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A. Aktuelles

Hier finden Sie alle aktuellen Meldungen chronologisch geordnet. Suchen Sie frühere Meldungen, so sehen Sie in den Sachgebieten nach oder geben rechts oben einen Suchbegriff in das Suchen-Feld ein.

1)      Tägliche Meldungen

B. Forum

1)      Fragen und Antworten

Das Forum steht allen Nutzern zur Verfügung. Hier können Sie alle Beiträge lesen, selbst Beiträge erstellen oder auf Beiträge antworten

C. Fachwissen

Hier schreiben Praktiker für Praktiker. Haben Sie auch etwas Interessantes zu berichten, so schreiben Sie uns an Kontakt@Klaerwerk.info .

1)     Abwasserreinigung
2)      Energie- und E-Technik
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4)      Maschinentechnik
5)      Labor
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8)      Aus Bund Ländern und EU
         a) Vom Bund
         b) Aus der EU und aller Welt
         c) Aus den einzelnen Bundesländern (geordnet nach Bundesländer)
9)      Recht und Gesetze
         a) Beiträge zum Umweltgesetzbuch
         b) Beiträge zur Wasserrahmenrichtlinie (WWRL)
         c) Beiträge zum Erneuerbare Energien Gesetz (EEG)
10)    Neue Fachliteratur
         a) Neue Bücher
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         d) Fachzeitschriften
         e) Lexika und Wörterbücher
11)  Tipps und Tricks

D. Berufliches

Der zweite Schwerpunkt von Klärwerk.info. Hier finden Sie alles für Arbeitnehmer und Vorgesetzte und was Sie persönlich angeht.

1)      Arbeitssicherheit
         a) Unfallverhütungsvorschriften- Regeln und Information
         b) Formulare und Erlaubnisscheine
         c) Gesetze und Verordnungen zur Arbeitssicherheit
         d) Umsetzung der Betriebssicherheitsverordnung
         e) Unterweisungshilfen
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         g) Ex-Schutz auf Kläranlagen
2)
      Tarif- und Arbeitsrecht
         a) Tarifrecht, Tarifvertrag, Gehaltsrechner und mehr
         b) Mitarbeitergespräche, Mitarbeiterbeurteilung
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         e) Arbeitszeugnisse
3)      Aus- und Weiterbildung
         a) Ansprechpartner
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         a) Ausbildungshilfen für Ausbilder und "Azubis"
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         c)  Prüfungsaufgaben
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         g) Formeln, PSE und weitere Hilfen
5)      Meisterschüler
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         b) Prüfungsaufgaben
6)        Offene Stellen

E. DWA-Infos

1)      Klärwerksnachbarschaften
         a) Kläranlagennachbarschaften in Bayern
         b) Kläranlagennachbarschaften in Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern
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2)      DWA-Informationen
         a) DWA Arbeitsblätter
         b) KA-Betriebs-Infos
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         d) Meldungen der DWA

F. Kläranlagen

1)      Links zu Kläranlagen und Abwasserverbänden
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3)      Meldungen von den Kläranlagen

G. Nützliches

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7)      Allgemeine Meldungen und Berichte

H. Fortbildungsdatenbank

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I. Produktsuche/ Lieferanten

J. Kontakt

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3)      Kontakt

20.02.2019 02:29

Klärwerk.info / Kläranlagen / Meldungen von der Kläranlagen

Meldungen von der Kläranlagen

Übersicht über alle Meldungen von Kläranlagen und Zugang zum Archiv.

Meldungen 2008 
Meldungen 2009
Meldungen 2010  Meldungen 2011 
Meldungen 2012  Meldungen 2013
Meldungen 2014 Meldungen 2015
Meldungen 2016 Meldungen 2017
Meldungen 2018
 

Januar 2019
Berlin Smartes System lenkt Berliner Verkehr bei Überflutung um
Hamburg
HAMBURG WASSER ÜBERNIMMT FÜR WEITERE 20 JAHRE DIE ABWASSERBESEITIGUNG
FÜR BUXTEHUDE 
Bad Cambach
Erster Teil der Betonsanierung auf der Kläranlage Beuerbach 
Bad Cambach
Blockheizkraftwerke der Kläranlage Niederselters 
EVS
Gebührenstabilität bei der Abfallentsorgung und der Abwasserreinigung auch im
nächsten Jahr - Verband gut vorbereitet auf die Herausforderungen der Zukunft 
Hamburg
NEUE ABWASSERGEBÜHREN 
Köln
Köln gewinnt beim Bundeswettbewerb "Klimaaktive Kommune 2018"  
Veolia
Aus OEWA wird Veolia 
Ruhrverband
Ruhrverband senkt erneut die Kosten für die Abwasserreinigung 
Veolia
Veolia an der Seite des AZV Sachsen-Nord 
Wupperverband
Wasserwirtschaft mit Kooperationen gestalten 
Wupperverband
Laichsaison läuft: Meerforelle & Co. tummeln sich nun in Wupper und Nebenflüssen 

 


Berlin: Smartes System lenkt Berliner Verkehr bei Überflutung um

Forschungsprojekt SENSARE bündelt Geo- und Wetterdaten
Auch wenn es 2018 in Berlin nicht danach aussah: Starkregen nehmen zu und damit wächst in den zunehmend versiegelten Städten auch die Gefahr überfluteter Straßen. Koordiniert von den Berliner Wasserbetrieben arbeitet ein Forschungskonsortium an einem Echtzeit-Informationssystem, das in solchen Fällen Alarm schlägt. Das schützt vor Unfällen und informiert Einsatz- und Rettungskräfte rechtzeitig über aktuelle Verkehrslagen.
Demnächst funken Berliner Busse nicht nur Daten über Position und Zeit an ihre Zentralen, sondern auch, ob sie durch Pfützen fahren und wie tief diese sind, Müllwagen werden gleiches tun. Diese Angaben werden mit Geo- und Wetterdaten kombiniert und können so im Ergebnis in Echtzeit vor Überflutungen warnen. Verkehrsströme werden dann durch verän-derte Ampeln und Infos auf Navigationssystemen so gesteuert, dass Gefahrenstellen gemieden werden. Noch ist das Zukunftsmusik, aber der Anfang ist gemacht. SENSARE - kurz für „Sensorbasierte Stadtgebietsanalyse für Starkregengefährdungen zur Warnung und Resilienz Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur" - heißt das bis 2021 von den Berliner Wasserbetrieben koordinierte Verbundforschungsprojekt. Darin arbeiten die TU Kaiserslautern, die BVG, die BSR, die Stromnetz Berlin GmbH und die Senatsumwelt- und die Senatswirtschaftsverwaltung. Weitere Projektpartner sind der Softwareentwickler e.sigma GmbH, die Urban Software Institute GmbH und die Smart City Solutions GmbH. Gefördert wird das Projekt im Rahmen der Förderrichtlinie Modernitätsfonds („mFUND") durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Ergebnisse nützen auch der Infrastruktur- und Stadtplanung
Die SENSARE-Partner identifizieren zunächst auf Basis einer Schwachstellenanalyse die Senken des Berliner Stadtgebiets, in denen eine erhöhte Überflutungsgefahr von Straßen und Kreuzungen besteht. Diese Geodaten sollen mit Wetterdaten kombiniert werden. Um deren Messnetz stark zu verdichten, werden u.a. Busse und Lkw mit speziellen Messsensoren ausgerüstet, die Daten zum Wetter und Wasserständen senden. Mittels Computersimulationen wird daraufhin modelliert, wie hoch das Risiko einer Überflutung ist und wie man mittels NowCasting - unmittelbaren Wettervorhersagen - die Verkehrsteilnehmer umleiten könnte. Im ersten Schritt sollen diese Daten in die Leitsysteme der Stadt fließen, später auch in die Navigationsgeräte von Autos. Neben der Warnung und Lenkung des Verkehrs erwar-ten die SENSARE-Partner auch Hinweise, wie man künftig den Faktor Regen besser in die Infrastruktur- und Stadtplanung integrieren kann.

Hintergrund: Kanalisation ist für normale Regenmengen ausgelegt, nicht für Wetterextreme. Denn der Platz unter den Straßen ist begrenzt und stärkster Regen selten. Dennoch ist angesichts des Klimawandels häufiger mit Wolkenbrüchen zu rechnen und die immer dichter versiegelten Städte können deren Folgen potenzieren. Das hat auch Berlin im Sommer 2017 mit bis zu 200 Litern Regen an nur einem Tag eindrucksvoll erlebt. Regnet es mehr als die Kanalisation fasst, dann kommt es temporär zu Überläufen in Gewässer oder auch zu Wasserstauungen auf Straßen, die mehr als Pfützen sind. Und das kann gefährlich werden.

Weitere Infos:
https://infralab.berlin/challenges/challenge-4-sensare/
www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/DG/mfund-projekte/sensare.html?nn=326002
https://www.uni-kl.de/no_cache/pr-marketing/news/news/verkehrs-sensortechnik-soll-vor-ueberfluteten-strassen-schuetzen/
http://www.bwb.de/de/299_23163.php
 
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HAMBURG WASSER: ÜBERNIMMT FÜR WEITERE 20 JAHRE DIE ABWASSERBESEITIGUNG FÜR BUXTEHUDE

Bereits seit 2004 ist HAMBURG WASSER ein verlässlicher kommunaler Kooperationspartner für die Abwasserfortleitung und -reinigung der Hansestadt Buxtehude. Diese Zusammenarbeit wird ab dem 01. Januar 2019 für 20 Jahre weitergeführt. Eine entsprechende Vereinbarung haben die Buxtehuder Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt und Nathalie Leroy, Geschäftsführerin von HAMBURG WASSER, im Dezember dieses Jahres unterzeichnet. Mit der Vertragsverlängerung stellt die Hansestadt Buxtehude wichtige Weichen für die Zukunft: HAMBURG WASSER stellt nicht nur den reibungslosen Abtransport des Abwassers sicher, sondern gewährleistet die ab 2029 gesetzlich vorgeschriebene Klärschlammverbrennung und Phosphorrückgewinnung. 

„Die Vertragsverlängerung ist für uns eine weitere Weichenstellung in die Zukunft hinsichtlich der Daseinsvorsorge der Buxtehuder Bürgerinnen und Bürger. Mit HAMBURG WASSER haben wir einen Partner an unserer Seite, mit dem wir bereits viele Jahre sehr gut zusammengearbeitet haben. Gerade in unseren schnelllebigen Zeiten ist es gut, eine so langfristige Kooperation zu pflegen", so Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt. 
Geschäftsführerin Nathalie Leroy betont, dass die Bürgerinnen und Bürger Buxtehudes weiterhin mit dem verlässlichen Service von HAMBURG WASSER rechnen können: „Wir freuen uns über die Weiterführung des partnerschaftlichen Miteinanders in unserer Metropolregion, von dem beide Seiten profitieren. Buxtehude kann weiterhin mit der gewohnten Entsorgungssicherheit auf hohem Niveau rechnen. Zusätzlich ist die Phosphorrückgewinnung aus Klärschlammasche, wie es der Gesetzgeber vorschreibt, über das Klärwerk Hamburg langfristig gesichert." 

https://www.hamburgwasser.de/privatkunden/unternehmen/presse/hamburg-wasser-uebernimmt-fuer-weitere-20-jahre-die-abwasserbeseitigung-fuer-buxtehude/

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Bad Cambach: Erster Teil der Betonsanierung auf der Kläranlage Beuerbach

Die Kläranlage Beuerbach ist seit 1980 in Betrieb. Die ältesten Anlagenteile sind somit bereits annähernd 39 Jahre ununterbrochen von Abwasser durchflossen. Grund genug, die Bautechnik einer genaueren Untersuchung zu unterziehen und eine Sanierung der älteren Stahlbetonbauteile durchzuführen, um eine gravierende Substanzverschlechterung zu vermeiden. Ergebnis der umfangreichen Untersuchungen war, dass insbesondere die älteren Bauwerke saniert werden müssen. Die Maßnahmen müssen natürlich ohne Beeinträchtigung der Reinigungsleistung durchgeführt werden, so dass in den kommenden Jahren einzelne Teilschritte nacheinander saniert werden müssen.

Begonnen wurde in diesem Jahr mit den beiden Sand- und Fettfängen, die parallel betrieben werden und bautechnisch verbunden sind.

Eine der beiden Behandlungsstraßen blieb in Betrieb, während die andere saniert wurde und umgekehrt. So konnte auch während der Sanierung die Abscheidung von Sand und Fett aufrecht erhalten werden. Entsprechende Provisorien mussten eingerichtet und unterhalten werden.

Die erforderlichen Sanierungsarbeiten wurden im Sommer 2018 durchgeführt. Nach der Beckenleerung und -säuberung wurden zunächst sämtliche maschinellen und elektrotechnischen Ausrüstungsteile ausgebaut, bevor die eigentliche Sanierung beginnen konnte.

Hierbei wurde zunächst mittels Höchstdruckwasserstrahl (bis 2.000 bar) die obere, geschädigte Betonschicht abgetragen. Besondere Schadstellen mussten einzeln bearbeitet werden. Anschließend wurde die freigelegte Bewehrung behandelt, bevor wieder neuer Beton mittels Spritzverfahren aufgebracht wurde. Abschließend erfolgte noch ein zusätzlicher Schutz der Oberfläche mit einer speziellen Schutzschicht. Außerdem wurden die Fugen abgedichtet und verschlossen.
Abschließend wurde noch eine neue Räumerbrücke mit maschinentechnischer Ausrüstung (Räumschild, Pumpen usw.) montiert. Mit dieser technischen Ausrüstung werden abgesetzter Sand und das Fett aus dem Sandfang abgezogen und abtransportiert. Auch die Einbauten im Sandfang und die Lufteintragsleitungen wurden erneuert.

Insgesamt wurden rund 450.000,- Euro investiert.

https://www.kbv-badcamberg.de/news/2018-12-02-erster-teil-der-betonsanierung-klaeranlage-beuerbach.html

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Bad Camberg: Blockheizkraftwerke der Kläranlage Niederselters

Auf der Kläranlage Niederselters sind bereits seit vielen Jahren zwei BHKW-Module (Blockheizkraftwerke) zur Erzeugung von elektrischer und thermischer Energie im Einsatz. Als Brennstoff zum Betrieb der Anlage dient das im Faulbehälter der Kläranlage entstehende Faulgas. Die mittels der BHKW-Module erzeugte elektrische Energie wird direkt in das klärwerksinterne Niederspannungsnetz eingespeist und verringert somit den Strombezug aus dem Stromversorgungsnetz. Die mittels der BHKW-Modul gewonnene thermische Energie wird zur Beheizung des Faulbehälters und der Gebäude genutzt. Eine temperaturabhängige Zuheizung mit einem separten Kessel erfolgt nur in sehr kalten Wetterperioden, in den Wintern der letzten Jahre nur an wenigen Tagen. Die aktuellen Maschinen wurden 1999 errichtet und waren somit bereits seit 18 Jahren in Betrieb. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer war bereits überschritten, so dass eine Erneuerung der Anlage anstand.
Nach eingehender Planung wurden die beiden neuen BHKW-Module wieder auf eine elektrische Leistung von jeweils 50 KW ausgelegt. Die thermische Leistung beträgt jeweils 83 kW.

Die neuen Aggregate haben einen Wirkungsgrad von annähernd 90 Prozent und sind somit nochmals effizienter als die vorhandenen. Mit der Faulgasnutzung in den BHKW wird zwischen 50 und 60 Prozent der gesamten für den Betrieb der Kläranlage benötigten elektrischen Energie gedeckt. Zusätzliche thermische Energie ist so gut wie nicht mehr nötig. Dadurch wird ein sehr wichtiger Beitrag zur Vermeidung von Primärenergieverbrauch und zur Reduktion von CO2-Emissionen geleistet.

Die elektrische Energie wird bevorzug selbst genutzt, allerdings kann es zeitweise auch vorkommen, dass mehr Strom durch die BHKW zur Verfügung gestellt wird als für die Kläranalge benötigt wird. In diesem Fall wird der überschüssige Strom in das Netz des Energieversorgungsunternehmens (Netzbetreibers) eingespeist und dem Abwasserverband vergütet.

Insgesamt investierte der Abwasserverband Emsbachtal rund 460.000,- Euro. Mehr:

https://www.kbv-badcamberg.de

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EVS: Gebührenstabilität bei der Abfallentsorgung und der Abwasserreinigung auch im nächsten Jahr - Verband gut vorbereitet auf die Herausforderungen der Zukunft

Einstimmig wurde am 11. Dezember der Wirtschaftsplan 2019 für die Abwasser-und die Abfallsparte des Entsorgungsverbandes Saar von den saarländischen (Ober)BürgermeisterInnen beschlossen.

Der EVS-Wirtschaftsplan für das kommende Jahr steht für zwei Zielsetzungen im Besonderen:

Zum einen wird auch in 2019 die bereits seit 2012 bestehendeGebührenstabilität aufrechterhalten. Es kommen also auf die Bürgerinnenund Bürger von Seiten des EVS im achten Jahr in Folge keine zusätzlichen Kosten für die Abfallentsorgung und die Reinigung des Abwassers zu.

Das zweite erklärte Ziel des EVS ist es, mit der Bildung von Rücklagen auchlängerfristig Gebührensprüngen vorzubeugen und schon heute für die zahlreichen Herausforderungen der Zukunft vorzusorgen. So erfordern beispielsweise die Diskussion um zusätzliche Reinigungsstufen für Kläranlagen, neue Anforderungen an die Verwertung von Klärschlamm,wegfallende Zuschüsse und steigende Aufwendungen für den Einkauf von Strom eine nachhaltige Finanzplanung für den Abwasserbereich des Verbandes. Auch in der Abfallwirtschaft können sich Konstellationen ergeben, die ein finanzielles „Polster" erforderlich machen - so z.B. steigende Kosten im Bereich der Deponierekultivierung und der Wertstoff-Zentren oder die eventuelle Notwendigkeiteine Grüngut-Kompostieranlage zu errichten.

Mit dem Wirtschaftsplan 2019 sind wichtige Weichen gestellt, um auch für künftige Aufgaben gewappnet zu sein.

https://www.evs.de/aktuell/presse/archiv/pressemeldung/artikel/gebuehrenstabilitaet-bei-der-abfallentsorgung-und-der-abwasserreinigung-auch-im-naechsten-jahr-verban/

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HAMBURG: NEUE ABWASSERGEBÜHREN

Mit Beschluss vom 4. Dezember hat sich der Senat für eine moderate Anpassung der Abwassergebührenentschieden. Die neuen Gebühren werden in Kürze im Hamburger Amtsblatt veröffentlicht und treten zum 1. Januar 2019 in Kraft. Im Einzelnen steigen die Gebühren für die Beseitigung von Schmutzwasser um rund 0,5 % von derzeit 2,13 Euro pro Kubikmeter auf 2,14 Euro pro Kubikmeter. Die Niederschlagswassergebühr wird ebenfalls um einen Cent von derzeit 0,73 Euro je Quadratmeter versiegelter Fläche und an die Kanalisation angeschlossener Fläche auf 0,74 Euro pro Quadratmeter angehoben. Die Gebühr ist erforderlich, um angesichts steigender Personal- und Sachkosten Kostendeckung zu gewährleisten. Die Mehrbelastung für einen statistischen Durchschnittshaushalt liegt bei etwa 0,13 Euro pro Monat.

https://www.hamburgwasser.de/privatkunden/unternehmen/presse/neue-abwassergebuehren/
 
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Köln: gewinnt beim Bundeswettbewerb "Klimaaktive Kommune 2018"

Köln gehört zu den Gewinnern beim Wettbewerb "Klimaaktive Kommune 2018". Die Auszeichnung wurde für das öffentliche Starkregenmanagement vergeben, bei dem die Information und Beteiligung der Öffentlichkeit einen Schwerpunkt bildet. Ausgeschrieben wird der Wettbewerb "Klimaaktive Kommune" vom Bundesumweltministerium und dem Deutschen Institut für Urbanistik. Kooperationspartner sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag und der Deutsche Städte- und Gemeindebund.
Elfi Scho-Antwerpes, Bürgermeisterin der Stadt Köln, nahm am heutigen Donnerstag, 6. Dezember 2018, den Preis in Berlin entgegen. Das Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro ist in die Umsetzung weiterer Vorhaben zum Klimaschutz oder in die Anpassung an den Klimawandel zu investieren.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker:
"Ich freue mich sehr über die Auszeichnung und darüber, dass die Aktivitäten der Stadt Köln im Starkregenmanagement gewürdigt werden. Köln ist eine wachsende Stadt und erfreulicherweise ein hochattraktiver Wirtschafts- und Medienstandort. Das Wachstum führt dazu, dass die Bauaktivitäten im privaten wie im öffentlichen Bereich täglich zunehmen. Wichtig ist mir, dass das bauliche Wachstum nicht im Widerspruch zur Überflutungsvorsorge steht und etwa Bodenversiegelung unkontrollierten Lauf lässt. Starkregenvorsorge ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die nur dann gelingt, wenn alle Beteiligten in ihrem Verantwortungsbereich zum Erfolg beitragen. In den letzten Jahren stand die Sensibilisierung der Bevölkerung zu Überflutungsgefahren im Vordergrund. Das Preisgeld möchten wir dazu verwenden, Privatpersonen bei der Planung eigener Objektschutzmaßnahmen zu unterstützen."
Hierzu plant die Stadt Köln einen Online-Fragebogen, der automatisiert Maßnahmen vorschlägt.
Bundesumweltministerin Svenja Schulze gratulierte der Stadt Köln und den weiteren Preisträgern und betonte die Bedeutung des kommunalen Engagements. Schulze:
"Kommunen und Regionen sind Schrittmacher im Klimaschutz und bei der Anpassung an den Klimawandel. Für einen erfolgreichen Klimaschutz gilt es, global und lokal zugleich zu handeln: In Kattowitz verhandeln wir den globalen Rahmen, vor Ort zeigen Kommunen, wie Klimaschutz in der Praxis funktioniert. Klimaschutz steht hier für Innovation, Lebensqualität und regionale Wertschöpfung."

Gemeinsam gegen Schäden durch Starkregen vorsorgen
Köln hat das Thema Überflutungsvorsorge im Zusammenhang mit Starkregen als kommunale Gemeinschaftsaufgabe ausgemacht, bei der sowohl der öffentliche als auch der private Sektor zusammenarbeiten müssen. Bereits zwischen 2011 und 2013 hat sich die Stadt im Rahmen des Forschungsprojekts "Klimawandelgerechte Metropole Köln" mit extremen Wetterlagen und der Anpassung an die Folgen des Klimawandels beschäftigt. Unter anderem im Juli 2017 war Köln von einem Starkregenereignis betroffen, bei dem es zu Schäden durch Überflutungen im Stadtgebiet kam. Das Starkregenmanagement orientiert sich eng an den Kölner Erfahrungen mit dem Rheinhochwasser. Vorhandene Schadens- und Gefährdungspotenziale werden bewertet, Risikobereiche identifiziert und Maßnahmen zur Vorsorge benannt.

Ein Katalog mit mehr als 90 Maßnahmen dient nun als Leitlinie für die Starkregenvorsorge und wird ständig fortgeschrieben. Gestaltungsmöglichkeiten bieten sich der Stadt vor allem im Neubau und auf öffentlichen Flächen. 2017 haben Stadtverwaltung und Stadtentwässerungsbetriebe (StEB Köln) daher gemeinsam einen Leitfaden für eine wassersensible Stadt- und Freiraumgestaltung in Köln erarbeitet, der auf einem Leitfaden der Stadt Bremen fußt. Hier zeigt sich, dass auch eine Vernetzung verschiedener Kommunen zielführend ist. Die Erstellung im interdisziplinären Team in Köln sensibilisierte viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Thema Starkregen - quer durch die Fachbereiche der Stadt. Ein gutes Beispiel für die aktive Umsetzung von Überflutungsvorsorge im öffentlichen Raum ist die Umgestaltung des Eiler Schützenplatzes zu einer multifunktionalen Fläche. Die Grünfläche soll zukünftig einerseits ein attraktiver Aufenthaltsort für die Menschen vor Ort sein und andererseits bei Starkregen größere Wassermassen speichern, damit diese keine Schäden an der umliegenden Bebauung verursachen.

Bürgerinnen und Bürger informieren und unterstützen
Die Überflutungsvorsorge auf bereits bebauten Flächen liegt meist in privater Hand. Doch nur wer die Gefahr kennt, kann das Risiko minimieren. Zur Information der Kölner Bevölkerung haben die StEB Köln im Frühjahr 2017 eine Starkregengefahrenkarte veröffentlicht - online frei zugänglich und mit verständlichen Erläuterungen verknüpft. Damit steht ein Werkzeug für die Einschätzung der Gefährdung des eigenen Grundstücks bereit. Die Karte dient der Stadtplanung außerdem als Entscheidungshilfe bei der überflutungsgerechten Entwicklung des Stadtgebiets. Eine Broschüre "Wassersensibel Planen und Bauen in Köln" liefert Haus- und Wohnungseigentümerschaften sowie Mieterinnen und Mietern außerdem konkrete Vorschläge für den Schutz gegen oberirdische Überflutung, Kanalrückstau und Sickerwasser - sowohl für den Bestand als auch den Neubau.

Dieses Informationsangebot wird durch Formate zur direkteren Ansprache der Kölner Bevölkerung ergänzt - unter anderem mit Informationsständen auf Straßenfesten, Infoabenden und einer Wanderausstellung zum Thema Starkregen. Dabei dienten Bezirksrathäuser, der Zoo oder die Volkshochschule bereits als Ausstellungsorte. Viele Menschen werden durch die Kooperation mit Bürgervereinen erreicht. Alle Vereine der Stadt erhielten das Angebot, die Mitglieder im Rahmen eines Infoabends zum Thema Starkregen und Überflutungsvorsorge einzuladen. Expertinnen und Experten der Stadtentwässerung informieren dabei zum Thema, beantworten Fragen und gehen in den persönlichen Dialog mit Interessierten.

Mit verschiedensten Kooperationen, der Entwicklung von Informationsangeboten und der Einbeziehung aller Einwohnerinnen und Einwohner in die Überflutungsvorsorge geht Köln einen großen Schritt bei der Anpassung an den Klimawandel und kann Vorbild für andere Kommunen sein.

Wettbewerb "Klimaaktive Kommune"
Der Wettbewerb "Klimaaktive Kommune" (bis 2015 Wettbewerb "Kommunaler Klimaschutz") wird seit 2009 im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative ausgelobt. Im Wettbewerb "Klimaaktive Kommune 2018" wurden insgesamt 81 Beiträge in vier unterschiedlichen Kategorien eingereicht. Die Stadt Köln hat sich mit dem Projekt "Überflutungsvorsorge als Aufgabe der Stadtgemeinschaft" in der Kategorie "Klimaanpassung in der Kommune" beworben. In dieser Kategorie gab es elf Bewerber, aus denen drei Gewinner ausgewählt wurden.

Weitere Informationen
Informationen zum Wettbewerb sowie Fotos von der Veranstaltung und vom ausgezeichneten Projekt
Preisverleihung zum Wettbewerb "Klimaaktive Kommune 2018"
Informationsangebot zum Thema Starkregen auf den Seiten der Stadtentwässerungsbetriebe
Starkregen und Sturzfluten

https://www.steb-koeln.de/Aktuelles/Köln-gewinnt-beim-Bundeswettbewerb-Klimaaktive-Kommune-2018.jsp?ref=/Aktuelles/Aktuelles.jsp
 
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Veolia: Aus OEWA wird Veolia

Der 1991 gegründete und an vielen Standorten verwurzelte Wasser- und Abwasserdienstleister ändert seinen Namen - der Inhalt bleibt

Die OEWA Wasser und Abwasser GmbH firmiert ab dem 1. Januar 2019 unter neuem Namen: Veolia Wasser Deutschland GmbH.
„Veolia ist eine starke und bekannte Marke für Ressourceneffizienz und Umweltschutz. Und wir sind als OEWA schon immer Teil der Veolia-Familie. Nun wollen wir mit Veolia im Namen weiter wachsen. Wir wollen neue Märkte erschließen, neue Projekte anbahnen und die Vorteile des Veolia-Netzwerkes für unsere bestehenden kleineren und größeren Kooperationen noch intensiver nutzen", erläutert Tina Stroisch, die Leiterin der OEWA-Unternehmenskommunikation.
Die OEWA ist im März 1991 gegründet worden und an vielen Standorten als Wasser- und Abwasserdienstleister verwurzelt. Das Unternehmen, dessen Hauptverwaltung in Leipzig ansässig ist, engagiert sich vor allem im Freistaat Sachsen, aber auch in Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Niedersachsen.
Die Umbenennung in Veolia Wasser Deutschland GmbH bleibt für die Partnerschaften, die die OEWA mit Kommunen und Verbänden oder der Industrie eingegangen ist, ohne nennenswerte Auswirkungen. Außer dem Firmennamen und E-Mail-Adressen ändert sich nichts. Weder die Ansprechpartner für die Kunden der Städte und Gemeinden, noch Umfang oder Qualität der Dienstleistung.
Nicht zuletzt sei diese stärkere, auch namentliche Bindung an Veolia sinnvoll, weil sich die Märkte rasant wandeln. „Und wir wollen Schritt halten, nicht stehen bleiben", betont Tina Stroisch. Als die OEWA vor fast 28 Jahren als Osteuropäische Wasser und Abwasser GmbH gegründet worden war, seien die Herausforderungen anderer Art gewesen. Als Veolia wolle man nun die Zukunft gestalten.

https://service.veolia.de/artikel/aus-oewa-wird-veolia-163/
 
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Ruhrverband senkt erneut die Kosten für die Abwasserreinigung

Prognosen zeigen: Talsperren sind auch für einen trockenen Sommer 2019 gut gerüstet

Gute Nachrichten für die 60 Städte und Gemeinden im 4.500 Quadratkilometer großen Einzugsgebiet der Ruhr: Die Delegierten des Ruhrverbands haben auf der 32. Verbandsversammlung am Freitag, dem 7. Dezember 2018, erneut eine Senkung der an den Ruhrverband zu entrichtenden Abgaben für die Abwasserreinigung beschlossen. Die Beiträge in der Wassergütewirtschaft sinken im Jahr 2019 um 0,7 Prozent.
Seit 2010 sind die Beiträge, die die Mitgliedskommunen für die Leistungen des Ruhrverbands entrichten müssen, um 6,2 Prozent gesunken. Norbert Frece, Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand des Ruhrverbands, verdeutlichte auf der Verbandsversammlung, was das konkret bedeutet: „Nach unserer Wirtschafts- und Finanzplanung wird jede einzelne Bürgerin und jeder einzelne Bürger im Verbandsgebiet im Jahr 2020, also am Ende der aktuellen Planungsperiode, weniger für die Leistungen des Ruhrverbands zahlen als zehn Jahre zuvor."

Die Talsperren des Ruhrverbands mussten 2018 eine historisches Trockenjahr bewältigen und weisen deshalb den niedrigsten Füllstand für diese Jahreszeit seit 1976 auf. Dank der vorausschauenden Bewirtschaftung der Wasservorräte in den acht Talsperren konnte der Ruhrverband die Wasser-versorgung für 4,6 Millionen Menschen jederzeit sicherstellen. Nach Prognoseberechnungen des Ruhrverbands werden die Wasservorräte in den Talsperren bis weit in den Herbst des Jahres 2019 reichen, selbst wenn sich die Trockenheit des Jahres 2018 weiter fortsetzen sollte. Diese Prognose setzt voraus, dass die Absenkung der Mindestwasserführung an den Pegeln Villigst und Hattingen, die seit dem 2. November 2018 gilt, im Jahr 2019 fortgeführt wird.
Auch zur Wirtschaftlichkeit der Wassermengenwirtschaft berichtete der Vorstandsvorsitzende Erfreuliches. Die Beiträge der so genannten Wasserentnehmer unter den Ruhrverbandsmitgliedern sinken im Jahr 2019 um 0,2 Prozent.

Für zufriedene Gesichter auf der Verbandsversammlung sorgte zudem die Nachricht, dass der Ruhrverband seine Gesamtschulden um rund 57 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr auf knapp unter 500 Millionen Euro senken konnte. Damit hat der Ruhrverband innerhalb von zwölf Jahren seinen Schuldenstand mehr als halbiert - dieser hatte nämlich Ende 2006 aufgrund umfangreicher Investitionen in den gesetzlich vorgeschriebenen Ausbau der Kläranlagen noch bei mehr als einer Milliarde Euro gelegen. Auch hat er sein selbst gesetztes Unternehmensziel erreicht, die Verschuldung auf das Doppelte des Jahresumsatzes zu begrenzen.

In der Verbandsversammlung, dem „Wasserparlament der Ruhr", vertreten 151 Delegierte der Städte und Gemeinden, der Wasserwerke und der gewerblichen Unternehmen die Interessen der rund 550 Mitglieder des Ruhrverbands. Die Delegierten werden für jeweils fünf Jahre in das Gremium entsandt

https://www.ruhrverband.de/presse/pressemitteilungen/detailansicht/news///ruhrverband-senkt-erneut-die-kosten-fuer-die-abwasserreinigung/

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Veolia: an der Seite des AZV Sachsen-Nord

Verband beauftragt Dienstleister mit der technischen und kaufmännischen Betriebsführung / Langfriste Partnerschaft geschlossen
Die OEWA Wasser und Abwasser (ab 1. Januar 2019 Veolia Wasser Deutschland GmbH) kann ihre Zusammenarbeit mit dem Abwasserzweckverband (AZV) Sachsen-Nord Dommitzsch (Landkreis Nordsachsen) fortsetzen. Nach Abschluss eines öffentlichen Wettbewerbsverfahrens schließen beide Partner nun nach der Interimsbetriebsführung in den vergangenen Monaten einen langfristigen Vertrag. Dieser beinhaltet die technische und kaufmännische Betriebsführung der Abwasserentsorgung des AZV Sachen-Nord Dommitzsch.

Die Mitgliederversammlung des AZV hatte mit ihrem Beschluss vom 13. Dezember 2018 die Forstsetzung der Kooperation geebnet. Der neue Vertrag tritt zum 1. Januar 2019 in Kraft. Er gilt zunächst bis Ende 2024 und kann verlängert werden. Die Veolia Wasser Deutschland GmbH übernimmt zwei Mitarbeiter der AZV.
„Wir danken dem AZV für sein Vertrauen und werden alles daran setzen, die im Sommer 2017 begonnene Zusammenarbeit weiter zu festigen. Wir konnten als Interimsbetriebsführer unter Beweis stellen, dass wir unser Handwerk verstehen, dass wir uns einbringen und als zuverlässiger Dienstleister an der Seite des Verbandes stehen. Das werden wir auch in Zukunft so praktizieren. Wir freuen uns, den Zuschlag erhalten zu haben und auf die Herausforderungen dieses neuen Projektes", sagt Kerstin Härtel, die zuständige Niederlassungsleiterin der Veolia Wasser Deutschland GmbH.

Der Wasserdienstleister betreibt im Auftrag des AZV Sachsen-Nord unter anderem die Kläranlage in Dommitzsch mit einer gegenwärtigen Ausbaugröße von 3 000 Einwohnerwerten. Die Anlage wird derzeit saniert und erweitert und damit dem Stand der Technik angepasst. Zum technischen Betriebsführungsumfang gehören auch zwölf Abwasserpumpwerke und rund 56 Kilometer Kanalisation. Zudem gewährleistet das Unternehmen bei Störungen der öffentlichen Abwasserentsorgung eine 24-Stunden-Bereitschaft.

Im kaufmännischen Bereich obliegt dem Unternehmen neben dem gesamten Finanzwesen der Gebühreneinzug. Ebenso fällt das Anschlusswesen in die Zuständigkeit des AZV-Partners.
Der 1991 gegründete Verband zählt nach diversen Eingemeindungen heute noch zwei Mitglieder: die Stadt Dommitzsch mit den Ortsteilen Mahlitzsch, Commende, Wörblitz, Proschwitz und Greudnitz sowie die Gemeinde Trossin, zu der die Ortsteile Falkenberg, Roitzsch und Dahlenberg gehören und in der etwa 1 400 Menschen zu Hause sind. In Dommitzsch leben circa 2 800 Menschen.

Die Geschäftsstelle des AZV im Rathaus von Dommitzsch bleibt bei allen Fragen rund um das Thema Abwasser Anlaufpunkt für die Kunden und zu den bekannten Geschäftszeiten geöffnet: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 9 bis 12 Uhr sowie am Dienstag außerdem von 14 bis 18 Uhr und am Donnerstag von 14 bis 16 Uhr.

https://service.veolia.de/artikel/veolia-an-der-seite-des-azv-sachsen-nord-164/
 
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Wupperverband: Wasserwirtschaft mit Kooperationen gestalten

Wupperverband zog bei der Verbandsversammlung Bilanz
Bei der heutigen Verbandsversammlung des Wupperverbandes in Wuppertal standen wichtige Beschlüsse für das kommende Jahr sowie ein Rückblick auf 2018 auf der Agenda.

"Wir haben in diesem Jahr viel erreicht und wichtige Projekte vorangebracht", lautete das Fazit von Claudia Fischer, Verbandsratsvorsitzende, und Georg Wulf, Vorstand. "Besonders die Kooperationen mit unseren Mitgliedern und weiteren Partnern sind für uns ein zentraler Baustein für eine erfolgreiche Entwicklung im Wuppergebiet."
Dass Kooperationen in 2018 ein zentrales Thema waren, betonte Georg Wulf auch in seinem Bericht.
Die Currenta GmbH & Co. OHG und der Wupperverband setzen ihre Zusammenarbeit bei der gemeinsamen Reinigung von kommunalen und industriellen Abwässern in der Gemeinschaftskläranlage Leverkusen auch über das Jahr 2021 hinaus fort. Ein Kooperationsvertrag für den Zeitraum 2022 bis 2031 wurde unterzeichnet.

Zur künftigen Klärschlammentsorgung gemeinsam mit öffentlich-rechtlichen Partnern werden derzeit die Weichen gestellt. Wenn die Gremien dieser Partner zustimmen, kann in 2019 ein Kooperationsvertrag geschlossen und eine GmbH gegründet werden. Im Anschluss daran können die nächsten Schritte zur Planung einer neuen Schlammverbrennungsanlage (SVA) am Standort Buchenhofen beginnen. Der Wupperverband wird seine vorhandene SVA bis zur Inbetriebnahme einer neuen Anlage weiter betreiben.

Die gemeinsame Betriebsführung des Kanalnetzes der Gemeinde Marienheide durch den Wupperverband und den Aggerverband startete in 2017 und hat sich inzwischen sehr gut eingespielt.

Mehr Natur für die Wupper und ihre Nebenbäche
Das gemeinsame Wupperprojekt von Wupperverband und dem Familienunternehmen Vorwerk ist ein weiteres gutes Beispiel für Kooperation und auch für das Engagement von Unternehmen für die Wupper. Im Rahmen der aktuellen Werkserweiterung des Unternehmens konnte der Fluss auf dem Betriebsgelände in Wuppertal-Laaken auf mehr als 1.000 Metern naturnah entwickelt werden und hat stellenweise mehr Raum erhalten. Davon profitieren die Lebewesen im Fluss und die Menschen.

Auch im Bereich Flugplatz Wipperfürth ist die Wupper am Wehr Wipperhof nun nicht nur natürlicher, sondern auch für Fische und Kleinlebewesen durchgängig.

Wasserwirtschaftsjahr mit Starkregen und Trockenheit
Das Jahr 2018 war geprägt von Extremen.
In der Summe lag das Wasserwirtschaftsjahr 2018 (1. November 2017 bis 31. Oktober 2018) an der Messstelle Bever-Talsperre zwar „nur" um 177 Liter unter dem Durchschnitt von 1.297 Litern pro Quadratmeter. Doch die Verteilung war ungewöhnlich: der Winter war sehr nass, und nach drei Starkregen im Mai und Juni waren Sommer und Herbst extrem trocken. In keinem Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen war bisher der Zeitraum Juli bis Oktober so trocken wie in diesem Jahr.

Dank des nassen Winters waren die Talsperren des Wupperverbandes im Frühjahr gut gefüllt und für ihre Aufgaben gerüstet.
Durch die trockenen Monate ist insbesondere der Stauinhalt der Wupper-Talsperre, die hauptsächlich in Trockenzeiten Wasser an die Wupper abgibt, stetig gesunken. Zwar ist noch kein historischer Tiefststand erreicht. Doch der Wupperverband hat vorsorglich einen Antrag bei der Aufsichtsbehörde gestellt, die Wasserabgabe aus der Talsperre an die Wupper zu reduzieren. So soll der Speicher geschont werden, für den Fall, dass die kommenden Monate nur wenig Regen bringen.

Die Wasservorräte in den Trinkwassertalsperren des Wupperverbandes liegen momentan im normalen Bereich, so dass für die angeschlossenen Wasserwerke ein ausreichender Wasservorrat für die Trinkwasseraufbereitung zur Verfügung steht.

Auch die Große Dhünn-Talsperre leistet Niedrigwasseraufhöhung in Trockenzeiten. Diese Wasserabgabe an die Dhünn möchte der Wupperverband ebenfalls vorsorglich reduzieren.

Da die Niedrigwasserabgabe aus den Talsperren Große Dhünn und Wupper auf Planfeststellungsbeschlüssen beruht, ist ein Abstimmungsprozess mit der Aufsichtsbehörde erforderlich.

Kläranlagen optimiert, Hochwasserschutz Eschbach nimmt Gestalt an
In seinen 11 Kläranlagen hat der Wupperverband in 2018 rund 119 Mio. Kubikmeter Abwasser von Einwohnern und Unternehmen im Wuppergebiet gereinigt. Neben dem laufenden Betrieb der Anlagen ist ihre technische und energetische Optimierung eine wichtige Aufgabe im Rahmen der Daseinsvorsorge.
In 2018 erfolgte die offizielle Einweihung der umgebauten Kläranlage Marienheide. In der Kläranlage Buchenhofen schreitet der Bau einer neuen Schlammentwässerung voran, die 2019 fertig gestellt wird. Die umfangreichen Baumaßnahmen in der Kläranlage Burg sind ebenfalls auf der Zielgeraden und werden im kommenden Jahr abgeschlossen.

Das Projekt Hochwasserschutz Eschbach in Solingen-Unterburg ist in 2018 ein großes Stück vorangekommen. Der Part der Stadt Solingen, die Stützwand entlang der Eschbachstraße zu sanieren, ist bereits abgeschlossen.
Der Wupperverband hat von den insgesamt 540 Metern Ufermauern auf der linken Bachseite und Vertiefung des Bachbetts um bis zu 1,60 Meter bereits 235 Meter fertiggestellt.
Nach einer Winterpause sollen die Arbeiten im Frühjahr 2019 fortgesetzt werden.

Beiträge für Abwasser erneut konstant, Beitragsbedarf für Talsperren deutlich gesenkt
Die 99 Delegierten der Wupperverbands-Mitglieder - Kommunen, Kreise, Unternehmen der Wasserversorgung und weitere Firmen im Wuppergebiet - hatten u.a. über den Wirtschaftsplan für 2019 zu beschließen. Über die Beitragsentwicklung hat der Verband mit seinen Gremien Zielvereinbarungen geschlossen, so dass die Entwicklung für die Mitglieder auf Jahre hinaus planbar ist.

Nach Jahren mit konstanten Beiträgen sah die Zielvereinbarung für den größten Geschäftsbereich Kläranlagen / Sammler und Entsorgung für 2019 eine geringe Steigerung von 0,75 Prozent vor. Aufgrund der guten Entwicklung von Kosten und Erträgen kann auf die Steigerung in 2019 verzichtet werden, die Beiträge bleiben auch im kommenden Jahr erneut konstant bei 65,3 Mio. Euro.

Für den Geschäftsbereich Talsperren und Stauanlagen sinkt der Beitragsbedarf gemäß der aktuellen Zielvereinbarung von zuvor 10 Mio. Euro auf 8,2 Mio. Euro in den Jahren 2019 bis 2023. Die Senkung des Beitragsbedarfs in diesem Geschäftsbereich ging mit einer Neuordnung der Beitragsveranlagungsregeln einher, die sich an aktuellen Nutzungen und wasserwirtschaftlichen Gegebenheiten orientiert.

Für den Geschäftsbereich Gewässerunterhaltung stand eine neue Zielvereinbarung zum Beschluss auf der Tagesordnung. Diese sieht vor, dass die Beiträge in diesem Geschäftsbereich in den Jahren 2019 bis 2021 jeweils um 5 Prozent und von 2022 bis 2030 jeweils um 4 Prozent steigen. So kann der Wupperverband die weitere Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie finanzieren, die sich in den kommenden Jahren besonders der Unteren Wupper widmen wird, sowie Infrastrukturaufgaben wie die Sanierung von Ufermauern und verrohrten Gewässern. Der Beitragsbedarf für 2019 beträgt dann 3,5 Mio. Euro. Wie zuvor bei den Talsperren standen auch hier die bisherigen Beitragsveranlagungsregeln auf dem Prüfstand und wurden angepasst und aktualisiert.

http://www.wupperverband.de/internet/web.nsf/id/li_pm_verbandsversammlung_20181206.html

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Wupperverband: Laichsaison läuft: Meerforelle & Co. tummeln sich nun in Wupper und Nebenflüssen

Laichgruben auch wieder im Wuppertaler Stadtgebiet
Gemeinsame Pressemitteilung von Wupperverband und Fischereivereinen vom 18.12.2018
Die Laichsaison der Wanderfische ist in vollem Gange. Wenn im Herbst die Temperaturen sinken, kehren z. B. Lachse und Meerforellen über den Rhein in die Nebenflüsse zum Laichen zurück, dorthin, wo sie selbst als Jungfische groß geworden sind. Auch die Bachforellen sind wieder aktiv und laichen. Wupper und Dhünn gehören zu den Flüssen, in die die Fische wieder zurückkehren.

Bislang haben die Akteure der Fischereivereine im Stadtgebiet Wuppertal an verschiedenen Stellen, z. B. an der Kluse in Elberfeld, Laichgruben und laichende Meer- und Bachforellen gesichtet. An der Kontrollstation Auermühlenwehr an der Dhünn hat der Wupperverband bisher 14 Lachse gesichtet, ein Zeichen, dass die Rückkehr der Fische begonnen hat.
Gute Lebensbedingungen: Wasserqualität und Flussstruktur wurden in den letzten Jahren deutlich verbessert
Die Voraussetzungen für die Salmoniden sind in den letzten Jahren immer besser geworden.

In den vergangenen Jahrzehnten hat der Wupperverband in Kooperation mit seinen Mitgliedern, den Städten, Kreisen und Unternehmen, sowie den Fischereigenossenschaften und Fischereivereinen viel dafür getan, dass sich Wupper und Dhünn wieder positiv entwickeln konnten: vom Ausbau der Kläranlagen und der Verbesserung der Wasserqualität bis hin zu naturnahen Flussstrukturen und der Durchgängigkeit an Wehren.

Dadurch werden die Voraussetzungen geschaffen, dass sich die empfindlichen Fischarten wie z. B. Lachse wieder in den Flusssystemen Wupper und Dhünn heimisch fühlen.

In Wuppertal wurden z. B. bereits mehr als 9 Kilometer Stadtfluss von Stadt Wuppertal und Wupperverband naturnah entwickelt. Bis 2025 sollen es 15 Kilometer sein.

„Wir freuen uns, dass sich auch immer mehr ortsansässige Unternehmen mit viel Engagement in die Gewässerentwicklung einbringen, wie z. B. die Firma Vorwerk bei der Flussgestaltung in Laaken", berichtet Dr. Marlene Liebeskind, Bereichsleiterin für Gewässerentwicklung beim Wupperverband. Geplant sind weitere Renaturierungen z. B. der Wupperabschnitt auf dem Werksgelände von Bayer in Wuppertal-Elberfeld.

Besatz mit Jungfischen
Die Wiederansiedlung der ehemals ausgestorbenen Fischarten in die Wupper und Dhünn erfolgt mit viel ehrenamtlichem Einsatz durch die Fischereivereine.

„Bereits seit den 1990er Jahren ziehen die ehrenamtlich tätigen Fischereivereinsmitglieder Jungfische im Bruthaus auf und setzen sie im Frühjahr in die Wupper und Nebenflüsse aus", so Helmut Wuttke vom Bergischen Fischerei-Verein 1889 e.V. Wuppertal (BFV).

Einige Jahre wachsen die Fische in ihrem Heimatfluss heran und machen sich dann auf den langen Weg ins Meer, um 2 bis 4 Jahre später zum Laichen wieder in ihre ehemalige „Kinderstube" zurückzukehren.

In 2018 hat der BFV insgesamt 245.000 Junglachse in die Wupper gesetzt.
BFV-Vereinsmitglied Elmar Weber hat bereits wieder einige Fotos der Rückkehrer im Wuppertaler Stadtgebiet erstellt.
Auch der Sportangelverein SAV Bayer setzt sich mit viel Herzblut für die Wiederansiedlung der Wanderfische ein.
In den letzten Jahren hat der SAV pro Jahr 30.000 bis 40.000 Lachsbrütlinge vom Landesumweltamt, Außenstelle Albaum, in die Dhünn und den Eifgenbach ausgebracht

http://www.wupperverband.de/internet/web.nsf/id/li_de_pm_lachslaichs_winter_2018.html

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