mittels einer Zwischenklärung getrennt, um die Leistungsfähigkeit der Nitrifikation zu erhöhen.
Als Füllmaterial wurde ein speziell für diese Anlage entwickeltes BIO-NET® mit einer spezifischen Oberfläche von 150 m2/m3 eingesetzt.Das BIO-NET® wird dabei mittels Zugstangen auf einem Edelstahl-Auflagerost gelagert. Die Belüftung erfolgt durch Rohrbelüfter aus Keramik.

Ablaufwerte
Die Ablaufwerte der Anlage liegen für den CSB bei einer mittleren Flächenbelastung von 14,5 g/m2*d bei ca. 90 %.
Bei der Stickstoffeliminierung werden ebenfalls ca. 90 % erreicht, wobei die Flächenbelastung im Mittel bei 2,1 g/m2*d liegt.
Mit diesen Ablaufwerten übertrifft die Anlage die an sie gestellten Erwartungen.

Mittellasttropfkörper Kriebethal
Aufgabenstellung

Die Abwasserbehandlungsanlage Kriebethal hat eine Ausbaugröße von 45.000 EGW.
Das zu behandelnde Abwasser stammt zum überwiegenden Teil aus der ortsansässigen Papierfabrik und soll gemeinsam mit den kommunalen Abwässern sowie Fäkalien biologisch behandelt werden. Um die heutigen Anforderungen zu erfüllen, wurde die Anlage auf eine vollständige Stickstoffelimination ausgelegt.

Verfahrenstechnische Lösung
Die Behandlungsanlage ist nach der Vorklärung als zweistraßiges und zweistufiges System geplant. Die erste Stufe bilden zwei parallel betriebene Tropfkörper, die bei einer maximalen Raumbelastung von 2 kg BSB5/(m3 d) eine Abbauleistung von mindestens 45% erreichen müssen. Der Ablauf der Tropfkörper einschließlich des Überschußschlammes wird ohne Zwischenklärung in eine nachgeschaltete konventionelle Belebung, die in Form einer dreistufigen Kaskade ausgeführt ist, geleitet.

Anlagentechnik
Die beiden Tropfkörper wurden mit dem Trägermaterial SESSIL® bestückt. Dieses Tropfkörpermaterial besteht aus Folienstreifen, die an einen Tragrost unterhalb der Wasserverteilung abgehängt werden.
Technische Daten der Tropfkörper:
Volumen V = 1.610 m3
Füllhöhe h = 6,0 m
Durchmesser D = 18,50 m
Spezifische Oberfläche des SESSIL® Aspez= 100 m2/m3

Ablaufwerte
Die Leistung der Tropfkörper wird vom Betreiber als optimal angesehen. Die Abbauleistung lag während der bisherigen Betriebszeit trotz starker Zulaufschwankungen stabil bei 63% und liegt damit deutlich über der geforderten Reinigungsleistung.

Denitrifikationstropfkörper Leudelsbach
Aufgabenstellung

Das Gruppenklärwerk Leudelsbach hat eine Ausbaugröße von 35.000 EGW. Die biologische Reinigung der Abwässer erfolgte bisher in einer einstufigen Tropfkörperanlage.

Um die heutigen Anforderungen zu erfüllen, wurde die Anlage auf eine vollständige Stickstoffelimination umgerüstet.

Verfahrenstechnische Lösung
Die verfahrenstechnische Auslegung der Anlage erfolgte in Anlehnung an die wissenschaftlichen Untersuchungen durch die Universität Stuttgart. Für die gezielte Stickstoffelimination werden zwei parallel betriebene Denitrifikationstropfkörper eingesetzt. Die Tropfkörper sind dazu mit GFK-Kuppeln abgedeckt.

Um die Leistungsfähigkeit der Nitrifikation, die ebenfalls in einer Tropfkörperanlage erfolgt, nicht zu beeinträchtigen, wird der Überschußschlamm aus der Denitrifikation in einer Zwischenklärung abgeschieden.

Anlagentechnik
Die beiden Denitrifikationstropfkörper wurden mit der Tropfkörpervariante des Trägermaterials SESSIL® ausgerüstet.
Technische Daten der Denitrifikationstropfkörper:
Volumen V = 1.445 m3
Füllhöhe h = 4,6 m
Durchmesser D = 20,00 m
Spezifische Fläche des eingeb. Materials Aspez= 120 m2/m3

Ablaufwerte
Kohlenstoffabbau mit folgenden Grenzwerten:
CSB = 90 mg/l
BSB5 = 20 mg/l

http://www.sessil.com/Beispiele.aspx

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Armatec FTS : hat die Pumpenlösungen für Kläranlagen

Energieautarke Kläranlage für biogene Reststoffe in Österreich
Modernste Technologie zur Energiegewinnung und Gasverwertung sind auf der Kläranlage des
Abwasserverbandes Reither Ache in Going, Österreich vorzufinden. Dem Abwasserverband sind 4
Gemeinden (Reith, Kirchberg, Going und Kitzbühel) angeschlossen und wurde im Jahre 1982 ins Leben
gerufen. Hier werden nicht nur sämtliche Abwässer gereinigt (> 2 Mio m³/a) und anschließend mit
einem höchstmöglichen Reinigungsgrad wieder an die Reither Ache - und damit an die Natur zurück
gegeben, sondern auch Speisereste und Bioabfälle aus den Gemeindegebieten aufbereitet und zu
Klärgas umgewandelt.

Im Bereich der Energieoptimierung liegt heute auch der Schwerpunkt, erklärt Herr Erich Wallner,
Betriebsleiter der AWV Kläranlage in Going am Wilden Kaiser. In den letzten Jahren wurde investiert
in energiesparende Technologien bei den einzelnen Aggregaten sowie in Microgastechnologie zur
Klärgasverstromung, mit dem Ziel eine energieautarke Kläranlage zu betreiben. Die Gasverwertung
wird in 2 Microgasturbinen mit 65 kW und 30 kW elektrischer Leistung und 120 kW und 70 kW
thermischer Leistung durchgeführt. Pro Jahr werden ca. 620.000 kWh Strom erzeugt, bei einem
Eigenstromverbrauch von 500.000 kWh. Die Größe des Doppelmembran Gasspeichers beträgt 570 m³.
Insgesamt fallen 1.000 m³ Klärschlamm an mit einem TS Gehalt von 30%. Dieser Klärschlamm ist mit
Fremdstoffen vermischt. Zu finden sind Steine, Papier- und Verpackungsfetzen sowie Metalle (Nägel,
Reste von Besteck etc.). Diese bereiten Herrn Wallner und seinem Team seit Jahren Kopfzerbrechen.
Die Aufgabe für die Pumpen ist es den Brei mit einem TS Gehalt von ca. 15 % aus dem 32 m³
Übernahmetank (= Aufnahmetank für Klärschlamm sowie Fremdstoffe) in den 1.700 m³ Faulturm
(Ø15m) in eine Höhe von ca. 13 m zu befördern. Die ersten Versuche wurden mit
Exzenterschneckenpumpen durchgeführt, welche jedoch an den Fremdstoffen scheiterte. Danach
wurden Drehkolbenpumpen eingesetzt. Hier mussten aus denselben Gründen - Verschleiß durch
Steine, Metalle und Fetzen - die Kolbenpaarungen jede Woche ausgetauscht werden. Es entstanden
wöchentlich Kosten in Höhe von € 500,--, was im Jahr stolze € 26.000 verursachte.
Herr Wallner wurde nun auf die Fa. Armatec FTS aufmerksam, da während eines Besuches auf der
Messe Agritechnica in Hannover 2013 die Balgpumpe entdeckt wurde. Mit ihr ist es möglich, so
berichtet Herr Rudi Paflitschek, Vertriebs- und Marketingleiter dieses Unternehmens, auch Feststoffe
wie Steine zu pumpen. Ein anschließender Besuch beim Kunden vor Ort hatte zur Folge dass die
Balgpumpe mit 3 kW Leistung und bis zu 20 m³/h Förderleistung bestellt wurde.
ARMATEC Balgpumpe, 3 kW, 63 U/min, ca. 2 bar Förderdruck, bis zu 20 m³/h Fördermenge, 5" Anschlüsse

Im April diesen Jahres konnte sich Herr Paflitschek von der Leistungsfähigkeit dieser Pumpe
überzeugen. Herr Wallner schwärmte davon, dass er nun endlich keinerlei Service- und
Wartungsarbeiten mehr seit 5 Monaten habe und enorme Betriebskosten einspare. Alle
Pumpaufgaben wurden gelöst und das bei niedrigem Stromverbrauch. „Hier hat Armatec eine Lösung
für alle Kläranlagen Betreiber geschaffen", so berichtet Herr Wallner voller Stolz, endlich eine Lösung
gefunden zu haben.

Abwasserverband Reither Ache
www.awv-reitherache.net
Armatec FTS GmbH & Co. KG
Friedrich-List-Strasse 7
D - 88353 Kisslegg
Tel. +49 7563 90902 180
Fax +49 7563 90902 299
www.armatec-fts.de
eMail: paflitschek@armatec-fts.de
 
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Rohrleitungssanierungsverband: Grundstücksentwässerungsanlagen - Ein Fachbeitrag zur GEA

Ein Kreis von Experten traf sich erstmalig im November 2013, um über zentrale Fragen der
Instandhaltung von Grundstücksentwässerungsanlagen zu diskutieren. Der Expertenkreis
GEA ist sich u. a. darüber einig, dass nicht nur aus der Beratungsverpflichtung enorme
Aufgaben auf die Kommunen zukommen, die zielgerichtet auszugestalten und umzusetzen
sind. In diesem Beitrag wird das Umsetzungskonzept der Stadt Lünen vor dem Hintergrund
des rechtlichen Rahmens der neuen Selbstüberwachungsverordnung Abwasser (SüwVO
Abwasser NRW) vorgestellt.

Überwachungsfristen in NRW
Aus der neuen Gesetzes- und Verordnungslage in NRW zur Überprüfung der Zustands- und
Funktionsfähigkeit privater Abwasserleitungen haben sich neue Anforderungen ergeben.
Danach sind Abwasserleitungen industriell und gewerblich genutzter Grundstücke in
Wasserschutzgebieten bis zum 31. Dezember 2015 erstmalig auf Zustand und Funktion zu
prüfen, soweit die Leitungen vor 1990 errichtet worden sind. Außerhalb von
Wasserschutzgebieten gilt der 31. Dezember 2020 als spätester Prüftermin.
Auch Eigentümer bebauter Grundstücke sind betroffen. Die neuen Regelungen verpflichten
Grundstückseigentümer in Wasserschutzgebieten dazu, ihre Abwasseranlagen bis Ende
2020 erstmals prüfen zu lassen, soweit nur häusliches Abwasser abgeleitet wird und diese
Anlagen nach 1965 errichtet worden sind. Ältere Abwasserleitungen sind erstmalig bis zum
31. Dezember 2015 zu prüfen. Für außerhalb von Wasserschutzgebieten gelegene private
Abwasserleitungen werden keine landesrechtlichen Prüftermine mehr vorgegeben, jedoch
bleibt die Pflicht zur Überwachung auch dieser privaten Abwasserleitungen bestehen. Hier
hat der Grundstückseigentümer insbesondere die Vorgaben der DIN 1986-30 zu beachten.
Hier können die Kommunen per Satzung entsprechende Regelungen beschließen.
Hervorzuheben ist weiter, dass Kommunen Kraft der neuen Verordnung künftig zur Beratung
der Eigentümer bebauter Grundstücke verpflichtet sind.
Aktuell arbeiten viele Kommunen, vor allem in NRW, an Handlungskonzepten, die in
politischen Gremien abzustimmen sind. Exemplarisch wird nachfolgend beispielhaft das
Konzept der Stadt Lünen vorgestellt.

Umsetzungsbeispiel Stadt Lünen
Zentrales Element für das Lünener Konzept ist der Umgang mit privaten
Grundstücksanschlussleitungen im öffentlichen Raum. Auf Basis des § 53c LWG, NRW wird
im ersten Schritt eine Teilprüfung der Grundstücksanschlussleitungen im öffentlichen
Verkehrsraum gebührenfinanziert durchgeführt.
Der SAL-Stadtbetrieb Abwasserbeseitigung Lünen AöR führt dazu aus: „Jeder
Grundstückseigentümer wird über das Ergebnis dieser Teilprüfung informiert. Die
öffentlichen und privaten Leitungen bewerten wir einheitlich, setzen aber unterschiedliche
Schwerpunkte. Bei Schadensfreiheit einer Grundstücksanschlussleitung gehen wir aufgrund
unserer praktischen Erfahrungen von einer Schadensfreiheit der gesamten privaten
Entwässerungsanlage aus. Im Vorfeld informieren wir die Bürger über unser Vorgehen. Sie
können die Zustandsprüfung mitverfolgen und bei einem Schadensbefund der
Anschlussleitung die weiteren Leitungsbereiche auf dem Grundstück im Rahmen einer
privaten Beauftragung itbefahren lassen. Das ist nicht nur praktischer, sondern auch
kostengünstiger, als eine separate private Beauftragung zur öffentliche Kanalnetzbetreiber
ist beteiligt und dies gibt Sicherheit.
Die konkrete Bewertung wird anhand eines dreistufigen Aussiebverfahrens durchgeführt. Die
Grundstücksentwässerungsanlagen werden vorher in verschiedene Schadensgruppen
eingeteilt (hoch, mittel oder gering). Nur Anlagen mit gravierenden Schäden müssen
umgehend saniert werden (der gegenwärtige Erfahrungswert liegt hier bei rund 17% der
geprüften Grundstücke).
In Stufe 2 erfolgt eine individuelle Risikoermittlung nach Sanierungsklassen. Die örtliche und
die hydraulische Situation, die Lage der Abwasserleitungen im Verkehrsraum sowie örtliche
Probleme im öffentlichen Kanalnetz werden berücksichtigt. Nach dem Ampelprinzip erhält
jedes Grundstück eine Sanierungsklasse. In Stufe 3 werden die Sanierungsnotwendigkeit
beurteilt und Fristen zur Sanierung festgelegt: Dabei bedeutet Grün, dass keine Sanierung
erforderlich ist. Bei Gelb werden eine Sanierung und eine entsprechende Frist als
Empfehlung ausgesprochen. Bei Rot liegen schwere Schäden vor, die eine Sanierung
innerhalb einer Fristvorgabe erfordern. Für eine dringend erforderliche Sanierung sprechen
Indikatoren, wie etwa permanenter Fremdwasserfluss Rattenbefall. Nicht zu sanierende
Grundstücksentwässerungsanlagen werden bei Widerholungsprüfung neu bewertet.
Die hochwertige individualisierte Beratung ist eine gesetzlich verankerte Pflicht der
Kommunen (§ 53, 1e LWG, §§ 60 und 61 WHG). Sie ist innerhalb der Verwendung der
Abwassergebühren als inkludierter Kostenpunkt vorgesehen (§ 53c LWG). In Lünen setzt
man deshalb auf „Mündigkeit statt Zwang" und Verbraucherschutz - und somit zentral auf
eine fundierte, zielgruppengerechte und individuelle Beratung.
Die neuen Gesetze zur privaten Grundstücksentwässerung stellen Bürger nicht länger unter
Generalverdacht, legen erstmals Regeln der Technik fest und räumen den Kommunen mehr
Mitbestimmungsrechte ein. Daraus ergibt sich für den Einzelfall die Möglichkeit, auf
spezifische örtliche Randbedingungen besser einzugehen. Die Mitarbeiter der SAL freuen
sich über diese Entwicklung und haben unser Beratungssystem vor dem Hintergrund der
Gesetzesnovellierung noch weiter verfeinert. Die Grundstücksanschlussleitung dient uns
dabei als „Kontaktleitung" zwischen Kommune und Grundstückseigentümer."
Es wird deutlich, dass der SAL-Stadtbetrieb Abwasserbeseitigung Lünen AöR ein rundum
positives Fazit aus den Umsetzungsmöglichkeiten der neuen gesetzlichen Anforderungen
zieht.

Ausblick
Für den nächsten Fachbeitrag werden Informationen über die
Grundstücksentwässerungsanlagen in Gewerbe und Industrie vorbereitet.
Zum Expertenkreis GEA-Gipfel gehören aktuell:
Dipl.-Ing. Dirk Bellinghausen, Güteschutz Grundstücksentwässerung, Hennef
Dipl.-Ing. Mario Brenner, Ingenieurbüro Brenner, Hennef
Dipl.-Ing. Claus Externbrink, SAL-Stadtbetrieb Abwasserbeseitigung Lünen AöR, Lünen
Dr.-Ing. Marco Künster, Güteschutz Kanalbau, Bad Honnef
Gerhard Treutlein VDRK - Verband der Rohr- und Kanal-Technik-
Unternehmen e.V., Kassel
Dr.-Ing. Michael Scheffler, Sachverständigen- und Ingenieurbüro für
Gebäude- und Grundstücksentwässerung, Kassel
Dipl.-Ing. Marco Schlüter, IKT-Institut für Unterirdische Infrastruktur, Gelsenkirchen
Dipl.-Volkswirt Horst Zech, RSV-Rohrleitungssanierungsverband, Lingen (Ems)
Skizze: SAL - Stadtbetrieb Abwasserbeseitigung Lünen AöR
Skizze: SAL - Stadtbetrieb Abwasserbeseitigung Lünen AöR

RSV - Rohrleitungssanierungsverband e.V.
Eidechsenweg 2
49811 Lingen (Ems)

E-Mail : rsv-ev@t-online.de
Internet : www.rsv-ev.de

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HACH LANGE: CSB ist immer noch einer der wichtigsten Parameter bei der Abwasseranalyse - für die Abwasserbeurteilung und die Kontrolle der Abwasseraufbereitungsanlagen.

Die Bestimmung von CSB mit dem Küvettentestsystem bietet zahlreiche Vorteile.
Den informativen Praxisbericht finden Sie unter:

http://www.hach-lange.de/medias/sys_master/8853762506782/DE_20023.pdf
 
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HACH LANGE: Die TOC-Küvettentests von HACH LANGE verfügen über die einzigartige Methode des automatischen Schüttlers zum Austreiben des TIC.

Das spart Zeit und eliminiert das Risiko von Anwendungsfehlern und Verunreinigungen.
Lesen Sie den Praxisbericht unter:

http://www.hach-lange.de/medias/sys_master/8853762441246/DE_00405.pdf
 
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Grundfos: Modulares Technologie-Konzept erweitert den Fokus von der Pumpe auf das System

Wer eine neu zu installierende Pumpe auslegt oder eine Pumpe im Bestand optimiert, darf sich nicht allein auf die Pumpentechnik fokussieren. Stets sollte der Planer oder Betreiber das System, die gesamte Umgebung der Pumpe mit im Blick haben. Je relevanter die Förderaufgabe für den Betreiber ist - sei es in der Gebäudetechnik, in der Industrie oder in der Wasserwirtschaft - desto höhere Aufmerksamkeit erfordert der Systemansatz. Denn die praktische Erfahrung lehrt: Die gemäß Systemansatz ausgelegte und betriebene Pumpe arbeitet in aller Regel zuverlässiger, neigt weniger zu Störungen.

Grundfos nennt den ganzheitlichen Systemansatz für Pumpenanlagen ‚iSolutions‘. Es geht dabei um die Verschmelzung selbst entwickelter und gefertigter Komponenten (Hydraulik, Antriebslösungen, Sensoren, Steuerungs- und Sicherungsmodule sowie Mess- und Datenübertragungseinheiten) zu einem intelligenten Hybridsystem, das sich den Anforderungen unterschiedlicher Applikationen anpasst. Wichtig: Praktisch alle Komponenten entwickelt und produziert Grundfos in eigener Regie speziell für den Einsatz mit Pumpen, was einen zuverlässigen Pumpenbetrieb ohne hohen Spezifikations-Aufwand sicherstellt.

Der modulare Ansatz, der den iSolutions zugrunde liegt, stellt einen präzisen Abgleich zwischen den Anlagenanforderungen und den verwendeten elektronischen Bauteilen sicher. Beispielsweise erbringen Pumpen mit integriertem Frequenzumrichter exakt die Leistung, die das Lastprofil und die Betriebsdaten der Anlage vorgeben. Das spart Energie ein. Darüber hinaus sorgen intelligente Regelungsmodi für eine gesicherte Integration in die relevanten Standardanwendungen der Gebäudetechnik, der Industrie und der Kommunalwirtschaft.

Beispielsweise wurde die 3. Generation des MGE-Motors, derzeit bis 2,2 kW Leistung erhältlich, speziell für den Pumpenbetrieb und eine optimierte Drehzahlregelung entwickelt und bietet mit einem besseren Wirkungsgrad als von IE4 gefordert eine ausgezeichnete Energieeffizienz.
Ein besonderer iSolutions-Baustein ist die AutoAdapt-Funktion: Sie sichert eine präzise Konfiguration der Anlage und damit maximale Energienutzung. Dazu analysiert die Pumpe kontinuierlich die Anlagenanforderungen auf Veränderungen und nimmt anschließend zur Sicherung der Gesamtanlageneffizienz eine Leistungsanpassung vor.

Sozusagen das Herzstück jeder iSolutions-Lösung sind zuverlässige und robuste Sensoren, die für eine präzise Übertragung der Anlagendaten sorgen. Integrierte Sensoren sind als Durchfluss-, Differenzdruck- und Relativdrucksensoren in Kombination mit einer Temperaturmessung verfügbar. Deren patentierte Silicoat-Beschichtung ermöglicht einen direkten Kontakt mit dem Medium im Dauereinsatz; das gewährleistet eine kurze Ansprechzeit auf schnelle Temperaturänderungen in der Anlage.
Mit einem umfassenden Kommunikationsportfolio sowohl für das Remote-Management als auch für die Systemintegration kann der Anwender auf Steuerungs- und Überwachungsfunktionen zugreifen, die den Aufwand zur Datenerhebung und für Wartungsarbeiten erheblich reduzieren:
• CIM/CIU-Steuerungsmodule und -geräte stellen eine Energieverbrauchsoptimierung sicher und verarbeiten Daten aus einer Vielzahl von Datenquellen.
• 'Grundfos Go‘ ist als mobiles Fernbedien- und Diagnosegerät so konzipiert, dass es mit allen E-Pumpen von Grundfos kompatibel ist. In größeren Anlagen lassen sich mit der Funktion ‚Clone Pump Settings‘ ganze Pumpengruppen schnell konfigurieren.

Im Ergebnis sichern iSolutions eine hohe Energieeffizienz, niedrige Fehlerraten und kürzere Ausfallzeiten, verbunden mit einer nahtlosen Anlagenintegration und vorteilhaften Regelungs-Routinen. Kurz: Sie sind präzise für den gewünschten Einsatzzweck konzipiert. Martin Palsa, Geschäftsführer der Grundfos GmbH, bringt es so auf den Punkt: „Mit iSolutions bieten wir Lösungen mit einer konsequenten Kostenbremse an."

http://de.grundfos.com/about-us/news-and-press/news/grundfos-isolutions.html
 
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Ratten in der Kanalisation

Mit geballtem Sachwissen werden die Mitarbeiter/innen von KASSELWASSER zukünftig den Ratten in der Kanalisation zu Leibe rücken.

Die gesetzlichen Anforderungen an die Ausbildung und die notwendigen
Risikominimierungsmaßnahmen beim Einsatz von Rodentiziden sind ab dem
01.07.2014 für alle berufsmäßigen Anwender bindend.
Arno Bauer, Sachgebietsleiter Netzbetrieb hat für diese Sachkundeschulung das IHS - Ingenieurbüro
für Hygieneplanung und Schädlingsprävention - engagiert. „Nach 2010 ist dies nun bereits die
zweite Sachkundeschulung, die wir in Kassel in dieser Form für die Mitarbeiter durchführen. Die
Vorteile von Team-Schulungen im eigenen Haus, liegen für uns klar auf der Hand: Alle Mitarbeiter im
Team haben anschließend den gleichen Wissenstand und können sich bei der Planung und
Durchführung der Arbeiten gut unterstützen. Das zeigen auch unsere langjährigen guten Ergebnisse
bei der Schadnagerbekämpfung im Kanal", so Arno Bauer, der sich auch selber ein Bild von der
Tagesveranstaltung machte.
Wanderratten sind hochsoziale Rudeltiere und wahre Überlebenskünstler. Sie passen sich ihrem
Lebensumfeld schnell und effizient an. In der Kanalisation wird ihnen neben einer exzellenten
Infrastruktur von Röhren und Gängen gleichzeitig eine optimale und schier endlose Nahrungsquelle
geboten. Wer da nicht an Vermehrung denkt?
Neben den vielen Informationen zur Biologie, zum Verhalten und zur Vermehrung von Ratten ging
der Referent Rainer Neuber auch auf die neuen rechtlichen Regelungen zur Bekämpfung von
Nagetieren ein.
Neben der Sachkunde nach dem Tierschutzrecht (§4) ist ab dem 01.07.2014 für die Anwendung aller
Rodentizide der 2. Generation auch eine Sachkunde nach der Biozidverordnung notwendig.
Hier geht es im Wesentlichen um die Anwenderbeschränkungen, die Anwendungsbereiche, die gute
fachliche Anwendung (GFA) und die Risikominimierungsmaßnahmen (RMM) beim Einsatz von
Rodentiziden.
Diese Maßnahmen sind EU weit notwendig geworden, da bei einer Neubewertung und Neuzulassung
der Rodentizide die Wirkstoffe der 2. Generation als besorgniserregende Stoffe eingestuft wurden
und nur mit Auflagen und Beschränkungen zugelassen werden konnten.
Einen wichtigen Teil der Fortbildung widmete der Referent der Prävention und den alternativen
Bekämpfungsmöglichkeiten, dem eigentlichen Hauptarbeitsfeld von Neuber und seinen Mitarbeitern,
die beratend und ausführend u.a. für Kommunen und Klärwerke tätig sind.
Neben vollelektronischen Schlagfallen wurden der Einsatz von Sperrklappen, Rattentrichtern und
Fallen demonstriert. „ Mit diesen technischen Hilfsmitteln kann man die Tiere aus der
Hauskanalisation einfach fern halten und manch böser Überraschung in der Toilette vorbeugen...."
schmunzelt der Praktiker aus Borgholzhausen.

Mehr Informationen unter:
IHS - Ingenieurbüro für Hygieneplanung und Schädlingsprävention
Hans-Rainer Neuber
Dipl.-Ing. agr. - Freier Sachverständiger
Staatl. gepr. Desinfektor & Schädlingsbekämpfer
Landweg 8 - 33829 Borgholzhausen
Telefon 05425-5529 - Mobil 0163-1424849
Fax 05425-954280-E-mail:info@neuber-ihs.de

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Eurodos: Maßgeschneiderte Dosierstationen für jeden Anwendungsfall

Dosiertechnik: Eurodos liefert maßgeschneiderte Polymerlösestation nach Bad Tölz
Der Fall ist gelöst

Eines haben TV-Kommissar Benno Berghammer - der legendäre „Bulle von Tölz" - und der Dosiertechnik-Spezialist Eurodos gemeinsam: Es wird so lange getüftelt, bis jeder Fall gelöst ist. Das hat die VTA-Tochterfirma nun auch in Bad Tölz bewiesen.
In der Kläranlage der oberbayerischen Kurstadt wurde die Schlammentwässerung erneuert. Die Aufbereitung des Polymers für die neue Schneckenpresse sollte eine vollautomatische Löse- und Dosiermittelstation übernehmen. Hier konnte Eurodos seine Kompetenz voll ausspielen, wenn es darum geht, nicht nur Standardanlagen zu liefern, sondern Spezialwünsche der Kunden schnell und punktgenau umzusetzen.

Gefragt war in Bad Tölz eine Zweikammer-Pendelanlage...mehr unter:
http://www.vta.cc/de/laubfrosch_archiv.html?newsid=182

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VTA: MicroTurbine auch für kleinere Kläranlagen wirtschaftlich interessant

Kraft-Wärme-Kopplung: Dank MicroTurbine auch für kleinere Kläranlagen interessant
Nicht nur für die Großen

Noch immer nützen Kläranlagen der Größenklasse 4 (10.001 - 100.000 EW) Klärgas, das in der Faulung anfällt, nach wie vor bloß zum Heizen. Tatsächlich produzieren kleine Faulungsanlagen bisweilen zu wenig Gas, um eine herkömmliche Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) wirtschaftlich betreiben zu können. Oft erweist sich aber auch der zusätzliche Arbeitsaufwand als Hemmschuh. Hauptaufgabe der Klärwerkmitarbeiter ist und bleibt die Reinigung des Abwassers; sich auch noch um eine Anlage zur Stromerzeugung zu kümmern, ist bei dünner Personaldecke vielfach nicht drin.

Die innovative Technologie der MicroTurbine von VTA macht eine Kraft-Wärme-Kopplung aber auch für kleinere Klärwerke attraktiv und wirtschaftlich: Fast die Hälfte der mehr als 70 MicroTurbinen, die mittlerweile in Deutschland und Österreich im Einsatz sind, arbeiten auf Kläranlagen, in denen das Faulgas zuvor nur für Heizzwecke verwendet wurde. Der Arbeitsaufwand (Wartung) für die Turbinen ist äußerst gering - im Vergleich zu konventionellen KWK-Anlagen ein entscheidender Vorteil.

Stromkosten um 40 % gesenkt
Ein aktuelles Vorzeigeprojekt in dieser Hinsicht ist das Klärwerk Nersingen im schwäbischen Landkreis Neu-Ulm. In der 15.000-EW-Anlage wurde das Klärgas bisher lediglich zum Beheizen von Betriebsgebäuden und Faulbehälter genutzt. Nun ist dort eine MicroTurbine...mehr unter:

http://www.vta.cc/de/laubfrosch_archiv.html?newsid=185

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VTA: Klärschlamm: Erste Desintegrationsanlage in ganz Irland kommt von VTA

Erfolg in Ost und West
Auch auf der Grünen Insel hält nun die GSD-Technologie von VTA Einzug: In der Kläranlage von Swords nahe Dublin geht im Frühjahr eine GSD-Anlage in Betrieb - die erste Klärschlamm-Desintegrationsanlage in Irland überhaupt.
Das Klärwerk von Swords, einem Vorort nördlich der Hauptstadt, wird derzeit auf eine Kapazität von rund 100.000 EW erweitert und an den Stand der Technik angepasst. Auf der Suche nach einem Verfahren, mit dem sich die Schlammfaulung verbessern und die Biogas-Ausbeute steigern lässt, wurden die Investoren auf die patentierte Ultraschall-Technologie von VTA aufmerksam. Beste Referenzen und das exzellente Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugten schließlich ebenso wie die Möglichkeit, die GSD-Anlage ohne zusätzliche Baumaßnahmen in den Bestand zu integrieren.

Zwei neue VTA-Anlagen in Polen
Nicht nur in Westeuropa realisiert VTA neue GSD-Projekte, sondern auch in Polen, wo bereits mehrere solcher Anlagen erfolgreich laufen. Eine weitere steht nun in Chelm, einer Stadt in Südostpolen nahe der rumänischen Grenze. Dort wird die städtische Kläranlage mit einem Investitionsvolumen von rund 13 Millionen Euro erweitert und modernisiert.
In Chelm soll der Überschussschlamm mittels Desintegration behandelt werden. Die VTA-Anlage umfasst zwei Reaktoren in Serie, die nach der Überschussschlamm-Eindickung in einem bestehenden Gebäude installiert wurden. Auftraggeber ist Inżynieria Rzeszów S.A., einer der führenden Anlagenbauer Polens, der das Klärwerk...mehr unter:

http://www.vta.cc/de/laubfrosch_archiv.html?newsid=186

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VTA: Kanalgeruch: Dank VTA Aufatmen in der Oberpfalz

Probleme mit Kanalgeruch: Wenn nichts mehr hilft - dann hilft VTA

Aufatmen in der Oberpfalz

Man muss kein Chemiker sein, um Schwefelwasserstoff sofort zu erkennen: Die widerliche Duftnote fauler Eier verrät das Gas H₂S schon in geringsten Mengen. Davon weiß man in Ursensollen ein Lied zu singen. Jahrelang kämpfte die 3700-Einwohner-Gemeinde im oberpfälzischen Landkreis Amberg-Sulzbach mit hartnäckiger Geruchsentwicklung aus dem Kanalnetz.
Das Grundproblem wird mit einem Blick auf die Topographie der weitläufigen Gegend rund um den Naturpark Hirschwald rasch klar. Das Ursensollener Gemeindegebiet erstreckt sich über stolze 73 Quadratkilometer und umfasst 38 Ortschaften.

Rund 80 Prozent der Gebäude sind an das Kanalnetz ...mehr unter:
http://www.vta.cc/de/laubfrosch_archiv.html?newsid=181

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NIVUS: Optimaler Mitteleinsatz in der Fremdwassermessung

Thomas Schäfer (NIVUS GmbH) vergleicht den Mittelaufwand und die Ergebnistiefe bei Einzelmessungen und Kurzzeitmessungen für Fremdwassermessungen. Der Artikel ist in der wwt März 2014 erschienen:
www.wwt-online.de

Quelle: https://www.nivus.de/presse/optimaler-mitteleinsatz-in-der-fremdwassermessung

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Grundfos: bietet einen neuen Ansatz für die fehlende Abwasserklasse IE3.

Technische Analyse der IEC-Motoreffizienz-Standards bei Abwasseranwendungen

Heutzutage machen Pumpen nicht weniger als 10 % des weltweiten Stromverbrauchs aus und zwei Drittel aller Pumpen verbrauchen bis zu 60 % zu viel Strom. Wenn jedes Unternehmen auf hocheffiziente Pumpensysteme umsteigen würde, könnten 4 % des gesamten Stromverbrauchs weltweit gespart werden. Oder anders gesagt: ein Anteil vergleichbar mit dem Haushaltsstromverbrauch von einer Milliarde Menschen, wie der globale Pumpenhersteller Grundfos angibt. Folglich hat die Senkung von Energiekosten durch die Entwicklung effizienterer Elektromotoren für Endverbraucher, Umweltgesetzgeber, Regierungen und Hersteller oberste Priorität angenommen.
Während des letzten Jahrzehnts wurden erhebliche Anstrengungen unternommen, um die weltweit verschiedenen Prüf- und Klassifizierungsstandards sowie die entsprechenden Kennzeichnungsregelungen zu harmonisieren. Die Internationale Elektrotechnische Kommission (IEC) hat mit der NEMA, dem CEMEP, dem IEEE und anderen internationalen Organisationen zusammengearbeitet. Das Ergebnis dieser Arbeit war die Veröffentlichung zweier wichtiger Standards:
• IEC 60034-2-1 (Ed. 1.0): Drehende elektrische Maschinen - Teil 2-1: Standardverfahren zur
Bestimmung der Verluste und der Effizienz aus Prüfungen (ausgenommen Maschinen für Schienen- und Straßenfahrzeuge,
2007), das Methoden beschreibt, die zur Bestimmung des Motorwirkungsgrads verwendet werden.
• IEC 60034-30: Drehende elektrische Maschinen - Teil 30 (Ed. 1.0): Wirkungsgradklassen von eintourigen, dreiphasigen Motoren mit Käfigläufer (IE-Code), der Energieklassen für Induktionsmotoren definiert.

„Es gibt zwei Wege, um den Wirkungsgrad eines Elektromotors zu bestimmen", erklärt Mikael Nedergaard, Global Product Manager von Grundfos Holding A/S. „Die eine Möglichkeit ist ein direkter Test, der darauf beruht, die Aufnahmeleistung auf Basis der Spannung und des Stroms und die Abgabeleistung auf Basis der Drehzahl und des Drehmoments zu berechnen. Die andere, indirekte Methode besteht in der Messung der Aufnahmeleistung und der Berechnung der gesamten Verluste, indem die individuellen Verlustkomponenten berechnet und addiert werden. Dieser indirekte Test kann nur bei dreiphasigen Motoren angewendet werden."
Der gegenwärtige Klassifizierungsstandard IEC60034-30 für eintourige, dreiphasige Induktionsmotoren und Motoren mit Käfigläufer legt drei Energieeffizienzklassen fest:
• IE3 - Premium Efficiency (höchster Wirkungsgrad, gleichwertig mit NEMA Premium)
• IE2 - High Efficiency (hoher Wirkungsgrad, gleichwertig mit NEMA Energy Efficient)
• IE1 - Standard Efficiency (Standard-Wirkungsgrad, gleichwertig mit dem früheren CEMEP EFF2)

Im Jahr 2014 wird der neue IEC60034-30-1 die vierte Effizienzklasse festlegen - IE4 Super Premium Efficiency. Dieser Standard wird den aktuellen Standard IEC 60034-30 ersetzen.
„Die Effizienzklasse IE2 wurde im Juni 2011 von der Ökodesign-Richtlinie ins Leben gerufen. Ab Januar 2015 soll kein Motor mit einer Nennleistung von 7.5 bis 375 kW unter der Effizienzklasse IE3 liegen bzw. der Effizienzklasse IE2 entsprechen, soweit er mit einem drehzahlgeregelten Antrieb ausgestattet ist", erklärt Robert Bork Hansen, Global Product Specialist bei Grundfos Holding A/S. „Diese Anforderungen gelten für 2-, 4- und 6-polige, eintourige, dreiphasige Induktionsmotoren mit einer Bemessungsspannung bis zu 1000 V und mit Dauerbetrieb. Wichtig ist: Motoren, die dafür ausgelegt sind, ganz in eine Flüssigkeit eingetaucht betrieben zu werden und/oder vollständig in ein Produkt eingebaute Motoren, deren Energieeffizienz nicht unabhängig von diesem Produkt erfasst werden kann, werden nicht dazu gezählt."
Dabei muss die Frage gestellt werden, ob eine Pumpe mit integriertem Motor, die für das Eintauchen in Wasser ausgelegt ist, wie z. B. eine Abwasserpumpe, als IE2- oder IE3-effizient beschrieben werden kann. Da der Motor nicht unabhängig von der Pumpe geprüft werden kann, vor allem weil es keine standardisierte Verbindung, kein festgelegtes Kühlsystem und auch keine anerkannte Prüfmethode gibt, muss die Antwort „Nein" lauten.
„Theoretisch sollte es relativ einfach sein, den Motor einer Abwasserpumpe zu testen, da der Motor eine Welle enthält, die auf Drehmoment und Leistung geprüft werden könnte", sagt Leo Andersen, Regionaler Programm Manager bei Grundfos Holding A/S. „Doch jeder Prüfvorgang müsste Probleme angehen wie Kühlung und Lüftung, zusammen mit der Leistung, die genutzt wird, um den Motor zu kühlen. Zwei weitere Elemente, die sich auf die Leistungsanforderungen der Motorwelle auswirken, sind Reibungsverluste der Gleitringdichtung und Lagerreibungsverluste, die durch die Nutzung von Schräglagern entstehen. Abwasserpumpen nutzen üblicherweise eine doppelte Gleitringdichtung, um Leckagen des Fördermediums in den Motor zu verhindern."
Leo Andersen erklärt weiter: „Außerdem ist noch die Frage der Installation zu bedenken. Wird der gleiche Motor z. B. an feuchten und trockenen Aufstellungsorten verwendet, wird der Wirkungsgrad verschieden sein. Alles in allem sind es also alle Verluste im System, die ein eindeutig definiertes Prüfverfahren erfordern, doch dafür müssten die Aufstellungsbedingungen der Anlage nachgebaut werden."
Einzelberichte von Grundfos-Kunden aus der Abwasserindustrie offenbaren, dass Betriebssicherheit und größere Effizienz die wichtigsten Fragen sind, die die Kunden beschäftigen. Ist die Pumpe einmal installiert, wollen die Anwender sie nicht erneut anrühren; sondern sie sind bereit, ein gewisses Maß an Energieeffizienz zu opfern, wenn es dafür zu weniger Ausfällen kommt. Effizienz ist eine Frage, die jeden Pumpenanwender in der Abwasserindustrie betrifft und sie gewinnt bei einem größeren Pumpenmotor sogar noch an Bedeutung. Die höchste Energieeffizienz bei allen seinen Abwasserpumpen zu bieten, ist das Ziel von Grundfos.
"
Wenn in einer Ausschreibung verlangt wird, dass die Abwasserpumpen der IE3 entsprechen müssen, kann kein Hersteller eine solche Pumpe liefern, weil es keinen anwendbaren Standard gibt.

FOTO: Die Leistungskennlinien der Grundfos SL/SE 1.95.150.220.4.52 H Abwasserpumpe, einschließlich der Gesamtwirkungsgradkennlinie (Eta 1). Die Eta-2-Kennlinie zeigt den hydraulischen Wirkungsgrad.
Die Grundfos-Lösung
Da es unmöglich ist, zu behaupten, dass eine Abwasserpumpe, die einen integrierten Motor enthält, den Standard IE2 oder IE3 erfüllt, bietet Grundfos eine Lösung, die aus dessen Sicht das Problem der Pumpen- und Motoreffizienz angeht. Die Grundfos-Abwasserpumpen SE1/SEV und SL1/SLV enthalten jetzt elektrische Innenteile, d. h. Rotor und Stator, des IE3-Motors im Pumpengehäuse.
„Was den Motor der Abwasserpumpe von einem herkömmlichen IE3-Motor unterscheidet, sind die Lager, Gleitringdichtungen und das Fehlen einer Gebläsekühlung wie oben beschrieben", erklärt Robert Bork Hansen. „In feuchten Installationen wird die Kühlung über die Flüssigkeit geliefert, in die die Pumpe eingetaucht ist. Die Rotoren und Statoren des Grundfos IE3-Motors sind typgeprüft und zertifiziert in Übereinstimmung mit dem TEFC-Motorstandard und werden durch Messprotokolle gestützt, sodass es sich in jeder Hinsicht um einen IE3-konformen Motor handelt. Durch das Austauschen der Lager, das Hinzufügen einer Gleitringdichtung und durch die Kühlmethode wird die IE3-Konformität des Motors jedoch zunichte gemacht."
Der Hauptgrund dafür, dass bis jetzt noch kein Effizienzstandard für Abwasserpumpen eingeführt wurde, könnte die Tatsache sein, dass Hersteller, Gesetzgebung und Normungsgremien Motoren von Abwasserpumpen als getrennte Einheit ansehen und nicht als eine in die Pumpe integrierte Einheit. Deshalb haben sie Schwierigkeiten damit, die Reibungsverluste des Motors und den Wirkungsgrad zu definieren.
Pumpenhersteller, die behaupten, dass ihre Abwasserpumpen IE3-konform sind, machen sich der Irreführung von Beratern und Endverbrauchern schuldig. Wenn in einer Ausschreibungsunterlage verlangt wird, dass die Abwasserpumpen IE3-konform sein müssen, kann kein Hersteller eine solche Pumpe liefern, weil es keinen anwendbaren Standard bezüglich der Effizienz von Abwasserpumpen mit integriertem Motor gibt.
Die Verwendung der elektrischen Komponenten eines IE3-Motors und ihr Einbau in eine Abwasserpumpe liefern einige Informationen über die Effizienzklasse der gesamten Motoreinheit. Was dadurch aber nicht geliefert wird, ist ein bestimmter Wert, da die Reibungsverluste in einer Abwasserpumpe sich von denen in einer Standardpumpe unterscheiden und diese Verluste nicht berücksichtigt werden. Auch hinsichtlich der Hydraulik, wo die besseren Möglichkeiten für Effizienzgewinne liegen, werden somit keine Informationen geliefert.
„Um den höchsten Wirkungsgrad in einem Pumpensystem zu erreichen, muss die ausgewählte Pumpe über einen Wirkungsgrad-Bestpunkt verfügen, der dem Betriebspunkt entspricht", sagt Mikael Nedergaard. „Der Wirkungsgrad-Bestpunkt hängt vor allem von den Charakteristiken der Pumpe ab; dazu gehören Leistung, Fluss und Förderhöhe. Es handelt sich dabei um den Punkt auf der Pumpenkennlinie, an dem die Pumpe am effizientesten arbeitet. Dabei darf nicht vergessen werden, dass der Wirkungsgrad der Pumpe deutlich abnimmt, wenn die Pumpe nicht auf dem ausgelegten Wirkungsgrad-Bestpunkt arbeitet."
Grundfos ist der Ansicht, dass Hersteller, Berater und Endverbraucher sich nicht ausschließlich auf den Motorwirkungsgrad konzentrieren sollten, sondern stattdessen auf den Gesamtwirkungsgrad der Pumpe, wie er in der ISO 9906 festgelegt ist: Standard von 2012 „Leistungsabnahmeprüfung für Kreiselpumpen" oder Standard ANSI/HI 11.6.2012 „Leistungsabnahmeprüfung für Kreiseltauchpumpen", wenn über Abwasserpumpen und Pumpen mit Unterwassermotor diskutiert wird. Genauso wichtig für den Motorwirkungsgrad ist die Pumpenhydraulik, da hier die Möglichkeiten zur Verbesserung des Pumpenwirkungsgrads weit größer sind. Solange ein geeigneter Energieeffizienzstandard für die Pumpe fehlt, ist es unvermeidlich, dass Hersteller und Verkäufer die Verbindung zum IE3 betonen. Diese Situation beginnt sich zu wandeln und Europump diskutiert Vorschläge für einen geeigneten Pumpenstandard. Der Anstoß für die Schaffung eines angemessenen Standards kann nicht ausschließlich von den Pumpenherstellern kommen, sondern muss auch von Politikern und Regulierungsstellen vorangetrieben werden.
„In den letzten Jahren wurde ein Energiestandard für kleine Umwälzpumpen geschaffen, bei denen, wie bei Abwasser- und Unterwasserpumpen, der Motor und die Welle in einem einzigen Gehäuse enthalten sind und nicht separat geprüft werden können", kommentiert Mikael Nedergaard. „Wie von der EU empfohlen, besteht der Standard, der von der Europump, dem Fachverband der Pumpenhersteller, und den Pumpenherstellern entworfen wurde, aus sieben Energiesparklassen. Der Energieeffizienzindex (EEI) einer Pumpe wird gemäß dem jährlichen Lastprofil berechnet und die Pumpe wird entsprechend ihrer Energieeffizienz gekennzeichnet. Durch die Einführung einer Energieeffizienzkennzeichnung kann der Endverbraucher Produkte vergleichen und die geeignetste Pumpe bzw. Pumpen für seine Installation auswählen."
Wenn dies für Umwälzpumpen erreicht werden kann, folgt daraus, dass auch für Abwasserpumpen ein international anerkannter Energiestandard geschaffen werden kann. Da die Abwasserbehandlungsindustrie sich stufenweise hin zu größeren und effizienteren Aufbereitungsanlagen bewegt, die größere Pumpen benötigen, werden Energiekosten immer wichtiger werden. Die Pumpenindustrie sowie die Regulierungsstellen werden entsprechend reagieren müssen und in ein Prüfsystem investieren, das den Endverbrauchern die Informationen liefert, die sie benötigen.

Artikel von Bryan Orchard
http://de.grundfos.com/about-us/news-and-press/news/Grundfos-offers-approach-to-missing-IE3-wastewater-class.html

Verweise:
Grundfos Fakten zu Pumpen und Energie
Hintergund des Grundfos Blueflux® Energielabels
Internationale Elektrotechnische Kommission
Publikationen zum TC2-Arbeitsprogramm für rotierende Maschinen (14)
National Electrical Manufacturers Association (NEMA)
Europump
Richtlinie der Europump zum Pumpenwirkungsgrad von einstufigen Kreiselpumpen
Richtlinie der Europump über die Anwendung der Regelung 640/2009/EC für Elektromotoreffizienz - Mai 2011
Vorbereitende Ökodesignstudien für Pumpen (ENER Lot 28: Abwasserpumpen)

 

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Convitec: Bemessung der Belüftungstechnik in Klärwerken

Es ist nicht weiter verwunderlich, dass man der Belüftungstechnik in sowohl häuslichen als auch industriellen Abwasseranlagen besondere Bedeutung schon deswegen beimisst, weil an dieser Stelle in den Kläranlagen die meiste Energie verbraucht wird. Es ist daher von Bedeutung, die Belüftung weitgehend zu optimieren.

Folgende Bemessungskriterien werden heute in der Regel angewandt:
●● spezifischer Sauerstoff-Ertrag in g O2/ Nm³ x m
●● spezifischer Energieverbrauch in kg O2/kWh
●● Verstopfungsanfälligkeit
●● Dauerbeständigkeit der eingesetzten Materialien
●● Investitionskosten

Meistens erschöpften sich die Argumentationen der Belüftungstechnik anbietenden Firmen im spezifischen O2-Ertrag. Man kann aber davon ausgehen, dass die führenden Unternehmen auf diesem Gebiet heute Belüfter anbieten, die technisch durchaus gleichwertig sind. So darf ein spezifischer Ertrag in der Größenordnung von 25–28 g O2/Nm³ x m als gängig und in aller Regel erreichbar angesehen werden. Es ergibt also wenig Sinn, heute noch nach besonders leistungsfähigen Belüftern Ausschau zu halten, da die technischen Möglichkeiten in dieser Richtung zumindest von den führenden Unternehmen voll ausgenutzt worden sind und eine weitere Verbesserung in diese Richtung nicht mehr zu erwarten ist. Es kommt vielmehr darauf an, dass die Belüfter in einer vernünftigen Weise beaufschlagt werden. Es geht hier um Werte, die bei etwa 2–6 Nm³/m x h liegen. Beachtet werden muss auch die Anordnung der Belüfter im Beckenbereich, da selbst eine geringfügige Abweichung von der optimalen Verteilung schon zu drastischen Veränderungen in der Leistungsfähigkeit der Belüftungstechnik beitragen kann. In der Regel darf gelten, dass die Belüftungstechnik umso besser arbeitet, je dichter die Belüfter angeordnet sind und je geringer andererseits die Beaufschlagung gewählt wurde. Ein sehr wichtiger Parameter ist natürlich der spezifische Energieverbrauch in kg O2/kWh. Membran-Rohrbelüfter können hier mit Werten in der Größenordnung von 3–4 kg O2/kWh aufwarten. Bei Plattenbelüftern mit großer Membranfläche bedarf es eines vergleichsweise hohen Differenzdrucks an der Membran, um überhaupt eine gleichmäßige Blasenverteilung erreichen zu können. Somit muss bei großflächigen Belüftern mit einer deutlichen Erhöhung des spezifischen Energiebedarfs gerechnet werden. Auch muss bedacht werden, dass ein höherer Differenzdruck bei vergleichsweise großflächigen Membranen zu hohen Kräften in den Einspannungen führt. Zu wenig Beachtung wurde bisher der Tatsache gewidmet, dass Belüfter möglichst nahe am Beckenboden montiert sein sollten, um so eine maximale Verweilzeit der Luftblasen bei voller Ausnutzung der überdeckenden Wassersäule zu gewährleisten. Aus diesem Grunde beispielsweise sind Ecoflex-Belüfter dazu geeignet, unterhalb der Beckenverteilleitungen montiert zu werden, sodass man eine Anordnung fast in Höhe des Beckenbodens erreicht. Im Vergleich zu Belüftern, die oberhalb der zuführenden Druckluftleitungen angeordnet sind, können somit Verweilzeiten von bis zu 10 % mehr erreicht werden, was unmittelbar zu einer Ertragssteigerung in entsprechender Größenordnung führt. Die sinnvolle Montage von Belüftern unterhalb der Luftverteilleitung löst auch einwandfrei das Problem der System-Entwässerung, da zum Beispiel gebildetes Kondensat durch die Belüfter leicht nach unten ohne Verwendung von Entwässerungsleitungen ausgetragen wird. Wenn man die hier getroffenen Feststellungen berücksichtigt, so ergibt es wenig Sinn, Belüfter in speziellen Becken unter ganz besonderen Bedingungen auf ihre Leistungsfähigkeit hin zu testen oder verschiedene Fabrikate miteinander zu vergleichen. Natürlich ist es richtig, für die endgültige Arbeitsweise Feldversuche zu unternehmen, um die jeweils garantierte Leistungsfähigkeit der Belüftungstechnik unter Beweis zu stellen.

Dr. Ing. Hans-Joachim Schmidt-Holthausen (Bietigheim-Bissingen)
www.convitec.eu  

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Kronos: Bericht zum Workshop "Abwasservorbehandlung in der milchverarbeitenden Industrie" am 9. und 10.10.2013 in Aurich

Zum inzwischen vierten Workshop trafen sich Abwasserspezialisten aus Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern in der ostfriesischen Stadt Aurich.

Nach der Begrüßung der Gäste im Hotel "Köhlers Forsthaus" stellte Verkaufsgebietsleiter Thomas Simon das Unternehmen KRONOS und die Herstellung der Eisensalze vom Abbau des Ilmenit - Erzes bis zum Endprodukt vor.
Dipl.-Ing. Joachim Thunert (Anwendungstechnik) berichtete über die Eigenschaften der marktüblichen Fällungs- und Flockungsmittel im Rahmen der Abwasserbehandlung in der Lebensmittelindustrie. Dr. Friedrich Kramer, Gütersloh, referierte über die Vorteile der 'intelligenten' Flotation gegenüber konventionellen Verfahren. Das Verfahren hat sich nach der fleischverarbeitenden Industrie auch im Bereich der milchverarbeitenden Industrie etabliert. Durch den Einsatz von Ishigaki - Schneckenpressen kann der Flotatschlamm weitgehend entwässert werden und ist so auch für weitere Transportwege interessant.

Über die außergewöhnlich gute Reinigungsleistung der Auricher Flotation berichtete Herr Dipl.-Ing. Thomas Kann-Dehn, Norden. So eliminiert die Anlage nicht nur 74 % des CSB und 94 % des Phosphors sondern auch 66 % des Stickstoffes. Diese Werte liegen weit über den bisher aus der Fachwelt publizierten Ergebnissen und stellen den Einsatz der Flotationstechnik in ein ganz neues Licht. Die Entlastung der Biologie durch die Flotation sowie die energetische Nutzung des Flotatschlammes haben in Aurich zu einem Anstieg der Eigenstromerzeugung der kommunalen Kläranlage auf 125 % geführt. Damit ist die Kläranlage Aurich komplett energieautark.

Besonderer Dank gilt den Mitarbeitern der Stadt Aurich für Ihre Unterstützung bei der Besichtigung der Flotationsanlage am Donnerstag.
Nähere Informationen geben wir Ihnen gerne :

http://www.kronosecochem.com/ehome_de.nsf/index?OpenFrameset

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ZWT: BIOCOS Kläranlagen

Was ist BIOCOS?

Das BIOCOS-Verfahren ist eine einfache und wirkungsvolle Weiterentwicklung des klassischen Belebtschlammverfahrens und der Einbeckentechnologie. Das beim konventionellen Belebungsverfahren übliche Nachklärbecken mit Räumeinheit und Rücklaufschlammpumpwerk und den dafür erforderlichen Rohrleitungen wird beim BIOCOS-Verfahren durch zwei Sedimentations- und Umwälzbecken ersetzt...

BIOCOS Kläranlagen Broschüre - hier klicken:
http://www.zwt.de/unterseiten_downloads_D/biocos/biocos.html

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Alltech: Alles andere als Käse: für die Modernisierung der betriebseigenen Kläranlage setzt die Hochland Deutschland GmbH Dosiertechnik von Alltech ein

Das Werk Schongau der Hochland Deutschland GmbH ist eine Fertigungsstätte für Frischkäse und Weichkäse. In der werkseigenen Kläranlage werden Produktionsabwässer mit einer Schmutzfracht von ca. 38000 EW gereinigt.

Der erste Kontakt zwischen Hochland und Alltech fand im Jahr 1999, kurz nach der Inbetriebnahme des damals neu errichteten Werkes statt. Für die Schlammentwässerung lieferte Alltech eine Aufbereitungs- und Dosieranlage CONTINUFLOC 2000 und für die Nachfällung eine CONTINUFLOC 1000. Da beide Anlagen über all die Jahre störungsfrei in Betrieb waren und eine optimale Produktqualität bei Polymerkonzentrat lieferten, lag es für den Leiter der Kläranlage Hochland, Herrn Richard Schuster, nahe, sich auch für den Umbau der Phosphatfällungsanlage im Mai 2012 mit Alltech in Verbindung zu setzen.
Eisen fällt die im Produktionsabwasser der Molkerei vorhandenen Phosphate chemisch aus. Für die Phosphatfällung wird Eisen-III-Chlorid-Sulfat in einem 30 m³ - Tank gelagert. Alltech hat diesen vorhandenen Tank mit einer neuen Saugleitung inklusive automatischer Ansaughilfe nachgerüstet.
Dies hat für das Kläranlagenpersonal den Vorteil, dass fortan deutlich weniger Inspektions- und Bedienungsaufwand besteht - bei erhöhter Betriebssicherheit.
Das Behälterentnahmesystem auf dem Lagerbehälter ist komplett in ein Schutzgehäuse eingebaut und somit auch in der „kalten Jahreszeit" vor Frost und Witterung geschützt.
Das Platzangebot für die Dosierstation war mit 2 auf 2 Meter begrenzt. Die vorhandenen Platzverhältnisse und die Vorgabe, die vorhandene Steuerung nach wie vor zu nutzen, führten dazu, dass Alltech eine „maßgeschneiderte" Anlage lieferte.

Die Dosierstation ist mit den robusten Kolben-Membran-Dosierpumpen der Baureihe FKM ausgerüstet. Die Überdruckventile sind bei dieser Pumpentype bereits in die Hydraulik integriert. Diese Dosierpumpen erfüllen die hohen Anforderungen an Betriebssicherheit und Genauigkeit.
Die Reaktionsprodukte der Fällung werden mit dem Klärschlamm aus der Kläranlage entfernt und verwertet.
Die Produktionsabwässer von Hochland werden mit einem Wirkungsgrad von über 99 %
bezüglich der organischen Inhaltsstoffe und der Nährstoffe gereinigt und direkt in den Lech
eingeleitet.

Autor: Ines Weller
Alltech Dosieranlagen GmbH
Rudolf-Diesel-Str. 2
D-76356 Weingarten
Tel.: ++49 - (0)7244 - 7026 - 23
Fax: ++49 - (0)7244 - 7026 - 50
Web: www.alltech-dosieranlagen.de
Email: weller.i@alltech-dosieranlagen.de

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FlocFormer zur Konditionierung des Klärschlammes auf einer Kläranlage, Dekanter

Testergebnisse und Amortisationsrechnung

Zusammenfassung

In der Testperiode im Juli 2013 konnte im Durchschnitt ein höherer TR-Gehalt von 26,59% (plus 3,99%) gegenüber der Periode vor dem Test (22,6%) ermittelt werden. Daraus ergibt sich eine jährliche Einsparung (nach Einrechnung von Zinsen, Betriebs- und Wartungskosten) von 95.611 Euro/a, zusätzlich kann bei Einsatz des Polymers 35H 1 kg je t TR eingespart werden. Daraus würde sich für die derzeit auf der KA entwässerte Schlammmenge eine Amortisation von 1,1 Jahren errechnen. Die beiden folgenden...

http://www.aquen.de/downloads/de/Test_Report_KA_Juli2013.pdf

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FlocFormer zur Konditionierung des Klärschlammes auf einer Kläranlage, Kammerfilterpresse

Testergebnisse und Amortisationsrechnung

Zusammenfassung
In der Testperiode im Juni 2013 wurde mit Hilfe des FlocFormer 3L e in um 3,17% höherer TR - Gehalt gegenüber dem Durchschnitt der parallel betriebenen Kammerfilterpresse 2 erzielt. Daraus ergibt sich für die fünf besten gefundenen FlocFormer - Einstellungen eine Verringerung der Entsorgungs menge von durchschnittlich 500 Tonn en bzw. ein Einsparpotenzial von durchschnittlich 23.673 Euro jährlich. Die folgenden...

http://www.aquen.de/downloads/de/Test_Report_KA_Juni2013.pdf

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Einige schaffen es sicher :Der Weg zur energieautarken Kläranlage

Interview: Prof. Hartmut Eckstädt über den Weg zur energieautarken Kläranlage

❯❯❯ Herr Professor Eckstädt, Kläranlagen zählen zu den größten kommunalen Energieverbrauchern. Daher wird seit einiger Zeit über energieautarke Kläranlagen diskutiert und die Betriebsoptimierung forciert. Welches Potenzial steckt tatsächlich in Abwasserreinigungsanlagen?
Das größte Potenzial für Energieeinsparungen gibt es in der Planungsphase von Anlagen. Aber auch in bestehenden Anlagen werden die Möglichkeiten bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Schätzungen besagen, dass in deutschen Kläranlagen lediglich ein Fünftel der Energie selbst erzeugt wird.

❯❯❯ Welche Möglichkeiten sehen Sie, um diesen Anteil deutlich zu steigern?
Nutzt man etwa die Faulgasenergie in einer Kraft-Wärme-Kopplung, erhöht dies den Wirkungsgrad gegenüber einer rein thermischen Verwertung. Es gibt Anlagen, die auf diese Weise bereits Energieautarkie erreicht haben, allerdings werden dort nicht nur die Schlämme aus der Kläranlage zur Faulung gebracht.
Es gibt aber auch viele andere Wege wie die Nutzung von Wasserkraft in Kläranlagen, Abwasserwärme, Geothermie oder Windkraft. Man kann auch vorhandene Flächen in der Kläranlage für Photovoltaik nutzen. Natürlich spielen im Hinblick auf eine möglichst hohe Eigenversorgung aber auch wirtschaftliche Aspekte eine Rolle.

❯❯❯ Ist Energiesparen erst ab einer gewissen Anlagengröße sinnvoll?
Grundsätzlich hat jeder Betreiber die Aufgabe, Potenziale für Energieeinsparungen zu erkennen und zu nutzen. Untersuchungen der Universität Rostock zeigen, dass insbesondere auch in ländlichen Regionen bei kleinen und mittleren Kläranlagen durch schrittweise Anpassung an den aktuellen Bedarf nennenswerte Einsparungen möglich sind. In großen Anlagen sind diese Potenziale prinzipiell größer, wenngleich diese in der Regel zielgenauer geplant und bedarfsgerechter gefahren werden. Kleinere Kläranlagen müssen robuster ausgestattet werden, um gegen Störungen besser gewappnet zu sein.

❯❯❯ Wo wird in Kläranlagen die meiste Energie verbraucht?
Der Energieverbrauch wird in erster Linie durch die in der Praxis auftretende Belastung bestimmt, hängt aber auch vom Reinigungsverfahren, den topografischen Gegebenheiten und nicht zuletzt von den Reinigungsanforderungen ab. Im Allgemeinen sind die Belüftungssysteme die größten Energieverbraucher. Man rechnet mit bis zu 50 Prozent des Gesamtverbrauchs bei Anlagen mit Schlammfaulung; bei aerober Schlammstabilisierung sind Werte bis zu 80 Prozent möglich.

Die weiteren Plätze beim Energieverbrauch belegen kontinuierlich betriebene Pumpen und Rührwerke. Teilweise Überdimensionierung von Anlagen, unterschiedliche Regelungs- und Schaltkonzepte sowie Wirkungsgrade unterhalb der Optima bewirken, dass mehr Energie verbraucht wird, als theoretisch erforderlich ist. Besonders deutlich wird die Notwendigkeit von Energiesparmaßnahmen dort, wo weitergehende, oft energieintensive Reinigungsverfahren wie Membranbelebungsverfahren, Ozonisierung oder KV-Behandlung eingesetzt werden.

❯❯❯ Welche Betriebsprozesse sollte man bezüglich Energieeinsparung besonders genau unter die Lupe nehmen?
Schon Grobanalysen mit Ist-Werten und Vergleichsdaten können erste Aufschlüsse liefern. Zweckmäßig für Feinanalysen sind Zulaufpumpwerk und mechanische Vorreinigung, mechanisch-biologische Abwasserreinigung, Eindickung, Stabilisierung und Entwässerung des Schlamms.

❯❯❯ Welche Maßnahmen halten Sie für besonders geeignet, um den Energieverbrauch zu senken und die Anteile der Eigenerzeugung zu steigern?
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit und differenzierte Wertung würde ich nennen: Planung beim Neubau, Maßnahmen im Belüftungssystem und bei den Rührwerken sowie bei der Regelung der Rücklaufschlammströme, Schlammbehandlung, Energieverbrauchsmanagement zur Vermeidung von Spitzenbelastungen, Steuerungsveränderungen bei ständig laufenden Aggregaten, Austausch von Aggregaten (zum Beispiel Pumpen) mit ungünstigem Wirkungsgrad, Nutzung der Abwasserwärme und Bau von Gasspeichern zur Entkopplung von Klärgasanfall und -verbrauch.

❯❯❯ Was kann konkret bei der Schlammbehandlung getan werden?
Ziel muss die Optimierung durch das Steigern der Gasproduktion sein. Eine Möglichkeit dazu ist die Klärschlammdesintegration, zum Beispiel durch Ultraschallverfahren. Durch Schlammeindickung lässt sich die Verweilzeit im Faulturm vergrößern und der Energieeinsatz beim Aufwärmen verringern. Dabei ist jedoch die Rückbelastung des Abwassers im Hauptprozess zu beachten. Auch die Co-Fermentation mit geeigneten Substraten ist eine Variante.

❯❯❯ Wie wird die Entwicklung in punkto Energieautarkie weitergehen?
Nicht jede Kläranlage wird Energieautarkie erreichen können, aber dazu fällt mir ein Spruch eines meiner Lehrer ein: „Man muss Unmögliches fordern, damit Mögliches geleistet wird!" Manche Kläranlage wird in Zukunft sicher sogar überschüssige Energie ins Netz einspeisen können. Höhere Energiepreise, bessere technische Möglichkeiten, Fortschritte der Wissenschaft und die Kreativität aller beruflich mit dem Abwasser Befassten werden dies für einige Kläranlagen möglich machen.
Planer, Betreiber und Mitarbeiter von Verwaltungen tragen dabei eine große Verantwortung. Für ihre Aus- und Weiterbildung ist daher Sorge zu tragen, denn ihre Motivation entscheidet über den Erfolg der Bemühungen. Bei all diesen Überlegungen und Maßnahmen darf das Hauptziel der Abwasserreinigung - nämlich der Schutz der Gewässer - nicht außer Acht gelassen werden. Wenn dabei gleichzeitig weniger Energie verbraucht wird, ist der Umwelt doppelt geholfen.

Quelle: http://www.vta.cc/de/laubfrosch_archiv.html?newsid=159

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Aquen: Das Fachmagazin gwf - Wasser|Abwasser berichtet in der Ausgabe 5´2013 über unsere Bohrschlammentwässerung geoCLEAN.

Hier der Beitrag:
http://www.aquen.de/downloads/de/gwf_5_2013.pdf
 
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ABEL: "SCHNELLER ENTLEERT" ABEL PUMPEN IN DER PVC-HERSTELLUNG 

Veröffentlichung in der Fachzeitschrift "Verfahrenstechnik, Ausgabe 05.2013"
mehr unter:

http://www.abel.de/de/PDF/ABEL-Pumpen-in-der-PVC-Herstellung_WEB-Version.pdf
 
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Vega: Keep it simple

Bis zur Jahrtausendwende herrschten bei Feldgeräten babylonische Verhältnisse: Jeder Hersteller entwickelte für nahezu jedes Messprinzip ein eigenes Gehäuse, eine eigene Elektronik und eine eigene Software. Und fast jedes Gerät hatte seine eigene Installations-, Inbetriebnahme- und Bedienphilosophie. In den Betrieben verursacht dies bis heute einen hohen Aufwand für Schulung, dazu kommen Probleme durch Bedienfehler. Aber auch auf der Seite der Hersteller verursacht die Variantenvielfalt einen hohen Aufwand, der sich schließlich auch in den Herstellkosten der Geräte niederschlägt.
Anfang des Jahrtausends beschloss deshalb der Füllstand- und Druckmessgerätehersteller VEGA dies zu ändern: Mit dem vor zehn Jahren vorgestellten plics®-Konzept setzte der Anbieter eine Plattformstrategie um, die inzwischen eine beeindruckende Erfolgsstory geworden ist ...

Lesen Sie den vollständigen Artikel aus der CHEMIE TECHNIK 4/2013 und das Interview von Geschäftsführer Günter Kech „Kontinuität ist enorm wichtig".

http://www.vega.com/de/News-Artikel_50481.htm

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KEMIRA: Prävention von Struvitablagerungen bei anaerober Vergärung

Während einer anaeroben Klärschlammvergärung wird Magnesium, Ammonium und Phosphat von der Festphase in Ionenform in der Flüssigphase umgewandelt. Die Phosphat-Umwandlung tritt insbesondere bei der Vergärung von Belebtschlamm aus Kläranlagen auf, die mit Verfahren der erhöhten biologischen Phosphorentfernung (EBPR) betrieben werden. Die erhöhte Konzentration dieser Spezies führt zur Bildung und Fällung des Minerals Struvit (MgNH4PO3*6H2O). Hierbei ist es wichtig, zwischen Struvit-Fällung und Struvit-Ablagerungen zu unterscheiden. Die Bildung und Fällung von Struvit ist nicht immer unbedingt negativ. Die in den Schlammfeststoffen eingelagerten Struvitkristalle werden bei der Schlammentwässerung entfernt. Struvitablagerungen sind dagegen immer problematisch. Struvitablagerungen bilden sich am häufigsten in Rohren und auf Oberflächen in Prozessen und Systemen, die der Vergärung nachgelagert sind, wie Schlammstapelbehälter, Pumpen, Wärmetauscher, Schlammentwässerungsanlagen und Systeme zur Zentrataufbereitung. Struvit ist unter neutralen und alkalischen Bedingungen schwerlöslich, die Löslichkeit erhöht sich jedoch im sauren Bereich. Die pH-Abhängigkeit von Struvit wird durch die Tatsache, dass Magnesium unter der Kohlendioxid- Atmosphäre eines Faulbehälters Carbonat-Komplexe bildet, weiter verkompliziert. Wird anaerober Faulschlamm in Nachbehandlungsprozessen normaler Atmosphäre ausgesetzt, erfolgt eine Freisetzung von CO2, die zu einer Erhöhung des pH-Werts führt. Zeitgleich nimmt das Löslichkeitsprodukt stark ab – der Schlamm wird mit Struvit übersättigt. Dadurch erklärt sich die häufige Struvit-Bildung

den ganzen Bericht lesen Sie unter: http://www.kemira.com/regions/germany/SiteCollectionDocuments/Broschüren%20Water/KemWasserSpiegel%202012.pdf

http://www.kemira.com/regions/germany 

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Erfolgreiche Beseitigung und dauerhafte Verhinderung von MAP-Ablagerungen in der Abwasserbehandlungsanlage der Molkerei Zott

Die Genuss-Molkerei Zott (Gründung 1926) ist ein selbständiges Familienunternehmen, dessen Name für eine zukunftsorientierte Unternehmensphilosophie, eine verbraucherorientierte Markenpolitik, für Investitionsbereitschaft und eine gelebte nachhaltige Partnerschaft mit Milcherzeugern und Handel steht. Neben dem Stammwerk der Unternehmensgruppe in Mertingen (Bayern) gibt es weitere Produktionsstandorte in Günzburg und Opole (Polen), wo unter Einhaltung höchster Qualitätsstandards zahlreiche renommierte Joghurt-, Dessert- und Käsespezialitäten hergestellt werden. Mit einem Konzernumsatz von 815 Mio. EUR, einer jährlichen Milchverarbeitung von 861 Mio. kg und 1.810 Mitarbeitern zählt Zott heute zu den führenden Molkereien Europas. Zur Reinigung des anfallenden Produktionsabwassers betreibt die Molkerei Zott eine Abwasserbehandlungsanlage, die in den letzten Jahren aufgrund des gestiegenen Produktionsvolumens und der damit verbundenen höheren Abwassermengen auf 100.000 EW erweitert wurde. Nach einer mechanischen Reinigung…mehr:

http://www.kemira.com/regions/germany/SiteCollectionDocuments/Broschüren%20Water/KemWasserSpiegel%202012.pdf  

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AQUEX: Die AQUEX Technologien

Ein Meilenstein in der Entwicklung der Abwasseraufbereitung
I. Einleitung, der Stand der Technik
Kommunale Abwässer

Die kommunale Abwasseraufbereitung hat eine etwa 150-jährige Geschichte. Sie hat sich aus der Notwendigkeit entwickelt, Abwässer einer immer mehr verdichtet lebenden Menschheit umweltgerecht zu entsorgen. Die Entwicklung begann natürlich nur mit den primitivsten Verfahren und Einrichtungen die jedoch immer weiter verfeinert wurden da es sich herausgestellt hatte, daß die vorhandenen Methoden die erhöhten Erwartungen nicht erfüllten.

So ist die heute bekannte Technologie der Abwasserreinigung entstanden, die in der Lage ist die Abwässer derart zu reinigen, dass diese ohne Nachteile für die Umwelt in die Flüsse geleitet werden können. Das Kanalwasser passiert zuerst einem Grobrechen um dort die gröbsten Verunreinigungen (Lappen, Präservative, Obstschalen usw.) abzutrennen und dann einen Sandfang, wo die schwersten, hauptsächlich anorganischen Teile (z.B. Sand) abgetrennt werden. Der Sand wird von dem Boden des Beckens abgesaugt und zusammen mit Resten von Fäkalien auf Deponien gefahren.
Das Abwasser fließt in das mechanische Absetzbecken weiter, wo sich in einem etwa sechsstündigen Aufenthalt die absetzbaren Feststoffe absetzen. Die in Emulsionsform vorhandenen Verschmutzungen werden in dem nächstfolgenden Becken, der sog. Biologie mit Hilfe von Bakterien und Sauerstoff, der aus dem Durchblasen des Wassers mit einer Überdosis von Luft beschafft wird, abgebaut.
In einer weiteren Stufe werden die Nitrate und Phosphate eliminiert. So gelingt das Abwasser endlich in das Nachklärbecken, wo noch vorhandenen Feststoffe abgesetzt werden, bevor das Wasser in die Flüsse entlassen wird.

Je gründlicher die Abwasserreinigung ist umso mehr Reststoffe werden zurückgehalten, die in Form von Schlamm aus allen Becken abgezogen und eingedickt werden. Dieser Schlamm wird in die sog. Faultürme gepumpt und dort bei einer Temperatur von 37°C unter Ausschluss von Sauerstoff in 20 bis 30 Tage anaerob ausgefault. Damit wird ein Teil des organischen Anteils des Schlammes zum Methangas umwandelt, das Schlammvolumen reduziert und die nachfolgende mechanische Entwässerung des Schlammes wird leichter.
Das erzeugte Methangas wird in Blockheizkraftwerken verbrannt und damit Strom erzeugt. Die Abfallwärme wird in die Faultürme zurückgeführt, um dort die ständig erforderliche Temperatur von 37°C zu erhalten.

Der mit Zentrifugen, Siebbandpressen oder Kammerfilterpressen auf im Schnitt 27 % Trockensubstanz entwässerte Schlamm wird entweder in die Landwirtschaft entsorgt oder muss nach der neuesten Gesetzgebung unter Zugabe von Zusatzenergie verbrannt werden.
Industrieabwässer
Es gibt kaum ein Gewerbe, wo kein Abwasser entsteht. Diese sind teilweise enorm hoch belastet und dürfen oft nicht direkt in die Kanalisation geleitet werden weil damit die kommunalen Kläranlagen zu hoch belastet wären. Diese Betriebe haben eigenen Kläranlagen, wo das Abwasser notdürftig gereinigt wird um dieses nachher in die Kanalisation oder in die Flüsse leiten zu können. Dafür zahlen die Betriebe dem Träger der Kläranlage oder dem Umweltamt je Höhe der verbliebenen Belastungen eine sog. Einleitgebühr, die u.U. astronomischen Höhen erreichen kann.

II. Kritik an der vorhandenen Technologie
Die vorhandenen Technologien sind zwar ausgefeilt und führen zu zufriedenstellenden Lösungen, sind aber enorm teuer. Wir haben uns aber damit abgefunden und bezahlen die Kosten mit unseren Wasser- und Abwassergebühren tagtäglich. Es ist eine lethargische Betrachtung entstanden und die Kosten werden als gottgewollte Strafe für unsere Sünden angesehen, die wir am Tisch tagtäglich mit Messer und Gabel vollbringen.
Die hohe Gebühren entstehen aus den hohen Investitionskosten, die der Bau der Sammler und der Kläranlagen verursachen. Da sich Kläranlagen erst ab einer bestimmten Größenordnung lohnen, werden kleinere Ortschaften durch teure Abwasserleitungen verbunden. Diese kilometerlangen Rohrnetze sind oft teurer als die eigentliche Kläranlage. Hohe Wartungsd- und Personalkosten sind die Folge. Das Verfahren ist kompliziert und erfordert deshalb auch hohe Betriebskosten. In vielen Kommunen sind die Leitungssysteme an der Grenze der Leistungsfähigkeit und durch Überalterung und fehlende Wartung und Instandsetzung kurz vor dem Zusammenbruch.
Eine Kläranlage konventioneller Art erfordert ein sehr großes Grundstück, welches gerade in Ballungszentren, wo die größten Kläranlagen gebaut werden müssen, entsprechend teuer ist.
Die Schlammaufbereitung in Faultürmen ist als Wildwuchs in der Entwicklungsgeschichte anzusehen. Wir bauen riesige Faultürme, um den organischen Anteil des Schlamms zu reduzieren obwohl die damit erzeugte Energie im Verhältnis zu gering und bei weitem nicht kostendeckend ist.
Die Abfallwärme aus der Verbrennung des Methangases dient für den Selbstzweck, nämlich zur Aufrechterhaltung der Temperatur des Faulturmes und ist im Winter nicht einmal ausreichend so, dass die fehlende Energie aus den sehr teueren Energieträgern Heizöl oder Erdgas ersetzt werden muss.
Auf dies Weise wird ein wesentlicher Anteil der Energie des Schlammes vernichtet, Der Rest bringt auch keinen Energiegewinn, weil der mit den herkömmlichen Entwässerungsaggregaten entwässerte Schlamm nur durch Zugabe von Primärenergien verbrannt werden kann.
Dabei ist der Klärschlamm viel besser als sein Ruf: Als organischer Schlamm ist er ausgetrocknet ein ausgezeichneter Energieträger, der im Verbrennungswert der Braunkohle gleichgesetzt werden kann. Da aber heutzutage keine wirtschaftliche Trocknung bekannt ist, wäre die Austrocknung des Schlammes für Zwecke der Energiegewinnung unwirtschaftlich.

III. Die AQUEX Technologie
Die AQUEX Technologie geht auf die Kernaufgabe zurück, nämlich auf die Notwendigkeit, Abwässer umweltgerecht aufzubereiten und den Schlamm wirtschaftlich zu nutzen. Dabei sind wir auf neuen Wegen gegangen und auch nicht von der Schlachtung von heiligen Kühen zurückgeschreckt.
Aus der Erkenntnis, daß die größten Belastungen des Abwassers an CSB und BSB (Chemischer bzw. Biologischer Sauerstoff Bedarf) aus den Feststoffen stammen, ist der „AQUEX RAPID Sedimenter" (= Schnellabsatzbehälter) entwickelt worden. Mit Hilfe des Schnellabsetzbehälters können kommunale und industrielle Schlämme in großen Mengen, kontinuierlich und schnell sehr gründlich mechanisch gereinigt werden, in dem die Feststoffe durch reine Gravitation (Hydro- Dynamische Medientrennung) aus dem Wasser abgetrennt werden.

AQUEX RAPID SEDIMENTER (Schnellabsatzbehälter)
Die hydro-dynamische Medientrennung nutzt die unterschiedlichen Massen von Wasser und Feststoff. Dies wurde
erstmals 1996 vom Patentamt veröffentlicht.
Das Schmutzwasser wird mit hoher Geschwindigkeit durch eine Düse gepumpt. Durch die Querschnittsveränderung in der Düse wird das Wasser weiter beschleunigt. Nach dem Austritt aus der Düse wird die Strömungsgeschwindigkeit des Wasserstromes deutlich verringert, da sich der Querschnitt erweitert.

Die schwereren Bestandteile des Wassers haben ein größeres Beharrungsvermögen, sie bewegen sich weiter nach unten und sammeln sich in der Spitze des Schnellabsatzbehälters. Dort werden sie abgesaugt und anschließend mechanisch eingedickt.
Das so gereinigte Wasser kann bis zu 99,9% frei von Feststoffen sein. Durch diese nahezu vollkommene Abtrennung der Fremdstoffe ist das Wasser für die meisten Einsatzzwecke schon genügend aufbereitet. Ist eine weitere Bearbeitung notwendig, ist diese erheblich einfacher und kostengünstiger.
So können z.B. noch in Emulsionsform vorhandenen Verschmutzungen anschließend in einem Bioreaktor eliminiert werden. Hier wird das mechanisch gereinigte Abwasser von oben in einen, mit Trägermedien gefüllten stehenden Zylinder eingeleitet. Mit Hilfe von Bakterien und mit dem Sauerstoff der Luft, die in Gegenstromrichtung durch den Bioreaktor geblasen wird, werden die CSB und BSB Belastungen abgebaut.Durch die Hydro - Dynamische Medientrennung wird sowohl der technische wie auch der Kostenaufwand erheblich reduziert. Der Schnellabsatzbehälter ist das Herzstück der AQUEX Abwasseraufbereitung.

Das AQUEX Verfahren geht auch bei der Schlammaufbereitung auf neuen Wegen. Auf einen Faulturm, als Energievernichter wird verzichtet und der Rohschlamm aufbereitet. Dadurch verbleibt die volle Energie des Schlammes erhalten.
Der aus dem Schnellabsetzbehälter abgesaugte Schlamm wird in einem Vorentwässerungs- und Voreindickungszylinder durch Schwerkraft vorentwässert. Hier werden schon Trockensubstanzen erreicht, die die Ergebnisse von Zentrifugen übertreffen. Durch weiteres Nachpressen in Siebbandpressen oder Gummiballonpressen werden Spitzenergebnisse in der Schlammentwässerung erzielt.
Die Gummiballonpresse ist ebenfalls eine eigene Entwicklung. Mit Hilfe der Presse können kommunale Faulschlämme in 1,25 Stunden bis zu 50 % TS entwässert werden. Ein Ergebnis, welches bis heute von niemand in der Welt erreicht wurde.
Ziel der hohen mechanischen Entwässerung ist die Pelletierung des Schlammes als unabdingbare Voraussetzung einer wirtschaftlichen Trocknung. Auch bei der Pelletierung geht das AQUEX Verfahren neue Wege. Wo alle sonstigen Versuche zur Pelletierung des kommunalen Schlammes durch Extrudieren wegen Verstopfung der Düsenplatte stets mit einem Flop endeten, ist bei dem AQUEX Verfahren die Verstopfung kein Thema.
Die erreichten hohen Werte bei der Entwässerung in der Gummiballonpresse erlauben sogar die Pelletierung des Presskuchens ohne Rückbeimischung von Trockenpulver.
Der von der AQUEX Technologie entwickelte Trockner ist ebenfalls der Wirtschaftlichste der Welt. Der pelletierte Schlamm rieselt von oben durch den Trockner und wird dabei mittels Warmluft getrocknet.
Ein weiterer Vorteil des Trockners ist, dass für die Trocknung jede Abfallwärme, auch die Rauchgase der Industrie direkt verwertet werden können. So erfolgt die Trocknung mittels Abfallwärme, anstatt teure und endliche Primärenergie in Anspruch nehmen zu müssen.
Das Endprodukt der Schlammaufbereitung ist ein auf 8 mm Durchmesser pelletiertes, staub- und geruchsfreies, hygienisiertes Material mit 95-98 % TS, welches, je nach Art des Schlammes, vorzüglich als Naturdünger, Brennmaterial, Tierfutter, wieder verwertbares Material in der Industrie usw. genutzt werden kann.

IV. Vorteile des AQUEX Verfahrens
Das AQUEX Verfahren arbeitet mit einfachen, logischen und deshalb wirtschaftlichen Mitteln und erreicht für einen Bruchteil der bisherigen Kosten der Abwasseraufbereitung dieselbe Leistung.
Die Entwicklung der sog. „Alternativen Kläranlage" revolutioniert die Abwasseraufbereitung und löst das bisherige starren System ab, das bezüglich Weiterentwicklung und Möglichkeiten zur Kostenreduzierung in einer Sackgasse steckt.
Für eine „Alternative Kläranlage" reicht etwa nur 5-10 % der bisher erforderlichen Grundstücksfläche. Durch Ausnutzung der Schwerkraft in mehreren Phasen des Verfahrens wird eine Energie mobilisiert, die überall vorhanden ist und kein Geld kostet.
Die Entwicklung des AQUEX RAPID Schnellabsetzbehälters ermöglicht eine kontinuierliche, schnelle und gründliche Abtrennung der Feststoffe. Versuche mit Waschwasser aus Kohlegruben ergaben eine mechanische Reinigung von 99,93%. Somit eröffnet dieses Verfahren die Möglichkeit einer schnellen restlichen Reinigung in Bioreaktoren. Dadurch werden die großflächigen und teuren Absetzbecken und die Biologie der Kläranlage erspart.
Durch Schwerkraftentwässerung in Vorentwässerungs- und Voreindickungszylinder werden so hohe Trockenheitsgrade erreicht, dass diese für die meisten Einsatzfälle ausreichen und den Kauf von teueren Entwässerungsaggregaten ersparen.
Die Entwicklung der Gummiballonpresse erlaubt eine mechanische Schlammentwässerung in bisher unerreichter Qualität
Die Art der reibungslosen Pelletierung ermöglicht die wirtschaftliche Trocknung des Schlammes in einem Schachtrieseltrockner. Daraus wiederum resultiert ein praktisch absolut trockenes Material, welches durch Verbrennen, Vergasen oder Verdieselung in einer KDV-Anlage die volle Energie des Schlammes mobilisiert.
Mit der Verbrennungswärme kann Strom erzeugt werden. Danach werden die noch immer heißen Gase durch den Trockner geführt und damit der Schlamm ausgetrocknet. Nach der Trocknung erfolgt die Abluftreinigung mit Abluftwäscher und Biofilter, wo ebenfalls noch Abfallwärme anfällt, die für verschiedenen Zwecke genutzt werden kann.

Durch das durchdachte System der AQUEX „Alternativen Kläranlage" wird die volle Energie des Klärschlammes sinnvoll genutzt und dieses gleich dreimal hintereinander:
• zur Stromerzeugung
• zur Trocknung
• zur innerbetrieblichen Nutzung der Wärme
Auf den Faulturm als Energie- und geldfressende Anlage wird völlig verzichtet.
Das Verfahren kann sowohl im kommunalen- wie auch im industriellen Bereich eingesetzt werden.
Durch seinen modularen Aufbau der Anlage kann das Verfahren in beliebigen Stufen an die Bedürfnisse jedes Interessenten angepasst werden. Einzelne Stufen des Verfahrens herauszugreifen geht reibungslos.

V. Erschließung der Märkte
Kläranlagen sind groß, aufwendig in der Technik, teuer in der Erstellung und teuer im Betrieb. Aus diesen Gründen wurde bisher die Abwassertechnik zentralisiert.
Dabei werden die Abwasserrohre oft über große Entfernungen zu den Kläranlagen geführt. Dieses ist teilweise nur mit hohem technischen und finanziellem Aufwand möglich, da oft nur mit aufwendigen Hebeanlagen das notwendige Gefälle erreicht werden kann. Hohe Kosten für die Aufbereitung des Abwassers sind die Folge.
Mit der AQUEX Technik gehören diese teuren und aufwendigen Systeme der Vergangenheit an. Die Anlagen sind so klein und kostengünstig, dass sie dezentral eingesetzt werden können. Die Anlagen rechnen sich allein schon durch die Einsparungen im Abwasserrohrleitungsbau.
Dennoch wird die Erschließung der Märkte nur über spezialisierte Ingenieurbüros gehen. Bis auf wenige Ausnahmen werden die Planung und die Ausführung von kommunalen Abwasseranlagen jeder Größe durch solche Büros durchgeführt. Diese verfügen zu guten Kontakten zu den betreuten Kommunen und können am ehesten Änderungen oder Neuerungen durchsetzen. Auch in die neuen EU-Beitrittsländer bestehen meistens schon gute Kontakte.

Anreize für eine Umstellung der Technik gibt es viele:
um bis zu 90% geringerer Flächenbedarf
deutlich niedrigere Gestehungskosten
deutlich geringere Folgekosten
Möglichkeit, kleinere Einheiten dezentral zu bauen
Einsparung langer Rohrsysteme mit geringeren Wartungskosten
kein Energiebedarf sondern Energiegewinn

VI. Perspektiven
Die einzelnen Anlagenteile des AQUEX Verfahrens sind in Prototypen bereits gebaut und ausprobiert worden. Die damit erreichte Ergebnisse, die auch von neutralen Stellen untersucht und protokolliert wurden löste lebhaftes Interesse sowohl im In- wie auch im Ausland aus. In Süd Korea werden z.B. bereits mehrere Anlagen in der Gülle- und Speisereste-Aufbereitung mit bestem Erfolg praktiziert.
Schwierigkeiten bereitet der Umstand, dass eine komplette „Alternative Kläranlage" noch nicht aufgebaut ist. In Korea wird die Gülle und Speisereste nur durch Vorentwässerungs- und Voreindickungszylinder entwässert. Der Schlamm wird mit 24-26 % TS als Naturdünger auf die Felder gefahren. Die Flüssigphase wird mittels Schnellabsetzbehälter und Bioreaktor gereinigt.
Es wäre dringend notwendig z.B. in einer Kommunalen Kläranlage oder Papierfabrik eine komplette „Alternative Kläranlage" zu bauen, die allen Branchen zugänglich gemacht und vorgeführt werden kann. Dadurch könnten Zögernde, die bereits heute überlegen einen Auftrag zu erteilen entscheidend beeindruckt werden.
Darüber hinaus ist notwendig die Anlage weiter zu entwickeln oder noch vorhandene, mehrheitlich kleine technische Fehler zu korrigieren. Besonders bezieht sich dies auf die Weiterentwicklung der Gummiballonpresse.

http://home.arcor.de/merai/deutsch/sewagetreatmentplant.html
 
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Endress+Hauser: Online-Messtechnik für die 4. Reinigungsstufe

Praxisreport
Die Ergänzung von Verfahren zur Entfernung organischer Spurenstoffe aus dem Abwasser ist auf dem besten Wege, Stand der Technik zu werden. Obwohl bislang noch keine Grenzwerte in der Abwassergesetzgebung in Deutschland festgeschrieben sind, werden in großtechnischen Pilotprojekten Anlagen mit den Stufen ausgestattet. Endress_Hauser bietet Messtechnik für Standardparameter, die es dem Betreiber ermöglichen, den laufenden Betrieb seiner Stufen kontinuierlich zu kontrollieren. Dabei kann bei der Messung auf Sensoren mit Memosens-Technologie und auf die Vorteile der einheitlichen Liquiline-Plattform

Den ganzen Artikel lesen Sie In der Korrespondenz Abwasser Heft 3 -2013 ab Seite 223

Autor

Dr. Christoph Wolter
Produktmanager Analyse
Endress+Hauser Messtechnik GmbH+Co. KG
79576 Weil am Rhein

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Separchemie: Flockungshilfsmittel trifft Filter

Einleitung:
Ist es Ihnen schon einmal passiert, dass Sie oder ein Flockmittelvertreter aus Schlamm und Polymer
wundervolle Flocken generiert haben, unzerstörbar und schön groß. Dann haben Sie diesen
konditionierten Schlamm z.B. auf eine Siebbandpresse gegeben oder einen anderen Filter und das
Gemisch aus Flocken und Wasser steht auf dem Band und läuft einfach nicht durch?
Damit Sie mir glauben, dass das nicht nur graue Theorie ist. Hier sehen Sie ein paar schwarze Flocken,
mit zwei verschiedenen Flockungshilfsmitteln behandelt.

Darum soll es im diesjährigen Vortrag gehen:
Was sind die Gründe für eine schlechte Filtration und welche Möglichkeiten gibt es, diese zu
beseitigen. Aber erwarten Sie bitte nicht, dass ich jetzt eine große Matrix entwickle, welcher
Schlamm mit welchem Polymer auf welchem Entwässerungsaggregat bei welcher Temperatur sich
wie schnell filtrieren bzw. entwässern lässt. Das geht gar nicht, aber ich will Ihnen ein paar
Zusammenhänge aufzeigen, die Hinweise auf mögliche Probleme geben bzw. Lösungen anbieten
können. Und so kam der Titel zustande: Flockungshilfsmittel trifft Filter.

Teil 1: Flockungshilfsmittel
Was passiert, wenn ein Flockungshilfsmittel auf einen passenden Schlamm trifft? Dabei gehe ich
davon aus, dass jemand festgestellt hat, welche Ladung zum Schlamm passt, hier soll es also nur
darum gehen, festzustellen, ob eher ein niedermolekulares oder eher ein hochmolekulares
Flockungshilfsmittel eingesetzt werden kann. Eigentlich geht man ja davon aus, dass das
Flockungshilfsmittel vom Schlamm gebunden wird. Aber scheinbar wird es nicht ganz gebunden,
dann wäre der Einfluss auf die Filtration wohl kaum zu bemerken. Zumindest, wenn man wie im
Experiment eine große Oberfläche bei wenig Schlamm im Wasser anbietet.
Wenn Sie sich einmal vor Augen halten, dass ein gestrecktes Polymer‐Molekül mehrere Meter lang
ist, also in gestreckter Form von meinem Kollegen bis zu mir reichen würde, dann kann man eher
verstehen, dass auf dieser Schnur nicht alle Andockplätze belegt sind. Immerhin charakterisiert man
Polymere durch die Angabe wie viele Mio. Dalton es an Molgewicht hat. Auch in einer noch so
verdünnten Lösung liegen also immer verknäulte Moleküle vor.

Vielleicht kann man es sich so vorstellen:
Habe ich einen feinteiligen Schlamm aus starren Partikeln, z.B. aus einem Steinmetzbetrieb oder
einen Hydroxidschlamm aus einer Galvanik, dann reihen sich viele Partikel auf einer Leine...mehr:

http://www.separchemie.de/fileadmin/site_content/Artikel/FHM_trifft_Filter-L%C3%B6nsberg_korrigiert_2012.pdf
 
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Steinzeug: Die Münchner Stadtentwässerung baut weiter auf Steinzeug

Sanierung der Abwasserkanäle in Pasing-Obermenzing im EDS-Verfahren. Die Münchner Ortsteile Pasing, nördlich der Bahnanlage, und Obermenzing gehören zu den „guten Wohnstuben“ der bayerischen Landeshauptstadt. Sie liegen westlich des Nymphenburger Schlossgartens und wurden im Wesentlichen in der Nachkriegszeit abwassertechnisch erschlossen. Nach MSE-Regulativ dienten hierzu Sammelkanäle aus Steinzeugrohren DN 250 bis DN 350 der damaligen Produktion, d.h.: vor 1965 mit Rohrverbindungsdichtungen aus Vergussmassen, danach zunehmend mit Rohrverbindungsdichtungen Steckmuffe K. Die nach gültigem Umweltrecht durchgeführten Kanalinspektionen im Rahmen der Eigenkontrollverordnung des Freistaates Bayern führten zur Erkenntnis, dass die ca. 50 Jahre alten Kanäle durchweg statisch und auch hydraulisch funktional…mehr:

http://www.steinzeug.com/CMS/upload/EDS_Sonderdruck_web_6123.pdf

Autoren:
Dipl.-Ing. Hans-Joachim. Purde 1,
Dipl.-Ing. Volker Pankau 2

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Aquen: Flocken erster Güte

Flockungs- und Schlammentwässerungseigenschaften in Entwässerungsprozessen qualitativ erfassen
In der Abwasserbehandlung wie in der Papierindustrie gibt es geflockte flüssige Medien, die entwässert werden. Doch die Entwässerbarkeit kann nur anhand des Flockenbilds bewertet werden. Daher rückt die Flockenbildung als zentraler Prozessbestandteil ins Blickfeld der Industrien. Die Flockenstruktur ist nun online mit einem Sensor bewertbar.

Ein System zur Online-Bewertung von geflockten Partikelsystemen hat in der hier vorgestellten Technologie und Messschärfe bislang nicht zur Verfügung gestanden. Entwässerungsprozesse durch Überwachen und Steuern zu optimieren, war daher nicht oder nur schwer realisierbar. Andererseits kann die Entwässerbarkeit eines geflockten flüssigen Mediums qualitativ nur anhand des Flockenbildes bewertet werden. Um nun die Flockengüte zu beurteilen, sind hauptsächlich die Flockengrößenverteilung und deren zeitliche Änderung sowie die Scherstabilität der Flocken interessant. Die Flockengüte oder die Flockenausprägung wirkt schließlich auf:

• die Effektivität von Flockungshilfsmitteln - das heißt, die Menge und Qualität des Einflusses auf die Flockenbildung;
• die Entwässerbarkeit der geflockten Schlämme - also die Erhöhung der Trockensubstanz (TS) und der Entwässerungsgeschwindigkeit;
• die Trennqualität der nachgeschalteten Entwässerungsstufe - zur Minimierung der Restschwebstoffe im Trennwasser.

Ergebnis: Mit Kenntnis und optimierter Flockengüte vor der Entwässerungsstufe ist eine höhere Entwässerungsleistung bei reduziertem Einsatz von Polymer sicher möglich.In der Abwasserbehandlung sind polymerinitiierte Eindick- und Entwässerungsprozesse seit langer Zeit ein zentraler Bestandteil der Verfahrensführung. In jüngerer Zeit werden Flockungsprozesse auch zunehmend in anderen Bereichen genutzt, um aus einem Medium bestimmte Inhaltsstoffe abtrennen zu können, so zum Beispiel in der Papierindustrie. Geschichtlich bedingt lag das bisherige Augenmerk primär auf den Separationsmaschinen selbst. Im Regelfall wurde wenig beachtet, die optimale Flocke für den Separations-/Trennprozess zu erzeugen. Mit neuen Erkenntnissen und einem neuen Augenmerk, die Trennstufe als letzten Prozessschritt zu optimieren, hat sich das nun gravierend geändert. Damit rückt die Flockenbildung als ein der Trennstufe vorgeschalteter Schritt und zentraler Prozessbestandteil in das Blickfeld. Eine optimale und reproduzierbare Flockenstruktur ist aber ohne messtechnische Erfassung nur sehr schwer realisierbar.

Mit Auflicht und Spülung besser sehen
Der photooptische Flockungssensor ist ein Online-Messgerät, das zur Größen- und Strukturcharakterisierung von dispergierten und nichtdispergierten Feststoffsystemen dient. Er arbeitet als Reflexionsmessgerät, wobei die Messfläche durch ein Auflichtverfahren beleuchtet wird. Das zu untersuchende Gut wird durch ein Sichtfenster aufgenommen und analysiert. Die Sauberkeit dieses Sichtfensters wird durch sporadisch einschaltbare Spüldüsen - Wasser oder Luft - garantiert. Eine CCD-Zeilenkamera (Charge Coupled Device) misst aufrecht und quer zur Strömungsrichtung das Partikelsystem. Der Messbereich für die Flockendimensionen ist 50μm bis 2,9cm. Die Auswertung ist eindimensional und sehnenlängenorientiert, daher robust und wenig störanfällig. Die Berechnung von spezifischen Merkmalen basiert auf Sehnenlängen-Anzahldichte und -summenverteilungen. Diese werden durch das Messsystem sehr schnell in hoher Zahl berechnet, sodass zeitnah statistisch abgesicherte Partikel- oder Strukturmerkmale vorliegen.Aus den Rohdaten des Sensors werden in einer nachgeschalteten Recheneinheit die relevanten Prozessgrößen berechnet, normierte Werte können an Steuerungs- und Regelungssysteme übergeben werden. Die errechneten Werte sind prozessspezifisch und können für jeden speziellen Anwendungsfall kalibriert werden.

Prozesse mit Flockungssensor regeln
Neben einer Messwerterfassung, zum Beispiel zur Qualitätskontrolle der Flockung, ist eine Prozessregelung durch den Flockungssensor möglich. Durch den Sensor werden verschiedene spezifische Flockenmerkmale wie Flockengröße und Strukturmerkmale getrennt erfasst. Eine Regelung von einzelnen Aktoren eines struktur- oder formgebenden Systems kann somit realisiert werden. Anhand von Installationen konnte nachgewiesen werden, dass ein Flockungssensor die Güte der Konditionierung zur optimalen Entwässerungsfähigkeit des behandelten Schlamms ermitteln kann. Die Korrelation der Sensorberechnungen zu den tatsächlich erreichten Entwässerungskennwerten liegt bei > 0,95 - eine hohe Vorhersagekraft. Das Messsystem ist sowohl für die stationäre Anwendung im Prozess wie auch als Laborapplikation verfügbar:

• Prozessanwendung:
Im stationären Einbau arbeitet der Sensor in situ, er kann sowohl direkt in eine bestehende Förderleitung beziehungsweise Förderung eingebaut, als auch im Bypass betrieben werden. Für diesen Einsatzfall sind Betriebsdrücke bis maximal 6,5bar zulässig.
• Laboranwendung:
In der Laboranwendung können zum Beispiel die Flockengrößenverteilungen oder die Scherstabilität in Abhängigkeit von den eingesetzten Flockungshilfsmitteln im Glas analysiert werden. Somit kann ein reproduzierbares Polymerscreening durchgeführt werden. Die Ergebnisse sind gut auf den großtechnischen Einsatz übertragbar.

http://www.pua24.net/pi/index.php?StoryID=41&articleID=215369

Kontaktdaten
aquen aqua-engineering GmbH
Lange Strasse 53
38685 Langelsheim
Deutschland

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Hydro-Ingenieure: Außergewöhnlicher Starkregen - Möglichkeiten der Risikobewertung und der daraus abgeleitete Objektschutz

Den Fachvortrag zum Thema Starkregen
Vom 13. Kölner Kanal und Kläranlagen Kolloquium
am 17. und 18.10.2012

Lesen Sie unter:
http://www.hydro-ingenieure.de/news_mit_vortrag_starkregen.html

„Außergewöhnlicher Starkregen - Möglichkeiten der Risikobewertung und der daraus abgeleitete Objektschutz" lautet der Titel eines Vortrages von unserem Herrn Dipl.-Ing. Ralf Bosbach, der aufgrund aktueller und zahlreicher Projekterfahrungen am 17.10.2012 auf dem 13. Kölner Kanal und Kläranlagen Kolloquium aus der Praxis berichten wird.

Autor: Ralf Bosbach (Hydro-Ingenieure)

 

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Schlammfaulung mit Faulgasverwertung auf kleineren Kläranlagen

Kurzinhalt
Abwasser und der bei der Abwasserbehandlung anfallende Klärschlamm stellen in vielen Fällen ein
noch ungenutztes Energiepotenzial dar. Die Quantität und vor allem die Qualität dieses
Energieträgers ist weitestgehend bekannt. Im Vergleich zu anderen Energien, wie z. B. Wind- und
Sonnenenergie, ist diese Energie kalkulierbar und steht demzufolge für die Nutzbarmachung
kontinuierlich zur Verfügung. Insbesondere lohnt es auch auf kleineren Kläranlagen über eine
Schlammfaulung nachzudenken. Das entstehende Faulgas ist speicherbar und zur Stromerzeugung....
Den ganzen Vortrag lesen Sie unter

http://www.siekmann-ingenieure.de/files/12-09-27_dwa_magdeburg_vortrag.pdf

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Früher konnten wir nie sicher sein, alle NH4-Spitzen abzufangen

PRAXISBERICHT:  OPTIMIERUNGSLÖSUNGEN  ZUR ABWASSERBEHANDLUNG WTOS N/DN-RTC

Energieoptimierung ist seit vielen Jahren ein zentrales Thema in der Kläranlage Kornwestheim (nahe Stuttgart). Die Sauerstoff-Sollwerte in der Belebung wurden gesenkt und die Sandfangbelüftung wurde optimiert. Nur die Stickstoff-Fracht im Ablauf verringerte sich nicht entsprechend, die Unsicherheit bei Ammoniumspitzen blieb und Prozesswassertage mit hoher Stickstoff-Belastung ließen sich nicht ausregeln.
Seit Anfang 2011 entscheiden zwei WTOS N/DN-RTC auf der zweistraßigen Anlage über die Belüftungszeiten in den Belebungsbecken. Sie richten sich...mehr unter:

http://www.hach-lange.de/view/HlPDFDownloadController;jsessionid=E86871FB314145DA3459221AEA8B501D.worker2?mediaCode=90752

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Endress+Hauser: Abwasser, Strom, Gas, Wasser und Fernwärme

Die Stadtwerke Neuwied und die Servicebetriebe Neuwied nutzen Messtechnik, Software und Systeme von Endress+Hauser zur Unterstützung der Instandhaltung Seit über 150 Jahren gibt es die Stadtwerke Neuwied. Heute sorgen über 300 Mitarbeiter täglich für die sichere und wettbewerbsfähige Energieversorgung sowie für beste Trinkwasserqualität in Neuwied und den zugehörigen Stadtteilen. Neuwied zählt zu den attraktivsten Wirtschaftsstandorten am Mittelrhein. Sichere Versorgung hat höchste Priorität „Die sichere Ver- und Entsorgung der über 65.000 Einwohner mit Strom, Gas, Wasser, Fernwärme und Abwasser steht bei uns an oberster Stelle“, sagt Holger Jungen von den Stadtwerken Neuwied. Er ist Teamleiter in der EMSR-Instandhaltung und sichert mit vier Mitarbeitern die Verfügbarkeit der Versorgungsanlagen. „Wir sehen uns als bestes Versorgungsunternehmen der Region und haben hohe Ansprüche an die Qualität unserer Leistungen. Gleiche Ansprüche haben wir auch an unsere Lieferanten. Unser Partner für die Messtechnik in allen Gewerken ist nach einer Präqualifikation der Komplettlieferant Endress + Hauser. Neben der optimalen Messtechnik und den Systemlösungen profitieren die Stadtwerke Neuwied im Tagesgeschäft vor allem von der einfachen Bedienbarkeit der Geräte, der vereinheitlichten Dokumentation und den Online Tools. Der Online Shop wird zum Beispiel für die Auswahl und Auslegung der Messtechnik und der Vorbereitung der Bestellungen für den Einkauf genutzt. Das W@M Portal erleichtert die Verwaltung der installierten Geräte in den Anlagen und bietet per Mausklick den Zugriff auf Dokumentation, Ersatzteile und Lebenszyklusinformationen. „Wir sehen den Vorteil hier vor allem in der automatischen Informationsbereitstellung der Endress+Hauser Geräte im W@M Portal“ sagt Stefan Heinrich, Mitarbeiter der EMSR-Instandhaltung. Er ist verantwortlich für die Pflege der Instandhaltungsdatenbank…mehr:

http://endress.softwerk.de/eh/sc/europe/dach/de/resourceadditional.nsf/imgref/D_CS01288W11DE_0112_Stadtwerke_Neuwied.pdf/$FILE/CS01288W11DE_0112_Stadtwerke_Neuwied.pdf
 
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Endress+Hauser: Applicator - Auswahl und Auslegungstool für Ihren Planungsprozess

Vereinfachen Sie Ihre täglichen Engineering-Aufgaben
Sie möchten schnell und einfach das für Ihre Anwendung am besten geeignete Produkt finden? Applicator ist ein komfortables Auswahl- und Auslegungstool zur Bestimmung und Auswahl des für die jeweilige Messaufgabe richtigen Messgerätes. Geben Sie einfach Ihre bekannten Prozessdaten ein, und Applicator ermittelt eine zuverlässige Auswahl geeigneter Geräte.

Applicator ist als Online-Tool und als CD zur Installation auf Ihrem PC oder Laptop erhältlich
http://www.de.endress.com/eh/sc/europe/dach/de/home.nsf/#products/applicator
 
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Inocre: Energetische Optimierung von Kläranlagen durch Ko-Fermentation

Autoren: Fr. Breier & Fr. Groißmeier
Den Beitrag, der im Umweltmagazin erschienen ist, lesen Sie unter:

http://www.inocre.com/media/archive1/presseartikel
/UMW_MAG_62012_EnergetischeOptimierungbezahlteVErsionfrHo.pdf

 
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KRONOS ecochem: Berechnung der biologischen Phosphateliminierung

Der überwiegende Teil der Kläranlagen betreibt eine biologische und chemische Phosphateliminierung, die sogenannte Simultanfällung.
Es ist interessant zu ermitteln, welchen Anteil an der Phosphateliminierung die Mikroorganismen leisten und für welchen Anteil man ein Fällmittel verwendet.
Dazu stellen wir Ihnen die "Berechnung des Anteils an biologischer Phosphateliminierung Ihrer Kläranlage" als PDF-Datei zur Verfügung.
Wir empfehlen die Verwendung des kostenlosen Acrobat Reader ab Version 10
Zur einwandfreien Funktion laden Sie sich diese PDF-Datei bitte auf Ihr Endgerät herunter.
Nähere Informationen geben wir Ihnen gerne auf Anfrage!

http://www.kronosecochem.com/ehome_de.nsf/index?OpenFrameset
 
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Endress+Hauser: Baumann Federn überlässt beim Abwasser nichts dem Zufall

Die Betriebskosten senken und der Umwelt dienen
Die Firma 'Baumann Federn' zählt zu den führenden Unternehmen bei der Entwicklung und Herstellung von Federn und Stanzteilen.

Im Zuge einer Modernisierung der Abwasservorbehandlung wurde die gesamte Anlage optimiert. Endress+Hauser lieferte als Komplettanbieter unter anderem die pH- und Füllstandmesstechnik sowie neue Dosierpumpen für die Chemikalienzugabe.

Die Anlage wurde auf den neusten Stand gebracht und die Prozesse optimiert. Positiver Nebeneffekt: Die Kosten ließen sich nachhaltig senken.
Lesen Sie den Fachartikel unter:

http://endress.softwerk.de/eh/sc/europe/dach/de/resourceadditional.nsf/imgref/D_polyscope_7_12_S26-28.pdf/$FILE/polyscope_7_12_S26-28.pdf
 
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Deammonifikation von Prozessabwässern

Besonders auf Kläranlagen mit einem hohen Anteil an Abwasser aus lebensmittelverarbeitenden Betrieben - insbesondere aus der Fleischverarbeitung - ist die Rückbelastung an Ammoniumstickstoff aus der Schlammbehandlung ein großes Problem. Die Tönnies Lebensmittel GmbH & Co. KG betreibt am Standort Rheda einen Schlachthof. Die dort anfallenden Abwässer werden zur
Zentralkläranlage Rheda geleitet und dort entsprechend dem Stand der Technik gereinigt. Zur Behandlung der hohen Rückbelastung aus der Schlammentwässerung betreibt die Tönnies Lebensmittel GmbH & Co. KG auf dem Gelände der Zentralkläranlage Rheda eine Schlammwasserbehandlungsanlage. Die Anlage wurde bisher zweistufig (Nitritation / Denitritation) nach dem Panda-Verfahren ...mehr:

http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_1412/2012_Wasserlinse_final_6_Deamonifikation.pdf

Autorin:
Dipl.-Ing. Kerstin John
E&P Anlagenbau GmbH
Mariannenstr. 38
12209 Berlin

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Cyklar: EssDE® steht für die energieautarke Kläranlage (Energy self sufficient by DEMON®).

Die grössten Kostenfaktoren und Probleme der Abwasserreinigung sind:
• Die Oxidation von CSB und Stickstoff verbraucht sehr viel Sauerstoff / Energie
• Die chemische Energie des CSB wird bei der Oxydation metabolisiert
• CSB wird für die Denitrifikation benötigt

Beim EssDe®-Verfahren wird der grösste Teil des Kohlenstoffs durch Adsorption fixiert und unmittelbar in die Faulung gegeben. Es wird nicht nur (Belüftungs-)Energie gespart, indem der Aufbau von Belebtschlamm und endogene Atmung vermieden wird, es wird gleichzeitig sehr viel mehr Faulgas und damit Energie gewonnen.
Das beschriebene Konzept ist als AB-Verfahren seit vielen Jahren bekannt und vielfach grosstechnisch realisiert worden. Der entscheidende Nachteil des Verfahrens bestand darin, dass in der schwachbelasteten B-Stufe nicht mehr ausreichend Kohlenstoff für die Denitrifkation zur Verfügung stand. Mit dem DEMON®-Verfahren ist jetzt das Werkzeug verfügbar, mit dem das Maximum an Energie gespart bzw. gewonnen werden kann und gleichzeitig eine weitestgehend Stickstoffelimination gelingt.

Eine Umwandlung bestehender Anlagen in das Konzept EssDe® ist mit geringem Aufwand möglich. Die Vorklärungen sind i.d.R. überdimensioniert und mindestens 2-strassig ausgelegt. Nutzt man eine der Strassen als hochbelastete biologische Stufe, so ist ein grosser Teil des Konzeptes bereits umgesetzt.

Die Argumente:
• Maximaler Energieüberschuss dank minimiertem Sauerstoffverbrauch und maximierter Faulgasproduktion
• Effiziente Stickstoffelimination dank DEMON® im Neben- und Hauptstrom
• Weniger Schlammanfall
• Deutlich bessere Schlammentwässerung
• Umrüstung unter Nutzung der vorhandenen Substanz möglich
• Alle Einzelkomponenten des Systems sind grosstechnisch vielfach erprobt
Schmutzstoffe im Abwasser werden künftig nicht mehr als Problem sondern als Energiequelle gesehen

Quelle: http://www.cyklar.ch/de/essde/auf_einen_blick_44.html

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Archimedische Schneckenpumpen von SPECO®: Der robuste Klassiker für kosteneffizientes Wasser- und Abwassermanagement

Schneckenpumpen basieren auf dem Prinzip der archimedischen Schraube, das im 3. Jahrhundert v. Chr. von dem griechischen Mathematiker und Ingenieur Archimedes entwickelt wurde. Eine der Kernanwendungen der klassischen, schraubenförmigen Schnecke war und ist die Hebung von Wasser auf ein höheres Niveau zur Be- und Entwässerung. Die altbewährte Technik wird heute in einer Vielzahl unterschiedlicher Bereiche eingesetzt, wo sie höchste Anforderungen erfüllt - vor allem in der Abwasserbehandlung kommunaler Klärwerke und der Prozesswasseraufbereitung in industriellen Produktionsbetrieben.

Die Vorteile von Schneckenpumpen ergeben sich vor allem aus ihrer einfachen robusten Konstruktion, die kaum verschleißanfällig ist und eine sehr hohe Betriebssicherheit gewährleistet. Sie erzielen eine hohe Lebensdauer ohne dass größere Wartungsarbeiten notwendig sind oder Störfälle auftreten. Durch ihre Unempfindlichkeit gegenüber Verschmutzungen, Verzopfungen und Abrasion beträgt die Wartungszeit normalerweise nur wenige Stunden pro Jahr, selbst wenn die Pumpe das ganze Jahr 24 Stunden täglich im Einsatz ist. Der sehr hohe Wirkungsgrad von Schneckenpumpen bleibt auch bei wechselnden Durchflussmengen über lange Zeiträume hinweg konstant. Die Kombination aus Betriebssicherheit, geringe Betriebskosten sowie konstant hohe Wirkungsgrade und Förderleistungen bewirkt, dass Schneckenpumpen nach wie vor sehr gefragt sind.
Für weiterführende Informationen zu Schneckenpumpen oder anderen Produkten von SPECO® lohnt sich der Besuch auf der WAM-Homepage www.wamgmbh.de/SPECO

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WAM: Abwasservorreinigung für kleine und mittlere Kläranlagen: SPECO® Kompaktanlagen der WAM trennen Feststoffe, Sand und Fette zuverlässig ab

Ob kommunales Rohabwasser oder industrielles Prozessabwasser - die erste Phase in der Abwasserbehandlung ist stets die mechanische Vorreinigung. Sie beinhaltet die Fest-Flüssigtrennung, Verdichtung und Entwässerung von Feststoffen, außerdem die Sedimentation, Förderung und Entwässerung von Sand oder anderen Sinkstoffen, sowie das Abschöpfen flottierender Substanzen wie z.B. Fette. Die SPECO® Kompaktanlage TSF vereinigt die Prozesse dieser ersten Vorreinigung in einer einzigen Anlage und zählt damit zu den leistungsfähigsten, zuverlässigsten und wirtschaftlichsten Lösungen im Zulauf kommunaler Kläranlagen. TSF Kompaktanlagen erreichen einen hohen Abscheidegrad unerwünschter Feststoffe, wodurch die nachgeschaltete biologische Stufe erheblich entlastet wird.
Das unbehandelte Rohabwasser gelangt mittels Freispiegelgefälle oder Pumpstationen über die Kanalisation zum Einlaufbereich der Kläranlage. Hier wird das Rohabwasser zunächst mechanisch vorgereinigt, indem feste und unlösbare Abwasserinhaltsstoffe mit einem Sieb oder Rechen abgetrennt werden. Neben Spaltsieben werden oft auch Lochsiebe eingesetzt, um Faserstoffe deutlich besser abscheiden zu können.
Im zweiten Schritt gelangt das vorgesiebte Abwasser in den Sandfang, der idealerweise belüftet sein sollte, um eine Verschlammung der Einrichtung zu vermeiden. Im Sandfang führt die Volumenvergrößerung zur Reduzierung der Fließgeschwindigkeit des einströmenden, vorgesiebten Abwassers. Ein extern aufgestellter Kompressor versorgt über Rohrleitungen das Belüftungssystem des Sandfangs. Durch Injektion feiner Gasblasen in das Abwasser wird im Sandfang eine Luftwalze erzeugt, die quer zur Fließrichtung organische (z.B. Fäkalien, Fette) von mineralischen Inhaltsstoffen (z.B. Sand) trennt. Freigesetzte Fette haften sich an die feinen Luftbläschen, flotieren an die Oberfläche und scheiden sich automatisch im Fettfang ab, bevor sie zeitgesteuert aus dem System mittels Oberflächenräumeinrichtung entfernt werden. Freigesetzte Sinkstoffe nutzen ebenfalls beruhigte Zonen, um zu sedimentieren. Am Grund des Sandfangbehälters werden die angehäuften Sedimente geräumt, gesammelt und ausgetragen. Alle anderen gelösten und ungelösten Inhaltsstoffe (meist organisch), bleiben durch die Belüftung und aufgrund ihres spezifischen Gewichts in Schwebe und gelangen so in die nachgeschaltete biologische Stufe, die nach den zuvor beschriebenen Vorreinigungsprozessen deutlich entlastet wird.
Heute sind Kompaktanlagen in der Lage, alle Verfahrensschritte in einem Bauteil auf kleinster Fläche parallel durchzuführen. Statt der konventionellen Betonbauweise (Rechengebäude mit nachgeschaltetem Langsandfang), werden von SPECO® eigene Kompaktanlagen aus hochwertigem Edelstahl angeboten. Im Zulauf der TSF-Kompaktanlage kommt die seit Jahrzehnten bewährte WAM - Siebschneckentechnik zum Einsatz. Die robusten und wellenlosen Siebschnecken sind mit einer mehrstufigen Siebgutwäsche sowie einer Siebgutkompaktierung ausgerüstet, wodurch das anfallende Siebgut in einem Arbeitsschritt optimal gereinigt und entwässert wird. Eine separate Rechengutwaschpresse ist somit überflüssig und spart Anschaffungskosten. Der integrierte Langsandfang mit Rahmenkonstruktion ist modular aufgebaut. Er wird entweder als komplett montiertes Bauteil geliefert oder kann aus einzelnen Modulen im Rechengebäude vor Ort einfach zusammengesetzt werden. Im Sandfang befindet sich eine Sandräumspirale, die anfallende Sedimente dem Sandaustragsförderer übergibt. Von dort gelangen die Sedimente entwässertet in einen Container zur Verwertung oder können - je nach anfallender Menge - mittels einer SPECO® - Sandwäsche wirtschaftlich nachbehandelt werden.
Oben aufschwimmende, im Fettfang gesammelte Fette und andere Schwimmstoffe werden über eine neuentwickelte selbstjustierende Fettfangräumeinrichtung abgeschöpft und sicher aus der TSF Kompaktanlage geführt. Das Abwasser wird danach einer weiterführenden biologischen, oder falls notwendig, einer chemisch/ physikalischen Behandlung unterzogen, während die separierten Feststoffe verwertet oder entsorgt werden.
SPECO-Kompaktanlagen TSF sind nach DWA (ATV) - Richtlinien ausgelegt. Sie sind platz- und ressourcensparend und reduzieren deshalb signifikant die Kosten für den Aufbau von Infrastruktur.
Für weiterführende Informationen zu TSF Kompaktanlagen oder anderen Produkten von SPECO® lohnt sich der Besuch auf der WAM-Homepage www.wamgmbh.de/SPECO

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Noch wenig bekannt: WAM liefert modernste Siebschneckentechnik der Marke SPECO® für die kommunale und industrielle Abwassertechnik

SPECO® Siebschnecken für kommunale Kläranlagen sind für den Gerinneeinbau oder den Einbau im mitgelieferten Edelstahlbehälter (Beschickung über Pumpen) ausgelegt. Durch Spalt- oder Lochsiebtechnik werden ungelöste organische oder nicht organische Bestandteile aus dem Rohabwasserstrom mechanisch entfernt. Dabei ist die Wahl der Siebgröße genauso entscheidend wie die Wahl der richtigen Sieböffnung. Im kommunalen Einsatz kommen bei konventioneller Betriebsweise Lochsiebe zum Einsatz, die besonders zuverlässig bei der Abtrennung von Faserstoffen sind. Dadurch werden Störungen wie Verzopfungen oder mangelnder Sauerstoffeintrag in der nachgeschalteten biologischen Stufe deutlich reduziert.
SPECO® Siebschnecken werden überwiegend auf Kläranlagen mit bis zu 10.000 EW erfolgreich eingesetzt. Dabei kann der Einsatz im Hauptgerinne als Einzel-, Doppel- oder Mehrfachausführung realisiert werden. Auch der Einsatz im Notumlaufgerinne ist denkbar. Weitere Vorteile bietet die integrierte mehrstufige Siebgutwäsche, die wertvolle Organik im Siebgut wieder dem Kläranlagenbetrieb zuführt. Die nachgeschaltete Presszone reduziert dabei deutlich die abgetrennten Stoffe und spart somit Entsorgungskosten.
Auch in der industriellen Abwassertechnik werden SPECO® Siebschnecken erfolgreich in der Prozess- oder Abwasseraufbereitung eingesetzt und erfüllen gerade hier höchste Anforderungen hinsichtlich Trennschärfe, Material und Bedienfreundlichkeit. In der Prozesswasseraufbereitung wird das anfallende Waschwasser oft nach einer mechanischen Vorbehandlungsstufe weiterbehandelt. Zur Abtrennung ungewünschter Sinkstoffe (z.B. Sand, Glas, Steine, Metallpartikel) bietet die Verfahrenskombination mit einem SPECO® Sandabscheider - entweder vor- oder nachgeschaltet - viele Vorteile.
In der Industrie finden die Siebschnecken z.B. in der Verarbeitung von Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch oder Geflügel, aber auch bei der Herstellung von Getränken und Papier oder dem Recycling Verwendung.
SPECO® Siebschnecken bestehen aus einem speziell gefertigten Siebkorb, einem Transportrohr mit Förderspirale, einer Antriebseinheit und einem Verdichtungs- und Abwurfmodul. Im ersten Schritt wird das in die Siebschnecke eingeleitete Abwasser mit Hilfe des geöffneten Siebkorbes von Feststoffen befreit, indem die innenliegende Spirale die separierten Stoffe entlang des Siebkorbes mit einer Drehbewegung aus dem unteren Gerinnebereich nach oben in den Kompaktierbereich fördert. Im Verdichtungsmodul, das SPECO® als Ausstattungsoption anbietet, wird das Siebgut zusätzlich entwässert und kompaktiert, wodurch eine Volumenreduzierung von 40 - 60% bei einem Trockengehalt von bis zu 35 % erreicht wird. Während des Betriebs wird der Siebkorb kontinuierlich von in Segmenten angeordneten Spezialbürsten gereinigt, die auf der Rückseite des Spiralblattes der Förderspirale angebracht sind und dadurch eine lange Standzeit erzielen.

Für weiterführende Informationen zu Siebschnecken von SPECO® lohnt sich der Besuch auf der WAM-Homepage www.wamgmbh.de/SPECO

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HUBER: Effektive und nachhaltige Schwallspülreinigung von Abwasserkanälen mit HUBER Power Flush®

Ablagerungen in Abwasserkanälen stellen heutzutage eine der wesentlichen Probleme im Betrieb von Entwässerungssystemen dar. Während des Trockenwetterabflusses sowie die Entleerung von Stauraumkanälen bleiben Sedimente aus organischen und anorganischen Bestandteilen auf der Kanalsohle liegen und führen zu erheblichen negativen Erscheinungen. Mit Hilfe der Schwallspülung können diese Ablagerungen entfernt und dauerhaft beseitigt werden. Die Reinigung von Abwasserkanälen hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Eine Vielzahl von Ursachen ist für die Ablagerungen auf der Kanalsohle verantwortlich, welche stetig anwachsen und sich negativ auf den laufenden Kanalbetrieb auswirken. Insbesondere im Mischsystem entstehen infolge geringer Fließgeschwindigkeiten und während der Speicherphase in Staukanälen Ablagerungen, welche zusätzlich ein großes Potential an organischen Stoffen beinhalten können. Weitere Folgen sind ein reduzierter, hydraulischer Querschnitt sowie eine damit verbundene verringerte, hydraulische Leistungsfähigkeit des Kanals. Eine erhöhte Anzahl an Entlastungsereignissen und damit einhergehender hydraulischer und stofflicher Stress für die Gewässer sind ebenso zu nennen wie Stoßbelastungen für die Kläranlagen. Für einen bestimmungsgemäßen Betrieb der Kanäle müssen diese Ablagerungen jedoch wieder entfernt werden.

Zur Lösung dieses Problems http://www.huber.de/fileadmin/08_HUBER_Report/03_nach_Ausgabe/de_Report_2012-01.pdf?PHPSESSID=95795795010d1f759f8293c3c23e6f9b

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Warum Kanalsand teuer entsorgen? 

Kanalspülsand ist mit Sicherheit eines der heterogensten Stoffgemische die bei der Abwassersammlung und -ableitung anfallen. Vom äußerlichen Aussehen hat dieses Material leider oft nicht allzu viel mit einem körnigen Sand zu tun, denn je nach Kanalsystem und Gepflogenheiten der angeschlossenen Bürger, findet sich eigentlich fast alles in diesem Feststoff. Deshalb schwankt auch der organische Anteil zwischen 5 und 80 %, wobei der Mittelwert ungefähr bei 20 % liegt. Rein rechtlich wird Kanalsand als „Abfall bei der Kanalreinigung“ bezeichnet und trägt die Abfallschlüsselnummer 200306. Sehr oft wird heutzutage die Kanalreinigung und die Entsorgung der anfallenden wässrigen Sedimente an Dienstleister übergeben. Die Kommune oder der Abwasserverband bezahlt dabei einen Komplettpreis, der zum einen die Kosten für die Kanalreinigung und zum anderen die Entsorgungskosten der Spülwässer / Sedimente beinhaltet. Immer mehr stößt aber diese “doppelte Kalkulation” bei vielen Kunden auf Unverständnis, weil die anfallenden Spülwässer / Sedimente genauso gut auf der eigenen Kläranlage, mit dem Sand aus dem Sandfang, behandelt können werden. In diesem Zusammenhang bieten wir seit längerem komplexe Behandlungsverfahren für große Kommunen und Abwasserverbände an. Für kleine bis mittlere Jahresmengen (50 – 500 t/a) waren bisher die Investitionskosten in keinem Verhältnis zur Einsparung der Entsor- gungskosten. Mit dem neuen, kompakten Behandlungsverfahren kann nun auch dieser Markt optimal bedient werden. Das Verfahren besteht dabei aus einem Annahmebunker mit Dosierschnecke, einer Waschtrommel und einem Sandabscheider mit integrierter Sandwaschanlage. Die gesamte Anlage wurde dabei so konzipiert, dass neben dem Kanalsand auch Straßenkehricht (Streusplitt) und Sinkkasteninhalte behandelt werden können. Natürlich kann auch ungewaschener, vorklassierter Kläranlagensand verarbeitet werden, so dass auch mehrere kleine Kommunen ihren mineralischen Abfall an einer zentralen Kläranlage kostengünstig behandeln. Herzstück des gesamten Verfahrens ist unsere patentierte Sandwaschtechnologie mit dem Wirbelbett. Um bestmöglichste Reinigungserfolge zu erzielen und eine Standzeit von > 15 Jahren zu gewährleisten, wird vor dem Sandwäscher das kontaminierte Rohmaterial in einer ROTAMAT® Waschtrommel ordentlich gewaschen und bei 10 mm separiert. Die speziell für das Verfahren neu entwickelte Waschtrommel wird frequenzgesteuert betrieben, so dass aufgrund der geringen Drehzahl völlig verschleißfrei gearbeitet werden kann. „Gefüttert“ wird die Waschtrommel vollautomatisch aus dem Annahmebunker mittels einer robusten Förderschnecke. Der Annahmebunker kann dabei an die Erfordernisse des Kunden angepasst werden. Das ablaufende, mit Sand beladene Waschwasser der Trommel, strömt im Freispiegel in einen unbelüfteten Langsandfang. Dort wird der Sand bis zu einer Korngröße von 200 μm abge- Kompaktanlagen mit komplettem Notumlauf 3 Kompaktanlagen für maximal 600 l/s Aufgabe des “Abfall-Rohmaterials” in den Annahmebunker trennt und diskontinuierlich dem Sandwäscher mittels horizontaler Schnecke zugeführt. Zur Effizienzsteigerung kann zusätzlich auch das Sand- / Wasser-Gemisch aus dem Sandfang des Klärwerks in die Anlage gegeben werden. Weitere Aggregate zur Sandklassierung oder Sandwäsche sind somit nicht mehr nötig. Die Vorteile im Überblick:

MEHR: http://www.huber.de/fileadmin/08_HUBER_Report/03_nach_Ausgabe/de_Report_2012-01.pdf?PHPSESSID=95795795010d1f759f8293c3c23e6f9b  

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Kappeler Umwelt Consulting: Betriebsoptimierung von Kläranlagen

Fällmittel - Phosphatelimination und gleichzeitige Blähschlamm- und Schwimmschlammbekämpfung -
Erfahrungen aus der Schweiz

Dr. Jürg Kappeler
Kappeler Umwelt Consulting AG
Die Vortragspräsentation finden Sie unter:
http://kuc.ch/wpress/wp-content/uploads/2010/06/Vortrag-03.2008-Fällmittel-Phosphatelimination-und-gleichzeitige-Schwimmschlammbekämpfung-Erfahrungen-aus-der-Schweiz.pdf
 
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Lagersysteme professionell planen - mit Mall

 

Zur Unterstützung von Planern und Ingenieuren bei der Auslegung von Heizungsanlagen hat Mall mit dem technischen Planerhandbuch „Unterirdische Lagersysteme für Biomasse, Pellets und Wärme" eine umfangreiche Broschüre mit vielen Projektzeichnungen und technischen Hilfsmitteln aufgelegt.

Bei kommunalen und gewerblichen Heizungsmodernisierungen, aber auch beim Bau von Wohngebäuden sind erneuerbare Energien und heimische Rohstoffe immer öfter erste Wahl. Bei großen Lagervolumina bietet sich dabei der unterirdische Einbau des Speichers im Außenbereich an. Auf insgesamt 40 Seiten zeigt das Handbuch mit detaillierten Projektzeichnungen die Möglichkeiten der Einbindung in die Gebäudetechnik und enthält darüber hinaus Hilfsmittel wie Kabelzuglisten, Begriffserklärungen sowie einen Kostenvergleich zwischen Kellerlagerung und Erdeinbau. Mit Hilfe von Projektfragebögen für Pellet- und Pufferspeicher ermitteln die Experten bei Mall den richtigen Behälter. Das Handbuch ist unter info@mall.info kostenlos erhältlich 

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EUROPHAT®: ELEKTRO-PHOSPHATFÄLLUNG (elektro-chemisches Verfahren)

Was bewirkt das elektro-chemische Verfahren?

Mit der Entwicklung der ELEKTRO-PHOSPHATFÄLLUNG (EPH-Fällung) wird eine äußerst umweltschonende und zudem kostengünstige Richtung der Wasserreinigung eingeschlagen:
Die Phosphatentfernung erfolgt durch eine Veränderung der chemischen Prozesse im Wasser bzw. Abwasser.
Dazu werden mehrere Elektroden, die direkt ins Wasser oder Abwasser eintauchen, vom ELEKTRO-PHOSPHATFÄLLER mit entsprechender elektrischer Gleichspannung versorgt, was zu einer Ionenwanderung und pH-Wert-Verschiebung führt. Dadurch wird z.B. Phosphat als Salz (Kalzium- bzw. Magnesium-Ammonium-Phosphat) gebunden und kann mit dem Überschussschlamm abgezogen werden.
Um in kommunalen Abwasserreinigungsanlagen die Phosphatbelastung im Abwasser zu reduzieren (auf regional verschieden vorgegebene Grenzwerte von 0,3 - 2 mg/l ges. P), werden hauptsächlich chemische Substanzen verwendet. Es handelt sich dabei teilweise um Abfallstoffe aus der Industrie (z.B. Eisen- und Aluminiumsalze). Diese chemische Fällung ist kostenintensiv und belastet zusätzlich unsere Gewässer durch Aufsalzen der Vorfluter. Weiters belasten die enthaltenen Fällmittelschwermetalle zusätzlich den Klärschlamm.
Unsere Technologie wurde auf der Kläranlage Pregarten, OÖ ...mehr:

http://www.europhat.at

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Roediger: Auswertung der Lebensdauer und Betriebszustände der Bauteile der NoMix-Toiletten

Präsentation von Hans-Christian Rüster (RoedigerVacuum):
Februar 2012 - Roediger Betriebstagebuch NoMix-Toiletten (3 MB)
Die Präsentation finden Sie unter: http://saniresch.de/images/stories/downloads/T9_R%C3%BCster_Betriebstagebuch_NoMix.pdf
 
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KRONOS: Entlastungsflockung mit Eisensalzen

Durch gezielten Einsatz von KRONOS Eisensalzen kann die Reinigungsleistung von Abwasserreinigungsanlagen signifikant gesteigert werden. Die Wirkung basiert auf der Ausflockung und Abscheidung von feinstverteilten und kolloidal gelösten Abwasserinhaltsstoffen. Der Wirkungsgrad von mechanischen Klärstufen kann damit mehr als verdoppelt und die nachfolgende biologische Klärung bzw. der Vorfluter deutlich entlastet werden.
Für die Entlastungsflockung kommt vorzugsweise FERRIFLOC Eisen-III-chloridsulfat-Lösung zum Einsatz. FERRIFLOC bewirkt eine schnelle und höchst effektive Ausflockung der Trübstoffe. Die Anwendungsgebiete der Entlastungsflockung sind:
1. Sanierung überlasteter biologischer Kläranlagen durch Vor- oder Nachflockung
2. Vorreinigung hochbelasteter Industrieabwässer
3. Verbesserung der Reinigungsleistung von mechanischen Kläranlagen durch Direktflockung
4. Unterstützung der Nitrifikation durch Vorflockung
Die erforderliche ...mehr:

http://www.kronosecochem.com/ehome_de.nsf/index?OpenFrameset

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Kronos-Praxisbericht: Geruchsbindung in Abwassersammlern

Literatur-Nr. DS2066
Geruchsbelästigungen aus Abwasserkanälen sind - vornehmlich in warmen Klimazonen der Erde - ein bekanntes Problem. Aber auch in Nordeuropa kommt es immer häufiger zu Geruchsemissionen aus Kanalschächten. Grund hierfür ist die zunehmende Zentralisierung der Abwasserreinigung und die damit einhergehende Ausweitung des Sammlersystems, aber auch die Reduzierung der Abwasserströme.
Die Geruchsemissionen werden in aller Regel durch Schwefelwasserstoff verursacht, der bei der anaeroben Zersetzung von schwefelhaltigen Abwasserinhaltsstoffen entsteht. Das Austreten dieses "nach faulen Eiern stinkenden" Gases kann durch den Einsatz von Eisensalzen schnell und wirksam verhindert werden (Einzelheiten hierzu siehe TI 3.09 ).
Exemplarisch werden zwei erfolgreiche Bekämpfungsmaßnahmen ...den ganzen Bericht lesen Sie unter:

http://www.kronosecochem.com/ehome_de.nsf/index?OpenFrameset

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KRONOS: Chemische Schlammkonditionierung mit Eisensalzen

Literatur-Nr. DS2072
Die maschinelle Klärschlammentwässerung setzt eine Vorbehandlung des Klärschlammes voraus. Diese wird als Konditionierung bezeichnet und sie wird, je nach Verfahren, mit anorganischen und organischen Flockungsmitteln durchgeführt.
Die KRONOS Konditionierungsmittel sind:
• FERROFLOC Eisen-II-chlorid-Lösung,
• KRONOFLOC Eisen-II-chlorid-Lösung und
• FERRIFLOC Eisen-III-chloridsulfat-Lösung.
Das Haupteinsatzgebiet für die KRONOS Produkte ist die klassische Starkentwässerung mittels Kammerfilterpressen nach einer Eisen-Kalk-Konditionierung. Dabei wird der Schlamm zunächst mit Eisensalz-Lösung und anschließend mit Kalkmilch versetzt. Die Zugabemengen betragen pro m3 Nassschlamm 5 - 10 kg Eisensalz-Lösung und 10 - 25 kg Weißkalkhydrat.
Abhängig von den Schlammeigenschaften und Steuerungsmöglichkeiten kann die Starkentwässerung unter bestimmten Voraussetzungen auch mit der Eisen-Polymerkonditionierung... mehr:

http://www.kronosecochem.com/ehome_de.nsf/index?OpenFrameset
 
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KRONOS: Das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht in der biologischen Abwasserreinigung

Durch gezielten Einsatz von KRONOS Eisensalzen kann die Reinigungsleistung von Abwasserreinigungsanlagen signifikant gesteigert werden. Die Wirkung basiert auf der Ausflockung und Abscheidung von feinstverteilten und kolloidal gelösten Abwasserinhaltsstoffen. Der Wirkungsgrad von mechanischen Klärstufen kann damit mehr als verdoppelt und die nachfolgende biologische Klärung bzw. der Vorfluter deutlich entlastet werden.
Betriebsstörungen durch Blähschlamm, Schwimmschlamm oder Schaum hängen oft mit einer verstärkten Kohlensäureproduktion und -anreicherung zusammen. Zwischen dem Kohlensäuregehalt und der Säurekapazität in Wässern besteht ein von pH-Wert und Temperatur abhängiges chemisches Gleichgewicht. Dieses Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht, bekannt aus der Trinkwasseraufbereitung, spielt auch für die biologischen Prozesse in der Abwasserreinigung eine wichtige Rolle.
In der neuen Technischen Information 3.05 wird grundlegend ...mehr:

http://www.kronosecochem.com/ehome_de.nsf/index?OpenFrameset

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Effiziente Tauchwandlösungen

Vortrag von Oliver Cuntz, Biogest AG
Anlässlich der Jahrestagung 25. und 26. August 2011
in
Lahnstein, Stadthalle
Finden Sie unter:

http://www.bwk-hrps.de/Veranstaltungen/Fachtagung2011/Cuntz_BIOGEST_Tauchwandloesungen.pdf

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Eisenmann: Klärschlammverbrennung in der kommunalen Abwasserbehandlung

Die Firmenpublikation der Firma Eisenmann finden Sie unter:

http://www.eisenmann.com/data/assets/produktinformationen/de/Kl%C3%A4rschlammverbrennung/docFile/Klaerschlammverbrennung_de.pdf

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Energieketten-System statt Kabeltrommel

Seit fünf Jahren reibungsloser Betrieb an Kläranlage 

Wie führt man dem beweglichen Räumer eines Klärbeckens am besten Energie zu? Der
Aggerverband entschied sich gegen die konventionelle Lösung mit Kabeltrommel und für eine
Energiezuführung aus dem LBT Flizz-System von igus. Das Ergebnis: Das System an der Kläranlage
Waldbröl-Brenzingen arbeitet seit fünf Jahren ohne Ausfälle.
Die Kläranlage Waldbröl-Brenzingen, die Anfang 1970 gebaut und 1991 wesentlich erweitert wurde, ist eine von 38 Kläranlagen, die der Aggerverband im Bergischen Land betreibt. Sie reinigt die Abwässer, die
in großen Teilen der Stadt Waldbröl anfallen, und ist für 10.200 Einwohnerwerte ausgelegt.
Die Abwässer gelangen zunächst ...

Mehr: http://www.igus.de/_WPCK/pdf/global/FA0206-D.pdf

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BUCHER: Team-Play beim Klärschlamm Entwässern

Bei der mechanisch-biologischen Abwasserbehandlung fällt stets Klärschlamm und somit ein Abfall an. Um die Kosten für die Entsorgung zu vermindern, hat zum Beispiel der Käppala- Verband in Stockholm/Schweden ein chemisches Behandlungsverfahren mit hydraulischen Filterpressen kombiniert. Das gute Zusammenspiel ermöglicht TS-Gehalte von 50 %. Die Diskussion um den „richtigen“ Verwertungsweg von Klärschlamm beschäftigt Abwasserexperten und Politiker hierzulande schon seit Jahren. Unabhängig davon, ob in erster Linie der Nutzen der im Schlamm enthaltenen Nährstoffe für Pflanzen oder die Gefahr der Schwermetallbelastung gesehen wird, kommt es in beiden Fällen darauf an, die Klärschlammmenge und somit vor allem die Kosten für den Transport und die Verwertung zu verringern.

Zusammenspiel zweier Verfahren führt zu besserer Entwässerung So hat die Kläranlage Käppala mit 700 000 EW im Nordosten von Stockholm ihre eigene effiziente Form der Klärschlammaufbereitung gefunden, indem sie 2008 zwei Verfahrensschritte von Kemira und Bucher Unipektin …mehr:

http://www.bucherdrytech.com/download/Literatur/11_04_07_UWM_03030032.pdf

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Polymermischer im Flockungsprozess: Standardanwendung mit Nutzenpotential

In der Abwasserbehandlung sind polymer-initiierte Flockenbildungs- und Entwässerungssysteme seit langer Zeit ein zentraler Bestandteil der Schlammentwässerung. Der Flockenformung wurde bisher zwar auch schon Beachtung geschenkt, im Fokus liegt sie allerdings erst seit ein paar Jahren.
Inzwischen können auch hier wesentliche Verbesserungen gemeldet werden.
Der Wettbewerb der Polymerhersteller ist bekannt.
Neben dem Polymer ist ein Element/Baustein in der Flockenbildung der Polymer-Mischer. Bisher eher als eine Standardanwendung betrachtet, läßt sich inzwischen auch beim Prozessschritt Polymerbeimischung eine Verbesserung erreichen. Konstruktiv und verfahrenstechnisch verbesserte Mischerausführungen zeigen hier ihre Stärken und bessere Ergebnisse.

http://www.aquen.de/newsletter/White_Paper_3.pdf 

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Süd-Chemie: Kompakt und komfortabel

Auch kleinere Kläranlagen benötigen immer häufiger Phosphatfällungsanlagen. Müssen diese kleinen Anlagen deshalb auf Komfort und Wertbeständigkeit verzichten? Zwei Beispiele belegen, wie mit individuell angepasster intelligenter Dosiertechnik eine wirtschaftliche, störungsfreie P-Fällung für kleine Anlagen realisiert werden kann. Gerade auf kleineren Kläranlagen, die nicht ständig besetzt sind, ist der störungsfreie und stabile Betrieb einer Phosphatfällung besonders wichtig. Mit „Einfachstlösungen“ werden hier nur vordergründig Kosten gespart, die im Betriebsalltag durch Störungen und Probleme schnell wieder anfallen. Nicht am Konzept sparen „Unser Ziel ist es, P-Fällungsanlagen zur Verfügung zu stellen, die einfach funktionieren, ausreichend flexibel sind und dabei kaum Wartungsaufwand verursachen!“, betont Andreas Melcher, Leiter des Bereichs Anlagentechnik der Industriegruppe Kommunale Abwasserbehandlung der Süd-Chemie AG. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden die Wünsche der Betreiber detailliert aufgegriffen und mit dem Anlagenkonzept umgesetzt. Die Gemeinden Langenpreising mit 3.600 EW und Loiching mit 3.000 EW wurden im Jahr 2010 mit neuen Phosphatfällungsanlagen ausgestattet. In beiden Beispielen handelt es sich um ähnliche Konzepte. Auf der bauseitig vorbereiteten Fundamentplatte steht ein 10 m³ Lagerbehälter mit Auffangwanne inkl. der erforderlichen Überwachungseinrichtungen (Überfüllsicherung, Leckageüberwachung und Füllstandsmessung). Die Steuerungs- und Dosiertechnik ist im witterungsbeständigen Schutzschrank direkt neben dem Lagerbehälter installiert. Eine Membrandosierpumpe fördert das Fällmittel zur Dosierstelle. Die zweite Pumpe ist bei beiden Anlagen als Anlagentechnik Stand-by-Pumpe vorgesehen und bereits voll funktionsfähig in die Steuerung und Verrohrung eingebunden. Die Pumpen wurden mit einem Druckhalteventil, Manometer mit Membrandruckmittler und einem Spülanschluss ergänzt. Neben der teilweise vorhandenen Steuerungselektronik in den verwendeten Membrandosierpumpen wurde eine kompakte Steuerung eingesetzt. Durch Softwareänderungen sind damit Anpassungen der Dosieranlagensteuerung problemlos und bis zur Inbetriebnahme häufig ohne Mehrkosten möglich. Kläranlage Langenpreising Auf der Kläranlage Langenpreising, die nach dem Biocos- Verfahren arbeitet, erfolgt die Phosphatfällung während des Rührzyklus, mit individuell einstellbarer Nachlaufzeit. Herr Richter, der die Kläranlage im Auftrag der Firma Sedlmeier Umwelttechnik GmbH betreut, hat hier seine langjährige Erfahrung eingebracht. Herrn Richter gelang es so binnen kurzem durch intelligent gesteuerte Fällmitteldosierung den Schlammvolumenindex von über 170 ml/g auf unter 110 ml/g zu senken. Dies erlaubt die gesicherte Einhaltung eines niedriger erklärten P-Grenzwertes, und ermöglicht damit die Verrechnung der P-Fällstation mit der Abwasserabgabe. Kläranlage Loiching In Loiching wurde in Absprache mit dem Klärwärter Herrn Huber und dem betreuenden Ingenieurbüro Stelzenberger + Scholz eine individuelle Steuerungsvariante ausgeführt. Der Kläranlagenzulauf erfolgt über ein Pumpwerk, welches mit verschiedenen Füllstandsmeldern ausgestattet ist. Die Dosierung des Fällungsmittels erfolgt in den Rücklaufschlamm. Bei Überschreiten eines minimalen Füllstandes im Pumpwerk des Kläranlagenzulaufs beginnt die Dosierung des Fällungsmittels. Die Dosiermenge ist frei wählbar. Wird durch zunehmenden Füllstand (z.B. Mischwasserzulauf aus einem Rückstaukanal) der maximale Füllstand erreicht, erhöht sich die Dosiermenge des Fällmittels auf die vorher festgelegte Menge. Die Anlagen wurden vor der Inbetriebnahme von einem zugelassenen Sachverständigen geprüft. Reibungslose Inbetriebnahme und Übergabe Die Montage der Anlagen, Inbetriebnahme inkl. Erstbefüllung mit SÜDFLOCK® K2 und Einweisung, war nach wenigen Tagen abgeschlossen. Eine umfangreiche Dokumentation mit allen Zulassungen, einer detaillierten Softwarebeschreibung, den Schaltplänen und der Konformitätserklärung entsprechend der EG-Maschinenrichtlinie wurde den Betreibern übergeben. Beide Anlagen arbeiten seitdem zur vollen Zufriedenheit aller Beteiligten.

Quelle: http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_1311/wl13_06.pdf

Autor:
Andreas Melcher
Süd-Chemie AG
Industriegruppe Kommunale Abwasserbehandlung

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Süd-Chemie: Schluss mit alten Zöpfen! 

Zweite Generation der elektrokinetischen Desintegrationsanlage erfolgreich getestet Das elektrokinetische Desintegrationsverfahren ist ein kostengünstiges und bewährtes Verfahren zur Desintegration von Schlämmen zur Erhöhung der Biogasausbeute. Bisher stellte die teilweise notwendige Aufbereitung des Schlammes durch eine Vorzerkleinerung (Mazerator) einen erheblichen Nachteil dar. Bauartbedingt konnten faserige und verzopfungsfördernde Stoffe ohne diese Vorzerkleinerung nicht behandelt werden. Diese Vorzerkleinerung erhöhte damit neben den Investitionskosten auch die Betriebskosten (Strom, Wartung und Verschleiß) der elektrokinetischen Desintegration. Hier hat die Süd-Chemie AG ihr bewährtes System der elektrokinetischen Desintegration nun weiterentwickelt. Neben der nicht mehr benötigten Vorzerkleinerung wurde auch das elektrische Feld deutlich verstärkt, von bisher 100 KV auf nunmehr 200 KV. Des Weiteren liegt nun ein lineares elektrisches Feld vor, welches gegenüber dem radial anliegenden Feld in der 1. Generation eine deutliche Erhöhung der Desintegrationsleistung mit sich bringt. Unabhängig von der Lage des Schlammpartikels in der Desintegrationseinheit befindet sich dies stets in einem gleich starken elektrischen Feld. Durch zwei um 180 Grad gedrehte Felderzeuger setzt man den Schlamm durch die Fließgeschwindigkeit zudem einem sehr langsamen „Wechselfeld“ aus.

Vorteile: 
• Verstopfungsfrei
• Keine verfahrensbedingte
Vorzerkleinerung notwendig
• Reduktion des Stromverbrauchs
• Geringere Anzahl von
Desintegrationseinheiten
pro m³ Schlamm

Autor:
Andreas Zacherl
Süd-Chemie AG

Quelle: http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_1311/wl13_05.pdf

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Frachtermittlung im Kanalnetz 

Mit Hilfe modernster Messtechnik besteht heutzutage die Möglichkeit, Online-Frachtbestimmungen nicht erst im Kläranlagenzulauf, sondern bereits an verschiedensten Punkten im Kanalnetz vorzunehmen. Am Beispiel einer Messung beim „Gäubodenfest“ in Straubing sollen Möglichkeiten, Anforderungen und Lösungen für eine solche Frachtmessung aufgezeigt werden.
Die Schmutzfracht erst im Zulauf der Kläranlage zu ermitteln reicht heutzutage oftmals nicht mehr aus. Für eine moderne Kanalnetzbewirtschaftung kann die Belastung aus einzelnen Kanalsträngen bis hin zur Indirekteinleiterüberwachung von großem Interesse sein. Aber auch an Regenentlastungen spielt die abgeschlagene Schmutzfracht bzw. Stoffkonzentration eine immer größer werdende Rolle. Um den gesteigerten Anforderungen im Hinblick auf Genauigkeit, zeitlicher Auflösung und auch EX-Sicherheit gerecht werden zu können, bedarf es für solch anspruchsvolle Aufgaben modernster Messtechnik. Im nachfolgend beschriebenen Anwendungsfall kam für die Durchflussmessung ein Gerät vom Typ OCM Pro CF der Firma NIVUS, welches nach dem Prinzip der Ultraschall- Kreuzkorrelation arbeitet, zum Einsatz. Für die Ermittlung der Stoffkonzentration wurde eine optische Spektrometersonde vom Typ spectro::lyser, der Firma s::can verwendet. Aus dem Produkt der Stoffkonzentrationen einzelner Parameter multipliziert mit dem Durchfluss lässt sich mit diesem System die Schmutzfracht hochaufgelöst und ohne zeitliche Verzögerung angeben. Rahmenbedingungen einer Frachtmessung im Kanal Mit der genannten Messtechnik stehen Messgeräte zur Verfügung, welche die gesteigerten Anforderungen für eine Frachtermittlung in vollem Umfang erfüllen. Aber nicht nur die geeignete Messtechnik, sondern auch die Auswahl eines geeigneten Messplatzes, die sachgerechte Installation und die individuell angepasste Wartung der Messungen sind wesentliche Kriterien für das Erzielen aussagekräftiger Messergebnisse. Bei der Auswahl des Messplatzes sind Kriterien wie z.B. eine gute Zugänglichkeit zur Vergleichsbeprobung, Wartung, evtl. Sensorreinigung u.ä. zu beachten. Aber auch die Bereitstellung einer Spannungsversorgung mit 230 V ist unumgänglich, da die Spektrometermessung aktuell nicht über Akkuversorgung betrieben werden kann. Im Hinblick auf die Installation der Messtechnik muss sichergestellt werden, dass der Messspalt der Analysesonde immer komplett vom Medium überdeckt ist. Lediglich bei einer Ereignismessung an einer Abschlagskante ist die Überdeckung nur im Ereignisfall erforderlich. Des Weiteren ist in unmittelbarer Nähe zum Messspalt die Vergleichsbeprobung per Probenehmer oder durch manuelle Schöpfproben zu gewährleisten. Von Vorteil wäre auch ein kontinuierlicher Abfluss an der Messstelle. Sitzt die Analysesonde im Rückstau oder in einer Pumpenvorlage, ist mit einer Vergleichmäßigung der Stofftransporte zu rechnen. Die Abflussmessung wird möglichst auch in einem kontinuierlich durchflossenen Kanal eingebaut. Entsprechend der örtlichen Gegebenheiten wird die Sensorik der Q-Messung abgestimmt. Die erforderlichen Wartungsintervalle richten sich individuell nach den Bedingungen an der jeweiligen Messstelle. Ausschlaggebend ist die Abwasserzusammensetzung. Umstände wie z.B. stark fetthaltige Abwässer oder ein hoher Anteil an verzopfungsfähigem Material können den Wartungsaufwand deutlich erhöhen. Entsprechend müssen individuelle Maßnahmen ergriffen werden. Je sorgfältiger diese aufgelisteten Kriterien im Vorfeld berücksichtigt werden, desto reibungsloser….mehr:

http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_1311/wl13_08.pdf  

Fazit
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Idealerweise erfolgt eine solche Frachtermittlung im
Kanalnetz in Zusammenarbeit zwischen dem örtlichen
Kanalbetreiber, der die lokale Einleitersituation bestens
kennt, und evtl. einem Dienstleister, der die entsprechende
Messtechnik und Erfahrung im Hinblick auf Messkampagnen
mitbringt.

Autor:
Bernd Hoffmann
Projektleiter - Abteilung Stadthydrologische Messungen
NIVUS GmbH
Tel. +49 (0)7262 9191-826
bernd.hoffmann@nivus.com
www.nivus.com

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Süd-Chemie:Wo d_r Woi _neilauft ... (Wo der Wein hineinläuft ...) 

Durch den Wechsel von einem reinen Eisenprodukt auf das Aluminium- Eisen-Mischprodukt SÜDFLOCK®-K2 konnte die entgleiste Biologie der Kläranlage Haldenbach wieder auf die richtige Bahn gebracht werden. Schwimmschlamm auf der Belebung und geringe Sichttiefen im Nachklärbecken gehören seither der Vergangenheit an. Die Gemeinde Kernen im Remstal entstand durch die badenwürttembergische Gebietsreform im Jahr 1975 durch Zusammenfassung der Gemeinden Stetten und Rommelshausen. Bereits seit dem 14. Jahrhundert wird im Gemeindebereich nachweislich Weinanbau betrieben. Aufgrund der hügeligen Lage wird das Abwasser der Gemeinde derzeit auf die drei Kläranlagen Beibach, Krättenbach und Haldenbach verteilt. Die zum Ortsteil Stetten gehörende Kläranlage Haldenbach wurde im Jahr 1964 errichtet und im Jahr 1983 großzügig erweitert. Seither wurde die Belüftung von Oberflächenbelüftung auf Plattenbelüftung umgerüstet und eine Fällmitteldosieranlage errichtet. Bei einer Ausbaugröße von 12.000 EW ist die Anlage mit ca. 10.000 EW gut ausgelastet und hält ihre geforderten Ablaufwerte ein. Trotzdem kämpfte man dort schon seit Jahren mit Schwimmschlamm auf der Belebung und stabilen, schwimmenden Schlamminseln auf dem Nachklärbecken. Bei starker hydraulischer Belastung kam es hier auch regelmäßig zu dramatischen Abnahmen der Sichttiefe bis in einen Bereich von unter 60 cm. Ein ungünstiges C:N:P-Verhältnis begünstigt Fadenbildner Eine mikroskopische Untersuchung des Rücklaufschlammes wies zunächst eine Fädigkeitskategorie von Stufe 4 auf. Verantwortlich hierfür war die Ansammlung diverser fadenbildender Bakterien im Belebtschlamm. Dominant traten hier vor allem Fäden auf, die unter dem Sammelbegriff „Nostocoida-limicola-ähnliche“ zusammengefasst werden. Diese sind ein Indikator für ein ungünstiges C:N:P-Verhältnis in Kombination mit leicht abbaubaren Substraten, wie sie vor allem in der Nahrungsmittelindustrie zu finden sind. Meist finden sie sich auf Kläranlagen mit angeschlossenen Brauereien, Likörverarbeitern oder Schnapsbrennereien, wie sie auch hier in Stetten anzutreffen sind. Weiterhin fanden sich untergeordnet nocardioforme Actinomyceten. Sie besitzen ein breites Nahrungsverwertungsspektrum, bevorzugen allerdings Fette im Abwasser. Dies deutet auf einen erhöhten Fettgehalt im Abwasser sowie ein relativ hohes Schlammalter hin. Durch seine unangenehme Eigenschaft, sich oberflächlich zu hydrophobieren und somit in der Belüftungsphase aufzuschwimmen, reichern sich die nocardioformen Actinomyceten vor allem an der Oberfläche des Belebungsbeckens an und bilden eine Schwimmschlammschicht, in der sie sich vermehren können. Auch diese wies eine Fädigkeitskategorie von Stufe 4 auf. Eine Aluminiumanreicherung bringt den schnellen Erfolg Vor dem Fällmittelwechsel befand sich ein reines Eisenprodukt im Einsatz. Trotz permanenten Überschussschlammabzugs konnte aufgrund des hohen Schlammindex und des relativ kleinen Schlammstapelbehälters die Trockensubstanz in der Belebung kaum unter 6 g/l gebracht werden. Durch den Einsatz von SÜDFLOCK® K2 änderten sich die Verhältnisse jedoch maßgeblich. Eine Stoßbehandlung mittels Aluminiumanreicherung auf ca. 1 g Aluminium je kg Trockensubstanz über einen begrenzten Zeitraum von ein bis zwei Schlammaltern bekämpfte effektiv die fadenbildenden Bakterien. Durch diesen Gehalt an Aluminium kann das Wachstum der Fadenbildner entscheidend gehemmt werden. Innerhalb weniger Wochen sank der spezifische Schlammindex von 110 auf 90 ml/g, während sich die Entwässerbarkeit des Überschussschlamms deutlich verbesserte. Parallel dazu konnte die Trockensubstanz durch vermehrten Schlammabzug in der Belebung auf Werte unter 4 g/l gesenkt werden, was sich durch Erhöhung der Schlammbelastung wiederum positiv auf die Biozönose und die flockenbildenden Bakterien in der Belebung auswirkte. Nach dieser Stoßbehandlung konnte die erhöhte Fällmitteldosierung von ca. 200 l/Tag auf ca. 140 l/Tag zurückgeregelt werden. Freie Sicht bis in die Tiefe Bereits nach 3-4 Wochen sind sowohl die Schwimmschlammschicht auf der Belebung als auch die schwimmenden Inseln auf der Nachklärung Geschichte. Eine abschließende Belebtschlammuntersuchung zeigt eine deutlich kompaktere, kleine Flocke mit wenigen Vernetzungen. Die Fädigkeitskategorie liegt mittlerweile zwischen Stufe 2 und 3. Während nocardioforme Actinomyceten immer noch häufig – allerdings nicht mehr dominant – vorkommen, sind Nostocoida-limicolaähnliche Fäden praktisch kaum mehr auszumachen. Der vor der Stoßbehandlung nur untergeordnet vorkommende Typ 0041/0675 liegt mittlerweile dominant vor. Dieser hat jedoch deutlich bessere Sedimentationseigenschaften und bereitet im Betrieb keine Probleme. Seither läuft die Anlage stabil mit einer nie dagewesenen Sichttiefe im Nachklärbecken. Auch das veränderte Nahrungsangebot im Zuge der Weinlese und die mehrfache Schneeschmelze des Winters zeigten keine negative Auswirkung auf den Anlagenbetrieb. Der Gesamtphosphatgehalt im Ablauf der Kläranlage liegt zuverlässig konstant unter 0,5 mg/l.  

Quelle:
http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_1311/wl13_titel.pdf

Autor:
Tobias Kahr
Süd-Chemie AG
Industriegruppe Kommunale Abwasserbehandlung
D-85368 Moosburg

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Aquen: Flockenbehandlung im Klärprozess, der Schlüssel zur Effizienssteigerung in der Entwässerung um bis zu 30%

Einleitung: Das Klärschlammaufkommen aus den ca. 10.000 kommunalen und gewerblichen Kläranlagen in Deutschland beträgt ca.2,5-3 Mioto pro Jahr. Der Klärschlamm besteht aus Trockenmasse (TS) und Wasser. Eine beeindruckende Menge die da jährlich zu entsorgen ist, alternativ entweder auf landwirtschaftlich genutzten Flächen oder durch Verbrennung. Nach dem Ende der Deponierung verliert nun aber auch die Freiflächenaufbringung an Grundlage, bleibt also mittelfristig nur noch die (kostentreibende) Verbrennung in Anlagen (Mono- oder Mitverbrennung). Eine Firma im Harz (aquen aqua-engineering GmbH, eine Ausgründung des Institutes CUTEC / TU Clausthal) hat ein patentrechtlich geschütztes Verfahren zur Produktionsreife entwickelt. Dieses Verfahren/dieses Aggregat entzieht dem Klärschlamm zusätzlich Wasser und reduziert damit die Klärschlammabgabemenge der Kläranlagen um mehr als 20%. Die Trenngüte ist besser, das Wasser ist am Entstehungsort leichter entsorgbar. In Summe ein betriebswirtschaftlich ökonomischer wie gesellschaftlich ökologischer Nutzen. Das Verfahren / der Nutzen: Voraussetzung für eine hohe Trennleistung bei Schlämmen ist die Konzentration und das möglichst vollständige Zusammenfügen der abzutrennenden Inhaltsstoffe in mechanisch belastbare und somit gut ausfiltrierbare Flockenstrukturen. Hierbei wird besonderes Augenmerk auf das Einbinden von Feinstpartikeln mit in die Flockenstruktur gelegt, sie sollen mit gebunden werden und nicht im Wasser abgehen. Tenor: „Das Restwasser muss klar sein.“ Konventionelle Konditionierungstechnik ist nicht in der Lage, dieser Anforderung zu genügen, auch wenn es oft versprochen wird. Durch den Einsatz des Zwischengliedes ´FlocFormer´ können die bestimmenden Faktoren der Konditionierung gezielt gesteuert werden. Mit dem neuartigen zweistufigen Flockungsverfahren besteht nun die Möglichkeit, die Teilprozesse ´Flockenentstehung´ und ´Flockenausprägung ´ separat zu beeinflussen und für den nachfolgenden Trennschritt zu optimieren. Der Flockungsreaktor im Prozess, die Technik Der Flockungsvorgang wird in einem kompakten, zweistufigen Reaktor (Bild 1) durchgeführt. Bild 1: Prozessbild FlocFormer Zunächst wird in einem Turbo-Mischer das Flockungshilfsmittel (hier: Polymer) homogen unter turbulenten Bedingungen in das Medium eingebracht. Es findet eine Totalflockung statt. Anschließend werden die zu diesem Zeitpunkt großvolumigen und Copyright: aquen aqua-engineering GmbH www.aquen.de Lange Straße 53 D-38685 Langelsheim Tel.+49 (0) 5326-929770 scherinstabilen Flocken in einem Flockenformungsreaktor gezielt erodiert, kompaktiert und für die Separation optimiert ausgeprägt. Als Flockenformungsreaktor dient ein modifizierter Kegelrührer (Bild 2). Ein innerer Kegel rotiert koaxial in einer äußeren Kegelschale. Die Strömungsverhältnisse im Kegelspalt sind nicht konstant, sondern ändern sich mit der axialen Position im Kegel. An der Kegelbasis treten aufgrund des größeren Durchmessers höhere Umfangsgeschwindigkeiten auf als in der Nähe der Kegelspitze. Der Betriebspunkt des Rührers kann durch Änderungen der Rotationsgeschwindigkeit und der Spaltweite bewusst beispielsweise an höhere Volumenströme oder Massenströme angepasst werden. Ein optimiertes Strömungsregime wird somit sichergestellt. Durch das Abrollen der Flocken auf den Flächen der Kegel werden lokale, ungleichmäßige, äußere mechanische Kräfte auf die Flocken aufgebracht, die somit verdichtet werden. Die Endprodukte der zweistufigen Konditionierung sind Flockenpellets. Diese Pellets lassen sich sehr gut entwässern oder separieren. Optional kann ein Flockungssensor zur Charakterisierung der Flockenstruktur eingesetzt werden. Der photooptische Sensor berechnet aus einer Flockengrößenverteilung spezifische Parameter, die Rückschlüsse auf die Separationseigenschaften des geflockten Mediums ermöglichen. Die Ergebnisse Aufgrund dieser neuartigen, gezielt zweistufigen Konditionierung, wird die Abtrennleistung auf den filtrierenden Maschinen (Bandfilter, Trommelsiebe, Kammerfilterpressen, Schneckenpressen, Zentrifugen etc.) signifikant erhöht. Durch die bereitgestellte kompakte Flockenstruktur findet die Filtration sehr viel schneller statt, und durch die robuste Struktur der Flocken kann während der Filtration oder des Pressens lange Zeit aus dem Filterkuchen Hohlraumwasser abgegeben werden. Als zusätzlicher Effekt ist eine Reduzierung der eingesetzten Polymermenge möglich, da im vorgestellten Konditionierungsreaktor das Polymer besser mit dem Medium vermengt wird, in Kontakt gebracht wird. Ganz gleich welchen Ausgangswert die heutige Trennstufe leistet, mit dem FlocFormer wird eine bessere Trennleistung und eine höhere stoffliche Trenngüte erzielt. Das Ergebnis: Abhängig vom Anwendungsfall ist eine Erhöhung der Separationsleistung bzw. Entwässerungsleistung zwischen 10 bis 30 % und eine Reduzierung der Polymermenge um bis zu 25 % erreichbar. Die neuartige Konditionierungstechnik hat sich bis heute in mehr als 40 Betriebsversuchen bewährt. Der Schwerpunkt der bisherigen Anwendungen lag in der Abwassertechnik. Im kommunalen Klärschlammbereich konnten die Entwässerungsleistungen von Kammerfilterpressen, Trommelsieben, Schnecken-pressen, Bandfilterpressen, Bucherpressen und Dekantern verbessert werden. Neben der Erhöhung der Entwässerungsleistung kann im Regelfall der Polymerverbrauch signifikant reduziert werden. Einsatzmöglichkeiten Weitere Anwendungen sind überall dort denkbar, wo durch Polymere geflockt wird. Mehr:  

http://www.aquen.de/downloads/de/Pressemitteilung_aquen_FlocFormer_082010.pdf 

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Aquen: Ein neues Verfahren zur optischen Erfassung und Bewertung von Flockungseigenschaften in Klärprozessen (Prozess- und Laboranwendung)

Die Ausgangssituation: Ein System zur online-Bewertung von geflockten Partikelsystemen (Flocken) stand in der hier vorgestellten Technologie und Messschärfe bislang nicht zur Verfügung. Eine Überwachung und Steuerung zur Optimierung von Entwässerungsprozessen war daher nicht bzw. nur schwer realisierbar. Andererseits kann aber die Entwässerbarkeit eines geflockten Systems qualitativ nur anhand des Flockenbildes bewertet werden. Zur Beurteilung der Flockengüte sind hauptsächlich interessant: - Die Flockengrößenverteilung und deren zeitliche Änderung - Die Scherstabilität der Flocken Die Flockengüte (Flockenausprägung) wirkt auf: - Die Effektivität (Menge und Qualität) von Flockungshilfsmitteln (Einfluss auf die Flockenbildung) - Die Entwässerbarkeit der konditionierten Schlämme (Erhöhung der Trockensubstanz TS und der Entwässerungsgeschwindigkeit) - Die Trennqualität der nachgeschalteten Entwässerungsstufe (zur Minimierung der Restschwebstoffe im Trennwasser) Das Ergebnis: Mit Kenntnis der Flockengüte im Prozess ist eine höhere Entwässerungsleistung bei reduziertem Polymereinsatz sicher möglich. Der Entwässerungsprozess In der Abwasserbehandlung sind polymer-initiierte Eindick- und Entwässerungsprozesse seit langer Zeit ein zentraler Bestandteil der Verfahrensführung. In jüngerer Zeit werden Flockungsprozesse auch zunehmend in anderen Bereichen genutzt, um aus einem Medium bestimmte Inhaltsstoffe abtrennen zu können, so zum Beispiel in der Papierindustrie. Geschichtlich bedingt lag das bisherige Augenmerk primär auf den Separationsmaschinen selbst. Im Regelfall wenig Beachtung fand jedoch die Erzeugung der optimalen Flocke für den Separationsprozess. Mit dem neuen Augenmerk auf eine Optimierung der Trennstufe als letzten Prozessschritt hat sich das nun gravierend geändert. Damit rückt die Flockenbildung als ein zentraler Prozessbestandteil in das Blickfeld. Eine optimale und reproduzierbare Flockenstruktur ist aber ohne messtechnische Erfassung nur sehr schwer realisierbar. Der Flockungssensor Der photooptische Flockungssensor ist ein online-Messgerät, das zur Größen- und Strukturcharakterisierung von dispergierten und nichtdispergierten Fest-stoffsystemen dient. Der Sensor arbeitet in situ, er kann sowohl direkt in eine bestehende Förderleitung bzw. Förderung eingebaut als auch im Bypass betrieben werden. Der Flockungssensor arbeitet als Reflexionsmessgerät, wobei die Messfläche durch ein Auflichtverfahren beleuchtet wird. Das zu untersuchende Gut wird durch ein Sichtfenster aufgenommen und analysiert. Eine CCD-Zeilenkamera misst aufrecht und quer zur Strömungsrichtung das Partikelsystem. Der Messbereich erstreckt sich von 50 μm bis 2,9 cm. Die Auswertung ist eindimensional und sehnen-längenorientiert, daher robust und wenig störanfällig. Die Berechnung von spezifischen Merkmalen basiert auf Sehnenlängenanzahldichte und -summenverteilungen. Diese werden durch das Messsystem sehr schnell in hoher Zahl berechnet, so dass außerordentlich zeitnah statistisch abgesicherte Partikel- bzw. Strukturmerkmale vorliegen. Aus den Rohdaten des Sensors werden in einer nachgeschalteten Recheneinheit die relevanten Prozessgrößen berechnet und optisch dargestellt. Normierte Werte können an Steuerungs- und Regelungssysteme übergeben werden. Für den Leser ist es sicher hilfreich ein Beispiel zu betrachten. Schlecht entwässerbare Gut entwässerbare Flockung: Flockung: - hohe Anzahl an Kleinstflocken - Gute Flockenpellettierung - Restwasser trüb - Restwasser klar Die zugehörigen Messkurven, aufgenommen mit dem Flockensensor: Die linke Grafik zeigt die hohe Anzahl von Kleinstflocken und Schwebstoffen (Peak bei sehr kleinen Flockenlängen), die rechte eine gut erkennbar „grobe“ Pelettierung der Flocken, Voraussetzung für leicht entwässerbaren Klärschlamm. Die Software der Bildauswertung ist modular und skalierbar aufgebaut, so dass die Auswertungsroutinen an verschiedenste Stoffsysteme angepasst werden können. Die errechneten Werte sind prozessspezifisch und können für den speziellen Anwendungsfall kalibriert werden. Neben einer Messwerterfassung, z.B. zur Qualitätskontrolle der Flockung…Mehr:
http://www.aquen.de/downloads/de/Pressemitteilung_aquen_FlocSens_022011.pdf

Pressemitteilung
Copyright: aquen aqua-engineering GmbH www.aquen.de
Lange Straße 53
D-38685 Langelsheim
Tel.+49 (0) 5326-929770

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E+H: Grenzwertüberwachung von TOC/TC in Produktionsabwässern der Chemieindustrie

Kundennahe Endress+Hauser Entwicklung des TOCII CA72TOC
Die Fachabteilung Prozessanalysentechnik
der ALISECA GmbH, einem Unternehmen
der LANXESS Gruppe mit Sitz im Chempark
Leverkusen, ist verantwortlich für die Online-
Analytik in Lanxess-Produktionsbetrieben.
Zur Überwachung von Prozessabwässern aus
den Produktionsanlagen, die in der Kläranlage
des Chemparks Leverkusen behandelt werden,
werden vorwiegend TC/TOC (NPOC)-
Geräte eingesetzt, um unzulässige Abgaben
von organischen Schadstoffen zum Schutz der
Kläranlage zu erkennen.
Eine weitere Messaufgabe ist die Überwachung
der Oberflächenwässer, welche direkt
in den Rhein eingeleitet werden.
Diese Messaufgaben stellen unterschiedliche
Anforderungen an die eingesetzte Messtechnik.
Dabei stehen die Messwertverfügbarkeit,
Betriebssicherheit sowie Wartungs- und
Betriebskosten im Fokus.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden,
hat Endress+Hauser in Zusammenarbeit
mit der Fachabteilung Prozessanalysentechnik
der ALISECA GmbH das Gerät TOCII
CA72TOC entwickelt.

Aufgabenstellung
Um die Eignung des Gerätes TOCII
CA72TOC im rauen Betriebsalltag zu bestätigen,
wurde eine komplexe Messstelle ausgewählt:
der Ablauf eines LANXESS eigenen
Produktionsbetriebes.
Diese anspruchsvolle Messstelle hat folgende
Eigenschaften:
• Schwankende pH-Werte von 1.0 - 13.0
• Hohe Salzfrachten
• Hoher Feststoffanteil
• Starke Schwankungen der TOCKonzentrationen
• Substanzen, welche Weichmacher
aus Kunststoffen lösen
• Korrosive Umgebungsluft
am Aufstellungsort
Unter diesen schwierigen Bedingungen lassen
sich TOC-Analysatoren normalerweise nur
mit einem sehr hohen Wartungsaufwand
und den damit verbundenen hohen Kosten
betreiben.

Ziel ist es, mit dem Analysator TOCII
CA72TOC ein Gerät zur Verfügung zu stellen,
welches ein hohes Maß an Verfügbarkeit
und Betriebssicherheit bietet und gleichzeitig
den Wartungsaufwand und die Betriebskosten
signifikant reduziert. Durch einen modularen
Aufbau werden auch einfachere Applikationen
(z.B. Oberflächenwasser- oder Kühlwasserüberwachung)
kostengünstig gelöst.
Endress+Hauser hat diese Herausforderung
angenommen und gelöst!

Die Kundenanforderungen
Hohes Maß an Verfügbarkeit und Betriebssicherheit
bei geringem Wartungsaufwand
und minimalen Betriebskosten

Lösung
Im sechsmonatigem Dauerbetrieb hat der Analysator seine Eignung für
industrielle Anwendungen an der beschriebenen Messstelle bestätigt.
Hohe Verfügbarkeit
Die eingesetzten Materialien wurden auf ihre chemische Beständigkeit
optimiert, um möglichst lange Standzeiten zu erreichen (z.B. Probenaufbereitung
und medienberührende Geräteteile).
Der optimale Umgang mit hohen Salzfrachten wurde mit einer beheizbaren
Salzfalle und einem leicht wechselbaren Verbrennungsofen
gelöst. Diese Maßnahmen und kurze Kalibrierintervalle konnten die
Verfügbarkeit auf > 95% erhöhen.

Hohe Betriebssicherheit
Geräteinterne Überwachungseinrichtungen sorgen für maximale
Transparenz und damit Betriebssicherheit. Dazu gehören:
1. pH-Wert gesteuerte Entfernung des anorganischen Kohlenstoffs,
um zusätzlichen Salzeintrag vermeiden
2. Überwachung der Probenströme und des Gasdurchflusses innerhalb
des Gerätes (Verschmutzungserkennung)
3. Überwachung der CO2-Basislinie/ Nullwertes, um Drifteffekte
zu kompensieren
4. Zuschaltung einer Prüflösung (z.B. ausgelöst von der Messwarte),
um schnell Informationen über die Empfindlichkeit des Analysators
zu bekommen („Prüfpeak")
Verringerter Wartungsaufwand und Kosten
Ein übersichtlicher Aufbau und eine gute Zugänglichkeit der zu
wartenden Baugruppen sorgen für hohe Akzeptanz bei den Gerätebetreibern.
Weiterhin erleichtern ein klarstrukturierter Verfahrensaufbau
und die menügestützte Wartungsführung die durchzuführenden
Tätigkeiten.
Durch Vereinheitlichung der Bauteile werden Lager- und Instandhaltungskosten
gesenkt.
Eignung für unterschiedlichste Applikationen
Ausgehend vom Grundgerät, können je nach Applikation verschiedene
Module (Wechselofenaufbereitung; Vorverdünnungseinheit; TC oder
TOC (NPOC)-Version, spezielle Materialen oder auch das Messverfahren
wie z.B. Batch-Betrieb oder kontinuierlicher Betrieb) ausgewählt
werden. So gut wie nötig, so kostengünstig wie möglich.
Während der Entwicklung des TOCII CA72TOC wurden fünf Patente
angemeldet.

http://endress.softwerk.de/eh/sc/europe/dach/de/resourceadditional.nsf/imgref/Download_u20_CS064C.pdf/$FILE/u20_CS064C.pdf

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E+H: Prosonic S FDU90

Füllstandmessung in der Polymerstation mit Ultraschall-Füllstandsensor

In Kläranlagen fallen bei den unterschiedlichen Reinigungsvorgängen
des Abwassers jährlich riesige Mengen
Klärschlamm an. Da dieser kostenpflichtig über eine
Deponie oder Verbrennung entsorgt werden muss, wird
versucht, einen möglichst trockenen Restschlamm zu erzeugen.
Damit das Abfallprodukt das Klärwerk mit einem hohen Trockengehalt
verlässt, wird eine Polymerlösung als Flockungshilfsmittel
zugegeben.

Durch den Einsatz einer Ansetz- und Dosieranlage kann die
Schlammentwässerung optimiert und eine hohe Entwässerungsrate
erzielt werden. Durch eine hohe Entwässerungsrate reduzieren
sich somit entsprechend die Schlammentsorgungskosten.
Zuverlässige Füllstandmessung in der Polymerstation

Anwendung Polymerstation
In der Polymerstation wird Polymer zur Herstellung von Flockungsmittel mit Wasser
vermischt. Das Flüssigpolymer wird als Konzentrat angeliefert und muss vor der eigentlichen
Dosierung in den Klärschlammstrom mit Wasser aufbereitet werden. Die wässrige
Lösung wird unter Rühren auf die erforderliche Gebrauchskonzentration verdünnt. Das
Flockungsmittel wird dann dem überschüssigen Schlamm zum Wasserentzug zugeführt.
Durch die Entwässerung des Schlamms steigt der Feststoffgehalt und ermöglicht die
Reduzierung des Volumens bzw. der Masse des zu entsorgenden Klärschlamms.

Lösung Prosonic S
Für eine optimale Produktion wird der Füllstand in der 1,3 m hohen Polymerstation mit
Rührwerk kontinuierlich gemessen.
Auswertegerät FMU90 mit Anzeige und sechs Relais zur Steuerung der Pumpen
Sensor FDU90 mit mit frontseitigem G 1-1/2" Gewinde für eine optimale Prozessadaption
••Vorteile mit Prosonic S
Messbereich bis zu drei Meter in Flüssigkeiten
Frontbündige Montage mit G1-1/2" Gewinde oder direkte Deckenmontage mit
G1" Gewinde bzw. Laschen ohne zusätzlich notwendiges Zubehör
Niedrige Bauhöhe und geringe Blockdistanz von 7 cm ermöglichen den Einsatz in
beengten Einbauverhältnissen

Optionale Überflutungshülse, die die Sensormembran vor Verschmutzungen schützt
und eine sichere Auswertung von Überflutungsereignissen in Verbindung mit dem
Auswertegerät Prosonic S FMU90 ermöglicht„Mit dem Sensor Prosonic S FDU90 haben wir die optimale
Lösung zur Füllstandmessung in der Polymerstation gefunden.
Die bisher eingesetzte Drucksonde musste aufgrund
von Ansatzbildung monatlich gereinigt werden. Der FDU90
eignet sich bestens für Füllstandmessungen mit kleinen
Messbereichen und schnellen Füllstandänderungen. Durch die
geringe Blockdistanz von 7 cm kann sehr nahe an den Sensor
gemessen werden."

http://endress.softwerk.de/eh/sc/europe/dach/de/resourceadditional.nsf/imgref/Download_u20_CS00095Fde.pdf/$FILE/u20_CS00095Fde.pdf

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VTA: Probleme mit Microthrix

Nanofloc überzeugt auf 80.000-EW-Anlage in Brandenburg

Wasser ist in der Uckermark allgegenwärtig. Deutschlands flächenmäßig größter Landkreis im Nordosten von Brandenburg ist übersät mit fast 600 Seen, die ihre Entstehung dem Zurückweichen der Eismassen nach der letzten Eiszeit verdanken.
An einem der größten dieser Gewässer, dem Unteruckersee, liegt Prenzlau. Das 1997 modernisierte Klärwerk der Kreisstadt ist auf 80.000 EW ausgebaut und aktuell mit rund 55.000 EW belastet. Hier werden die Abwässer aus Prenzlau und einigen benachbarten Dörfern behandelt, ebenso der Inhalt vieler Senkgruben aus dem Umland, denn die Uckermark ist eine der am dünnsten besiedelten Regionen Deutschlands.

Erhöhte Fettmenge im Zulauf
Von besonderer Bedeutung für den Anlagenbetrieb sind aber die beiden größten Indirekteinleiter, ein Milchwerk und ein Eiswerk. Eine Umstellung in der Produktion dieser Betriebe - weniger Speiseeis, dafür mehr Butter - war es wohl auch, die die acht Klärwerksmitarbeiter im Vorjahr vor neue Herausforderungen stellte. Dazu kam, dass durch den Verschleiß von Belüftungskerzen in der Belebung eine gleichmäßige Sauerstoffverteilung nicht mehr gewährleistet war. Beide Faktoren zusammen begünstigten offensichtlich das Wachstum von Fadenbakterien, der Schlammindex stieg an.
Dieser ungünstigen Entwicklung mochte der stellvertretende Anlagenleiter Klaus Willecke nicht tatenlos zusehen - in weiser Voraussicht nahmen die Stadtwerke Prenzlau Kontakt mit VTA auf. „Wir hatten im ,Laubfrosch‘ schon viel darüber gelesen, wie effizient VTA-Produkte wirken und wie gut Service und Beratung sind", so Willecke, der für Prozessanalyse und Abwasseroptimierung zuständig ist.

Gefahr von Schlammabtrieb
Der Weitblick erwies sich als goldrichtig, denn ab Jahresbeginn 2010 spitzte sich die Lage zu: Die Fadenbakterien (durch mikroskopische Analysen von VTA-Biologinnen als Microthrix parvicella identifiziert) breiteten sich in der Biologie der Prenzlauer Anlage zusehends aus; das Schlammvolumen legte derart zu (Index teils über 180 ml/g), dass der Schlamm zeitweise in die Nachklärung austrieb. Die Gefahr von Schlammabtrieb wuchs bedrohlich an.
Zu diesem Zeitpunkt hatte VTA die Problemlage aber längst gründlich analysiert und stand mit der richtigen Lösung Gewehr bei Fuß: Nanofloc sollte die hydraulische Stabilität der Anlage wieder herstellen.

Hydraulische Stabilität erreicht
Das Systemprodukt auf Nanotechnologie-Basis überzeugte mit ebenso schneller wie nachhaltiger Wirkung: „Der Schlammindex ging seit Dosierbeginn kontinuierlich nach unten, die Sichttiefe erhöhte sich rasch", bestätigt Klaus Willecke: „Das ,Zeug‘ wirkt tatsächlich so, wie immer wieder beschrieben wird!" Dies belegen auch Willeckes´ äußerst detaillierte Auswertungen, die er regelmäßig vornimmt, darunter jede Woche eine Tiefenanalyse, die alle relevanten Daten vollständig erfasst. Durch diese umfangreiche Analytik wurde Nanofloc während der gesamten Einsatzdauer „auf Herz und Nieren" geprüft, und es hat den Test mit Bravour bestanden: „So gut hatten wir´s schon lange nicht mehr", erklärt der stellvertretende Anlagenleiter.
Die genaue Auswertung ist für ihn übrigens keine Fleißaufgabe, sondern unerlässlich: „Es ist wichtig zu wissen, wie die eigene Anlage läuft. Das erlaubt es, rechtzeitig zu reagieren und nicht erst, wenn das Kind schon im Brunnen ist." Das sei im Sinne des Umweltschutzes und des Steuerzahlers wichtig.

Für alle Fälle: Nanofloc auf Vorrat
Derzeit ist der Anlagenbetrieb stabil, eine Dosierung von Nanofloc ist im Moment nicht notwendig. Das kann sich aber durchaus wieder ändern: Zum einen hat das Milchwerk noch freie Produktionsreserven, die es bei Bedarf ausschöpfen kann, zum anderen planen die Stadtwerke, eine der beiden Belebungsstraßen vorübergehend außer Betrieb zu nehmen, um die Belüftungskerzen zu wechseln. Daher hat das Klärwerk Prenzlau ständig eine gewisse Menge an VTA-Nanofloc vorrätig, um für alle Fälle gerüstet zu sein.
Mehr:

http://www.vta.cc/de/laubfrosch_archiv.html?newsid=91

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Wandeln auf Rasierklinge

Interview: Prof. Harald Kainz über neue Messverfahren in der Abwassertechnik

Herr Professor Kainz, an Ihrem Institut an der TU Graz werden laufend die neuesten Messgeräte für abwassertechnische Fragestellungen untersucht. Welche Innovationen sind hier besonders Erfolg versprechend?

Was hydraulische Messungen betrifft, geht es derzeit vorrangig um die Weiterentwicklung von Radarmessgeräten zur Bestimmung der Abflussmenge anhand von Wasserspiegel und Ober­flächengeschwindigkeit. Bei den Qualitäts­parametern verspricht die UV/VIS-Spektroskopie sehr viel. Wir haben gemeinsam mit der Wiener Universität für Bodenkultur und der TU Wien eine Messstation für den kontinuierlichen Praxiseinsatz an Fließgewässern, im Kanal und auf Kläranlagen entwickelt, die inzwischen marktreif  ist.

Was kann dieses Gerät?

Es sendet alle drei Minuten einen „Blitz" aus UV-Licht und sichtbarem Licht aus und misst ­anschließend das Reflexionsspektrum. Dessen Zusammen­setzung gibt Aufschluss über zahl­reiche ­Parameter, z. B. Nitrat, Feststoffe und CSB-Äquivalent. Der große Vorteil ist, dass sich das Gerät mitten im Gewässer oder Abwasser befindet und durch die Messung im Minuten­abstand einen kontinuierlichen Gang der Messwerte liefert. Das ist wichtig, weil sich Ver­unreinigungen im Abwasser rasch ändern können.

Wie genau sind diese kontinuierlichen Messungen?

Die Abweichungen gegenüber Labormessungen liegen bei 10 bis 15 ­Prozent. Der große Vorteil ist nicht die Genauigkeit, sondern die hohe zeitliche Auflösung, die eine sehr gute Kalibration mathe­matischer Modelle erlaubt. Insbesondere können kurzfristige Schwankungen erfasst werden, die bisher nicht ­verifizierbar ­waren. Das liefert dem Kanalisations- und Kläranlagenbetreiber deutlich mehr Know-how über das eigene ­System.
Die Wartung dieser Messstation kann ­teilweise mittels Fernbedienung über den ­Computer erfolgen, also vom Schreibtisch aus. Eine derartige Messstation ist seit acht Jahren im Grazer Kanalnetz im Einsatz. In Wien wurde ein derartiges System ebenfalls über Jahre betrieben. Aktuell wird mit der Universität für Bodenkultur und der TU Wien ein Forschungsgebiet in Baden bei Wien mit derartigen Messstationen für Roh­abwasser, Kläranlagenablauf und Oberflächen­gewässer ausgestattet.
Ein solches Messsystem eignet sich auch für ­spezielle Fragestellungen. So kann etwa eine ­Online-Chlorid-Sonde für die Messung von ­Straßenabwässern im Winter relevant sein. Die neue Qualitätszielverordnung Oberflächen­gewässer ist bei schwachen Vorflutern im ­Winter bei Salzstreuung schwer einzuhalten. Dies gilt besonders für Vorfluter von Autobahnen.

Der Online-Messtechnik gehört also die Zukunft?

Wir verfügen heute über das Instrumentarium, um viele prozessrelevante Parameter zur ­Optimierung des Anlagenbetriebs zu erfassen und online darauf zu reagieren. So entfallen das Entnehmen von Proben und deren Übermittlung zur Untersuchung im Labor, was beides ja hohen Aufwand bedeutet. Zusätzlich entfällt die ­Fehlergefahr bei der Probenahme. Online-Systeme, auch mit mehreren Sonden, sind reif für die Praxis, zuverlässig  und mit vernünf­tigen Wartungs- und Kalibrierungs­intervallen zu betreiben. Zur Optimierung des Betriebs von Kläranlagen haben wir in der Steiermark ­Ammonium- und Nitrat-Sonden installiert, um die Stickstoff­elimination und die Ablaufwerte zu optimieren.

Das ist ja nicht zuletzt auch eine wirtschaftliche Frage.

Richtig, es geht nicht nur um bessere Ablaufwerte, sondern auch um Einsparungen bei den ­Betriebskosten. Stabile Online-Systeme erlauben nicht nur eine Steuerung, sondern auch ­eine R­egelung. Das heißt, dass innerhalb eines bestimmten Bereichs kein „händisches" Eingreifen mehr nötig bzw. möglich ist. Aktuell arbeiten wir zusammen mit VTA an einem quantitativen Verfahren zur optimalen Dosierung von Flockungshilfsmitteln bei der Schlammvorentwässerung.

 Muss das Kläranlagenpersonal da nicht fürchten, eines Tages überflüssig zu werden?

Im Gegenteil, Mastermind bleibt der Betriebs­leiter! Technik kann ihn nur unterstützen, aber niemals ersetzen. Die Erfahrung zeigt: Je ­höherwertiger die Mess- und Regeltechnik, ­umso wichtiger ist hochqualifiziertes Betriebspersonal. Je mehr Informationen verfügbar sind, umso wichtiger ist es, diese richtig zu inter­pretieren. Wir werden also in zehn Jahren noch höher ­ ­qualifizierte Mitarbeiter auf den Kläranlagen brauchen als heute. Auch auf mittelgroßen Kläranlagen wird es bald Diplomingenieure geben. Der Bedarf an Fortbildung ist groß. Dabei leistet VTA enorme Unterstützung.

Noch mehr Technik, noch besser quali­fizierte Mitarbeiter - ist das wirtschaftlich überhaupt machbar?

Der hohe Qualitätsstandard in der Abwasserreinigung hat auch ein Umdenken bei den Entscheidungsträgern, also in der Politik, ausgelöst. Kläranlagen sind heute herzeigbare Hightech-Betriebe und nach dem Straßenbau die größte Investition einer Gemeinde. Bei Kosten zwischen 30 und 40 Millionen Euro für die Kläranlage einer durchschnittlichen Bezirkshauptstadt und einer Abschreibungsdauer von 25 Jahren ergibt sich eine Abschreibung von mindestens einer ­Million Euro pro Jahr. Fehler, die im Abwasserbereich gemacht werden, verringern die Nutzungsdauer der Anlage und kosten viel Geld. Dabei ist der tägliche Anlagenbetrieb oft ein Wandeln auf einer Rasierklinge: Einhaltung der Emissionswerte bei wirtschaftlichem Betrieb. Hohe Mitarbeiterqualifikation und Prozessoptimierung sind entscheidend, um Kosten und Energie zu sparen. Bei den betrieblichen Prioritäten kommen diese Einsparungen freilich erst an dritter ­Stelle: Ganz vorn stehen stabile Abwasserreinigung und sichere Schlammentsorgung. Das bleiben die obersten Aufgaben einer Kläranlage, und das sollte man vor lauter Sparen nicht vergessen.

INFOBOX:
Vizerektor an der TU Graz
Univ.-Prof. DDipl.-Ing. Dr. techn. Dr. h. c. Harald Kainz ist Vizerektor der TU Graz - jener Universität, an der 1977 seine akademische Laufbahn begann (Studium Bauinge­nieur- sowie Wirtschaftsingenieurwesen). Als Geschäftsführer der Umwelttechnik Wien GmbH war er für internationale Großprojekte im Bereich Abwasser- und  Abfallwirtschaft (z. B. Hauptkläranlage Wien) verantwortlich. Im Jahr 2000 wurde Kainz als Universitätsprofessor an das Institut für Siedlungswasserwirtschaft und Landschaftswasserbau der TU Graz zurückberufen. 2004 bis 2007 war er Dekan der Fakultät für Bauingenieurwissenschaften.

http://www.vta.cc/de/laubfrosch_archiv.html?newsid=101

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Desintegration tipptopp

Schlammfaulung: VTA-GSD-Anlage wird in der Schweiz Bestergebnis bescheinigt

Ganz hervorragend fällt die Leistungsbilanz ­einer Desintegrationsanlage von VTA im ersten ­Betriebsjahr auf einem Schweizer Klärwerk aus. Zu diesem Schluss kommt ein unabhän­giges Ingenieurbüro in seiner Beurteilung. Demnach wurden dank der VTA-GSD bislang um 24 % mehr Gas bzw. Strom produziert. Außerdem ­reduzierte sich die Schlammmenge, die entsorgt werden muss, um 15 %. Die von VTA abgegebenen Garantiewerte wurden damit nicht nur eingehalten, sondern zum Teil sogar übertroffen.

Störungsfrei seit dem ersten Tag
Mitte 2009 beauftragte der Gemeindeverband ARA Moossee-Urtenenbach aus Hindelbank ­(nahe Bern)  das renommierte Ingenieurbüro „BG  Ingenieure & Berater AG" aus Bern, eine Klärschlamm-Desintegration auszuschreiben. Mit einem schlüssigen Konzept, glaubwürdigen Garantiewerten und einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis konnte sich VTA gegenüber den Mitbewerbern durchsetzen.
Dank der reibungslosen Zusammenarbeit ­aller Beteiligten war eine VTA-GSD-5 sehr ­einfach und schnell in den Kläranlagenbetrieb integriert und konnte schon Anfang Februar 2010 starten. Seither läuft sie ohne Unter­brechung störungsfrei - 24 Stunden am Tag.

Der gesamte Überschussschlamm wird direkt vom Vorlagebehälter abgezogen und im Durchlaufbetrieb durch den Desintegrationsreaktor ­befördert. Nach der Ultraschall-­Behandlung kommt der Schlamm in den Vorlage­behälter zurück und wird gemeinsam mit dem ­unbehandelten ­Primärschlamm in die Faulung gepumpt. Um Kurzschlussströme zu verhindern, wurde der Vorlagebehälter durch eine Holz­bohlenwand räumlich abgetrennt.

Garantiewerte übertroffen
In der Ausschreibung wurde ein Evaluierungszeitraum von mindestens einem halben Jahr ­definiert. Das begleitende Ingenieurbüro sollte also nach sechs Betriebsmonaten der VTA-GSD  prüfen, ob sie die Garantiewerte erreicht. Da die ARA Moossee-Urtenenbach über hervorragendes Datenmaterial verfügt, war der direkte ­Vergleich spezifischer Parameter (z. B. Gasanfall pro Kilogramm in die Faulung zugeführter Organik, produzierte Kilowattstunde Strom) möglich.
Der spezifische Gasanfall betrug in den vergangenen Jahren ohne Desintegration im ­Mittel  326 l/kg oTRzu. VTA garantierte in der ­Ausschreibung eine 20-prozentige Steigerung (391 l/kg oTRzu).
Nach acht Betriebsmonaten lag der Gasertrag schließlich bei 400 l/kg oTRzu, das entspricht ­einer Mehrausbeute von 24 % - der Garantiewert wurde also deutlich übertroffen. Somit ­erhöhte sich auch die Stromproduktion von 1700 auf 2100 kWh pro Tag.
Was die Menge des zu entsorgenden Schlamms betrifft, empfiehlt sich naturgemäß, über ein ­gesamtes Jahr zu bilanzieren. In der ARA Moossee-Urtenenbach zeigt allerdings schon ein Vergleich von zehn Monaten, dass durch die Desintegration eine deutliche ­Verringerung ­erzielt wird: Von Jänner bis ­Oktober 2009 ­fielen rund 6820 Kubikmeter Schlamm zur Entsorgung an. Im ­gleichen Zeitraum 2010, also mit VTA-GSD, ­waren es 5780 Kubikmeter - das entspricht einer ­Reduktion von beachtlichen 15 %.

INFOBOX:

VTA-GSD: „Sie läuft und läuft und läuft"

Beat Oberer, Betriebsleiter der ARA Moossee-Urtenenbach, über seine ­Erfahrungen mit der Ultraschall-Desintegration von VTA.

Herr Oberer, wie kamen Sie auf das ­Des­integrationsverfahren von VTA?

Diverse Fachzeitschriften wie der „Laubfrosch" oder die „gwa" weckten unser Interesse an dieser Tech­nologie. Ausschlaggebend für diese ­Entscheidung war schlussendlich ein sehr positiv verlaufener Langzeit­versuch mit der VTA-Desintegration in ­einer benachbarten ­Abwasserreinigungsanlage.

 Wie beurteilen Sie Abwicklung bzw. ­Umsetzung des Projektes?

Ich bin sehr zufrieden! Alle Beteiligten, angefangen vom Ingenieurbüro über das VTA-Technologie-Team bis hin zur ARA-Betriebsmannschaft, haben von Anfang an sehr professionell und unkompliziert zusammen­gearbeitet. Sämtliche Arbeitsschritte ­wurden gut geplant, die ­Anlage wurde problemlos und termingerecht installiert.

Entspricht die bislang erbrachte Leistung der VTA-Anlage Ihren Erwartungen?
Ja! Man muss sich nur die Auswertung ansehen. Die ­Garantiewerte, die VTA abgegeben hat, wurden übertroffen. Da kann man mehr als zufrieden sein.

Wie wirkt sich der Einsatz der VTA-GSD-5 in der Kläranlage aus - sowohl verfahrenstechnisch als auch wirtschaftlich?
Durch die Ultraschallbehandlung wird die Struktur des Überschussschlamms verändert, das wirkt sich auch bei seiner weiteren Behandlung aus. Die ­Viskosität des Schlammes ist geringer, dadurch ist er deutlich leichter zu pumpen. Der Wärmeübertrag vom Wasser-Schlamm-Wärmetauscher ist besser, und durch den Zellaufschluss wird der Schlamm in der Faulung besser abgebaut. Das wirkt sich sehr ­positiv bei der Gasproduktion und der Schlamm­entsorgung aus. Daraus lässt sich ein direkter ­Kostenvorteil ableiten.

Hatten Sie zusätzlichen Arbeitsaufwand durch den Betrieb der VTA-Anlage?

Nein, seit der Inbetriebnahme ist kein zusätzlicher ­Arbeitsaufwand für das Kläranlagenpersonal angefallen. Die Anlage läuft und läuft und läuft.

Ihr vorläufiges Gesamturteil betreffend VTA-Ultraschalldesintegration?
Sehr gut!

Quelle:
http://www.vta.cc/de/laubfrosch_archiv.html?newsid=108

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Kreisläufe haben Zukunft

Abwasserentsorgung: Prof. Max Dohmann plädiert für Strategien mit Nachhaltigkeit

Herr Professor Dohmann, wie sehen die größten Aufgaben in der Abwasserentsorgung in den nächsten  Jahren aus?

Ging es bei der Abwasserentsorgung  bis vor einigen Jahren fast ausschließlich um den Gewässer­schutz, so spielen zunehmend Aspekte der ­Ressourcennutzung, der ­Gesundheitsvorsorge sowie der Anpassung an demografische und ­klimatische Veränderungen eine Rolle. Natürlich wird es dabei auch in Zukunft um technologische Innovationen gehen. Von Bedeutung erscheint mir, welche politische Relevanz der Abwasser­frage zugemessen wird. Und nicht zuletzt stellt sich die ökonomische Frage: Was ist leistbar?

Welche technologischen Entwicklungen sind besonders zukunftsträchtig?

Große revolutionäre Sprünge, was die Tech­­no­logie betrifft, sind für mich nicht zu erkennen. Klar ist, dass die Nachhaltigkeit in den ver­gangenen Jahren immer mehr an Bedeutung ­gewonnen hat, und dieser Trend wird sich ­verstärken. Nachhaltiges wird sich durchsetzen. Entscheidend wird das Denken in Kreisläufen...

 ...was ja genau die Firmenphilosophie von VTA ist...

Ja, und es ist ganz allgemein ein umfassender Prozess. Man muss die Stoffkreisläufe beachten. Früher ging es in der Abwasserwirtschaft ja bloß darum, etwas loszuwerden. Das hat sich massiv geändert. Nehmen Sie nur das Thema Phosphor­recycling aus Abwasser. Da sind die Kosten zwar heute noch drei bis vier Mal so hoch wie bei der Gewinnung aus Rohphosphat, aber das wird nicht so bleiben. Das deutsche Forschungs­ministerium fährt dazu seit vier Jahren ein großes Programm, bei dem ich das Gutachtergremium leite. 

Wird in Zukunft mehr oder weniger ­Abwasser anfallen?

Wir werden aus Umweltgründen, aber auch aus ökonomischen Gründen dazu kommen, weniger Wasser zu verbrauchen. Das heißt, das ­anfallende Schmutzwasser wird konzentrierter. Das betrifft natürlich auch die Spurenstoffe im Abwasser, besser gesagt deren Elimination. Speziell dazu sehe ich für die Ozonierung gewisse Perspek­tiven, während die Membrantechnik in diesem Bereich aus Kostengründen zumindest in Europa weniger Bedeutung haben wird. In China wird dagegen auch weiterhin in Membrantechnik ­investiert.

Wird Abwasser in den nächsten Jahren schon in den Haushalten getrennt werden?

Die Trennung der häuslichen Schmutzwässer - also Faeces, Urin, Grauwasser und Regenwasser - ist technologisch machbar und erscheint aus dem Blickfeld der Kreislaufwirtschaft sinnvoll. Die zukünftige Bedeutung einer Stoffstrom­trennung wird aber nicht nur durch die vorteilhaften Aspekte der stofflichen Nutzung, sondern auch durch die ökonomischen Bedingungen bestimmt. In Gebieten mit vorhandener zen­traler ­Abwasserinfrastruktur, wie beispiels­weise in Mitteleuropa, sind deshalb der häuslichen Schmutzwassertrennung enge Grenzen gesetzt.

Welchen Stellenwert wird das Thema Energie in der Abwasserentsorgung von ­morgen haben?

Das Thema Energie behält weiterhin einen ­besonderen Stellenwert. Zum einen betrifft dies die Minimierung des Energieverbrauchs auf Kläranlagen, vor allem durch den Einsatz der Steuer- und Regelungstechnik. Der zweite große Bereich ist die energetische Nutzung des Abwassers. ­Dabei geht es um die Nutzung der hydrostatischen Energie bei entsprechenden ­Höhenunterschieden im Entsorgungssystem, über die thermische Energie, die vor allem durch das Warmwasser ins Abwasser verlagert wird, bis hin zur Nutzung der chemischen Energie des ­Abwassers, die jährlich 175 kWh je Einwohner beträgt. Eine völlige Energieautarkie auf Kläranlagen ist aber nicht zu gewährleisten, außer durch den Einsatz externer Substrate im Rahmen einer Co-Fermentation.

VTA ist ja Spezialist für die Optimierung von Kläranlagen. Wie schätzen Sie die ­Bedeutung dieses ­Bereichs ein?

Bei einer solchen Optimierung spielen bekanntlich sowohl verfahrenstechnische, steuer- und regelungstechnische als auch personelle Maßnahmen eine Rolle. In Europa werden sich die Optimierungsbemühungen auch künftig fort­setzen, während in anderen Teilen der Welt dem Kläranlagenbetrieb bisher keine entsprechende Rolle zukommt. In China zum Beispiel ist die Betrachtung von Jahreskosten noch nicht ­angekommen, da stehen nur Investitionen im Blickpunkt. Eine angemessene Ausbildung des Anlagenpersonals gibt es dort noch nicht.

Wie sehen Sie die Zukunft der Abwasser­entsorgung angesichts der Tatsache, dass in den öffentlichen Etats der Sparstift regiert?
Es ist zu beklagen, dass die Abwasserentsorgung seit langem keine besondere Aufmerksamkeit in Politik, Medien und Öffentlichkeit erhält. Dazu erscheint mir zunächst wichtig, ein Bewusstsein dafür zu wecken, dass die zur Abwasserentsorgung gehörende Infrastruktur nur eine ­begrenzte Nutzungsdauer hat und die Erneuerung von ­Anlagenteilen immer wieder ­hohe Kosten verursacht. Es wird darauf ankommen, attraktive und innovative Entwicklungen der Abwassertechnik noch deutlicher in den Medien zu artikulieren.
Eine Möglichkeit dazu bieten die Fragen der Stadtentwässerung. In Deutschland wird seit Jahren auch die Grundstücksentwässerung als elementarer Teil der ­Abwasserinfrastruktur ­außerhalb der öffentlichen Zuständigkeit ­betrachtet. Den 550.000 km öffentlichen ­Abwasserkanälen stehen weit mehr als 1.000.000 km Leitungen der Grundstücksentwässerung ­gegenüber. In der Fachwelt ist unbestritten, dass mehr als zwei Drittel dieser Leitungen ­undicht und zumindest mittelfristig zu sanieren sind. Entscheidend für die Umsetzung solcher ­Maßnahmen wird die Akzeptanz seitens der ­betroffenen Bürger sein. Die Fachwelt bleibt also gefordert, die Bedeutung bzw. den Wert unserer Abwasser­entsorgung noch wirkungsvoller nach außen zu vermitteln.

INFOBOX:

Berufung nach China
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Max Dohmann leitete von 1987 bis 2004 als ­Direktor das Institut für Siedlungswasserwirtschaft der Rheinisch-Westfaelischen Technischen Hochschule ­Aachen. Aufgrund seiner Fachkenntnis und seines ­Engagements für den Umweltschutz berief ihn die deutsche Bundesregierung  in den Sachverständigenrat für Umweltfragen. Seit seiner Emeritierung ist Max Dohmann Vorstandsmitglied mehrerer Forschungsinstitute, u. a. des FIW in Aachen. Er lehrt an mehreren Universi­täten in China und wurde im September 2010 als einer von sechs ausgewählten Wissenschaftlern an die Sichuan-­Universität in Chengdu berufen, gemeinsam mit Forschern aus ­Japan, Großbritannien und den USA. Außerdem ist ­Dohmann ­wissenschaftlicher Leiter des Sino-German Research ­ ­Center for Water Management (SiGeWa) in Chengdu.

http://www.vta.cc/de/laubfrosch_archiv.html?newsid=103http://www.vta.cc/de/laubfrosch_archiv.html?newsid=103

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Insituform: Sanieren wo andere Urlaub machen - Kanalsanierung in Innsbruck

Die Sanierung des Kanalnetzes in der historischen Innsbrucker Altstadt mit dem „Insituform-Verfahren“ ermöglichte es, knapp 1.750m Kanal DN 250-450 zu sanieren, ohne die Touristenströme aus aller Welt bei der Besichtigung der Sehenswürdigkeiten Innsbrucks spürbar zu beeinträchtigen. Das Lösungswort hierfür: grabenlose Kanalsanierung. Bereits seit 2004 vertrauen die Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) bei der Modernisierung ihres teilweise über 100 Jahre alten Kanalnetzes neben der klassischen Variante –Neuverlegung in offener Bauweise – auch auf die Sanierung mit innovativen Methoden der grabenlosen Kanalsanierung. Hierbei greifen die IKB immer häufiger auf die Linersanierung als wirtschaftliche Gesamtrenovierungsmaßnahme ganzer Kanalhaltungen zurück. Im Jahr 2008 stand nun, nach einer vorhergegangenen TV-Untersuchung und Zustandsbewertung, die Sanierung des Kanalnetzes im Altstadtbereich Innsbrucks an. Die Innsbrucker Altstadt ist mit ihren historischen Häusern aus dem 15. Jahrhundert ein wahres Schmuckstück, welches jährlich hunderttausende Touristen anzieht. Besonders beliebt ist das Wahrzeichen von Innsbruck, das „Goldene Dachl“: ein mit 2.657 feuervergoldeten Kupferschindeln gedeckter Prunkerker, der im Auftrag des Kaiser Maximilian I. an das bestehende Haus angebaut wurde. Zudem besteht die Altstadt aus einer Vielzahl kleiner Gässchen, die links und rechts von der Hauptstraße, der Herzog-Friedrich-Straße, abzweigen und teilweise nur zu Fuß zu erreichen sind. Unter Berücksichtigung dieser Aspekte (und der ausreichend groß dimensionierten Kanäle) waren sich die Verantwortlichen bei der IKB, Dipl.-Ing. Bernhard Zit und dem zuständigen Ingenieurbüro INGUTIS, Dipl.-Ing. Andreas Beuntner schnell darüber einig, dass hier der Einsatz der grabenlosen Kanalsanierung aufgrund der geringen Beeinträchtigung von Anwohnern, Gewerbe und Tourismus ideal geeignet ist. Zumal sich dadurch auch noch ein großer Teil der Kosten gegenüber der Erneuerung der Kanäle in offener Bauweise einsparen ließ. Den Zuschlag für die Maßnahme und somit den Auftrag zur Sanierung der insgesamt ca. 1.750m Abwasserkanal DN 250-450 erhielt die Fa. Insituform Rohrsanierungstechniken GmbH, Niederlassung München. Das Sanierungsprogramm stellte für die Spezialisten der Fa. Insituform, als Marktführer für grabenlose Kanalsanierung in Deutschland, keine besondere Problematik dar. Wohl aber waren bei diesem Projekt einige Randbedingungen zu beachten, die es von alltäglichen Baustellen abhoben. Spezielle Randbedingungen Dass der Sanierungsbereich innerhalb einer Fußgängerzone liegt, die ab 10:30 Uhr (von 06:00 Uhr bis 10:30 Uhr ist der Lieferverkehr zugelassen) nicht mehr von Fahrzeugen aller Art befahren werden darf, mag zunächst sehr positiv klingen. Die Realität sah aber leider anders aus: Die autofreien Flächen des spärlich vorhandenen Platzangebotes nach 10:30 Uhr waren innerhalb kürzester Zeit von den Ständen und Tischen der anliegenden Geschäfte und Gastwirtschaften blockiert. Und da dies, besonders in den Sommermonaten, eine wichtige Einnahmequelle darstellt, war ein großes Maß an Aufklärungs- und Abstimmungsarbeit notwendig, um die Einschränkungen sowohl für den Gaststätten- als auch für den Baubetrieb so gering als möglich zu halten. In Zusammenarbeit mit dem Obmann der Kaufleute und der Gaststätten sowie der Magistratsabteilung für Straßen- und Verkehrsrecht der Stadt Innsbruck wurde deshalb ein Bauablaufplan erstellt, der die Interessen aller Beteiligten berücksichtigte. Dieser sah auch mehrere Inversionen während der Nacht an den besonders sensiblen Stellen vor. Eine weitere besondere Randbedingung: die große Anzahl an einleitenden Betrieben.

http://www.insituform.de/uploads/tx_nxttcontentadditionalfields/Innsbruck_bi-UmweltBau_1-10_118-119.pdf 

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ProMinent: Schlammreduzierung durch Ozon mit ProLySys

Wenig Schlamm = Geringe Kosten
Der Aufwand zur Entsorgung von Schlamm, der in Klärwerken anfällt wird, beträgt über 30 Prozent der gesamten Klärwerkskosten. Mit dem neuen, von ProMinent patentierten Verfahren Prolysys lässt sich die Desintegration von Überschussschlamm mit Ozon erheblich verbessern. Das Ergebnis ist eine deutliche Kosteneinsparung durch Reduzierung der zu entsorgenden Schlammmengen. Im Vergleich zu anderen Verfahren wird auch der Ozonverbrauch auf ein Minimum verringert.
Der Heidelberger Hersteller stellt das neue Verfahren auf der diesjährigen IFAT ENTSORGA in Halle A3 Stand 425/526 erstmals vor.

Bereits seit Jahren wird Ozon als chemisches Verfahren weltweit zur Reduzierung des Klärschlamms eingesetzt. Die Behandlung des Schlamms mit Ozon fördert die Lyse, sprich den Zerfall einer Zelle durch Schädigung oder Auflösung der äußeren Zellmembran. Diese Desintegration des Klärschlammes, bei der Schlammflocken zerstört und danach zelluläre Bestandteile freigesetzt werden, führt in der Abwasserreinigung zu einer stabilen Prozessführung. Die Erhöhung der Gasentwicklung bei der anaeroben Schlammstabilisierung kann genutzt und die biologische Abbaubarkeit verbessert werden. Beide Vorgänge tragen zur Reduzierung der Trockenmasse bei.
Bei den eingesetzten, herkömmlichen Verfahren wird das Ozon aus reinem Sauerstoff generiert. Dieses Verfahrens ist durch das Bereitstellen des reinen Sauerstoffs, durch sein Handling und den Transport der Sauerstoffflaschen sehr kostenintensiv.

Ozon aus Luft
Im Gegensatz dazu erzeugt das von ProMinent patentierte System Prolysys Ozon aus der Umgebungsluft. Hier wird der Sauerstoffanteil der Luft durch Corona-Entladung in Ozon umgewandelt. Durch das Verfahren des Heidelberger Herstellers werden das Handling mit reinem Sauerstoff, sowie die Lagerung der Sauerstoffflaschen vermieden.
Dank des speziellen hydraulischen Konzeptes mit patentierter Mehrfachdosierung (Mehrpunktdosierung) und Mikroblasen-Reaktor lässt sich die spezifische Ozondosierung reduzieren.
Es gibt weitere Vorteile, die auf Ozon-Effekte zurückzuführen sind, wie beispielsweise der Abbau störender Wasserinhaltsstoffe durch Oxidation. Gleichzeitig bleibt das Niveau der Bakterientätigkeit unverändert, so dass es für die nachfolgende biologische Oxydation verwendet werden kann.
Diese Synergieeffekte lassen sich mit herkömmlichen Verfahren nicht erzielen.
Das ProLySys System steht je nach Einsatzort - ob im Abwasserkreislauf, im Schlammkreislauf oder in beiden Kreisläufen verwendet - in vier Versionen für den direkten Einsatz im Prozess zur Verfügung.

Resumee
Das neue Verfahren von ProMinent führt durch Nutzung der Umgebungsluft und gezielter Dosierung zu einer Reduzierung anfallender Schlammmengen bei minimalem Ozonverbrauch. Im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren kann mit dem Prolysys- System die dazu notwendige Ozonmenge um rund 50% reduziert werden. Betriebskosten lassen sich dadurch einsparen - gleichzeitig wird das Lagern und Hantieren von reinem - hochexplosivem - Sauerstoff vermieden.

System ProLySys zur Behandlung von Überschussschlamm mit Ozon. Im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren kann mit dem Prolysys- System die dazu notwendige Ozonmenge um rund 50% reduziert werden.

Touch Panel des ProLySys zur einfache Bedienung und Überwachung

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
ProMinent Dosiertechnik GmbH, Michael Birmelin,
Im Schuhmachergewann 5-11, 69123 Heidelberg,
Tel. +49 6221 842-270, Fax +49 6221 842-432,
eMail: m.birmelin@prominent.de

Quelle: http://www.prominent.de/Portaldata/1/Resources/_transfer/2010/20100727_7983_100727_PI_Prolysys_Ozon_G.doc

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E+H: Automatisierungslösungen für die Wasser- und Abwasserwirtschaft

In der Informationsbroschüre "Mit System zum Erfolg" erhalten Sie einen umfassenden Überblick über unsere Lösungen für die Wasser- und Abwasserwirtschaft. Gewässermonitoring, Trinkwasser-
aufbereitung, industrielle Abwasseraufbereitung und kommunale Abwasserbehandlung sind die Schwerpunkt-Themen dieser neuen Broschüre. Ergänzt werden diese Inhalte durch Informationen zur erhöhten Anlagenverfügbarkeit während des gesamten Lebenszyklus der Anlage sowie Serviceleistungen rund um die Automatisierungslösungen.

Die Broschüre finden Sie unter:

http://www.de.endress.com

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UAS Messtechnik: Ein Fall für Edelstahl

Geldmangel in Kommunen und Gemeinden kann heute immer öfter beobachtet werden. Dies könnte in Zukunft vermehrt dazu führen, dass anstatt kostspieliger Neubaumaßnahmen verfahrenstechnisch durchdachte Optimierungen an Kläranlagen vorgenommen werden. Denn mit wenigen Einbauten aus Edelstahl in bereits vorhandene Becken und dem Verlegen einiger neuer Leitungen lässt sich unter Umständen die Funktionalität ganzer Anlagenteile komplett umkrempeln. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Anfang des Jahres durchgeführte Umbau der Kläranlage Landshut. Dort wurde der vorhandene Schlammeindicker zum Terra-D-Becken umgebaut. Optional sollte es auch als Terra-N®-Becken genutzt werden können. In diesem von der SÜDCHEMIE AG entwickelten Verfahren wird mit einer Hochleistungsbiologie gearbeitet. Diese kann unter anderem das Ammonium in stark mit dieser Stickstoffverbindung belasteten Abwässern zu Nitrit oxidieren. Sie arbeitet ähnlich wie das Belebungsverfahren mit Belebungsbecken, Nachklärbecken und Schlammrückführung, nutzt dabei aber eine Biofilmtechnologie. Der Biofilm wächst auf sich frei im Becken bewegenden Teilchen aus Bentonit. Die Trägersubstanz wird durch die Belüftung in Schwebe gehalten. Anschließend soll dann im Terra-D-Becken das im bereits bestehenden Terra-N®-Becken erzeugte Nitrit mit Ammonium zu elementarem Stickstoff reagieren (siehe dazu Wasserlinse 10/2009: Turbo in der Abwassertechnik – Terra-N®- Verfahren nutzt Deammonifikation). Im Terra-D-Becken werden die Bentonitteilchen durch den Einsatz einer Mischeinrichtung am Absetzen gehindertDer Grund für den Einsatz dieses Verfahrens ist die Behandlung des anfallenden Zentratwassers im Teilstromverfahren. Das hoch mit Ammonium- Stickstoff belastete Prozesswasser wird also nicht unbehandelt in den Anlagenkreislauf zurückgeführt, sondern separat im Teilstrom behandelt und dann in die Hauptstrombiologie zurückgeführt. Dazu musste der Schlammeindicker in eine Art Belebungsbecken …mehr:

http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_1110/wl11_05.pdf

Kontakt:
UAS Messtechnik GmbH
Verfahrenstechnik, Wasser-, Abwasserbehandlung  

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Südchemie: Teilstrombehandlung auf dem Klärwerk Landshut

Von der Nitrifikation zur Deammonifikation mit dem Terra-N-Verfahren

Die Teilströme aus den Nacheindickern und der Schlammentwässerung werden
auf dem Klärwerk Landshut seit dem Jahr 1998 separat behandelt, um die Stickstoffbelastung
im Hauptstrom zu reduzieren. Die Teilstrombehandlung erfolgte
bisher durch das bentonitgestützte Terra-N-Verfahren. Dabei wird die NH4-
Fracht bis zum Nitrat bzw. Nitrit oxidiert. Nach einer Reihe von Versuchen konnte
nun eine Weiterentwicklung hin zu einer vollständigen Stickstoffelimination
über den Prozess der aeroben Deammonifikation erzielt werden. Die eigens
dafür konzipierte großtechnische Anlage nimmt derzeit (April 2010) ihren Betrieb
auf.
In den Jahren 1999 bis 2001 waren erste Aufälligkeiten hinsichtlich eines Wechsels von einer vollständigen Nitrifikation zur Nitrititation und umgekehrt im provisorischen Terra-NBecken bemerkt worden. Im Oktober 2001 wurde die neue großtechnische Terra-N-Anlage mit geplanter vollständiger Nitrifikation in...mehr:

http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_1110/wl11_04.pdf

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Sera: Effektive Bekämpfung unangenehmer Gerüche

Im Zuge eines Projektes zur Neutralisation von Schwefelwasserstoff im Kanalnetz einer mittelgroßen Gemeinde, hat sera im September 2008 mehr als zehn innovative Dosieranlagen in Betrieb genommen.

In Zusammenarbeit mit einem international tätigen Wassertechnikunternehmen gelang es, eine wirkungsvolle Problemlösung zu entwickeln.

Eine nordrhein-westfälische Gemeinde mit rund 50.000 Einwohnern hatte buchstäblich die Nase voll. Die Belastung durch unangenehme Gerüche aus dem Kanalnetz, insbesondere in der Nähe der lokalen Kläranlage, entwickelte sich zu einem erheblichen Störfaktor.

Das problematische Element

Zahlreiche Abwasserkanal-Netze in Deutschland sind für deutlich höhere Volumina ausgelegt, als inzwischen tat-sächlich benötigt werden.

Geringer Wasserverbrauch und längere Verweilzeiten des Abwassers im Kanalnetz sind allerdings ein idealer Nährboden für die Entstehung von gasförmigem Schwefelwasserstoff - in den Kanalnetzen ebenso wie in Pumpwerken und Druckrohrleitungen. Denn aus schwefelhaltigen Abwasserinhaltstoffen entstehen durch chemische Reaktion hohe Sulfidkonzentrationen - und damit der gasförmige Schwefelwasserstoff.

Der „Gestank" nach faulen Eiern ist bereits bei einer geringen Konzentration von unter 0,15 ppm wahrnehmbar. Zusammen mit der auftretenden Korrosion an der Bausubstanz sind diese „Nebenwirkungen" zwar unangenehm aber noch nicht lebensbedrohlich. Ab 300 ppm
besteht allerdings akute Lebensgefahr.

Im Abwasser eliminierte Sulfide behindern zudem den Prozess der Abwasserbehandlung (Störungen der Biozönose),denn das erhöhte Vorkommen von Schwefelbakterien kann spezielle Fadenbakterien begünstigen und Betriebsprobleme (Flotation) verursachen.

Die besondere Herausforderung

Abhilfe gegen die negativen Auswirkungen von H2S kann mit mehreren Metallsalzlösungen geschaffen werden. Der Betreiber vor Ort entschied sich nach einigen Testmonaten für den Einsatz einer Eisen-II-Chlorid-Lösung - mit dem Wirkstoff FE 2+ und einem pH-Wert von 1.

Weil diese Chemikalie als wassergefährdender Stoff eingestuft wird, waren für den sicheren und sorgsamen Einsatz im bewohnten Gebiet besondere Maßnahmen notwendig.

Betreiber und Kommune legten besonderen Wert auf eine hochwertige und sichere Anlagentechnik, die auch extremen äußeren Einflüssen standhält.

Nebenbei sollte sich die Anlage „unsichtbar" für die Anwohner in das Landschaftsbild einfügen. Auch dieser Herausforderung hat sich sera gestellt.

Das intelligente System

Die Dosieranlagen wurden komplett und anschlussfertig geliefert. Durch das bewährte sera-Plug & Dose-System waren sie nach kurzem Anbinden sofort einsatzbereit. Die Anlagen wurden in einen speziellen Outdoorschrank eingebracht, der sich unauffällig ins Landschaftsbild einfügt.

Die eingebaute Dosierpalette ist mit der neuesten Dosierpumpen-Generation von sera ausgerüstet und mit einer Tropfwanne sowie einer Leckagemeldung ausgestattet.

Eines der Hauptanliegen des Betreibers war die einfache Handhabung und Veränderung des Osterprogrammes. Neben der hochwertigen Motormembrandosierpumpe ist der integrierte Schaltschrank daher mit einer via Key programmierbaren Zeitschaltuhr versehen. Über die einfach zu bedienende Software und den Key, kann die neue Zeitsteuerung im Büro per Computer programmiert werden. Anschließend kann die Software über den Key vor Ort auf die Zeitschaltuhr übertragen werden.

Somit lassen sich die Anlagen optimal an veränderliches Abwasserverhalten anpassen, wodurch teure Chemikalien eingespart werden. Das Eisen-II-Chlorid wird im Pumpenschacht direkt unterhalb der Abwasservorlage durch ein Dosierventil eingegeben, so dass es direkt am Ort der H2S-Entstehung reagieren kann.

Gespeist werden die Anlagen aus im Boden vergrabenen Erdtanks mit 2m³ Volumen. Diese Menge deckt in etwa den Jahresbedarf. Die Erdtanks werden regelmäßig gewartet, sind somit vor Leckagen geschützt und sind mit befahrbaren Deckeln ausgestattet.

Über Schwefelwasserstoff:

Schwefelwasserstoff (H2S) ist ein Gas, das aus der Verbindung von einem Teil Wasserstoff und zwei Teilen Schwefel besteht. Bei der Zersetzung von Proteinen aus schwefelhaltigen Aminosäuren entstehen Fäulnis- und Schwefelbakterien, die den spezifischen strengen Geruch von Schwefelwasserstoff bewirken. Schwefelwasserstoff ist brennbar, stark giftig und kaum in Wasser löslich.

Quelle: http://www.sera-web.com/default.asp?ln=de&UID=4&PID=Q001/1001/1003

 

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VWS-Aquantis: Sedimentationsverfahren ermöglicht Wiederverwendung von biologisch behandeltem Abwasser

Andreas Probst, Jürgen Barthel, Michael Witt

Am Standort eines der größten Werke für Recyclingkarton in Europa werden Faltschachtelkarton für die Verpackungsindustrie und Gipskarton für die Baustoffindustrie hergestellt. Die jährliche Produktionskapazität beträgt 600 000 t, wobei ca. 3,5 m³ Abwassermenge pro Tonne hergestellten Karton anfielen, die nach einer intensiven Reinigung in das Gewässer eingeleitet wurden. Als Direkteinleiter verfügt die Kartonfabrik über eine vollbiologische Abwasserreinigungsanlage. Diese besteht aus einer anaeroben Vorreinigung nach dem UASB-Verfahren mit Biogasgewinnung und einer aeroben Nachbehandlungsanlage. Die Reinigungskapazität der Abwasseranlage liegt bei etwa 50 t CSB pro Tag. Weig-Karton betreibt in Mayen zwei moderne Kartonmaschinen: auf der KM 6 wird Recyclingkarton für die Gipsplattenindustrie sowie Testliner für die Wellpappenindustrie produziert; auf der KM 3 wird Recyclingkarton für die Faltschachtelindustrie hergestellt. Der Standort in Mayen nutzt den Fluss Nette, ein Gewässer zweiter Ordnung mit geringer Wasserführung, zur Wasserentnahme sowie zur Einleitung des biologisch vollgereinigten Abwassers. Da eine Erhöhung der Frischwasserentnahme aus der Nette aus behördlichen Gründen nicht möglich war, musste nach einem Weg gesucht werden, bei dem biologisch gereinigtes Abwasser so aufbereitet wird, dass es in den Wasserkreislauf der Stoffaufbereitungen der beiden Kartonmaschinen zurückgeführt werden kann. Zwei Kriterien bildeten die Voraussetzung für den Einsatz des gereinigten Abwassers…mehr:

http://www.vws-aquantis.com/lib/aquantis/Publikationen/14400,2009-11,WLB-Wasser-Luft-Boden,Acti.pdf  

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Online-Messung von Schwefelwasserstoff im Abwasser

Sulfide stellen eine hoch problematische Stoffgruppe
in Abwassersystemen dar. Die Messung des Sulfidgehalts
in Echtzeit war bis vor kurzem nur unzureichend
oder aber gar nicht möglich. Im folgenden
wird eine Online-Spektrometersonde vorgestellt, mit
der Sulfidionen in der flüssigen Phase und daraus
resultierende Schwefelwasserstoffgehalte zuverlässig
bestimmt werden können. Korrosion von Kanälen, Geruchsbelastung
und Toxizität: Sulfide sind eine der Hauptursachen, die vielen
Betreibern von Kanalisationssystemen Kopfzerbrechen bereiten. Online-
und in-situ-Messungen sind ein wichtiges Werkzeug, um negative
Auswirkungen dieser Stoffgruppe unter Kontrolle zu haben. Dieser Beitrag
beschreibt ein spektrometrisches Verfahren ...mehr:

http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_1110/wl11_10.pdf

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VWS-Aquantis: Biogasgewinnung aus Brauereiabwasser

Anaerobe Vorbehandlung von Abwässern mit hohen CSB-Frachten

Brauereiabwasser eignet sich auf Grund seiner Zusammensetzung sehr gut für biologische Abwasserbehandlungsverfahren. Durch den Einsatz von anaerober Hochlasttechnologie, wie z. B. dem Biobed® Reaktor, werden 70 % bis 85 % der gesamten CSB-Fracht effi zient aus dem Abwasser entfernt und in energiereiches Biogas umgewandelt. Das erzeugte Biogas kann im Kessel der Brauerei zur Gewinnung thermischer Energie oder in einem separaten BHKW zur kombinierten Gewinnung von elektrischer und thermischer Energie genutzt werden. Die in diesem Artikel beschriebenen Anwendungsbeispiele für Biobed® Technologie aus Portugal, Lettland und den USA erreichen einen durchschnittlichen Abbau des gesamten CSB um 75 % bis 80 %.

Einleitung
Die anaerobe Behandlung von Brauereiabwasser ist ein bewährtes und energieeffi zientes Verfahren. Ein niedriger Energieverbrauch, kleine Reaktor Aufstellfl ächen, geringer Chemikalienverbauch und der Wegfall von Schlammbehandlungskosten sind Vorteile dieser Technik gegenüber aeroben Alternativen. Des Weiteren wird durch die anaerobe Abwasserbehandlung Biogas erzeugt, welches in der Brauerei als erneuerbare Energiequelle genutzt werden kann, um einen Teil der fossilen Energieträger zu ersetzen. In diesem Artikel werden drei Fallbeispiele von Brauereien aus verschiedenen Erdteilen beschrieben, die sich für anaerobe Hochleistungstechnologie als Abwasserbehandlungsverfahren entschieden haben.

Biologische Behandlung von Brauereiabwasser
In Brauereien fallen ca. 2–6 hl Abwasser pro hl produziertem Bier an. Der Chemische Sauerstoff bedarf (CSB) des Abwassers schwankt zwischen 2000 und 6000 mg/L mit einem BSB (Biochemischer Sauerstoff bedarf)/CSB Verhältnis von 0,5–0,7. Der CSB besteht überwiegend aus leicht abbaubaren organischen Verbindungen wie Zucker, Ethanol und löslicher Stärke. Auf Grund der guten biologischen Ab - baubarkeit sind biologische Verfahren…mehr

http://www.vws-aquantis.com/lib/aquantis/Publikationen/15432,2010-02,gwf-wasser_Abwasser,Artike.pdf

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Zuverlässige Überwachung der Hauptparameter in einer Kläranlage

Die Messwerte pH und Leitfähigkeit sind in einer Kläranlage wichtige Parameter für die nachfolgende biologische Abwasserbehandlung und müssen deshalb kontinuierlich erfasst und überwacht werden. Um sichere Messwerte zu erhalten, ist die richtige Wahl des Sensors und der Messmethode wichtig.

Abwasserbehandlung

Die Abwasserbehandlung geschieht in Kläranlagen. Dort werden neben mechanischen auch biologische und chemische Verfahren eingesetzt. In der Rechenanlage wird ein großer Teil der groben Stoffe abgefangen. Die aufgefangenen Stoffe nennt man Rechengut oder Siebgut. Im Sandfang sollen schwere Stoffe wie mitgeführte Sandpartikel absinken. Das Wasser fließt hier nur sehr langsam, damit diese Partikel zu Boden sinken können. Die letzte Station der mechanischen Reinigungsstufe sind die Vorklärbecken. Alle im Abwasser noch vorhandenen leichteren Stoffe, die im Sandfang nicht entfernt wurden, sinken hier auf den Boden des Beckens und bilden den sogenannten „Rohschlamm". Während das vorgereinigte Wasser weiter zum Belebungsbecken geleitet wird, wird der Rohschlamm in die Faultürme befördert. Die biologische Reinigung von Abwasser findet in sogenannten Belebungsbecken statt. Bevor das Abwasser in diese Becken gelangt, wird es mit Belebtschlamm versetzt. Dieser beinhaltet eine Unzahl von Mikroorganismen, z. B. Bakterien, die in der Lage sind, die im Abwasser gelösten und fein zerteilten organischen Schmutzstoffe (Kohlenstoff-, Stickstoff- und Phosphorverbindungen) abzubauen. In Nachklärbecken setzt sich der Belebtschlamm ab und wird im unteren Bereich gesammelt. Der gesammelte Schlamm wird abgezogen und gelangt zum Teil als Rücklaufschlamm zurück in das Belebungsbecken, der Rest wird als Überschussschlamm in die Faultürme befördert. Faulung ist die letzte Station der biologischen Reinigungsstufe. Im Faulturm wird der Schlamm stabilisiert. Unter Stabilisierung versteht man den weitestgehend anaeroben Abbau von organischen Verbindungen mithilfe spezieller Bakterien. Diese Bakterien wandeln die organischen Bestandteile des Faulschlamms in Biogas um. Die Messergebnisse der Hauptparameter werden vor Ort angezeigt und ins Prozessleitsystem übertragen. Für die Messung der relevanten Parameter werden Messumformer eingesetzt. Hier eignen sich besonders der JUMO AQUIS 500 pH und der induktive Leitfähigkeitsmessumformer CTI-500 mit entsprechenden Messeinrichtungen.

 pH-Messung in den Kläranlagen

Der pH-Wert ist einer der wichtigsten Parameter für die Überwachung einer Kläranlage. Er wird elektrochemisch mit einer Glaselektrodenmesskette gemessen. Diese pH-Einstabmesskette besteht aus einer pH-sensitiven Glaselektrode und einer Referenzelektrode. Im Kläranlagenzulauf können Öle und Fette vorkommen. Hohe Salzfrachten nach Einsatz des Winterdienstes oder Schmutz und Biowachstum setzen insbesondere der Referenzelektrode einer pH-Einstabmesskette zu. Deshalb haben sich Elektroden mit offenem Ringspalt- oder PTFE-Ring-Diaphragma als Standard der Technik durchgesetzt. Die pH-Messung in der Kläranlage erfolgt mit JUMO tecLine pH-Elektroden mit Ringspalt- oder PTFE-Ring-Diaphragma in Kombination mit dem Messumformer/Regler JUMO AQUIS 500 pH.

Der JUMO AQUIS 500 pH stellt der Leitwarte des Klärwerks den aktuellen pH-Wert. Zusätzlich zur Messfunktion für diesen Wert besitzt das Gerät einen zweiten Messeingang für die Temperatur, welche dann zur Temperaturkompensation der Hauptparameter herangezogen wird. Sie kann mittels Pt100/Pt1000 erfasst und, wenn gewünscht, auch überwacht werden. Der Messumformer/Regler JUMO AQUIS 500 pH kann mit bis zu zwei galvanisch getrennten analogen Istwert-Ausgängen 0(4) ... 20 mA bzw. 0(2) ... 10 V bestückt werden. Diese Ausgänge sind auch als Reglerausgänge konfigurierbar.

Zwei weitere Ausgänge sind mit Umschaltrelais aufrüstbar. Diese Relais erlauben die einfache Grenzwertüberwachung der Kläranlage genauso wie die anspruchsvolle PID-Regelung. Die Ansteuerung von in der Analysenmesstechnik üblichen Steilgliedern (z. B. Ventilen, Magnet-Dosierpumpen) ist problemlos möglich. Dank der Klartextbedienung in Verbindung mit Grafikdisplays ist der Einsatz des Geräts nahezu ohne Betriebsanleitung möglich. Eine Klartextanzeige informiert das technische Personal bei Bedarf über den Zustand der angeschlossenen Elektroden. Der Messverstärker wird in Kläranlagen meist in der Nähe der Messstelle installiert. Deshalb ist ein Vor-Ort-Gehäuse mit entsprechender Schutzart (mindestens IP 67) sinnvoll.

Leitfähigkeitsmessung in den Kläranlagen

Neben dem pH-Wert ist die elektrolytische Leitfähigkeit die häufigste Messgröße in einer Kläranlage. Die Leitfähigkeitsmessung im Kläranlagenzulauf soll eine rechtzeitige Warnung ermöglichen, wenn größere Salzfrachten oder Säuren/Laugen versehentlich den Weg zur Kläranlage gefunden haben. Sie können das empfindliche Biosystem der Anlage behindern und eine Behandlung des Abwassers wäre nicht mehr möglich. Wie bei der pH-Messung können bei der herkömmlichen konduktiven elektrolytischen Leitfähigkeitsmessung durch Schmutzfrachten Messfehler oder Sensorausfälle auftreten. Hier spielt es keine Rolle, ob es sich um das konduktive Zwei- oder Vier-Elektroden-Messverfahren handelt. Idealerweise setzt man daher heute das induktive Messverfahren ein. Es erlaubt eine weitgehend wartungsfreie Erfassung der spezifischen Leitfähigkeit auch bei schwierigsten Mediumsverhältnissen. Im Gegensatz zum konduktiven Messverfahren treten Probleme wie Elektrodenzersetzung und Polarisation praktisch nicht auf. Der induktive Leitfähigkeitsmessumformer JUMO CTI-500 mit einem integrierten Temperatursensor ist besonders geeignet für den Einsatz in Kläranlagen.

Der JUMO CTI-500 ist ein induktiver Leitwert- und Temperaturmessumformer. Zwei integrierte Schaltausgänge können frei zur Grenzwertüberwachung von Leitfähigkeit/Konzentration und/oder Temperatur programmiert werden. Außerdem können Alarm- und Steuerungsaufgaben zugeordnet werden. Für den Einsatz in offenen Behältern oder Gerinnen stehen Eintauchversionen bis maximal 2000 mm Länge mm zur Verfügung. Das Gerät arbeitet praktisch wartungsfrei, es enthält keine Verschleißteile. Der Messumformer CTI-500 ist für den Einsatz vor Ort konzipiert. Ein robustes Gehäuse schützt die Elektronik und die elektrischen Anschlüsse vor aggressiven Umgebungseinflüssen (IP 67). Seine Bedienung erfolgt entweder über Folientastatur und Klartext-Grafikdisplay (Bediensprache umschaltbar) oder über ein komfortables PC-Setup-Programm.

Fazit

Der pH-Wert und die Leitfähigkeit sind in einer Kläranlage wichtige Parameter für die nachfolgende biologische Reinigung, sie müssen deshalb kontinuierlich erfasst und überwacht werden. Die Messergebnisse werden vor Ort angezeigt und ins Prozessleitsystem übertragen. Für den Einsatz in Kläranlagen bietet JUMO eine Vielzahl an Lösungen für die unterschiedlichsten Parameter.

JUMO GmbH & Co. KG
Moritz-Juchheim-Straße 1
36039 Fulda
Tel.: +49 661 6003-0
Fax: +49 661 6003-500
E-Mail: mail@jumo.net
Internet: www.jumo.net 

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"Desi" bringt faulen Schlamm auf Touren

Auf dem Klärwerk der Marktgemeinde Bruckmühl wurde im Dezember 2009
eine elektrokinetische Desintegration (kurz "Desi" genannt) in Betrieb genommen.
Damit wird Überschussschlamm vorbehandelt, um den Wirkungsgrad der
anaeroben Stabilisation im Faulturm zu erhöhen. Die nun vorliegenden ersten
Betriebsergebnisse haben die Erwartungen mehr als erfüllt.

Das Klärwerk Bruckmühl ist eine mechanisch- biologische Kläranlage mit anaerober Schlammstabilisierung, Schlammentwässerung und anschließender Schlammtrocknung. Bisher wurde der anfallende Überschussschlamm aus der biologischen Stufe über ein Siebband mechanisch entwässert und zusammen mit dem Primärschlamm aus der Vorklärung über einen Voreindicker in die Faulbehälter gepumpt. Seit der Inbetriebnahme der elektrokinetischen Desintegration sind die beiden Schlammvolumenströme getrennt, der Primärschlamm aus der Vorklärung wird direkt in die Faulbehälter gepumpt, während der mechanisch eingedickte Überschussschlamm zur weiteren Behandlung in den Voreindicker gelangt. Aus dem Voreindicker wird der eingedickte Überschussschlamm mit einer Exzenterschneckenpumpe auf die Desintegrationseinheit gepumpt. Diese besteht aus drei hintereinandergeschalteten Aggregaten, von denen aus der Schlamm wieder zurück in den Voreindicker geführt wird. Dadurch ist eine mehrmalige Desintegrations- Behandlung des Schlamms gewährleistet, die den Aufschlussgrad nochmals erhöht. Ist das Füllstandsmaximum im Voreindicker erreicht, wird der elektrokinetisch desintegrierte Schlamm in den Faulbehälter gepumpt. Schon alleine der optische Eindruck des behandelten Schlamms hat sich deutlich verändert, aus der flockigen Struktur ist eine homogene Masse entstanden, ein Beweis dafür, dass Flockenverbände aufgebrochen werden. Ebenfalls hat sich der Geruch des Schlamms deutlich verändert, vom üblichen "Belebtschlammgeruch" zu einer "stinkenden Brühe", ebenfalls ein Zeichen dafür, dass Zellinhaltsstoffe aus der Zelle ausgetreten sind.

Quelle: http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_1110/wl11_09.pdf

Autor:
Andreas Zacherl
SÜD-CHEMIE AG
D-85368 Moosburg

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Schachtsiebanlage RoK 4 heute weltweit bereits über 400 Mal im Einsatz

Pumpwerke bzw. Hebeanlagen können oftmals die Wirtschaftlichkeit eines Entwässerungssystems entscheidend verbessern, da diese verstreut liegende Zuflüsse sammeln und in eine zentrale Kläranlage fördern. Alternativ werden diese Anlagen dort eingesetzt, wo Abwasser auf ein höheres Niveau angehoben wird, damit es anschließend im Freispiegelabfluss weitergeleitet werden kann.
Jedoch führen die im Abwasser enthaltenen Feststoffe oftmals zu unerwünschten Nebenerscheinungen, wie z. B. Verstopfung der eingesetzten Förderaggregate und zur Verzopfung der zusätzlich vorhandenen Einbauten im Pumpenschacht. Aus diesem Grunde wurde von HUBER bereits vor vielen Jahren die bewährte und patentierte Schachtsiebanlage RoK 4 entwickelt, welche sich heute bereits über 400-fach im weltweiten Einsatz befindet. Diese Siebanlage schützt die vorhandenen Förderaggregate und garantiert somit einen störungsfreien Betrieb der entsprechenden Pumpwerke.
Für einen völlig neuartigen Einsatzfall dieser Schachtsiebanlage sorgte eine Anfrage des Ingenieurbüros Raunecker aus Burghausen, dem die Planung für einen Austausch des vorhandenen Kletterrechens auf der Kläranlage Reischach oblag. Dieser, über 20 Jahre alte Rechen, sollte nun kurzfristig gegen einen möglicherweise neuen Kletterrechen ausgetauscht werden. Als Randbedingungen waren eine Gerinnebreite von 500 mm, ein Spaltabstand von 6 mm sowie eine Zulaufmengenbegrenzung von 16 l/sec gegeben. Im Rahmen der Vorplanung wurden dem Ingenieurbüro Raunecker seitens HUBER verschiedene Vorschläge für den Einsatz von bewährten Zulaufrechen mit entsprechender Peripherie unterbreitet, welche für diesen Einsatzfall zweckdienlich erschienen. Die nachfolgende Funktionalausschreibung, in welcher der wesentliche Leistungsumfang beschrieben wurde, konnte nebst der konventionellen Lösung durch einen Alternativvorschlag erfüllt werden. Als Alternativlösung ...mehr:

http://www.huber.de/de/huber-report/ablage-berichte/rechen-und-siebe/schachtsiebanlage-rok-4-heute-weltweit-bereits-ueber-400-mal-im-einsatz.html?popup=1

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Huber: Kompaktanlage Ro 5HD: Aus der Praxis, für die Praxis

ROTAMAT® Kompaktanlage mit Hydro-Duct Ro 5HD
Die vor 3 Jahren in den Markt eingeführte und mittlerweile patentierte ROTAMAT® Kompaktanlage Ro5 HD mit dem „Hydro-Duct"-System hält, was sie verspricht. Vorteile, welche dem Kundennutzen und somit direkt dem Betreiber dienen, wurden intelligent in diese Anlage gepackt.
Kompaktanlagen sind standardisierte Systeme zur mechanischen Abwasser-behandlung und vereinen Rechenanlage, Rechengutbehandlung, Sandfang, Sandklassierung und Fettfang in einer Anlage. Grundsätzlich werden diese konfektionierten Systeme in Werkstoff Edelstahl gefertigt und kommen vor allem in kleinen und mittleren Kläranlagen zunehmend zum Einsatz.
Die Vorteile liegen auf der Hand:
• geringe Investitionskosten
• kleiner Footprint, d.h. geringe Aufstellungsfläche
• kein Einfluss der Witterung (Frost)
• keine Geruchsemissionen in die Atmosphäre
• geringe Kosten für Infrastrukturmaßnahmen
• keine zusätzliche Sandklassierung
• geringe Wartungs- und Instandhaltungskosten
Der Abwasserzulauf erfolgt generell immer 90° versetzt zum Sandfangsystem, um eine günstige Anströmung des Sandfanges zu ermöglichen. Als Rechen werden dabei generell die bewährten ROTAMAT®-Systeme eingesetzt. Die Behandlung des abgeschiedenen Rechengutes wird mit der 1000-fach erprobten integrierten Rechengutauswaschung (IRGA) durchgeführt. Nachfolgend wird das Rechengut im ROTAMAT®-System gepresst. Standardmäßig ist vor dem Rechen ein Notüberlauf integriert. Außerdem kann zu Wartungszwecken das gesamte Abwasser über eine Notumgehung komplett an der Anlage vorbeigeführt werden.
Installierte Ro 5HD: „Einfach eine saubere Sache"
Das nachfolgende „Hydro-Duct"-System ist eine Kombination aus einem belüfteten und einem unbelüfteten Sandfang und nützt alle Vorteile beider Sandfangtypen aus. Aufgrund des innovativen „Hydro-Duct"-Systems kann deshalb zur Erzielung einer effektiven Abscheideleistung ...mehr:

http://www.huber.de/de/huber-report/nach-produkten/rechen-fein-und-feinstsiebe.html

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Passavant: Optimierungs-Ressourcen erschließen

Steuerung der Klärschlammentwässerung mit Filterpressen

Die Entwässerung von Klärschlamm zählt zu den kostenintensiven Verfahrensstufen
der Abwasserbehandlung und der erreichte Entwässerungsgrad
beeinflusst außerdem die Entsorgungskosten maßgeblich. Daraus resultiert
die Notwendigkeit einer verfahrenstechnisch optimalen Prozessführung
des jeweiligen Trennverfahrens. Dies gilt besonders für Kammerfilterpressen,
um deren Vorteile bezüglich Trennschärfe und Polymerverbrauch
auch wirtschaftlich auszunutzen.
Kammerfilterpressen sind diskontinuierliche
Druckfilter. Die Erzeugung der notwendigen
Druckdifferenz erfolgt über externe
Pumpen. Durch die anwachsende Kuchenschicht
muss dabei ein zunehmender hydraulischer
Widerstand überwunden werden.
Daraus resultiert ein Druckanstieg, der nur
bei relativ gut filtrierbaren Produkten dem
spontanen Selbstlauf, d. h. der ungeregelten
Pumpenkennlinie, überlassen werden kann.
Bei vielen Anwendungen ist es dagegen
erforderlich, den Druckanstieg im Prozessverlauf
nach einer Anfangsphase zu begrenzen,
vor allem bei Schlämmen, die
hoch kompressible Filterkuchen bilden, eine
Flockenstruktur mit begrenzter Festigkeit
aufweisen sowie eine breite, heterogene
Primär-Korngrößenverteilung zeigen. Typische Beispiele für derartige Stoffsysteme
sind polymerkonditionierte Klärschlämme.
Bei zu schnellem Druckanstieg lösen
sich Primärteilchen aus den Flocken und es
vollziehen sich innere Teilchenumlagerungen
in der abgelagerten Flockenschicht.
Das Ergebnis ist eine interne Porenverstopfung
und damit klebende und schlecht entwässerte
Filterkuchen.
Bei der Entwässerung polymerkonditionierter
Klärschlämme mit Kammerfilterpressen
ist somit eine Kompromisslösung zu
finden. Eine zu schnelle Beschickung der Filterpresse
führt zu unbefriedigenden Trennergebnissen
als Folge eines progressiven
Druckanstiegs. Eine zu langsame Befüllung
hingegen verlängert die Filtrationszeit und
begrenzt somit die Durchsatzkapazität. Unter
Beachtung dieser gegenläufigen Einflussfaktoren
steuern und überwachen moderne
Beschickungsrechner den Füllvorgang
von Filterpressen.
Anforderungen
Bei der Entwicklung des Passavant-Beschickungssystems
„Fill-Control" sind langjährige
Erfahrungen als Pressenhersteller, Kundenhinweise
und wissenschaftliche Grundlagen
berücksichtigt worden. Die Beschickungssteuerung
erfolgt als Kombination
mehrerer Füllvarianten:
Bereich I Beschickung bei konstantem
Durchsatz
Im anfänglichen Niederdruckbereich ist die...mehr:

http://www.passavant-geiger.de/data/pool/d544916207.pdf?PHPSESSID=1b183514f03e29f57eda6c7216a8191d

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Genauigkeit von Durchflussmessungen in der Praxis

Ein Erfahrungsbericht 

Durchflüsse zu messen ist ein in der betrieblichen
Praxis schon immer vorhandener, aber in Zeiten der
Prozessoptimierung und Energieeffizienz aus Abrechnungs-
oder Kostengründen ein immer häufiger
geforderter Punkt. Im ersten Moment scheinbar kein
Problem, finden sich doch dazu bei der Suche im Internet
schnell über 100.000 Einträge. Auch in puncto
Genauigkeit scheinen keine Wünsche offen zu bleiben.
Von verschiedenen Herstellern werden ganz allgemein
Genauigkeiten offeriert, die schnell im 0,..%
Bereich liegen. "Eine feine Sache, da kann ja nichts
mehr schief gehen" - denkt der Kunde .... und irrt
leider viel zu oft! 

mehr unter:
http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_1110/wl11_06.pdf

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ARA Mühlbachl: Neuer Weg der Abwasserreinigung

Die Zeichen der Zeit erkennen und auf neue Technik setzen

Die auf der ARA Mühlbachl vorhandene mechanische Vorreinigung konnte die Anforderungen, aus heutiger Sicht und verfahrenstechnischer Notwendigkeit nicht mehr erfüllen. Aus diesem Grunde wurde im Jahr 2000 das Ingenieurbüro Sprenger Altrans durch den AWV unteres Wipptal - ARA Mühlbachl beauftragt, die Abwasserbehandlung mit einer zeitgemäßen Anlage zu planen, die sich auf dem neuesten Stand der Technik befindet.
Nach Umsetzung der Planungsarbeiten sowie Erstellung der Ausschreibungen wurden nachstehende Aggregate der Fa. HUBER AG in die Konzeptionierung aufgenommen:
• Siebanlage 1000/3. Mechanische Abwassersiebung mit 3mm Spaltweite unter Berücksichtigung der besonderen Zulaufsituation, d. h. Mischwasserzulauf mit sehr hohen Fett-, Sand-, Splittanteilen.
• Auswaschung und Entwässerung des anfallenden Rechengutes
• Sandwaschanlage
• Schlammeindickungungsanlage
Im Jahr 2001 erhielt unser Unternehmen auf Grundlage der Ausschreibung den Auftrag für die Lieferung und Montage der Maschinen- und elektrotechnischen Ausrüstung. Für die vorgenannte Aufgabenstellung haben wir folgende Anlagenkomponenten eingesetzt:
1. HUBER ROTAMAT® Siebanlage Ro 2
Zur mechanischen Vorreinigung wurde eine leistungsstarke ROTAMAT® Siebanlage Baugrösse 1000 mit 3 mm Spaltweite eingesetzt. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass hier im Vorfeld schon eine Siebanlage Ro 2 1000/2 mm Spaltweite seit dem Jahr 1994 im Einsatz war. Diese Anlage, welche schon über 22.000 Betriebsstunden problemlos betrieben wurde, wird nun als Stand-by Gerät eingesetzt. Die eingesetzte Siebanlage bietet durch die Verwendung eines Spaltsiebes und die konstruktive Einbaulage des Siebkorbes höchste Sicherheit in puncto Abscheideleistung. Ferner bietet dieses System neben dem besonderen niedrigen hydraulischen Widerstand auch noch den Vorteil einer berührungslosen, so?mit einer nahezu verschleißfreien Siebräumung. Diese Konstruktionsmerkmale machen die ROTAMAT®-Siebanlage auch bei Einsatzbedingungen mit Sand-, Splitt-, und hohen Rechengutbelastungen zu einem sicheren Siebsystem, das dauerhaft zuverlässig und störungsfrei arbeitet.
Weiter ist die Siebanlage selbstverständlich mit einer integrierten Rechengutwäsche (IRGA) und einer automatisch integrierten Rechengutpresse ausgestattet. Die integrierte Rechengutwäsche besteht aus Feinspülung im Steigrohr sowie einer Grobspülung im Siebkorbbereich. Die Rechengutpresse befindet sich vor dem Auswurfbereich und ist ausgestattet mit einer automatischen Presszonenspülung.
Ergebnisse:
- Zulaufmenge 150 l/s
- Entwässerung des Rechengutes ca. 40 % TR
- Organischer Auswaschgrad=>95 %.
2. HUBER- COANDA- Sandwaschanlage RoSF 4
Die leistungsstarke Anlage, welche nach dem Coandaprinzip sowie Aufstromverfahren arbeitet und so im Rundsandfang abgesetzte Kanalsande problemlos verarbeitet. Die Anlage überzeugt durch die kompakte Bauweise sowie durch die Kombination Sandklassierer und Sandwäsche in einer Maschine.
Die Funktionstüchtigkeit sowie Erbringung der garantierten Werte untermauern die weit über 600 in Betrieb befindlichen Anlagen.
Leistungsdaten:
- Durchsatzleistung 8 l/s für max. 1 t/h Rohmaterial
- Glühverlust des gewaschenen Sandes <2 %
- Abscheideleistung vom Sand Korngrösse 0,2 mm > 95 %
- Trockensubstanz des ausgetragenen Sandes > 90 % TR.
Mit diesen Ergebnissen werden die Anforderungen für eine Deponierung bzw. die Vorraussetzung für Wiederverwertung und damit zur Nutzung als Rohstoff geschaffen. Darüber hinaus werden die Entsorgungskosten erheblich reduziert.
3. ROTAMAT® Scheiben-Eindicker RoS 2S
Die innovative Neuentwicklung zur Schlammeindickung.
Die Einfachheit und Effizienz des Systems begeistert die Betreiber. Besonders ist hier zu beachten, dass ohne besonderen Wartungsaufwand ein problemloser 24 Stundeneinsatz möglich ist. Aus nachfolgend dargestellten Betriebsergebnissen ist ersichtlich, dass der anfallende Überschussschlamm mit minimalsten Verbrauchsmitteln betrieben werden kann. Beim System Scheiben-Eindicker handelt es sich um eine schräg installierte, sich langsam drehende Filterscheibenkonstruktion. Die Filterscheibe ist in einem geschlossenen Edelstahlbehälter eingebaut. Die Filterscheibe unterteilt den Behälter in einen Arbeitsbereich Feststoffaufkonzentrierung des Schlamm / Flockengemisch und in einen Filtratsammelbereich. Der vorgeflockte Schlamm fliesst aus dem Flockungsreaktor auf die Oberfläche der Filtratscheibe. Das freigesetzte Filtratwasser dringt durch das Maschengewebe von 0,25 mm und fliesst frei ab.
Die verbleibenden Schlammflocken konzentrieren sich durch die Drehbewegung sowie eingebauten Schikanen zu der verbleibenden Feststofffracht, welche im oberen Bereich des Scheiben-Eindickers per Abstreifsystem in den Dickschlammvorlagebehälter transportiert wird. Der Hauptvorteil des Systems Scheiben-Eindicker besteht im Wesentlichen ...mehr:

http://www.huber.de/de/huber-report/nach-loesungen/klaeranlagen.html

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HUBER Abwasserwärmetauscher als Beckenversion RoWinB

Der HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin ist in seiner Art einzigartig. Er vereint auf geniale Weise einen hervorragenden Wärmeübergang mit einer automatischen Abreinigung der Wärmeaustauscherfläche und sorgt durch eine Räumschnecke selbst-ständig für den Austrag von Sedimen-ten. Er ist daher für alle denkbaren Abwässer einsetzbar. Hierbei sei kommunales Abwasser als die häufigste Art erwähnt. Die Entnahme dieses „Rohstoffes" findet direkt am Kanal bzw. nach der mechanischen Reinigung auf der Kläranlage statt.

Die Wärmeenergie des Abwassers geht auf einer Kläranlage aber keineswegs verloren. Zwar steht das Abwasser in diversen Becken mit kalter Umgebungsluft in Kontakt, erfährt aber durch verschiedene Prozesse ebenso eine Erwärmung. Allgemein betrachtet kann also davon ausgegangen werden, dass das gereinigte Wasser mit einer verhältnismäßig hohen Temperatur dem Vorfluter zugeleitet wird.

Aufgrund der biologischen Stufe ist im Zulauf eines Klärwerks noch eine gewisse Mindesttemperatur einzuhalten. Im Auslauf hingegen ist eine geringe Temperatur sogar erwünscht, da der Eintrag von Wärme in das Vorflutersystem einen nicht unerheblichen Beitrag zur Eutrophierung leistet. Daher sind im Auslauf einer Kläranlage einem hohen Energieentzug keine Grenzen gesetzt. Was liegt daher mehr auf der Hand als die Energie des Abwassers im Ablauf einer Abwasserbehandlungsanlage zu entziehen.

Selbstverständlich ist der HUBER Abwasserwärmetauscher RoWin auch dieser Aufgabe gewachsen. Aber eine Sedimentaustragschnecke scheint hier nicht nur dem geschulten Blick eines Fachmannes fehl am Platze. Auf diese kann deshalb bei einer Nutzung des Kläranlagenauslaufes verzichtet werden.

Selbst wenn der Auslauf der Kläranlage alle erforderlichen Parameter betreffend seiner Inhaltsstoffe einhält, is...

mehr: http://www.huber.de/de/huber-report/ablage-berichte/energie-aus-abwasser/huber-abwasserwaermetauscher-als-beckenversion-rowinb.html?popup=1

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Belüftungsregelung mit SC 1000: Energie -20 % und Nges <5 mg/l 

„Wenn wir abends nach Hause gehen, wollen wir auch das Gefühl haben,
erfolgreich für die Umwelt gearbeitet zu haben", sagt Harald Heins,
Betriebsleiter der Kläranlage in Harsefeld (Niedersachsen, Deutschland). Bei
Nges <5 mg/l und einem CSB von 30 mg/l im Ablauf darf er auch mit einem
guten Gefühl nach Hause gehen. Seit Frühjahr 2007 reduziert seine Belüftungsregelung
auf SC 1000-Basis zudem die Betriebsstunden der
Belüftungswalzen um bis zu 20 %. „Obwohl wir in den nächsten Jahren ein
Prozess-Leitsystem installieren werden, bleibt es bei dieser kleinen, funktionierenden
Einheit. Warum sollten wir daran etwas ändern?"

Vom Anfang bis zum SC 1000 Drei Bauabschnitte in den Jahren 1975, 1988 und 2000 erlebte die Kläranlage in Harsefeld. Zunächst für 9.000 Einwohner-Gleich-Werte (EW) ausgelegt, durchlief das Abwasser rasch die Rechenanlage, einen Rund-Sandfang und ein Belebungsbecken mit anschließender Nachklärung. 1988 mussten 16.000 EW gereinigt werden und es wurden ein Lang-Sandfang, eine vorgeschaltete Denitrifikation und ein zweites Nachklärbecken nötig. Erst im Jahre 2000 erreichte diese Anlage ihre heutige Größe mit Vorklärung, einem dritten Nachklärbecken und vollständiger Schlammbehandlung bis hin zum Block- Heiz-Kraft-Werk. Mit einer Auslastung von 23.000 EW – knapp unterhalb der Maximalbelastung – stieß die Leistungsfähigkeit der Belüftungsregelung 2007 an ihre Grenzen. Zwar waren die Ablaufwerte von Ammonium (1–2 mg/l NH4-N) und Nitrat (5–7 mg/l NO3-N) ausreichend niedrig, aber...

mehr unter: http://www.hach-lange.de/shop/action_q/download%3Bdocument/DOK_ID/14786594/type/pdf/lkz/DE/spkz/de/TOKEN/zDmAZpMxKLp4UUNfuyp6xGFjs7o/M/U2Ji3A

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Ensola Systems: Niedrig Energie Desintegration mittels Hochspannung

Die Hochspannungs - Desintegration ist ein Verfahren, bei dem mittels Hochspannungsimpulsen von bis zu 30‘000 V die Zellwände im Klärschlamm zerstört werden. Durch elektro - hydraulische Vorgänge (Druck- / Schockwellen) die sich durch den elektrischen Durchschlag in schlecht leitenden Medien - wie einer Schlammsuspension - bilden, wird die Zellmembran perforiert und die Zellflüssigkeit tritt aus. Der Aufschlussgrad richtet sich nach der Kontaktzeit zwischen den Elektroden
Das Verfahren wird mittels Elektrode zur Schlammdesintegration eingesetzt und verspricht einen höheren Abbau von organischer Substanz. Einige Anlagen werden erfolgreich in Deutschland betrieben.
Die Hochspannungsdesintegration verändert die Schlammstruktur und verbessert die Entwässerbarkeit des Faulschlamms.
Die Methode gilt als besonders Kostengünstig. Die Investition ist deutlich günstiger als alternative Verfahren mittels Ultraschall, Kavitation oder Temperatur. Zudem sind die Betriebskosten bei einem Bruchteil aufgrund des schonenden Ressourceneinsatz von einigen hundert Watt.
Installation und Einsatzort werden durch Ensola Techniker optimal geplant.

Leistung
Durch die Desintegration erhöht sich der Abbau der organischen Substanz. Dadurch werden folgende vorteile erzielt:
• Erhöhung der Biogasausbeute
• Verringerung der zu entsorgenden Schlammenge
• Einsparung and Flockungsmitteln
• Reduzierung von Schaum sowie Schwimm- und Blähschlamm, durch den Zerschlag fadenförmiger Mikroorganismen
• Verringerung der Viskosität des Schlamms - Verbessertes Handling 

Quelle: http://www.ensola.com/cms/index.php/de/systems/96 

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Eko-plant: Neue Klärschlammvererdungsanlage in Lumda steht kurz vor der Inbetriebnahme

Bepflanzung als letzten Schritt durchgeführt
Bereits im Jahr 2007 wurde die Entscheidung gefällt, die Klärschlammbehandlung der Kläranlage Lumda des Abwasserverbandes Ohm-Seenbach zu modernisieren. Sie ist für die Grünberger Stadtteile Lumda - Stangenrod und Beltershain sowie für den Mücker Ortsteil Atzenhain zuständig.
Der Grund für diese langfristige Investition waren die steigenden Anforderungen bei der Klärschlammbehandlung und -verwertung, insbesondere im Hinblick auf Kostenstabilität und Verwertungssicherheit vor dem Hintergrund der Diskussion über die Zukunft der landwirtschaftlichen Ausbringung von Klärschlamm. Mit dem sowohl umweltfreundlichen als auch wirtschaftlichen Verfahren der Klärschlammvererdung wurde letztendlich die passende Lösung für die Zukunft gefunden.

Am 19. Juni 2009 erfolgte nun als eine der letzten notwendigen Maßnahmen vor Inbetriebnahme der neuen Anlage der Beginn der Bepflanzung der drei 0,75 ha großen Beete. Der Vorsteher des Abwasserverbandes Ohm-Seenbach Herr Bürgermeister Weitzel der Gemeinde Mücke sowie dessen Stellvertreter Herr Bürgermeister Ide der Stadt Grünberg haben an diesem Tag mit Unterstützung von Sabine Bork, der Geschäftsführerin des Abwasserverbandes, Projektsteuerer Armin Uhrig und Karl-Toni Zöller von der ausführenden Firma Eko-Plant symbolisch die ersten Pflanzen gesetzt.

Die Vorgeschichte

Bei der Reinigung von Abwasser entsteht Klärschlamm mit einem hohen Wasseranteil. Seit 2006 fielen in der Kläranlage Lumda im Schnitt 2.200 m³ dieses Nassschlamms mit einem Wassergehalt von 94-98% an. Durch das geringe Lagervolumen der vorhandenen Behälter war es nicht möglich, die gesamte Schlammmenge landwirtschaftlich in nasser Form auszubringen. Deshalb musste rund die Hälfte des anfallenden Schlamms zum Pressen nach Nieder-Ohmen transportiert werden. Der so entwässerte Schlamm wurde wiederum in der Landwirtschaft verwertet. Die gesamten Bruttokosten für dieses Verfahren betrug im Jahre 2007 32.344,13 Euro. Davon entfielen 19.072,13 Euro auf die Verwertung von 1.100 m³ Nassschlamm in der Landwirtschaft, 9.654,40 Euro auf den Transport von 1.228 m³ Nass-schlamm nach Nieder-Ohmen und 3.617,60 Euro auf dessen Weiterverarbeitung und Verwertung in der Landwirtschaft.
Vor diesem Hintergrund hat sich der Abwasserverband Ohm-Seenbach bereit 2005 entschlossen, sich über eine Studie Möglichkeiten aufzeigen zu lassen, die zu einem kostengünstigeren und verwertungssichereren Weg für die Zukunft führen. Dazu wurden einerseits durch das Ingenieurbüro Olsen verschiedene Möglichkeiten berechnet, mehr Schlamm landwirtschaftlich zu verwerten, um den Transport nach Nieder-Ohmen zu minimieren. Andererseits hat die Firma Eko-Plant den konventionellen Schlammbehandlungsmethoden den Bau einer Klärschlammvererdungsanlage gegenübergestellt. Nachdem die Verbandver-sammlung im April 2007 zwei Referenzanlagen besichtigt hat, stimmte sie im Mai 2007 der Systematik „Klärschlammvererdung" zu. Mit Hilfe eines Projektsteuerers, der Ingenieurgesellschaft Müller aus Schöneck, sowie einer angesehenen Anwaltskanzlei wurde das komplizierte Vergabeverfahren durchgeführt und der Auftrag im Oktober 2008 letztendlich an die Firma Eko-Plant für einen Pauschalbetrag von 583.100 Euro vergeben, nachdem im Mai 2008 nach der Genehmigungsplanung durch das Ingenieurbüro Infu der Landrat des Kreises Gießen die Baugenehmigung erteilt hatte.

Ab Mitte 2009 wird nun der Klärschlamm der Kläranlage Lumda in die bepflanzten Schilfbeete eingeleitet statt wie bislang direkt landwirtschaftlich ausgebracht. Für diesen Entwässerungsprozess werden natürliche Kräfte genutzt, die auch bei einer Kompostierung wirken. Die Vorgänge laufen jedoch in großem Maßstab und technisch gesteuert ab.
Der flüssige Schlamm verteilt sich in den Beeten und sickert dabei langsam durch die Wurzelschicht, über der die Feststoffanteile zurückgehalten werden. Durch Sonneneinstrahlung und die Verdunstungsleistung des Schilfs wird der Entwässerungsvorgang zusätzlich gesteigert. Gleichzeitig versorgt das Schilf die Bodenorganismen mit Sauerstoff, die den Schlamm langsam zu Klärschlammerde umbauen. Durch den Abbau von organischen Anteilen im Klärschlamm weist dieses Verfahren eine im Vergleich zu anderen Schlammbehandlungsverfahren deutlich verringerte Restmenge auf. Darüber hinaus ist Klärschlammerde geruchsneutral und bietet höchstmögliche Verwertungssicherheit für den Betreiber.
Quelle: http://www.eko-plant.com/cms/content/view/142/106/lang,de/

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Mikroschadstoffe im Focus der Abwasserreinigung

Gelöster Sauerstoff wird radikal
Die allgegenwärtige Präsenz von anthropogenen Spurenstoffen in unserer Umwelt
und vor allem in aquatischen Systemen, ist besorgniserregend. Die Problematik
trifft mittlerweile in der Öffentlichkeit auf breites Interesse und wird
in einer Vielzahl von Seminaren, Tagungen und Fachzeitschriften thematisiert.
Zudem haben Fachverbände, Universitäten und Unternehmen Untersuchungen
und Forschungsvorhaben ins Leben gerufen, mit dem Ziel, Mikroschadstoffe
primär zu vermeiden bzw. aus Wasser- und Abwasser zu entfernen. Auch die
SÜD-CHEMIE AG engagiert sich beim Thema Spurenstoff-Entfernung mit einem
eigenen Forschungsprojekt.

Aktuelle Situation

In Deutschland wurden in den letzten
Jahrzehnten enorme Fortschritte
in der Abwasserreinigung erreicht.
Besorgnis erregen derzeit jedoch vor
allem anthropogene Spurenstoffe,
die zunehmend in der aquatischen
Umwelt gefunden werden, wie
Pestizide
Veterinär- und Humanpharmaka
Komplexbildner (EDTA)
Röntgenkontrastmittel
PFT
Viele dieser Substanzen sind nicht
nur in Oberflächengewässern, sondern
auch im Trinkwasser nachweisbar.
Zwar kann das Trinkwasser in
Deutschland noch bedenkenlos aus
dem Wasserhahn gezapft werden,
trotzdem sehen Fachleute Handlungsbedarf.
So können heute schon im
Trinkwasser u. a. Diclofenac, Röntgenkontrastmittel,
Ibuprofen, Blutfettlipidsenker
und Antirheumatika nachgewiesen
werden. Mit dem Fortschritt
der modernen instrumentellen Analytik
werden auch immer mehr Substanzen
entdeckt und analytisch greifbar
- und rücken damit in das Interesse
der Öffentlichkeit.
Breite Resonanz in der
Öffentlichkeit
Aktuell wird in einer Vielzahl von Seminaren,
Tagungen und Fachzeitschriften
gerade diese Problematik
thematisiert. So fand sich beispielsweise
im März dieses Jahres ein Themenblock
mit der Überschrift "Mikroschadstoffe
in der aquatischen Umwelt"
als Schwerpunkt ...den ganzen Bericht lesen Sie unter:
http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_1009/wl10_sauerstoff.pdf
Essener Tagung für Wasser- und Abfallwirtschaft

Autor:
Dr. Franz Xaver Müller
SÜD-CHEMIE AG

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Kläranlage Hutthurm: Bayerns größte Membranbelebung in Betrieb

Im September 2008 nahm der Markt Hutthurm mit seiner Kläranlage die derzeit größte und modernste Membranbelebung des Landes in Betrieb. Bis zu 22.000 EW können aktuell von der Kläranlage bewältigt werden.
Auch in Punkto Kläranlagensteuerung setzt Hutthurm auf neue Entwicklungen und entschied sich für die H2Ortner Steuerung NiDeEco die von der Firma Meusel Elektrotechnik eingebaut wurde. Ziel ist es mit der NiDeEco die Stickstoff Ablaufwerte zu optimieren und das bei möglichst niedrigem Energiebedarf.

So liefert H2Ortner in Zusammenarbeit mit der Firma Meusel Elektrotechnik in Passau einen Baustein zum Sonderprogramm der bayerischen Staatsregierung für eine saubere ...mehr unter:

http://www.h2ortner.com/index.php?rubrik=news&seite=news_lang&action=uebersicht&id=70&kurz=Die Kläranlage Hutthurm nimmt Bayerns größte Membranbelebung in Betrieb.

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Optimierung der Klär- und Biogaserzeugung durch Desintegration im elektrischen Feld

Bei der anaeroben Behandlung von Schlämmen in Kläranlagen ist es besonders
wichtig, auch die Zellinhaltsstoffe zur Faulgasgewinnung zu nutzen - vor allem
bei Überschussschlämmen und Substraten für Biogasanlagen. Das Verfahren
der Desintegration im elektrischen Feld macht das möglich. Seit kurzem wird
diese innovative Technologie von der SÜD-CHEMIE AG angeboten, die ersten
Desintegrationsaggregate befinden sich bereits im Einsatz.
Effektive Schlammverwertung und Kostenreduzierung

Durch die biologische Aktivität kann
nur ein Teil der Zellinhaltsstoffe zur
Faul- oder Biogaserzeugung genutzt
werden. Auf Grund der Struktur beziehungsweise
Beschaffenheit der Zellmembranen
ist oftmals ein biochemischer
Aufschluss nicht oder nur
nach langer Behandlungsdauer möglich.
Somit steht das in der Zelle gebundene
Substrat zur Gaserzeugung
nicht zur Verfügung.
Durch die Desintegration im elektrischen
Feld werden Zellmembranen
mechanisch geschwächt und porös,
Zellverbände werden aufgetrennt
eine größere Angriffsoberfläche für
die biochemischen Reaktion steht zur
Verfügung.
Damit kann dann der Zellinhalt zur
Gaserzeugung genutzt werden. Darüber
hinaus reduziert die Behandlung
den Schlammanfall (Output),
was sich im Gesamtsystem "anaerobe
Schlammbehandlung - Biogaserzeugung"
positiv auf die Kosten für
Transport und Entsorgung auswirkt... den ganzen Bericht lesen Sie in:www.die-wasserlinse.de Ausgabe 10/2009

Weitere Informationen zum aktuellen
Stand der Tests sowie zu den Einsatzkonditionen
erfahren sie beim Autor
bzw. über die SÜD-CHEMIE AG.
Autor:
Andreas Zacherl
SÜD-CHEMIE AG

Quelle: http://www.sud-chemie.com/scmcms/web/content.jsp?nodeId=7516⟨=de

 

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Turbo in der Abwassertechnik – Terra-N -Verfahren nutzt Deammonifikation

Bereits in den 80er Jahren wurden Bakterien entdeckt, die heute den klassischen Stickstoffabbau in Klärwerken revolutionieren – anaerobe Ammonium- Oxidierer wie z.B. das Bakterium Candidatus Brocadia anammoxidans. Bisher muss in Klärwerken der im Abwasser enthaltene Ammoniumstickstoff (NH4-N) unter hohem Energieaufwand zunächst zu Nitritstickstoff (NO2-N) und dann zu Nitratstickstoff (NO3-N) oxidiert werden – um anschließend durch Zugabe von Kohlenstoff zu elementarem Stickstoff (N2) umgewandelt werden zu können . Die dazu nötige Energie beziehungsweise die dadurch anfallenden Betriebskosten sind erheblich. Anammox-Reaktion senkt Prozesskosten und CO2-Emissionen, Anammox senkt Sauerstoffbedarf, Stromverbrauch und letztlich Prozesskosten. Die Betriebskosten in der Teilstrombehandlung zur Stickstoffelimination könnten durch den Einsatz der sogenannten Anammox-Reaktion um bis zu 90 % gesenkt werden. Denn der Stromverbrauch (und damit die CO2-Produktion) durch die benötigte Belüftung in der Nitrifikationsstufe beziehungsweise die Kohlenstoffveratmung in der Denitrifikationsstufe sinken deutlich. "Anammox" ist ein Kunstwort, das sich aus den Begriffen "Anaerobe" und "Ammoniak-Oxidation" zusammensetzt. Die anaerobe Ammoniak- Oxidation ist ein biologischer Vorgang aus dem Bereich des Stickstoffkreislaufes. Wie der Begriff schon andeutet, ist die Anammoxidation ein Oxidationsvorgang, der ohne Sauerstoff (anoxisch) abläuft. Dabei wird Ammonium (NH4 ) mit Nitrit (NO2 ) unter anaeroben Bedingungen zu molekularem Stickstoff (N2) umgesetzt. Verantwortlich für diesen Vorgang ist in unserem Beispiel das bisher wenig beachtete Bakterium Candidatus Brocadia anammoxidans. Neben diesem Bakterium wurde der Anammox-Prozess bisher aber auch bei den Süßwasserorganismen Kuenenia stuttgartiensis und den Meeres…den ganzen Bericht lesen Sie unter:
http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_1009/wl10_terraN.pdfen

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Mit bedarfsgerechten Beratungsleistungen den Kläranlagenbetrieb stärken

Um den Anforderungen einer ordnungsgemäßen und gleichzeitig wirtschaftlichen
Abwasserreinigung gerecht zu werden, greifen immer mehr
Betreiber von Kläranlagen auf das KnowHow von Spezialisten zurück.
AWS GmbH verfügt über die Erfahrung aus mehr als einem Dutzend Betriebsführungen
und bietet Praxis orientierte Unterstützung an, in den
Bereichen Verfahrenstechnik, Organisation und Kostenoptimerung. Dabei
stehen die Bedürfnisse des Kunden im Vordergrund. Den ganzen Bericht lesen Sie unter: http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_1009/wl10_beratungsleistungen.pdf

Autor:
Stefan Hurzlmeier AWS GmbH

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Grabenlose Verlegung von Vakuumleitungen

Historische oder jüngst ausgebaute Straßen, Alleen mit wertvollem Baumbestand, Autobahn-, Gleis- oder Bundesstraßenquerungen, Natur-, Landschaftsund Trinkwasserschutzgebiete, Botanische Gärten und andere verlangen oft schonende Bauweise bei der Verlegung von Leitungen. Das Arbeitsblatt DWA-A 125 beschreibt im Wesentlichen das hier infrage kommende HDD-Verfahren als ein steuerbares Nassbohrverfahren. Dieses Verfahren bietet die für die Verlegung von Vakuumleitungen erforderliche Bohrgenauigkeit. Das Bohrgerät führt dabei während der Arbeiten eine permanente 3D-Messung mittels elektromagnetischem Feld durch. Ein Empfänger über Grund hält permanent Kontakt zum Sender im Bohrkopf. Die Intensität des magnetischen Feldes nimmt dabei logarithmisch mit zunehmender Bohrtiefe ab und damit entsprechend auch die Messgenauigkeit, die mit 2 % bezogen auf die Bohrtiefe definiert ist. Entsprechend beträgt die Ungenauigkeit in 1 m Tiefe _ 2 cm, und in 2 m Tiefe sind noch _ 4 cm erreichbar. Darüber hinaus gibt auch DWA-A 125 maximal zulässige Toleranzen für den Bau von Abwasserleitungen vor, die für diesen Einsatzbereich ca. _ 20 mm vertikal und _ 25 mm horizontal entsprechen. Bei Vakuumleitungen sind seitliche Abweichungen unbedeutend, da ohnehin keine geraden Haltungslängen wie bei Freispiegelleitungen realisiert werden müssen. In der Praxis sind gute Bohrergebnisse aber auch noch von weiteren Einflüssen abhängig. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Bodenbeschaffenheit.

Den ganzen Artikel lesen Sie in der KA Heft 12-2009 ab Seite 1284

Quelle: Roediger Vacuum GmbH 63450 Hanau 

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Videos über die Durchfluss-Messtechnik 

- Messprinzip der Vortex-Durchflussmessung
http://www.de.endress.com/eh/sc/europe/dach/de/home.nsf/contentview/2E2ED2A74543BAA2C125764A003024C8?Open&popup

- Messprinzip der Coriolis-Massedurchflussmessung
http://www.de.endress.com/eh/sc/europe/dach/de/home.nsf/contentview/2E6931B586BD9E8AC125764A002FC425?Open&popup

-  Messprinzip der thermischen Massedurchflussmessung
http://www.de.endress.com/eh/sc/europe/dach/de/home.nsf/contentview/B7E0BFB345FEA11DC125764A00304283?Open&popup

- Messprinzip der Differenzdruck-Durchflussmessung
http://www.de.endress.com/eh/sc/europe/dach/de/home.nsf/contentview/3140397CA7B0617DC125764A0031C25C?Open&popup

- Messprinzip der magnetisch-induktiven Durchflussmessung (MID)
http://www.de.endress.com/eh/sc/europe/dach/de/home.nsf/contentview/D3781EA8E684E9AAC125764A0031DED8?Open&popup

- Messprinzip der Ultraschall-Durchflussmessung
http://www.de.endress.com/eh/sc/europe/dach/de/home.nsf/contentview/A1114C0CB3BDE0F9C125764A0031FF8C?Open&popup

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Schwimmschlammreduktion mit AQUAREL_ HN554 am Beispiel einer Stabilisierungsanlage

Vorgehensweise von H2Ortner
Die Produktauswahl zu dem geeigneten AQUAREL_
Produkt erfolgt über eine Datenbewertung
(Anlagendaten, Zu- und Ablaufkonzentrationen und -
mengen, Reinigungsziel) und einer mikroskopischen
Untersuchung, die vor Ort durchgeführt wurden. Die
Begleitung ist über den Einsatzeitraum durch
Anlagenbesuche und telefonische Kontakte mit dem
Klärmeister sichergestellt. Die Anlagendaten werden
regelmäßig bewertet und besprochen um etwaige
Anpassungen durchzuführen. Die Untersuchung
umfasst die kritische Jahreszeit von August 2006 bis
Januar 2007.
Einsatzablauf
Aufgrund der Vorauswahl kommt das Produkt
AQUAREL_ HN554 zum Einsatz. Die Zusammensetzung
dieses AQUAREL... mehr unter:

http://www.h2ortner.com/deutsch/news/acp/uploader/uploads/pdfs/Schwimmschlammreduktion_mit_Aquarel_HN554.pdf

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Kunststoffrohre für die Galvanikanlage bei Knorr-Bremse in Aldersbach

Knorr-Bremse ist der weltweit führende Hersteller von kompletten
Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. Als
technologischer Schrittmacher ist das Unternehmen seit über
100 Jahren maßgeblich beteiligt an der Entwicklung, Produktion
und dem Vertrieb modernster Bremssysteme für unterschiedlichste
Anwendungen im Schienen- und Nutzfahrzeug-Bereich.
Der internationale Konzern hat seinen Hauptsitz in München
und ist mit über 60 Standorten in 25 Ländern vertreten. Laut
Unternehmensangaben haben über 13.000 Mitarbeiter welt -
weit im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von 3,38 Mrd.
Euro er wirtschaftet.
Bremssysteme des Unternehmensbereichs Knorr-Bremse Sys -
teme für Schienenfahrzeuge kommen weltweit zum Einsatz
in Hochgeschwindigkeitszügen wie dem ICE ebenso wie in
zahlreichen Güter- und Nahverkehrszügen sowie Straßenund
U-Bahnen in aller Welt.
Im Nutzfahrzeugbereich ist Knorr-Bremse in Lkws und Zug -
maschinen, Anhängern und Bussen vertreten. Die Produktpalette
reicht von Luftbeschaffungs- und Luftaufbereitungsanlagen
über Brems- und Fahrwerksteuerungssysteme (ABS,
ESP oder EBS) bis hin zu Radbremsen. Steigende Produktionszahlen bei Knorr-Bremse im Werk Al -
dersbach erforderten die Erweiterung der Anodisieranlage
zur Galvanisierung von Elektronikkomponenten für Nutz -
fahr zeuge. Zudem musste die Anlage den neuen Markt
Anforderungen angepasst werden. Für die Galvanikstraße wurden sechs neue Lagertanks aus PP
mit entsprechender Mediumskühlung installiert. Die weite re
Mediumsverteilung mit einer Leitungslänge von ca. 500 m
wurde in PP-H, PVC-U und PVC-C in den Dimensionen DN 40
bis DN 90 ausgeführt. Für die Schwefelsäure wurde auf
Grund der guten chemischen Beständigkeit gegenüber Säu -
ren der Werkstoff PVC-C in Kombination mit dem säurebestän
digen Klebstoff Dytex gewählt. Die Mediumsverteilung
der gelösten Metallsalze wurde mit PP-H realisiert.
Eine innovative Anlagensteuerung regelt die automatisierten
Armaturen und gewährleistet einen reibungslosen Betrieb al -
ler Anlagenteile.
Die innerbetrieblichen Kühleinrichtungen, an die auch eine
Wasserstrahl-Entgratungsanlage angeschlossen ist, wurden
kostengünstig in PVC-U ausgeführt.
Zur Optimierung der Kühlwirkung wurde ein neuer Plat ten -
wär metauscher auf dem Hallendach installiert, hier kam der
bewährte Werkstoff PE 100 zum Einsatz .Mehr unter:

http://www.krv.de/images/stories/docs/krv-nachrichten_1-2009.pdf

Von: Dipl.-Ing. Klaus Schmid, Georg Fischer GmbH, Albershausen

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PE 100-RC-Rohre im Horizontal Spülbohrverfahren verlegt

Baustellenbeschreibung
Im Sommer 2007 verlegte die Firma Richter-Bau GmbH &
Co. KG in Klingenberg am Main je eine Abwasser-, Gasund
Trink wasserleitung (Bild 1). Das verwendete Rohr und
die Baumaßnahme sind nachfolgend beschrieben. Zum Ein -
satz kam bei allen drei Medien ein dreischichtiges PE-Rohr -
system mit integrierten Schutzeigenschaften. Die Einbautener
folgten im Horizontal-Spülbohrverfahren.

Rohrwerkstoffe
Das im vorliegenden Fall verwendete Rohr TSDOQ von Wa vin
besteht aus dem riss- und punktlastbeständigen Werk stoff
PE 100-RC (Resistance to Crack). Dank seiner integrierten
Schutz eigenschaften eignet sich dieses Rohrsystem für extreme
Be lastungen und grabenlose Verlegeverfahren wie Berst -
li ning oder Spülbohrverfahren.
Besonders bei sogenannten „ Black-Box-Verfahren", wie z.B.
dem Spülbohrverfahren, werden die PE Rohre hohen, kurzzeitigen
und langfristigen Belastungen ausgesetzt. Dies kann
zu Kerben und Riefen an der Rohroberfläche und später im
eingebauten Zustand zu eventuellen Punktlasten mit den entsprechenden
Zugspannungen an der Rohrinnenseite führen.
Rohre mit einem hohen Widerstand gegen langsames Riss -
wachstum sind hier von Vorteil.

Bauablauf
Die in Klingenberg gelieferten Rohre mit Außendurchmesser
von 180 mm bis 355 mm, SDR 11, wurden in 12-Meter-Län -
gen angeliefert, stumpf vorgeschweißt und hinter dem Auf -
weit kopf ...mehr unter:

http://www.krv.de/images/stories/docs/krv-nachrichten_1-2009.pdf

Von: Dipl.- Ing. Ralf Glanert, Wavin GmbH, Twist

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Eine ingenieurtechnische Betrachtung des Projekts Steinhäule

Einleitung
Neue Reinigungsverfahren zur Abwasseraufbereitung ma -
chen es heute möglich und notwendig, die Abwässer noch
besser als bisher zu reinigen. Künftig wird vor allem die Rück -
haltung der schwer abbaubaren und ökologisch kritischen
Rest stoffe, wie Arzneimittelrückstände, Chemikalien usw., im
Mittelpunkt der angestrebten Qualitätsverbesserungen stehen.
Eine große Rolle spielen in Zukunft auch die Vorgaben der
Eu ropäischen Union, die eine einheitliche europäische Regel -
ung im Bereich des Gewässerschutzes und der Anlagen ge -
neh migung vorsieht.
Um diese Aufgaben technisch und qualitativ bewältigen zu
können, bedarf es einer Kapazitätsausweitung der bisherigen
Betriebsfläche beim Zweckverband „ Klärwerk Stein -
häule". Es werden weitere Klärbecken und eine Filteranlage
benötigt, die dem Zweckverband den Ausbau des Klärwer -
kes entsprechend dem jeweiligen Stand der Technik ermöglichen
[1].
Frei verlegte Druckrohrleitungen mit einem Innendurchmes -
ser von DN 1000 bis DN 1400 für die unterirdischen Deni -
trifikationsbecken mit vielen Sonderbauteilen erforderten ei -
ne detaillierte technische Vorplanung hinsichtlich der statischen
Auslegungen und der konstruktiven Gestaltung der
Rohr leitungen.
In Zusammenarbeit mit einer Verlegefirma und Ingenieur bü -
ros wurden für dieses Anwendungsbeispiel gewickelte Groß -
rohre aus PE 1000 zur Abwasseraufbereitung verlegt.

Zweckverband Klärwerk Steinhäule im Kurzportrait
Einzugsgebiet der Kläranlage

Unweit der Donau, unterhalb des Kraftwerks „ Böfinger Hal -
de", im sogenannten „ Steinhäule" auf Pfuhler Gemarkung,
be findet sich das Klärwerk, das nach seiner Lage benannt
wurde. Träger ist der Zweckverband „ Klärwerk Steinhäule",
zu dem sich die Städte Ulm, Neu-Ulm, Senden und Blau -
beuren sowie die Gemeinden Berghülen, Blaustein, Dorn -
stadt, Illerkirchberg, Illerrieden, Schnürpflingen und Staig zu -
sammengeschlossen haben. Das aus dem Einzugsgebiet zu -
geleitete Abwasser wird - gemäß den gesetzlichen Vor -
schriften und behördlichen Entscheidungen - behandelt, ge -
rei nigt und dem Wasserkreislauf durch Ableitung in die Do -
nau wieder zugeführt [1].

Seit 1957 eine gemeinsame Kläranlage
Erst beim Bau des Donaukraftwerks „ Böfinger Halde" ergaben
sich klare Vorstellungen zum Standort der Kläranlage. Die genaue Lage konnte nur unterhalb der Wehranlage bzw.
der aufgestauten Donau sein, wo mit Hilfe des neuen Zulei -
ters ein Betrieb mit natürlichem Gefälle möglich war. So kam
es zu dem für die Entwicklung der Städte so günstigen Stand -
ort im „ Steinhäule". 1957 ging - nach zweijähriger Bauzeit
- die gemeinsame mechanische Sammelkläranlage für Ulm
/Neu-Ulm in Betrieb.

Klärwerk Steinhäule - Eine wichtige Aufbereitungsanlage in der Region
Die Anlage umfasst eine Fläche von 11 Hektar. Das Abwas -
ser von rund 400.000 Einwohnerwerte im Einzugsgebiet
des Zweckverbands Klärwerk Steinhäule fließt täglich durch
die Kanalisation in das Klärwerk an der Donau. Eine Was -
ser menge von rund 80.000 bis 100.000 m³ ist pro Tag zu
rei nigen. Rund 40 Prozent davon stammen aus Industrie und
Gewerbe. Beim Klärprozess fallen täglich ca. 20 - 40 Ton -
nen Schlamm (Trockensubstanz) an, die der thermischen Ver -
wertung zugeführt werden. Der Reinigungsprozess vom Ab -
wasserzulauf bis zum Ablauf des geklärten Wassers dauert
rund zehn Stunden. Zum Vergleich: Die Donau würde dazu
mit ihren Selbstreinigungskräften etwa zehn Tage benötigen.

Anforderungen an die Baumaßnahme - Projektbeschreibung
Der Neubau von Denitrifikationsbecken umfasste acht Kas -
ka den mit Zu- und Ablaufkanälen. Jede Kaskade hatte ein
Vo lumen von 2.400 m³ aufzuweisen.
Folgendes Anforderungsprofil lag für das frei verlegte und
unterirdische Rohrleitungssystem vor:
_ Druckrohrleitungen mit einem Innendurchmesser von
DN 1000 bis DN 1400 für eine flexible Wasserführung
und -verteilung
_ Die unterirdischen Rohrleitungen beinhalteten Sonder bau -
tei le wie Abzweigungen, Schieber, Wandeinbindungen
und Reduktionen
_ Durchflussleistung: 55 bis 70 m3/min
_ Betriebstemperaturen: 5 und 20 °C
_ zulässiger Betriebsdruck/Systemdruck: max. 1,5 bar
_ Nutzungsdauer: 50 Jahre.

Den ganzen Bericht lesen Sie unter:
http://www.krv.de/images/stories/docs/krv-nachrichten_1-2009.pdf

Von:
Thomas Böhm
, LyondellBasell Industries, Frankfurt am Main
Matthias Haese, Frank & Krah Wickelrohr GmbH, Wölfersheim
Jochen Obermayer, FRANK GmbH, Mörfelden-Walldorf

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Die Kläranlage der Zukunft mit Ozon!

Mikroverunreinigungen im Wasserkreislauf
Die Beseitigung von Mikroverunreinigungen aus unserem Wasser ist eine Herausforderung, der sich immer mehr verantwortungsbewusste Ver- und Entsorger stellen müssen. Während biologische Aufbereitungsverfahren keine vollständige Entfernung erreichen, stellt sich die Oxidation mit Ozon als eine der effizientesten Methoden heraus.
Pharmazeutika helfen vielen Menschen und Tieren bei der Bekämpfung von Krankheiten, der Erhaltung der Gesundheit oder der Verbesserung der Lebensqualität. Jedoch gelangt ein hoher Anteil der pharmazeutischen Wirkstoffe durch Ausscheidungen des Körpers über das Abwasser in die Umwelt. Die Haupteintragspfade oder „Hot Spots" von persistenten Spurenstoffen in Oberflächengewässer sind kommunale Kläranlagen, Abläufe aus der pharmazeutischen Industrie, Tierzuchtanlagen oder medizinische Zentren.
Obwohl sie dort kein unmittelbares Risiko darstellen, werden gerade Langzeitgefahren immer deutlicher. Die Effekte von Mikroverunreinigungen bzw. von Arzneistoffen in Oberflächengewässern wurden bereits mehrfach in groß angelegten Studien nachgewiesen und führen im Ökosystem zu negativen Veränderungen und damit zu Problemen.
Problem I: Persistenz
Nicht alle zugelassenen Substanzen im Bereich der Pharmazie, Landwirtschaft und Industrie wie im Bereich des täglichen Bedarfs sind biologisch vollständig abbaubar. So können sie mit konventioneller Kläranlagentechnik nicht vollständig entfernt werden. Folglich findet eine schleichende Anreicherung von Kontaminanten in unserem Wasserkreislauf und seinen Nutzern statt (Bioakkumulation).
Ohne entsprechende Gegenmaßnahmen bedeutet das für die Zukunft eine stetige Zunahme der Verunreinigung im Wasser und weitere negative Auswirkungen für die aquatische Umwelt.
Problem II: Endokrine Wirkung
Einige Mikroverunreinigungen (z.B. der Wirkstoff der Pille (Ethinylestradiol)) wirken auf das Hormonsystem von Mensch und Tier. Diese sogenannten endokrinen Substanzen (EDCs) sind schon in kleinsten Konzentrationen wirksam und werden von der Wissenschaft als besonders kritisch eingestuft. In Zusammenhang mit negativen Umwelteinflüssen auf Lebewesen werden mittlerweile EDCs als Auslöser in Betracht gezogen:
Es werden negative Wirkungen auf die Fortpflanzung von bestimmten Fischarten beobachtet (u.a. „Verweiblichung" von männlichen Fischen)
Die Verringerung der Zeugungsfähigkeit bei Mensch und Tier durch verminderte Spermienqualität nimmt zu
Die Zunahme bestimmter Krebsarten, die mit einer Störung des Hormonsystems zusammen hängen könnte
Der Spezialagent Ozon
Die Auswirkungen von endokrinen Substanzen und persistenten Spurenstoffen auf unser Ökosystem machen eine weitergehende Reinigung notwendig. Mit bestehender Reinigungstechnik stoßen viele Klärwerke an ihre Grenzen, um die Stoffe in ausreichenden Umfang zu beseitigen. Zahlreiche Pilottests mit Ozon als weitere Reinigungsstufe haben gezeigt, dass Ozon ein geeignetes Mittel für die Beseitigung persistenter Stoffe ist. So können mit ökologisch und ökonomisch sinnvollen Ozondosen die im Wasser vorhandenen Spurenstoffe effektiv entfernt werden.
How does OZONE work?
Ozon ist eines der stärksten, technisch herstellbaren, gasförmigen Oxidationsmittel. Es reagiert schnell mit einer Vielzahl von Verbindungen, entweder durch direkten Angriff des Ozonmoleküls oder indirekt durch entstehende Hydroxyl Radikale. Das Ozon wird durch den Reaktionsprozess in der Regel vollständig verbraucht. Es zerfällt oder wird mittels Restozonvernichter am Ende des Prozesses wieder zu Sauerstoff zerlegt.

Quelle: http://www.wedeco.com/index.php?id=91034&Lang=1&langID=44&tx_ttnews[tt_news]=6&tx_ttnews[backPid]=91030&cHash=f0077369a2 

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UMSTIEG AUF DAS KODIERSYSTEM DER DIN EN 13508-2

ANFORDERUNGEN UND AUFGABEN

Die bautechnische Zustandserfassung von Kanälen und Leitungen sowie Schächten und
Inspektionsöffnungen durch optische Inspektion in Form von Kamerabefahrung, Begehung oder
Inaugenscheinnahme, sowie die Dokumentation der Feststellungen durch entsprechende
Kodiersysteme ist ein, in Deutschland und Europa, seit Jahren erprobtes und etabliertes
Verfahren. Hierbei kamen in Deutschland bislang diverse Kodiersysteme zum Einsatz, die sich
entweder parallel entwickelt haben oder aufeinander aufbauten. Beispielhaft hierfür seien an
dieser Stelle genannt:
• ISYBAU 1996, 2001 (Arbeitshilfen Abwasser für Liegenschaften des Bundes)
• DWA-M 149-2: 1999
• Lokale Systeme der Netzbetreiber (z.B. Berliner Wasserbetriebe)
Mit der Veröffentlichung der DIN EN 13508-2 "Zustandserfassung von Entwässerungssystemen
außerhalb von Gebäuden - Teil 2: Kodiersystem für die optische Inspektion" im Mai 2003 erfolgte
im Rahmen der europäischen Harmonisierung von nationalen Regelwerken der Startschuss für
ein neues Zeitalter in der optischen Inspektion.
Im September 2003 wurde die DIN EN 13508-2 durch das DIN in das nationale Regelwerk
übernommen. Die eingeräumte Übergangsfrist zur verbindlichen Einführung und die damit
verbundene Zurücknahme entgegenstehender nationaler Regelwerke endete im Mai 2006. Seit
diesem Zeitpunkt sind, formal betrachtet, neue Inspektionsprogramme nur gemäß DIN EN
13508-2 durchzuführen, Inspektionsprogramme, die vor Mai 2006 begonnen wurden, können mit
den ursprünglichen Systemen zu Ende geführt werden.
Die Norm ist für jeden Inspektionszweck im Rahmen der optischen Inneninspektion, d.h. für die
• qualitative Zustandserfassung des Istzustandes im Rahmen von
Eigenkontrollverordnungen,
• Abnahme von Neubau- oder Sanierungsmaßnahmen und
• Abnahme vor Ablauf der Gewährleistungsfrist
anzuwenden.
Die Einführung der DIN EN 13508-2 hat Auswirkungen auf den gesamten Prozess der
Kanalinstandhaltung... Den gesamten Fachvortrag (11. Dresdner Abwassertagung am 17./18. März 2009) finden Sie zum Download unter:

http://gutachter-kanal.de/18.html

Autor: Andreas Koch, Hannover

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Portables Ultraschall-Durchfluss-Messgerät für die temporäre Messung von außen 

Proline Prosonic Flow 93T

Flexibel und wirtschaftlich

  • Hervorragend geeignet für die bidirektionale Durchflussmessung von Flüssigkeiten in Rohrleitungen
(mit/ohne Auskleidung)
  • Robuste Clamp-on-Sensoren
  • Einfache Montage dank funktionellem Industriedesign
  • Schnelle und sichere Inbetriebnahme durch ein "Quick-Setup"
  • Softwareunabhängige Datenübertragung vom integrierten Datenlogger zum PC
• Bewährtes FieldCare-Programm für die Gerätekonfiguration und das Visualisieren von Messdaten

Alles im Griff - temporär messen von außen Suchen Sie eine Möglichkeit, Prozesse effizient zu überprüfen und zu optimieren? Möchten Sie den Durchfluss in Rohrleitungen ohne Unterbrechung des Prozesses erfassen, wo und wann immer Sie wollen? Ja - dann können Sie sich voll und ganz auf Prosonic Flow 93T verlassen. Dieses mobil einsetzbare Ultraschall-Durchfluss- Messgerät besticht durch die ausgereifte "Clamp-on"-Technologie. Durchflussmengen können schnell und zuverlässig erfasst werden - direkt von außen. Prosonic Flow 93T wird netzunabhängig mit einem leistungsstarken Akku betrieben. Der integrierte Datenlogger zeichnet alle gemessenen Durchflusswerte sicher auf. Über den Stromeingang können auch Werte anderer Messgeräte eingelesen und gespeichert werden. Das sind ideale Eigenschaften, um Kontrollmessungen an bestehenden Durchfluss-Messstellen durchzuführen.

Machen Sie die Probe! 

Messen und Auswerten leicht gemacht
Ultraschallsensoren aufschnallen, Messumformer anschließen
und Durchfluss erfassen. Die Übertragung der
ermittelten Messwerte ist genauso einfach:
• Datenübertragung via USB-Speicher-Stick auf den Laptop oder PC, beispielsweise für die Weiterverarbeitung mit Windows-Programmen.
• Datenübertragung via Sensorbox auf den Laptop oder PC für das Visualisieren und Auswerten von Messwerten mit dem Endress+Hauser FieldCare-Programm. 

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79576 Weil am Rhein
Fax 0 800 EHFAXEN
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Für die wirtschaftliche Durchflussmessung von Wasser

Proline Promag 10D/50D

Die schlanke Lösung für kostenbewusste Anwender

  • Universell einsetzbar für Trinkwasser, Brauchwasser oder Abwasser
  • Kompakter, robuster Messaufnehmer für den platzsparenden Einbau
  • Einfaches und passgenaues Zentrieren dank innovativer Gehäusekonstruktion
  • Mit weltweit gültigen Trinkwasserzulassungen
  • Standardmäßig integrierte Erdungsscheiben aus Edelstahl
• Einheitliches Bedien- und Elektronikkonzept (Proline-Gerätekonzept)

Promag D passt überall

Ob im Wasserwerk oder in der Kläranlage, ob Kühl-, Brauch- oder Trinkwasser - auf das magnetisch-induktive Durchfluss- Messgerät Promag D können Sie sich voll und ganz verlassen. Dieses kostengünstige und robuste Gerät kann für alle gängigen Messaufgaben eingesetzt werden: • Verbrauchsmessung von Wasser in Gebäuden • Kontrollieren des Zu- und Ablaufs von Trinkwasser-Speicherbecken • Regeln von Kühlwasserkreisläufen • Kontrollieren von Hilfskreisläufen • Überwachen der Wasserbilanz in Kläranlagen usw. Promag D ist mit zwei Messumformern kombinierbar: Promag 10 für Basisanwendungen und Promag 50 für Standardanwendungen mit erweiterter Funktionalität. Als kompaktes Zwischenflanschgerät mit geringem Gewicht eignet sich Promag D sowohl für die Montage auf engstem Raum als auch für den Einbau in Kunststoffleitungen. Das innovative Messaufnehmergehäuse garantiert dabei eine schnelle Montage und eine exakte Zentrierung in die Rohrleitung - ohne mechanisches Spiel! Eine hohe Lebensdauer und Zuverlässigkeit im Messbetrieb sind weitere Leistungsmerkmale, die Promag D kompromisslos erfüllt.

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Digitale Sensortechnologie für die Prozessanalysentechnik (PAT)

Neue Strategien der Instandhaltung
Dr. Thomas Steckenreiter (Endress+Hauser), Dr. Armin Weinig (Lanxess)

Der Kostendruck in der Industrie nimmt weiter zu. Es sind heute nicht nur die Energie- und Rohstoffkosten, die permanent an der Produktivität in Industrieanlagen nagen, sondern vor allem die Personal- und Instandhaltungskosten, die die Wettbewerbsfähigkeit deutlich beeinflussen. Dabei gilt es im weltweiten Konkurrenzkampf mehr denn je, eine optimale Produktqualität unter maximal möglicher Produktausbeute sicherzustellen. Dabei muss auch die Sicherheit im Betrieb gewährleistet sein. Leistungsfähige Prozesse bedingen gleichermaßen einen hohen Automatisierungsgrad. Ausgeklügelte Mess-, Steuer-, und Regelsysteme in Verbindung mit automatisierten Prozessführungskonzepten unterstützen den Betreiber, diese Ziele zu erreichen. Der Einsatz von Prozessanalysenmesstechnik ist heute wichtiger Bestandteil der Mess- und Regeltechnik chemischer Anlagen, denn diese liefert auch Daten, die für Produktqualität und Produktausbeute äußerste Relevanz besitzen.

pH-Messtechnik im Betriebsalltag

Gerade die Prozessanalysenparameter - und hierzu zählen auch die pH-Messungen - sind es aber, die häufiger als andere Regelgrößen der regelmäßigen Kalibrierung bzw. Justierung und der regelmäßigen Wartung bedürfen. In den chemischen Produktionsanlagen von Lanxess sind heute im Mittel ca. 25 Prozent der eingesetzten Analysensysteme pH-Messungen. Dabei können diese in einzelnen Betrieben durchaus die Anzahl von zwanzig Systemen überschreiten. So sind zum Beispiel in der Schwefelsäureproduktion ca. 50 pH-Messungen oder in der Eisenoxidproduktion ca.100 pHMessungen installiert. Häufig muss sogar mehrmals pro Woche kalibriert/justiert werden, um im Dauerbetrieb der Anlagen einen reproduzierbaren pH-Wert zu erhalten. Die eingesetzten klassischen, analogen, hochohmigen Systeme sind dabei sehr anfällig gegen Feuchtigkeit, Salzbrücken, EMV-Störungen und Potenzialüberlagerungen. Dies führt dazu, dass Sensor, Kabel und Messumformer zusammen kalibriert werden müssen. Für den Servicetechniker bedeutet dies einen großen Aufwand vor Ort. Fehlerdiagnose ist oft erst wechselweise durch Kabel und/oder Sensortausch möglich. Zusätzlich müssen, um eine Kalibrierung oder Justierung in einer Anlage durchzuführen, Pufferlösungen, Reinigungslösungen und Wasser mitgeführt werden. Ersatzelektroden müssen für den Fall eines erforderlichen Elektrodenwechsels zur Verfügung stehen. In diesem Fall ist auch eine Erstkalibrierung vor Ort erforderlich. Dies alles bedarf der sorgfältigen Vorbereitung und die notwendige Ausrüstung muss sorgfältig verpackt mit in die Anlage genommen werden. Oft befinden sich die Messstellen an schwer zugänglichen Stellen. Dies kann bedeuten, dass der Mitarbeiter auf einer Hebebühne, Leiter oder aber auch in gebückter Haltung arbeiten muss. Zu berücksichtigen ist auch, dass der Servicetechniker sich in der Anlage anmelden muss, die erforderlichen Sicherheitsunterweisungen erhalten haben muss und entsprechende Sicherheitsausrüstungen bei sich trägt. Schwierig wird es bei notwendiger Störungsbeseitigung bei Nacht oder an Wochenenden, denn hierfür müssen die entsprechenden Kräfte eingeplant werden. In allen Fällen steht während des Instandhaltungseinsatzes der Messwert nicht zur Verfügung.

Digitale Sensortechnik - Memosens

Die Sensortechnologie Memosens von Endress+Hauser revolutioniert die Analysenmesstechnik. Heute schon stehen für die Parameter pH, gel. Sauerstoff, Leitfähigkeit und demnächst auch für die Trübungsmesstechnik Sensoren zur Verfügung. Insbesondere für die pH-Messtechnik liefert Endress+Hauser alle Sensortypen, die einen sicheren Anlagenbetrieb ermöglichen. Der Anwender kann zwischen Sensoren mit Flüssig-, Gel- oder Polymerelektrolyt und verschiedenen Diaphragmatypen wie Keramik-, Teflon- oder so genannten offenen Diaphragmen den optimalen Sensor für seinen Prozess auswählen. Inzwischen können auch Email-Sensoren der Firma Pfaudler mit Memosens Technologie angeboten werden. Die ISFET Sensoren runden das Programm ab. Damit kann für jede Applikation der ideale Sensor ausgewählt werden. Ausschlaggebend für die Memosens Technologie ist, dass die Digitalisierung des analogen Messsignals direkt im Sensor stattfindet und dass neben der Übertragung der aktuellen Messdaten alle qualitätsrelevanten Daten, wie z.B. die Temperatur, die Kalibrier-/Justier-Werte, Einsatzort, Gesamtbetriebsstunden und Betriebszeiten bei extremen Prozessbedingungen gespeichert werden. Damit wird eine optimale Messstellenbewertung unabhängig vom Standort möglich. Daneben ist die pH-Messung völlig frei von den Störungen, mit denen man mit der klassischen, analogen Technik zu kämpfen hatte. Mit der Verfügbarkeit der Sensordaten an jedem Ort ist ein Strategiewechsel in der Instandhaltung möglich, der zu einer erheblichen Kostenreduktion führt, im Vergleich zu der bisherigen Arbeitsweise.

Neue Instandhaltungsstrategie bei Lanxess

Durch die Memosens Technologie ist es möglich, alle Instandhaltungsmaßnahmen wie Reinigung, Konditionierung, Regenerierung, Kalibrierung und Justierung der pH-Sensoren an eine zentrale Stelle zu verlagern. Zu diesem Zweck wird bei Lanxess in Leverkusen ein zentraler pH-Service mit einem EDV-gestützten pH-Kalibrierstand („pH-Labor") aufgebaut, welcher die pHSensoren für die verschiedenen Betriebe wartet und verwaltet. Reproduzierbare Laborbedingungen ermöglichen eine präzisere Kalibrierung und somit eine genauere Prozessführung. Zusätzlich verlängert die regelmäßige Regeneration und Reinigung die Lebensdauer gerade der pH Sensoren. Dieses Konzept erhöht natürlich auch die Verfügbarkeit der pH-Messstellen im Betrieb und spart zusätzliche Kosten, da der Sensoraustausch, der keine speziellen Kenntnisse der pH-Messtechnik erfordert, vom Betriebspersonal durchgeführt werden kann. Die Sensoren müssen vor Ort nur noch durch kalibrierte Sensoren ausgetauscht werden. Das verringert die Wartungszeiten in den Anlagen um mehr als die Hälfte. Ein weiterer essentieller Bestandteil dieser Instandhaltungsstrategie ist ein effektives Daten- und Sensormanagement. Mittels einer neu konzipierten Datenbank (Memobase) werden alle messstellenspezifischen Daten, die Kalibrier-/ Justierdaten sowie die Prozessdaten während der Kalibrierung der Sensoren zentral erfasst und verwaltet. Somit wird der komplette Lebenszyklus eines Sensors von der Einlagerung bis zur Verschrottung verfolgt und analysiert. Messsysteme und Wartungskonzepte können auf dieser Datenbasis analysiert und gegebenenfalls optimiert werden. So wird die vorausschauende Wartung mit verbessertem Assetmanagement zum integrierten Bestandteil der neuen Instandhaltungsstrategie. Die Datenbank Memobase verwaltet alle TAG Nummern und bucht neue Sensoren bestimmten Messstellen, Messstellenkreisen oder Anlagenteilen zu.

Damit sind in der Datenbank die TAG-Nummer, die Seriennummer des Sensors und der Sensortyp, sowie die Daten der Erstkalibrierung unveränderbar miteinander verbunden. In der Datenbank wird durch die Folgekalibrierungen die Sensorhistorie automatisch erfasst und der Applikation zugebucht. Auswertungen zu Qualitätssicherung sind damit jederzeit möglich. Diese Daten können für den Betriebsleiter oder den Qualitätsverantwortlichen aufbereitet oder in Rohfassung zur Verfügung gestellt werden. Erstmalig sind hier systematische Auswertungen über die Performance der Messstellen möglich. Das Führen eines Messstellenbuches ist nicht mehr notwendig. Durch das einfach zu handhabende Tag-Nummern-System ist eine Verwechslung der Sensoren ausgeschlossen und jeder Sensor kommt zuverlässig und unverwechselbar an den Platz, an dem er messen soll. Zur zusätzlichen Sicherheit kann bei den Messumformern der Liquiline Generation die TAG-Nr.-Prüfung und ein Kalibrierzeitalarm aktiviert werden. Damit wird verhindert, dass aus Versehen falsche oder bezogen auf das letzte Kalibrierdatum zu alte Sensoren angeschlossen werden. Das Sensormanagement stellt sicher, dass dem Betriebspersonal immer genügend Sensoren zu Verfügung stehen. Dieses ist somit in der Lage, ohne Fachkraft, Tag und Nacht sowie am Wochenende eine Störung der pH-Messung binnen Minuten zu beseitigen.

Dieses Konzept kann standortübergreifend zum Einsatz kommen. Der pH-Service bei Lanxess sieht sich heute in der Lage, auch als Dienstleister für andere Unternehmen die pH-Messstellen zu betreuen. 

Wirtschaftlichkeit der digitalen Sensortechnologie

Es stellt sich die Frage der Wirtschaftlichkeit eines Strategiewechsels in der Instandhaltung von pH-Messungen durch Einsatz der digitalen Sensortechnologie. Im Folgenden werden zwei Fälle betrachtet:
• die Neuinstallation von pH-Messstellen in analoger bzw. in digitaler Technik bei gleichzeitiger Einrichtung des „pH-Labors"
• die Umrüstung von existierenden pHMessstellen auf die Sensortechnologie Memosens

Bei Einsatz der Memosens Technologie erfolgt der Elektrodenwechsel durch das Betriebspersonal ohne zusätzliche Kosten für den Betrieb. Im ersten Fall wird die Neuinstallation von 10 pH-Messstellen angenommen. Im späteren Betrieb werden eine monatliche Kalibrierung und ein 2-maliger Elektrodenwechsel jährlich je Messstelle unterstellt. Ausgehend von den bekannten Zeiten für die Instandhaltung vor Ort und im pHLabor wurden die Gesamtkosten für die Alternativen Analogtechnologie und Memosens Technologie über einen Zeitraum von 5 Jahren ermittelt. Wie die Abbildung zeigt, amortisieren sich die Mehrkosten bei der Installation von digitaler Technik - im Wesentlichen die Kosten für die Installation des „pH-Labors" - schon nach etwas mehr als einem Jahr, bedingt durch die im Vergleich zur Analogtechnologie geringeren jährlichen Wartungskosten. 

Die Wirtschaftlichkeit der Umrüstung von installierter Analogtechnik auf Digitaltechnik wird am Beispiel einer Produktionsanlage bei Lanxess untersucht. Betrachtet wird die Umrüstung von 48 pH-Messstellen in diesem Produktionsbetrieb. Bei der überwiegenden Anzahl der Messstellen wird eine wöchentliche Kalibrierung/Justierung, in Einzelfällen werden sogar drei Kalibrierungen/Justierungen pro Woche durchgeführt. Die Reinigung der Elektroden erfolgt nach messstellenspezifischen Instandhaltungsplänen. Eine vorliegende langjährige Störungsstatistik gibt Informationen über die erforderliche Anzahl von Elektrodenwechseln. Die installierte, analoge Messtechnik verursacht jährliche Instandhaltungskosten von ca. 100.000 €. Eine Umrüstung auf die Digitaltechnik reduziert die jährlichen Instandhaltungskosten auf ca. 45.000 €. Diese Umrüstung erfordert Investitionen von ca. 70.000 €, was einem Return of Investment von etwa 1,5 Jahren entspricht. Es ist klar, dass die Wirtschaftlichkeit einer Umrüstung entscheidend von den Kalibrierund Reinigungsintervallen bestimmt wird, so dass spezifische Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen für einzelne Betriebe/Betriebseinheiten durchgeführt werden müssen. Die Auswertungen der bei Lanxess installierten pH-Messstellen mit der Sensortechnologie Memosens zeigen, dass sowohl die Kosten für die Instandhaltung gesenkt, die Qualität der pH-Messung gesteigert und die Lebenszeit der pH-Sensoren verlängert werden können.

http://endress.softwerk.de/eh/sc/europe/dach/de/home.nsf/imgref/326BA6C10900635EC12575DD0024F60B/$FILE/CS024.pdf 

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Maßgeschneiderte Lösungen für die Umweltüberwachung

Immer mehr Kunden fordern schlüsselfertige Gesamtlösungen statt Einzelkomponenten: Der weltweite Trend in der Wasseranalyse geht zu maßgeschneiderten Analysensystemen für vielfältige Anforderungen in der Online-Messtechnik. Die Ansprüche steigen in der Gewässerüberwachung, in Chemieparks, in der industriellen und kommunalen Wasseraufbereitung und in der Trinkwasserversorgung hinsichtlich Verfügbarkeit der Messwerte und der zu überwachenden Parameter. Endress+Hauser und Bayer Technology Services lösen herausfordernde Kundenprojekte.

Lösungen und Konzepte

Bayer Technolgy Services (BTS) und Endress+Hauser Conducta entwickeln gemeinsam mit ihren Kunden Konzepte, die den Anforderungen rund um die Wasseranalytik gerecht werden. Dies beginnt bei der Beratung welche Grenzwerte eingehalten werden müssen bis hin zur Entwicklung von standortübergreifenden Konzepten und deren Umsetzung in passende Gesamtlösungen. Die Zusammenlegung von Industriestandorten zu Industrieparks lässt immer komplexere Organisationen entstehen, die das Reinigen von Abwässern und das Reinhalten von Gewässern verantworten.

Besondere Anforderungen an Einzel- und Gemeinschaftskläranlagen

Die stark verzweigten und kilometerlangen Abwassernetze stellen besondere Anforderungen an Einzel- und Gemeinschaftskläranlagen. Abwässer vieler verschiedener Einleiter unterschiedlicher Wassergüte werden dort gesammelt. Besonders die Abwässer aus Chemie- oder Industrieparks enthalten komplexere Verunreinigungen als das Abwasser aus einem einzelnen Betrieb. Dies erfordert eine detaillierte Analytik an den Knotenpunkten und den Kläranlageneinläufen. Folglich werden die zu überwachenden Prozess- und Stoffströme gebündelt und die Messaufgaben zentralisiert, um die erforderliche Messtechnik effizient einzusetzen und Qualität und Verfügbarkeit zu gewährleisten.

Komplette Messtechnik für den sicheren Betrieb industrieller Kläranlagen

"Analysen-Container PAT" bieten ein zukunftsweisendes Konzept für die zentralisierte Abwasseranalytik. Ob als vollklimatisierte Messstationen, Messcontainer individueller Größe oder einfacher Messschrank instrumentiert, "Analysen-Container PAT" sind mit allen notwendigen Gerätschaften für Wasseranalyse ausgestattet.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Anwender kann unterschiedlichste Abwässer in Chemieparks zentral bewerten und so den sicheren Betrieb der Kläranlage gewährleisten. Die Anlagenbetreiber können die Kosten für die Abwasserreinigung nach dem Verursacherprinzip abrechnen, ihren Instandhaltungsaufwand straffen und optimieren.

Messstation sichert Bukarests Trinkwasser

Seit 2001 versorgt Veolia Apa Nova Bukarest mit Trinkwasser und betreibt das Trinkwassernetz ebenso wie das Abwassernetzwerk. Die drei Trinkwasseraufbereitungsanlagen Crivina, Rosu und Arcuda verarbeiten 780 000 m3 am Tag. Zwei der Anlagen gewinnen das Trinkwasser aus dem Fluss Arges. Flussaufwärts haben sich Automobil- und Petrochemie-Unternehmen angesiedelt. Frühwarnsysteme in der Trinkwassergewinnung sind hier wichtig. Neben Rückständen aus Industrieabwässern wie Kohlenwasserstoffe, Phenole oder Cyanid besteht die Gefahr der landwirtschaftlichen Verschmutzung durch Pestizide oder Stickstoff. Der installierte Analysen-Container dient als Frühwarnsystem zur Entdeckung jeglicher Art von Verschmutzung bevor das Rohwasser in den Aufbereitungsprozess gepumpt wird. So wird die Trinkwasseraufbereitungsanlage Apa Nova geschützt.

Die Kooperationspartner BTS und Endress+Hauser wickelten gemeinsam das Projekt ab. Den Zuschlag erhielten die Kooperationspartner für die umfassende Lösung von der Angebotserstellung über die Inbetriebnahme vor Ort bis hin zum Wartungsvertrag. Veolia nutzte ebenfalls das Angebot eines FAT (Factory Acceptance Test). Bei der Inbetriebnahme schulten Trainer von Endress+Hauser das Servicepersonal vor Ort.

http://www.de.endress.com/eh/sc/europe/dach/de/home.nsf/?Open&DirectURL=8A48A8C42B0966E5C12575CF0049E315 

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Flexdip CYA112/CYH112 - Halterungen und Armaturen für Eintauchanwendungen 

Flexdip bringt Sensoren modular und flexibel in den Prozess

Anwendungen

  • Wasser- und Abwasseraufbereitungen
  • Offene Gerinne und Becken
  • Offene Tanks und Prozessbehälter
  • Schwankende Pegelstände

Ihre Vorteile
  • Einfaches, kostengünstiges und flexibles Baukastensystem
  • Halterung weitgehend frei einstellbar in Höhe, Ausladung und Orientierung
  • Installation des Halters auf dem Boden, an der Wand, auf der Mauerkrone oder am Geländer möglich
  • Montage des Sensors an einem Ausleger mit Kette, fixiertem Tauchrohr oder pendelnd
  • Befestigung des Sensors am Geländer
• Schwimmerausführung zum Ausgleich schwankender Pegelstände 

Flexdip ist die Lösung für Eintauchanwendungen
Offene Becken, Kanäle und Tanks - wie bringt man in diesen Orten Sensoren zum Arbeiten?
Basierend auf einem modularen und flexiblen Design realisiert
Flexdip nahezu jede Messstelle. Das modulare Konzept reicht von
Armaturen, die am Geländer montiert werden bis hin zu am Geländer
montierten Pendelhaltern, die der Bewegung des Mediums in
verschiedenen Richtungen folgen.
Zusätzlich zum standardmäßigen G1-Gewinde als Sensoranschluss sind andere Anschlussgewinde und Sensorbauformen bis hin zum pH-Sensor mit Hilfe von Adaptern einsetzbar. Mit der Schnellverschraubung können Sensoren ohne Kabelverdrillen montiert werden. Sensoren mit induktivem Memosens-Steckkopf lassen sich hiermit komfortabel einbauen und wechseln.

Verfügbare Flexdip-Varianten:
• Von der vielfach genutzten Standsäule mit Querausleger über die Mauerkronenmontage bis zur Befestigung einer Armatur am Geländer

  • Fester Einbau von Sensoren in einer Eintaucharmatur
  • Oder: eine gütegeprüfte Kunststoffkette hält den Sensor pendelnd im Prozess, dadurch hohe Selbstreinigung
  • Inklusive Schwimmer für variable Pegelstände für Regenüberlaufbecken oder SBR-Anlagen
  • Ob kurz, ob lang; ob PVC oder Edelstahl

Flexdip - der modulare und flexible Weg, Sensoren in den
Prozess zubringen.

http://endress.softwerk.de/eh/sc/europe/dach/de/home.nsf/imgref/7D48B1933BAFF062C12575D7003528B1/$FILE/IN048_CYH112_D_71095257.pdf

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Die Wasserlinse - Leseforum für Fachleute im Abwasserbereich

Themen:
- Das Schlammvolumen verdünnt und unverdünnt. Beobachtungen auf dem Klärwerk Coburg.
- Dynamische Olfaktometrie nach DIN EN 13725:2003
- Klärwerk Waßmannsdorf: Reinigung von keramischen Belüfterkerzen
- Ammonium-Onlinemessungen im Klärwerkseinsatz

Link: http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_0909/09_Wasserlinse.pdf

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SIMONA®PE Platten für den Behälter- und Apparatebau 

SIMONA hat jahrzehntelange Erfahrung in der Auswahl geeigneter Werkstoffe (u. a. Polyethylen), technischer Beratung und der Berechnung von Behältern. Im folgenden Beitrag werden verschiedene Klassifizierungsmaßstäbe für Polyethylen erläutert. Polyethylene werden in der Praxis hauptsächlich nach den Kriterien Dichte, Molekulargewicht und Zeitstandverhalten eingeteilt. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass sich verschiedene PE Typen in einem Kriterium unterscheiden, während sie bei den beiden anderen in die gleiche Gruppe fallen.

1. Dichte (= spezifisches Gewicht) Die Dichte steht in direktem Zusammenhang mit der Kristallinität des Materials. Je höher die Kristallinität, desto höher auch die Dichte. Die Kristallinität wiederum hängt vom Aufbau der Molekülkette (z. B. Anzahl und Länge von Verzweigungen) ab. Tabelle 1 zeigt die verschiedenen Dichte- Bereiche mit der Nomenklatur, wie sie für PE Typen verwendet werden.

2. Molekulargewicht Das Molekulargewicht enthält eine Information über die „Länge“ der Molekülketten. Da nicht alle Molekülketten 

mehr unter: http://www.simona-de.com/de/service/newsletter/newsletter_pdf/2009-02-SIMONAreport.pdf

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Rohrvortrieb: Die grabenlose Alternative für die Kanalherstellung

Das 1923 gegründete Tiefbauunternehmen Michel Bau verfügt auf dem anspruchsvollen Gebiet der Rohrvortriebstechnik über langjährige Erfahrung. Dieses Verfahren zur Herstellung von Kanälen ent- spricht in besonderem Maß den heutigen Forde- rungen nach Baustellen mit möglichst geringen Störungen des Umfelds. Da ein Rohrvortrieb nur eine Start- und Zielbaugrube benötigt, werden die ne- gativen Faktoren eines Bauvorhabens, insbesondere Verkehrsbehinderungen, drastisch reduziert. Darüber hinaus ist dieses Verfahren oftmals wirtschaftlicher und in bestimmten Fällen (beispielsweise im Bereich von Autobahnen, Gleis- oder Hafenanlagen) sogar die einzig mögliche Technik der Kanalverlegung. Die Michel Bau beherrscht den Rohrvortrieb seit 1985 und hat seitdem zahlreiche anspruchsvolle Projekte erfolgreich durchgeführt. Dank eines umfassenden Leistungsspektrums können die Auftraggeber Kom- plettlösungen aus einer Hand nutzen. Von der Pro- jektentwicklung, der technischen Beratung und der Erarbeitung von Sondervorschlägen über die Ausfüh- rung (einschließlich Herstellung der Start- und Ziel- baugruben, Aufbau der Wasserhaltung usw.) bis zur Abnahme. Es werden alle Bereiche abgedeckt, seien es Schutzrohre für Kabel und Gas-, Wasser- und Fern- wärmeleitungen oder Produktrohre für Schmutz- und Regenwasser. Unterschiedliche Rohrmaterialien (Steinzeug, Stahl, GFK, Beton und Polymerbeton) können im Rohrvortriebsverfahren eingesetzt wer- den. Durchmesser von DN 150 bis DN 3200 in Längen von 5 m bis zu 150 m sind realisierbar. Je nach Anforderung an die Zielgenauigkeit erfolgt der Vortrieb ungesteuert oder gesteuert mittels Lasertechnik. Neben dem Rohrvortrieb beherrscht die Michel Bau weitere grabenlose Verfahren wie das Berst-Lining (eine Rohrsanierung, bei der ein neues Rohr in das alte eingezogen und dieses mittels eines Schneidkopfes zerstört wird), die hydraulische Rohr- rammung und den Stollenvortrieb (,,Kölner Verzug") 

mehr unter: http://www.michelbau.de/down/rohrvortrieb_deutsch.pdf

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Die erfolgreiche Kanalsanierung in Mumbai/Indien... ...

war für die Michel Bau GmbH & Co. KG ein besonderes Projekt. Das mittelständische Unternehmen aus Neumünster gründete für diesen Auftrag ein Joint Venture mit einem österreichischen Bauunternehmen und trat im Prequalifizierungsprozess für das 8,6-Mio- Dollar-Projekt gegen renommierte, internationale Großkonzerne an. Michel Bau setzte sich durch und überzeugte das ausschreibende australische Ingenieur-Büro TTI, die finanzierende Weltbank und die Verwaltung Mumbais (MCBM) mit ihrem Konzept. Aufgabe Zu sanieren waren 4,3 Kilometer Schmutzwassersiel unterschiedlicher Eiprofil-Durchmesser in neun unterschiedlich langen Straßenzügen. Eine weitere Vorgabe war, den Querschnittsverlust unter vier Prozent zu halten. Die Bedingungen waren nicht einfach, in einer 19-Mio-Einwohner-Stadt, deren Versorgung weiterlaufen sollte und die denkbar engen Raum für Baustelleneinrichtungen ließ. Ausgewählt unter zwölf Bewerbern wurde die Michel Bau wegen ihres speziellen Inlinerverfahrens. Dabei wurden Rohre aus glasfaserverstärktem Kunststoff in die beschädigte Kanalisation einge- führt und wasserdicht miteinander verbunden. Ablauf Die ersten Michel Bau-Spezialisten begannen...

mehr unter: http://www.michelbau.de/down/Sanierungsprospekt_D.pdf

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Lötschberg Basistunnel Marti AG MoosseedorfARGE MBK Raron

Problemstellung:
Bei der Kiesaufbereitung muss der Feinanteil, der bautechnisch nur schlecht genutzt werden kann, mittels Kies- und Sandwäscher abgetrennt werden. Aus Kostengründen und behördlichen Vorschriften werden die Waschwässer gereinigt und in den Wasserkreislauf zurückgeführt. Zur Waschwasserklärung und Schlammentwässerung wird Flockungsmittel eingesetzt. Auf Grund der sich geänderter Gesteinsart blieb mit dem derzeit im Betrieb eingesetzten Flockungsmittel (Pulver) das Überwasser des Lamellenklärers milchig-trüb. Des weiteren musste die Zugabe an Flockungsmittel drastisch erhöht werden. Das trübe Überwasser sowie die Überdosierung führte zu Problemen bzgl. der Qualitätssicherung der neuen Rohstoffe.
Problemlösung:
Die REIFLOCK Abwassertechnik GmbH wurde von der Marti AG beauftragt ein optimales Flockungsmittel zu finden. Folgende Anforderungen wurden an das Flockungsmittel gestellt:
1. Breitbandige Wirkung auf Grund der sich ändernden
    Gesteinszusammensetzung.
2. Überwasser muss frei von Feststoffen sein (Klarwasser)
3. Reduzierung des Flockungsmittelverbrauchs
4. Flockungsmittel soll auch zur Schlammentwässerung
    eingesetzt werden können
Aus dem umfangreichen Sortiment der REIFLOCK wurden die geeigneten Flockungsmittel einem Laborversuch unterzogen. Im Laborversuch wurden unsere Flockungsmittel mit der jeweiligen Gesteinsart auf ihre Wirksamkeit geprüft. Dabei wurde Flockengröße/ -stabilität, Entwässerbarkeit und Dosierung festgehalten und bewertet. Nach Auswertung der Laborversuche wurde mit dem gefundenen Flockungsmittel ein Vorortversuch auf der Anlage durchgeführt. Schon nach der ersten Zugabe stellte sich nach kurzer Zeit wieder ein klarer feststofffreier Überlauf am Lamellenklärer ein. Durch weitere Optimierungen konnte der Versuch gegenüber dem vorigen Flockungsmittel um nahezu 30 % reduziert werden. Auch auf der Schlammentwässerung hat sich das REIFLOCK -Flockungsmittel bewährt.

http://www.reiflock.de/html/aktuell/aktuell_u.html?&home=true&artikel=25&m=2

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Kläranlage Mindelheim 

Interview mit Herrn Betriebsleiter Lutz von der KA Mindelheim 

Fragen über die Umrüstung der Kammerfilterpresse auf das ReiControl-System:
1. Wie kamen Sie bei der Entscheidungsfindung zur Umrüstung Ihrer 
     Kammerfilterpresse auf die Firma REIFLOCK?
    Ich wurde durch diverse Empfehlungen anderer Kläranlagen auf die Firma REIFLOCK
    aufmerksam. Es wurden im Vorfeld mit verschiedenen Mitbewerbern Vorversuche  
    durchgeführt.
    Die Firma REIFLOCK hatte bei den Vorversuchen die besten Ergebnisse erzielt.
2. Was können Sie uns über das Preis-Leistungsverhältnis dieser Investition sagen?
    Es werden Einsparungen bei den Entsorgungskosten erzielt. Durch die Automatisierung 
    mittels dem ReiControl-System ist eine hohe Betriebssicherheit gegeben. Zusätzlich hat 
    sich eine Reduzierung der Betriebsüberwachung eingestellt.
3. Können Sie uns Angaben bezüglich der Investitionentscheidung bzw. der für die 
     Kläranlagen  wichtigen Kosten/Nutzenrechnung machen?
    Die Investitionsentscheidung wurde durch Vorversuche geprüft. Die in den Vorversuchen 
    erzielten Ergebnisse haben sich bewährt.
4. Wie beurteilen Sie die Vorgehensweise der  Fa.REIFLOCK bezüglich der 
    Entscheidungsfindung zur Umrüstung bzw. Optimierung der   
    Schlammentwässerung?
   Die Firma REIFLOCK bietet einen schnellen und unproblematischen Service bei der
   Umsetzung der Umrüstung sowie bei der Optimierung der Kammerfilterpresse. Wir können 
   die Firma REIFLOCK mit bestem Gewissen weiterempfehlen.
 
   Die Firma REIFLOCK bedankt sich herzlich für das  Interview bei Herrn Betriebsleiter Lutz 

http://www.reiflock.de/html/aktuell/aktuell_u.html?&home=true&artikel=25&m=2 

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Lötschberg Basistunnel

Problemstellung:
Die beim Vortrieb anfallenden Tunnelabwässer (ca. 80l/s) sollen in die Rhone eingeleitet werden. Zur Einhaltung der Wasserqualität wurde von der Behörde der Grenzwert an ungelösten Stoffen (Schwebstoffe) auf 20 mg/l festgelegt. Allein durch das dafür gebaute Absetzbecken konnte der Grenzwert nicht erreicht werden.
Problemlösung:
Die REIFLOCK Abwassertechnik GmbH wurde von der ARGE MaTrans beauftragt, das Absetzverhalten der problematischen Schlammabwässer zu optimieren um den geforderten Grenzwerten gerecht zu werden. Da aufgrund der örtlichen Verhältnisse keine baulichen Veränderungen bzw. der Bau eines weiteren Absetzbeckens nicht möglich war, sollte das Absetzverhalten mittels Zugabe von Flockungsmittel verbessert werden.
Im Laborversuch wurden die Eigenschaften bzgl. Abwasserzusammensetzung und Auswahl des geeigneten Flockungsmittel bestimmt. Die Dosiermenge und -stellen wurden bei Vorortversuchen festgelegt. Nach Abschluss der positiven Versuche entschloss man sich die entsprechende Technik direkt im Tunnel zu installieren. Aufgrund der beengten Örtlichkeiten wurde die Ansatz- und Dosierstation Reifomat 500 sowie das Flockungsmittelgebinde direkt über dem Ablaufgerinne installiert. Trotz den problematischen Umgebungsbedingungen (Staub, Feuchte, Temperatur) hat sich die Dosieranlage Reifomat 500 in der Praxis bis heute bewährt.
Seit dem Betrieb der REIFLOCK-Technik und der Dosierung von REIFLOCK Flockungsmittel werden alle geforderten Grenzwerte eingehalten. Mit der o.g. Technik wurde der Schwebstoffgehalt auf 3mg/l gesenkt. Der geforderte Schwebstoff-Gehalt von 20 mg/l wird damit deutlich unterschritten und stellt kein Problem mehr dar.

http://www.reiflock.de/html/aktuell/aktuell_u.html?&home=true&artikel=20&m=2

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Mit moderner Regelungstechnik auf dem Weg zur Abgabenfreiheit

PRAXISBERICHT
REGELUNGSSYSTEM SC 1000 / NITRATAX PLUS / LDO

Ladbergen (Regierungsbezirk Münster, Nordrhein-Westfalen) verfügt über
eine der leistungsfähigsten Kläranlagen der gesamten Region. Das ist umso
erstaunlicher, je mehr die äußerst schwierigen Zulaufbedingungen mit
CSB-Werten von zeitweise bis zu 3.000 mg/l berücksichtigt werden. Mit
erheblichen Umbauten auf der Anlage, einer ebenso ungewöhnlichen wie
mutigen Klärschlamm-Vererdung und dem modernen Regelungs-System
OptiNox der Fa. KLEINE sorgte das Betriebspersonal binnen weniger Jahre
für diese Spitzenstellung. Solides Fundament sämtlicher Optimierungserfolge
ist die zuverlässige Analytik der Prozess-Messtechnik.
Den ganzen Artikel lesen Sie unter:

http://www.hach-lange.de/shop/action_q/download%3Bdocument/DOK_ID/14786953/type/pdf/lkz/DE/spkz/de/TOKEN/eLZ-eMtIxO0GRF4jJx6xVj-CKdI/M/GSkhkw

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Robuste Klärwerks-Gleitringdichtung (GLRD)  für Pumpen, Förderschnecken, Rührwerke

In Klärwerksanwendungen kommen vielfach Balg-Gleitringdichtungen, sowohl Gummibalg-,
wie auch Metallfaltenbalg-Gleitringdichtungen zum Einsatz.

Für bestimmte Einsätze sind diese Art von Gleitringdichtungen (GLRD) durchaus geeignet.

In einigen Anwendungen haben Balg-Dichtungen ihre Begrenzungen, so z. B. besteht die Gefahr des Verstopfens durch langfaserige Feststoffe und Fremdkörper, bei langsam-drehenden Wellen wird der Balg nicht „freigeschleudert" und Ablagerungen setzen sich zwischen die Lamellen; Ermüdung des Balgmaterials kann vorzeitig eintreten, rotierende Befederung kann Schiefstellungen nicht ausgleichen etc.

Die GLRD Typ 210N (siehe Abb.) hat geschützte, gekapselte Federn, dadurch kein Verstopfen und Zusetzen; durch die stationäre Anordnung wird Schiefstellung kompensiert, der dynamische O-Ring bewegt sich immer zur sauberen Seite hin, dadurch kein Festbacken, die Flexibilität der GLRD bleibt erhalten.

Zur weiteren Feststoffbeständigkeit und Verschleißfestigkeit hat die GLRD einen massiven Wolframkarbid-Gegenring und als Gleitring einen massiven Siliziumkarbid-Ring aus dem tribologisch vorteilhaften Q2-(SiSiC-) Material.

Die Gleitringdichtung ist beständig bis
28 bar, hält jedoch z.B. bei Rückspülung - auch bei Vakuum zu. Abmessungen von
24 mm Wellendurchmesser bis 130 mm in den gängigen Abstufungen.

Die GLRD Typ 210N ist speziell auf die Anforderungen in Klärwerken ausgelegt, dabei aber universell sowohl in Pumpen, Rührwerken und Förderschnecken einsetzbar.

http://www.chetra.de/web/aktuell_robuste_klaerwerks_glrd.htm

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Langzeit-Gleitringdichtung für Klärwerks-Pumpen

In Klärwerken durchläuft Abwasser diverse Stadien der Reinigung und Aufbereitung. Dabei kommen sowohl bei der Vorklärung wie auch bei der Schlammumwälzung und -aufbereitung Pumpen zum Einsatz.

Zur Abdichtung werden in der Regel einfachwirkende Gleitringdichtungen (GLRD) eingesetzt.

Aufgrund der hohen Feststoffanteile im abzudichtenden Medium, abrasiver Bestandteile
(z. B. Sand) und einem pH-Bereich, der sowohl im sauren wie auch im basischen Bereich liegen kann, sind geeignete Dichtungswerkstoffe und -ausführungen erforderlich.

Die GLRD Typ 700 wird diesen Erfordernissen gerecht und bietet hohe Wirtschaftlichkeit durch Erreichen von Standzeiten im Bereich von 10 Jahren und darüber.

Diese GLRD ist eine Metallfaltenbalg-Dichtung mit "selbstreinigendem" Lamellen-Balg aus korrosionsbeständigem Inconel (T.M. Cabot), Hartmetall-Gleitflächen und Fluor-Kautschuk (Viton® fluorelastomere*) ) als Nebendichtung. Der Wegfall einer Feder zum Schließen der Gleitflächen, ersetzt durch den Metallbalg als dynamisches Dichtelement, macht die GLRD weniger empfindlich für Ablagerungen und Verschmutzungen.

Durch geeignete Zusatzmaßnahmen wird die Wirtschaftlichkeit weiter erhöht; so ist in vielen Fällen eine dauernde Frischwasser-Spülung nicht erforderlich. Gelegentliches Spülen im Zeitraum von 2-4 Wochen für ca. 1-2 min. reicht aus.

In anderen Fällen hat sich die Anbringung einer Fettschmierung des Stopfbuchsraumes und gelegentliches Nachspeisen mittels Fettpresse bewährt.

Eine weitere Vereinfachung der Instandhaltung wird durch den Einsatz dieser Art GLRD als vormontierte einbaufertige Cartridge-Dichtung Typ 270 erzielt.
  
*) Viton® ist ein eingetragenes Warenzeichen der DuPont Performance Elastomers.

http://www.chetra.de/web/aktuell_klaerwerk.htm 

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Erfahrungen mit der biologischen Phosphorelimination im Klärwerk Regensburg

Nach der umfangreichen Erweiterung der Kläranlage in den Jahren 1999-2002
konnte erstmals eine biologische Phosphor-Elimination durchgeführt werden. Es
traten jedoch erhebliche unerwünschte Begleiterscheinungen wie stark erhöhter
Schlammindex, Schaumbildung und Probleme beim Betrieb des Faulturms
auf, die den gesamten Anlagenbetrieb behinderten. Erst durch die Reduzierung
der biologischen P-Elimination und gezielten Fällmitteleinsatz konnten die Problemewieder beseitigt werden.

Schlussfolgerung
Am Ende bleiben jedoch die Vorteile eines stabileren Betriebes der Biologie.
Damit verbunden ist jedoch auch deutlich weniger "man power" erforderlich, die man zur Bekämpfung der unangenehmen Begleiterscheinungen der Bio-P einbringen muss. Es stellt sich also abschließend die Frage ...

Den ganzen Artikel lesen Sie unter:
http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_0308/wl08_praktiker.pdf

Autor:
Johann Nuber
Klärwerk Regensburg
Am Kreuzhof 2
93055 Regensburg
Tel.: +49 (0)941-5071831
Fax: +49 (0)9410941-5071849
em@il: Nuber.Johann.Amt65@regensburg.de

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Kreide im Einsatz auf Kläranlagen

Ein Naturprodukt als Trägermaterial für die Belebungs-Biologie
Die Mikrostruktur der Kreide zeigt heute ihre Vorteile bei dem Einsatz in Kläranlagen. Zum einen besitzen die Partikel von Natur aus eine Teilchengröße von wenigen Mikrometern, zum anderen ist damit eine für Calciumcarbonate außergewöhnlich große Oberfläche von bis zu 6 m2/g verbunden. Das natürliche Produkt Kreide hat sich als gut suspendierbarer Stoff für den Einsatz in der biologischen Abwasserbehandlung bewährt. Kreide eignet sich hervorragend zur Bildung eines Kalk-Kohlensäure- Gleichgewichtes. Es löst sich gerade soviel der Kreide, wie zur Bindung der aggressiven Kohlensäure notwendig ist. CaCO3 + CO2 = Ca(HCO3)2 Der nicht gelöste Anteil stützt die Flockenstruktur der Biologie und bietet den Bakterien eine ideales Gerüst zum Aufwachsen. Viele Betreiber von Kläranlagen kennen die Probleme, die starke Regenfälle besonders im Herbst oder Frühjahr mit sich bringen. Die erhöhten Wassermassen bringen für so manchen Kläranlagenmeister ernsthafte Probleme mit sich. Aufgrund der hydraulischen Belastung kommt es schnell zu Abtrieb von Suspensa. Handelt es sich dann noch um sehr weiches Wasser, fehlt die Säurekapazität, um eine ausreichende Nitrifikation zu erzielen. Schnell läuft man Gefahr, die Ablaufwerte nicht einhalten zu können und bis Gegenmaßnahmen
wirken, kann es manchmal schon zu spät sein. Kommt dann noch mit dem Temperaturwechsel im Frühjahr verstärktes Fadenwachstum dazu, lässt sich der ordnungsgemäße Betrieb der Kläranlage meist nur noch mit einem hohen Aufwand an Additiven und Arbeitszeit gewährleisten. Als Beispiel für den Einsatz von Kreide sollen hier zwei Kläranlagen genannt werden...

Den ganzen Artikel lesen Sie unter:
http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_0308/wl08_kreide.pdf

Wolfgang Kallen
Abwassertechnologie & EDV
Dirk Kosemund
Vereinigte Kreidewerke Dammann KG
Kontakt:
Vereinigte Kreidewerke Dammann KG
Hildesheimer Straße 3
31185 Söhlde
Andrea Ermer
Tel.: +49 (5129) 78204
Dirk Kosemund
Tel.: +49 (5129) 78221

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Höchste Messgenauigkeit in der Durchflussmesstechnik mittels Kreuzkorrelation

Durchflussmessungen in großen Rohren und offenen Gerinnen stellen auch heute
noch besondere Anforderungen an die eingesetzte Messtechnik. Seit einiger
Zeit gibt es jedoch anwenderfreundliche Messgeräte auf Ultraschallbasis, die
mit Hilfe der Kreuzkorrelation vorher nicht erreichbare Genauigkeiten bieten
Ersatz einer unzulänglichen
Venturimessung im Zulauf einer
Kläranlage
Für eine rückstaubehaftete Venturimessung
musste zur Mengenbegrenzung
der Kläranlage eine Alternative
gefunden werden. Die Messung
hatte den Anforderungen der EKVOBayern
zu entsprechen. Aus Kostengründen
sollte die Lösung in den
bestehenden Baukörpern umgesetzt
werden. Der aus strömungstechnischer
Sicht einzig mögliche Messort ....

Den ganzen Artikel lesen Sie unter:

http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_0308/wl08_messgenauigkeit.pdf

Kontakt:
NIVUS GmbH
Im Täle 2
D-75031 Eppingen
Tel.: 07262 / 91 91-0
Fax: 07262 / 91 91-999
em@il: info@nivus.com
Internet: www.nivus.de

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Durchmischung, das Stiefkind der Schlammfaulung?

In Zeiten stetig steigender Strompreise wird ein Plädoyer für mehr Durchmischung
des Faulschlamms vielleicht zu einem Stirnrunzeln bei so manchem
Anlagenbetreiber führen. Aber ist es wirklich der richtige Weg, Störungen, wie
etwa ein regelmäßiges Überschäumen des Faulturmes, zu riskieren, nur um etwas
Strom zu sparen? Es ist zwar allgemein anerkannt, dass eine ausreichende
Durchmischung bei der Faulung wichtig ist, aber leider wird diese Tatsache in
der Praxis viel zu wenig beachtet., mehr unter:

http://www.die-wasserlinse.de/download/ausgabe_0308/wl08_durchmischung.pdf

Autor:
Dipl.-Ing. Bianka Muckenschnabl
UAS Messtechnik GmbH
Verfahrenstechnik, Wasser-,
Abwasserbehandlung
Prof.-Hermann-Staudinger-Str. 4
D-94227 Zwiesel
Tel.: +49 (0)9922 500943-13
Fax: +49 (0)9922 500943-10
em@il: info@uas.de
www.uas.de

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Neue Messtechnik und Steuerung gewährleisten zuverlässigen Betrieb des Regenbeckens

Die rund 400 Einwohner umfassende Gemeinde Bözen zählt zu den ältesten Weinanbaugebieten im Kanton Aargau (Schweiz). Gemeinsam mit 4 umliegenden Gemeinden wurde schon vor Jahren ein Abwasserverband gegründet. In dessen Einzugsgebiet liegt auch das Regenbecken der Gemeinde Bözen. Das Abwasser des Verbandes wird in einer gemeinsamen Kläranlage, welche sich am Ortsausgang der am tiefsten liegenden Gemeinde befindet, gereinigt.

Fallbeispiel als PDF herunterladen
http://endress.softwerk.de/eh/sc/europe/dach/de/home.nsf/imgref/56B4AE9F35649240C12575220031696F/$FILE/CS007Bde_20_Regenbecken_Boezen.pdf

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Audi Neckarsulm investierte in eine hochmoderne Abwasseraufbereitungsanlage.

Für optimale Werte sorgen Endress+Hauser Komponenten.
Bei Audi in Neckarsulm fallen täglich bis zu 1000 m3 Abwasser aus unterschiedlichen Produktionsbereichen, wie beispielsweise den Vorbehandlungsanlagen der Lackiererei oder auch der Aluwaschanlage an.

Für die Abwasserbehandlung hat Audi ca.1,6 Millionen Euro in eine hochmoderne Abwasseraufbereitungsanlage der Firma CHRIST GOEMA aus Vaihingen/Enz investiert. Für den sicheren Betrieb und die Einhaltung der Grenzwerte sorgen ausschließlich Endress+Hauser Messgeräte und Komponenten.

Mehr Informationen über die Abwasseraufbereitungsanlage

http://www.de.endress.com/eh/sc/europe/dach/de/home.nsf/?Open&DirectURL=E32221BCD02EBCACC12575220032EDDD 

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Besonders stabil: mit NH4 + NO3 + O2 intermittierend regeln

EIN PRAXISBERICHT
Für ein Höchstmaß an Betriebssicherheit und Abbauleistung sorgt in Rhede
(NRW, Deutschland) die Zusammenarbeit zwischen einer Nitratsonde
und einer Ammonium-Elektrode. Sie regeln in der intermittierend
belüfteten B-Stufe einer A-B-Anlage die Stickstoff-Elimination nach beiden
Parametern. Industrielles Abwasser macht hier eine hochbelastete A-Stufe
notwendig und verlangt danach eine zuverlässige und sichere Überwachung
dieser relevanten Stickstoff-Paramter. Nur mit beiden Prozess-Messgeräten
zusammen kann die Kläranlage konstant niedrige Auslaufwerte erzielen.

Den ganzen PRAXISBERICHT lesen Sie unter:
http://www.hach-lange.de/shop/lkz/DE/spkz/de/DOK_ID/14787219/type/pdf/action_q/download%3Bdocument/TOKEN/EP3wXNxF3ezKN7rLE4bZ8bV9wgU/M/UyAxvA

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Optimale Nährstoffverhältnisse für die Abwasserreinigung

EIN PRAXISBERICHT

Um die gesetzlichen Anforderungen an das gereinigte Abwasser einhalten zu
können, muss der Kläranlagen-Betreiber den Reinigungsprozess sorgfältig
steuern, um möglichen Überschreitungen der Grenzwerte rechtzeitig entgegenzuwirken.
Neben den physikalischen und chemischen Verfahren beruht
die Abwasseraufbereitung im wesentlichen auf der biologischen Behandlung
durch die Mikroorganismen des Belebtschlammes. Für eine optimale Reinigungsleistung sind daher Kenntnisse über die Nährstoffbedürfnisse und die
Zusammensetzung des Belebtschlammes von großer Bedeutung. Ursachen,
Folgen und Gegenmaßnahmen für ungünstige Nährstoffverhältnisse werden
in diesem Bericht dargestellt.

Den ganzen PRAXISBERICHT lesen Sie unter:
http://www.hach-lange.de/shop/action_q/download%3Bdocument/DOK_ID/14785905/type/pdf/lkz/DE/spkz/de/TOKEN/EYfcpOkkdjG41dyTZut-2qaUbaI/M/HLPVBQ

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Das Frühwarnsystem in der Nachklärung

EIN PRAXISBERICHT

Keine Partikel dürfen unbemerkt die Nachklärbecken der Kläranlage in Konstanz
am Bodensee verlassen. Die Auflagen der Bodenseerichtlinie verlangen
die uneingeschränkte Aufmerksamkeit in der Auslaufüberwachung
- sowohl bei gelösten als auch bei ungelösten Substanzen. Letztere rechtzeitig
zu erkennen und einen drohenden Schlammabtrieb zu verhindern, ist die Aufgabe
der Schlammspiegel-Messgeräte vom Typ SONATAX sc. Gleich vier
dieser hochsensiblen Geräte überwachen kontinuierlich die Sedimentation
und greifen im Notfall in die Rücklaufschlamm-Regelung ein.

Den ganzen BERICHT lesen Sie unter:

http://www.hach-lange.de/shop/action_q/download%3Bdocument/DOK_ID/14786714/type/pdf/lkz/DE/spkz/de/TOKEN/HsR_qSPxX5W2e6lk0t00Ary7HrQ/M/UvdHOg

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Havarie-Schutz durch NH4D sc Ammonium-Elektrode

EIN PRAXISBERICHT

Waibstadt, zwischen Heidelberg und Heilbronn gelegen, betreibt eine der leistungsfähigsten Kläranlagen Deutschlands. Obwohl die auf 21.000 EW ausgelegte
Anlage mit mehr als 110 % (23.500 EW) belastet wird, bewegen sich
die Auslaufkonzentrationen mancher Stichproben in der Nähe der analytischen
Bestimmungsgrenzen. Lediglich extreme Stoßbelastungen
können die makellose Abbauleistung dieser Ausnahme-Kläranlage unterbrechen
- allerdings nur kurzfristig, denn eine NH4D sc Ammonium-Elektrode
wacht als Havarie-Sensor im Belebungsbecken kontinuierlich über alle
Einleitungen und reagiert sofort.

 

Den ganzen PRAXISBERICHT lesen Sie unter:

http://www.hach-lange.de/shop/action_q/download%3Bdocument/DOK_ID/14786828/type/pdf/lkz/DE/spkz/de/TOKEN/700LXeZKzurARNojmW5cms1CmXQ/M/d7gNBA

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Elimination und Bestimmung von Phosphat-Verbindungen

Vermehrtes Algenwachstum, das schlimmstenfalls bis zum Umkippen eines
Gewässers führen kann, ist u. a. eine Folge von erhöhten Phosphat-Konzentrationen.
Gesetzliche Grenzwerte für PO4-P bei Abwassereinleitungen
sollen Bilder wie oben verhindern. Auf Kläranlagen wird deshalb eine gezielte
P-Elimination durchgeführt: Biologisch in Verbindung mit Nitrifikation/Denitrifikation
und/oder chemisch mit entsprechenden Fällungsmitteln. Eine zuverlässige
PO4-P-Analytik ist hierbei nicht nur für die Grenzwertüberwachung
unentbehrlich sondern auch für die optimale - und somit möglichst kostengünstige
Steuerung der P-Elimination...

Den ganzen PRAXISBERICHT lesen Sie unter:

http://www.hach-lange.de/shop/action_q/download%3Bdocument/DOK_ID/14786785/type/pdf/lkz/DE/spkz/de/TOKEN/U-b_iUPWRQ8JdqPqVfj2fTIiPas/M/Z8USzg

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Hohe Betriebssicherheit und niedrige Betriebskosten

Eine konstante Absenkung der Investitions- und
Betriebskosten durch Einsatz neuer Techniken bei
den modernen Phosphat-Analysatoren einerseits und
gestiegene Kosten für Fällmittel, Schlammentwässerung
und -entsorgung andererseits sind die Hauptgründe,
dass die automatische Regelung auf kleinen
Kläranlagen Einzug hält.
Ablesen lässt sich die Veränderung auch aus Berichten
in der Fachpresse. Wurde die Grenze der Wirtschaftlichkeit
für eine Regelung 1997 noch bei einer
Größe von. 35.000 EW gesehen, spricht man im
Jahr 2005 schon von einem ökonomischen Limit bei20.000 EW

Den gesamten Bericht lesen Sie unter:

http://www.hach-lange.de

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BELÜFTUNGSREGELUNG MIT SC 1000 / AMTAX SC / LDO

PRAXISBERICHT

„Wenn wir abends nach Hause gehen, wollen wir auch das Gefühl haben,
erfolgreich für die Umwelt gearbeitet zu haben", sagt Harald Heins,
Betriebsleiter der Kläranlage in Harsefeld (Niedersachsen, Deutschland). Bei
Nges <5 mg/l und einem CSB von 30 mg/l im Ablauf darf er auch mit einem
guten Gefühl nach Hause gehen. Seit Frühjahr 2007 reduziert seine Belüftungsregelung
auf SC 1000-Basis zudem die Betriebsstunden der
Belüftungswalzen um bis zu 20 %. „Obwohl wir in den nächsten Jahren ein
Prozess-Leitsystem installieren werden, bleibt es bei dieser kleinen, funktionierenden
Einheit. Warum sollten wir daran etwas ändern?"

Den ganzen Bericht lesen Sie unter:

http://www.hach-lange.de/shop/

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Betriebsoptimierung mit der NH4D sc ISE Ammonium-Sonde

Die Idylle trügt, denn der beschaulich wirkende Umlaufgraben
der Kläranlage Rommerskirchen-Villau (5.000 EGW) könnte durchaus
sparsamer mit dem Sauerstoffeintrag umgehen. Der Betreiber dieser Anlage,
der Erftverband mit Hauptsitz in Bergheim, hat sich deshalb entschieden, eine
→ Betriebsoptimierung durchzuführen.
Diese Situation findet sich auf vielen → kleineren bis mittleren Anlagen, die
ohne nennenswerte Ausstattung mit moderner Messtechnik kaum Einblick in
die Aufbereitungsprozesse haben. Mit der Entwicklung kostengünstiger und
einfacher aufgebauter → Prozess-Messgeräte, die → ohne Probenaufbereitung
arbeiten, lässt sich künftig auch hier an vielen Stellen → Energie sparen. 

Lesen Sie den ganzen Bericht hier:
Fir-Lit-Pub-Lange-NH4D.pdf

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Telemetrie für Anlagensicherheit auf höchstem Niveau

Zuverlässigkeit ist besonders bei Regelungen ein zentrales Thema, die entweder
Betriebskosten senken oder Grenzwerte einhalten müssen.
Gleich beides wird von der externen Kohlenstoffzugabe auf der Kläranlage in
Radolfzell am Bodensee verlangt! Um dieser anspruchsvollen Doppelaufgabe
gerecht zu werden, versorgen Prozess-Messgeräte das Leitsystem ständig
mit Messdaten und signalisierungen per Telemetrie ihre Einsatzbereitschaft.
Deutlich ist seither die Anzahl der Grenzwertüberschreitungen zurückgegangen
und die Ersparnis bei der C-Dosierung beläuft sich auf bis zu 8.000 €
jährlich. 

Lesen Sie den ganzen Bericht hier:
Fir-Lit-Pub-Lange-Telemetrie.pdf

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Die richtige Prozess-Messtechnik für den N- und P-Abbau

Im Zuge der → weitergehenden Abwasserreinigung entstanden neue Aufbereitungsverfahren
für die Parameter rarr; Stickstoff und Phosphor. Heute rücken
steigende Kosten den rarr; wirtschaftlichen Einsatz von Energie und Hilfsstoffen
immer stärker in den Mittelpunkt. Die rarr; Steuerungs- und Regelungstechnik
allein ist dieser Herausforderung nicht gewachsen. Gezielte Eingriffe in die
Aufbereitungsprozesse zur nachhaltigen Kostensenkung gelingen nur unter
Einbindung geeigneter rarr; Prozess-Messtechnik. Dieses Dokument ordnet auf
Basis der rarr; Stickstoff- und Phosphorbilanzen nach DWA die richtigen Prozess-
Messgeräte den einzelnen Aufbereitungsschritten zu. 

Lesen Sie den ganzen Bericht hier:
Fir-Lit-Pub-Lange-Bilanzen.pdf

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Deutlich reduzierte Schlammmenge mit SOLITAX highline sc

Die landwirtschaftliche Verwertung getrockneter Schlämme rein kommunaler
Kläranlagen wird zunehmend schwieriger und damit teurer. Zusätzliche
Aufbringungsverbote verschärfen die Problematik (Klärschlammverordnung
AbfKlärV von 1992, zuletzt geändert am 20.10.2006). Die Kosten
der Klärschlamm entsorgung in Europa werden auf jährlich 2,2 Mrd. Euro
geschätzt - unter Beibehaltung des hohen Anteils an landwirtschaftlicher und
landschaftsbaulicher Verwertung (60%). Sollte die thermische Entsorgung verpflichtend
werden, stiegen die Kosten auf über 3 Mrd. Euro bzw. um 40%[1].
Die Schlammmenge lässt sich mit Hilfe der Feststoff-Sonde SOLITAX
highline sc deutlich reduzieren, z.B. auf der Kläranlage Papenburg (48.000 EW). 

Lesen Sie den ganzen Bericht hier:
FW-Lit-Pub-Lange-Solitax.pdf 

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