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Der Kampf gegen das Fremdwasser
Die Marktgemeinde Altmünster in Oberösterreich hat in ihrem Entwässerungsgebiet über 100 km Schmutzwasserkanal zu betreuen. Dazu gehören auch mehr als 3500 Schmutzwasserschächte. Obwohl wir im Trennverfahren entwässern, steigt der Zufluss zur Kläranlage bei Regenwetter doch gewaltig an. Dies liegt weniger an Fehlanschlüssen mit Regenwasserkanälen, sondern an den Be- und Entlüftungsöffnungen der Schachtabdeckungen. Denn bei Niederschlägen fließen an exponieren Stellen (Tiefpunkte wie zum Beispiel Spurrinnen) über diese Öffnungen größere Mengen an Oberflächenwasser in unsere Schmutzwasserkanäle. Dieses Fremdwasser ist ärgerlich. Es belastet unnötig unsere Schmutzwasserkanäle und unsere Kläranlage nicht nur hydraulisch, es führt auch zu höheren Betriebskosten. Um etwas dagegen zu tun, haben wir schon seit Jahren damit begonnen, gezielt an exponierten Stellen die Be- und Entlüftungsöffnungen teilweise zu verschließen. Wie gehen wir vor? Mit den herkömmlichen Kunststoffstopfen waren wir nichtzufrieden, denn wir konnten keinen dauerhaften Verschluss erreichen. Wir ergriffen deshalb selber die Initiative und ließen Aluminiumstopfen anfertigen (Abbildung 1). Die Stopfen haben eine konische Form mit einem Durchmesser, der um ca. 2 mm größer ist als der Lochdurchmesser des Deckels. Die Stopfen werden mit dem Fäustel in die Löcher geschlagen. Als Anhaltspunkt galt für uns, den Durchmesser so zu wählen, dass nach dem Hineinschlagen noch ca.1mm über den Deckel vorsteht.
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Betriebsinfo Informationen für das Betriebspersonal von Abwasseranlagen Heft 2 - 2011
Autor
Josef Leidinger
Wassermeister und Leiter des Wirtschaftsbetriebes
Altmünster, Österreich




