Energieautarke Kläranlagen

Hier können Sie Fragen an die anderen Forumsteilnehmer stellen.
Sie bekommen mit Sicherheit eine Antwort.

Moderator: Taurin

Energieautarke Kläranlagen

Beitragvon Studi2015 » 07.02.2015, 22:19

Hallo,

bin Studetin und schreibe momentan meine Bachelorarbeit über Energieautarke Kläranlagen. Meine Arbeit besteht aus drei Teilen, ein Literaturteil, über eine Kläranlage, die energiautark betrieben wird und der dritte Teil besteht darin weitere Maßnahmen zu finden, die zu Energieeinsparung auf Kläranlagen führen.

Daher meine Frage, ob Jemad eventuell Vorschläge bzw Maßnahmen hat, die zu Energieeffizienz auf Kläranlagen führen.

Danke für die Antworten im Voraus :)

MfG
Studi2015
 
Beiträge: 1
Registriert: 07.02.2015, 22:00

Re: Energieautarke Kläranlagen

Beitragvon KAMaegerkingen » 10.02.2015, 06:29

Hallo,

ich hatte schon gelesen gehabt, dass manche ihre Belüftung in der Biologie kurzzeitig abstellen. Also nur "stoßweise" belüften. Somit hast du ja nicht den ständigen Stromverbrauch der Gebläse. Wäre schon mal ein Einsparpunkt. Über den wirklichen nutzen reden wir mal nicht, da ich der Meinung bin, dass man sich damit keinen Gefallen tut.

MFG
KAMaegerkingen
 
Beiträge: 1
Registriert: 10.02.2015, 06:24

Re: Energieautarke Kläranlagen

Beitragvon pBaumann » 11.02.2015, 11:53

Über die Thematik dürfte es in der Fachliteratur eine Fülle von Material geben. Wir wäre es denn mit einer klassischen Literaturrecherche ? Unabhängig dürfte das Handbuch "Senkung des Stromverbrauches auf Kläranlagen - Praxisleitfaden" des DWA-Landesverbandes Baden-Württemberg ISBN978-3-940173-47-8 einen reichen Fundus bieten.

Noch eine Anmerkung zu einer anderen Antwort - die Abschaltung der Belüftung führt erst einmal nicht zur Stromeinsparung, da die benötigte Sauerstoffzufuhr vom lastabhängigen O2-Verbrauch und dem angestrebten O2-Sauerstoffüberschuss im Becken - und nicht von der Laufzeit der Gebläse - abhängt. Weiterhin muss die Homogenisierung des Beckeninhaltes trotzdem sicher gestellt werden (Rührwerk oder eine Art Impulsbelüftung).
pBaumann
 

Re: Energieautarke Kläranlagen

Beitragvon Lines3 » 23.02.2015, 18:46

Hallo studie2015,

zuerst mal der Begriff "autark" passt hier wohl eher nicht.
Unter "autark" versteht im allgemeinen "von der Umgebung unabhängig, sich selbst versorgend, auf niemanden angewiesen sein..."
Da erscheint wohl schon der Titel falsch.. oder täusche ich mich?

Ich kenne noch keine Kläranlage, die das schafft. Dennoch gibt es mittlerweile doch einige wenige Kläranlagen, die mehr Strom erzeugen als sie benötigen, wohl aber nicht zu jedem Zeitpunkt des Jahres, sondern nur in den Summen- bzw. Durchschnittswerten.
D.h. es sind viele Stunden im Jahr, an denen der Bedarf die Erzeugung deutlich übersteigt und andersherum.

Dann ist es entscheidend, wie der Strom erzeugt wird. Sind Windkraftanlagen auf dem Kläranlagengelände (z.B. Berlin) oder werden in erheblichem Maße Co-Sustrate z.B. Fett, Maische etc. angenommen, welche die Gasproduktion bzw. die Stromerzeugung außergewöhnlich erhöhen.
Also die Windkraftanlagen auf dem Gelände dürften wohl nicht mit eingerechnet werden...

Ansonsten gibt es Infos genug im Netz, auch hier in diesem Portal ist einiges.

Lines3
Lines3
 
Beiträge: 33
Registriert: 15.01.2008, 18:53

Re: Energieautarke Kläranlagen

Beitragvon Oberfranke » 15.03.2015, 10:49

Hallo,

mit der Erneuerung unseres BHKWs ist unser Eigenstromanteil von 66% auf über 90% gestiegen (besserer Wirkungsgrad).
Mit einer Dosiereinrichtung (C-Quelle) ist unsere Summenbilanz über das ganze Jahr energieneutral.

Die Sauerstoffversorgung des Belebungsbeckens benötigt am meisten Strom, hier ist es wichtig, die Effizienz zu
überprüfen. z.B. wieviel Watt wird für einen Nm³ Luft und Druck in mbar benötigt?
Neue Aggregate könnten sich in kurzer Zeit rechnen ...
Dauerläufer wie Rücklaufschlammpumpe / Umwälzpumpen => lohnt sich die Investition in einen Hocheffizienzmotor?

Schönen Gruß
Oberfranke
 
Beiträge: 3
Registriert: 13.03.2015, 13:53

Re: Energieautarke Kläranlagen

Beitragvon Werner » 19.05.2015, 00:42

Von wegen Energie und Kläranlagen - da hätte ich eine kurze Frage am Rande, bzw Bemerkung.
Wäre es nicht sinnvoll auch die Wärme von Kleinkläranlagen zu nutzen um z.B. über Wärmetauscher Energie zu sparen?
Gibt es solche Systeme? Ich hatte mal auf https://www.klaeranlagen-vergleich.de/kleinklaeranlagen-portal.html nachgesehen. Da werden zwar Systeme wie SBR, MBR, Festbett etc. genannt. Aber ich hab nicht gefunden, ob diese so eine Art Rückgewinnung von Energie anbieten.

Vielleicht habt ihr da Erfahrungen oder Ideen? Oder geht das gar nicht, weil man den Bakterien dann Wärme entziehen würde, die sie selber brauchen?
Fragen über Fragen über Ideen :D

LG Werner
Werner
 
Beiträge: 2
Registriert: 19.05.2015, 00:34


Zurück zu Aktuelle Fragen und Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron