| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
SUN
Anmeldedatum: 19.08.2009 Beiträge: 4 Wohnort: BaWü
|
Verfasst am: 23.02.2010, 08:21 Titel: Gasfackel |
|
|
Hallo,
bei uns auf der Kläranlage muss eine neue Gasfackel installiert werden, da die Alte nicht mehr den Vorschriften entspricht und auch nur bedingt funktioniert.
In den Unterlagen ist allerdings nichts über die Durchsatzmenge der alten Gasfackel zu finden.
Unsere durchschnittliche Gasproduktion liegt pro Tag bei ca. 450m³.
Kann mir jemand sagen, wie ich berechnen kann, wie groß die Fackel ausgelegt werden muss um den sicheren Betrieb zu gewährleisten und eine unnötige Abfackelung des Gases zu verhindern.
Gibt es Berechungsformeln zur Größenermittlung von Gasfackelanlagen?
Mit freundlichem Gruß
The SUN |
|
| Nach oben |
|
 |
Lines
Anmeldedatum: 15.01.2008 Beiträge: 17
|
Verfasst am: 23.02.2010, 15:28 Titel: |
|
|
Hallo SUN,
zur Auslegung der Gasfackel sollte das ganze System betrachtet werden.
Soll nur das anfallende Überschussgas abgefackelt werden oder die Fackel auch bei einer Revision des Gasspeichers zum Einsatz kommen (ohne prov. Gasspeicher)?
Hier gibt es dann den Ein-Aus-Betrieb oder den Druckbetrieb, bei dem der min. und max. tatsächliche Anfall betrachtet werden muss.
Auf jeden Fall würde ich dir, auch wegen der Vorschriften im Ex-Bereich raten, externe Hilfe durch einen Fachplaner oder Ausrüster einzuholen.
Grüße
Lines |
|
| Nach oben |
|
 |
SUN
Anmeldedatum: 19.08.2009 Beiträge: 4 Wohnort: BaWü
|
Verfasst am: 24.02.2010, 09:36 Titel: |
|
|
Danke für deine schnell Antwort Lines.
Die Fackel soll als Notfackel konzepiert werden und im Extremfall das komplett anfallende Gas abgefackeln können. Genauso sollte sie bei Gasüberproduktion den Überschuss abfackeln können, ohne unnötig viel Gas zu verbrennen.
Gibt es da keine Richtlinie in der festgelegt ist, wie groß eine Notfackel ausgelegt sein muss? z.B. das 1,5 fache der durchschnittlich stündlichen Gasproduktion oder so etwas in der Richtung?
Kann ich eine Fackel für beide Betriebsarten (Druckbetrieb oder Ein/Aus Betrieb) verwenden, oder gibt es da bauliche Unterschiede?
Hast du zufällig eine Adresse für so einem externen Fachplaner?
Gruß |
|
| Nach oben |
|
 |
Lines
Anmeldedatum: 15.01.2008 Beiträge: 17
|
Verfasst am: 27.02.2010, 18:44 Titel: |
|
|
O.K.
Die Abfackelung von Überschussgas mit Gasspeicher ist relativ einfach:
Über zwei Schaltpunkte im Gasspeicher schaltet die Fackel Ein bzw. Aus.
Der Druckbetrieb wird benötigt, wenn direkt vom Faulbehälter auf die Fackel gefahren wird. In der Leitung befindet sich dann ein Gasdruckmessgerät.
Nach diesem Druck schalten sich versch. Stufen in der Fackel zu bzw. wieder ab. Dies sind einfach versch. große Leitungen mit Schnellschlussmagnetventilen. Mit wenigen Leitungen lassen sich dann schnell etliche unterschiedliche Gasmengen abfackeln.
Die Schwankungen im Netz sind dann relativ gering.
Für den Ein-Aus-Betrieb sind dann einfach alle Stufen in Betrieb.
Über einen Vorwahlschalter wird die Betriebsart vorher eingestellt.
Der Druckbetrieb wird üblicherweise nur alle paar Jahre stattfinden.
Als Fachplaner könnte evtl. der Klärwerksplaner herhalten, ansonsten mal in deiner Kläranlagennachbarschaft nachfragen.
Im Liferantenverzeichnis von klärwerk.info habe ich bei Eingabe "Gasfackel" schon mal 2 Lieferanten gefunden, die könne sicher auch helfen.
Ich hoffe das hilft dir ein wenig weiter
Grüße
Lines |
|
| Nach oben |
|
 |
|