Wärmetauscher Schlammentwässerung

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Moderator: Taurin

Wärmetauscher Schlammentwässerung

Beitragvon Andreas3115 » 01.10.2019, 15:24

Hallo zusammen,

bei uns steht die Sanierung der Schlammentwässerung an.

Im Zuge der Sanierung wollen wir vor den Zentrifugen also im Schlamm Zulauf Wärmetauscher installieren um das Entwässerungsergebnis zu verbessern.
Als primäre Wärmequelle dient der Notkühlkreislauf des BHKW das unmittelbar am Gebäude aufgestellt ist.

Hat jemand von euch Erfahrung mit der Vorwärmung des zu entwässernden Schlamms?
Ich habe vor längerer Zeit mal eine Schulung/Weiterbildung/Austausch besucht in der ein Referent von dieser Thematik geschwärmt hat, leider finde ich keine Unterlagen mehr dazu.

Gruß Andreas
Andreas3115
 
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Re: Wärmetauscher Schlammentwässerung

Beitragvon Taurin » 02.10.2019, 18:08

Hallo Andreas,

wir haben Erfahrungen. Begonnen mit der Schlammerwärmung vor der Entwässerung haben wir im Jahre 2008.
Müssten damit so ziemlich die ersten gewesen sein, zumindest ist mit nicht bekannt, wer schon früher Erfahrungen hatte.

Kann auch gut möglich sein, dass ich der Referent war, das dürfte aber vor knapp 10 Jahren gewesen sein, im Rahmen der
Optimerungen durch EMSR-Technik. :?:

Der Effekt ist, das die Zellen durch die Zerstörungen bzw. den teilweisen Angriff auf EPS und Eiweißverbindungen das
Zellzwischenwasser und Haftwasser besser abgeben. Exakt wissen wir aber nicht wie es abläuft, aber es funktioniert.

Entweder bei gleichem Einsatz von Polymer steigt der TR-Gehalt um ca. 2%-Punkte oder bei gleichem TR im Austrag der
Entwässerungsmaschinen kann der Einsatz von Polymer gesenkt werden.

Allerdings müssen "Temperaturschwellen" überschritten werden. Die Temperatur muss mind. > 45 grd. Celius überschreiten.
Über 50 grd. Celsius gehen wir nicht, da die Mischung (saugseitige Polymerzugabe) an den Excenterschneckenpumpen nur bis
40 grd. Celsius zulässig ist, ebenso wird es evtl. kritisch beim Polymer, wenn sich dort das Produkt auftrennt.
Kommt alles auf die jeweiligen Vorgaben der Hersteller an, kann man aber bei denen erfragen.

Ein Zellaufschluss findet noch nicht statt und somit kein Problem mit Rückbelastungen durch harten CSB und TKN.

Aufpassen über das Verschieben des Kalk/Kohlensäuregleichgewichts, bei uns ist es sogar besser geworden mit den MAP oder
Kalkausfällungen. Aber das kann auch andersherum sein. Die Temperatur fließt auf jeden Fall ein.

Das mal vorab, wie kann ich sonst noch helfen?
Gerne auch direkt per Mail an schweizer@klaerwerk.info. :wink:

Gruß
Christian
Taurin
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