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Erste Mikrogasturbine in Betrieb
Seit Anfang Februar 2007 erzeugt die neue Turbine Strom und Wärme auf der Kläranlage Darmstadt- Süd. Laut Auskunft des Betreibers, der HSE Abwasserreinigung GmbH und Co KG, hat die Turbine eine elektrische Leistung von 65 kW und eine thermische Leistung von 115 kW, die Investitionskosten betrugen € 125.000,-. Es handelt sich um ein Gerät der US- Firma Capstone, das von der österreichischen VTA Technologie GmbH für den Kläranlagenbetrieb angepasst wurde.
Die
Mikrogasturbine ersetzt ein veraltetes
Block-Heizkraftwerk, auf Grund des Vorteils
bei Wartung und Instandhaltung hat
man sich für diese Technik entschieden. Während man für ein BHKW etwa € 1,50
pro Betriebsstunde für die Wartung veranschlagen müsse, seien es bei den
Mikrogasturbinen nur 30 bis 40 Cent. Zwar liege der elektrische Wirkungsgrad
der Mikrogasturbinen mit ca. 30 Prozent leicht unter dem des BHKW, dafür kann
die entstehende Verbrennungswärme mittels Wärmetauscher ebenfalls genutzt
werden. Auf der Kläranlage mit 50.000 EW und einer täglichen Gasproduktion von
500 bis 850 Kubikmeter, ist die Turbine ganzjährig ausgelastet. Mit den
erzeugten 550.000 kWh elektrischer Energien kann so die Hälfte des
Kläranlagenbedarfs gedeckt werden.
Mikrogasturbinen sind bislang hauptsächlich in landwirtschaftlichen Biogasanlagen zu finden, auf Kläranlagen sind sie eher in der Schweiz und Österreich zu finden, jedoch mittlerweile gibt es in Deutschland 7 laufende MicroTurbinenanlagen und 2 in Bau befindliche Anlagen. Seit 2006 setzt aber auch die Abwasserreinigungsanlage Barcelona zwei Turbinen für die Klärgasnutzung ein.
Weitere
Informationen findet man unter www.hse.ag
oder unter www.vta.cc




